
Der jüngste britische Soziologieprofessor Jason Arday wurde Opfer einer rassistischen Hetzkampagne. Sein Tod zeigte aber auch die Hilflosigkeit eines liberalen Antirassismus, der ihn nicht verteidigte.
Jason Arday ist hierzulande sicher vielen erst bekannt geworden, als die Kampagne gegen ihn schon begonnen hatte. Eine wichtige Rolle spielte dabei der bekennende Rassenrealist Nathan Cofnan, der wegen seinem Rassismus 2024 Cambridge verlassen musste. Er bezichtigte Arday des Plagiats bei seiner Doktorarbeit. Dass Cofnan „mit Fug und Recht als Rassist bezeichnet werden kann“ räumt auch Anne Burger in ihren Overton-Beitrag von letzter Woche, also vor dem Suizid von Arday, ein. Erstaunlicherweise hat es für sie allerdings keine weiteren Konsequenzen, dass ein Rassist eine wesentliche Rolle bei der Kampagne gegen Arday spielte.
Wenn Minderheiten ihr Platz in der Gesellschaft zugewiesen wird
Arday wird in ihrem Beitrag nur negativ betrachtet und es wird gleich zu einem Rundumschlag gegen alle Minderheiten ausgeholt, die es wagen, auf den altehrwürdigen Campus vertreten sein zu wollen:
„Die Universitätslandschaft hat einen minderbegabten Menschen nach oben gejubelt, weil er ihre Bedürfnisse nach Diversität erfüllte. Einen Schwarzen, einen Autisten und einen sozial Unterprivilegierten – alles in einer Person.“
Wenige Absätze vorher bedient die Autorin noch ein weiteres Klischee:
„In Universitäten herrscht ein Klima der Verunsicherung. Wer würde sich zum Beispiel trauen, sich offen gegen die Translobby zu äußern? Oder abweichende Thesen vertreten zu was oder wem auch immer? Oder einen schwarzen/trans/behinderten Studenten als unfähig für ein Studium zu bezeichnen, auch wenn das den Tatsachen entspräche.“
Hier reiht die Autorin wirklich alle Ressentiments aneinander, auch wenn sie gar nichts mit dem Fall von Jason Arday zu tun haben. Er hat sich nicht als Transmensch verstanden. Aber aus Burgers Text spricht das autoritäre Bedürfnis, Schwarze, Arme und Proletarisierte, Behinderte, aber auch Transmenschen ihren Platz und Stellenwert in der Gesellschaft vorschreiben zu wollen. Da ist Burger klar, dass sie nicht an eine Professorenstelle gehören. Wenn schon am Campus, dann vielleicht als Putzleute oder als schlecht bezahlte Bedienstete in der Küche. Es ist schon ein Zynismus, wenn Burger über Arday schreibt.
„Vermutlich hätte der Mann durchaus irgendwo einen anständigen Job ausführen können, wenn er nicht immer nur nach oben gestolpert wäre, bis er sich in einer Position wiederfand, für die er nicht im Ansatz die Eignung mitbringt.“
In solchen Sätzen spricht die paternalistische weiße Überlegenheit, die weiß, dass der Schwarze schon seinen Platz in der Gesellschaft gefunden hätte, der auf jeden Fall nicht „oben“ ist, also da, wo die Entscheider sitzen. Burger versucht sich in keiner Zeile die Perspektive von Minderheiten im Allgemeinen und die von Jason Arday im Besonderen einzunehmen. Sie spricht kein einziges Mal von der Kampagne, der der junge Wissenschaftler ausgesetzt war. Dabei hat Burger einen Punkt in ihrer Kritik.
Arday war als jüngster Professor in Großbritannien und dazu als Schwarzer zum Aushängeschild des linksliberalen Milieus geworden. Viele Politiker der Labour-Partei schmückten sich gerne mit ihm, als er scheinbar auf Erfolgskurs war. Schließlich verbreitete er von sich die Erzählung, dass er es vom autistischen Kind bis zum jüngsten schwarzen Professor geschafft hat. Das ist eine Überbietung des urkapitalistischen Mythos des Wegs vom Tellerwäscher zum Millionär. Doch bei nicht wenigen von ihnen war es mit der Sympathie vorbei, als die ersten Zweifel aufkamen, ob alles in Ardays Erzählung auch mit der Realität übereinstimmt. Dabei soll der Plagiat-Vorwurf natürlich bei Arday wie bei anderen untersucht werden. Auch erwiesene Plagiatsfälle führen längst nicht immer zu Entlassungen, worauf Gilda Sahebi in der Taz hinweist.
Verteidiger der globalen Weltordnung
Cofnan und seinem Anhang ging es nicht um das Plagiat. Es ging ihm auch nicht nur darum, einen Schwarzen aus dem Campus zu vertreiben. Denn Rassenrealisten gehen gegen jede wissenschaftliche Forschung nicht nur von der Existenz von Rassen aus. Sie behaupten auch, dass verschiedene Rassen mit unterschiedlicher Intelligenz ausgestattet sind. Das ist eine Affirmation der globalen kapitalistischen Weltordnung. Die Dominanz des globalen Nordens und die Unterentwicklung im globalen Süden sind dann keine Folge von Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung über Jahrhunderte.
Für die Rassenrealisten ist sie die Folge von biologischen Unterschieden und liegt sozusagen in den Genen. Weiße Menschen sind einfach intelligenter. Deshalb bekämpfen sie auch schwarze Menschen, die es trotzdem in den Kreis der Akademiker schaffen. Für sie gehören sie dort nicht hin. Schließlich könnten schwarze Soziologen, Historiker, Sozialwissenschaftler auch das Geschichtsbild ankratzen, das die weiße Hegemonie verteidigt.
Das ist in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern durchaus nicht ohne Erfolg geschehen. Deshalb forcieren in vielen Ländern die Rechten einen Kulturkampf, der die alte Ordnung auch im Wissenschaftsbereich wiederherstellen soll. Die Trump-Regierung ist den Rechten in allen Ländern da ein Vorbild. Das Mobbing gegen schwarze Akademiker vielleicht noch mit aktivistischem Hintergrund ist für die Rassenrealisten ein Beitrag zur Verteidigung dieser alten kolonialistischen Ordnung.
Die kleinsten Details aus seinem Leben wurden öffentlich verhandelt. Da wurde tatsächlich skandalisiert, dass Arday zwischen seinen Marathonläufen zur Akquirierung von Spenden auch einige Ruhetage eingelegt hat. Es wurde ihm fast als Betrugsversuch ausgelegt, dass er sie nicht ausdrücklich erwähnt hatte.
Jetzt, wo Arday der Hetze nicht mehr standhalten konnte, ist die Betroffenheit bei den Linksliberalen groß. Und doch sehen viele die Schuld allein bei Arday und seinen Unterstützern. Das böse Wort vom akademischen Irrläufer wird eben noch nach seinem Tod auch in linksliberalen Kreisen nachgerufen. Nur Matthias Monroy brachte es in der Zeitung Neues Deutschland auf den Punkt: „Rassistische Kampagne trieb Cambridge-Professor in den Tod“.
Die Leerstellen des linksliberalen Antirassismus
Doch dann sollte man auch über die Leerstellen eines linksliberalen Antirassismus reden, der Arday nicht verteidigte. Kaum wurden die ersten Vorwürfe gegen ihn laut, knickten sie ein und distanzierten sich von dem Mann, den sie als ersten schwarzen Soziologieprofessor zum Helden ohne Fehl und Tadel hochstilisiert hatten. Da wurde ein Bild aufgebaut, an dem jeder Mensch nur scheitern kann. Zumal, wenn es sich um eine Person handelte, die schon in ihrer Kindheit besonders sensibel war, wie es Freunde und Bekannte Ardays bescheinigten. Ob es sich um die autistische Phase handelte, von der Arday sprach, soll hier nicht diskutiert werden. Es ist schon eine Übergriffigkeit, dass fremde Menschen überhaupt darüber befinden sollen, welche Krankheiten und Beschwerden den jungen Arday plagten.
