
Der gegenwärtig weltweit aufblühende repressive Autoritarismus und Faschismus müsste nachgerade Linke, mithin linkes Denken, auf den Plan rufen. Warum geschieht das nicht?
Bereits 1992 stellte der britische Sozialtheoretiker und Politikwissenschaftler Steven Lukes die doppeldeutige Frage “What is Left?”, die sowohl auf die Definition des gesellschaftlichen und politischen Linken zielte als auch auf die Erörterung dessen, was von ihm nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion übriggeblieben sei. Rund ein Jahrzehnt später hat er dazu ein kleines Buch veröffentlicht, in welchem er im Hinblick auf die Beendigung des Kalten Krieges, die Dominanz neoliberaler Politik und die programmatische Entleerung vieler linker Parteien der Frage nachging, ob der Begriff “links” noch einen normativen Gehalt wahre oder sich historisch vollends erledigt habe.
Seine klare Antwort lautete, dass “Links” zwar nicht tot sei, aber neu bestimmt werden müsse. Dezidiert grenzte er sich dabei ab vom orthodoxen Marxismus und staatlichen Zentralismus, vom ökonomischen Determinismus und von der Idee, dass Geschichte zwangsläufig in eine sozialistische Zukunft führe. Diese Vorstellungen galten ihm als politisch gescheitert und moralisch diskreditiert. Stattdessen redete er dem normativen Kern des Linken das Wort; “links” sei eher eine moralische Orientierung. Es gelte, ungerechtfertigte Ungleichheit zu bekämpfen und eine Sensibilität für strukturelle Machtasymmetrien zu entfalten, mithin Macht und ihre Auswirkungen sichtbar zu machen. Zugleich müsse Solidarität zur Norm erhoben und kollektive Verantwortung betont werden. Den Universalismus begriff Lukes als Skepsis gegenüber rein identitätspolitischen oder partikularen linken Ansätzen; Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit seien für alle, nicht nur für bestimmte Gruppen zu postulieren.
Am 8.1.2026 hat der bedeutende Soziologe Richard Sennett der “Frankfurter Rundschau” ein bemerkenswertes Interview gegeben. Wie zu erwarten, ging es vordringlich um Donald Trump bzw. um die unmittelbare Drohung, die von seiner globalen Politik ausgeht. Sennett orakelt, dass die Grönland-Krise die Nato binnen Wochen zerstören könnte. Denn würde Trump Grönland einnehmen, träte der Fall ein, dass ein Nato-Mitglied faktisch das Territorium eines anderen Mitglieds an sich reißt: “Entweder die übrigen Staaten reagieren – dann ist das Bündnis durch offenen Konflikt zerstört. Oder sie reagieren nicht – dann ist es politisch erledigt. In beiden Fällen wäre die Nato funktionslos.” Er halte das für ein realistisches Szenario und macht keinen Hehl aus seiner Angst vor einem möglich gewordenen Krieg in Europa.
Er vergleicht gar die Lage mit München 1938, und erklärt dies mit der Schwäche der Europäischen Union, deren Führer sich hinter “Komplexität” versteckten. “Die Lage ist kompliziert” sei die sicherste Zuflucht für Politiker: “Sie schafft einen öffentlichen Raum der Untätigkeit, während sie hinter den Kulissen manövrieren. Das war Neville Chamberlains fataler Fehler. Beschwichtigung in der Öffentlichkeit, Vorbereitung hinter den Kulissen. Churchill verstand, daß dies nicht funktioniert. Man kann nicht öffentlich beschwichtigen und erwarten, dass sich die Gesellschaften im Hintergrund still mobilisieren. Führung erfordert Klarheit, insbesondere wenn die Architektur des Friedens selbst auf dem Spiel steht.” Eine erschreckend geringe Rolle spielten dabei internationale Institutionen, wobei ihn die völlige Bedeutungslosigkeit der Vereinten Nationen besonders traurig mache.
Und es ist in diesem Zusammenhang, daß er auch auf die Linke zu sprechen kommt. Die amerikanische Politik sei ihm ein echtes Rätsel: “Kategorien wie links und rechts erfassen diese Komplexität nicht. Selbst Klassenanalysen greifen oft zu kurz.” Gefragt, ob er glaube, dass wir in eine Epoche der Kriege eintreten, antwortet Sennett: “Ja. Das glaube ich. Und das ist für die Linke besonders schwer zu akzeptieren. Ich zähle mich selbst zur Linken, genauer gesagt zu einer bürgerlichen Linken. Wir haben lange geglaubt, dass Regeln, Institutionen, Zwischeninstanzen Macht bändigen können. Dass das der Normalzustand ist. Aber wir sind nicht in einem normalen Moment. Und viele Linke behandeln diesen Ausnahmezustand so, als wäre er Routine.” Und auf die folgende Frage, ob die Linke, “so wie sie heute besteht und ausgeprägt ist, darauf überhaupt noch antworten” könne, gibt er die Antwort: “In den USA wird das sicher passieren. Hier in Europa bin ich mir nicht sicher. In Großbritannien sehe ich im Moment keinen wirklichen linken Widerstand. Die Linke ist erschöpft, defensiv, ohne klare Antwort. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir – die Linke – im Moment die Lösung dieses Problems sind.”
Die Grundeinstellung der beiden hier angeführten Sozialwissenschaftler bedarf der Erörterung. Während der erste den Marxismus gleich ganz verwirft, deutet der andere dasselbe an, indem er sich selbst als einen “bürgerlichen Linken” apostrophiert. Während Lukes “links” nur noch als eine moralische Orientierung gelten lässt, registriert Sennett vor allem die Erschöpfung der Linken. Aber wenn Moral im bestehenden Machtgefüge vor allem durch den Herrschaftsapparat bestimmt wird (das wussten Linke einstmals am besten), dann verkommt moralische Orientierung allzu schnell zur Ideologie des schlecht Bestehenden oder sie ist zur Paralyse verurteilt, denn die real stärkere Herrschaft braucht sich entweder nicht um die Kritik der zur Ohnmacht verurteilten linken Opposition zu kümmern oder sie integriert sie gleich liberal in das Herrschaftgefüge.
Der Marxist Ernst Bloch hat die Kritik am Sowjetkommunismus als historisches Strukturproblem formuliert: “Hier wurde ein Dach auf den Boden gesetzt, die erste Etage und die zweite fehlen völlig: wo sind da Zimmer und Räume möglich? War es da nicht ganz gesetzmäßig […], daß sich Theorie in dieser Praxis bis zur Unkenntlichkeit verändern mußte? Wäre dasselbe in einem westeuropäischen Land eingetreten?” In der Tat war das agrarische, industriell zurückgebliebene zaristische Russland, ein Land, das keine bürgerliche Revolution, mithin auch noch nicht die Heraufkunft eines Proletariats gekannt hat, das denkbar unvorbereitetste Land für eine sozialistische Revolution.
Was sich viele Feinde des Sozialismus nicht klarmachen, wenn sie den Untergang des Sowjetkommunismus als historische Entscheidung im Kampf zwischen Kapitalismus und Kommunismus feiern, mithin daraus auch eine historiosophische Schlussfolgerung und endgültige Entscheidung gezogen haben wollen, ist, dass dieser Einwand Blochs sich gerade auf Wesentliches in Marxens Denken berufen durfte. Denn – lapidar ausgedrückt – hätte der schiere Gedanke, daß die proletarische Revolution gerade im besagten zaristischen Russland ausbrechen werde, Marx gewiss entsetzt. Nicht der Sozialismus ist diskreditiert worden (den Sozialismus im Marxschen Sinne hat es noch nie gegeben), sondern der Versuch, ihn unter historischen Bedingungen zu verwirklichen, die seinem emanzipativen Wesen widersprachen. Das sei hier kurz erläutert.
Bei Marx ist der wahre revolutionäre Umbruch stets das Ergebnis eines evolutionären Vorlaufs, der erst dann den Umschlag hervorbringt, wenn der Widerspruch zwischen dem, was sich gesellschaftlich real in der Basis entwickelt hat, und dem Bewusstsein dieser realen Entwicklung, wie es sich im Überbau niederschlägt, nicht mehr zu halten ist und eine Entscheidung erfordert. Das ist die sogenannte revolutionäre Situation – sie ist historisch entstanden und manifestiert sich als Strukturproblem. Man kann also nicht einfach mal so „eine Revolution beschließen“, gleichsam als Gedankenspiel. Die Revolution ist, Marx zufolge, den gesellschaftlichen Bedingungen, aus denen sie hervorgeht, insofern unterworfen, als es bei ihm keine künstlichen Sprünge geben kann: Eine jede historische Phase muss sich ihrem System gemäß voll verwirklicht haben, ehe sie in die nächste revolutionär übergehen kann.
Wenn wir also von den drei zentralen Phasen in der Neuzeit ausgehen, die für Marx die Abfolge der aus den materiellen Bedingungen entstanden Produktionsweisen darstellen, lässt sich sagen, dass der bürgerliche Kapitalismus erst dann die neue gesellschaftliche Formation bilden kann, wenn sich der Feudalismus voll entfaltet, quasi sich vollendet hat. Und so auch beim Sozialismus: Er kann erst dann aus dem Kapitalismus erwachsen, wenn dieser an die Grenzen seiner Entfaltung gelangt ist, sich sozusagen überlebt hat. Das war in Russland von 1917 mitnichten der Fall.
Nun darf man mit Recht behaupten, daß es in der Geschichte keinen genauen, schon gar nicht einen verpflichtenden Zeitplan gebe. Es gibt auch keine Irrwege. Eingetreten ist historisch stets, was in der Logik des Bestehenden lag. Bedauern kann man im nachhinein, dass die alternativen Optionen, die dem Bestehenden innewohnten, nicht wahrgenommen wurden. Linkes Denken hatte seinem eigenen Anspruch nach immer das Emanzipative, also die Freiheit des Menschen, vor Augen. Aber solange sich diese freiheitliche Ausrichtung mit der Ambition des Wünschbaren begnügte, konnte sie sehr leicht der Macht bestehender Gewalt unterworfen werden. Das meinte Marx mit dem berühmt gewordenen Diktum: “Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.” Und die angestrebte Veränderung war immer notwendig auf die Massen der jeweiligen Gesellschaft angewiesen. Ohne ein gemeinsames Interesse (zumindest des allergrößten Teils) der Bevölkerung, einen sozialen Wandel politisch herbeizuführen, konnte der wie immer emanzipativ ausgerichtete theoretische Anspruch auf eine Neuordnung der Gesellschaft nur im Utopischen verharren bzw. in einem repressiven Machtapparat münden.
Wenn also Richard Sennett sagt: “Die Linke ist erschöpft, defensiv, ohne klare Antwort. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir – die Linke – im Moment die Lösung dieses Problems sind”, dann geht es über die gegenwärtige Zustandsbeschreibung hinaus. Eine erschöpfte Linke sollte sich schlafen legen (was sie an vielen Orten der Welt schon seit geraumer Zeit tut). Aber der Grund für die Erschöpfung liegt nicht nur in der Vergeblichkeit ihrer Anstrengung, sondern vor allem in der sich perpetuierenden Erfahrung, dass sie in der Bevölkerung keinen festen Anker mehr hat. Was sie gegenwärtig an Anhängerschaft aufzuweisen vermag, ist längst ausgeschöpft – es reicht bei weitem nicht aus, um einen wirklichen politisch-sozialen Wandel anzutreiben.
Was immer der Sowjetkommunismus in linker Hinsicht gewesen sein mag (bzw. eben nicht gewesen ist), bot er auf der Weltbühne des 20. Jahrhunderts zumindest den Gegenentwurf zum Kapitalismus und bildete eben darin (wie immer ideologisch und verzerrt) die Raison d’être für den sozialen Anker linker Bewegungen in der Welt. Der Zusammenbruch der Sowjetunion war für das Linke nicht nur in dieser Hinsicht ein Schlag, sondern auch, weil er für viele Anhänger des Sozialismus mit dessen moralischen Diskreditierung einherging (wie Steven Lukes bereits in den 1990er Jahren behauptete). Das Entscheidende war aber, dass sich kein gesellschaftlich relevanter und praktikabler Impuls für einen neuen Gegenentwurf zu Bestehendem zu entfalten vermochte.
Was Herbert Marcuse schon in den 1960er Jahren als die “eindimensionale Gesellschaft” diagnostizierte, sollte sich mit dem Wegfall der letzten Reste der negierenden Kräfte in der Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht nur tragisch bewahrheiten, sondern sogar in das umschlagen, was Richard Sennett so ratlos macht und ängstigt: das anti-emanzipative Aufleben und die Neuentfaltung autoritärer und faschistischer Kräfte in verschiedenen Regionen der Welt. Am Ende seines FR-Interviews sagt er, die fahle Tröstung der Historiosophie bemühend: “Natürlich hält nichts ewig. Vielleicht ist das alles in zehn Jahren vorbei. Vielleicht gibt es einen neuen Krieg, und danach sagen die Menschen wieder: Das darf nie wieder passieren. Dann entsteht erneut eine internationale Architektur. Ich werde das nicht mehr erleben […] Aber es wäre eine Schande, das einfach passiv geschehen zu lassen.”
Nun, Schande ist keine Kategorie wissenschaftlicher Analyse. Die Menschen selbst müssen nicht nur wollen, dass das nie wieder passiert, sondern diesen (ihren) Willen in eine neue gesellschaftlich signifikante Macht umsetzen, die den emanzipativen Gegenentwurf zum schlecht Bestehenden praktiziert. Aber “die Menschen” gibt es ja nicht; es bedarf einer linken Emphase, um eine historische Wende herbeizuführen. In der gegenwärtig vorherrschenden historischen Finsternis muss man Sennett leider beipflichten, wenn er sagt: “Ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß wir – die Linke – im Moment die Lösung dieses Problems sind.”
Darf man aber noch hoffen, dass das Linke zum globalen Gegenentwurf zu “diesem Problem” zu avancieren vermag? Sollte man diese Frage vorschnell verneinen, ist man auf die elementare Frage zurückgeworfen, wie es um die Freiheit des Menschen bestellt sei, vor allem aber, ob Freiheit überhaupt noch als Ziel der menschlichen Emanzipation gelten darf.




Die „Linke“ hat sich an das globale Finanzkapital verkauft. Mehr ist nicht.
„die Linke“ oder ein paar „linke“ Anführer?
Das Fußvolk ist nur „Herde“. Die blöken das nach, was die Anführer vorgeben.
Richtige Linke hätten einen Ramelow, Gysi, Bartsch, van Aken, Ritter usw. nicht als Vorturner gewählt.
„Die Linke“ wohl kaum. Allenfalls die Sozen und die Grünen, die jetzt den Neoliberalismus propagieren. Nicht anders als die Rechten.
@NoCommentsie
Man sollte nicht von Linken reden wenn man Scheinlinke meint, die gerade dabei sind die Nazis durch ihre Hilfe an die Macht zu bringen.
Das Problem liegt an den Leuten selber da sie ihre Intressen delegieren statt sie selbst in die Hand zu nehmen.
Mit dem Untergang des sozialistischen Modells 1989/91 verlor die Linke (als politische Richtung) ihre ideologische Basis und ihr Potential als politische Alternative. Von diesem Schlag hat sie sich bis heute nicht erholt. Sie wird vom herrschenden Neoliberalismus nur noch bei Orchideen-Themen geduldet, die er selbst für seine Zwecke und zur Demokratie-Simulation ausnutzen kann.
Das ist mir doch ein wenig zu kurz gegriffen, auch wenn Du im Kern wohl recht hast, gibt es doch auch Bewegungen linker Ideale, die nicht vom Sozialismus oder Kommunismus träumen.
Das müssen sie ja auch nicht. Aber der „real existierende Sozialismus“ war eben real an der Macht und bot eine in die Zukunft gerichtete, mehr oder weniger realistische Projektionsfläche. Wie schlecht er in der Umsetzung tatsächlich war, spielte dabei kaum eine Rolle. Er war sichtbar „in der Welt“.
Linke, die von einem Linken Kapitalismus träumen? Gar von einem Kapitalismus mit menschlichem Anlitz?
+++!
So ist es! Kurz und knapp zusammengefasst. Herr Zuckermann ergießt sich lieber in einem langen ,eloquent geschriebenen Artikel, ohne das Kind beim Namen zu nennen. In den Wind geschrieben
Wie kam es zur Erschöpfung der Linken? Korrumpiert, unterwandert, materiell unterlegen, diskreditiert, verleumdet, verfolgt bis zur massenhaften Ausrottung – das alles jahrhundertelang, und dazu dann noch die eigenen Fehler, der Versuch der Anpassung, des Strebens nach den Fleischtöpfen im Parlamentarismus, die Entfremdung zwischen Basis und Führung, die Liste ließe sich fortsetzen.
Russland hatte damals – allen Unkenrufen der Theoretiker zum Trotz – eine revolutionäre Situation, entstanden, weil „die da unten nicht mehr wollten und die da oben nicht mehr konnten“. Sie haben sie damals genutzt. Genau solch einer Situation nähern wir uns gerade wieder: wenn die da unten nicht im Grabenkrieg krepieren oder gar im Atomblitz verglühen wollen und die da oben das nicht verhindern können. Welche linke Partei macht das nun zum Thema? Damit könnte man sehr schön den Unterschied zwischen links und scheinlinks festmachen.
Und immer darauf achten: wenn die Meinungsführerschaft von einer Parteiführung monopolisiert werden möchte, kann die Mehrheit der Parteimitglieder doch anderer Meinung sein. Wenn diese Mehrheit keine Stimme bekommt, ist irgendwas mit der innerparteilichen Demokratie schiefgelaufen. Oder mit der innerparteilichen Meinungsbildung…
Zuckermann bestreitet nicht die revolutionäre Situation am Ende des Krieges in Russland. Die Russen hatten nach all dem Leid, dass der Krieg noch potenzierte, reichlich Anlass zur Revolte. Wenn ich in der Neuzeit erlebe, wie man Tränen über die Exekution der Zarenfamilie vergießt, ohne die Lebenslage der Massen unter deren Herrschaft auch nur zu erwähnen, ist die Absicht nicht wirklich gut verborgen.
Worauf Zuckermann aber verweist, ist der klassische marxistische Ansatz, dass eine Gesellschaftsordnung erst dann aufgehoben wird, wenn ihr gesamtes Potential ausgeschöpft ist und die in ihr entstandenen Widersprüche gelöst werden müssen.
Gemessen an der Länge eines menschlichen Lebens vollziehen sich historische Entwicklungen in sehr langen Zeiträumen. Und selbst Revolutionen, die in wenigen Tagen eine ungeheure Dynamik zu entfalten scheinen, brauchen viel Zeit, um Veränderungen zu erreichen, die oft nicht die sind, die sich die handelnden Menschen erhoffen. Von der Großen Französischen Revolution bis zu gefestigten bürgerlichen Verhältnissen vergeht rund ein halbes Jahrhundert.
Ob es an der Zeit ist, die Vorstellungen von Marx zu Grabe zu tragen, weil die erwarteten Revolutionen scheiterten ? Weil die bürgerliche Gesellschaft keineswegs ihr Potential erschöpfte und in der Folge sehr kraftvoll, erfolgreich und ungebrochen barbarisch agieren konnte? Ich kann das nicht wirklich beurteilen, auch wenn für mich alles dafür spricht.
Die Vorstellung aber, dass ganz am Ende einer geradezu zwangsläufigen historischen Entwicklung, die Aufhebung der bürgerlichen Gesellschaft und die menschliche Emanzipation stehen werden, hat gewiss was tröstliches. Das aber haben religiöse Bilder von einem besseren Leben nach dem Tod auch.
