Wien, die heißeste Stadt

Typische Wiener Hausfassade im Sommer 2026, die Bewohner versuchen mit Silberfolien die unerbittliche Sonneneinstrahlung abzuschirmen. Bild: Frank Jödicke

Das Thermometer kletterte am 4.8.2026 in Wien Stammersdorf auf 41 Grad im Schatten. Hitze, Trockenheit und Waldbrände im Stadtgebiet machen die Folgen der Klimakrise in der ehemals „lebenswertesten Stadt der Welt“ für alle mehr als spürbar. Lösungen sind nicht in Sicht.

Im Jahr 2026 hat es insbesondere im Osten Österreichs viel zu wenig geregnet. Normalerweise würden die Hitzewellen des Sommers (Wien erlebt seine dritte) das Wasser aus dem Boden saugen. Die dadurch entstehende Verdunstung kühlt. Es ist aber kein ausreichendes Wasser mehr im Boden, das verdunsten könnte.

Die Wiener Lobau ist ein am südöstlichen Rand der Stadt gelegenes Auenland. Nominell wäre es somit feucht, aktuell ist es in Brand geraten. Feuerwehren rückten aus, um den Vegetations- und Waldbrand schnellstmöglich einzudämmen.

In dem Naturschutzgebiet befindet sich nämlich auch der Ölhafen Lobau mit einem Großtanklager. Ein Übergreifen der Flammen auf die Anlage hätte wohl zusätzliche katastrophale Folgen und eine dicke, schwarze Brandwolken von brennendem Erdöl würden die Zwangsmetapher Lobau unschön abrunden.

Gutes Beispiel Lobau

Die Lobau ist nämlich seit Jahren ideologischer Kampfplatz. Die Stadtregierung lobt sich gerne selbst wegen der artenreichen Naturoase im Stadtgebiet und betont ihren Wert als Naherholungsgebiet.

Die Stadtregierung in Wien hat nur eine einmalig merkwürdige Weise ihre Liebe zur Natur zu zeigen. Weil die Sumpfgewächse und Vogerln einem unbedingt nötigen Autobahnring im Wege sind und weil man heute einfach nicht mehr als Vollbetonierer dastehen will, soll die Lobau untertunnelt werden.

Menschen mit entsprechendem Know-how wiesen jahrelang auf die ökologischen Folgen einer Untertunnelung hin (es zeigt sich, was unter der Erde ist, steht im Zusammenhang mit dem Oben) und überhaupt wurde die Sorge artikuliert, wie neuen Autobahnmeilen mit Energie- und Verkehrswende, zu der man sich ja auch in Wien verpflichtet hat, in Verbindung zu bringen sind.

Jahrelange Proteste nützten nichts, der Autobahntunnel wird gebaut, obwohl er für viele Expertinnen weder wirtschaftlich noch verkehrstechnisch viel Sinn ergibt. Die Bereitschaft der Stadt, tiefgreifende Änderungen im Kampf gegen die Klimakatastrophe zu wagen, wäre damit allerdings ausreichend illustriert. Im Sommer 2026 steht nun das Naturschutzgebiet also in Flammen. Vielleicht kann man es danach einfach betonieren und spart man sich das Tummelgraben.

Wassersorgen

Wien hat anders als viele Gemeinden in Österreich eine gute Wasserversorgung, aber auch in Wien wird das Wasser knapp. Die Wasserkraftwerke Österreichs, die dem Land jahrzehntelang eine europaweit gute Ökobilanz mit hohem Anteil erneuerbarer Energie beschert haben, müssen abgeschaltet werden oder fahren nur mir mit verminderter Leistung.

Auch dies wieder eine unschöne Krisenmetapher. Auf Österreichs Wasserkraft hatte man sich verlassen und deswegen gedacht, man könne sich den Ausbau anderer erneuerbarer Energiequellen sparen. Sehen doch auch hässlich aus, diese Windräder.

Jetzt hat man den Scherbenhaufen, weil sich – konnte das irgendwer vorhersehen? – in den prognostizierten immer heißeren Sommern Stauseen und Flüsse leeren. In Wien haben Hydrologen Grundwassertemperaturen von 25 Grad Celsius gemessen. In Österreich wären zehn Grad normal. Inwieweit dies die Mikroorganismen belastet, die Österreich Grundwasser – übrigens unentgeltlich – reinigen, wird sich zeigen.

Tatsache ist, der Katastrophensommer 2026 müsste auch dem letzten Menschen in Austria vor Augen führen, dass das angebliche wasserreiche Land in großen Schwierigkeiten ist und es jetzt dann wirklich einmal an der Zeit wäre, etwas zu ändern. Aber danach sieht es nicht aus.

Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig von der ÖVP strahlt die Selbstsicherheit des Kapellmeisters auf der Titanic aus und ist sich gewiss, der nächste Regen kommt bestimmt und dann haben die Leute den Spuk auch wieder vergessen. Die enormen Ernteausfälle und die damit verbundenen steigenden Verbraucherpreise und die steigende Energiekosten durch die Kraftwerksausfälle könnten im Herbst allerdings ärgerlich werden. Aber alles nichts, dass ein festes Gewächs aus dem Bauernbund groß zum Umdenken bewegen würde.

 Weitere Notmaßnahmen

Derweil sieht es in der Stadt Wien schlecht aus. Als Info für die geneigten Leserinnen und Leser, die den Wien-Touristikern nicht schmecken wird: Kommen Sie jetzt nicht nach Wien! Es ist wirklich schrecklich hier.

Die dichtbebaute, historische Stadt speichert die Hitze zwischen Mauern und Asphalt. Die Wiesen sind braunverbrannt auf die Straße begeben sich tagsüber nur mehr die, die müssen. Gesundheitsorganisationen warnen auch junge und gesunde Menschen vor dem Aufenthalt im Sonnenlicht. Nicht dass es anderenorts in Europa viel besser aussähe, aber Wien ist aufgrund seiner Baustruktur einfach besonders schlimm.

Die Stadt wurde eben in die falsche Klimazone gebaut. Heutige Versuche, dies zu korrigieren, schlagen nur langsam an. Ja, man hat mehr Bäume gepflanzt. Aber dies in einer possierlichen Weise. In den elendslangen Parkspuren der Autos (den wahren Herrschern der Stadt) wurde so in einigen ausgewählten Straßen jeder vierte Parkplatz aufgegeben und mit einem Baum versehen.