Für die Linksliberalen war er nur so lange ein Held, wie er die Erzählungen von seinen übermenschlichen Leistungen scheinbar bestätigte. Vor allem weiße Linksliberale unterstützten Arday nicht als jungen Schwarzen, der für seine Emanzipation kämpfte, sondern als ein Wunschbild, das nie eingehalten werden kann und im Kern auch rassistisch ist. Denn Schwarze müssen noch besser als die Weißen sein und wehe, sie erfüllen dieses Wunschbild nicht. Dann werden sie fallengelassen wie Jason Arday.
Nicht nur Schwarze waren davon betroffen
Aber nicht nur Schwarze, sondern auch Frauen mussten in der Vergangenheit und teilweise bis in die Gegenwart darum kämpfen, überhaupt studieren und später auch noch wichtige Posten an Hochschulen oder an anderen Stellen im Wissenschaftsapparat einnehmen zu können. Auch sie wurden mit allen Mitteln gemobbt. Ähnliches galt für die Menschen aus den proletarischen Klassen, die es an die Hochschulen schafften. Auch sie mussten oft beweisen, dass sie nicht nur genauso gut, sondern besser als ihre bürgerlichen Mitbewerber sind.
Doch die Zeit lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Das zumindest lässt sich an dem traurigen Ende von Jason Arday sagen: Die Zeiten sind vorbei, wo sich Minderheiten einfach an den ihnen zugewiesenen Platz in der Gesellschaft stellen ließen. Sie kämpfen dafür, überall und auch an den Hochschulen vertreten zu sein Das ist ein Stück Emanzipation für die gesamte Gesellschaft. Denn mit diesen Minderheiten werden auch deren Perspektiven im Wissenschaftsbetrieb gehört. Der Fall Jason Arday zeigt aber auch, dass dieser Kampf noch immer Opfer kostet. Und er macht deutlich, dass Linksliberale in diesen Kampf keine verlässlichen Verbündeten sind.
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Der „Rassenrealist“ Nathan Cofnas ist übrigens auch Jude und radikaler Zionist. In einem Interview sagte er, er habe die Kampagne bewusst losgetreten weil er darin ein „story potential“ gewittert habe. Das sollte in einem Artikel wie diesem nicht verschwiegen werden.
Er ist jetzt zu Recht erstmal von der Uni Gent suspendiert worden um die Vorgänge zu überprüfen! Wäre man seinen rassistischen Ausfällen auf die Spur gekommen ohne J.Arday?
Wer weiß was man noch BEI IHM findet!
Der Artikel ist genauso schlecht, wie der von Anne Burger, die Peter willkürlich, auf der Basis stilistischer Geschmacksurteile, zur klassischen Rassistin der Herkunft stilisiert. Anne mag so gestrickt sein, aber ihr Artikel gibt das nicht her! Indem Peter Anne zugesteht, Cofnan als den Rassisten benannt zu haben, der er ist, sie aber im Fortgang mit dessen ideologischer Strömung gemein macht, gehört das mindestens lektoriert – es macht den Artikel zum ideologischen Hassposting.
Zur Sache selbst ist schlicht fest zu halten, daß Arday in der akademischen „Höhenluft“ Cambridge‘ dasselbe widerfahren ist, wie bis zum Ende meiner Stippvisiten in bürgerlicher Berufstätigkeit 2010 so gut wie jeder Frau in „Führungsposition“, auch wenn es sich nur um Klitschen gehandelt hat: Sie hatte mindestens „150%“ zu geben um ihre Angreifbarkeit auf dem Level männlicher Kollegen zu halten.
Die Tragik des Falles liegt, wie eine Stichprobe in Ardays akademische Auftritte mir nahe legt, darin, daß Jason sich das identitätspolitsche Schindluder, dem er seinen Aufstieg ja zum Teil tatsächlich verdanken mag, persönlich angeheiratet hat. Das machte ihn – schematisch dargestellt – zum Kollegen und Leidensgenossen eines Modells wie der urtümlich „weißen“ Hayden Panettiere.
Der Unterschied: Das, was ich von Jason gesehen und gehört habe, fand ich bei allen Einwänden gegen sein Zeug und sein Metier sympathisch. Echt schade um ihn.
Gebe ihnen recht,dass Frau 150% liefern muss passt aber nicht so recht zu seinem Werdegang!
Musste er an der Uni Cambridge im
Vorfeld liefern oder genügte der Uni sein Bekanntheitsgrad durch die Medien aufgrund seiner imposanten Biographie? Seine Einführung in die Uni wurde mit Fernsehteam begleitet – warum und zu Recht?
Selbstinszenierung statt Wissenschaft haben ihn in eine Position gebracht in der er angreifbar wurde! Wofür bist du zum Professor für Bildungssoziologie ernannt worden? Was steht in deiner Dissertation- alles okay damit? Ich finde Quote gehört weder in die Uni noch in die Politik. Einzig Leistung/ Fähigkeit/ realer Werdegang von Mann/ Frau,Schwarz/ Weiß…. sollte zählen! Er hat nach Anerkennung gesucht , ist dabei falsch abgebogenund tief gefallen .
Einige haben gemerkt dass es ihm immer schlechter ging aber nicht helfen können. Wie soll msn aus so einer Nummer heraus kommen- alles futsch!?
Welche „rassistische Kampagne“? Er hat gelogen und betrogen, und sich so eine Position erschlichen, die ihm mangels Kompetenz nicht zustand. Rassistisch im Sinne eines plakativen „Antirassismus“, und damit die Protegierung Ardays WEGEN seiner Rasse und anderer „Opfer“-Merkmale war vielmehr die Verteidigung seitens der Universität, statt die Vorwürfe fachlicher Natur zu prüfen.
Nur weil er jetzt tot ist, diesen Mißbrauch der inzwischen routinierten, von Arday zu Lebzeiten ausgenutzten Mechanismen fortzuschreiben, ist unredlich
Genau so ist es: naheu alle seiner Publikationen sind leeres Gefasel und dazu noch wild zusammengestohlen.
Über seine psychsiche Verfasstheit muss man nicht weiter sprechen: wer den Typ mal hat reden hören/sehen, weiss, das war ein Narzisst und zugleich ein Antisozialer.
Und dass er seinem Leben ein Ende bereitet hat, ist allein seine Entscheidung.
Das komplett unprofessionelle Gebahren der Uni allerdings, anlässlich seiner Berufung, offenbart ein anderes Problem: die komplette DEI-Durchseuchung des akademischen Apparates; eine Durchseuchung, welche sich wohl kaum mehr heilen lässt, da helfen nur radikale Massnahmen: Alle Entlassen und nur die Hälfte nach einem intensiven Assessment wieder einstellen.
Als Prüfungsfragen schlage ich dann vor:
1) Wieviele Geschlechter gibt es ?
2) Kann man sein Geschlecht wechseln?
Da scheidet sich dann schnell der Müll vom Weizen ….
Sorry,haben sie seine Publikationen gelesen? Er hat häufig als Co Autor mitgewirkt und ich bin überzeugt dass man seine Passagen gestrichen hätte bei leerem Gefasel!
DEI Durchseuchung- warum haben sie so ein Problem mit Diversität? Benachteiligt worden? Jeder verdient eine Chance wenn Leistung/ Fachkompetenz/ Charakter stimmen! J.Arday war woke weil AUCH andere ihn dazu gemacht haben! Wer und wie wird hoffentlich bald geklärt!
Ihre gesamte Einstellung und Bewertung
“ taugt NICHTS “ hat er befürchtet und auch deshalb den Tod gewählt.
Was gegen das Schindluder zu schreiben, das von allen berufenen wie unberufenen Seiten mit Jason getrieben wurde und posthum wird, ist anscheinend verboten?
