Warenhäuser im 19. Jahrhundert: ein Arkadien aus Eisen und Glas

Messel Alfred (1853-1909), Warenhaus Wertheim, Leipziger Straße, Berlin. (Aus: Atlas zur Zeitschrift für Bauwesen, hrsg. v. Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Jg. 56, 1906): Innenansicht, Innenansicht Haupttreppenhaus. Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin Inv. Nr. ZFB 56,008.

 

Die Geschichte der Warenhäuser beginnt als Märchen. Es ist das unvollendete Märchen der Moderne. Wenn es nach Dornröschen ginge, öffneten sich die Türen nach hundert Jahren wieder

 

Warenhäuser erfanden sich immer wieder neu. Nun haben die Erfindungen die Warenhäuser überholt. Sie sehen alt aus. Gegen den Online-Handel hilft kein Refurbishment mehr, wie das Zauberwort für Erneuerung heißt. Unter den Neu-Erfindern der vergangenen Jahre waren zu viele, die kalkulierten, wie viel aus einer Warenhaus-Immobilie herauszuholen sei, und sei es für die eigene Tasche.

Warenhäuser bezogen ihre Vitalität aus der Beschleunigung des Konsumtempos. Sie maßen den Puls der Zeit. Sie waren der Gradmesser der Urbanität einer Stadt. Ist der Schwund der Warenhäuser ein seismographisches Zeichen des Zerfalls der spätkapitalistischen Stadtgesellschaft? Oder ist aus den Ruinen etwas Neues zu schaffen, das über diese Gesellschaft hinausweist?

In ihrer Blütezeit vor dem Ersten Weltkrieg waren Kaufhäuser die “Tempel der Moderne”, Kathedralen gar. Das ist wörtlich zu nehmen: Die fortschreitende Säkularisierung des Industriezeitalters brachte eine latente Gegenbewegung mit sich, einen Drang zu Ersatzreligionen, einen kryptischen Kultus der Verehrung oder gar Anbetung, der dem Animismus entliehen ist. Der neue alte Fetisch heißt Ware.

Zum Kultus gehört ein Ritus: der “Potlatsch”. Bei einigen indigenen Völkern hatte das höchste Ansehen, wer bei den Stammestreffen die meisten Sachwerte gut sichtbar verschenkte. Das demonstrierte seine Macht. Heute reicht das Herzeigen von Objekten: Mit dem Geld, das ich nicht habe, kaufe ich mir ein SUV, das ich nicht brauche, um Leute zu beeindrucken, die ich nicht leiden kann.

“Bemächtigen Sie sich der Frauen, und sie können die ganze Welt verkaufen.” Sagt der Inhaber des Warenhauses, Mouret, in Émile Zolas Schlüsselroman “Das Paradies der Damen:” Weiter heißt es: Um die Frau “pfundweise zu verkaufen”, errichtete Mouret ihr “einen Tempel, ließ ihr von einer Legion Kommis Weihrauch streuen und war unablässig bemüht, stärkere Verführungskünste zu ersinnen…

“Hinter ihrem Rücken war er, wenn er ihr die Taschen geleert und die Nerven zerrüttet hatte, von der heimlichen Verachtung erfüllt, die ein Mann empfindet, dessen Geliebte soeben die Dummheit begangen hat, sich ihm hinzugeben.” Damals muss die Oniomanie entstanden sein, als gesamtgesellschaftliches Phänomen.

Vorlage für Zolas Roman war neben den “Grands Magasins du Louvre” das “Au Bon Marché”, das 1869 mit seiner Neueröffnung den Anstoß für eine Reform der Verkaufskultur über Frankreich hinaus gegeben hatte. Die Reform bedeutete im Kern einen Umsturz des Einzelhandels. Die Beschränkung auf ein bestimmtes, meist textiles Sortiment wurde fallengelassen. Die widerständige Borniertheit des herkömmlichen Handels rührte noch vom Feudalismus und dem Manufaktur-Zeitalter her.

Der Hochmut der kleinen Ladenbesitzer alten Stils wurde bitter bestraft. Die Sortimentserweiterung machte die Produkte zur Massenware. Die Herabsetzung der Preise, heute Dumping genannt, wurde durch die größere Menge, die über den Ladentisch ging, mehr als ausgeglichen.

Das kapitalistische System der laufenden Rationalisierung der Arbeitsschritte in der Massenproduktion bezog hiermit den Konsumsektor ein. Die Folge war ein Ladensterben. Das ökonomische Gesetz der tendenziellen Redundanz der Arbeitskraft traf jedoch nicht nur die kleinen Händler, sondern ging auch von Anfang an auf die moderne Warenhauswirtschaft über. Das Kaufhauspersonal, insbesondere die Verkäuferinnen, war und ist einem ständigen Druck und Angst vor der Entlassung ausgesetzt. Das Elend kulminierte in den Zwanziger Jahren.

