Warum ich nicht gewählt habe

Luther auf dem Reichstag in Worms (kolorierter Holzschnitt, 1556). Bild: gemeinfrei

 

Am Samstag vor der Kommunalwahl in Hessen, wir waren gerade dabei den Frühstückstisch abzuräumen, sehe ich durch das Küchenfenster eine Frau auf unser Haus zu gehen. Ich öffne die Tür; sie drückt mir einen Flyer der Partei „Volt“ in die Hand. Als ich vor 20 Jahren für kurze Zeit mal selbst politisch aktiv war, habe ich auch auf dem letzten Drücker Flugblätter verteilt. Das ist gerade in Straßen mit Reihenhäusern wie unserem kein Zuckerschlecken. Man läuft sich die Hacken ab und der Stoß Papier, den man in den Händen hält, wird nicht weniger. Große Wohnblocks sind da deutlich dankbarere Objekte.

Als die Wahlhelferin sich umdreht und gehen will, rufe ich sie zurück, gebe ihr den Flyer wieder und sage: „Seitdem ich im Herbst 1980 mit 21 Jahren zum ersten Mal wählen durfte, habe ich an jeder Wahl teilgenommen. Dieses Mal wähle ich nicht. Kennen Sie Jacques Baud? Nein? Das ist ein ehemaliger Oberst aus der Schweiz, der sich ein Leben lang für die UN in herausgehobener Position auf der ganzen Welt für den Frieden eingesetzt hat. Der ist nun von der EU sanktioniert worden, weil er zum Ukraine-Konflikt eine abweichende Meinung hat. Das heißt, er hat kein Zugriff auf sein Bankkonto, kann weder Strom noch Telefon bezahlen. Wenn er sich etwas zu essen kaufen will, braucht er eine ‚humanitäre Ausnahmegenehmigung‘.  Etliche Andersdenkende hat der Bannstrahl aus Brüssel ebenfalls getroffen. Aber kaum einen Politiker oder Journalisten interessiert es. Unfassbar!  Damit hat dieses System für mich jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Deshalb gehe ich morgen nicht wählen.“ Die junge Frau verabschiedet sich freundlich und verspricht, den Fall zu googeln.

Als Kaiser Karl vor 500 Jahren gegen Martin Luther die Reichsacht verhängte, konnte dieser sich beim Reichstag in Worms auf großer Bühne verteidigen. Heute vernichtet man die Existenz Andersdenkender per Dekret aus einem Brüsseler Hinterzimmer. Damals schützte der weise Kurfürst Friedrich von Sachsen Martin Luther vor der Verfolgung. Heute bedroht der Bundestag mit dem Segen eines anderen, nicht ganz so weisen Friedrich per Gesetz jeden mit Gefängnis, der es wagt, in irgendeiner Form in Kontakt mit den Sanktionierten, den Parias, den Unberührbaren zu treten.

Ich habe mich Ende letzten Jahres in dieser Sache an Katrin Gierhake, Professorin an der Uni Regensburg gewandt, die mir in der Corona-Zeit positiv aufgefallen war, und als von ihr keine Antwort kam, an Peter Gauweiler, dem „die Durchsetzung des Rechts in der Politik besonders am Herzen liegt“, wie er auf seiner Homepage schreibt. Ich habe ihn gefragt, ob der EU-Rat jetzt zur verfassungsfeindlichen Organisation geworden sei, gegen die man vorgehen müsse. Als Ingenieur sei das aber nicht mein Metier. Seine persönliche Antwort Anfang Februar hat mir Mut gemacht, aber seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.

Im April 2026 tagt der Deutsche Richterbund unter dem Motto „Rettet den Rechtsstaat“. Da gibt es „politische Hintergrundgespräche“, da wird von „populistischen Gruppierungen“ gewarnt, die „unseren Rechtsstaat und die Rechtsordnung am liebsten abschaffen wollen“. Aber die Existenzvernichtung Andersdenkender ist dort kein Thema. Habeas Corpus scheint für den Deutschen Richterbund keine fundamentale Rechtsnorm mehr zu sein, die den Bürger vor staatlicher Willkür schützt, sondern bloß noch lästiger Hokuspokus. Irgendwann wird man dieses Versagen gründlich aufarbeiten. Und die Täter werden die Tatortreiniger sein.

Stefan Nold

Dr. Stefan Nold, Jahrgang 1959, 1x Ehemann, 3x Vater, 5x Großvater, studierte Elektrotechnik an der TH Darmstadt und promovierte dort über wissensbasierte Fehlerdiagnose. Er arbeitete zuerst einige Jahre als Entwicklungsingenieur bei KSB Pumpen in Frankenthal und gründete 1990 das Ingenieurbüro SOFT CONTROL in Darmstadt (Schwerpunkt: industrielle Bildverarbeitung), wo er bis heute tätig ist. Parallel war er Aktivist und Mitbegründer erfolgreicher lokaler Bürgerinitiativen (Bürgerinitiative BI ONO gegen die Nordostumgehung, “Mucken fürs Mühlchen” zum Erhalt eines Naturbadesees). Seit 2012 schreibt er Essays zu gesellschaftlich relevanten Themen (Humane Wirtschaft, Zeitgeschehen im Focus, overton, globalbridge, manova, u.a.)

Bücher: 2012: Beerdigung, Reifenwechsel, Hochzeit (2012) Justus von Liebig Verlag, Darmstadt. 2024: Kein Frieden – keine Zukunft. Schlagt Brücken und Versteht eure Feinde. Open Source. Download unter: https://overton-magazin.de/wp-content/uploads/2024/07/Nold-KeinFriedenKeineZukunft-24720sN.pdf
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142 Kommentare

  1. Der Artikel handelt ausschließlich von den verletzten Illusionen des Autors. Er hat geglaubt, dass Macht- und Gewaltstrukturen eine feine Sache sind, wenn sie nur die richtige Form haben. Er möchte es gerne wieder glauben können, daran arbeitet er.

    Irgendwann wird man dieses Versagen gründlich aufarbeiten.

    Es wäre so schön, wenn die Leute ihre Illusionen aufgeben würden, anstatt alles dranzusetzen, sie zu reparieren.

      1. Nein, Illusionen sind falsche (üblicherweise beschönigende) Vorstellungen über die Realität. Ideale sind was anderes.
        Was ist das für eine Welt, in der den Menschen außer schönen Lügen über sie „nichts bleibt“?

        1. Ach, werter Foehre: „Der Artikel handelt ausschließlich von den verletzten Illusionen des Autors. Er hat geglaubt, dass Macht- und Gewaltstrukturen eine feine Sache sind, wenn sie nur die richtige Form haben.“ Damit haben Sie – gefühlt – ungefähr zwei Drittel der auf Overton erscheinenden Beiträge charakterisiert. Enttäuschte Demokratie-Idealisten wollen einen hinter die Fichte führen und hören nicht auf einen aus der Familie der Kieferngewächse…

          1. @ Ein Nörgler

            Alles zu beschweigen, nur dem Rauschen des Fichtenwaldes zu lauschen – genau das ist das Bild des deutschen Michels. 😉

          2. Damit haben Sie – gefühlt – ungefähr zwei Drittel der auf Overton erscheinenden Beiträge charakterisiert.

            Ja, ich weiß. Im Forum ist die Quote noch stattlicher.

            Enttäuschte Demokratie-Idealisten wollen einen hinter die Fichte führen und hören nicht auf einen aus der Familie der Kieferngewächse…

            Na ja. Es sitzen fast alle hinter der Fichte, da muss es da doch richtig sein! Oder sollte die überwältigende Mehrheit des Gipfels der Zivilisation etwa irren?! Na sehen Sie. (Und gucken Sie sich bloß an, wie die paar Hanseln aussehen, die nicht da sitzen. Ganz zwielichtige Vögel sind das, vor denen hat Mutti einen immer gewarnt.)

          3. Nur nebenbei bemerkt: die Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) umfasst neben der Föhre oder Waldkiefer (Pinus sylvestris) auch die Fichte (Picea abies)

    1. @ foehre

      Und nur Sie verfügen über das Wissen, wie diese Reparatur aussieht. Das ist natürlich Geheimwissen.
      Irgendwie sind Sie eine traurige Figur.

      1. Und nur Sie verfügen über das Wissen, wie diese Reparatur aussieht. Das ist natürlich Geheimwissen.

        Lesen Sie denn nie, was ich schreibe? Oder verstehen Sie es nie? Ich rate vom Reparaturwillen ab. So schwer ist der letzte Satz doch nicht zu verstehen? Einfaches Deutsch, nix schwere Sprak, nix Schachtelsatz?

        Irgendwie sind Sie eine traurige Figur.

        Ja, das bin ich. Sie übrigens auch. Aber nicht aus den Gründen, die Sie sich einbilden.

        1. „Lesen Sie denn nie, was ich schreibe?“

          Es ist ermüdend weil so nihilistisch. Künftig daher – nein.

          Was ich mir einbilde, liegt ganz gewiss jenseits Ihrer Vorstellung.

          1. Künftig daher – nein.

            Sie meinen, künftig verkneifen Sie sich nach dem Nichtlesen und/oder Nichtverstehen endlich Ihre verkorksten Pseudoantworten? Das freut mich aufrichtig. Machen Sie’s gut.

    2. @foehre
      „Der Artikel handelt ausschließlich von den verletzten Illusionen des Autors…“

      Sie halten das Deutsche Grundgesetz für eine Illusion?

      1. Huch, ich dachte, da oben stünde ein Artikel von Stefan Nold. Mir war nicht klar, dass es das Grundgesetz ist. Das hatte ich mir anders vorgestellt. (Wollen wir aufhören, einander absichtlich misszuverstehen?)

  2. Ich nehme mal zugunsten des Zensors an, Anlaß, meinen Kommentar zu löschen, war nicht, daß ich den Autoren einen „Nerd“ geschimpft habe, sondern die Sanktionsopfer als „Diversanten“ und „Feindagenten“ bezeichnet.
    Ja, Mensch, dies hoheitlich geschaffene Faktum, solch souvereign facts zur Kenntnis zu nehmen, statt unter Berufung auf Ideale und Werte, deren Fiktionalität die Betroffenen erleiden, für verwerflich zu erklären, macht den ganzen Unterschied zwischen Meinen und Urteilen, zwischen „Heteronomie“ und „Autonomie“ von Aussagen!
    Wenn ihr eine solche Stellungnahme nicht mehr dulden wollt, macht ihr euch, um den zugehörigen Sponti-Spruch zu bemühen, zum Teil des Problems, dessen Lösung zu betreiben ihr verbal beansprucht.

    1. Wie kann Jacques Baud ein „Feindagent“ sein, wenn er mW die engsten Berater von Selenskij zitiert und sich insgesamt nur auf westliche Quellen beruft?

      Und selbst wenn…. Jacques Baud grundlegendste Menschenrechte abzusprechen ist Faschismus.

      Abschließend: ich kann verstehen, wenn man keine westlichen Geheimdienstzecken in seinem Forum haben will. Sie leisten keinen konstruktiven Beitrag und werden dafür bezahlt die Leute zu trollen. Es handelt sich also um keine Meinungsäußerung sondern um Auftragsarbeit.

      1. Es geht doch nur darum, welche Reichweite die Widerständler haben.
        Leute wie Baud sind denen einfach zu unheimlich und der ist wirklich sehr beliebt in der alternativen Szene, selbst als Ex-Militär.
        In ein paar Jahren oder auch nur Monate, spätestens wenn der Spannungsfall aufgerufen wird, werden wir gar keine Diskussionsplattform mehr haben.

      2. Wie kannst Du, Richard, die von den europäischen Regierungen angenommenen Sanktionstext der EU deklarierte Verfügung , Baud sei ein Feindagent, weil er als ein solcher wirke, bestreiten – ich rede von bestreiten, nicht von angreifen! – ohne zuvor die Autorität der EU, Russland zum Feindstaat zu erklären, anerkannt zu haben? Du demonstrierst selbst, daß dies unmöglich ist:

        … wenn er mW die engsten Berater von Selenskij zitiert und sich insgesamt nur auf westliche Quellen beruft?

        Da hast Du die amtliche Feindstellung Russlands zum Maßstab Deines Urteils gemacht!b
        Es ist folglich gar nicht Dein Urteil, so wenig, wie das eines Strafverteidigers, der die Auslegung der Strafgesetze und der Strafprozessordnung eines Staatsanwaltes angreift.

        1. Easy: Wenn die Eu RU ganz offiziell als Feindstaat deklariert hätte, dann wären sämtliche Mitgliedsstaaten der Eu ganz und gar offiziell Kriegsbeteiligte. Sprich: Die EU als Ganzes wäre in einen Krieg gegen RU eingebunden.
          De Facto: Die EU Staaten sind es.
          Narrativ: Die EU Staaten sind es nicht, da sie lediglich Hilfe gegen einen völkerrechtswidrigen Angriff von RU leisten.
          Tatsächlich: Die EU in Form von Betonfrisur hat keinerlei Befugnis für die Mitglieder der EU zu sprechen.

          De Facto hat die EU auch keinerlei Autorität Sanktionen zu verhängen. Die Sanktionen selbst sind – nach Völkerrecht, und nur damit können sie gerechtfertigt werden – ILLEGAL !

          Im Grunde Genommen hat also Richard recht, weil er gar nicht auch nur den Schatten einer Idee hat, daß der Blödsinn der EU irgendeinen legalen oder selbst nur legitimen Hintergrund haben könnte. PUNKT!

  3. herzlichen Glückwunsch zur Nichtwahl.
    die folgenden Jahre kannst du Abstand gewinnen. du hast deine Stimme nicht wegegeben. du hättest sie noch, wenn sie dir nicht vom Parteiensystem geraubt würde. aber an den Entscheidungen bist du ab jetzt nicht mehr Schuld. der Raub deines Stimmrechts entlastet dich.

