
Mit der Administration „Trump“ hat ein Begriff gesellschaftlich Konjunktur, der das Bild einer persönlich abgeschlossenen geschäftlichen Einigung evoziert: der des „Deals“. Kaum ein Tag vergeht, an dem in den Massenmedien nicht von geplanten, abgeschlossenen oder gescheiterten Deals Trumps die Rede ist. Wir legen im Folgenden dar, dass dieser Begriff keineswegs lediglich in Trumps eigentümlicher Verwendung zu verstehen ist, sondern eine inadäquate gesellschaftliche Selbstbeschreibung symbolisiert, die gleichwohl an Dominanz gewinnt.
Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive wird mit dem Begriff „Deal“ auf die Form der „Interaktionssysteme“ angespielt, die in feudalistisch strukturierten Gesellschaftsformen – mit damals zumindest an Höfen noch dominanter mündlicher Kommunikation – die Regel gewesen sein dürfte, in der etablierten, sich vorrangig mittels schriftlicher Kommunikation reproduzierenden modernen Gesellschaft aber eine Ausnahme darstellt. Personen erzielen demnach persönlich und körperlich anwesend, „face-to-face“ und gewissermaßen „per Handschlag“ eine Einigung.
In der modernen Gesellschaft dominieren jedoch andere Systeme als die der persönlichen Interaktion. Es sind Organisationen und Funktionssysteme wie das an Wahrheit orientierte Wissenschaftssystem, das an der Allokation von Waren und Dienstleistungen ausgerichtete Wirtschaftssystem, das mittels Macht allgemeinverbindliche Regelungen durchsetzende System der Politik, die an neuen Informationen interessierten Massenmedien oder die prioritär an Rechtmäßigkeit ausgerichtete Justiz.
Zölle, Dekrete, Drohungen – und ihre unerwünschten Folgen
Aus sozialwissenschaftlicher Sicht ist es daher kaum verwunderlich, dass Trumps persönlich ausgehandelte Deals – vorsichtig formuliert – auf gesellschaftlicher Ebene unerwünschte Nebenfolgen zeitigen. Abkommen dieser Art haben je nach unterschiedlicher funktionaler oder organisatorischer Eigenlogik unterschiedliche Konsequenzen. So können politische, aufgrund von Deals in Kraft gesetzte Dekrete juristisch als unrechtmäßig bewertet werden.
In wirtschaftlicher Hinsicht haben Trumps Zolldeals, durch die die Importzollrate der USA auf einen Rekordwert seit 80 Jahren angestiegen ist, entgegen der politischen Absichten das Handelsdefizit der USA sogar noch vergrößert. Lediglich aufgrund eines wachsenden, Zölle nicht betreffenden Dienstleistungsüberschusses konnte im Jahr 2025 ein Gesamtdefizit von über 900 Milliarden Dollar marginal um etwa 2 Milliarden (0,2 %) verringert werden.
Mit derartigen Effekten war zu rechnen, da es dem Weltwirtschaftssystem nicht spezifisch darum geht, das US-amerikanische Handelsdefizit zu verringern. Zölle stellen in der Perspektive globaler ökonomischer Eigenlogik – genauso wie Steuern oder sonstige nationalstaatliche Regulierungen – lediglich (nicht zuletzt aus juristischen Gründen) zu beachtende Hemmnisse dar, mit denen auf kreative Weise umgegangen werden muss, um dennoch möglichst hohe Profite zu erzielen.
Ebenso mögen einzelne Personen zwar Repräsentanten von (staatlichen) Organisationen sein, wie im aktuellen Krieg der USA gegen den Iran zu beobachten ist. Sie sind jedoch nicht mit diesen gleichzusetzen. Die Vernichtung individueller Personen kann demnach im Regelfall nicht mit der Vernichtung der spezifischen Form der Organisation gleichgesetzt werden. Vielmehr sind die Konsequenzen, die aktuell im Iran zu beobachten sind, die Folge. Der Iran als staatliche Organisation verwendet alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel, wie Militär, den staatlichen Repressionsapparat, Kommunikationskontrolle, die Nutzung geografischer Besonderheiten, Drohkulissen, Verhandlungen und Verbindungen zu „befreundeten” Staaten wie China, um sich selbst angesichts der US-amerikanischen Angriffe als Organisation in ihrem Bestand aufrechtzuerhalten.