Per Demokratie zum Kaufhauskönig

Dem Abstieg war ein Aufstieg vorausgegangen, der Boom der Warenhäuser vor dem Ersten Weltkrieg. Dem korrespondierte der Boom der Städte, woran nicht alle Schichten partizipierten. Aber eine signifikante Anzahl der späteren “Kaufhauskönige” hatte als kleine Ladenbesitzer begonnen. Sie schafften den Sprung, sie nutzen die Chance, die in bröckelnden sozialen und politischen Schranken lag, zur Emanzipation durch Arbeit.

Sie kamen meist aus der Provinz, Tietz und Wertheim aus Stralsund, Schocken aus Zwickau. Die Übereinstimmungen in den Biographien boten sich für die “Tellerwäsche-Legende” an. Dass sie meist Juden waren, war für die Nazis synonym mit Emanzipation, und um die Emanzipation auszulöschen, löschten sie die Juden aus. Die Kaufhäuser wurden “arisiert”. Nicht-Juden wie Helmut Horten und Josef Neckermann sprangen ein und machten ihr Schnäppchen.

Die Anfänge der Warenhäuser finden sich in der Antike. Magazine, die vorzugsweise an Häfen lagen, bargen die Waren in dunklen Räumlichkeiten. Das setzte sich im Mittelalter fort in Kaufmanns-Niederlagen und Gildehäusern. Märkte fanden meist unter freiem Himmel statt. Die Passagen, die ein Wahrzeichen von Paris sind, markieren einen Übergang. Die Waren sind als ständige Auslage in den Verkaufsraum übernommen. Sie sind aus dem Lager ans Tageslicht gerückt und dennoch trocken. Daneben hielt sich Gasbeleuchtung.

Diese Neuerungen haben die Warenhäuser der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zugespitzt. Die Waren waren und sind jederzeit für die Kundin zugänglich, und große Lichthöfe spendeten Licht. Das war eine Demokratisierung des Verkaufs. Die Kundin konnte selbsttätig die Ware begutachten und auf ein Beratungsgespräch verzichten. Der Preis musste nicht mehr ausgehandelt werden, sondern die Ware war mit dem Festpreis ausgezeichnet. Die Zugangsbeschränkung ins Geschäft war aufgehoben: “Entrée libre” hieß es. Ebenso fiel der Kaufzwang.

Die Wand geht ab, das Licht fällt ein

Noch etwas war neu: Das Bon Marché beeindruckte durch eine Eisenpfeilerkonstruktion bei offenen Raumfolgen, die einen guten Überblick über die Auslagen gewährten. Der Name eines der Architekten gibt Aufschluss. Es war Gustave Eiffel. Eine neue Eisen- und Stahlbauweise revolutionierte, ergänzt um Glas, die Kaufhausarchitektur. Die Bauweise ist jedoch anwendungsoffen und reicht weit zurück bis zum Brückenbau, dem Gewächshaus- und Bahnhofsbau und generell dem Fabrikbau. Prototypisch waren Bauten für Weltausstellungen wie etwa der Londoner Crystal Palace von 1851.

Die Einheit von Konstruktion und Form schuf eine Durchlässigkeit von Innenraum und Außenraum. Das war ein geradliniger Angriff auf ornamentierte Oberflächen, die das Innere, das Interieur der Warenhäuser gegen die Außenwelt prunkvoll abschirmten. Beide Stile existierten ohne Skrupel auch nebeneinander.

Warenhäuser waren eine angewandte Architektur der Weltausstellungen. Das konstruktive Prinzip, die Ingenieurbaukunst, trat dort mit der Eisen-/Glasbauweise seinen Siegeszug an. Als ein erster Versuch, Pavillons für die Pariser ‘Grandes Halles’, die Großmarkthallen, mit herkömmlichen Mitteln zu errichten, scheiterte, rief Baron Hausmann aus: “Du fer! Du fer! Rien que du fer!”[1] Der Baustoff wurde zum konstruktiven Element des Industriezeitalters.

Die Einraumbauten gewähren bei freiem Grundriss wechselnde Beanspruchungen je nach Bedarf. Voraussetzung ist die Trennung von Stütze und Wand. Die Wand verliert ihre tragende Funktion, und die Stützpfeiler können variabel im Raum aufgestellt werden. Die Spannweiten solcher Skelettbauten konnten durch diese Bedingungen stark erweitert werden. Ein eindrucksvolles Beispiel war die ‘Galerie des Machines’ auf der Weltausstellung von 1889.