Guten Tag,
den Beitrag von Frau Burger habe ich mir noch einmal durchgelesen und kann den von Ihnen hier kritisierten Rassismus nicht nachvollziehen. Sie schreiben:
„Hier reiht die Autorin wirklich alle Ressentiments aneinander, auch wenn sie gar nichts mit dem Fall von Jason Arday zu tun haben. Er hat sich nicht als Transmensch verstanden. Aber aus Burgers Text spricht das autoritäre Bedürfnis, Schwarze, Arme und Proletarisierte, Behinderte, aber auch Transmenschen ihren Platz und Stellenwert in der Gesellschaft vorschreiben zu wollen. …“
Nach meinem Verständnis kritisiert Frau Burger in ihrem Beitrag nicht die Menschen selbst, die „in die Mühlen des Systems“ geraten…., sondern das System selbst, welches durch Denk- und Kritikverbote dazu führt, dass Menschen innerhalb des Systems aufsteigen, die diesem System entweder passen oder sogar dienen, sogar dann, wenn es sich um (offensichtliche) Hochstapler handelt. – Und sie schreibt nicht, und das auch nicht zwischen den Zeilen, dass Transmenschen, arme Menschen, Behinderte und dunkelhäutige Menschen nur durch Hochstapelei in eine gehobene Position kommen können…..
Da sind beide Seiten auf die propagandistisch aufgeladene „Identitätspolitik“ reingefallen. Auf der einen Seite die angeblich in der Gesellschaft schwer Diskriminierten, die im Verhältnis zum Staat auf Gewährung von Sonderrechten pochen und auf der anderen Seite der Staat selbst, der die Meinung vertritt, er müsste diese Sonderrechte an Minderheiten alleine auf Grund von Hautfarbe, Ethnie, Herkunft etc gewähren. Dabei ist die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft nach wie vor eine „Leistungsgesellschaft“.
Welche Leistung vollbringt ein Kapitalist? Einen Teil des Mehrwertes, Spekulanten z B , anland ziehen soll Leistung sein?
Leistung wird von den seriösen Ökonomen an die Teilnahme an der Güterproduktion gebunden, das schließt die, die im Schlaf Mio. und Mrd “ verdienen“, aus.
Das „Leistungsprinzip“ wurde erfunden, um die, die in der Produktion die zur Verteilung der Werte und Mehrwerte anstehenden erst schaffen, in Widerspruch zu einander zu bringen und ihr Vorteilsystem zu erhalten.
Dazu gehört auch, dass relativ weit von der Produktion entfernte Berufsgruppen, z B Wissenschaftler und Beamte, die systemwichtig sind, über die Maßen hoch bezahlt werden.
Der Streit um Hautfarbe und Geschlecht ist ein willkommener und gepflegter Nebenschauplatz, der herrlich vom Grundwiderspruch ablenken lässt.
Zur Zeit ist schön zu beobachten, dass diese verstärkt angemahnt werden, sich ja nicht systemkritisch aufzustellen, um ihrer Interessen wegen.
„Dabei ist die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft nach wie vor eine „Leistungsgesellschaft“.“
Weil sich hier die bürgerlich-demokratischen Macher und Nutznießer unserer schönen „Leistungsgesellschaft“, wie SELBSTVERSTÄNDLICH derselben LOGIK rassistischer Sortierung und Diskriminierung einer klassischen Sklavenhaltergesellschaft bedienen (Beispiel: US-Südstaaten vor dem Bürgerkrieg im vorletzten Jahrhundert), dürfte gerade dieser ideologisch Kniff zugunsten einer sauberen Beurteilung, nicht unerwähnt bleiben.
Während damals NATÜRLICHE ÄUSSERE MERKMALE (Hautfarbe, Körperbau, Ethnie…) maßgeblich vorentschieden, wer auf jeden Fall in der Pflücker Kolonne (Unten) landete, und wer nicht,
bedient sich der bürgerliche Rassismus einer ganz speziellen Organisation seines Bildungssystems, welches ganz demokratisch und gleich, ALLEN jungen Gesellschaftsmitgliedern die CHANCE offeriert, seine Bildungslaufbahn bis zur erfolgreichen Krönung zu bestehen.
Ob dies gelingt (oder mehrheitlich leider, leider nicht), soll dann an den unterschiedlich verteilten geistigen Weiterungen oder Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit liegen. Das angeblich so unterschiedlich verteilte Leistungs-POTENTIAL von jeden einzelnen. Stichwort: Begabung u. Anlage, die GEISTIGEN INNEREN Merkmale.
Die hat zwar noch niemand entdecken und dingfest machen können, aber das brauchen Ideologen auch gar nicht.
Denn allein die so unterschiedlich ausfallenden Bildungserfolge, sind ihnen schon Beweis genug. Denn diese unterschiedlichen Bildungserfolge gäbe es ja nur aufgrund der unterschiedlichen Verteilung der Begabungen und Anlagen.
Ein pädagogisch praktischer Universalrassismus der Sonderklasse, an dem jeder, ohne vorherigen rassischen oder geschlechtlichen Ausschluss, teilnehmen darf und soll. Und „merkwürdigerweise“, was die Verteilung der so pädagogisch durchgemusterten Generationen angeht, fast immer das nötig brauchbare Verhältnis an Menschen für eine kapitalistische Klassengesellschaft produziert, seien es die Wenigen für die Oberen Bereiche, oder die Vielen für Unten und Ganz Unten.
Hierauf politisch korrekt zu antworten, ist knifflig. Ich versuche es mal so:
Wer mutmaßlich plagiiert, phantasievolle Geschichten in seinen Lebenslauf integriert, von überaus erstaunlichen körperlichen Leistungen berichtet, wer trotz wenig Forschungsleistung und dürftigen wissenschaftlichen Publikationen von einer Universität als großartiger Überflieger-Professor präsentiert wird, wenn Personen, die sich wundern und genauer nachfragen wollen, juristisch bedroht werden, dann…
Ja, was eigentlich?
Hätten Fragen zu seiner Glaubwürdigkeit vielleicht früher gestellt werden müssen? Wurden hier wegen Minderheitszugehörigkeit ein oder zwei Augen zugedrückt, herrschte Leichtgläubigkeit, weil alles so gut passte, das mit Herrn Arday? Klingt jetzt derbe, aber: Sollen Minderheiten Freifahrtsscheine bekommen, weil sie Minderheiten sind? Wenn es um Behauptungen und wichtige Leistungen geht, dürfen nicht die gleichen Maßstäbe angesetzt werden?
Ist es nicht sogar Zeichen eines ungesunden Extrem-Wokismus, wenn dieser begleitet wird von Blindheit gegenüber Schwächen und Fehlleistungen von Personen, die als Mitglieder diskriminierter Gruppen wahrgenommen werden? Erweist man diesen Personen nicht sogar einen Bärendienst? Eben weil sie solche Freifahrten bekommen, kann die Wirkung, wenn dann mit hoher Geschwindigkeit plötzlich mit der Realität kollidiert wird, sehr brutal sein.
Um es klar zu sagen: Keine Argumentation im „selbst schuld!“-Bereich, so einfach ist die Sache nicht. Ich habe eher Arme-Sau-Gedanken. Jason Arday tut mir wirklich sehr leid, ich sehe ihn als Opfer. Aber der „Täterkreis“ ist für mich anders ausgestaltet und vielschichtiger, als dass er unterkomplex mit „rassistische Hetzer“ beschrieben werden könnte. Diese Person hat es zwischen den Fronten zerrieben, als seine langjährige bejubelte Scheinwelt drohte, zusammenzubrechen.
Diese Welt, die vielleicht einen großen Teil seiner Persönlichkeit ausgemacht hat, die für ihn psychologisch vermutlich existentiell wichtig war, wurde einerseits von rassistischen Hetzern bedroht. Sie stand auf der anderen Seite aber auch auf sehr fragilen woken Stützpfeilern, die schnell unter ihm weggerissen wurden, als Fragen aufkamen.
Mein Eindruck ist dass man in seinem Fall die Rolle der Medien kritischer hinterfragen muss. Sie haben ihn zum woken Typ erhoben und überall herum gereicht als Wunder für Inklusion!
Wenn er in seiner Kindheit und Jugend mit einer Autismusspektrumstörung zu kämpfen hatte ist seine „Sucht“ nach Anerkennung zum Teil erklärbar. Vor 30 Jahren kannte man die Diagnose noch nicht und viele Kinder landeten in Hilfsschulen übrigens auch bei Legasthenie ohne Chance auf Erfolg im späteren Leben! Inklusion hat zum Ziel das Potenzial / Talent von Betroffenen zu erkennen und zu fördern und das war auch bei J.A. der Fall ,zunächst durch seine Frau / Lehrerin.
