
Die Linkspartei ist zur Landtagswahl in Baden-Württemberg mit einer Liste angetreten, auf der von den ersten zehn Kandidat:innen nur zwei älter sind als 30 Jahre. Die drei Spitzenkandidat:innen gehören nicht dazu.
Da entsteht die Frage: Was waren die Gedanken, die maßgeblich waren für eine solche Zusammensetzung der Kandidatenliste?
War es der Gedanke: „Wir sind so stolz, dass in BaWü die Hälfte der Mitglieder 30 Jahre alt oder jünger ist, dass wir fast ausnahmslos junge Kandidaten aus dieser Altersgruppe präsentieren wollen”?
Wie schätzen diejenigen, die über die Kandidatenliste entschieden haben, die Erwartung von Wählern ein?
Ein großer Teil der Wähler spricht bei ihrer Wahlentscheidung eher auf „gestandene” Personen an, die durch längeres Engagement (z. B. in der Gewerkschaft, in sozialen Bewegungen u. ä.) schon eine gewisse Bekanntheit in der Öffentlichkeit erlangt haben.
Ein großer Teil der Wähler sagt: Wir bevorzugen Kandidaten, die eine gewisse Lebenserfahrung aufweisen und im Leben schon mehr geleistet haben, als dies einer Person in einem Lebensalter zwischen 20 und 30 möglich ist. (Gerade bei Schwaben ist der Begriff „schaffig” in besonders hohem Maße emotional positiv besetzt.)
Warum spielen diese Erwartungen anscheinend bei der Zusammensetzung der Liste keinerlei Rolle?
Niemand muss die Erwartungen von Wählern unkritisch bedienen. Aber eine Partei, die bei der Wahl Stimmen gewinnen will, wird nicht umhinkönnen, in ihrem Auftreten im Wahlkampf auf Erwartungen einzugehen.
Wollte die Linkspartei in BaWü als Twen-Partei wahrgenommen werden, die hauptsächlich die postadoleszente Altersgruppe anspricht?
Bei einer Wahl in einer Stadt mit einem großen Anteil von studentischen Einwohnern mag dies erfolgversprechend sein. Um eine solche Wahl ging es aber nicht in Baden-Württemberg.
In der Diskussion mit Anhängern der Linkspartei war zu hören: „Es ist doch klar, dass eine Partei, die einen großen Anteil junger Mitglieder aufweist, mit jungen Kandidaten an den Start geht.” Und: „Wurde denn in der Vergangenheit thematisiert, dass es viele ältere Kandidaten gibt?!”
Solche Einlassungen verschieben erstens das Thema: Problematisiert wurde nicht, dass es auch junge Kandidaten gibt, sondern dass kaum Kandidaten auf den ersten zehn Listenplätzen über 30 Jahre alt sind.
Zweitens geht es bei einer Kandidatenliste für eine Landtagswahl nicht in erster Linie um den (identitätspolitischen) Zweck, dass die Mitglieder sich in den Kandidaten wiederfinden und mit ihnen identifizieren können. Angesprochen wird mit einer Kandidatenliste eine andere Gruppe: Die Wählerschaft.
Drittens zeigen diese Argumente die Fixierung auf einen Gesichtspunkt – den Wert junger Mitglieder bzw. Kandidaten – und dessen Verabsolutierung. Damit lässt sich jede Idee ad absurdum führen.
Ein aus Schwaben stammender Denker stellt zu dieser Vorgehensweise fest, dass „jeder Einfall sogleich zu etwas Allgemeinem gemacht, zum Götzen des Tages ausgebildet und die Aufstellung desselben zur Scharlatanerie getrieben wird, so dass er auch ebenso schnell vergessen wird und die Frucht verlorengeht, die er tragen würde, wenn er in seine Grenze eingeschränkt worden wäre. Dadurch würde er in seinem Maße anerkannt und soviel geschätzt und gebraucht, als ihm gehört, dahingegen er auf die andere Weise mit seiner ungebührlichen Aufblähung zugleich ganz zusammengeschrumpft und, wie gesagt, vergessen wird.”(Hegel)
Wenn eine Partei immerhin bei der Kandidatenliste zu einer Landtagswahl so vorgeht, so wird es sich kaum um ein zufälliges Versehen handelt. Insofern entsteht die Frage: Was sind die Voraussetzungen dafür, dass ein partikularer Gesichtspunkt (die eigene Genugtuung ob der vielen jungen Parteimitglieder) verabsolutiert, an der falschen Stelle geltend gemacht wird und auf diese Weise zur fixen Idee missrät? Auf was wird sich eine solche Partei demnächst kaprizieren? Was wird die nächste Verstiegenheit sein?