Die Stammtisch-Regierung
Aus der Perspektive der Sozialwissenschaften ist es jedoch nicht ausreichend, an dieser Stelle schlicht zu konstatieren, dass die Administration Trump mit ihrer Perspektive auf gesellschaftliche Verhältnisse, die mit schlichten Kausalitäten rechnet, schlicht falsch liegt. Sie verfügt – wohlwollend formuliert – angesichts ihres staatstragenden Charakters über ein erstaunlich unterkomplexes und damit enttäuschungsträchtiges Verständnis gesellschaftlicher Verhältnisse. Dies kommt etwa zum Ausdruck, wenn Trump beim Umgang mit (staatlichen) Organisationen diese mit Verhältnissen persönlicher Interaktion verwechselt. Beispielsweise in seinem „Kissing my Ass“-Statement zu Ländern, mit denen er Zollverhandlungen führt, oder in seiner Beschimpfung des Iran.
Der Grund dafür liegt darin, dass sich die Weltgesellschaft offenkundig nicht als Gebilde verstehen lässt, in dem Wahrheiten sich gesamtgesellschaftlich durchsetzen. Allenfalls in gesellschaftlichen Binnenbereichen wie dem Funktionssystem der Wissenschaft kann es primär um Wahrheiten gehen. Aber schon anhand des Funktionssystems der Politik lässt sich beobachten, dass sich Macht zur Durchsetzung von Interessen, die hoffentlich am Allgemeinwohl orientiert sind, auch mittels Unwahrheiten, Halbwahrheiten, Irreführungen, Täuschungen, Desinformationen und Propaganda durchsetzen und aufrechterhalten lässt.
In den Naturwissenschaften lassen sich unwahre und irrige Perspektiven, wie das geozentrische Weltbild der ptolemäischen Kosmologie, schlicht ad acta legen und sind infolgedessen allenfalls noch von wissenschaftshistorischem Interesse. In den Sozialwissenschaften hingegen lassen sich irrige und unwahre Auffassungen von Gesellschaft, unsinnige Weltsichten, wie sie gegenwärtig im politischen Gebaren der US-Regierung zum Ausdruck kommen, nicht ignorieren, da sie gesellschaftlich dominant auftreten und sogar ein gesellschaftsveränderndes Potenzial besitzen können.
Dies gilt umso mehr, da Trumps Stammtischperspektive, die für komplexere gesellschaftliche Strukturen wie Organisationen und Funktionssysteme jenseits persönlicher Interaktion blind ist, nicht lediglich idiosynkratisch zu verstehen ist, sondern, wie seine immer noch breite Anhängerschaft zeigt, eine hohe gesellschaftliche Resonanz aufweist – nicht nur in den USA. Es entspricht gesellschaftlichem Common Sense, die Gesellschaft letztlich als Summe ihrer einzelnen Mitglieder zu verstehen ist und persönliche Interaktion die Form ist, die im Kern Gesellschaft ausmacht.
In diesem Zusammenhang ist eine berühmte Behauptung Margaret Thatchers aufschlussreich, die nicht nur das gesellschaftliche Verständnis von Trump, sondern auch die vorherrschende, wenngleich inadäquate gesellschaftliche Selbstbeschreibung veranschaulicht: „So etwas wie die Gesellschaft gibt es nicht. Es gibt nur einzelne Männer und Frauen, und es gibt Familien. Keine Regierung kann existieren, ohne dass die Menschen zunächst für sich selbst sorgen.“ Die Form von „Deals“ (Interaktionssysteme) zwischen den einzelnen Menschen ist gemäß dieser Weltsicht das, was „der Gesellschaft“ wesentlich und möglich ist.
