Warum Israel die Hamas militärisch nicht besiegen kann

Hamas-Kämpfer/Gotteskrieger/Terroristen

Eine Ideologie kann man mit militärischen Mitteln nicht vernichten, und deshalb muss jetzt endlich eine andauernde Initiative gestartet werden, um eine Alternative zu dieser Ideologie aufzuzeigen.

Die israelischen Zionisten verfolgen das Ziel, Palästina von der Landkarte zu tilgen und in den Staat Israel zu integrieren, weil auch Palästina zum „Heiligen Land“ und damit zu Israel gehört. Die Hamas will den Staat Israel in seiner Gesamtheit vernichten und alles zu einem einzigen Palästina werden lassen. Das ist, einfach dargestellt, der gordische Knoten, den es zu durchschlagen gilt. Darum hat sich in der Vergangenheit leider niemand konsequent und ehrlich gekümmert, sonst wäre dieser noch nie da gewesene Ausbruch von Gewalt nicht möglich gewesen. Israel reagiert auf die Verbrechen der Hamas mit durchaus vergleichbarer Brutalität und propagiert, so lange Krieg zu führen, bis die Hamas endgültig und unwiderruflich zerschlagen ist. Dieser Beitrag wird versuchen zu erklären, warum dieses Ziel militärisch unerreichbar ist.

Die Hamas

Ich habe den mittlerweile üblichen Zusatz „Terrororganisation“ ganz bewusst nicht benutzt, weil dadurch ein Tenor in die nachfolgenden Ausführungen käme, der die geplante objektive Darstellung vor dem Hintergrund der unvorstellbaren Grausamkeit dieses Krieges noch schwieriger machen würde. Davon einmal abgesehen, ist es grundsätzlich ein Problem, ob man z.B. einen Menschen, der Gewalt anwendet, als Terroristen oder als Freiheitskämpfer bezeichnet, weil das hauptsächlich eine Frage des jeweiligen Standpunktes oder der eigenen Sichtweise ist.

Außerdem habe ich Zweifel, ob der Begriff „Organisation“ auf die heutige  Hamas überhaupt noch zutrifft oder diese nicht besser, analog zur Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland, von der sich die Hamas nicht vertreten sieht, als „Gaza-Autonomiebehörde“ zu bezeichnen ist. Schließlich ist die Hamas die alles bestimmende Macht in Gaza. Sie verfügt über einen Beamtenapparat für alle gesellschaftlichen Bereiche, zieht Steuern ein, unterhält Kindergärten und Schulen, gewährleistet die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung und arbeitet vor allem mit den Vereinten Nationen zusammen, um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung sicherzustellen. Kurz gesagt: Die Hamas ist verantwortlich für die staatliche Daseinsvorsorge und damit zuständig für das Überleben der Bevölkerung in diesem seit 2007 von Israel vollständig abgeriegelten Gebiet. Deshalb greift aus meiner Sicht die Bezeichnung „Organisation“ zu kurz.

Die Hamas gliedert sich in einen politischen und einen militärischen Bereich, der häufig auch als „Arm“ bezeichnet wird. Zu diesen beiden Bereichen nachstehend ein paar Informationen.

 Der politische Bereich/Arm und die Ideologie der Hamas

Die Hamas wurde als eine sunnitische Organisation in der Zeit der 1. Intifada, die von 1987-1993 dauerte, gegründet. Sie wurde zunächst von Israel und auch von den USA als Gegengewicht zur PLO und Al Fatah nicht nur geduldet, sondern aktiv unterstützt. Das änderte sich erst, als die PLO unter der Führung von Yassir Arafat Bereitschaft zeigte, sich mit Israel zu verständigen, mit dem Ziel, eine „Zwei-Staaten-Lösung zu erreichen.

Den Gaza-Streifen kontrolliert die Hamas, nachdem sie 2006 die demokratisch durchgeführten Wahlen gewonnen hat. Spätere mit der im Westjordanland regierenden Palästinensischen Autonomiebehörde getroffene Vereinbarungen, sich in diese unter Führung des heutigen Präsidenten Abbas einzugliedern und vor allem auch alle Waffen abzugeben, wurden nicht umgesetzt. Die Folge davon ist, dass Abbas überhaupt keinen Einfluss auf die Hamas hat und deshalb für „den Westen“ unter diesem Aspekt auch überhaupt kein Ansprechpartner ist.

Die politischen Führer der Hamas befinden sich im arabischen Ausland, hauptsächlich im Libanon und in Katar. In Doha betreibt die Hamas auch ein offizielles Büro, und Katar hat sogar als einziges Land überhaupt in Gaza eine Botschaft eingerichtet. Katar ist der Hauptunterstützer der Hamas und bezahlt z.B. jeden Monat die Gehälter der Beamten in Gaza. Der zweite wichtige Unterstützer der Hamas ist der Iran, was eher ungewöhnlich ist, weil der Iran ja ein schiitischer islamischer Staat ist. Die Erklärung dafür ist das gemeinsame Ziel, den Staat Israel zu vernichten.

„Al-Aksa-Flut“: Angriff auf und Massaker an Zivilisten

Die Ideologie der Hamas

In der Ideologie der Hamas ist Israel kein Staat, sondern ein „zionistisches Gebilde“, das es zu zerstören gilt. Es geht der Hamas also in erster Linie nicht um die Befreiung der palästinensischen Gebiete, weil die ja automatisch erfolgt, nachdem Israel vernichtet wurde. Die Hamas will Palästina von den „Zionisten“ befreien und kämpft für einen islamischen Gottesstaat auch auf dem Staatsgebiet des heutigen Israels nach dem Motto: Wir bekämpfen die Juden nicht, weil sie Juden sind, sondern weil sie unser Land besetzen.

Folglich sehen sich die Hamas Mitglieder als Freiheitskämpfer und begründen das mit der andauernden Besetzung der palästinischen Gebiete, die auch aus Sicht der Vereinten Nationen völkerrechtswidrig ist, ebenso wie die Annexion der Golanhöhen und Jerusalems und der israelische Siedlungsbau. Für sie ist der von Israel abgeriegelte Gaza-Streifen das größte Gefängnis der Welt, weil seit 2007 allein Israel über das Betreten und Verlassen des Gebietes entscheidet und auch darüber, ob es z.B. in Gaza eine Versorgung mit Wasser, Strom und allen Dingen des täglichen Lebens gibt und auch die Gesundheitsversorgung gewährleistet ist.

Begeisterung über den eroberten Panzer bei der Operation „Al-Aksa-Flut“.

 Der militärische Bereich/Arm der Hamas

 Stärke und Gliederung des militärischen Arms sind im Detail nicht bekannt. Fest steht allerdings, dass es keine Kompanien oder Bataillone wie in regulären Streitkräften gibt, sondern stattdessen sehr flexible Gruppierungen, so wie das bei Milizen durchaus üblich ist. Natürlich ist eine militärische Hierarchie vorhanden, die allerdings extrem schwer zu durchschauen ist. Eigentlich ist immer nur von irgendwelchen „Führern“ die Rede, deren Zuständigkeiten aber kaum zu definieren sind.

Es gibt auch keine Garnisonen oder vergleichbare Einrichtungen, sondern die Militärs der Hamas leben, vergleichbar mit Stadt-Guerillas auf und unter der Erde mitten in der Zivilbevölkerung. Deshalb ist für einen Angreifer auch die Trennung/Unterscheidung zwischen zivilen und militärischen Zielen weitgehend lediglich theoretischer Natur. Last, but not least tragen die Kämpfer keine Uniformen und sind auch nicht durch irgendwelche Symbole von der Zivilbevölkerung zu unterscheiden. Hinzu kommt – ähnlich wie in Afghanistan – dass viele Kämpfer offiziell irgendwelchen zivilen Berufen nachgehen.

Warum Israel die Hamas militärisch nicht besiegen kann

 Bevor ich versuche zu erklären, warum ich dieser Meinung bin, möchte ich zwei Beispiele aus dem Krieg zwischen Iran und Irak (22.Sept. 1980 – 20. Aug. 1988) anführen, die das „westliche“ Vorstellungsvermögen übersteigen und zwar eines aus dem Bereich der Indoktrination und eines auf dem Gebiet der Weltanschauung.

Ich habe die beiden nachfolgenden Beispiele erlebt als ich von Dezember 1986 bis September 1989 als Militärattaché bei der Deutschen Botschaft in Bagdad eingesetzt war.

 Indoktrination oder Gehirnwäsche

 Die irakische Armee hatte im Süden des Landes die Grenze zum Iran mit großen Minenfeldern zur Abwehr von iranischen Angreifern verstärkt. Da der Iran nicht über genügend Minenräumausstattung verfügte, wurden Jungs im Alter zwischen 10 und 15 Jahren in diese Sperren geschickt, um mit ihren Körpern die Minen zur Explosion zu bringen. Diese Kinder und Jugendlichen hatte man vorher in Lagern zusammengefasst und ihnen quasi über eine Gehirnwäsche eingetrichtert, dass sie für den Fall, dass sie in den Minenfeldern sterben, direkt in den Himmel und zu Allah kämen.

Diese Jungen sind danach zum Teil mit ihren Mopeds bis an den Rand der Minenfelder gefahren, haben ihre Mopeds liegen gelassen, sind zu Fuß durch die Minenfelder in Richtung Irak gestürmt und zu Hunderten, wenn nicht zu Tausenden auf diese Weise durch explodierende Minen gestorben. Ich habe in diesem Zusammenhang ein Interview mit einer iranischen Mutter gesehen, die auf diese Weise drei ihrer Söhne verloren hatte und nicht traurig, sondern dankbar dafür war, dass diese jetzt schon bei Allah waren, ohne den mühsamen Erdenweg gegangen zu sein. Sie hat ihre Kinder deshalb überhaupt nicht betrauert.

Weltanschauung

Die Firma Siemens hat während dieses Krieges auf dem Gefechtsfeld im Südirak gehärtete mobile Krankenhäuser zur Erstversorgung von Verwundeten eingesetzt. Ich habe einen deutschen Siemens-Ingenieur getroffen, der diese Krankenstationen gewartet hat. Er hat mir folgende Geschichte erzählt:

„Nachdem die irakischen Streitkräfte die iranischen Truppen in einem Gefecht zurückgeschlagen hatten, bin ich auf dem Gefechtsfeld auf zwei irakische Soldaten gestoßen, von denen einer am Boden lag und offensichtlich gefallen war, während der andere neben ihm stand und weinte. Wir kamen ins Gespräch, und ich erfuhr, dass es sich um zwei Brüder handelte. Daraufhin versuchte ich den Weinenden in seinem Schmerz über den Verlust des Bruders zu trösten und musste lernen, dass dieser gar nicht um den toten Bruder weinte, sondern darüber, dass dieser jetzt direkt bei Allah war, während er weiterleben musste.„

Vor dem Hintergrund dieser beiden Beispiele zurück zur Situation in Gaza.

 Die Situation in Gaza

 Die Hamas ist, wie beschrieben, also nicht nur die herrschende Macht in Gaza, sondern auch eine gelebte Ideologie, nämlich Israel zu vernichten und dafür einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Diese Ideologie oder, wenn man so will, diese Vision wird von einem schlecht einzuschätzenden Teil der Bevölkerung von Gaza bewusst oder unbewusst seit vielen Jahren übernommen, und vor allem die junge Generation – ca. 50 % der Einwohner Gazas sind unter 15 Jahre alt – kennt überhaupt keine andere Sichtweise. Schon die Kinder in der Schule wachsen mit dem Feindbild Israel auf, das gelehrt und in den Schulbüchern beschrieben und erläutert wird.

Wie in allen vergleichbaren Organisationen oder – im Falle von Gaza – staatsähnlichen Systemen sind vor allem die männlichen Mitglieder bereit, ihr Leben für die ihnen vermittelte Ideologie einzusetzen. Das fällt den Führern der Hamas besonders leicht, weil die Menschen in diesem durch Israel abgeschotteten Raum keine Alternativen und die Jungen auch keine Zukunftsperspektiven sehen. Dies alles macht eine Indoktrination, aber auch eine Erziehung zum Hass und zum bereitwilligen Einsatz des Lebens ausgesprochen leicht. Aus der „westlichen Sicht“ ist das zwar kaum nachvollziehbar, aber in diesem Zusammenhang auch nicht relevant.

Die ideologischen Grundlagen wurden seit dem Ende der 80er Jahre von einer Generation auf die nächste übertragen und hat mit Sicherheit auch die heutigen Kämpfer der Hamas geprägt, die mit Gleitschirmen über den Grenzzaun nach Israel geflogen sind, mit Bulldozern den Zaun niedergerissen haben und mit T-Shirts bekleidet und mit einer Kalaschnikow bewaffnet auf Mopeds in die israelischen Siedlungen und auf das Festgelände gefahren sind, um alles zu töten, was sie vorgefunden haben. Gleichzeitig haben von Gaza aus andere Kämpfer Israel mit tausenden Raketen beschossen und machen das trotz der israelischen Luftangriffe immer noch.

Sollte sich Israel wirklich zu einer Bodenoffensive entschließen, dann könnten Panzer und anderes schweres Gerät nur bedingt eingesetzt werden, weil das Gebiet unvorstellbar eng bebaut ist, um mehr als zwei Millionen Menschen ein Zuhause zu geben. Letztlich wird es in den Gassen von Gaza zum Kampf Mann gegen Mann kommen und wegen der hohen Verluste auf beiden Seiten wird es über kurz oder lang einen Waffenstillstand geben. Dann wird die israelische Armee vielleicht den größten Teil der heutigen Kämpfer-Generation der Hamas vernichtet haben, aber die nachfolgende Generation ist schon bereit, den Kampf irgendwann fortzusetzen, weil die Ideologie der Hamas auch diesen Krieg überstehen wird und die Kinder der heute gefallenen Väter das überlieferte Ziel weiterverfolgen werden, nämlich das „zionistische Gebilde“ zu vernichten.