Marx aber schreibt im Manifest, einem Werk, das er wohl nicht wirklich mochte und zu dem er geradezu „gedrängt“ wurde, viel von geschichtlichem Optimismus. Aber, und das ist nur ein kurzes Stück, auch was ganz anderes, nämlich, dass die kämpfenden Klassen auch gemeinsam untergehen können. Das passt eigentlich nicht ins „Manifest“, wird für mich aber immer mehr zum Schlüsselsatz.
Ich denke neben dem Fehlen einer klar orientierten Partei oder Führung ist das größte Problem, das was sie mit diskreditieren, verleumden bezeichnen. Die über viele Jahrzehnte erfolgte Gehirnwäsche hat dazu geführt, dass in den maßgeblichen Industriestaaten so was wie ein revolutionäres Bewusstsein oder Klassenbewusstsein praktisch nicht mehr existiert. Die Bevölkerung ein orientierungsloser Haufen, mit völlig nebensächlichen Albernheiten wie verpeilten Klimadebatten, Genderdebatten, seichter Unterhaltung und gegenseitigem Neid befasst.. Wenn die die Unterdrückten doch mal politisch aktiv werden, dann wählen sie zuverlässig „rechtsextrem“. Was natürlich zu keiner Lösung der ursächlichen Probleme führt.
Eine Idee wird zur Kraft, wenn sie die Massen ergreift hieß es. Ich vermute die Massen ergreift hier nichts mehr.
Das Ende wird wohl so aussehen, wie in allen failed states. Die Macht bei wenigen Großkonzernen, kriminellen Organisationen, lokalen Banden. ständige Unsicherheit und Verteilungskämpfe. Vielleicht ist Haiti so eine Art Blaupause für die Zukunft.
Die autoritäre, etatistische, dogmatische und antifreiheitliche „Linke“(aus dem Parlamentarismus heraus bezeichnete (sic!))
ist tatsächlich endgültig verrottet und ihr Versagen würde einen unendlichen langen Text an Beispielen und Belegen beinhalten, für den mir meine Lebenszeit zu schade ist. Jede/r welche/r ehrlich mit sich selbst ist, kann sich seine eigenen Gedanken und Beispiele hierzu machen.
EIne freiheitliche, nicht auf die Eroberung des Staates, der Macht ausgerichtete Bewegung wurde eben auch von dieser „Linken“ bis aufs Blut bekämpft oder niedergeschlagen. Unzähliche Beispiele könnte man auch hierfür anführen…
Diese paternalistische Linke(vor allem ihre Großkopferten) wußte immer alles besser, unzähliche interne Kämpfe und Intriegen wurden ausgefochten, andersdenkende mindestens ausgeschlossen, geschnitten und schlimmeres…
Die Menge/Multitudo, der „general intellect“ hat sich von ihr abgewandt… selbstverschuldet bleibt sie nun zurück, ein Anachronismus, aus der Zeit gefallen und dem Vergessen übergeben.
Die Frage für mich lautet: was sollte erhalten bleiben, was war gut und nützlich, was tatsächlich anwendbar?
Mit Zwang und Gewalt läßt sich eben nicht dauerhaft etwas aufbauen…
Return to Zero, zurück auf 1.
Niemand,
stimme dir völlig zu!
Die autoritäre Linke interessiert sich nicht
für reale Emanzipation.
Sind nicht schon Engels und Marx Vorstellungen von einem „historischen“ Materialismus Esoterik pur?
Das Desaster des „Parteikommunismus“
hat der Sache einer realen Emanzipation
über Jahrzehnte hinaus geschadet. .
Die autoritäre Linke hat das Ziel sich durch einen Putsch in einem Elitenwechsel selbst
an die Macht zu bringen.
Sich selbst dabei ganz esoterisch als Elite zu definieren ist doch wohl bürgerliche Ideologie
reinsten Wassers?
Und Merkmal einer Sekte,
eines Religionsersatzes.
Und nach einem erfolgreichem Putsch werden
ganz konsequent abweichende
linke Positionen bekämpft.
Wieviele Todesurteile hat
der „heilige“ Che Guevara als Regierungsmitglied in Kuba zu verantworten?
Wie sind die Bolschewiki nach ihrem
„erfolgreichem Oktoberputsch“ mit Kronstadt und später mit der Machnowbewegung umgegangen?
Der Leninismus -eine Pest des Jahrhunderts?
+++++
Das Problem der meisten Linken ist, dass sie immer noch an den Marxismus glauben. Doch der Marxismus ist eine viel zu umfangreiche Theorie, um nicht an der Realität zu scheitern. Die Realität ist immer stärker als jede Theorie. Zeit ist nur jetzt. Auch Herr Zuckermann benutzt im zweiten Teil des Artikels noch Teile des marxschen Gebäudes, das sich fälschlicherweise als wissenschaftlich bezeichnet hat, um hier im 21. Jahrhundert weiter zu denken.
Mein Vorschlag ist, Karl Marx und ganz besonders seine Voraussagungen für die Zukunft, komplett zu vergessen. Diese Zukunft ist nicht eingetreten und deshalb sind wir in einer anderen Realität angekommen, wo die Kategorien von Kapital und seinen Gesetzen keine reale Bedeutung mehr haben. Sie sind nur noch Diskussionsmaterial, also ein mediales Phänomen. Dieses Denksystem ist überholt. Wir fahren auch nicht mehr mit der Benzinkutsche von Carl und Bertha Benz.
Links, wenn man das Wort noch benuztzen will, ist ein moralischer Anspruch, der gegen die Gesetze der feudalen Finanzmacht Gleichberechtigung, finanzielle und soziale Gerechtigkeit, Antimilitarismus und Friedfertigkeit verkündet. Und wenn jemand noch andere Prinzipien hinzufügen will, bitteschön. Mit dem, was die demokratische Partei in den USA vertritt, hat es nichts zu tun, auch nicht mit den Attitüden, die als links gelten: Gendern, Identitäts-Getue oder Multikulti-Gesellschaft. Ein neues Problem sind inzwischen die Medien. Die Menschen, die Menschlichkeit verkünden, kommen nicht zu Wort, sondern nur die Mächtigen, die Geld produzieren und diejenigen, die Waffen kaufen und dahin liefern, wo gerade Krieg ist. Es gibt ein besseres Leben, in der Realität. Für Einzelne und für die Gemeinschaft.
Alles, was und fehlt, ist die Solidarität.
„Solidarität“ ist wohl einer der am meisten verzerrten und am mannigfaltigst interpretierten Begriffe „unserer“ Sprache.
Selbst die Etymologie umschifft hier den eigentlichen Wortstamm und larviert sich im lat. Adjektiv „solidus“.
Das war ein alter Spruch von Rio Reiser, Ton Steine Scherben. Wie alle Patent-Sprüche nur ein Stimulans, das sich reimt.
„Solidarität“
Da der Begriff „Nationalsozialismus“ in Deutschland geschichtlich verbrannt ist, ersetzen ihn die Deutschen heute -Politiker und Bürger gleichermassen- durch den Begriff „Solidarität“. Ideologisch steht dahinter der gleiche Inhalt wie man es in 2020-21 schmerzvoll miterleben musste.
@Rob Kenius
Ich denke, man kann auch heute noch von Marx etwas lernen, nämlich das dialektische Denken von materialistischer Grundlage aus. Ein Denken, das sich grundsätzlich vom bürgerlichen Denken unterscheidet.
Bürgerliche Linke haben das in der Regel nicht erfasst, sie erfassen einige Aspekt im Werk von Marx und ruhen sich dann darauf aus, ohne es weiter zu entwickeln, etwa den aktuellen Verhältnissen anzupassen indem sie die gesellschaftlichen Widersprüche analysieren um daraus politische Entwicklungen zu gestalten.
👍 Dialektisches Denken ist aus der Mode gekommen. Wie soll das auch gehen, wenn 1989/91 die Geschichte geendet hatte und die einzig wirklich wahre Wahrheit (=Neoliberalismus) Sieger war. Dabei würde uns das jetzt aus der Krise führen und neue Perspektiven bieten – These, Antithese, Synthese.
ich kann da immer nur wieder Hauke Ritz empfehlen.
In seinem Buch
„vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas“ behandelt er im Kapitel 6.3 den gezielten Aufbau einer nichtkommunistischen Linken durch die CIA in den 50er Jahren.
Es war eine bewusste Abgleisung der Linken Ideen und die Umlenkung in neue Ideen durch eine Kulturindustrie die von Amerika gesteuert wurde.
Zitat:
„das Ziel müsste deshalb darin bestehen, eine nichtkommunistische Linke zu schaffen, die zu einem produktiven Teil einer kapitalistischen Gesellschaft werden könnte. dazu müsste der Fokus nicht mehr länger auf die Haupt Widersprüche des Kapitalismus, nämlich den Gegensatz von Kapital und Arbeit, Krieg und Frieden, Imperialismus versus Imperialismus Kritik gelegt werden.
Stattdessen käme es darauf an, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die neben Widersprüche des Kapitalismus zu lenken, also auf Widersprüche die Symptome einer verschärften kapitalistischen Konkurrenz sind. zu nennen sind hier z.b der Widerspruch der Rassen Diskriminierung, der Unterdrückung der Frau, der Ausbeutung der Natur, sowie überhaupt altmodische und repressive Traditionen, etwa die Haltung der katholischen Kirche zu Sexualität und ähnliche Widersprüche.
Überhaupt müsste die Aufmerksamkeit der Linken vom Gemeinwohl auf individuelle Rechte umgelenkt werden Ziel wäre eine nicht kommunistische und zugleich liberale Linke zu schaffen die den Fokus von sozialen Rechten auf bürgerrechte verlagert.“
und
„tatsächlich konzentrierten sich die Linken Diskurse im Laufe des Kalten Krieges immer stärker auf freiheits- und bürgerrechte. damit einher ging eine Rehabilitierung des Liberalismus, der noch in den 1950er Jahren als eine der Ursachen mindestens des ersten weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise gegolten hatte. theoretisch begleitet wurde diese Verschiebung von der Totalitarismus these, durch die das Aufkommen des Faschismus nicht mehr auf die Exzesse eines deregulierten Liberalismus der 1920er und 1930er Jahre zurückgeführt wurde, sondern stattdessen Sozialismus und Faschismus als bloße Varianten eines Strebens nach totaler Macht neu verstanden wurden.“
Der Liberalismus als Antithese des Totalitarismus.
Die Botschaft lautete dass der Sozialismus immer nur als kollektivistische Überwachungsdiktatur in Erscheinung treten könne.“
Gleichzeitig verschwanden Marx und Hegel aus den europ. Universitäten. Man hatte einen Ersatz gefunden. Friedrich Nietzsche.
Da war er also der Dekonstruktivismus. Begleitet von französischen Philosophen wie zum Beispiel Michelle Foucault, Gilles Deleuze, Felix Guatari, Jacques Derida und Gianni Latino in Italien. Oder wie Nietzsche es selbst formulierte:
„Die Umwertung aller Werte“
Das war der Beginn der nihilistischen Infektion der Linken. Und er hat sich bis in die Staatsspitzen der EU hineingefressen.
Damit hat man bei Rob Kenius ja vollen Erfolg gehabt.
Danke für die Buchempfehlung.
Heute ist in Leipzig Grosskampftag. Antideutsche, Prozionistische Linke gegen „Internationalistische“ Linke. Beide streiten um des Kaisers Bart und die Steuergroschen, die ihnen die Vertreter des globalen Finanzkapitals, aka Regierung vor die Füße wirft….
https://etosmedia.de/politik/antideutsche-sind-keine-linken/
„Ein breites Bündnis palästinasolidarischer Gruppen mobilisiert zur Demo am 17. Januar nach Leipzig-Connewitz, um sich gegen rassistische Übergriffe durch „Antideutsche“ im traditionell linken Stadtviertel und gegen die Unterstützung eines Völkermords auszusprechen. Angriffe auf und Drohungen gegen Palästina-Solidarische nehmen zu. Im Interview mit etos.media spricht Yara, Sprecherin von Handala-Leipzig, über reale Bedrohungen im Viertel, gewerkschaftliche Organisierung gegen Waffenlieferungen über den Flughafen Leipzig/Halle und warum es in der Macht der arbeitenden Klasse liegt, den Genozid in Gaza zu beenden.“
Wir sollten nicht „für Palestina“ sondern „gegen Israel“ ™1974 Protestieren!
Das habt ihr aber irgendwie noch nicht geschnallt.
Linker sein ist der härteste Job auf diesem Planeten. Man muss sich mit Kriegstreibern, Klimalügnern, der Pharmadiktatur, der Fossil- und Atomlobby und Blackrock anlegen. Die haben das Geld, die Macht und die Presse. Da hat man schlechte Karten. Einzige Möglichkeit: besser und treffender zu argumentieren. Sonst hat man nichts.
Aber ginge es nicht etwas einfacher? Muss man sich das antun? Doch, man macht bei Free Palestine mit. Linkssein für Weicheier und Schlappschwänze. Wobei man sich zum nützlichen Idioten der Mullahs gemacht hat, deren eigentliches Wesen in diesen Tagen enttarnt wird.
Neuanfang. Stunde null. Einzige Möglichkeit, da heraus zu kommen.
Da muss ich widersprechen:
Zumindest in Deutschland ist es ein deutlich härterer Job, ein Rechter zu sein.
Aber was erträgt man nicht alles für seine Überzeugungen, nicht wahr?
Das ist eine Betrachtung wert. Erstmal schwimmen alle Rechtspoulisten im Geld der Fossil- und Atomindustrie. Und der Verfassungsschutz als väterlicher Freund. Dann allerdings die Ausgrenzungen oder dass die Partei keine Veranstaltungen abhalten kann, weil niemand an sie vermietet. Fsalsch und unwirksam übrigens.
Und vieltausend Berufsverbote drohen wuch auch nicht.
Bin ich der Einzige, der diesen Schwätzer nicht mehr erträgt?
Nein
Antideutsche halt… mit dem Mäntelchen einer Marx`schen Analyse getarnt, welche natürlich gerade nur bis zum Ende des ersten Kapitels des Kapitals vordringen… meist deutsche Bürgerkinder, welche damit Frieden mit ihrer Sippe (den (Ur-)Großeltern) schließen wollen, welche eben einst selbstredend nicht im Widerstand waren, diesen meist niederschlagen ließen um nicht gar ihre Stellung und Besitz zu verlieren.
Auf jene, die ihnen ihre unproduktive Existenz ermöglichen, wird mit dem großbürgerlichen, zu Hause erlernten Habitus auf den Rest der Gesellschaft geschaut… diesem verächtlich als „Pöbel“ bezeichneten, wird offen Dummheit und Antisemitismus unterstellt…
Oftmals daran erkennbar, dass sie nur den jüdischen Widerstand hervorheben…
anders gesagt: sie führen einen „Rassen“kampf statt Klassenkampf…
Richtig.
Diesmal nicht nationalistischer Faschismus und Völkermord. Sondern zionistischer Faschismus und Völkermord. Die Geisteshaltung ist die gleiche !
„Bin ich der Einzige, der diesen Schwätzer nicht mehr erträgt?“
Nein.
Also gegen die Pharmadiktatur bist du ja schon mal nicht aufgestanden. Als Antideutscher musst du auch nicht so tun, als seist du Links, außer deine Auftraggeber wollen das explizit so.
+++++
genau dieser Totalausfall der Linken während der (Test-)Plandemie müßte viel genauer betrachtet und untersucht werden. Wie war dies möglich? Wieso gab es keinerlei Widerspruch? Weshalb haben sämtliche (oft untereinander verstrittene) Gruppen mitgemacht??
Für mich deutliche Hinweise einer Lenkung…
Da mein Kommentar gelöscht/nicht mehr auftaucht noch einmal:
Genau dieses Totalversagen der gesamten Linken während der (Test-)Plandemie sollte genauer untersucht werden. Es war interessant zu sehen, wie sämtliche linken, auch völlig verfeindete Gruppen, unisono mitgemacht hatten.. wie war dies möglich? Weshalb gab es keinen Widerspruch? Wie konnte dieser Gleichschritt nur umgesetzt werden?
Für mich deutet dies auf eine gekonnte Lenkung der linken Bewegung… anders kann es nicht möglich gewesen sein, das niemand vom herrschendem Narativ abgewichen ist…
„Genau dieses Totalversagen der gesamten Linken während der (Test-)Plandemie sollte genauer untersucht werden. Es war interessant zu sehen, wie sämtliche linken, auch völlig verfeindete Gruppen, unisono mitgemacht hatten.. wie war dies möglich? “
Einspruch. Ihre Ausführungen -die Anklage ist ein unübersehbarer Teil davon- basiert auf der Annahme, dass es Linke gibt. Nicht nur gesellschafllich verstreute vereinzelte Individuen, es gäbe dann noch sowas wie „die gesamte Linke“, womit der Eindruck ensteht, es gäbe darüber hinaus noch irgendeine Form von „Massenbewegung“ und „Organisation“ .Das Problem, das ich in Ihren und ähnlichen Beiträgen sehe, besteht darin, dass Sie einen Anspruch gegenüber einem nicht-existenten Kollektiv erheben und -da dieser Anspruch gar nicht geltend gemacht werden kann- klagen Sie im zweiten Schritt an.
Mit der „Linken“ meinte ich das ganze Spektrum von der sich so nennenden Partei, der R.L. Stiftung über Kollektive, Wohnprojekte, (autonome) Zentren, Kultur- und Genossenschaftsvereine, freie Radios, WG`s, AStA`s, Verlage, (Kleinst-)Parteien bis hin zu Zeitschriften, Basisgewerkschaften usw. …
Ob ich anklage oder misstrauisch nachfrage, liegt selbstverständlich beim betrachtenden Mitmenschen. Vermutlich mache ich auch tatsächlich beides ??
Ja, da ist mir offensichtlich ein Fehler unterlaufen, denn iich denke -grundsätzlich- nur in politischen Kategorien. Sie sind aber in der Welt von „Wohnprojekten“, „freien Radios“, „Vereinen“, „AStaA“, „Genossenschaftsbanken“ etc unterwegs, also bei der GG-garantierten Umsetzung von individueller „Freiheit“ in der bürgerlichen Gesellschaft.
„Ja, da ist mir offensichtlich ein Fehler unterlaufen, denn ich denke -grundsätzlich- nur in politischen Kategorien.“
Das tue ich ebenso.
„Sie sind aber in der Welt von „Wohnprojekten“, „freien Radios“, „Vereinen“, „AStaA“, „Genossenschaftsbanken“ etc unterwegs, “
Nein, weder habe ich in einem Wohnprojekt gewohnt, noch war ich/bin ich Fördermitglied eines freien Radios, Vereinsmässig war ich als Jugendlicher im Sportverein Mitglied(da günstiger Zugang zum Kampfsport) und AStA`s kenne ich nur als Unterstützer auf Aufrufen etc., sprich von Flugblättern.
Bei Bündnissen und großen Treffen/Vorbereitungsgruppen hatte ich vermutlich mit dem ganzen Spektrum der deutschen Linken zu tun, bzw. diese kennenlernen können. Also von Betriebsräten kleiner ML(PD) Parteien, über die DGB Gewerkschaften, der PDS/WASG, VVN-BdA, DKP, attac, bis zu damaligen autonomen Gruppen, Infoläden, ihre Zentren(auch italienische), syndikalistische Gewerkschaften (FAU, CNT, USI COBAS), usw. Tatsächlich waren die damaligen autonomen jene, welche am aktivsten und am meisten deutsche Leute zu mobilisieren im Stande waren.
Habe ich in den Jahrzenten womöglich jemanden/eine große deutsche Organisation übersehen, nicht bemerkt?? Falls ja, so dürfen Sie mir gerne auf die Sprünge helfen!