Den kleinen unversiegelten Umraum, den der Baum zum Überleben braucht, dürfen Anwohner mit Blumen begrünen – herzig. Unterm Strich scheint es, dass jeder Parkplatzverlust ein harter Kampf war. Heute rufen Pensionisten dazu auf, mit der Gießkanne insbesondere die Jungbäume zu wässern, damit die in der Sommerhitze 2026 jetzt nicht krepieren.

Auf Wiens Hydranten setzt die Stadtverwaltung kleine Wasserduschen. Ganze hundert Stück gibt es davon für zwei Millionen Einwohner. Man darf bei der Stadt anrufen und sich die Installation wünschen. Dann emittiert das Stangerl zwischen 12 und 18 Uhr einen leichten Sprühnebel, der das „Mikroklima verbessert“. Muss man der Stadt lassen, sie findet immer neue Bilder für die Verzweiflung.

Selbstverständlich ändert der Sprühnebel nichts. Hartgesottene Kinder, die es in der Hitze noch aushalten, freuen sich 93 Sekunden lang über den „Wasserspaß“. Ansonsten wurde die Frage laut, ob das nicht Wasservergeudung sei. Nein, ist es nicht, denn der Sprühnebel verbraucht nicht viel – gut zu wissen.

Die erste schlimme Hitzewelle ereilte die Stadt bereits im Juni. Zu einem Zeitpunkt also, als noch die Schulen in Betrieb waren. Die Kinder hatten ungefähr 33 Grad im Klassenzimmer, was vermutlich mit einem gewissen Leistungsrückgang einherging. Jetzt verspricht die Stadt im Einklang mit der Bundesgesetzgebung Maßnahmen zu ergreifen.

Man will bürokratische Hürden für den Einbau von Klimaanlagen in Gemeindebauten (die im „roten Wien“ von großer Bedeutung sind) und in öffentlichen Gebäuden erleichtern. Das hat ein bisschen was von Endzeitwitzfilm.

Wiens „Plan“

Also hier die Kurzzusammenfassung: Die politischen Entscheider in Stadt und Land wissen jahrzehntelang von der aufkommenden Bedrohung durch die Klimakatastrophe. Die Energie- und Verkehrswende wird propagiert, aber mehr oder weniger nicht umgesetzt, weil man den politischen Gegendruck fürchtet.

In Wien werden ein paar Parkplätze durch Bäume ersetzt und man schraubt einige PV-Anlagen auf Kindergärten (wofür man sich dann übrigens jedes Mal ausgiebig feiern lässt). Es gibt durchaus zusätzliche Radwege und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, allerdings schafft man auch hier keinen strukturellen Umschwung.

Bis heute haben Straßenbahnen keine Vorfahrt und stehen mit den Autos im Stau. Und ja, man will eine neue Stadtautobahn samt Tunnel unter dem Naturschutzgebiet bauen, als wollte man sicher gehen, dass alle Ökomaßnahmen in ihrer Gesamtwirkung wieder negiert werden.

So und jetzt will man die Gebäude der Stadt schnell mit Klimaanlagen vollpflastern und das nur ja nicht bürokratisch. Heißt übersetzt, es wird sich niemand mit Nachhaltigkeitskriterien aufhalten. Die Energiebilanz, namentlich von nachträglich eingebauten Klimaanlagen ist verheerend. Und wie soll der zusätzliche Strombedarf gedeckt werden? Mit Wasserkraft?

Der Wildwuchs an Klimageräten ist jetzt in Wien bereits zu sehen, die Schnorchel der Klimageräte hängen überall aus den Fenstern. Wer die vollkommen überhitzten Straßen in Wien entlang geht, kommt zuweilen in den Strahl eines solchen Apparates und darf das Erlebnis genießen, in schweißtreibender Hitze nochmals angeföhnt zu werden.

Die Klimageräte können schließlich nichts anderes tun, als die Hitze aus Innenräumen in den Stadtraum zu verlagern. Chinesische Forschungen haben ergeben, dass der Straßenraum durch die Abwärme von Klimageräten um bis zu 18 Grad erhitzt werden kann. Das wären dann also knapp sechzig Grad über dem Asphalt von Wien. Da bleibt einem dann nichts anderes mehr übrig, als in den klimatisierten SUV zu steigen und die Flucht in den nächsten Autobahntunnel anzutreten.

Frank Jödicke

Frank Jödicke, Autor und Journalist. Studium der Malerei & Grafik, sowie der Philosophie in Wien und London. Chefredakteur des Magazins skug. Schreibt für verschiedene österreichische und internationale Magazine. Im Bündnis alternativer Medien (BAM!) bemüht er sich um die Vernetzung unabhängiger Journalist*innen in Österreich. Als Herausgeber zuletzt: „Bürokratiepolitiken“, Sonderzahl; Wien 2021.
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45 Kommentare

  1. Nur Physikleugner und Klimaleugner behaupten so was:

    Lösungen sind nicht in Sicht.

    Oder wartet der Autor immer noch auf das Eintreten der Vorhersagen eines Fritz Vahrenholt von vor 15 Jahren das es kälter werden wird?

    1. „Lösungen sind nicht in Sicht … “
      … aber es gibt doch soviele Windräder! Würde man die alle auf V-max laufen lassen, hätten wir zumindestens Wind. Dann wäre es etwas erträglicher als bei stehender Luft! 😜

      Oder Klimaanlagen draußen installieren … auch ’ne Möglichkeit?! ☺️

    2. „Lösungen sind nicht in Sicht. …“

      Brauchst‘ dich nicht mehr aufregen, wir haben`s verkac.t. Muss ja alles dem Profit unterworfen werden im Kapitalismus. Lösungen _hätte_es_gegeben_, wenn wir früh genug angefangen hätten. Die Wissenschaft hat aber schon Mitte des letzten Jahrzehnts eine deutliche Beschleunigung des Temperaturanstieg festgestellt und jetzt wieder. Im Nachhinein lässt sich das inzwischen sehr gut berechnen, indem man die wesentlichen Faktoren innerhalb des Systems wie El Ninio, Vulkanismus usw. herausrechnet.