“Die Wand geht ab”, könnte mit Shakespeare konstatiert werden. Innen und Außen sind nicht mehr durch Fassaden getrennte Sphären, sondern beliebiger Ausschnitt aus einem Allraum. Der Raum wird fluide, die Zeit zum Kontinuum. Eine tektonische, transparente Gestaltung löst den Fassadenstil ab.

Die Fabrik wird zur Maschine. Die Maschine vergesellschaftet die Dinge. Der Rhythmus der Maschine gibt das Konsumtempo vor. Die Gesamtarchitektur der Gesellschaft wird durch die Maschine funktionalisiert. Weltausstellungsarchitekten konnten ebenso gut Warenhäuser entwerfen.

 ”Die Weltausstellungen verklären den Tauschwert der Waren. Sie schaffen einen Rahmen, in dem ihr Gebrauchswert zurücktritt. Sie eröffnen eine Phantasmagorie, in die der Mensch eintritt, um sich zerstreuen zu lassen. Die Vergnügungsindustrie erleichtert ihm das, indem sie ihn auf die Höhe der Ware hebt. Er überlässt sich ihren Manipulationen, indem er seine Entfremdung von sich und den anderen genießt.” Walter Benjamin

Das kennzeichnete das Paris Jacques Offenbachs: Entfremdung als Genuss.

Im Tauschwert ist nach Marx die durch die Zirkulation aktivierte Fähigkeit angelegt, beständig mehr Wert hervorzubringen. Es ist der “sich selbst verwertende Wert”, der die Form des Kapitals annimmt und als solches Profit abwirft. Doch der ignorierte Gebrauchswert meldet sich heimlich zurück. Gebrauchswert wird zur Erscheinungsform seines Gegenteils, des Werts, schreibt Marx. Dadurch bekommt der Wert sinnlich-übersinnliche Qualitäten.

Untergegangen geglaubte Mythen kehren zurück. Die Dinge werden re-animiert. Das ist der Fetisch. Marx umschreibt ihn als gesellschaftliches Verhältnis von Sachen, die zu tanzen anfangen. Und die Mode schreibt nach Benjamin das Ritual vor, in dem der Fetisch Ware verehrt sein will.

Nougat und Schlagsahne trotzen Eisen und Stahl

Völkerschauen waren ein beliebtes Ingredienz von Weltausstellungen. En miniature fanden sie auch in Warenhäusern statt. Zum Beispiel wurden echte Samen in hübschen Textilien zur Ergötzung des Publikums eingeladen und vorgeführt. Zum Verkaufserlebnis von Kaufhäusern gehört die Illusionierung, besser Halluzinierung der Waren als Chiffre einer früheren traumhaften Welt. Bunte Trachten nehmen die Angst vor dem Fremden, indem sie es domestizieren.

Dieser Zwiespalt aus moderner Konstruktion und eklektizistischer Fassadenbekleidung war bei Warenhäusern ausgeprägter als bei nüchternen Industriebauten. Warenhäuser frönten dem Überfluss. Auch war ihr Interieur mehr auf Sicherheit und das Gefühl der Geborgenheit aus, die das Publikum sich von vergangenen Kulturen als Hoffnungsträgern einer neuen Zukunft versprach. Walter Benjamin spricht vom “Etui” als Symbol einer Vertrautheit, die der Umgebung die Feindseligkeit nimmt.

1900 war ein Jahr des Triumphs für die Göttin Elektra. Die Weltausstellung prunkte mit einem üppig dekorierten, von Tausenden von Glühbirnen illuminierten “Elektrizitätspalast” im Stil der Belle Époque. Die Göttin war – mit ihrer “leuchtenden” Kollegin Diana – im Industriezeitalter angekommen. Sie wurde zur Versinnbildlichung des künstlichen Lichts. Heller heißt mehr, heißt kontinuierliche Steigerung. Elektra war zur Allegorie des Mehrwerts mutiert.

Die Pavillons der Weltausstellung von 1900 waren überladen mit Dekor und überboten noch einmal den Historismus. Die Illusionen, die sie versprachen, waren eher “fieberhafte Träume”. Der namhafte deutsche Architekt Hermann Muthesius sprach von Palästen aus “Nougat und Schlagsahne”. Die Demonstration des technischen Fortschritts war ein Deckmantel der zunehmenden Fortschrittsfeindlichkeit und des Regresses in vorkapitalistische Phantasmagorien.

Die Dichotomie zwischen jener Repräsentationsarchitektur und der modernen Eisen-/Stahlbauweise wurde partiell aufgelöst, als ein neues Material ins Spiel kam, das freilich den Fortschritt in einen Rückschritt umdrehte. Eisenbetonbau machte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine rasante Expansion durch. Die Errungenschaft, Stütze und Wand voneinander gelöst zu haben, konnte rückgängig gemacht werden. Die Wände wurden wieder tragend, waren dekorierbar und profilierbar. Die Konstruktion wurde unsichtbar und der “fließende Raum” eingekapselt.