Was lässt sich aus der Linkspartei zur Zusammensetzung der Kandidatenliste hören?
Sabine Skubsch schrieb in ihrem Artikel „Vor den Wahlen in Baden-Württemberg” auf der Netzseite der Zeitschrift „Luxemburg”: „Die Landesliste zeigt aber auch Schwächen: Auf den ersten sieben Listenplätzen steht die Mehrzahl derzeit in einem Arbeitsverhältnis bei einem Bundestagsabgeordneten. Und es fehlen Gewerkschafter:innen.”
Wie verarbeitet die Linkspartei das bescheidene Wahlergebnis (4,4 %)?
Am 9.3. hieß es in einer Analyse „Einzug verfehlt und trotzdem gewonnen”: „Ich werde jetzt nicht bei dem besten Wahlergebnis, das wir jemals in Baden-Württemberg hatten, darüber nachdenken, den Kurs zu ändern. Das wäre ja verrückt”, sagte Parteichefin Ines Schwerdtner am Montag nach der Wahl (zit. n. Wolfgang Hübner: Linke im Ländle. Neues Deutschland 15.3. 2026).
Das klingt bei einem Wachstum der Wählerstimmen von 0,8% mehr nach Durchhalteparolen als nach einer reflektierten Auswertung.
Dass die Linkspartei bei den Wähler:innen 60plus auf 2 Prozent Zustimmung kam, scheint ihren Führungsfiguren nicht zu denken zu geben.
PS: „Jugend voran” war ein beliebter Slogan in den Liedern der DDR-Staatsjugend.
Auf der Kandidatenliste der Linkspartei zur Wahl in Rheinland-Pfalz dominiert nicht die Altersgruppe zwischen 20 und 30. Dafür tappt die Linkspartei nun in ein anderes Extrem: Unter den ersten 10 Kandidaten befinden sich zwei Männer. Von den zehn Kandidat:innen sind vier in Ausbildung, Schule oder Studium und bei weiteren zwei steht keine Berufsbezeichnung.


Na ja, die Linkspartei hat ihre Schuldigkeit getan – jetzt kann die Linkspartei medial abgeschrieben werden 😉
Sorry, aber für wie dämlich halten uns WählerInnen die PolitikerInnen und Journalisten?
Ist doch oberverdächtig, dass die Linkspartei gebraucht wurde um den Einzug der BSW in den Bundestag zu verhindern, und jetzt, auf einmal, fängt die Kritik an der Linkspartei an.
Ich habe übrigens kein Mitleid mit der Linkspartei, aber finde es dennoch oberverdächtig wie jetzt aus allen Rohren auf die Linkspartei eingeschossen wird – die muss eben jetzt „systemkonform“ werden DIE LINKE 😉
Übrigens ist bezeichnend wie jetzt mit einer rechten Kampagne auf die Linkspartei eingeschossen wird – die „Junge Welt“ berichtet die ganze letzte Woche darüber……
Wie schon gesagt mein Mitleid mit der Linkspartei hält sich – ob deren Umgang mit der BSW – in Grenzen, aber ich sehe auch, dass hier nun versucht wird die Linkspartei als Alternative zu den anderen Parteien im Bund zu diskreditieren bzw. diese „auf Linie zu brigen“…. 🙁
„[….]«Schliessen Sie die US-Militärbasis in Ramstein!»
Red. / 20.03.2026 Deutschland soll das Völkerrecht respektieren. Dazu gehört auch das Einziehen russischer Vermögen in Deutschland, sagt «Die Linke».
upg. Grosse Medien schreiben einiges über «Die Linke». Aber im Originalton kann man deren Sichtweise selten lesen. Deshalb dokumentieren wir im Folgenden die Rede der Vorsitzenden der Fraktion «Die Linke» vom 18. März 2026 im deutschen Bundestag. Heide Reichinnek reagiert darin auf die Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Zwischentitel von der Redaktion.