      Tue mir gerade die neuesten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema an (antun ist das richtige Wort dafür), habe ich schon einige Zeit nicht mehr gemacht. Die den Temperaturanstieg dämpfenden Aerosole aus den Schiffsdieseln wurden massiv unterschätzt. Jetzt, da die Schiffe nicht mehr viel davon ausstoßen dürfen, wird deren Wirkung erst so richtig sichtbar. So müssen die Folgen unseres tuns massiv nach oben korrigiert werden.

      Für Leute mit starken Nerven verlinke ich diesen Text von einer ganzen Reihe führender Wissenschaftler, der aber bewusst so verfasst ist, dass er auch für Laien verständlich ist, sein sollte.

      https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00139157.2025.2434494#abstract

  2. Muss man immer alles so negativ sehen und schlechtreden? Die Eiscreme-, Sprühnebel- und Klimaanlagenhersteller freut die Hitze und die Trockenheit sicherlich. Wobei die Hitze das eine und die Trockenheit das andere ist, aber das eine zweifelsohne mit dem anderen zu tun hat. Es gibt aber auch Insekten und Schlangen, die Trockenheit und Wärme lieben.

    Und ein bekannter deutscher Politiker aus der ehemaligen DDR würde vermutlich sagen: Für die Freiheit muss man auch mal schwitzen können.

    Die Zukunft des Homo sapiens 🧑‍🤝‍🧑 wird spannend ⚡ werden wenn z. B. das Gletschereis der Alpen 🏔️ vollständig abgeschmolzen ist. Ich bin mir ziemlich sicher, diese Zukunft wird spannender, autoritärer und totalitärer werden als sich das viele Menschen 2026 nicht nur in Wien vorstellen können, denn der Markt und die Marktwirtschaft regelt das schon. Allerdings ist der Kapitalismus mit seiner „schöpferischen Kraft der Zerstörung“ knallhart. Da überleben nur die Härtesten. Aber man soll ja nicht alles schlechtreden. Das wäre auch schlecht für das Wirtschaftswachstum und wir brauchen Wirtschaftswachstum. Wovon sollen die Menschen denn die vielen Klimaanlagen bezahlen?

    1. Die Zukunft wird spannend werden wenn der Golfstrom abreisst.
      Länder wie USA, Russland und auch die Reeder setzen darauf das die Nordpassage eisfrei wird, das verbilligt die Transporte über See und bietet Möglichkeiten der Rohstoffausbeutung.
      Ich bekomme die Krise wenn ich Klimakrise höre oder lese. Durch das ständige Gejammere und die damit einhergehende Panikmache verhindert die Lösung.

  3. Mal eine Frage: wenn 100 Windräder je 5 MW Energie aus Wind entnehmen, wie viel kinetische Energie entnehmen die dem Wind? Und welche Folgen hat das für den Wind hinter den Anlagen? Leider hat jede Energieerzeugung nicht nur Vorteile. Das Gleiche gilt im übrigen für Wasserkraft. Eine Talsperre hat einen gewissen Effekt, zehn einen viel größeren Effekt, und zwar nicht unbedingt einen positiven. So ist es auch bei Windkraft. Besonders in Naturschutzgebieten und Wäldern haben Windkraftanlagen nichts zu suchen. Denn dort haben sie einen negativen Effekt auf die Umwelt. Was wir dringend angehende müssen, ist die Reduzierung des Ressourcenverbrauches. Das geht durch Vermeidung von zuviel unnützer Produktion, und da hätte ich einen Bereich: das Militär.

    1. @ Gunther um 18 Uhr 15 : In der Tat: die Verringerung des Rohstoff Verbrauches
      ist das Um und Auf. Schmidt Bleek hat für die deutsche Bundesregierung Merkel das am Beispiel Auto vorexerziert und ein Konzept für das MIPS Auto vorgelegt. Das verschwand in einer Schublade .

  4. Mal ernsthaft, welche Lösungen wären denn realistisch? Jede zweite Häuserzeile in den Städten abreißen und begrünen? Absurd, wo sollen die Menschen hin? Parkplätze in Grünflächen umwandeln? Schön und gut, aber die Parkplätze gehören zu den ökonomischen Zwängen der Bewohner. Die 15 Minuten Stadt als Alternative? Der schlimmste Selbstbetrug überhaupt, man kutschiert die Äpfel aus Neuseeland heran, und feiert sich, daß man sie im Umkreis von 15 Minuten kaufen kann. Zudem hat man dann trotzdem das Problem, daß sich alles auf noch engerem Raum zusammenballt und genau die Probleme verursacht, die man jetzt laut bejammert.
    Also was jetzt? Und ans Gesamtsystem mit dem kapitalistischen Wachstumszwang will ja eh niemand ran.

    1. Das eine gute Frage, die zu beantworten ziemlich wichtig sein könnte.
      Am naheliegensten ist natürlich die „Berliner Methode“: Reden und beten, Steuern und Abgaben erheben und sich auf den Krieg mit Russland vorzubereiten. Das ist bestimmt die beste, sonst würden sie die ja nicht anwenden?
      Aus Paris wurde berichtet, dass sie zum Beispiel die Ufer von Gewässer verkehrsfrei machen, weil die messbar kühler sind und man Menschen ohne Auto den Zugang und Aufenthalt ermöglichen will. Dann wollen sie viele Bäume setzen. Stimmt schon, das dauert aber um so eher muss man anfangen. Bin vorhin mit dem Rad durch die großen DDR- Siedlungen im Osten Berlins ins Zentrum gefahren. Die sind nicht nicht wirklich schön, aber verdammt grün und dadurch, dass die Häuser nicht so eng stehen, hat es so was wie Wind.
      In meinem Beitrag schreibe ich auch, das man wieder -wie in der Frühantike – das vorhandene Wasser bewirtschaften sollte und ich denke, dass Klimaanlagen sehr bald auch in unseren Breiten üblich werden.
      Ich will jetzt überhaupt nicht den Eindruck erwecken, ich wüsste, was zu machen wäre. Gibt bestimmt sehr viel klügere Ideen. Nur man müsste sich, da bin ich mir sicher, von der unrealistischen Idee trennen, wir wären in der Lage, den Klimawandel zu stoppen oder gar umzukehren. In einem Land, dass es nicht schafft, seine Züge pünktlich fahren zu lassen, dessen Brücken einstürzen, auf einem Kontinent, auf dem man ernsthaft glaubt, Kriege führen zu können. Nein, werden wir nicht und können wir nicht. Bewässerungsgräben auszuheben und Bäume zu pflanzen, das traue ich uns noch zu. Aber vielleicht ist auch das noch zu optimistisch.