Man befand sich “in der reaktionären Phase der Auseinandersetzung zwischen der konstruktiven, funktionellen Richtung und dem Akademismus und Eklektizismus”[2] Die Geschichte verläuft nicht geradlinig, sondern in zeitlich versetzten Brüchen. Das Neue durchdringt sich mit dem Alten. Und vice versa. Nicht alle Menschen leben im selben Jetzt. Die Ungleichzeitigkeit macht die Stärke der Mythen aus.

Warenästhetik und Entfremdung

Die Tätigkeit von Warenhäusern auf bloßen Verkauf billiger Handelsware zu  reduzieren, wäre ein Sakrileg. Das ist der Zwiespalt ihres Geschäftsmodells. Sie waren “Kathedralen der Konsumkultur”, die aus der fortschreitenden Säkularisierung Gewinn schöpften. Sie unterschieden sich nicht von Museen. Es soll vorgekommen sein, dass Besucher im Louvre nach der Handschuhabteilung fragten.

Zum Konsum kam die Kunst. Der Kaufhausbesitzer Schocken wollte zur “künstlerischen Durchdringung der Warenwelt” beitragen. Er war der Moderne verpflichtet und ließ sich in Fragen des Designs vom ‘Werkbund’  und vom ‘Bauhaus’ inspirieren. Da war er ehe die Ausnahme.

Die Warenhäuser steigerten ihr materielles Interesse in ein ästhetisches Ideal. Die inszenierte Warenästhetik ist die Religion des Kaufhauses. Diese Ästhetik kommt jedoch nicht ohne die Rückbindung an den Kommerz und das Handwerk aus. Der klassische Künstler ist nicht gefragt. Vielmehr setzt der gut ausgebildete Dekorateur die Schönheit der Ware ins Werk und damit ins rechte Licht.

Das Werk wird zum Wirtschaftsfaktor. Wenn auf diese Weise Handwerk, Kunst und industrielle Produktion zusammengehen, wird daraus “Kunstgewerbe”, ein Begriff, der seit dem Fin de Siècle seinen Hautgout nicht los wird.

Der Fremde “sucht sich sein Asyl in der Menge… (Sie)… ist der Schleier, durch den hindurch dem Flaneur die gewohnte Stadt als Phantasmagorie winkt. (Sie ist) bald Landschaft, bald Stube. Beide baut dann das Warenhaus auf, das die Flanerie selber dem Warenumsatze nutzbar macht.” Walter Benjamin

 

Der Boulevard, der zum Flanieren einlädt, wird zum Interieur der Stadt. In der Passage setzt sich das fort. Sie ist dem Flaneur bald Stube, bald Landschaft: die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt. Die Waren in den Passagen werden zum virtuellen Bild, das die Zeit wie im Traumgeschehen unterschiedslos vor- und zurücklaufen lässt.

Eher zurück, wenn Benjamin schreibt, dass wir in dieser Architektur traumhaft das Leben unserer Eltern und Großeltern nochmals erleben. Um 1840 war es Sitte, dass Flaneure in den Passagen eine Schildkröte mit sich führten, von der sie sich das Tempo vorschreiben ließen. Diese “Flanerie” hat wie die Erinnerung weder zeitliche noch räumliche Vorgaben. Die sinnliche Ware manipuliert die (Tag-)Träume. Man treibt.

Passagen waren und sind in dezimierter Zahl noch heute zwischen parallelen Straßen quer verlaufende, glasüberdachte Gänge, die längsseitig von Läden gesäumt sind. Die Mehrzahl wurde nach 1822 erbaut, als der Textilhandel Hochkonjunktur hatte und die Warenlager in den Ausstellungs- und Verkaufsbereich einbezogen wurden.

Der Vergleich mit Basaren geht fehl, denn “in einem Basar herrscht eine strenge räumliche Trennung nach Waren- oder Handwerksgruppen vor, während die Passage gerade aus der reformerischen Idee heraus entstand, durch eine Vielfalt unterschiedlicher, industriell hergestellter Waren den Profit zu steigern.”[3]

 

Wer sich in den Passagen verlor, “glaubte durch eine Zeitlücke abgeirrt und unversehens in eine Märchenhöhle geraten zu sein. Die Lücke schloss sich gleich wieder.” Siegfried Kracauer

 

Passagen sind, auch in der Verwendung von Glas als Oberlicht, die Keimzelle der Warenhäuser. Solange noch natürliches Licht durch die Glasdächer der Innenhöfe oder des Atriums einfiel, diente es in Warenhäusern der Herstellung einer Bühnen- und Kulissenatmosphäre. Da die Glasdächer bzw. Kuppeln im Unterhalt und raumklimatisch problematisch waren, setzten sich allmählich Kunstlicht und indirekte Beleuchtung durch. Der Prozess der Abschirmung nach außen dauerte bis nach dem Zweiten Weltkrieg an. Die Abdunklung macht die Raum-Inszenierung einfacher.