Eine Ideologie kann man mit militärischen Mitteln nicht vernichten, und deshalb muss jetzt endlich eine andauernde Initiative gestartet werden, um eine Alternative zu dieser Ideologie aufzuzeigen. Das aber wird nur dann möglich sein, wenn auch die ultraorthodoxen Juden ihr Ziel aufgeben, das „Heilige Land“ für sich zu reklamieren. Da kaum davon ausgegangen werden kann, dass Israel und die Hamas freiwillig ihre Ziele aufgeben, ist andauernder und überzeugende Druck von außen unerlässlich. Dabei wird man auf politische und vor allem auch wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen gegenüber den rivalisierenden Parteien nicht verzichten können. Die UNO wird alleine dazu nicht in der Lage sein, sondern hier sind vor allem die USA, Europa und auch die Arabische Liga gefordert. Aber auch die Türkei und vor allem Iran müssen an einer solchen strategischen Initiative beteiligt werden.

Auf keinen Fall darf, wie in den vorhergegangenen Auseinandersetzungen irgendwann wieder zur Tagesordnung übergegangen wird, bevor die Zwei-Staaten Lösung realisiert wurde.

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99 Kommentare

  1. Nicht nur Israel wurde angegriffen, sondern die gesamte westliche Welt steht unter Beschuß.

    Genau das habe ich bereits Anfang 2020 geschrieben und ich bleibe bis heute dabei. Es ist Dritter Wetlkrieg und der Westen ist dabei diesen zu verlieren, dank seiner inneren Feinde und der Trägheit der Mehrheit.

    Und wenn man sich all die Bilder anschaut, dann wird klar, warum linke also sozialistische Parteien in aller Welt Migration befeuern und so fünfte Kolonnen importieren. Nur die dümmsten Kälber feiern Willkommensfeste für ihre Metzger.

    Würde ich einen Feind besiegen wollen, ich würde dessen Wirtschaft destabilisieren, seine Jugend demoralisieren, seine Führung korrumpieren und innere Feinde einschleusen. Und ich halte weder „Elitenförderprogramme“ mit denen man Marionetten in Führunsgpositionen bringt, noch den Import von Millionen komplett kulturfremder männlicher Menschen mit überwiegend militärischer Ausbildung und Vorerfahrung für Zufall.

    1. „Kulturfremd“ also. Sprich, unser allerliebster Forenotto spricht mal eben „Millionen männlichen Menschen“ jegliche Kultur ab. Entmenschlichend, entlarvend, erwartbar. Gut zu wissen, dass du deine widerliche, zutiefst rassistische Ideologie nicht auch noch weitervererbt hast. Wobei es ohnehin unvorstellbar ist, dass es eine Frau gibt, die sich einen solchen dauerfrustrierten Lebensloser freiwillig antut.

    2. „Es ist Dritter Wetlkrieg und der Westen ist dabei diesen zu verlieren“
      Keine Sorge: Wir lassen Dich nach unserem Sieg auf einer unserer Plantagen arbeiten.

    3. Israel ist ein Täter-Staat.
      Wenngleich die ermordeten zivilen Israelis Opfer sind: Israel ist und bleibt ein Täterstaat.
      Die ganze Welt weiss das – schon längst.
      Nur Verblendete – analog wie im Ukraine-Krieg – wollen die Fakten nicht sehen.

      1. Irgendwelche anderen Täter sind Ihnen nicht aufgefallen in dieser Angelegenheit?

        Haben Sie übrigens auch eine Meinung dazu, dass:

        – es den Angreifern nicht „nur“ um ihre Befreiung geht, sondern um die Ausrottung der israelischen Bevölkerung? Und mit Ausrottung ist Ausrottung gemeint, nichts anderes.

        – genau diese Haltung und Absicht inzwischen geradezu weltweit in allen möglichen und unmöglichen Ländern auf die Straße getragen wird, und zwar mit Gewalt? Sind Sie einverstanden damit, dass in Berlin die Straße brennt, halten Sie das für legitim, weil Israel doch Ihrer erlauchten Ansicht nach ein „Täterstaat“ sei?

    4. Würde ich einen Feind besiegen wollen, ich würde dessen Wirtschaft destabilisieren, seine Jugend demoralisieren, seine Führung korrumpieren und innere Feinde einschleusen.

      Ja.

      Genau das geschieht in diesem unserem Lande (und auch anderen europäischen Ländern). Das brauchen Sie den USA doch nicht noch extra hinzuschreiben, die wissen und praktizieren das längst recht erfolgreich.

      Gerade jetzt in diesen Zeiten wird speziell die deutsche Wirtschaft mit großem Erfolg destabilisiert, in der Folge die Jugend mangels rosiger Aussichten demoralisiert und die inneren Feinde sitzen jeden Abend bei uns im Wohnzimmer in Gestalt der „Gäste“ bei Anne Lanz, Markus Will, Brei mit Illner oder Rosamunde Maischberger. »Hart aber bescheuert« hätte ich jetzt fast vergessen. Überall dieselben Nasen.

      Nur unsere Führung zu korrumpieren, das hat latürnich nicht geklappt: Das sind alles untadelige Ehrenfrauen und -männer. Und das gilt selbstredend auch für die aufopferungsvollen Politiker von der AfD.

  2. Will denn Israel die Hamas militärisch besiegen?Das würde Israel zwingen,die Verwaltung und die Versorgung der besetzten Gebiete selbst zu organisieren.Und das kostet.Bisher hat ja die israelische Gesellschaft erheblich von der Situation profitiert.Externe Akteure haben das Geld gegeben,mit dem Waren in Israel gekauft werden mussten.Zu Preisen,die Israel bestimmte…
    Jeder Sack Mehl,der in den Gaza-Streifen geliefert wurde,hat einen israelischen Händler reicher gemacht.
    Meiner Ansicht nach sind nicht die ultraorthodoxen Juden das Problem.Viele dieser Gemeinschaften lehnen mehr oder weniger den Zionismus und den Staat Israel ab.Die Treiber der Siedlungspolitik sind überwiegend ultrazionistische/faschistische Gruppen ,vor allem aus den USA…Und die Ideologie der Hamas zu bekämpfen geht nur,wenn auch im Gegenzug die Ideologie des Zionismus bekämpft wird….
    Schließlich sollten die USA und westeuropäische Staaten klären,welche Rolle Israel geopolitisch für sie noch spielt.Und ob sie überhaupt darauf verzichten wollen…

  3. Interessante Überlegungen. Man könnte einwenden, dass die Ideologien unvereinbar sind – und bleiben. Sie sind extrem stark, weil sie die Identität definieren. Die Gehirnwäsche findet auf beiden Seiten statt. Dagegen hat die Vernunft keine Chance.

    Majestyk schreibt: „Nicht nur Israel wurde angegriffen, sondern die gesamte westliche Welt steht unter Beschuß.“
    Diese Story hören wir seit 9/11. Majestyk vergisst, dass wir selber auch beschießen, und unsere Schießerei war immer sehr brutal. Was hat der War on Terror gebracht? Ist die Welt sicherer geworden? Im Gegenteil.

    Joe Biden hat während seines Israel-Besuchs etwas Wichtiges gesagt. Er hat Netanjahu geraten, sich zurückzuhalten und nicht überzureagieren. Israel solle aus der jüngsten Geschichte der USA lernen, denn diese hätten nach dem 9/11-Ereignis „Fehler gemacht“. Er ging zwar nicht näher auf diese Fehler ein, aber die Aussage ist für einen US-Präsidenten bei der aktuellen Weltlage bemerkenswert. War das ein Anflug von Altersweisheit?

    Konflikte löst man nicht, indem man Feindbilder mit immer neuen Hasstiraden nährt und wild um sich schießt. Der Westen ist nicht nur unfähig, Konflikte zu vermeiden, er ist auch unfähig, Konflikte zu lösen. Warum das so ist? Weil er sich selbst für einzigartig und andere Zivilisationen für minderwertig hält. Lest nur mal die Kommentare einiger Foristen hier (z.B. phz 2000, Ottono, Majestyk, TomGard, swingkid, stilo usw.). Sie sehen sich selbst als die Krone der Schöpfung und die Fehler nur bei anderen. DAS ist der Westen.

    1. Pepe Escobar ordnet das Ganze ziemlich überzeugend ein. Allerdings wenig ermutigend.
      https://seniora.org/politik-wirtschaft/pepe-escobar-auf-dem-weg-zur-endloesung

      Israel will die Gaza-Palästinenser nach Ägypten vertreiben und damit, eigentlich schon jetzt(?!),haben sie Zugriff auf die riesigen Gasvorkommen vor der Küste.
      „Im Januar 2023 betonte der israelische Premierminister Netanjahu selbst: „Das jüdische Volk hat ein ausschließliches und unbestreitbares Recht auf alle Gebiete des Landes Israel.“

      Nun hat die IDF der UNO nicht weniger als den Befehl erteilt, alle Bewohner des nördlichen Gazastreifens – 1,1 Millionen Menschen – vollständig in den südlichen Gazastreifen zu evakuieren, in die Nähe von Rafah, dem einzigen Grenzübergang zu Ägypten.
      Diese erzwungene Massendeportation der Zivilbevölkerung wäre der Auftakt, um den gesamten nördlichen Gazastreifen dem Erdboden gleichzumachen, verbunden mit der Vertreibung und Konfiszierung des angestammten palästinensischen Landes – was einer zionistischen Endlösung immer näherkäme. (..)Zu allem Überfluss gibt es auch noch den Aspekt der Pipeline, also den Diebstahl von Gas aus dem Gazastreifen.
      Mindestens 60 % der riesigen Gasreserven, die im Jahr 2000 entlang der Küste des Gazastreifens und Israels entdeckt wurden, gehören rechtlich zu Palästina.
      Eine wichtige Folge der Endlösung für den Gazastreifen besteht darin, dass die Souveränität über die Gasfelder auf Israel übergeht – ein weiterer massiver Verstoß gegen das Völkerrecht“

    2. „Der Westen ist nicht nur unfähig, Konflikte zu vermeiden, er ist auch unfähig, Konflikte zu lösen. Warum das so ist? Weil er sich selbst für einzigartig und andere Zivilisationen für minderwertig hält.“

      Schon mal was von „teile und herrsche“ gehört? In der Ukraine hat man dazu die Ukrofaschisten benutzt, im Kosovo die UCK.

      Dergleichen Strategie nutzen auch andere Mächte. Israel beispielsweise soll die Organisation Hamas als extremistischen innerpalästinensischen Machtfaktor aufgebaut haben, um PLO und Hamas gegen einander ausspielen zu können. Hat bis zuletzt prima funktioniert.
      Aber wenn man so einen Schweinehund schafft, zeigt sich oft, dass der Schweinehund ein Eigenleben führt und irgendwann nicht mehr zu kontrollieren ist.

    3. „Sie sehen sich selbst als die Krone der Schöpfung und die Fehler nur bei anderen.“

      Dummschwätzer, wir haben andere Meinungen als BIL(an)D, deswegen sind wir automatisch „arrogante Besserwisser“. Wenn das für jeden gilt, der eine andere Meinung hat, dann fällt dieses dämliche Argument auch auf dich zurück.

      1. Wenn du nicht so furchtbar arrogant und besserwisserisch wärst, Ottono, könntest du sogar noch was von deinem Idol Joe Biden lernen: Fehler eingestehen.
        Aber es gibt eben auch Lernkurven, die sich wie horizontale Linien durch ganze Biografien ziehen. Deine zum Beispiel. Eine lange horizontale Linie.

        PS: Die Art, wie du meinen Klarnamen verhunzt, ist übrigens eher unoriginell. Die BILD ist dein Niveau, nicht meins. Aber da du lernbehindert bist, darfst du die Verhunzung fortsetzen. Ich werfe einem Lernzielbefreiten das nicht vor.

        1. Du übst ja gerade beim Fehler eingestehen.
          Ich versuche von dir zu lernen wenn du deinen Fehler bei der Krankenhauszerstörung eingestehst. Also gib mir die Chance deinen Kommentar dazu zu lesen und zu lernen. Merci

          1. Potzdonner, es besteht noch Hoffnung!
            Ich habe nie und nirgendwo behauptet, dass der Angriff auf dieses eine Krankenhaus auf Israels Konto geht. Warum soll ich etwas behaupten, das nicht bewiesen ist? Ich habe sinngemäss gesagt, dass dieser Angriff in das offiziell angekündigte und nachweisbar praktizierte Zerstörungsmuster der IDF passt. Schau dir doch einfach mal das aktuelle Schadensbild im Gazastreifen an. Warum soll ausgerechnet der Beschuss dieses einen Krankenhauses nicht auf das IDF-Konto gehen? Und was ändert es an der katastrophalen Lage im Gaza, wenn für diesen einen Angriff ausnahmsweise nicht die IDF verantwortlich war? Wenn Israel findet, dass die Verwüstung des Gazastreifens die gerechte Antwort auf den Terroranschlag der Hamas ist, ist das seine Entscheidung. Es muss dann auch mit den Konsequenzen leben.
            Und noch etwas: Dass ich das Vorgehen Israels kritisiere, heisst nicht, dass ich das Vorgehen der Hamas gutheisse. Beide Seiten wählen bestialische Methoden, um vermeintlich ihre Ziele zu erreichen. Ich sage vermeintlich, weil das Einzige, was sie mit ihrer Bestialität erreichen werden, ist noch mehr Blutvergiessen von unschuldigen Menschen.

    4. Das westliche Überlegenheitsdenken nennt man Eurozentrismus!

      Der Westen hält sich für den Nabel der Welt, obwohl die Bewohner der westlichen Staaten nur eine menschliche Minderheit sind!. Es begann nur 500 Jahren mit der brutalen Kolonialialisierung der Welt und endet jetzt mit der geplanten Endlösung der Palästinenserfrage.

      Die Palästinenser gelten in westlichen Augen als minderwertige Araber, die den zionistischen Siedlern im Weg waren.

      Jetzt ändert ich die Welt mit jeden neuen Krieg erstaunlich schnell! 151 Staaten waren Gast in Beijing, diskutierten die B& R Initiative, wollen eine friedliche Welt ohne westliche Bevormundung! Weltweit findet quasi eine antikoloniale, antiimperialistische Revolution gegen den dekadenten Westen statt. Die Menschen in Gaza haben nichts mehr zu verlieren. Sie sind bereit zu sterben, weil sie nichts mehr zu verlieren haben. Das unterscheidet sie von westlichen Besserwissern, die in warmen Stuben ein gutes Leben führen können, auf Kosten der Mehrheit der Menschheit!
      Interessant ist wie ich finde, das hier im Forum Rechte und Linke im Haß gegen das unterdrückte palästinensische Volk vereint sind. Diese Leute sind so verkommen und dekadent daß sie sich nicht vorstellen können daß es Mensch gibt, die ihr Leben für ihre Freiheit opfern. Dazu wären Westler niemals fähig, zu feige, zu verkommen, zu dekadent!

