Was die Armadas Trumps vor Venezuela und Iran kosten

USS Gerald R. Ford von Venezuela in die Golfregion. Bild: U.S. Navy

US-Präsident Donald Trump macht bekanntlich gerne Deals zu seinen Gunsten, ob es auch die der USA sind, muss sich zeigen. Mit Zöllen will er die Einnahmen vergrößern und Interessen der USA durchsetzen. Damit ist er nun in Schwierigkeiten geraten. Wo er nicht mit Zöllen hantieren kann, greift er auf Sanktionen zurück oder auf militärischen Druck. Wie schon in seiner ersten Präsidentschaft, als er eine Armada gegen Nordkorea schickte, ließ er zuerst mit kriegerischen Androhungen eine  Armada gegen Venezuela und jetzt gegen den Iran auffahren. Das ist auch, wenn es nicht zu einem militärischen Schlag kommt, ein teures Spielzeug.

Eine Billion US-Dollar ist Washington seine Streitkräfte wert, um weltweit dominant zu sein. Trump hätte gerne ein Militärbudget von 1,5 Billionen, wie er bekundete, freilich ohne darauf hinzuweisen, wo das Geld herkommen soll. Interessant ist aber auch, was seine militärischen Muskelspiele kosten, auch wenn das primär die US-Steuerzahler angeht. Man muss schließlich davon ausgehen, dass mehr Schiffe, Flugzeuge und Soldaten als im Normalbetrieb verlegt werden, was zusätzliche Kosten verursacht.  Unerwartete Konflikte sind im Pentagon-Budget nicht eingepreist. Monatelang lagen vor der Küste Venezuelas bis zu 12 Kriegsschiffe, u.a. Flugzeugträger USS Gerald R. Ford und seine Strike Group. US-Außenminister Rubio spielte zusammen mit Kriegsminister Hegseth  die Kosten herunter: „Es wird uns kein Geld kosten. … Keine dieser Truppen sitzt untätig herum und wartet auf einen Einsatz. Sie sind irgendwo auf der Welt stationiert. Wenn sie nicht hier sind, sind sie woanders.“

Die Belagerung gipfelte im Überfall auf Maduro und seine Frau, die in die USA verschleppt wurden. Die Operation Absolute Resolve, durchgeführt mit Hubschraubern und 60 Delta Force Soldaten, wurde vielfach als militärische Meisterleistung gepriesen, weil es unter den US-Soldaten keine Opfer gab und nur einige kubanische Sicherheitsleute getötet wurden. Ansonsten war die Luftabwehr abwesend, es gab keinen Widerstand gegen den Angriff mit zahlreichen Drohnen und Kampfflugzeugen, die Restregierung durfte einfach weitermachen. Alles spricht dafür, dass die Aktion eine Inszenierung war, die mit der Regierung abgesprochen war, die Maduro opferte, um an der Macht zu bleiben und für Washington sicherzustellen, dass in Venezuela kein Chaos oder Bürgerkrieg ausbricht. Eigentlich weniger eine gelungene Militäraktion, wie sie verkauft wurde, denn ein Schmierentheater.

Venezuela-Coup hat 3 Milliarden Dollar gekostet

Das Center for Strategic and International Studies hat einmal abgeschätzt, was die Belagerung von Venezuela mit Schiffen, Flugzeugen, Drohnen und Soldaten täglich gekostet hat. Nach Stand Ende Januar kam man nach Auswertung öffentlich zugänglicher Daten auf 31 Millionen am Tag. Bis auf 2,8 Millionen sei das vom normalen Pentagon-Haushalt abgedeckt. Am teuersten kommt der Flugzeugträger mit täglich 8,2 Millionen an Kosten. Er war allerdings nur von Mitte November bis zur Verlegung zum Iran vor Ort. Jetzt sind statt 12 noch vermutlich fünf Kriegsschiffe vor Venezuela, der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wurde mit weiteren Schiffen in den Nahen Osten verlegt. Dort befindet sich bereits USS Abraham Lincoln.

Eine genauere Analyse hat Bloomberg Mitte Februar vorgelegt und kommt auf fast 3 Milliarden US-Dollar an Kosten für die Verschleppung der Maduros, das Versenken von Schiffen mit angeblichen Drogenschmugglern und das Kapern von Öl-Tankschiffen. USS Gerald R. Ford mit einer Besatzung von 4000-5000 kommt mit Begleitschiffen wie Zerstörer, U-Booten und Kreuzer allein auf täglich 11,4 Millionen. Auch Bloomberg geht davon aus, dass mindestens ein Zehntel der Kosten nicht vom Haushalt gedeckt sind. Dazu kommt eine verstärkte Abnutzung des Materials bei längeren Einsätzen und steigende Kosten für das Personal.

Die Belagerung des Iran wird deutlich teurer für das Pentagon und damit für den amerikanischen Steuerzahler werden. Das militärische Aufgebot, auch auf den umliegenden Stützpunkten, ist deutlich höher. Allein zwei Flugzeugträger – Kosten pro Jahr eine Milliarde – sorgen für Ausgaben von 20 Millionen Dollar täglich. Dazu kommen zahlreiche andere Kriegsschiffe in der Region und Kampf- und Tankflugzeuge, Aufklärungs- und Awacs-Flugzeuge in Jordanien, Saudi-Arabien und anderen US-Stützpunkten, die weit über die Zahl derjenigen hinausgehen, die für die Operation Southern Spear eingesetzt wurden. Hunderte Transportflüge brachten und bringen Material, beispielsweise Luftabwehrsysteme, in die Golfregion.