„unterwegs also bei der GG-garantierten Umsetzung von individueller „Freiheit“ in der bürgerlichen Gesellschaft.“
Lach, wollen Sie mir sagen, das Sie einer klandestinen Gruppe angehören? Verbote betrafen ja meist hauptsächlich ausländische/migrantische Parteien…
..übrigens stellen migrantische Verbände/Vereine/Parteien den größten Teil auf 1.Mai Demos… eine Tatsache welche, soweit ich weiß, niemals von der deutschen Linken je diskutiert wurde.. sprich, nie wurde versucht einen solchen Organisationsgrad anzustreben… von jenen zu lernen, sich was abzuschauen…
Ja stell Dir mal vor, wenn eine Pandemie ist, hat man gewisse Maßnahmen einzuhalten. Ein ausgesprochenes Arschlochverhalten, das abzulehnen.
Als „Nazis auf Dummenfang“ habe ich die Querdenker sehr früh bezeichnet. War ja weohl richtig. Die haben ihre Spender richtig abgezockt und zu den Reichsbürgern geführt. Wie der ach so unschuldige Ballweg zum Beispiel. Und am Ende haben wit zwei versuchte Staatsstreiche.
Was nicht heißt, dass sie bezüglich der Impfstoffe punktweise recht gehabt haben könnten.
Ah jetzt kommt die staatstragende Agenda wieder durch. in dem pauschaliert die wichtigsten Personen, ob man sie mag oder nicht diskreditiert werden.
Es hat nie eine Pandemie gegeben!!!
Du bist hier das Arschkoch nichts weiter!
Hier für dich:
https://odysee.com/@doktorlanghans:6/xx-01-2024-nie-wieder-war-bereits:6?view=shorts
Das sehe ich genauso.
Erfolgreiche Lenkung und Einflussnahme der organisierten Linken von Außen, setzt korruptionsaffine vertikale Organisationsstrukturen (offen oder verdeckt) voraus. Bedingungen die sie alle erfüllen.
Es bleibt nur dieser Schluss.
Weil sie schon lange vorher schon nicht mehr „links“ waren und wir das nicht wahrhaben wollten.
Die Propaganda, oder wie Pispers es formulierte 40 Jahre RTL zeigten ihre Wirkung.
aber alle?? Selbst bis hin zur GWR, FAU und Wildcat?? Dies erscheint mir als wenig glaubhaft, ich als Einzelperson (wie auch andere einzelne) hatte dies doch auch durchschaut (was ja auch nicht schwierig war, ja geradezu offensichtlich…).
Ja wirklich ALLE. Und alle schweigen und setzen darauf, nur ja nicht angesprochen zu werden, um weiterhin ihren, entweder nicht funktionsfähigen oder von Anfang an korrupten Kopf, in den Sand stecken zu können. Junge Welt, ND, Gegenstandpunkt (die übelsten Halunken von allen), GWR, DKP, alle ML-Sekten, „Autonome“ (egal ob pro-palästinensisch oder pro-zionistisch), FAU…
+++++
Genau, für Weicheier. So harte Jungs wie du, die es schaffen, den Tod jedes zerfetzten palästinensischen Kindes zu rechtfertigen, die jahrzehntelange koloniale Unterdrückung zu leugnen, den Besatzerterror zu bejubeln, die sind da von einem ganz anderen Kaliber.
Mir stellt sich immer wieder die Frage, was da bei der individuellen Menschwerdung schief ging. Wir „Weicheier“ können das Leid von Eltern nach empfinden, deren Kinder ermordet wurden. Wir leiden darunter, wenn wir nichts dagegen machen können, wenn sie von den harten Jungs wie dir auch noch verhöhnt und verleumdet werden. Klar selber schuld. Man nennt es Mensch sein.
Haha. Nigeria und Uganda sind euch scheißegal. Und die Toten im Iran erst recht. Die armen Kynder werden nur wichtig, wenn sie für das Nazinarrativ verwendet werden können.
Wird wohl auch so sein, weil das Wichtigste zur Zeit ist, Israel auszuschalten, weil die uns ansonsten den 3. Weltkrieg bringen.
„Niemand“ interessiert sich wirklich für die Kinder, so lange es nicht die Eigenen sind, also kommen sie mir nicht damit, zumal sie diese Kinder ja auch nur als Schutzbehauptung missbrauchen um ihre Agenda weiterhin zu propagieren… gelle…[̲̅$̲̅(̲̅ ͡° ͜ʖ ͡°̲̅)̲̅$̲̅]
Ist ihnen das bisher wirklich niemals aufgefallen?
Du kannst deine Behauptung mit irgendeiner Zeile, einem Halbsatz, einer Andeutung von mir belegen ? Irgendwas?
Arthur, auch wenn du fest daran glauben solltest, dass jeglicher, der davon absieht, Juden zu ermorden, allein deswegen kein Faschist ist – es stimmt nicht. Es hat nie gestimmt.
Artur_C ist sehr geschickt.
Er macht es ähnlich wie bspw. Reitschuster, führt ein paar sichere und eingängige Fakten vorne an um dann seine geliebten Zionisten mit allen Mitteln zu verteidigen.
Das, was man gemeinhin im Westen als“Linke“ verkauft sind in erster Linie Reenactment Linke. Eine Gruppe die sich in linken Reden und Philosophie gefällt. Für diese Gruppe, oft aus dem akademischen Umfeld, ist linkssein vor allem ein Lifestyle, mit welchem sie ihre belesenheit und ihre moralische Überlegenheit zeigen können. Zu den von ihnen vertreten Subjekten, Arbeiter, Rentner, Arbeitslose, usw. haben sie meist keinen Bezug, kennen keinen einzigen persönlich und verabscheuen auch deren primitiven Vergnügungen und Wünsche.
Und deswegen verlieren sie auch immer und immer wieder. Dabei ist das aber nicht schlimm, denn der Moralische Impitus bleibt bestehen und wächst sogar dadurch.
Solange man diese Leute nicht von ihrem hohen Ross in den Schlamm ziehen kann, solange wird sich nicht ändern. Maos Umerziehung, bei der Professoren auf dem Land Scheisse schippen mussten, war da sehr hilfreich solchen Leuten Mal wieder die Realität vor Augen zu führen. Würde ich für jeden linken Politiker verpflichtend sehen.
@PfefferundSalz
Sehr gut auf den Punkt gebracht!
Genau diese Leute helfen dabei die Braunen wieder an die Macht zu bringen.
Wir brauchen keine Führer!
„ Maos Umerziehung, bei der Professoren auf dem Land Scheisse schippen mussten, war da sehr hilfreich solchen Leuten Mal wieder die Realität vor Augen zu führen. Würde ich für jeden linken Politiker verpflichtend sehen.…“
Ja, da ist was dran. Wir sind uns einig, das Mao viel zu weit ging, aber einigen Westlinken würden der Spruch „Stasi/Wessi in die Produktion“ helfen. Xi Jinping war übrigens ein Opfer dieser maoistischen „Landverschickung“. Er schein daraus gelernt zu haben?
Ihr wollt jetzt die Salonlinken, die sich in ihrer verbrämten Bequemlichkeit haben gutgehen lassen dafür verantwortlich machen..
Im Ergebnis werden nämlich auch diese Leute Opfer sein, wenn wir die herrschende Klasse nicht wirklich beseitigen.
„Umerziehung“ kommt da nicht in Frage, das könnt ihr mir gerne glauben.
Wo sind eigentlich linke Stimmen, wenn es um Iran geht oder Syrien? Bei Palästina/Gaza sind oder waren sie zumindest mal da. Aber leider oft nur, weil Israel als Symbol westlicher, kapitalistischer Kolonialpolitik wahrgenommen wird, woraus sich oft mehr ein gegen etwas formulierte als ein für etwas.
Es wäre wohl Unsinn zu sagen, dass sich unsere Zukunft im Nahen Osten entscheidet. Aber die Einstellungen, wie man auf Entwicklungen dort schaut, haben Einfluss wie man den Rest der Welt sieht. Stattdessen schaut man meist lieber auf trumpsche Geopolitik und malt sich aus, wie der nächste Krieg in Europa wohl aussehen könnte.
Ich würde mich der Analyse anschließen, dass sich das eine strukturell überlebt haben muss, damit es etwas Neues geben kann. Den Leuten erscheint das Leben in diesen Strukturen fortzusetzen dann massenhaft als sinnlos. Die Offenkundigkeit ist eingetreten.
Wie könnte das beim Kapitalismus passieren? Was wären dort die offenkundigen Probleme?
– Massenarbeitslosigkeit in den kapitalistischen Zentren
– massenhaft Unternehmer, die klagen, dass man keinen Gewinn mehr erzielen kann
– Verknappung von Energie
– Verknappung von Rohstoffen
– Verknappung von Lebensmitteln
Stell dir vor, du hast entweder Geld und du kannst im Laden dafür nichts bekommen oder jeder, den du kennst, hat zuwenig Geld die Dinge im Laden zu kaufen, die er braucht.
Das ist das Ende dieses Kapitalismus, wenn es wirklich nicht mehr geht. Und dann braucht es auch keinen Intellekt mehr, um einer Theorie zu folgen, warum Kapitalismus nicht funktioniert. Sondern: jeder ist täglich mit dem Scheitern des Kapitalismus (ohne zu verstehen, was es ist) konfrontiert, dass eine Aufmerksamkeit für strukturelle Änderungen bei jedem vorhanden ist.
Gleichzeitig wird die Sicherung durch Polizei und Militär deutlich abschwächen, denn auch diese Leute können nicht mehr so versorgt werden. Das Sicherheitssystem kollabiert aus sich heraus.
Dann kommen also massenhafte Ausweglosigkeit, Aufmerksamkeit für strukturell neue Ideen und ein von innen kollabierender Staat zusammen. So hat es Marx schon damals gemeint. Nur war seine Vorstellungskraft dafür, wie sehr der Kapitalismus noch expandieren kann, etwas zu gering.
Warum kann Kapitalismus irgendwann nicht mehr funktionieren? Wegen des strukturellen Zwangs zum Wachstum. Gewinne der Unternehmer sind am Ende Wachstumsgewinne. Wenn der Planet irgendwann die Ressourcen nicht mehr hat, um weiter zu wachsen (mehr Rohstoffe, mehr Arbeitskraft/Produktivität, mehr Energie, mehr Wasser, mehr …), dann kann dieses Ding nicht mehr funktionieren. So entstehen dann leere Regale, Arbeitslosigkeit, usw. die man als untragbare Zustände empfinden wird.
Und was wäre die Alternative? Und jetzt bitte nicht die üblichen links-grünen Träumereien und Lügen!
Jubeljahr und Neustart mit kleinen autonomen Staaten Ohne EU- Zentralismus.
https://www.reddit.com/media?url=https%3A%2F%2Fexternal-preview.redd.it%2FhU9oX0Pj2VV8lFmY6N0fnhqY3yV94bMtu_U0oPPSxOw.jpg%3Fwidth%3D640%26crop%3Dsmart%26auto%3Dwebp%26s%3Dbf4e0a981a82110b53771d5abf1c6dc83981ce1a
@Sunstreet
„Und was wäre die Alternative? “
https://overton-magazin.de/top-story/von-der-ohnmacht-des-linken/#comment-342063
Nur die Anarchie ist noch möglich.
Keine Herren
Keine Sklaven
Das geht aber nur einher mit der Beseitigung der herrschenden Klasse.
„Und was wäre die Alternative“
So fragt nur einer, der glaubt und sich damit abgefunden hat, nichts besseres als den Tod zu finden.
Und was folgt dann auf diese „untragbaren Zustände“?
Wenn sich also „dieser Kapitalismus“ seinem Ende neigt?
Zyklisch Immer Inflation und Krieg.
Der Kapitalismus wurde schon dermaßen oft seine endgültige Krise vorhergesagt, dass die Wahrscheinlichkeit seines anhaltenden Überlebens nahe 100% liegen dürfte. Wer antikapitalistisch argumentiert, sollte wenigatens schemenhaft die Struktur der Alternative zeichnen können. Und genau daran hapert es. Und das ist auch der Hauptgrund, warum links in einem gesellschaftswandelnden Sinn nicht mehr existent ist.
So lange wir weiterhin auf Wachstum und Profit setzten, werden wir alle (bis auf die Superreichen natürlich) untergehen.
Weil genug Kapitalisten von den Krisen profitieren, die sie oft genug selber initiieren, z. B. durch Finanzkrisen oder Kriege. Manchmal helfen auch Naturkatastrophen.
Eine Lösung wäre eigentlich relativ einfach: es müsste eine Grenze dessen geben, was man (Einzelpersonen oder Unternehmen) an (finanziellen) Mitteln besitzen darf.
Jepp so isses 👍
Man sollte auch die Überbevölkerung nicht vergessen, denn darum geht es den Eliten ja schließlich.
Autor: „Stattdessen redete er dem normativen Kern des Linken das Wort; “links” sei eher eine moralische Orientierung. … Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit seien für alle, nicht nur für bestimmte Gruppen zu postulieren.“
Genau mit diesem linken Argument wurde dann auch unsere Freiheit in Afghanistan verteidigt. Indem diese moralischen linken Werte exportiert wurden, machten sich die Linken zum Unterstützer des westlichen Imperialismus. Das ist ein Grund warum „links“ als politische Einordnung nicht mehr zu gebrauchen ist. Ein anderes Beispiel sind auch unsere ehemals linken Grünen, die zu einer normativen (moralisierenden) Werte-Partei verkommen sind, übrig geblieben ist eine biedere Bürgerlichkeit. Es ist die heute in Europa noch herrschende „bürgerliche Linke“. Hinübergerettet in die Bürgerlichkeit haben sie einige linke Versatzstücke, das gesamte linke Fundament (die materielle Basis) fehlt allerdings.
Einspruch.
Die ursprünglichen Grünen waren nicht links.
Besser gesagt, sie waren aus allen möglichen politischen Richtungen, der gemeinsame Nenner war der Schutz der Natur und eine natürlichere Lebensweise (mit dem Spektrum von Wollsocken bis zu selbst angebautem Gemüse, auch die Tierhaltung war ein Thema).
Zu dieser Zeit waren die Grünen aussen grün und innen grün.
Damals war es recht aufwendig, grün zu sein und grün zu leben, denn es gab keine „Bio“-Lebensmittel, es gab nur wenige Informationen zu den Lebensmitteln und ihrer Herkunft, in den Städten war ein grünes Leben mangels eigenen Gärten kaum zu machen.
Es war nicht billig, es war nicht einfach, und man wurde auch belächelt.
Irgendwann wurden die Grünen dann von den sich auflösenden Kommunisten unterwandert und übernommen – ob das eine gezielte oder zufällige Sache war, weiss ich nicht,
aber seit da sind die Grünen aussen grün und innen rot.
Zusammen mit dem Aufkommen von Machtstrukturen innerhalb der Grünen (was dem ursprünglichen Grünen ebenfalls fremd war) kam dann der Drang, die Grünen breiter aufzustellen, und dass die Grünen zu allem und jedem auch noch eine eigene Meinung haben mussten, sodass sie auch eine politische Kraft werden konnten.
Stand heute interessiert die Grünen die Natur nur als Argument, um ihre kommerziellen und machtbezogenen Interessen durchzusetzen – ob es der Natur dabei gutgeht, interessiert nur nch wenige von ihnen.
Das sieht man allein daran, wie verbohrt sie die alternativen Energieen forcieren; eine der grossen Naturkatastrophen dieser Zeit (nebst Kunststoffen). Auch da geht es nur um Geld – um ganz viel Geld – welches in die Taschen der eigenen Klientel geleitet werden soll.
Vielleicht stimmen Sie mir zu, dass die Grünen einige normative Elemente der früheren Linken übernommen haben? Ich denke da an unsere grüne frühere Außenministerin, die bei ihrer Vereidigung stolz verkündete, dass nun eine Werte-getriebene Politik verfolgt werde.
Ich habe mich lediglich gegen die Vereinahmung der alten ursprünglichen Grünen als „links“ gewehrt.
Der Kern des Grünen war apolitisch im Sinne, dass es keine präferierte politische Richtung gab (wenngleich, natürlicherweise, mehr Linke in den Reihen der alten, originalen Grünen zu finden waren, als Bürgerliche).
Später haben die Grünen ja allerhand übernommen, unter anderem die bewährten Methoden von Pol Pot.
Nur, weil imperialistische Kräfte „linke Parolen“ benutzen um ihre Ziele zu verfolgen müssen linke Ideale nicht in die Tonne getreten werden.
Es ist gut, wenn es einige linke Parteien gibt. Aber wir brauchen keine sozialistische Linke. Sondern die sozialkonservative Basis (um Darwin Dante) muss unterstützt werden.
Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
„Wir“?
Was soll das bedeuten?
Mit „wir“ sind die vernünftigen Menschen gemeint.
Was sind „vernünftige Menschen“…? Solche wie SIE…?
Meine Fresse
Rien a ajouter…
Dank dem Autor, daß er diese grundsätzliche Thematik aufwirft, weil die sich als“ Die (einzige und wahre) Linke“ Gerierenden auf die Realität verwiesen werden, die aber den linken Grundsatz, den bürgerlichen Parlamentarismus ausschlieslich als Tribüne zur Verständigung unter sich und der Mobilisierung der linken Kräfte zu nutzen, also nicht Teil dieses zu werden.
Der Autor benutzt dabei den Begriff des orthodoxen Marxismus, der mir so unglücklich ist. Orthodox wäre, wenn man strikt an Marx festhalten, alle Theorie und Praxis konsequent wie er auf seiner Werttheorie begründen würde. Machen sie aber nicht, sie stützen sich auf die Werttheorie des Leninismus, die dem Wert eine Ewigkeit zuschreibt (Sozialistische Marktwirtschaft) und das Marxsche Erkennen des Wertes als Hauptproduktionsverhältnis der Warenwirtschaft und damit als Bewegungsgesetz des Kapitalismus entsorgt hat. Diese Bewegung ist orthodox zum Leninismus, aber nicht gegemüber Marx. Marx, kann man getrost annehmen, hat (nicht nur: hätte) die sozialistische Bewegung, aus Asien kommend, skeptisch gesehen, seiner Klassenanalyse folgend. Engels zeigte seine Irritation zur aufkommenden sozialistische Bewegung „aus der asiatischen despotischen Produktionsweise“, womit er sich garantiert nicht in Widerspruch zu Marx begab.
Ihr marxistisches Wissen scheint Ihnen nicht zu helfen es auf die Gegenwart anzuwenden?
Doch, aber das war nicht der Gegenstand des Artikels.
Aber sollte man nicht jede Gelegenheit nutzen um die Weisheiten von Marx kund zu tun?
Dem Propagandisten kommt das zu, der Suchende vermeidet das. Marx ist mir kein Säulenheiliger, sondern er schuf die umfassendste und in sich widerspruchfreiste Erklärung der Verhältnisse zwischen Natur, Mensch und Gesellschaft, die durchaus zu nutzen ist, weniger zu trompetieren.
Zitat:“Ihr marxistisches Wissen scheint Ihnen nicht zu helfen es auf die Gegenwart anzuwenden?“
Ihre Antwort, Zitat:“Doch, aber das war nicht der Gegenstand des Artikels.“
Genau dieses „Doch“ würde mich interessieren. Seit der Krise 2008/09 war ja klar, dass nachdem Staaten(&-bund) als Gläubiger für das (Finanz-)Kapital eingesprungen sind, damit an ein Ende der Gläubigerkette & damit eine Grenze erreicht wurde, welche das Kapital vor eine (unlösbare) Schwierigkeit stellen werde.. Als dann u.a. die FED ihre Schwierigkeiten im September 2019 hatte, am REPO-Markt an Kapital zu kommen, fand gleich darauf im Oktober 2019 das Event 201 in NYC statt, wo eine gesundheitliche Krise geprobt und durchgespielt wurde, welche nach Davos auch ausgerollt wurde… soweit der Ablauf (ganz verkürzt dargestellt!).