  4. Naja, die Flyer-Verteilerin kann ja nichts dafür, was in der EU passiert.

    Wäre sie schlagfertig gewesen, hätte sie vielleicht sagen können, dass Volt sich auf kommunaler Ebene für die Rehabilitierung des Geächteten eingesetzt hätte, auch wenn das natürlich auf allen Ebenen unglaubwürdig gewesen wäre.

  5. „Da gibt es „politische Hintergrundgespräche“, da wird von „populistischen Gruppierungen“ gewarnt, die „unseren Rechtsstaat und die Rechtsordnung am liebsten abschaffen wollen“.“

    Die „populistischen Gruppierungen“ können „unseren Rechtsstaat und die Rechtsordnung“ erst dann abschaffen, wenn sie an der Macht sind. Aus Angst, sie könnten an die Macht kommen, wird er aber bereits vorher von den „wehrhaften Demokraten“ abgeschafft. So sieht es aus und die angeblichen Demokratieverteidiger merken gar nicht, was sie machen.

    1. Er wird nicht „vorher“ abgeschafft. Es war nie vorgesehen, dass er vollumfänglich gelten soll. Deswegen dürfen ja zB Politiker Waffen an ein Land liefern, welches gerade einen Völkermord begeht. Die Justiz hat die Macht immer beschützt anstatt sich für das Recht stark zu machen. Für diese Leute ist nicht die Gefahr, dass ein angeblicher Rechtstaat abgeschafft wird, sondern ein System, von dem alle profitiert haben, die Null Charakter haben und sich dem System angedient haben.

      Dass sie immer rabiater werden, liegt daran, dass immer mehr Menschen aufwachen und dieses korrupte System damit gefährden.

  6. > Damit hat dieses System für mich jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Deshalb gehe ich morgen nicht wählen.“ Die junge Frau verabschiedet sich freundlich und verspricht, den Fall zu googeln.

    Krass, politisch aktiv aber noch nie davon gehört.
    Da haben anscheinend die Qualitätsmedien ganze Arbeit geleistet. „Hey wieso kritisiert ihr uns immer“.
    Wenn man mal googelt und dann auf News klickt sieht mans auch selbst.
    Vor Jahren gabs mal eine Rubrik mit einem passenden Namen „Der fehlende Part“, da wars noch erlaubt das zu sehen.
    Heutzutage gibts Frau Kosubek auf YT.

    1. Krass, politisch aktiv aber noch nie davon gehört.

      „Politisch aktiv“ und „keine Ahnung von der Welt, nur wohlklingende, ansonsten hohle Phrasen im Kopf“ korreliert meinen Erfahrungen nach sehr hoch.

      1. Aktivisten müssen begeistert sein für ihre politischen Partei, aber nichts wissen. Sie sollen auch nur die anstrengende Arbeit machen wie Plakate kleben oder Flugblätter verteilen.

  7. Nichtwähler sind dumm. Da können sie noch so viel schwafeln und rationalisieren. Gerade die letzten Wahlen haben es gezeigt.

    Ich habe zum Beispiel jahrelang die Linke gewählt. Nicht wirklich aus Überzeugung sondern als das kleinstmögliche Übel. Keine Stimme für den etablierten Einheitsbrei. Immerhin. (Jetzt wähle ich sie natürlich nicht mehr).

    Wenn bei den letzten Wahlen die „Abtrünnigen“ und die Nichtwähler ihre Stimmen dem BSW gegeben hätten (und sei es auch nur als kleinstmögliches Übel) wäre der „Wahlbetrug“ nicht mehr so einfach gewesen – und Merz wäre nicht Kanzler. Das kommt nämlich dabei heraus.

      1. Das wäre doch gut weil deutlich mehr zerstrittener und sie würden kaum noch etwas auf die Reihe bekommen. Im transatlantischen Regime kann das für das Volk nur positiv sein.

    1. Sie statten irgendwen, den Sie nicht kennen, den Sie als Übel bezeichnen (wenn auch „das kleinste“) und der Ihnen gegenüber keinerlei Verpflichtung hat, mit Macht über Sie aus, die er gebrauchen kann, wie es ihm passt.
      Darüber schwafeln und rationalisieren Sie, dass es nur so kracht. Und Sie merken nichts, weil Sie damit beschäftigt sind, andere dumm zu finden.
      Mir fehlen die Worte.

      1. Ich finde es auch dumm zu meinen mit Verweigern irgendetwas zu erreichen. Die minimalen Möglichkeiten der politischen Gestaltung, die das transatlantische Regime gestattet, die sollte man auch nutzen.

        1. Ich finde es auch dumm zu meinen mit Verweigern irgendetwas zu erreichen.

          Daran erinnere ich Sie, wenn Sie beim nächsten Kackemampf-Wettbewerb nicht mitmachen wollen.
          (Übrigens meine ich gar nicht, mit Nichtwählen etwas zu erreichen, das ist Ihre Fantasie.)

          Die minimalen Möglichkeiten der politischen Gestaltung, die das transatlantische Regime gestattet, die sollte man auch nutzen.

          Die Möglichkeiten sind null. Nicht null Komma irgendwas, sondern null.
          Sie können den Machtanwärtern keine Aufträge geben (damit würden Sie den Stimmzettel sogar ungültig machen), sondern nur das Kreuz. Ihre Legitimation, Ihre Ermächtigung, Ihren Blankoscheck. Damit macht der Gewählte dann, was er will. Dass das in Ihrem Sinne sei, ist nichts als Ihre Hoffnung. Hoffnung ist Ausdruck vollständiger Ohnmacht, nicht von „Gestaltung“.
          Die Illusion (das ist wieder eine, wir hatten es oben ja schon davon) von „minimalen Möglichkeiten der politischen Gestaltung“ für den, ahem, „obersten Souverän“ dient dazu, ihn bei der Stange zu halten. Klappt ja auch, das muss man neidlos anerkennen.

          1. „…. sondern nur das Kreuz. Ihre Legitimation, Ihre Ermächtigung, Ihren Blankoscheck. …“

            Ich kann die nicht nur ermächtigen, sondern ich kann sie auch ENTMÄCHTIGEN mit meinem Stimmzettel: ihn durchstreichen, vulgo ungültig machen.
            Das muss man den Nichtwählern auch mal sagen: Nichtwählen ist kein Protest, sondern die Möglichkeit, daß sich die Regierung selbst wählt. FREIFAHRTSCHEIN!
            Wie würde es aussehen, wenn die stimmenstärkste Partei bspw. 20% erzielt, aber 50% ungültige Stimmen abgegeben werden? Also 50% dagegen sind?
            Staatskrise?

            1. Wie würde es aussehen, wenn die stimmenstärkste Partei bspw. 20% erzielt, aber 50% ungültige Stimmen abgegeben werden? Also 50% dagegen sind?
              Staatskrise?

              Sie glauben nicht im Ernst, dass die Regierung sich (oder sonst was) von irgendeiner Legitimierung tatsächlich abhängig macht?
              Wieso sollte sie Protest und ungültige Stimmen überhaupt gleichsetzen? Würden Sie das als Regierung machen?

          2. föhre: „Übrigens meine ich gar nicht, mit Nichtwählen etwas zu erreichen, das ist Ihre Fantasie.“

            Dann frage ich mich, wozu die ganze Propaganda fürs Nichtwählen? Wohl nur zum Schmeicheln des eigenen Egos. Zum moralischen Gut-Fühlen, denn politisch ist Nichtwählen absolut belanglos.
            Ihr individuelles Handeln des Nichtwählens wirkt sogar System-stabilisierend, da Ihre Kritik ins Nirwana gelenkt wird.

            1. Ich mache keine „Propaganda fürs Nichtwählen“, sondern äußere doch glatt meine Meinung – unfassbar! Dreist! Bestimmt verboten!!!1
              Gehen Sie ruhig wählen, bis der Arzt kommt.

      2. Es ist doch viel einfacher. Jede nicht abgegebene Stimme ist eine Stimme für den „Feind“.(Nenne ich jetzt mal so weil ein Nichtwähler ja praktisch nur Leute sieht, die er ablehnt).

        Ich merke nichts, weil ich damit beschäftigt bin andere dumm zu finden. Hallo? Woher wollen Sie wissen, womit ich beschäftigt bin? Da hätten Ihnen aber mal bessser die Worte gefehlt. Niveaulos.

        1. Jede nicht abgegebene Stimme ist eine Stimme für den „Feind“

          Können Sie mir sagen, wer das sein soll? Oder haben Sie das einfach irgendwo aufgeschnappt?

          Nenne ich jetzt mal so weil ein Nichtwähler ja praktisch nur Leute sieht, die er ablehnt

          Absolut erstaunlich, was Sie alles über Nichtwähler wissen.

          Ich merke nichts, weil ich damit beschäftigt bin andere dumm zu finden

          Sie wissen doch so viel über die Dummheit und die Motive und das Panorama von anderen. Und das, ohne sich damit zu beschäftigen? Kann natürlich sein, letztlich weiß ich nicht, warum Sie nichts merken – da haben Sie recht.

          Da hätten Ihnen aber mal bessser die Worte gefehlt. Niveaulos.

          Ist es nicht drollig, dass die Leute, die andere schon im ersten Satz beleidigen, so schnell beleidigt sind?

        2. @jinpa
          „Es ist doch viel einfacher. Jede nicht abgegebene Stimme ist eine Stimme für den „Feind“.(Nenne ich jetzt mal so weil ein Nichtwähler ja praktisch nur Leute sieht, die er ablehnt).“
          Nicht nur jede Nicht abgegebene Stimme ist eine Stimme für den Feind, jede Stimme, ob abgegeben oder nicht, bekommt der Feind.
          Die nicht abgegebenen, weil sie auf die Feinde prozentual verteilt werden…..
          Die Abgegebenen, weil es nur Feinde zu wählen gibt. (Auch das BSW ist Teil des Systems)
          Der Nichtwähler sieht, in der Regel eine Menge Leute, die er wählen würde, könnten sie gewählt werden. Das wird vom System aber nicht zugelassen……
          Ein Schweinesystem bleibt ein Schweinesystem, egal wer regiert …

      3. @foehre: Sie kennen den Tagebuch-Nutt-Los-Kanal ? Ihre, mir einleuchtenden, Kommentare weisen in die Denkrichtung des Philosophen Ardalan Ibrahim, der fast täglich (in seiner sehr eigenen Art) seinen Kanal
        mit aufschlussreichen gesellschaftspolitischen Reflexionen füllt. 💡🙂

        1. Nein, kenne ich nicht. Werde mich mal umschauen, vielleicht gefällt er mir ja. Danke für den Tipp.
          Ansonsten staune ich, dass Sie an meinen Kommentaren irgendwas einleuchtend finden, das passiert sonst nie (die normale Reaktion ist: sich bemühen, sie nicht zu verstehen oder widrigenfalls wenigstens Unverständnis zu mimen. Edit: Tolles Beispiel dafür, noch ofenwarm, von Häretiker oben: https://overton-magazin.de/top-story/warum-ich-nicht-gewaehlt-habe/#comment-369808).

          1. @foehre

            Dringende Warnung vor Ardalan Ibrahim. Bei diesem „Filosofen“ geht es um das Schwachsinnskonzept Losdemokratie.

            Der ist ein noch schlimmerer Demokratieidealist als Stefan Nold. Der „Filosof“ will die Demokratie ganz heftig retten.

            Ibrahim scheint auch Ute Plass hinter die Fichte geführt zu haben.

            Hier mal Ibrahims peinlichster Auftritt ever. War hier bei Inge von 99 zu eins. Fast 4 Stunden Horrorfilm. Wenn man Ibrahim sachlich und ruhig konfrontiert und sich mit seinem Sermon wirklich auseinandersetzt, wird er zur Furie und schreit andere nieder.

            https://www.youtube.com/watch?v=BPdKIyIb1OU

            Finger weg von Ibrahim. Ganz übel.

            1. hast du schonmal n Horrorfilm gesehen?
              ich hab mir nicht eh angetan, aber beim reinschauen hab ich nichts anstößiges entdecken können.
              Horror kann ich mir nur erklären, wenn du ein Politiker wärst dem macht und Geld genommen werden soll.

              1. @Steffen

                Habe den Horrorfilm „Manchmal kommen sie wieder“ gesehen. Da passen der Rettungssanitäter Ibrahim und seine Losdemokratie gut rein.

                Geht ja nicht um etwas „Anstößiges“ in diesem Video. Sondern darum, dass Inge diesen Ibrahim ernst nimmt, sein Konzept hinterfragt und diesen Ibrahim damit konfrontiert.

                Und schon das kann dieser Ibrahim nicht aushalten. Als Reaktion bügelt er Inge ab, fällt ihm ständig ins Wort und wiederholt bloß in Endlosschleife seinen Sermon, ohne sich mit Inges Einwänden auseinanderzusetzen.

                Und das ist eben peinlich. Dieser Ibrahim will und kann sich gar nicht über seine schwachsinnige Losdemokratie auseinandersetzen, sondern – und das sagt dieser Ibrahim ja auch explizit – will die Reichweite von 99 zu eins dafür missbrauchen, um seinen Schwachsinn unhinterfragt in die Welt zu tröten.

                Auf genau dieselbe Tour hält Ute Plass hier bei OT Ibrahims Losdemokratie feil. Denn dass das, was @foehre geschrieben hat in dem Beitrag, auf den Ute Plass reagiert, irgendeine Verwandtschaft mit Ibrahims Losdemokratie hätte, wie Ute Plass fälschlich unterstellt, ist ganz offenkundiger Unfug.

