War das Al-Shifa-Krankenhaus doch “terroristische Infrastruktur”?

Das israelische Militär veröffentlichte Videos von Überwachungskameras, die zu zeigen scheinen, dass am 7. Oktober Geiseln in das Krankenhaus gebracht wurden.

 

Erstmals hat das israelische Militär einen glaubhaften Beweis dafür vorgelegt, dass das Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-City für Geiseln aus Israel benutzt wurde. Eine Kommandozentrale wurde noch nicht gezeigt, nur einige Waffen und Ausrüstung, die gefunden wurden. Dass in der Nähe des Krankenhauses die Leichen von Yehudit Weiss und der Soldatin Noa Marciano gefunden wurden, bedeutet nicht zwingend, dass dies mit dem Krankenhaus zusammenhängt. Ein auf dem Krankenhausgelände entdeckter Schacht und Tunnel, von dem man nicht weiß, wohin er führt, ist auch nicht zwingend eine Bestätigung für Hamas-Nutzung, wie es auch der Militärreporter von Times of Israel einschätzt.

Nach Hamas ist Marciano durch die Bombardements umgekommen. Das israelische Militär behauptet jedoch, dass eine pathologische Untersuchung der Leiche ergeben habe, dass sie von Hamas getötet worden sei. Die Soldatin sei in einer Wohnung in der Nähe des Krankenhauses gefangen gehalten worden und von einem israelischen Luftangriff verletzt worden, aber nicht tödlich, während ihr Bewacher dabei umgekommen sei. Wie man das aus einer pathologischen Untersuchung ersehen kann, ist schon verwunderlich. „Nach Geheimdienstinformationen“, so sagte IDF-Sprecher Hagari, „wurde Noa in die Mauern des Al-Shifa-Krankenhauses verschleppt, wo sie von einem Hamas-Terroristen ermordet wurde.“ Dann muss sie aber wieder aus dem Krankenhaus in ein Gebäude in der Nähe gebracht worden sein, wo ihre Leiche gefunden wurde. Die Geschichte ist nicht sehr überzeugen.

Anders ist ein Video von einer Überwachungskamera, das die IDF veröffentlicht hat, auch wenn wir nicht nachprüfen können, ob die Aufnahmen wirklich am 7.10. vormittags gemacht wurden. Zu sehen ist, wie ein an der Hand verletzter, leblos wirkender Mann, angeblich ein Nepalese, auf einer Krankenbahre von mehreren Männern, darunter ein mit einem Gewahr bewaffneter, aber nicht als Hamas-Kämpfer gekleideter, in das Krankenhaus gerollt und von Pflegern oder Ärzten empfangen wurde, die nicht groß nachzufragen scheinen.

Noch beweiskräftiger scheint ein anderes Video zu sein, auf dem zu sehen ist, wie mehrere Männer laufend mit Gewalt einen sich wehrenden Mann durch einen Gang des Krankenhauses zerren. Ein Wächter (?) scheint ihnen den Weg zu räumen, andere in der Nähe Anwesende beachten das Geschehen nicht. In dem Fall war kein Bewaffneter dabei. Das könnte darauf hindeuten, dass es sich nicht um Hamas-Gefangene gehandelt hatte, sondern um von Gaza-Bewohnern Verschleppte. Wie diese mit Hamas verbunden waren oder ob es nur Hamas-Kämpfer in zivil waren, lässt sich nicht sagen. Auffällig ist, dass es sich um einen Nepalesen und einen Thailänder gehandelt haben soll, nicht um Israelis und nicht um Soldaten. Das könnte auch auf eine nicht von Hamas beauftragte Verschleppung hinweisen. Man hat mitgenommen, wer gerade da war und sich nicht wehren konnte.

Auf einem Foto sind zwei Bewaffnete in einem Krankenhausgang zu sehen, auf einem anderen könnte eine Geisel mit blutverschmiertem T-Shirt zu sehen sein. Die IDF erklärt nicht weiter, sondern sagt: „Diese Befunde beweisen, dass die Hamas-Terror-Organisation den Shifa-Krankenhauskomplex am 7. Oktober als terroristische Infrastruktur nutzte.“

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Klar ist wohl aber, dass das Krankenhaus auch für Geiseln benutzt wurde. Das bestätigt Behauptungen der IDF, aber eben bislang nur bedingt. Es ist auch kein Beweis dafür, dass Geiseln im Krankenhaus gefangen gehalten wurden, sondern erst einmal nur, dass sie dort behandelt wurden, was der ärztlichen Ethik entspricht, aber auch, dass das Personal mitspielte. Wahrscheinlich blieb ihm unter der Hamas-Herrschaft auch nichts anderes übrig, wenn man im Gazastreifen arbeiten wollte. Das würde aber auch die Ambivalenz deutlich machen, die das Leben im abgeschlossenen Gazastreifen kennzeichnet, was  gerade keine Legitimation bedeutet, unbedenklich „Kollateralschaden“ anzurichten, weil alles terroristische Infrastruktur ist.