Die innere Ausstattung der Warenhäuser folgt dem Prinzip des fürsorglichen, beschützenden Interieurs. Auch hier sind Wandlungen in Anlehnung an den jeweiligen Architektur- und Zeitstil zu verzeichnen. Die langen Gänge zwischen den Auslagen, die die Hauptebene der Warenhäuser wie Gridshttps://www.newyork-reise.de/kartevon.htm amerikanischer Städte aussehen ließen, verschwanden.

Schaufenster

Künstliches Licht spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung von Schaufenstern. Dem Kunden, der von einer gewissen Ängstlichkeit hinsichtlich der Ebbe erfüllt sein mag, die gleich seinen/ihren Geldbeutel befallen dürfte, muss die Schwellenangst genommen werden. Die gleichmäßige Beleuchtung verwischt den Kontrast von An- und Abwesendem, Licht und Schatten, Tag und Nacht. Der Betrachter wird als Mitspieler ins Bild gezogen, als wäre es ein Diorama.

Ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Schaufenster unterscheidet sich in nichts von seinem Bild. Es handelt sich um eine frühe Form der Virtualität. Die Figuren sind so anziehend, wie sie kühl sind. Manchmal fehlt ihnen der Kopf, manchmal sind sie fast nackt und verschwinden hinter einem Vorhang. Es ist, als hätte sich die Olympia aus E.T.A. Hofmanns ‘Sandmann’ vervielfältigt. Sie singt und tanzt sehr mechanisch und treibt einen jungen Mann in den Tod.

“Der Gegenstand wird kostümiert, mit Feierlichkeit umkleidet. Das Schaufenster ist der Pseudosakralraum der Ware. Sie nimmt eine Wirklichkeit höherer Art für sich in Anspruch,”[4] die Wirklichkeit des Fetisch, diesmal als Puppe, die gelegentlich aufgezogen werden muss. Eine Frage taucht auf: Kann Schönheit, sei es für Menschen oder für materielle Kunstobjekte, mechanisch hergestellt werden?

Warenhausbauten der Zwanziger Jahre machten vor der Moderne nicht halt. Zwei seien herausgegriffen. Das seinerzeit größte Warenhaus Deutschlands war “Karstadt” am Hermannplatz (1927-29), Berlin. Mit seinen zwei mächtigen Türmen mutete es an wie das Pendant zu “Metropolis”, der Architektur im Film von Fritz Lang. Die im Arbeiterviertel gelegene Verkaufsmaschine changierte zwischen Expressionismus und sozialistischem Zuckerbäcker. Das Haus wurde 1945 von der SS gesprengt, obwohl Hitler ein heimlicher Bewunderer war.

Kaufhaus Schocken, Stuttgart (1928). Bild: Arthur Ohler / CC BY-SA 4.0

Lichter der Großstadt

Kaufhaus Schocken, Stuttgart (1928): Es war ein Prototyp. Der Architekt, Erich Mendelsohn, war ebenfalls expressionistisch geprägt und setzte gern Rundungen an die Stelle von Winkeln. Sein Bravourstück ist der Einsteinturm in Potsdam. In Stuttgart setzte er an das Zusammentreffen zweier Flügel einen durchgehend verglasten Treppenhausturm. Die Fassaden gliederte er durch Fensterbänder. Das Band der Schaufenster ging in den Turm über.

Die Lichtführung war umgedreht. Das Innere war abends durch elektrisches Licht freigelegt, das intensiv nach außen strahlte. Licht wird zur Skulptur. Es schlägt scharfkantig auf die Straße und in den Nachthimmel. Innenwelt und Außenwelt sind bis zur wechselseitigen Aufhebung miteinander verwoben. Die Bewegungsrichtung ist kreisförmig. Sie bringt den Raum in Fluss, der sich vom Tragwerk löst und transparent wird. Das Haus hat nichts zu verbergen. Es ist seine eigene Reklame.

Der Inhaber der Kaufhauskette, Salman Schocken, war sozial und politisch engagiert. Er stand dem Bauhaus nahe. Das Stuttgarter Warenhaus wurde1960 abgerissen. Der Architekt erlebte nicht mehr, wie ihm seine eigene Beschreibung auf die Füße fiel. Er habe mit architektonischen Mitteln die Grenzen zwischen innen und außen aufheben wollen: Drinnen den Strom der Käufer und draußen den Verkehrsstrom der Autos. Der Abriss erfolgte zugunsten der autogerechten Stadt.

