Widerstand im Wedding gegen Rheinmetall

Bild: Gaby Weber

 

Am Sonntag gingen die dreitägigen Proteste gegen die neue Munitionsfabrik von Rheinmetall im Berliner Stadtteil Wedding zu Ende. Vor allem junge Leute diskutierten im Humboldthain über Wehrpflicht und Kriegstreiberei, von Schulstreik und phantasievollen Aktionen war die Rede und wie das Thema in die Öffentlichkeit getragen werden kann. Die IG Metall glänzte durch Abwesenheit, nur ihr Arbeitskreis Internationalismus (der sich so nicht mehr nennen darf) war vor Ort, ebenso wie die GEW und Verdi. An der Abschluss-Demonstration mit etwa 2000 Teilnehmern nahm auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teil, der Zugang zur Fabrik wurde von der Polizei blockiert, mehrere Leute festgenommen, so ein Sprecher der Berliner Polizei.

Bild: Gaby Weber

Nach dem Niedergang der deutschen Autoindustrie wird nun der Profit mit Kriegsgerät aller Art gemacht. Während für Soziales und Umweltschutz kaum noch Geld vorhanden ist, darf das Verteidigungsministerium dank der Zeitenwende Geld mit vollen Händen ausgeben. „Kriegswirtschaft im Wedding“ – so die Veranstalter, ein breites Bündnis von Basisgruppen, linken Parteien und einigen Gewerkschaften.

Hier klicken, um den Inhalt von keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org anzuzeigen.

“Statt das Geld in die Verbesserung unserer Lebensbedingungen zu investieren versucht die Bundesregierung, die schwächelnde deutsche Industrie durch Rüstungsproduktion zu retten. Kommt nach Berlin und beteiligt euch an Aktionen gegen die Profiteure von Krieg und Aufrüstung.”

Der Autoteile-Hersteller Pierburg wurde von Rheinmetall übernommen, sein größter Einzelaktionär ist BlackRock, der offensichtlich auf lukrative Aufträge aus dem Hause Pistorius zählen kann. Der Berliner Betriebsrat hat diese Umstellung ausdrücklich begrüßt, zur Rettung der Arbeitsplätze, versteht sich.

Bild: Gaby Weber

Nicht zufrieden ist die GEW, berichtete am Freitag die Lehrerin Vanessa vom Podium herab. Während die Berliner Schulen verfallen, für notwendige Reparaturen das Geld fehlt und wegen Pädagogenmangel oft der Unterricht ausfällt, kommen zunehmend Offiziere der Bundeswehr in die Klassenzimmer, um ein positives Bild der Streitkräfte zu malen. Noch ist die Wehrpflicht nicht obligatorisch, aber wenn sich zu wenige junge Leute zum Dienst an der Waffe freiwillig melden, kann sich dies im Handumdrehen ändern. Die GEW unterstützt die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, was juristisch umstritten ist und mit Druck von Seiten der Senatsverwaltung beantwortet wird.

In unmittelbarer Nähe der neuen Waffenfabrik liegt die  Humboldthain Grundschule, und Lehrer und Schüler fürchten, im Konfliktfall ein Angriffsziel zu werden.

“Deshalb ist es wichtig, dass wir uns hier entschieden einmischen. Es kann nicht sein, dass sich Schülerinnen und unsere Kolleg:innen gegen ihren Willen direkt neben einem potentiellen Kriegsziel wiederfinden. Einige Kolleg:innen waren geschockt, als sie davon erfuhren das zukünftig Panzermunition neben ihrer Schule produziert werden soll. Sie erzählten, dass erst vor einigen Monaten in der Nähe ihrer Schule eine Weltkriegsbombe entschärft werden musste. Sie wollen nicht in Nachbarschaft zu einer Waffenfabrik lehren-” (GEW)

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Noch scheint das Thema Aufrüstung und Wehrpflicht im einstigen “Roten Wedding” nicht bei den Leuten angekommen zu sein; zur Kundgebung am Freitag vor dem Jobcenter am Leopoldplatz war nur eine Handvoll erschienen, aber die Veranstalter wollen jetzt von Haus zu Haus gehen, um Rheinmetall aus dem Kiez zu vertreiben.