      Dieser Westen muß untergehen, damit wir leben können!

  4. Es wird immer als DIE Lösung verkauft.
    Eine „Zweistaatenlösung“ ist jedoch geografisch und rechtlich betrachtet nicht möglich, weil die verstreuten Palestinensergebiete zusammen keine gemeinsame Fläche bilden würden und teils von einem Fremdstaat umschlossen wären.
    Die Zweistaatenlösung ist auf derzeitiger Grundlage internationalem Rechts nicht möglich.
    Das ist so, als verlange das Binnenland Hessen eine Zweistaatenlösung mit der BRD.
    Hessen umschlossen von BRD,
    geht also nicht.
    Oder Hessen und Schleswig Holstein möchten mal angenommen ein gemeinsamer Staat werden als Zweistaatenlösung zur BRD.
    Geht auch ned weil Hessen nicht an Schleswig Holzbein angrenzt.

    Klingt nach Vernunft und gutem Menschen aber
    Zweistaatenlösung kannze in Nahost knicken !

    1. Die NachwendeDDR hätte zur BRD als Zweistaatenlösung funktioniert,
      alle Landesteile zusammenhängend, von keinem Fremdstaat umschlossen…..

      ……auferstanden aus Ruinen und
      der Zukunft zugewandt….

    2. Na und? Selbst wenn es mitten in Israel läge ginge das.
      Das wäre kein Einzelfall:
      Monaco – komplett in Frankreich, San Marino und der Vatikan beide komplett in Italien

      Aber man könnte den Staat ja auch an der Grenze z.B. von von Ägypten gründen.

      1. Und Russland hat auch eine Exklave, genau so wie Aserbaidschan. Kaliningrad und Nachitschewan, falls es stimmen sollte. Und in Südafrika gibt es auch so einen Staat – Lesotho?. Soweit zu den Unmöglichkeiten.

  5. Deshalb haben Linke (als Linke noch Linke waren und nicht hirnamputierte Wokeschwätzer) nicht die 2-Staaten-Lösung gefordert, sondern EINEN säkulären demokratischen Staat der Araber UND Juden.

    1. Was hat irgendein Arschloch
      in fremder Staaten Angelegenheit
      für unrealistische Lösungen zu fordern ?
      Die ständige Einmischung hat
      hervorgebracht, was wir nun überall sehen.

    2. Die SU hat die PLO nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 zur Zielstellung einer 2-Staaten-Lösung entlang der Grenzen von 1967 gedrängt. Aber da existierten noch keine Siedlungen im Westjordanland. Das fing erst Mitte der 1970-er Jahre an.
      Die PLO hat 1988 dieses Ziel übernommen.

      Die einzige (führende) israelische Partei, die die 2-Staaten-Lösung zwischenzeitlich für erstrebenswert hielt, war die Arbeitspartei ab ca. 2000. Selbst Rabin sprach zu Lebzeiten noch von „less than a state“ für die Palästinenser.
      https://www.pij.org/articles/1946/the-history-of-the-twostate-solution

      1. Die Zweistaatenlösung ist schon vor Jahrzehnten gescheitert und beerdigt.

        Einstaatenlösungen gab es auch dutzende.

        In Afrika haben die Kolonialherren durch willkürliche Grenzziehungen mit dem Lineal ( sieht man auf der Afrikakarte noch heute ), Menschengruppen zusammengebracht, die sich zuvor auf natürliche Staatsgrenzen ( Flüsse, Gebirgszüge usw. ) geeinigt hatten. Es wurden Menschengruppen zusammengebracht die sich nicht riechen konnten. Dies führt bis heute zu Mord und Todschlag und dieser ganzen Interventionskacke der Bundeswehr, UN usw.

        Die Territorialkonflikte der Welt sind alle nicht vom Himmel gefallen.

    3. Das, was heute von der geschredderten Linken übrig ist, ist immer noch um Planetensysteme klüger als die Rechten, die sich hier im Forum herumtreiben.

  6. Also du warst das, Jürgen Hübschen, der die aufeinander abgestimmten amerikanischen und deutschen Chemikalienlieferungen an den Irak zur Herstellung von Sarin, Tabun und Senfgas koordiniert hat?
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/deutschland-lieferte-chemikalien-an-saddams-irak-und-assads-syrien-a-923347.html
    Nein?
    Stell dir vor, ich glaub dir das …
    Aber zu Todes- und Vernichtungsideologien hast DU gefälligst das Maul zu halten, hoast mi.

  7. Die Hamas ist, … auch eine gelebte Ideologie, nämlich Israel zu vernichten und dafür einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Diese Ideologie oder, wenn man so will, diese Vision wird von einem schlecht einzuschätzenden Teil der Bevölkerung von Gaza bewusst oder unbewusst seit vielen Jahren übernommen, und vor allem die junge Generation – ca. 50 % der Einwohner Gazas sind unter 15 Jahre alt – kennt überhaupt keine andere Sichtweise. Schon die Kinder in der Schule wachsen mit dem Feindbild Israel auf, das gelehrt und in den Schulbüchern beschrieben und erläutert wird.

    Nur der letzte Satz stimmt – und das braucht nun wahrlich niemanden verwundern. Abgesehen vom sogenannten „Feindbild“ – was für ein lachhaft weltfremder Ausdruck in dieser Situation – ist jede Aussage eine Lüge, nichts davon beruht auf Anschauung und Erfahrung, alles kommt zweiter Hand aus zionistischen bzw. militärischen Ideologieschmieden.
    Viel mehr will ich dazu nicht sagen. Kann man halt recherchieren, kostet Zeit, Mühe und ein wenig Chuzpe.
    Nur ein kleiner Hinweis: Wenn „Hamas“ als ein monolithischer Block herrschte, wie der katholische Klerus zur Zeit der Kreuzzüge, wieso gibt es dann mindestens ein halb Dutzend verschiedener Milizen?

    1. Nur einen Punkt:
      Hamas nötigt niemanden, sich am „Dschihad“ gegen Israel zu beteiligen.
      Anders wäre es schlicht idiotisch – was wollte eine Miliz (im Unterschied zu einer regulären Armee) mit unsicheren Kantonisten und potentiellen Verrätern?
      Hamas nötigt die Insassen Gazas freilich, dem Dschihad auf Verlangen zuzuarbeiten – das ist aber bitte eine andere Nummer und eine, die rein gar nichts mit „Ideologie“ zu tun hat, sondern … mit Terror. Wie das in jedem Staat der Fall ist, so auch hierzuland im Fall des Russlandkrieges, auch wenn der Terror (noch) keine sonderlich physischen Formen angenommen hat.

      Anders in Israel.
      Dort kann sich prinzipiell jeder Wehrpflichtige vom „Dienst“ – ein Euphemismus – in den „Territorien“, sprich vom rituellen prügeln, knochenbrechen, foltern brandschatzen und morden, mit Vorliebe an Kindern und Jugendlichen praktiziert, ausnehmen lassen – aus analogen Gründen, wie „drüben“ bei der Hamas.
      Aber darauf verwirkt er einen großen Teil aller Hoffnungen auf einen „höheren Stand“, es sei denn, er entwickelt sich zum „Nerd“ oder Spezialisten, auf den man ungern verzichten mag.

      Deshalb zählt ein größerer Teil der israelischen Bevölkerung – eine satte Mehrzahl – zu den Kombattanten, im Gegensatz zum Gaza.

  8. Die Kreuzfahrer waren ja über 200 Jahre dort, hatten dort auch mal ein Königreich Jerusalem. Nach dem das ganze nix einbrachte sind sie gegangen. Kann sein in 150 Jahren jagen die Israelis alles in die Luft und ziehen in ihre Immobilien in den USA. Wer weis was kommt.
    Derweil sollten wir uns um unsere Heimat kümmern.

  9. … Ich glaube auch nicht, daß Jürgen Hübschen passiv an dem verschwörerischen Gerangel beteiligt ist, das Hakan Fidan vorgestern öffentlich gemacht hat:
    https://overton-magazin.de/top-story/hunderte-tote-durch-raketeneinschlag-in-krankenhaus-in-gaza-stadt/#comment-70486
    Aber die Koinzidenz ist scho‘ a weng verblüffend, oder?
    Nehmts als winziges Indiz für NATO-Eigensinn – antiamerikanischen!
    Ich erinnere mich nicht mehr im Einzelnen an die institutionellen Verknüpfungen, die Israel mit der NATO nach dem Staatsstreich Erdogans auf politischer Ebene eingefädelt hat. Einfach deshalb nicht, weil das, was davon öffentlich wurde, belanglos war – bis auf die ostentative (scheinbare) Redundanz dieser Verknüpfungen. Saß die Oberhoheit über Israel nicht im State Department?
    Nee, nicht mehr so klar …

  10. Die VSA haben vor einigen Stunden den Antrag im UN Sicherheitsrat eine »humanitäre Pause« im Konflikt einzulegen abgelehnt, d.h. ihr Veto ausgeübt. Russland und UK haben sich enthalten. Der Vorgang geht nun in die General Assembly. https://news.un.org/en/story/2023/10/1142517

    Terror ist eine Strategie (oder Taktik) um ein Maximum an Aufmerksamkeit (durch Medienschaffende) zu generieren, d.h. es können die Verursacher oder die Ursache bekämpft werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Terror

    AJ Upfront hat ein Interview (englisch) mit Osama Hamda (Hamas) und Danny Ayalon (ehem. israel. Aussenministerium): https://www.aljazeera.com/program/upfront/2023/10/13/are-israel-and-hamas-guilty-of-war-crimes

    Die Frage ob Israel und Hamas sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben, wird beantwortet. Osama Hamda argumentiert, ähnlich wie die VSA im Krieg gegen Terror und der Wissenschaftliche Dienst, dass es einen dritten Status zwischen Zivilist (Nonkombattant) und Kombattant existiert, den das IHL nicht definiert, der oft als »unlawful (ungesetzlich)« oder »irregular (irregulär)« bezeichnet wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Ungesetzlicher_Kombattant

    Damit wäre evident, worüber in der Forschung seit mindestens einer Dekade Konsens herrscht: Aufstandsbekämpfung, Anti-Terror Massnahmen in Form von Besatzung, Bombardments oder Bodeneinsätzen führen zum Anstieg von Terror in der entsprechenden Region.

    Einzig positive Nachricht momentan: Über die Geiseln wird verhandelt. Das erklärt den derzeitigen Stillstand der Offensive.

  11. „Eine Ideologie kann man mit militärischen Mitteln nicht vernichten, und deshalb muss jetzt endlich eine andauernde Initiative gestartet werden, um eine Alternative zu dieser Ideologie aufzuzeigen.“

    Endlich sagt es mal einer. Die Hamas militärisch besiegen zu wollen ist ein Schildbürgerstreich, der, selbst wenn die Hamas vor Ort „besiegt“ sein sollte, überall auf der Welt viele kleine Hamas´se erschaffen wird. Und irgendwann geht es in New York, London, Berlin usw. in die nächste Runde.

    Solange die Gewalttäter in beiden Gesellschaften, der israelischen wie der palästinensischen, ein hohes Sozialprestige haben, solange wird es Leute in diese Gruppen hinein ziehen.

  12. Wenn ich den Text richtig verstanden habe gibt es nur eine Lösung für den neuen, uralten, Nahostkonflikt – die Säkularisierung der Israelis und der palästinensischen Moslems…..denn ganz wichtig:

    Nur nicht-gläubige Menschen leben gerne, und glauben nicht den Mullahs und Prophethen (neuer und alter Zeiten), dass die beim Tod automatisch im Paradies bei „Allah“ (= Gott, für arabische Christen derselbe Begriff hab ich mir mal erklären lassen) landen…..

    Sorry, aber meine Meinung dazu, und ich hoffe das, zumindest was Israel angeht, sich die Vernunft – und das säkulare Judentum, dass es neben Nethanjahu, und seiner Regierung, auch geben soll – letztendlich durchsetzt……sonst geht dieser uralte Konflikt ewig weiter…..und übrigens, die Moslems sehen sich dem palästinensischen Volk auch aus einem Grund verbunden der in Europa längst vergessen sein dürfte – sie sehen in den Zionisten/den USA „Kreuzritter“, d.h. die Kreuzzüge, die sehr brutal von christlichen Ordensrittern aus unseren Landen geführt wurden, sind in diesen Ländern bis heute unvergessen – und jeder Moslem denkt eben, dass die Politik der Israelis, des „Wertewestens“ und der USA die Politik der Templer und Deutsch-Ordensritter, und sonstiger christlicher Glaubenskrieger, ist, die in moderner Form bis dato weitergeführt wird…..wie schon gesagt, da hilft als Mittel nur die religiöse Abrüstung auf allen Seiten…..auch die USA sehen sich ja als neue Kreuzritter – seit dem 11. September 2001…..falls das vergessen sein sollte 😉

    Sorry, aber meine Meinung zum Thema, als säkularer, religionsferner Mensch, der religiöse Gewalt, wie jede Form der Gewalt, ablehnt……

    Gruß
    Bernie

    PS: Im Memoriam Peter Scholl-Latour – von ihm habe ich die Erkenntnis, dass für Moslems eben die Kreuzzüge des sogenannten christlichen Abendlandes in der moslemischen Welt unvergessen sind, auch wegen der grausamen Barbarei der Ordens- und sonstiger Ritter des Königreiches Jerusalem…..und deren Fortleben in kolonialen Zeiten, und darüber hinaus als Überheblichkeitsanspruch des „Wertewestens“ gegenüber dem Islam….nur mal so klargestellt 😉

    1. Die Emanzipation von Religionen gelang dem Westen in der Aufklärung, flankiert vom wissenschaftlichen Fortschritt. Andere Zivilisationen haben andere Entwicklungen. Die jüdischen und arabischen Zivilisationen definieren sich heute immer noch stark durch ihre religiösen Traditionen. Vor allem in einem Land, in dem diese Religionen historisch und eschatologisch tief verwurzelt sind. Eine Säkularisierung ist dort völlig unrealistisch.

