CIA-Agenten und amerikanische Soldaten weiter in der Ukraine tätig

Amerikanische HIMARS-Raketenwerfer sollen bereits in der Ukraine sein. Bild: Ukrainisches Verteidigungsministerium

 

Nach der New York Times unterstützen nicht nur vom US-Militär koordinierte Zellen in Deutschland die Ukraine militärisch, sondern auch auf dem Boden der Ukraine. Auch Militärs aus Großbritannien, Frankreich, Kanada und Litauen sind tätig und machen die Länder zu direkten Kriegsparteien.

Die New York Times berichtet, dass CIA-Agenten auch nach Kriegsbeginn weiter geheim in der Ukraine, vor allem in Kiew, tätig seien. US-Präsident Biden hat zwar immer wieder erklärt, dass keine amerikanischen Soldaten in der Ukraine eingesetzt werden, um einen direkten Konflikt mit Russland zu vermeiden. Aber im Geheimen ist man dort  doch präsent.

Nach der NYT geht es dabei um ein „geheimes Netzwerk“, um die Ukraine mit Waffen, Informationen und Ausbildung zu versorgen. Das habe man von amerikanischen und europäischen „Offiziellen“ erfahren. Dabei ist immer die Frage, warum solche Informationen gerade jetzt – etwa vor dem G7-und dem Nato-Gipfel – inoffiziell an die Medien weitergegeben werden. Brisant ist, dass nicht nur Amerikaner, sondern auch Militärs aus Großbritannien, Frankreich, Kanada und Litauen in der Ukraine tätig sein sollen. Wobei verwundert, warum etwa Polen sich hier zurückhalten sollte oder ob es nicht nur genannt wurde. Und was ist mit Deutschland?

Die NYT sagt, die Anwesenheit von Militärs  und CIA-Agenten in der Ukraine belege, wie Washington heimlich der Ukraine hilft und welche Risiken man dabei eingeht. Die 10th Special Forces Group der US Army, die vor dem Krieg ukrainische Soldaten ausgebildet hat, habe auf einem Stützpunkt  in Deutschland  – Ramstein? – eine  aus 20 Ländern bestehende Planungszelle aufgebaut, um die militärische Unterstützung der Ukraine zu koordinieren. Die für die Army zuständige Ministerin Christine Wormuth schilderte deren Arbeit so: „Während die Ukrainer versuchen, diese (die Waffen) zu transportieren und den Russen auszuweichen, die möglicherweise versuchen, Konvois anzugreifen, versuchen wir dabei zu helfen, den Transport all dieser verschiedenen Arten von Lieferungen zu koordinieren.“

Es gibt weitere solche Zellen, die vom Europe Command betrieben werden. Verwiesen wird auf das Team Grey Wolf in Ramstein, das die ukrainische Luftwaffe unterstützt. Aber es gibt eben nicht nur solche Strukturen, die vom Ausland aus die ukrainischen Truppen unterstützen und sie mit wichtigen Informationen wie beispielsweise Satellitendaten versorgen, um sich vor Angriffen zu schützen oder selbst Angriffe auszuführen. Ist das schon eine Kriegsbeteiligung, so machen die Militärs und CIA-Agenten, die in der Ukraine arbeiten, die USA zur Kriegspartei.

Man scheint sich im Pentagon und in Washington ziemlich sicher zu sein, dass Russland das tolerieren wird. Das war bislang offenbar auch so, offiziell hat Washington nicht erklärt, dass CIA-Offiziere auch nach Kriegsbeginn weiter in der Ukraine, vor allem in Kiew, tätig sind und die Regierung sowie das Militär beraten bzw. steuern. Wenn es jetzt einer breiteren Öffentlichkeit durch die NYT bekannt gemacht wird, könnte dies  den Krieg eskalieren lassen, zumal wenn nun die Raketenwerfersysteme mit großer Reichweite wie HIMARS oder MARS zum Einsatz kommen.

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6 Kommentare

  1. “ Biden hat zwar immer wieder erklärt, dass keine amerikanischen Soldaten in der Ukraine eingesetzt werden,….“ Wie war das doch einst: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen,…“ Merke: Glaube das Gegenteil, von dem was du hörst, dann kommst du der Wahrheit, sehr nahe!“

  2. Angeblich sollen 80 polnische Staatsbürger im Osten der Ukraine bei Kämpfen ums Leben gekommen sein.

    Russland meldet fast 800 getötete ukrainische Soldaten an einem Tag

    In der erbitterten Schlacht um den Osten der Ukraine haben russische Truppen nach eigenen Angaben binnen 24 Stunden fast 800 gegnerische Soldaten getötet – darunter 80 freiwillige Kämpfer aus Polen. Die Söldner seien durch einen Raketenangriff auf ein Zinkwerk in der Stadt Konstantinowka liquidiert worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag.