Gaby Weber

Gaby Weber
Weber studierte Romanistik und Publizistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 1982 am Lateinamerika-Institut. Seit 1978 ist die Mitgründerin der taz als Journalistin und seit 1986 als freie Korrespondentin tätig, zuerst aus Montevideo und ab 2002 aus Buenos Aires. Außerdem hat sie mehrere Reportagen und umfangreiche Recherchen zur Geschichte nachrichtendienstlicher Aktivitäten veröffentlicht. 2012 erschien ihr Buch „Eichmann wurde noch gebraucht“.
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31 Kommentare

  1. Just wurden in Kiev und dem Vorort Wischnjowoje Rüstungsindustrie erfolgreich mit Raketen angegriffen und die Eplosionen der dort gelagerten Munition waren noch 10Stunden lang in Kiev zu hören.
    ( s. Kiev Independent – https://kyivindependent.com/expressly-prohibited-ukraines-largest-defense-firm-illegally-stored-weapons-near-civilian-targets-in-vyshneve-zelensky-says/)

    Gemäss Humanitärem Völkerrecht ist die Nähe solcher militärischen Produktionsstätten zu zivilen Siedlungen und somit der Missbrauch der Menschen als Art Schutzschild strikt verboten! Wie aber sieht es dann erst mit dieser geplanten Produktionsstätte Mitten in Berlin aus?????

    Aus Moskau selbst wurden bereits 120 Ziele auf militärisch-industrielle Anlagen samt Adressen in Europa herausgegeben inkl. eine eindringlicher Warnung an die umliegende Bevölkerung. Insbesondere Deutschland wird als Kriegspartei wahrgenommen und dürfte die ersten Raketenschläge für Merzen’s verantwortungslose da provokante Eskalationspolitik, die bisher noch jede Friedensinitiative torpediert hat, kassieren.

    Im Ballungsraum München sind dieses z.B. DaVinci Avia und sowie das ukrainische Startup Airlogistics Germany, die dort zusammen mit der Ukraine Drohnen herstellen.
    (s. heise 17.4.26 „Moskau erklärt München zu „ukrainischem Hinterland” – https://www.heise.de/news/Moskau-erklaert-Muenchen-zu-ukrainischem-Hinterland-11261535.html?view=print )

    1. Nach meinem Verständnis verlieren die Wohngebäude in einem Konfliktfall ihren besondern Schutzstatus, der Angreifer ist aber dennoch angehalten Verhältnismäßigkeit zu wahren und muss versuchen, zivile Opfer zu minimieren (muss aber keine militärischen Nachteile dafür in Kauf nehmen). Es wird aber deutlich schwerer wenn die direkt nebeneinander liegen, daraus einen vorsätzlichen Angriff auf Zivilisten zu konstruieren, wie es in der Ukraine oft versucht wird. Zumindest vor internationalen Gerichten. Propagandistisch ist natürlich alles möglich.

      1. Das Verbot bzw. die strikte Pflicht zur Vermeidung militärischer Einrichtungen in der Nähe ziviler Siedlungen ist im Artikel 58 des I. Zusatzprotokolls von 1977 zu den Genfer Abkommen (AP I) völkerrechtlich verbindlich verankert:

        „Die Parteien müssen es vermeiden, militärische Ziele innerhalb oder in der Nähe dicht besiedelter Gebiete anzulegen.“

        Der Amnesty-International-Bericht vom 4. August 2022 rügte daher die ukrainischer Militärpräsenz in zivilen Wohngebieten scharf, da somit ukrainische Zivilisten vorsätzlich gefährdet würden.

        Russland warf der Ukraine den Missbrauch von Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ weit früher vor. Z.B. in Mariupol Mär. 22: Während der Belagerung des Stahlwerks Azovstal warf Putin den Verteidigern vor, die Evakuierung von Zivilisten durch humanitäre Korridore blockierten, um sie als Geiseln und Schutzschilde zu missbrauchen.

        Meine Kritik beginnt allerdings noch früher, als Selensky die Zivilbevölkerung im Feb. 22 explizit zum aktiven und gewaltsamen Widerstand gegen russische Soldaten aufrief. Damit verliert die Zivilbevölkerung natürlich ihren Schutzstatus und wird als legales Ziel wahrgenommen, was vermutlich auch Selensky’s Absicht war und nun in Form der Zwangsrekrutierung, genannt Bussifizierung, seine Fortsetzung findet.

        1. Es wurde vielfach beobachtet, einmal (2022) sogar durch ein TV-Team von Springer (Welt-TV) bestätigt, daß die Ukraine Raketenwerfer und Abwehrtechnik mitten in Wohngebieten, teilweise an Schulen und Krankenhäusern stationiert hat. Das erfolgt bis heute immer wieder, um diese Technik einerseits vor Angriffen zu schützen, weil man eben davon ausgeht, daß russische Angriffe auf solche Positionen deshalb unterbleiben, oder aber, um mögliche Angriffe darauf als „Angriffe auf die Zivilbevölkerung“ propagandistisch auszuweiden.