Schätzungen gehen täglich von Kosten in Höhe von bis zu 40 Millionen aus -nur für den Aufmarsch, wenn es zu Kampfhandlungen kommen sollte, würden die Ausgaben natürlich in die Höhe schnellen. Die seit Ende Januar in die Region verlegten Verbände hätten bereits nach Schätzung der früheren Pentagon-Kontrollerin Elaine McCusker Kosten in Höhe von 350-370 Millionen Dollar verursacht.

Sollte, wie zu vermuten ist, ein Angriff auf den Iran erfolgen, steigen die Kosten selbst bei begrenzten Luftschlägen wie Operation Midnight Hammer schnell in die Milliarden. Raketen und Bomben wie die GBU-57 kosten jeweils Millionen, Tomahawk-Raketen pro Stück um die 2 Millionen, Patriot-Raketen zur Luftabwehr pro Stück etwa 4 Millionen Dollar, eine THAAD-Abwehrrakete 12-13 Millionen. Im Juni 2025 wurden mehr als 150 THAAD-Raketen zum Schutz von Israel gegen iranische Raketen abgefeuert, das entspräche schon bald 2 Milliarden Dollar allein.

Bei einem länger dauernden Angriff, der entsprechende Gegenangriffe mit sich brächte, würden sich die Ausgaben vervielfachen, erfreulich vor allem für die amerikanischen Rüstungskonzerne. Lohnen sich für Trump schon deswegen die „Investitionen“ in militärische Bedrohungsaufmärsche? Trump will in Washington den weltweit größten Triumphbogen errichten, den vielleicht die Rüstungskonzerne spenden sollen. Aber dafür müsste erst einmal ein gewonnener Krieg her. So glatt wie in Venezuela wird es im Iran nicht werden, wo die große Gefahr besteht, einen Bürgerkrieg zu entfesseln oder die Lunte an die ganze Region zu legen.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher. In diesen Tagen erschien sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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61 Kommentare

  1. Durch das Auspressen der Vasallen wird dafür schon genug Geld reinkommen, war doch bisher immer so. Schwieriger wird es wohl schon den Iran tatsächlich zu besiegen, auch wenn der Iran (noch) keine Auftragsmörder in den USA hat, wie USA/Israel sie im Iran haben. Dabei sollte ein gutes Set an Auftragsmördern in den USA für jeden Staat der Stress mit den USA hat, zum ‚must have‘ gehören.
    Da die Amis gern die Führung ihrer Gegner Ermorden lassen, ist es nur nett und freundlich verschiedene Führungsfiguren in den USA auch einfach zu Ermorden. Natürlich gilt das auch und gerade für jeden Präsidenten, nicht nur für The Donald.
    Und gerade der Iran sollte sich da wirklich mal Mühe geben und ein paar Militärs in den USA hiten. Merke von den USA morden lernen heißt Siegen lernen.

    1. @yat

      Ich bin schon lange der Ansicht, das Profikiller eine sehr humane Alternative zu Kriegshandlungen wären; gegen Kriegstreiber aller Art und weltweit gerichtet. Erstens würde es die die Richtigen treffen und zweitens sind diese weltweit zu Zehntausenden vorhanden und bedürfen keiner Ausbildung mehr, da bereits vom Fach. Auch wären die Kosten selbst bei Millionen-Salären ungleich niedriger und auch der Wiederaufbau komplett vernichteter Inrastruktur entfiele weitestgehend. Das Problem hierbei wären die finanziellen Ausfälle beim millitärischen Komplex und vor allem der Finanziers à la BlackRock & Co, weshalb diese Alternativen zur Hochrüstung (unabhängig von deren tatsächlicher Nutzung mittels Kriegen) ein vorerst feuchter Traum bleiben werden.

  2. Wenn es „nichts kostet“ ist das ja weniger als eine Kugel Eis. Das schaffen die Amis, solange Öl und Gas in Dollar gehandelt werden. Für jede Tonne Energie die in der Luft verpufft können neue grüne Scheine gedruckt werden. Der Weltbedarf an grünen Scheinen ist quasi unbegrenzt.

    1. Das galt bisher. Seit Saudi Arabien aber neben Dollar auch andere Währungen akzeptiert gilt das so in dem Umfang nicht mehr. Das Öl das die Saudis an China verkaufen wird nicht mehr in Dollar gehandelt sondern in der chinesischen Währung.
      Die sogenannte Entdollarisierung hat begonnen. Damit einher geht das Problem für die USA, das eben nicht mehr alle vom Dollar abhängig sind.

  3. Die Kosten für den Betrieb der Trägerkampfgruppen fallen so oder so an. Ob die vor Venezuela oder im persischen Golf herumdümpeln oder anderswo ihrem Ubüngsbetrieb nachgehen. Wenn nicht gerade Krieg ist, spielen die Krieg um in Übung zu bleiben.

    1. Das ist eben nicht so, steht auch im Artikel. Das würde man nur gerne in der Trump-Regierung so sehen. Anscheinend klappt es ja auch.

      1. Ja auch wenn das so steht im Artikel, korrekt ist es deswegen noch lange nicht.
        Wenn die Schiffe so oder so irgendwo rumfahren oder rumhängen – also nicht im Hafen angedockt sind – fallen lediglich die variablen Zusatzkosten an.
        Die sind zwar sicherlich auch nicht zu verachten, aber wohl kaum 31 Millionen.

