Warum unterstützte Deutschland die Ukraine, obgleich die Anschläge auf Nord Stream im staatlichen Auftrag geschahen?

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Bojan Pancevski, Reporter beim Wall Street Journal, will nun die „wahre Geschichte der Sabotage, die Europa erschütterte“, in seinem Buch über den Anschlag auf die North Stream-Pipelines vorlegt haben. Er sei in Kontakt mit vielen Beteiligten gestanden, auch mit den Tätern. Die Geschichte hatte er bereits in Kurzform im WSJ dargelegt (Nord Stream-Anschlagspläne: „Beflügelt von Alkohol und patriotischem Eifer“?). Jetzt liefert er Details nach, aber nichts grundsätzlich Neues.

Die Geschichte handelt von dem siebenköpfigen Team aus ukrainischen Tauchern und Militärs, die sich eine Yacht namens Andromeda in Deutschland gemietet, die Sprengsätze an die Pipelines angebracht und drei der Pipelines gesprengt haben sollen. Der siebte Verdächtige ist ein Soldat, der im Krieg nach dem Anschlag gefallen ist. Auftraggeber war eine ukrainische Geheimdiensteinheit, durchgeführt wurde sie laut Pancevski mit Wissen der militärischen und politischen Führung. Auch Selenskij soll informiert gewesen sein, nach Warnung seitens der CIA aber zumindest pro forma befohlen zu haben, die Anschlagsplanung abzubrechen. Offiziell will er aber nichts davon gewusst haben. Militär bis hinauf zum damaligen Oberbefehlshaber Saluschnyi und Geheimdienste hat das offenbar nicht weiter gekümmert. Die Anschlagsorganisation wurde nach Pancevski unter Genehmigung von Saluschnyi fortgesetzt, zumal sie auch kaum Geld kostete. Oliver Schröm und Ulrich Thiele gehen in ihrem Buch „Die Sprengung“ davon aus, dass Selenskij tatsächlich nichts gewusst habe

Bekanntlich gab es im Westen kein gesteigertes Interesse daran, den Anschlag aufzuklären. Letztlich blieb die Bundesanwaltschaft übrig, die die Beweismittel mühsam gesammelt und eine Fahndung nach den ausgemachten Verdächtigen schließlich mit einem Europäischen Haftbefehl eingeleitet hat. Die Ukraine, die trotzdem von Deutschland Geld und Waffen forderte, sowieso nicht, Polen hat die Aufklärung behindert und schließlich Wolodymyr Schurawlew, einen der mit einem Europäischen Haftbefehl gesuchten Verdächtigen einmal ausreisen und dann nach Festnahme gleich wieder freigelassen. Das unter Bekräftigung des polnischen Regierungschefs Tusk, der Deutschland zudem aufforderte, die Ermittlungen einzustellen. Wenn, so der Richter, der Verdächtige an der Tat beteiligt gewesen sein sollte, habe er nichts Illegales begangen, sondern genieße Immunität: „Wenn die Ukraine und ihre Spezialeinheiten, darunter auch der Verdächtige, eine bewaffnete Mission zur Zerstörung feindlicher Pipelines organisiert haben, waren diese Aktionen nicht rechtswidrig. Im Gegenteil, sie waren gerechtfertigt, vernünftig und gerecht.“ (Polnisches Gericht: Zerstörung feindlicher Infrastruktur in einem Krieg ist keine Sabotage)

Italien lieferte den beim Badeurlaub verhafteten Verdächtigen Serhii Kuznietsov, zur Tatzeit Mitglied einer ukrainischen Spezialeinheit, schließlich Deutschland aus. Seine Verteidigung streitet eine Beteiligung am Anschlag ab und verweist gleichzeitig auf funktionelle Immunität, da er, wenn er wirklich beteiligt gewesen sein sollte, im staatlichen Auftrag gehandelt und eine Infrastruktur des Feindes zerstört habe.

Die Klärung dieser Frage ist der Knackpunkt, der politische Folgen haben wird und muss. Die Bundesanwaltschaft geht von einem „Sabotageakt im Auftrag eines Geheimdienstes eines fremden Staates“ aus. Funktionelle Immunität wird zurückgewiesen, die Möglichkeit eines Kriegsverbrechens wird hingegen erschwerend ins Spiel gebracht. Funktionelle Immunität könne nicht geltend gemacht werden, weil es sich nicht um einen militärischen Angriff („Kombattantenprivileg“), sondern um einen verdeckt ausgeführten, „geheimdienstlich gesteuerten Gewaltakt“ handeln würde. Zuständig sei die deutsche Justiz, weil die Pipelines eine auch deutsche zivile Infrastruktur seien (BGH sieht Nord Stream-Anschläge als „Sabotageakt im Auftrag eines Geheimdienstes eines fremden Staates“).

„Die Ukrainer handeln erst und analysieren später“

Pancevski ist wahrscheinlich wegen seiner Bekanntschaft mit ukrainischen Politikern, Militärs und Geheimdienstlern befangen und nimmt die Täter und ihre Drahtzieher in Schutz, obgleich der sehr doppeldeutig ist: „Nord Stream haben sie als rein russische Pipeline wahrgenommen. Das ist sehr wichtig, die haben das nie als deutsche Infrastruktur betrachtet“, sagt er in einem NZZ-Interview. Das mag vielleicht für die „dummen“ Täter gelten, nicht aber für die Auftraggeber, auch wenn Pancevski gegenüber der NZZ auch denen eine nicht sehr hohe Intelligenz attestiert: „Ich habe viele Bekannte im ukrainischen Militär und in den Geheimdiensten. Ich weiß, wie mutig sie sind und wie wenig sie Dinge durchdenken. Sie handeln erst und analysieren später.“ Pancevski sagte bei Lanz nämliches, schloss aber gleich an, dass die Täter darauf geachtet hätten, die Pipelines nicht in deutschen Gewässern zu sprengen, sondern in den erweiterten Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens.Wenn das absichtlich war, dann haben sie wohl doch nicht die Pipelines als rein russische betrachtet.