      2. Propagandistisch greift Russland seit 2022 „ausschließlich Zivilisten an!“ Hamm halt ne miserable Trefferquote, sonst wären inzwischen mehrere Millionen tot, statt die gezählten 15.000. Liegt wohl daran, daß die Chips der russischen Waffen aus ukrainischen Waschmaschinen stammen….

        ….wer Zynismus erkennt, darf ihn behalten…

    2. Im Ernstfall hätte das DDR Beitragsgebiet dann die bessere industriellen Voraussetzungen….
      Ist nicht alles schlecht o)))
      Lustig wird es erst wenn Putin mal weg ist…

      Und die ganze Zeichenzählerei treibt auch den Energieverbrauch der Webserver nach oben..

  2. Was auch immer erscheint, wurde damals von fr. merkel so besagt :Es existiert keine Alternative.

    Wenn die diese Protestaktion schon so schwach ist und die Interressenvertretungen für die Arbeitnehmer so einen total Ausfall hingelegt hat, komme ich zu Entschluss : Diese Bürger in der brdgmbh haben tatsächlich fertig.
    Herr Rötzer hatte damals bei Telepolis einen Artikel veröffentlicht, wo ein Gewerkschaftfunktionär, seine zukünftige Wahrnehmung zur Gewerkschaften äusserte. Das Resümee daraus, damals, war, das diese Gewerkschaften alle mitschwimmen werden, ‚weil die Bezüge zu dieser Arbeit‘ ausreichen, um sich zu ernähren.
    Damit ist neben der Politik, auch die Gewerkschaften tot, weil diese von Kapital übernommen wurden.
    Was diese Welt täglich gebiert, ist eine ‚Bankrotterkältung‘ an denen alle infiziert sind.

  3. Ich würde da noch einen offenbar vorhandenen Denkfehler korrigieren wollen. „Die im Niedergang befindliche deutsche Autoindustrie“ wurde gerade von jenen in den Niedergang gebracht, die nun Deutschland aufrüsten wollen und gegen Russland hetzen.
    Das sind zum einen interessierte Kreise in den USA, die den Angriff gegen deutsche Hersteller mit ihrem manipulierten „Dieselskandal“ initiierten. Die Kampagne gegen die wichtigsten deutschen Autohersteller wurde dann natürlich von der EU/Berliner Sockenpuppentruppe mit Feuereifer fortgesetzt und noch bis zur Lächerlichkeit getrieben. Allen voran die sogenannte „Deutsche Umwelthilfe“ (vermutlich durch US-Sponsoren finanziert) und die sogenannten „Grünen“ (hier ist die US-Finanzierung unumstritten) taten alles, was in ihrer Macht stand, die deutsche Autoindustrie zu schädigen und den Verkauf deutscher Automarken zu erschweren.
    Das Ziel ist – und wird ja bereits umgesetzt – die Autoindustrie in eine Rüstungsindustrie zu konvertieren. Sieht man die aktuellen Entwicklungen ist zu sagen – q.e.d.
    Die Milliarden fließen dabei prächtig über den Atlantik, den deutschen ehemaligen Industrieangestellten der Autoindustrie bleibt nichts anderes übrig, als nun für die Interessen der „Neocons“ und des MIK zu arbeiten, wollen sie nicht arbeitslos werden und dass die Werbetrommel von allen transatlantischen Maulwürfen in Brüssel, Berlin und flächendeckend im deutschen Journalismus (mit wenigen, lobenswerten Ausnahmen, wie hier bei Overton, NDS usw. noch zu sehen) für einen Angriff gegen Russland gerührt wird, der dann wieder mal als „seit 5.45 Uhr wird zurrrückgeschossen“ deklariert wird, ist tagtäglich nicht zu übersehen, wenn man mal kurz TV einschaltet oder eines der Schundblättchen a’la „Spiegel“, „B*LD“, „Zeit“, „SD“, „Focus“, „TAZ“, „Merkur“ usw. liest.