  5. “ Die Wasserkraftwerke in Österreich müssen [wegen des niedrigen Wasser-standes ] abgeschaltet werden oder fahren nur mit verminderter Leistung. [Zitatende].

    Wo fahren die bloß hin, die Wasserkraft-werke, die abgeschaltet werden mussten ? Kennt der Autor ein abgeschaltetes ?

    1. Fahren ist in diesem Kontext: Im Betrieb sein. Wasserkraftwerke kann man am einfachsten ein- und ausschalten, man muss den Wasserstrom nur durch die Turbine oder an ihr vorbei leiten. Alle anderen Kraftwerke dauern länger, bis sie hochfahren.

  6. Was sofort (!) geht, ohne viel Geld und Aufwand, ist : südseitige Fenster wie abgebildet, mit Sonnenschutzfolie aus –
    statten. Noch besser : außenliegende Rollläden. Das aber geht nicht von heute auf morgen. UND : hat sich das Mauer -werk aufgeheizt, nützen Jalousien auch nichts mehr. Königsweg: Begrünung . Dauert aber J a h r e .

  7. Die Stadt wurde in die falsche Klimazone gebaut“.

    Sollen uns bei den Alten Römern be -schweren? Die werden Beschwerden abschmettern. Klimazone ? Noch nie gehört.

    Vindobona lag damals an einem amazo -nas-artigen Fluss mit Seitenarmen so weit das Auge reichte. …..

  8. Die Aussage, dass Klimageräte – von welchen Mengen mit welchem Energieeinsatz ist da die Rede? – die Außentemperatur um 18 Grad erhöhen können, ist mehr als irritierend. Ich lasse mir das gern mal erläutern, halte es aber einfach für falsch.
    Ich bin nun nicht der begeisterteste Leser des Autoren, stimme ihm hier aber in vielem zu. Ob der Klimawandel ein natürlicher Prozess oder durch die Industrialisierung verursacht wird, kann man gern diskutieren. Aber er kommt, ist nicht aufzuhalten und schon garnicht umzukehren. Man muss sich darauf einstellen. Ich glaube, dass die in Wien dann eher in der Lage sind als in Berlin, wo die amtierende Administration, die in dieser peinlichen Wahlwiederholung ans Ruder kam, das ganze jahrelang erarbeitete Radwegkonzept auf Eis legte und die Verwaltung intern anwies, dass kein Radweg gebaut werden darf, wenn auch nur ein einziger Parkplatz verloren geht. Verkehrspolitisch werden wir durch eine unerklärte sehr große Koalition von SPD/ CDU/AFD regiert. Wien hat in den vergangenen Jahren richtig viel in die Straßenbahn investiert . Wir haben in dieser Zeit eine Straßenbahnlinie und eine U-Bahnlinie verlängert. Das war es, während die Bevölkerung um mehrere hundertausend Menschen wuchs. Parkplätze begrünen, wie es der Autor aus Wien berichtet? Dann bricht hier der Krieg aus, ohne dass ein einziger Russe nochmal den weiten Weg auf sich nehmen muss.

    Dass die arme DDR ein ziemlich umfassendes System der Be- und Entwässerung für die Landwirtschaft hatte, wird auch kaum noch bekannt sein. Gut, Leser von telepolis wissen es vielleicht auch, weil da vor einiger Zeit ein kluger und informierter Artikel erschien, der das beschrieb und wie man den Zonenmüll verkommen ließ. Ein guter Freund, der Meliorations-Ing gewesen ist, neigt, wenn er nach dem dritten Bier darauf zu reden kommt, zu sehr sehr harten Urteilen über den Unverstand, der sich da zeigte.
    Die ersten Hochkulturen im Zweistromland entstanden, weil es gelang, das Wasser zu bewirtschaften. Vielleicht verschwinden wir als Hochkultur, weil wir zu blöde sind, gleiches zu leisten.

    1. @2011 Zitat: „Aber er [der Klimawandel] kommt, ist nicht aufzuhalten und schon gar nicht umzukehren.“

      Umkehren lässt sich dieser Prozess sicherlich nicht und aufhalten kann man ihn auch nicht mehr, weil die Ursachen dafür, falls ein Teil des Klimawandels menschengemacht ist und wer außer den Fans von Donald Trump will das bezweifeln, schon Jahrzehnte zurückliegen.

      Aber man könnte diesen Prozess hinauszögern und da wären wir dann beim entscheidenden Punkt. Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler will das nicht und das gilt nicht nur für die Wählerinnen und Wähler in Deutschland. Das wollen sogar die deutschen Grünen nicht oder ist die Aufrüstung der Bundeswehr etwa „klimaneutral“? Diese Doppelmoral ist das Dilemma der Demokratie.

      Der brillante Kabarettist Volker Pispers formulierte das schon vor 20 oder 30 Jahren folgendermaßen, auch wenn sich diese Quintessenz auf die Wirtschafts-, Steuer und Sozialpolitik bezog und nicht auf die Klimapolitik: Es findet sich in der Demokratie offenkundig keine Mehrheit für eine Politik, von der 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger profitieren und die oberen 10 Prozent, die im Geld und Vermögen schwimmen, nicht ärmer werden.

      Zitat: „Vielleicht verschwinden wir als Hochkultur, weil wir zu blöde sind, gleiches zu leisten.“ – Das kann man nicht ausschließen. Dem Klima ist das zweifelsohne egal. Diese „Hochkulturen“ haben in den vergangenen 5.000 Jahren nicht gelernt, dass Frieden besser ist als Krieg. Aus welchem Grund sollte das beim Klimawandel anders sein?

