
Ein tiefer Einblick in die Depressions-Epidemie
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird nicht müde, auf die zunehmenden Herausforderungen durch depressive Störungen hinzuweisen. Als Kernsymptome gelten einerseits die depressive Verstimmung beziehungsweise Niedergeschlagenheit und andererseits die Motivations- und Antriebslosigkeit. Laut WHO leiden etwa 4 Prozent der Weltbevölkerung darunter, rund 6 Prozent der Erwachsenen.
Häufige Begleitsymptome sind Schlafprobleme – zu viel oder zu wenig Schlaf – und Konzentrationsstörungen. Das Denken an den Tod und sogar Pläne oder Versuche für einen Suizid gehören zu den schwersten Symptomen. Zwar sind Selbsttötungen zum Glück sehr selten, doch für die Betroffenen und Angehörigen erschütternd. Als Suizid-Paradox ist bekannt, dass zwar Frauen, die auch häufiger die Diagnose Depression bekommen, mehr Suizidversuche unternehmen. Im Endeffekt sterben aber in allen Ländern der Welt mehr Männer durch Selbsttötungen. In den USA trifft es sogar viermal so viele Männer wie Frauen.

Auch wenn das Thema Depression in aller Munde ist, ist es kaum verstanden. Wie ich in meinem Buch über die Depressions-Epidemie genauer ausführe, lassen offizielle diagnostische Kriterien 227 unterschiedliche Formen von Depressionen zu. Dabei kann es sein, dass zwei Betroffene gerade einmal ein Symptom gemeinsam haben.
Depressionen kennen also viele Gesichter. Dass die genannten Probleme als Symptome anerkannt sind, nicht aber häufig ebenfalls auftretendes Grübeln, Magen-Darm-Probleme oder Schmerzen, ist eine Konvention: Führende Fachleute verständigen sich alle Jahre wieder am Konferenztisch auf die offizielle Lesart.
Ein einflussreicher britischer Psychiatrieforscher des 20. Jahrhunderts sprach daher von der „depressiven Verwirrung“. Damit meinte er aber nicht etwa den Geisteszustand der Betroffenen, sondern das Unvermögen seiner Kolleginnen und Kollegen, sich auf ein Verständnis von Depressionen – oder früher: Melancholie – zu einigen. Ein von mir im Buch angeführter deutscher Professor bezeichnete sie vor 120 Jahren schlicht als „krankhafte Traurigkeit“.
Diagnostische Trends
Man könnte meinen, dass die von der WHO genannten 4 Prozent schon viel sind. Schaut man auf das medizinische Handeln in Deutschland, zeichnet sich aber ein ganz anderes Bild: Demnach bekamen 2022 ganze 38 Prozent der Kassenpatientinnen und -patienten eine psychische Störung diagnostiziert. Das bedeutet einen Anstieg von 13 Prozent gegenüber 2012. Es scheint immer normaler zu werden, ernsthafte psychische Probleme zu haben – und dafür psychotherapeutische und/oder ärztliche Hilfe zu suchen.
Angeführt wurde das mit 14 Prozent tatsächlich von Depressionen. Frauen erhielten diese Diagnose 1,7-mal häufiger als Männer. Danach folgten psychische und Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen (8 Prozent). Diese wurden bei Männern 1,5-mal häufiger diagnostiziert. Angststörungen landeten mit 7 Prozent auf Platz drei, bei Frauen 1,9-mal so oft. Posttraumatische Belastungsstörungen waren mit 1 Prozent vergleichsweise selten, verdoppelten sich aber gegenüber 2012 (plus 116 Prozent). Auch diese Diagnose erhielten Frauen in etwa doppelt so häufig.

Aber wie passt das zusammen: Die WHO spricht von 4 Prozent, während in Deutschland mit 14 Prozent mehr als dreimal so viele die Diagnose bekommen? Ich erwähnte bereits, dass etwas diffus bleibt, was Depressionen eigentlich sind. Neben der Festlegung und Veränderung der Kriterien am Konferenztisch stellt sich in der Praxis ein viel größeres Problem: Wie schwer müssen die genannten Symptome sein, um eine Diagnose zu rechtfertigen? Wie niedergeschlagen muss etwa jemand sein, wie oft muss der Schlaf gestört sein, wie stark die Konzentration eingeschränkt oder wie oft an den Tod gedacht werden?
Hierauf gibt es keine eindeutige Antwort. Die offizielle Meinung lautet, dass die Diagnose einer psychischen Störung üblicherweise ein erhebliches Leiden und/oder eine erhebliche Einschränkung des Alltags voraussetzt. Mit „erheblich“ habe ich hier den Fachbegriff der „klinischen Signifikanz“ übersetzt. Was das ist, dafür gibt es Richtwerte. Im Endeffekt liegt es aber im Auge des Betrachters: Wenn der Arzt oder die Psychotherapeutin denkt, dass die Probleme ernst genug sind, dann wird er oder sie eine Diagnose stellen. Das System zur Abrechnung der Behandlungskosten setzt oft auch eine Diagnose voraus.
Folgen einer Diagnose
Diesen Vorgang sollte man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Diagnose einer psychischen Störung mag zwar einerseits die Tür für bestimmte Behandlungen öffnen. Andererseits kann diese aber in verschiedenen sozialen Kontexten zum Bumerang werden: zum Beispiel beim Abschluss einer Versicherung, bei der Aufnahme einer Hypothek fürs Eigenheim oder mit Blick auf eine mögliche Verbeamtung im Staatsdienst.
Ich selbst habe gerade wieder die monatlichen 3,38 Euro „Strafgebühr“ für meine Hypothek abgezogen bekommen, schlicht weil ich wegen Stress bei einer Psychotherapeutin war – und das ehrlich gegenüber der Bank angegeben habe. Wenn man es verschweigt, kann einem das später als Versicherungsbetrug oder andere Art der Täuschung ausgelegt werden und als doppelter Bumerang zurückkommen. Manchen, die es versuchten, wurde deswegen schon der Beamtenstatus aberkannt.
Aufgrund langer Wartelisten, insbesondere für die Kassenpatienten, hat sich ein regelrechtes Diagnose-Shopping entwickelt: Eine ADHS-Vordiagnostik lässt sich beispielsweise für 140 Euro kaufen; für eine vollständige Diagnostik wird man eher auf 300 bis 400 Euro kommen. Die gewünschte Diagnose ist damit zwar nicht garantiert. Aber wer wird schon seine zahlenden Kunden enttäuschen und negative Bewertungen riskieren?
Das diagnostische Ergebnis erleben viele als Entlastung: „Endlich wusste ich, was mit mir nicht stimmt!“ Damit deutet man bestimmte, unerwünschte körperliche oder psychische Wahrnehmungen nicht nur als medizinisches Problem; vielmehr verinnerlicht (internalisiert) man sie auch. Was das bedeutet, dazu gleich noch mehr.
Zum Glück liefert die Medizin beziehungsweise die klinische Psychologie nicht nur die Diagnose, sondern vor allem auch: die Entschuldigung. „Es ist eine Krankheit; du kannst nichts dafür!“ Eine Diskussion der Ursachen von Depressionen zeigt, dass das aus gesellschaftlicher Sicht kein trivialer Vorgang ist. Analog gilt das Folgende für die meisten anderen psychischen Störungen, von denen inzwischen Hunderte unterschieden werden.
Geschichte
Um diesen Gedanken besser zu verstehen, müssen wir uns kurz mit der Geschichte der Psychiatrie beschäftigen: In der aufkommenden bürgerlichen Gesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts gab es zwei traditionelle Institutionen, die sich mit der Aufrechterhaltung der Normalität befassten, die Kirche und die Polizei. Im Zuge der Verstädterung blieb aber eine größer werdende Gruppe von Menschen übrig, die nicht so recht in diese Institutionen passte. Diese nannte man damals Irre, Unsinnige oder Wahnsinnige. Sie waren weder „verlorene Schafe“ des Herrn noch wirklich Kriminelle, auch wenn manche von ihnen ernsthafte Probleme verursachten.
Noch bis in die 1830er-Jahre suchten französische Minister nach einem passenden bürgerlichen Umgang mit diesen Menschen. Die ersten modernen Psychiater wie Philippe Pinel (1745-1826) oder dessen Lieblingsschüler Jean Étienne Dominique Esquirol (1772-1840) boten mit der Errichtung psychiatrischer Kliniken die passende Lösung. Bei deren Nachfolger Jean-Martin Charcot (1825-1893) sollte später der junge Sigmund Freud (1856-1939) studieren, der die Psychiatrie mit seiner Neurosenlehre ins 20. Jahrhundert führte.
Pioniere wie Pinel und Esquirol stellten diagnostische Systeme der „Geisteskrankheiten“ auf und unterschieden zum Beispiel Demenz, Manie, Melancholie und „Idiotismus“. Sie sammelten Statistiken zu deren Häufigkeit und entwickelten Gedanken über die Ursachen und Therapien.
Von der Beobachtung zum Gehirn
Die Psychiatrie brauchte aber vor allem ein passendes Organ, das als Krankheitsherd dienen konnte. Sie fürchtete, sonst nicht so ernst genommen zu werden wie die anderen Felder der Medizin. Damals war die Phrenologie in Mode und man übernahm schließlich deren Ansicht der funktionellen Spezialisierung des Gehirns, ohne den folkloristischen Teil der Schädellehre anzuerkennen – die später in Verruf geratene Sichtweise, man könne von der Kopfform auf den Charakter eines Menschen schließen.
