
Es wird von denjenigen, die die Ukraine auch militärisch mit Waffen und Geld unterstützen, gerne gesagt, dass dann, wenn der Widerstand zusammenbrechen würde, mit einem erneutem Flüchtlingsstrom zu rechnen sei. Heute beispielsweise von Gustav Seibt in der SZ unter dem Titel „Das ist der Wahnsinn“ zum Antrag von AfD und BSW zur Beendigung der militärischen Unterstützung und der Sanktionen. Allein kurzfristigen Folgen eines Ausstiegs Deutschlands würden „unmittelbare deutsche Interessen massiv schädigen“. Dazu zählt Seibt vor allem „die absehbare Niederlage der Ukraine“ und „die damit einhergehende Auslösung weiterer Flüchtlingsströme“. Bei dieser typischen Argumentation von Kriegsbefürwortern werden die in großen Teilen der Bevölkerung in EU-Staaten herrschende Angst vor und Abwehr von Migranten ausgebeutet, um eine Fortführung des Kriegs zu rechtfertigen, während man gleichzeitig damit sagt, dass die Menschen, vor allem die wehrpflichtigen Männer, vielleicht auch bald die Frauen, im Land bleiben und für die Geld- und Waffengeber kämpfen sollen.
Die EU hat kürzlich in diesem Sinn auch beschlossen, den ukrainischen Männern im Alter zwischen 23 und 60 Jahren, die nicht vom Wehrdienst freigestellt sind und die jetzt aus der Ukraine fliehen, keinen temporären Schutz mehr zu gewähren. Das wird explizit damit begründet, dem Staat im Krieg, der keine Kriegsdienstverweigerung anerkennt, und der EU damit zu dienen, genügend Menschen zum Kämpfen zu haben.
Um die Männer, die offenbar weder für die Ukraine bzw. die Selenskij-Regierung noch für Europa, die Freiheit oder die Demokratie etc. kämpfen oder töten wollen und in der Ukraine von Rekrutierungsteams, die zunehmend auch in Häuser eindringen, auf offener Straße gejagt und oft gewaltsam verschleppt werden, um unter Zwang ihren Kopf hinzuhalten, kümmert man sich nicht weiter. Man spricht nicht davon, um weiter das Bild des heldenhaft kämpfenden Volkes aufrechtzuerhalten, das letztlich als Söldnertruppe für die EU gegen Russland, das geschwächt werden soll, kämpft. Ebenso wenig spricht man von den extrem rechten, nationalistischen Freiwilligenverbänden, die in die Nationalgarde und die Streitkräfte integriert wurden. Sie sehen sich in der Tradition der bewaffneten und faschistoiden Unabhängigkeitsbewegung, die an Massakern an Juden und Polen beteiligt und mit den Nazis kollaboriert haben.
Es wird auch nicht darüber gesprochen, dass weiter ein Exodus aus der Ukraine stattfindet (Ukraine: „Wir haben genügend Personal, um noch zehn Jahre und sogar länger weiterzukämpfen“). Der hat nicht erst mit dem Krieg eingesetzt, sondern bereits mit der Unabhängigkeit. Seit 1991 ist die Bevölkerung von ursprünglich 52 Millionen auf unter 30 Millionen, vielleicht auch auf 22-25 Millionen in den von Kiew kontrollierten Gebieten gesunken, wobei der Anteil der älteren Bevölkerung entsprechend wächst, die nicht mehr arbeiten. Um die 10 Millionen Ukrainer sollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen. 2022 sind sehr schnell Millionen aus der Ukraine geflohen, auch hunderttausende Männer, die nach dem verhängten Kriegsrecht eigentlich nicht hätten ausreisen dürfen.
Vasyl Voskoboinyk, Leiter des Büros für Migrationspolitik, erklärte, die Lage in der Ukraine sei kritisch. Derzeit würden 3,5 mal so viele Ukrainer sterben als geboren würden. Zusammen mit der weiteren Auswanderung schätzt Voskoboinyk, dass die Bevölkerung der Ukraine in den letzten 12 Monaten um weitere 800.000 Menschen gesunken sei. Letztes Jahr hatte er prognostiziert, dass die Ukraine Millionen von Migranten für den Arbeitsmarkt bräuchte, was auf große Ablehnung stieß, schließlich ist zumindest ein Teil der verbliebenen Bevölkerung und vor allem Mitglieder der Streitkräfte nationalistisch-völkisch ausgerichtet und fürchten um die nationale und ethnische Identität.