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Über Jahrzehnte musste die iranische Bevölkerung unter einem grausamen Regime leiden. Die mutigen Demonstrationen Hunderttausender Iranerinnen wurden mit unfassbarer Brutalität niedergeschlagen. Überfüllte Gefängnisse, Hinrichtungen: Diese Gewalt ist unvorstellbar. Es ist daher nur zu verständlich, dass die Menschen zunächst auf den Strassen tanzten, nachdem der Mann, der das seit Jahrzehnten massgeblich verantwortet hat, endlich weg war.[…]“
Quelle und kompletter Text:
https://www.infosperber.ch/politik/welt/schliessen-sie-die-us-militaerbasis-in-ramstein/
Anmerkung:
Sogar der (neutralen) Schweiz fällt auf, dass die Linkspartei kaum zitiert wird…. 😉
Frau Reichinnek sagt übrigens nix anderes als Frau Wagenknecht (BSW) – nur ist Frau Reichinnek eben noch im Bundestag, und das stört den „alten Fritze Merz“ & Konsorten jewaltig….wie die Preußen so schön sagen sollen…. *grins*
Gruß
Bernie
Die Systemkonformität war letztlich in den letzten Jahren der Grund für die Spaltung und Gründung des BSW
Die Partei ist insgesamt immer mehr nach recht gerückt und letztlich ist man ja auch Steigbügelhalter für Merz geworden.
Das Schlimmste ist aber der Verrat an linken Grundwerten.
Die Linke ist ebenso wenig noch eine linke Partei, sondern nur eine weite Mogelpackung die dabei Hilfestellung leistet, Deutschland immer weiter nach rechts zu drängen! (noch etwas mehr und „Die Linke“ kann eine Koa mit AfD oder NPD machen)
@notabene
Seh ich teilweise ähnlich wie Sie.
Dennoch bleibe ich dabei jetzt muss eben auch Die Linke, wenn nicht aus dem Bundestag, so doch endgültig „auf Linie“ gebracht werden – aus Sicht der anderen neoliberalen Parteien im Bund.
Die „Linken“ haben eben „ihre Schuldigkeit getan“ – ob rechts oder nicht rechts ist egal die Linkspartei muss ebenso in der Versenkung verschwinden wie die BSW.
Bin sicher genauso sehen es die rechtsneoliberalen Parteien – inkl. der AfD – im Bundestag, und die grünen bzw. konservativen Schreiberlinge in sämtlichen Mainstreammedien Deutschlands auch.
Die Positionen der Die Linke sind da erstmal egal – der Parteiname allein stört schon – „dat muss weg“ wie die Berliner so schön sagen sollen.
Sarkastischer Gruß
Bernie
Nur zum besseren Verständnis
A) Ich sehe die Linke als reinen Honigtopf, der Menschen mit linken Ambitionen anlocken und dann aber jeden Willen zur Veränderung demobilisieren sollten, (s, die SPD unter Schröder und die Rolle der Gewerkschaften bei Hartz4)
B) „Rechts“ sehe ich nicht nur als politisches Statement, sondern auch als Synonym für Neoliberalismus. Beide sind nur zwei Seiten der gleichen Medaille und gehen schon seit dem 19. Jahrhundert Hand in Hand.
Das heute die Zustände in Deutschland immer mehr der Zeit der Weimarer Republik gleicht, ist nur ein Symptom für die zukünftige Entwicklung, die Deutschland bevorsteht.
Armut, Elend, Obdachlose und Drogen auf offener Straße. Tafeln, die keine Menschen mehr mit dem Notwendigsten versorgen können und eine Politik, die nur noch für die oberen 3 oder bestenfalls 4 Dezile arbeitet …….
@notabene
Danke für die Aufklärung – wie schon gesagt ich seh’s ja teilweise wie Sie 😉
Übrigens es liegt wohl genau an denen von Ihnen geschilderten Zuständen, dass es keinen größeren Widerstand dagegen gibt (= neben der Tatsache das wir .de ein Volk von „Untertanen“ sind, aber das ist ein anderes Thema….) – die Menschen haben eben andere Sorgen als aufzubegehren.
Als jemand der sich einmal für die „Epoche der Aufklärung“ interessiert hat sehe ich eben genau darin das Problem.