Nun, welche marxistischen oder sonstigen Personen, Gruppen, Bewegungen oder analytischen Intellektuellen der Linken haben auf die systemimmanente Krise des Kapitals hingewiesen und haben Kritik an dieser „Folie einer angeblichen Pandemie welche über die Krise gelegt wurde, diese zu verdecken“ geäußert? Warum wurde nicht auf die vereinzelten Individuen, welche darauf dringlichst hingezeigt hatten, nicht eingegangen, diese gar geschnitten, verächtlich gemacht und später gar als „rechtsoffen“ manchmal auch als Nazis bezeichnet oder sogar körperlich versucht draufzuhauen???
Dazu ist mir nichts bekannt geworden… also im Jahre 2020…???
Sehr guter Beitrag 👍 💪
Ob es dem herrschenden Militär- und Geheimdienststaat nicht völlig egal sein kann, was für ein Schauspiel die Politik aufführt? Inzwischen werden viele „demokratische“ Länder von ehemaligen Geheimdienstchefs regiert wie die Niederlande (Dick Schoof) und Israel (Netanyahu). Die passen auf, daß ihnen niemand „ihre“ Demokratie wegnimmt.
Die Scheinlinken sind selbst zu Bonzen geworden, schlimmer kann man seine Ideale nicht ermorden!
Alles was zählt ist der Platz am Futtertrog des Steuerzahlers und die Cocktailbar statt Arbeiterkneipe!
Desillusioniert
https://www.youtube.com/watch?v=ivYSBs3Ugeg&list=RDivYSBs3Ugeg&start_radio=1
Schei..e in der Birne
https://www.youtube.com/watch?v=tRy5f0UWPBM&list=RDivYSBs3Ugeg&index=2
Das größte Problem der Linken ist, dass man ihre Partei, die KPD, erst 1933 bis 1945, dann abermals 1956 durch Adenauer mit Hilfe der in sich in die BRD geretteten Hitler-Faschisten verboten hat. Seitdem wanderten bekennende Kommunisten nicht mehr ins KZ, sondern in bundesrepublikanische Gefängnisse. Im Zuge der Ostverträge erlaubte man der ostdeutschen SED 1968 einen Ableger in Westdeutschland zu installierten, die DKP. Sie (unter Führung von Kurt Bachmann und Herbert Mies) mußte der Diktatur des Proletariats abschwören und propagierte von nun an den friedlichen Übergang zum Sozialismus, eine fatale Illusion, wie sich ein paar Jahre später in Chile gezeigt hat.
Der Zusammenbruch des ehemaligen Sozialismus wurde durch den 20. Parteitag der KPDSU eingeleitet. Es entstand in den Ostblockländern eine elitäre Schicht von Funktionären, die Sonderrechte hatten. Als Beispiel genannt sei Honneckers Prunkhaus am Drewitzer See mit einem riesigen Waldgebiet, wo die DDR-Obrigkeit wie Honnecker, Mielke und Konsorten ungestört der Jagd nachgehen konnten. Die DDR-Bürger haben es immerhin selber geschafft, ihre Regierung davon zu jagen. Doch sie haben die Hinterhältigkeit des Westens kollosal unterschätzt. Den Rest besorgte die andauernd einprasselnde Westpropaganda, gekauft wurden die DDR-Bürger letzten Endes durch die Entscheidung der Kohl-Regierung, die wertlose DDR-Mark 1 zu 1 umtauschen zu können.
Ein richtiger Linker ist für die konsequente Abschaffung des Kapitalismus und nicht nur für seine Renovierung. Alle Macht den Arbeitern, dazu müssen die Kapitalisten entmachtet werden, damit das Volk die Macht über die Produktionsmittel bekommt. Dann gibt es auch für alle Wohnungen, eine gute Gesundheitsversorgung, auskömmliche Renten und genug zu essen.
@AlterSchwede
„Der Zusammenbruch des ehemaligen Sozialismus wurde durch den 20. Parteitag der KPDSU eingeleitet. Es entstand in den Ostblockländern eine elitäre Schicht von Funktionären, die Sonderrechte hatten. Als Beispiel genannt sei Honneckers Prunkhaus am Drewitzer See mit einem riesigen Waldgebiet, wo die DDR-Obrigkeit wie Honnecker, Mielke und Konsorten ungestört der Jagd nachgehen konnten.“
Na ja, soviel Prunkbau war das ja gerade nicht im Vergleich zu westlichen Prunkbauten.
„Doch sie haben die Hinterhältigkeit des Westens kollosal unterschätzt. Den Rest besorgte die andauernd einprasselnde Westpropaganda, gekauft wurden die DDR-Bürger letzten Endes durch die Entscheidung der Kohl-Regierung, die wertlose DDR-Mark 1 zu 1 umtauschen zu können.“
Das stimmt, sie haben sich vom Glitter blenden lassen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute ….
Nur eine Frage: mit welchem Volk wollen Sie das denn machen, mit welchen Menschen wollen Sie diese hehren Ziele erreichen?
Selbst hier, in diesem linksverseuchten Medium finden Sie nicht geügend Edle und genügend Gleichgesinnte.
Das inhärente Problem all dieser Märchen sind nämlich die Menschen – denn das Spektrum der Menschen reicht vom Egoisten bis zum Altruisten, wobei die Verteilung mehr zum Egoisten neigt.
Hatten Sie schon mal mit einem echten Egoisten zu tun? Wohl kaum, sonst wüssten Sie, dass Egoisten immer viel mehr brauchen als die Anderen – weil sie so sind, weil sie einfach mehr brauchen als der nebenan, und für einen Egoisten gleichviel zu haben wie der Nachbar bereits eine Zurücksetzung, eine Kränkung darstellt.
Allein darum funktionieren all diese Märchen nicht.
Dann hätten wir noch weitere Charackterzüge der Menschen:
– die welche gerne Macht über andere ausüben (subtyp 1 in bester Absicht, subtyp 2 einfach weil er das braucht)
– die welche einfach bösartig sind und gerne andere menschen unterdrücken
– die welche faul sind und lieber andere arbeiten lassen
– und und und
Deshalb – auch wenn es schön klingt – gehört all das Gesülze übers links sein in die Märchenecke, denn mehr als schöne Märchen war es nie, und wird es nie sein.
Und wenn der linke Traum dann mal doch wieder irgendwo realisiert wird, endet er meist in einer dystopischen Animal Farm – schlimmer als alles, was wir derzeit haben.
Ich frage mich auch in welcher „Kirche“ @Alter Schwede ist, so wie er Weisheiten von der Kanzel herunter verkündet.
@garno
Haben Sie mit diesem Kommentar mir geantwortet?
Dann, zur Kenntnisnahme, ich wäre @Enrico
Und falls ja, dann bitte etwas präziser, Ihren Kommentar – soviel Zeit muss sein, auch wenns linke Zeit ist …
Wenn keiner mehr „Reich“ werden kann wird sich ganz automatisch vieles von selbst regeln.
Es gibt noch viele andere unterscheidende Aspekte zwischen den menschen.
Zum Beispiel die sehr weit verbreiteten menschlichen Eigenschaften „fleissig“ und „faul“.
Bin ja sehr gespannt, wie Ihr Linken das lösen wollt. Vielleicht wie Pol Pot ?
Sie haben ja hier schon viel über Ihr buntes Leben erzählt – jetzt erzähl ich mal was.
Die letzten 30 jahre bin ich oft erst zu einer Zeit aus der Firma gekommen, wenn alle anderen Büros, alle anderen Fenster längst dunkel waren. Keine Autos mehr auf dem Parkplatz. Manchmal fuhr auch kein Bus mehr.
Meine Arbeitskollegen, die meisten, haben um 16h den Pickel hingeworfen, alles im Geschäft gelassen.
Denn schliesslich Geschäft ist geschäft, und Privat ist Privat.
Nun, nach eurer linken Doktrin: wie sollte das funktionieren?
Der, der sich viel einsetzt, bekommt gleichviel wie der, der morgens kommt und kaum mehr weiss, was er gestern abend bei Feierabend hingeworfen hat?
All Eure Modelle funktionieren doch gar nicht, weil die Fleissigen bestraft und die Faulen belohnt werden. Am Ende gibt es nur noch Faule, denn fleissig sein lohnt sich nicht, sondern wird bestraft.
@Enrico
Zitat: „Zum Beispiel die sehr weit verbreiteten menschlichen Eigenschaften „fleissig“ und „faul“.“
Das ist einfach nur der alte Mythos von der angeblichen Gleichmacherei, den die Linken angeblich wollen würden.
Jeder nach seinen Möglichkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.
Ich denke mal, das kaum jemand ein Problem damit hat, dass jemand, der anderthalb mal so lange arbeitet wie ein anderer, dann auch anderthalb mal soviel mit nach Hause nimmt.
Aber es entstünden dann nicht mehr so aberwitzige Unterschiede wie ein Faktor 1000 beim Vergleich verschiedener Einkommen (Profifußballer zu Reinigungskraft).
Genau so isses 👍 💪
Linke und hier in Deutschland Die Linke sind doch genau diejenigen, die Autoritarismus fordern, fördern und umsetzen. Nix mit Ohnmacht. Alles läuft so, wie es mit links schon immer lief: gegen Freiheit, für Kontrolle.
Elon Musk ist mit seiner Vision der Zukunft der Menschheit viel dichter bei Marx als die meisten, sich selbst als „links“ lesenden Quatschköppe. Heutzutage kann man links mit dumm gleichsetzen. Mir fällt spontan nichts ein, was klug gewesen wäre an Äußerungen von Linken in den letzten 5, 6 Jahren. Das war nicht immer so.
„Elon Musk ist mit seiner Vision der Zukunft der Menschheit viel dichter bei Marx …“
Das ist mir neu. Welche Vision sollte das sein?
https://fortune.com/2026/01/12/elon-musk-retirement-savings-irrelevant-ai-robots-abundance/
„“Musks brisante Meinung
Bis 2030 wird die künstliche Intelligenz die Intelligenz aller Menschen zusammen übertreffen, prognostizierte Musk. Er behauptete außerdem, dass es irgendwann mehr humanoide Roboter als Menschen auf der Erde geben werde. Nach und nach würden auch traditionelle Berufe ersetzt, wobei Büroberufe ganz oben auf der Liste stünden.
Statt eines bedingungslosen Grundeinkommens werde künftig jeder ein „universelles Einkommen, mit dem jeder alles haben kann, was er will“, genießen, behauptete er. In dieser Welt sei der Zusammenhang zwischen individuellem Lohn, Ersparnissen und Lebensstandard nicht mehr gegeben.““
Vielleicht diese Vsision, er hat sich ja mehrmals geäussert.. . betrifft mich allerdings nicht mehr…..😶
Musk ist wie Trump Geschäftsmann. Für seine politischen Äußerungen nehme ich ihn nicht ernst, da er in erste Linie seine Geschäfte im Kopf hat. Seine politischen Äußerungen sind von privaten Interessen getrieben.
Elon Musk ist ein Transhumanist und hat mit linken Idealen mal gar nichts am Hut.
Ich halte ihn für einen der gefährlichsten Individuen auf diesem Planeten.
Ursprünglich war links die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und Diktatur des Proletariats und und zum letzten Gefecht bereit zu sein. Konkret wurde daraus Verstaatlichung und Einparteiendiktatur und Warschauer Pakt. Inzwischen bedeutet links „den Reichen nehmen und den Armen geben“ und internationalistisch für Migration zu sein nach dem Motto „Völker hört die Signale auf zum letzten Gefecht“ und seit neuestem gegen Trump zu sein, was zur Zelt ein entscheidendes Identifikationsmerkmal ist. Die Linken waren mal gegen die Nato und gegen die Globalisierung. Aber weil Trump die Aufhebung von Globalisierung und Nato betreibt, sind sie jetzt für Nato und Globalisierung. Trumps Politik kann auch schon deshalb nicht links sein, weil er reich ist. Weil man ihn nicht einordnen kann, ist er ein wahnsinniger Narzisst und seine Politik wahnsinniger Narzissmus.
„Die Linken waren mal gegen die Nato und gegen die Globalisierung. Aber weil Trump die Aufhebung von Globalisierung und Nato betreibt, sind sie jetzt für Nato und Globalisierung.“
Die Linken haben schon länger in der Globalisierung ihren Internationalismus gesehen. Insofern sind sie von der Kapital-Fraktion vereinnahmt worden. Die Zuschreibung „Links-Liberale“ oder „bürgerliche Linke“ für sie ist meiner Meinung nach korrekt. Und da sie „normativ“ orientiert sind, sind sie auch gegen rechts, wie AfD und Trump.
Oh Mann, du bringst da so einiges durcheinander, oder ist das Absicht?
Dreimal lesen, dann kommt es Dir schlüssig vor.
„LINKS & RECHTS IST KEIN SCHICKSAL ! –
Für einen Systemwechsel, für demokratische Verfassungsreformen!“
https://www.youtube.com/watch?v=ZFUwIriO4yg
„DIE IDIOTIE VON PARTEIEN“
https://wyriwif.wordpress.com/2018/10/09/die-idiotie-von-parteien/
„1. Eine politische Partei ist eine Maschine zur Fabrikation kollektiver Leidenschaft.
2. Eine politische Partei ist eine Organisation, die so konstruiert ist, dass sie kollektiven Druck auf das Denken jedes Menschen ausübt. Der ihr angehört.
3. Der erste und genau genommen einzige Zweck jeder politischer Partei ist ihr eigenes Wachstum, und dies ohne jede Grenze. ..“http://www.dahin.com/Simone%20Weil/Simone_Weil.htm
Unternehmertum und Konzerne lassen sich nicht abschaffen, sondern nur kontrollieren. Das ist in einer Parteiendemokratie nicht möglich, da die Konzerne die Parteien mit Jobs und Geld kontrollieren. Das Gegengewicht kann nur das Volk bilden, und zwar in einer Direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild. Aber genau das wollen die „Linken“ nicht. Stimmts?
100% Zustimmung 👍
Doch wo ist dies realistischer Weise möglich?
Anders gefragt, wie müsste ein Staat beschaffen sein, und warum leistet sich die Eidgenossenschaft (!) überhaupt bei 9 Mio. Einwohnern 26 eigenständige Gliedstaaten?
Leopold Kohr schreibt hierzu:
Wenn die Schweizer Erfahrung auf Europa angewendet werden soll, muss auch die Schweizer Technik – nicht nur das Erscheinungsbild ihres Ergebnisses – eingesetzt werden. Dabei werden drei oder eine beliebige Anzahl ungleicher Blöcke in so viele kleinere Teile aufgeteilt, wie nötig sind, um ein nennenswertes zahlenmäßiges Übergewicht auszuschließen. Das heißt, man sollte 40 oder 50 gleich kleine Staaten schaffen, statt 4 oder 5 ungleich große. Andernfalls wird selbst ein föderiertes Europa immer 80 Millionen Deutsche, 45 Millionen Franzosen, 45 Millionen Italiener usw. umfassen, was bedeutet, dass jede europäische Föderation mit der gleichen Unvermeidlichkeit in einer deutschen Hegemonie enden würde wie die deutsche Föderation, in der 24 kleine Staaten mit der einen 40-Millionen-Macht Preußens verbunden waren und in der preußischen Hegemonie landeten.
Falsch, man kann alles der Allgemeinheit überführen und selbst bestimmt Produzieren.
Wir wollen ja auch keine Parteien und erst Recht keinen Staat.
Die Schweiz ist seit 2020 ein immer schlechtes Beispiel geworden, das nur mal so nebenbei.
ja, leider
„Wir wollen ja auch keine Parteien (hier bin ich bei Dir!) und erst Recht keinen Staat.“
Du meinst mit „Wir“ ICH! – nicht wahr?
Träum weiter 😅
Es geht nicht ohne Staat. Punktum!
Es geht um die Freiheit vom Regiertwerden. Es geht um Machtbegrenzung.
Natürlich kann der Staat auch eine Konstitutionelle Monarchie sein, eine Aristokratie oder eine föderative Republik.
Es stellt sich die Frage wie groß und mächtig dieser Staat dann ist, den wir Bürger zulassen. Solange wir ein gutes Leben haben! Das meinte Aristoteles als er vom Summum Bonum sprach.
Ist der Staat stark, so ist der Bürger schwach. Ist der Bürger stark, so ist der Staat schwach! Das ist das Ziel. Das kann nur in kleinen autonomen Einheiten gelingen.
Kohr schreibt in seinem Buch
>>Weniger Staat – Gegen die Übergriffe der Obrigkeit<< S.58:
"Denn ein Demokrat ist zunächst nicht am Staate interessiert, nicht einmal an der Regierung durch das Volk, sondern an der Freiheit, und daher muss man Demokratie nicht nach den Begriffen des Herrschers, sondern nach der Freiheit definieren.
wessen Freiheit? Freiheit des Staates? natürlich nicht. Deshalb haben wir ja die fein durchdachten Fesseln der Kontrollen und gegengewichte auferlegt. Freiheit des Volkes? Nein, noch weniger! deshalb haben wir über das Volk einen Staat gesetzt dessen Anordnung es gehorchen soll. Demokratie ist eine Philosophie der Freiheit, die dem Interesse eines einzigen Elements zu dienen hat – des Einzelnen.
Der Einzelne, nicht der Staat oder das Volk, ist der Herrscher, er allein soll durch die Demokratie geschützt werden. Doch vor wem? es gibt nur zwei Elemente die über genügend physische Macht verfügen um seine Freiheit einzuschränken. Das eine ist der Staat. Vor ihm ist er durch die Verfassung geschützt. Das andere ist der Organismus, dessen Interesse die Demokratie nach Meinung unser Theoretiker errichtet wurde: Das Volk. vor ihm wird es durch den Staat geschützt. Das bedeutet, dass eine wirkliche demokratische Regierung nicht eine solche für das Volk, sondern eine Regierung gegen das Volk und für den Einzelnen ist.
Das Große ist einfacher zu kontrollieren als das Kleine, denn im Kleinen ist Widerstand einfacher zu organisieren als im Großen.
Die letzten Jahre, von der deutschen Grenzöffnung über Corona bis zu den aktuellen Vorgängen im Iran, entlarven die linken Lebenslügen einer ganzen Generation: Offene Grenzen bedeuten nicht, dass Menschen, die aus anderen Kulturkreisen in den Westen kommen, sich der hiesigen Kultur anpassen oder auch nur, dass sie diese verstehen; international geltende Regeln im gesundheitlichen Kontext sind kontraproduktiv und repressiv, Menschen die den amerikanischen Materialismus ablehnen bauen nicht automatisch ein neues, spirituelles Utopia.
Der Blick zurück – siehe etwa den Aufbau der nichtkommunistischen Linken durch die CIA, wie in einem Kommentar weiter oben erwähnt – ist nun ein aufgeklärter, entmystifizierter. Die Frage lautet zwangsläufig: Wenn Corona eine große international-mediale Inszenierung war, welche geschichtlichen Ereignisse in der Vergangenheit waren dann ebenso inszeniert?
Du meinst solche Ereignisse wie: „Tonkin, 9/11, Mutter Theresa, Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein, White Helmets, Maidan, Stay behind“,.
Eigentlich ist fast die gesamte westliche Erzählung einfach nur gelogen.
Insbesondere die historischen Ereignisse der linken Freiheitsbewegung sowie ihre Ideengeschichte sind gemeint.