Entsprechend ist es nicht schwierig, aktuelle Geschehnisse genau dieser simplen und inadäquaten Sicht auf die Gesellschaft im Sinne ihrer dominanten Selbstbeschreibungen zuzuordnen. Elon Musks Möglichkeiten im Rahmen des speziell für ihn von Trump eingerichteten „Department of Government Efficiency“ (DOGE), endlich für Effizienz „in Washington“ zu sorgen – etwa im Sinne eines Bürokratieabbaus, der Senkung von Staatsausgaben oder der Steigerung der Effizienz der Verwaltung – gleichen den realisierten Wunschträumen eines Stammtisches: „Einmal, nur einmal müsste ich für ein paar Wochen das Sagen haben, dann würde ich es denen ‚da oben‘ schon zeigen, ruckzuck würde ich den Sumpf trockenlegen, dann würden die Dinge richtig laufen.“
Es ist wenig erstaunlich, dass das benutzte Instrumentarium, das die Ziele des DOGE erreichen bzw. umsetzen sollte, blind war für die spezifischen, allenfalls effektiv und notwendig zu modifizierenden organisatorischen Strukturen und Funktionalitäten – geschweige denn für die nicht unmittelbar zu beobachtenden Konsequenzen für gesellschaftliche Funktionssysteme wie Erziehung, Familie, Wissenschaft oder Wirtschaft –, sondern in erster Linie auf Personen (und damit Interaktionssysteme) abzielte.
Mit anderen Worten: Der methodische Goldstandard von DOGE waren Massenentlassungen, die Kündigung von Verträgen und die Streichung von Fördermitteln, ohne Rücksicht auf die organisatorischen Konsequenzen. Wenn auf Organisation Bezug genommen wurde, dann lediglich im Sinne von Zerschlagungen. In der Bilanz lässt sich festhalten, dass DOGE nichts oder das Gegenteil des politisch Beabsichtigten erreichte. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass gesellschaftliche Verhältnisse doch etwas komplexer sind, als mit „rocket science“, also maßgeblich technisch und damit an Kausalitäten orientiert, erfassbar ist.
Gaza: Wie man eine Organisation unsterblich macht
Ein weiteres Beispiel für diese extrem simple Weltsicht auf gesellschaftliche Verhältnisse, wie sie geradezu paradigmatisch in der Administration Trump zum Ausdruck kommt, sind die jahrelangen wechselseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hamas in Gaza bzw. der Hisbollah im Libanon. Auch in diesen Angriffen findet eine simplifizierende Verwechslung zwischen der Bekämpfung von Personen und Organisationen statt. Die gezielte Tötung einzelner (führender) Mitglieder der Hamas im Zuge des zuletzt fast eineinhalb Jahre andauernden Bombardements des Gazastreifens durch Israel hatte zur Folge, dass etwa 75.000 Palästinenser direkt und etwa 66.000 bis 85.000 Menschen indirekt getötet wurden, beispielsweise durch Hunger, verseuchtes Wasser oder fehlende Medikamente.
Weitere, nur zynisch als „Kollateralschäden“ zu bezeichnende Konsequenzen sind, dass praktisch alle Kinder Symptome schwerer Traumatisierung zeigen und viele die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung erfüllen. Sowohl das Gesundheits- als auch das Wirtschaftssystem – praktisch alle Menschen in Gaza leben unterhalb der Armutsgrenze – sind zusammengebrochen. Mehr als 85 % der Menschen in Gaza – 1,9 Millionen – litten und leiden unter Vertreibungen und der weitestgehenden Zerstörung ihres Wohnraums.
Da auch der israelischen Seite klar sein muss, dass diese Bombardements und seine Folgen offenkundig nicht dem Ausmerzen einer Organisation wie der Hamas und somit ihrer Sicherheit dienlich sind, sondern in ihrer Methodik und ihren Konsequenzen vielmehr einem gewaltigen Rekrutierungsprogramm für Mitglieder einer (zukünftigen) Befreiungs- bzw. Terrororganisation gleichkommen, drängt sich der Verdacht auf, dass andere als die vorgegebenen Ziele verfolgt werden.
Es sind renommierte Institutionen wie der Internationale Gerichtshof, Amnesty International, Human Rights Watch, das University Network for Human Rights, das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte oder die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem, die untersuchen bzw. belegen, dass, wenn ein Genozid zwar nicht explizit und aktiv beabsichtigt wird (entsprechend etwa den erklärten Zielen der Wannseekonferenz in Bezug auf jüdisches Leben), aber passiv und praktisch in den (absichtlich) nicht entschärften Kriegsfolgen hingenommen wird, so doch die Vertreibung (“religious cleansing”) nicht-jüdischer Personen im beanspruchten, derart zionistischen Staatsgebiet Israels angezielt wird.