    Ein Raketenangriff auf Nikolajew im Süden habe etwa 300 Soldaten getötet. Auch die Regierung in Kiew berichtete von heftigem Beschuss in vielen Gebieten.

    Gesichert ist inzwischen die Information, dass die alliierten Truppen der Lugansker Volksmiliz und der russischen Armee die Stadt Sewerodonezk, einschließlich des Asot-Chemiewerkes, vollständig unter ihre Kontrolle gebracht haben. Das bestätigte am Nachmittag der ukrainische Bürgermeister der Stadt im ukrainischen Fernsehen.

    Was aus den Zivilisten im Asot-Werk wurde, ist leider nicht vermeldet.

  3. „Dabei ist immer die Frage, warum solche Informationen gerade jetzt – etwa vor dem G7-und dem Nato-Gipfel – inoffiziell an die Medien weitergegeben werden.“ Es könnte sein, dass manche US-Armee-Offizielle (aus den verschiedensten Gründen) die Delegierung in die Ukraine für ein Problem halten und deswegen der Presse Informationen zustecken. – Ich bin gespannt, wann die deutsche Presse endlich anfängt, vertrauliche Informationen aus dem deutschen Verteidigungsministerium zu veröffentlichen, die der offiziellen deutschen Politik widersprechen.

  4. Von 2014 bis 2022, also seit 8 Jahren wurden die Banderas von der CIA massiv mobilisiert und so geschickt die ukrainischen Streitkräfte unterwandert. Der Kreml hat das darin lauernde Gefahrenpotential gar nicht registriert, weil man zu sehr von der eigenen Überlegenheit überzeugt war, und der Fehleinschätzung glaubte, dass man in der Ukraine dort Fähnchen schwenkend empfangen werden würde. – Der russische Geheimdienst hat beschissen gearbeitet und nach oben opportunistisch nur das gemeldet, was man dort hören wollte.
    Nach 100 Tage stecken die Truppen mit dem Z nun nahezu fest, weil sich u.a. die Einkesselungs-Taktik aus dem WK2 nicht auf die heutigen Verhältnisse 1:1 übertragen lässt.

    Die CIA berät die Ukrainer im Moment in der Taktik der sgn. „Selbstverstümmelung“ um aus strategisch neu eingerichteten Befestigungen eine präzise Gegenoffensive zu starten.

    Wie leider immer, erkennen die Russen diese Gefahr wieder mal erst dann, wenn die Folgen bereits eintreten.

  5. „Nach 100 Tage stecken die Truppen mit dem Z nun nahezu fest, weil sich u.a. die Einkesselungs-Taktik aus dem WK2 nicht auf die heutigen Verhältnisse 1:1 übertragen lässt.

    Die CIA berät die Ukrainer im Moment in der Taktik der sgn. „Selbstverstümmelung“ um aus strategisch neu eingerichteten Befestigungen eine präzise Gegenoffensive zu starten.“

    Die erste Aussage kann ich so nicht bestätigen. Die russischen Truppen steckten tatsächlich eine zeitlang fest. Nachdem aber die ursprünglichen drei Verteidigungslinien durchbrochen waren, geht es vermehrt voran.

    Die zweite Aussage „Taktik der sgn. „Selbstverstümmelung““ hört sich doch sehr nach „Frontbegradigung“ an, insbesondere, wenn jetzt mehr und mehr der erfahrenen Kampftruppen gefangen genommen oder getötet werden.

  6. Was an der Meldung neu oder aufregend sein soll, entzieht sich mir. Natürlich lügen die Amis, glaubt hier etwa jemand, dass im Krieg auch nur einer die Wahrheit sagt????
    In einem Krieg gibt es KEINE Regeln, ausser der, diesen Krieg nicht zu verlieren, egal, mit welche Mitteln auch immer, NICHTS anderes hat auch nur einen Hauch von Bedeutung.
    Und in diesem Krieg geht es für die westlichen Staaten nicht mal ums gewinnen, es geht Europa darum die Interessen der USA zu verteidigen. Wenn es sein muss bis zum letzten Ukrainer. Russland soll (und wird) geschwächt werden. Der Krieg dauert bis zu dem Tag dauern, an die Amis entscheiden sie hätten nun genügend ökonomischen Schaden in Russland und dem Rest Europa angerichtet, um sich endlich ihrem sehr viel grösseren Problem, China, widmen zu können.
    Die nächste Ukraine heisst Taiwan…

    Und nicht vergessen! ALLE diese europäischen Ländern, die dort den USA ihren letztlich selbst-mörderischen Dienst erweisen, haben Regierungen, die von den jeweiligen Völkern gewählt worden sind!

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