Der WSJ-Reporter wies am 16. April auch jeden Verdacht zurück, die USA könnten etwas damit zu tun haben. Als der damalige US-Präsident Biden im Februar 2022 im Beisein des damaligen Bundeskanzlers Scholz erklärte hatte, dass im Falle eines russischen Angriffs auf die Ukraine die Pipeline zerstört werde, hatte Scholz keine Einwendung gemacht. Für Pancevski ist ganz klar, dass Biden damals nur von Sanktionen gesprochen habe, dass also Seymour Hersh daneben gelegen habe, das als einen Baustein für die amerikanische Verantwortung zu sehen (Seymour Hersh: US-Regierung ließ die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines ausführen). Hersh hat die Andromeda-Geschichte als Cover-Story abgetan, die amerikanische und deutsche Geheimdienste nach dem weiteren Besuch von Scholz bei Biden ausgeheckt hätten. Pancevski sagt, die deutschen Ermittler hätten auch die Verantwortung Russland und der USA untersucht und seien zu dem Schluss gekommen, keiner von beiden sei es gewesen.

Bei Lanz saß am Pancevski zusammen mit dem ehemaligen Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt, der zugab, schon früh von den Anschlagsplänen gewusst zu haben. Deutsche Spitzenpolitiker hätten bereits aufgrund von Informationen des niederländischen Geheimdienstes Hinweise auf die Täter und die „ukrainische Spur“ gehabt. Schmidt gab bereitwillig zu, das damals auch gewusst zu haben. Man habe aber nichts weitergeben können, weil der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen habe. Er habe dann nur dafür gesorgt, dass Geheimdienstinformation „in einer abstrakten Form“ an die Polizei gelangen. Zudem habe man vorsichtig sein müssen, dass die Täter nicht gewarnt wurden.

Gefragt, wie es gehandhabt wurde, dass Deutschland Milliarden und Waffen an die Ukraine liefert, die die Pipelines zu deutschem Schaden zerstört hat, meinte Schmidt, man habe die Ermittlungen eben getrennt von der politischen Dimension. Nach all dem, was Pancevski erzählt hatte, versicherte Schmidt allen Ernstes, dass „die Hinweise so waren, dass es nicht ein staatlicher Akteur war und nicht zu Selenskij zeigt, war das für mich, ich weiß das auch vom Kanzler, emotional kein Problem.“ Nachgefragt wurde von Lanz nicht. Die Bundesregierung setzte offenbar darauf, dass erst dann, wenn es zu Verhandlungen kommt, alles auf den Tisch kommt: „Wir müssen in jedem Schritt ehrlich sein, wir müssen aber nicht alles sagen, was wir wissen, damit wir die Ermittlungen nicht behindern.“

Dazu dient diese Desinformation der Öffentlichkeit dazu, hätte er auch sagen können, dass diese weiter willig bleibt, die Ukraine massiv zu unterstützen. Und obgleich Deutschland die Ukraine massiv unterstützt hat, war es nicht möglich, dass deutsche Ermittler in der Ukraine tätig werden können, was man anscheinend willig hingenommen hat. Jetzt wüssten die Verdächtigen zwar, dass nach ihnen international gefahndet werde, für Taucher sei das ja auch nicht schön, so Schmidt, weil die doch gerne reisen.

Im Widerspruch zu Schmidt sagte Pencevski, die Bundesstaatsanwaltschaft werde in ihrer Anklage wahrscheinlich von einem „staatlichen Auftrag“ sprechen. Das werde den Druck auf den Kanzler erhöhen. Die AfD und vielleicht die Linken, die „einigermaßen prorussisch agieren“, werden sich „aufregen“. Aber er habe mit Leuten im Bundeskanzleramt gesprochen, die meinen, sie könnten das überstehen. Nach ein, zwei Wochen werde wieder Ruhe sein.

Die Journalistin Kerstin Münstermann hielt zurecht dagegen, dass das nach der großen Unterstützung und weil Deutschland der größte Unterstützer in Europa sei eine politische Diskussion auslösen werde, die nicht nach zwei Wochen überstanden sei. Es gebe Wahlen, das sei Sprengstoff. Panjevski sagte, der Kanzler könne gut argumentieren, warum die Unterstützung der Ukraine im nationalen Interesse Deutschlands sei: „Die meisten Menschen werden verstehen, dass das imperiale Vorgehen Russlands gefährlich für Deutschland und die EU ist.“

Schmidt meinte, viele der Elemente über den Anschlag seien schon lange bekannt: „Das Glück für die Ukraine ist, dass Putin das Gas schon vorher abgeklemmt hat, d.h. die Anschläge waren nicht ursächlich für den Anstieg der Preise.“ Zudem sei ein diffuses Bild entstanden, weil die einen die Amerikaner, die anderen die Briten oder die Russen beschuldigten, aber die Ukrainer außen vor blieben. Das Durcheinander war der Bundesregierung damals wie heute wahrscheinlich ganz recht, man wollte die Diskussion weitgehend am Rand halten, um freie Hand für die Unterstützung der Selenskij-Regierung zu haben. „Die Wahrheit, dass das ein ukrainisches Sonderkommando war, staatlich, nicht-staatlich oder halbstaatlich, … seit 2023 wurde (von den Medien) alles berichtet und hat nicht diese Empörung ausgelöst, die es normalerweise ausgelöst hätte. Deswegen bin ich, was die politischen Implikationen anbelangt, nicht ganz so besorgt.“

Schmidt ist also beruhigt, die politische Strategie ist aufgegangen, die politische Führung hat sich weggeduckt, die Bevölkerung blieb willig, die Ukraine zu unterstützen, zumal die Argumentation dann umgeschaltet wurde, dass sie Europa verteidigt und es sich um einen arbeitsteilig geführten Stellvertreterkrieg handelt. Und auch wenn die Sprengung der Pipelines nicht alleine die Ursache für die Steigerung der Preise war, so spielte diese wohl auch der Bundesregierung in die Hände, leichter Washington beim Abklemmen der Gasimporte und der dann ansteigenden Preise zum Schaden der Bürger und der Wirtschaft zu gehorchen. Man muss sich fragen, warum die deutschen Regierungen sich diesen Anschlag auf eine maßgebliche Infrastruktur bieten ließen, stattdessen brav mitspielten und dies jetzt noch immer machen (Unser Krieg – eine neue Epoche in Europa)?