Was irrige Gesellschaftsbilder anrichten
Die Wahrheit/Unwahrheit bzw. der Realismus von Perspektiven zeigt sich letztlich im Maß der Enttäuschung der damit verbundenen Erwartungen. Dabei sind wahre bzw. unwahre Perspektiven der Naturwissenschaften von geringer aktueller gesellschaftlicher Brisanz, da der Erfolg von Erwartungen, die beispielsweise mit Theorien der Physik verbunden sind, nicht nur in deren Erfüllung in der Gegenwart, sondern auch maßgeblich in der Zukunft liegt. Dieser Erfolg ist gegenwärtig selbstredend nicht zu beobachten. Nur in der Rückschau lässt sich feststellen, dass z.B. technische Entwicklungen wie der Laser und das Global Positioning System (GPS), die in der damaligen Gegenwart nicht vermisst werden konnten, nur durch die Überwindung des newtonschen Paradigmas möglich wurden.
Anders sieht es bei Perspektiven und Theorien in Bezug auf gesellschaftliche Verhältnisse aus. Die Unwahrheit bzw. der Mangel an Realismus dieser Perspektiven, die Form, in der sich enttäuschte Erwartungen offenbaren, zeigt sich schon gegenwärtig und unmittelbar in dem durch sie verursachten Leid in Form von Armut, Vertreibung, Krieg und Tod. In den Gesellschaftswissenschaften sind solche unrealistischen, realitätsfernen Perspektiven auf die Gesellschaft selbst als Formen der gesellschaftlichen Realität zu verstehen, die mit deformierenden, leidvollen Auswirkungen auf die Gesellschaft verbunden sind.
Für valide Gesellschaftstheorien, die als gesellschaftliche Selbstbeschreibungen selbst als Formen der Gesellschaft in der Gesellschaft zu verstehen sind, bedeutet dies, dass sie abstrakt genug sein und gewissermaßen in ihrem Design genügend Distanz zu ihrem Forschungsgegenstand haben müssen. Nur so können sie durch gesellschaftliche Formveränderung nicht selbst in ihrer Form verändert werden. Andernfalls würden Gesellschaftstheorien ihr Beobachtungspotenzial verlieren und gesellschaftlichen Wandel nicht beobachten, sondern vielmehr durch diesen korrumpiert werden können.
So muss etwa möglich sein, dass eine Gesellschaftstheorie den Übergang von feudalen, hierarchisch differenzierten Gesellschaftsformen zur modernen Form der funktionalen gesellschaftlichen Differenzierung beobachten kann, ohne durch diese gesellschaftlichen Formveränderungen selbst wesentlich in ihrer eigentümlichen Form als gesellschaftliche Selbstbeschreibung verändert zu werden. Dies leisten aktuell soziologische Systemtheorien (vgl. hierzu wesentlich: Luhmann, Niklas (1984)). Soziale Systeme. Suhrkamp, ders. (1998). Die Gesellschaft der Gesellschaft. Suhrkamp).
Wir beobachten, dass sich eine Perspektive, die die Gesellschaft letztlich als Ansammlung individueller Menschen versteht, die allenfalls in Interaktion treten können, etwa mittels sogenannter „Deals“, tatsächlich als inadäquat erweist. Sie ignoriert abstrakte gesellschaftliche Strukturen wie Organisationen und Funktionssysteme wie Wirtschaft, Recht, Wissenschaft und Religion. Tatsächlich zeigt das Wirken der Administration Trump, dass diese Gesellschaftsperspektive mit Leid verbunden ist, da sie eine Zunahme von Armut (in den USA und weltweit), Vertreibung, Krieg und Tod zur Folge hat.
Dabei drängt sich die Frage auf, warum eine Stammtisch-Auffassung von Gesellschaft – eine Auffassung, die seit jeher gesellschaftlicher Common Sense ist, also als übliche, alltägliche Perspektive von Personen abseits der abstrakten Auffassungen in den Gesellschaftswissenschaften gelten muss – gerade jetzt an Dominanz gewinnt. Dies geschieht nicht zuletzt durch politische Etablierung – nicht allein in der Konkretisierung durch die Administration Trump –, die dieser Gesellschaftsauffassung das Potenzial verleiht, die Form der gegenwärtigen Gesellschaft zu verändern.