Damals war es auch so, dass nur diejenigen sich Widerstand gegen die damaligen religiös fundamentalistisch gesellschaftlichen Zustände leisten konnten – in wahrem Sinne des Wortes – die finanziell sehr gut abgesichert waren und auch keine Existenz- und Zukunftssorgen hatten.
Zurück zum Heute, und zum Thema:
Wie schon gesagt ich sehe die unsozialen „Reformen“ seit der Ära des Ex-Kanzlers Gerhard Schröder, und seines Vize-Kanzlers Joschka Fischer, der Agenda 2010 mit Hartz IV & Konsorten, bis heute Merz/Klingbeil genau darin liegen diese Zustände herbeizuführen.
Heute haben die Menschen eben, wie Sie völlig richtig schreiben, wegen der neuen Grundsicherung, und weiterem Sozialraub, keine Möglichkeit mehr sich gesellschaftlich zu engagieren.
Dies bleibt nur einer kleinen „Elite“ von Neoliberalen vorbehalten, und deren Gegnern, insofern diese, wie oben bereits erwähnt keine Zukunftsängste haben, und finanziell einigermaßen gut abgesichert sind.
Nur so meine Meinung dazu, und ich bitte Sie meinen gewagten Vergleich oben zu verzeihen, sollten Sie ihn nicht verstehen, aber ich steh dazu – ich kann nicht anders – würde wohl Martin Luther dazu sagen.
Apropos Obdachlose die sieht Mensch mittlerweile sogar auf „dem flachen Land“ nicht nur in Großstädten – eine solche Begegnung hatte ich erst letzten Montag beim Spazierengehen mit einem Bekannten im nahegelegenen Wald.
Da stand ein Fahrrad, unter einer Hütte aus Pappe, davor ein kleines Schildchen mit der Aufschrift „Habe Hunger brauche was zu essen.“ – in der Stadt würde ich das ja noch verstehen, aber im Wald wo kaum Menschen laufen?
Na ja wir wollten dem Mann was besorgen, aber da fing schon das nächste Problem an – im nahegelegenen Dorf gibt es schon seit Jahrzehnten keine Einkaufsmöglichkeiten (keine Lebensmittelgeschäfte oder sonstige Geschäfte) mehr – das nächste wäre 5 km entfernt gewesen. Außerdem war meine Begleitung beruflich mit mir unterwegs, und eilte von einem Termin, mir mir, zum nächsten Klienten….
Na ja, ich hoffe er hat von anderer Seite was bekommen, aber ich wundere mich immer noch, dass der Obdachlose im Wald seine Zelte aufgeschlagen hat – der nächstgrößere Ort wäre besser gewesen, aus seiner Warte gesehen, da hätte er wenigstens was bekommen. Nicht mitten im Wald wo – unter der Woche – kaum Leute unterwegs sind. Keine strategisch gute Entscheidung von dem Obdachlosen. 🙁
Trauriger Gruß
Bernie
Es ist in der Tat auffallend, wie hier die Medien je nach Bedarf die Linke hoch- und wieder niederschreiben.
Der gewöhnliche üble Kampagnen -Journalismus.
@Grottenolm
Danke für die Antwort, und das dies Ihnen auch aufgefallen ist.
Übrigens mal ganz ohne politische Inhalte der Linkspartei zu beachten:
Die etablierten Parteien stört allein schon, dass eine Partei mit der
Firma (= dem Namen) DIE LINKE
…im Parlament, und bei Wahlen auftritt.
Allein deshalb gehören die, aus Sicht der deutschen Rechtsneoliberalen, und links blinkenden sowie nach rechts abgebogenen Grünen und SPD, aus dem Politikbetrieb rausgeschmissen – bin mir sicher, dass die das genauso sehen.
Gruß
Bernie
> und das stört den „alten Fritze Merz“ & Konsorten jewaltig
dir scheint entgangen das die Linke Merz’s größter Verschuldung zugestimmt hat
so eine linke Partei braucht keiner die als Steigbügelhalter der CDU agiert
Wirklich interessanter Artikel, aber: „Kandidat:innen“, „Spitzenkandidat:innen“ etc.
Och nö, das muss wirklich nicht sein!