        Überlegen wir mal:
        Für die Schiffe in etwa die gleichen Kosten an (Energie, Nahrung, Sold usw).
        Vielleicht etwas mehr Sold bei dieser Art von Einsatz,
        Vielleicht etwas mehr Energieverbrauch aufgrund höheren Einsatz von Elektronik,
        Wohl etwas mehr Patrouillenflüge wie üblich (eine F35 säuft etwa 7to Kerosen pro Std, bei 24 Std = 170to, Kosten/to ca 660US$, dh = 110’000 US$ pro Tag und F35 permanent in der Luft.
        In einem quasi-Kriegseinsatz sind sicher permanent 4 bis 6 Flieger in der Luft, wenn nicht noch mehr – ich weiss es aber nicht.
        Dann die Wartungskosten der F35 – da gibt es verschiedene Zahlen – oh oh oh – 30’000 bis 44’000 US$ pro Stunde. Autsch. Das macht dann – sagen wir – 960’000US$ pro Tag und F35.
        Hmm – also wenn die pausenlos 4 F35 in der Luft haben, sind wir dann allein bei der Wartung bei gegen 4 Millionen.

        Dazu noch all das andere Fluggerät …

        Und wenn denen zwischendurch noch einer der F35 vom Deck fällt ….

        Ich ziehe meinen Einwand zurück, die Mehrkosten sind wohl tatsächlich massiv – ob nun 15 oder 30 Millionen mehr, also soviel hab ich nicht zu spendieren.

    1. So ist es. Ganz schön fies. Und die 4 – 5000 Mann Besatzung ist jetzt schon 240 Tage auf See mit Wartezeiten von bis zu einer 3/4 Stunde, wenn sie mal pinkeln wollen. Viele wollen wohl nach dem Einsatz die Navy verlassen….. Bei den midterms wird Trump sich noch wundern.

      https://www.zerohedge.com/military/uss-gerald-ford-carrier-hit-sewage-crisis-record-deployment-endures

      Ich nehme an, daß es im Iran recht ruhig bleiben wird. Ein Krieg dort wird unüberschaubare Kosten verursachen.

    2. Die Litauen-Brigade stößt ja auch nicht gerade auf mehr Begeisterung als 10%. Mit Plumpsklos in der Pampa lässt sich auch keine hinter dem Ofen herauslocken.

      1. derweil verfolgt die Bundeswehr auch weiterhin gnadenlos alle die sich nicht haben Corona-spritzen lassen.
        Erst kürzlich Urteil gegen Unteroffizier: nach über 10 Jahren Dienst, unehrenhaft entlassen, Pensionsansprüche gekürzt, hat jetzt Berg von Schulden.
        Kann jeden verstehen der diesem … laden fernbleibt.

    3. Diese Information stammt aus dem Stern, Selbst wenn es so wäre, läge es nicht am Einsatz gegen Maduro, sondern an den Mängeln des Schiffes.

      1. Die Information stammt – unter anderen – aus dem russischen Telegramkanal „Slavyangrad“. Wer sagt, es läge am Einsatz gegen Maduro?
        Das Problem ist eine überzüchtete Technik des 16Mrd.$-Schiffs, wie bei dem ganzen NATOschrott.

  4. „Alle spricht dafür, dass die Aktion eine Inszenierung war, die mit der Regierung abgesprochen war, die Maduro opferte, um an der Macht zu bleiben….“

    Wer z.B. ist Alle/Alles ? Belege ?

    1. Ich hab keine Belege, aber die Rodriguez scheint überhaupt nicht unglücklich zu sein, dass Maduro ihr nicht mehr vor der Sonne steht.

      Venezuela klagt nicht einmal pro forma bei internationalen Gerichten, dass ihr Präsident entführt wurde und dabei dutzende Menschen starben. Das sagt imo schon einiges.

  5. Wenn Raubtiere auf Beutezug gehen, haben die Nicht-Raubtiere das Nachsehen, damit das Raubtier vorübergehend satt wird. Das Raubtier selbst kann nur durch ein anderes, konkurrierendes, Raubtier außer Gefecht gesetzt werden. Ich wünsche den anderen, dass sie die entsprechenden Fähigkeiten weiterentwickeln, mit den Amis und deren Strippenziehern im Nahen Osten wird es nach 280 angezettelten Kriegen langsam ungemütlich und langweilig, etwas Neues muss her.

  6. Ich finde die Argumentation merkwürdig. Sind die Schiffe und die Soldaten gemietet, z. B. von Nordkorea, um den Schlag gegen Maduro durchzuführen? Nein, die Schiffe gehören den USA und die Soldaten werden auch bezahlt, wenn sie nur in einem amerikanischen Hafen rumsitzen und kiffen. Dasselbe gilt für Polizeieinsätze bei Demonstrationen bei uns, für die unsinnige Summen berechnet werden, als ob es sich bei der Polizei um ein Security Unternehmen handle, das mit der Bekämpfung der Demonstranten beauftragt wurde.

    1. Wieso ist das merkwürdig? Die gleiche Rechnung stellen unsere „Qualitätsmedien“ doch auch gegenüber Russland an und behaupten, der müsse seinen Krieg durch Devisen finanzieren, ganz so, als müßte es sich alles zur Kriegsführung inklusive Soldaten im Ausland kaufen.

      1. „Das Deutsche Heer weitet seine Zusammenarbeit mit der Israel Defense Force (IDF) aus, plant gemeinsame Übungen und will laut Bericht der IDF von deren Erfahrungen im Gaza-Krieg profitieren.“

        die Deutsche Armee will also von den „Erfahrungen“ der IDF im Gaza Krieg lernen, wie man Massaker begeht?
        haben sie doch schon vor 80 Jahren bewiesen, dass sie das können……..
        https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10314

  7. Im Grunde sind mir die Kosten der US-Militärprovokation scheißegal. Ich freue mich aber, das diese hoch sind, denn das könnte zügelnt auf Trump wirken. Außerdem wär es gut, wenn die amerikanischen Soldaten durch ihre viele Einsätze müde und frustriert wären, denn dann kämpfen sie schlechter. Aber die US-Piloten fliegen ja ihre Einsätze immer unter Drogen, anders wäre dies auch nicht möglich.