Sie schreiben das eine Bevorteilung dieser Menschen im Job nicht angebracht ist und da widerspreche ich . Es können Genies darunter sein denen man nur ein ruhiges Arbeitsumfeld ermöglichen muss um Höchstleistungen zu erbringen.Anerkennung verstärkt ihre Motivation mehr als bei anderen AN! Fakt ist jedoch ,dass sie in mitmenschlicher Hinsicht / Austausch große Probleme bekommen können- Folge ihres Handelns nicht überblicken. Sowohl die Uni als auch die Medien haben seine MÖGLICHE autistische Persönlichkeit nicht beachtet! Kommt es zu Niederlagen drohen Überreaktionen- wer hoch fliegt stürzt als Autist um so stärker ab. Die Medien haben ihm die Folgen seines Handelns brutal aufgezeigt .
Inklusion muss man können und Cambridge und Co konnten es nicht! Inklusion braucht kompetente Begleitung und Beobachtung- kommst du klar mit deinen Zielen ,wo gibt es Probleme? Hatte er das- ich vermute eher, der Held der medialen Welt wurde zum Einzelkämpfer! Seine Arbeit nahm immer mehr Raum- die Ehe scheiterte.
Neider,Skeptiker,Rassisten tauchten stattdessen auf und Schutz von Polizei und Uni statt Klärung ist einfach zu wenig.
Nun, wie wird man Professor in Cambridge? Man muss eben zu den Besten der Besten gehören. Wenn nun Arday die Riemann’sche Vermutung bewiesen hätte, wäre nie eine Debatte aufgekommen. Ich selbst habe zwei Diplomarbeiten geschrieben und die waren dermaßen neu, dass niemand auf die Idee eines Plagiats kam.
Habe mir dieses Video angesehen, in dem ein neutraler Blick auf das Ganze geworfen wird:
https://www.youtube.com/watch?v=PpO5V5YV-cw
Da werden nun ganze Seiten gezeigt, die wörtlich aus einer anderen Arbeit übernommen wurden. Das sind über 80 Prozent. Und was ist sein Thema? Gejammer in eigener Sache, die ganz schreckliche Benachteiligung Andersfarbiger. Wenn es nun darum ginge, dass ein besser qualifizierter Schwarzer wegen seiner Hautfarbe nicht genommen wurde, das ginge ja. Es wird aber im Rahmen der postkolonialen Theorie(welche unhinterfragt als richtig angenommen wird) eine Benachteiligung proklamiert, die auf subjektiven Befindlichkeiten Befragter basiert. Nö, das ist keine Wissenschaft.
Dort in Cambridge wirkten die Mathematiker Hardy und Littlewood. Die nun ließen ein echtes Wunderkind aus Indien anreisen, Srinivasa Ramanujan . Dieser hatte sich die Mathematik selbst beigebracht und kam zu Ergebnissen, die bis heute große Bewunderung genießen. Das ist bis heute prägend in Cambridge.
Also insgesamt bin ich in diesem Streit auf Seite von Frau Burger. Was mein Linkssein nicht im Geringsten in Frage stellt.
Das Video ist knapp eine Stunde lang und der Hörer muß sich durch 16 min Medienzitate quälen, bevor er darauf stoßen kann, daß diese Behauptung eine bewußt eingesetzte Unwahrheit ist. Falls die Behauptung nicht schlicht gelogen ist, hat Artur das Video nicht vollständig zur Kenntnis genommen, wie sein Urteil es erforderte.
Nach 16 min outet sich „Sinan“ unzweideutig feindselig gegen den gesamten akademischen Zweig, mit dem Jason befaßt war, in dem er gearbeitet hat. Dabei handele es sich sowieso nicht um Wissenschaft, sondern einen Kanon politisch motivierter Vorurteile, namentlich der „Critical race theory“, für welche unentwegt Belege gesucht und folgerichtig produziert, statt aufgefunden würden, behauptet er sinngemäß.
Nun weiß ich zuverlässig, daß dieser Vorwurf für Jason Ardays Arbeit schlicht nicht stimmt, nämlich hieraus:
BAME Awarding Gap Keynote Lecture: Engaging pedagogically with race and racism (2021)
Im Gegenteil, Jason liefert da Argumente ab, mit denen er „Sinan“ mindestens für Teilbereiche der CRT-Studies glatt zustimmt! In der Erwartung, daß dies Posting eh wegzensiert wird, werde ich darauf nicht näher eingehen, nur so viel: Jason kritisiert da Teile der inclusion theories und policies als kontraproduktiv, als etwas, was mindestens teilweise „das Problem“ verstetige, statt aufzulösen.
Ein Teil dieses Befundes könnte sehr gut darin bestehen – ich habe mir nur das Nötigste an Zeit für die lecture genommen – daß cancel culture, wie sie in spezifischen Hinsichten auch die Overton-Moderation prägt, Scheide- und Bruchlinien vertieft und perpetuiert. So lange Arturs Ergüsse nicht als das benannt werden dürfen, was sie sind, bleibt ihnen eine Relevanz zugewiesen und scheinbar erhalten, die sie fälschlich beanspruchen.
Übrigens kenne ich die akademische Kultur Cambridges ein klein wenig aus eigener Anschauung, wenn das auch 25 Jahre her ist, und kann mir auf der Basis dieser Erfahrungen gut vorstellen, warum man Jason dort willkommen geheißen hat.
Klar habe ich den Text von 2021 nicht gelesen. Aber würde das jetzt wirklich etwas Grundlegendes ändern?
Was habe ich denn falsch gemacht?
„Was mein Linkssein nicht im Geringsten in Frage stellt.“
Extrem schlechter Witz! Ich schrieb noch was warum, aber das wurde wegzensiert. Kann sich allerdings jeder denken, was ich meine.
Dass der Mann schlicht ein Hochstapler ist – mit 10 Jahren konnte er noch nicht sprechen, erst mit 18 Jahren lernte er schreiben und lesen [ seine eigenen Angaben ] der dann mit 37 Jahren Uni –
Professor wird, nicht irgendwo, sondern
an der Uni in Cambridge, klingt nach
Märchen . Wir hoffen auf Antwort von Anne Burger auf den Autor Nowak .
Jason Arday hat die links- woke Ideologie nicht erfunden. Aber er ist wunderbar auf diese Welle gesurft. Und keiner im altehrwürdigen Cambridge hat gesagt: „der Kaiser ist nackt!“ Denn sie waren selber nackt oder durch den links-woken Tugendterror so eingeschüchtert, das sie gar nichts zu sagen wagten! Und diejenigen, die noch Integrtät besitzen, waren durch den linken Mob längst vertrieben worden.
So, und jetzt versuche ich herauszufinden, was der Nowak zum rassistischen Mord an Henry Nowak so geschrieben hat….
DEI für sich alleine ersetzt keine gute wissenschaftliche Arbeit! Wenn man den Informationen glauben darf gab es bereits gravierende Auffälligkeiten bei seiner Dissertation, Abhandlungen an anderen Universitäten gab es nie und auch ein angegebenes Buch wurde zwar einem Verlag angeboten aber nicht angenommen. Ebenso scheint auch seine Biographie zwischenzeitlich für einige Zweifel zu sorgen!
Wer hat jetzt Schuld am Drama?
Cambridge wollte die Quote anpassen Mann/ Frau- Schwarz/Weiß gerecht verteilt- kann das funktionieren und gut sein? Welche Rolle spielten die Medien dabei? Erst hoch gelobt als Wunder von Inklusion ,Spendensammler und Kämpfer gegen Rassismus folgte der tiefe Fall.
Jetzt ein Tod der im völligen Widerspruch zu dem Kämpfer J. A. steht den er in seiner Biographie beschreibt. Weltweites Interesse- was ist los in unseren Universitäten. Immer neue Plagiate- Gefälligkeitsgutachten oder was?