 

Update: Hamas hat einen Kommentar zu den Videos veröffentlicht, in dem natürlich versucht wird, die gewaltsame  Verschleppung geradezu als humanitäre Maßnahme darzustellen: “Hamas, als Antwort auf das Gerede der Besatzer über die Ankunft einiger Gefangener im Al-Shifa-Krankenhaus: Wir haben schon früh gesagt, dass wir viele Gefangene der Besatzung in Krankenhäuser verlegt haben, damit sie dort behandelt und operiert werden können, insbesondere nachdem einige von ihnen durch die Bombardierung der Besatzungsflugzeuge verletzt worden waren. Wir haben unsere Kämpfer riskiert, um verletzten Gefangenen die bestmögliche Behandlung in den Krankenhäusern des Gazastreifens zu garantieren, und wir haben viele Bilder darüber veröffentlicht. Der Sprecher der Besatzungsarmee stellt die Angelegenheit so dar, als ob er etwas Großartiges entdeckt hätte. Sich um die Gefangenen zu kümmern, sie zu behandeln und ihnen die bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Das ist ein wichtiger Punkt für uns und nicht gegen uns.”

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38 Kommentare

  1. Dies zeigt, dass die Geiseln zumindest medizinisch betreut wurden, was sich mit einem Bericht deckt, der selbst von der Online-Redaktion der Tagesschau (nicht aber der Tagesschau selbst) veröffentlicht wurde. In dem Bericht von Tagesschau-Online heißt es mit Blick auf die 85-jährige Ex-Geisel Yocheved Lifschitz:

    „Yocheved Lifschitz sagt, in Gefangenschaft im Gazastreifen sei sie gut versorgt worden: „Die haben uns gut behandelt.“ Alle zwei, drei Tage habe ein Arzt nach ihnen geschaut. Ein verwundeter Mann habe Antibiotika und Medikamente bekommen. Sie hätten das Essen mit den Mitgliedern der Hamas geteilt. Brot, Käse und Gurken, das sei das Essen für den ganzen Tag gewesen. Die Mitglieder der Hamas hätten sich sehr darum bemüht, den Ort sauber zu halten.“

    1. Mir ist schon immer sehr ungemütlich, wenn sich deutsche Medien dem israelischen Naming anschließen, das auf sehr einseitige Weise, Legitimität herzustellen versucht.

      Die bewaffneten Palästinenser wollen sich von der Fremdherrschaft befreien. Da kann man das Religiöse mal getrost stecken lassen, denn zu PLO-Zeiten war das Hauptinteresse das gleiche.

      Der Schlusssatz des Artikels spricht das Problem deutlich an und der globale Süden hat wieder mal ein Beispiel, was regelbasierte Ordnung ist: Die eigenen Interessen mal mit dem und mal mit dem entgegengesetzten Argument durchsetzen.

  2. Man hat am 7. Oktober bis zum Hamas-Überfall überhaupt nichts mitbekommen, Warnungen dahingehend vom ägyptischen Geheimdienst ignoriert und weiß dann aber sofort, was dort dann am 7. Oktober alles passiert ist?
    Dann müsste man es ja für die restlichen Oktobertage auch wissen.
    Beweise oder Belege?
    Wer auf solche Verarsche auch nur einen Cent setzt, ist Geldverschwender durch und durch.

    Wenn Terroristen Geiseln in Krankenhäusern behandeln lassen und versorgen, ist das humanitäre Infrastruktur und keine terroristische.
    Weil Teile der IDF eindeutig terroristisch agieren, ist deswegen nicht jeder israelische Staatsbedienstete ein Terrorist. Und auch nicht jeder IDF-Angehörige.

    1. Noch mal zu dem Update im Artikel,

      2019 haben die Ärzte in Libyen angeprangert daß Ihnen die Folterknechte, Opfer in die Krankenhäuser gebracht haben um diese für nächste Folterung wieder fit zumachen und Aufzubauen.

      Was die Hamastanis da Verbreiten ist der Reinste Zynismus!

  3. Vielen Dank Florian Rötzer für den ausgewogenen und sachlichen Artikel. Es könnte einfach alles stimmen, was von der israelischen Armee angegeben wird. Fragen tun sich trotzdem auf. Die Tunnel waren ja bekannt seit 1983, sogar wer sie gebaut hat, weiß man. Warum ist es also eine Überraschung, sie zu finden? Und die Überwachungskamera-Aufnahmen vom 7. Oktober zeigen Belastendes, aber warum sind sie noch 4 Wochen später bei der Aussicht, dass das Krankenhaus gestürmt und durchsucht wird, vorhanden? Wie in allen Kriegen wissen nur Augenzeugen mit Sicherheit die Wahrheit. Ich jedenfalls habe Mühe, durch den Dschungel der Lügen und Halbwahrheiten zu finden, nicht nur im hier diskutierten Konflikt.

    1. Dass dieser unterirdische Komplex existiert, war natürlich bekannt, da schon 1983 gebaut. Die Frage war, ob er danach an das Tunnelsystem der Hamsas angeschlossen wurde. Die Antwort ist nun wohl eindeutig ja. Die Bilder der IDF sind überzeugend.