  4. @Frank Herbert
    Richtig ist, dass man den Krieg und die potentielle Bedrohung schnell beenden könnte und zwar durch einen Friedensvertrag mit Russland, der die Interessen der Ukraine (inkl. „Wertewesten“) und Russlands berücksichtigt. Wer behauptet, Putin wolle nicht verhandeln, der behauptet auch, dass es Propaganda nur in Russland, China und Nordvietnam geben würde und die Moderatoren/Journalisten der Tagesschau und der Mainstreammedien „nur die Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit“ verkünden, vor allem dann, wenn sie so tun, als ob der Krieg in der Ukraine vom Himmel gefallen wäre und keine Vorgeschichte hätte.

    Auch Doppelmoral ist eine Moral, aber es ist die Moral des Teufels. Warum reden die „Journalisten“ der Mainstream-Medien beim Krieg in der Ukraine immer vom „unprovozierten Angriffskrieg“, aber beim Krieg im Gaza und dem Massaker an den Palästinensern tun sie so, als ob dieser Krieg ein Verteidigungskrieg wäre, damit Israel nicht von palästinensischen Kampfpanzern überrollt wird.

    In der Uḱraine betonen die „Journalisten“ der Mainstream-Medien immer, dass auch kleine unschuldige ukrainische Kinder getötet wurden und werden. Das war bislang in jedem Krieg der letzten 10.000 Jahre so, das war bei den Kriegen der Römer so, das war im Ersten Weltkrieg so, das war im Zweiten Weltkrieg so, das war im Vietnamkrieg so, das war im Jugoslawienkrieg so, beim Krieg in Afghanistan und ist auch beim Krieg in der Ukraine so.

    Beim Krieg im Gaza werden aber fast nie kleine palästinensische Kinder getötet. Die Betonung ist wichtig, das haben die Journalisten“ der Mainstream-Medien an der „Hochschule für Agitation und Propaganda“ im 2. Semester bei Prof. Dr. Göbelmanns gelernt. Töne machen Musik, das ist nicht nur an „Hochschule für Musik“ so. Es gibt hohe und tiefe Töne. Man kann den Bass betonen oder nicht betonen. Man kann auch ganz bestimmte Töne weglassen.

    Warum lassen sich deutsche Kriegstreiber keine qualitativ besseren Argumente für eine Verlängerung des Krieges in der Ukraine einfallen? Liegt das an den intellektuellen Fähigkeiten oder einem Mangel an musikalischer Phantasie oder beidem? Woran liegt das?

    Was diese Liste mit den 120 „Zielen auf militärisch-industrielle Anlagen samt Adressen in Europa“ angeht, dann kann man so oder so sehen.

    Zum einen wird die abstrakte Bedrohung durch einen Krieg für die kleinen Leute in Deutschland/Europa etwas persönlicher und konkreter. Auf der anderen Seite könnte es auch so sein, dass diese Liste ein Fake ist, um die wertewestlichen Politiker und Generäle dazu zu bringen, diese Ziele besonders zu schützen und andere zu vernachlässigen. Es gibt sicherlich noch viel mehr Ziele in Deutschland/Europa. Ein paar hyperschnelle Raketen mit kleinen (atomaren) Sprengköpfen auf Verkehrsknotenpunkte wie das Frankfurter, das Nürnberger Kreuz und den Flughafen München reichen aus und Bumm! Dann bricht nicht nur dort das Chaos aus. In welchem größeren Krieg wurden bislang nur „militärische“ Ziele angegriffen?

    Nur so am Rande: Welche „militärischen“ Ziele gibt es im Gaza? Gibt es dort Panzerfabriken oder Fabriken, die Kampfjets, Kampfhubschrauber, Kampfdrohnen, Raketen und Torpedos für U-Boote produzieren?

    Es könnte aber sein, dass die deutschen/europäischen Politiker und Generäle glauben sollen, das auch das eine Finte ist und die 120 Ziele auf der Liste ungeschützt lassen. Alle potentiellen Ziele in Deutschland und Europa kann man nicht schützen. Das geht organisatorisch, logistisch, baulich und finanziell gar nicht.