      1. Danke für den Hinweis, dann heißt es also jegliche Hoffnung auf eine friedliche Lösung der Problems „Heiliges Land“ (= Israel) von vorneherein zu beerdigen?

        Schade, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen, dass sich die säkularen Kräfte im sogenannten Heiligen Land der Christen, Juden und Muslime letztendlich doch durchsetzen, die es eben auch auf jüdischer und palästinensischer Seite geben soll? Trotz Heiliges Land, und Heilige Stadt für Christen, Juden und Muslime setze ich auf die Vernunft, denn wie schon gesagt nicht alle Juden sind Zionisten, und nicht alle Palästinenser sind verbohrte radikale islamistische Fundamentalisten……in Memoriam Jassir Arafat, und nobelpreisausgezeichnete Friedensaktivisten auf israelischer Seite…..die soll es ebent auch noch gegeben haben, wenn die derzeit medial unerwähnt bleiben…..

        Gruß
        Bernie

        1. Es ist ein Dilemma. Unausgesprochen ist bisher die Frage nach dem Volk Gottes. Dahinter steht die Frage nach Gott.
          Niemand kann den Menschen den Glauben wegnehmen.
          Versuche diesbezüglich münden in grausame Regime.
          Den Konflikt ohne Gott, also säkular lösen zu wollen, ist illusorisch.
          Was es braucht ist einen Mittler, einen Messias, der sein eigenes Leben nicht schont, und von daher die Kraft hat, die Grenzen zu überwinden um von allen Seiten gehört zu werden.

          1. Lieber Jürgen, gerade in Messiasen und Propheten sehe ich das ungelöste Problem – ein Rat an dich: Befasse dich einmal mit der „Kriminalgeschichte des Christentums“ des Autors Karlheinz Deschner, der sich darauf konzentriert hat aus Sicht der Opfer der Römisch-katholischen die betreffende Menschheitsgeschichte zu erforschen. Unsere Ahnen wurden nicht freiwillig zu Christen, die Missionierungsblutspur zieht sich über sämtliche Kontinente und Epochen der Menschheitsgeschichte – übrigens Deschner konzentrierte sich zwar auf die katholische Kirche, da ein Menschenleben nicht ausreicht deren Verbrechen aufzuzählen, aber er betonte, dass man über jede Religion eine Kriminalgeschichte schreiben könnte – daher bleibe ich dabei die Säkularisation des Nahen Ostens löst das Problem ganz sicher, und das ganz ohne angeblich Heilige Länder, oder Messiase und Propheten.
            Gruß Bernie

          2. Die Botschaft an das auserwählte Volk ist klar:
            Ich habe dich, Israel, aus der Knechtschaft geführt, damit du im gelobten Land selbst nicht knechtest und dich als Herr aufführst.
            Der Gott der Bibel ist eigentlich Anarchist. Und er will, dass die Maßstäbe des Himmelreichs hier auf dieser Welt verwirklicht werden. Das Ziel ist somit Humanität und Solidarität unter den Menschen und keineswegs Privilegierungs- und Herschsucht, Gleichgültigkeit und Egoismus. Hohlphrasen-Schriftgelehrte ohne Herz und Hirn sehen das durchaus anders. Aber warum sollte das Einen bekümmern?

            1. Ach? Und warum heißt es dann „Gottvater“ und der „Gott“ der Bibel, des AT und des NT ist eigenen Worten nach ein „eifersüchtiger Gott“, der keine anderen „Götter“ neben sich duldet – soviel zum Märchen der Gott der Bibel ist eigentlich „Anarchist“……und Jesus ist dann wohl der erste „Sozialist“ gewesen? Läßt man den religiösen Kitsch beiseite und befasst sich näher mit dem monotheistischen „Gott“ der Bibel, dann kommt der aber leider als „himmlischer Diktator“, und nicht als Anarchist rüber….sorry, aber meine Meinung dazu…..und ein Klassiker der Religionskritik ist für mich maßgebend als irgend ein erfundener, herbeifantasierter „Messias“ oder „Gott“ – Ludwig Feuerbach – sein uraltes, zeitlos gültiges Zitat: „Nicht Gott erschuf den Menschen nach seinem Bilde – sondern der Mensch erschuf sich seinen Gott (oder die Götter) sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben, der denke das biblische Märchenfiguren, ebenso wie einst Odin oder Jupiter oder Zeus nur Geschöpfe aus Menschenhirnen waren, und wo das alles hinführt, dass sieht man ja derzeit in Israel/Gaza – nein, ich bleib dabei eine Abkehr vom religiösen Wahn ist 2023 die Lösung aller Probleme……übrigens meine ich damit auch weltliche Religionen wie z.B. Anarchismus eines Bakunin, oder Marxismus eines Marx – Stalinismus eines Stalin oder Banderismus eines Bandera-Ukrainers…..alles Götter für die Menschen, die abgeschafft gehören, und wie schon erwähnt das gilt für mich generell für ALLE Götter und Weltanschauungen/Ideologien/Religionen…..ich seh da keinen Unterschied – höchstens den das Mensch eben sich seinen weltlichen, oder außerweltlichen, Gott bzw. höchstes Wesens aus seinem Hirn selber geschaffen hat…..

              Gruß
              Bernie

  13. Wenigstens das jetzt: der Focus hat es bemerkt, dass das, was auf den Bildern zu sehen ist, niemals 800 Tote nach sich gezogen haben kann:

    https://www.focus.de/kultur/kino_tv/terroristen-sind-keine-quelle-bei-bericht-ueber-angriff-auf-krankenhaus-tappt-ard-tagesschau-in-die-hamas-falle_id_227845666.html

    Die Hamas behauptet das eben und selbstverständlich duldet sie da niemand, der halbwegs objektiv berichtet. Die gesamte arabische Presse fällt darauf herein und der westliche Mainstream ebenfalls. Schon aus diesem Grund hat Israel gar keine andere Wahl, als diese Lügenflut abzustellen.

    Totale Verharmlosung einer Organisation, die die Kernthesen der NSDAP in ihrer Gründungsakte und ihrer Satzung hat. Totale Blindheit, die jede realistische Einschätzung verhindert.

    Habe jetzt erst gelesen, dass die Gewächshäuser der abziehenden Siedler von einer amerikanischen Stiftung aufgekauft und den Palästinensern geschenkt wurden. Welche sie plünderten und da nie auch nur eine Tomate züchteten.

    Warum auch etwas anbauen? 80 Prozent des Bedarfs kommen von außen und die verlassen sich darauf, dass das so bleibt. Der dumme Artur mit seinen Steuergeldern wird uns durchfüttern.

    Ich sag mal eins: der dumme Artur platzt gleich. Ich habe nicht die geringste Lust, dieses unverschämte Schmarotzertum weiter zu unterstützen. Die können Staatlichkeit beantragen bei der UNO, dann fallen schon mal die Zuweisungen für Flüchtlinge weg. Und wenn sie eine Verfassung und ein Gesetzeswerk haben, ist da auch ein vernünftiges Wirtschaften möglich. Bis jetzt muss man halt der Hamas Bakschisch bezahlen, wenn man Handel treiben will. Die wird daran nichts ändern.

    Ich habe durchaus auch ein Eigeninteresse, dass Israel diesen Saustall aufräumt.

    1. „Ich habe durchaus auch ein Eigeninteresse, dass Israel diesen Saustall aufräumt.“

      Ja, den Saustall aufräumen! Fegt diese Taugenichtse und Schmarotzer alle hinweg! Hoffenlich bleibt keiner übrig!

      Die Frage, die sich intelligentere Leute in aller Ruhe stellen, ist doch folgende: Wer bleibt nach der Aufräumaktion übrig? Und wer räumt am Ende wessen Saustall auf? Terroristen verrichten ihr mörderisches Werk bekanntlich nicht nur in Israel. Und da, lieber Artur, kommt MEIN Eigeninteresse ins Spiel. Ich will nicht in die Luft fliegen, weil irgendein Vollidiot einen Saustall aufräumt, in dem keine Säue leben, sondern Menschen, die auf Rache sinnen. Also noch mal ganz tief durchatmen und Hirn einschalten, Artur.

      1. Für Dich nochmal: wenn der Gaza eine brauchbare Verfassung vorlegt und einen Sitz bei der UNO beantragt, bekommt er fast 100 Prozent Zustimmung. Dann kommt Invest von außen, allein Saudi-Arabien hat schon zu Trumps Zeiten 2 Milliarden versprochen. Das ist doch die Lösung.

        Aber die Hamas kann keine vernünftige Verfassung vorlegen, weil dort die Ausrottung aller Juden drin stünde. Und zwar nicht, weil die da Land besetzen, sondern weil sie Juden sind. Hübschen stellt sich absichtlich dumm. War übrigens schon immer der Trick der Nazis: die Leute wollten das Gesagte in seiner Ungeheuerlichkeit nicht wahrnehmen und haben es dann umgedeutet.

        Nein, da in der Hamas-Satzung steht es in eindeutiger Weise.

        1. Niemand kann die Juden ausrotten. Nicht einmal die fleissigen und tüchtigen Deutschen haben es geschafft.

          Was kann die Hamas ausrotten? Sie will dasselbe mit den Israelis machen, was Israel gerade mit der Hamas macht: vertreiben. Israel nennt es „evakuieren“, früher sagte man dazu „deportieren“. Es geht um territoriale Ansprüche und nichts sonst.

          Artur, mach die Augen auf: Da passiert gerade ein weiteres großes Verbrechen vor deinen Augen, ein Verbrechen, das eine internationale Welle der Gewalt auslösen wird. Und das Einzige, was dich interessiert, ist eine hypothetische Verfassung? Mach die Augen auf, lass den Blick schweifen und entdecke, dass die Welt größer ist als dein Tunnelblick!

    2. @Artur_C

      Deine Worte zeigen deine moralische und menschliche Verkommenheit!

      Du bist ein lebendes Beispiel für die rassistische, eurozentristische Verkommenheit der westlichen Welt!

      Hoffentlich lesen viele deine Beiträge, lernen deine Haß kennen. Du wirst die Saat ernten, die du gesät hast! Dein Haß bringt immer nur neuen Haß hervor, insofern bist du ein typischer Vertreter der niedergehenden westlichen Welt!

      We stand with Palestine!

    3. Wenn Leute wie Sie sich nicht mehr nach Neukölln trauen, ist das ein sehr schöner Fortschritt.
      Figuren wie Ihresgleichen muss man einhegen.

  14. Hübschen erzählt hier zum Teil hanebüchenen Unsinn. Hat er noch nie gehört, dass Menschen lügen, aus vielerlei Gründen ihre Gefühle verbergen? Er hat ‚ein Interview gesehen‘, mit dem Bruder eines getöteten Soldaten gesprochen. Den ersten Fall können wir gleich abhaken, als passiver medialer Rezipient kann er nichts über die interviewte Frau sagen. Im zweiten handelt es sich immerhin um einen direkten Kontakt, wenn auch um einen flüchtigen. Zwei Fremde, nicht gleicher Muttersprache, die einander einmalig begegnen. Hübschen vermutlich schon damals mit Vorurteilen über Ideologien von Moslems belastet. Aber er will wissen, warum genau der überlebende Bruder weinte. Der habe es ihm ja gesagt…

    ‚Wir bekämpfen die Juden nicht, weil sie Juden sind, sondern weil sie unser Land besetzen.‘, rezipiert Hübschen die Beweggründe der Hamas. Das stimmt vermutlich. Schliesslich sind die Palästinenser die Autochthonen, die Zionisten die Neulinge (nach ca. 1’900 Jahren Abwesenheit). Im Fall des Westens aber ist es für die Rezeption der Ereignisse seit der israelischen Staatsgründung relevant, ja entscheidend, dass Israel der Staat der Juden ist. Eine Mischung aus rabenschwarzem Gewissen, Wunsch, ein eigenes ‚Problem‘ zu exportieren, Eigeninteressen im Nahen Osten motiviert eine Sonderbehandlung. Wenn der israelische Staat Dinge tut, die bei anderen Staaten unmittelbar massive Kritik hervorrufen und nur bei besonders mächtigen Exemplaren mehr oder weniger folgenlos bleiben, schaut man, d. h. die westlichen Regierungen, angestrengt in die andere Richtung, wenn eine palästinensische Vertretung Guerillataktiken, Mittel anwendet, zu denen typischerweise in massiv assymetrischen Situationen gegriffen wird. Es ist dann antisemitischer Terror, von irgendwelchen Ideologien motiviert, nicht etwa die logische Folge der realen Situation und des sie charakterisierenden Verfeindungsdenkens.

    In der Tat ist das Problem nicht militärisch lösbar. Die Palästinenser verschwinden nicht und sie können auch nirgends hin. Was immer die einen über die anderen denken – das ist die unverrückbare Lage. Und wenn das die weitaus stärkere Seite, die Israelis nicht einsieht, werden sie die Wiederkehr des Gleichen immer wieder erleben. Es sei denn, noch viel schlimmer, die gesamte Region gehe in einem grauenhaften Grosskrieg unter.

  15. Es ist schon beeindruckend – auf schaurige Weise beeindruckend – wie Herr Hübschen hier den irrationalen Fanatismus der Hamasanhänger und überhaupt vieler Islamisten – beschreibt. So ein fanatisches Volk hätte Hitler auch gerne unter sich gehabt …

    Man kann dem Artikel wohl zustimmen, dass für Israel ein Sieg im normalen militärischen Sinne mit nachfolgenden Friedensverhandlungen – etwa in der Art, wie es zu Clausewitz´ Zeiten noch üblich war – kaum zu erringen ist. Fanatismus und Kompromisslosigkeit der Gegenseite sind dafür zu groß. Dies dürfte allerdings auch der israelischen Militärführung bewusst sein, die den Krieg deshalb auf eine andere und angepasste Weise führt und auch weiterhin führen wird. Das kann eine längere Zeit so gehen.

    Dem Lösungsvorschlag aus dem letzten Absatz kann man zustimmen, doch glaube ich nicht, dass er realisierbar sein wird.
    Da @ Majestyk oben ganz richtig schreibt, dass sich der Nahostkonflikt inzwischen in ein globales Konfliktmuster einordnet (die Bezeichnung „Dritter Weltkrieg“ möchte ich vermeiden), ist angesichts der indirekten Beteiligung mehrerer anderer Mächte ein Friedensprozess heute eher noch unwahrscheinlicher als vor fünf oder zehn Jahren.