      Natürlich kommen jetzt die, die wissen, dass die IDF diese Tunnel in aller Eile selbst gegraben hat. Denen ist nicht mehr zu helfen.

  4. Wo ist das Problem? Krankenhäuser sind dafür da Verletzte zu behandeln. Im übrigen kann ich zur Tunnelgeschichte nur sagen das sich unter allen mir bekannten Krankenhäusern Tunnel befinden. Ich habe schon in vielen gearbeitet.
    Und wer einmal so offensichtlich lügt, dem glaubt man nicht.

  5. Immer wenn der Herr Rötzer so schräge Fragen stellt, weiß er eigentlich schon die Antwort, wie er dann auch selbst ganz unten schreibt.

    Der ganze Narrativ vom “Terror-Krankenhaus” kommt aus kranken Hirnen. Denselben Hirnen, die mit der Propaganda von toten Babies kamen, um den Genozid zu “rechtfertigen”, der gerade vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindet.

    Aber gehen wir es mal durch, damit es der letzte Idiot vielleicht auch kapiert, Geiselnahme oder Terroristen in deutschem Krankenhaus:

    Kommt dann auch die Bundeswehr und wirft 2000 kg-Bomben drauf oder benützt Napalm, egal ob noch Patienten drin sind oder nicht? Wie viele Krankenhäuser hat die IDF schon bombardiert?

    Die Krankenhäuser und Infrastruktur werden zerstört mit den Flächenbombardements, um ethnisch zu säubern. Natürlich müssen das die Täter irgendwie rechtfertigen. Die einzige korrekte Frage hier ist, ob wir das zulassen, also die Rechtfertigungen, ansonsten haben wir uns ja für Zuschauen entschieden als die Pudel der USA. Wenn selbst so Rechtfertigungen zugelassen werden, was bedeutet das dann, wenn wirklich mal so eine Situation mit Geiselnahme in deutschem oder ausländischem, in irgendeinem Krankenhaus stattfindet, kommt dann wirklich der Bundeswehrbomber?

    Die Israelis sagen immer wieder, dass sie nicht unterscheiden zwischen Zivilsten und Terroristen, gerade wenn sie untereinander reden. Man muss ihnen nur gut zuhören, wer das noch will. Ich habe schon lange genug gehört und gesehen.

  6. Auch das wäre kein Grund das KH einzuäschern. Der einzige Grund wären Bewaffnete die aus dem Haus schießen.
    Dafür gibts aber anscheinend keine Anzeichen.

  7. … was man nicht mehr verleugnen kann, gibt man (geframed) tropfenweise zu. Garniert mit Voreingenommenheit und “Haltung” in jedem zweiten Satz. Dieser Beitrag mit seinen schlecht versteckten Boshaftigkeiten in der Formulierung könnte aus den Redaktionsstuben der Palästinenser kommen.

    Herr Rötzer, haben Sie so etwas nötig?
    Oder bedienen Sie hier skrupellos eine antisemitische (linke?) Klientel alter Herren mit zuviel Tagesfreizeit? Gibt sowas Extra-Klicks für die website? (Hinweis: das lohnt nicht – es hat sowieso jeder <40 einen gut funktionierenden AdBlocker).
    Bin sprachlos, da ich Sie (auch aus telepolis-Zeiten) eigentlich mochte – mit den immer wiederkehrenden kleinen Mankos in den Formulierungen waren Sie mir sehr sympathisch.

    1. Unsere superschlaue “Panzerhaubitze” wieder am Werk. Wir haben wegen deinem Stalking öffentlich über Adblocker geredet und wie man dich rausfiltert. Du hast das auch gelesen, denkst dir, du bist schlau und machst einen neuen Account.

      Den Herrn Rötzer bezeichnest du als “Redaktionsstube der Hamas” und “linken Antisemiten”. Typische Schlagworte aus dem tiefbraunen Spektrum, die aber auch gerne bei den Schmiermedien von Springer benützt werden oder von der rechtsextremen Regierung Israels. Du erinnerst dich, wenn man dich mal nach Quellen für deine Behauptungen fragt, dann willst du sie nicht angeben, weil dann rauskommt, wie “seriös” die sind.

      Ist der ältere Herr, der in München lebt, den Artikel geschrieben hat, wirklich ein bezahlter Einflussagent der Hamas?

      Ist er wie Roger Waters, ein linker Antisemit, wenn er gleiche Rechte für alle Menschen fordert?

      Ich habe dir auch schon mal geschrieben, dass “Sietzen” nichts bringt. Ich weiß schon, damit willst du dir mehr Autorität verleihen, so tun als wärst du so was wie ein Uniformträger (davon träumst du, einmal Blockwart sein dürfen), aber du bist und bleibst nur der gleiche, klägliche Internet-Clown, der seinen Frust an uns auslässt. Du bist geistig so beschränkt, dass es einfach ist deine “Beiträge” zu erkennen, egal welchen Nickname du benützt.