    1. Ergänzung zu „Nur so am Rande: Welche „militärischen“ Ziele gibt es im Gaza? Gibt es dort Panzerfabriken oder Fabriken, die Kampfjets, Kampfhubschrauber, Kampfdrohnen, Raketen und Torpedos für U-Boote produzieren?“:
      Die Bundeshauptstadt Berlin ist mit 891,7 qkm Fläche fast 2½-mal so gross wie der Gazastreifen (360 qkm)
      und ihre Bevölkerungs-Dichte um das ca. 1,4-Fache geringer (4’240 gegen 5’829 Einwohner/qkm). Wenn’s in einem so dicht bevölkerten und so kleinen Fleckchen Erde irgendetwas Militärisches (wie z.B. Hamas-Kämpfer) gibt: wo soll das bittesehr untergebracht sein, wenn nicht inmitten oder unter der Bevölkerung? Da schliesst sich der Kreis zum Berliner Roten Wedding: Welchen Mehrwert an „Sicherheit“ haben dort Rüstungsfabriken? Sicherheit für wen denn?
      Aber gell: Rationalität, wie sie für unsereinen gilt, gilt nicht für die, die das Sagen haben. Schliesslich: Warum hat einer (freiheits-liebenden & angeblich -fördernden) Gesellschaft wie der unseren der bewaffnete Widerstand gegen ein jahrzehntelanges, völkerrechtswidriges Besatzungs- und Apartheidregime als Terror zu gelten und nicht nicht als – ja eben: bewaffneter Widerstand? Warum haben in den Augen unserer staatstragenden Anti-Antisemiten nur jüdische Semiten alle möglichen Rechte, bis hin zum Recht auf Völkerschlächtereien, dafür aber nicht-jüdische Semiten wie die Palästinenser oder Libanesen überhaupt keine, nicht mal das Recht zu leben?

      1. (Forts.) Und von den Palästinensern und Libanesen schliesst sich der Kreis zu unsereinem: So wie diese beiden Menschensorten den Herrenmenschen, die das Sagen haben, wohin Waffenfabriken zu stehen kommen und wohin die Waffen zu welchem Preis geliefert werden und wen sie da pulverisieren sollen, voll und ganz egal sind, so ist es unsereiner im „Notfall“ eben auch, generell, egal wo: in der Ferne oder in der Nähe.

    2. Ich fürchte, für eine von diesen halb vergammelten Rheinbrücken braucht man gar keine Atombombe. Da reichen ein paar konventionelle Hyperschallraketen – und dann?

      PS. Elbbrücken fallen ja auch schon mal von selbst zusammen.

  5. „In der Uḱraine betonen die „Journalisten“ der Mainstream-Medien immer, dass auch kleine unschuldige ukrainische Kinder getötet wurden und werden.
    ….
    Beim Krieg im Gaza werden aber fast nie kleine palästinensische Kinder getötet.“

    Der Unterschied ist, daß sie in Gaza gezielt (nachgewiesen durch mehrere Untersuchungen, die ich bei Bedarf gerne nachreiche) und zu Zehntausenden umgebracht werden; das macht das Ganze noch um einige Potenzen verwerflicher.