Das Markenzeichen des ‘Bauhaus’ ist die gläserne Vorhangfassade. Weniger bekannt ist, dass es bereits vor dem Bauhaus derartige Fassaden gab, so am Kaufhaus Tietz (1899/1900) in der Berliner Leipziger Straße. Im Volksmund war es der “Glaspalast”. Große Scheiben waren von einem steinernen Rahmen gefasst, der in der Mitte zu einem risalitartigen Eingang auswuchs. Auf einem der Risaliten saß plakativ Hermes, der Gott des Handels, “auf einem geschnürten Paket vor einem Hafenpolder, und sein Blick schweifte zuversichtlich und erfolgsgewiss in die Unendlichkeit der auszubeutenden Weiten.”[5] Die Krönung war eine überdimensionierte Weltkugel.

Die Kulturgeschichte der Warenhäuser ist eine Geschichte des Zwiespalts von Moderne und Reaktion.

 

“Schließ heute ein Kaufhaus, öffne die Tür nach hundert Jahren – und du hast ein Museum moderner Kunst.” Andy Warhol

 

Wie einst die Kunst in den Warenhäusern angekommen ist, können sie heute nur überleben, indem sie in der Kunst ankommen. Es kann nur eine radikale Wiedergeburt sein. ‘La Rinascente’ heißt denn auch das Warenhaus am Mailänder Dom.

Nur durch künstlerische Eingriffe und Metamorphosen, innen wie außen, werden Warenhäuser in der Lage sein, sowohl ihren Bestand zu erhalten als auch dem gesellschaftlichen und kulturellen Wandel einen symbolischen Ort zu geben. Dann werden auch die Städte wiederaufleben.

 

 

[1] “Nichts als Eisen!”

[2] Erich Schild: Zwischen Glaspalast und Palais des Illusions, S. 184.

[3] Kristin Schmeer: Die Passagen zwischen Palais Royal und Boulevard Montmartre, S. 3.

[4] Helmut Färber: Baukunst und Film.

[5] Alarich Rooch: Zwischen Museum und Warenhaus.

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17 Kommentare

  1. “Adam und Eva im Garten vom Paradies und sie biss in den Apfel der Verführung”
    Gestern war der Artikel zur A-Bomben in Japan, ‘war das christlich oder teuflisch’?
    Auch die Geschichte(n) jeglicher geschichtlicher Überlieferungen weisen von Land zu Land zu unterschiedlichen Interpretationen.
    Auch die Baukünste sind allesamt ihrer zeitigen Zeit des herrschens geschuldet. Die New York Freiheitsstatue ist ein Produkt französischer Zeit. Die Pyramide war ein Wahrzeichen für die Währung US Dollar, natürlich mit dem Zusatz von dem einen Augen.
    Yesus ist der verkünder vom Christentum und sagte nie, yes us. Nur wer könnte das sein ‘Ja Wir’?
    Eine Lüge kommt nicht so einfach daher, sie kommt und durchläuft eine sehr lange Zeit!
    Um diese Zeit zu verlängern, schreibt man gerne von einer Zeitenwende. Daher werden Narrative in die Welt gesetzt, um zum Adam und Eva zu kommen, das diese vom Apfel beisst, ohne zu ahnen welchem ‘Gott’ sie sich andient.

  2. Gratulation. Da beschreibt Herr Wiens einen Denkfehler, den Millionen begehen, und der viele ins Unglück stürzt: “Mit dem Geld, das ich nicht habe, kaufe ich mir ein SUV, das ich nicht brauche, um Leute zu beeindrucken, die ich nicht leiden kann.”

    Am Ende warten Psychopharmaka und/oder Psychotherapeuten. Und nur selten wird der Denkfehler, mit “dem Geld, das ich nicht habe, … Leute zu beeindrucken, die ich nicht leiden kann,” so offen und brutal thematisiert wie vom Geschäftsführer des in Oxford befindlichen Unternehmens Psychotherapie Limited:

    https://psychotherapie.com/verhaltenstherapie/psychotherapeuten/luchmann/#selbsthilfe

    “Viele Menschen … lassen sich verführen, ihre gesamte Lebensenergie in einen materiellen Konsumwettbewerb zu investieren, der sie krank macht, und erwarten dann, dass Psychotherapeuten ihnen ihre selbstverschuldete emotionale und geistige Leere lebenslang kostenlos erträglich machen.”

    Das ist kein Klimawandel, sondern ein Wertewandel, wo auch Psychotherapeuten nur wenig helfen können, wenn die Bereitschaft fehlt, diese Denkfehler zu korrigieren.

    1. Sehr gut beschrieben.
      Endlich spricht es mal jemand aus:

      Es ist kein Klimawandel sondern ein Wertewandel.