Autor: “In der Tat war das agrarische, industriell zurückgebliebene zaristische Russland, ein Land, das keine bürgerliche Revolution, mithin auch noch nicht die Heraufkunft eines Proletariats gekannt hat, das denkbar unvorbereitetste Land für eine sozialistische Revolution.“
Um aufzuholen musste das fehlende Kapital durch eine Mehr an Arbeit ersetzt werden, was quasi zwangsläufig den Stalinismus nach sich ziehen musste. Die chinesischen Kommunisten haben daraus gelernt und sich das fehlende Kapital ins Land geholt, ohne allerdings die Macht aus der Hand zu geben. Das Kapital durfte Profit machen und sich entwickeln im vorgesteckten und kontrolliertem Rahmen, sodass wir heute in China die größte industrielle Volkswirtschaft haben, die dem liberalen und auch dem populistischen Imperialismus Paroli bieten kann, zum Vorteil des globalen Südens, was dem westlichen neokolonialen Kapitalismus zusätzlich zur System-immanenten Krise schwächt.
…weil jeder halbbegabte inzwischen schnallt, daß es im kapitalismus seit einer weile schon ums eingemachte geht?
mit einem wort, der endkampf, der den unterschied der mindsets etabliert.
ob man faschist ist oder sozialist im weitesten sinn.
ob man auf der untergehenden insel im meer des kapitals noch im trockenen steht oder schon nasse füße hat.
daß an diesen haltungen die linke gefehlt hat, ist der nächste treppenwitz der unbedarften.
was will man da denn noch sagen? die wollten es und wollen es doch gar nicht hören
…als würde man dem schmächtigen, der herumstehende warnt, daß der übergewichtige vor dem ersaufen gemeinsam gerettet werden müsse oder gar nicht, noch vorwerfen, daß er nicht überzeugend genug kommuniziert hätte
Ein sehr langer Text der zeigt: Der Schreiberling hat, wie so viele bei Overtone , NULL Ahnung. Schon was von „Schein-Linken“ gehört? Die „offiziellen“ (staats-)Linken (Die Linke, SPD…) wissen sehr genau was kommen soll, was kommen wird.
„Die neue, globale, auf Macht basierende Ordnung“ -wie sie U.v.d.L nennt, „die neue, globale, sozial gerechte Ordnung“ – wie sie von SPD , Die Linke, CDU CSU …genannt wird. „The New World Order“ wie sie ganz offen vom WEF , dem CiC, der Weltbank, dem IWF, der FED genannt wird. In dieser will jeder einen lukrativen Job – ein schönes Leben – haben ohne zur „Masse“ zu gehören. Nach dem Vorbild der DDR oder dem heutigen China.
Die echten Linken (Sarah Wagenknecht, Oskar LaFontaine….) werden überhört. Ignoriert, ausgelacht….. Als Oscar vor Merkels erster Wahl erklárte „sie wissens chon das sie eine überzeugte Kommunistin wáhlen?“ lachte die Masse. Merkel selbst konnte völlig frei im ÖRR (MDR) erkláren das sie eine Kommunistin ist, die mit „der westlichen Demokratie nichts anfangen kann“ (erklárte sie WORTWÖRTLICH). Hat keinen ineressiert, schliesslich musste man ja über Oscar Witze machen.
Die ECHTEN Linken stellen sich offen gegen den kommenden (von Sarah W. si genannten) „Neofeudalismus“, der kommen wird „weil es kommen muss weil wir es so wollen“ (erklárte der damalige CEO des WEF Schwab (und spáter der jetzige VIZE des WEF,d er CEO von Black Rock Finck) auf der Bühne,…..
Die, die hier als „Linke“ bezeichnet werden – wollen genau das was kommt. Zumindest die Führungskráfte. Deshalb nicken sie alles fleissig ab – und sorgen dafür das ecvhte Linke mundtot gemacht werden.
Und dann gibts noch Schreiberlinge wie bei Overtone – und die Gegner von Overtone. Die offen erkláren: „es gibt keine oppositionellen Medien in Deutschland udn Österreich. Wenn die wirklich opprtun wáren, wáren sie schon lange weg. Es sind Fakes, wie die AfD… Scheinoppositionelle deren Aufgabe es ist die Masse unter Kontrolle zu halten.“…. Bei de AfD zeigt sich imemr deutlicher wer das Sagen hat. Keine Deutschen. Aber auch keine Russen.
Irgendwie hat man das Gefühl das auch beid er AfD sie selben Kráfte am Werk sind wie beim Springerverlag. Aus Übersee. Aber egal.
Übrigends -die AfD unterstützt offen die Anexionspláne gegen Grönland, durch die USA . Warum? Erklárt Weidel so: Man muss sie unterstützen
Auch ein wirklich guter Text.👍 💪
Richtig, Affentheater und alle klatschen mit.
43 Diskussionsbeiträge und keiner schaut nach Osten?!
Fast alle Diskussionsbeiträge beziehen sich auf die westlich/europäische Welt zu der ich auch Russland mit seiner Revolution zähle. Über kolonial unterdrückte Staaten/Länder/Völker wird hier kaum gesprochen. In einen Diskussionsbeitrag klang sowas an, glaube ich gelesen zu haben.
Dabei gibt es ein riesiges Land im fernen Osten, das in nur 30 Jahren die Mehrheit seiner Bevölkerung aus der absoluten Armut befreit hat und bescheidenen Wohlstand anstrebt. Diese Land setzt zum Erreichen seiner Ziele eine gelenkte Marktwirtschaft ein, über die wir auch in der DDR diskutierten. Aber es blieben Diskussionen, weil die UdSSR an einer starren Planwirtschaft festhalten wollte, mit bekannten Ergebniss. Richtig, ich spreche von China, könnte aber auch Vietnam meinen, das eine ähnliche Entwicklung eingeschlagen hat.
Das Versagen der Linken der westlichen Welt besteht heute darin, den Leuten keine Vision/Zukunftsvorstellung einer besseren Welt vermitteln kann, außer unverständlicher Ideologie. Ideologie aber macht nicht satt, wußte schon der alte Brecht.
China wird von den allermeisten Westlinken, sicher auch von Zuckermann, verächtlich als restaurierter Kapitalismus abgetan. Ein positives Gegenmodell dazu haben diese „Linken“ aus der westlich-bürgerlichen Ecke aber nicht. Warum sollten „die Massen“ diesen Leuten Glauben schenken?
Es wäre noch viel zu sagen. Aber da die Anstrengungsbereitschaft in westlichen Gesellschaften gering ist, höre ich hier auf!
„Diese Land setzt zum Erreichen seiner Ziele eine gelenkte Marktwirtschaft ein, über die wir auch in der DDR diskutierten.“
China holte sich gute DDR Leute und hat diese eingebunden in Ihre Entwicklung , gerade Intellektuelle im Bereich Jura, Ökonomie usw, aber eben keine DDR Politiker … o))
Vielen Dank für Ihren Hnweis zu China.
Ich kann das nur unterstützen – aber China bzw. die Chinesen sind alles andere als Links.
Sie sind leistungsbereit, hungrig, und dazu hochintelligent – und verplempern keine Zeit mit intellektueller Selbstbefriedigung wie solchen Diskussionen hier über „links“.
Also der pure Gegenentwurf zu den Westlern, allen voran den heutigen Schlandlern.
Und in China bekommt der Fleissige mehr als der Faule – ja der Faule wird als asozial betrachtet.
Wobei ich nun nicht sagen kann, wieweit der soziale Gedanke bei den Chinesen verankert ist.
Da antworte ich, egal ob die Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache sie frißt Mäuse!
Egal ob man das System sozialistisch oder kapitalistisch schimpft, Hauptsache die Menschen haben ein besseres Leben in Frieden und Harmonie. Wenn der europäische Marxismus dabei helfen kann, bitte sehr!
Ja und ohne den Fleiß der vielbeschimpften Wanderarbeiter könnte die chinesische Jugend heute nicht den Chinese Dream träumen, denn ohne Fleiß kein Preis!
Der soziale Gedanke ist in China durch den Konfuzianismus besser verankert als in Europa. Der Reiche hat den Armen, dem Volke, der Allgemeinheit zu dienen. Bei einer Essenseinladung im China zahlt deshalb immer der Rankhöchste/Reichste am Tisch. In der BRD zahlt jeder für sich alleine, denn wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht…lach
„müsste nachgerade Linke, mithin linkes Denken, auf den Plan rufen. Warum geschieht das nicht?“
Weil „linkes“ Denken sich von „rechtem“ Denken keinen Deut unterscheidet. Denn „linkes“ Denken ist tatsächlich Marxismus. Das ist schon die erste Täuschung, dass man das nicht klar bennent, was Tatsache ist: „Links“ = Marxismus (von mir aus auch noch Leninismus, Trotzkismus, Maoismus, Engelsismus, WeißderGeierismus).
Alles was sich „links“ fühlt, Abseits von Marxismus, ist bedeutungslos und größtenteils irregeführt über den tatsächlichen Hintergrund von „links“. „Links“ wird von marxistischen Kadern dominiert, und wenn jemand sich als „links“ fühlt weil er zB gegen Autoritarismus ist, sicherlich eine echte rechte ideologische Haltung, so wird er ohne es zu wollen gleich von der marxistischen „Linken“ umarmt – oder als „rechts“ abgestossen, wenn er sich nicht umarmen lässt.
Also
A): „links“ = Ideologie. Das schließt schon einmal das Denken mit ein, dass das vermeintliche Subjekt der Bemühungen, die Betroffenen, nämlich die Arbeiterklasse, nicht wisse, was für sie gut ist, und man es ihnen sagen müsse. Und zwar MIT ALLEN MITTELN, bis hin zur Umerziehung, mit Gulags, mit Propaganda und mieser Meinungsmanipulation. Der Mensch muss für eine Ideologie immer zurecht gestutzt werden. Ideologien sind nie für Menschen, sondern Menschen werden für Ideologien zurechtdeformiert.
B): sind die Ziele von „links“ in vielen Punkten genau identisch mit den Zielen der aktuellen Ausbeutern und Bedrückern: das fängt an mit dem Materialismus, „follow the science“, der Verächtlichmachung von Spiritualität, also der Orientierung von 90% der Menschheit, dem Funktionalismus durch kybernetische Steuerung der Lebenswirklichkeit, durch Verrechtlichung, Komplexitätserhöhung, Verkomplizierung der Lebensverhältnisse bis hin, dass nur noch das erlaubt ist, was ausdrücklich erlaubt wurde, Globalisierung, Vermassung, Vereinheitlichung, Gleichmachung, …
C): hat die „Linke“ genau die gleichen Methoden in Anwendung wie die aktuellen Machthaber: Herrschen durch Spalten! „Linke“ sind aktuell die Oberspalter unter der Sonne. Überall wo „links“ dabei ist, ist der Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse zur Erfolglosigkeit verdammt. Man muss dazu nur die letzten Jahre wachen Auges betrachten. Natürlich wird diese Erfolglosigkeit von den pseudolinken PR-Bütteln als Übermacht der gegnerischen Verhältnisse gedeutet – anstatt die Erfolglosigkeit aufgrund von der von „Linken“ induzierten Spalteritis zu diagnostiziern.
„Links“ ist die größte Augenwischerei der jüngeren Geschichte. Der größte PR-Coup der herrschenden Finanzaristokratie gegen die ausgebeuteten und bedrückten Menschen.
Und die üblichen Reaktionen auf diese Enthüllung, so sie überhaupt erscheint, spricht für sich.
Du redest aber hier nicht von Linken.
Denn „Links“ ist nämlich tot, weil es genau von all diese Linken weltweit diskreditiert wurde.
Wie mein Freund R@iner so schön sagte „Wir waren doch nur ganz Wenige“!
Einfach mal schauen wie oft der Artikel Bezug auf die Vergangenheit nimmt und dann ist klar was das Problem der „Linken“ ist.
Manchmal setzen sich bei Teilen der Restlinken kleinere Erkenntnisse, die gar nicht so schlecht sind, durch.
Diese Erkenntnisse möchte ich mit Euch teilen:
https://jacobin.de/artikel/elektrostaat-china-plan-markt-linke
Zumindest denkt da mal einer der Jacobin-Linken an China und die Erfolge des größten Landes der Welt, das noch immer von einer Kommunistischen Partei regiert wird. Vielen Ideologen und Stubenhockern sind die chinesischen Kommunisten sicher nicht kommunistisch genug, weil sie Privateigentum an Produktionsmitteln bewußt nutzen und sogar mit Aktien handeln, pfui Teufel. Und die Schlimmen wollen sogar ein Sozialpunktesystem einführen und sich mit Taiwan besser wiedervereinigen, als die BRD mit der DDR
Aber egal ab die Katze schwarz oder weiß ist, Hauptsache sie fängt Mäuse.
Das Wichtigste für ALLE Menschen ist doch, das es ihnen besser geht und sie in Frieden und Harmonie leben können. Dazu hat die Kommunistische Partei Chinas eine Menge geleistet, wovon Westlinke sicher lernen könnten, aber nicht dazu lernen wollen?
Eine Realität in China sind halt Wanderarbeiter in Massenunterkünften und ein Mangel an Arbeits- und Umweltschutz und Corporate Cities. Gut, Werkswohnungen gab es hier auch, für ein Ideal halte ich sie aber nicht.
Dazu gibt es harte Anti“drogen“gesetze bei frappierender Kriminalität und eklatante Entwicklungsunterschiede zwischen „First Tier Cities“ und anderen Regionen,
In wie weit es „allen Menscgen besser geht“ vermag ich nicht zu beurteilen, aber mir imponiert das „Bruttosozialglück“ Bhutans zumindest als Konzept/Ideal mehr als ein höher-schneller-weiter mit Raumfahrtprogramm.
Ich sehe China eher in eine Sackgasse rasen, und das mit beeindruckender Fahrt.
Habe diese Meinung aber vom Sofa aus entwickelt, also weiß nix.
„Wanderarbeiter in Massenunterkünften“
Gibts die in der EU und bei uns nicht?
Mir nicht bekannt, (von Glückrittern aus Osteuropa abgesehen, die zwar nicht in Massenunterkünften aber vergleichbar leben)
Wo kann ich darüber etwas lernen?
Textilfabriken in Prato, Gemüsefeldarbeiter in Almeria, Paketboten, Erntehelfer, Pflegekräfte im Haushalt, Haushaltshilfen, allgemein Hilfskräfte in Deutschland… in den 70ziger und 80ziger Jahren die Unterkünfte & Arbeitsbedinungen der Gastarbeiter… usw.usw.
Da stimme ich nur zum Teil zu dass das vergleichbar ist, zumal es sich weitgehend nicht um Binnenwanderbewegungen handelt. Vielleicht ist es aber Unsinn von meiner Seite da spitzfindig zu sein.
Wie auch immer, es ging um die Frage ob es allen besser geht, hüben wie drüben. Ich kann das nicht beurteilen, halte es aber für fraglich.
Der neue Wohlstand in China scheint mir jedenfalls nicht nachhaltiger als unserer, und China somit nur sehr bedingt für ein Modell dem es nachzueifern gilt.
„Da stimme ich nur zum Teil zu dass das vergleichbar ist, zumal es sich weitgehend nicht um Binnenwanderbewegungen handelt. Vielleicht ist es aber Unsinn von meiner Seite da spitzfindig zu sein.“
Wieso- die chinesischen Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter besitzen ebensowenig ein Aufenthaltsrecht in den Städten, wie es jene Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter besitzen. Auch die Arbeitszeiten sind vergleichbar.. zBsp in der Gastronomie, wo bis zu 400 Stunden/Monat für wenig Lohn gearbeitet wurde und auch noch wird…
Noch schlechter ist die Situation der Erntehelfer und Treibhausarbeiter, da diese meist gar keine Rechte besitzen… auch die Unterbringung in Baraken und Abrisshäusern mit 6-8 Personen je Zimmer (zur Zeit des Wirtschaftswunders) ist vergleichbar.. zumal diesen oftmals fast die Hälfte des Lohns dafür abgezogen wurde, diese jedoch (bis heute) auf ein Jahr das Arbeitsverhältnis nicht verlassen können ohne ihren Status zu verlieren.
Alles dies kenne ich aus eigener Erfahrung & nicht vom Hörensagen.
Danke. Stellen wir fest ich bin ignorant (gewesen) was das angeht, war mir so nicht bewusst.
Alles gut!!
& liebe Grüße!
Grau ist alle Theorie!
Steh doch mal von deinen Sofa auf, kratz dein letztes Geld zusammen und fliege mal nach China und bilde dir deine eigenen Meinung. Aber ich warne dich, kaum jemand spricht dort Deutsch, einige aber Englisch. Und digital mußt du gut drauf sein, sonst kommst du in China nicht zurecht
So privilegiert dass ich mir das leisten kann bin ich doch nicht.
Ich könnte mir die Tage nichtmal mehr eine Reise nach Bayern leisten. China würde ich mir mangels Sprachkenntnis auch nicht zutrauen.
Ich habe vor Jahren eine ganz interessante allerdings auch sehr tendendenziöse Reihe auf YT verfolgt,
von zwei Leuten die das ganze Land per Motorad bereisten, dort lebten und über das Land ( aus einer teils bizarren „weißen“ Sicht) erzählten.
Ein Bekannter mit dem ich ein Freelanceerbüro teilte war damals mehrfach dort.
Er hatte rudimentäre Sprachkenntnisse.
Kann eigne Eindrücke in keiner Weise ersetzen, selbstverständlich, aber ich hab meine Vorurteile jetzt auch nicht aus SPIEGEL oder so und bin mir bewusst dass ich weniger als nix weiß dadurch.
@Naomi: „Und digital mußt du gut drauf sein, sonst kommst du in China nicht zurecht.“
Ich übersetze mal: China ist bei der Entwicklung des Homo sapiens zum Homo digitalis, also dem komplett hirnamputierten Smartphone- und App-Hampelmann, schon deutlich weiter.
Wirklich großartig!
@jemp1965
wenn ein paar Langnasen mit der technisch-wissenschaftlichen Revolution – marxistisch Entwicklung der Produktivkräfte genannt – nicht mithalten können, dann hält das die Welt in ihren Lauf nicht auf, Chinesen, gerade auch ältere Chinesen, schon gar nicht.
Selbst einer alte Frau wie ich hat China beigebracht eine e-sim-Card zu installieren und einen VPN-Zugang einzurichten. Sie müssen das nicht können.
Es gab ja Zeiten da glaube man in der fränkischen Provinz eine Zugfahrt von Fürth nach Nürnberg bei 20 km/h führe zu Unfruchtbarkeit.
Volle Zustimmung zum Kommentar von „Naomi“.
Zu den Wanderarbeitern kann man viel sagen. Fakt ist, sie haben hart dafür gearbeitet, damit es ihren Kindern einmal besser geht. Dafür sind ihnen ihre Kinder sehr dankbar, aber so hart wie ihre Eltern wollen und müssen sie nicht mehr arbeiten. Auch in der DDR, später BRD hat meine Generation schwer gearbeitet, nur geht es unseren Kindern nicht besser, sondern leider schlechter. Da ist mir der „chinesische Sozialismus“ lieber als der westdeutsche Kapitalismus
Die Linken verlieren ihre Akzeptanz, weil sie eigentlich nur eines können „Geld ausgeben, das ihnen gar nicht gehört“!
Sparkasse Göttingen kündigt Konto der Roten Hilfe Göttingen aus Angst vor Trumps Sanktionen.
Geht’s noch? Das Dericht gat dem Ansinnen der Sparkasse widersprochen und zwar zu recht.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/konto-der-roten-hilfe-gekuendigt-sparkasse-scheitert-vor-gericht,rotehilfe-114.html
Das einer wie Trump zum Helfer der rechtsextremen AFD wird ist schon bezeichnend.