      Man kann das auch knallhart formulieren: Der Homo sapiens ist ein unbehaarter Affe, dessen Großhirn im Laufe der Evolution dem Kleinhirn technologisch davongelaufen ist. Aber das Kleinhirn sagt dem Großhirn immer noch, wo der Affe hinlaufen soll. Wenn das Kleinhirn sagt: renn mit dem Kopf gegen die Mauer, dann sagt das Großhirn zum Kleinhirn vielleicht: das könnte aber wehtun. Aber der Affe rennt trotzdem weiter. 🦍 💨🧱💥🤕

      1. Dass „Klimapolitik“ von den Teilen der politischen Klasse propagiert wird, die sich ernsthaft auf einen Krieg vorbereiten und glauben, dass man ihn führen und sogar gewinnen kann, steigert deren Akzeptanz ganz gewiss nicht.
        Ungeachtet dessen wäre auch eine „Klimapolitik“, oder sagen wir eine Umweltpolitik denkbar, die macht, dass Menschen dadurch besser leben. Klares Wasser, saubere Luft, funktionierende Övis statt täglicher Stau. Keine vollgeparkten lauten Innenstädte. Eine Wohnungsbau -Politik, die es Menschen ermöglicht, in der Nähe des Arbeitsplatzes bezahlbar zu wohnen. So in der Art. Schätze, damit könnte man auch Skeptiker erreichen.
        Real aber passiert das Gegenteil. Neue Steuern und Abgaben werden erhoben und diskutiert. Verhaltensvorschriften geplant, weitere gefordert : Esst kein Fleisch, wascht euch weniger, wohnt enger zusammen, macht weniger Urlaub, drängt euch in die verkommenen, unzuverlässigen und unterdimensionierten öffentlichen Verkehrsmittel. Lebt schlechter. Wenn das dann noch von den Teilen der politischen Klasse vorgetragen wird, die Genderasmus und Wokeschismus predigen, also für jeden halbwegs klar Denkenden hochgradig als Schwachsinn zu erkennende Thesen, ist Ablehnung unvermeidlich.
        Dass man Besseres von rechtskonservativen Neoliberalen erwartet, die versprechen, dass alles so bleiben kann, ist vielleicht nicht sehr klug. Verständlich aber ist es.

  9. Nicht korrekt.
    Messstelle Stammersdorf ist sogar der ZAMG zu heiß. Der Wert schafft es garantiert nicht in die Statistik
    Grundwasser aktuell in Wien Ost 16°.
    Ist schon schlimm genug die Hitze, aber man soll doch die Kirche im Dorf lassen.

  10. „Klimakrise“, „Klimakatastrophe“, „Energiewende“ – trallala und hoppsassa.
    Wenn man so etwas liest, kann man jeglichen wissenschaftlich mit Fakten begründeten Gedanken schon mal außen vor lassen, denn hier herrscht reinste Polemik, „grüne“ Bildungsferne und Emotionen statt Wissenschaft.

    Mehr als 40°C gab es auch schon vor über 100 Jahren in einigen deutschen Städten im Sommer und der Rhein war zum Beispiel 1921 weitaus trockener als aktuell,
    von der Jahrtausenddürre und -hitze von 1540 ganz zu schweigen, als es von Februar bis Dezember fast keinen Tropfen regnete…
    Daher: bildungsfernes Geschwurbel, wenn man der Meinung ist, mit der „Energiewende“ könnte man solche Großwetterlagen und das Klima beeinflussen.

    1. Das man sich total blamiert wenn man auf uralte Ereignisse zugreifen muss um seine Ideologie zu rechtfertigen kommt einem Physikleugner und Klimaleugner natürlich nicht in den Sinn.

    2. @Hermes335: Wenn Sie von „bildungsfernem Geschwurbel“ reden, dann sollten Sie am besten mal in den Spiegel sehen.
      Ansonsten: 1278 oder so war es auch schon mal extrem trocken und heiß und blablubb…

      1. Wie die historischen Wetteraufzeichnungen Mitteleuropas zeigen, gab es solche und schlimmere Dürren in Mitteleuropa seit vielen Jahrhunderten regelmäßig
        1226 1330 1366 1387 (der war so heiß und trocken, das noch sich noch spätere generationen daran erinnerten) 1473 1483 ( Der Sommer ist sehr trocken. Von Michaelis (29. September) bis Johanni (24. Juni 1484) hat es weder geregnet noch geschneit.) 1493 1540 (Es fiel 38 Wochen lang kein Regen.) 1556 1590 1606 1608 1656 1657 1669 1684 1727 1800 1810 1811 1822 1846 1857 1858 1865 (alles Kleine Eiszeit) 1911

        Wir haben weder Missernten noch akuten Wassermangel, nur einen politisch- ideologisch getriebenen Medienhype

        1. @yamxs Das erklärt aber nicht den massiven Schwund der Gletscher in den Alpen und nicht nur in den europäischen Alpen. Das ist weltweit so. Oder waren die Alpengletscher 1590 oder 1727 oder 1858 auch schon mal vom Eis befreit ⛰️? Und 1911, das war drei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, ist dann der große „Eismann“ 🥶 gekommen und hat zusammen mit seiner wunderschönen Frau, der Frau „Schneeflocke“ 🌨️, die Berge dann wieder mit Eis und Schnee 🏔️ bedeckt?

          Wenn die Alpengletscher z. B. 1590 oder 1727 oder auch 1858 schon mal schnee- und eisfrei gewesen wären und 1911 dann wieder mit Schnee und Eis bedeckt waren, dann müsste das doch jemandem aufgefallen und das historisch dokumentiert sein. Kennen Sie da irgendwelche Quellen, Aufzeichnungen, Belege oder historischen Dokumente?

          Auf der Seite gletscherarchiv gibt es dagegen zahlreiche Fotovergleiche, die den massiven Gletscherschwund belegen, aber das sind selbstverständlich „grüne“ Fakes und „bildungsfernes Geschwurbel“. Zitat: „In den Alpen ist der Gletscherschwund besonders gut untersucht: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts … bis Mitte der 1970er Jahre verloren die Alpengletscher im Durchschnitt etwa ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihres Volumens.“

          Vom „Großen“ Aletschgletscher gibt es Fotodokumente aus den Jahren 1973, 2000 und 2025, die zeigen, wie klein der „Große“ Aletschgletscher in den Schweizer Alpen inzwischen geworden ist und das nicht in 500.000 oder 50.000 oder 5.000 oder 500 Jahren, sondern in den vergangenen 50 Jahren.

          Es gibt aber auch schon vor der Erfindung der Fotografie einige historische Gemälde, die den Gletscherschwund vor allem des Schweizer Grindelwaldgletschers zeigen, weil das ein sehr beliebtes Motiv für Landschaftsmaler war.

