Wenn Tech-Milliardäre in die Zukunft schauen

Man trifft sich bei Trump. Bild: Weißes Haus

Rührend! Die allseits bewunderten US-Milliardäre treffen sich nicht nur auf einsamen Inseln zu „wilden Partys“ (E. Musk), sie sorgen sich auch um die Zukunft der Menschheit.

Wenn man bei Google den Suchbefehl „US-Milliardäre“ eingibt, erhält man von der mittlerweile dort tätigen Künstlichen Intelligenz (KI) die Antwort: „Amerikanische Milliardäre haben enormen Einfluss auf Wirtschaft und Politik, insbesondere durch Investitionen in KI, Weltraumtechnologie und Bergbauprojekte.“ Bei der Plattform Business Insider sind anscheinend noch leibhaftige Schreiberlinge beschäftigt, die einschlägige Zukunftsvisionen von Hand abfragen sowie Fluch und Segen der Technik selber abwägen müssen. So jetzt in einer Reihe von Artikeln, in denen Tech-Milliardäre und ihre KI-Experten zur Zukunft der Arbeit, zu den möglichen Wirkungen von KI und dem Einsatz neuer Technologien befragt wurden.

Die Antworten waren natürlich spekulativ, also eigentlich belanglos. Sie werfen aber ein Licht auf die Befragten und deren Geisteszustand und sagen zudem einiges über das herrschende Wirtschaftssystem aus.

Eine Zukunft ohne Arbeit?

Auf die Frage, ob eine Zukunft ohne Arbeit denkbar ist, antwortete Elon Musk: „Es wird in Zukunft keine Armut geben und daher kein Grund Geld zu sparen… In diesem Szenario werde Arbeit wie ein Hobby oder das Spielen eines Videospiels sein.“ Klingt geradezu verheißungsvoll. Dieser Sicht kann sich Bill Gates nur anschließen: „Was die Herstellung von Dingen, den Transport und den Anbau von Lebensmitteln betrifft, werden das im Laufe der Zeit im Grunde gelöste Probleme sein.“ Und „OpenAI“-Chef Sam Altman entwirft das Wunschbild einer Welt „mit universellem extremem Wohlstand“; aber es soll eine Welt sein, „in der es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, weil die Welt die Gewinne aus den Fortschritten der KI teilt.“ Ganz so selbstverständlich ist das mit dem gesicherten Wohlstand also nicht und es stellt sich natürlich die Frage, wer denn da „die Welt“ ist und wie dank diesem seltsamen Subjekt das bedingungslose Grundeinkommen zustande kommen soll.

„Nvidia“-Chef Huang hat hier laut Business Insider eine realistische Lösung im Auge: „Er sagt, es sei unwahrscheinlich, dass sowohl ein bedingungsloses Grundeinkommen als auch Musks ‚universelles hohes Einkommen‘ gleichzeitig existieren werden.“ Eine geniale Erkenntnis! Ein Grundeinkommen soll bekanntlich die Grundversorgung – wie bescheiden auch immer – sichern, damit keiner in existenzielle Not gerät. Es wird gebraucht, weil der Reichtum nicht einfach da ist und allen zur Verfügung steht, sondern weiter als Geschäftsmittel taugen soll, also bezahlt werden muss. Huang fügt außerdem hinzu, dass „das Konzept des durch KI geschaffenen Überflusses sich nicht allein auf monetären Wohlstand konzentrieren“ sollte. Schließlich kennen die Führungsfiguren, die im Geld schwimmen, auch höhere Werte.

Passenderweise wirft da der „Anthropic“-Chef Dario Amodei die Frage auf: „Können wir eine Welt haben, in der Arbeit für viele Menschen nicht die zentrale Rolle haben muss, die sie heute hat, in der Menschen ihre Sinnquelle woanders finden?“ Ein enormer Kenner der wirtschaftlichen Verhältnisse! Der Mann will entdeckt haben, dass die Menschen nicht aus materiellen Gründen wie Geldverdienen in die tägliche Maloche schlurfen, sondern weil sie auf der Suche nach Sinn sind. Deshalb will er auch nicht ganz auf Arbeit verzichten und wünscht sich für seine Enkel eine 15- oder 20-Stundenwoche.