    1. Weshalb die Israelis den Gazastreifen zerbombten, die Menschen weiterhin ermorden. Von den 35 Krankenhäusern ist nun inzwischen keines mehr brauchbar. Zerbombt durch die IDF. Vorgegeben wird , vorgegeben wohlgemerkt, dass Hamas-Zentralen in diesen Gebäuden seien. Eine Zentrale im Gebäude und deshalb wird ein Krankenhaus zerbombt? Wie krank muss ein Staat sein, der derartiges macht. Fakt ist, das gesamte Gesundheitssystem soll zerstört werden, was nunmehr auch gelang. Ärzte werden ermordet, entführt, Pflegepersonal ermordet, entführt. Letzter Fall: 15 Sanitäter wurden ermordet durch die IDF, einem wurde der Kopf abgehackt, ein anderer wurde zerstückelt. Und sie wurden vergraben mitsamt ihrem Fahrzeug. Die Tat wurde abgestritten, nur leider fand sich ein Handy von einem der Getöteten. Und die Tat war gefilmt worden. Frage: Was geht in diesen kranken Köpfen vor? Schulen, sämtlichen Schulen zerstört. Die Universität zerbombt. Darüber gibt es Videos. Keine Bildung mehr für Palästinenser. Wohnhäuser wurden zerbombt. Schauen Sie sich den Gazastreifen an. Nur Zerstörung. Kein Wasser, weil zuerst der Strom abgestellt wurde, wurde offiziel durch Cohen bekannt gegeben, dadurch kann die Entsalzungsanlage nicht bedient werden. Also kein Wasser. Nunmehr wurde auch diese Anlage zerstört, zerbombt. Israel blockiert die Lebensmittelzufuhr, die ja die Internationale Gemeinschaft bezahlt, nicht der Aggressor, der Besatzer. Keiner der Palästinenser kann aus dem Gazastreifen, auch nicht rein. Eingesperrt auf immer weniger Fläche, weil Pufferzonen gebildet werden durch die IDF, werden diese Menschen in ihren Zelten nachts bombardiert. Und? Das Völkerrecht, das Menschenrecht. Spielende Kinder, am helllichten Tag wurden dieser Tage beschossen, schwer verletzt, getötet. Und dann schauen Sie nach der Westbank. Siedler mit Gewehren ausgerüstet, greifen Palästinenser an, verjagen deren Vieh, stehlen deren Vieh, brennen deren Häuser nieder. Sie können die Palästinenser erschießen, sie werden nicht wegen Mordes angeklagt, denn die Palästinenser sind vogelfrei. Schauen Sie nach Jerusalem. Nationalreligiöse Ultrarechte attackieren immer häufiger christliche Würdenträger in Jerusalem. Warum? Und wieviel Land hat Israel in all den Jahrzehnten den Palästinenser weggenommen, es annektiert? Israel, die IDF bombardiert den Libanon, zerstört Wohnhäuser, tötet die Zivilbevölkerung, bombardiert Syrien, zerstört Wohnhäuser, tötet Menschen. Zeltstädte werden bombardiert. Nachricht durch Israel: Der Gazastreifen, Südlibanon, Teile Syriens sind besetzt durch Israel. Warum? Wer sind sie? Die Kriegstreiber. Letzendlich töten Sie nur die Zivilbevölkerung, sorgen dafür, dass es keine medizinische Versorgung mehr gibt, töten also Ärzte, Pflegepersonal. Die Verletzten sollen sterben. Kaum Nahrung, und wenn dann nur wenig. Israel hängt den Brotkorb hoch. Wenig Wasser. Undund. Wie naiv Viele sind. Sie schreiben nur vollkommenen Unsinn. Israel will ein Groß-Israel, also die gesamten palästinesischen Gebiete, Teile des Libanons, vielleicht sogar den gesamten, Teile Syriens. Israel wird weiterhin von den USA, Deutschland mit Kriegsmaterial unterstützt, wie sonst sollte Israel dies alles stemmen können.
      Yasmin Porat, eine der Zeuginnen, erklärte: „Sie haben alle getötet, auch die Geiseln“, und meinte damit israelische Spezialeinheiten. Der Autor weist darauf hin, dass David Sheen und Ali Abunimah schon in der Electronic Intifada berichtet hatten, was Porat als „sehr, sehr schweres Kreuzfeuer“ nannte, eingeschlossen israelischer Panzerbeschuss, der zu vielen Opfern unter den Israelis geführt habe. Während der Gefangenschaft durch die bewaffneten Hamas-Männer, so erinnerte sich Porat: „Sie haben uns nicht misshandelt. Wir wurden sehr menschlich behandelt… Niemand behandelte uns gewaltsam.“ Sie fügte hinzu, was schon früher berichtet worden war:
      „Das Ziel war, uns nach Gaza zu entführen, nicht, uns zu ermorden.“
      Hinzufügen sollte man, dass die Hamas von Anfang an erklärt hatte, diese Geiseln gegen Gefangene der Hamas in israelischen Gefängnissen austauschen zu wollen. Inhaftierte, von denen einige seit Jahren ohne Gerichtsverfahren einsitzen, andere mit Verurteilungen auf Grund von geheimen Beweisen, welche nicht einmal den Anwälten der Angeklagten zugänglich waren.
      Laut Haaretz, so Blumenthal weiter, konnte die Armee die Kontrolle über das Kibbuz Be’eri erst wiederherstellen, nachdem sie zugegebenermaßen die Häuser der Israelis „beschossen“ hatte. „Der Preis war schrecklich: mindestens 112 Einwohner von Be’eri wurden getötet“, berichtete die Zeitung. „Andere wurden gekidnappt. Gestern, 11 Tage nach dem Massaker, wurden die Leichen einer Mutter und ihres Sohnes in einem der zerstörten Häuser entdeckt. Es wird vermutet, dass noch weitere Leichen in den Trümmern liegen.“
      Auch Apache-Kampfhubschrauber, mit die mächtigsten Waffen in einem Krieg gegen gewaltige militärische Gegner, spielten eine wichtige Rolle bei der Reaktion des israelischen Militärs am 7. Oktober, erklärt Blumenthal. Die Piloten berichteten israelischen Medien, dass sie ohne jegliche Informationen auf das Schlachtfeld geflogen seien, nicht in der Lage, zwischen Hamas-Kämpfern und israelischen Nichtkombattanten zu unterscheiden. Dennoch beschlossen sie, einfach zu schießen. „Ich wusste nicht, worauf ich schießen sollte, weil es so viele von ihnen gab“, sagte ein Apache-Pilot.