                1. du kritisiert also die Form und diffamierst den Inhalt.

                  wenn du systemnah argumentiest fällt es leicht ruhig zu bleiben. anders herum würdest du das Gefühl kennen gegen die ganze Welt zu kämpfen.
                  Medien, Politik, Lehre blasen in das gleiche Horn, da kann man schon mal wütend werden.

                  1. @Steffen

                    „du kritisiert also die Form und diffamierst den Inhalt.“

                    Ein denkwürdiger Satz. Nehme den sehr ernst.

                    – Dein Vorwurf fällt auf dich selbst zurück. Denn indem du lamentierst, waschechte Losdemokraten müssten „gegen die ganze Welt kämpfen“, weshalb „man schon mal wütend werden“ könne,
                    RECHTFERTIGST die Form und versuchst dadurch (vergeblich), den schäbigen losdemokratischen Inhalt zu adeln.

                    – hier ist nochmal der link zur Sendung von 99 zu eins mit diesem losdemokratischen Ibrahim:

                    https://www.youtube.com/watch?v=BPdKIyIb1OU

                    Wie ich geschrieben hatte, will Ibrahim gar nicht seine Inhalte diskutieren, sondern rein parasitär die Reichweite von 99 zu eins dazu missbrauchen, sein losdemokratisches Zeugs in die Welt zu kübeln.
                    Und wenn das so ist, das jemand nicht über seine Inhalte diskutieren will: Ist es dann nicht zumindest naheliegend, die Form zu kritisieren?

                    Dass Ibrahim nicht über seine Inhalte diskutieren will, sondern 99 zu eins rein als losdemokratische Propagandaschleuder missbrauchen will, sagt er in den Sendung sogar explizit selbst.
                    Als Beleg wähle ich eine Stelle, an der Ibrahim gar nicht „wütend“ ist, sondern das kackdreist und mit einem debilen Grinsen Inge ins Gesicht sagt. Nämlich bei 54:49

                    Inge: „Aber Ardalan, du hattest den Punkt, du musst schon zulassen, dass man das auch formuliert, was man als Einwand gegen…

                    Ardalan (schneidet Inge das Wort ab): „Warum?“

                    Inge: „…gegen die Theorie hat. Weil sonst kommt keine Diskussion zustande, sonst hälst du einen Monolog.“

                    Ardalan (schneidet Inge wieder das Wort ab): „Die Diskussion willst ja du! Ich will nur meine [losdemokratische] Partei highlighten. Ich benutze dich [Inge] ja hierfür gerade. Und weil du das freundlicherweise zulässt.“

                    Die Stelle zeigt ganz deutlich, dass sich dieser Ibrahim parasitär bei 99 zu eins nicht als Reichweite absaugen will.

                    Und so geht das 4 Stunden lang. Respekt, dass Inge sich das so lange angetan hat.
                    Es gibt viele weitere solcher Stellen. Kann sich ja jeder anhören. Wer es sich nicht antun will, kann die Kommentare unter dem Video lesen, das wird noch auf weitere Stellen hingewiesen.

                    – Dein Vorwurf, „nur“ die Form zu kritisieren, fällt aber nicht nur auf dich zurück, sondern, und das ist wichtiger, auch auf den losdemokratischen Ibrahim. (und das ist auch gleichzeitig die Kritik am Inhalt, die auch Inge mehrfach anzubringen versucht hat).

                    Denn Ibrahim meint ja in völliger Verkennung der Situation u.a., dass das Problem darin läge, dass die Bevölkerung nur falsch/unzureichend/ungeeignet repräsentiert wäre. Statt der bisherigen Ochsentour durch den Parteienapparat mit Hochschleimen und Lügen, Intrigen und Verrat sollte doch regelmäßig das Los entscheiden, wer der Bevölkerung demokratisch seinen Willen und die Staatsräson aufzwingt. Dann wäre alles (oder mehr als jetzt) in Butter. (Wer detaillierte Inhaltskritik möchte, kann ja z. B. die Sendung anschauen).

                    Ibrahim selbst kritisiert also die jetzige FORM statt der Inhalte und will statt der Inhalte bloß die FORM ändern, nämlich hin zu einem losdemokratischen Repräsentations- und Herrschaftsverfahren.

                    Aber dadurch, dass Mandatsmaden und Parlamentsschmarotzer künftig per Los ermittelt werden, hat noch kein Lohnabhängiger mehr auf dem Teller oder auf der hohen Kante und kein Rentner weniger muss in Mülltonnen nach Pfandflaschen wühlen.

                2. Es geht nicht um „Ardalans Losdemokratie“, sondern um die mir einleuchtende Idee von „politischer Machtgleichheit aller“ , die eine Verfassungsreform voraussetzt und das Überflüssigwerden politischer Parteien zum Ziel hat.
                  Empfehlenswert bleibt: „Gegen Wahlen…..“ von David Van Reybrouck

                  Und ja, die Diskussion mit Inge hat der Nutt-Los-Kanal-Inhaber wahrlich versemmelt.
                  Nichtsdestotrotz sind mir verschiedene Denkimpulse zur gelosten Demokratie weiterhin ein Lichtblick hin zu herrschaftsfreien Gesellschaften.
                  Mit dem Agitator der sozialen Marktwirtschaft lief das Gespräch mit dem Losdemokratie-Enthusiasten schon etwas besser:
                  „Wir leben in keiner Demokratie! Agitator spricht mit Nutt Los über Losdemokratie (Folge 34)https://www.youtube.com/watch?v=heP3jYlqr9o

                  Warum reagieren manche Foristen hier auf OV mit verbalem Hauen und Stechen? Vielleicht aus Enttäuschung, weil sich nirgend die eierlegende Wollmilchsau blicken läßt? 🤔

    2. @ Jinpa
      Dann bin ich in ihren vom Mainstream vernebelten Augen halt dumm. Wie blöde muss man sein um dieses verkommene System dadurch zu legitimieren, dass man diese Scheiße nicht nur mitmacht sondern auch noch glaubt Leute die diese Volksverblödung durchschaut haben dumm an labern zu müssen.

      1. „Dann bin ich in ihren vom Mainstream vernebelten Augen halt dumm.“

        Mit seinem „Nichtwähler sind dumm“ -Angriff möchte er offensichtlich die 20-25% der Nichtwähler bei den BTWs mobilisieren. Der zentrale Anklagepunkt wurde klar gemacht: nicht die 75-80% sind -wertneutral- für die Zustände in Deutschland verantwortlich, sondern die noch fehlenden 20-25%. Ähnliches haben wir auch in 2020-21 beobachtet: da waren nicht die 85% als Täter und Helfer für die allg. Misere verantwortlich, sondern die noch fehlenden 15% als Täter und Helfer. Wenn schon Untergang, dann aber bitteschön zu 100% im Kollektiv. Abgesehen davon: wie kommt der Forist auf den Gedanken, dass wenn die totale Wählermobilisierung gelingen sollte, diese 20-25% der Nichtwähler ihre Kreuze -automatisch- bei Bedeutungslos-Wagenknecht und nicht auch bei der CDU und ihrer Schwesterpartei AfD machen würden…?

        1. Der zentrale Anklagepunkt wurde klar gemacht: nicht die 75-80% sind -wertneutral- für die Zustände in Deutschland verantwortlich, sondern die noch fehlenden 20-25%.

          Ohnehin zum Brüllen, ausgerechnet die Leute verantwortlich machen zu wollen, die außer praktizierter Fremdermächtigung nix zu melden haben. (Und nicht mal auf diese Ermächtigung kommt es wirklich an: Wenn keiner wählen würde bis auf Jinpa, garno und Miss Piggy, dann würden die drei eben ausreichen, um „eine Regierung zu legitimieren“, jede Wette.)

    3. Naja, verstehen tue ich Ihre Ansicht schon! Dennoch: Ich weigere mich einfach generell ein Übel zu wählen, sei es ein Großes, sei es ein Kleines oder das Kleinste, ein Übel bleibt ein Übel!
      Außerdem vermag ich an Wahlen nicht zu glauben, bei denen man die schon gewählten wählt.
      Karl Jaspers hat in seinem Buch „Wohin geht die Bundesrepublik“ schon 1969 unsere Wahlen als Akklamationsveranstaltungen der Parteienoligarchie bezeichnet, ich brauchte lange, bis ich das begriffen habe.
      Aber Tatsache ist doch, das wir seit Jahrzehnten von einem Konglomerat aus CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE und nun auch noch Die Linke und bald wohl AfD regiert worden sind und regiert werden, die sich immer wieder aufs Neue mixen und in wechselnden Koalitionen dieses Land regieren. Diese ganzen Parteien müssen sich die Frage gefallen lassen, was sie in den zurückliegenden 35 Jahren taten, um das Leben der Menschen zu verbessern ?
      Wo und wie stehen die Menschen denn heute da?
      Wenn ich wähle, erkläre ich gleichzeitig meine Akzeptanz des Systems und der Parteienoligarchie, ich würde mich dann als Mittäter fühlen!
      Und das kann keiner von mir verlangen!

      1. Wallenstein: „Wenn ich wähle, erkläre ich gleichzeitig meine Akzeptanz des Systems und der Parteienoligarchie, ich würde mich dann als Mittäter fühlen!“

        Das deutet auf eine recht starke Verinnerlichung der Werte des Systems hin. Sie bemerken, dass die Ideale des Systems nicht mit der realen Praxis übereinstimmt und verweigern deshalb auch die minimalen Partizipationsmöglichkeiten, die das System bereitstellt. Was aus meiner Sicht kindisch ist, denn es appelliert an moralische Instanzen des Systems, was diesem schlicht egal ist. Gesellschaftliche und politische Veränderungen wird man damit kaum bewirken.

  8. Ein Tipp für Herrn Nold:
    Ich mache mir seit vielen Jahren den Spass, da brav hinzugehen und mein Kreuz bei Sonneborns „PARTEI“ zu machen. Wird die Mächtigen nicht interssieren, dass ich ihnen so den Mittelfinger zu zeigen versuche, aber ist immer noch besser als zu Hause zu bleiben. Denn wer schweigt, stimmt zu.

      1. Grundsätzlich magst Du recht haben, aber:
        Die „PARTEI“ erklärt Wahlen zur Farce und dekonstruiert den ganzen Wahlzirkus.
        Dein „wer wählt stimmt zu“ gilt für die m.E. nicht. Und genau deshalb wähle ich die.

    1. Während Corona haben Mitglieder der „Die Partei“ Andersdenkende genauso rabiat verfolgt wie die Mitglieder der extremen Mitte. Sie ist für mich seitdem nicht mehr wählbar.

      1. Tja, irgendwas findet sich immer, wenn man nicht von seinem Glauben abrücken möchte (geht mir aber auch so; so isser halt, der Mensch).

  9. wähler sind dumm. da können sie noch so viel schwafeln. das system hat keine fehler. es ist der fehler. wer wählen darf in europa, sollte eigentlich genug erfahrungen gesammelt haben um zu wissen, dass das wahlvolk, es heißt ja auch so schön, stimmvieh, betrogen wird. wie vieh geboren, wie vieh gehalten, wie vieh aussortiert. aber es wachsen immer wieder neue blöde nach, die den betrug mit ihrer wahl auch noch legitimieren. das beste argument gegen das wählen, sind die wähler. hört sich richtig an.

  10. Die System-Glaubwürdigkeit strebte schon immer gegen Null, nicht erst seit Baud in Acht und Bann getan worden ist. Wenn wenigstens solche Sites mit kritischem Anspruch wie Overton glaubwürdig blieben und nicht immer wieder mit Querschlägeriaden verunstaltet würden. Aber gell, Lechts und Rinks verwechsl‘ ich nicht.

  11. Willkommen im Club!
    „Was auch immer geschieht, nie darfst du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken.“
    Erich Kästner

  12. Und die Täter werden die Tatortreiniger sein?
    Na, das hoffe ich doch nicht. Ich glaube immer noch daran, dass sie dieweil beschäftigt sein werden, ihre Zelle zu reinigen!

    1. Siehe Enquette-Kommission zu Corona. Die hat sich jetzt geweigert, beim PEI und der Bundesregierung die Informationen einzufordern, um zu beurteilen, was die damals gewußt haben. Mehrheitlich wurde der Antrag abgelehnt. Und das vermutlich nicht nur, weil er von der AfD kam.

      Und wenn ein Jens Spahn vor der Kommission wahrheitswidrig behauptet, es hätte keine Jagd auf Ungeimpfte gegeben, klopfen die Vertreter aller „demokratischen Parteien“ Beifall. Die Täter beseitigen ihre Spuren.

      …und „Linken“-Chef van Aken sagt ganz offen, daß er zwar einen Untersuchungsausschuß zu Spahns Maskendeal haben will ihn aber nicht beantragen wird, „weil Linke und Grüne nicht genügend Stimmen dafür haben (25% sind nötig) und er mit der AfD nie zusammen stimmen würde. Auch nicht für eigene Anträge seiner Patei“….

  13. Hallo Stefan Nold,
    u.a. Beiträge könnten Sie als aktueller Nichtwähler interessieren:

    „Habe Mut, Deine Stimme bei Wahlen nicht abzugeben!“ – Wählen als moralische Frage“
    https://www.youtube.com/watch?v=WXpQFt_e8m0

    Ich bin seit einigen Jahren Nichtwählerin.
    „Repräsentative Demokratie“ – Wollt Ihr uns verarschen!? 🤨 😡“
    https://www.youtube.com/watch?v=0sWUpVfttHo

    Sollte ich nochmal wählen gehen, dann wähle ich die Partei, die das Parteisystem als überflüssig erachtet:
    „Politik- Die Bürger sind der Boss“
    https://www.youtube.com/watch?v=UdMbksk1R58

    „Werde Losdemokrat, dann kannst Du ruhigen Blicks in alle gesellschaftlichen Abgründe blicken!“ 😉
    https://www.youtube.com/watch?v=NSllVB3vouQ

    Unter den Videos sind lesenswerte Texte verlinkt.