„Google-DeepMind“-Chef Demis Hassabis sieht ebenfalls eine Zeit des „radikalen Überflusses“ kommen und wirft dann für die Zukunft ein Problem auf, das Milliardäre in der Gegenwart sonst kaum haben: „Wir müssen sicherstellen, dass er gerecht verteilt wird.“ Eigentlich ein seltsames Problem: Denn wenn alle Überfluss haben, also mehr als sie brauchen, wieso taucht dann die Frage nach der Gerechtigkeit auf? Auch wenn die Besitzer des großen Geldes, die die Welt immer ein bisschen besser machen wollen, angesichts der neuen Technologien in großen Dimensionen denken, bleiben sie eben doch oft im Rahmen des herrschenden Wirtschaftssystems befangen und stoßen dabei auf Probleme, die sie doch eigentlich dank ihrer großartigen Technologie überwunden haben wollen.

Und so stößt der Milliardär und Mitbegründer von „Oaktree Capital Management“, Howard Marks, auf ein Problem ganz anderer Art: „Ich finde die daraus resultierenden Aussichten auf die Beschäftigung erschreckend. Ich mache mir enorme Sorgen darüber, was mit den Menschen geschehen wird, deren Arbeit durch KI überflüssig wird oder deshalb keine Arbeit finden.“ Und wer meint, jetzt sorgt sich wirklich einer um die materiellen Nöte von Menschen, die durch KI um ihr Einkommen gebracht werden, der wird gleich wieder eines Besseren belehrt: „Aber selbst wenn die Regierungen einen Weg finden, ein universelles Grundeinkommen zu finanzieren, so Marks, wird dabei ein zentrales Problem nicht berücksichtigt: Dass die Menschen von ihrer Arbeit viel mehr haben als nur einen Gehaltscheck. ‚Ein Job gibt einen Grund, morgens aufzustehen, gibt ihrem Tag eine Struktur, gibt ihnen eine produktive Rolle in der Gesellschaft und Selbstachtung‘.“ Aber Hallo! Fällt einem solchen Milliardär auf, dass die miese Bezahlung eigentlich keinen Menschen motivieren kann, zur Arbeit zu gehen? Könnte es also sein, dass die Lage der eigentumslosen Massen eine einzige existenzielle Notlage ist, die ihnen keine andere Wahl lässt?

Auf die Eigentumsverhältnisse, die die Massen von allem Nötigen ausschließen und den Zwang zur Lohnarbeit etablieren, darf natürlich kein schlechtes Licht fallen. Da muss die Arbeit eben etwas anderes zu bieten haben als das bisschen Geld. Was würden die Menschen denn auch mit ihrem Tag anfangen, wenn die Firma ihnen nicht vorgeben würde, wann sie anzutreten haben. Die größte Befürchtung des Geschäftsmanns ist daher, dass sie „den ganzen Tag untätig rumsitzen.“ Dass die Arbeit sich für sie nicht lohnt, fällt dem Mann irgendwie auf. Ihr wahrer Lohn soll daher von höherer Art sein, indem sie sich nämlich für andere nützlich machen und so dem Gemeinwohl dienen. Doch selbst dabei muss der Kapitalist noch mogeln. Denn schließlich reiben sich die Arbeitnehmer nicht für „die Gesellschaft“ auf, sondern für den Gewinn privater Unternehmen, die ihren Nutzen bedenkenlos mit dem der Gesellschaft gleichsetzen, die von ihrem Gewinnemachen abhängig ist.

Superreiche Heuchler

Tja, so geht’s in den Köpfen auf den obersten Chefetagen des globalisierten Kapitalismus zu. Die letzten Heuler aus 150 Jahren Besinnungsaufsatz zu Fluch und Segen der Technik werden einem da verkauft. Und das haben sich diese Genies auch noch selber ausgedacht, ganz ohne KI! Dabei wurde die Einführung neuer Technologien im Kapitalismus schon immer mit solchen Räsonnements begleitet. Diejenigen, die die technischen Innovationen produzieren lassen und verkaufen, verweisen in der Regel auf die ungeahnten Möglichkeiten, die die Neuerungen bieten. Und es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass sie viel an Anstrengung und Arbeit überflüssig machen können. Auch dass es mit ihrer Hilfe möglich wäre, Armut und Elend in der Welt abzuschaffen. Doch das wissen auch die Tech-Milliardäre, die diese Errungenschaften preisen und sich als Verkaufsmanager betätigen, dass solche Innovationen nicht dafür da sind, der Menschheit das Leben leichter zu machen. Wenn Unternehmen die Arbeit von Menschen durch Maschinen ersetzen, dann aus einem betriebswirtschaftlichen Grund: um Lohnkosten zu sparen.