  6. „In unmittelbarer Nähe der neuen Waffenfabrik liegt die Humboldthain Grundschule, und Lehrer und Schüler fürchten, im Konfliktfall ein Angriffsziel zu werden.“

    Solche Planung war schon vor 50 Jahren fahrlässig, bei der heutigen Waffentechnologie ist die Zerstörung des Werkes samt Kollateralschaden garantiert. Wenn irgendwo in der Lüneburger Heide so ein Werk hingebaut wird, trifft es ja nur ein paar Männeken, aber Mitten in Berlin? Wahnsinn.

    1. Auch in Unterlüß wohnen Menschen und keine „Männeken“!
      Ich verstehe zwar, was sie sagen wollten. Aber bei Menschenleben darf man nicht relativieren. Nicht über Qualität und nicht über Quantität.

      1. Ich tippe auch auf Unterlüß. Geringe Besiedlung, Nähe zur Autobahn und zur Eisenbahnlinie. Die dt. Hauptstadt Berlin als Ziel macht international zu viel Ärger.

      2. Ach so, dann lasst uns doch solche Standorte – oder besser gesagt, gerechtfertigte Zielorte laut Kriegsrecht – mitten in München, Hamburg oder Köln bauen.

        Quantität ist kein Kriterium?

        1. Quantität darf kein Kriterium sein. Dann sitzt man schon in der Rechtfertigungsfalle. Am sichersten ist es, Rüstungsproduktion erst gar nicht aufzubauen.

    2. Was passiert, wenn ein Oreschnik einen Direkttreffer auf ein Schaf in der Lüneburger Heide erzielt? Nichts, weil die KI für das Schaf zuvor auf die Escape-Taste gedrückt hat. Du findest die Einstellung in KI->Schaf->Oreschnik->Einschlag->Autoquit.

  7. In Kiew, der Ukraine, sind die Waffenfabriken auch oft in der Stadt. Es ist schon interessant, was die Geldgeber und ihre Handlanger, kriegslüsterne Politiker oder noch deutlicher Lobbyisten von ihrer Bevölkerung wirklich halten, wo sie doch offiziell so sehr um ihren Schutz bemüht sind. Die russischen Anlagen sind wahrscheinlich noch größer, wenn sie immer erzählen, dass sie die EU um das Vielfache übertreffen in der Produktion. Es geht tatsächlich alles in eine ganz falsche Richtung in der ach so großen Politik, nämlich in den 3. Weltkrieg. Vor einigen Monaten wollte ich es noch nicht glauben. Tue ich immer noch nicht, denn ich treffe keinerlei Vorbereitungen. Ich hoffe, wie wohl Viele, die die Entwicklung sehen, dass es nur die übliche … Mitnahmementalität ist und das übliche Spiel mit dem Feuer. Aber je größer das Monster wird, umso schwer wird es zu stoppen sein.

  8. Wir haben Ballungsgebiete, die auf tägliche Versorgung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Energie angewiesen sind.
    Es gibt Umspannwerke, Brücken, Kraftwerke, Häfen, Kläranlagen, die für die Versorgung unverzichtbar sind.
    Diese Dinge zu zerstören wäre nicht sonderlich schwierig, eine „moderne“ Zivilisation ist nicht „kriegstüchtig“ zu machen.
    Die Konsequenz daraus ist für mich absolut zwingend.
    Nicht „Abschreckung“ und Aufrüstung ist der Weg zur Friedenssicherung, sondern Abrüstung, Diplomatie mit dem Ziel einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur.
    Aufgabe der Politik hat zu sein, jeden Hauch einer Kriegsgefahr zu vermeiden.
    Alles andere ist nicht im Interesse der Bevölkerung.

  9. Es gibt mit dieser Demo so ein kleines Problem: Sie beackern zwar das richtige Feld, aber mit den falschen Mitteln.

    Das wirkte wie der neue „Spielplatz“ der Klimaklebchen, das war keine Demo die von den Menschen hier ausgegangen ist, denn ich wohne genau auf der anderen Seite des Humboldthainsund auf der anderen Seite der Bahngleise am Gesundbrunnen. Wir wollen uns nicht zum Spielball von SELBSTDARSTELLERN degradieren lassen, wenn die Menschen die im Brunnenviertel leben die Schnauze voll haben dann sieht das anders aus.