Der Gedanke, dass die Psychiatrie im Grunde eine Medizin des kranken Gehirns ist, prägt die Forschung und Praxis dieser Disziplin bis heute. Bei der damals noch unbehandelbaren Geschlechtskrankheit Syphilis stimmte das sogar oft: Das Bakterium Treponema pallidum richtete auf Dauer immer größeren Schaden an, bei vielen auch im Nervensystem. Das führte zur gefürchteten „Neurosyphilis“, die neben neurologischen Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Sprachstörungen auch zum psychiatrischen „Wahn“ führen konnte. Und weil dessen Symptome denen der sogenannten Schizophrenie ähnelten, vermutete man auch hier und für die anderen Störungsbilder eine neuronale Ursache.
Dieser neuropsychiatrische Traum ist aber bis heute nicht in Erfüllung gegangen. Psychologisch-psychiatrische Diagnosen stellt man nach wie vor durch Gespräche und Verhaltensbeobachtung. Einen zuverlässigen Gen- oder Gehirn-Test gibt es für keines der Hunderten Störungsbilder. Der angebliche genetische Beitrag auf die Entstehung der Probleme wird regelmäßig übertrieben. Dabei wollte man sich in den 1970ern von Freuds Modell verabschieden und endlich die lang ersehnte neue wissenschaftliche und objektive Psychiatrie schaffen.
Erst kürzlich formulierten führende Fachleute die Pläne für die nächste Überarbeitung des diagnostischen Systems, das wohl in den 2030er-Jahren fertig sein dürfte: Ganz oben auf der Liste stehen nach wie vor eine neurowissenschaftlich fundierte Krankheitslehre und biologische Tests für die Störungen. Für Alzheimer soll das bald möglich sein. Man wird es sehen. Jedenfalls zeigt das die große Wissenslücke des Gehirn-Denkens in der Psychiatrie auf.
Risikofaktoren
Was bleibt unterdessen? Ein vages Störungsbild der Depression. Unerklärlich steigenden Diagnosen. Eine Psychiatrie und zum Teil auch klinischen Psychologie, die objektive Neurowissenschaft sein will, doch der das seit 200 Jahren nicht gelingt. Treffenderweise sollte man daher auch nicht von den „Ursachen“ psychischer Störungen sprechen, sondern von „Risikofaktoren“. Und diese finden sich laut jahrzehntelanger Forschung vor allem im psychosozialen Bereich.
Wie ich im Buch über die Depressions-Epidemie näher ausführe und auch die WHO bestätigt, sind das bei depressiven Störungen vor allem schwere Lebensereignisse. Das sind zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Verlust einer Beziehung durch Trennung oder Tod, traumatische Erfahrungen etwa in der Kindheit, als Opfer eines Unfalls, Verbrechens oder im Kriegs- oder Kriseneinsatz. Allgemein anerkannt erhöht schwerer, anhaltender Stress die Wahrscheinlichkeit für viele psychische und körperliche Probleme. In diesem Sinne können auch Erfahrungen anhaltender Armut oder Ausgrenzung an der Seele zehren.
Schwerer Drogenmissbrauch ist ein weiterer Risikofaktor. Dabei sind psychoaktive Substanzen aber oft ein Mittel, um ein hartes Schicksal zu bewältigen; die Richtung der Ursache-Wirkung-Beziehung ist hier also nicht ganz klar. In vielen wissenschaftlichen Studien aus mehreren Ländern ist bestätigt, dass erlebte Kindesmisshandlung das Risiko von schwerem Alkohol- und anderem Drogenkonsum, Depression und Suiziden um ein Vielfaches erhöht. Und eine Emigration – oder umso mehr unfreiwillige Flucht – in eine andere Kultur erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schizophrenie-Diagnose erheblich.
Zerrissenheit
Das führt uns zu der inneren Zerrissenheit, die die Psychiatrie bis heute plagt. Sie will so objektiv und wissenschaftlich sein wie die anderen Zweige der Medizin. Dafür hat sie schon im frühen 19. Jahrhundert das Gehirn-Modell eingeführt. Die Betroffenen leiden aber noch heute unter dessen Folgen: Indem man der Psychiatrie (wörtlich: Seelenheilkunde) sozusagen die Psyche, die Seele austrieb und aus ihr in heutiger Redeweise eine „klinische Neurowissenschaft“ machen wollte, riss man sie aus der Verankerung. Noch in Freuds Lehre entsprangen psychische Störungen nämlich oft unbewussten psychischen Vorgängen.
Ohne Verankerung erfahren viele Betroffene bis heute, dass man ihre Probleme als „psychisch“ oder „psychosomatisch“ relativiert, kleinredet oder sogar gänzlich leugnet. Eine Leserin formulierte es in der Diskussion chronischer Erschöpfung (engl. Chronic Fatigue Syndrome, CFS) einmal treffend so: „Nein, das ist nicht psychisch, das ist real!“
Wenn das Psychische, unsere intimste Innerlichkeit, zur Illusion abgestempelt wird, dann ist die Entfremdung des Menschen von sich selbst vollendet. In der Folge gibt man dann selbst sichtbar schwer Depressiven nutzlose und demütigende Ratschläge, etwa „Stell dich nicht so an!“ oder „Mach doch mal Urlaub!“, wenn man sie nicht gleich ganz als Faulenzer und Simulanten abstempelt.
Es hätte Vorteile, wenn die Neuropsychiatrie ihr Versprechen eingelöst hätte und wenn die Störungsbilder zum Beispiel im Hirnscanner diagnostizierbar wären: Dann könnte es nicht sein, dass die WHO die Häufigkeit von zum Beispiel Depressionen auf 4 Prozent der Bevölkerung schätzt, 2022 aber in Deutschland – wie wir oben sahen – 14 Prozent die Diagnose bekamen. Die neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts deuten sogar auf 22 Prozent, verwendeten hierfür aber andere Kriterien.
In der Praxis sehen Fachleute massenweise Menschen mit unspezifischen Problemen wie Erschöpfung, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, vielleicht Schlafproblemen, Gewichtsveränderungen. Dazu kommt eine fast beliebig große Anzahl anderer psychischer und körperlicher Beschwerden, für die es keine eindeutige medizinische Erklärung gibt. Den Statistiken nach denken viele dann an eine depressive Störung und diagnostizieren diese auch. In einer Psychotherapie kann man dann, sofern man überhaupt einen Platz bekommt, je nach Verfahren problematische Denkmuster, unbewusste Konflikte und/oder Beziehungsdynamiken bearbeiten.
Individualisierung
Der Haken an der Sache ist aber: Sowohl das Gehirnmodell der Psychiatrie als auch die gängigen Psychotherapieverfahren individualisieren die Probleme. Dabei sahen wir, dass die Risikofaktoren oft in der Umwelt und in vergangenen Erfahrungen liegen. Wenn man nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel. Und wenn man eine Person immer nur für kurze Zeit und unter vier Augen in der abgeschotteten Praxis oder Klinik sieht, ist der naheliegendste Ansatzpunkt eben genau dieses Individuum. Seine normale, alltägliche, familiäre und berufliche Umgebung sieht man in der Regel nicht.
Zum Anstieg der psychologisch-psychiatrischen Diagnosen – oben wurde ihre Häufigkeit auf jährlich 38 Prozent beziffert, Tendenz steigend – wäre noch viel mehr zu sagen. Doch schließen wir an dieser Stelle damit, auf eine therapeutische Zwickmühle zu verweisen: Soziale Härten werden immer öfter psychologisiert, psychiatrisiert, medikalisiert. Doch diese Masse der Menschen lässt sich unmöglich psychotherapeutisch versorgen, selbst wenn wir heute mehr Therapeutinnen und Therapeuten haben denn je. Ich habe selbst Tausende akademisch im Fach Psychologie ausgebildet.
Ein derartiger Anstieg kann nur dann bewältigt werden, wenn sich auch die therapeutischen Maßnahmen entsprechend vervielfältigen lassen. Hier kommen Psychopharmaka ins Spiel, die sich – anders als Therapeutinnen und Therapeuten – fabrikmäßig produzieren lassen. Zum erwähnten Anstieg bei den diagnostizierten Depressionen auf inzwischen 14 oder mehr Prozent im Jahr passt, dass Hausärztinnen und Hausärzte die (angeblich) passenden Medikamente immer häufiger selbst verschreiben und das seltener den Fachleuten aus der Psychiatrie überlassen. Dabei geht es um die sogenannten Antidepressiva, die heute elfmal so häufig verabreicht werden wie vor 35 Jahren.

Mit welchen Wirkungen und Nebenwirkungen das einhergeht und was das für die Betroffenen bedeuten kann, diskutieren wir im zweiten Teil.
Der Artikel wurde zuerst auf dem Blog „Menschen-Bilder“ des Autors veröffentlicht. Zum Thema s.a. sein Buch: Perspektiven aus der Depressions-Epidemie: Was Depressionen sind und wie man sie behandelt.
Quellen
- Ashton, A. K., Jamerson, B. D., Weinstein, W. L., & Wagoner, C. (2005). Antidepressant-related adverse effects impacting treatment compliance: results of a patient survey. Current Therapeutic Research, 66(2), 96-106.