Da halte ich doch diesen Kommentar in der taz für zutreffender:
https://taz.de/Debatte-um-schwarzen-Cambridge-Professor/!6200878&s=Jason%2BArday/
„Vor drei Jahren war Jason Arday in Großbritannien ein Star. Die Berufung des 37-Jährigen zu einer prestigeträchtigen Professur an der britischen Eliteuniversität Cambridge war ein Großereignis. Scheinbar mühelos hatte ein Schwarzer mit Autismus aus einfachen Verhältnissen alle Aufstiegshürden der von Ungleichheit geprägten britischen Gesellschaft überwunden und war an der Spitze der Wissenselite gelandet.
Arday wurde durch TV-Shows gereicht, mit Ehrungen überschüttet, in unzählige Gremien berufen und erhielt einen Millionenvorschuss für seine Autobiografie. Größen in Wissenschaft und Politik priesen ihn in höchsten Tönen als einzigartiges Phänomen, als Stimme der Benachteiligten, als neuartige Spezies von Wissenschaftler, der seine Erkenntnisse aus tatsächlicher Lebenserfahrung statt aus akademischer Forschung bezieht.
Plagiatsvorwürfe zu seinen Veröffentlichungen und Zweifel an der Qualität seiner wissenschaftlichen Arbeit wurden ignoriert oder mit Verweis auf seinen Autismus zurückgewiesen. Kritische Nachfragen zum Wahrheitsgehalt seines veröffentlichten Werdegangs vom stummen Kleinkind und leseunfähigen Teenager über schier übermenschliche sportliche Glanzleistungen zum Doktortitelträger mit 31 waren unerwünscht, dafür sorgten Spitzenanwälte und am Ende sogar die Polizei. Das moderne, diverse, progressive, postimperiale Großbritannien hatte sein Aushängeschild gefunden und es verteidigte es mit Entschlossenheit.
Jetzt ist Jason Arday tot. Erst legte er seine Professur nieder, dann nahm er sich das Leben. Großbritannien steht unter Schock und Fragen werden gestellt: Ist der junge Ex-Star Opfer einer Hetzjagd geworden, wie sie für die unerbittliche britische Medienwelt leider ebenso typisch ist wie das unkritische Hochjubeln? Wurde er aus rassistischen Gründen vernichtender beurteilt als ein weißer Akademiker? Wenn jemand einen Suizid begeht, der zuvor öffentlich an den Pranger gestellt wurde, sind solche Fragen nicht nur berechtigt, sondern zwingend.
Jede Debatte wurde abgeblockt
Dass die Fragen richtig sind, heißt aber nicht, dass die Antwort darauf Ja lautet. Indem Ardays Aufstieg in besonderer Weise öffentlich gefeiert und als gesamtgesellschaftlicher Fortschrittsbeweis inszeniert wurde, weckte er logischerweise ein besonderes öffentliches Interesse. Unangenehme Fragen dazu sind in einer Gesellschaft, der auf diese Weise der Spiegel vorgehalten werden soll, nicht rassistisch, sondern legitim. Aber statt offen und ehrlich darüber zu reden, blockten diejenigen, die Arday in eine untragbare Position gebracht hatten, jede Debatte ab.
Arday ist nicht Opfer von Rassismus geworden. Eher ist er ein Opfer eines falsch verstandenen Antirassismus, der Einzelnen willkürlich ungerechtfertigte Vorteile verschafft, statt systematisch ungerechtfertigte Nachteile auszugleichen. An den resultierenden unauflösbaren Widersprüchen ist er zerbrochen. Und es steht zu befürchten, dass niemand die Scherben aufsammelt.“
Was erscheinen denn hier neuerdings für seltsame Artikel?
Ein mehrfach überführter Lügner und Betrüger ist gar kein Lügner und Betrüger, sondern Opfer eines fiesen Rassismus, weil es rassistisch ist, schwarze Lügner und Betrüger Lügner und Betrüger zu nennen? Wie rassistisch ist das denn, bitte?
Wirklich seltsam…
….und was wird hier schon wieder alles wegzensiert! Offenkundig hat OT ein tiefsitzendes Problem mit seinen Lesern, weil diese eigene Ansichten haben und auch aussprechen wollen.
Ja, die Zeiten. Es ist die hohe Zeit der Scharlatane und der oberflächlichen Aufmerksamkeitsakquise (betrifft nicht allein den sog. akademischen Betrieb). Und die betreuten Lager bepinseln im Tagesgeschäft, jeden Vorgang entsprechend der jeweiligen Vorgabe, in der jeweiligen Farbe, anstatt mal so etwas Verwegenes zu tun wie am Lack zu kratzen und einer Sache auf den Grund zu gehen. Zum Bsp.:
Scharlatane im akademischen Betrieb: Als Jason Arday aus Cambridge zu weit ging
Von Dr. Binoy Kampmark
Global Research, 19. August 2026
(…)
Daraus folgt, dass Scharlatanerie die wesentliche Bedingung des modernen akademischen Betriebs ist. Vieles davon ist strukturell und institutionell bedingt. Der absurde Hunger nach Massenpublikationen – bei dem riesige Mengen an geistigem Dünnschiss höher bewertet werden als gelegentliche, aber herausragende Beiträge – liefert den ersten Anreiz, ja geradezu das Privileg, über den eigenen Beitrag zu einer ohnehin eher mittelmäßigen Arbeit zu lügen. Es geht darum, den eigenen Namen auf das verdammte Ding zu bekommen, weil es ein entsprechendes Ranking und den richtigen „Index“-Status aufweist und von unbekannten Kommissaren aus Bildungswesen und Industrie das Gütesiegel erhalten hat. Während die Naturwissenschaften mit ihren Laborleitern, Heerscharen ausgezehrter wissenschaftlicher Mitarbeiter und zielgerichteten Geldgebern Pionierarbeit bei den gefürchteten Publikationen mit unzähligen Autoren leisteten, haben sich die Geisteswissenschaften dieses Modell zu eigen gemacht; sie degradieren das Wissen zu einem armseligen Simulakrum seiner selbst und setzen stattdessen den Anschein von Betriebsamkeit und konstruktiver Zusammenarbeit an dessen Stelle. Doch wenn so viele Autoren ein Papier mit ihren Namen versehen, wird die Zuordnung der Leistung praktisch unmöglich und der Betrug verlockend. Prozentuale Anteile lösen sich im Lösungsmittel einer verschwörerischen Kollegialität auf, gebunden durch eine akademische Variante des Mafia-Gesetzes der *Omertà*. Man kann sogar argumentieren, dass man keinem der Beteiligten trauen kann, wenn es darum geht, wer was beigetragen hat. Oft haben die ranghöheren Mitglieder nur eine flüchtige Bekanntschaft mit dem Material (das Wort „flüchtig“ ist hier entscheidend); die Jüngeren hingegen sind die schreibenden und interpretierenden Lasttiere, die die Archivarbeit und Literaturübersichten erledigt sowie die eigentlichen Forschungsergebnisse geliefert haben. Eine gute Faustregel ist hier, die Reihenfolge der Autorenrelevanz zu hinterfragen. Der Erstgenannte ist oft eine schwafelnde Niete und der beste Kandidat für den Titel des Ober-Scharlatans; der Letztgenannte wiederum – oft verantwortlich für den Löwenanteil der Arbeit – kann ebenfalls als Scharlatan gelten, weil er die ihm gebührende Anerkennung nicht einfordert. „Ich hoffe“, sagt Cecily zu Algernon in Oscar Wildes unvergänglich reizvollem Stück *The Importance of Being Earnest* (Ernst sein ist alles), „du hast kein Doppelleben geführt – so getan, als wärst du böse, während du in Wahrheit die ganze Zeit über gut warst. Das wäre Heuchelei.“
Es gibt weitere Anzeichen für akademische Scharlatanerie. Mühsame Spezialisierung wird höher geschätzt als eine vielseitige, geradezu unersättliche Lektüre. Wer über ein fundiertes Verständnis verschiedener Fachgebiete verfügt, wird von den einseitig fixierten Spezialisten oft misstrauisch beäugt – als Dilettant oder lästiger Störenfried. Zwar mag Interdisziplinarität theoretisch als sinnvolles Unterfangen gepriesen werden, doch in der Praxis wird sie gemieden. Der Spezialist beschränkt sich per Definition auf einen schmalen Streifen verbissen verteidigten Territoriums, auf dem sich oft Kollegen drängen, die eine ebenso hermetische Haltung einnehmen. Jenseits dieses abgestandenen Reviers verkümmert das Individuum vor blankem Entsetzen; es ist unfähig, eine Welt zu lesen – geschweige denn zu verstehen –, die nicht solipsistisch und nach innen gekehrt ist. Daher ist es wichtig, die Bedeutung dieses Territoriums maßlos zu überhöhen und darauf zu beharren, dass etwa die soziologische Untersuchung von Pariser Toiletten zwischen 1918 und 1939 auf Augenhöhe mit der Friedensforschung oder Projekten zur strafrechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechen steht. Auch wenn dies keineswegs immer der Fall ist, lässt sich doch beobachten: Je winziger das Fachgebiet, desto lauter treten seine Vertreter auf. Hier zeigt sich der Scharlatan in voller Pracht.