  14. Ähnlich den Coronisten, sind eingefleischte Nichtwähler offensichtlich und der Erfahrung nach keinen rationalen Argumenten zugänglich, zumindest jene, die nicht einfach nur eine Mir-doch-egal-Einstellung ihr Eigen nennen.

    1. Das zumindest, was du da schreibst, @Zebraherz, ist auch kein Argument.

      Und was genau sind eigentlich „rationale Argumente“?
      Und was unterscheidet sie von anderen Argumenten?
      Solche, die DU rational nachvollziehen kannst?

      Die Argumente anderer einfach als irrational abzutun, ist leicht gesagt. Man kann damit einfach wegwischen, was einem unliebsam ist. Ziemlich bequem.

  15. In der Parteienfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sollte die Wahlkampfkostenerstattung ausschließlich nach WAHLBETEILIGUNG gestaffelt erfolgen und nicht nach Anteilen an abgegebenen Stimmen. Dies würde Nichtwählern ein mächtiges finanzielles Instrument gegen die Parteien an die Hand geben. Vielleicht, bin mir in dem Punkt aber nicht sicher, wären die Parteien dann gezwungen, ihrer Parteibasis bei der Formulierung von Parteiprogrammen und den Abgeordneten im Parlament bei der Formulierung von Gesetzesentwürfen mehr Gestaltungsmacht zuzugestehen. Wie gesagt: vielleicht.

    1. Dazu müssen dann aber als erstes Parteispenden Verboten werden weil sie einen direkten Weg zur Korruption der Politik darstellen. Siehe Cum Cum, Cum Ex und so weiter. Cum Ex ist übe 10 jahre her und noch immer wurde von der Unrechts- und Unterschichtenjustiz gegen keinen einzigen, an diesem gigantischen Raub beteiligten Politiker auch nur ein Ermittlungsverfahren eröffnet.
      Was wohl ohne jeglichen Zweifel auf eine Korrupte Antirechtsstaatliche Hündchenjustiz schließen lässt, die nur ein Terrorinstrument der herrschenden Kleptokratie darstellt. Weshalb diese „Juristen“ eigentlich sofort aus dem Dienst entfernt werden sollten.

  16. Auch hier wieder,
    Ihr habt auf zustimmen geklickt, und übrigens die Wahlbeteiligung in Deutschland steigt kontinuierlich oder bleibt auf einem hohen Niveau.

      1. Die rote Pille oder die blaue Pille,
        das Dilemma zwischen schmerzhafter Wahrheit und glückseliger Unwissenheit.

        Wenn das nicht Wahlfreiheit ist, was dann?

  17. Ich kann die Enttäuschung des Autors durchaus nachvollziehen, aber Nichtwählen sehe ich als falsche Reaktion, weil unser Wahlrecht sehr trickreich ist und das Nichtwählen den Parteien nicht schadet, sondern sogar hilft, indem sie mit weniger Stimmen mehr Mandate bekommen.
    Unser Wahlrecht berücksichtigt die Nichtwähler ja überhaupt nicht. Der Stimmenanteil Nichtwähler führt eben nicht zu unbesetzten Mandaten. Helfen täte aktuell nur, wenn andere Parteien tatsächlich in die Parlamente kommen.
    Aber davor schützt dann ja die 5% Hürde.

    Ich fordere deshalb eine tiefgehende Reform des Wahlrechts!
    In jedem Fall muss man die Hürde von 5% abschaffen oder auf maximal 1% senken. Bei 60,5 Mio Wahlberechtigten entspreche eine 1% Hürde 605.000 Stimmen.
    Größer darf eine solche pauschale Hürde einfach nicht sein. Meines Erachtens sollte eine Partei bereits wenn sie mindestens 500.000 Wähler vertritt, dann auch mit einem Abgeordneten im Parlament vertreten zu sein.
    Was aber absolut gar nicht sein darf, ist dass selbst Parteien mit Stimmenergebnissen über 1 Millionen oder wie aktuell sogar über 2 Millionen Wählerstimmen (BSW wie FDP) nicht ins Parlament kommen. Man kann doch nicht Millionen gültiger Wählerstimmen einfach missachten! Genau das passiert aber hierzulande. über 5 Millionen gültige Wählerstimmen werden nicht im abgegebenem Sinne ausgewertet, sondern anderen Parteien (die mit mehr als 5%-Anteil) zugerechnet. Je nachdem welche Partei man wählt, wird die Stimme wie abgegeben berücksichtigt oder nicht – von wegen alle Stimmen sind gleich. Und das Wahlvolk nimmt das einfach hin.
    Das Wahlrecht / Auszählungssystem müsste also wesentlich geändert werden!

    Ein sehr viel besseres und „sauberes“ Auszählungsverfahren wäre, wenn man gar nicht so trickreich mit den Prozenten arbeiten würde, sondern einfach sauber für eine bestimmte Stimmenanzahl jeweils ein Mandat vergibt.
    Beispiel Bundestag: Bei aktuell 60,5 Millionen Wahlberechtigten und ein Parlament mit angedachten maximal 630 Sitzen wäre z.B. eine gute, ehrliche Zählweise, wenn es pro jeweils volle 100.000 Stimmen ein Mandat gibt.
    Zählt man so, dann hätten bei der Bundestagswahl am 23.02.2025 die Parteien entsprechend der erhaltenen Wählerstimmen diese Mandate erzielt, was dann auch den tatsächlichen Prozentanteilen im Wahlervotum entspricht:
    CDU: 111 Mandate 22,4%
    CSU: 29 Mandate 5,9%
    AfD: 103 Mandate 20,8%
    SPD: 81 Mandate 16,4%
    Grüne: 57 Mandate 11,5%
    Linke: 43 Mandate 8,7%
    BSW: 24 Mandate 4,9%
    FDP: 21 Mandate 4,2%
    Freie Wähler: 7 Mandate 1,4%
    Tierschutzpartei: 4 Mandate 0,8%
    VOLT: 3 Mandate 0,6%
    Die Partei: 2 Mandate 0,4%
    SSW (Ausnahmeregel) 1 Mandat 0,2%
    Summe Mandate: 486 Sitze
    Diese Mandateverteilung ist ohne jede %Hürde, für jeweils volle 100.000 Wählerstimmen gibt es ein Mandat.
    Aber der Clou: Hier haben ungültige Stimmen und der Nichtwähleranteil einen Effekt! Diese Mandatezuteilung strikt anhand der erhaltenen Stimmen führt dazu, dass das Parlament somit auch nur entsprechend der Wahlbeteiligung gefüllt wird. Wenn also nur 80% der Wahlberechtigten wählen, dann werden auch nur 80% der Mandate verteilt (im obigen Beispiel somit dann 486 von max. 605 Sitzen. Das hat somit zusätzlich den doch angenehmen und gewünschten Effekt eines kleinen, effektiven Parlaments. Und der Anteil der tatsächlich besetzten Mandate entspricht dem Anteil gültiger Wählerstimmen.
    Es ist ja eben dieser große Makel unseres Wahlrechts, dass die Wahlbeteiligung überhaupt keinen Effekt auf die Anzahl der Abgeordneten hat. Das wäre hiermit abgeschafft. Erst hier hat Nichtwählen einen konstruktiven Effekt!

    Und der ganz große undemokratische Makel unseres jetzigen Wahlrechts, nämlich dass die großen Parteien die Stimmanteile der unter 5% gebliebenen zugeteilt bekommen, fällt hier weg. Die Wahrheit ist doch:
    Die Union und SPD haben zusammen nur 45% Stimmenanteile bekommen, also keine absolute Mehrheit. Im neuen Bundestag haben sie aber nun 52% der Mandate erhalten, also eine vom Wähler gar nicht gewollte Mehrheit. Dies wird erreicht, weil die Prozentanteile der “kleinen Parteien“ diesen gestohlen und dann den großen Parteien zugerechnet werden. Das ist de facto eine grobe Manipulation des Wählervotums und hat in der Tat etwas von „Bananenrepublik“.
    Wir, also das Wahlvolk, respektive das Stimmvieh, sollten mit viel Nachdruck ein Ende des jetzigen, den Wählerwillen manipulierenden Wahlrechts fordern und ein sauberes und eindeutiges Wahlrecht, z.B. wie oben beschrieben, fordern.

    1. „Unser Wahlrecht berücksichtigt die Nichtwähler ja überhaupt nicht.“
      Das ist falsch.
      Das Wahlrecht sorgt dafür, dass die nichtabgegebenen Stimmen prozentual auf die Parteien verteilt werden, 5% bekommen haben.
      Somit ist jede Nichtwählerstimme eine Stimme für die Kartellparteien.
      (Ich wähle trotzdem nicht, …..)

    2. „Unser Wahlrecht berücksichtigt die Nichtwähler ja überhaupt nicht.“
      Das ist falsch.
      Das Wahlrecht sorgt dafür, dass die nichtabgegebenen Stimmen prozentual auf die Parteien verteilt werden, 5% bekommen haben.
      Somit ist jede Nichtwählerstimme eine Stimme für die Kartellparteien.
      (Ich wähle trotzdem nicht, …..)
      „Dies wird erreicht, weil die Prozentanteile der “kleinen Parteien“ diesen gestohlen und dann den großen Parteien zugerechnet werden. Das ist de facto eine grobe Manipulation des Wählervotums und hat in der Tat etwas von „Bananenrepublik“.
      Auch das ist falsch……

    3. Wir leben in einem Land, in dem das höchste Gericht die 5%-Hürde für grundsätzlich verfassungswidrig erklärt, ihre Anwendung aber dennoch erlaubt.

    4. @Nobbi
      Von NICHTS kommt NICHTS!
      Man muss schon etwas dafür tun und zwar jeder Einzelne!
      Durch Wehklagen wird es auch nicht besser.

    5. Ja, es gibt noch weitere komplett undemokratische Regelungen im Wahlrecht, wie imho die Briefwahl.

      Ich hab oben schon mal versucht, das „nicht wählen“ zu erklären.
      Nichrtwahl ist „Ihre Ermächtigung, Ihr Blankoscheck!“

      Ich kann die aber nicht nur ermächtigen, sondern ich kann sie auch ENTMÄCHTIGEN mit meinem Stimmzettel: ihn durchstreichen, vulgo ungültig machen.
      Das muss man den Nichtwählern auch mal (und immer wieder) sagen: Nichtwählen ist kein Protest, sondern die Möglichkeit, daß sich die Regierung selbst wählt. FREIFAHRTSCHEIN!
      Wie würde es aussehen, wenn die stimmenstärkste Partei bspw. 20% erzielt, aber 50% ungültige Stimmen abgegeben werden? Also 50% dagegen sind? Die ungültigen Stimmen können nämlich keiner Partei zugeschlagen werden.
      Staatskrise?

  18. Mal eine Frage. Welcher Personenkreis hat nach der Wahl Zugriff auf die Listen der Wahlbezirke, aus denen hervorgeht, wer sich an der Wahl beteiligt hatte und wer ihr fern geblieben war.

    1. Ich könnte mir vorstellen, aus Gründen des Datenschutzes keiner. Das Einwohnermeldeamt hat den Überblick wer wahlberechtigt ist, und daraufhin werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt. Wer am Ende wählen war, dürfte nur anhand der abgekreuzten Listen im jeweiligen Wahllokal ersichtlich sein. Dort wird das aber auch nur zum Zweck der Verhinderung von Doppelabstimmungen gemacht,.

      1. Nichts Genaues weiß man also nicht. Nun ist es nicht nur konstruiert dass (ich sage jetzt beispielsweise) mein Vorgesetzter als Wahlhelfer eingesetzt ist und gleichzeitig ein politisches Mandat anstrebt. Durch Abgleich der Liste kann er in Erfahrung bringen, dass – neben fast allen anderen – auch ich ihn nicht gewählt habe, da ich einfach nicht zum Urnengang erschienen war. Meine Frage also, wo verbleiben die Listen und wer kann sich Einblick verschaffen.

  19. Ich habe das was ich jetzt sage, weiter oben schon einem Forenten geantwortet.
    Ich wähle selbstverständlich nicht!
    Und ich möchte das begründen!
    Karl Jaspers hat in seinem Buch „Wohin geht die Bundesrepublik“ schon 1969 Wahlen als Akklamationsveranstaltungen der Parteienoligarchie bezeichnet, man wählt die schon Gewählten.
    Ich brauchte lange, bis ich dies verstand.
    Wir werden hier von einem Konglomerat von Parteien regiert, die sich immer aufs neue mixen und in wechselnden Koalitionen den politischen Kurs des Landes bestimmen.
    CDU-CSU-SPD-FDP-GRÜNE, nun auch die Linke und wohl bald auch noch die AfD regierten und regieren uns!
    Diese Parteien müssen sich die Frage gefallen lassen, was alle diese Parteien in den letzten 35-45 Jahren getan haben, das es den Menschen besser geht?
    Die Infrastruktur ist ruiniert, das Bildungssystem geschreddert, kaputte Schulen, Privatisierung von hoheitlichen Aufgaben, exorbitante Mieten, die Rente an die Wand gefahren, immer schnellere Umverteilung von unten nach oben, den Sozialstaat trotz Sozialstaatsgebot des GG immer weiter ausgehöhlt, jetzt auch noch Politik gegen das Friedensgebot des GG bei immer weitergehender Einschränkung der Meinungsfreiheit, die Wirtschaft ruiniert und uns in Kriegsgefahr gebracht, Corona lasse ich jetzt mal aussen vor.
    Das ist die Bilanz dieser Parteien!
    Es spielt auch keine Rolle, ob man das kleinere Übel sucht, ob Großes, Kleines oder kleinstes Übel, ein Übel bleibt ein Übel!
    Wenn ich wähle nehme ich doch nicht an Entscheidungsprozessen teil, ein verbreiterter Irrtum, denn die Gewählten betrachten ihr Mandat als Freifahrtschein,
    anschließend zu tun was immer sie wollen, ohne Berücksichtung eines Mehrheitswillen der Bevölkerung!
    Wenn ich wähle, erkläre ich durch meine Stimme mein Einverständnis mit einem System, das die Gesellschaft spaltet und die überwiegende Masse der Menschen krank macht und verarmen lässt!
    Durch meine Stimmabgabe goutiere ich dies System und gebe der Parteienoligarchie die Handhabe, bei ihrer destruktiven Politik auf vermeintlichen Wählerwillen hinzuweisen.
    Durch meine Stimmabgabe würde ich mich daher zum Mittäter machen!
    Und das kann niemand von mir verlangen!