- Felitti, V. J., Anda, R. F., Nordenberg, D., Williamson, D. F., Spitz, A. M., Edwards, V., & Marks, J. S. (1998). Relationship of childhood abuse and household dysfunction to many of the leading causes of death in adults: The Adverse Childhood Experiences (ACE) Study. American Journal of Preventive Medicine, 14(4), 245-258.
- Oquendo, M. A., Abi-Dargham, A., Alpert, J. E., Benton, T. D., Clarke, D. E., Compton, W. M., … & Gogtay, N. (2026). Initial strategy for the future of DSM. American Journal of Psychiatry, 183(5), 292-300.
- Rosen, R. C., Lane, R. M., & Menza, M. (1999). Effects of SSRIs on Sexual Function: A Critical Review. Journal of Clinical Psychopharmacology, 19(1), 67-85.
- Schleim, S. (2026). Perspektiven aus der Depressions-Epidemie: Was Depressionen sind und wie man sie behandelt. BoD, Hamburg.
- Thom, J. et al. Dtsch Arztebl Int 2024; 121: 355-62; DOI: 10.3238/arztebl.m2024.0052
- Zeiss, R., Malejko, K., Connemann, B., Gahr, M., Durner, V., & Graf, H. (2024). Sexual dysfunction induced by Antidepressants—A pharmacovigilance study using data from vigibasetm. Pharmaceuticals, 17(7), 826.
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Irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, dass es heute in Wirklichkeit im Hinblick auf „Depression“ gar nicht viel anders ist als vor 70, 50 oder 30 Jahren und dass nur mehr Leute zum Arzt bzw. Psychologen gehen.
Ich erinnere mich, dass früher eben auch in dieser Hinsicht vieles „weggesteckt“ wurde. Es wurde weit eher als heute gesagt: „Nun hab dich mal nicht so!“
Ich will ein derartiges Verhalten jetzt nicht verteidigen oder loben, aber ich denke schon, dass es so war.
Außerdem:
Man kann heute mit solchen Diagnosen natürlich auch Geld verdienen. Ein Markt.
Es wurde nicht „weggesteckt“, sondern die Leute haben sich zu Tode gesoffen und ihren Frust an ihren Familien ausgelassen – Männer durch Prügel, Frauen durch Sadismus.
In meiner Ausbildung habe ich noch die Geschichten gehört von den Schnapsflaschen in den Schreibtischen. Das war da aber schon vorbei – zu meiner Zeit gab es dann jeden zweiten Abend einen Anlass für Sekt im Office. Man war ja so viel kultivierter.
Zehn Jahre danach begann dann die Burnout-Welle.
Ich denke noch früher, und da gebe ich Wirth in der Tendenz recht und ihr Beitrag ist ja auch eher als Ergänzung, denn als Widerspruch zu verstehen, war es vollkommen undenkbar, dass die Masse der Bevölkerung, also Arbeiter, Bauern, Handwerker, kleine Dienstleister wegen „Traurigkeit“ zum Arzt gingen. Oft konnten sie das nicht mal machen, wenn sie eine handfeste, der Umwelt verständliche Krankheit hatten. Wer hätte sich auch nur die Mühe gemacht zu fragen oder gar aufzuschreiben, wie sich die Näherin im Akkord als alleinerziehende Mutter und Kriegerwitwe so fühlt.
@1211 „Früher“ wäre es aber auch undenkbar gewesen, dass alleinstehende (ältere) Menschen zwei oder drei Monate lang im Sessel vor laufendem Fernseher mumifizieren und nur entdeckt werden, weil es im Treppenhaus so merkwürdig riecht.
Was ich damit sagen will: Was ist gut daran, wenn Arbeiter, Bauern, kleine Dienstleister usw. nicht zum Arzt gehen, um die Depression behandeln zu lassen? Diese Krankheit ist allerdings auch heute noch ein Tabu und das vor allem bei Männern und gerade bei Arbeitern, Bauern und kleinen Dienstleistern usw.
Hinzukommt: Der werte Herr Wirth argumentiert auch damit, dass man damit „Geld verdienen“ kann. Das gilt vielleicht für privatversicherte Besserverdiener, die sich auch einen stationären Therapieplatz in einer teuren Privatklinik leisten können. Gesetzlich Krankenversicherte müssen in diesem „Sozialstaat“ mit seinem „christlichen“ Kanzler zum Teil monatelang auf einen Termin bei einem Psychotherapeuten warten. Bei manchen Psychiatern und Psychotherapeuten gibt es nicht einmal eine Warteliste.
PS: Mit Kampfpanzern, Kampfdrohnen, Handgranaten, Tellerminen usw. kann man auch „Geld verdienen“. Da sind mir dann Psychotherapeuten, die Depressionen behandeln, 1000x lieber.
@Wolfgang Wirth Man kann nicht ausschließen, dass der Prozentsatz an depressiven Erkrankungen bezogen auf 1.000 Bürger vor 70, 50 oder 30 Jahren ebenso hoch war wie heute und heute „nur mehr Leute zum Arzt bzw. Psychologen gehen“. Dass hilft aber niemandem weiter. Nicht alle depressiven Erkrankungen enden mit Suizid, aber es sind nicht wenige.
Wer sich mit Depressionen etwas auskennt, der weiß, dass Sprüche wie „Reiß dich mal am Riemen.“ nicht helfen. Wer an Depressionen leidet, der sollte sich von Konservativen, die das als „Markt“ bezeichnen, nicht abhalten lassen und sich in jedem Fall professionelle Hilfe suchen. Depressionen sind kein „Spaß“ und können tödlich enden. Vor allem für alleinstehende ältere Menschen, von denen es in Deutschland immer mehr gibt, in einer akuten depressiven Phase ist das äußerst schwer.
Vielleicht haben die Erkrankungen tatsächlich zugenommen und es sind die langfristigen „Erfolge“ der „geistig-moralischen“ aka neoliberal-konservativen Wende der 1980er Jahre eines „christlichen“ Politikers mit dem Namen Helmut Kohl. Die Maxime dieser „geistig-moralischen Wende“ war schließlich die Ego-Gesellschaft = Jeder ist sich selbst der Nächste und es interessiert mich nicht die Bohne, wie es den anderen geht. Aber welcher Konservative kann sich daran noch erinnern?
Wir sind hier ja alle nicht so sehr weit auseinander.
Mit „Geld verdienen“ meine ich, dass die Berufsverbände, die bei der Diagnose „Depression“ zum Zuge kommen (z.B. Psychotherapeuten), ein Interesse daran haben, dass der bewusste Zustand der Leute als behandlungsbedürftig eingestuft wird. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Kunden gesetzlich oder privat versichert sind.
—
Wichtig ist natürlich die Unterscheidung von
A. schlecht gelaunt/frustriert/traurig/melancholisch gestimmt/niedergedrückt und
B) dauerhaft krankhaft depressiv, vielleicht sogar in Verbindung mit weiteren psychiatrischen Auffälligkeiten.
So bin ich beispielsweise der Meinung, dass der bloße Frust wegen dieser blöden Corona-Maßnahmen als Grund für eine „Depression“ im Allgemeinen überhaupt nicht als Argument zählen kann. Auch die Behauptung, man sei ja so niedergedrückt wegen der allgemeinen Weltlage und dem Klimawandel, macht auf mich einen seltsamen Eindruck und ich betrachte das als Jammern auf sehr hohem Niveau, weil solche Leute nämlich vermutlich erst sehr wenig echte existentielle Nöte ertragen mussten. Zu solchen echten existentiellen Nöten gehören etwa Fronterlebnisse, lange Gefängnis- oder Lagerhaft, Vergewaltigung, Verlust von Haus und Wohnung (egal ob durch Luftkrieg oder Hochwasser), plötzlicher Tod des Partners, der Eltern, der Kinder.
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Dass die Vereinzelung in der zunehmend fragmentierten Gesellschaft zugenommen hat, steht wohl außer Frage. Viele soziale Netze und traditionelle Strukturen (z.B. Verwandtschaft, Nachbarschaft, Vereinsleben, Kollegen) spielen heute eine geringere Rolle als noch vor 30 Jahren. Und ja, es ist anzunehmen, dass das die Zahl der einsamen, traurigen und schlecht gestimmten Menschen etwas erhöht. Allerdings scheint mir die Zahl der Diagnosen trotz Berücksichtigung dieses Umstandes in noch stärkerem Maße zu wachsen. Längst nicht jeder einsame oder niedergedrückte Mensch rennt deswegen zum Therapeuten.
Und wie sollte ein Therapeut denn auch etwas an der für diesen Menschen bestehenden Einsamkeit oder seinem Frust über sinnentleerte Arbeit etwas ändern?? Das ist ein wichtiger Punkt!
Vielleicht wäre das Problem schon wesentlich kleiner, wenn sie einfach mal wieder mehr mit den noch lebenden Verwandten reden würden?!!
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Man sollte sich auch mal in Erinnerung rufen, dass die Anzahl der – modern gesagt – schwer traumatisierten Menschen nach Ende des Krieges um ein Vielfaches höher war als heute. Nicht nur Soldaten, sondern in der gesamten Bevölkerung. Das Vielfache dürfte nicht bloß doppelt so viel gewesen sein, sondern könnte beim Faktor zehn oder 20 oder gar 30 liegen. Und die mussten halt weiterleben und an Therapie war überhaupt nicht zu denken. Ich will damit aber das subjektive Unwohlgefühl moderner Menschen nicht für inexistent erklären.
Nicht zu vergessen: es ist schon beinahe „in“, eine psychische Störung vorweisen zu können.
