„Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung in Kaliningrad durchdringen können“

Oblast Kaliningrad fotografiert von der Internationalen Raumstation ISS. BIld: Nasa

 

Angeblich rüstet die Nato-EU allein deswegen auf, weil man sich durch Russland bedroht sieht. Beschworen wird, dass Russland, das andererseits durch den Ukraine-Krieg, di Sanktionen und die wirtschaftlichen Folgen geschwächt sein soll, so massiv ausrüstet, dass ein Angriff auf die EU oder Nato dembalde bevorsteht. Vor allem dann, wenn der Ukraine-Krieg beendet sein sollte, will Russland, das anscheinend feibrig darauf wartet, angeblich angreifen, obwohl das Kräfteverhältnis, sieht man von Atomwaffen ab, und die Schwierigkeiten alleine mit der Ukraine dem widersprechen sollte.

Man weiß nicht so recht, was die EU-Staaten reitet, unbedingt Russland schwächen zu wollen, anstatt nach einer Friedensordnung unter Berücksichtigung der jeweiligen geopolitischen Sicherheitsinteressen zu suchen. Die in der EU nach dem Abrücken der USA forcierte Aufrüstung hat das Ziel, Russland abzuschrecken, aber insgeheim auch, Russland und andere Gegner präventiv angreifen zu können. Das gilt besonders für Deutschland, das nach Bundeskanzler Merz mit einer unbegrenzten Verschuldung die Bundeswehr zur mächtigsten und führenden europäischen Militärmacht aufbauen lassen soll.

In einem SZ-Interview hat Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr, kürzlich erklärt, dass die angeblich durch Russland begründete Aufrüstung nicht auf Abschreckung, sondern auf Überlegenheit abzielen soll: „Die verschiedenen Indikatoren – Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen – laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja. Deshalb brauchen wir erstens eine Fight-Tonight-Fähigkeit, zweitens gesteigerte Kapazitäten bis 2029 und drittens technologische Überlegenheit bis 2035 und darüber hinaus.“

Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen  im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen“

Litauens Außenminister Kestutis Budrys hat der NZZ ein Interview gegeben, in dem er gegen alle Zweifel an Artikel 5 der Nato und am Militärbündnis selbst festhält: „Ich habe keine Zweifel an der Beistandspflicht. Es ist das engste Versprechen, das Nationen einander geben können: füreinander sterben.“ Er habe auch keine Zweifel daran, dass Westeuropäer, explizit auch die Deutschen, bereit seien, für ein Dorf in Litauen zu sterben.

Budrys spricht nicht von der Ostflanke wie üblich, sondern von der Frontlinie zu Russland, von dem man sich vollständig lösen müsse („Alles, was aus Russland kam, war toxisch und korrupt“). Die Benutzung des Begriffs der Front klingt nicht nur schon nach Krieg, sondern soll auch propagieren, dass Russland angeblich genau Europa bedroht. Jetzt soll die Ukraine noch Europa schützen, aber es wird auch in den baltischen Staaten verteidigt und geschützt, die nun das Zentrum Europas darstellen sollen, will der Außenminister des Frontstaates betonen: „Das Wort ‚Ostflanke‘ impliziert, dass es ein Zentrum irgendwo im Westen gebe. Aber heute sind wir das Zentrum Europas. Die Vorstellung, dass ein Konflikt mit Moskau nur die unmittelbaren Nachbarn Russlands beträfe, ist ein gefährlicher Irrtum. Es ist ein Teil der russischen Propaganda. Wenn die Frontlinie zusammenbricht, kollabiert alles – die EU, die Wirtschaft, die soziale Ordnung. Es gibt kein sicheres Dorf in Westeuropa, das von den Folgen eines Krieges verschont bliebe.“

Er macht auch deutlich, dass Sicherheit über alles geht, also auch über Freiheit, Demokratie und das Leben. Daher müsse „die Verteidigung in den Vordergrund“ gestellt werden, was auch eine Militarisierung der Gesellschaft bedeutet. Es geht nicht nur gegen Russland, sondern die geopolitischen Interessen der EU müssten durchgesetzt, die EU zum „globalen Machtfaktor“ werden. Das ist für den Außenminister des kleinen Litauens mit offenbar maßlosem Anspruch durchaus offensiv gemeint: „Wir müssen unsere Interessen definieren und sie verteidigen – sei es im Nahen Osten, im Sahel oder gegenüber Russland.“

Und angesprochen auf Kaliningrad konnte sich Budrys nicht mehr zurückhalten und machte deutlich, dass die Aufrüstung für ihn bedeutet, Russland anzugreifen, was dort dazu führen wird, ebenfalls weiter aufzurüsten: „Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen.“ Das scheint ein Nato-Ziel zu sein: Nato hat Kaliningrad im Visier.

„Unser wichtigstes Ziel ist es, das russische Imperium zu zerstören“

Allmählich scheint man auf die ukrainische Linie umzuschwenken bzw. nur eher die Wahrheit auszusprechen, warum der Krieg geführt und so massiv unterstützt wird. Da gibt es beispielsweise Denis Schtilerma, den gefeierten Chef der Drohnen- und Raketenfirma Fire Point, die allerdings auch über die Verbindung mit Selenskij-Freund Mindich unter Korruptionsverdacht steht, aber in Massen Drohnen, auch Langstreckendrohnen, und mit Flamingo den ersten ukrainischen Marschflugkörper mit einer Reichweite von 3000 km produziert und liefert. Zudem setzt Fire Point auf ukrainische Satelliten.

Diehl Defence und Fire Point haben beim Besuch Selenskijs in Berlin im April eine Technologiepartnerschaft vereinbart. Dänemark hat bereits seit 2024 eine Partnerschaft mit Fire Point. Letztes Jahr gründete Fire Point in Dänemark mit 77,8 Millionen Euro staatlicher Unterstützung den Ableger FPRT, um mit der Produktion ukrainischer Waffen im Land zu starten. Zunächst soll es um die Produktion von Festtreibstoff für Raketen und andere Raketenkomponenten gehen. Schtilerma behauptet, Fire Points Bewertung liege bei fast 6 Milliarden US-Dollar. Es geht um viel Geld.

Jetzt schon finden Angriffe auf Moskau statt, das will Fire Point mit Drohnen, Flamingos und ballistischen Raketen FP-9 mit dem Ziel intensivieren, das viele ukrainische Nationalisten seit langem teilen (Der ukrainische Geheimdienstchef und die Eroberung russischer Gebiete), was man natürlich auch in Russland als Bedrohung sieht: „Unser wichtigstes Ziel ist es, das russische Imperium zu zerstören. Russland darf kein Gefängnis für Völker mehr sein“, sagte er der NZZ.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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57 Kommentare

  1. Die Aggressivität der Europäer – ja, der Europäer, leider nicht nur der Militärköpfe in der nato und den Kriegsministerien, sondern auch beträchtliche Teile der Bevölkerungen – kennt offenbar kaum noch Grenzen. Noch hält sich Russland zurück, hat noch kein nato- bzw. EU-Land angegriffen, obwohl die Öffnung des baltischen Luftraums für ukrainische Drohnen als Kriegsgrund reicht und obwohl die vom Westen orchestrierten Angriffe in die Tiefe des russischen Raumes ganz eindeutig rote Linien überschreiten – und nichts am Kriegsverlauf auf ukrainischem Boden ändern. Gleichzeitig ist bekannt, dass Russland Hyperschallraketen besitzt, die praktisch unabwehrbar sind. Russland wird keine Invasion Europas starten, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass z. B. nato-Stützpunkte mit einer Oreschnik angegriffen werden. Das Endresultat würde dann gewiss nicht die fantasierte Zerstörung Russland werden.

    1. Eine wird immer vergessen: Deutschland ist in diesem Reigen ein Sonderfall!
      Der II. Weltkrieg ist für Deutschland noch gar nicht vorbei. Es gibt ein Waffenstillstands-
      vertrag und den 2 + 4 Vertrag. Beide erlauben Deutschland keine millitärische Aggression
      und keine Natostützpunkte im Gebiet der ehemaligen DDR. Wenn Russland die Drohnen-
      fabriken in Deutschland zerstört, wird kein Land der Erde den Deutschen zu Hilfe eilen.
      Im Gegenteil müßten die anderen „Siegermächte“, die USA, England und Frankreich sogar
      den Russen helfen, diese deutsche Aggression zu bändigen. So steht es geschrieben.

      1. ja, die landsleute wollen es einfach nicht sehen, wie sie – in zeitlupe und gleichzeitig im schweinsgalopp – in eine dritte grosse shitshow hineinmanövriert werden, ziemlich sicher erneut als hauptschuldige. noch wäre etwas zeit, dies abzuwenden. es war beschämend, wie wenige zum letzten ostermarsch überhaupt erschienen sind.