      1. … zuviel der Ehre. Ich bin nicht identisch mit Euerm Feindbild PHB2k – denn ich stimme nahezu in allen Punkten den hier zu lesenden Dokumentationen/ Kommentaren bzgl. des Geschehens in der Ukraine zu. Das unterscheidet mich evtl. doch etwas (und es erschwert es mir manchmal, ohne drastische Pulserhöhung diese Seite anzusteuern).

        Aber es macht mich auch froh, daß Sie mit Ihrer Antwort und Ihren Vermutungen die zuweilen einfältige bzw. einfache Denkstruktur einiger Forenteilnehmer offenlegten.

        Hinweis: es gibt auch die Farbe “grau” – nicht nur schwarz und weiß. Das macht’s zwar manchmal etwas komplizierter im Leben – aber he – das Gehirn muß auch im Alter gefordert werden.

        Zu Ihren tiefenpsycholgischen Analysen und Beleidigungen vermutungshalber sage ich nichts.

    2. “Israel propaganda looks like screaming at people who oppose the ongoing massacres in Gaza, and accusing anyone who criticizes Israel’s actions of being an anti-semite and a terrorism supporter.”

      https://caitlinjohnstone.com.au/2023/11/20/israel-propaganda-vs-palestine-propaganda/

      Könntest du den Ball etwas flacher halten? Es sind hier nicht nur alte, weiße Männer und die Verdächtigung, man sei hier antisemitisch, halte ich für eine typische Verschwörungstheorie, die Leute ins Feld führen, die sich nicht mit der Sache beschäftige wollen.

      PS. Dank an Peter Pan

  8. Wenn an die 5000 namentlich bekannte getötete Kinder mit Selbstverteidigung begründet werden, bin ich raus aus dieser Gesellschaft. Es ist unstriitig, dass Israel mit seinem Territorium von 1967 nicht zufrieden ist, und deshalb ja auch schon mal die Sinai-Halbinsel besetzt hatte, Es ist in aller Welt bekannt, dass im Westjordanland Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben werden und sich israelische Siedler dann dort niederlassen. Es ist kein Antisemitismus, wenn man dafür ist, dass sich Israel auf sein zugesprochenes Territoium von 1967 beschränken soll. Und es ist auch kein Antisemitismus, wenn man, wie ein gewisser Herr Kennedy, darauf hinweist, dass die Unterstützung Israels in erster Linie amerikanischen Interessen dient. Mir ist der Islamismus genauso fremd die die jüdische Religion. Propaganda von beiden Seiten dient nur der Aufeinanderhetzung der Bevölkerungen. Menschenleben spielen keine Rolle.

  9. Die Hamas stellt die komplette Struktur in Gaza und hebt selber jeden Schutzstatus für zivile Einrichtungen auf. Das ist ja die Methode von Terroristen, feige morden mit Zivilisten als Schutzschild. Nur Israel kann den friedlichen Menschen in Gaza helfem.

    Wir Deutsche sollten uns lieber mit unseren Terroristen und Terrorbefürwortern beschäftigen und Deutschland von jeglicher Unterdrückung, Selbstzerstörung und Deutschhassern befreien, sonst kommt bald der Halbmond auf die Bundesflagge.

    Ich erinnere an den Aufruf von Recep Tayyip Erdoğan: “Macht fünf Kinder, nicht drei”
    Das Resultat konnte man am Samstag Abend wieder bewundern, soviel zum Integrationswillen und zur Identifikation der Gäste mit ihrer neuen “Heimat”.

    Für die deutsche Muttersprache, für das deutsche Vaterland, für Freiheit statt Sozialismus!

    1. Na, da hat es sie aber schwer fertig gemacht, dass die mAnNsChAfT das Maul gestopft bekommen hat. Da sie ja heute wieder im Dauerjammermodus unterwegs sind, übersende ich ihnen hiermit eine virtuelle XXXXXXL-Packung Taschentücher. Die können sie dann vollottern, sie haben ja sonst nichts zu tun.
      Nebenbei können sie dann auch an ihrer heißgeliebten “Muttersprache” feilen, da ruckelt es ja gewaltig. Positiver Nebeneffekt: das erste Mal in ihrem sonst trostlosen Leben würden sie sich nützlich machen.

      1. … eine etwas simple Antwort, oder? Aber das merken Sie mglw. sicher selber: Beleidigungen, persönliche Angriffe, Unterstellungen… Und mit Verbalien wie “ihrer heißgeliebten „Muttersprache“ ” kann sicher jeder hier Ihre Ethnie feststellen.

        So isses eben, wenn man seit Generationen die Cousine heiratet.

        1. Simpel gestrickte Menschen benötigen simpel gestrickte Ansprachen. Ist ja simpel. Mag für sie eine Regalstufe zu hoch sein, aber so isses eben, wenn der Stammbaum ein Kreis ist.