    Noch haben aber solche komischen Gesalten wie in Erfurt hier die Meinungshoheit, und so wie die Gesalten sich anhöreten und auch aussahen, das Mädel mit der güldenen Brille, das lila Streifenhörnchen und die Freu die im falschen Körper gefangen ist. So sieht es denn hier auch aus und dann wird anstatt für die Sache zu demostrieren erstmal wieder angebliche Nazis ausgemacht und die Demo gleitet ins absolut lächerliche aus. Deswegen hat man die Menschen aus dem Brunnenviertel dort gar nicht gesehen.

    Ja wir wissen hier alle welch Risko diese Munitionsfabrik hier ist, aber das haben uns als erstes Mal die aggressiven Klimaklebchen mehr als bewusst gemacht. Denn seit Wochen ist es ein HOCHSICHERHEITSGEBIET bewacht von privaten Firmen und Polizei, wenn man mal kurz ins andere ALDI wollte kam man an der Grundschule kaum vorbei um besagtes Aldi zu erreichen. Von den nächtlichen Hubschraubereinsätzen reden wir gar nicht erst.

    Noch ist das hier unser Zuhause und nicht das von diesen SELBSTDARSTELLERN, und wenn uns hier die Krawatte platzt dann ist das unser Ding im Brunnenviertel.

    Also hört auf zu Heulen das wir nicht INSTRUMENTALISIERT werden wollen für euere SELBSTDARSTELLEREI.

    1. Nachtrag:
      Das ganze aktivistische Mist bewirkt mal einfach gar nichts. Da haben die sich bei Rheinmetall in ihrer Residenz wahrscheinlich mehr sorgen über den Aktienkurs gemacht.

      Die Kunst besteht darin die ganzen kulturellen und menschlichen Unterschiede wieder zu einem „wir“ zu machen, die Menschen in der Stadt wieder dazu zu bringen weiter als bis zur eigenen Puperze zu denken. Denn das ist das Problem welches im Brunnenviertel vorherrscht: Denken bis zum eigenen moralisch ideoloischen Rektum und dann setzt das Denken schlagartig und komplett aus.

      Erst wenn die Einzelteile wieder ein annährend Ganzes ergeben wird das Wort wieder zu der schärfsten Waffe die der Mensch besitzt, Gewalt hat noch nie Probleme gelöst. Und dieser Aktivismus schon gar nicht.

      Und das sich dieses Problem von heute auf morgen aus der Welt schaffen lässt ist illusorisch, nur die Gesellschaft aus sich heraus kann das Problem lösen im dem endlich ein wieder ein Problembewusstsein entsteht welches sich artikuliert, und dann kann man auch wieder „regional“ von einem -wir- anstatt von einem ich, ich,ich und noch mal ich sprechen.

    2. Sind sie jetzt für oder gegen die Waffenfabrik ?
      Oder sind sie einfach nur sauer wegen Erfurt ?

      IHR GEREDE MACHT KEINEN SINN ..

      Wenn Ich auf die Organisatoren blicke dann sind da definitiv auch Leute aus dem Wedding vertreten also Sprechen Sie da wohl nur für sich selbst. Und da die Fabrik noch nicht weg ist war es hoffentlich auch nicht die letzte Aktion dagegen.

      Und wenn Sie was gegen Aktivismus haben dann schlagen Sie halt etwas besseres vor.

      Immerhin hat der Klimaaktivismus den Staat ja sofort dazu gebracht alles mit schrottigen Windrädern vollzubauen und uns gleich danach alle mit saftigen Steuern zu belegen, vielleicht wirkt er ja bei Rheinmetall genauso gut.. 🙄
      (Wenn nicht dann braucht es wohl mehr davon..)

      Ich als ehemaliger Weddinger fand die Aktion jedenfalls richtig gut..

      Mfg Makrovir

      1. @Makrovir: „Immerhin hat der Klimaaktivismus den Staat ja sofort dazu gebracht alles mit schrottigen Windrädern vollzubauen und uns gleich danach alle mit saftigen Steuern zu belegen, vielleicht wirkt er ja bei Rheinmetall genauso gut..“
        Na klar, das war die unglaubliche Macht des „Klimaaktivismus“, was der nicht alles zu leisten vermag…
        Ansonsten sind Ihnen wahrscheinlich „schrottige“ Kohlekraftwerke oder AKW deutlich lieber, nicht wahr?

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