  2. «Die Explosion fand in einer Höhe von etwa 4000 m statt. Der Feuerball der Explosion berührte den Erdboden nicht, obwohl er etwa die Flughöhe des Trägerflugzeuges erreichte. Ursache war die vom Boden zurückgeworfene Druckwelle, die den Feuerball flach und nach oben drückte. Dadurch und durch die reduzierte Auslegung der Bombe hielt sich die radioaktive Verstrahlung in Grenzen. Der charakteristische kurze Strahlungsblitz der eigentlichen thermonuklearen Explosion im Bereich unter 1 Millisekunde sowie der kurz darauf folgende Strahlungsimpuls des Feuerballes im Sekundenbereich wurden von vielen Beobachtungsstandorten aus registriert und vermessen. Trotz bewölkten Himmels war die Wärmestrahlung in 270 km Entfernung spürbar und der Blitz war in 1000 km Entfernung sichtbar. In Norwegen und Finnland zerbrachen Fensterscheiben.[9]»

    Zitiert aus dem Wikipedia-Artikel über die AN602-Wasserstoffbombe, die über Russland zu Testzwecken gezündet wurde.

    Diejenigen, die Russland etwas “zeigen” wollen, können sich ja mal überlegen, was passiert, wenn die Russen zeigen, dass eine solche Bombe über Litauen oder über Deutschland gezündet werden kann.

    1. Die neue Generation westlicher politischer Führungskräfte kennt Krieg nur aus Hollywood und hält sich für die Guten.

      Zur Technik des von Dir beschriebenen: Bei Kernwaffenzündungen in (ausreichend) großer Höhe hält sich die Kontamination fast immer in sehr überschaubaren Grenzen, das hat sachliche Gründe:
      Unvermeidbar nach Stand der Technik sind einige kg Plutonium 239, als Zünder und ggf. Wirkverstärker („spark plug“ im Ulam-Teller Design), die entweder verstreut oder gespalten werden. Das ist schlimme Kontamination, aber halt nur wenige kg Material in einem sehr großen Luftvolumen bzw. über einer großen Fläche verteilt. Zum Vergleich: Der Brennstoffinhalt eines Kernreaktors sind je nach Modell so um die 100 .. 170 _Tonnen_ Brennstoff.

      Die eigentliche Fusionsbombe emittiert dagegen nur elektromagnetische Strahlung und (mehr oder weniger) Neutronen. Die wesentlichen Luftbestandteile Stickstoff 14 und Sauerstoff 16 sind durch Neutronen kaum aktivierbar (Neutronenaktivierung == Erzeugung radioaktiver Kerne durch Neutroneneinfang), weil die Sauerstoffisotope 17 und 18 sowie Stickstoff 15 stabil sind.

      Freie Neutronen haben eine Halbwertszeit von einer Viertelstunde, d.h. wenn die keinen Reaktionspartner finden sind sie auch bald wieder weg.

      Um Mißverständnisse zu vermeiden: die obige Erklärung betrifft nur die Kontamination des Einsatzgebiets solcher Waffen. Die unmittelbaren, d.h. nicht langfristigen Auswirkungen sind doch sehr ernüchternd. Ich empfehle jedem, den ganzen Wikipedia Artikel, mindestens aber den Abschnitt über die Testergebnisse zu lesen:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Tsar_Bomba#Test_results

      Danach sollte eigentlich jeder von der Idee „Russland ruinieren“ geheilt sein, der einen geraden Satz in seiner Muttersprache sprechen kann.

      1. Ergänzend: Das Bombendesign von 1961 kann man, wenn Kontamination egal oder erwünscht ist, in der thermischen Leistung knap verdoppeln indem man die Bombe in einen Uranmantel packt (abgereichert oder natürlich, jedenfalls überwiegend U-238). Die schnellen Neutronen aus den Fusionsreaktionen können Uran spalten. Dabei wird viel Wärme frei und die Menge an radioaktivem Material bemißt sich dann in Tonnen statt in Kilogramm.
        Wenn man annähme, die Beschreibung der Russen durch unsere Kriegsfreunde sei zutreffend müsste man zwingend annehmen, daß die derart optimierte Bomben für einen Gegenschlag verwenden, wenns nur noch um ein Unentschieden geht.

  3. Man [ Mann und Frau und Kind und xyz ] weiß nicht so reicht, was die EU reitet, dass sie Russland schwächen will. – Die
    EU ist tot, schreiben Sie doch besser von der Leyen-Union. Das trifft es .

    1. „Man weiß nicht so recht, was die EU-Staaten reitet, unbedingt Russland schwächen zu wollen, anstatt nach einer Friedensordnung unter Berücksichtigung der jeweiligen geopolitischen Sicherheitsinteressen zu suchen.“
      Doch, man weiß es. Man darf sich nur nicht vom Spiel vor dem Vorhang täuschen lassen, dann sieht man auch, was dahinter gespielt wird.
      Wenn ich vorhabe, wie z B bezüglich Rußland, jemanden zu überfallen, muß ich eine Gefahr von dort konstruieren, damit es wieder heißen kann: Ab 05: 45 Uhr wird zurückgeschossen! Da stehen wir wieder.
      „…. obwohl das Kräfteverhältnis, sieht man von Atomwaffen ab, und die Schwierigkeiten alleine mit der Ukraine dem widersprechen sollte.“
      Das ist eine Milchmädchenrechnung, die keinem genaueren Hinsehen standhält. Rußland wie die SU ist seit Jahrzehnten intervallartiger Bedrohung der Eroberung durch den Westen ausgesetzt und war in der gesamten Zeit gezwungen, sein Militär auf den notwendigen Verteidigungstand zu halten und haz das auch im Wesentlichen geschafft. Die NATO-Kräfte im Gegensatz dazu wurden, wie auch die der USA im (heimlichen) Wissen, keiner Gefahr ausgesetzt zu sein, nicht zur Verteidigung organisiert, sondern zu allem Möglichen, das operativ anstand. Sie sind militärisch desorganisiert für einen großen Krieg.
      Es ist höchstwahrscheinlich, daß im Kriegsfall das blanke Chaos eintreten würde, man sich selbst über den Haufen schießt bzw die störende Bevölkerung.
      Wer immr noch anhand des langsamen Vorgehens Rußlands in der Ukraine auf die Unfähigkeit zum raschen und durchschlagenden Angriff schlußfolgert, hat nicht verstanden, was da abläuft und warum.

  4. Fight to Night ? cool, echt cool. Wer hat dem Manne, dem Militär, diesen Gedan-kenpanzer, vulgo thinktank, zusammen –
    geschraubt ?

  5. Der Franzose will mit dem Polen einen nuklearen Angriff auf St.Petersburg über der Ostsee üben.
    Die Propaganda in Polen ist ganz aus dem Häuschen vor Vorfreude. Die Tatsache, das es dann weder Polen noch Frankreich geben wird, ist denen nicht mehr beizubringen. Die sind so von fanatischem Hass zerfressen, das sie für die Tötung einiger Millionen russischer Menschen die Auslöschung ihrer Länder in Kauf nehmen…

    1. daß die Franzosen gerne den radioaktiven Teil der Übung übernehmen macht diese sicher stolz.
      Für die polnische Führung ist leider anzunehmen, daß mit dieser Übung ein Herzenswunsch in
      Erfüllung geht, und sie akzeptiert, daß bei Realisierung eines solchen Atomaustauschs
      das eigene Volk vernichtet würde, was wiederum bedeutet, daß dessen WERT von der
      polnischen Elite NIEDRIGER eingestuft wird als die erlangte Befriedigung durch diese
      Gewaltausübung. Damit besteht durchaus die Möglichkeit, daß diese Elite sich menschlich
      selbst als nicht sehr wertvoll oder wertvoll genug einstuft. – wie armseelig . . .

  6. SCHON WIEDER EINEN KOMMENTAR
    FÚRS SCHWARZE LOCH IM ANDRO -MEDANEBEL VERFASST ? ? WAS IST DAS FÜR EIN SCHEISS PROGRAMM ?

  7. Was soll eigentlich die ständige Löschung vergleichsweise harmloser Kommentare? Das macht hier langsam keinen Spaß mehr. So fing es bei Telepolis auch an. Und man sieht ja, was dort aus dem Kommentarbereich geworden ist.

    1. „Was soll eigentlich die ständige Löschung vergleichsweise harmloser Kommentare? Das macht hier langsam keinen Spaß mehr. So fing es bei Telepolis auch an. Und man sieht ja, was dort aus dem Kommentarbereich geworden ist.“
      Mobbing ?