  10. https://antikrieg.com/aktuell/2023_11_20_palaestinenser.htm
    Derweil ereignet sich in Gaza eine schleichende Hunger- und Durst-Katastrophe.
    ” Die Situation im Süden, so Al-Halak weiter, ist erschreckend. Es gibt keine offenen Supermärkte oder Geschäfte und auch keine Lebensmittel. Es gibt zwar etwas Gemüse, aber das ist knapp und wird in den nächsten Tagen ausgehen”.
    In der Tat zerstört die israelische Militärkampagne jeden Aspekt des täglichen Lebens in Gaza – einschließlich der Infrastruktur, der Wirtschaft, der Landwirtschaft und der Versorgungsketten. Die Palästinenser werden von der unfassbaren Krise überrollt und kämpfen um ihr Überleben, während sie gleichzeitig ständige Luftangriffe, ein zusammenbrechendes Gesundheitssystem und keine sicheren Zonen, in denen sie Schutz suchen können, ertragen müssen. Mindestens 11.000 Palästinenser in Gaza, darunter 4.600 Kinder, wurden im vergangenen Monat bereits getötet, Tausende weitere wurden verletzt. Und ohne Zugang zu grundlegenden Gütern ist das Leben unzähliger weiterer Kinder und Familien bedroht.
    “Alles, was ich jetzt fürchte, ist, meine Kinder verhungern und verdursten zu sehen”, sagte ein palästinensischer Bewohner des Viertels Sheja’iya in Gaza-Stadt. “Die Angst vor israelischen Luftangriffen ist für uns zweitrangig geworden. Ich wünschte, meine Kinder und ich könnten von einem Luftangriff getroffen werden, anstatt langsam zu sterben, weil wir nicht genug zu essen haben. Wenn wir von einem Flugzeug getroffen würden, würde ich wenigstens nicht um meine Kinder trauern, sondern mit ihnen sterben. Aber jetzt, angesichts der Lebensmittelknappheit, fürchte ich den Tag, an dem ich meine Kinder verhungern sehe und ich sie nicht retten kann.”

    Im übrigen denke ich, dass es weitaus mehr Tote und Verwundete gibt, denn erstens mal können die, so weit ich das weiß, nicht mehr registriert werden und zweitens liegen wohl Tausende noch unter den täglich mehr werdenden Trümmern.

  11. Ich vermisse die mitteilung, dass die HAMAS-Terroristen ihre ausweise bzw. pässe im “terrortunnel” (von unglaublichen 55m länge!!!) vergessen haben. Ausserdem bleibt völlig unterbelichtet, dass eine sprengstoffwiderständige stahltür natürlich eine mörderische und daher geächtete angriffswaffe darstellt.

  12. Das Gaza-Kaffeesatzlesen hat hier wohl die Ukraine-Glaskugel abgelöst. Erkenntnisgewinn und Hinterfragen des Mainstreams prägen m.E. weder das eine noch das andere.

    Erstmals hat das israelische Militär einen glaubhaften Beweis dafür vorgelegt, dass das Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-City für Geiseln aus Israel benutzt wurde.

    Starker Einleitungssatz, der aber nur auf Konjunktiven gebaut ist und am Ende wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.

    Noch beweiskräftiger scheint ein anderes Video zu sein

    Ein Wächter (?) scheint ihnen den Weg zu räumen

    Das könnte darauf hindeuten

    lässt sich nicht sagen

    gehandelt haben soll

    Das könnte (…) hinweisen

    Nein, daran ist überhaupt nichts beweiskräftig. Dass sind allenfalls Indizien und häufig nicht einmal das – es handelt sich bloß um (aus irgendeinem Betrachtungswinkel) aufgenommene Bilder, Videoschnipsel und Berichte.

    Man kennt es aus der Ukraine- und von sonstigen Konfliktschauplätzen und den entsprechenden Twitter-Telegram-Co-KG-Hahnenkämpfen. „Wir haben ein Kriegsschiff versenkt! Kikeriki!“ – „Es fährt gerade in den Hafen. Muh!“ – „Dann haben wir es beschädigt! Mäh!“ – „Es sieht ziemlich normal aus. Blök!“ – „Dann haben wir es zumindest versucht! Und es genügt, dass man sich vorstellen kann, dass wir es versenkt haben könnten.“ Erinnert mich an die Rammsteindebatte – es genügt, dass man sich vorstellen kann, dass es aufgrund der heutigen Verhältnisse / aufgrund historischer Begebenheiten / aufgrund von Fleischwurst genauso abgelaufen sein könnte wie behauptet. Ja, Einbildung ist auch eine Bildung, aber vor Gericht leider wenig zu gebrauchen.