          PS: Ich bin zwar kein Anhänger dieser „Grünlinge“, aber spitz wie Nachbars Lumpi 👉📍 👀 auf Ihre logisch schlüssige „Erklärung“, die Sie sicherlich dafür haben. Aber erzählen Sie bitte nicht, dass der Gletscherschund überhaupt nichts mit dem Klima zu tun hat oder dass 2029 oder 2033 oder 2036 oder 2040 oder 2041 oder vielleicht auch 2044 wieder der große „Eismann“ 🥶 (oder der „Russe“?) kommt und zusammen mit Frau „Schneeflocke“ 🌨️ die Berge in den Alpen dann wieder mit ganz viel Eis und Schnee bedecken wird.

          1. Was bedeutet „vom Eis befreit“? Natürlich werden die Gletscher kleiner als heute gewesen sein. Leider hat keiner damals nachgemessen. Won Hanibal mit seinen Elefanten damals im römischen Koimaoptimum über die Alpen kam, ist bis heute noch unklar, der Pass liegt offensichtlich immer noch unter dem Eis. Wir kommen aus der sogenannten Kleinen Eiszeit, einer massiven Abkühlungsphase, die maßgeblich das Hochmittelalter beendete und bis ins 19Jh reichte. Gerade in dieser Abkühlungsphase gab es vermehrt Dürren, den eine Erwärmung des Klimas hat nicht automatisch größere Trockenheit zur Folge, ganz im Gegenteil. Seit die globale Temperatur steigt, ergrünen auch die Wüsten Europas langsam wieder. Die Sahara ist nicht trocken, weil es dort heiß ist, sondern es ist heiß, weil es so trocken ist. Eine Begrünung könnte auch dort die Temperatur senken, wie es , auch in der mesnchlichen Geschichte, vorgekommen ist. Als dioe Pyramiden gebaut wurden, war dort, wissen wir heute, eine Gras- udn Buschsteppe, durchzogen von kleineren Flüssen. Alle frühen Hochzivilisationen sind in Warmzeiten entstanden, Sumerer, Hethiter, Agypter, Griechen, Rom usw, und Klimabakühlungen haben oft ihren Untergang herbeigeführt, zumindest große Krisen wegen zunehmender Trockenheit und darauf fogender Missernten und den entsprechenden gesellschaftlichen Verwerfungen. Das selbe kann man auch in Ostasien udn Südamerika sehen.
            Das Klima, also die statistische Zusammenfassung von Wetter eines definierten Gebietes in einem definierten Zeitrahmen, war über längere Zeit nie stabil. Und wer definiert eigendlich, wie das Klima optimal zu sein hat, und für wen? Den schon abgeschriebenen Eisbären scheint die derzeitige Erwärmung jedenfalls gut zu bekommen, man berichtet aus dem Norden, das sie sich wie noch nie vermehren, statt, wie von unseren Klimahysterikern vorrausgesagt, auszusterben,
            Und übrigens, natürlich ist Umweltschutz wichtig, wir verbrauchen viele resourcen, und gweinnen zu wenige zurück. Nur seit interessierte Kreise den „Klimaschutz“ entdeckt haben, gibt es kaum noch Umweltschutz, und Resourcen werden auch nicht nachhaltiger verwendet, sondern nur umgeleitet, Es z.B. wird gegen den „Verbrenner“ front gemacht, vor allem gegen den Diesel. Fahrzeuge die hocheffeizient udn, bei entsprechender Wartung, äußerst langlebig sind. Heute wird verschrottet, weil das Gesetz es will, nicht weil sie am Ende ihres Eisatzzyklus sind. Stattdessen subventionieren wir wegwerfautos mit E- Antrieb, wofür wie das Lithium aus der Erde kratzen, udn die nach zehn Jahren hinüber sind…. nicht wegen dem Motor, sondern wegen dem Akku und der Software. Das nur als Beispiel.

            1. @yamxs: Was bedeutet „vom Eis befreit“? – Das bedeutet, dass die Gletscher abgeschmolzen sind und wenn die Gletscher abgeschmolzen sind, dann ist kein Eis mehr da.

              Und die Alpengletscher schmelzen nachweislich seit 100 Jahren massiv und immer schneller. Nur darum geht es und um sonst nichts. Was bitteschön hat das mit Hannibal oder dem Bau der Pyramiden zu tun? Oder wollen Sie mir erzählen, dass die Gletscher in 5 oder 10 Jahren wieder wachsen und in 100 Jahren die Größe wie um 1900 erreichen?

              Ich weiß nicht, wie alt Sie sind. Ich bin in einem deutschen Mittelgebirge aufgewachsen, das ist schon ein paar Jahre, aber noch keine 100 Jahre her. In meiner Jugend/Schulzeit hat es dort im Winter immer mindestens einen halben Meter geschneit, in einigen Jahren sogar viel mehr, und dieser Schnee blieb dann liegen bis Mitte/Ende März. Nach der Schule konnte man am Nachmittag Rodeln, Skifahren oder sogar ein Iglu bauen. Wenn es einmal in 10 Jahren am 24.12. nur ein oder zwei Zentimeter Schnee hatte und das Gras auf den Wiesen zu sehen war, dann sprachen meine Großmutter und meine Eltern von „grünen Weihnachten“.

              In den vergangenen Jahren 30 Jahren hat sich das umgekehrt. Da gab es einmal in 10 Jahren am Heiligen Abend mehr als zwei Zentimeter Schnee. Mit Rodeln oder Skifahren an den Weihnachtsfeiertagen war da nix, wenn das Gras durch den Schnee schaut. Zurückgegangen ist aber nicht nur die Schneehöhe, sondern auch die Zahl der Schneedeckentage. Das ist keine Einbildung oder Romantisierung der Jugendzeit, denn ich habe dafür im Internet sogar historische Wetterdaten gebunden, die das belegen.

              Wie erklären Sie das? Wie erklären Sie das? Und bitte nicht mit Hannibal, den Pyramiden oder regionalen Besonderheiten.

  11. „In Wien haben Hydrologen Grundwassertemperaturen von 25 Grad Celsius gemessen. In Österreich wären zehn Grad normal.“

    Wie erklären sich dann die 11°C, welche ich gerade in diesem Moment bei meinem Leitungswasser messe? Leute, lasst euch nichts vom Pferd erzählen!