      Johann Wolfgang von Goethe hat dazu folgendes gesagt:
      Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zu recht.
      Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer ein Knecht.
      bzw. ein ferngesteuerter “Konsumzombie”

    2. Sehr gut beschrieben. Nicht die Grundbedürfnisse werden befriedigt sondern künstliche Bedürfnisse werden geweckt die aber letztlich keine oder nur kurze Ersatzbefriedigungen bringen.

      Somit wird natürlich immer wieder dafür gesorgt, dass die Leute kaufen, kaufen, kaufen aber innerlich leer sind.

      Was die Warenhäuser betrifft möchte ich nur an die ECE’s des Herrn Otto-Versand erinnern.
      Die stehen in vielen Städten fast oder ganz leer. Herr Otto, wenn ich richtig informiert bin, hat sich schon längst aus diesem Geschäftsmodell zurückgezogen.

      Zuvor haben diese ECE’s aber die Strukturen der Innenstädte, mit vielen kleinen Fachgeschäften, zerstört.

      Zurück bleiben leerstehende Ruinen.

  3. Das mit der Schildkröte hatte einen anderen Grund: es sollte damit gezeigt werden, dass man Zeit hatte und damit wohl, dass man nicht arbeiten musste. Eine Selbstdarstellung, die insbesondere bei Adligen sehr beliebt war. Um den Preis, dass man nicht vorwärts kam. Was in Stuttgart eine ziemliche Strafe ist.

    Nun ist es beim Stahlbeton so, dass außenherum der Beton ist, innen aber der Stahl der unter Zugspannung steht. Er kann aber nur in eine Richtung ziehen und von daher ist eine Klotzbauweise vorgegeben. Das ist ein Verlust im Vergleich zur Eisenarchitektur, die auch andere Formen hervorbrachte. Eiffels Architektur und das Kaufhaus Schocken machen einfach mehr her.

    Sicher, man hat damals versucht, den Waren einen Mythos anzudichten, den sie innendrin nicht hatten. Angefangen bei den Löwenköpfen und Kronen, die man überall drauf machte. Was Marx als Fetischierung wahrnahm. Das hat insgesamt doch stark abgenommen. Man ist dem Fetisch gegenüber heute sehr misstrauisch und das ist auch eine Notwendigkeit, wenn man sich nicht über die Halskrause verschulden will.

      1. Meinetwegen. Ich muss aber schon sagen, dass ich da einen naheliegenden Gedanken vermisse: dass nämlich der Fetischcharakter systematisch genutzt wird, um einen Extraprofit zu erzielen. Wenn ich die Werbung anschaue, ist das ein Versuch, selbst dem Persil ein Glücksversprechen zu verpassen.

        1. Was Artur_C unter Fetisch versteht ist Mystifikation des Gebrauchswertes.
          Was Marx unter Fetisch versteht ist Mystifikation des Tauschwertes.

          Der Tauschwert ist die Erscheinung des Wertes,
          der “gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit” codiert.
          Die Mystifikation ist die unverstandene gesellschaftliche Arbeitsteilung.
          Wenn Artur_C mit Gebrauchswert kommt verfehlt er das Ganze.

  4. die “neuen” Warenhäuser als Konkurrenz zum Online-Handel gibt es schon; nur Deutschland hat durch die Oligopolisierung, und die Nicht-Modernisierung durch die paar Firmen, die Warenhäuser bis zur Jahrhundertwende in D als Filialen betrieben haben, den Anschluss verpasst. Schaue man mal als positives Beispiel Engelhorn in Mannheim-Innenstadt an. Oder die “Outlet-Center”, die schon lange nichts mehr mit Outlet zu tun haben.

    1. Naja die jetzt zusammenbrechenden Kaufhäuser in Deutschland hatten doch modernisiert. Ganz modern den eigenen Immobilienbesitz verkauft und dann zurückgemietet, und überraschend sind dann die Kosten gestiegen. Dann noch die Entwicklung der Webshops verpennt und wie Sie ganz richtig schreiben den Anschluss an den veränderten Markt verpasst. Daß das Sterben fast ein Vierteljahrhundert gedauert hat lag vermute ich einfach an dwr Größe. Karstadt, Kaufhof usw. haben sich ja eigentlich die letzten zwanzig Jahre nur von nahezu Pleite zur nächsten gehangelt. Wie hätte man das retten sollen? Die nicht mehr vorhandenen Immobilien konnte man ja nicht mehr beleihen für Investionen, und das Management wirkte auch mehr irgendwo zwischen hilflos und kurzfristig absahnend bis sie den nächsten Job haben.

      1. Wenn man den Karstadt-Quelle-Konzern betrachtet, das grenzte m.E. an Betrug, wie man den auf Kosten der damaligen Haupt-Aktionärin Schickedanz ausbluten lassen hat. Auch beim kürzlichen Verkauf an den österreichischen Immobilien-Investor Benko ging es wohl nur um die Top-Immobilien und um Fördergelder.