    Denn wer emittiert und kommentiert diese ganze „Quellen“? Letztlich nur die jeweiligen Konfliktparteien und ihnen zuarbeitende Aktivisten. Oder besser gesagt: Lobbyisten. Hier wird sich – zurecht – über „Pallywood“ beklagt. Bei neuen Folgen aus „Zahalywood“ oder „Selenskyjwood“ herrscht dagegen Schweigen im Walde. Die Wahrheit findet sich wie üblich nämlich nicht in der Mitte, sondern irgendwo im Nebel des Krieges, den alle Seiten fleißig befeuern. Und ja – ich poste hier auch gerne Links. Aber ich setzte einfach voraus, dass die Mitleser die genauso kritisch anfassen, wie alle übrigen. Und wie es auch Overton tun sollte. Hier will ja „der“ Mainstream hinterfragt und „alternative Perspektiven“ aufgezeigt werden. Da wäre eine Medienkritik des Umgangs mit solchen Videos und „Beweisbildern“ oder des Gazettenfurors mal weitaus angepasster als die tägliche Zusammenfassung der aktuellen (angeblichen) Frontlage.

    Immerhin hält der Autor zwischendrin zustimmungspflichtig fest, was er auch unter den „glaubhaften Beweis“ oder gleich unter die ganze Geschichte hätte schreiben können:

    Die Geschichte ist nicht sehr überzeugen.

    Ansonsten noch dieses Money quote:

    Die Soldatin sei in einer Wohnung in der Nähe des Krankenhauses gefangen gehalten worden und von einem israelischen Luftangriff verletzt worden, aber nicht tödlich, während ihr Bewacher dabei umgekommen sei.

    Hach, das erinnert mich an Pispers und seinen Sketch über die US-Hight-Tech-Bomben. Das Land sei zwar nicht fähig Maschinen zu bauen, die Wahlzettel zählen, aber Bomben, die so präzise sind, dass sie aus x-Kilometern Höhe und Entfernung abgefeuert, exakt um die eigenen Geiseln und fremde Zivilisten herumfliegen und nur die fiesen Terroristen treffen. Wenn eine Geisel oder ein Zivilist im letzten Moment dumm zur Seite springt, kann man natürlich nichts machen.

    In weiteren Meldungen:

    Inzwischen behaupten israelische Stellen, der Überfall auf das Festivalgelände sei ein Zufallstreffer gewesen. Die Hamas-Kämpfer hätten es zufällig mit Drohnen entdeckt und seien eben hingefahren. Und viele Besucher seien da schon weggewesen. Wir erinnern uns: Anfangs wurde von einem langgeplanten, präzisen Raid gesprochen. Das Festival sei gezielt ausgewählt worden. Diese These war so unglaubwürdig, dass man jetzt den backtrack macht und das Gesabbel vom „Zufallstreffer“ und „per Drohne entdeckt“ absondert.

    Ich bleibe dabei: Das Festival ist bewusst in die Gegend verlegt worden, um zum Fanal gemacht zu werden. Eine Art Bataclan^2. Von den innerisraelischen Gegnern Netanjahus oder sonstigen Leuten, die ein Interesse an dem Spektakel haben. Und nein – ich habe keine Beweise und Indizien dafür. Wie auch? Sitze ja nicht bei denen mit im Raum. Es sind nur Überlegungen. Meine Argumente und kritischen Anmerkungen dazu habe ich vor über einem Monat unter den entsprechenden Artikeln gepostet, falls es Wayne juckt.

    1. Wie so ausgerechnet, sollte die Hamas genau daß Machen, was der Mossad sich ausgeheck hat? Um am Ende mit dem nackten Arsch an der Wand zu stehen? Weil gerade der ganze Gazastreifen, von Zahal richtig auf links gedreht wird!

      Frage hier für Grün und Blau die ja sowieso immer an allem Schuld sind

        1. Ne, ich denke der Mitforist bezieht sich auf meine Witze, die ich hier immer poste und in denen die beiden Juden Blau und Grün die Hauptprotagonisten sind.

      1. @ Tanz der Teufel

        Also Blau und Grün sind doch nicht immer an allem schuld – die erleben bloß jede Menge Abenteuer. Ein paar poste ich sogar gleich noch unten.

        Was Ihren Einwurf betrifft – ja, den höre ich natürlich öfter. Aber zum einen ist für Gaza gar nicht der Mossad zuständig. Zum anderen – läuft im Leben immer alles so wie geplant? „Die“ Hamas beabsichtigte sicherlich nicht, dass sie nach 10/7 „richtig auf links gedreht wird“.

        Aber vor allem glaube ich, dass es weder „die“ Hamas noch „die“ israelische Regierung noch „die“ Netanjahu-Fraktion gibt. Sondern sich die Eliten hier wie dort aus einem Reigen an temporär zueinander antagonistisch stehenden wie temporär miteinander alliierten Gruppen zusammensetzen, die eben ihre Interessenkämpfe etc. ausfechten. Mitunter ziehen sich die Gräben mitten durch eine Regierung. Das erhöht die Gefahr ungewollt produzierter Ereignisse und Ergebnisse.

        Meiner Meinung nach hat entweder eine Netanjahu-feindliche Allianz oder bestimmte radikale Kräfte innerhalb seines Lagers bei 10/7 mit Gruppen aus Gaza zusammengewirkt. Das würde mich zumindest nicht verwundern, denn die Hamas wurde bekanntlich von Tel Aviv jahrelang protegiert und mitaufgebaut und es bestehen sicherlich bis heute Kanäle. Davon abgesehen, dass ganz Gaza und die Westbank von Spitzeln und V-Leuten durchsetzt und von den Fünf, Sechs, Sieben Augen permanent durchleuchtet werden.

