
In China, wo Künstliche Intelligenz massiv gefördert wird, um den Rivalen USA zu überholen, haben sich wie in den USA selbst unter Trump Bedenken ausgebildet. Nachdem Trump sicher auch in Reaktion auf die EU-Regulierung, den AI Act von 2024, erst einmal alle Fesseln aus der Biden-Zeit für die Entwicklung der KI lockerte, um die amerikanische Dominanz und damit die der Techmilliardäre der IT-Konzerne durch Deregulierung der KI zu sichern, wurde ihm wahrscheinlich durch die KI Mythos von Anthropic doch die mögliche Gefährdung der nationalen Sicherheit bewusst oder von Beratern nahegelegt.
Ein Gesetz scheiterte im Kongress, das verhindern sollte, dass Bundesstaaten regulierende KI-Gesetze einführen können. Noch Ende 2025 erließ er ein Dekret, in dem er Regulation als exzessiv bezeichnete und befahl, Maßnahmen der Bundesstaaten zur Regulierung zu unterbinden, um die Innovation nicht zu einzuschränken. Im Juni 2026 erließ Trump ein Dekret zum Schutz der nationalen Sicherheit, damit KI-Modelle auf Cybersicherheit vor ihrem Start überprüft werden. Manche Republikaner wollen aber viel weiter gehen. So hat Thaddeus Claggett, republikanischer Abgeordneter in Ohio, einen Gesetzentwurf eingereicht, dass KI-Agenten nicht heiraten, legale Personen oder Vorgesetzte werden dürfen.
Nach der EU-Regulierung sind u.a. KI-Anwendungen für soziales Scoring, biometrische Identifizierung und biometrische Echtzeit-Fernidentifizierungssystemen ebenso wie kognitive Verhaltensmanipulation von Personen oder bestimmten gefährdeten Gruppen verboten. KI-Modelle wie Chatbots müssen den Nutzern ab 2. August klar zu erkennen geben, dass sie mit KI und nicht mit Menschen kommunizieren. Zudem müssen KI-Unternehmen technische Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch einsetzen. Diskutiert wird, ob der Umgang mit den KI-Chatbots soll KI-Psychosen auslösen kann.
In einigen US-Bundesstaaten gibt es ähnliche Regulierungen, die Transparenz und Kontrollmechanismen im Zusammenhang mit Äußerungen über Selbstverletzung, Schutzmaßnahmen für Minderjährige, beispielsweise muss häufig darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine KI handelt, Einschränkungen bei sexuellen Inhalten wie Verbot von deepfake pornography oder Verhinderung, dass Minderjährige sexuelle Inhalte generieren oder verbreiten können, und Verbote bestimmter manipulativer Interaktionen und menschenähnlicher Verhaltensweisen.
Gegen soziales Scoring oder biometrische Identifizierung hat man in China ebenso wenig etwas wie in Washington. Dort soll nur alles „Woke“ wie Gleichstellung oder Chancengleichheit außen vor bleiben. Der chinesischen Regierung macht angeblich auch Sorge, dass die jungen Menschen über die Nutzung von Chatbots und AI-Companions als Begleiter, Freund oder Ratgeber/Helfer sich von ihren Mitmenschen abwenden und dann auch asexuell werden, also im Kern keine Kinder mehr erzeugen könnten.
Darum scheint es zu gehen, zumal China auch nach Beendigung der Ein-Kind-Politik 2016 und staatlicher Familienunterstützung einen Männerüberhang und vor allem ein einbrechende Fertilität zeigt. Sie liegt gerade einmal bei 1,0, Tendenz weiter fallend. Noch vor Südkorea mit 0,73 bis 0,78 Kinder je Frau, liegen Macau (0,68) und Hongkong (0,73). Dagegen werden in Deutschland mit 1,34 Kinder pro Frau noch deutlich mehr geboren (und erzeugt). Um die Bevölkerung eines Landes ohne Migration konstant zu halten, wären 2,1 Kinder erforderlich. Nur in manchen afrikanischen Ländern werden noch mehr als 5 Kinder pro Frau geboren, was noch in den 1950er Jahren Weltdurchschnitt war. China lag in den 1950er Jahren noch bei 6 Kindern pro Frau.
In China schrumpft die Bevölkerung schnell, die Zahl der Todesfälle wächst weiter gegen über der Geburtenzahl. Gründe werden viele genannt. So steigt die Jugendarbeitslosigkeit, trotz Wirtschaftswachstum ist die Zukunft ungewiss, Wohnen ist teuer, Kinder eine große finanzielle Belastung, Frauen sind selbständiger geworden, bleiben Singles oder wollen keine Kinder. Zwar setzt man als Ersatz auf Robotik und KI, aber die Technik gefährdet die Fertilität noch weiter, glaubt man.