Und das zieht genau die Konsequenz nach sich, dass Menschen damit um ihren Lebensunterhalt gebracht werden. So kann Business Insider auch vermelden: „Eine IWF-Analyse aus dem Jahr 2024 geht davon aus, dass etwa 60 Prozent der Arbeitsplätze in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften von der KI betroffen sein werden, wobei die Hälfte von der Technologie profitiert und die andere Hälfte von ihr negativ beeinflusst wird.“ Stellt sich nur die Frage, wie dieser Nutzen berechnet wurde und wer hier eigentlich profitiert, vor allem aber: wo in dieser Rechenweise die Arbeitsplätze vorkommen, die es dann ja gar nicht mehr gibt, weil bekanntlich KI „uns“ die Arbeit abnimmt und alles schneller bzw. leichter macht.

In der ökonomischen Realität – jenseits aller kühnen Visionen – geht es allerdings so zu: Vorteile von neuen Technologie haben immer nur diejenigen, die sie herstellen bzw. vermarkten, sowie diejenigen, die sich mit ihrer Hilfe am Markt durchsetzen, weil sie mit ihrem Einsatz schneller als andere ihre Kosten senken. Sprich: mit weniger Belegschaft mehr und besser produzieren können. Was natürlich zur Folge hat, dass Massenkaufkraft schwindet. Offenbar ist dieser Sachverhalt auch den Lobrednern technologischer Fortschritte nicht ganz verborgen geblieben, sie plädieren ja für ein bedingungsloses Grundeinkommen als notwendige Ergänzung. Woher es kommen soll, bleibt aber schleierhaft. Dass diejenigen, die den Einsatz von KI oder Robotern finanzieren und damit ihren Gewinn vergrößern, auf die Gewinnzuwächse verzichten und den Bürgern in Form des Grundeinkommens einen ausgeben wollen, ist ja das Letzte, was in Frage käme. Irgendwie ist hier wohl daran gedacht, dass der Staat, der sich eigentlich immer raushalten, aber gleichzeitig die Gewinne sichern soll, einspringt und den Bürgern einen Vorschuss gibt. Dann können diese die schönen Produkte der Milliardäre kaufen. Verschenken wollen die ihr Zeug ja in Zukunft genau so wenig wie in der Gegenwart.

Ganz ahnungslos wollen sich die Tech-Größen zu den negativen Wirkungen beim Einsatz ihrer hochgepriesenen Technik nicht geben und so werden auch Warnungen ausgesprochen, wie zum Beispiel von Amodei: In einem Essay betont er, dass das KI das Potenzial habe, „die Lebensqualität für alle zu steigern“ – der Übergang dorthin werde jedoch ein brutales „Initiationsritual“ sein. Ein Bild, das ebenfalls so alt ist wie der Kapitalismus, wo es schon immer hieß, dass Rationalisierungen zwar zu Entlassungen führen, aber längerfristig größeren Wohlstand bedeuten würden. Verwiesen wird etwa auf Produkte, die sich die Menschen heute leisten können und die es früher nicht gab. Dass sich das nur diejenigen leisten können, die für den wachsenden Reichtum in Form von Kapitalvermehrung benötigt werden, während die Armut auf der Welt zunimmt, weil immer mehr Menschen die Existenzgrundlage durch Einbeziehung in dieses Wirtschaftssystem entzogen wird, muss in einer solchen Zukunftsperspektive natürlich außen vor bleiben.

Es sei denn, diese Menschen machen sich als „Flüchtlings-“ oder „Migrationsproblem“ bemerkbar. Dann müssen das auch die Visionäre aus den Chefetagen berücksichtigen. Aber was da auf Business Insider als Zukunftssorge erscheint, ist längst Realität. Amodei äußert etwa die Sorge, dass durch KI verdrängte Arbeitskräfte „eine arbeitslose oder extrem niedrig entlohnte ‚Unterklasse‘ bilden könnten, während eine kleine Minderheit den Großteil der finanziellen Gewinne aus KI abschöpft“ – womit es zu einer „so massiven Vermögenskonzentration kommen könnte, dass die Gesellschaft zusammenbricht.“ Auf das Unterklassen-Elend muss man nicht warten, nur führt das zu keinem Zusammenbruch. Und trotz massiver Entlassungen, die bereits jetzt stattfinden und die Arbeitslosenzahlen in die Höhe treiben, ist von einer Gegnerschaft gegen das herrschende System kaum etwas zu verspüren.