    Sorgen mache ich mir um die Gegenkräfte, also um den von einen brutalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg bedrohten Iran und seinen offenen und heimlichen Unterstützern Russland und China. Nebenbei, natürlich gefällt mir das iranische Regime nicht, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde sein Sturz nur Instabilität in die Region bringen, was allen Völkern Asiens schaden würde. Ziel muß es sein durch eine Koalition der „Kräfte der Abschreckung“ Trump vom Krieg abzuhalten.
    Das sollten noch alle vernünftigen Menschen auch so sehen.

    Es ist schade, das China gezwungen ist so viel Geld für diese Abschreckung auszugeben, denn dies geht zu Lasten des Wohlstandes in China. Dasselbe gilt für Russland.

    Ich bin froh das die Neumondphase über den Iran Ende der Woche zu Ende geht, denn die amerikanischen Piloten fliegen nicht gerne bei Vollmond. Greift Trump bis Ende der Woche nicht an, dann wäre ein nächstes Zeitfenster Mitte März. Der Iran hätte dann Zeit sich besser mit den neuen chinesischen Waffen vertraut zu machen, was die Abschreckung erhöht, weil es die Kosten eines amerikanischen Angriffs steigert.

    Für uns alle hätte ein weiterer amerikanisch-israelischer Angriffskrieg auf den Iran negative Folgen, weil die Weltkonjunktur einbrechen würde. Die Schließung der Straße von Hormus, was der Iran mit russisch-chinesischer Hilfe trainiert hat, würde den Ölpreis nach oben treiben und der schwachen deutschen Wirtschaft weiter schaden.

    Fazit, die Kräfte der Abschreckung müssen gestärkt werden, damit der Friede eine Chance hat!

    Larry Johnson von „Sonar21“ sieht die Lage so. Er wünscht auch keinen Krieg, kann ihn aber nicht ausschließen

    https://sonar21.com/war-with-iran-on-hold-but-for-how-long/

    1. Die Amis fliegen nur unter Drogen aber nicht bei Vollmond, was dem Iran 3 Wochen Zeit gibt sich mit chinesischen (und russischen) Waffen vertraut zu machen, die sie nicht haben?

      Eines muss man den „Einschätzungen“ von Johnson und Co lassen, sie können durchaus amüsant sein.

  8. Wenn der Junkie den Drogenschrank kontrolliert, was soll denn da auch bitte anderes bei herauskommen?

    Aus einer Rettungsaktion zur Vermeidung eines Kollaps des Finanz- und Bankensystems ist mittlerweile eine Orgie des stetig andauernden Gelddruckens geworden, wobei ein Ende aufgrund der überbordenden und nicht mehr bedienbaren Verschuldung auch gar nicht absehbar bzw. wohl auch nicht mehr möglich ist. Die Zentralbanken werden auch keinesfalls mit dem progressiven Gelddrucken aufhören, weil sie schlicht und ergreifend eine Horror-Angst davor haben, was dann passiert.

    Die meisten Teilnehmer haben wohl mittlerweile verstanden, dass die Aktien-, Anleihen-, Immobilienmärkte, etc., sich in einer künstlichen Realität von durch die Druckerpressen erzeugte Blasen befinden. Die Zentralbanker werden auch künftig alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um dieses Environment dementsprechend zu befeuern, denn der Rubikon ist bereits längst überschritten.

    Wir sollten daher die Zeit, bis eben der unausweichlich harte Schnitt kommen wird, und hoffentlich kommt er nicht all zu schnell, noch entsprechend genießen. Cheers!

  9. Larry Johnson schreibt auf „Sonar21“:

    „Die Grenze zwischen Krieg und Frieden hängt von einer einzigen Frage ab: Wird Donald Trump das Abkommen akzeptieren, das Iran ihm als verbindliche Garantie gegen den Bau von Atomwaffen anbietet? Wenn er das Abkommen annimmt, gibt es keinen Krieg. Wenn er es ablehnt, ist ein Krieg unausweichlich. Die USA sind auf einen solchen Krieg nicht vorbereitet, Iran hingegen schon. Die Entscheidung liegt allein bei Donald Trump.“

    https://sonar21.com/the-key-indicators-that-the-us-is-going-to-attack-iran/

    Für mich ist die Frage nach den Kosten des US-Militäraufmarsches zweitrangig!

    Viel wichtiger ist doch die Frage, wie dieser Krieg, der für uns alle hohe Kosten bedeuten würde, verhindert werden kann.

    Wie oben angesprochen setzte ich auf die Koalition der Abschreckungswilligen, nämlich den Iran selbst und China und Russland. Man muß die Kosten eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges in eine für die USA nicht akzeptable Höhe treiben. Dazu könnten auch die Verhandlungen Chinas mit den Iran beitragen. Der Iran möchte chinesische hyperschnelle Schiffsabwehrraketen kaufen, gegen die die USA kein Gegenmittel haben. Das berichtet heute die „jungeWelt“

    https://www.jungewelt.de/artikel/518445.iran-angeblich-vor-kauf-moderner-chinesischer-schiffsabwehrraketen.html

    Die Frage ob es zu einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA gegen den Iran kommt, wird in den USA, gerade auch in den Alternativmedien dort, heftig diskutiert. Hier hört man wenig bis nichts auf allen Sendern

    Warum? Schlaft Ihr?
    Oder unterstützen die Israelfreunde hierzulande diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, trauen sich aber nicht dies offen auszusprechen?