Das wird zumindest etwa vom Wall Street Journal als ein Grund für die seit 15. Juli geltende Regulierung für die „emotionalen“ oder „anthropomorphen KI-Interaktionsdienste“ genannt. Zitiert wird Matt Sheehan, der sich beim „Carnegie Endowment for International Peace“ mit chinesischer KI befasst: „Ihnen gefällt die Vorstellung nicht, dass ein großer Teil ihrer Bevölkerung tiefe emotionale Beziehungen zu Chatbots unterhält, die sie vom Heiratsmarkt verdrängen, negative psychologische Auswirkungen auf sie haben und zu Sucht, Abhängigkeit und einer ganzen Reihe weiterer sozialer Missstände führen könnten.“
Interessant ist jedenfalls, dass China erstmals beginnt, emotionale Interaktionsformen zwischen Menschen und KI-Agenten zu regulieren. Zudem müssen strenge Datenschutz- und Sicherheitsregeln beachtet werden. Als Begründung wird die rasante Entwicklung von anthropomorphen Diensten genannt, die „zunehmend Probleme wie die Gefährdung der körperlichen und psychischen Gesundheit von Minderjährigen, die Beeinflussung der Netzwerkinformationssicherheit, die Gefährdung des Lebens und der Gesundheit der Bürger und die Verstärkung ethischer Abweichungen“ schaffen. Angeblich mussten Alibaba und ByteDance bereits einige Chatbots streichen.
Im Text der Anordnung werden sie als „kontinuierliche emotionale Interaktionsdienste“ beschrieben, „die die Persönlichkeitsmerkmale, Denkmuster und Kommunikationsstile natürlicher Personen simulieren“. Gemeint sind virtuelle Kameraden, Freunde oder Helfer, nicht Chatbots für Kundenbetreuung, Arbeits- oder Lernassistenten, in denen die emotionale Bindung nicht primär ist.
Explizit geht es in der Anordnung darum, dass die Entwicklung von „interaktiven Interaktionsdiensten“ etwa für die Altenpflege, Kinderbetreuung oder kulturelle Kommunikation im Prinzip weiter gefördert, aber viele Inhalte verboten werden, z.B. Gefährdung der nationalen Sicherheit, Hass, Diskriminierung, Förderung von Suizidabsichten und Gewalt, Gesundheitsschädigung, Weitergabe von Staats-, Geschäfts- oder Arbeitsgeheimnissen oder persönlichen Informationen. Das Übliche also, verhindert werden aber soll auch, dass Minderjährige angestiftet werden, riskantes Verhalten zu zeigen oder schlechte Gewohnheiten anzunehmen, die die körperliche und geistige Gesundheit von Minderjährigen beeinträchtigen können.
Und es soll unterbunden werden, dass KI-Companions übermäßig besorgt um die Nutzer sind, wodurch eine emotionale Abhängigkeit oder Sucht entstehe und die realen zwischenmenschlichen Beziehungen des Benutzers geschädigt würden. Angeboten dürfen Minderjährigen „keine virtuellen Verwandten, virtuellen Partner und andere virtuelle Intimbeziehungen“, unter 14-Jährige dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Erziehungsberechtigten auf „anthropomorphe Interaktionsdienste“ zugreifen. Die Anbieter müssen das Alter des Nutzers identifizieren. Zudem müssen Dienste für Minderjährige angeboten werden, bei denen personalisierte Sicherheitseinstellungen möglich sind, um etwa die Nutzungszeit zu beschränken, bestimmte Rollen auszuschließen und immer wieder zur Rückkehr zu Interaktionen in der realen Welt aufzufordern. Wenn eine emotionale Krise oder extreme Emotionen entdeckt werden, muss eine Benachrichtigung oder Hilfe erfolgen.
Ähnliche Beiträge:
- Wirtschafts- und Militärmacht China
- Vom intelligenten Chatbot zum verführenden Sexbot
- Die nächste Droge: Der Umgang mit den KI-Chatbots soll KI-Psychosen auslösen können
- Deng Xiaoping und die Wende zum Kapitalismus
- Soll man mit KI-Chatbots höflich umgehen? Haben Sie Bewusstsein?



Mitte der 90er Jahre kam das Internet als World Wide Web auf den Markt. Für jeden zugänglich und ich sagte immer der Mensch ist noch nicht soweit für diese Technologie.
Dann kam das Handy mit der SMS und ich sagte der Mensch ist nicht soweit für die Technologie. Das war der erste schritt in die nonverbale Kommunikation.