Auch die Geld-Größen machen sich dazu ihre Gedanken und verweisen zuallererst auf ihre schon jetzt praktizierte Großzügigkeit: So erinnert Amodei daran, dass er und seine Kollegen zugesagt haben, 80 % ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Nach so einem Versprechen, das auch noch groß bekannt gemacht wird, kann man sich wohl fühlen und muss keinen Gedanken mehr daran verschwenden, wieso Wohltätigkeit überhaupt notwendig ist. Und wenn man schon bei solchen visionären Ausblicken in die Zukunft ist, kann man auch noch einen drauflegen. So weiß Business Insider zu berichten:

„Der Anthropic-Chef teilt eine ähnliche Vision wie Musk: In einem Essay von 2024 schrieb er, dass KI eines Tages ‚so breit wirksam und so günstig‘ sein werde, dass das heutige Wirtschaftssystem ‚keinen Sinn mehr‘ machen werde.“ Wer nun meint, dass dieser Milliardär die Seite gewechselt hätte und zum Revolutionär geworden wäre, wird schnell eines Besseren belehrt: Das bestehende System „könne durch ein ‚großes universelles Grundeinkommen für alle‘ ersetzt werden –  oder durch eine ‚kapitalistische Wirtschaft von KI-Systemen‘, die ‚riesige Mengen‘ an Ressourcen verteilt, da der ‚gesamte Wirtschaftskuchen gigantisch‘ werde.“ Irre, worauf diese Zukunftsdenker kommen! Immer weniger Leute erwirtschaften ein gigantisches Produkt, so dass keiner mehr Not leiden müsste. Aber die ganze Zukunftsaufgabe soll darin bestehen, dass Masseneinkommen generiert werden, um das Zeug zu versilbern und so weiter eine kapitalistische, also am Gewinn orientierte „Verteilung“ sicherzustellen!

Eine Alternative, die sich dennoch aufdrängt

Aber auch wenn die meisten Tech-Milliardäre darauf drängen, dass sich für sie die von KI und Robotern produzierten Güter weiterhin lohnen sollen, kommen doch in der Logik des Überflusses auch schon einmal Alternativen vor. Naheliegenderweise. Denn wenn alle viel, ja mehr als genug haben, wieso braucht es dann noch Geld? Zumindest Elon Musk kann sich diesem Gedanken nicht verschließen. Er „sagte auf dem amerikanisch-saudischen Investitionsforum auch, dass Geld in der Zukunft der KI ‚nicht mehr relevant‘ sein werde.“ Und ein Geoffrey Hinton, der „oft als Pate der KI bezeichnet wird“, kommt zu dem Schluss, „das Problem sei nicht die Technologie selbst, sondern das ‚kapitalistische System‘, welches bestimmt, wer den durch die KI geschaffene Wert für sich beansprucht.“

In der Tat: Das ganze Problem, an das sich die Milliardäre und ihre Helfershelfer hier in ihren kühnsten Visionen heranwagen, hat etwas mit den Eigentumsverhältnissen zu tun! Wenn die Massen von den Produkten, die sie herstellen, ausgeschlossen sind und sie diese erst durch Geld erwerben müssen, ist von vornherein entschieden, für wen sich der Einsatz besserer Produktionstechnologien lohnt. Dass ausgerechnet der fortschreitende kapitalistische Einsatz dieser Technologien zum Kommunismus führen soll, ist daher blanker Unfug. Aber Ausnahmegestalten wie Musk kriegen auch eine solche gedankliche Konstruktion hin: „Die kapitalistische Umsetzung von KI und Robotik – vorausgesetzt sie verläuft auf einem guten Weg – ist tatsächlich das, was in einer kommunistischen Utopie mündet“.

Der gute Weg soll darin bestehen, die Profiteure des Systems, die auf ihre Gewinne nicht verzichten wollen und dieses Anliegen ja auch mit allerlei Sorgenfalten in ihren Zukunftsvisionen ausbreiten, weiter machen zu lassen wie bisher? Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank? Man sollte sich lieber eins klarmachen, was auch der CEO von „Google“, Sundar Pichai, in dieser Sammlung von Zukunftsszenarien zum Ausdruck gebracht hat: „Ich denke, was ein CEO tut, ist vielleicht eines der einfacheren Dinge, die eine KI eines Tages tun kann.“

Also Proletarier aller Länder hört die Signale! Warum nicht in den Chefetagen mit dem Einsatz von KI beginnen und die Milliardäre zum Teufel, z.B. auf einsame Inseln, jagen, wo sie sich ganz ihren Visionen hingeben können?