Die AFD ist nicht der Retter sondern der Wolf im Schafspelz wie ihr Gevatter Trump.
Ich „fälsche“ mal Marx zur Antwort auf viele falschen Fragen und Diagnosen im Artikel und Kommentariat:
“ … daß [geschichtlich] … ein materielles Resultat, eine
Summe von Produktionskräften, ein historisch geschaffnes Verhältnis zur
Natur und der Individuen zueinander sich vorfindet, die jeder Generation
von ihrer Vorgängerin überliefert wird, eine Masse von Produktivkräften,
Kapitalien und Umständen, die zwar einerseits von der neuen Generation
modifiziert wird, ihr aber auch andrerseits ihre eignen Lebensbedingungen
vorschreibt und ihr eine bestimmte Entwicklung, einen speziellen Charakter
gibt – daß also die Umstände ebensosehr die Menschen, wie die Menschen
die Umstände machen. Diese Summe von Produktionskräften, Kapitalien und
sozialen Verkehrsformen, die jedes Individuum und jede Generation als etwas
Gegebenes vorfindet, ist der reale Grund dessen, was sich die Philosophen
als „Substanz“ und „Wesen des Menschen“ vorgestellt, was sie apotheosiert
und bekämpft haben …“ („Deutsche Ideologie“, MEW3, 38)
Was ist die Fälschung?
In der ersten Auslassung im Text steht ein „auf jeder Stufe“.
Während das, was ich zitiert habe, eine vollständige, in sich geschlossene Darstellung anbietet, was „Geschichte“ sei, nämlich Annahme und Abweisung der Überlieferungen von einer Generation des homo erectus sapiensis zur nächsten, setzt jenes „auf jeder Stufe“ eine „Geschichte der Geschichte“ oben auf, und ich brauche gewiß nicht weiter zu zitieren, (fast) jeder dürfte wissen, worin diese Verdoppelung (und damit Idealisierung!) der Geschichte von Marx bestanden hat:
Eine Geschichte revolutionärer Umwälzungen in der Generationenfolge.
Es könnte jetzt einer dran gehen, diese ideelle „Geschichte der Geschichte“ mit Hilfe des gigantisch gewachsenen archäologischen Wissens einem „Realitätscheck“ zu unterziehen, aber das Resultat ist hinreichend bekannt und verbreitet: Die „Revolutionen“ haben in mehr oder minder kompletter Vernichtung von Herrschaftsformen bestanden, welche vernichtet haben, was gemeinhin „Zivilisationen“ geheißen wird, unter physischer Auslöschung eines jeweils gewaltigen Teils der Herrschenden UND Unterworfenen.
Das für die meisten Zeitgenossen naheliegenste und jüngste Beispiel ist recht eigentlich keines, weil es sich de facto um die Übernahme einer „Zivilisation“ durch eine andere gehandelt hat, der „Zusammenbruch der Sowjetunion“.
Ein anderes Beispiel, das gemeinhin nicht als ein Solches wahr genommen wird, ist die Vernichtung der „europäischen Zivilisation“ in zwei „Weltkriegen“. Dabei hat es sich um eine imperialistische Durchsetzung des Kapitalismus gegen ökonomisch wirksame Restbestände feodal-klerikaler Herrschaft mit ihren kolonialistischen Auslegern gehandelt, und beteiligt waren die amerikanische Revolution in Gestalt der Durchsetzung der Unionsherrschaft, die sowjetische Revolution und – hört! hört! – die nationalsozialistische Revolte gegen die Restbestände der im WKI geschlagenen Junkerherrschaft des Deutschen Reiches.
Ein solcher „Realitätscheck“ ist freilich ganz und gar entbehrlich. Ein Idealismus ist ein Idealismus ist ein Idealismus. Durchgreifende Umwälzungen von Herrschaftsformen haben ihren Ausgangspunkt entweder bei den Herrschenden oder den Unterworfenen, und es tut dabei wenig zur Sache, daß ein Herrschaftspersonal sich zwecks revolutionärer Umwälzungen Parteigängern eines beträchtlichen Teils des unterworfenen Personals zu bedienen hat.
Worauf Marx in seiner Geschichtsphilosophie, die er persönlich gemäß meinem Textverständnis spätestens im letzten Jahrzehnt seines Lebens aufgelassen hat, ohne das an die Glocke zu hängen, ideell gesetzt hat, ist das Instrument der kapitalistischen Produktionstechnologie, die, rein theoretisch gesprochen, eine revolutionäre Umwälzung unter Vermeidung eines zivilisatorischen Vernichtungswerkes zulassen könnte.
Aber ein Instrument ist ein Instrument ist ein Instrument, und hier kommt es allein darauf an, wer es zu welchem Behufe in die Hand nimmt. Und wer das in den vergangenen ca. drei Jahrzehnten getan und nicht getan hat, liegt offenkundig auf der Hand.
Dieser Zug ist abgefahren, ihr könnt ihm nur hinterherschauen, indem ihr, wie Walter Benjamins „Engel der Geschichte“, im Vorwärts-getrieben-werden den Kopf auf den Rücken dreht …
BTW – die Google-KI hat gelegentlich auch ihre guten Seiten, hier hat sie auf meine Anfrage, welche die obige Textstelle online aufgerufen haben wollte, einen anderen, gewöhnlich unterdrückten Text zutag gefördert:
Materialismus als Weltanschauung, MARX/ENGELS, DIE DEUTSCHE IDEOLOGIE“, MSZ 1/’83“ . Der Text ist nicht fehlerfrei, Fehlerfreiheit ist halt nur bei mathematischen Beweisführungen erhältlich, aber er ist verdammt gut.
“ ohne das an die Glocke zu hängen, ideell gesetzt hat, ist das Instrument der kapitalistischen Produktionstechnologie, die, rein theoretisch gesprochen, eine revolutionäre Umwälzung unter Vermeidung eines zivilisatorischen Vernichtungswerkes zulassen könnte.“
Das hat auch mich so verplüfft als ich mich damals mit seinen Arbeiten beschäftigt habe..
Er erkannte Kapitalismus als das was es ist, eine notwendige Stufe in der Entwicklung der Menschheit als Ganzes, gerade Bereich Ökonomie .
Wachstum und Profit haben aber immer irgendwann ein Ende.
Da kann die entwickelte „Menschheit“ ja nur noch sagen, Herzlichen Dank Kapitalismus!
Der Begriff „Links “ impliziert durchaus auch Wandlung , eben weil dieser primär für „Gesellschaftlich progressive “ Entwicklung steht ..
Die heutige Situation das sogar „Rechte“ einem objektiv Linken Weltbild näher stehen können als „Linke“ , völlig normal also. Erst recht im Medienzeitalter wo „Polarisierung “ eben auch für Geldverdienen steht ..
Marx steht weniger für Ideologie sondern das erkennen von Gesetzmäßigkeiten in solchen Entwicklungen , und gab damit den nachvolgenden Generationen Werkzeuge mit auf Ihren Weg der Erkentniss .
Was da eine DDR zum Teil daraus gemacht hat, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das gleiche gilt auch für eine BRD …
Ich spieße hier mal nur eine Sache auf, die mir ins Auge stach!
Eine klitzekleine Frage:
Die Linke soll also „ungerechtfertigte Ungleichheit“ bekämpfen!
Gibt es demnach auch eine gerechtfertigte Ungleichheit?
Das ist mir auch aufgefallen 🙂
„Gibt es denmach auch eine gerechtfertigte Ungleichheit?
Ja, siehe Definition nach John Rawls.
Ja natürlich…alles eine Frage der Sichtweise.
Die herrschende Klasse erzählt mir seit 1974 welche Privilegien ihr zustehen und wie sie sich ihren Besitzstand auch zukünftig verteidigen werden.
@Einar von Vielen
Mit de 26 Gliedstaaten sind sind wohl die Kantone gemeint. In Deutschland gibt es 294 Landkreise und zusätzlich 106 kreisfreie Städte. 299 Wahlkreise stellen wohl die Wahlgerechtigkeit her. Ich verstehe diese Einwände überhaupt nicht. Es gibt ja auch die Europawahlen, ein riesiger Aufwand für ein Parlament, das nur eingeschränkte Befugnisse hat, und dazu eine irrsinnige Menge von Parteien enthält, weil es europäische Parteien nicht gibt, sondern nur Koalitionen, die sich so nennen.
Mich würde mal sehr interessieren, was eigentlich wirklich hinter der Ablehnung der direkten Demokratie steckt. Wahrscheinlich hält man das Volk für zu dumm, um Entscheidungen zu treffen. Aber ich glaube, die Mehrheit merkt schon, was für sie gut ist.
Denn jeder Mensch ist sowohl zu rationalem als auch zu Rudelverhalten fähig.
Tatsächlich gibt es in der repräsentativen Scheindemokratie keine Möglichkeit, sich rational zu verhalten. Es ist wie beim Würfeln reine Glückssache, ob eine Partei das liefert, was sie versprochen hat.
Es ist einer der Vorteile der direkten Demokratie, dass sie die Leute dazu anregt, sich zu informieren und mit Problemen auseinanderzusetzen, und dass sie die Bevölkerung dadurch vor Desinformation und Manipulation schützt.
Außerdem verhindert direkte Demokratie die Auswirkungen von Blockbildung. In der Schweiz gibt es mal “sozialistische” mal “populistische” mal “neoliberale” Abstimmungsergebnisse, weil man meist so abstimmt, wie es die Situation erfordert. Die Leute merken schon, wo der Schuh drückt.
Ferner ist zur Gestaltung vor Rahmenbedingungen für die Wirtschaft unbedingt ein direktdemokratischer Staat notwendig, damit staatliche Eingriffe nicht im Interesse von kleinen „Eliten“ missbraucht werden.
Landkreise und Wahlkreise sind keine Staatsähnliche Gebilde. Man spricht auch von der kantonalen Souveränität oder der Eigenstaatlichkeit. Das hat natürlich Konsequenzen die bis in die eigenständige Gesetzgebungsfähigkeit führt. Auch hat jeder Kanton seine eigene Verfassung.
Ich mag ja Dein Argument der direkten Demokratie. Da bin ich sofort dabei. Aber ohne die Strukturen zu verändern, verändert sich gar nichts. Und die Strukturen sind zu Groß. das kann man schön daran erkennen, dass wir in der EU 80% der Verordnungen und Gesetze aus Brüssel erleiden dürfen und nicht vom Landkreis.
Klartext zu den Fehlern der Linken:
1) Marx hatte Unrecht, seine Analysen sind ungenau, berücksichtigten weder Geldsystem noch menschliche Psychologie, noch den technisch-wissenschaftliche Fortschritt, seine Vorhersagen sind nicht eingetreten, Systeme die Marxismus als Leitbild hatten, wurden immer totalitär und scheiterten am Ende. Dieses totale Scheitern wollen Linke bis heute nicht einsehen, sie sehen die Lücken nicht, auch weil ihnen selbst Wissen und Lebenserfahrungen i.d.R. zu genau diesen Punkten fehlt.
2) Linke glauben, dass alle Menschen gleich(wertig, „Wert“ im Sinne von „Beitrag für die Gesellschaft“) sind (was nicht der Fall ist), deshalb glauben sie auch, dass Ungleichverteilung automatisch auf Diskriminierung oder Ausbeutung hinweist und unbedingt beseitigt werden muss. So simpel ist die Realität aber nicht und die meisten normalen Menschen erfassen das mindestens intuitiv (spätestens wenn man sie mit Fremden konfrontiert oder ihnen selbst immer mehr wegnimmt).
3) Auch wenn das zunehmend geleugnet wird, basiert der ganze woke Mist auf linkem Befindlichkeitsdenken (und auf Punkt 2 oben). Den geistigen Spagat, alle Menschen als gleich(wertig) zu betrachten, gleichzeitig aber einige als benachteiligt zu sehen, weil sie anders sind (Hautfarbe, Ethnie, sexuelle Identität usw.) bezeichne ich hierbei als „woke“, der bewusste Wille, nicht widerspruchsfrei denken zu wollen. Die Konsequenz ist dann auch, dass diese Menschen „zurückdiskriminieren“ für eine gerechte Methode halten. Blöderweise stehen sie damit der Mehrheitsgesellschaft und ihrer Kultur feindlich gegenüber, was über kurz oder lang zu Unwählbarkeit führt.
4) Die Arroganz, die einzig Guten zu sein (alles andere sind Faschisten oder mindestens bürgerliche Präfaschisten) verhindert den Austausch, verhärtet Fronten, schafft eine weltfremde linke Blase, die der Linken das Genick gebrochen hat! Sie kann nichtmal mehr mit der „Arbeiterklasse“, weil ihre Sprach- und Denkverbote derart dominant und abgehoben sind, dass alle normalen Menschen da aussteigen (das Problem hatte Marx schon, deshalb ja auch „Lumpenproletariat“ und Umerziehungswünsche).
Was kann man einer „alt left“ also als Richtlinie mitgeben?:
1) alte Zöpfe endlich mal abschneiden
2) die gemachten Fehler reflektieren, weltanschaulich demütiger sein und sich eingestehen, dass man sich auch irren und Schaden anrichten kann, selbst dann, wenn man es doch supergut meint
3) genaue vorurteilsfreie Systemanalysen, praktische Berufserfahrung sammeln (Soziologenparteien sind dem Untergang geweiht)
4) die Leute und vermeintlichen Gegner ernst nehmen, respektvoll behandeln, sich austauschen und sich selbst immer mal wieder erden, den marxschen Klassenspaltungswahn ablegen und erkennen, dass die Oberschicht auch nur aus Menschen besteht und in Teilen auch zu sinnvollen Kompromissen bereit ist
5) last but not least: zeigen, dass ihnen Demokratie wichtig ist, Argumente statt Umerziehung, Abstimmungen statt Seilschaften und Parteigedöns
Würde das berücksichtigt, könnten sie nicht nur viele vermeintlich „Rechte“ zurückgewinnen, es wären vermutlich sogar vernünftige Kompromisse möglich. Allein, es würde mich wundern, wenn das passiert, es ist halt einfach nicht die DNA von heutigen Linken, aber vielleicht entsteht ja irgendwann eine neue Bewegung, war bei den Rechten ja auch so.
Die von Ihnen formulierten „Richtlinien“ scheinen mir kompatibel mit:
„Demokratie unter Freunden“
https://wyriwif.wordpress.com/2019/03/07/demokratie-unter-freunden/
@Scheinregen
Nur in aller Kürze zu Ihrem Punkt 2, ich zitiere: „Linke glauben, dass alle Menschen gleich(wertig, „Wert“ im Sinne von „Beitrag für die Gesellschaft“) sind (was nicht der Fall ist).“
Linke glauben, dass alle Menschen grundsätzlich den gleichen Wert haben, und das völlig unabhängig von ihren ungleichen Wertbeiträgen für die Gesellschaft.
Einfach nur dummes Zeug nichts weiter
Woke ist nicht links und kam auch nie von links und das alle Menschen gleich sein sollen wird auch nur wieder ganz bewußt falsch interpretiert.
Furchtbares Geschwätz nichts weiter.
Die Oberschicht muss enteignet und samt ihrer Funktionselite beseitigt werden, sonst wird der Rest untergehen!
Die wollen UNS töten!
Warum sollte man denn mit einem Kapitalismus Freund wie dir genau diskutieren, das ist genau so Sinnlos als wenn man in den Wald geht und alle Nadeln einer Tanne ausreißt.
Du hast es dir in diesem System bequem gemacht und dich komplett Korrumpieren lassen, um diese Bequemlichkeit nicht mehr zu verlieren würdest du jedem anderen die Haut abziehen der es versucht.
Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen kannst du ausschließlich in Schubladen wie links/rechts etc. denken, und hast das Gefühl einer Bewegung anzugehören(sic!) obwohl du nur dem eben gerade aktuellen Zeitgeist frönst, zudem gilt der Leitsatz; wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
Dann hast du noch die nette Eigenschaft jeden den du nicht als „rechts“ einordnest automatisch als „links“ einzuordnen weil etwas anderes kann es gar nicht geben. Was für ein Weltbild der Ignoranz.
Rischtisch 👍
„seine Vorhersagen sind nicht eingetreten, Systeme die Marxismus als Leitbild hatten, wurden immer totalitär und scheiterten am Ende. “
Leitbilder können nur seine Anhänger aufgebaut haben, niemals Er selber, Er stand nicht so auf „Götzen“ ..
Mache also nicht Olle Karl dafür verantwortlich wenn es der Menschheit an Intellekt fehlt , vor allem im Bereich Dialektisches Denken ..
Nicht umsonst wurde Er an US Elite Unis sogar gelehrt, und glaube mir, von denen war keiner Anhänger von Sozialismus oder ähnlichen und doch wurden Sie zb zum Teil bekannte Ökonomen o)))))
Übrigens wer nicht in der Lage ist Historische Persönlichkeiten und Ihr Wirken im Zeitlich richtigen Kontext sehen zu können, sollte die Hände von solch Art Versuchen lassen in Sachen Analysen !
Das ist die heutige Linke, nichts genaues ist bekannt und doch will man es ganz genau kennen… o)))
Früher eher bei Rechten zu finden ..
„Gesetzmäßigkeiten“ was bitte ist an diesem Begriff so schwer zu verstehen ? ..
https://fortune.com/2026/01/12/elon-musk-retirement-savings-irrelevant-ai-robots-abundance/
„“Musks brisante Meinung
Bis 2030 wird die künstliche Intelligenz die Intelligenz aller Menschen zusammen übertreffen, prognostizierte Musk. Er behauptete außerdem, dass es irgendwann mehr humanoide Roboter als Menschen auf der Erde geben werde. Nach und nach würden auch traditionelle Berufe ersetzt, wobei Büroberufe ganz oben auf der Liste stünden.
Statt eines bedingungslosen Grundeinkommens werde künftig jeder ein „universelles Einkommen, mit dem jeder alles haben kann, was er will“, genießen, behauptete er. In dieser Welt sei der Zusammenhang zwischen individuellem Lohn, Ersparnissen und Lebensstandard nicht mehr gegeben.““
Vielleicht diese Vsision, er hat sich ja mehrmals geäussert.. . betrifft mich allerdings nicht mehr…..😶
Der möchte aber auch einen biomechanischen Menschen kreieren.
Und er und Seinesgleichen möchten alle Mitesser letztlich abschaffen.
Dann können die humanoiden Roboter die menschliche Minderheit gleich eliminieren und ohne die Störenfriede weiter existieren, oder?
„…das denkbar unvorbereitetste Land für eine sozialistische Revolution“.
Könnte es sein, dass auch diese Art von Revolution scheiterte, weil sie ohne die davon Betroffenen gedacht und durchgeführt wurde?
Autoritäre Überheblichkeit spiegelt sich weiter im vorherrschenden falschen System, welches nichts davon hält, dass „Bürger der Boss sind: „https://www.youtube.com/watch?v=UdMbksk1R58
„Das Angebot der Losdemokratie: Eine Gesellschaft aus politischen Subjekten“
https://www.youtube.com/watch?v=rvaNia8JWcY
Das Dumme ist, das die Leute gar keine Demokratie mehr wollen.
war es nicht viel eher so, dass diese Revolution genau von eben diesen Betroffenen gemacht und mit ihrem Leben zweimal blutig verteidigt wurde.
Die arrogante Überheblichkeit mancher Nachgeborenen beim Blick zurück überrascht mich immer wieder aufs neue.
Ideologie ist ein Grund zum streiten, aber Ideologie, wird niemals einen mehrheitlichen Konsens entwickeln!
Daraus schließe ich, das Ideologie ein Träger der menschlichen Gemeinde ist, die bewusst eine spaltende Förderung bietet.