  8. Wir leiden darunter, daß besonders die Balten meinen, ihre alten Rechnungen mit der Sowjetunion jetzt mit unsrer Hilfe begleichen zu müssen.

    1. So ist es.
      Und warum sind die Balten in NATO und EU? Genau – weil der Commander in Chief in Washington es so will!
      Um einen Keil zwischen Westeuropa und Russland zu treiben und dafür eignen sich die pathologischen Russlandhasser und Ex-Kollaborateure mit NS-Deutschland hervorragend.
      Allerdings scheinen die einen („zusammen sterben“) geistig minderbemittelt oder schizophren zu sein und die anderen haben offenbar noch nicht geschnallt, wie die Planspiele in Washington aussehen und wie Osteuropa nach einem Angriff auf Russland dann letztlich aussehen würde. Washington hat bereits eine Studie erstellt, wie ein atomar verstrahltes Osteuropa sich auf die Welternährungslage auswirken könnte….

  9. Die Diehl “Defence” GmbH & Co. KG befindet sich in:
    Alte Nußdorfer Straße 13, 88662 Überlingen.
    Die Martin-Buber-Jugendherberge (240 Betten in 60 Zimmern)
    befindet sich in:
    Alte Nußdorfer Str. 26, 88662 Überlingen.
    In wie weit es Sinn machen könnte, diese Jugendherberge ab sofort zu meiden vermag ich nicht zu beurteilen.
    Schönen Abend

  10. Diese plötzliche Zunahme von Atomdrohungen durch die verehrten Forumsteilnehmer, zeigt doch recht eindrucksvoll, dass die Entwicklungen an der Front und im russischen Hinterland, dem Forum nicht verborgen bleibt.

    Da hilft auch keine Augen-zu-und-durch-Mentalität durch die Vorzeigepropagandisten des Kremls.

    Die Wahrheit liegt auf dem Platz.

    1. Der Kommentator Ottono sollte sich mal das Interview mit John Mearsheimer und
      das mit Sergeij Karaganov zu Gemüte führen, anstatt hier herumzuschwurbeln . yeah !

    2. Du wunderst Dich also, dass so viele Kommentatoren sagen, dass Russland eine Atommacht mit thermonuklearen Waffen ist. Wobei Du die Verschwörungstheorie aufstellst, dass das bestimmt “Vorzeigepropagandisten des Kremls” sein müssen. Tatsächlich liegt es an etwas anderem, dass so viele Kommentatoren sagen, dass Russland eine Atommacht mit thermonuklearen Waffen ist. Um genau zu sein, liegt es an zwei Punkten:

      1. Russland ist tatsächlich eine Atommacht mit thermonuklearen Waffen.
      2. Es scheinen noch nicht alle verstanden zu haben, dass das keine Verschwörungstheorie ist, sondern Realität.

      Ich hoffe, es ist nun auch für Dich klarer geworden. Ich habe versucht, es so einfach wie möglich zu erklären, dass bei weiterer Eskalation gegen Russland der thermonukleare Krieg droht. Einfacher kriege ich es nicht mehr hin. Und ich schreibe extra für Dich schon ganz langsam.

    3. Die Ukraine gewinnt seit 4 Jahren „an der Front“. Gleiches macht Russland. Ob man das Eine oder das Andere glaubt, ist irrelevant, denn beides ist seit 4 Jahren gelogen.

      Das, was über die tatsächliche Lage an der Front durchsickert, deutet seit Jahren auf einen Abnutzungskrieg einschließlich praktischem Test von neuen Waffensystemen und der zugehörigen Abwehrmaßnahmen auf beiden Seiten hin. Die Tötung und Invalidisierung hunderttausender Soldaten wird beidseitig billigend in Kauf genommen. Die „Entwicklungen an der Front“ zeigen eben keinen militärischen Sieg einer Seite an. Bisher sind die Opferzahlen im zivilen Bereich gemessen an der Dauer des Krieges noch moderat, auch wenn die Propaganda das negiert. Ändert nichts an der Tatsache, dass jeder Tote, jeder Versehrte egal ob Zivilist oder Soldat einer zu viel ist.

      Problematisch ist aber, dass die Ukraine jetzt über „eigene“ Fernwaffen verfügt, mit denen Ziele im russischen Kernland von ukrainischem Boden aus erreicht werden. Auch eigene größere Lenkbomben sind neu in der ukrainischen Bewaffnung. Natürlich kann gesagt werden, dass das doch total in Ordnung ist, wendet Russland doch seinerseits seit Jahren Fernwaffen an. Trotzdem ist es eine Eskalation.

      Die regelmäßige Fehleinschätzung von Propagandaschreiberlingen auf Niveau des TAGESSCHAU-Forums ist, dass wahlweise Putin/ Putins Russland/ die Russen niemals ihre Selbstzerstörung in Kauf nehmen würden, also die nukleare Drohung nur eine leere Hülle ist. Die Fehleinschätzung beruht hauptsächlich darauf, dass man keinerlei Ahnung hat, was das Regime um Putin kommuniziert und wie groß der Druck aus der Bevölkerung auf dieses Regime ist, diesen Krieg zu beenden. Der Druck steigt mit jedem erfolgreichen Angriff der Ukraine auf russisches Kernland. Allerdings ist der Druck anders geartet, als sicher auch Sie annehmen. Es wird von nicht unerheblichen Teilen in der russischen Bevölkerung und in den russischen Eliten gewünscht, dass die Ernsthaftigkeit der nuklearen Drohung praktisch demonstriert wird. Denn man nimmt sehr wohl wahr, dass die westlichen Eliten wie Ottonos denken und vermutet, dass eine praktische Demonstration im Feld zum Umdenken bewegen könnte.

      Mit den von Ihnen bejubelten technischen Fähigkeiten der Ukraine, parallel mit der immer unverblümteren Zerstörungsrhetorik aus NATO-Kreisen und der Weigerung der europäischen Eliten mit Russland zu sprechen, ergibt sich ein ziemlich toxisches Gebräu. Es ist nicht so sicher, dass Putin so fest im Sattel sitzt. Möglicherweise übernehmen die Ultras auch in Bälde das Kommando. Und diese Ultras glauben spiegelverkehrt das Gleiche wie Sie: niemals werden die Macrons und Starmers atomar antworten oder die NATO ihre Truppen in Bewegung setzen, wenn Russland seine Bereitschaft zum Einsatz von Nuklearwaffen demonstriert. Ohnehin geht man davon aus, dass die USA sich unter jeder Regierung aus der Ukraine und Europa raushalten werden.

      Regelmäßig sind die gleichen Protagonisten, die dem Weltuntergangsszenario durch die Klimaänderungen glauben, die eine Gefahr von rechts für die Weitexistenz UNSERERDEMOKRATIE ausmachen und die selbstverständlich brav an die Wahrheit der Pandemieerzählung einschließlich der Särge in Bergamo extrem sorglos im Umgang mit der Doomsday-Gefahr bei nuklearer Eskalation. Psychologisch ist das ein faszinierendes Phänomen. Ich nennen sie hier mal die Ottonozilie.

    1. Wer ist schon ein Russenfreund, wenn die Russen dein Heimatland überfallen.

      Da wird man nicht viele finden. Und wenn dann findet man sie hier.

        1. Uns nicht, aber Finnland und die Baltischen Staaten.

          Und 2014 die Ukraine, 2022 dann nochmal die Ukraine.

          Das hat alles nichts mit WK 2 zu tun. Das passiert heute.

          Heute sitzt ein anderer Diktator im Kreml. Stalin ist lange tot.

          Die Russlandfans würden gerne aus dem Ukrainekrieg einen großen vaterländischen Krieg machen. Das ist er aber nicht.
          Es ist ein imperialer Eroberungskrieg wie 1939/40 gegen Finnland und die baltischen Staaten. Mehr nicht.

          1. @ Ottone

            Der Plan Barbarossa diente also zur Befreiung Finnlands und der baltischen Staaten?
            Und heute hat alles nichts mehr mit dem WK 2 zu tun?
            Du scheinst was zu wissen, erzähl mal weiter.

        2. Dem möchte ich mit rein historisch gesicherten Fakten widersprechen:

          Es gab den Hitler-Stalin Pakt, der ein Wirtschaftspakt aber auch militärischer NICHT-ANGRIFFS-PAKT war. Dieser wurde von Deutschland 1941 und nicht der UdSSR gebrochen und noch während Güterzüge voller Rohstoffe die Grenze nach Deutschland passierten, passierten Deutsche Panzer die Grenze Richtung Moskau im Zuge des Vernichtungskrieges gegen den „Russen“.