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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50 Kommentare

    1. Das VK oder die VSA haben auf jeden Fall die Fähigkeiten. Wie auch ein paar andere Länder für solche Aktionen ausgebildete Taucher unterhalten. Russland zum Beispiel auch. Ich bezweifele aber, daß die Ukraine dafür ausgebildete und in Übung gehaltene Taucher hat(te). Und dann mit einer Segelyacht über die Ostsee segelt.

  1. Nicht wirklich, nein?

    Diese ausgelutschte Lügen-Story um die Hobbytaucher die von ihrem Segelbötchen mit 2 Tonnen Sprengstoff im Gürtel zu den Pipelinen geschnorchelt sind? Und das kauft Herr Rötzer dem WSJ ab?

    Hochnotpeinlich! Da erübrigt sich jeder Kommentar.

    1. Zustimmung. Aber stete Wiederholung der Lüge macht sie irgendwann zur vermeintlichen Wahrheit. Ich hab kurz nach dem Ereignis aufgrund von Kenntnissen der Taucherei auch kommentiert, warum das so nicht gelaufen sein kann, Hershs Beschreibung aber schon. Und dort kamen eben US Marinetaucher aus Panama City (Florida, USA) drin vor. Einfach mal googln nach „us navy panama city fl military units list“ und bei den Ergebnissen drüber nachdenken, welche davon besonders qualifiziert wären, vorbereitete submarine Bomben der 500 kg Klasse dort zu verlegen. Immer wieder gegen die gleichen Fragwürdigkeiten argumentieren finde ich ermüdend.

      1. Wieso macht sich Herr Rötzer zum Büttel der CIA und tischt uns diese Coverstory des US Geheimdienstes(Andromeda-Nebel,ja Witz hatte der CIA schon)als Tatsachen auf.
        Ich empfehle ,sich die Interviews von Patrik Baab mit Ola Tunander und dann das Interview von Ronzheimer mit Pancevski anzuhören.Und dann urteilen sie selbst.

        1. Warum stellst Du die Frage an mich?

          Ich weiß das leider auch nicht, aber wie ich schon schrieb, die lustige Erzählung vom ukrainischen Segelausflug ist eben nur eine solche.

        2. Das hat der Rötzer nie anders gemacht.
          Berufskrankheit 😉

          Das kenne ich alles schon aus seiner Zeit bei Telepolis. Deshalb bewirkt Overton auch keine Altenative zum deutschen Regoerungsschwachsinn.

  2. Lustig: In Deutschland sind demnächst viele knapp bei Kasse, weil die Wirtschaft weiter abschmiert, weil die Ölprodukte ausgehen, weil die Raffinerie Schwedt kein Öl aus Kasachstan mehr bekommt, weil Russland die Durchleitung stoppt, weil die Infrastruktur dafür repariert werden muss, weil ukrainische Drohnen sie kaputt gemacht haben, weil Deutschland für diese bezahlt hat.

    1. Noch „lustiger“: Selenski hat auf einmal angekündigt, die Druschba-Trasse nach Ungarn und der Slowakei, die seit Januar geschlossen war, zu öffnen, vorausgesetzt, Ungarn gibt vorher (!!!) den Widerstand gegen den 90-Milliarden-Kred… Geschenk auf.

      Stand so mit Datum 21.4. in der Berliner Zeitung. Und ein paar Artikel darunter, ebenfalls mit Datum 21.4. stand zu lesen, daß Kiew die Druschba-Trasse in Russland angegriffen hat….

  3. Heute ist wieder große Märchenstunde bei Overton.
    Onkel Florian erzählt uns eine Geschichte über die Nebel am Sternenhimmel und das kleine Segelboot Andromeda mit seiner großen Fracht und über Talkshows und dem Geschwätz von Geheimdienstlern.

    Aber ehe wir jetzt vollends in die Sagen- und Märchenwelt abdriften, stellen wir uns eine schlichte Frage:
    Von wem ist Deutschland jetzt abhängig, wenn das Gas nicht mehr aus Russland kommt?
    (Kleiner Tipp zur Lösung: Die Antwort hat drei Buchstaben.)

    1. …und im Gegensatz zu „Putin“, der laut dieses Märchens aus 1000 und einer Wall Street, Gas nie als Druckmittel benutzt hat, hat Trump die EU ganz offen erpreßt, den Wisch, den von der Leichen unterschrieben hat (mit Investitionszusagen in hunderten Milliarden Dollar Höhe sowie Kaufverpflichtungen, einseitige Zölle gegen die EU aber keine gegen die USA – etc, Stichwort „Zollabkommen“), sofort umzusetzen, sonst gäbe es dieses Jahr kein LNG für die EU….

      Allein die dreiste Behauptung, „Putin hätte die Pipelines im Moment der Sprengung sowieso schon dichtgemacht“! NS2 war betriebsbereit und hätte nur von Deutschland zertifiziert werden müssen, und die Verdichterturbine von NS1 steht immer noch in Mühlheim an der Ruhr rum….

  4. Ja klar. Ein paar ukrainische Hobbytaucher waren es und Selenskij hat selbstverständlich nicht das geringste davon gewusst.
    8ch finde, eir sollten uns unbedingt aus der NATO verabschieden, denn die ist ja nachweißlich nicht in der Lage, unsere Sicherheit zu garantieren. Die Ostsee ist bekanntlich das am besten überwachte Meer. Wir sparen uns jedes Jahr 100 Milliarden Euro.
    Außerdem, wenn wir solche „Freunde“ wie Polen und Ukraine haben, brauchen wir Feinde nicht mehr.

    1. antwort an dich auf deinen kommentar von 12.10 uhr. dein text steht in keinem zusammenhang mit dem was ich geschrieben habe…

      die ukraine hat bewiesen, daß sie Russland überall treffen kann, tausende km im Landesinneren. Die russen bekommen das nicht in den griff.

      hast du überhauupt eine Ahnung, wie lange es dauert, eine beschädigte Raffinerie wieder in gang zu bringen?

