
Das SETI-Institut (Search for Extraterrestrial Intelligence) ist eine private gemeinnützige Organisation, die 1984 gegründet wurde. Das Institut fördert die Suche nach Signalen einer außerirdischen Zivilisation und überlegt, wie beim Finden eines solchen Signals oder in der Kommunikation mit Aliens vorgegangen werden soll.
Seit Längerem herrscht Uneinigkeit darüber, ob nur noch Signalen gesucht oder ob die Menschen selbst aktiv Signale aussenden sollen, was man in Analogie METI (Messaging to Extra-Terrestrial Intelligence) nennt. Einige Astronomen, aber auch etwa Stephen Hawking, forderten zum Schutz der Menschheit, dass die Menschheit nicht aktiv auf sich aufmerksam machen sollte, da die Aliens uns überlegen und die Menschheit bedrohen könnten. Aus der menschlichen Geschichte kennt man derartige Kolonisierungen schließlich zuhauf.
Der Astronom Seth Shostak, der führende Astronom beim SETI-Institut, entgegnete in einem Artikel, der in der NYT 2015 erschienen ist, dass die Menschheit schon dauernd vielfache, wenn auch nicht so starke TV- und Radio-Signale aussende, die von einer hochentwickelten technischen Zivilisation erkannt werden könnten. Ein Verbot von starken, in den Himmel gerichteten Transmittern würde den Menschen schaden: „Eine Entscheidung für eine aktive SETI-Forschung ist noch nicht gefallen. Der Nutzen – zu erfahren, welchen Platz wir im Kosmos einnehmen – ist rein hypothetisch, ebenso wie die Gefahr. Aber ich für meinen Teil würde zögern, die Aktivitäten unserer Kinder und Kindeskinder durch eine Paranoia einschränken zu lassen, die auf nichts weiter als Vermutungen beruht. Das Universum lockt, und wir können Besseres tun, als zu verkünden, dass zukünftige Generationen beim Anblick der Sterne endlos zittern sollten.“
2015 wurde auch die Organisation METI von dem Astrobiologen Douglas Vakoch gegründet. Sie sendet Botschaften ins All und fördert die Forschung über die Suche nach möglichen extraterrestrischen Zivilisationen und wie man diese erreichen und mit ihnen kommunizieren könnte. Unter aktiver SETI-Forschung wird verstanden, „starke, gezielte und informationsreiche Signale an mögliche außerirdische Zivilisationen“ zu senden.
Aber wie sollte man reagieren, wenn ein Signal einer außerirdischen Intelligenz entdeckt oder auch an die Menschheit als Botschaft gesendet würde? Die Internationale Akademie für Weltraumfahrt (IAA) hat kürzlich die Grundsatzerklärung zur Durchführung der astronomisch gestützten Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) erstmals nach 15 Jahren überarbeitet. Das habe mehrere Jahre gedauert. 350 SETI-Forscher waren daran beteiligt.
Notwendig sei dies geworden, weil seit 2010 die Informationslandschaft viel komplexer geworden sei. Das betreffe vor allem, wie SETI-Forscher und deren Orgaqnisationen mit der Öffentlichkeit kommunizieren kann, falls einmal ein Kontakt stattfinde. Professor Michael Garrett, Vorsitzender des IAA-SETI-Ausschusses und Professor für Astrophysik an der Universität Manchester erklärt: „In einer Zeit von Deepfakes, automatisierter Desinformation und sofortiger globaler Vernetzung könnten unbestätigte Behauptungen Verwirrung oder Panik auslösen. Diese neuen Protokolle dienen den SETI-Wissenschaftlern als Leitfaden, um höchste Beweisstandards einzuhalten, bevor sie Ankündigungen an die Welt richten.“
Wichtige Punkte der Protokolle sind, dass man nicht mehr nur im Radiospektrum sucht, sondern über das gesamte elektromagnetische Spektrum. Nach einer möglichen Entdeckung werden Schutzmaßnahmen für Wissenschaftler gefordert. Sie könnten von Medien unter Druck gesetzt oder anderweitig bedroht oder belästigt werden. Vor allem aber soll die „digitale Integrität“ bewahrt werden. Bevor an die Öffentlichkeit getreten wird, müssten die Daten, die ein extraterrestrisches Signal belegen, von Falschmeldungen oder terrestrischen Störungen unterschieden und in einem Peer-Review-Verfahren verifiziert werden. „Wir schreien nicht sofort ‚Außerirdischer!‘, sobald wir einen seltsamen Punkt auf dem Bildschirm sehen“, mahnte Garrett.