Daneben winkt auch der sogenannte „Krankheitsgewinn“ – und der kann ganz handfest sein!
Stichwort: Nachteilsausglech – das geht bis in die Gymnasien und Universitäten – wie denn sonst kann man die Akademikerquote noch steigern, wenn nicht durch senken der Anforderungen für „psychisch Herausgeforderte“?
ADHS ist dabei beliebtestes Vehikel, Depression an zweiter Stelle, dann noch die Paradiesvögel, welche sich gerne „Bipolar“ bezeichnen. Früher nannte man das „manisch-depressiv“, aber hey, „bipolar“ klingt doch wirklich besser.
Dass bei all den Simulanten, Hypochondern und sonstigen Schleichern diejenigen Menschen mit echten psychischen Problemen auf der Strecke bleiben – infolge endlosen Wartezeiten für einen Termin – ist ein grosses Problem, das noch immer laufend grösser wird.
Wo wird das thematisiert?
Nun, die Erinnerung an den ehemaligen Fachbegriff Melancholie hat mich gefreut. Noch mehr hätte mich die Erinnerung an die Bezeichnung „Gemütskrankheit(en)“ gefreut.
By the way – es gibt einen tollen Film über das Thema: „Le passager de la plui“, aus 1969, von René Clément, mit Marlène Jobert in der Hauptrolle, Charles Bronson in der tragenden Nebenrolle. Marlène heißt dort „Melancholie“, genannt „Mellie“, und der Film zeichnet im Rahmen einer Kriminalgeschichte das Umfeld, das Mellies Gemütszustand erklärlich machen soll.
Ziemlich zeitlos, behaupte ich mal.
Mehr sage ich lieber nicht dazu.
Naja, ich sage mal an, was „klinische“ Depression ist. Es gibt kaum einen simpleren Gegenstand in der bürgerlichen Welt:
Es ist eine das Dasein eines Menschen umgreifende und durchdringende Verzweiflung – und das Wort ist auch etymologisch ernst zu nehmen – die nicht gelten soll; bzw., gemäß der moralischen Quelle dieses Trumms, in welcher die physischen Quellen eingemeindet sind, nicht gelten darf.
1️⃣ Ich stelle einmal die Hypothese auf, dass es nicht unmöglich ist, eine Depression auch im Gehirn nachzuweisen, derzeit aber noch keine verlässlichen Determinanten gefunden wurden, an denen man dies signifikant festmachen kann.
Hochsensitivität ist zwar keine Krankheit, kann aber auch zu sozialen Problemen führen. Man kann dies einerseits durch gezielte Befragung bzw. per Fragebogen und dem Lebenslauf diagnostizieren, falls die betreffende Person schon über eine entsprechende Biografie verfügt. Es gibt aber auch verlässliche Studien, die zeigen, dass bei diesen Personen in Stresssituationen erheblich mehr Cortisol ausgeschüttet wird als bei vergleichbaren „normalen“ Personen und es nach der Stresssituation erheblich länger dauert bis dieses Cortisol abgebaut wird und sich wieder ein normaler Pegel einstellt.
Ich hatte vor ein paar Jahren in der Zeit der „Masken“ eine Lungenembolie mit partieller Lungenentzündung. Eine Lungenembolie ist schmerzfrei, eine Lungenentzündung verursacht Schmerzen. Es hat allerdings in der Notaufnahme im Krankenhaus sechs Stunden lang gedauert bis dies diagnostiziert wurde, weil sich der erste Verdacht auf eine Karl-Covid-Lauterbach-Infektion nicht bestätigte. Dass die Schmerzen allerdings keine „Einbildung“ waren, das lässt sich bekanntlich an bestimmten Parametern des Blutbildes erkennen. Aber das Blutbild sagt nicht, wo der Auslöser für die Schmerzen ist, wenn es z. B. keine äußerlich erkennbare Ursache dafür gibt. Die Ärzte im Klinikum sind dann im Ausschlussprinzip vorgegegangen und haben tatsächlich ein Organ nach dem anderen untersucht und am Ende blieb nur die Lunge übrig aber ohne Covid-Diagnose.
2️⃣ Die Individualisierung der Probleme im Zusammenhang mit Depressionen ist aber keine Überraschung, sind sie doch Ausdruck einer individualisierten neoliberalen und asozialen Gesellschaft.
Wie sagte die Mutter des Neoliberalismus und britische Premierministerin Margaret Thatcher einmal in den 1980er Jahren: “There is no such thing as society. There are individual men and women and there are families.” Der Mensch ist aber evolutionsbiologisch nicht nur ein Individuum, sondern auch ein solidarisches Gruppen- und Herdentier. Das aber widerspricht der neoliberal-konservativen Agenda. In diesem Sinne war der Neoliberalismus äußerst „erfolgreich“. Man kann begründete Zweifel daran haben, dass sich das mit Tabletten von Pillen-Pharma Ltd. kompensieren und medizinisch reparieren lässt.
Zur ersten These: Ich gehe auch davon aus, dass die Aktivitäten unseres Nervensystems die psychischen Vorgänge ermöglichen (= Verkörperung des Seelischen). Aber das ist weit davon weg, für einen vage zusammengewürfelten Begriff wie „Depression“, der sich übrigens im Laufe der Zeit verändert, eine Entsprechung im Gehirn zu finden.
Ist doch ganz einfach. Viele Menschen spüren den sozialen Abstieg mehr, als sie ihn rational erkennen können. Dazu kommt noch die Ahnungslosigkeit über dessen Ursachen. Soziale Unsicherheit macht die Menschen krank. Diese Erkrankungen werden dann schulmedizinisch als Depression eingeordnet oder, falls der Hausarzt nichts findet, an den Heilpraktiker weitergereicht. Deshalb boomt die Esoterikszene wie wild. Der einzige Ausweg wäre ein solides Klassenbewusstsein, aber gerade dieses hat man den Menschen im Westen abtrainiert und durch eine ominöse Sozialpartneschaft ersetzt.
Die Esoterikszene bietet sicher keine vollwertigen Lösungen, da würde ich doch eher die Erotikszene empfehlen.
@Dr. Klöbner Ich mag schwarzen Humor, aber finden Sie das „witzig“? Nicht alle depressiven Erkrankungen enden mit Suizid, aber sehr viele.
Rückfrage: Es ist auch nicht „witzig“, die Bedeutung des Sexuellen für die psychische und körperliche Gesundheit auszuklammern.
Für mich selbst wäre gekaufter Sex nicht wirklich erfüllend. Aber die Menschen, die solche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, tun das oft aus Einsamkeit und/oder schlechter Chancen am „Dating-Markt“, teil auch wegen chronischer Krankheiten. Wenn man mal den Hass aus der angeblich feministischen Seite abzieht, der die Zahler dieser Dienstleistungen ausnahmslos als Ausbeuter, Vergewaltiger und Menschenhändler darstellt, berichten auch Prostituierte und Escort-Damen regelmäßig von Kunden, die einfach mal reden und Zärtlichkeit erfahren wollen, ohne vom Gegenüber abgewiesen zu werden.
Über Jahrhunderte galten Wein, Sex und warme Bäder als Behandlung für melancholische und menschenscheue (heute: „soziale Phobie“) Zustände. Ersterer wird heute als Gift dargestellt – auch darüber schreibe ich regelmäßig – und Zweiterer zunehmend kriminalisiert. Insofern liegt Dr. Klöbner meiner Meinung nach gar nicht mal daneben. Mehr dazu & Quellen gibt’s in meinem Buch.
Richtig-
gerade Probleme im Bereich Sexualität aber auch der Körperwahrnehmung
können massive psychische Probleme auslösen!
Deshalb auch wichtiger Ansatz in der Psychoonkologie nach u.a. urologischen und gynäkologischen Operationen. Auch in der Begleitung von Behinderten / hoher Querschnitt wird Sexualität thematisiert!
Bei Paartherapien steht das heikle Thema auch mit ganz oben auf der Agenda . Es fällt nämlich vielen Paaren schwer darüber zu reden!
Übrigens auch ein Punkt zum Thema Nebenwirkungen von Medikamenten,Herr Schleim.
„Depressions-Epidemie“
Das schreit ja geradezu nach einem sicheren und wirksamen Impfstoff gegen die neue Volksseuche „Depression“. Die Nutznießer unserer neuen schönen Gesundheitswelt, sitzen gewiss schon in den Startlöchern, nicht wahr, Herr Schleim.
Und den passenden Slogan für eine entsprechend erfolgreiche PR-Kampagne gibt es ja bereits schon 5 Jahre, „Impf Dich Frei“ und deine Drangsale und Sorgen machen sich so gut wie von selbst vom Acker. OK, Tausende landeten damals ja leider, leider unterm Acker, aber hey, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Ich schau mir dass dann von Außen an, und pflege weiterhin meine Melancholia.
https://www.youtube.com/watch?v=5eLbKyozQ00&list=RD5eLbKyozQ00&start_radio=1
Einen Impfstoff gegen Depressionen – das haben manche biologische Psychiater tatsächlich versprochen.
Anstatt solcher Impfungen gibt es aber eine Unzahl an Expertinnen und Experten, die mit mehr oder weniger effektiven Therapien ihr Geld verdienen. Und manche gar nicht mal schlecht. Das ist sicher weit über dem Durchschnittswert, aber mir ist z.B. eine frei niedergelassene Psychotherapeutin bekannt, die es auf 20.000 Euro brutto im Monat schafft; und ein Psychotherapeut, der immer noch auf monatlich 12.000 kommt.