@jemp1965
Ist mir gar nicht aufgefallen? Habe da wohl was überlesen *grins*
Gruß
Bernie
„PS: „Jugend voran” war ein beliebter Slogan in den Liedern der DDR-Staatsjugend.“
Mensch Meinhard, alter DDR-Fresser. Da fällt dir assoziativ nix besseres ein.
Viel naheliegender ist doch: „Jugend wird von Jugend geführt!“
Und: „Deutsche Jugend voran.“
Ein Revi wie Creydt aber ist auf dem rechten Auge blöd.
Meinhard, wo ist der Deinhard???
Könnt ihr bitte mal dieses grenzdebile Gendern unterlassen ?
Der Autor hat keine Ahnung von Wahlen. Wenn’s hochkommt, kennen durchschnittliche Wähler noch den Spitzenkandidaten ihrer Partei, aber was danach kommt ist völlig egal. Dahinter könnten die Parteien auch Stehlampen, Müllschippen oder Unterwäschekommoden als Kandidaten aufstellen und die würden es nicht merken und wenn doch, interessiert es sie nicht.
Nicht daß es besonders von Interesse wäre was diese pseudolinke Rechtsalternative treibt, der ja ähnlich wie beim Vormodell (gemeint ist die SPD) der Verrat ins Konzept geschrieben ist.
Als sie mal ein paar Prozente erringen konnten und auch in Landtagen mit an der sog. Regierung waren, konnten sie, wie die übrigen Politschergen, ihre Zuverlässigkeit gegenüber dem Geldadel endlich unter Beweis stellen.
Ja und was soll man sagen, so ging es und geht es munter weiter, sei es der 2020 eingeleitete totalitäre Umbau oder die damit einhergehende Militarisierung der Gesellschaft. Aber hoffentlich wird dabei gegendert.
Was meinst du Meinhard? Schön wie ihr Pseudos (also ihr und die Anscheinalternative) euch hier von zwei Seiten die Bälle zuspielt:
Krampfiger Nonkonformismus
Über den Drang, an der Corona-Politik unbedingt etwas aussetzen zu müssen.
Meinhard Creydt 01.01.2021
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1146456.corona-krampfiger-nonkonformismus.html
Mit deinen Auslassungen auf deiner eigenen Seite übertriffst du das noch. Aber nach weiterem Brechmittel soll jeder selbst schauen.
Hier, hefte dir das an die Wand und rechne noch weitere Jahre hinzu:
Übersterblichkeit: Zu viele Menschen sterben und keinen interessiert es
24. August 2023 Andreas von Westphalen
In den letzten beiden Jahren ist eine ausgeprägte Übersterblichkeit festzustellen. Erstaunlicherweise sind die Zehntausende Menschen, die mehr gestorben sind, als erwartet wurde, kaum ein Thema in Medien und Politik.
https://www.telepolis.de/article/Uebersterblichkeit-Zu-viele-Menschen-sterben-und-keinen-interessiert-es-9278832.html?seite=all
Danke für den Hinweis.
Mir hat ja schon das PS im Artikel gereicht, aber der nd-Text ist ja nochmal eine Portion strammer. Was für ein Geschwafel…offenbar wieder so jemand, der sich selbst gerne reden hört. Und der sich nicht entblödet, den offiziell vorgegebenen Sermon 1:1 nachzuplappern. Ernst nehmen kann ich solche Leute eh nicht, aber für Menschen, die einen solchen hanebüchenen Schwachsinn von sich geben, habe ich nicht das mindeste Verständnis.
Wieder einer, um dessen Texte ich in Zukunft einen großen Bogen machen werde.
Sonst keine Sorgen? Morgen wird geimpft, also echt
Ich unterstütze diese Entscheidung der Linkspartei vorbehaltlos.
Da ist aber trotzdem noch viel Luft nach unten drin.
Nur Mut und weiter so.
junge Menschen in die Politik- ja ich bin dafür, aber vorher sollten diese Politikanwärter wenigstens einen Inteligenztest absolvieren… weil bei vielen (auch den älteren) habe ich den Eindruck die gehen in die Politik weil man da gut verdient…
und die Deindustrialisierung schreitet voran… ich denke da an die Wende um 360°, und in der Geographie auch keine Ahnung
Ja, das hat meine volle Zustimmung.