  5. Sollte sich die Geschichte so zugetragen haben wie oben beschrieben und bei Lanz uns erzählt, dann hätte der US-Dienst mit Sicherheit davon Kenntnis gehabt. Die Frage hat er seinen deutschen Partner informiert und dieser den Kanzler? Wie haben die reagiert falls so eine Information erfolgte?

    1. Die CIA soll ja gewarnt und informiert haben, auch die Bundesregierung. Und Druck auf die Ukraine soll ausgeübt worden sein, den Anschlag nicht zu machen. Angeblich waren Saluschnyi und Co. nicht willens zu gehorchen, während, wie Schmift sagte, man sich politisch nicht um die Anschläge kümmerte …

      1. Von der gewarnten Regierung kann man natürtlich nicht erwarten, daß man vielleicht Patrouillen in der Ostsee fahren läßt, schließlichhabensich die Saboteure noch nicht einmal an das verhergesagte Datum gehalten. Heute ist übrigens in der Berliner Zeitung ein Interview mit 2 Investgativjournalisten erschienen („Es waren Ukrainer mit sehr guten Verbindungenzur CIA)“, die mit den Hintermännern in der Ukraine gesprochen haben wollen.

      2. Geehrter Herr Rötzer, hier habe ich den Eindruck, daß ein narrativ zur Realität bestimmt wird.
        Geheimdienste jeglicher staatlichen ‚Unterwerfung‘ hätten für jeden dieser Staaten einen Verrat getätigt.
        Die Haupt Geheimdienste sind alle miteinander verbunden und D ist der Zentralknoten aller Informationen.

      3. Danke Herr Rötzer für das Signal und werde diese Signal richtig werten.
        MfG PRO1

        Eben erhielt ich den Hinweis, das mein Kommentar zu kurz geraten ist, Auflage erfüllt

  6. Warum unterstützte Deutschland die Ukraine? Die Frage kann man auch so stellen.
    Russland oder BRD wem geht wirtschaftlich die Puste aus

    Russlands Wirtschaftswachstum nach Beginn des Ukrainekriegs (ab 2022)
    2022 –1,44 % (Sanktionsschock)
    2023 +4,07 %
    2024 +4,92 %
    2025 (Prognose) +0,98 %
    2026 (Prognose) +1,09 %

    Wirtschaftswachstum der BRD nach Beginn des Ukrainekriegs (ab 2022)
    2022: +1,8 %
    2023: –0,3 %
    2024: 0,0 % (Stagnation)
    2025: +0,2 %
    2026: (Prognose) +0,5 %

    Russland hat sich vom Sanktionsschock sofort erholt. Das postdemokratische Deutschland befindet sich aber im Niedergang, und glaubt durch Geldpresse und Rüstung die Führung in Europa zu erlangen. Solche Ansprüche gefallen wohl nicht mal Macron und Starmer. Mit Russland und USA hat es sich die BRD ja sowieso versaut. Quo vadis blinder Affe.

  7. Immer wieder wird die gleiche Sau durchs Dorf getrieben, die arme Sau Andromeda.
    Schlachtet sie endlich, dann hat auch sie ihre Ruhe.

  8. Florian Rötzer betreibt hier Nudging vom feinsten.
    Der möchte hier wieder als Transatlantiker uns von der Schuld der Amis in die Irre führen.
    Allein schon die Überschrift spricht Bände.

  9. … und welche Rolle spielte die von der Bundesregierung seinerzeit nicht lizensierte Durchlaufturbine für Nordstream als angeblich Russland das Gas abdrehte!?

  10. Die Daten für 23 und 24 sind falsch, sie wurden letztes Jahr von destasis um ein halbes Prozent nach unten korigiert.
    Das dürfte auch für 2025 so kommen und über die Schätzung 26 lachen wir mal so richtig.

  11. Nun haben die Deutschen ja alles getan, um diese zwei Verdächtigen zu verhaften. Und jetzt? Eigentlich nichts mehr. Weil sie schon haben, was sie wollen.
    Ob die Geschichte stimmt, ist nicht das Eigentliche. Das Eigentliche ist, wer an der Spitze der Ukraine steht. Der Kandidat der Briten war natürlich Saluzhniy, denn er ist dort Botschafter. Aber S. ist genau der, dem man mit dieser Geschichte einen Strick drehen kann. Oder könnte, denn die Sache hat sich erledigt.
    Da sitzt nun Kyril Budanow an der Stelle, an der der eigentlichze Regierungschef sitzt. Ein gnadenloser Hardliner, der den Krieg unter allen Umständen fortsetzen wird. Das ist der, den sich die Deutschen da wünschen. Die längst anstehenden Neuwahlen sind da einfach kein Thema mehr. Womit Saluszhnyi aus dem Rennen ist.
    Da ist überhaupt kein Druck auf der Leitung, um einen Prozess gegen diese zwei Angeklagten zu beginnen. Wenn sie Pech haben, werden sie in der U-Haft vergessen.

  12. Nein, also ehrlich: Diese Ostsee-Pipeline-Sprengung hat ganz viele technische Bestandteile, die zusammen genommen nur einen Schluss zur Beteiligung der Ukraine zulassen: Unsinn. Da sind ganz andere Hände im Spiel und, nach Lage der technischen Fakten, US-Amerikanische, ganz wie Seymour Hersh es eruierte.