„Einen Impfstoff gegen Depressionen – das haben manche biologische Psychiater tatsächlich versprochen“
Entsetzlich.
Die schaurigsten Phantasien bestätigen sich mal wieder als schon längst existent.
Befürchte, die testen dass immer noch emsig aus. Vermutlich auch unter der Schirmherrschaft des US-Amerikaners Fauci (Nick: Frankenstein Junior) und u. a. seinen deutschen Gehilfen Dr. Osten ( Nick: Igor the Hump).
Und viele US-Geheimlabore werden sicher auch dafür noch fleißig bei der Sache sein.
Da kam nicht mal die ehemalige und vergleichbar lautere US-Obergeheimdienstfrau Tulsi Gabbard gegen an.
Wir haben längt verloren, überall und bei allem.
Was etwas zu kurz gekommen ist,wäre die Unterscheidung von endogenen und exogenen Depressionen.
Soviel ich weiss, sind die endogenen schwer zu behandeln
Es handelt sich bei der Depression um eine Krankheit der Seele.
Interessant wäre es,welche Rolle die Physis,die Organe und der Geist bei der Depression spielen.
Jede Krankheit spielt sich m. E. auf diesen 3 Ebenen ab.
Wenn man an Reinkarnation glaubt ,dann sind die endogenen Depressionen möglicherweise die Frucht vergangener Leben.
Man hat über die Jahrzehnte versucht, endogene (sozusagen aus dem Inneren der Person entstehende) und exogene (durch äußere Ereignisse ausgelöste) Depressionen voneinander zu unterscheiden; und wahrscheinlich auch entsprechende psychotische und Angststörungen.
Meines Wissens hat sich das nicht durchgesetzt. Heute geht man eher davon aus, dass jeder Mensch ein gewisses Risiko hat. Auch sie und ich haben viele der über Tausend bekannten „Schizophrenie-Gene“ (irreführender Begriff). Wenn dann schwere Lebensereignisse auftreten, bricht Person A etwas früher zusammen als Person B – und C vielleicht gar nicht.
Nach meiner Sicht der Studienlage erklärt die Genetik aber nur einen sehr kleinen Teil solcher Unterschiede. Wie man aufwuchs, ob man unterstützende familiäre und soziale Strukturen hat, schwerer Drogenkonsum usw. sind meiner Meinung nach viel entscheidender.
Weil wir so entfremdet leben und Pharmafirmen ihre Medikamente verkaufen wollen.
Die Gesellschaft hat jetzt über 40 Jahre lang zugeschaut, sich in Toleranz geübt, „Political Correctness“ eingeführt und was hat es gebracht?
Die herrschende Klasse ist mittlerweile so gut aufgestellt, das sie uns ganz offen anträgt uns die Behausungen, die Autos, überhaupt den Individualverkehr, das Bargeld das Fleisch und das Wasser wegzunehmen und zukünftig uns und auch die Tiere mit mRNA zu spritzen, die Pflanzen bakteriell zu so zu verändern, das sie hin Form unserer Nahrung die Darmflora nachhaltig schädigen um uns alle krank zu halten.
Die Amis setzen jetzt KI Biowaffen und genmanipulierte Zecken ein, um uns die Lust auf Fleisch zu nehmen.
Ganz nebenbei werden wir quasi dazu gezwungen, uns alle digital registrieren zu lassen und an einem Genexperiment und teilzunehmen, das schon Millionen Menschen das Leben gekostet hat.
Die sich anschickende neue Weltordnung durch den Pandemievertrag mit der Führung durch den Jesus von der WHO/UN, sorgt gerade dafür, dass unsere Versklavung international verrechtlicht wird.
Auf diese Weise hat die herrschende Klasse somit die Handhabe dass das immer so weitergeht.
Die Agenda 2030 der UN wird umgesetzt werden und die Reichen werden dann weiterhin in bewährter Salamitaktik unsere letzten Rechte beschneiden.
Die werden uns total überwachen, manipulieren, krank machen, krank halten, einen weiteren Teil von uns töten, uns alles nehmen, selbst das Wasser und den Rest versklaven.
Eine der im Text genannten Fragen geht, so wie ich es verstehe, um die fehlende Möglichkeit, psychische Erkrankungen zu objektivieren. Mal laienhaft ausgedrückt, durch naturwissenschaftliche Verfahren nachzuweisen, dass sie vorliegt. Als ich mich vor einem halben Jahrhundert im Studium in einem anderen Zusammenhang damit beschäftigte – ich bin kein Mediziner – wurde diese Frage schon genauso diskutiert und wie es aussieht, ist man der Lösung nicht näher gekommen. Eine Richtung, in die man damals forschte, war die quantitative Ausschüttung von Hormonen. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass den Wissenschaftlern, die das untersuchten, schon damals klar wurde, dass es aussichtslos ist, einen direkten Zusammenhang zwischen der Produktion bestimmter Hormone und psychischen Erkrankungen nachzuweisen. Ich lasse mal offen, ob ich das nach einem halben Jahrhundert noch einigermaßen richtig beschreibe. Auf jeden Fall aber war das Problem damals genau so benannt worden, wie im Artikel.
Wahrscheinlich fliegen Menschen eher zum Mars.
@1211 In diesem Punkt liegen Sie richtig. Ich bin auch kein „Mediziner“, aber ich habe mich vor ein paar Jahren (vor Corona) mit einem Hausarzt unterhalten, der in den 1970ern Medizin studiert hat und seitdem als Arzt praktiziert und er kam zu der Feststellung, das es seit seinem Studium in der technischen Medizin eine Revolution gegeben hätte. Die erste Herztransplantation in den 1960ern war noch eine Schlagzeile in den Zeitungen. Sehfehler per Laser zu korrigieren, das war 1970 Science-Fiction. Heute sind das 0815-Routine-OPs.
Was Depressionen angeht, wäre man allerdings immer noch viel weiter als damals. Tatsache ist: Es gibt sie und nicht immer, aber häufig enden sie tödlich. Für „konservative“ Bürger ist das aber nur ein Problem, wenn sich diese Menschen vor den Zug werfen, weil der Zug dann Verspätung hat und der Lokführer einen Schock bekommt. Letzteres ist in vielen Fällen tatsächlich so.
Wenn ein 58 Jahre alter Arbeitsloser mit dem Rad in den Wald fährt und sich dort langsam zu Tode hungert, dann ist das kein Problem, aber so kurios, dass es eine Meldung im Spiegel wert ist (siehe dazu „Der unglaubliche Selbstmord des Hans-Peter Z.“, Spiegel-Archiv vom 13.02.2008), aber es interessiert diese mehrheitlich angeblich immer noch „christliche“ Gesellschaft nicht. Der Vater eines guten Freundes hat sich vor Jahren mit einem Strick um den Hals auf dem Dachboden erhängt, das war keine Meldung in der Zeitung wert. Ob er an Depression erkrankt war, das weiß ich nicht, man kann es aber auch nicht ausschließen.
Zunächst einmal der Artikel kommt mir seltsam bekannt vor – Ein Auszug aus dem Buch von Stephan Schleim? Oder schon einmal hier hineingestellt beim Overton Forum?
Interessant wäre es mal – auch in Hinsicht Fachgebiet Psychiatrie – nach „Krankheitserfindern“ (Zitat der Autor Jörg Blech) zu recherchieren – ein Artikel in dieser Hinsicht wäre hier auch mal von Stephan Schleim zum Thema wäre mal interessant?
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) erhält ja mal des öfteren „neue Diagnosen“, die in dieser Hinsicht mal hier im Forum kritisch besprochen gehören.
Wer weis z.B. dass es eine „Trauerstörung“ gibt die Menschen betrifft, die mehr als die übliche Zeit trauern?
Ich war selber von dieser Diagnose überrascht als ich davon hörte – da wird doch tatsächlich die früher übliche Trauer um einen nahen geliebten Angehörigen versucht in die psychiatrische Ecke zu drängen 🙁
Oder Diagnosen, die Auftreten sobald es eine neue Technik gibt.
Gibt es schon eine Diagnose gegen KI? „Internetsucht“ oder „Onlinespiele-Sucht“ wurde ja auch diagnostiziert, vor längerer Zeit schon.
Fazit:
Alles Dinge die auch mal besprochen werden sollten.
Gruß
Bernie
@Bernie Mit Verlaub, Trauer hat nichts mit einer Depression zu tun. Trauer ist eine normale psychische Reaktion, um den Verlust eines geliebten Menschen seelisch zu verarbeiten.
Eine Störung wäre es dann, wenn jemand trauern möchte, aber nicht trauern kann, weil man es dann seelisch nicht verarbeitet. Auch das gibt es. Eine Störung wäre es tatsächlich auch, wenn jemand nicht über diesen persönlichen Verlust hinwegkommt, die Trauer das Leben bestimmt und der Betreffende zu keinem „normalen“ Leben zurückfindet. Die Frage ist doch nicht: Gibt es das, sondern warum gibt es Leute, die das verharmlosen?