    1. @Naomi
      Man darf gespannt sein wie es nacheinem Krieg gegen den Iran weiter geht und ob Israel danach einen Krieg gegen die Türkei führen wird um Groß-Israel zu realisisieren.
      Ab Minute 15:20
      https://m.youtube.com/watch?v=OUR3nqbY_xQ&pp=ygUVR2ViZiBpbiBkZXIgU2Fja2dhc3Nl

      „Warum? Schlaft Ihr?
      Oder unterstützen die Israelfreunde hierzulande diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, trauen sich aber nicht dies offen auszusprechen?“

      Diskutieren ist in DE nur noch regierungstreu erlaubt

    2. @Naomi
      „Viel wichtiger ist doch die Frage, wie dieser Krieg, der für uns alle hohe Kosten bedeuten würde, verhindert werden kann.“
      Dem kann ich nur zustimmen! Aber es geht mir im Prinzip nicht so sehr um die Kosten sondern um die Menschen.

      1. Von „menschlichen Kosten“ also Menschenleben war im Artikel keine rede. Das fand ich seltsam. Menschenleben sind doch das Wichtigste. Aber für Israel und seine Freunde nicht. Die Zionisten sehen die Palästinenser als Tiere, haben damit selbst entmenschlicht
        Auch in Thailand ist israelische Touristen ( aus suchen die wohl dort?) von den Gastronomen nicht mehr willkommen, weil sie sich schlecht benehmen. China fährt eine differenzierte Linie und hat die Einreise auch für Israelis erleichtert. Aber in China muß man sich an die dortigen Gesetze halten, sich also gut benehmen. Dann machen Chinesen keinerlei rassistische Unterschiede.

    3. „Wenn du sie nicht besiegen kannst, mach nicht mit bei ihnen!“
      Alan Mosley
      https://www.antikrieg.com/aktuell/2026_02_24_wenndusie.htm
      Rekrutierung, Kriegsmüdigkeit und Erholung

      Die menschlichen Kosten zweier Jahrzehnte Krieg haben sich in der Rekrutierung bemerkbar gemacht. In den ersten Jahren nach den Anschlägen vom 11. September sorgte patriotische Begeisterung für hohe Rekrutierungszahlen, doch Anfang der 2020er-Jahre sah sich das Pentagon mit der schwersten Rekrutierungskrise seit 1973 konfrontiert. Eine Analyse des Modern War Institute von Ende 2023 stellte fest, dass das Verteidigungsministerium seine Rekrutierungsziele in allen Teilstreitkräften verfehlt hatte: Die Armee blieb um mehr als 10.000 Rekruten hinter ihrem Ziel für 2022 zurück, die Luftwaffe um gut 2.000 und die Marine um etwa 7.000. Die Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung und der starke US-Arbeitsmarkt machten den Wehrdienst zunehmend unattraktiv.

      Doch die Rekrutierung hat sich seit 2025 deutlich erholt. Nach einem 40-jährigen Rückgang, der 2022 seinen Tiefpunkt erreichte, stiegen die Rekrutierungszahlen im Fiskaljahr 2024 um 14 %. Alle Teilstreitkräfte, mit Ausnahme der Space Force, waren auf Kurs, ihre Ziele zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Bis zum Fiskaljahr 2025 hatte die aktive Armee 101,72 % ihres Rekrutierungsziels erreicht, die Marine 108,61 %, die Luftwaffe 100,22 %, die Space Force 102,89 % und das Marine Corps 100 %. Offizielle Vertreter der Streitkräfte rühmten sich damit, dass das Programm für den verzögerten Eintritt in den Dienst ab 2026 bereits zu fast 40 % belegt sei.

      Woher kommt diese Trendwende? Rekrutierungsoffiziere führen dies auf verbesserte Bezahlung, Studienbeihilfen und Werbung zurück, doch es gibt auch eine politische Dimension. Donald Trumps Wahlkampf 2024 war als Antikriegskampagne inszeniert. Er versprach, „die Kriegstreiber und die Amerika-zuletzt-Globalisten zu beseitigen“ und behauptete, die „dummen Zeiten endloser Kriege“ endgültig hinter sich zu lassen. Im Wahlkampf argumentierte er sogar, er sei der einzige Präsident der jüngeren Geschichte, der keinen Krieg begonnen habe. Diese Rhetorik beruhigte wohl potenzielle Rekruten, die glaubten, ein Eintritt in die Armee im Jahr 2025 bedeute nicht, in einem weiteren Nahost-Sumpf zu kämpfen. Dieser Optimismus erwies sich jedoch als unbegründet.

      Die parteiübergreifende Kriegspartei

      Die Lehre des letzten Vierteljahrhunderts ist, dass die Interventionsbereitschaft in Washington parteiübergreifend ist. Doug Bandow vom Cato Institute beschreibt eine „inoffizielle, aber parteiübergreifende Kriegspartei“, deren Mitglieder „von schlechten Nachrichten leben“ und ständig neue Bedrohungen anführen, um immer höhere Militärbudgets zu rechtfertigen. Interventionisten behaupten routinemäßig, die Welt sei gefährlicher denn je, doch diese Rhetorik dient in erster Linie dazu, jegliche Kürzungen der Verteidigungsausgaben zu verhindern.