Er rechnet auch damit, dass nach dem Krieg nur wenige in die Ukraine zurückkehren werden. Vermutlich werden noch mehr Männer ihren Frauen nachziehen, wenn dies möglich ist. Unabhängig vom Ausgang des Krieges wird dieser nicht die Migration stoppen, sondern könnte sie diese aus wirtschaftlichen Gründen befördern: „Wir gehen davon aus“, sagte Voskoboinyk, „dass nach Kriegsende eine neue Welle der Arbeitsmigration einsetzen könnte. Verschiedenen Schätzungen zufolge könnten weitere anderthalb bis zwei Millionen Ukrainer ins Ausland gehen.“
Will man in der EU eine weitere Auswanderungswelle verhindern, müsste eigentlich dafür der Krieg verlängert werden und dürfte die Ukraine nicht schnell in die EU aufgenommen werden. Vor allem in Polen und Deutschland, wo am meisten geflüchtete Ukrainer leben, wächst die Ablehnung, vor allem was die Milliarden an Hilfen für diese angeht. Das könnte auch ein Grund sein, warum die EU – mit Ausnahme von Ungarn – Männern keinen Schutzstatus mehr gewähren will.
Der Leiter des Meinungsforschungsinstituts „Rating“, Alexey Antipovich, meinte im April, dass jeder sechste Ukrainer so schnell wie möglich das Land verlassen wolle, vor allem Männer und junge Menschen: „Insgesamt antworteten je nach Kategorie und Methode zwischen 14 % und 18 % der Befragten in verschiedenen Umfragen sinngemäß auf die Frage: Würden Sie, wenn Sie in naher Zukunft die Möglichkeit hätten, die Ukraine zu verlassen, dauerhaft ins Ausland ziehen? 14 % der 18- bis 35-Jährigen und etwa 20 % der 18- bis 29-Jährigen antworteten mit ‚Ja‘. Insgesamt ist die ältere Generation etwas weniger bereit dazu – sie ist weniger mobil und weniger auswanderungsbereit.
Ende August lebten nach Eurostat über 4,4 Millionen Ukrainer, denen der temporäre Schutz gewährt wurde, in EU-Mitgliedsländern. Ein Viertel Männer zwischen 18 und 64 Jahren. Fast 1,3 Millionen in Deutschland, 940.000 in Polen. Pro Kopf leben in Polen, in der Tschechischen Republik, in der Slowakei oder in Zypern allerdings mehr als in Deutschland.
Die Zahl der Ukrainer unter temporären Schutz wächst weiterhin an, nur in Polen, Finnland und Frankreich nahm sie im Zeitraum Ende Juli bis Ende August ab. Am stärksten nahm sie in Deutschland in dem einen Monat um 4 330 (+0.3%) zu, gefolgt von Rumänien (+3 440; +1.6%) und der Tschechischen Republik (+3 135; +0.8%). Im August wurden nach Eurostat 42.355 neue Entscheidungen zum Schutzstatus bewilligt, 2800 weniger als im Juli. Insgesamt geht die Zahl seit 2022 zurück, aber 2025 wurden noch immer 680.000 Ukrainer aufgenommen, in Deutschland 174.000. Im zweiten Halbjahr waren es für die EU fast 150.000, in Deutschland 51.000.
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Wenn alle Nazis beseitigt sind und die Russen stabile Verhältnisse, so wie in ihrem eigenen Land geschaffen haben, werden sicher fast alle Ukrainer gerne wieder nach Hause zurückkehren.
Das Ende der Militärunterstützung würde sehr schnell zu Frieden führen und sicher gehen dann viele Ukrainer auch wieder zurück in die Ukraine. Aber Merz will lieber weiter Krieg führen und diesen Winter werden dann wohl viele Ukrainer vor der Kälte fliehen müssen.
Der Autor zitiert :
„ Allein kurzfristigen Folgen eines Ausstiegs Deutschlands würden „unmittelbare deutsche Interessen massiv schädigen“. “
Es ist zum Verzweifeln : Die mediale und politische Obrigkeit ist hüfttief in NS-Denke versumpft, und merkt es zum Verrecken nicht : sie opfern ein slawisches Volk für deutsche Interessen, ohne mit der Wimper zu zucken ! Friedensverhandlungen müssen her, damit die Ukraine überlebt !: Aus einem völlig zerstörten Land werden die Menschen erst recht fliehen !
Täglich wird alles von SZ, taz, FAZ und Co so hingebogen wie es gerade gebraucht wird. Jeden Tag werden neue Gründe geliefert warum der Krieg nicht enden darf. Die Wahrheit lautet einfach: weil die Familie Selenski mehr Geld auf ihren Schwarzgeldkonten will und weil auch hier die Zitrone für gewisse Grüppchen noch nicht ganz ausgepresst ist.
Die Ukrainer werden einfach nur benutzt. Sie hätten das wissen können. Erinnert sich noch irgendjemand an Afghanistan?
Die deutsche Sicherheit wurde ja auch mal am Hindukusch verteidigt. Bis die Amis einen ungeordneten Rückzug hingelegt haben ohne alle anderen Beteiligten auch nur zu informieren. Die dortigen Helfer wurden einfach zurückgelassen!
So wird es auch der Ukraine ergehen. Sofortiger Stop jeglicher Militärhilfe nur noch humanitäre Hilfe. Alles ist besser als Krieg.
Wir das Volk sind noch nicht ganz ausgepresst, weil all diese Kriege nur dazu dienen uns fertigzumachen.