    1. „So ein fanatisches Volk hätte Hitler auch gerne unter sich gehabt … “ Davon träumen Du und „Majestyk“.

      Aber Euer Hitler ist tot.

    2. @ Wolfgang Wirth:

      Hitler und Himmler waren doch Islamfans. Für Himmler war der Islam die ideale Soldatenreligion. Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Figur Mohammed Amin al-Husseini. Sprengt hier den Rahmen und echte Debatten sind hier kaum möglich, aber was einte denn Assad, , Ghaddafi, Hussein, Nasser oder Arafat? Vor dem Zusammenhang halte ich die „Verschwisterung“ von Jungen Sozialisten und der Fatah nicht für einen Zufall. Und wenn man mal bedenkt, welche Liaison der rote von Moskau und Ostberlin gesteuerte Terrorismus und der islamische Terrorismus ab Ende der 60er Jahre eingegangen sind und den angeblichen „War against Terror“ der letzten zwei Dekaden berücksichtigt, dann ist doch jemand der Angesichts dieser Zusammenhänge massenweise Muslime nach Europa importiert und auch in die USA oder nach Kanada entweder komplett verblödet oder bösartig. Aber Trump war natürlich ein Idiot als er meinte, man müsse den Zuzug von Muslimen begrenzen oder feststellte die Antifa sei eine Terrororganisation.

      Im Übrigen könnte Israel die direkte Bedrohung schon beenden, in dem es das macht, was man ihm ja eh seit Jahrzehnten vorwirft, Vertreibung und Mord. Da Israel aber ein sehr demokratischer und sehr humanitär ausgerichteter Staat ist wird das nicht geschehen. Wenn ich mir aber unter einigen Artikeln die Kommentare anschaue, dann komme ich zum Ergebnis, anders hätte Hitler das auch nicht formuliert, aber der politische Gegner dieser Leute, das sind die Nazis. Wo Antikapitalismus, Anti-Amerikanismus, Antidemokratismus und Antisemitismus sich trifft, da ist die Schnittmenge und nirgendwo sonst.

      Ich hätte aber mal eine Frage, ab wann darf man denn von Drittem Weltkrieg reden? Wenn die Bomben fallen? Was ist denn am Westen noch westlich? Wie viel Lebensraum ist eigentlich für europäisch aussehende Menschen vorgesehen in den großen Migrationsplänen die ja so geheimnisvoll unter Verschluß gehalten werden? Was haben eigentlich Europäer und deren Ableger mit „Überbevölkerung“ zu tun und warum soll ausgerechnte dieser kleine Zipfel Europa zur Besiedlung freigegeben werden? Warum wird nur bei uns deindustrialisiert und westliche Staaten so komplett Importabhängig gemacht?

      Ich würde mir mal Videos von radikalmuslimischen Aufmärschen in Hamburg, Berlin oder Toronto ansehen und dann die Frage, dürfen Rabbiner und christliche Priester eigentlich auch in muslimischen Ländern auf der Straße mit einem Megaphon Massen aufhetzen?

      Ich meine das alles nicht als Vorwurf, sondern nur als Anregung. Und ich meine Sie, Gespräche mit solchen Figuren wie aquadraht erachte ich als verschwendete Lebenszeit.

      Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, Migration, Klima, Gender und Pandemie sind gesellschaftliche Waffen. Komischerweise richten sich diese aber alle gegen den westlichen Lebensraum. Hier sägt man sich den Ast ab auf dem man sitzt. Für mich ist das ein konzertierter Angriff und wer behauptet eigentlich, daß jene Eliten die die NGOs steuern UNSERE Eliten sind?

      Wären Foren wirklich Debattenräume, so könnte man ja mal gemeinsam recherchieren und gemeinsam Gedanken jenseits des üblichen Satan USA und Satan Israel oder Nieder mit dem Kapitalismus entwickeln. Will aber keiner, deswegen sieht die EU jetzt aus wie die Sowjetunion und ist wirtschaftlich ähnlich aufgestellt und fühlt sich bezüglich Denunziation und Gesinnungsschnüffelei genauso an.

      Ich muß ja nicht Recht haben, aber wenn alle immer nur in denselben Chor einstimmen, dann kann man sich Diskussionen wirklich sparen. Das ist nicht der Sinn und Zweck von Streit und was anderes sind Diskussionen ja auch nicht. Streit zum Erkenntnisgewinn und den erzielt man nicht wenn man vorgeschrieben Pfade nicht verläßt.

      Schönes Wochenende und viele Grüße!

  16. Was sind die eigentlichen Probleme in Gaza ?
    Von den 2.4 Mio Einwohnern sind 50% unter 15 Jahre alt. Die Jugendarbeitslosigkeit in Gaza liegt bei 75%.
    Von den 2.4 Mio sind ca. 80 000 Mitglieder der Hamas.

    Zwischen Islam und Islamismus liegen Welten.

    Die Radikalisierung der Jugend in Gaza ist ein hausgemachtes Problem, made by Israel.
    Wenn man pro Jahr nur 10-20tsd Arbeitserlaubnisse im Kinderknast Gaza vergibt,
    muss man sich nicht wundern, dass
    der Jugend dort eine Perspektive im Jenseits attraktiver als im Diesseits erscheint.

    Wir sollten solche Zusammenhänge im Hinterkopf behalten. Der Lindner streicht gerade die Jugendhilfe in Deutschland, zugunsten eines Kriegshaushaltes über 85 Mrd. Euro, brutal zusammen.

    Der Jugend die Perspektive und Unterstützung zu nehmen, ist so ziemlich das Dümmste was man machen kann wenn man den Laden langfristig irgendwie zusammenhalten will.

  17. Der Aufsatz beruht auf zwei Denkfehlern:

    1) Die Hamas ist bereits „die Alternative“, nach der der Autor sucht – von Israels Gnaden. Denn die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) war zuerst da.

    Die Hamas hat im Gazastreifen eine Diktatur errichtet, aber wer hat die Hamas geschaffen? Das war der Besatzer selbst – erwiesenermaßen, um die nationale Befreiungsorganisation PLO zu schwächen. So wie die USA in Afghanistan den Osama Bin Laden geschaffen haben, um die säkulare Regierung zu schwächen.

    2) Die Palästinenser sollen selber entscheiden, was gut für sie ist.
    Israel und der Westen haben ihre demokratische Wahl nicht anerkannt.
    Der Autor sollte nicht so Papa-mäßig tun, als wüsste er, was für die Kinder gut ist.

  18. Wenn man Ergüsse von jüdisch-völkisch orientierten Kleinbürgern wie Majestyk oder Artur_C hier liest, ist es beruhigend, dass hierzulande immer mehr junge Menschen mit orientalischem Hintergrund das überkommene philosemitische Israel-Bild korrigieren.
    Sie werden von der Israel verpflichteten Staatsmacht momentan noch mit Demo-Verboten behelligt.
    Auch vor 34 Jahren setzte die sogenannte Volkspolizei in Leipzig und Ostberlin zunächst noch einmal Versammlungsverbote v.a. junger Menschen durch. Doch der Wind sollte sich schneller drehen, als es den Politbüro-Greisen lieb sein konnte.
    Auch heute sind es Gremien alter, weißer Männer – wie etwa der Zentralrat der Juden oder die Deutsch-Israelische Gesellschaft – die (noch) den Takt vorgeben möchten (etwa mit einer kitschigen Pro-Israel-Versammlung kommendes Wochenende). Die bröckelnden Beharrungskräfte müssen zeigen, dass sie noch da sind.
    Die Nächte in Berlin gehören jedoch schon den jungen, neuen Kräften.

  19. Da wird seit 12 Tagen von einer „westlichen“ Macht eine Stadt vor laufenden Kameras ausgehungert, ausgedürstet und schrittweise dem Erdboden gleichgemacht, aber Herr Hübschen, Jahrgang 1945, also kurz nach Sprengung der Krematorien von Auschwitz geboren, führt allen Ernstes Beispiele an, die [Zitat] „das „westliche“ Vorstellungsvermögen übersteigen“.

    „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht“, Bruder Jürgen? (Matthäus 7,3)

  20. Gerüchten zufolge wurde von interessierter Seite erwogen,den zionistischen Staat zu verlegen.
    Der ukrainische Rada-Abgeordnete Ilya Kiva erwähnte es mehrfach.Ort der Neugründung soll die Westukraine sein…Russlands Präsident Putin antwortete auf dem Waldai-Forum auf eine Frage zu Odessa:“Odessa ist Russisch und wird es bleiben.Höchstens noch ein klein wenig jüdisch.“ Auch der kürzlich verstorbene Schirinowski sagte das Scheitern Israels und eine Neugründung wahrscheinlich in der Ukraine voraus.
    Ob da was Wahres dran ist, kann ich nicht sagen.Zumindest nachdenkenswert ist es als Idee zur Lösung der Palästina-Frage…

  21. Das kann man bezweifeln, dass es nicht möglich ist, eine Ideologie militärisch zu besiegen. Karl der Große unterwarf die Sachsen und christianisierte sie. In manchen Ländern siegten nach der Reformation die Protestanten und andere Länder verbrannten, verbannten oder gegenreformierten diese und blieben komplett katholisch. Im deutschen Reich galt „cuius regio eius religio“, was alles andere als Religionsfreiheit bedeutet. Der Faschismus wurde auch militärisch besiegt. Israel war schon nahe dran, die Palästinenser zu besiegen, indem es sie in Gaza internierte und zunehmend diplomatisch von anderen islamischen Staaten isolierte. Mit ungeschickten Äußerungen und Rachemaßnahmen wurde eine Solidarisierungswelle mit den islamischen Ländern ausgelöst, so dass ein militärischer Sieg im Augenblick nicht mehr möglich scheint. Mein Rat an die Israelis: Vergesst die Vergangenheit. Tretet den Gazastreifen einfach an die amerikafreundliche ägyptische Diktatur ab. Außerdem könnte man sich in Israel etwas mehr an den Islam assimilieren, der im Prinzip doch eine jüdische Sekte ist.

    1. Dein Hinweis auf Karl gefällt mir. Er ist ja so was wie ein Symbol für die europäische Einigung geworden und dafür, wie ich finde, extrem gut geeignet. Recht so, dass wir bedeutende Preise nach ihm benannten und in Aachen verleihen .
      Du schreibst es zutreffend. Er zwangschristianisierte die Sachsen mit den einzigen ihm zur Verfügung stehenden Methoden: Mord und Folter. Ein paar andere Völker mussten auch für die europäische Einheit in den Farben Karls bluten. Dabei war er strohdumm. Ein Analphabet an der Spitze des Reiches. Wirklich ein Vorbild für das heutige politische Personal. Warum mit Verstand , woher sollte der auch kommen, wenn es mit Gewalt auch geht!

    1. @ Zorro

      Sie sprechen genau DAS Thema an, dass uns als Deutsche hier im Grunde am meisten beschäftigen müsste. Immer mehr Feinde des jüdischen Lebens kommen nach Deutschland, aber auch überhaupt immer mehr Feinde unserer freiheitlich-westlichen Lebensart strömen ins Land, neuerdings z.B. Fachkräfte aus Afghanistan oder Eritrea. Demnächst vermutlich solche aus Gaza … Die Ägypter fordern das ja schon.

      Allerdings haben Sie ganz recht: Die Mehrheit in diesem Forum interessiert sich leider nicht dafür bzw. sieht darin auch gar kein Problem … Für diese Leute ist Nahost näher als Neukölln, Duisburg-Marxloh, Offenbach usw. Wundere mich eigentlich, dass noch niemand hier Werbung für die sog. „Migrantifa“ gemacht hat.

      Auch bezeichnend, dass Overton DIESES Thema bisher ausgespart hat …

      1. Vielleicht machst du einfach mal ein eigenes Forum auf, da kannst du dann nach Herzenslust mit anderen hart rechten Rentnern rumheulen, dass dies scheiße ist, jenes scheiße ist, und überhaupt, total schlimm für den Wolfgang und den Horst, der Negerkuss darf nicht mehr Negerkuss heißen, und jahrelang klein gehaltene Gruppen fordern nun lautstark ihre Rechte ein. Die Frau hat keinen Bockehr, dem Wolfgang seine Kohlrouladen zu kochen und das Herrengedeck zu kredenzen. Alles total schlimm, so woke, so bunt, so modern, so weltoffen, und der arme Wolfgang versteht die Welt nicht mehr. Plötzlich dürfen Frauen wählen, Homosexuelle zeigen offen ihre Liebe zueinander, und der arme, arme, erzreaktionäe Wolfgang versteht die Welt nicht mehr. Grundgütiger, du bist so unfassbar armselig.

      2. @ Wolfgang Wirth:

        „Immer mehr Feinde des jüdischen Lebens kommen nach Deutschland“

        Nicht nur des jüdischen Lebens

        Scrollen Sie etwas weiter runter. All diese Linkspostillen, die linken Medien und die Linken im Bildunsgsektor sind die Wegbereiter, aber keiner würde jemals das eigene Zutun reflektieren. Und den Bürgerkrieg den gibt es längst. Auch die offen ausgesprochene Aufforderung sich entweder zu unterwerfen oder das Land zu verlassen. Den Linken wie Faeser gehört der Staatsapparat doch schon, inklusive aller Repressionswerkzeuge und dem kompletten Medienapparat. Und dem eigenen Volk hat man doch längst den Krieg erklärt. Nicht die Zugezogenen sollen sich integrieren, sondern die Deutschen haben sich anzupassen oder zu verschwinden, das Geld bleibt aber hier.. Nur begreift die Mehrheit der Deutschen das nicht und hält brav still.

        Hier auf Overton schreibt mindestens ein Autor, der auch bei indymedia aktiv ist und dort feiert man sich ja ab, wenn man bei Andersdenkenden „Hausbesuche“ macht oder deren Autos „tiefer legt“.
        Ich habe hier ja mal eine Mailadresse angegeben, was meinen Sie was ich an Post erhalten habe?

        Mit ein bißchen anders wählen wird sich das Problem nicht lösen lassen, zumal es ja auch voraussetzt, daß man die Wahlen dann nicht annuliert. Ein Problem besteht darin, daß friedliche Menschen sich immer erst dann wehren, wenn es längst zu spät ist. Mit sehr vielen Leuten hier im Forum kann man keine Demokratie gestalten. Entweder man hält die klein oder die schicken unsereins in Umerziehungslager oder ins Gulag.