Zudem soll, wenn ein Signal verifiziert wurde, vom IAA SETI Ausschuss ein Unterausschuss eingerichtet werden, der das weitere Vorgehen unterstützt und berät, auch wie man die Öffentlichkeit informiert. Aber soll auf ein verifiziertes Signal geantwortet werden? Das ist eine Entscheidung, die die gesamte Menschheit betreffen kann, aber nicht muss. Wer soll für sie entscheiden und antworten? „SETI-Forscher sollten im Rahmen geeigneter internationaler Konsultationen gemeinsam prüfen, ob auf eine bestätigte Entdeckung außerirdischer Intelligenz reagiert werden sollte und, falls ja, wie eine solche Reaktion aussehen sollte“, heißt es in der Erklärung. „Bis zum Ergebnis dieser Konsultationen sollte keine Antwort gesendet werden. Diese Konsultationen sollten über die Vereinten Nationen und andere breit repräsentative internationale Gremien geführt werden.“
Das klingt alles nach langen globalen Diskussionen und Verfahren, die kaum intern bleiben können, aber auch nach Verfahren, die kaum über alle Nationen und Gesellschaften hinweg einmütig geteilt werden. Es wird wie jetzt eher ängstliche oder vorsichtige Gesellschaften geben und andere, die neugierig und wagemutig sind. Die vorgeschlagenen Prozeduren sind natürlich auch nicht rechtlich bindend, sie setzen nur Normen und bieten Anleitungen, wie man vernünftig auf ein solches Ereignis reagieren sollte. Es kann niemand gehindert werden, Meldungen zu veröffentlichen oder zu antworten. Und natürlich gibt es keine Garantie, dass keine voreiligen oder Falschmeldungen verbreitet werden.



Auf keinen Fall sollten wir antworten. Wir sollten im dunklen Wald schön brav den Ball flach halten. Dann bleibt uns vielleicht mehr Zeit uns selbst zu vernichten. Die Menschheit ist durchaus in der Lage sich selbst auszulöschen, unsere Politiker haben das längst in Arbeit. Auf keinen Fall benötigen wir dazu eine außerterrestrische überlegene Intelligenz die uns das vorzeitig abnimmt.
Sollten irgendwelche intergallaktische Intelligenzen versehentlich eine Übertragung
des ESC empfangen, ist ein Versuch der weiteren Kommunikation überflüssig. Auch
das erscheinen einiger Politiker, speziell aus dem Westen, auf einem Bildschirm in
einer weit entfernten Galaxie, könnte dazu führen, dass die Erde gleich auf die schwarze
Liste der „Vereinten Galaxien“ gesetzt wird. Vielleicht sollte man erst einmal Bilder von
kleinen Kätzchen, Zwergottern oder gar Eseln in die Weiten des Alls schicken, in der Hoffnung,
dass man sie auch dort als niedlich wahr nimmt. Bei einer Spezies die den Star Treck- Klingonen
entspricht, wäre natürlich auch das ein Fehler. Den Vereinten Nationen das Spielfeld zu überlassen
ist aber der größte Unsinn. Die bekommen schon auf ihrem heimischen Terretorium Erde nichts
gebacken. Von der Erde sind in den vergangenen 120 Jahren ja schon einige „signale“ ins All
gelangt, die nicht gerade als Empfehlung für einen Besuch anzusehen sind. Spätistens die
Zündungen der beiden Atombomben sind auch noch in den Weiten des Weltalls zu erkennen
gewesen. Sollte ein Späh-Ufo eine Runde über Gaza gedreht , oder sich ein ET unter deutsche
Bahnreisenden gemischt haben und in diesem Chaos verzweifelt sein, wird die Erde nie offiziellen
Besuch von Fred vom Jupiter bekommen.
Schönes Thema, schade, dass man hier nicht mehr diskutieren kann.
Höchstwahrscheinlich sind „sie“ längst hier, waren wahrscheinlich nie weg, sehr viel spricht dafür (und Herr Rötzer weiß das auch, wir hatten das schon zu Telepolis-Zeiten diskutiert, mittlerweile sind die Belege nicht mehr zu leugnen, außer man lehnt die Beschäftigung damit komplett ab) aber man kann natürlich auch angestrengt in die andere Richtung schauen um sich noch einige Jahre oder auch nur Monate in der Illusion zu wiegen, wir wären die einzige intelligente Spezies auf dem Planeten und hier „ganz allein“ evolviert. Dabei scheitern wir quasi an allem, noch nichtmal offenen Meinungsaustausch oder Frieden bekommen wir noch hin.