Apropos „Internetsucht“: In den USA wurde der Tech-Konzern Meta verklagt und hat sich vor kurzem auf einen „historischen“ Vergleich eingelassen. Er zahlt freiwillig 17 Milliarden, das sind 17.000 Millionen Dollar. Warum macht dieser US-Konzern das, wenn es diese Sucht nicht gibt und auch keine Probleme damit? Die Antwort ist: Der Konzern macht es, um einer Verurteilung und einer öffentlichen Debatte um Internetsucht aus dem Weg zu gehen. Diese 17 Milliarden Dollar sind nämlich „Peanuts“, das ist Kleckerkram, ein Fliegenschiss, wenn man sich den Umsatz und den Gewinn von Meta ansieht.
@Dirty Operating System
Sie haben mich erwischt ☺️
Ich stimme Ihnen zu, aber nur weil ich gerade der Meinung bin, dass meine Beispiele eventuell von mir schlecht gewählt waren. 😉
Leider habe hat es auch in der Vergangenheit schon Diagnosen gegeben, die heute als absurd gelten.
Die Depression zähle ich übrigens nicht dazu.
Zurück zu 2026 – es lässt sich jedoch nicht abstreiten, dass auch heute noch Diagnosen „erfunden werden“ – Beispiele können Sie sich ja selber mal überlegen bzw. danach googeln 😉
Gruß Bernie
@Bernie Auch die Medizin ist nicht unfehlbar und windige Geschäftemacher gibt es auch in diesem Bereich. Ärzte sind keine Götter, sondern nur eben nur die „Halbgötter in weiß“.
Manchen Ärzten, nicht allen, geht es tatsächlich nur darum, Geld zu verdienen, um sich alle zwei Jahre einen neuen Porsche kaufen zu können und nicht darum, ihren Patienten nach bestem Wissen und Gewissen zu helfen. Dehalb mein Tipp aus eigener Erfahrung, wenn es nicht nur um ein kleines „Wehwechnen“ geht: Man sollte immer mindestens zwei unabhängige medizinische Meinungen einholen und sich nicht nur auf einen einzigen Arzt verlassen und man sollte auch keine Angst davor haben, einem dieser „Halbgötter“ kritische Fragen zu stellen.
Dass die Zahl psychiatrischer Diagnosen seit Jahrzehnten stetig steigt, ist nicht zwingend Beweis dafür, dass die Bevölkerung im gleichen Maße psychisch kränker geworden ist. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung dürfte vielmehr darin liegen, was überhaupt als Krankheit definiert wird.
Das DSM (IV, V) hat diesen Diagnosebereich über Jahrzehnte immer weiter ausgedehnt. Nicht unbedingt dadurch, dass jede einzelne Diagnose einfach „leichter“ gemacht wurde, sondern durch neue Kategorien, veränderte Schwellenwerte und die Umdeutung von Verhaltensweisen und Lebenskrisen in behandlungsbedürftige Störungen.
Der Zappelphilipp ist dafür ein geradezu klassisches Beispiel. Solche Kinder gab es schon vor 150 Jahren, ebenso in den 1950er- und 1960er-Jahren. Sie waren auffällig, störten den Unterricht, waren impulsiv oder konnten nicht stillsitzen. Eltern und Lehrer mussten damit umgehen – und erstaunlich viele dieser Kinder wurden trotzdem zu selbstständigen Erwachsenen. Heute liegt über demselben Verhalten erheblich schneller das Etikett ADHS. Und wenn die Diagnose erst einmal steht, ist die therapeutische Antwort häufig schon vorgezeichnet: unten fällt, um im Bild zu bleiben, beim ‚psychiatrischen Einarmigen Banditen‘ das passende Medikament in die Schublade – etwa Methylphenidat.
Ähnlich verhält es sich mit immer neuen Grenzbereichen: Aus normaler Trauer kann eine diagnostizierbare und somit therapierbare Störung werden, aus jugendlichem Risikoverhalten ein behandlungsbedürftiges Problem. Der Jugendliche, der in den 1970er-Jahren Cannabis ausprobierte, hatte möglicherweise Ärger mit Eltern, Schule oder sogar dem Strafrecht. Heute kann dasselbe Verhalten extrem schnell eine therapeutische Intervention bis hin zur stationären Behandlung auslösen.
Damit entsteht ein sich selbst verstärkendes System: Je weiter der Bereich des Pathologischen gefasst wird, desto mehr Menschen werden diagnostiziert. Mehr Diagnosen erzeugen mehr Therapie, mehr Pharmakotherapie und mehr stationäre Behandlungen. Und natürlich existiert hinter diesem System auch eine ökonomische Infrastruktur: Kliniken müssen Betten auslasten, therapeutische Einrichtungen brauchen Patienten und die Pharmaindustrie verdient an „behandelbaren“ und der Zahl behandelter Krankheiten.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Depression, ADHS oder andere psychische Erkrankungen „erfunden“ wären. Es zeigt vielmehr, dass man die explosionsartige Zunahme ihrer Diagnosen nicht ausschließlich mit einer explosionsartigen Zunahme tatsächlicher Erkrankungen erklären kann.
Vielleicht sollten wir deshalb gelegentlich die unbequemere Frage stellen:
Werden die Menschen tatsächlich immer kränker – oder wird lediglich der Bereich dessen, was wir pathologisieren, immer größer?
Es geht einfach nur um Schuldzuweisung. Wer ist Schuld? Der Patient oder die Umwelt?
An der Umwelt können Therapeuten nichts ändern, also müssen sie die Schuld dem Patienten zuweisen, um überhaupt arbeiten zu können.
Das Problem der Individualisierung der psychischen Probleme führt der Autor leider nicht weiter aus. Das ist schade, weil es in meinen Augen ein Grundproblem der Psychologie darstellt. Wenn die Psychologie die gesellschaftlichen Entwicklungen, die zu psychischen Krankheiten führen, nicht in den Blick nimmt, wird sie immer nur das Symptom bekämpfen und nie die Ursache in den Blick nehmen. Sie ist dafür da, dass die Menschen in einem kaputtmachenden System weiter funktionieren.
Ich würde daher die individualisierende Perspektive der Psychologie ergänzen um eine gesellschaftliche Perspektive der Psychologie: Welche Schizophrenien sind in unserer Gesellschaft angelegt, die nicht auf ein einzelnes Individuum zurückzuführen sind und die auch nicht innerhalb eines einzelnen Individuums „geheilt“ werden können? Ein aktuelles Beispiel könnten die absurd schlankheitsgeprägten Körperbilder in der Öffentlichkeit sein, die zu Essstörungen führen.
Grundsätzlich führt dies vielleicht zu der Frage, welches Menschenbild in der Psychologie vertreten wird, wenn es gesellschaftliche Entwicklungen gibt, die die – nennen wir es mal – volle Entfaltung der Fähigkeiten eines Menschen verhindern. Um dies zu illustrieren, könnte man an die Wende denken, die zu hoher Arbeitslosigkeit und der Entwertung der Erwerbsbiografien sehr vieler Menschen geführt hat. Es ist natürlich toll, wenn die Psychologie hier versucht, die Menschen wieder zu ermuntern, an sich und ihre Potentiale zu glauben, aber wird es an den gesellschaftlichen Gegebenheiten etwas ändern? Stellt die Entwicklung einer Depression vielleicht in einer solchen gesellschaftlichen Situation nicht sogar eine angemessene Reaktion dar?
Richtig. Der Standpunkt der Psychologie ist die Funktionalität des Menschenmaterials für das kapitalistische System. Wer das „in der Seele in der Psyche nicht mehr aushält“ hat eine „Störung“. denn die Normalität soll sein, dass man sich reinhängt, sich nicht entmutigen lässt. Alles was von der postulierten Norm abweicht ist gestört.
Also ist die Psychologie ein einziger Zynismus. Sie verobjektiviert die Ausleseergebnisse der kapitalistischen Ökonomie. Nicht der Kapitalismus produziert mittels Konkurrenz in einem fort Verlierer, überflüssiges Menschenmaterial und zwar ganz objektiv. Nein. Es liegt eigentlich an den krankhaften Störungen der Opfer, dass sie leider zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Auf diese Weise wird umgekehrt das Dogma aufrecht erhalten, dass jeder doch irgendwie seines Glückes Schmied sei. Was ja einschließt, dass die schlechten Schmiede eben eine Macke haben. Sie sind selbst für ihre Misere verantwortlich – die sind eben krank – psychisch. Kriegen den Arsch nicht hoch, diese Looser. Es klingt nur schöner wenn ein Psychologe sagt, es sei eine Depression. Die Leute sind ja eh schon daran gewöhnt, Siege und Niederlagen als ihr Verdienst, als Ausdruck ihrer vortrefflichen Persönlichkeit zu betrachten. Wenn sie entlassen werden, schustern sie an sich rum „Was stimmt mit mir denn nicht.“ – Die Antwort lautet, die Entlassung dient dem Gewinn des Unternehmens, denn Lohn ist eine Kost. Das stimmt nicht. Mit der Ökonomie stimmt etwas nicht, nicht mit dem Arbeiter.
Aber statt sich gegen die äußere kapitalistische Welt zu richten, richten sie sich gegen sich. – Ihr Urteil lautet, wenn ich nicht gebraucht werde, tauge ich zu nichts. Denn gegen den Kapitalismus kann man ja eh nichts ausrichten und das will man ja auch gar nicht. Man will zurechtkommen, sich in ihm einrichten. Bloß lässt der das nicht zu. Und dann wird auch mal das Urteil „ich bin zu nichts zu gebrauchen“ – im Suizid auch mal gegen sich selbst exekutiert. Aber diese einfachen Gedanken kriegt heute ja keiner mehr auf die Reihe.