    Auch der mysteriöse Autopilot-Geister-Flug – ohne eine noch lebende Seele an Bord – des Kölner Unternehmers Griesemann und drei Mitgliedern seiner Familie, der von Spanien bis zu seinem Ende in der Ostsee – völlig unbehelligt über Europa geflogen ist: keine deutsche Zeitung zog Schlüsse daraus. Firma Griesemann war jedoch, als Experte für Pipelines, in den Bau von NORDSTREAM2 entscheidend eingebunden. Sie hatte außerdem gerade die Reparatur einer defekten Verdichterturbine für Nordstream1 in Kanada beauftragt und überwacht, welche angeblich nicht termingerecht nach Russland zurück geliefert werden konnte. (https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/nordstream-1-wie-wichtig-ist-die-mysterioese-gasturbine-wirklich/)
    Griesemann wußte SICHER zu viel über die Anordnungen aus den Kulissen hinter dieser Inszenierung.
    https://schildverlag.de/2022/10/04/nordstream-2-die-indizienkette-ist-dicht-raetselhaft-starb-mit-griesemann-eine-schluesselfigur-bei-dem-ominoesen-cessna-absturz/
    https://vk.com/wall735544122_4330

      1. Ich denke mal: „untersucht“ wurde da nie Irgendwas. Von wem auch? Die stecken alle entweder ganz tief mit drin, oder sind völlig arglos…

  13. Na klar, wenn es im WSJ steht, kann es ja nur stimmen. Es gab ja bekanntlich nie Verbindungen zwischen Wallstreet und amerikanischen Geheimdiensten (Sullivan & Cromwell). Ähnlich ist es mit deutschen Staatsmedien oder Oligarchenmedien. Die sind ja alle so unabhängige, super kritische Investigativjournalisten wie Julien Assange oder Edward Snowden.

    vgl. https://www.youtube.com/@21stCenturyWireTV/search?query=nordstream

    oder auf deren Website.

    Ich finde das richtig amüsant wie verzweifelt meiner Meinung nach unsere schlapphütigen Hutfreunde vom deutschen tiefen Staat für den tiefen Staat der USA sich verbiegen. Wie bei der Israelpolitik wirft dieses Verhalten immer mehr Fragen auf, wessen Befehle sie befolgen. Sitzen ihre Chefs im Ausland? Ganz offensichtlich sind sie auch sehr unzufrieden, denn eigentlich müsste es wegen dem größten Terroranschlag in der Geschichte von Deutschland auch einen entsprechend großen Gerichtsprozess geben. In der Hinsicht tut sich aber fast überhaupt nichts. In welchen Ländern wurden überall Ermittlungen eingestellt?

    Wo ist eigentlich der Verdächtige verblieben, der aus Italien nach Deutschland überführt werden sollte?

    Es ist fast so wie mit den Tätern, die für den Tod von 156 Kindern und Eltern und ca. 100 schwer Verletzten verantwortlich sind in Minab. Das US-Militär nennt nicht einmal die Täter – und ohne Täter gibt es auch keinen Gerichtsprozess. Sie verschweigen natürlich auch, dass es ein Double Tab war, also noch eine zweite Cruise Missile auf Notärzte, Eltern und verletzte Kinder gefeuert wurde.

    https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Minab_school_attack

    Das freut natürlich unseren Moslem-Freund Artur_C, der dann, wenn es um Russland geht, plötzlich total einen auf Opposition macht. Noch ein Beispiel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei_Kundus

    Der Oberst wurde noch zum General befördert vor der Rente und nach dem Vorfall. Eine Klage der Opfer auf Schadenersatz in Deutschland wurde abgelehnt.

    In beiden Fällen sind das eklatante Verstöße gegen Rechtsgleichheit, Gleichheitsgrundsatz, Willkürverbot.

    So spinnen die immer noch an ihrem Limited Hang out. Weil der Zuständige am Anfang so gepfuscht hat mit der Mini-Segelyacht im Freizeithafen von Rügen, müssen sie jetzt ständig alle paar Wochen ihre „Narrative“ (Lügen) anpassen und langsam verändern.

    Letztlich geht es darum wie gerade Recht und Wahrheitsfindung verhindert werden, weil das Ergebnis politisch sehr unvorteilhaft für die gegenwärtigen transatlantisch (angelsächsisch, israelisch) dominierten Machthaber wäre. Solche Vorfälle werden wir in den kommenden Jahren immer mehr haben, je mehr Deutschland militarisiert wird. Den Krieg oder Handel mit Kriegswaffen führt immer zu Unrecht, Zerstörung, Leid und Tod.

  14. Der Artikel tut so als sei der Fall weitgehend geklärt obwohl die entscheidenden Fakten öffentlich nicht sauber belegt sind. Aus Indizien Vermutungen und politisch gefärbten Aussagen wird ein geschlossenes Narrativ gebaut.

    Auffällig ist vor allem die politische Schieflage Während Joe Biden bereits früh offen sagte die Nord Stream pipelines werde ein Ende haben blieb die Reaktion von Olaf Scholz bemerkenswert zurückhaltend ohne klare öffentliche Einordnung.

    Gleichzeitig wird jede kritische Nachfrage schnell als Spekulation abgetan obwohl die Informationslage selbst lückenhaft und hochgradig politisiert ist. Das wirkt weniger wie Aufklärung als wie Deutungshoheit.

    Fazit Es gibt bis heute keine transparent belegte eindeutige Verantwortungszuweisung. Alles andere sind politische Interpretationen eines weiterhin nicht abschließend geklärten Vorgangs.

  15. Warum unterstützte Deutschland die Ukraine, obgleich die Anschläge auf Nord Stream im staatlichen Auftrag geschahen?

    Die Antwort ist doch ziemlich simpel: Deutschland ist eben kein souveränes Land, dass seine eigenen Interessen vertreten kann bzw. darf, sondern lediglich eine Schachfigur im Spiel stärkerer Mächte.

    Und dabei ist es ziemlich egal, von welcher ausländischen Macht die Täter denn nun genau gekommen sind … !
    Selbst wenn diese etwas kurios anmutende Geschichte mit der Segelyacht stimmen sollte, muss man natürlich davon ausgehen, dass der amerikanische Geheimdienst und damit auch die US-Regierung davon Kenntnis hatte und die Sache gebilligt hat.