Die Wahrung einer gewissen Etikette sollte man vielleicht noch schulen: andere ausreden lassen, sich auch mit dem politischen Gegner an den Tisch setzen etc. es gab da erstaunliche Vorfälle, m.W. vor allem von spätpubertären Grüninnen, für die man sich echt fremdschämt und die teilweise wirklich schädlich für das Land sind, von den debilen Tanzvideos einiger weiblicher Abgeordneter mal ganz abgesehen.
Was ist an der Jugend auszusetzen wenn sie sich einen Job sucht den man auch mit 75 noch ausüben kann? Ist doch intelligent.
das hat mit Inteligenz nichts zu tun, das ist oft eine Überschätzung eigener Fähigkeiten auf Kosten der Allgemeinhait
sie können auch in ein Management einer Fa. nicht so ohne weiteres einsteigen nur weil es ein Job ist das man auch noch mit 75 ausüben kann…
Man nenne mir als ehemaligem Angehörigen der Staatsjugend ein derartiges Lied.
Und: Nein, das Lied „Jugend voran, es geht um Dein Glück“ (von Heinz Kahlau zum 7. Parlament der FDJ 1963), welches Google auf Anfrage ausspuckt, zählt nicht, denn allen ostdeutschen Nicht-Suchmaschinen war und ist diese Schöpfung unbekannt.
Tatsächlich war’s einfach ein in der DDR verbreiteter Spruch. „Na dann,“ hieß es, „Jugend voran“. Also: Legt mal los.
Lektüreempfehlung für Herrn Creyd: Oschmanns „Der Osten, eine westdeutsche Erfindung“.
„Pioniere voran, laßt uns vorwärts geh’n?“
Wir haben das damals verballhornt in „Wiener Würstchen voran“, und am Ende hieß es „Unsre Straße, sie führt in den Suppentopf hinein, wir sind stolz Wiener Würstchen zu sein“
https://youtu.be/zxiZ0emciDA
Ja eben. Pioniere voran!
„Wir bevorzugen Kandidaten, die eine gewisse Lebenserfahrung aufweisen und im Leben schon mehr geleistet haben, als dies einer Person in einem Lebensalter zwischen 20 und 30 möglich ist. “
Wie konnten dann Özdemir und sein Kontrahent Hagel. die beide kaum herkömmliche Lebenserfahrung aufweisen können und noch nie in ihrem Leben etwas geleistet haben, so gut abschneiden?
Die These des Authors ist damit widerlegt.
@andreas
Gut getroffen 😉
Gruß
Bernie
Nun, passt ja hervorragend in den Trend des Altenbashings. Und wieder einmal verfehlt eine Partei wichtige Fragestellungen: Fehlentscheidungen in der Politik haben nichts mit dem Alter, aber viel mit den systemischen Fehlentwicklungen zu tun. Ein marodes System kann unmöglich positiv regiert werden. Das System wird immer die Politik bestimmen, um die Nachtstrukturen aufrecht zu erhalten. Darum war auch der Marsch durch die Institutionen zum Scheitern verurteilt
Wer diktiert das Parteiprogramm?
Welche Partei könnte real etwas umsetzen, das diese Partei für ihren Wahlkampf benutzte?
Die EU hat doch letztendlich jedes staatliches Handeln vereinnahmt, wir leben in einer postmodernen Diktatur die eine Demokratie simuliert.
Alle Parteien spielen mit, da jeder einen Krümmel vom Kuchen erhält.
Bei uns warb sie u.a. mit dem Slogan „Krankenhaus für jeden Ort – ohne Ausrede“:
https://die-linke-reutlingen.de/wp-content/uploads/2026/02/26-01-25-13-16-55-8174-1-scaled-e1770660135893.jpg
Ich würde wirklich zu gern sehen, wie die sowas dann in die Tat umsetzen, wo sie das Geld und vor allem auch das nötige Personal hernehmen. Und die Ausreden wären natürlich ausgesprochen spannend. Ich fürchte nur, der Flurschaden den sie dabei anrichten würden, wäre es einfach nicht wert.
Die Linkspartei ist in ihrer Gesamtheit der Meinung, daß es gemütlicher ist, einen Krieg zu verlieren, als die Regierung zu köpfen.
Ein Prosit der Marktwirtschaft!