Im Jahre 2007 zeigte mir der damalige Chef sein Apple I Phone. Und ich wusste das der Mensch auf diese Technologie nicht vorbereitet war. Jetzt dient es als ruhigsteller für Kleinkinder und die Rechtschreibung wie auch der Umgang mit dem System erinnert an massivem Drogenmissbrauch. (C5 bis C7 Wirbel werden am meisten beansprucht und das wird oder ist schon die neue Volkskrankheit.)
Nun kommt KI und ich denke die Menschheit ist nicht vorbereitet für den Umgang mit dieser Technologie.
Das wird uns noch ganz schön auf die Füße fallen und unsere Gesellschafft massiv zerstören.
Und weshalb das ganze wahllose auf den Markt für die breite Masse zugänglich machen dieser Technologien?
Unvorstellbar viel Geld verdienen für einige wenigen Menschen. Mehr nicht.
Naja, die Menschheit hat es nicht so weit gebracht, weil sie vorbereitet war. Sein Erfolgsrezept liegt in der Anpassungsfähigkeit.
Wie weit hat es denn die Menschheit gebracht?????
Ich würde behaupten das wir uns, im sogenannten Werte Westen, inzwischen rückwärts bewegen. Geistig, die Intelligenz und Selbs Reflektion betreffend als auch Emphatisch.
Evolution, auch kulturelle oder geistige, verläuft nicht gradlinig. Und mir geht der Gedanke auf den Keks, dass die Menschheit mit KI quasi ihren eigenen Niedergang besiegelt hat. Klar ist das denkbar, aber es erscheint mir recht unwahrscheinlich. Die Frage für mich ist nicht ob KI oder nicht, sondern wie wir damit umgehen. Das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Und es bleibt ein Werkzeug, auch wenn emotionale Bindungen eingegangen werden. Es gibt auch Leute die lieben ihr Motorrad über alles, oder eine Zeit, wo die Welt zusammengebrochen ist, wenn das eigene Tamagotchi verendete.
Ich war nicht immer dieser Meinung. Viele Dinge die da kamen waren natürlich toll, keine Frage.
Mittlerweile sehe ich das aber wie Du und finde auch das der Mensch, gerade was Handys, Tablets und dgl. betrifft, immer bekloppter wird.
Und mit der ganzen Chatgpt Geschichte wird dem Homo Sapiens das Denken ganz abgenommen.
Der Film „Idiocrazy“ veranschaulicht ganz gut die Entwicklung die der Mensch nimmt.
Wie groß der Bevölkerungsüberhang an Samenerzeugern ist spielt für die Fertilität keine Rolle. Einzig entscheidend ist die absolute Zahl an jungen Frauen mit Kinderwunsch.
Die Chinesen haben wohl realisiert, dass der Elektrolurch, der an eine KI gestützte 3D-Pornofigur mit Tense-Unit angestöpselt sein wird, für absolut nichts mehr zu gebrauchen ist.
Die Menschheit hat Volksmusik, Ballermann, Corona überlebt. Sie wird Trump überleben und da wird sie auch mit KI fertig werden………
Man könnte aber durchaus argumentieren, dass sie von allem genannten dauerhafte Schäden davon getragen hat.
ich bin gespannt, wann in unserer „Wertegesellschaft“ ähnliche Regelungen eingeführt werden.
Daran mache ich dann fest, wieviele Jahre wir ethisch, intellektuell und technologisch hinter China herhinken…
Da sieht man, worauf diese Techkonzerne abzielen. Ein KI-Freund ist einer, dem man alles erzählt und die KI weiß dann alles über diese Person. Nebenbei erfährt sie auch noch, wo ein Knallerbsenstrauch durch einen Maschendrahtzaun gewachsen ist. Aus all diresen Informationen lässt sich das gesamte Geschehen, sagen wir in einem Stadtteil, nachbilden. Die Polizei ist natürlich scharf auf solche Daten und wird sie bekommen. Alle Sorten von Ganoven allerdings auch. Wer kontrolliert das?
Diue Antwort ist höchst einfach: niemand.
Der Rückgang der Fertiliät ist eigentlich DER epochale Wandel. Selbst in der absoluten Provinz wie Mato Grosso oder den erzkatholischen Philippinen passiert das. All die Schwachsinnigen mit ihren Beschwerden über die bösen Migranten verstehen nicht, dass diese Leute nötig sind um wenigstens einen Minimalbetrieb aufrecht zu erhalten. Zum ersten Mal in der Geschichte scheint die malthusische Falle mit ihrer Konsequenz eines riesigen Krieges nicht zuzuschnappen.
Und KI? Ist nur Technologie, das als „Freund“ zu sehen ist komplett pervers und wird in vernünftigen Ländern mit gutem Grund reguliert.