    1. Ob Sie wählen oder nicht ist Ihre Sache.
      Wen soll das jucken?
      Das Kapital lacht Sie aus! Eine Änderung der gesellschaftlichen oder systembedingten Verhältnisse erreichen Sie damit auch nicht.
      Eine Revolution kommt nicht von alleine oder durch Kommentare in Foren.
      Wenn Sie nicht nur ein Schwätzer sind müssten Sie intensiv daran arbeiten aber dann müssten Sie auch ein praktikabeles Konzept haben und das sehe ich bei Ihnen nicht
      Naja, vermutlich warten Sie darauf das irgendjemand eine Revolution anzettelt und Sie trotten dann als Mitläufer hinterher.

      1. Sie können ja mal meine Antwort auf pk lesen……bevor Sie hier so etwas ablassen. Sie kennen mich überhaupt nicht, aber vermeinen irgendwie das zu tun. Ich frage mich wirklich wie Sie darauf kommen, das ich nur hier rum kommentiere?
        Ich frage das ganz ernsthaft, denn das hat ja wohl was damit zu tun, wie Sie mich wahr nehmen!

        1. Ja, ich nehme Sie so wahr wie Sie sich hier outen, dabei habe ich nicht grundsätzlich etwas,gegen Ihre Positionen nur gegen Ihre Art es darzustellen.
          @Wallenstein
          Es bringt halt nichts im elitären kleinbürgerlichen Kreis rumzuwurschteln um selbst die kleinsten Widerstände herunterzuputzen statt zu unterstützen. Man fängt immer ganz klein an um groß rauszukommen.

  20. Als ideeller Anarchist, der Marx gelesen und, wie ich meine, auch verstanden hat, muss ich das mit dem enthusiastisch-energischen Nichtwählen ein wenig differenziert zerdröseln. Es steht wohl ausser Frage, dass es ziemlich wenig Sinn macht, durch Wahlen irgendetwas am herrschenden System verändern zu wollen, da unter den herrschenden Verhältnissen prinzipiell nur konformistische Parteien eine Chance haben, ins Parlament einzuziehen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass eben diese konformistischen Technokraten im Dienste des Grosskapitals nichts lieber sehen, als wenn Andersdenkende sich nicht an den Wahlen beteiligen, weil die sich dann im Rahmen des Systems als „Idioten“ im klassischen Sinne darstellen lassen – Leute, die sich nicht am politischen Prozess beteiligen. für das Ritual der Wahlanalyse spielen Nichtwähler absolut keine Rolle, die werden betrachtet als wenn sie keine eigene Meinung hätten un mit allem, was die Politik danach treibt gleichgültig einverstanden wären. Als symbolische Handlung (oder Nicht-Handlung) also noch ein wenig nutzloser als zur Wahl zu gehen und irgendetwas unschädliches oder bissiges zu wählen, was sich dann sehr wohl im Ergebnis niederschlagen würde. Völlig unabhÄngig von der Wahlbeteiligung sollte man natürlich trotzdem aktiv sein. Der bürgerliche Politikbetrieb kann eigentlich nur von der Strasse aus dazu gedrängt werden, seine Richtung zu ändern – mit massiven Manifestationen, die solange energisch wiederholt werden, bis sich was tut. Wenn man einen Weg findet, eigene Politiker an der Kette zu halten dass sie sich nicht von den Atlantikern kaufen lassen, ist auch der Aufbau eines Parteiapparates für eine Weile hilfreich. Allerdings korrumpieren die immer schneller. Nichtwählen als „Aktion“ ist jedenfalls so ziemlich das dümmste und wirkungsloseste, was man machen kann. Es ist privat, leise, unauffällig und stört die Herrschenden nicht im Geringsten, sondern hilft ihnen nur, ihr Ding ungestört durchzuziiehen. Wie wäre es stattdessen mit der Organisation eines öffentlichen Tribunals über die politische Klasse in Europa à la Bertrand Russell etc.? Ist aber ziemlich anstrengend so was durchzuziehen, dazu müsste man erst mal genug Mitstreiter finden…

    1. „Nichtwählen als „Aktion“ ist jedenfalls so ziemlich das dümmste und wirkungsloseste, was man machen kann. Es ist privat, leise, unauffällig und stört die Herrschenden nicht im Geringsten, sondern hilft ihnen nur, ihr Ding ungestört durchzuziiehen. Wie wäre es stattdessen …“

      @pk:
      Genau das – und nichtwählen ist ja so bequem. Man braucht sich nicht die Mühe machen und sich zu informieren, kann sich aber hinstellen und die Hände in Unschuld waschen, man hat „die da oben“ ja nicht gewählt.

      Deinem alternativen Vorschlag kann ich allerdings nur Wenig abgewinnen, er erscheint mir zu wenig rational, sehe keine Chance der Verwirklichung. Gerade heute haben wir mit dem BSW noch eine Alternative, die echte Chancen hat in den BT einzuziehen und die auch glaubwürdig für Veränderungen in die richtige Richtung steht. Allerdings gilt das nur für ein gewisses Zeitfenster das sich bald schließen wird, wohl bereits nach der nächsten BT-Wahl. Diese Wahl sehe ich, in Anbetracht des Zustandes der Politik in diesem Land, als Entscheidungswahl. Es entscheidet sich dann, ob das Land wenigstens noch eine geringe Chance hat, sich zu fangen, oder ob wir endgültig in eine finstere Zeit abgleiten. Man muss es drastisch so formulieren:

      Leute, die Hütte brennt längst! Informiert euch und überlegt euch genau, was ihr bei bei der nächsten Wahl macht.

    2. Sie haben gute Argumente, ohne Frage!
      In meinem Post über Ihnen habe ich begründet, warum ich nicht wähle!
      Aber Sie haben sehr recht, wenn Sie sagen, das der Widerstand von der Straße kommen muss.
      Ich bin dafür zu alt und nicht gesund genug, für mich sind diese Zeiten vorbei.
      Ich habe jedoch einen Sohn, der genau das tut, bei verschiedenen Organisationen und in verschiedenen Bereichen politisch tätig ist und dieses System ablehnt. Daher habe ich ihn angestellt, damit er Vollzeit seiner politischen Arbeit nachgehen kann; ich habe seiner Gruppe Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, wo sie tagen und Aktionen vorbereiten können, ihr Material lagern. Als Rentner habe ich Zeit und bin bereit für Transporte, finanziere die Sache, wie Busse und Material.
      Als Alt-Aktivist, der bei der Anti-AKW-Bewegung schon dabei war, in der autonomen Szene unterwegs und politische Basisarbeit machte, mische ich mich aber nicht ein. Die jungen Leute machen das mit Engagement und Phantasie und brauchen mich nicht.
      Ich zahle schon mal Anwälte und Geldstrafen, bin also eher logistisch unterwegs und caritativ, wie Obdachlosenhilfe, wo ich als Pflegefachkraft mit 43 Berufsjahren gerne angenommen werde. Auch das ist politisch, wenn auch nicht mehr aktivistisch, aber bei dem Stellen von Anträgen und Behördengängen kann ich meine Erfahrung sehr einbringen. Da ich vollkommen unverdient über ordentliche finanzielle Mittel verfüge, kann ich auch materielle Hilfe bieten und halte für Notfälle auch ein bis zwei Wohnungen vor, in meiner Privatwohnung versuche ich gerade im Stadtteil Gesprächskreis zu organisieren, was sich bislang beginnt gut anzulassen.
      Das sind so die Dinge die ich tue und versuche ein Systemkritisches Netzwerk aufzubauen.
      Sie haben sehr recht damit, was Sie sagen. Ich habe deshalb so ausführlich geantwortet, weil Sie mich mit dem Tribunal auf eine Idee gebracht haben und ich dafür danken wollte.
      Ich werde mich da schlau machen und versuchen, das umzusetzen.
      Abe wählen werde ich dennoch nicht!😉

    3. Woher kommt das nur, dass Leute, die behaupten sie hätten Marx gelesen oder gar verstanden, daraus ableiten, sie hätten deswegen irgend etwas Bedeutsames zu sagen.

      Und warum glauben das ander Marxanhimmler auch?

      Die Marx-PR ist wirklich phänomenal wirksam.

      Hat das vielleicht damit etwas zu tun, dass Zionisten in Marx‘ Umfeld waren, Zionisten sich als Sozialisten verstehen?

      Kommt daher das Geld und diese Durchschlagskraft der Marx-PR?

      1. Das lässt sich jemandem, der sich offensichtlich nicht die Mühe des Quellenstudiums gemacht hat, nicht so auf die Schnelle auseinandersetzen. Was das Ganze mit Zionismus (beliebtes Schlïsselwort von Antisemiten, übrigens, vor allem, wenn man bedenkt, dass „Zionismus“ zu Lebzeiten von Marx noch nicht existierte) zu tun hat, weiss wohl nur Adolf auf seinem Spiess in der imaginären Hölle. Die Beziehung von Marx und Engels zum Judentum kann man darüberhinaus nur als „kompliziert“ bezeichnen, Das kann man wissen, wenn man ein wenig etwas von ihnen gelesen hat. Ist aber für das Gesamtwerk eher vernachlässigbar. Wenn man absolut nix weiss, kann man natürlich mit dem Kontext „Anarchismus – Marxismus“ absolut nichts anfangen und muss sich auf primitive Pawlow’sche Kommentarreflexe beschränken…

        1. Das war jetzt leicht:

          „Moses Hess
          Moses Hess war ein deutsch-jüdischer Philosoph und Schriftsteller. Er gehörte zu den Frühsozialisten und war ein Vordenker des Zionismus. Geburts- und Sterbedatum sind nach dem jüdischen Kalender der 4. Schewat 5572 und der 1. Nisan 5635. Das Leben des Moses Hess lässt sich in einzelne Phasen untergliedern: die jungen Jahre, in denen er sich mit dem Judentum identifizierte, die Zeit des Übergangs zu den führenden kommunistischen Intellektuellen und der Mitgestaltung der vorrevolutionären Tendenzen und zuletzt die Jahre seiner Hinwendung zur frühen Sozialdemokratie und der Herausbildung eines frühen ____Zionismus_____“

          „Diese Vorstellung arbeitete Hess bis 1845 aus. Ab dann (gleichzeitig zu der Mitarbeit an der Deutschen Ideologie) scheint sich Hess immer mehr den neuen Anführern der sozialistischen Bewegung, Marx und Engels, anzubiedern und deren Vorstellung des Kommunismus zu übernehmen.“ Wikiblödia

          „Fast niemand kennt heute noch den Kölner Denker Moses Hess. Der jüdische Sozialist brachte wohl als Erster Marx in Verbindung mit dem Kommunismus, zeigt sein Biograf Volker Weiß.“ Welt

          „Moses Heß (1812-1875) – marx-engels-revisited.de
          Trotz aller Distanz zu Marx und Engels blieb er Zeit seines Lebens ein Bewunderer, insbesondere von Marx, dessen „Kapital“ er in den höchsten Tönen lobte. Die Zeit der 1848er Revolution verbrachte Heß im Ausland. Er blieb aber der Arbeiterbewegung eng verbunden.“ Marx-Engels-revisited

          „Judentum und Sozialdemokratie: Moses Hess – Karl Marx – Ferdinand …
          Die folgenden Anmerkungen zu Hess, Marx, Lassalle und Bernstein beschränken sich auf den Aspekt des spezifisch Jüdischen in Korrelation zur Idee der Sozialdemokratie im Ansatz ihres Denkens.“ Globkult

          „Moses Hess – Encyclopedia Britannica
          17. Jan. 2026Moses Hess (born January 21, 1812, Bonn [Germany]—died April 6, 1875, Paris, France) was a German journalist and socialist who influenced Karl Marx and Friedrich Engels and who was an important early proponent of Zionism.“ Encyclopedia Britannica

          „Moses Hess – Proto-Zionist und Gründungsvater der Kölner …
          Moses Hess gilt als einer der Väter der deutschen Sozialdemokratie und Vordenker des modernen, politischen Zionismus. In Köln, wo er Karl Marx und Friedrich Engels an Sozialismus und Kommunismus heranführte, hat er über lange Jahre hinweg publiziert und organisiert.“ koelnspd

          „Doch seine Ruhe fand Hess in Köln nicht: Seine Gebeine wurden im Oktober 1961 nach Israel überführt und auf dem Friedhof der Kwuza Kinneret bestattet, wo auch andere führende Zionisten wie Arthur Ruppin, Otto Warburg und Oskar Cohn beerdigt sind. “ jüdische Allgmeine