          Deutschland war also scheinbar schon oft wortbrüchig gegenüber Russland und als dann Merkel gar im Dez. 2022 (Zeit-Interview) den von ihr mitverhandelten MinskII Vertrag als reine Täuschung offenbarte, der nie hat umgesetzt werden, sondern allein der Ukraine Zeit zur Aufrüstung verschaffen sollte, ist erstaunlich, dass Putin nur enttäuscht reagierte …. Putin scheint als Softie nur wenig Verständnis in Kreisen der russischen Falken zu geniessen und Gnade uns Gott, wenn solch ein Falke Präsident wird und Deutschland endlich die Rechnung für diese Lügen und über 20 Millionen ermordeter Russen stellt.

          Merz russophobe Aussenpolitik ist völlig geschichtsvergessen wie unverantwortlich gegenüber dem Deutschen Volke und lässt sich allein in Hinblick auf seine Blackrock „Geschichte“ erklären.

    2. Zur Klärung dieses Post-Hinundhers eine kurze Rekapitulation der historischen Fakten:
      1) Die baltischen Länder und Finnland waren vor 1917 Teil des Zarenreichs, und haben schon damals so, wie es bei Minderheiten in den Vielvölkerstaaten üblich war, auf die hegemoniale Ethnie, also die Russen, Aversionen entwickelt.
      Allerdings gab es auch in den baltischen Staaten und in Finnland starke bolschewistische Kräfte. Die Revolution war also nicht etwas, was ihnen „von außen übergestülpt“ wurde.
      2) Im Diktatfrieden von Brest-Litowsk musste die Sowjetrepublik u.a. die baltischen Länder und Finnland an das deutsche Kaiserreich abtreten.
      3) Im Waffenstillstand (zwischen D. und F.) von Compiègne wurde der Vertrag von Brest-Litowsk für nichtig erklärt, den Sowjets aber keine der abgetretenen Gebiete zurückgegeben.
      4) Zu den Versailler Verhandlungen wurden die Sowjets gleich gar nicht eingeladen. Die baltischen Staaten und Finnland wurden zu selbständigen Staaten erklärt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, etwa der Art, dass es das Kalkül der Siegermächte war, deren angestammte Russophobie für den Kampf gegen die Sowjets zu instrumentalisieren. Entsprechend wurden die baltischen Länder dann auch als Basis für die westlichen Invasionen im russischen Bürgerkrieg genutzt.
      5) Im 2.WK nutzte Hitlerdeutschland das Baltikum (ebenso wie die Ukraine) als Aufmarschgebiet gegen die SU. Dabei kam ihnen (im Baltikum noch mehr als in der Ukraine) zu pass, dass sich die Russophobie leicht in eine Unterstützung für die deutschen Invasoren ummünzen ließ.
      6) Als Resultat des 2.WK wurde das Baltikum in die SU eigegliedert und Finnland zur Neutralität verpflichtet.
      7) In der vom Westen in die SU gesendeten Propaganda (Radio Free Europe u.ä.) wurde der baltische Nationalismus als Bestandteil der antisowjetischen Propaganda heftig angeheizt.
      8) Im Zuge der Auflösung der SU gehörten die Balten zu den ersten, die sich für national unabhängig erklärten, und wurden von den NATO-Mächten postwendend als Bollwerk gegen Russland ausgebaut.
      — Fazit:
      a) Es stimmt, dass die Balten im 2.WK zu großen Teilen begeisterte Anhänger von Nazi-Deutschland waren.
      b) Es stimmt nicht, dass die Balten jemals (jedenfalls nicht mehr seit der Jahrhunderte zurückliegenden Annexion durch das Zarenreich) von Russland bedroht oder gar angegriffen worden wären.
      c) Es stimmt, dass die Balten mehrheitlich eine Russophobie hegen, und dass diese bis auf den heutigen Tag von den NATO-Mächten instrumentalisiert wird.

  11. …inklusive der Vernichtung der eigenen Bevölkerung, samt Nichten, Schwagern, der eigenen Ehefrau und
    ihrer dicken Kinder. Wie konnte sich zeitgleich in etlichen Ländern ein komplett geisteskranker Machtapparat entwickeln.
    Es bleibt die Hoffung, dass die drei Elefanten sich gegenseitig versichert haben Europa über die Klinge gehen zu lassen, ohne dass diesmal wieder die ganze Welt in Flammen aufgeht.

  12. zu den Balten
    Focus berichtet heute dass Nato-Kampfjets über Estland eine ukr drohne abgeschossen haben

    In Lettland ist die Ministerpräsidentin zurückgetreten , nach dem zwei ukr Drohnen abgestürzt sind und auch
    eine Explosion verursacht haben.

    Pistorius hat für die Bundeswehr einen Beförderungsstopp für Unteroffiziere verkündet.
    Find ich gut. Das wird den Aufbau der „kriegstüchtigkeit“ beeinträchtigen.

  13. Es ist nicht ganz klar, was sich die Russen von „Kaliningrad“ vulgo Ostpreußen versprechen. 1945 hatten sie den stärksten Gegner aller Zeiten in seine Schranken gewiesen, was sie wohl zu einem gewissen Hochmut verleitete. Sich Ostpreußen als Kriegsbeute anzueignen, kann man ja noch verstehen. Nicht zu verstehen ist jedoch, warum sie die Hälfte davon an Polen verschenkten, denn Polen war nie Freund der Russen, giG. Und ebenso unverständlich ist, daß sie 1945 ihre Position der Stärke nicht nutzten, um das „Baltikum“ ihren regionalen und strategischen Interessen entsprechend zu gestalten, heute würde kein Hahn mehr danach krähen, ein paar Grenzverschiebungen mehr oder weniger nach dem gewaltigen Krieg. Diese beiden Fehler kommen die Russen noch teuer zu stehen – und uns auch.

    1. @ EU? Nein danke!

      Nicht zu verstehen ist jedoch, warum sie die Hälfte davon an Polen verschenkten, denn Polen war nie Freund der Russen, giG.

      Doch, das ist zu verstehen, wenn man weiß, dass schon vor WK2 etwa die Hälfte der Einwohner im südlichen Teil Ostpreußens polnischstämmig, masurisch oder litauisch war, während es im Nordteil fast keine Polen gab!

  14. Genau diese Art von Rhetorik ist es, die einen Krieg wahrscheinlicher macht, auch wenn vielleicht niemand offen sagt, dass er ihn will.

    Wenn ein Außenminister eines NATO-Staates öffentlich davon spricht, man müsse den Russen zeigen, dass man ihre „kleine Festung“ Kaliningrad durchdringen könne, dann ist das keine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik mehr. Kaliningrad ist russisches Staatsgebiet, militärisch hochsensibel und strategisch zentral. Moskau kann solche Aussagen nicht einfach ignorieren, ohne selbst innen- und außenpolitisch Schwäche zu signalisieren.

    So entsteht eine Eskalationsspirale: Die eine Seite nennt es Abschreckung, die andere Seite versteht es als Angriffsvorbereitung. Darauf folgen Gegenmaßnahmen, Drohungen, Manöver, Aufrüstung, hybride Aktionen — und irgendwann reicht ein Fehler, ein Missverständnis oder ein übereifriger Akteur, um aus Rhetorik Realität werden zu lassen.

    Für mich ist genau diese sogenannte Abschreckungslogik Teil des Problems. Frieden entsteht nicht dadurch, dass man der anderen Seite immer lauter erklärt, wie schnell man ihre Stellungen zerstören könnte. Das mag kurzfristig nach Stärke klingen, ist langfristig aber politischer Sprengstoff. Gerade gegenüber einer Atommacht ist diese Denkweise brandgefährlich.

    Wer Frieden in der Region sichern will, muss aus dieser Logik heraus. Es braucht Diplomatie, Gesprächskanäle, Sicherheitsgarantien, Verhandlungen und die Bereitschaft, der Gegenseite zumindest wieder eine offene Hand zu reichen. Nicht aus Naivität, sondern weil es realpolitisch kaum eine andere Möglichkeit gibt, langfristig Stabilität zu schaffen.

    Das Problem ist doch gerade, dass sich westliche Politiker immer tiefer in eine Sprache hineinreden, aus der sie kaum noch ohne Gesichtsverlust herauskommen. Wer ständig von Sieg, Stärke, Durchdringen, Kapitulation und militärischer Überlegenheit spricht, macht Diplomatie irgendwann zur Schwäche. Und genau das ist der eigentliche Wahnsinn.

    Wer Frieden will, redet anders. Wer so redet, zündelt im Munitionslager — und nennt es Sicherheitspolitik.