Auch die Mechanisierung und Bürokratisierung des Hochschulbetriebs bieten dem Scharlatan Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Da ist zum einen der Arbeitsplan – ein sinnloses, für die „Management-Universität“ typisches Dokument –, das zur Angabe fiktiver Zielvorgaben für nie geschriebene Aufsätze und Bücher sowie für nie realisierte Projekte animiert. Der Haken dabei: Wer als Akademiker bei der Darstellung noch nicht erbrachter Leistungen nicht übertreibt, wird für seine Ehrlichkeit bestraft – etwa durch ein höheres Lehrdeputat. Die kultartige Fixierung auf Begriffe aus der Unternehmenswelt wie „Key Performance Indicators“ (Leistungskennzahlen), die Erwartung, Akademiker sollten „Einnahmen generieren“, sowie die Umwandlung von Universitätsinstituten in konkurrierende Produktionsstätten und Zentren zur Einwerbung von Drittmitteln – statt in Orte echten Lernens und wissenschaftlicher Forschung – schaffen ein unklares Umfeld, das sich von gerissenen Taktikern leicht ausnutzen lässt. Man wird dazu angehalten, sich möglichst marktschreierisch zu präsentieren, Projekte passend zu Förderprogrammen zurechtzubiegen und den Fokus auf die geforderten „Zielvorgaben“ und „strategischen Schwerpunkte“ zu verengen. Kein Wunder also, dass Modisches und Trendiges hier gut ankommt und man mit einer Selbstvermarktung à la Arday weit kommt.
https://www.globalresearch.ca/when-jason-arday-went-too-far/5937155
Die zugrunde liegende Ursache ist also unabhängig von Hautfarbe oder Geschlecht. Die mediale Aufbereitung und Vereinnahmung dient lediglich als Manöver zur Ablenkung vom zentralen Konflikt.
In USA gibt es eine Debatte um Fake Native Americans, oft von Native Americans geführt. Das ist natürlich Definitionssache, wer Native American ist, aber wenn die klar nicht erfüllt sind, sollte die Person nicht den echten Native Americans einen Job an der Uni wegnehmen oder sich Rechte erschleichen, die sie sonst nicht bekommen. DEI kann schon Sinn machen, allerdings natürlich nur, wenn benachteiligte Personen so aufgebaut werden, dass sie mithalten können. Elizabeth Warren war das prominenteste Beispiel. Warren hat wohl nicht direkt betrogen bei ihrer akademischen Arbeit, aber – Harvard war es wohl – hat damit Werbung gemacht, dass sie Minderheitenrechte vertreten.
Im Grunde ist es ganz einfach. Der Mann hat betrogen, nicht anders als z.B. von und zu Guttenberg. Das hat mit DEI erst einmal nichts zu tun. Die Institution ist schuld, dass sie nicht sorgfältig geprüft haben, was leider kein Einzelfall zu sein scheint.
Völlig bizarre Diskussion.
Wenn mir ein Schwarzer das Fahrrad klaut und ich rufe „Fahrraddieb!“, bin ich dann ein Rassist?
Wenn mir ein Jude das Fahrrad klaut und ich rufe „Fahrraddieb!“, bin ich dann ein Antisemit?
Sollte es nicht Gleichheit vor dem Gesetz geben und keine Privilegien für niemanden?
Oder wenn mir ein Migrant ein Messer in die Rippen rammt, und dann die Polizei kommt, und der „Rassist“ ruft und auf mich zeigt, dann werden mir die Handschellen angelegt, und der Täter trollt sich – während ich im Polizeigewahrsam verblute.
Ich ja leider auch schon passiert, und sicher nicht zufällig auch in GB.
Ein sicher drastisches aber treffendes Beispiel dafür, was diese Superwokeness im Alltag anrichtet/n kann
Es wundert mich nur, dass Arday sich umgebracht hat. Es gibt ja genug Trickser und Bluffer, die nach der Entlarvung öffentlich Abbitte leisten und nach einer kurzen Auszeit gut weiter leben. Arday hat offenbar seinen eigenen Quark geglaubt und konnte seinen Mund nicht halten. Die meisten Trickser und Bluffer im akademischen Bereich, die sich eher bedeckt halten, mogeln sich efolgreich bis zur Pensionierung durch.
Empfehlung:
Ein etwas angejahrtes Werk zur Frage von „links“ ,“Rasse“, Politik und Kolonalismus: Doris Lessing, Sturmzeichen, Roman , meine Ausfabe dtv 1987. Inzwischen halte ich Romane für aussagefähiger und -kräftiger als angemaßte „Wissenschaftlichkeit“, ganz gleich welcher Fachrichtung.
Das mit den rassistischen Motiven mag richtig sein, ändert doch aber nichts an Fakten.
Frau Burger schreibt:
„Das wird Cambridge vermutlich noch lange bereuen. Denn mittlerweile steht es außer Frage: Arday hat die Dissertation einer anderen Wissenschaftlerin mehr oder weniger komplett übernommen.“
Das Neue Deutschland schreibt zudem
„Anlass waren Widersprüche bei mehreren von Arday beanspruchten Gastprofessuren. Die Ohio State University erklärte etwa, Arday sei dort nie beschäftigt gewesen, obwohl er dies in Biografien geschrieben hatte. “
Das grenzt für mich bereits an Hochstapelei, falsch, ist.
Da kann man doch nicht drüber gehen und ihn wegen seiner Hautfarbe als Opfer hinstellen? An der Stelle ist mir diese (pseudo)linke Sichtweise völlig unverständlich. Aber selbst wenn man so denkt, einen Artikel zu schreiben und dafür noch auf Zustimmung warten?
Rassismus ist wenn man eine Ungleichbehandlung verlangt anhand der Hautfarbe. Das gilt in beide Richtungen. Wenn Wokelinks eine (angeblich) nicht vorhandene „Gleichbehandlung“ fordert meint man eigentlich eine Ungleichbehandlung. Mit der btw in den USA das oberste Gericht aufgeräumt hat, und nein nicht zu Zeiten Trumps wie jetzt böse Zungen sagen würden, sondern noch zu Zeiten Bidens. Kann man mal nachlesen.
> Und er macht deutlich, dass Linksliberale in diesen Kampf keine verlässlichen Verbündeten sind.
Stimmt. Was einen evtl zum Nachdenken anregen sollte? wenn selbst Linksliberale , wozu ich mich zähle, den Kopf schütteln.
For the record.
Das forensische Rätsel des Falles Arday ist darin zu fassen, daß Mark Power, Vice-Chancellor of Liverpool John Moores University, noch vor zwei Tagen in einer öffentlichen Botschaft schrieb:
https://www.ljmu.ac.uk/about-us/news/articles/2026/8/14/ljmu-statement-professor-jason-arday
Power, ein Kunstprofessor, arbeitet seit 40 Jahren in verschiedenen Positionen in der Administration der Universität, es wäre also zu fragen (und das nicht erst seit vorgestern), wie der Lehrkörper zu diesem Urteil gelangt ist, obwohl die wörtliche Übereinstimmung zahlreicher Passagen seiner Dissertation mit einer Arbeit von Paula Zwozdiak-Myers unbestreitbar ist?