Sucht Ihr nach verschwundenen Beiträgen nach Eingabe wie andere normalerweise nach verschwundenen Socken, die in der Waschmaschine den Abgang machen?
„depression ist keine krankheit“ – titel eines m.e. sehr hilfreichen buches von josef giger-bütler – sondern IMMER produkt aus eigener primär- und sekundärerfahrung – vorausgesetzt, man erkennt an, daß das erste zuhause eines jeden menschen der mama-bauch ist.
über die vielfältigen einflüsse, denen kind (und mutter) in dieser lebensphase ausgesetzt sind, und die auch den vater betreffen, vermag jeder nachzudenken. allerdings ist selber-denken nicht so in, wie uns die schlimmen corona-jahre gelehrt haben und die wiedererweckte kriegsdummheit und dazugehörige brandmauereien lehren könnten…
@karin wienbreyer In diesem Punkt stimme ich Ihnen zu. Die eine maßgebliche Determinante für die Entstehung einer Depression gibt es sicherlich nicht. Das ist eine Mischung aus genetischer Disposition, Kindheit, Erziehung, Schule, Sozialisation, Beruf, persönlichen Erfahrungen, Umwelt und Gesellschaft. Es gibt aber sicherlich Auslöser und Trigger. Warum wird die Person A bei identischer genetischer Disposition, Kindheit, Erziehung, Schule und Sozialisation depressiv und die Person B nicht?
Nichtsdestoweniger ist das eine Krankheit, wenn man Krankheit als einen Zustand definiert, bei dem die normale körperliche oder psychische Funktion eines Menschen beeinträchtigt ist und dadurch Beschwerden, gesundheitliche und andere Einschränkungen resultieren und Leidensdruck entsteht.
@Alle: Ich glaube, ich darf jetzt nur noch einen Kommentar schreiben, bis ich die Höchstzahl (fünf) erreiche. Daher an dieser Stelle noch ein paar kurze Rückmeldung an die Leserinnen und Leser. Übrigens finde ich die Diskussion bisher recht konstruktiv.
@1211: Tatsächlich dachte man schon im 19. Jahrhundert, „die Psyche“ objektivieren und so auch die Krankheitsentitäten der Psychiatrie entdecken zu können; damals gab es schon bedeutende Fortschritte beim Verständnis der Physiologie des Nervensystems. Wenn Sie das interessiert, verweise ich gerne auf die ausführliche Einleitung (Kapitel 1) im Buch. In Teil 2 behandle ich die Gehirnbotenstoffe etwas ausführlicher.
@DIRTY OPERATING SYSTEM: Dass man über Suizide nicht oder nur im Ausnahmefall berichtet, hat seinen Sinn – denn man weiß, dass man mit solchen Berichten mitunter andere zu einem Versuch motiviert. Suchen Sie mal nach „Werther-Effekt“. Nach Goethes Roman nahmen sich viele unglückliche Männer das Leben.
@Bernie: Den Text habe ich diese Woche zu 100% neu verfasst; meiner Erinnerung nach habe ich nur zwei der Abbildungen so oder so ähnlich vorher verwendet. Aber natürlich schreibe ich seit Jahren immer wieder über psychische Störungen und z.B. die Gedanken zur Geschichte *müssen* sich mitunter wiederholen. Ich wollte erst v.a. über die neue Diskussion zu den sexuellen Störungen durch „Antidepressiva“ schreiben. Aber dann erschien es mir wichtig, noch ein paar Grundlagen über Depressionen zu behandeln (das ist jetzt Teil 1) und dann noch über die Wirkungen und allgemeinen Nebenwirkungen der Stoffe zu schreiben (Teil 2, sollte in Kürze erscheinen). Mir war am Anfang auch nicht klar, dass ich erst 35.000 Zeichen schreiben würde, bis ich auf die sexuellen Nebenwirkungen komme (Teil 3). Bedenken Sie, dass nicht jeder – wie Sie offenbar – schon meine früheren Texte gelesen hat und ich an diejenigen Leserinnen und Leser denken muss, die das jetzt zum ersten Mal lesen.
@DIRTY OPERATING SYSTEM/Bernie: Die Diskussion, wie lange „normale“ Trauer dauern darf und wann man von einer Depression ausgehen soll, wurde über Jahrzehnte geführt. Im neuen ICD-11 (2019?) und DSM-5-TR von 2022 gibt es jetzt eine „persistierende Trauerstörung“. Bei Erwachsenen geht man allgemein von einem Jahr aus, bei Jugendlichen von einem halben; dauert die Trauer länger und kommen weitere Symptome hinzu, kann die Diagnose gestellt werden und verschreiben manche Ärzte „Antidepressiva“.
@Eremit: „Schuld“ – na ja, durch die Verschiebung in den medizinischen und vor allem den biologischen Bereich verschwindet die (moralische Vorstellung von) Schuld eigentlich. Aber man sollte daran denken, dass dieser Schuss nach hinten losgehen kann: So galt vor dem Ersten Weltkrieg die Neurasthenie („Nervenschwäche“) durchaus noch als schick und bürgerlich; 20-30 Jahre später wurden die „Schwachen“ dann aber tendenziell eher aus dem „Volkskörper“ ausgesondert, in Zwangsdienst gesteckt, wenn sie das auch nicht konnten als „Asoziale“ in Lager, als „Erbkranke“ sterilisiert, schließlich als „Parasiten“ euthanasiert…
@Peter Patzelt: Der Text ist jetzt schon sehr lange (17.000 Zeichen). Auf die Individualisierung gehe ich in vielen anderen Essays und voraussichtlich beim letzten Teil der Serie (will ich nächste Woche schreiben) noch ausführlicher ein.
Ich bin der Ansicht dass der Begriff Depression häufig viel zu früh fällt!
Dadurch erfahren wohlmöglich beginnende schwere Verlaufsformen zu wenig Beachtung und dementsprechend zu späte oder oberflächliche Behandlung.
Eben weil Depressionen viele Gesichter haben wäre eine genauere Unterscheidung so wichtig!
Eine Beurteilung der jeweiligen Lebensumstände ,gerade auch in Bezug auf Krisen ist dabei angesagt!
Wer aber soll das leisten- der Hausarzt? Wie oft bekommt man zu hören dass alle Probleme psychosomatischer Natur sind? Blutdruck und Herzaktivität erhalten eventuell Unterstützung und es folgt eine Liste von Ratschlägen!
Reagiere ruhiger / gelassener ,sage öfter “ Stop“ und gebe Emotionen wie Trauer eine Zeit lang Raum.
Wer plaudert da schon gerne aus dem Nähkästchen zeigt Schwäche,Hilflosigkeit, Lebensangst oder Überforderung?
Spricht offen über Jobverlust,familiäre Spannungen,EINSAMKEIT…. Emotionen?
In der Regel führt der Weg deshalb zunächst in die Apotheke um Rezeptfreie Medikamente zu besorgen und damit fängt das Elend an! Beruhigungs- und Schlafmittel ,Schmerzmitteln – wieviel Umsatz macht man heute wohl damit? Dazu Nahrungsergänzung durch Vitamine.Elektrolyte- Antiagingprodukte! Man will Leistungsfähig bleiben ,funktionieren und nicht zu den faulen Blaumachern und PSYCHOS zählen! irgendwann ist es dann soweit, Burnout , eine sich manifistierende (Alters)Depression- her mit stärkerem Geschütz aus Psychopharmaka!
Statt Milliarden für Medikamente sollten Patienten früher Hilfe erhalten durch Psychotherapeuthen aber auch Hausärzten mit entsprechender Fortbildung! Depressionen haben zugenommen aber man will Einsparungen in diesem Bereich? das passt doch nicht zusammen!
Was denn nun? Früher oder später? Das ist doch wohlfeil, sie über den Zeitpunkt zu streiten, statt die Ursache zu ergründen.
Die Ursache ist ganz klar der Anspruch des Bürgers an sich selbst ein erfolgreiches Konkurrenzsubjekt zu sein. Geschieht nun, was in der Konkurrenz notwendig geschieht, – nämlich sie produziert nur wenige Gewinner und eine überwiegende Mehrzahl von Verlierern – dann hat das Folgen und zwar nicht nur für den Geldbeutel, sondern folgen für das eigene Selbstverständnis als erfolgreiches Konkurrenzsubjekt. Das Urteil das der Bürger über andere hat – alles Looser außer Papa und Mama – beginnt sich nun nagend bemerkbar zu machen. Huch, ich bin ja gar kein Gewinnertyp sondern einer der verachteten Looser. Sie machen das Urteil der kapitalistischen Konkurrenz nicht gegen den Kapitalismus geltend, sondern gegen sich. Deshalb nehmen die Depressionen in schlechten Zeiten zu. Es braucht immer mehr schizophrene Verdrehungen und Verbiegungen sich selbst noch als Erfolgsmensch zu betrachten und zuweilen funktioniert das nicht mehr und fällt man in die Depression. Alles sinnlos, alle Anstrengung bringt nicht, alles Schmieden des eigenen Glücks führt ins Desaster. Der Fehler ist das Urteil einer kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft sich als Charaktereigenschaft zuzurechnen. Das produziert im Erfolgsfall ekelhaft Angeber und und im Misserfolgsfall Burnout und Depression.
wenn du die PdbI auf die letzten sechseinhalb bis sieben jahre in ihren zeitgeistigen entwicklungen der speziellen (va physischen) „tüchtigkeit“/“tauglichkeit“/… per konkurrierender „gesundheit“s“auffassungen“ anwendest, hinzuziehst, daß mit dem neuzeitlichen „schnupfen“ häufig eine vagusnervreizung einhergeht (herz-/kreislaufbeeinträchtigungen + eben zb auch „depressive verstimmung“, panikattaken usw….) und dies in dieser konkurriererei keine rolle spielen darf, kein argument sei….dann…. nuja….haste die aktuelle form der winner-looser-story ziemlich gut erfaßt 😉
außerdem bietet depression (+burn out) (noch…) die einzige möglichkeit einer „auszeit“/eu-rente…..(muß mensch aber auch mächtig malochen für 🙄 )
Solange man dazu neigt jede Lebenskrise und deren psychosomatische Folgen gleich als Depression zu bezeichnen, werden die Zahlen weiter ansteigen! Erst recht wenn gleich Medikamente eingesetzt werden.