          Musste nicht einmal einen Link öffnen, alles schon auf der Startpage-Trefferseite

          Aber so etwas ficht ja die großmäuligen Marxquarker nicht die Bohne an …

          „dass „Zionismus“ zu Lebzeiten von Marx noch nicht existierte“ ROFL

          Dünnschwätzer

          1. Die Bewunderung war wohl relativ einseitig. Das mit „Marx und Engels an Sozialismus heranführte“ ist natürlich kompletter Blödsinn. Mit Bildung auf Wikipedia-Niveau kommt man nicht wirklich weit, vor allem um die deutsche würd ich einen grossen Bogen machen, die taugt in diversen Teilen nichts. Wenn man in den Briefen gelegentlich liest, wie sie unter sich über ihre jüdischen Bekannten lästern, könnten man manchmal meinen, die gehörten zu deinem Lager. Ist aber, wie ich eingangs schon sagte, eher „kompliziert“. Moses Hess stammte genau wie Marx aus dem unter Napoleon französisch besetzten Rheinland, in dem lange der „Code Civil“ als bürgerliches Gesetz gültig war und das für die rückständigen deutschen Verhältnisse viel von der Aufklärung mitbekommen hat. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs wurde das Rheinland vom Wiener Kongress Preussen als Provinz zugeschlagen. Auf der rechten Rheinseite galt dagegen die spätfeudale preussische Landrechtsordnung, etwa in Ennepetal, wo die pietistische Industriellenfamilie Engels ihren Sitz hatte. Der Sprössling war Anfang der 40er Jahre im Familienkontor in Manchester und lernte dort kennen, wie eine moderne Industriestadt aussieht. Der hatte darüber bereits ein Buch geschrieben, bevor er mit Marx in Köln zusammentraf. In Preussen herrschte zu der Zeit ein absolutistischer Fürst. Das Rheinland war dementsprechend vorne mit dabei, als aus Frankreich die Revolte von 1848-49 herüberschwappte, bei der das Bürgertum erneut versuchte, dem Adel die Macht zu entreissen und kläglich scheiterte, weil sie mehr Angst vor den Armen als vor dem Adel hatten. Im Nachgang landeten fast alle über diverse Umwege in der Schweiz, in Paris, in Grossbritannien und in den USA, wo später einige der 1848er im Bürgerkrieg auf Seiten der Nordstaaten mitkämpften. Marx war längere Zeit im Exil in Paris genau wie Moses Hess, musste aber nach der endgültigen Niederschlagung der Revolution durch die französische bürgerliche Republik (die bald darauf von dem korrupten Windbeutel Louis Napoleon Bonaparte [ein früher Trump, könnte man sagen] eingesackt wurde, weil die verschiedenen monarchistischen Faktionen sich nicht auf einen Thronfolger einigen konnten) nach London weiter. Die Exilanten waren alle untereinander mehr oder weniger verbunden, auch wenn sie erhebliche Differenzen in ihren Ansichten hatten. Friedrich Engels hat beispielsweise in der badischen Reichsverfassungskampagne vom Frühjahr 1849 gegen die Preussen mitgekämpft, obwohl er die ganze Veranstaltung für eine Farçe hielt, meinte aber, er müsste zu seinem Wort stehen und mitmachen, wenn schon mal Revolution ist, wenn auch eine dümmliche (das paraphrasiere ich jetzt mal ein wenig). So in etwa, ich hab jetzt nix nachgeschlagen, das eine oder andere Detail mag schwammig sein.
            Man darf nicht das 19. aus dem 20. Jahrhundert versuchen zu verstehen, sondern aus dem 18. Mit deinem Gerede über „Zionismus“ zeigst du also lediglich, dass du nicht all zu viel Ahnung hast, was so in etwa zwischen 1833 und 1895 in Europa los war. Ein wichtigeres Thema war da selbst der von Bakunin gepredigte Panslawismus, mit dem der russische Zar sich unter anderem seinen Weg nach Konstantinopel sichern wollte, oder die italienische Nationalbewegung mit Garibaldi, noch son Berufsrevoluzzer, oder die rasante Industrialisierung die vom Vereinigten Königreich ausging, die zu einer kompletten Umwälzung der Lebensumstände der meisten Menschen führte und diverse kriegerische Auseinandersetzungen um Rohstoffe, Handelswege und Absatzmärkte für die britischen Überproduktionskrisen mit sich brachte.
            Im Übrigen: Israels Geburtsfehler, der sie auf den Pfad zu der heutigen Barbarei in permanenter Feindschaft mit allen Nachbarn und den vertriebenen Palästinensern gebracht hat, haben wir dem deutschen Völkermord an den Juden zu verdanken, ohne die Erfahrung wären sie wohl nie so verbiestert geworden. Die zweite Hälfte ist das Werk der ultrarechten religiösen Fanatiker, die nach dem Kollaps aus der ehemaligen Sowjetunion dahin kamen und die linken Zionisten endgültig zu einer Minderheit machten. Jetzt gibts nur noch rechte Grossisraelnazis.

            1. Ach, jetzt rudert aber einer zurück.

              Und nein, ich habe also Dich nicht verwechselt. Du bist das „pk“.

              Hier Deine Merkbefreiung.

              „Das mit „Marx und Engels an Sozialismus heranführte“ ist natürlich kompletter Blödsinn. “

              Klar, wenn es einem pk nicht passt …

              „haben wir dem deutschen Völkermord an den Juden zu verdanken“

              Soso, irgendwas war doch da mit einer Verfolgung seit 4.000 wie überliefert wird, wo dann Moses Israel aus Ägypten führte, waren die Juden also seitdem völlig normale Mitbürger allüberall?

              Die ISraeliten sehen sich als Volk Gottes, dass einen göttlichen Auftrag zu erfüllen hat. Das Härteste: orthodoxe Juden sehen den Holocaust sogar als gerechte Strafe Gottes für verlottertes Judentum an. Friss das. Lies zB mal „Unorthodox“ von D. Feldmann. Von nix ne Ahnung aber immer große Gosch. Typisch.

              Witzkrampe

            2. Gute Darstellung, soweit ich das beurteilen kann. Ich möchte aber hinzufügen, daß es tatsächlich sowas wie ein Interface zwischen Judentum und Frühsozialismus gegeben hat, und ein nicht unwesentlicher Bestandteil davon, den ich aus eigener Anschauung kenne (ich bin „Vierteljude“), weil er lange wirksam gewesen ist, war das geringere Moment der Lustfeindlichkeit in der jüdischen Sozialisation, in Verbindung mit der vergleichsweise aufgewerteten Rolle der Frauen in jüdisch geprägten Patriarchaten.

              1. „vergleichsweise aufgewerteten Rolle der Frauen in jüdisch geprägten Patriarchaten.“ ROFL

                Auch Dir Vierteljude sei anempfohlen mal „Unorthodox“ von Deborah Feldman zu lesen.

                Ich bin übrigens eine quantenmechanische Überlagerung von einem Volljuden mit einem Vollnichtjuden. Je nach dem.

                Wenn Juden Sündenböcke sind, bin ich Jude. Wenn Juden Täter sind bin ich sogar mehr als Nichtjude.

            3. Meine vielfältigen Quellenangabe als „Bildung auf Wikipedia-Niveau “ abzutun zeigt überdeutlich, welches Geistes Kind dieses pk ist.

              Ignoranz und Selbstüberhebung in Potenz.

    4. pk, ich teile Deine Abfälligkeit gegen die Gesinnungshuberei, die mit der Alternative „Wählen oder Nichtwählen“ verbunden wird („Wählen ist blöd / dumm / unter meiner Würde“; „mache mir einen Spaß“ etc.pp), aber schon in Deinem Argument treibst Du sie antithetisch selbst:

      … gebe ich zu bedenken, dass eben diese konformistischen Technokraten im Dienste des Grosskapitals nichts lieber sehen, als wenn Andersdenkende sich nicht an den Wahlen beteiligen …

      Das ist einfach BS, Technokraten / Bürokraten ist der Wahlzirkus voraussetzungsgemäß gleichgültig, solange sie ihre Stellung behalten, was sie sich privat dazu denken, ist doch genauso wurscht, wie auf Seiten des Wahlvolkes.
      Solche Gleichgültigkeit ändert nicht, daß der politischen Klasse zum Mindesten mal an der Lizenz gelegen gewesen ist, die Wahlen ihr ausstellen, auch wenn sie die heute als ein unverzichtbares, ideelles Recht behandeln und beanspruchen, indem sie „Brandmauern“ errichten und mit Verbotsanträgen winken, und weil das so ist, bleiben Wahlen ein Treibmittel der Konkurrenz innerhalb der politischen Klasse.

      Hättest Du diese Tatsachen in Rechnung gezogen, statt den Übergang zu machen, den Wahlzirkus als eine Art Gesinnungskampf zwischen Volk und Führung zu behandeln, wärest Du nicht auf den nachfolgenden BS verfallen:

      Nichtwählen als „Aktion“ ist jedenfalls so ziemlich das dümmste und wirkungsloseste, was man machen kann.

      Ob es „wirkungslos“ ist, oder nicht, hängt ganz und gar an den Kalkülen der politischen Klasse, das ist doch bitte der „Witz“. Nichtwählen „als Aktion“, Wahlverweigerung also, zählt darauf, daß dies die politische Klasse doch bitte scheren müsse, und darin ist es dem wählen gehen vollkommen analog, es ist dieselbe Unterwerfung unter die Technokratie der Herrschaft. Das ist die senkrechte Kritik der Wahlverweigerung.
      Aber diese Kritik nimmt halt einen Punkt nicht weg: Solche Wahlverweigerer – also abseits reiner Gesinnungspflege – haben immerhin bemerkt, daß wählen gehen in der Demokratie kein Recht, vielmehr eine Pflicht ist.
      Das ist schauerlich wenig, richtig, aber es ist nicht nichts! Es ist also nicht „das Dümmste“. „Das Dümmste“ ist ziemlich offenkundig die Wahl „kleinerer Übel“.

      1. Nun, ich weiss dass ich mich manchmal ein wenig zu plakativ ausdrücke, ist leider so eine schlechte Angewohnheit die ähnlich übel loszuwerden ist wie das Rauchen. In die „Technokraten“ interpretierst du deshalb wahrscheinlich mehr rein als ich damit sagen wollte. Klar bin ich nicht im Alleinbesitz der allein seligmachenden Weisheit, also sind gelegentlich vorkommende Absolutismen immer etwas karikiert. Der Hauptpunkt ist aber der: Der Mechanismus der Wahlen ist nicht etwas, was irgendwann mal erfunden wurde, um die Wahlschafe zu beruhigen, sosndern etwas, dass in einem langwierigen historischen Kampf von und für die Allgemeinheit erstritten werden musste, um zumindest einen Fuss in die Tür des Regierungsapparates zu bekommen. Diese Waffe gegen die Fremdbestimmung wird mit der Zeit immer stumpfer, da die herrschende Klasse ihr Arsenal an Manipulationsmöglichkeiten auch immer weiter verfeinert. Ein sich verschiebendes Machtgefüge zwischen Faktionen des Kapitals mit entsprechenden Auswirkungen darauf, was bürgerlicher Parlamentarismus überhaupt repräsentieren kann, sorgt ebenfalls dafür, dass das politische System keine statische Angelegenheit bleiben kann, sondern sich ständig verändert. Die Taktiken, die die Bevölkerung nutzen kann, um ihre Rechte einzufordern, müssen sich dementsprechend ständig den Machtverhältnissne, die durch die Herrschende Klasse gesetzt werden, anpassen, um wirksam zu bleiben. Wenn ich da ein Patentrezept hätte, hätte ich mich schon gemeldet…

    5. @pk
      👍👍👍👍👍
      Man könnte auch zweigleisig fahren, Parlament & APO die sich ergänzen.
      Beispiele gibt es in Europa ja etliche.

  21. @Stefan Nold

    Radikale Empathie: Eine Kraft jenseits des Krieges von Robert C. Koehler
    https://www.antikrieg.com/aktuell/2026_03_15_radikaleempathie.htm
    Auszug:

    I“m Gegensatz dazu zitiere ich aus einem kürzlich erschienenen Essay meiner Freundin Laura Hassler, Gründerin und Leiterin von Musicians Without Borders: „Und wisst ihr was? Es gibt noch andere Kräfte in der heutigen Welt. Jahrzehntelanger Widerstand gegen Herrschaft und Kolonialismus, die Erfahrungen von Bewegungen im globalen Süden, die Freiheit, die die westliche Hegemonie über einige Jahrzehnte unbeabsichtigt ihrer Mehrheitsbevölkerung gewährte, und der Zugang zu den Realitäten der in unserem Namen verübten Gräueltaten durch soziale Medien haben gemeinsam zu einem weltweiten Erwachen für grundlegende Ungerechtigkeiten und einer weltweiten Sehnsucht nach einer lebenswerten, vernetzten und überlebensfähigen Zukunft geführt.“

    „Sie nennt dieses weltweite Erwachen „Radikale Empathie“, ein weit verbreiteter Begriff, der ein tief verwurzeltes Gefühl der Verbundenheit zwischen Menschen beschreibt, weit über bloße Sympathie und geteilte Gefühle hinaus. Wir sind ein Planet, eine Menschheit, und wir werden gemeinsam überleben oder gar nicht.“

    „Radikale Empathie muss vehement, hartnäckig, kreativ und ausdauernd sein“, fährt sie fort. „Wir müssen zusammenhalten, Gemeinschaften bilden, bereit sein, Risiken einzugehen und die Konsequenzen zu tragen. Wir müssen nach Alternativen suchen. Wir müssen uns mit all jenen solidarisieren, die sich Unterdrückung, Machtmissbrauch und Gier widersetzen.“

    „Und wir Künstler müssen künstlerischen Mut pflegen und die Kraft der Kunst nutzen, um die Wahrheit zu sagen, Gemeinschaften zu bilden und unsere Fähigkeit zu radikaler Empathie zum Guten einzusetzen.“

    „Radikale Empathie ist also nicht einfach nur emotional. Man könnte sie als spirituell bezeichnen, aber sie ist auch politisch. Sie ist eine Bewegung: ständig im Wandel, immer im Augenblick manifestierend, immer auf der Suche nach Verbindung und Verständnis, um Konflikten zu begegnen. Ja, der globale Nationalismus besitzt nach wie vor die Macht, Kriege zu führen. Und Krieg ist heutzutage allgegenwärtig. Wie Jeffrey Sachs in einem kürzlich geführten Interview anmerkte: „Der Dritte Weltkrieg ist da“ … von der Ukraine, Gaza und dem Iran über Asien bis zur westlichen Hemisphäre. Und die Kämpfe weltweit sind miteinander verbunden.“

  22. Wer zeigen will, dass er das System für undemokratisch hält, sollte zur Wahl gehen, aber nicht wählen. Er sollte seine Stimme ungültig machen.