        Es ist im Grunde genommen doch nicht wichtig wer mit welchen Begrifflichkeiten Recht hat. Es geht darum, daß totalitäres Denken und antidemokratisches Wirken wieder Hochkonjunktur haben. Mit solchen Leuten kann man aber keine freiheitlich-demokratische Grundordnung leben. Die wollen das nicht. Wenn die Menschen jetzt nicht langsam wach werden, dann sind Heizungsgesetze noch die kleinste aller Sorgen.

        1. @ Majestyk (vom 20. 10.)

          Hallo!
          Sie haben gestern (20. 10.) kraftvoll und so viel geschrieben und gefragt, dass ich nicht so rasch antworten konnte. Ich versuche es mal konzentriert abzuarbeiten.

          1. Klar: Zwischen Nationalsozialisten und Islamisten gab es in den 1940er Jahren eine erhebliche Schnittmenge und gute Verbindungen. Für die Nazis war der Islam als kämpferische Religion weit interessanter als das aus ihrer Sicht zu weiche Christentum.
          Al-Husseini war in der SS aktiv und menschenverachtendes Gedankengut findet sich ja ebenso im heutigen Islamismus.

          2. Ein wichtiger Satz von Ihnen:
          „ … dann ist doch jemand der angesichts dieser Zusammenhänge massenweise Muslime nach Europa importiert und auch in die USA oder nach Kanada entweder komplett verblödet oder bösartig.“

          Ja, so kann man das sehen. Ich denke mal, dass das Dumme überwiegt. Ich schrieb ja schon vor ein paar Tagen, dass gewisse Leute heute an die absolute Erziehbarkeit und Formbarkeit des Menschen glauben. Der Mensch an sich als flexibles Objekt ihrer Maßnahmen. Das betrifft dann nicht nur die erhoffte berufliche Bildung, sondern auch die Anpassung an die im Westen gerade herrschenden Ansichten und Werte. Mag sein, dass solche Leute von sich selbst ausgehen … Sie selbst passen sich ja auch prinzipienlos allem zeitgeistig Geforderten an! Da sie selbst keinen Glauben haben, also Agnostiker oder gar Atheisten sind (Ihre Hinweise an @ Elfriede sind gut), sind sie unfähig, glaubensfeste Traditionalisten aus dem Orient zu begreifen.

          Man müsste eigentlich heute auch viel mehr über das gefährliche Phänomen des Nihilismus reden, denn diese Agnostiker und Atheisten in der Polit- und Kulturszene sind ja zugleich Nihilisten. Oft sogar größenwahnsinnige und völlig enthemmt-ungebundene Nihilisten. Martin Heidegger und Ernst Jünger haben in den 1950er noch viel darüber nachgedacht. Heute ist das Phänomen hingegen so sehr verbreitet, dass es als normal angesehen wird … Ein blinder Fleck!

          Zurück zur Einwanderung. Natürlich gibt es bei den Befürwortern dieser Art von Einwanderung auch das Bösartige, nämlich dann, wenn es ihnen darum geht, die hier gängige Sitten, Gewohnheiten, Werte und auch die relative ethnische Homogenität aufzulösen – und zwar im Sinne von „Teile und herrsche!“ zugunsten der Macht. Allerdings glaube ich, dass auch die Bösartigen trotzdem noch denken, die Eingewanderten beliebig kontrollieren und formen zu können. Dass ihnen DAS nun aber immer deutlicher misslingt, dass man sich das wirklich nicht mehr schönreden kann, dürfte gewisse Kreise jetzt doch beunruhigen. In diesem Sinne überrascht der erstaunlich schnelle Wechsel hin zu einer harten Haltung gegenüber den Neuköllner Straßengangstern nicht so sehr.
          Schlagzeilen wie diese …
          https://www.focus.de/politik/meinung/der-schwarze-kanal-sind-die-falschen-gekommen-jan-fleischhauer-ist-fuer-einen-radikalen-schritt_id_228506727.html
          oder
          https://www.welt.de/politik/deutschland/article248114302/Sicherheitsbehoerden-warnen-vor-Anschlaegen-durch-Hamas-Befuerworter-in-Deutschland.html
          … waren bisher in den MSM ja eher selten.

          Schon witzig, wie jetzt Faeser und andere plötzlich auf verbalradikal machen. Na ja, warten wir mal ab, ob auch Taten folgen werden. Außerdem will man so natürlich der AfD Wind aus den Segeln nehmen.

          Einen wirklichen Kurswechsel im Hinblick auf den Umgang mit dem Zustrom orientalischer Einwanderer und Gegnern der hiesigen Lebensweise erkenne ich aber noch nicht. Außerdem sind in den langen Jahren der bisherigen Linie die Strukturen des Tiefen Staates in Deutschland so stark geworden und so sehr von Anhängern der bisherigen Linie besetzt, dass ein Umsteuern überhaupt nicht von heute auf morgen geht. Selbst, wenn der Wille da wäre.

          Jedenfalls scheinen gewisse Leute nun wirklich zu begreifen, dass die bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen in Neukölln und anderswo eine ECHTE Gefahr sind, auch die Verwundbarkeit des deutschen Staates sichtbarer werden lassen(!) – und dass wir wohl gar nicht mehr so weit von französischen Verhältnissen entfernt sind … Ja, das sehe ich auch so. Sehr bedrückend!
          Und wenn man sieht, wie sehr gewisse linksextreme Kreise in Deutschland wie auch in Frankreich dabei als fünfte Kolonne agieren …

          3. Nun zu Ihren vielen Fragen:
          a) „Ab wann darf man denn von Drittem Weltkrieg reden? Wenn die Bomben fallen?“

          Sie mögen jetzt vielleicht lachen, aber ich bin manchmal ein bisschen abergläubisch und ich scheue davor zurück, jenes Wort zu gebrauchen. Natürlich haben Sie recht, dass wir längst in einer globalen Auseinandersetzung drin sind, dass sich auch der Nahostkonflikt in diesen größeren Konflikt eingelagert hat und dass Kriege heute – im Gegensatz zur Zeit um 1900 – eben nicht nur mit Granaten geführt werden.

          b) „Was ist denn am Westen noch westlich?“

          Gute Frage. Sehr gute Frage! Vielleicht kennen Sie die Gedanken des belgischen Historikers David Engels dazu?! Wenn nicht, dann sehen Sie sich mal bei YT Gespräche mit ihm an. Er spricht übrigens Deutsch. Ganz gewiss ist die Schnittmenge zwischen der zeitgeistigen „Wertewelt“ des Westens und dem, was man als europäisch-abendländische Werte kennt, kleiner geworden. Anders gesagt: Die Rationalität der Aufklärung und der antiken Philosophie und die Wertewelt des Christentums, sind ebenso im Niedergang begriffen wie der Individualismus oder der Gedanke an die Notwendigkeit von Machtbegrenzung.

          c) „Wie viel Lebensraum ist eigentlich für europäisch aussehende Menschen vorgesehen in den großen Migrationsplänen, die ja so geheimnisvoll unter Verschluß gehalten werden?“

          Hmm? Weiß nicht.

          d) „Was haben eigentlich Europäer und deren Ableger mit „Überbevölkerung“ zu tun und warum soll ausgerechnet dieser kleine Zipfel Europa zur Besiedlung freigegeben werden?“

          Die Dummen glauben wirklich, nur mit Hilfe der Zuwanderung die Wirtschaftskraft trotz Überalterung und Geburtenrückgang aufrecht erhalten zu können.
          Die Bösartigen wollen Europa an sich als politisch-kulturellen Faktor beschädigen. Teilweise aus wokem rassistischem Hass gegen weiße Europäer (wegen Kolonialzeit usw.), teilweise aus geopolitischen Gründen oder aus Gründen der allgemeinen Begünstigung von ungestörter Herrschaft.

          e) „Warum wird nur bei uns deindustrialisiert und westliche Staaten so komplett importabhängig gemacht?“

          Auch eine gute Frage. Vordergründig könnte es zu Kostenvorteilen führen. Man kann aber auch nicht ausschließen, dass der politische Einfluss gewisser anderer Länder (mittels Korruption) schon so weit reicht …

          4. „Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, Migration, Klima, Gender und Pandemie sind gesellschaftliche Waffen.“
          Hmm!

          5. „Wären Foren wirklich Debattenräume …“

          Tja, das sind sie aber nur für eine Minderheit. Das erleichtert einem aber auch das Lesen, denn man weiß schnell, welche Kommentare man noch nicht einmal überfliegen muss.

          Ihnen auch ein schönes Wochenende! Ich esse jetzt.
          Viele und herbstliche Grüße

  22. Ich bin, denke ich, keine Mimose aber Vater von -nunmehr erwachsenen- Söhnen. Und wenn ich diese Beispiele von den in den Minenfeldern geschlachteten Jungs lese, könnte ich heute noch heulen. Aber das machen wir nicht. Wir sind so cool und haben gelernt, unsere Herzen zu panzern.
    Die warpigs, die überall unsere Kinder, nicht ihre eigenen, zur Schlachtbank schicken, erklären uns dann, dass das zwingend notwendig ist, um die Söhne der warpigs auf der anderen Seite -menschliche Tiere, sadistischer Menschenabfall usw- zu bekämpfen. Und wie nannte uns, die wir das nicht akzeptieren, diese Geringbegabung mit Irokesenschnitt? Dreckspazifisten war es nicht. Irgend so was ähnliches aber.

    Wir haben die Doppelherrschaft von Hamas und Fatha jetzt viele Jahre miterlebt. Und wir können daher sicher sein, dass die von Vernunft und Anstand getragene Vorstellung des Autoren keinerlei Aussicht auf Erfolg haben wird. Vielleicht eben deshalb: weil sie vernünftig und anständig ist.
    In all den Jahren gab es aus der Westbank keinen organisierten Widerstand. Keinen Terror der Fatha, nur gelegentliche verzweifelte Aktionen einzelner. Die PLO hat auch schon vor Jahren die Vernichtung Israelis aus der Satzung gestrichen.
    Was war die Folge für die Palästinenser in der Westbank? Eine ständige steigende Repression. Vervielfachung des Baus von Siedlungen. Enteignungen, Bau von Straßen auf ihrem Land, auf denen sie nicht fahren dürfen.
    Wisst ihr, dass Bewohner im Prinzip keinerlei Rechtswege gegen Übergriffe des Militärs, die überall im Autoomiegebiet stehen und der Siedler haben? Israelische Gerichte nehmen keine Klagen an und verweisen auf die Autonomiebehörde, die aber keinerlei Zugriff auf Siedler und Militär hat. Kafka ist n Scheiß dagegen.
    Ich habe mit Siedlern gesprochen und ich schrieb es schon, dass es bei der Ortsgruppe der NPD nicht übler zugehen kann.

    Ich wünschte wirklich, der eine oder andere von uns, also solche, die eigene Überzeugungen gelegentlich noch selbst überprüfen können, würde mit mir in Hebron sein, wo man all die Tyrannei der Besatzung wie im Brennglas erfahren kann. Die Altstadt ist übrigens wirklich ansehnlich und es gibt etliche Unternehmer, die versuchen, so was wie Tourismus in die Stadt zu holen. Man lässt ihnen keine Chance. Dort, wo die Altstadt oben offen, also nicht überbaut ist, mussten sie Netze spannen. Aus den angrenzenden Häusern, die höher liegen und enteignet wurden, wird beständig Abfall von Siedlern herabgeworfen. Ich wurde getroffen, weil ein Netz fehlte. Alle Versuche bei den Israelis etwas zu erreichen, berichtete mir ein Händler, werden zurückgewiesen.
    Die Ansage der Siedler gerade auch in der ruhigen Westbank, und die haben die Hegemonie in Israel, ist klar und unmissverständlich: die Araber müssen raus aus dem Heiligen Land. Und daran werden sie arbeiteten. Die werden alles daran setzen, Gaza zu entvölkern. Die Aminutte , die der UN vorsteht, drängt eben Ägypten, die Grenze zu öffnen. Keiner der dann geflohenen wird je zurückkehren. Es wird riesige neue Lager geben und Flucht nach Europa.
    Dann werden sie neue Provokationen in der Westbank starten und wenn es dort zu Verzweiflungstaten kommt, erleben wir dort neue Vertreibungen. Die Intensivierung des Siedlungsbaus ist ja schon angekündigt. Dazu gibt es neue Enteignungen, neuer Abriss von arabischen Häusern, neu ausgewiesene Betretungsverbote im „eigenen Land“.
    Der Autor kennt das alles durch seine Tätigkeit im diplomatischen Dienst sehr viel besser, was ich hier nur oberflächlich anreißen kann. Aber es gibt keine „Autonomie“ in der Westbank. Das ist ein Witz, dumme Propaganda und die Siedler ziehen das durch. Ob mit oder ohne Hamas.

    1. Danke für diese eindrücklichen Schilderungen. Man könnte ja schon fast auf den Gedanken kommen, Israel sei ein „Schurkenstaat“, so unmenschlich, wie manche Israelis mit Menschen umgehen. Aber offenbar hat das System.

    2. Ich bin dankbar für deinen Bericht, weil er – wenngleich natürlich unzureichend, was dir nicht anzulasten ist – den Irrsinn von Hübschens „These“ offen legt, Israel könne die Hamas nicht militärisch besiegen.
      In den anderen „Territorien“ ist jede organisierte sogenannte „Resistance“ militärisch vernichtet – die Leute sind getötet, zerfoltert und ins Exil getrieben und die indigene Aufsichtspolizei arbeitet dem Apartheitsstaat darin zu, daß es so bleibt.

      Doch Ariel Scharon hat seinerzeit halt durchgesetzt, daß dieses Modell für den Gaza nicht gelten soll. Das ist alles.