    1. @Theo Noestonto:

      Leben Sie in Wien? Ein Blick auf die Wetterkarten der vergangenen Monate hätte allerdings genügt, um festzustellen, dass Wien sehr häufig über 30 Grad lag und nicht selten auch bei 35 Grad und mehr.

      Hier in Norddeutschland, nahe Hannover, war der Sommer bislang dagegen keineswegs außergewöhnlich schlimm. Es gab vielleicht drei Hitzephasen von jeweils zwei bis drei Tagen, die wirklich unangenehm waren. Dazwischen war es über weite Strecken deutlich gemäßigter.

      Was mich an Ihrer Argumentation allerdings besonders wundert: Sie greifen sich einen einzelnen Messwert heraus, vergleichen ihn mit einem einzelnen Wert aus einer völlig anderen Region und wollen daraus offenbar eine allgemeine Aussage ableiten. Das ist ungefähr das Gegenteil einer belastbaren Betrachtung.

      Anderen dabei ausgerechnet Unredlichkeit vorzuwerfen, hat daher schon eine gewisse Ironie. Wer diesen Vorwurf erhebt, sollte zumindest selbst mit vergleichbaren Zeiträumen, Regionen und Daten arbeiten.

      1. @n.b

        Ja, ich lebe u.a. auch in Wien und bin derzeit dort präsent. Somit ist Ihr kompletter Text inklusive haltloser Anschuldigungen null und nichtig.

        Wie es argumentativ besser geht und zudem das Thema kurz und knapp auf den Punkt bringt, entnehmen Sie bitte dem nachstehenden Post von @lichtenberg.

  12. Wie wäre es damit die Monate Juni/Juli/August einfach zu streichen oder zu verbieten?!
    Es wurde und wird schließlich auch versucht den Tod abzuschaffen. Wir kennen ja einige Kampagnen wie Zero COVID, Netto Null usw.
    41 Grad?! Wer weiß wo die wieder gemessen haben. Vielleicht haben die Österreicher dem Ausmerzer ein Fieberthermometer in die Raffel geschoben!

    1. In der gleichen Stadt ist mit Sicherheit die Temperatur bei einer Mitteltemperatur von 41 Grad im Bereich von 30 bis 55 Grad. Je nachdem, wo ich messe. Ich messe bei mir ständig mindestens 4 Grad unterschiedliche Temperatur am gleichen Haus an verschiedenen Stellen. Und ob die 41 auch wirklich 41 sind …. Ganz ehrlich, man könnte im Freien in der prallen Sonne garantiert 55 Grad messen, im daneben stehenden Auto sogar 65 Grad, und unter dem Baum nur 35. Und das zur gleichen Zeit an nahegelegenen Orten. Daher sagt ein Mittelwert gar nichts aus. Und wenn die Sonne dann mal hinter der Wolke verschwindet, sinken die Temperaturen schnell um mehr als 5 Grad. Das kann jeder am eigenen Leibe spüren. Und es gibt hier und da Stellen ganz nahe bei, da ist die jährliche Mitteltemperatur eher 10 Grad. Egal ob es draußen 50 Grad oder -10 Grad sind. Das weiß jeder Höhlenbesucher. Wir haben schnell die Temperatur an heißen Tagen um mehr als 5 Grad gesenkt, wenn unsere Innenstädte bewaldet wären. Und es hätte sich dadurch an der CO2-Konzentration nichts geändert. Und interessanterweise vernichten wir für den Klimaschutz gerade massiv den Waldbestand, bzw. forsten von der letzten Borkenkäferplage zerstörte Waldgebiete einfach nicht mehr auf. Was automatisch den gleichen Erwärmungseffekt auf die Umgebung ausübt. Zusätzlich zu den negativen Effekten wie Erosion und fehlende Wasserrückhaltung durch die Bäume.
      P.S. das hat bereit F.Engels moniert:
      „Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unsern menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns.“ (Friedrich Engels, Dialektik der Natur)

      1. Genau! Und was natürlich dazu kommt sind die überbordenden Rechenzentren! Heute muss ja jeder wegen jedem Quatsch eine KI befragen! Das erwärmt die Umgebung enorm!
        Und natürlich auch schädlich! Ein 500mrd Aufrüstungpaket! Aber das wird nicht angesprochen!

      2. schönes Engel Zitat !
        das innere der Sonne hat mit der dort ablaufenden Kernfusion im Inneren
        multimillionen Kelvin zu bieten – Gott sei Dank ist das alles gut abgeschirmt
        und strahlt die Sonne nur in ihrer äußersten Atmosphären mit 5700 Kelvin.
        Wäre die Erde Teil der Sonne, nähme sie im thermodynamischen Gleichgewicht
        dieselbe Temperatur also 5700 K an und nicht die jämmerlichen 273+40 K an,
        worüber sich soviele aufregen.
        Ein Heliumflash der Sonne und das Jammern ist beendet.
        Schönen Abend.

  13. Dieses Klima ist Menschengemacht.

    Zuständig sind für die Anwendung Militärsatelliten und alles ging auf das Wetter Engineering hinaus das in den 60 anfing.

    Die Grün*n sind Anhänger des Feudalismus. Diese möchten ALS neue Aristokraten ALLEINIG in der industrialisierten modernen Stadt leben, diejenigen welche man NICHT als Grün erachtet, sollen in schäbigen Schuppen auf dem Land siechen.

    Einfach mal drüber nachdenken!