Wir betreiben Nihilismus, auf Grund der fortführenden Propaganda.
Das Ziel ist, bleibt so wie ihr seid…
“What is Left?”
There is nothing left to say.
Hot Take: Das Internet war die letzte große linke Freiheitserzählung.
Die Älteren mögen sich daran erinnern, welche Hoffnungen vor 30 Jahren mit dem Aufbau des weltweiten Webs verbunden waren, Stichwort etwa Globales Dorf, Freier Zugang zu Wissen für alle, Schwarmintelligenz usw.
Dann kam Corona und die Impfwerbung auf der Google-Homepage, was den sensibleren Geistern veranschaulichte:
Selbst freier Zugang zu Wissen und digitalen Werkzeugen macht die Leute nicht gescheiter. Ein wesentlicher Baustein linken Denkens ging zu Bruch – einmal mehr.
Liebe Coronageschädigte, ihr müßt mal von Euren Coronafrust runterkommen und die Welt so wahr nehmen, wie sie ist!
Der Westen, der westliche Koloniarassismus – wie er in der Barbarei Israels seinen bestalischten Ausdruck findet – den gab es schon vor Corona. Wenn ihr die Pharmaindustrie und die Impfkampagnen kritisiert, dann müßt ihr auch den israelischen Staat kritisieren. Hat nicht der rechtsradikale Netanjahu Israel zum Versuchskaninchen von Pfizer und Co gemacht? Wo bleibt hier die Selbskritik der antizionistischen, israelischen Linken?
Coronafrust gibt es auch reichlich in China. Ich lernte dort Leute kennen, die viermal in Quarantäne waren und 300 Coronatests ertragen mußten. Sie mußten die schnellen chinesischen Lieferdienste beauftragen sie mit genügend deutschen Kolonialbier aus Qingdao zur Fußball-WM zu versorgen. Chinesische Luxusprobleme? Schlimmer dran waren da die Wanderarbeiter, die für den taiwanesischen Konzern Foxconn eure IPADs montierten. Sie rebellierten, machten eine Betriebsbesetzung, brachten die Apple-Aktie zum Einsturz und die chinesische Regierung schaffte über Nacht Corona ab. Eure Coronaproteste hier in der BRD haben die deutsche Regierung und auch ein paar Linke einen Scheißdreck interessiert.
Hat nicht auch da der „Sozialismus chinesischer Prägung“ besser reagiert?
Liebe Naomi, ich lebe in Deutschland und habe viele Jahre in einem Startup gearbeitet. Ich kann also authentisch berichten und mir eine Meinung über Dinge bilden, die in Deutschland passieren oder dem Bereich Digitalisierung angehoeren.
Alles, was ich aus Israel oder China hoere, ist hingegen medial vermittelt.
Aber als Frau in einen Start -up mußtest du niemals eine Geschäftsreise nach Shanghai unternehmen? Da hättest du dir ein eigenes Urteil bilden können!
Wir hatten das Thema schon einmal, ich bin keine Frau. Soviel Zeit muss sein.
Ok, sorry, na ja Frauen in Start-ups in Westdeutschland waren wohl nur Frau des Chefs oder Chefsekretärin, soviel Zeit muß sein, lach
Hat Eurer Budget für Shanghai nicht bereicht?
Das Startup hat Hardware in China (Shenzen) produzieren lassen, wie so viele andere deutsche IT-Unternehmen auch. In so einer Hardware-Fabrik arbeiten zu müssen, kann schon sehr öde sein – das gilt für deutsche Fabriken ja genauso. Das kann ich also darüber berichten, bzw. Kollegen haben es mir berichtet. Ich war jedoch nie selbst vor Ort. Hier haben wir schon eine klassische linke Forderung an die Arbeitswelt: Das Potential des Menschen darf bei seiner Arbeit nicht verkümmern, sondern im Gegenteil, es sollte aufblühen.
Weiter ist Techno-China für mich alles andere als ein neues Utopia. Ich finde es einfach gruselig, vor allem aus ästhetischen Gründen und sicherlich auch aus vorgeprägter, europäischer Perspektive. Ich möchte hier kein Shanghai, ein Zurück zum guten alten europäischen Stadtbild genügt mir vollkommen, bzw. erscheint mir ein solches nunmehr als das eigentliche Utopia.
Und ja: Natürlich freue ich mich über jeden einst armen Chinesen, dem es jetzt besser geht.
Das Stadtbild von Shanghai bestand früher aus ein paar Kolonialbauten, die später die Japaner und auch Europäer zerstörten. Deshalb ist alte „alte Shanghai“ nachgebaut. Die vielen Hochhäuser sind moderne Architektur. Dabei haben auch deutsche Architekten mitgewirkt, die man hierzulande dafür kritisierte.
Shenzhen war einst ein kleines Fischerdorf, heute das chinesische Silicon Valey. Chinesen reisen gerne nach Europa um die wunderschönen kleinen Häuschen zu bewundern. Sie wundern sich allerdings warum man sich um den kleinen Turm, an dem der Rost nagt, den Eifelturm von Paris, soviel Aufsehen macht. Da gibt doch der Fernsehturm in Shanghai und der Blick am Bund mehr her, zumal man dort trotz chinesischer Enge genügend Platz für Selfies findet
Cool! So richtig schöne Kolonialbauten, wie auch in Kuba, Argentinien oder Goa? Stehen da noch die wahren architektonischen Schätze der kolonialen Vergangenheit oder sind das alles mittlerweile Attrappen, vergleichbar mit dem Berliner Schloß oder der Frankfurter Altstadt?
Die Europäer, die konnten einst bauen!
Ja, einst konnten die Europäer bauen. Wenn heutzutage europäische Architekten ihren Träume umsetzen wollen, dann gehen sie nach China.
Hätten die Berliner chinesische Firmen mit den Hauptstadtflughafen beauftragt, wäre er schneller fertig geworden
Architekten haben keine Träume mehr.
@ Naomi
„Eure Coronaproteste hier in der BRD haben die deutsche Regierung und auch ein paar Linke einen Scheißdreck interessiert.“
Und weil es die Regierung einen Scheißdreck interessierte, dann auch Sie?
Das Grundproblem der echten Linken (im Gegesatz zur ideologischen Linken) ist wohl, dass es einen fundamentalen Widerspruch zwischen dem Erreichen kurzfristiger Ziele wie der Verbesserung der Lebensqualität der Loihnarbeiter und dem Erreichen langfristiger Ziele wie der Überwindung der Lohnarbeit gibt. Jede Massnahme, die die Lebensqualität eines Teils der Bevölkerung im hier und jetzt verbessert, spaltet diese Bevölkerung in Gewinner und Verlierer und macht ein gemeinsames Handeln und Denken unmöglich. Findet keine Verbesserung der Lebensqualität statt, sind so gut wie alle über kurz oder lang demotiviert, die negativen Folgen eines permanenten Kampfes gegen die herrschende Klasse auf sich zu nehmen. Man darf bei der gazne Diskussion nie vergessen, dass es nicht darum geht, ein dem entwickelten politischen Geschmack ästhetisch gefälliges Kunstwerk zu errichten, es geht darum, der gesamten Menschheit ein Leben in Würde und Teilhabe an der gesellschaftlichen Produktion zu ermöglichen. Wenn man sich mal genauer ansieht, was Marx und Engels zwischen den 30er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts geschrieben haben, finden sich da zwei Tendenzen. Die erste ist der Wunsch, etwas gegen die fürchterlichen Umstände der unterdrückten Klassen zu tun, und die zweite das Bestreben, das gesellschaftliche Problem auf seine ökonomischen Wurzeln zurückzuführen und auch eben die Ergebnisse dieses Bestrebens unter ihren historischen Umständen zu analysieren um daraus die Erkenntnis zu gewinnen, was überhaupt möglich ist unter den jeweils gegebenen Umständen zu tun. Hierbei sollte man beachten, dass sie niemals Patentrezepte gegeben haben, alles ist immer nur gültig unter gegebenen historisch-sozial-ökonomischen Umständen, die wissenschaftlich untersucht werden können – die Analyse muss also permanent fortgesetzt werden, um aktuell passende Antworten zu geben. Deshalb haben die auch nie irgendeine konkrete Utopie entwickelt, wie eine Gesellschaft nach der Überwindung des Lohnsystems aussehen sollte. Auf der anderen Seite stand die Gruppe der mehr praktisch orientierten ideologischen Sozialisten, die von einer mehr oder weniger festen Idee ausgingen, wie eine ideale Gesellschaft auszusehen hätte und nur noch nach dem Weg suchten, von hier nach da zu kommen. Ein Ansatz, der nach Marx und Engels von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, auch wenn er mit den besten Intentionen angefangen wird. Der Marxismus-Leninismus ist dann schon wieder eine andere Geschichte. Lenin versuchte Marx und Engels zu emulieren, um eine spezifische Vorgehensweise für das rückständige russische Zarenreich zu entwickeln, das sich bis dahin erfolgreich gegen die Reformbestrebungen des schwachen Bürgertums zur Wehr gesetzt hatte. Man kann wohl sagen, dass Lenin unter unsäglichen Mühen dieses Ziel erreicht hat. Danach ging der revolutionäre Ansatz aber in eine lange Stagnation über, weil der grosse Teil des Rests der Welt eben nicht in einer revolutionären Situation war und die Revolution in Deutschland scheiterte, unter anderem am Verrat durch die SPD. Das Problem der Linken von heute ist, dass sie das 20. Jahrhundert immer noch nicht adäquat aufgearbeitet hat, mal davon abgesehen, dass die KP China höchst erfolgreich darin zu sein scheint, den Kapitalismus kontrolliert auf seine Spitze zu treiben, was viel intelligenter sein könnte, als es vielen ideologischen Linken erscheinen mag. Ist aber wahrscheinlich keine gute Taktik für zeitgenössische europäisch-wertewestliche Verhältnisse, so dass sich Linke davor hüten sollten, das als Blaupause für eigene Bestrebenungen zu nutzen.
Irgendwo schrieb Marx mal, dass das Lohnsystem erst dann abgeschafft werden wird, wenn die Kapitalisten selber aufgrund des verschwindenden Profits kein Interesse mehr an seinem Fortbestehen haben können. Möglicherweise nähern wir uns jetzt mit KI und Robotik diesem Zeitpunkt. Bislang finden sich immer noch zahlreiche Kommunistenfresser-Botschaften in allen Foren, in dene das Thema diskutiert wird, das ist ein guter Indikator für die Tatsache, dass immer noch sehr viele Menschen den Eindruck haben, mit diesem wackeligen, schiefen, menschenfeindlichen Kapitalismus besser zu fahren als jede Alternative, die die Linke zu bieten hätte. Wenn der Zeitpunkt für den Kollaps des Lohnsystems näher rückt, werden diese Meinungen wahrscheinlich eher verschwinden und durch etwas anderes ersetzt werden.
Die Grundlage des Lohnsystems ist die Notwendigkeit, individuelle Arbeitsfähigkeit gegen Beteiligung am gesellschaftlichen Produkt einzutauschen, um zu überleben. Solange diese Notwendigkeit besteht, wird sich auch ein gesellschaftlicher Prozess etablieren, diesen Tausch zu organisieren. Wie der sich gestaltet solange er notwendig ist, folgt einem evolutionären Entwicklungsprozess und der Verteilung grundlegender menschlicher Charaktereigenschaften die nicht gestaltbar ist. Das macht die Sache extrem knifflig. Faschismus ist dagegen ein Kinderspiel und funktioniert auch ohne gross das Hirn anzustrengen. Deshalb kommt der immer wieder gerne dann hoch, wenn die Lohnarbeit mal wieder eine der Profitkrisen des Kapitals durchlebt, und scheitert früher oder später an seiner eigenen Unfähigkeit, die Realität zu erkennen..
Lesenswert!
Geht in die richtige Richtung, objektiv …
Ursache > Wirkung ….
Klassenlose Gesellschaft als Utopie, durchaus machbar, aber nur global realisierbar.
Es ist also noch viel Entwicklung nötig, oder wie Marx schrieb “ Kapitalismus ist die einzige Gesellschaftform die Produktionstechnologie zu ihrer Perfektion treiben kann“ und hier war auch Finanzwirtschaft mit einbezogen, die ja die Sozialistischen Länder sträflichst , man kann sagen, ignoriert haben o(
Das wurde wohl erfüllt mit der Entwicklung Finanzwirtschaft auf globaler Ebene ..Und da kam dann China zb ..
Übrigens eines der größten Fehler der Sozialistischen Länder dieser keine Priorität eingeräumt zu haben und einer der größten Fehler Kapitalismus, das Sie jegliche Gesellschaftliche Mauern abgebaut hatten nach dem Mauerfall, was den Raubtiertkapitalismus am Ende erneut hervorbrachte , Finanzkapitalismus ..
Finanzindustrie war auch USA bis Ende 70 streng reguliert …
„Ich zähle mich selbst zur Linken, genauer gesagt zu einer bürgerlichen Linken.“ …sagt Sennett. Offfenbar entgeht ihm, wie auch Zuckermann, die contradictio in adiecto, die in dieser Aussage steckt. Politische Kräfte, die sich bürgerlicher Weltanschung unterziehen, sind keine Linken, auch wenn sie sich als solche bezeichnen und selber sehen. Bezeichnend, dass auch Sennett und Zuckermann ihren Blick starr auf den ehemals real existierenden Sozialismus gerichtet haben, auf dessen Scheitern, das Scheitern der Parteien sozialdemokratischer Observanz in aller Welt glatt übersehend. Diese haben sich überall in Vehikel des Neoliberalismus verwandelt, als Linke, also eine andere Gesellschaft Anstrebende, haben sie sich buchstäblich in Luft aufgelöst, das bürgerliche Parteiensystem hat sie affiziert, inhaliert, einverleibt. Das war die unausweichliche Folge der in dem Konzept der sozialen Melioration des bürgerlich-kapitalistischen Systems steckenden Aporie, spätestens dann, wenn dieses selbst an seinen inneren Widersprüchen würgt, in eine einen langen Zyklus beendende Krise gerät, wie es längst wieder der Fall ist. Das Resultat ist eine totale Desorientierung, Demoralisierung, schliesslich Zuwendung der Klientel dieser Parteien zu radikalisierten, bis hin zu nahezu entarteten Formen bürgerlicher Herrschaft.
Daraus folgt aber nicht, wie die ratlosen Lukes, Sennett und Zuckermann offenbar glauben, ein Rückgriff auf Marx und seine Theorien. Dessen Kapitalismus-Analyse ist gewiss weiterhin gültig, aber auch seine politische Konzeption ist, mehr oder weniger sichtbar, abendländisch-christlichen Postulaten unterworfen, konkretisiert bei Hegel, links-hegelianisch, wie man es in ihrer Entstehungszeit nannte. Nicht zu vergessen als essentieller Grundpfeiler, was in der europäischen Tradition – die meist mit Geistesgeschichte überhaupt gleichgesetzt wird – die Aufklärung. In all diesen Voraussetzungen finden sich fundamentale Fehler, davon der bedeutendste die Verkennung der ökologischen Grundlagen auch menschlichen Lebens, in der Folge, im Rahmen der Säkularisierung gesteigert zur demiurgischen Wahnvorstellung, gleichsam eine Welt 2.0 schaffen, Natur überwinden zu können. Darin gehen fatalerweise cum grano salis sämtliche linken Theoretiker und in der Folge dann erst recht die Praktiker mit dem Bürgertum einig.
Wer also die heutigen Zustände überwinden will, muss weit tiefer graben, die europäischen Denktraditionen mit äusserster Gründlichkeit hinterfragen, sich den darin enthaltenen Widersprüchen schonungslos stellen. Daraus resultiert dann keine neue Linke – verräterisch ist ja schon die Übernahme der spatialen Metapher -, sondern etwas genuin Neues, eine Theorie, die der heutigen Lage der Menschheit entspricht, deren praktische Umsetzung im eigentlichen Sinn attraktiv ist für politisierte Menschen.
Na dann mal voran, was schwebt dir denn vor?
@zack15
Du meinst also, auch der olle Marx wäre ein Eurozentrist gewesen, habe das europäische Wesen, Aufklärung etc.
verabsolutiert und deshalb entging ihn der reiche Wissensschatz der Mehrheit der Menschheit, zu, Beispiel die chinesische Kultur, die dann den europäischen Marxismus „sinistert „hat?
Ansonsten möchte ich den deutschen Philosophen, der seine Haushälterin vögelte und sich von einen Wuppertaler Börsianer sein „Kapital“ finanzieren lies nicht weiter entehren.. Lach
@zack15
Der letzte Absatz gefällt mir sehr.
Die alten Denkmuster haben sich wirklich erledigt.
Das Nachspueren, wie linke Ideengebaeude entstehen und langfristig in den Koepfen fortbestehen, ohne wegen realer Ereignisse einzustuerzen, ist mittlerweile interessanter als die Frage, ob sie sich in der Praxis bewaehren.
Bemerkenswert …
… ist für mich hier eigentlich nur, dass im Kommentarstrang die eigentliche Frage von Zuckermann – nämlich die Frage nach den Ursachen der Ohnmacht der Linken – nur wenig behandelt wird …
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Mal ketzerisch gefragt: Muss es denn überhaupt eine Linke geben?
Wenn wir die letzten 2000 Jahre europäischer Geschichte einmal Revue passieren lassen, dann werden wir erkennen, dass es nach der Niederlage der römischen Popularen (Volkspartei) am Ende der römischen Republik eigentlich bis zur Französischen Revolution weltweit gar keine Linke gab. Die einzigen relativen(!) Ausnahmen finden wir in der Antike im Alten Griechenland und in der römischen Republik (Volkstribunen). Und als wirklich „links“ lassen sich auch diese politischen Phänomene eigentlich nur in sehr eingeschränktem Maße bezeichnen.
Ja, ich weiß: Für DDR-Marxisten waren auch die Bauern von 1525 irgendwie links … Thomas Müntzer und so … aber das scheint mir erstens doch nur eine ziemlich kurze Angelegenheit gewesen zu sein und zweitens auch eine, in der ziemlich viel Religion (Luther: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ und die Ideologie der Wiedertäufer in Münster) und traditionelles Rechtsdenken (Forderung nach einer Wiederherstellung der alten Rechte) eine Rolle spielten.
Und wenn wir nun auch noch die außereuropäische Geschichte betrachten, dann werden wir bemerken, dass es nur sehr selten auf der Welt in den letzten – sagen wir mal – 3000 Jahren ein explizit linkes Denken (natürlich angepasst an die damaligen Verhältnisse) gab. Okay, man könnte vielleicht ein paar Bauernaufstände in China anführen, aber das war es dann wohl auch schon.
Anders gesagt: materielle Ungleichheit, gesellschaftliche Hierarchie und autoritäre Staatsordnung wurden im Grunde bis etwa 1800 fast überall und in fast jeder Zeit als die nun einmal gegebene und nicht großartige zu hinterfragende Normalität angesehen.
Bei manchen Linken kommt es mir so vor, als ob sie glauben, es müsste eine Linke geben – schlichtweg deshalb, weil sie selbst es wollen …
Das ist dann aber als Beweggrund für ein politisches Phänomen ein bisschen wenig Substanz.
Andere Linke wiederum berufen sich – treu und brav glaubend – auf die von Marx vor etwa 150 Jahren ausgedachte(!) Abfolge der geschichtlichen Gesellschaftsformationen … und erwarten teilweise tatsächlich die dort prophezeite neue sozialistische oder kommunistische Formation.