Suitbert Cechura

Suitbert Cechura ist Hochschullehrer für Sozialmedizin im Ruhestand. Buchveröffentlichungen u.a.: „Kognitive Hirnforschung – Mythos einer naturwissenschaftlichen Theorie menschlichen Verhaltens“ (2008), „Inklusion – das Recht auf Teilhabe an der Konkurrenz“ (2015), „Unsere Gesellschaft macht krank – Die Leiden der Zivilisation und das Geschäft mit der Gesundheit“ (2018)
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24 Kommentare

  1. Ja, die wollen uns loswerden, weil sie die letzten Ressourcen nicht mehr mit uns teilen wollen.
    Die möchten ihren Besitzstand sicherstellen in dem sie uns krank machen, krank halten uns töten und einen kleinen Rest versklaven, damit es ihrer Brut in Zukunft an nichts fehlt.
    Keiner von denen ist altruistisch veranlagt, denn um überhaupt so reich zu werden muss man ein schlechter Mensch sein.

    1. Um so reich zu werden muss man völlig skrupellos und gewissenlos sein.
      Epstein soll über Trump gesagt haben:
      „Ich kenne viele schlechte Menschen, aber Trump ist der schlechteste.“

        1. Um zu wissen, was ist, ist es gut, Arschlöchern zuzuhören.
          Um zu wissen, was zu tun ist, überlegt man das Gegenteil von dem, was sie vorschlagen.

  2. Die KI wird bisher nicht eingesetzt, um die Großherzigkeit der Milliardäre zu beweisen.
    Sie wird eingesetzt um noch mehr Gewinn zu generieren. Sieht man sich die Arbeitsbedingungen
    und die Entlohnung bei Konzernen wie Amazon oder Tesla an, zeugen die wirklich nicht von
    Menschenliebe. Letztendlich ist das Ziel dieser Milliardäre immer der Gewinn und die Zunahme
    von Macht. Sie können die Politiker wie Puppen bewegen und ganze Länder nach ihren Pfeifen
    tanzen lassen. Rusland und China sind dem Westen da meilenweit voraus. Dort dürfen auch
    Leute reich werden, müssen aber immer noch nach den Pfeifen des Volkes tanzen. Tun sie das
    nicht, werden sie rigoros aus dem Verkehr gezogen und ihre Konzerne verstaatlicht. Die Freunde
    im Westen sind dann fürchterlich ärgerlich und die Länder die so handeln haben dann plötzlich
    keine Regierung mehr, sondern ein Regime und Diktatoren, die umgehend gestürzt werden müssen.

  3. Heiliger BimBam …

    Schon mal jemand nachgedacht wie Schweinegroß das Universum ist ?
    Was bitte sind da 10 Milliarden Menschen dagegen o)))))

    Es kommen bald ganz andere Probleme auf die Menschheit zu, fehlende Arbeit dürfte dann das kleinste Problem sein ..
    Die Erde selber , es wird erst gerecht da zugehen wenn die Konzernbosse den Mist selber fressen müssen den Sie herrstellen. o(

    Wenn aber der Politik weiterhin der Mut fehlt Finanzwirtschaft& Co wirsame Leinen anzulegen, die Ihnen Grenzen setzt zum wohlergehen von Gesellschaften, brauchen Wir Uns eh keine weiteren Sorgen in Sachen Zukunft zu machen, weil die Menschheit das dann kommende kaum überleben dürfte.

    1. Der Kapitalismus ist nicht zu zähmen…wie oft noch!
      Die herrschende Klasse möchte mit dem Pöbel nichts zu tun haben, die wollen und die werden alles dransetzen um uns loszuwerden.
      Da geht nur mit einer Revolution und der kompletten Beseitigung der herrschenden Klasse inklusive ihrer Funktionselite.

  4. In Teheran soll es bereits erste Explosionen gegeben haben, vemutlich auf Militärprojekte. Ist das bereits die Vorbereitung auf den Angriff?