Das globale Dorf, in dem der Stammtisch regiert
Wir gehen davon aus, dass die Form des Internets und die dadurch ermöglichten sozialen Medien die Auffassung einer Gesellschaft als eines gewaltigen Pools von Individuen, die potenziell miteinander in Interaktion („Deals“) treten, gesellschaftsweit konkretisieren und plausibilisieren. Es wird geschätzt, dass mittlerweile 5,6 Milliarden Menschen – zwei Drittel der Weltbevölkerung – über (mehrere) Nutzerprofile verfügen. Diese ermöglichen es ihnen grundsätzlich, direkt miteinander in Interaktion zu treten. Jedem Follower, der beispielsweise Donald Trump oder Elon Musk folgt, ist es mittlerweile grundsätzlich möglich, mit diesen in direkte oder indirekte Interaktion zu treten – abseits von realistischen Erfolgschancen. Wenn in diesem Sinne von einem „globalen Dorf“ die Rede ist, dann ist es eines, in dem der Stammtisch regiert.
Auf diese Weise wird gesellschaftlich die Vorstellung einer Form der Gesellschaft im Sinne Margaret Thatchers (siehe oben) genährt. Die gegenwärtige Administration unter Trump kann demnach nicht lediglich als Unfall oder als zukünftig nicht weiter zu beachtende, vorübergehende Variation gegenwärtig zu beobachtender gesellschaftlicher Evolution gelten. Vielmehr stellt sie eine politische (sozialstrukturelle) Konkretisierung gesellschaftlicher Semantiken dar, die in der Kommunikation mittels sozialer Medien immer dominanter wird (vgl. zur gesellschaftlichen Evolution in diesem Sinne detaillierter: Räwel, Jörg (2022). Die nächste Gesellschaft. Soziale Evolution durch Digitalisierung. Velbrück).
Zu erwarten ist, dass die Durchsetzung irriger und simpler Vorstellungen von Gesellschaft, wie sie aktuell zu beobachten ist – bezogen auf eine Form der Gesellschaft, die gegenwärtig noch in ihren faktischen Strukturen weitaus komplexer ausdifferenziert ist als vom gesellschaftlichen Common Sense angenommen –, mit einem hohen Maß an Leiden verbunden ist.


„In den Naturwissenschaften lassen sich unwahre und irrige Perspektiven, wie das geozentrische Weltbild der ptolemäischen Kosmologie, schlicht ad acta legen“ leider ist diese Vorgehenseweise in den Naturwissenschaften inzwischen auch nicht mehr so üblich wie es mal war. Aber zum Glück sind Naturgesetze am Ende stärker als das menschliche Denken uva. völlig unabhängig davon.
Ist der Deal „Budapester Memorandum“ davon auch betroffen?
Oder ist das was ganz anderes?
Was sagt die Bubble?
Ein Geschäft wird verhandelt, dieses neu postmoderne Geschäft besitzt eine Lebensdauer von einer Legislative, also politisch und nicht real geschäftlich.
Genau hier liegt der demokratische Fehler, da dieser nur kurzfristig daran gebunden sieht.
Im Gegensatz zu ‚Diktaturen, langzeit regierenden, oder sonst irgendeinem System, das nach Nachhaltigkeit bestrebt ist, besitzt das Geschäft eine andauernde Beziehung zwischen Partner.
Wie wir seit einigen Jahren erleben, ist die angesagte Nachhaltigkeit, eher eine kurzfristige Entscheidung unterlegen.
Jetzt sollten sich selbst deklarierte Demokraten fragen, was ist das bessere Geschäftsmodell
Wenn eine inadäquate gesellschaftliche Selbstbeschreibung an Relevanz gewinnt, dann wäre es die Aufgabe der Soziologie die Gründe dafür zu analysieren.
Aber auch in den Journalistischen Medien können wir beobachten, dass die Kritik an Trump auf seine Person beschränkt bleibt ohne dass die Interessen die mit seiner Politik einhergehen auch nur annähernd ausreichend analysiert werden.
Der Artikel kommt zwar recht klug daher, bleibt aber ähnlich wie die die er kritisieren möchte, in seiner Substanz unter-komplex.