      Der Einfluss der Kriegspartei hat es den Vereinigten Staaten ermöglicht, rund 750 Militärbasen in 80 Ländern zu unterhalten. 2024 erreichte das US-Militärbudget 842 Milliarden Dollar, und rechnet man die Ausgaben für innere Sicherheit, Diplomatie und Veteranenleistungen hinzu, stiegen die Kosten für die nationale Sicherheit auf über 1,3 Billionen Dollar. Krieg ist ein lukratives Geschäft für Auftragnehmer und Politiker, die Militäraufträge in ihre Wahlkreise lenken können. Die Abschaffung der Wehrpflicht 1973 hat die Antikriegsbewegung möglicherweise geschwächt und es Eliten ermöglicht, Kriege ohne breite Proteste zu führen. Solange Interventionen in der Ferne bleiben und die Verluste von Freiwilligen getragen werden, wird die Kriegspartei selten zur Rechenschaft gezogen.

      Dieser parteiübergreifende Konsens ist nicht neu. Jahrzehntelang haben beide Parteien Frieden versprochen, aber dann für Invasionen und Interventionen gestimmt.

      Unwissenheit schützt vor Strafe nicht: Wehrdienstverweigerung

      Junge Amerikaner profitieren heute von jahrzehntelangen warnenden Beispielen. Sie sehen die kriegsversehrten Veteranen, die explodierenden Kosten und die geopolitischen Katastrophen, die auf jede Intervention folgten. Wer sich 2026 freiwillig meldet, leistet nicht einfach nur patriotischen Dienst; er wird zum Werkzeug eines Regimes, das regelmäßig Angriffskriege führt und sich anschließend für seine Fehler immunisiert. Die Antwort „Ich habe nur Befehle befolgt“ ist moralisch unzureichend.

      Der Antikriegsabgeordnete Ron Paul bemerkte einst: „Frieden ist eine starke Botschaft“, und Wähler neigen dazu, den Kandidaten zu unterstützen, der verspricht, Kriege zu vermeiden. Eine Analyse der US-Wahlen von 2012 stellte fest, dass Amerikaner „tendenziell für den Friedenskandidaten stimmen“. Trotzdem hat sich jeder Friedenskandidat der jüngeren Vergangenheit als Betrüger erwiesen. Die Dominanz der Kriegspartei sorgt dafür, dass Wahlkampfrhetorik selten zu Zurückhaltung führt.

      Wenn politische Mechanismen den Krieg nicht eindämmen können, liegt die Verantwortung bei Einzelpersonen und Gemeinschaften. Wir müssen unseren Kindern beibringen, den Militärdienst so zu sehen, wie er ist: als Vollstreckungsinstrument eines Imperiums mit einer langen Geschichte ungerechter Aggression. Die Einberufung sollte nicht als ehrenvoller Übergangsritus, sondern als gefährliche Entscheidung betrachtet werden, die Einzelne in Ungerechtigkeiten im Ausland verwickelt. Diejenigen, die gedient haben und nun die Sinnlosigkeit einer Intervention erkennen, haben eine besondere Pflicht, ihre Stimme zu erheben. Anstatt ihren Dienst zu romantisieren, sollten reuige Veteranen vor Rekrutierungsbüros stehen und potenzielle Rekruten dringend bitten, sich nicht mehr zu melden.

      Die Aussicht auf einen Krieg mit dem Iran erinnert uns daran, dass die amerikanische Kriegspartei ungeachtet von Beweisen, Moral oder der öffentlichen Meinung weitermarschiert. Irans Atomprogramm rechtfertigt keinen US-Angriff, doch Politiker und Kommentatoren schlagen trotzdem die Kriegstrommeln. Gleichzeitig haben dieselben Politiker, die versprochen haben, die „endlosen Kriege“ zu beenden, bereits neue Bombenangriffe angeordnet. Die Rekrutierungszahlen haben sich nicht erholt, weil Kriege beendet wurden, sondern weil zu viele Menschen diesen leeren Versprechungen geglaubt haben.

      Amerikas interventionistische Außenpolitik ist nicht allein die Schuld einiger weniger Akteure; sie ist das Produkt eines parteiübergreifenden Systems, das Aggression belohnt und Zurückhaltung bestraft. Die Kriegspartei wird an der Wahlurne nicht besiegt werden können, solange beide großen Parteien ihre Weltanschauung teilen. Wenn wir sie nicht an den Wahlurnen schlagen können, bleibt uns nur die Möglichkeit, uns aus ihren Kriegen herauszuhalten. Verweigert den Wehrdienst und verurteilt diejenigen, die es tun!

      Wenn du sie nicht besiegen kannst, mach nicht mit bei ihnen!

  10. Schau dir nur die EU-Kamarilla an, welche heute Kiew besucht hat!

    Krieg, Krieg und nochmals Krieg. Garniert mit den Worthülsen und Sprachschlamm von Kallas und von der Leyen.

    1. @Cajus

      …und man prüft schon ob man Ungarn nicht das Stimmrecht entziehen kann.
      Irgendein windiger Trick wird sich vermutlich schon finden lassen

    2. @Cajus
      „Schau dir nur die EU-Kamarilla an, welche heute Kiew besucht hat!“
      „Krieg, Krieg und nochmals Krieg. Garniert mit den Worthülsen und Sprachschlamm von Kallas und von der Leyen.“

      Die sind nur noch ekelerregend

  11. Auf der Strecke bleiben jedoch immer die Ärmsten, die anderen liegen in weichen Federbetten und bestimmen wer sterben soll.