    10% ungültige Stimmen würden ein Legitimationsproblem offensichtlich machen.

    Bei Kommunalwahlen ist meiner Ansicht nach Nichtwählen als Protest Quatsch.

    1. @Reimar Pflanz
      „10% ungültige Stimmen würden ein Legitimationsproblem offensichtlich machen.“

      Die machen garnichts offensichtlich und sind genau so sinnlos, ja genau so die Herrschenden bestätigend wie nicht wählen zu gehen.

        1. Ah, _deine_ Interpretation, ich interpretiere das anders: Ihr da oben könnt machen was ihr wollt, interessiert mich nicht im Geringsten. Und das explizit dokumentiert und mittels Wahlzettel beurkundet.

          Was ansonsten dazu zu sagen ist, haben pk und ich bereits weiter oben ausgeführt.

        2. als ich ungültig wählen wollte, durch zerreißen, die Form des ungültig Machens ist nicht bestimmt, wurde mir der Einwurf verweigert.
          als ich mich darüber oben beschwerte, meinte Olle Schäuble dass man den Tathergang so oder so sehen kann und er das nicht weiter verfolgen will.
          ist doch alles für n Arsch.

    2. Vielleicht sollte man eine alternative Wahl etablieren, sowas wie „ich gehe nicht wählen, weil…“… also das auf einer Webseite abgefragt. Je größer die Zahl der Nichtwähler, desto weniger Legitimation. Ich kann verstehen, warum Menschen gar nicht mehr wählen gehen, weil… sich innerhalb dessen zu bewegen, was das System vorgibt (ungültige Stimme), legitimiert es – das System – letzten Endes doch irgendwie.

      Egal, wie man es macht. Der Protest ist schwach. Wenn man das System über das Wahlprozedere zum Einsturz bringen will, um letzten Endes eine Reform zu erlangen, dann gelingt das nur, wenn ein sehr sehr hoher Prozentsatz sich dagegen entscheidet, ob nun mit ungültiger Stimme (wer weiß wem sie die dann zurechnen, wie beim BSW ja zu sehen war, wo die Stimmen anderen Parteien zugeordnet wurden) oder per Fernbleiben der Wahl. Ich denke ein erster Knackpunkt könnte erreicht werden, wenn die Beteiligung unter 50 Prozent fällt.

      Besser ist es aber sich alternative Strategien zu überlegen. Nicht mehr wählen zu gehen kann da nur ein kleiner Teilaspekt sein. Ich hab da ehrlich gesagt wenig Hoffnung auf Deutschland, wobei ich das Vorgehen der Schüler und Schülerinnen schon echt klasse finde sich auch gegen Druck von außen keine Menschenrechte absprechen zu lassen (demonstrieren zu gehen trotz Strafandrohungen, Musterungspapiere nicht auszufüllen etc.). Das ist immerhin ein Anfang…

  23. lieber herr nold –
    danke allein für die erwähnung von jaques beaud – seit corona macht es mir angst, daß in/durch deutschland wieder per federstrich menschen existenziell vernichtet werden können …

  24. Seit ich bei der Bundestagswahl 2021 von einem Mob von „Demokraten“, Wahlhelfern und Wählern, am Wählen gehindert wurde, weil ich die Gesslerhut-Maske („Corona“!) nicht dazu tragen wollte, ist für mich der Schlusspunkt gesetzt.

    Inzwischen dürfen auch unmündige Kinder wählen und die leicht manipulierbare Briefwahl – ursprünglich als Notbehelf für Alte und Behinderte – ist inzwischen zum Standard erhoben worden.

    Wer heute noch Wählen geht beteiligt sich an einer Farce. Und hält eine Farce weiter aufrecht die schon längst als solche entlarvt wurde. Wahlen werden aufgehoben, weil das Ergebnis nicht passt, verdächtige Wahlergebnisse werden nicht untersucht (BSW), weil sonst das eingetretene erwünschte Ergebnis vielleicht nicht haltbar wäre, …

    Eine Querfront von Regierung und „Opposition“ besetzt die Ämter und sorgt für das Immerweiterso, egal welche Partei gerade oben ist.

    Es ist eine Farce. Eine lächerliche Farce. Und dann noch in einem Land, das keine Souveränität über die Entscheidungen über das eigene Schicksal hat. Und noch dazu, wo alle Macht immer weiter in die undemokratischen EU-Apparate verlagert wird.

    Die Farce einer Farce einer Farce.

    1. Aber das heißt nicht, dass ich nicht politisch aktiv bin. Ich habe damals Wahlwerbung für dieBasis gemacht und jetzt für BSW.

      Indem man aktiv und real handelt wird man garantiert mehr bewirken als wenn man sein Kreuzlein abgibt.

      Es ist schlicht völlig egal OB MAN WÄHLT ODER NICHT.

      Aber was man sonst tut oder nicht tut, das ist nicht egal.

      1. Und nicht zu vergessen:

        Wir haben nur die Washl zwischen Pest und Cholera. Veränderungen werden garantiert verhindert. Sieht man gerade bei der AfD, die wohl NOCH NICHT hanz auf Spur gebracht worden ist. Aber weit weg ist sie auch nicht mehr. Und solange muss sie noch verhindert werden. Ich halte nichts von der AfD. Und spätestens wenn sie in Verantwortung kommt geht sie den Weg aller vorhergehenden Parteien.

        Aber dass die lautstarken „Demokraten“ kein Problem damit haben den Wählerwillen von bald 1/5 der Wahlbürger auszuschalten, spricht Bände für jeden, der das mit der Demokratie ernst nimmt oder zumindest mal ernst genommen hat. Es ist beschämend.

        1. Ein Stimmchen – oder zu versuchen, viele Stimmen zu bewegen – was ist wohl sinnvoller, was relevant, was nicht?

          Aber dass Du nicht mitkommst …. was wunder

  25. Vielen Dank für die vielen Kommentare. Hier meine Antwort:
    Was das Wahlsystem anbelangt gefiel mir der Vorschlag von @Nobbi am besten. Für alle 100.000 ABGEBENEN Stimmen gibt es ein Mandat. Damit hätten die Nichtwähler einen wirksamen Hebel.
    @Ute Plass. Von Losdemokratie halte ich nicht viel. Die unerfahrenen wären vermutlich noch leichter zu bestechen als die Berufspolitiker.

    Aber es ging eigentlich nicht um das Wahlsystem, sondern um die vollständige Entrechtung von Bürgern ohne Gerichtsbeschluss, nicht nur im Fall Jacques Baud. Am härtesten hat es wohl Herrn Dogru getroffen, deutscher Staatsbürger, Vater von drei kleinen Kindern. Und zehntausende Juristen machen keinen Mucks. Im „Kritischen Kalender 1961“ gibt es eine Karikatur von A.Paul Weber, wo ein Chirurg, das Messer zwischen den Zähnen, den Leuten das Rückgrat entfernt. Vor ihm wartet in Habacht-Stellung geduldig und zufrieden eine lange Reihe von Patienten, die dann nach der Operation wegkriechen. Hermann Mostar dichtete dazu:
    „Ein schneller Schritt, dein Rückgrat fehlt
    Und was dich eben noch gequält
    Ist jetzt direkt vergnüglich.
    Im Wehrdienst robbt sich’s wie geschmiert
    Im Amt kriecht sich’s vorzüglich.“

    Mit der Entrechtung und Enteignung von Bürgern haben die Nazis auch angefangen. Nicht zu wählen war für mich also keine strategische Entscheidung um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, sondern wenn ich gewählt hätte, wäre ich zum Komplizen eines Staates geworden, der zulässt, dass seine Verfassung mit den Füßen getreten wird (und Beifall klatscht, wenn seine millardenschwere Energieversorgung zerstört wird). Das Grundgesetz, Habeas Corpus, Meinungsfreiheit war bis zur Corona-Politik ja keine Illusion, sonden bildete trotz einiger Einschränkungen einen Wertekanon ab, den die Regierung nicht völlig ignorieren konnte.

    Kann man etwas ändern? Nun man kann aktiv werden, montags spazeren gehen, und wenn man selbst nicht den Mund aufmachen will, kann man ja kritische Texte wie diesen an Freunde und Bekannte weiterleiten – auch wenn das in Zeiten allgemeiner Verblödung nur selten von Erfolg gekrönt ist.

    Über das System habe ich mir nie große Illusionen gemacht, aber dass die große Masse wenn es hart auf hart kommt so ganz ohne Rückgrat durchs Leben läuft und dabei weder nach rechts noch nach links schaut, das hätte ich so nicht erwartet.

    1. Über das System habe ich mir nie große Illusionen gemacht, aber dass die große Masse wenn es hart auf hart kommt so ganz ohne Rückgrat durchs Leben läuft und dabei weder nach rechts noch nach links schaut, das hätte ich so nicht erwartet.

      Wie in meinem ersten, umgehend gelöschten Kommentar angedeutet: Der Nerd bekennt, vom ordinären Volk nie viel gehalten zu haben, jetzt aber dennoch von ihm enttäuscht zu werden.

      Es dürfte biographisch kaum einen Technokraten der Macht (oder des Reiches instrumentellen Wissens) geben, der diese Einstellung nicht teilt.

      1. „Der Nerd bekennt, vom ordinären Volk nie viel gehalten zu haben“ sagen Sie.
        Nun, ich hatte genau das Gegenteil behauptet. Ich habe mal nachgeschaut, was ein „Nerd“ ist – also das bin ich definitiv nicht. Aber nun ja, 1 Unterstellung + 1 Lüge in ihrem kurzen Kommentar. Kompliment. Vielleicht bewerben sie sich mal bei den „Faktencheckern.“ Die können Leute wie Sie gebrauchen.

        1. Ernsthafte Frage: An welcher Stelle reklamieren Sie, das Gegenteil behauptet zu haben?
          (Ich gebe zu, ich bin nicht selten derart abgenervt von Demokratie-Debatten, daß ich allzu leicht was überlese oder mißdeute)
          Ein Hinweis noch. Der aktuelle Trigger war für mich die eierlegende Wollmilchsau „System“, dies unbestimmte, also nur behauptete „Ganze“, was sich durch eine ebenso unbestimmte „Struktur“ auszeichnen soll, so daß jeder Leser und Schreiber darunter verstehen kann, was beliebt.
          Mir beliebte, „das Volk“ zum Teil des „Systems“ zu erklären – ist es das etwa nicht? Und wenn nicht, oder doch, warum dann das weasel – word „System“?

          Wo haben Sie „nachgeschaut“, was ein „Nerd“ ist? Ich benutze das Wort referentiell zur Aussage, in der ich es benutze … was übrigens jeder tut, sodaß „Nerd“ jederzeit ein Kontextbegriff ist. Muß man nicht teilen, gewiss.

          (PS.: Reaktion auf Antwort evtl. erst morgen, muß jetzt weg)

        2. Was das Wahlsystem anbelangt gefiel mir der Vorschlag…

          Ich hätte mir gewünscht, dass Sie nach Ihrer geschilderten Ent-Täuschung sich etwas grundlegendere Gedanken über die (Dys-)Funktionalität des hiesigen parlamentarischen Regierungssystem gemacht hätten und nicht nur von einer technischen Ausgestaltung in die nächste Wechseln.

          Im Osten sind nach der Wende Runde Tische entstanden. Diese waren von der realen politischen Kultur in der DDR geprägt und auf möglichst breiten Konsens hin ausgelegt . Westdeutsche konnten mit einer solchen auf Konsens ausgelegten Demokratischen Kultur nie etwas anfangen. Sie waren geprägt vom parlamentarisch organisierten Konkurrenzverständnis, mit einer autoritär funktionieren Regierung an der Spitze. Für sie war es selbstverständlich, das Demokratie an den Werktoren haltmacht und Herrschaft ab hier ausschließlich an Eigentumstitel geknüpft ist, so nahezu alle Beschäftigten vollständig ausschliessend.

          Das parlamentarische Regierungssystem kennt nicht nur keine Gesamtgesellschaftlichen Inreressen, es verhindert auch deren Artikulation.