Habe ich es überlesen ? Hat hier schon mal jemand erwähnt, dass ein paar von den Linken Kandidatinnen jüngst vor laufender Kamera bei einem Parteitag gemeinsam headbanging gemacht haben. Ist ja an sich nicht verwerflich aber in der Situation völlig befremdlich und unangemessen. Das wirft doch Fragen auf, wie die so drauf sind.
Wenn jemand da eine Videoaufzeichnung dazu hat gerne den Link mitteilen.
Egal. Um das Thema mal zu erweitern. Wer nun denkt die neuen Rechten seien eine Alternative sollte da sehr skeptisch sein. Man bedenke mit wie viel Hoffnung Trump angesehen wurde. Auch die AfD sehe ich nicht als wirklich stabil an. Leider gibt es überall zu viele Umfaller, denen man nicht trauen kann, egal was sie sagen. Es gibt kaum noch seriöse Menschen. Die Zahl wirklich integerer geistig Gesunder ist zumindest hier im westlichen Kulturkreis im freien Fall begriffen. Man hat zunehmend den Eindruck sich in einer Irrenanstalt zu befinden, wo das Personal weg ist und die Insassen ihrem Schicksal überlassen hat.
In diesem Artikel wird das gut thematisiert.
https://dert.online/international/274010-russland-china-und-selbstmord-us/
Ich will jetzt aber nicht von Links ablenken, nur als Erweiterung und vielleicht Warnung vor falschen Hoffnungen.
Die Linke ist tatsächlich verbrannt.
Man sagt ja auch, ein Politiker könne niemals, ehrlich, intelligent und an der Macht gleichzeitig sein, sondern immer nur zwei der Eigenschaften entsprechen:
ist er ehrlich und intelligent, dann ist er nicht an der Macht
ist er ehrlich und an der Macht, dann ist er nicht intelligent
ist er intelligent und an der Macht, dann ist er nicht ehrlich
…
Da ist viel dran, wir werden um eine direktere Demokratie mittelfristig wohl nicht herumkommen.
++
Eigentlich müsste man eher sich mit dem Wähler solcher beschäftigen.
Diese jungen Leute stellen klar, Politik im neuen Jahrtausend geht es primär um Verteilung von Reichtum, und damit liegen Sie gar nicht einmal so falsch ..
AfD sagt dazu, “ Das Geld dazu muss erst einmal verdient werden“ und damit liegen Sie auch nicht falsch
SPD/CDU , lass die doch streiten, solange sieht zumindest niemand das Wir Interessen „anderer “ bedienen, und damit liegen Sie auch nicht so falsch.
Aber das eine AfD West zunehmend von CDU heute hofiert wird, scheint niemand groß zu interessieren, denn zwischen AfD Ost und AfD West liegen einfach Welten, und der Gesetzgeber kommt hier in Spiel, da es am Ende aber um eine Partei geht.
Tja der Gesetzgeber. Eventuell sollte man sich damit mehr beschäftigen, denn Parteien sind ihm verpflichtet und nicht umgekehrt ..
In unserer Welt der Etiketten und „Labels“ und Zuschreibungen ist es doch völlig klar, dass eine Partei, die sich „dieLinke“ nennt, alles andere als das sein kann, was früher mal als „links“ galt.
Merke: nur eine sPD unter Schröder konnte Arbeitnehmer-feindliche Politik in so einer Drastizität machen. Wenn das eine cDU versucht hätte, wäre deren Arbeitnehmerflügel, Kirchen, Sozialverbände, Gewerkschaften, Medien dagegen Sturm gelaufen.
Merke: nur eine cDU konnte einen Atomausstieg (gegen Konzerninteressen) durchsetzen (mit dem einzigen Ziel, damit die „Grünen“ geschmeidig zu machen). Ob das Merkel das alles gut durchdacht hatte oder nicht: Ziel erreicht. Heute kann man wieder die Atomkraft salonfähig machen indem man alles auf Strom unstellt und dann sagt: „Ätschebätsch. Ohne Atomkraft hockt ihr halt im Kalten und Dunklen.“
So gibt es genug Beispiel wie der Wolf regelmäßig im Schafspelz daherkommt.
Das ist ganz billige PR-Methodik: die Guten werden doch nie etwas böses tun, wenn sie also etwas für uns Schlechtes tun dann nur, weil sie nicht anders können können. Ist doch klar!