    Magnum – Soldier of the line
    https://www.youtube.com/watch?v=HmKz_7y2MGw&list=RDHmKz_7y2MGw&start_radio=1
    Soldier of the line, it isn’t fair
    You’re bleeding deep inside, nobody cares
    Your flag and lance stand proud, splintered and red
    No movement in the fields, the crows will be fed
    You might also like

    Soldier of the line, you’ve come to the end
    You’ll never get to see your mother again
    Some unfamiliar place you’re going to stay
    An unremembered name, an unforgettable day

  12. Wer darüber nachdenkt, ob sich die Kriegskosten lohnen, und diese Frage stellt, will den Kriegsgrund in einer ökonomischen Nutzenabwägung finden. Damit betreibt nicht nur einen Zynismus: und wenn ja? und für wen? Vielmehr zeugt er davon, nicht verstehen zu wollen, dass wenn es den Staaten um die von ihnen als existenziell für die Nation definierten äußere Angelegenheiten geht, dass dann die Beanspruchung des Reichtums seiner Gesellschaft kein Maß und keine Kostenkalkulation kennt außer dem Sieg über den Feind. Vielmehr gibt der Staat Auskunft darüber, dass er der souveräne Herrscher über den Reichtum ist, den die Gesellschaft produziert. Und er wegen seiner höchsten Anliegen – der Durchsetzung seiner Souveränität nach – keine ökonomische Nutzenabwägung duldet.
    Es sollte nicht schwer sein, auch in Deutschland zu erkennen, dass, wenn Boris Pistorius kundtut: „Bedrohungslage geht vor Kassenlage“ der Staat die Priorität setzt. Man hätte schon da registrieren können, dass damit die gesamte Gesellschaft praktisch der notwendigen Verteidigung der imperialistischen Ansprüche Deutschlands gegen Russland untergeordnet wird.
    Mit gleicher berechtigter Macht verfügt der Staat in aller Selbstverständlich ganz souverän, dass er das ihm allseits zur Verfügung stehende Volk jetzt als Material für seine Zwecke zum Niedermachen Russlands einzusetzen ist – also die „Drecksarbeit“ des Tötens und Getötet-Werdens nun von dem deutschen Menschenmaterial selbst gemachen werden muss.
    Und die Frage „Wer soll das bezahlen?“ ist doch schon längst durch eine unbegrenzte Kreditaufnahme, die sich der deutsche Staat aufgrund seines kapitalistischen Erfolges leisten kann, beantwortet.
    Herr Rötzer und die seinen Überlegungen in überwiegender Mehrheit zugeneigten Kommentatoren haben mal wieder völlig verpasst, was staatliche Souveränität nach außen und innen heißt – oder will man den Kriegswillen mit einer Plus-Minus-Rechnung bekämpfen?

  13. Das Abenteuer in Afghanistan kostete die USA über eine Billion (in imperial Trillion), die andauernde Besetzung des Iraks ist noch teurer. Da sind die Zusatzkosten für ein paar Schiffe quasi peanuts.

    Sollte es erneut zu einem Schlagabtausch kommen wird es natürlich teurer. Aber wie wir von den letzten 30+ Jahren wissen, zahlt das us-amerikanische Wahlvieh das alles bereitwillig mit sinkender Lebensqualität.

  14. Krieg und Faschismus sind immer die allerletzten Maßnahmen des kapitalistischen Sytems, wenn man den Betrug mit dem bürgerlichen Parlamentarismus der Bevölkerung nicht mehr vermitteln kann, wobei der Krieg dem Faschismus folgt. Wer sich dem momentanen Weltherrscher Trump widersetzt, muß mit einem Angriff der US-Armee rechnen. Was selbst Hitler nicht geschafft hat, nämlich die ganze Welt in Schutt und Asche zu legen, könnte diesem US-amerikanischen Großkapitalisten gelingen. Früher hatten wir mal Könige und Kaiser, heute regieren Großkapitalisten.

    Über 70000 tote Palästinenser im Gaza-Streifen haben bewiesen, dass sich die westlich christliche Wertegemeinschaft einen Dreck um Kriegsverbrechen schert, im Gegenteil, wer das nicht unterstützt, sondern kritisiert, sollte nur noch mit einer kugelsicheren Weste an die Haustür treten. Und wer den Bundeskanzler mit einer hölzernen Figur (der mit der flexiblen Nase) vergleicht, wird gleich morgens von einem Räumkommando aus dem Bett geholt.

  15. Mir fällt bei Artikeln über den Iran immer auf, niemand, auch Herr Rötzer nicht, spricht von einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, der den Iran droht. Aber bei Russland ist das der normale Sprachgebrauch.
    Die Meinungsfreiheit hierzulande nimmt ab, was die liberale Demokratie in Frage stellt. Aber von Seiten des Staates ist es noch nicht verboten im Bezug auf den Iran von einen völkerrechtswidrigen Angrifftskrieg zu sprechen.
    Warum nutzen Journalisten dieses kleine Stück Meinungsfreiheit nicht? Weil sie Angst haben und sich nicht trauen auch indirekt etwas gegen Israel zu sagen? Oder haben sie die Selbstzensur schon so verinnerlicht das ihnen ihre Sprechweise gar nicht mehr auffällt? Auch das ist komisch, denn die Regeln der Wokeness – also Sprechverbote – werden dahingegen streng eingehalten

    1. Das umfassende und für alle Staaten und Völker geltende Völkerrecht gibt es aus Sicht der USA und leider auch unserer Regierungspolitiker nicht mehr. Für die wurde das Völkerrecht abgelöst durch „westliche Werte“, von US Politikern passend zu deren Interessen und nach Wünschen irher Sponsoren definiert. USA ist nun mal das Imperium und wir in Europa sind die Hilfsvölker, frt untrworfenen Provinzen, die Abgaben zahlen und Dienste leisten, vergleichbar dem Römischen Imperium in seiner Blütezeit.
      Der schöne Begriff „völkerrechtswidrig“ wird nur verwendet, soweit die USA dem zustimmen.
      Dass die UNO und nicht die USA ursprünglich über das Völkerrecht zu wachen hatten, ist nur eine Fußnote der Geschichte. Die UNO Institutionen werden zunehmend obsolet, weil sie nicht mehr finanziert werden und ihre Beschlüsse nicht mehr durchsetzen können. Sie werden nur akzeptiert, soweit sie den US Interesseen entgegenkommen.