  5. Sehr guter Text von Herr Cechura, doch bleibt er auf einer zivilen Ebene, mit leichter Ironie und gezügelter Wut.
    Nackter Sarkasmus wäre angebrachter.

    Dabei ist mehr als zu befürchten, dass diese Traumtänzer das wirklich so meinen und dabei meinen, sie seien die Guten und wollen für alle nur das Beste.


    »Also seine Frau störte nicht, die Verbindung war für beide Seiten materiell und aus Prestigegründen ein kluger Schachzug. Dachte er Schachzug? Leo hatte noch nie Schach gespielt, er lehnte Beschäftigungen, die nicht direkt oder indirekt mit Wertschöpfung zu tun hatten, ab. Eigentum, auch so ein Wort. Eine Top-Blendgranate von einem Wort. Die Leute, die auch an Liebe glaubten, dachten, sie müssten ihr Recht auf Eigentum verteidigen, und meinten damit kleine versiffte Wohnungen, Autos und Schrebergärten, die im Besitz der Bank waren. Das wirkliche Eigentum war Kapital. Und weil sie den Unterschied nicht kannten, wählten die Massen kapitalistenfreundliche Parteien, kurz, Stellvertreter, weil sie dachten, die Linken wollen ihnen ihr Recht an den erbärmlichen kleinen Buden nehmen, die ihnen eh nicht gehörten.
    Großartig.
    […]
    Leo glaubte an das Konzept des Korporatismus: Die Konzerne mit ihrer Weitsicht führen die Welt, die Staatsmacht ist ihre Exekutive.
    Seit die Plattformen Apple, Google, Amazon, Facebook und Twitter die öffentliche Diskussion zensierten und manipulierten – also bestimmten –, war die Sache fast vollendet.«

    Von Sibylle Berg, zitiert aus:
    Aus »RCE – RemoteCodeExecution« (2022)
    Als Vorarbeit: »GRM – Brainfuck« (2019)

    Erzürnend, deprimierend, dystopisch, zwingend. Eine absolute Empfehlung (eigentlich ein Muss) für alle, die sich mit dem perversen Denken der Tech-Milliardäre, den perversen Mechanismen ihres Gedankendiebstahls und den perversen Auswirkungen auf das kommende Leben aller anderen auseinandersetzen zu trauen.

  6. Wenn Tech-Milliardäre in die Zukunft schauen

    und dies veröffentlichen (lassen), sind das keine Plauschereien, sondern gezielt platzierte Äußerungen.

    Es sollte zumindest auffallen, dass alle hier zitierten Beteiligten die Zukunft ihrer Technologie als die grandioseste aller Zeiten feiern. Die gefeierte Apotheose einer goldenen, ja paradiesischen Zukunft! Und das ganz überraschend und unerwartet; – aber nur mit KI.

    Das Gegenteil würde einen Sturz der Aktienkurse bewirken. Und die Aktienkurse sind Argumente, an denen auch Milliardäre nicht vorbeikommen. Bzw. ist das das einzige für Milliardäre zählende Argument.

    Für mich ist das Werbung.

    Die damit einhergehenden Warnungen vor einer dystopischen Welt gehören dazu und spiegelt als Panikmache die Werbung für das Produkt.

    Das Problem ist, authentische von werbende, manipulierende und sonstige intentionale Äußerungen zu unterscheiden. Authentische Äußerungen sind sehr selten. Spontan fallen mir drei authentische Äußerungen ein:
    – Wir Reichen führen Krieg gegen die Armen und werden ihn gewinnen
    – 500.000 tote irakische Kinder waren es wert
    – „Fuck the EU“

    1. -„Der Sprit sollte 5 DM.- der Liter kosten“.
      – „Wir werden dafür sorgen, das der Pöbel zukünftig nicht mehr an die Fleischtöpfe kommt“.
      Die wollten uns damals schon das Fleisch madig machen, auch hier wurde heftig diskutiert wie man das wohl anstellen könnte.
      – „300 Millionen Menschen sind allemal genug“.
      Darauf hatten sie sich dann geeinigt, nachdem sie etwa 1 Stunde sehr fachlich darüber diskutiert hatten.
      In einer Runde von Milliardären und VIP-Journalisten, wo ich zugegen war und das war nicht die einzige Runde.

      Bandol 1974

      1. Ich möchte das nicht in Abrede stellen, aber jetzt schon +50 Jahre kommt mir etwas lahmarschig vor.
        Hatten die auch eine zeitliche Projektion?