  14. Ich habe spaßeshalber mal nachgesehen, wie so der Füllstand der Talsperren des Ruhetalsperrenverbandes aktuell ist. Er ist niedriger als im Januar, aber höher als im August des Vorjahres. Bestenfalls ist er bei einigen leicht niedriger als vor einem Jahr. Komisch, nicht wahr?
    Hier das Beispiel Möhnesee
    https://www.talsperrenleitzentrale-ruhr.de/online-daten/talsperren?tx_onlinedata_dams%5Baction%5D=show&tx_onlinedata_dams%5Bcontroller%5D=Dams&tx_onlinedata_dams%5Bid%5D=moehne&cHash=251100d13340e1333cffa1ac3e319f8b

    Ich halte nicht viel von Panikmache. Wir sollten vernünftig mit unserer Umwelt und den Ressourcen umgehen. Das löst viele Probleme, u.a. das Abfallproblem. Und die Globalisierung hat zudem vieles an Problemen verschärft. Wer hatte nochmal ein großes Interesse an der Globalisierung? Richtig, die Großkonzerne und besonders die Finanzunternehmen. Die haben ordentlich Profit gemacht, auf Kosten der Umwelt. Nun, fordern wir es zurück. Den 10000 reichsten Menschen jeweils 99% ihres Reichtums nehmen, würde ausreichen, die größten Probleme zu lösen. Und Gewinne aus Rüstungsaufträgen dadurch zu reduzieren, dass man die Preise reguliert, würde den Rüstungskonzernen das Geschäft verderben, die Kriegsgefahr senken und die sinnlose Ressourcenverschwendung reduzieren.
    Und wer mir jetzt eine Neiddebatte unterstellt, der sollte sich einmal eine ganz einfache Frage stellen: Wie lange benötigt man bei einem Nettoeinkommen von 1000 Euro nach Abzug von Miete, Lebendhaltungskosten, Energie und Nebenkosten, um nur 1 Mrd Euro anzuhäufen? Nun, 1 Mio. Monate. Das sind 83333 Jahre. Das zum Thema Neid. Selbst wenn man 5000 Euro jeden Monat dafür zur Verfügung hätte, müsste immer noch 16667 Jahre arbeiten. Und selbst ein Kleinunternehmer, sollte er 20000 Euro verdienen, müsste immer noch 4167 Jahre arbeiten. Also mit Arbeit bekommt man das nie zusammen, nur durch Abschöpfung des Profits. Und der Herr Musk hat angeblich sogar 1 Bio. Dollar Vermögen. Das sind dann mal 800 mal so viel wie ein popeliger Euro-Milliardär. Meint jetzt noch irgendwer, dass derartige Vermögensanreicherung irgendwie gerechtfertigt seien?

  15. Oh mein Gott!
    Wir haben Sommer mit einer ganz besonders ausgeprägten Wärmephase, so wie es zuletzt z.B. 2026 und 2003 der Fall war.
    Das ist ein Wetterphänomen.
    Wo ist da eine Klimakatastrophe, von der der Autor dieses Artikels dauernd schreibt?
    Juhuu! Wir haben Sommer mit Sommerwetter.
    Naja, so etwas bezeichnet man aber heute als Katastrophe.
    Und wenn bei einem Gewitter (nein, das heisst ja heute Unwetter) von einem Baum ein Ast abbricht, dann gibt es tatsächlich dazu sofort zahlreiche Berichte mit Photos in den Medien. Ich krieg dann immer einen Lachkrampf.

  16. 1, Die Hitze ist bereits länger vorbei, nur zur Info, ich wohne in Wien.
    2. 41 Grad war ein extremer Extremwert, die höchsten Temperaturen waren 39, und das nur einige Stunden. Das Problem sind die hohen Nachttemperaturen.
    3. Seine Polemik gegen Klimaanlagen ist lächerlich. Südlich der Alpen ist das ganz normal, Oder: Florida wäre ohne diese unbewohnbar. Die „chinesischen Forschungen“ MÜSSEN Schrott sein, Link darauf gibt es halt keinen. Aber seine Polemik hat Methode. Was sagte Hans von Storch? „Erstens kann man versuchen, den Klimawandel zu begrenzen, indem man Emissionen mindert oder beendet. Man spricht von Mitigation, im Deutschen meist Klimaschutz genannt. Zweitens kann man sich auf jenen Wandel einstellen, der bereits eingetreten ist oder künftig nicht mehr vermieden werden kann. Das läuft unter dem Begriff der Anpassung. Diese beiden Optionen werden im öffentlichen Diskurs bisweilen gegeneinander ausgespielt. Anpassung gilt dann als Ausweichen, als Kapitulation oder als Ablenkung vom eigentlichen Ziel, nämlich der möglichst vollständigen Emissionsminderung. Diese Gegenüberstellung ist nicht zielführend.“ (Newsletter vom 7.7.2026) Hans von Storch weiß, wovon er spricht. Als Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht hat er sich auch mit den historischen und aktuellen Dammbauten beschäftigt, die Norddeutschland vor den Sturmfluten der Nordsee schützt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Folgen des Klimawandels ganz konkret zu begegnen, anstatt diese alarmistisch als unweigerliche Schicksale hinzustellen. Dammbauten wurden schon genannt. Auch Inseln können und sollen vor steigenden Meeresspiegel geschützt werden. Teile der Mittelmeerküste, insbesondere Sizilien, werden in Zukunft wahrscheinlich unter geringerem Niederschlag leiden. Die Antwort muss konkret lauten: Errichtung von Entsalzungsanlagen. Gegen zunehmende hohe Temperaturen im Sommer hilft sehr wirksam der Einbau von Klimaanlagen. Was nützt jenen Menschen, die in engen, stickigen Wohnungen an Hitzetagen leiden, wenn Klimaneutralität etwa in Deutschland anvisiert wird, die die weltweiten Emissionen nur zu Bruchteilen senken könnte? Hier wäre staatliche Unterstützung gerade für ärmere, besonders gefährdete Altersgruppen gefordert. Gegen Dürren hilft Bewässerung, eine Technik, die seit Jahrtausenden angewendet wird. Der extreme Flügel des Alarmismus will davon nichts wissen. Diese sieht in solchen wirklich sinnvollen Maßnahmen eben Kapitulation, Ablenkung und Verharmlosung. Angesichts der Waldbrände und der Hitzewelle in Frankreich im Sommer 2026 monierte Stefan Rahmstorf: „Das Leben in der Klimakrise wird unerträglich: Schon in der ersten Woche in Lacanau litten wir unter der Hitze. Dann kamen die historischen Brände. Doch statt Emissionen zu senken, reden wir lieber über Klimaanlagen.“ Das war auf ORF.AT am 30. Juli zu lesen. Also ja keine Klimaanlagen, keine Dammbauten, keine Entsalzungsanlagen, und ja keine Entsiegelung des Bodens. Lieber ökologisch hoch problematische Windräder und Dämmung der Gebäude, schließlich gilt es da ja was zu verdienen.

    1. Ob es ein Zufall ist, dass die einzigen Maßnahmen, die ergriffen werden solche sind, bei denen mehr Steuern und Abgaben erhoben werden?

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