      1. Das weiß ich.
        Aber sollten nicht zumindest die sog. alternativen Medien den Sachverhalt richtig bezeichnen, schon um die Doppelmoral des Westens zu entlarven?
        Ich fürchte, viele alternative Medien sind gar nicht mehr so alternativ zu sie vorgeben. Fürchtennsie sich vor der Obrigkeit, Debanking etc.?

  16. Natürlich haben die Amerikaner Pläne!
    Es ist das Wesen von militärischen höheren Stäben für alle wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen Szenarien Pläne zu haben. Das ist deren Job!
    Die taktische Umsetzung wird niederen Stäben überlassen, welche die entworfenen Pläne umzusetzen haben und den höheren Stäben allenfalls signalisieren, das geht oder das geht nicht, oder so nicht, nur anders!
    Mir schmeckt immer der Begriff „Angriff“
    nicht, weil unpräzise.
    Denn in aller Regel handelt es sich um Luftangriffe. Luftangriffe sind nur der Zerstörung dienlich, von militärischen Anlagen oder ziviler Infrastruktur.
    Das der Durchhaltewille der Bevölkerung durch Luftangriffe nicht zu brechen ist, also das sog. „Moral-Bombing“ hat sich im 2. Weltkrieg, in Korea und Vietnam erwiesen.
    Auch der Iran hat Stäbe, die militärisch planen. Das die Iraner die gewaltige amerikanische Luftlriegsfähigkeit nicht kalkulieren, ist wohl nicht wahrscheinlich.
    Ich gehe davon aus, das die sich vorbereitet haben, durch Tunnelanlagen und unterirdische Infrastruktur, Zeit dazu hatten sie ja. Israel während der Luftangriffe mit Raketen zu beschießen, haben sie ja hinbekommen.
    Wenn man den Iran militärisch besiegen will, müssen Bodentruppen eingesetzt werden. Enorm starke Bodentruppen sogar, bei der Größe des Landes ist eine komplette Kontrolle des Landes unwahrscheinlich.
    Starke Bodentruppen, ich rede hier von mehreren Divisionen, also mindestens eine bis zwei Armeen, sind weder vorhanden, noch zu versorgen, noch, bei erwartbaren hohen Verlusten der eigenen Bevölkerung zu vermitteln.
    Das würde nicht in wenigen Tagen abzumachen sein.
    Also, der Krieg gegen den Iran würde aus Luftschlägen bestehen.
    Das dies den Iran in die Knie zwingen würde ist eher unwahrscheinlich, wird aber zur Schließung der Straße von Hormus führen und weltweit zur Ölverknappung führen.
    In Verbindung mit der Sicherung des venezolanischen Öls und die Ausbeutung der Ölreserven durch die USA, die also entscheiden könnten, wer Öl bekommt und wer nicht, ist das für mich einzig plausible Szenario.
    Kann sein das Trump nur blufft, kann aber auch nicht sein. Spekulation!
    Bezahlen können die USA das alles locker, solange sie unbegrenzt Dollars drucken können.
    Solange der Dollar die Leitwährung bleibt, sind die Schulden kein Problem.
    Das dies so bleibt, um den eigenen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern, ist wohl das eigentliche Motiv hinter der ganzen Macht- und Kriegspolitik!

    1. Die amerikanischen Thinktanks machen auch langfristige Pläne über 50 Jahre, während die Europäer, die deutschen im Besonderen, nicht im geringsten einen Plan haben, wo es denn langgehen könnte, weil sie seit 45 immer nur den Amis hinterhergelaufen sind.

  17. Also ein Iran-Krieg könnte die Kosten der Usa andererseits auch schön entlasten. Versenkte Flugzeugträger, Zerstörer und viele vermiedene Sold- und Rentenzahlungen.

    Die Blockade um Kuba bringt den Usa auch nix. Vor ca 14 Tagen haben die Tanker Nikos I.V. und Jasper zusammen 80.000 to Diesel nach Matanzas gebracht – die Admiral Gorschkow begleitete sie. Zwischen zeitlich war letztere mit Nikos I.V. in Venezuela, haben aufgetankt und sind mit zwei weiteren Öltankern wieder zurück in Kuba, insgesamt ca 150.000 to Öl.
    Und dank neuer Ölfelder, moderner Technik für Förderung aus Russland ist Kuba bald autark. China tut das seinige, massiver PV Ausbau bis 2 GW Ende dieses Jahres und 415 MW Windparks sind auch im Bau. Beides senkt den Ölverbrauch. Ebenso die Gaskraftwerke die dank neuer Ölfelder mehr als genug Erdgas haben, so daß Kuba nochmal 230 MW in Containermodulen dazu aufstellt.

  18. Die besiegten Völker bezahlten und werden die Zerstörung ihrer Länder meist selber bezahlen. So war der Irakkrieg ausgeglichen bilanziert, die dortigen Völker müssen ihre „Befreiung“ selbst bezahlen. Eine andere Sache ist natürlich ob die Gutschriften auch den Kostenträgern zugeordnet werden und wurden. 😉
    Im Iran wird es im Endeffekt auch so ausgehen, leider 😉😒
    Die übrigen „Gaffer“ und werden natürlich auch nicht um einen Obolus umhin kommen. Sei es durch höhere Energiepreise, eine weitere Talfahrt bzw. Irrfahrt der Wirtschaft oder eine direkte Unterstützung des „Kriegsdollars“

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