        Wenn sich die 300 Mio. nur auf Europa beziehen, wäre das allerdings fast eine Punktlandung.

        1. Wie meinst Du das jetzt?
          Die 50 Jahre sind nur ein Anhalt.
          Ich bezog diese Aussage auf ein viel späteres Meeting in den 10ner Jahren, das ich auch mitbekommen habe, aber nur per Video, also nur indirekt.
          Dort wurde mit ein paar hochrangigen Wissenschaftlern erörtert, wann etwa die nächste Generation zum Mars fliegen sollte und ob das machbar ist.
          Oder ob sie sich weiter mit ihren Bunkern schützen sollen.
          Alle Beteiligten gingen davon aus, das diese Welt den Bach runter geht.

          1. Ich bezog diese Aussage auf ein viel späteres Meeting in den 10ner Jahren

            Ah, das ist für mich daraus nicht hervorgegangen. Es klang für mich, als habe es ein Treffen im Jahre 1974 in Bandol gegeben.
            Aber das war dann damals wohl nur der Ort, an dem Du Dich während Deiner Moped-Reise befunden hattest, als Du eine Entscheidung trafst?

            1. Nein Nein, auch ein Treffen in Bandol.
              Nur war bei diesem Treffen keine Rede von einer Agenda oder einer zeitlichen Ansage.
              Nur konnte man raushören, dass das keine zufälligen Aussagen waren, weil sie sich auch schon vorher einschlägige Gedanken gemacht hatten.

    2. @ Dan

      Gut gesagt, nur bei der Dystopie würde ich weiter gehen:
      Das ist keine Warnung, das ist eine Ansage. Oder auch »Authentische Äußerungen«.

  7. „Wenn sie so klug wären, wie sie sich schlau vorkommen, wären sie immer noch dumm genug. “
    Kurt Tucholsky, in der „Weltbühne“,
    24.07.1928

  8. Wo ist sind die schwarzen Löcher, die nicht den virtuellen Reichtum, sondern den materiellen, realen anziehen und verschwinden lassen? Ich nenne hier mal Zwangsmedizin, alternative Energien, klimaneutrale Technologien, Vergraben von CO2, und vor allem Rüstung und Krieg. Um aufzurüsten und immer neue Waffen zu produzieren benötigt man den Krieg, und um Krieg zu führen, muss man angegriffen werden, und um angegriffen zu werden, muss man Unruhe stiften und Massen aufwiegeln. Krieg ist ein echtes Bedürfnis für viele Menschen, um den Hass zu befriedigen, der nun mal in der Psyche angelegt ist. Das Paradoxon, dass immer mehr produziert wird, aber die Menschen immer ärmer werden, entsteht nur dadurch, dass man die wichtigste Eigenschaft des Menschen ignoriert, nämlich die Dummheit, und sein größtes Bedürfnis ebenfall außer acht lässt, nämlich die Befriedigung des Hasses. Die Rolle von Dummheit und Hass kommt in den Gedanken der Tech-Milliardäre gar nicht vor.

    1. Vielleicht ist »Dummheit« auch Unwissenheit, das wäre zu korrigieren.
      Vielleicht ist »Hass« ein Ausdruck elementarer Angst.

      Mit Ihrer Argumentation legen sie das Fundament für die Denk- & Handlungsweise, auf der Tech-Milliardäre stehen.

  9. Warum nicht in den Chefetagen mit dem Einsatz von KI beginnen und die Milliardäre zum Teufel, z.B. auf einsame Inseln, jagen, wo sie sich ganz ihren Visionen hingeben können?

    Das tun die Gelackmeierten (von ein paar Ausnahmen abgesehen, die sofort großzügig mit Artillerie bestrichen wurden; am Abzug stets: ihresgleichen) seit Jahrhunderten nicht. Offenbar finden sie das System im Grunde super, würden halt nur gerne die Seiten wechseln und zu denen gehören, die andere für sich buckeln lassen, anstatt zu denen, die für andere buckeln müssen. Die drei Piepels, die es als die grandiose Scheiße sehen, die es tatsächlich und für alle ist (auch Milliardäre können sich weder eine intakte Gesellschaft noch einen gesunden Planeten kaufen), fallen einfach nicht ins Gewicht.

    Anders kann ich mir die Soße nicht erklären, denn die Gelackmeierten waren immer in der Überzahl.

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