        Das “pro-palästinensische Lager” mag nun seinen „Triumph“ feiern, aber ich glaube, dass etwas anderes hinter 10/7 steckt. Die Aktion brauchte mehr Mitwirkung. Mag sein, wenn einzelne israelische Sicherheitseinrichtungen ausgefallen wären. Aber nicht so viele oder schlichtweg alle. Nein – in meinen Augen wollten gewisse Rivalen in Politik, Gesellschaft und Armee Netanjahu schwächen und deren Kooperationspartner in Gaza wiederum wollten neue Geiseln bekommen, um sie auszutauschen. Damit hatte man einen Deal und die Aussicht auf eine Win-win-Situation. So kamen die Palästinenser-Gruppen ins Bott, aber letztlich hat die Aktion dann den Rahmen ihrer Planungen und Erwartungen gesprengt.

        Ob das auch für deren israelischen „Partner“ gilt, weiß ich nicht. Vielleicht haben sie die Gaza-Leute über den Tisch gezogen, wie das unter Verbrechern ja mal vorkommt, vielleicht waren sie selbst überrascht wie sich 10/7 entwickelte. Auf jeden Fall haben sie Netanjahus Bild und Position starken Schaden zugefügt.

        Und der wiederum und seine Leute reagierten, wie ein Stier, der ein rotes Tuch sieht. Sie wollen Rache für den Schlag, den man ihnen versetzt hat, für die Aktion des anderen Lagers an sich und sie wollen natürlich an der Macht bleiben (Bibi allein wegen seiner ganzen Verfahren). Im Grunde wollen sie alles Mögliche und einige am liebsten gleich noch langgehegte Träume und Projekte (z. B. Palästinenser vertreiben) umsetzen. Alles ruft durcheinander, alles will handeln, keiner hat den Durchblick und das Ergebnis sieht man jetzt. Außer Bomben kein Plan.

        Gut möglich auch, dass „das“ Netanjahu-Lager im Vorfeld noch Wind von der Aktion bekam und es bewusst verschlimmerte, um ein Fanal zu haben. Zynisch gesprochen: bei nur drei entführten Omas hätte man keine Gaza-Kampagne lostreten können, zumindest keine in der jetzigen Form. Bei einem Bataclan^2 sieht das schon anders aus.

        Also, letztlich ist es für mich israelisches Eliten-infighting auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung, der eigenen Soldaten und natürlich dem der Palästinenser. Und dass es infighting ist, zeigt sich doch auch daran, dass die Hisbollah nicht von Anfang an mit dabei war und explizit darauf hinwies, nicht eingebunden gewesen zu sein. Natürlich nicht, warum sollte Tel Aviv die auch einbinden? Und wenn die “Achse des Widerstands” so geeint ist, wie es immer heißt – warum kommt sie dann nicht vor einer solchen Aktion überein? Zumal sie auch jetzt im Grunde nichts außer Nadelstichen vermag.

        Aber gut – wir können unterschiedlicher Meinung sein. Wenn Sie es anders sehen, geht das für mich vollauf in Ordnung. Ich will hier niemanden bekehren, stelle bloß meine Gedanken ein. Und die können danebenliegen.

  13. So und hier noch ein paar Witze für die Artikel der letzten Tage… Humor braucht der Mensch!

    Blau will einen Hund kaufen und geht in Grüns Tierhandlung. Vor einem Irischen Wolfshund bleibt er interessiert stehen.

    „Kostet 300 Złoty.“, meint Grün.

    Blau geht weiter und zeigt auf einen Rottweiler.

    „500 Złoty.“, erwidert Verkäufer Grün.

    Blau geht abermals weiter und erblickt einen süßen Jack Russell Terrier.

    „1000 Złoty.“, sagt Grün.

    Schließlich kommt er vor die Box eines winzigen Chihuahuas und betrachtet den fasziniert.

    „Macht 2000 Złoty.“, äußert Grün beflissen.

    „Sagen Sie, Grün.“, fragt Blau da neugierig. „Wie viel kostet bei Ihnen eigentlich gar kein Hund?“

    Blau gibt bei der Post ein Telegramm an seinen Geschäftsfreund Grün auf:

    „Akzeptiere Ihre Offerte. Brief folgt. Hochachtungsvoll Blau.“

    Der Schalterbeamte dreht sich zu ihm hin und meint: „Also das „Hochachtungsvoll“ können Sie ruhig weglassen.“

    Darauf Blau: „Nanu– woher kennen Sie denn den Grün?“

    Blau und Grün treffen sich im Park und unterhalten sich mal wieder. Fragt Grün den Blau:

    „Sagen Sie, Herr Kommerzienrat, Ihr Herr Sohn studiert doch in Wien? Was wird er sein, wenn er fertig ist?“

    Darauf Blau: „Ich fürchte: ein armer, alter Jude.“

    Grün, der gerade fünfzig geworden ist, möchte ein zwanzigjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft heiraten. Blau als guter Freund kommt zu ihm und will ihm abraten:

    „Bedenk doch mal, Grün. In zehn Jahren bist Du sechzig und Sie dreißig. Nach weiteren zehn Jahren bist du siebzig und sie vierzig…“

    „Ja und?“, blafft ihn Grün an.