Bei sPDSchröder war das zB die Erzählung dass uns die aufgesetzten sozialen Zumutungen einzig durch die Globaliserung aufgewungen worden wären. Die sPD würde doch sonst nienienie so etwas tun!
Und nur mit einer „dielinke“ kann man die Zumutungen der Kriegstüchtigkeit, der Migrationsförderung, des Technofetischismus, des Transhumanismus, der Deindustriealisierung, die Agenda des WEF und des Great Reset durchsetzen. So einfach funktioniert das.
Das dem Artikel beigefügte Photo zeigt klar und eindeutig „the show must go on“ – bildlich-dekorativ nachäffen was in CDU/CSU, SPD und GRÜNE „normal“ ist und von den Mehrheitsmedien anscheinend mit viel Liebe gerne weiter verbreitet wird. Lebenserfahrene Menschen aus der zB. Realwirtschaft sind mittlerwerweile genauso benachteiligt wie in der Vergangenheit Frauen. „Die Tröge bleiben, nur die Schweine ändern sich“ – scheint sowas wie ein politisches Naturgesetz zu sein in der Repräsentativen Demokratie.
Erstmal , Respekt für den Özdemir, BW wird nun geözt! Ein Gastarbeitersohn als MP, absoluter Respekt!
Ich mag das BSW, soziale Gerechtigkeit, Frieden, BürgerInnenbeteiligung, Bekämpfung von Alltagskriminalität (egal, ob deutsche, MigrantInnen oder Marsmenschen), humane, aber geregelte Migration. BSW ist da einmalig, leider teilweise WählerInnen nervend mit Corona, aber egal!
Linkspartei ähnlich gut, weniger nervend mit Corona, schlechter bei Migration und Bekämpfung von Alltagskriminalität! Dennoch in RLP von mir diesmal gewählt!
„Jugend voran” war ein beliebter Slogan in den Liedern der DDR-Staatsjugend.“
Das weist indirekt auf das eigentliche Problem hin. Die Aufstellung war in krasser Weise idenditätspolitisch, weil nur Frauen an der Spitze, neben einer, Zitat, „queerfeministischen Ausrichtung“.
Die Linkspartei war kurz davor vom BSW „abgemurkst“ zu werden (Alexander Kehler), hat sich dann aber auf die soziale Frage zurückbesonnen, die Wokeness in den Hintergrund gestellt und damit eine sensationelle Wiederkehr gefeiert.
In BaWü waren die Umfragen noch drei Wochen vor der Wahl bei etwa sieben Prozent, bis bekannt wurde daß die Partei einen üblen Rückfall in die Idenditätspolitik praktiziert.
Sofort gingen die Werte nach unten, wenn die Partei das jetzt, wohl auch durch die Schwäche des BSW und die damit fehlende Existenzbedrohung, wieder so treiben will wie vor ihrem Wiederaufstieg, wird sie doch noch das Zeitliche segnen.
Die Wahl war ein klares Signal der Wähler daß sie eine sozialpolitische Partei wollen und keine wokistische.
Daß hier soviel „Jugend“ auf dem Zettel war, liegt auch daran daß es Teile der jungen Generation sind die sich für mordsmäßig revolutionär halten, tatsächlich aber die bravsten Schoßhündchen des neoliberalen und wokistischen Systems sind die sich überhaupt finden lassen.
In der 2. Zeile habe ich das Lesen beendet. Linksextremistischer Dreck.
Kompliment fürs Titelbild der baden-württembergischen linken Politikzu(ku)nft. Auch der Link zum Video wurde dankbar geklickt und verschaffte einen gewissen Frohsinn.
Das woke Konzept ist erfreulicherweise gescheitert. Schön, dass sich das BSW nun zweimal rächen konnte. Die arrogante Anti-Neuauszählungs-Linke ist gerade durch die BSW-Stimmen im Südwesten schön auf die Schnauze geflogen.
Gysis zionistischer Rassismus und das autoritäre Politbüro-Gehabe gegen den israelkritischen Beschluss in Niedersachsen dürften entscheidende Stimmen gekostet haben.
Beim Heulen bitte leise sein und Tür zu machen, liebe Linken! 😀