Ich bin dafür, dass genaue Unterscheidungen in der Gemütslage auch aufgrund der Lebensumstände erfolgen! Das kann nur stattfinden in Form von Gesprächen wo Gefühle benannt und reflektiert werden!
Wege erarbeitet werden um Belastungen zu verringern durch andere Blickwinkel die meine bisherige Betrachtung/ Beurteilung / Verzweiflung korrigieren!
Was kann ich im Bereich Kommunikation ändern,wie gehe ich besser mit Kritik um. Wie verhalte ich mich im Berufsleben und Privat ,setze ich falsche Prioritäten? Verhalte ich mich cooperativ oder eher autoritär- ecke an? Akzeptiere ich eingefahrene Gleise- ein „das war es!“
Wir leben in einer Leistungsorientierten Gesellschaft mit immer größeren Problemen.Wertschätzung/ Werte bleiben immer öfter auf der Strecke! Wie bekomme ich ein dickes Fell ,entwickel Widerstand gegen ALLES was mich runterzieht? Was kann ich gegen meine vermeindliche Einsamkeit tun?
Ob man sich als „Konkurrenzsubjekt“ betrachtet entscheidet man ganz alleine. Ebenso wie man sich fühlt nach Dienstschluss! Bekommt mein Chef mit ,dass ich mich aufrege- ändert dieser Stress den ich mir selbst mache etwas? Was sollte ich mit nach Hause schleppen?
Muss ich mich als Gewinner oder Verlierer betrachten solange ich finanziell über die Runden komme?
Was ist Glück?
Mit 60 + weiß ich, dass Glück zumeist etwas ist ,das NUR im Augenblick stattfindet.
Viel wichtiger ist es mit sich selbst zufrieden zu sein! Dann kommt man auch mit anderen Menschen besser klar!
Dazu gehört auch sich in sein Schicksal zu fügen .
Die Verweigerung und manchmal zu große Ambitionen ,Bedürfnisse und Erwartungen auch an andere Menschen sind Grund für wachsende Unzufriedenheit,Schmerz und Trauer um vermeindlich verlorene Chancen!
Es gibt immer ein WEITER wenn auch ANDERS, geht dabei völlig unter und man verliert sich langsam In Richtung Schwermut bis hin zur Depression!
Um ihre Frage zu beantworten „früher oder später?“
Je früher man sich seinen
( psychischen)Problemen stellt , desto besser!
Erste Hilfe könnte mein Hausarzt sein aber dazu gehört Offenheit und Ehrlichkeit- die Bereitschaft dazu! Er oder ein Psychotherapeut muß aber dafür auch bezahlt werden!
Mein Eindruck ist, dass Rezepte den Kassen günstiger kommen zumal Therapieplätze rar und die Wartezeiten lang sind!
Die Unternehmen beklagen Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen- wie wäre es mit mehr Fortbildungen im Bereich Resillienz,Kommunikation….als Pflichtveranstaltungen?
„Sie machen das Urteil der kapitalistischen Konkurrenz nicht gegen den Kapitalismus geltend, sondern gegen sich. Deshalb nehmen die Depressionen in schlechten Zeiten zu“
Soso.
Und was unternehmen die vielen antikapitalistischen Konkurrenzkritiker dann, die auch unter Depressionen leiden und dein obiges Urteil teilen? Klauen gehen, Bank überfallen…den Chef entführen…“sich am Riemen reißen“ und das abgebrochene Studium wieder aufnehmen…vorgezogenes Erbe erbetteln… oder auf einen erlösenden Windstoß des Universums hoffen (siehe Video)?
https://www.youtube.com/watch?v=A-rEb0KuopI
@nana: Hast du gelesen was ich geschrieben habe? Du verlässt die Innensicht gar nicht.
Der Schluss aus meinem Plädoyer ist gerade nicht, weiter an sich und der eigenen Psyche rumzuschrauben, sondern an den gesellschaftlichen Verhältnissen, die einem das Leben notwendig kaputt machen.
Alles falsche Fragen.
Da hat du du schon alle Dogmen der Psychologie gefressen. Wenn dein Chef dich ärgert, bist du dann schuld, weil es dich ärgert? Das genau meine ich, – äußerliche Ärgernisse werden in innere verwandelt und plötzlich machst du dir den Stress selbst.
Noch so ein Quatsch. Nein. kapitalistische Sauereien sind kein Schicksal. Man lügt damit sein eigenes Dasein als Opfer kapitalistischer Verhältnisse in unausweichliche Gegebenheiten um, in die man sich schicken muss.
Klingt wie lowered expectations. Nein mein Plädoyer war gerade nicht seine Erwartungen zu drosseln. Das ist die Charaktermaske des Verlierers. Wieder nur an sich selber rumschrauben, statt an der Welt.
@Phineas:
Soso. Die vielen antikapitalistischen Konkurrenzkritiker? LOL – Wo sind die? Ich habe den Eindruck, wir haben verschiedene Vorstellungen davon, was ein antikapitalistischer Konkurrenzkritiker ist. Was wird der wohl machen? Vielleicht die Konkurrenz und den Kapitalismus kritisieren, statt seine Psyche zu hätscheln.
Ja, du hast ausschließlich einen altbekannten „Eindruck „hinterlassen, der oben zum Ausdruck kam.
123
ich hab mein „vorgezogenes erbe“ nicht erbettelt! es sollt mir „am stück“ zukommen und ich bat um „abstottern“ als monatliche unterhaltsunterstützung……und das ist es, da ich seit `21 endlich weg von hartz und trotz arbeitsunfähigkeit ein „nie wieder amt!“ …weitergearbeitet bis 22 diese frage/bitte kam, mir also ein ernstzunehmendes angebot -zumal ich mit 0 erbschaft gerechnet hatte immer grundsätzlich 😉 …und stell dir vor: jemand, der diese produktionsweise (damiteinhergehendes „zusammen“leben von menschen) ablehnt und abschaffen/weghaben will, kann „seines (ihres 😉 ) lebens nicht mehr froh werden“ ohne depressiv zu sein oder panikattacken aushalten zu müssen 😉 ….und ja, immermal „froh“ war ich damals („vollpsycho“) auch im tiefsten loch (depression)….. naja, diese pdbi, ja, aber auch der held sagte bei so`nem vortrag/diskussion (glaub, auch mitm kuhn zusammen) daß es da schon medizinisch zu behandelnde sachn gibt……und ja, die sache mit dem vagusnerv und die auch va im direkten daseinsumfeld depressionsepedemie ….naja, das „gehört“ im „runterrasseln“ der pdbi aktuell (immernoch) mit rein – mMn 🙄
es war -übrigens- eines der „das gibts nich“-bauklötze-„staunen“, mit wieviel wille und bewußtsein die plakativsten „bebilderungen“ der schritte vor meiner neese hocken, wahnsinn….naja und die frage eben: was isn da los, wenn „alle welt“ „beide“ konsequenzen zieht, jede/r also faschist/in und „sich ver-rückt machen“ gleichzeitig vollzieht?
naja, erbreitert , gutnacht
„nicht erbettelt“
Warum ist es dir wichtig, das hier zu betonen. Frag ich mich.
„aber auch der held sagte das es da schon sachn gibts“
Mei o mei, sogar Gottvater Held sagte das, Sachn gibts.
warum war dir das erbetteln wichtig?
die infektionsinduzierte vagusnervreizung bzw -entzündung und die eben auch damiteinhergehende mittelschwere depression nebst panikattacken, heftigen angstzuständen (neben all den anderen physischen einschränkungen) wird mit antidepressiva/psychotherapie und lauter versuchskarnickel-kram „angegangen“ – auch hier und heute und immernoch: ohne auch nur mal in erwägung (von verschiedenst behandlerseite) zu ziehen, dem nerv zu helfen, diese virale belästigung loszuwerden….naja und die leute machn das mit, machen sich ver-rückt und du darfst das schritt für schritt miterleben……da is -also bei so einigen hier um mich rum- tatsächlich „medizinischer handlungsbedarf“ und ja, ich verstehe nicht (mehr?) , warum „alles andre, nur auf keinen fall das krätzemittel!“ – von allen seiten…..
was die alles mit sich anstellen und anstellen lassen – wahnsinn……ich verstehs nich…..hättense grad krätze (was eben schonmal passieren kann hierso) , würdense das unbesehen (ein)nehmen …
das läuft bei geimpften wie ungeimpften ….naja…..“auszeitbedarfe“ …tatsächliche! ……
gutnacht