    „Ja und?!“, wiederholt Blau. „Na, für was brauchst Du denn dann mit siebzig so eine alte Frau?“

    Der Melamed Grün übersetzt Klein Blau aus der Bibel: „„Watamot“ – ist gestorben. „Sara“ – Sara. Also – wer ist gestorben, Moshe?“

    Klein Blau: „Watamot ist gestorben.“

    Der Melamed: „Aber nein, Du Dummerchen! Du verstehst mich nicht. „Watamot“ heißt deutsch – ist gestorben. „Sara“ – Sara. Also – wer ist gestorben?“

    „Deutsch ist gestorben.“

    Grün: „Du Idiot! „Watamot“ – ist gestorben. Sara – Sara. „Watamot Sara“ – Sara ist gestorben. Also – wer ist gestorben?“

    Moshe, schluchzend: „Rebbe, ich kenn mich nicht mehr aus. Das ist ja die reinste Seuche hier! Erst ist Watamot gestorben, dann Deutsch und nun ist Sara auch gestorben.“

    Der Rabbi zu Blau: „Ihr seid ein übler Sünder! Wo ihr ein Stück Schweinefleisch seht, da beißt ihr hinein. Und wo Ihr eine junge Christin erwischt, küsst ihr Sie!“

    „Rebbe Grün“, entgegnet Blau. „Ich bin nebbich meschugge!“

    „Unsinn!“, antwortet der Rabbiner. „Wenn ihr den Speck küssen und die Christinnen beißen würdet, dann wärt ihr meschugge. So seid Ihr doch ganz normal!“

    Und zudem noch den hier:

    Es ist Montag, der 24. Juni 2024. Vormittag klingelt an der Rezeption des Teamhotels der deutschen Nationalmannschaft das Telefon. Der Rezeptionist nimmt ab und ein Mann meldet sich, der gerne Cheftrainer Julian Nagelsmann sprechen möchte. Daraufhin antwortet der Rezeptionist:

    „Tut mir leid, gnädiger Herr. Die deutsche Nationalmannschaft hat gestern auch ihr letztes Vorrundenspiel gegen Albanien verloren und ist bei ihrer Heim-EM sang- und klanglos als Gruppenletzter ausgeschieden. Der Cheftrainer hat bereits das Handtuch geworfen, die Spieler haben sich in alle Himmelsrichtungen zerstreut und beim DFB herrscht jetzt das totale Chaos.“

    Der Mann bedankt sich für die Information und beendet das Gespräch.

    Fünf Minuten später klingelt abermals das Telefon. Wieder hebt der Rezeptionist ab und wieder meldet sich der Mann und möchte erneut Cheftrainer Julian Nagelsmann sprechen.

    „Tut mir leid, gnädiger Herr“, antwortet der Rezeptionist. „Wie gerade erklärt, hat die deutsche Nationalmannschaft gestern auch ihr letztes Vorrundenspiel gegen Albanien verloren und ist bei ihrer Heim-EM sang- und klanglos als Gruppenletzter ausgeschieden. Herr Nagelsmann hat das Handtuch geworfen, die Spieler haben sich in alle Himmelsrichtungen zerstreut und beim DFB herrscht das totale Chaos.“

    Der Mann bedankt sich wieder für die Information und legt auf.

    Fünf Minuten später klingelt das Telefon erneut. Abermals ist der Mann am Apparat und verlangt Cheftrainer Nagelsmann zu sprechen und abermals erklärt der Rezeptionist geduldig, warum das nicht gehe. Das Spielchen wiederholt sich dann noch ein paar Mal, bis dem Rezeptionisten schließlich der Geduldsfaden reißt:

    „Hören Sie, guter Mann. Ich habe Ihnen gerade zum siebten oder achten Mal erklärt, dass Herr Nagelsmann nicht zu erreichen ist, weil er das Handtuch geworfen hat, nachdem sich die Deutschen bei ihrer eigenen Heim-EM gestern bis auf die Knochen blamiert haben und beim DFB nun das totale Chaos herrscht! Sind Sie etwa schwer von Begriff oder was?“

    „Nein.“, antwortet der Mann. „Ich bin bloß Holländer und kann das einfach nicht oft genug hören!“

    PS: Wer jetzt fragt, was der letzte Schwank denn bitteschön mit jüdischem Humor zu tun haben soll– nun im Original ists statt einem niederländischen Anrufer Blau, der im Frühsommer ’45 zu einem Kiosk geht. Und er verlangt keinen Fußballtrainer, sondern den Völkischen Beobachter

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