    2. Zum Komplizen des Staates macht man sich in erster Linie, indem man ihm Steuern zahlt. Das gibt ihm die Mittel zur Verfügung jede Menge Unsinn anzustellen. Leider finanzieren die selben Steuern aber auch die sozial wertvollen Leistungen der Gesellschaft. Der Ort, wo über die Verteilung dieser Mittel und das Erfinden neuer Gesetze entschieden wird, das sind die Ausschüsse in den Parlamenten. Die Zusammensetzung dieser Ausschüsse wird bestimmt durch das Kräfteverhältnis der im Parlament vertretenen Parteien, Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten im parlamentarischen Prozess: Entweder man versucht, dieses Verhältnis zu beeinflussen – Dann geht man wählen oder lässt sich zur Wahl aufstellen um selber da rein zukommen. Oder man verzichtet auf Teilnahme an diesem (schwachen) Kontrollmechanismus. In dem Fall kan man sich entweder ins Private zurückziehen oder ausserparlamentarisch tätig werden, um dort Druck aufzubauen. Die Regierenden sind imme rrecht froh, wenn sie nich tallzusehr beim Regieren gestört werden, also bevorzugen sie zahme, von ihren Parteiapparaten dressierte Parlamente, die nicht aus der Reihe tanzen. Die Masse wird darauf dressiert, zu schlucken, was man ihnen als Informationsbrei vorsetzt, ob das nun immer regierungsfreundlichere öffentliche Medien oder kapitalkontrollierte Privat-Massenmedien sind, die ein immer engeres Meinungsspektrum als die umfassende Wahrheit vorgaukeln. „Nachrichten in einfacher Sprache“ wird zur Verdummungsnorm. Wie hiess es noch gleich: 2AufklÄrung sit die Befreiung aus selbst verschuldeter Unmündigkeit“ – Wenn aber der Wille zur Sebstbefreiung gr nicht vorhanden ist, kann das mit der Aufklärung schon nichts werden. Ohne Rückgrat durchs Leben zu laufen ist eine sehr erfolgreiche menschliche Überlebensstrategie, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass dies die Realität ist. Keiner muckt auf, wenn er nicht persönlich über das Erträgliche hinaus maltraitiert wird. Was das Erträgliche ist, das hängt von vielen Faktoren ab. Ich kenne übrigens so ziemlich niemanden, der mit irgendetwas von dem, was die deutsche Regierung oder der Strohkopf in Brüssel veranstaltet, einverstanden wäre. Trotzdem kleben die an der Macht. Kenne ich nur Aussenseiter? Vielleicht sollten sich die Aussenseiter mal zusammenraufen, es könnte sein, dass sie die grosse Mehrheit darstellen.

      1. Ich bin ja schon älter und habe so ziemlich alles probiert, von dem was sie da sagen. Mit der außerparlamentarischen Opposition, sprich in Bürgerinitiativen, war ich auf lokaler Ebene auch ziemlich erfolgreich. Für ein paar Jahre war ich in einer Partei, der LInken, habe auch da einiges an Zeit investiert, aber das lief zäh. Programmarbeit war ganz gut, aber ganz schnell fängt das Taktieren und Intrigieren an, und außerdem war da immer Donnerstags Versammlung, aber das war schon der „jour fixe“ wo ich mit meiner Frau immer Tanzen gegangen bin. Also das war definitiv die bessere Wahl. Die Partei habe ich nach 2 oder 3 Jahren wieder verlassen – Gott sei Dank!

        Beim Thema Frieden habe ich dann durch Beiträge bei overton und anderen alternativen Medien versucht, etwas zu reißen. Aber das hat nicht funktioniert. Nun ja, kein Wunder. Es werden Milliarden für die Manipulation der öffentlichen Meinung ausgegeben. Großbritannien beschäftigt eine ganze Brigade (das sind nach NATO-Standard 2500 Leute) nur für die psychologische Kriegführung, dem Kampf um die Köpfe, dann die ganzen NGOs etc. etc. Auf die Schnelle hat man gegen diese Übermacht keine Chance. Aber auf die Dauer macht der eine oder die andere sich doch Gedanken …

        Ohne Rückgrat durchs Leben zu gehen, mag sicher oberflächlich viel Erfolg bringen. Es gibt da eine schöne Fabel von dem Wolf und dem Hund. Der Hund liegt zufrieden vor seiner Hütte und nagt an einem fetten Knochen. Der Wolf schaut neidisch zu und der Hund sagt: Das könntest du auch alles haben. Der Wolf überlegt und sagt dann: Das hört sich alles ganz gut an, aber was hast du da für einen blutigen Striemen am Hals? Ach sagt der Hund, das ist nichts, das kommt nur von meiner Kette. Da dreht sich der Wolf um und verschwindet wieder im Wald…

        In diesem Sinne: Schönen Abend allerseits.

        1. Treue Hund von Pankow (italienisch) setzt diese Fabel fabelhaft musikalisch um. eins meiner Lieblingssongs. Werd ich mir gleich nochmal anhören.

        2. Tja, Medienreichweite kriegt man heute wohl nur bei youtube, oder tiktok oder wie grad das antisoziale Netzwerk à la mode heisst. Ich les in Spanien eldiario.es, die haben es geschafft, ein halbwegs vernünftiges Massenmedium aufzubauen in den letzten fünfzehn Jahren oder so. Waren alles Journalisten, die im Zuge der Finanzkrise bei den grossen Zeitungskonzernen gefeuert wurden. Gibt noch so ein paar Projekte mit grosser Reichweite da. Ob das auf Dumpfland übertragbar ist, weiss ich natürlich auch nicht. Die Jugend erreicht man damit natürlich auch eher nicht, die hängen alle an ihren Mäusekinos und schauen erbsenhirnige Influencer-Brut.

      2. „Zusammensetzung dieser Ausschüsse “

        Und Du meinst ernsthaft, Du hättest mit Deiner Wahl einen Einfluss darauf, was diese Ausschüsse bestimmten? Du könntest tatsächlich substantielle Änderungen bewirken?

        Armer Marxverdrehter, nicht nur in Punkto Marxismus völlig verstrahlt.

        1. Mit der sinnentnehmenden Lesekompetenz ist es bei dir wirklich nicht weit her. Ich stelle dir hiermit einen offiziellen Merkbefreiungsbescheid aus.

          1. Möglich, dass ich Dich mit einem“pd“ verwechselt habe.

            Zwei Buchstaben sind nun wirklich nichts haltbares.

            Wegen Deinem „Merkbefreiungsbescheid“: Danke. Wünsch ich Dir auch.

    3. @Stefan Nold
      Da kann ich Ihnen in den meisten Dingen nur zustimmen.
      Und was den Punkt betrifft, zur Wahl gehen oder nicht (mit der entsprechenden Begründung), die überlasse man doch bitte jeweils dem Einzelnen. Die vielen vermeintlichen ‚Argumente‘, warum jetzt das eine oder das andere die richtige Denk- und Vorgehensweise darstellt, ist in meinen Augen nur lachhaft und oft (mehr oder weniger) subtil autoritär.
      Von der Besserwisserei ganz zu schweigen. Mal ganz abgesehen davon, daß keiner den anderen wird überzeugen können.
      Es ist eine Entscheidung, und die wird i.d.R nicht mal eben so aus dem Nichts getroffen, sondern ist häufig die Konsequenz aus den entsprechenden langjährigen Erfahrungen. Es steht schlicht niemandem zu, sich darüber ein Urteil zu erlauben (was nichts daran ändert, daß es viele trotzdem tun).
      „Kann man etwas ändern? Nun man kann aktiv werden, montags spazeren gehen, und (…)“
      Ich bin mir nicht sicher, ob man immer etwas „tun“ oder „aktiv“ werden muss. Ich denke, es reicht häufig schon aus, wenn jemand unbeirrt seinen eigenen Weg geht (und das schließt auch gerade den Umstand mit ein, keinerlei „Vorbildfunktion“ anstreben zu wollen) und auf seine eigenen Wahrnehmungen und Erfahrungen vertraut. Ob meine Denk- und Verhaltensweisen Auswirkungen auf jemand haben, liegt nicht in meiner ‚Macht‘. Und das ist auch gut so.
      “ aber dass die große Masse wenn es hart auf hart kommt so ganz ohne Rückgrat durchs Leben läuft und dabei weder nach rechts noch nach links schaut, das hätte ich so nicht erwartet.“
      Das deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung. Wenn man dann allerdings auf die Straße tritt und um sich herum fast nur noch auf Smartphone-Junkies trifft, passt es wieder. Denn die tun genau das 😉.
      Und wenn man sich dann z.B. die Zeit nach ’33 (aber auch die nach ’45) so anguckt, könnte man auf die Idee kommen, daß es sich vielleicht doch weniger um ‚Ausrutscher‘ handelt ? Mach ihnen Druck und sie werden dir aus der Hand fressen. Da gibt es doch bestimmt irgendwo eine Studie, die herausgefunden hat, daß v.a. wir Deutschen von Mollusken abstammen…😄

  26. Ich habe 1998 zum letzten Mal gewählt (SPD wegen Lafontaine).

    Jugoslawienkrieg und Lafontaines GeRücktritt waren Grund genug, jede weitere Wahl zu ignorieren.

  27. Ich habe auch 1998 das letzte Mal gewählt und war da Erstwähler. Damals Grüne und „Marathonmann“ Joschka Fischer. Atomkraftausstieg, Umwelt- und Friedenspolitik. Der Wahlsieg war für einen naiven, jungen Menschen eine tolle Sache, denn endlich war der ekelhafte Kohl weg, der wie viele CDU/CSUler junge Menschen verachtete. Nach ein paar Wochen wusste ich, dass die Grünen gelogen hatten in ihrem Programm und Wahlkampf. Der Joschka wurde auch wieder fett und noch viel hässlicher. Seither weiß ich was aus denen wurde. Ich weiß, wer bezahlt war und später Lobby-Jobs annahm und in Old Boys-Netzwerken auftauchte, ein transatlantischer Verräter ist. Ich weiß, dass bei wichtigen Entscheidungen in den letzten Jahren 2x die CDU/CSU die grüne Politik (Umweltpolitik) machte, um die Konkurrenz auszubooten. Nie wurde das erreicht, was versprochen wurde oder gar hätte erreicht werden müssen.

    Weil die Lügner von damals sich nie entschuldigt haben (z.b. für Hartz IV oder Abwicklung Deutschland AG) und die Neuen sich gerne mit ihnen präsentierten, wusste ich auch bei Baerbock und Habeck, als ich die nicht kannte, dass sie ihre Versprechen brechen würden. Nur hatte ich, wie bei den Altgrünen keine Ahnung welche Ausmaße das haben würde.

    Bei manchen Politikern wie Hunko, Dagdelen, Neumann oder Sonneborn, Gestorbenen wie Ströbele oder Bülow, denke ich mir schon manchmal, dass die mehr Unterstützung verdient hätten, aber die waren nie in meinem Wahlkreis und alleine können die gegen die Andern nichts ausrichten.

    Beim ersten Regierungswechsel als dann die Merkel gewann, schluckte ich etwas. DIE Ossi-Trulla sollte Kanzlerin werden? Aber der Nobelfriseur, neue Hosenanzüge und die Redenschreiber haben doch ganz gute Arbeit geleistet. Da war ich noch investiert, was die Äußerlichkeiten betraf. Heute wäre mir auch egal, ob der neue Kanzler Björn Höcke oder Adolf Hitler hieße. Ich werde Nichtwähler bleiben.

    Ich hatte mir noch überlegt was zu Wahlentscheidungen zu schreiben und wie irrational die sind. „Foehre“ hat das teilweise angesprochen. Aber das ist mir zu viel derzeit und eine wichtige Wahl ist eh nicht. Dazu hatten wir die Diskussionen in der Vergangenheit, wie viel eine Stimme wert ist, nämlich eine homöopathische Dosis Nichts und wer daran glaubt, ist selbst schuld. Es gäbe natürlich unzählige Wege bessere demokratische Entscheidungen zu treffen oder überhaupt bessere Entscheidungen zu treffen. Aber das ist anscheinend gar nicht gefragt. Für die Wähler soll möglichst alles so weitergehen wie bisher oder nicht zu schlecht werden für sie selbst. Der große Führer soll für sie regeln. So wird das nichts.

    Übrigens viele Magas haben derzeit auch eine schwere Zeit. Denen hatte Trump versprochen keine neuen Kriege anzufangen und America First, was auch mal eine Nazi-Parole war – Deutschland zuerst.

  28. Wählen gehen in einem totalitären Staat wie es Deutschland ist, ist nur eine Show zur legitimierung für die herrschende Kleptokratie. Dazu sind Wahlfälschungen vollkommen normal und dementsprechend macht sich jeder „Wähler“ zum Steigbügelhalter der herrschenden Kleptokratie.
    In einem Staat dessen Macht auf unbegrenzter Korruption basiert, kann niemand etwas durch wahlen verändern, darauf baut die Herrschaft des Kapitals doch als festes Fundament auf. Und nicht umsonst schleift die Unterschichtenjustiz inzwischen jede Form der Korruptionsbekämpfung mit der Berliner Generalstaatsanwaltschaft an der Spitze. Da werden Verfahren ohne Ermittlung Eingestellt (Spahns Maskendeals) oder erst gar nicht eröffnet (Abgeordnete des Wehrausschusses bekommen mehrere tausend Euro von der Rüstungsindustrie geschenkt), aber dafür spielt die Terrorjustiz Tabula Rasa gegenüber jedem Eierdieb. Ja auf die kleinen Eindreschen können diese kranken Nachkommen der NS Justiz, ansonsten schön Arschlecken nach Oben.
    Nicht nur die Justiz in deutschland sollte einmal komplett neu starten, mit der vorherigen Entlassung aller Richter und Staatsanwälte dieser Unterschichtenjustiz. Hat damals im Iran ja auch geklappt.
    Jedenfalls, im Wahlzirkus mitspielen verschafft den Kleptokraten legitimation, ändert an der Politik rein garnichs und kann deshalb entfallen. Undemokratischer wird es nicht mehr, der punkt ist schon lang erreicht.

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