    Trotzdem birgt die Sache einige Brisanz und der „Cicero“ bringt die Problematik gut auf den Punkt:

    „Wie würde die Bundesregierung der Bevölkerung wohl erklären können, warum man die Kiewer Regierung mit deutschem Steuergeld alimentiert, wo diese doch Sabotageakte gegen die hiesige Energieversorgung in Auftrag gegeben hat?“
    https://www.cicero.de/aussenpolitik/cicero-im-mai-schockwellen

    1. „Trotzdem birgt die Sache einige Brisanz und der „Cicero“ bringt die Problematik gut auf den Punkt:

      „Wie würde die Bundesregierung der Bevölkerung wohl erklären können, warum man die Kiewer Regierung mit deutschem Steuergeld alimentiert, wo diese doch Sabotageakte gegen die hiesige Energieversorgung in Auftrag gegeben hat?““

      Vor allem noch, wenn man in Betracht zieht, welche signifikanten Auswirkungen diese Zerstörung der deutschen Energieinfrastruktur nach sich zieht:
      De-Industrialisierung des ehemaligen Industriestandorts Deutschland mit allen damit zusammenhängenden Kollateralschäden. Noch weniger Einnahmen für Sozialsysteme, die dringendst benötigt werden, wenn man die halbe Welt einlädt, um sich hier alimentieren zu lassen (wobei ich die ukrainischen Flüchtlinge hier ausnehme, denn das sind wirkliche, legitime Asylsuchende). Die Insolvenzwelle wurde erst durch die exorbitante Verteuerung der Energie so richtig losgetreten, denn von den Corona-Maßnahmen erholte man sich gerade so halbwegs.
      Mittlerweile herrscht ja bekanntlich sogar schon bei vielen Energieträgern Mangellage, auch nur dadurch möglich, dass man sich von seiner wichtigsten Energiequelle abschneiden ließ und manche Schwachköpfe dies sogar noch für gut hießen.
      Somit wird klar – falls es die Ukraine war – dann hat sie Deutschland einen Schaden zugefügt, wie ihn zuletzt die Alliierten während des 2. WK mit ihren Flächenbombardements erzeugt haben. Und solch einem Regime in Kiew schiebt man nun wieder 60 Mrd. zu, was eigentlich nur dann möglich ist, wenn diejenigen, die diesen Deal durchführen lupenreine Hochverräter und Schwerstkriminelle sind.

      1. Man hatte doch eher den Eindruck, die Saboteure hätten sich damit das Bundesverdienstkreuz erarbeitet. Unter keinen Umständen war man bereit, NS2 endlich die Betriebsgenehmigung zu erteilen. Stattdessen stellte man erleichtert fest, endlich von diesem billigen Gas befreit zu sein, das einem jahrzehntelang aufgedrängt worden war.

  16. @“Warum unterstützte Deutschland die Ukraine, obgleich die Anschläge auf Nord Stream im staatlichen Auftrag geschahen?“

    Warum unterstützt Deutschland immer noch dieUkrainemüßte es lauten?
    Warum fördert Deutschland den „Sozialen Wohnungsbau“ in der Ukraine während hier die Mieteen wxlodieren und ca. 150.000 bezahlbare Sozilawohnungen fehlen?

    Ach es gibt so viele Fragen…..
    Fakt mdr – Eine Veranstaltung mit lauter Nebelkerzen reduziert auf den Benzinpreis und nicht auf die zukünftigen Belastungen die uns die Merz-Regierung auflasten will. Gas und Strompreise? Nordstreamgas zu teuer?

    Thomas Schulze (BSW) war argumentativ sehr schwach um es mal höflich zu sagen.
    https://www.mdr.de/fakt-ist/redaktionen/magdeburg/fakt-ist-magdeburg-inflation-preise-tanken-essen-leben-100.html
    Was soll man vom mder auch anderes erwarten

  17. Unabhängig davon wer die Sabotage tatsächlich ausgeführt hat, so war die Sprengung doch ganz offensichtlich im Interesse der USA, wo es auch eine parteiübergreifende Übereinstimmung zur Verhinderung der Pipeline gab. Alles weitere erfolgte dann in transaltantischer „Verbundenheit“ und Vasallen-Treue.
    Herausragend hier der Sozialdemokrat Scholz als deutscher Bundeskanzler, der die Zeitenwende mit massiver Aufrüstung ausrief. Als Anlass wurde der russische Einfall in die Ukraine genommen. Ein Einfall, der zuvor von den Transatlantikern selbst provoziert wurde.
    Mit dem Ausruf der Zeitenwende von Scholz wurde ein erstes Hauptziel des von den USA geführten transatlantischen Regimes erreicht, nämlich die Feindschaft Deutschlands zu Russland neu zu aktivieren.

  18. Von Patrick Baab gibt es auch ein noch ein Interview:

    Wer hat Nord Stream gesprengt und warum schweigen die Medien bis heute? – Prof. Ola Tunander

    https://www.youtube.com/watch?v=SQpUt1fOGG4

    Die Einführung von Tunander ist schon einmal sehr gut, weil er auf den Kalten Krieg verweist, dass auch die Reagan-Regierung kein russisches Gas und Öl für Deutschland wollte und der Handel ein entscheidender Teil war für die dann erfolgte Entspannungspolitik. So versteht man auch warum gerade beispiellose diese Aufrüstung in Deutschland geschieht. Dafür braucht es Legitimation.

    In dieser Collage, die schon mehrmals gepostet habe, wird auch in vielen zusammengeschnittenen Zitaten gezeigt, dass es eine wichtige politische Forderung war, die Nordstream zu beenden in US-amerikanischer Innenpolitik:

    Who Blew Up Nord Stream Pipelines? | A Mystery!

    https://www.youtube.com/watch?v=NSZyKYitC3M

    Gibt es eigentlich noch kein Buch zu dem Thema? Das wäre doch was für Westend?

    1. Ich habe mir das gerade aus den Mittwoch Video Hinweisen der Nachdenkseiten angeguckt. Am interessantesten fand ich die Geschichte mit dem Poseidon-Aufklärungsflugzeug, dass zum Zeitpunkt der Explosion über Bornholm auftauchte und, nachdem es von Deutschland aus betankt wurde, vier Stunden über Bornholm verblieb, bevor es nach Island zurückkehrte.