    1. @ n.b. 22 Uhr 11 : in der 1999 vereinbar-ten ‚Charta von Paris‘ ist das schön ver –
      einbart. Das sollten sich die Kriegstreiber
      wieder zu Gemüte führen

      1. @bismark
        „Das sollten sich die Kriegstreiber wieder zu Gemüte führen“
        Warum sollten die Kriegstreiber das tun so sie denn den Krieg wollen?

        Es liegt an jedem Einzelnen von uns die Kriegstreiber daran zu hindern!

    2. n.b
      „Genau diese Art von Rhetorik ist es, die einen Krieg wahrscheinlicher macht, auch wenn vielleicht niemand offen sagt, dass er ihn will.“

      Die Absicht ist klar, sie wollen Russland zum ersten Schlag provozieren und dann stellen sie es als Verteidigungsfall dar um ihre eigene Bevölkerung für den Krieg zu motivieren. Vermutlich gehen sie davon aus es wird kein nuklearer Krieg.

      Die Fehlannahme des Westens besteht darin Russland würde mit Panzern und Soldaten kommen aber das hat Russland gar nicht nötig da kein Interesse seitens der Russen besteht Land zu erobern.
      Letztendlich würden ein paar Raketen reichen um Deutschland und Europa auszuulöschen und dann wäre Schicht im Schacht!

      Dobrindt will nun für 10 Milliarden Euro Bunker bauen lassen (als ob die etwas nutzen würden ), THW, Rotes Kreuz, Krankenhäuser. Kommunen, etc. werden für den Krieg vorbereitet. So agiert man nicht wenn man Frieden haben will.

      Allein Bevölkerungen die geschlossen NEIN sagen und ihre Politiker in die Pilze schicken können diesen Irrsinn beenden.
      Ist es denn so schwer die kleine Wort NEIN auszusprechen oder sind wir schon so degeneriert den kollektiven Selbstmord zu befürworten?

      John Mearsheimer: Auf dem Weg zum totalen Krieg mit Russland und Iran
      https://www.youtube.com/watch?v=ieCmMNCbmXo

    3. „NATO-Staat“ ist schon ein ulkiger Begriff. Unser Staat ist demokratisch legitimiert, die NATO ist das nicht, sie ist eine echte NGO. Solche Begriffe wie eben „NATO-Staat“ haben sich in unsere Sprache hineingewieselt.

      Und das Problem mit unseren „westlichen Politikern“ ist, daß sie keine Verantwortung übernehmen, durch das ständige Personalkarussell sind sie kurze Zeit später weg und der Nachfolger im Amt kann sagen, daß er für die Fehler des Vorgängers nicht verantwortlich ist. Keine Verantwortung, kein Gewissen, keine Ehre. Und meist auch keine Ahnung.

  15. Sollte die NATO nervös und unruhig werden und versuchen, in bzw. aus den baltischen Staaten starke Provokationen gegen das russische Oblast Kaliningrad zu inszenieren, was sehr wahrscheinlich und hauptsächlich von Großbritannien und seinen Vasallen gesteuert sein dürfte, dann wird Russland das schwerlich ignorieren können. Die britische Absicht, Kaliningrad zu übernehmen, stammt u.a. aus dem Jahr 1996, als sie es ebenfalls versuchten. Aber niemand sah damals Putin kommen, der den Plan vereitelte. Jetzt versuchen es die Dumm-Tommies es erneut. Ernsthafte Konsequenzen ihrer Bestrebungen scheinen die wohl nicht einzuplanen.

  16. Bislang hatte ich gedacht, dass Russland versucht würde, als Antwort auf die Angriffe aufs russische Hinterland minimal invasiv ein paar Drohnenfabriken bei uns zu zerstören. Bis ich dieses Video gesehen habe

    https://www.youtube.com/watch?v=M0fQsI6L6Lo

    Polyanski ist der russische Botschafter bei der OSZE und was er da in ruhigem Ton gesagt hat, lässt es mir kalt den Rücken herunter laufen. Wie ich sein Statement interpretiere (und im Unterschied zur Karaganow hat er tatsächlich ein offizielles Amt inne, und damit auch die Aufgabe eines offiziellen Sprachrohrs der Regierung) , wird Russland versuchen, uns mit einem Hiroshima-Moment aufzuwecken, höchstwahrscheinlich nicht nuklear, aber doch so fürchterlich in einer plötzlichen, massiven shock-and-awe-Aktion, dass es uns zum Einlenken zwingt, so wie die USA das mit Japan gemacht haben. Womit wir rechnen müssen: Zerstörung aller großen Flughäfen, Güterbahnhöfen, über den Rüstungstransporte laufen, Autobahndrehkreuzen, Sprengung von großen Speicherkraftwerken, Gasspeichern usw., Rückgang der Wirtschaftsleistung von 10 oder 20% von einem Tag auf den anderen. Ob die Regierung den Rückhalt der Bevölkerung hat, eine solche Krise durchzustehen ???? Der Iran ist einiges gewöhnt, aber wir? Unser Bundeskanzler heißt im Moment nicht Helmut Schmidt. Wenn wir auf den Aufschrei der internationalen Gemeinschaft hoffen, könnten wir eine böse Überraschung überleben. Die USA und Israel haben solche Aktionen mit ihrem massiven Angriff gegen den Iran jetzt „gesellschaftsfähig“ gemacht. Wenn wir schreien, wird der Rest der Welt mit den Schultern zucken und sage: Eure Freunde machen das doch auch. Wir haben dadurch genug eigene Probleme unsere Leute zu ernähren, weil uns der Dünger fehlt. Seht zu wie ihr klarkommt.

    Wenn Russland ein paar Drohnenfabriken zerstört, wird das uns nicht zum Einlenken bringen. Nur die volle Dröhnung, das große Besteck wird das vollbringen. Ich habe im Moment das gleiche Scheiß-Gefühl, dass ich im Dezember 2021 hatte. Der Westen hatte gerade alle russischen Vorschläge zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vom Tisch gewischt, Putin und Lawrow sitzen sich mit versteinerten Gesichtern an diesem riesigen langen Tisch im Kreml gegenüber. Putin fragt Lawrow, ob eine diplomatische Lösung noch möglich sei. Lawrow antwortet „Es gibt immer einen diplomatischen Weg“ – aber sein Blick sagt etwas ganz anderes. Das war natürlich inszeniert, aber die Botschaft war klar. Zwei Monate marschierte Russland in die Ukraine ein. Genau das war die Absicht der NATO-Staaten. Genau damit hatte man gerechnet. Russland ist am 24.2.2022, an einem Donnerstag einmarschiert. Am 28.2.2022, also am folgenden Dienstag, waren bereits sämtliche Sanktionen gegen russische Medien in Kraft, mit allen Paragraphen, mit jedem Punkt und Komma. Die Brüsseler Bürokratie mit 26 Mitgliedsstaaten hätte das niemals an einem Wochenende beschlossen. Das lag fix und fertig in der Schublade. Ob heute die Antwort auf einen massiven Angriff auf die EU – und ganz besonders Deutschland – auch fix und fertig ist, da habe ich große Zweifel.

    Wir sollten eine weitere Eskalation, die diesmal gerade Deutschland mit voller Wucht treffen wird, unter allen Umständen vermeiden. Deswegen schreibe ich mir gerade die Finger wund, obwohl ich eigentlich überhaupt keine Nachrichten mehr verfolgen wollte. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich weiß ja nicht, was der BND den ganzen Tag so treibt, jetzt wäre auf jeden Fall der richtige Moment, um den Bundeskanzler darüber zu informieren, wie verdammt ernst die Lage ist. Polyanski spricht in dem Interview ein gut zu verstehendes Englisch, da findet sich beim BND sicher jemand, der diese Sprache spricht.

    1. Deine Einschätzung finde ich ausgesprochen klarsichtig. Vielen Dank dafür!

      Das Polyanski-Interview wie auch einige andere zuvor habe ich ebenfalls gesehen. Dmitry Polyanski war erster stellvertretender russischer Botschafter bei der UN inklusive Sicherheitsrat und ist dann zur OSZE abberufen worden.

      Meine Empfehlung ist anstatt Prognosen aus dem eigenen Verständnis heraus abzugeben, die bestehenden (Haupt-)Optionen der russischen Führung inklusive des Pro und Contras für jede Option gegenüberzustellen und dann vielleicht noch Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen.

      Das Szenario das Du beschreibst ist EINE der bestehenden russischen Optionen, nicht die einzige. Allerdings teile ich Deine Einschätzung, dass Optionen wie weiter passiv bleiben oder eine symbolische Zerstörung von ein paar Dronenfabriken kein nennenswertes Pro in die Waagschale bringen können und letztere lediglich den Startschuss für die ungestörte endgültige Überführung unseres Landes in den Totalitarismus via Spannungs- oder Verteidigungsfall geben würde.