      1. Ich habe früher öfter einen Ausspruch von Sharon verlinkt: Solange es keinen Frieden gibt, werden die Siedlungen bleiben. Und wenn es Frieden gibt, gibt es doch keinen Grund, die Siedlungen zu räumen. Es ist vollkommen unmöglich das misszuverstehen. Egal, was die Araber machen, wir geben ihnen nichts von dem, was wir ihnen nahmen, zurück. Niemals.
        Trotzdem wird beständig versucht zu begründen, dass die selbst an ihrer Unterdrückung schuld sind. Notfalls erzählen sie dir irgend was vom Onkel von Arafat. Dabei dürfte sich unter den eigenen Vorfahren der meisten von uns sehr viel übleres finden lassen.
        Aber es war immer bizarr, wie versucht wurde, wilde Interpretationen dieser eindeutigen Aussage zu konstruieren.
        Nein, er hat gesagt, was immer ihr machen werdet, wir lassen euch nicht in Ruhe, wir dulden nicht, dass ihr gleichberechtigte Subjekte werdet, wir werden euch weiter bestehlen. Und er hatte Recht. Das ist es, was ich versucht habe mit meiner kurzen Beschreibung der Lage in der Westbank zu erklären und es ist bezeichnend, dass niemand von den Freunden der israelischen Besatzung jemals auf die konkrete Lage eingehen wird. Immer nur Phrasen von „Alles Nazi. Alles Antisemiten“
        Für mich steht das in der unheilvollen Tradition des fetten Gohring: Wer Jude ist, bestimmen wir. Heute heißt es, wir bestimmen wer Antisemit ist.
        Es ist ein weit verbreiteter, aber doch ein Irrtum, anzunehmen, man sei kein Nazi, nur weil man nicht mehr den Wunsch hat, Juden zu morden.

  23. Der Westen ist nicht nur unfähig, Konflikte zu vermeiden, er ist auch unfähig, Konflikte zu lösen. Warum das so ist? Weil er sich selbst für einzigartig und andere Zivilisationen für minderwertig hält.

    Habe dieses Bonmot weit oben in der Kommentarspalte erst jetzt endeckt.
    Mit einzigartiger Akrobatik verschlingt da der Schwanz mit der Anusöffnung den Kopf.

    Aber …
    Es ist hier eigentlich leicht zu sehen, daß der nackte Kern dieser Hirnverschlingung ein monotheistisches Weltbild
    ist, das sich jede weltliche Erscheinungsform rückstandslos einverleibt einzuverleiben trachtet.
    (Den Fingerfehler zu korrigieren war hier wichtig)
    Ich habe mein Lebtag gegen das psychosoziale Konstrukt vom sogenannten „Machtdenken“ angeredet. Nun muß ich zugeben, beim Guido Biland liegt eine (säkulare) Reinkultur desselben vor.
    Ich lerne dazu.

  24. Letztlich ist dieser Konflikt tausende Jahre alt. Alttestamentarisch: da der Urvater Abraham mit seiner steinalten Frau Sara keinen Sohn bekam, was aber für ein gelungenes Leben unabdingbar galt, empfahl Sara dem Abraham, es doch mit der Magd Haggai zu versuchen. Die wurde prompt schwanger und gebar den Sohn Ismael. Und jetzt kommts: auch Sara wurde plötzlich schwanger und bekam den Sohn Isaak. Nun gibt es ja diese Rechtssache mit der Erstgeburt, das fiel der Sara ein und sie sagte Abraham, dass die Haggai doch recht arrogant wäre, und er möge sie bitte verjagen, samt dem Sohn. So geschah es: raus aus dem Zelt und mitten in der Wüste wurden Haggai und Ismael verfrachtet, und Isaak wurde der Urvater des jüdischen Volkes, während Ismael, doch noch gerettet, der Vater der arabischen Nationen wurde. Seit tausenden von Jahren tobt also da der Bruderkrieg, und es geht um das Land und ums Überleben. Ismael war wohl traumatisiert von dem Ganzen, und Isaak auch, wäre er doch beinahe geschlachtet worden- vom eignen Vater- als Opfer für den Herrn. Nur das äusserst hilfreiche Auftauchen eines Widders, den man schliesslich ersatzweise als Brandopfer darbringen konnte, verhinderte seinen frühen Tod. Das soll übrigens der Beginn gewesen sein, weshalb man von einem speziellen Bund sprach, denn bis dahin wurden gnadenlos Kinder geopfert den Göttern, z.B. bei den Phöniziern, Baal usw., und jetzt gab es einem Gott, mit dem man zufrieden sein konnte: der Monotheismus hielt Einzug. Man freute sich über diesen einen GOtt, JHW, der auch Schafe akzeptierte- ein Riesenfortschritt damals. Dass Jesus an Kreuz dann musste als GOttes Sohn, das wurde von den frühen Christen als einmaliges und letztes Ereignis dieser Art gewertet: das mit den Sünden der ganzen Welt, die damit abgegolten wären. Aber das ist dann neues Testament. Hier in Europa haben diese ganze Story nur wenige auf dem Schirm, doch kann.man sicher sein, dass in Israel die Leute ihre jeweilige Herkunft präsent haben. Ismael- gerettet zwar, aber damals schon um alles betrogen, demselben Gott folgend, auf Gerechtigkeit hoffend, bis heute. Irgendwie tragisch.

      1. Die Ungenauigkeit, wie etwas berichtet wird gerade zu diesen Themen, ist jedenfalls krass: so sind sie ALLE Semiten dort, da der Urvater, ein Sohn des Noah, mit Namen ‚ Sem‘ hiess. Also die Völker Vorderasiens, z.B. Araber, Aramäer, Äthiopier, Israelis: alles Semiten. Der Begriff ‚Antisemitismus‘ hingegen bezieht sich nur auf eine Gruppe, und bis ins 18. Jhd. galt das als’Antijuadismus‘. Es sind Brudervölker, genau wie Russen und Kleinrussen, die sich gegenseitig auslöschen wollen, und diese Konflikte werden von ausserhalb noch genährt, zumindest die Waffenhersteller schwelgen im Rendite-Glück.

        1. Aus Erfahrung wissen wir, dass sich auch Familien, also Blutsverwandte, heillos entzweien können. Wenn ich „Brudervölker“ lese, denke ich gleich an Kain und Abel. Aus der größten Nähe kann die größte Distanz entstehen. Nicht mal die Tatsache, dass die grossen monotheistischen Religionen denselben Gott anbeten, hat die Gläubigen davon abgehalten, sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. So sind wir Menschen eben: fähig zu allem.

          Mein aktuelles Motto lautet:
          Glück ist, in einer Welt voller Dummheit, Gier, Ungerechtigkeit, Widersprüche, Hass und Gewalt einen Ort zu finden, wo für einige Momente nichts dergleichen stattfindet.

  25. Ich finde den Artikel deshalb interessant, weil er versucht den Konflikt zu erklären und zu verstehen, um dann zu einem Lösungsvorschlag zu kommen. Natürlich ist das Thema so komplex, dass man in so einem kurzen Artikel nicht alles berücksichtigen kann.
    Das zeigt sich an den Kommentaren, denn jeder liest das heraus, was er herauslesen möchte und in sein kollektives Feind- oder Freundbild integrieren kann.
    Und das ist in meinen Augen das wesentliche Problem: Die meisten argumentieren hier nur im Rahmen ihres eigenen kollektiven Feind- oder Freundbildes. Es wird überhaupt nicht mehr darüber diskutiert, dass es auf beiden Seiten Täter und Taten gibt, die bestraft werden müssen und Opfer gibt, denen geholfen werden muss.
    Die hier veröffentlichten Kommentare spiegeln diese polarisierte und damit ausweglose Situation, die den Konflikt insgesamt maßgeblich prägt, gut wider.

    1. Zitate:

      „Das zeigt sich an den Kommentaren, denn jeder liest das heraus, was er herauslesen möchte und in sein kollektives Feind- oder Freundbild integrieren kann.“

      +

      “ Es wird überhaupt nicht mehr darüber diskutiert, dass es auf beiden Seiten Täter und Taten gibt, die bestraft werden müssen und Opfer gibt, denen geholfen werden muss.“

      Das klingt fast so als ob es eine Symmetrie zwischen den Parteien gäbe? Die Aussagen sind in Ordnung, gehen aber nicht auf die Verhältnismäßigkeiten ein.

      Es ist ein asymmetrischer Konflikt.

      Das heißt die Verbrechen der einen Partei (Zionisten) sind weit größer als es die andere Partei (Hamas) je hinkriegen könnte. Moral muss man sich leisten können. Daran ändert auch die Unterstellung nichts, wenn die Hamas könnte, wäre sie so wie die Zionisten und natürlich noch viel schlimmer.

      Die weit Überlegenen könnten sich tatsächlich diese Moral leisten – sie wollen aber nicht. Sie wollen ihr Großisrael mit vielen Sonderrechten für Juden und sie wollen das Gasfeld vor der Küste, wovon laut Pepe Escobar (und seiner Quelle) 60 % im Hoheitsgebiet von Gaza liegen, also in deren 12-Meilen-Zone? Also sie wollen das Land, die 2 Mio. Abfallmenschen loswerde, auch ethnische Säuberung oder Vertreibung genannt, bzw. vernichten sie einen Teil der Bewohner im Bombenterror, was einen Genozid ist. Dazu wollen sie die Gas-Milliarden, ähnliche Situation wie in Jemen, wo Saudi Arabien hunderttausende Jeminiten ermordete mit Hilfe der USA und EU. Auch das war ein klarer Genozid. Wir haben da alle gelebt und das mitbekommen.

      Übrigens wäre es gar nicht so abwegig, wenn man die Bewohner von Gaza umsiedeln würde, raus aus ihrem Gefängnis. Das müssten dann aber die Sponsoren der Israelis angemessen finanzieren mit Entschädigungen und Land für sie kaufen. Statt dessen sparen sich die Menschenfreunde des Wertewestens lieber das Geld und machen das „kinetisch“. Viele Bewohner wollen auch nicht so leben, Sie dürfen aber nicht raus, weil sie Keiner haben will. Damit werden eben noch die Täter belohnt, die Zionisten, die das Konzentrationslager betreiben und ihr Land geraubt haben. Die Anrainerländer wollen kein Ende von Gaza, weil sie dann die nächsten Opfer der Zionisten zu werden drohen. Der Hunger nach Großisrael, die Expansion der Siedlerkolonialisten, ist dann absehbar nicht gestillt. Der Gaza-Streifen war schon immer im Gegensatz zu der Westbank ein aus den Fugen geratenes Flüchtlingslager wegen der Nakba. Im Forum durften wir schon die Lüge lesen, sie wären freiwillig geflohen und nicht vertrieben worden, nicht durch Terror und übelste Kriegsverbrechen wofür z.B. von Ariel Sharon (Spitzname „der Traktor“) die militärische Verantwortung trug.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Ariel_Sharon#Unit_101

      Selbst die stark editierte Wiki kann die Kriegsverbrechen nicht alle verbergen. Auch hier wieder wie bei dem Link zu Donald Rumsfeld, den ich vorher postet, wird der Täter gerne selbst zitiert aus einen Memoiren, aber die Opfer kriegen keine Stimme.

      Man kann das alles wissen, wenn man nicht wie die BRD auf Vogel-Strauß-Taktik setzt. Die EU wie auch die USA verspielen hier ihre Glaubwürdigkeit beim Rest der Welt, wenn sie diesen Siedlerkolonialismus in 2023 unterstützen. Von wegen Imperialismus des Wertewestens wäre nur eine kleine Irrung gewesen im 19. und frühen 20. JH.

      Die Massaker, die man immer wieder in Palästina sieht, sah man auch damals beim American Holocaust gegen die Native Americans. Das war auch eine Einbahnstraße, das Ergebnis ist bekannt und heute für Jeden sichtbar. Ab und zu gab es auch Massaker der Opfer des Holocaust, der Native Americans, wenn sie versuchten sich zu wehren.

      Noch einmal: Moral, ethnisch-moralisches Handeln, muss man sich leisten können.

  26. Der Artikel ist insgesamt einer der Besten von Jürgen Hübschen. Beim ersten Teil bechreibt er die Lage eigentlich ganz gut. Zu den anekdotischen Beispielen hat Zack15 schon etwas geschrieben.

    Zu der extremistischen Ideologie der Hamas oder von Orthodoxen kann man sagen, dass es in Deutschland nach dem verlorenen Krieg Millionen Nazis gab und viele wurden doch relativ schnell entnazifiziert, einfach durch die veränderten Umständen. Das will ich noch einmal herausstreichen, dass sich Menschen schnell ändern können, wenn man ihnen die Chance gibt. Dazu ist eben ein gut funktionierender Sozialstaat gefragt und nicht die „kinetische“ Lösung. Auch sie einfach in den Kapitalismus zu werfen, ändert sie zwar, aber schafft dann eben neue Probleme wie man in der ehemaligen DDR sieht.

    Leider hat der Autor auch sehr elegant die „deutsche Staatsräson“ umschifft, die offiziell eine Zwei-Staaten-Lösung will, die keine der beteiligten Kriegsparteien will, also total realitätsfremd und nicht einmal utopisch ist. Es ist einfach Feigheit und Verlogenheit darauf zu beharren, während sie eigentlich vollumfänglich den Siedlerkolonialismus Israels als zweitgrößter ausländischer Geldgeber der Welt unterstützen. Israel hat mit hunderttausenden, bzw. Millionen Siedlern Verhältnisse geschaffen, die keine Zwei-Staaten-Lösung zu lassen. Es bietet sich also nur noch ein Staat an für alle Menschen, die dort leben und der darf kein jüdischer Staat sein, der alle anderen Menschen benachteiligt.

    In einem zukünftigen Artikel wäre ich dem Autor dankbar, wenn er mal beschreibt, was ein Militärattaché so macht. Es kam im Subtext auch raus und ich würde es so beschreiben: Er ist ein Marketing-Fuzzi, der deutsche Waffen verkauft. Da ist dann nicht mehr viel mit Humanismus und Aufklärung, wenn man dem Irak z.B. Minen verkauft, also Saddam Hussein damals. Von Donald Rumsfeld gab es das berühmte Bild, wo er Hussein die Hände schüttelte.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Rumsfeld#Part-time_public_service

    Die wikipedia ist natürlich so editiert, dass sie die Sichtweise von Rumsfeld darstellt, direkt seine Memoiren zitiert und die anderen Sichtweisen auf seine Arbeit im Irak als „crackpot conspiracy theories“ darstellt.

    Was in der deutschen Wiki steht, ist ein Joke. Das könnte sogar ein Fall sein für Markus Fiedler und Dirk Pohlmann.

    Viele der Beiträge sind übrigens richtig gut. Da lese ich das Forum gerne.