      Der Fakt, das es vorab aufgetankt wurde zeigt, dass es nicht zufällig dort war, sondern weil es den Schaden registrieren sollte. Das schließt die Ukrainer nicht aus, zeigt aber, dass höherwertige Interessen involviert waren

  19. Etwa im Herbst 2023 gab es eine Tagung von Geologen und Sprengstoffexperten in Kopenhagen, deren Teilnehmer sich mehr oder minder krampfhaft abgemüht haben, die bereits aus dem Tonnenbereich auf „mindestens 400kg“ herunter gerechneten Minimalgewichte der Sprengstoffladungen noch weiter herunter zu rechnen, „Zielpunkt“ waren 50kg. Der meines Wissens einzige Journalist, der darüber berichten durfte, ein Mitarbeiter des Bornholmer Tageblattes, der anscheinend nicht medienwirksam brüskiert werden sollte, schrieb am 4. oder 5. Tag der Tagung, die „Beratungen“ seien bis dahin ergebnislos verlaufen. K.A., ob man das noch nachvollziehen kann, ohne nach Bornholm zu reisen und Archiveinsicht zu beantragen.

    Jedenfalls ist mir unbegreiflich, wie Leute, die sich was auf ihren Geist und irgend ein Maß an intellektueller Integrität zugute halten, es über sich bringen, mit Geschehnissen und Verläufen zu verfahren, wie einst die Funktionspriesterschaft des Vatikan. Wie geht das? Was für eine Rationale haben Sie dazu ersonnen, Herr Rötzer?

    1. „Was für eine Rationale haben Sie dazu ersonnen, Herr Rötzer?“

      Das ist hier eine berechtigte Frage. Selbst mit profunden Kenntnissen in den Grenzwissenschaften dürfte es schwierig sein, eine Antwort zu finden, die in der Nähe von plausibel parkt.

    2. Der Oberwitz am „Andromeda-Nebel“ liegt ja darin, daß für die üblichen Verdächtigen, USA, UK, NATO, von mir aus auch Ukraine, und selbst für Polen, mit seiner neuen skandinavischen Pipeline, zum Zeitpunkt der Sprengung der Pipelines schon seit Wochen, evtl, Monate (ich erinnere das nicht präzise), jede militärpolitische und selbst ökonomische Rationale für die Pipeline-Sprengung entfallen war, nachdem es einen Regierungsbeschluss gab, NS2 nicht zu aktivieren und NS1 nicht weiter zu betreiben.

      Denn ausgerechnet diese scheinbare Irrationalität wird nun im Andromeda-Nebel zum propagandistischen Gewinn, wie der Bericht von Herrn Rötzer über die Erwägungen zum möglichen Schauprozess zeigt, auch wenn er den Witz nicht benennt.
      Und die „Gegenseite“ bedient sich derselben scheinbaren Irrationalität, um ihre Wünsche und Forderungen nach Erhebung des Antiamerikanismus zur Staatsraison ideologisch zu unterfüttern – SATAN USA.

      War der Anschlag irrational?
      Mitnichten, seine Rationale liegt allerdings für die meisten Geister ziemlich verborgen: Es ist der Umstand, daß UK kein administrativ zählendes Mitglied der EU ist, aber ökonomisch und militärpolitisch in einem Dauerkrieg eine privilegierte Zugehörigkeit zur EU erpresst und erstritten hat.
      Der Anschlag hat diesem hybriden Krieg opportunistisch ein kraftvolles „Argument“ in Anspruch genommen – mit durchschlagendem Erfolg. Heute kommt keine EU-Militärpolitik mehr am UK vorbei.

  20. Das Schmierentheater, das hier von unseren sogenannten „Eliten“ abgezogen wird in Bezug auf die Ukraine und die NS-Sprengungen ist derart peinlich, dass ein neutraler Beobachter von außerhalb, sagen wir mal ein Alien mit der entsprechenden technischen Ausrüstung und Möglichkeit, diese nur noch euthanisieren würde.
    Die Aussagen der BR und dem Gros ihrer Hofschranzen in den Mainstream-Medien strotzen nur so vor Lügen und Halbwahrheiten, die als Lüge aufgefasst werden müssen.

    Von den unzähligen mal eine als exemplarisches Beispiel:

    „Schmidt meinte, viele der Elemente über den Anschlag seien schon lange bekannt: „Das Glück für die Ukraine ist, dass Putin das Gas schon vorher abgeklemmt hat, d.h. die Anschläge waren nicht ursächlich für den Anstieg der Preise.““

    Na klar hat Putin das Gas selbst abgeklemmt. Das würde ich sagen, wenn ich ein schwachsinniger Lügner wäre.
    Jeder kann innerhalb von wenigen Minuten recherchieren, dass das eine Lüge ist, aber manchen Gestalten ist nichts zu peinlich, sich selbst derart ins Abseits zu stellen, dass man diese Menschen einfach nicht mehr respektieren kann.

    Und selbstverständlich hat Merz damit recht, wenn er meint, die Bürger würden den unsäglichen Schwachsinn von Putin, dem Imperialisten glauben, der die NATO und die EU bedroht. Ok, zugegebenermaßen gibt es auch schwachsinnige Bürger, die das tatsächlich glauben, aber da man in dieser unserer EU ja auch nicht mehr seine ehrliche Meinung sagen sollte, wenn man Repressalien fürchtet – siehe Dogru und Baud – wird so mancher sich vielleicht auch nur dümmer stellen als er ist….

  21. Die EU hat weitere 90 Mrd für die Ukraine freigegeben, plus die schon bezahlten Beträge und zusätzlich wird ein ganzer Kontinent Inhaft genommen für ein terroristischen Akt, die die Bürger sehr teuer zu stehen kommt.
    Was soll diese Verdummung?
    Der Westen hat sich in einer Situation verfrachtet, das diese nach mehr Aufrüstung aufrufen für einen angeblichen Terroristen. Wie Geistesbehindert ist diese Bevölkerung ist?

    Der Überfall auf Iran enthält die gleichen Muster, man beschimpft das Opfer welche man überfiel.
    Das sich Staaten gegen ‚die Diktatur‘ wehren, ist jedem Staat gegeben, der nicht dieser Propaganda zum Opfer fiel.
    Ja natürlich geht es im Westen um Bereinigung ihrer eigenen Schandtat, aber schuldlose Bevölkerungen in Haft zu nehmen für ein ausufernden Liberalismus besitzt ein Qualität, die ihres gleichen sucht.