      Dazu kommen die historischen Erfahrungen Russlands und der Sowjetunion mit Deutschland und der in der UN Charta verankerte kritische deutsche Status als Feindstaat der unserem Land eine feindselige Politik gegenüber Siegermächten der zweiten Weltkriegs absolut verbietet und jeder Siegermacht bei Zuwiderhandlung das Recht einräumt, OHNE Anrufung des Sicherheitsrates militärische Maßnahmen gegenüber unserem Land zu ergreifen.

      Eine Änderung der deutschen, EU-europäischen und Nato-Politik gegenüber Russland ohne enorme Verwerfung würde ich ausschließen, so dass sich die von Dir beschriebene realistische Option lediglich noch in mehrere Unteroptionen aufsplittet je nach von der russischen Seite als notwendig erachteten Vorbereitungen und dem als angemessen erachteten Ausmaß der europäischen Provokationen gegen Russland. Ich schätze, allerspätestens mit einer von Deutschland angeführten oder massgeblich mitgestalteten Seeblockade in der Ostsee ist der Point of no Return erreicht.

      „Wir sollten eine weitere Eskalation, die diesmal gerade Deutschland mit voller Wucht treffen wird, unter allen Umständen vermeiden.“

      So wünschenswert das ist, können und werden wir das unter den gegebenen Machtverhältnissen und der Zersplitterung der mit der Politik in unserem Lande Unzufriedenen nicht.

      „Ich weiß ja nicht, was der BND den ganzen Tag so treibt, jetzt wäre auf jeden Fall der richtige Moment, um den Bundeskanzler darüber zu informieren, wie verdammt ernst die Lage ist.“

      Leider fürchte ich, dass Friedrich Merz für die Hinarbeitung auf genau dieses Szenario als Bundeskanzler installiert worden ist und verweise auf meinen Kommentar unter Florian Rötzers letzten Artikel in dem ich angeführt habe, dass es offensichtlich das politische Ziel dieser Bundesregierung ist, einen russischen Angriff auf unser Land zu erzwingen.

      Selbst wenn Merz zu dem Schluss kommen sollte, dass die bevorstehenden Schäden erheblich größer zu werden drohen als möglicherweise kalkuliert, bezweifle ich stark / schließe ich aus, dass er selbst wenn er das wollte die Macht hätte, die bereits vor Jahren angelaufene und gut geölte Kriegserzwingungsmaschinerie zu stoppen.

      Und doch denke ich wie Du, konzentriert sich die verbleibende Hoffnung auf die zuletzt sterbende Hoffnung genau darauf, dass das Bewusstsein über das mögliche gigantische Ausmaß der Zerstörung plötzlich Kräfte freisetzen oder mobilisieren könnte, die den Widerstand gegen die Kriegspolitik der Regierung auf welchen Ebenen auch immer spürbar verstärken dürften.

      Noch einmal danke für Deinen Beitrag!

      1. Danke auch von mir. Man steht schlicht ratlos da, wie dieser Hass und diese Verblödung in so relativ kurzer Zeit so radikal weite Teile der Bevölkerung erfassen konnte.
        Es ist erstaunlich wie viele Menschen man um sich hat, die entweder der Propaganda glauben oder die einfach völlig desinteressiert an diesen bedrohlichen Entwicklungen sind.

  17. Fragmentarisches zum Verständnis
    Die mediale Inszenierung des Ukrainekriegs, insbesondere die derzeit fast täglich zunehmende irrige Propaganda, die Ukraine könne in diesem Krieg militärisch obsiegen und Russland hätte die Intention Nato-Länder und insbesondere Deutschland militärisch zu attackieren, ist in erster Linie eine moralische Agitation, um die Solidarität und Opferbereitschaft der Öffentlichkeit für die Milliardenflüsse in die Ukraine aufrecht zu erhalten. Des Weiteren lässt sich so das wirtschaftliche Desaster Deutschlands respektive Europas (und, in einem größeren Bild, teilweise auch das der USA) von der Erstinszenierung „Corona“ nun nahezu lückenlos in das Zweitszenarios des Krieges „erklären”; ein angeblich unverschuldet und unerwartet von außen hereingebrochener Notstand folgt dem nächsten. Das Deutschland und die Europäische Union schon vor Corona pleite waren, wird dabei ebenso verdrängt wie die Tatsache, dass Energiekrise und Inflation in der Klima-, Haushalts- und Währungspolitik wurzeln, und nicht in „Russlands Krieg”. Die Propaganda trichtert Deutschen jedoch ein, zuerst China (Corona) und nun der Kreml mit dem Ein-Mann-Feindbild Putin seien an allem schuld.

    Zur Propaganda gehört übrigens auch die Ausblendung und Verschleierung der fragwürdigen Vorgeschichte des aktuellen Konflikts, der nicht am 24. Februar 2022 mit der Invasion seinen Anfang nahm. Ohne an dieser Stelle näher und explizit auf die historischen Details einzugehen, sei noch einmal an Folgendes erinnert: Mit dem „Maidan-Putsch” im Februar 2014 („Euromaidan”) wurde die legitim gewählte, prorussische Janukowytsch-Regierung in Kiew gewaltsam abgesetzt und durch eine prowestliche ersetzt. Es handelte sich um einen faktischen Putsch, ohne den die weiteren Abläufe – von der Krim bis zum Donbas – nicht zu verstehen sind. Geschichte beginnt nicht erst an dem Datum, das denen, die sie manipulieren wollen, in den Kram passt.

    Der Drang zu einfachen Antworten
    Aber genau das wollen Menschen: Klare, einfache Ursachen. Leicht erkennbare Feindbilder. Inwieweit diese richtig oder falsch sind, spielt keine Rolle. Tatsache ist übrigens: Millionen Ukrainer werden nicht mehr in das korrupte Armenhaus Ukraine zurückkehren. Und egal, wie es dort weitergeht: Die Amerikaner haben bereits (zu) viel von dem erreicht, was sie mit dem bewusst geschürten oder zumindest sehenden Auges in Kauf genommenen Ukraine-Konflikt umsetzen wollten. Die „westlichen“ Sanktionen gegen Russland führten in einer bemerkenswerten Rückkopplung zu einer Beschleunigung der wirtschaftlichen Schwächung Europas und insbesondere Deutschlands als Wirtschaftsstandort. Dass die amerikanische Regierung nicht nur von der erzwungenen Gaskrise profitiert, sondern in der Folge der Wirtschaftskrise nun schamlos und ganz direkt international aufgestellte deutsche Firmen abwirbt und diesen in den USA allerlei Standortvorteile verspricht, zeigt, wie respektlos und abfällig dort über die Protagonisten der deutschen Politik gedacht wird – und diese Einschätzung ist offensichtlich richtig.

    Weder die Vertreter der deutschen Regierung noch deren etablierte Oppositionspolitiker sind im Stande, die einfachsten Zusammenhänge der amerikanischen Strategiepolitik zu erkennen. Allenfalls Renegaten des politischen Tagesgeschäfts oder Realoppositionelle – vor allem Politiker der ausgegrenzten AfD – scheinen noch klar denken zu können und sind zum Widerspruch fähig. Da der Rest des politischen Spektrums jedoch in Tateinheit mit den Massenmedien und insbesondere dem deutschen zwangsfinanzierten Staatsfunk die AfD erfolgreich kaltgestellt haben und gegen abweichende Meinungen zur Russland-Ukraine-Politik der Bundesregierung ebenfalls die üblichen Anfeindungs- und Ausgrenzungsmethoden erfolgreich angewandt haben, nützt dieser Widerstand jedoch letztendlich wenig bis nichts.

    Medien-Lügen
    24/7 wird journalistisch schamlos gelogen. Tatsache ist: Russland attackiert keine zivilen Ziele. Das Ziel russischer Raketen war und ist weiterhin die Energie- und Infrastruktur der Ukraine. Offensichtlich sind zivile Strukturen Energie- und Infrastruktur nah. Ähnliche Propagandalügen über angeblich gezielte russische Angriffe auf die Zivilbevölkerung der Ukraine, oftmals unkritisch von der ukrainischen Regierung übernommen, verbreiten ARD, ZDF, vor allem aber auch „n-tv“ und „RTL-News”, neben vielen weiteren fast täglich.