Doch zunächst liegt mir daran, fest zu halten, daß folgende Passage in dem Artikel von Anne Burger teils frei erfunden, teils – ja, verehrter Moderator, es ist nicht anders zu sagen – gelogen ist:
Das „mehr oder weniger komplett“ ist entweder erfunden oder gelogen, es sind umfangreiche Passagen, mehr nicht. „Entlastung erfunden“ ist ausschließlich gelogen und „einfach so“ ist selbstredend eine Unterstellung.
Des Rätsels Lösung ist zweiteilig.
1. hat Arday die nämliche Arbeit von Zwozdiak-Myers als globale Quelle angegeben. Es fehlte also definitiv eine betrügerische Absicht der Plagiierung der übernommenen Passagen.
2. Dieser Punkt ist spekulativ, da ich nicht ins UK reisen werde, um Leute zu befragen.
Zur Voraussetzung: Ich hatte vor Jahrzehnten enge Bekanntschaft mit zwei Leuten, die gemäß forensischer Sprachregelung dem „autistischen Spektrum“ zugerechnet werden, das bekanntlich sehr breit gefasst ist. Beiden, besonders aber einem von ihnen, einem ehemaligen Mitschüler und späteren Internationalen Schachmeister – falls er nicht noch GM geworden ist – und Bundesligaspieler, hätte dasselbe geschehen können, was Arday dem Anschein nach geschehen ist: „plagiieren ohne zu plagiieren“. Das lag an der eigentümlichen Funktionsweise des Gedächtnisses dieser Leute, die mir später auch bei einem pathologisch auffälligem „autistischen“ Kind bemerklich geworden ist, mit dem ich kurz zu tun hatte. Es funktionierte nicht „fotographisch“, wie es in der Populärkultur um solche Leute meist heißt, aber „aufzeichnend“. Peter – so hieß der Schachspieler – hat im Unterricht zur Erlangung seiner mündlichen Noten zehnminütige bis viertelstündliche freie Vorträge gehalten, in denen er gelesene Textpassagen, Aussagen der Lehrer und auch Aussagen von unterrichtsaktiven Schülern, die teilweise vor Wochen gefallen waren, gänzlich oder teilweise wortwörtlich wieder gegeben und hat sie ihren Aussagegehalten gemäß thetisch wie antithetisch kombiniert, ohne daß ihm die Wortwörtlichkeit der Zitate bewußt gewesen ist.
Ich habe nur geringfügige Zweifel daran, daß dies auch bei Arday „der Fall ist“, weil die Entlastung durch das Dekanat der Liverpooler Universität schwerlich anders zu erklären ist, zumal Arday selbst „Fehler“ eingeräumt hat.
Was ist eine Globale Quelle“?
Sowas wie: „Diese Arbeit kann Spuren jener anderen Arbeit enthalten“?
Und das entbindet dann von der Kennzeichnung der „Zitate“ und großflächigen Kopien?
Dann promoviere ich auch noch!
Das heisst, dass er die Arbeit als einen seiner Ausgangspunkte nimmt und deren Ansatz in seiner Arbeit weiterentwickeln will. Das impliziert, dass er sich in seiner Dissertation sehr häufig auf diese Arbeit beziehen muss.
Nochmal: Und das entbindet von der wissenschaftlichen Pflicht, die jeweiligen Zitate (in diesem Fall wohl sogar großzügige Kopien/Übernahmen davon) in der Arbeit im Einzelfall auch als solche zu kennzeichnen????
Darum geht es doch hier! Wenn zitiert und das auch als Zitat gekennzeichnet wurde (Fußnoten), würde doch niemand von (möglichen) Plagiaten sprechen! Nur, wenn die „Zitate“ den Anschein erwecken, zum eigenen Schöpfungsteil der Arbeit zu gehören, weil sie eben nicht gekennzeichnet wurden.
Außerdem kann man auf vorherige Arbeiten Bezug nehmen, ohne sie durch wörtliche (!!!!) Übernahmen großer Textteile in die eigene Arbeit einzubauen.
Es sagt aus, dass er zwar wissenschaftlich unsauber gearbeitet haben mag, aber er nicht vorsätzlich betrogen hat.
Der Artikel stammt von einer Autorin, die sich selber als Hochschullehrerin bezeichnet, unter deren Namen sich aber keinerlei wissenschaftliche Arbeiten finden lassen, insbesondere auch keine der für einen Hochschullehrer erforderlichen Qualifikationsarbeiten wie Habilitation oder Dissertation. Die Vorwürfe der Hochstapelei aus solchem Munde bekommen so schon mehr als nur ein Geschmäckle und sind so wohl nur in einem Medium wie OT möglich
Ach? Und diese „Autorin“ war die einzige, die darüber berichtet hat? Dieser Artikel war der EINZIGE, der Ardyays Qualifikation in Zweifel zog?
„Die Autorin“ nannte in ihrem Artikel zB. Dave Harris und Martyn Hammersley, die die wissenschaftlche Arbeit Ardays bereits 2023 offen in Zweifel zogen. Das wurde von der Uni zurückgewiesen weil man angeblich „nicht für Plagiate (!!!) Ardays vor seiner Zeit in Cambridge zuständig sei“.
Harris ist emeritierter Professor der Uni Plymouth, Hammersley ebensolcher der The Open University, einer der größten Business-Schools Europas. Reicht das als Expertise, oder haben die beiden irgendwann man den „menschgemachten Klimawandel geleugnet“? Dann wären sie natürlich für dich erledigt…. 😉
Und nur weil du über Anne Burger nichts findest, heißt das ja nicht, daß da nichts ist.
Man muß ja auch kein Huhn sein, um zu wissen, ob ein Ei gut oder schlecht ist.
Lies mal unten, was „So gesehen“ dazu schrieb.
Ps: Harris schrieb damals übrigens direkt an Arday wegen seiner Zweifel an dessen Arbeiten. Zurück kam erst mal gar nichts, dann seltsame abwiegelnde Allgemeinplätze, wo schon viel von „Rassismus“ geschwafelt wurde, und schließlich eine Anzeige bei der Polizei „wegen Belästigung“:
https://afcomm.org.uk/2026/08/05/jason-arday-reported-academic-critic-to-police/
Daß man anschließend sogar gegen Harris vorging, ihm seitens der Uni sogar den Prof emeritus entzog – um ihn später wieder zurückzugeben, sagt auch viel über den Zustand des Bildungsbetriebes in GB aus.
Es ist nicht nur Cambridge…
Und wie wir an diesem Artikel sehen, funktionieren die Reflexe ja immer noch bestens. Statt mal einen Schritt zurückzugehen, und festzustellen, daß wir vielleicht doch auf dem woken Holzweg sind, wird weiter mit dem Totschlagargument „Rassismus“ hantiert. Demnächst folgt dann wohl noch die Seligsprechung Ardays?
„„In Universitäten herrscht ein Klima der Verunsicherung. Wer würde sich zum Beispiel trauen, sich offen gegen die Translobby zu äußern? Oder abweichende Thesen vertreten zu was oder wem auch immer? Oder einen schwarzen/trans/behinderten Studenten als unfähig für ein Studium zu bezeichnen, auch wenn das den Tatsachen entspräche.“
Hier reiht die Autorin wirklich alle Ressentiments aneinander, auch wenn sie gar nichts mit dem Fall von Jason Arday zu tun haben. Er hat sich nicht als Transmensch verstanden. Aber aus Burgers Text spricht das autoritäre Bedürfnis, Schwarze, Arme und Proletarisierte, Behinderte, aber auch Transmenschen ihren Platz und Stellenwert in der Gesellschaft vorschreiben zu wollen. Da ist Burger klar, dass sie nicht an eine Professorenstelle gehören. Wenn schon am Campus, dann vielleicht als Putzleute oder als schlecht bezahlte Bedienstete in der Küche. Es ist schon ein Zynismus, wenn Burger über Arday schreibt.“
Also scheint Herr Nowak zu wissen, dass Arday keinerlei Plagiate verwendet hat, um die Professorenstelle zu bekommen.