  22. Mal schaun, ob eine Art militärpolitische Sitrep hier durchkommt.

    Es gibt in den USA das Gerücht, der Donald hätte bei der Generalität einen Nuklearschlag gegen den Iran beantragt und sei abgewiesen worden.
    Ich bin weitgehend geneigt, das für eine Ente zu halten, doch die Möglichkeit, daß es stimmt, ist ziemlich real. Warum?

    Weil die USA gegen die Blockade der Straße von Hormus machtlos sind, es sei denn, sie mobilisieren eine formidable Besatzungsarmee für den gesamten betroffenen Küstenstreifen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies weniger als 80.000 Mann erfordern würde, mancher wird mich auslachen, und bezweifeln, daß die doppelte Anzahl reichen täte. Wie auch immer: Das geht in den USA innenpolitisch nicht durch.

    Der „Witz“ ist allerdings: Auch ein iwie maßvoller Nuklearschlag änderte daran voraussichtlich schier gar nichts, im Gegenteil, dann bekäme es die US-Navy mit Freischärlern zu tun, die nichts mehr zu verlieren hätten, auf nichts und niemanden mehr Rücksicht zu nehmen hätten.

    Die USA sind andererseits nicht nur durch eigene Ansprüche an Autorität und Durchschlagskraft gebunden, auch durch israelische „Essentials“. Eines davon ist die Besetzung und spätere Annexion des Südlibanon. Der gegenwärtig deklarierte sogenannte „Waffenstillstand“ ist eine Farce: Die IDF bombt und mordet munter weiter, lediglich Beirut und andere größere Städte im Norden sind vom „Waffenstillstand“ gedeckt. Überdies haben Smootrich und andere Zionazis bereits verkündet, daß ihr Chef keinerlei Verhandlungsbefugnisse habe – falls er solche überhaupt beanspruche. Der Krieg gegen Iran und Libanon werde weiter geführt, bis zu einem „Endsieg“ über alle palästinafreundlichen „Umtriebe“ in der Region, und wer darauf setzen wollte, daß Israel mitten im Krieg Wahlen ansetzte, falls Natties Koalition bricht, der ist, denke ich, mit dem Klammerbeutel gepudert.
    Iran wiederum kann hinter sein implizites Verlangen, die USA hätten Israel militärpolitisch zu annektieren, um einen dauerhafte Friedensregelung auch nur glaubhaft verhandeln zu können, schwerlich zurück weichen.

    Und das setzt die nukleare Option m.E. doch wieder ganz oben auf die Tagesordnung. Nicht, weil sie irgend was anderes, als Vernichtung und Chaos stiften könnte, sondern weil sie das „Spielfeld“ von aller globalpolitischen Agenda fegte. Das ging im Irak ohne Nuklearwaffen, nicht zuletzt wegen der inneren Klüfte im Lande. Das Handlungsschema ist seit der zweiten Hälfte des Koreakrieges, ab 1951, stets dasselbe gewesen: Kaputt bomben und sich anschließend davon machen, das war die Strategie aller US-Kriege seither. Ich sehe nicht, was das ändern könnte.

    1. Kaputt bomben und sich anschließend davon machen

      Machste nix, es müssen halt ständig und zeitnah neue Märkte geschaffen werden, siehe die US-Militärausgaben und die der abhängigen Vasallen; da ist eine langfristige Strategie vor allem eines: Langfristig. Die „nukleare Option“ ist ein Möglichkeitsraum (bestimmt stehen schon einige Lamettaträger bereit, die gerne einen MacArthur gäben) und würde sicher „das ‚Spielfeld‘ von aller globalpolitischen Agenda“ fegen, doch damit wäre das „I“ im MIK sowas von unzufrieden, da es auch alle future markets mitnähme. Wozu Panzer, Raketen und Killer-Kleinkram kaufen, wenn die US Pilzsuppe servieren? Da ist der Spruch „Amerika ist kein Land, es ist ein Business“ von Jackie (Brat Pitt) im Film „Killing Them Softly“ zwar profan, aber nicht weniger wahr.

  23. Egal, was die ukrainische Regierung macht, sie wird von unserer Regierung unterstützt. Heute, am 24.4., in der Süddeutschen Zeitung, ein Kommentar eines Redakteurs Hubert Wetzel: „Es mag zynisch klingen, aber es ist so: Je länger der Krieg in der Ukraine dauert, je besser die ukrainische Armee in der Lage ist, die russische zu dezimieren und aufzuhalten, desto größer das Plus an Sicherheit für den westlicher liegenden Teil Europas.“ Der Krieg muss also weiter gehen. Die Ukrainer liefern ihr Blut, wir das Geld und die Waffen.

    1. Propaganda: Es muss nicht plausibel sein, es muss nur oft genug wiederholt werden.

      Krieg mit Russland liegt aber im Interesse des deutschen Kapitals. Ab jetzt kann man das Volk so richtig ausnehmen. Im Kampf gegen Vlad, den Blutsauger.

  24. wenn man uns weiter so verdummt wird die afd 50 % bei der nächsten wahl bekommen selenski sollte sich bei deutschland entschuldigen wenn er anstand hat !

  25. Ukraine: Brutale Straßenjagden nach Kanonenfutter (Videos)

    https://www.unser-mitteleuropa.com/194059

    Die Rekrutierungsmaßnahmen des Kiewer Regimes haben einen neuen Höhepunkt erreicht, die Angst junger Männer in einem sinnlosen Krieg ihr Leben zu verlieren oder verkrüppelt wieder zu kehren, ist alltäglich geworden – wie „origo.hu“ berichtet.

    Die „Regionalen Rekrutierungszentren“ (TCK) versuchen mittlerweile geradezu schon die dezimierte Armee mit immer brutaleren Methoden aufzufüllen.

    Über die sozialen Medien erreichen uns immer mehr Aufnahmen: Etwa wie die Rekrutierer-Soldateska Zivilisten am helllichten Tag abtransportieren, vor den Augen entsetzter Passanten.

    In Odessa wird ein Mann über den Boden schleifend eingezogen. ALLES LESEN UND ANSEHEN!!

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