    Schwarz-Weiß-Bilder der „Deutschen Wochenschau” früherer Kriegszeiten werden nun farbig zwangsfinanziert : Hier wird, durch freiwillig gleichgeschaltete Medien, ein neues Einheitsfeindbild für „schlicht informierte“ Hasserfüllte präsentiert, die wie Fliegen auf ein Stück Scheisse reagieren. Wohl bekomm’s – wobei der Unterschied der ist, dass Fliegen Mist immerhin sinnvoll verwerten können, während diese Mediengläubigen an der ihnen vorgesetzten „Geistnahrung” letztendlich wirtschaftlich zu Grunde gehen. Man kann die Sichtweise Russlands zumindest nachvollziehen, sieben Jahre lang hochoffiziell von Deutschland, Frankreich, den USA, dem kompletten „Wertewesten“ und der Ukraine vollständig hingehalten oder getäuscht worden zu sein (Stichwort Minsk II). Und sowohl Merkel als auch Hollande hatten es 2022 selbst bestätigt.

    Dazu folgende Daten: Politischer Einfluss beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk – hier ist Ihre Kritik berechtigt. Eine aktuelle Studie der Otto-Brenner-Stiftung zeigt, dass der politische Einfluss in den Aufsichtsgremien weit über die gesetzlich vorgesehenen Grenzen hinausgeht: Während formal höchstens ein Drittel der Mitglieder staatsnah sein darf, lassen sich bei Betrachtung der Parteizugehörigkeit 41 Prozent der Rundfunkratsmitglieder politischen Parteien zuordnen, beim ZDF sind es 60 Prozent, in den Verwaltungsräten 53 Prozent, beim ZDF sogar 83 Prozent.
    Einheitlichkeit der Ukraine-Berichterstattung – Die von der Otto-Brenner-Stiftung finanzierte Untersuchung kam zum Ergebnis, dass in FAZ, Süddeutscher Zeitung, Spiegel, ARD und ZDF 93 Prozent der Beiträge Russland als „alleinigen“ Verantwortlichen für den Kriegsausbruch sahen. Es wurde festgestellt, dass „tatsächlich sehr einheitlich über den Krieg berichtet“ wurde.

    Osterweiterung der NATO
    Die geografische Ausdehnung des westlichen Bündnisses ist kein Deutungsmuster, sondern eine nachprüfbare Tatsache.
    Die Fakten sind eindeutig:
    1999: Polen, Tschechien und Ungarn treten der NATO bei, womit das Bündnis erstmals an die Grenzen der ehemaligen Sowjetunion vorrückt. 2004: Mit der Aufnahme von Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Slowenien und den drei ehemaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen überschreitet die NATO diese Grenze. Weitere Erweiterungen: 2009 folgten Albanien und Kroatien, 2017 Montenegro, 2020 Nordmazedonien und nach dem Beginn des Krieges 2023 Finnland und 2024 Schweden. Das westliche Bündnis ist seit dem Ende des Kalten Krieges Stück für Stück näher an die russische Grenze herangerückt und hat sich weit über das ursprünglich vereinbarte Gebiet ausgeweitet.

    Ohne Waffenlieferungen wäre die ukrainische Verteidigung sehr früh zusammengebrochen, der Krieg wäre früher zu Ende gegangen, es hätte deutlich weniger Tote und Versehrte gegeben. Das ist reine Kausalität.

    Die NATO liefert Waffen, Geheimdienstinformationen, Satellitendaten, finanzielle Unterstützung, bildet Soldaten aus – ohne eigene Truppen zu entsenden. Russland kämpft de facto gegen die gesamte militärische und wirtschaftliche Ressourcen des Westens, nur dass diese Ressourcen von ukrainischen Soldaten eingesetzt werden. Das ist die Definition eines Stellvertreterkriegs.

    Der polnisch-US-amerikanische Politikwissenschaftler und Politikberater Zbigniew Kazimierz Brzeziński (1928–2017) brachte es in seinem Buch „Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft” (im Original: „The Grand Chessboard”) bereits 1997 auf den Punkt: Im zweiten Kapitel („The Eurasian Chessboard”) heißt es dort recht apodiktisch: „Die Ukraine wird neutral oder sie wird zerstört.” Hintergrund dieser Einschätzung war Brzezińskis Einschätzung, die US-amerikanische Außenpolitik sei grundsätzlich imperialistisch ausgerichtet, und zwar völlig losgelöst vom jeweils amtierenden Präsidenten.
    Was Brzeziński nicht konkret ahnte, ist die Tatsache, dass letztendlich West-Europa nicht nur für die USA zum ausführenden Aggressor wird, sondern diese Aggression existentiell braucht, um die Bevölkerung mit Krieg „zu bespielen“, damit die westliche Politik von dem eigenen wirtschaftlich-sozialen Untergang ablenken kann.

    Wenn einfache Aussagen gewünscht sind, dann kann man es so sprachlich „eindampfen“… direkte Kausalkette: Keine NATO-Erweiterung nach Osten, kein Krieg in der Ukraine. Diese Position teilen übrigens auch westliche Realpolitiker wie George F. Kennan (der die Erweiterung 1997 als „tragischen Fehler“ bezeichnete) und Henry Kissinger.

    Letztendlich gibt es strategisch bewährte Totalitarismusinstrumente um die Bevölkerung staatlich zu kontrollieren…
    Der französische Philosoph Michel Foucault argumentiert in seinem Klassiker »Überwachen und Strafen« (1975), dass eine Seuche die perfekte politische Herrschaft ermögliche, weil sich der Staat der Körper bemächtigen könne… Jüngst Corona, jetzt (irrational) erzeugte Kriegs-und Klimaangst…

    1. Kannst du mir bitte mal erklären, welches das ursprünglich vereinbarte Gebiet der NATO sei soll? Wo wurde das vereinbart und in welchem Vertrag wurde das festgelegt?

      1. https://history.state.gov/milestones/1945-1952/nato#:~:text=The%20North%20Atlantic%20Treaty%20Organization,security%20against%20the%20Soviet%20Union.
        „Unterzeichnung des Brüsseler Vertrags
        Die westeuropäischen Länder waren bereit, eine kollektive Sicherheitslösung in Betracht zu ziehen. Angesichts zunehmender Spannungen und Sicherheitsbedenken trafen sich Vertreter mehrerer westeuropäischer Länder, um ein Militärbündnis zu gründen. Großbritannien, Frankreich, Belgien, die Niederlande und Luxemburg unterzeichneten im März 1948 den Brüsseler Vertrag. Dieser Vertrag sah eine kollektive Verteidigung vor; sollte eine dieser Nationen angegriffen werden, waren die anderen zur Verteidigung verpflichtet. Gleichzeitig führte die Truman-Regierung die Wehrpflicht in Friedenszeiten ein, erhöhte die Militärausgaben und appellierte an den traditionell isolationistischen republikanischen Kongress, ein Militärbündnis mit Europa zu erwägen. Im Mai 1948 brachte der republikanische Senator Arthur H. Vandenburg eine Resolution ein, die dem Präsidenten nahelegte, einen Sicherheitsvertrag mit Westeuropa anzustreben, der zwar der Charta der Vereinten Nationen entspräche, aber außerhalb des Sicherheitsrates, in dem die Sowjetunion ein Vetorecht besaß. Die Vandenburg-Resolution wurde angenommen, und die Verhandlungen über den Nordatlantikvertrag begannen.

        Trotz allgemeiner Einigkeit über das Grundkonzept des Vertrags dauerte es mehrere Monate, die genauen Bedingungen auszuarbeiten. Der US-Kongress befürwortete zwar das internationale Bündnis, war aber weiterhin besorgt über die Formulierung des Vertrags. Die westeuropäischen Staaten wünschten sich die Zusicherung, dass die Vereinigten Staaten im Falle eines Angriffs automatisch intervenieren würden, doch laut US-Verfassung lag das Kriegsrecht beim Kongress. Die Verhandlungen zielten darauf ab, eine Formulierung zu finden, die die europäischen Staaten beruhigen, die Vereinigten Staaten aber nicht zu einem Handeln verpflichten sollte, das gegen ihre eigenen Gesetze verstieß. Zudem würden die europäischen Beiträge zur kollektiven Sicherheit umfangreiche Militärhilfe der Vereinigten Staaten erfordern, um den Wiederaufbau der Verteidigungsfähigkeit Westeuropas zu unterstützen. Während die europäischen Staaten individuelle Zuschüsse und Hilfen forderten, wollten die Vereinigten Staaten die Hilfe an eine regionale Koordinierung knüpfen. Ein dritter Streitpunkt war die Frage des Geltungsbereichs. Die Unterzeichnerstaaten des Brüsseler Vertrags bevorzugten eine Beschränkung der Bündnismitgliedschaft auf die Mitglieder dieses Vertrags sowie die Vereinigten Staaten. Die US-Unterhändler waren der Ansicht, dass eine Erweiterung des neuen Vertrags um die nordatlantischen Staaten, darunter Kanada, Island, Dänemark, Norwegen, Irland und Portugal, von größerem Nutzen wäre. Gemeinsam besaßen diese Länder Gebiete, die eine Brücke zwischen den gegenüberliegenden Ufern des Atlantischen Ozeans bildeten und im Bedarfsfall militärische Aktionen erleichtern würden.“

        also nochmal zum Verständnis……

        „Die Unterzeichnerstaaten des Brüsseler Vertrags bevorzugten eine Beschränkung der Bündnismitgliedschaft auf die Mitglieder dieses Vertrags sowie die Vereinigten Staaten. “

        dagegen bevorzugten die USA die Erweiterung…..