Ebenso scheint Herr Nowak zu wissen, dass es nicht eine „woke Gesinnung“ in den Universitäten gibt, die der Grund wären, dass ein Plagiator wie Herr Arday auf eine Stelle befördert wurde, die nicht seiner Qualifikation entsprach, sondern dass er die Stelle nur erhielt aufgrund seiner Hautfarbe, Herkunft und „Behinderung“.
Ob nun ein „Rassist“ behauptet, die Erde sei ein Planet, oder ein Astronom ist halt so ziemlich wurscht, wenn es um den Wahrheitsgehalt der Aussage geht, auch wenn das Ideologen gerne anders sehen 😉
Lieber Peter, du zitiert Anne Burger: „„In Universitäten herrscht ein Klima der Verunsicherung. Wer würde sich zum Beispiel trauen, sich offen gegen die Translobby zu äußern? Oder abweichende Thesen vertreten zu was oder wem auch immer? Oder einen schwarzen/trans/behinderten Studenten, als unfähig für ein Studium zu bezeichnen, auch wenn das den Tatsachen entspräche.“
So ist es aber! Ich habe in Wien und Klagefurt an der Universität unterrichtet. Zum Glück bin ich vor Corona in Pension gegangen. Wenn die Studierenden erfahren hätte, dass ich mich nicht impfen ließ, wäre es mit meinem Job vorbei und meine Existenz wäre ruiniert gewesen. Denn wer die „Wissenschaft leugnet, hat an Uni nichts verloren“ so grölte der studentische Mob und der damalige Rektor in Klagefurt applaudierte.
Die Kampagnen sollen bleiben, die Versachlichung (bzw. der Versuch dazu) wird gelöscht. Klarer Fall.
Machen Sie doch eine Unterschriftenaktion auf change.org oder hier im Forum und wir tun dann alle unterschreiben.
Ich bin mit den Fall nicht sehr vertraut. Aber es macht den Eindruck, dass da jemand die Erfolgsleiter hochgepusht wurde – auch weil man einen „Vorzeige-Schwarzen“ haben wollte – und man nicht so genau hinsehen hat, dass sein Qualifikation nicht so tadellos war, wie man sich das vielleicht zurechtgedacht hat. Als dann erhebliche Mängel offensichtlich wurden, wurde auf ihn eingedroschen – mit tragischem Ausgang.
Das wäre dann zunächst „Positive Diskriminierung“, und in diesem Fall eben auch eine Form von Rassismus. Wenn das schöne Bild dann bröckelt oder zusammenbricht, ist die Reaktion umso heftiger.
Ich bin mit den Fall nicht sehr vertraut. Aber es macht den Eindruck, dass da jemand die Erfolgsleiter hochgepusht wurde – auch weil man ein Repräsentationsobjekt haben wollte – und man nicht so genau hinsehen hat, dass sein Qualifikation nicht so tadellos war, wie man sich das vielleicht zurechtgedacht hat. Als dann erhebliche Mängel offensichtlich wurden, wurde auf ihn eingedroschen – mit tragischem Ausgang.
Das wäre dann zunächst „Positive Diskriminierung“, und in diesem Fall eben auch eine Form von Rassismus gewesen. Wenn das schöne Bild dann bröckelt oder zusammenbricht, ist die Reaktion umso heftiger.
Vorab. Es gibt Rassismus gegen Farbige und mittlerweile gibt es Rassismus gegen Weiße. Beides lehne ich zutiefst ab.
Hier wird aber die Rassismus-Karte nach meiner Ansicht völlig unzulänglich gezogen. Nachdem, was man mittlerweile weiß, war der Mann ein Hochstapler, ein Lügner und Betrüger. Seine Doktorarbeit war zu großen Teilen plagitiert und sein CV gefälscht. Er war nie Gastdozent in Hongkong, Glasgow und Ohio. Alle Universitäten haben das bestätigt. Er hat diese Marathons nicht gelaufen und auch die Millionen nicht gesammelt.
All diese Betrügereien sind schon schlimm genug. Was ist denn mit den Studenten? Arday wurde 2023 zum Professor für Soziologie ernannt. Ein undergraduate Studiengang dauert in der Regel 3 Jahre. Studiengebühren allein £9250 pro Jahr. Plus Unterkunft und Verpflegung kommt ein englischer Student locker auf £20,000 pro Jahr, also £60,000 bis zum Abschluss. Arday hat mindestens einen Jahrgang komplett betreut und noch mehrere andere zum Teil. Er hatte weder die Qualifikation noch die Berechtigung dafür und so müssen sich jetzt sehr viele Studenten fragen, ob und was ihr Abschluss wert ist, ob sie überhaupt einen bekommen, und wer ihnen das bezahlt, dass sie noch länger studieren müssen um einen Cambridge-Abschluss zu bekommen, der seinen Namen verdient.
Arday hat also nicht nur die Uni betrogen, er hat auch viele Studenten um Geld und Lebenszeit betrogen. Von daher kann ich dem großen Bedauern, das aus diesem Artikel springt nicht folgen. Arday ist kein Opfer, er ist der Haupttäter. Mittäger sind die verblendeten Ideologen, die ihn ohne jede Prüfung in den Prof-Sessel gehievt haben. Studenten hingegen werden auf Herz und Nieren geprüft, ob sie würdig sind, in Cambridge zu studieren. Wo können diese Studenten nun ihren Verlust von Geld und Lebenszeit einklagen? Hier muss die Uni haften. Arday hat sich, so wie es aussieht, der Verantwortung durch Selbsttötung entzogen und damit seiner Frau und seinen Kindern eine unglaubliche Bürde für den Rest ihres Lebens aufgebrummt. Verantwortung sieht anders aus. Es ist einfach nur feige.
Als eigentlich linke und sozial engagierte Person ärgert mich am meisten, dass hiermit Leuten wie JD Vance Recht gegeben wird, der einmal gesagt hat, dass man bei farbigen Piloten hoffen muss, dass sie wirklich ihre Qualifikationen haben und nicht aufgrund der Hautfarbe dort vorne sitzen. Sowas sind unverzeihliche Steilvorlagen. Arday ist ein Beispiel dafür, dass Vance sogar Recht haben könnte.
Nein, Arday war kein Opfer. Er hat gelogen, betrogen, getäuscht und sich einen Posten erschlichen für den er nicht qualifiziert war. Dafür konnte ein anderer qualifizierter Akademiker, dessen CV und Forschungshistorie auf eigener Arbeit beruht, diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht übernehmen. Die Rassismus-Karte hier zu ziehen ist nicht nur unzulässig, sondern irreführend und lenkt vom Thema ab.
Dies ist leider kein Konflikt zwischen „Linksliberalen“ und „Rassisten“, sondern zwischen Vertretern postmoderner Idiologie (zu der auch die „critical race theorie“ gehört) und ihren Gegnern.
Die CRT bestreitet die Existenz einer objektiven Wahrheit, auf deren Grundlage die Positionen von Angehörigen marginalisierter Gruppen diskutabel wären.
Ein Diskurs über die Erfahrungen diskriminierter Gruppen wird grundsätzlich abgelehnt, da dieser gesellschaftliche Machtstrukturen reproduzieren würde.
Das mag man nun für richtig oder falsch halten (ich selbst halte es für esoterischen und reaktionären Quatsch). Es bringt jedoch eine Struktur und ein Klima hervor, in dem es Scharlatanen und Betrügern aller Art sehr leicht gemacht wird, an die Fleischtöpfe der Sozial- und Geisteswissenschaften zu gelangen und sich dort zu halten.
So lange an den Universitäten Foucault und seine dürftig getarnten ApologetInnen den Ton angeben, werden wir uns noch auf viele vergleichbare Skandale freuen können. Sei’s drum. Wo ist das Popkorn?
Die eigentliche Tragik liegt darin, dass allzuviele, die sich selbst für links oder gar linksradikal halten, diesen ganzen Blödsinn nachbeten, ohne den nietzscheanischen Kern darin zu erkennen.
Hier eine gute Zusammenfassung der Berichterstattung zum Thema:
https://uebermedien.de/119617/wenn-der-zweifel-versagt-vom-aufstieg-und-fall-des-professor-arday/