  27. Ein relativ ausführlicher Überblicksartikel im „Standard“ von heute
    https://www.derstandard.at/story/3000000191314/umfragen-deuten-gespaltene-meinungen-zur-hamas-in-gaza-an
    erklärt mit den standesgemäßen Rücksichten auf zionistische Hardliner die Propaganda-Lügen, die Jürgen Hübschen hier verbreitet, für das, was sie sind.

    Dafür hätte es der Vielzahl der zitierten Erhebungen nicht gebraucht. Es ist von vornherein klar, daß die Bevölkerung des Gaza sich zur Hamas prinzipiell genauso stellt, wie alle Untertanen sich zum Terrorregime eines Staatswesens stellen, im Falle des Gaza: einer erzwungenen und lizensierten israelisch / internationalen Administration, sei dieses nun demokratisch, ständisch, eine Militärherrschaft oder eben, im Gaza, milizionär.
    Opportunistisch.
    Sie nehmen hin, daß im Falle des KZ Gaza Jihad gegen Israel die einzig erhältliche Ideologie der Gefangenenverwaltung ist. Und ohne eine solche Ideologie wäre die Gefangenenverwaltung ein uneingeschränkt ständischer, und zynischer Job, der erheblich mehr Terror und Repression nach innen erforderte, eine Tendenz, die man bei genauerem Hinschauen bei der Fatah beobachten kann.
    Und mit demselben Opportunismus konzedieren die Befragten zugleich, daß sie die sogenannte Zweistaatenlösung für die einzig immerhin „theoretisch“erhältliche Änderung ihres Loses halten – womit sie ja schlicht richtig liegen.

    Es stünde Jürgen Hübschen gut an, seinen „Irrtum“ – wenn schon nicht korrekt: gesinnungsgeleiteten Fehlurteile – öffentlich eingestehen täte.
    Ich verzeihe sie dem alten Manne gerne.

    1. Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß ich mit obigem den kapitalen Fehler korrigiert habe, den Zack 15 weiter oben in seinem moralisch fehlgeleiteten Kommentar begangen hat:

      [W]enn eine palästinensische Vertretung Guerillataktiken, Mittel anwendet, zu denen typischerweise in massiv assymetrischen Situationen gegriffen wird [soll das] antisemitischer Terror [sein], von irgendwelchen Ideologien motiviert, nicht etwa die logische Folge der realen Situation und des sie charakterisierenden Verfeindungsdenkens.

      „Verfeindungsdenken“ ist No Thing und der Terror der Hamas ist alles andere, als „logisch“. Letzteres ist zugleich das allergewöhnlichste Fehlurteil gewohnheitsmäßiger Naturalisierung von Gewaltausübung.

    2. Dazu ein Abschnitt aus dem starken Artikel von Theo Wentzke, „Ein Volk, das stört“.
      https://www.jungewelt.de/artikel/461328.israel-palstina-ein-volk-das-strt.html

      Autonomiebehörde ohne Rückhalt
      Seit Gründung Anfang der 1990er haben die PLO-Fraktionen, die in der PA die Politik bestimmen, Israel den organisierten terroristischen Widerstand erspart, dem sich das Land aus dem Gazastreifen durch die Hamas bzw. den »Islamischen Dschihad« und aus dem Libanon vor allem durch den Hisbollah ausgesetzt sieht und der – ausgestattet mit iranischer Ausrüstung bzw. vom Iran geerbtem Know-how in Sachen Kurzstreckenraketen – immerhin periodisch zu merklichen Störungen des zivilen Lebens im israelischen Kernland führt. (…)
      Viel Bestimmungshoheit hat die PA inzwischen an die überkommenen Familienclans und ihre Strukturen verloren. … [S]ie erleben eine neue Blüte angesichts dessen, dass die ökonomische Not der Bevölkerung wächst, die entweder auf dem Lande versucht zu existieren und dafür irgendeinen Schutz vor israelischen Siedlern und eine Schlichtungsinstanz bei den internen Streitereien um die knapper werdenden Ressourcen, vor allem das Wasser, braucht, was die PA beides nicht zu bieten hat. Oder sich in den Armutsvierteln der westjordanischen Städte durchschlägt und dafür ebenfalls mehr auf ihre Familienbande als auf die Versatzstücke von Sozialstaat setzen muss. Und auch ansonsten wird mit der Konkurrenz um die spärlicher werdenden Einkommensquellen die Rolle der Clans wieder wichtiger, die versuchen, sich den Zugriff darauf zu sichern. Die in bestimmten Zonen der Westbank offiziell geltende Rechtshoheit der PA interessiert sie dabei naturgemäß immer weniger, es sei denn, sie bestücken deren Organe gleich selbst.
      Mit seiner erfolgreichen Verweigerungs- und Entmachtungspolitik gegenüber der PA hat sich Israel nun eine neue Qualität des Widerstands nicht nur gegen die Behörde, sondern auch und vermehrt gegen die Besatzungsmacht selbst eingehandelt, gegen ihre uniformierten Vertreter und die zivilen bzw. gar nicht so zivilen siedelnden Juden. Dieser Widerstand geht über Einzelaktionen inzwischen hinaus. Vor allem in den großen Flüchtlingslagern hat sich eine Widerstandsbewegung organisiert, die von der PA getrennt aufgestellt ist und sich Inspiration und auch Kommandos von den religiös fanatisierten Konkurrenten der Fatah holt: v. a. vom Islamischen Dschihad und der Hamas. Damit ist die für Israel so gut zu handhabende Trennung zwischen dem »abgekoppelten« Gazastreifen mit seinen radikal-religiösen Militanten und dem Westjordanland praktisch dahin.
      Auch was den erklärten Standpunkt der Palästinenservertreter anbelangt, provoziert Israel mit seiner radikalisierten Aneignung des Westjordanlandes unter den Palästinensern Anläufe zu palästinensischer Einheit. Die ist zwar einstweilen nur negativ bestimmt, besteht nämlich nur in der Erkenntnis der PA, dass ihr auch noch so viel Kompromissbereitschaft nicht das Schicksal erspart, das Israel den islamistischen Rebellen der Abteilung Hamas und »Islamischer Dschihad« bereitet. Für ein Gipfeltreffen in Ägypten hat das aber allemal schon gereicht (…) Gegen den Vorwurf, eine Hilfstruppe der Besatzungsmacht zu sein, müssen sich die Vertreter der PA immer häufiger auch öffentlich verteidigen, in manchen Gegenden – wie zum Beispiel in Jenin – bewegen sie sich inzwischen selbst wie in Feindesland. Jede Andeutung eines Kompromisses mit den radikalen Fraktionen ist aber für Israel Anlass, seine Feindschaft zur PA zu verschärfen, ihr Mittel zu entziehen bzw. damit zu drohen.

  28. Die Forumsbeiträge (und auch der Artikel übrigens) lesen sich in der Summe so, als gäbe es absolut keine Hoffnung für eine halbwegs friedliche und menschenlebenerhaltende Lösung. Tiefschwärzer als Tiefschwarz. Hoffnungslosigkeit in Potenz trifft auf ideologischen Starrsinn in Potenz. Nirgends ein Schwert in Sicht, das den gordischen Knoten durchtrennen könnte. Und als Hauptproblem (das auch von aller Propaganda und allen Ideologien nicht verdeckt werden kann: das Eigentum und der Antagonismus zwischen Enteignern und Enteigneten. Bei Marx hieß es noch „Expropriation der Expriateure“ – enteignet die Enteigner – darüber mag keiner mehr reden, es geht nur noch um fanatischen Islam und fanatischen Zionismus. Aber nicht die abrahamitischen Religionen sind das Problem, sie werden nur benutzt..
    Wenn sich das fortsetzen sollte, wird es womöglich darauf hinauslaufen, daß sich in wenigen Jahren Iran und Israel gegenseitig mit Nuklearwaffen auslöschen. Dann sind auch die Palästinenser verschwunden. Wie das Problem? Doch, es geht noch tiefschwärzer. Hölle …
    Es wird höchste Zeit, daß jemand kräftig auf die globale Bremse tritt. Vollbremsung nötig. Ist da jemand?
    Zumindest hat China einen speziellen Gesandten in den Nahen Osten geschickt. Die USA haben natürlich ihre bevorzugten Gesandten schon vor Ort (zwei Flugzeugträger). Der Unterschied ist bemerkenswert genug und sollte eigentlich breiter gewürdigt werden.

    1. Die USA hat weniger Diplomaten als es an Besatzung für einen einzigen Flugzeugträger braucht. Wenn ich mich recht erinnere, sagte das Ray McGovern. Dazu sind noch viele „Diplomaten“ nicht wirklich Diplomaten, sondern geschenkte Posten (Nepotismus) an Wahlkampfspender der regierenden Partei, ein weiterer großer Teil verkappte Geheimdienstagenten, die das Gastrecht der Länder in denen sie sich aufhalten, missbrauchen.

      https://www.duncancampbell.org/content/embassy-spy-centre-network

  29. Warum ruft man in Gaza keinen palästinensischen Staat aus? Weil man dann völkerrechtlich für den Terrorismus vom eigenen Boden verantwortlich wäre und sich das ganze Unterdrückungsmärchen als reine Propaganda enttarnen würde. Zudem müßte der Staat Palästina dann eine eigene Wirtschaft aufbauen und die Palästinenser könnten nicht mehr leben wie die Vögel am Himmel, sie säen nicht, sie ernten nicht, aber der westliche und vor allem deutsche Steuertropf ernähret sie dennoch.

  30. „Wenn man Ergüsse von jüdisch-völkisch orientierten Kleinbürgern wie Majestyk oder Artur_C hier liest“ schreibt Linksman. Das ist auch ein Spagat den man mal hinbekommen muß.

    „jüdisch-völkisch orientierten Kleinbürgern“
    Dass eine solche Hetze in Deutschland mal wieder legal sein würde hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehalten. Interessant auch, welche Bündniskonstellation sich hier auftut.

    Ich muß hier aber eindeutig Artur_C oder auch Tanz der Teufel loben. Trotz aller Differenzen zeigen diese beiden Anstand und beziehen auch eindeutig Position gegen diesen Israel- und ganz klar auch Judenhaß. Dürfte sicher noch ein paar andere geben, die ich vielleicht überlesen habe.

    Aber ganz klar sind jene die Israel den Tod wünschen, Israel als Täterstaat bezeichnen als Apartheidssystem oder Juden als minderwertige Parasiten leider in der Mehrheit und es ist bezeichnend, wenn eine Redaktion hier nicht einschreitet und sich im rechtssicheren Raum wähnt, solche Hetzreden auch im Jahr 2023 tolerieren zu können. Was hier abgeht erinnet an Progromstimmung. Das ist der Nährboden für Haß und Gewalt und diese findet ja inzwischen auch wieder statt und Juden können sich in manchen Teilen Deutschlands nicht mehr sicher fühlen.

    Ich habe mir nie ein Schuldgefühl einreden lassen, dafür bin ich viel zu spät geboren, ich habe mich als Deutscher nie geschämt. Aber wenn ich sehe was in solchen Foren abgeht, was ich sogar auf deutschen Straßen real schon erleben durfte, dann wird mir speiübel. Und das sind die Erleuchteten, die Guten, die jeden der andere Ansichten vertritt einen Nazi nennen.

    Ich bin auch für Nazis raus. Jeder der gegen Juden hetzt, jeder der politische Gewalt gegen Andersdenkende für legitim hält sollte in diesem Land keine Bürgerrechte haben. Deutschland wollte mal ein Land sein wo Juden wieder sicher leben können. Jetzt hat man eine Situation geschaffen die jüdisches Leben in der Öffentlichkeit faktisch unmöglich macht und gleichzeitig werden mit deutschem Steuergeld Terroristen finanziert die nicht im Widerstand sind, sondern die ganz klar angekündigt haben alle Juden töten zu wollen.

    1. „Aber ganz klar sind jene die Israel den Tod wünschen, Israel als Täterstaat bezeichnen als Apartheidssystem oder Juden als minderwertige Parasiten leider in der Mehrheit und es ist bezeichnend, wenn eine Redaktion hier nicht einschreitet und sich im rechtssicheren Raum wähnt, solche Hetzreden auch im Jahr 2023 tolerieren zu können. Was hier abgeht erinnet an Progromstimmung.“

      Das ist kompletter Unsinn. Du verleumdest Foristen, welche die menschen- und völkerrechtswidrige Politik Israels mit Fug kritisieren. Diese Politik ist ausreichend dokumentiert. Sie ist eine Tatsache. Wer Kritiker dieser Politik als Antisemiten verleumdet, ist ein moralisches und intellektuelles Wrack. Das ist niederträchtige Hetze und eine Verhöhnung der Lebensverhältnisse aller Menschen, die unter der israelischen Politik leiden. Deine dumme Polemik, Majestyk, verhindert jeden konstruktiven Dialog. Sie erreicht nur eines: Sie provoziert mehr Antisemitismus.

    2. Israel IST ein Täterstaat – besser gesagt ein sehr möderischer Täterstaat – und war sogar das bereit s VOR seiner Gründung, und seine Gründung basiert auf Massakern und Morden an der indigenen (spich: arabischen) Bevölkerung.
      Man kann ganz verschiedener Meinung über die Moslems sein, insbesondere über diejenigen, welche hier sind – aber Morde und Massaker bleiben Morde und Massaker, auch wenn sie an – in den Augen des Westens – Untermenschen, also Arabern vollzogen wurden.
      Und der nachfolgende, ununterbrochene, bis heute andauernde Landraub Israels macht das alles nicht besser, aber eigentlich auch nicht schlimmer: israelische Morde bleiben israelische Morde, und israelische Massaker bleiben israelische Massaker.
      So einfach ist das, und genau dort hat alles seinen Ursprung.
      „Ich bin auch für Nazis raus. Jeder der gegen Juden hetzt, jeder der politische Gewalt gegen Andersdenkende für legitim hält sollte in diesem Land keine Bürgerrechte haben.“
      Dann mal aufgepasst, Sie kleiner (oder grosser) Blockwart und angehender Denunziant: nicht selten waren es Hetzer wie Sie, welche am Ende in die selbst gegrabene Grube fallen – zu recht, meine ich. Denn Ihre verblendeten und bösartigen Kommentare gegen alles, was anderer Meinung ist, gehören genau in diese Kategorie.

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