        Und….heute steht das Bündnis an der Westgrenze Russlands, um was zu erreichen? Die Antwort finden Sie da, wo Sie absolut nicht hingucken wollen!

  18. Werfen wir doch einmal einen Blick auf das „größere Bild“!

    Niemand hat „seine“ Agenda für die NEUE WELTORDNUNG auf Eis gelegt. Die Entwicklung dorthin verläuft wie geplant. Doch um sie zu verwirklichen, muss man die Alte zerstören, und genau das geschieht gerade.

    Die Kontrolle über globale Öl-, Gas- und Düngemittelvorräte usw. ist eines der obersten Ziele. Eine weltweite Hungersnot ist fest eingeplant und wird derzeit vorbereitet oder eingeleitet, ebenso wie der Zusammenbruch der Volkswirtschaften der einzelnen Länder. Es zeichnen sich auch neue „Epidemien“ am Horizont ab…

    Das dürfte die Weltbevölkerung zwar ordentlich reduzieren, aber nicht in dem gewünschten Ausmaß. Dafür braucht man einen richtigen, zerstörerischen Weltkrieg, in dem Hunderte Millionen bis einige Milliarden auf einen Schlag umkommen würden, und der dieses Mal – und da geht es wieder los – von wem sonst als von germanischen Kreaturen (mit)ausgelöst wird.

    Im Laufe der Geschichte haben sie sich als das geeignetste Volk für solche Unternehmungen erwiesen – leichter als die meisten anderen durch gehirnverfickende Propaganda zu militarisieren, gehorsam gegenüber höherem Befehl, leicht zu kontrollieren und von Natur aus aggressiv. Genau deshalb wurden sie immer wieder dazu benutzt, große Kriege zu beginnen.

    US Amerika steht bereits so gut wie unter der erforderlichen Kontrolle, und was das alte Europa angeht … das wird durch die sich unerbittlich steigernde PROVOKATION Russlands erreicht werden (wieder einmal unter Einsatz Deutschlands, wenn auch nicht alleine) – damit Russland Europa in einem Vergeltungsschlag angreift und so dabei hilft, die alte Welt zu zerstören, damit die neue eingeführt werden kann, nachdem die Asche abgekühlt ist und sich der Staub gelegt hat.

    Wie uns von „ihnen“ bereits mitgeteilt wurde, soll die Weltbevölkerung von Milliarden „nutzlosen Essern“ auf etwa 500 Millionen Sklaven reduziert werden – die sich durch die allgegenwärtige KI leicht kontrollieren lassen werden. Das ist die AGENDA, an der „sie“ ununterbrochen arbeiten, um diese abgrundtief böse Dystopie in „unserer schönen Welt“ zu verwirklichen. „Sie“ haben sogar Bücher darüber geschrieben, und an ihren Plänen hat sich seitdem nichts geändert.

    Die russische Führung ist sich all dessen sehr wohl bewusst und muss hier mit äußerster Vorsicht vorgehen, und nicht zuletzt deshalb darf es niemals irgendwelche „reflexartigen“ russischen Reaktionen geben, wenn man bedenkt was auf dem Spiel steht.

    Die Zielauswahl muss absolut stimmen und die Zielgenauigkeit äußerst präzise sein. Aber es bleibt immer noch ein „Spannungsfeld“ und es kann immer noch eine nukleare „Büchse der Pandora“ öffnen, die, einmal geöffnet, nicht wieder geschlossen werden kann.

    Die allermeisten Menschen verstehen diese Vorsicht nicht, oder gar die Tatsache, dass Russlands Führung die entscheidendste Entscheidung aller Zeiten treffen muss – und um diese Position ist sie wahrlich nicht zu beneiden.

    Aber Russland hat keine anderen Optionen mehr! Die Diplomatie ist tot, was bleibt, ist eine harte, schmerzhafte Vergeltung, die kommen wird. Das steht außer Frage.

    Was sich jetzt entwickelt, ist dieser existenzielle „biblische“ Kampf zwischen Gut und Böse, und wir sind „auserwählt“ ihn live mitzuerleben.

    Leider sehen die allermeisten Menschen nicht, was diese satanischen Möchtegern-„Herren des Universums“ für sie planen, die die Menschheit, wie wir sie kennen, zerstören wollen – um an ihrer Stelle ihre utopische und satanische neue Weltordnung zu schaffen in der SIE die Götter sind…

    Der Kern dieser Zusammenfassung ist die Antwort von „Katerina“ auf einen meiner letzten Kommentare auf Andrei Martyanovs Blog. Ich habe mich dazu entschieden, sie zu übersetzen und ein wenig nachzubearbeiten, da ich finde, dass der Text eine wirklich gute Orientierungshilfe darüber darstellt, worum es in dem was die meisten isoliert als „Krieg in der Ukraine“ oder „Krieg gegen den Iran“ betrachten in Wirklichkeit beziehungsweise im größeren Zusammenhang geht.

    1. Das ist gut zusammengefasst. Man darf diesen Hintergrund nicht vergessen. Es klingt zwar etwas fantastisch, aber schon einer der alten Griechen sagte das Wahre entziehe sich dem Erkennen durch seine Unglaublichkeit.
      Wer es genau hat kann gerne das Zitat mit Autor im Wortlaut hier ergänzen.

  19. Gute Nacht Europa.
    Ein Kontinent, der sich einst Frieden, Diplomatie und Verständigung auf die Fahnen geschrieben hat, redet heute fast nur noch über Aufrüstung, Abschreckung und Kriegstüchtigkeit. Wer deeskalieren will, gilt als naiv, wer immer neue Waffen fordert, als verantwortungsvoll. Genau diese verdrehte Logik macht vielen Menschen Angst.

    Während die Bevölkerung mit Unsicherheit, Inflation und Zukunftsängsten kämpft, treiben politische Eliten die Eskalation immer weiter voran, als gäbe es bei einem Konflikt mit einer Atommacht überhaupt Gewinner. Man hat manchmal das Gefühl, Europa marschiert sehenden Auges in eine gefährliche Konfrontation hinein und nennt das dann Sicherheitspolitik.

  20. Das ist ein Spiel mit dem Feuer.
    Wenn man die Russen besiegen möchte, wird es einen Atomkrieg geben.
    Spekuliert man darauf, dass die Russen im Angesicht einer Niederlage tatenlos bleiben?
    Das wäre nicht gefährlich und dumm, das wäre total irre.
    Einen Atomkrieg werden wir nicht überleben. Niemand in Europa.

  21. Dumme Leute halten sich oft für schlau, haben aber das entsprechende Auftreten, deshalb finden sie sich oft in „Eliten“.

  22. Es ist offensichtlich: Die Ukraine, Polen und die baltischen Zwergstaaten Estland, Lettland und Litauen versuchen mit allen Mitteln die Nato in einen Krieg gegen Russland hineinzuziehen, wie sollte die Ukraine sonst den Krieg gegen Russland gewinnen können.

    Sollte es aber tatsächlich zu einen Krieg Nato-gegen-Russland kommen, den Russland verlieren würde, dann wird Deutschland die Niederlage Russlands nicht überleben, denn die Russen werden nicht vergessen, wer in der EU, ausser den baltischen Staaten, am meisten gegen Russland gehetzt hat.

    1. Ich frage mich, wer denn „die NATO“ ist, die man reinziehen will? Ich glaube, du meinst die USA, die USA soll „all in“ gehen. Aber Trump will und macht es nicht. Und warum macht er es nicht, er hat doch all die Waffen?

      Eben nicht! Trump macht es nicht darum, weil er kein ehrbarer Demokrat und Freiheitskämpfer ist, sondern weil ihm nach drei Kriegen (Ukraine, Gaza und Iran) die Waffen fehlen. Darum erhalten wir auch keine Tomahawks und darum können die Europäer auch bestellen und bezahlen, wenn sie die Ukraine beliefern wollen, aber die Lieferung kommt später.

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