  5. “Nur durch künstlerische Eingriffe und Metamorphosen, innen wie außen, werden Warenhäuser in der Lage sein, sowohl ihren Bestand zu erhalten als auch dem gesellschaftlichen und kulturellen Wandel einen symbolischen Ort zu geben. Dann werden auch die Städte wiederaufleben.”

    Also schließen die Warenhäuser aus Mangel an “künstlerische Eingriffe und Metamorphosen”? Nein, sie schließen wegen des Onlinehandels und solange es diesen gibt, wird es auch keine Renaissance des Warenhauses geben. Höchstens mal als Museum, wenn der Staat mal ausnahmsweise die Spendierhosen anhat.
    “Dann werden auch die Städte wiederaufleben.” Ou, ou – keine guten Aussichten. Das kann dann ja wohl dauern.

  6. Das geänderte psychische setup der Kunden ermöglichte erst Warenhäuser.
    Vor den Warenhäusern war das Betreten eines Ladens gleich mit der Kaufabsicht, die Läden selbst optisch abgeschottet von der Straße, die Bedienung direkt. Wer ein Warenhaus betrat flanierte ohne Kaufabsicht.

    Später hatten die Bohemiens einen Spazierstock um eine Hüftfraktur zu simulieren die sie vom Arbeiten abhielt.

    Marx fragt, was Menschen dazu bringt, eine magische Operation Tausch Ware gegen Geld für selbstverständlich ui halten. Im Buch des Charles de Brosses (noch mitten in der Auseinandersetzung mit Feuerbach) fand er: Die frühen portugiesischen Afrikaforscher fanden bei den Einwohnern einen religiosen Kult der Gegenstände mit göttlicher Kraft verzauberte, den Fetisch. Marx nannte diese Kraft den Wert.
    Der Abschnitt bei Marx gilt als Beginn der Kulturkritik. https://youtu.be/cI2Oniil5zw?t=313

  7. Danke für den Artikel.
    Ich denke gerne an meine Kindheit zurück, hier in der Provinz, mit dem Fahrrad durch den Schnee zu WeKa, ca. 3 km, ich zwischen 4-6 Jahren (WeserKaufHaus, längst geschlossen), es ging so über 2 Treppen ins Obergeschoss, jeweils rechts oder links. Dort war die Spielzeug Abteilung. Es gab einzelne Bäume für Modeleisenbahn. Ein Traum
    Dann XMas, ca. 7 km radeln, das damalige Hertie Kaufhaus, Rolltreppen, und auf dem Dach, ein winziger Weihnachtsmarkt, mit so beleuchteten Schaukästen, bisschen Duft von Süssigkeiten ( kein Geld gehabt), es war ein Traum. Auch wenn die Bauwerke eher nicht so prall waren, die Freude, die Wünsche und die Sehnsüchte, ich bewahre Sie mir. Seit ca. 56 Jahren, weil Sie schön und gut sind.
    Hier ein Verweis auf Julius Bamberger, der in Bremen 1907 Kaufhaus eröffnete, mit Rolltreppe!
    Julius Bamberger
    https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Bamberger?wprov=sfla1

  8. Für mich sind die in den letzten 70 Jahren gebauten Kaufhäuser keine ästhetische Bereicherung der Innenstädte, im Gegenteil, Kaufhof-Filialen und Sparkassen kämpfen in ihrem Einheitslook um den ersten Preis im Scheußlichkeitenwettbewerb. Nicht nur äußerlich. Die Gründerzeit- und Jugendstilkaufhäuser sind da natürlich was ganz anderes, aber die gibts nun mal auch fast gar nicht mehr.
    Die schönste Beschreibung eines richtigen Kaufhauses steht in der Groteske “Die Bluse” aus dem Buch der Katastrophen von Hermann Harry Schmitz, geschrieben in Düsseldorf, da gibts auch heute noch einen wunderbaren Jugendstilkaufhof. Viel Spaß beim Lesen:
    https://www.projekt-gutenberg.org/schmitz/grotesk/chap019.html

  9. Ein schöner Artikel für jemanden, der in West-Berlin aufgewachsen ist und seine Kindheit in diesen Tempeln verbracht hat. Fahrstuhlführer, die alles wussten … Das kann sich kein Nerd vorstellen.

    Auch wenn es viel mit Kommerz zu tun hatte, so gab es damals offenbar noch andere Werte als nur Geld.
    Die gläsernen Einkaufszentren waren wohl ein Versuch daran anzuknüpfen. Aber da hapert es an der Konkurrenzsituation, das Gemeinsame fehlt.

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