Kaum nötig zu betonen, dass es sich bei dieser Abfolge aber bloß um das Wunschdenken von Marx und Engels handelte und mitnichten um eine belastbare wissenschaftliche Sicht. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass JEDE die Zukunft gerichtete Prognose – egal ob zum Klima oder zu gesellschaftlichen Formationen – lediglich eine Annahme und Vermutung ist – und eben nicht mehr!
Die Frage, ob es also überhaupt eine Linke geben muss – jetzt einmal losgelöst vom Wünschen und Hoffen einiger linker Idealisten – ist also keineswegs so abwegig, wie sie manchen Lesern auf den ersten Blick erschienen sein mag.
Die Frage nach der Ohnmacht der Linken und der Macht Netanyahus ist für Israel einfach zu beantworten. Der Kleinkrieg zwischen den Israelis und den Palästinensern hörte schließlich niemals auf … und wenn die Palästinenser gerade mal friedlich waren, dann hat die Polizei „nicht aufgepasst“ und schwupps haben ein paar Ultraorthodoxe den Tempelberg gestürmt und schon hat man die nächste Intifada … wenn Geheimdienste da ein bischen mithelfen, dann kommen ein paar Linke mit der Vorstellung „man könnte auch nett zueinander sein“, nie auf einen grünen Zweig.
@ Wolfgang Wirth
„Bei manchen Linken kommt es mir so vor, als ob sie glauben, es müsste eine Linke geben – schlichtweg deshalb, weil sie selbst es wollen …“
Sie wollen es und jene, die sie zu instrumentalisieren verstehen. So wie es die Linke versteht, Unterprivilegierte zu istrumentalisieren.
@Wolfgang Wirth Gute Frage!
Man könnte jetzt einen ganz großen Bogen spannen und sagen, dass linkes Denken seit jeher Teil der Menschheit war und immer dort auftaucht, wenn es um die Frage nach Solidarität, Altruismus, Gemeinwohl, kurz: Nächstenliebe geht.
Deshalb wohl gab es von Anfang an ein Spannungsverhältnis zur tradierten europäischen Religion, dem Christentum, siehe Marx‘ Spruch vom „Opium für’s Volk“.
@mare
Sie fassen bei Ihrer Überlegung „links“ jetzt sehr weit.
Ja, das kann man tun und sicherlich gibt es im Sinne der überall vorkommenden Polaritäten auch einen Gegenpol zum Komplex „Egoismus/Machtstreben/Besitzgier“, nämlich das, was Sie als „Solidarität, Altruismus, Gemeinwohl, kurz: Nächstenliebe“ bezeichnet haben.
In der Vergangenheit haben sich solche Einstellungen im Allgemeinen im Rahmen der Religionen artikuliert, übrigens längst nicht nur des Christentums. Auch im Buddhismus und selbst im Islam finden sich solche Ansätze.
Nun vermute ich aber, dass ein echter Linker ziemliche Bauchschmerzen damit haben wird, wenn wir auf einmal alle auf Altruismus und Nächstenliebe zielenden Bestrebungen pauschal als „links“ verorten …
Und ich selbst habe da ehrlich gesagt auch ein Problem, denn diese religiösen Gruppierungen ziel(t)en im Gegensatz zur politischen Linken ja eben gerade nicht auf Gesellschaftsumbau, sondern auf die Umkehr/Reifung/Entwicklung des einzelnen Individuums ohne den Umbau von Staat und Gesellschaft.
—
Ihr obiger Kommentar von 17.40 Uhr ist gut. Habe ihn erst jetzt gelesen.
Die „Linke“ – also eine politische Partei, die die Interessen der Bürger im spätfeudalen Herrschaftapparat oder Lohnarbeiter im bürgerlichen Herrschaftsapparat der Parlamente vertritt. ist kein Selbstzweck sondern Werkzeug, um die herrschende Klasse dazu zu zwingen, die Bedürfnisse der beherrschten Klasse bei ihren politischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Die Vertretung der Arbeiterklasse in den Parlamenten war gedacht als taktisches Mittel, um dem Bürgertum nicht die komplette Macht im existierenden Herrschaftsapparat zu überlassen und ihnen zumindest einen Teil der Entscheidungsmacht abzutrotzen. Heute gibt es keine echten linken Parteien mehr in den Parlamenten, sondern nur noch bürgerliche Heuchler. Es hat sich als extrem schwierig herausgestellt, linke Parlamentarier nachhaltig von der Verbrüderung mit dem Klassenfeind abzuhalten, mit dem sie alltäglichen Umgang in den Parlamentsausschüssen haben, und der ihnen üppige finanzielle Pölsterchen in Form von Diäten, Pensionen und Drehtürposten zukommen lässt — oder auch nur prinzipienlose Karrieristen daran zu hindern, diese Partei als reines Vehikel für das persönliche Vorankommen zu benutzen. Trotz alledem muss die Klasse der Lohnabhängigen versuchen, einen Fuss in der Tür zu halten, um nicht vollständig von den Bürgern verarscht zu werden. Den Bürgern oder der wohlversorgten, verbürgerlichten Arbeiteraristokratie kann das natürlich alles herzlich schnurzegal sein, die kommen auch klar wenn sie SPD, CDU, AfD, FDP oder Grüne oder eine andere systemkonforme Lifestyle-Partei wählen. Zumindest, solange sie nicht verharzt werden. Um das zu verhindern, treten sie aber gerne lieber nach unten als nach oben.
@pk
Was Sie schreiben, verrät zwar den Marxisten, hat aber hier im konkreten Fall durchaus Hand und Fuß,
doch verstehe ich nicht recht, was es mit meinem Kommentar zu tun haben soll?
Okay, dann werde ich mich mal an der Aufzählung der „Fehler der Kommunisten“ beteiligen, obgleich das völlig palle ist – der Zug ist, wie gesagt, abgefahren. Aber – so behaupte ich – mein Deuten auf das, was ich für den „Generalfehler“ halte, könnte – rein theoretisch! – die Lebensführung jüngerer Generationen verschönern, indem es sie hinderte, ihre Energie und Geisteskräfte zu vergeuden.
Marx persönlich hat den Fehler gemacht, die Patriarchatskritik, die nahe des Zentrums seiner junghegelianischen Auseinandersetzung mit den „Frühsozialisten“ gestanden war, in seine spätere Arbeit an der „Kritik der politischen Ökonomie“ nicht gebührend einfließen zu lassen, und Engels, der in seinen späten Jahren diesen Fehler im Umgang mit den Sozialdemokraten „gespürt hat“, wie die Geistesgeschichtler das dann gern sagen, hat zwar einen verdienstvollen Versuch gemacht, ihm abzuhelfen („Vom Ursprung der Familie usw.“), aber weil dieser Versuch seinem philosophischen Idealismus des „Historischen und dialektischen Materialismus“ untergeordnet blieb und eingemeindet war, blieb es ein wirkungsloser Ästhetizismus.
„Patriarchat“ ist ein undankbares Feld für Analyse und Kritik, weil Geschlechterkampf und Geschlechtskonkurrenz von Anbeginn aller historischen Formen der Sklaverei, beginnend mit der Versklavung benachbarter Triben durch archaische Kriegerpatriarchate, die Herrschaftsformen durchwirkt hat, lokal also schon in der Steinzeit. Warum?
Die Antwort enthält schon die allgemeine Bestimmung, was „Patriarchat“ ist.
Heute ist bekannt, daß bereits in der „Mittelsteinzeit“ (ein fachwissenschaftlich umstrittener Begriff), beginnend spätestens um 500 k v.u,Z. in Afrika und Ostasien, ein systematischer Austausch von Arbeitsprodukten tragendes Element der Reproduktionsgeschichte vieler tribaler Kulturen gewesen ist, und dieser „Austausch von Produkten“ schließt den Austausch von Stammesmitgliedern notwendig ein.
Letzteres erwähne ich aus zwei Gründen:
1) Der sogenannte „Muddle in the middle“, dem sich Paläoanthropologen gegenüber sehen, ist ein indirekter Beweis meiner Behauptung. „homo erectus“ wuchs über rund 2 Millionen Jahre lang auf nahezu globaler Ebene zu lokalen und regionalen kulturevolutionär geprägten Varietäten („Arten“, „Rassen“, what you want) auf, die nach heutigen plausiblen Schätzungen auf Basis der Knochen- und Werkzeugfunde vor etwa 700 Tausend Jahren mit zunehmender Wirkung und Dynamik zu vermischen begonnen haben.
2) Die Vermischung mag in den ersten Phasen matrilokal vonstatten gegangen sein, in späteren Phasen, mit zunehmender Systematik des Austausches, wurde sie mit hoher Sicherheit patrilokal. Das liegt einfach darin, daß mit zunehmender Stabilität tribaler Reproduktion und Daseinsweise die Weiber das mit Abstand wichtigste mobile Reproduktionsmittel tribaler Gesellschaften werden. Im Ursprung tribaler Daseinsweise sind Kerle kraft der kulturevolutionären Entwicklung ein periodisch entbehrliches Zubehör tribaler Gesellschaften, mit zunehmender Stabilität der Reproduktionsweise wechselt diese Rolle auf Weiberüberschüsse.
Patrilokalität resp. Matrilokalität liefern, anders, als manche Patriarchatstheorie das heute noch behaupten mag, kein Präjudiz für ausbeuterische / sklavische Verhältnisse weder im Binnenverhältnis der Triben, noch in ihrem Außenverhältnis und damit einer regionalen Reproduktion tribaler Daseinsweise, aber Patrilokalität liefert ein dynamisches Moment dafür, daß in einem regionalen Reproduktionsverhältnis von Triben das biologische Reproduktionsverhältnis gegenüber anderen Bestandteilen des sozialen Reproduktionsverhältnisses an Gewicht verliert.
Solcher Gewichtsverlust der biologischen Reproduktion ist Voraussetzung ihrer herrschaftlichen Unterordnung unter die restlichen Reproduktionszwecke einer Gesellschaft, namentlich der Reproduktion eines Herrschaftsverhältnisses, das historisch in erster Instanz in der kriegerischen Unterwerfung eines benachbarten Stammes bestanden haben mag, die auf reproduktive Dauerhaftigkeit berechnet wurde.
Solch herrschaftliche Unterordnung der biologischen Reproduktion unter andere, und schließlich restliche, Bestandteile der gesellschaftlichen Reproduktion, heißt mit Fug: Patriarchat.
Die weitläufigen Folgen und Begleiterscheinungen namentlich in und seit der sogenannten „neolithischen Revolution“ überlasse ich notgedrungen eurem kaputten Verstand, aber ich will darauf hin gewiesen haben, daß im „Abendland“ bereits die kolossale Entwicklung und Entfaltung von Produktionstechnologien in der römischen Zivilisation alle nötigen Voraussetzungen geschaffen haben, das patriarchale Herrschaftsverhältnis abzuwerfen. Lustigerweis enthielt das Frühchristentum etliche Momente, die das reflektieren, aber schon die jüdische Überlieferung, erst recht die klerikale, römische Überlieferung, machten ihnen den Garaus, verdrehten sie ins Gegenteil. Naja, das war eine folkloristische Bemerkung …
Doch eine Bemerkung noch zu den Folgen der Verfehlung der kommunistischen Theoretiker und ihrer Gefolgschaften.
Unter Einschluss der Patriarchatskritik wäre klar, daß Kommunisten Modelle, für die ich hier mal „Torwächter“, „Scheinregen“, „Naomi“, „Ratzfatz“ zitiere, zu beseitigen haben. Es sind eingefleischte Patriarchatskrieger, deren geistige Verfassung sie zu Bütteln und Häschern prädestiniert und die ich exemplarisch für diejenigen Modelle stehen lasse, die mit ihrer Verhaftung in der Kulturevolution des Patriarchats und der Klassenherrschaften jedem Abbruch dieser Tradition wirksam im Wege stehen, ob das nun militant geschehe, oder passiv. Und es taugt überhaupt gar nichts, solche Leute zu erniedrigen, damit übernähme man ihre Tradition – antithetisch. Die Genannten mögen mir verzeihen, daß ich sie hier hernehme – das ist feindselig, aber nicht bös gemeint, wenn ihr versteht, was ich meine …
In der sowjetischen Revolution hat es lokal – vielleicht auch regional, ich bin da nicht gut informiert – zahlreiche Momente und Bewegungen gegeben, die einen kulturevolutionären Ansatzpunkt für einen Einschluss praktischer Patriarchatskritik in die Revolution hätten liefern können, aber sie wurden teils vernichtet, teils mit einem schlechten bis falschen Begriff von „Emanzipation“ kooptiert.
Ich ende dies Posting mit Trauer, tränenvoller Trauer um Marina Zwetajewa, die jemand geteilt hat, von dem die Mehrheit das nicht erwartet hätte, Maxim Gorki. Ich weiß nicht, ob sie in Russland eine Gedenktafel hat, aber dies hätte ‚drauf zu stehen:
Кто создан из камня, кто создан из глины,-
А я серебрюсь и сверкаю!
Мне дело – измена, мне имя – Марина,
Я – бренная пена морская.
Кто создан из глины, кто создан из плоти –
Тем гроб и нагробные плиты…
– В купели морской крещена – и в полете
Своем – непрестанно разбита!
Сквозь каждое сердце, сквозь каждые сети
Пробьется мое своеволье.
Меня – видишь кудри беспутные эти?-
Земною не сделаешь солью.
Дробясь о гранитные ваши колена,
Я с каждой волной – воскресаю!
Да здравствует пена – веселая пена –
Высокая пена морская!
Einen schuf er aus Stein und den andern aus der Erde
Und aus funkelndem Silber mich!
Verrat ist mein Werk – und meine Name Marina;
Vergänglicher Meer-Schaum bin ich.
Einen schuf er aus Lehm – aus der Rippe
…den andern.
Ein Sarg grenzt, ein Grab ihre Welt…
Doch ich bin getauft im Taufstein des Meeres
Und im Flug unaufhörlich zerschellt!
Und keinerlei Herz fängt und keinerlei Reuse
Meinen trotzigen Eigensinn ein.
Nie werde – so sieh meine wildwirren Locken,
Das Salz der Erde ich sein.
Zerteil ich mich auch an granitenen Knien,
Mit den Wellen ich wiederersteh!
Es lebe die Gischt – das fröhliche Schäumen,
Der hohe Schaum auf der See.
Eine Minute „Back to Earth“, Jacky Venson
https://www.youtube.com/shorts/oEow_5LFX7c
Für Freunde des Patriarchats hab ich auch was Feines, sie werden zufrieden sein:
Brian, Karma and Savannah with Leslie King, 2012, 11 hectic, funky driving minutes
https://www.youtube.com/watch?v=iuHQXMRf5Ic&list=RDiuHQXMRf5Ic&start_radio=1
Interessant wie immer .. o)
Muss ich mir aber 2 mal durchlesen eh ich wirklichen geistigen Zugang dazu bekomme o)))
Ja interessant. Besonders seine Vernichtungsphantasien gegen Patriachats-Liebhaber, die nun die notwendigen und zu eliminierenden Hauptfeinde im gelingenden Kampf für den Kommunismus sein sollen.
Was für ein elendiger Stuss.
Fly Tommy fly,
up up to the sky…
Aus aktuellem Anlass!
Ich habe in meiner Darstellung unterschlagen, daß die anthropologischen Bemerkungen vom akademischen Standpunkt auf einer weitgehend unterdrückten „Minderheitenmeinung“ beruhen – in der Paläoanthropologie herrschen noch immer die britisch geprägten Rassisten um Chris Stringer und Swante Pääbo, assistiert von israelischen Kollegen, die von Kulturevolution bestenfalls als einem Symptom und einer Begleiterscheinung der heiligten HIRNentwicklung reden wollen.
Von zwei Kollegen, die unter akademisch unverzichtbaren Bückverhalten aus der Reihe tanzen – es gibt viele andere, die weniger oft in der Öffentlichkeit stehen – ist in einem heute erschienenen TP-Artikel die Rede, Jean-Jacques Hublin und John Hawks:
https://www.telepolis.de/article/Nordafrika-statt-Ostafrika-Liegt-hier-die-Wiege-der-Menschheit-11138350.html
Marcel Kunzelmann zitiert Hawks, versteht aber nicht, was der sagt, was kein Wunder ist, weil man halt wissen muß, worauf Hawks mit „meiner Denkweise“ anspielt, um ihn zu verstehen.
Nun, ich ende diesen Hinweis an der Stelle, aber falls einer wissen will, was ich mit dem letzten Satz im Blick habe, kann er gern fragen.
Das ist alles sehr interessant, aber trotzdem möchte uns die herrschende Klasse immer noch töten.
Und wenn wir denen nicht das Handwerk legen, wir sich bald keiner mehr fragen ob die Frau zum Mann zieht oder umgekehrt.
Mein Gott, was für ein Qana-Qualm wieder. Der hält sich für den Oberfunktionär und Chefphilosophen der baldigen Weltrevolution. Pfleger, bitte übernehmen Sie.
Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass hier eine KI unter Rückgriff auf den veralteten Wissensstand der Marx-Engels-Werke irgendetwas zusammenschwurbelt. Regression at it’s best.
Unabhängig von der Intention und dem Geisteszustand der Kommentatoren habe ich mir insofern harsche Reaktionen verdient, weil ich in der Einleitung von einem „Generalfehler“ sprach, ohne das in einem Text einzulösen, der erstmal nur grob bestimmt hat, was ich unter „Patriarchat“ verstehe.
Nun war dieser Fehler im gegebenen Format notwendig, was ich jetzt in gewisser Weise „beweise“, indem ich einen uralten Blogbeitrag von mir hier hinein kopiere, den ich verlinken würde, wenn das nicht den Ort gefährdete, an dem er halböffentlich steht.
Also, zitiere:
Ich will heben, was mir an einer Forumsdiskussion erhaltenswert erscheint, die ich 2009 entzündete, indem ich Clare Zetkins Text „Erinnerungen an Lenin“ von 1925 in einem „Polyamore“-Forum verlinkte.
Die Absicht
Mir war es zunächst „unschuldig“ darum gegangen, Leuten, die sich in der aktuellen Debatte um Sexual(moral)- und Ehe(moral)fragen, (weiblicher) Emanzipation, Gender und Patriarchat „auf der Höhe der Zeit“ dünkten, ein Material an die Hand zu geben, dem sie hätten entnehmen können, daß die Konfrontation nahezu derselben Fragen, Antworten, Thesen, Dogmen, die sie wieder und wieder besprachen, eine Tradition von mindestens 5 Generationen hatte.
Der originale Verlauf enthält eine Reihe gruppendynamischer und privater Stränge, die Außenstehenden unerschließlich und unersprießlich würden. Ich mag hier nicht alle vernachlässigen, kommt doch auch Allgemeines darin zur Geltung, deshalb verdichte ich diese Bestandteile.
Von den Chancen – und Risiken der Freiheit
Dies Leib- und Magenthema der Herrschaftsmoral – wie hältst Du’s mit der Macht – kam dem Anlaß entsprechend in zweierlei Gestalt auf den Tisch:
‚Wie hältst Du’s mit Autorität‘, bzw. generell mit Über- und Unterordnung, und, der Auseinandersetzung zwischen Zetkin und Lenin folgend, mit ‚Kosten und Nutzen der Freiheit‘.
Teilnehmerin P. ging zu Beginn gleich in die volle Breite, „das Diktat der Fuehrer des Proletariats jagt mir Entsetzensschauer ueber den Ruecken“. Sie verfocht in weiteren Beiträgen das anarchistische, bzw. autonome oder spontaneistische Motto, Freiheit sei ein Wert und damit der Nutzen (z.B. einer Revolution) an sich selbst.
Wie zu erwarten fand sich ein Teilnehmer L., der solche Verwandlung von Autoritäts- Macht- oder Gewaltverhältnissen in eine Frage der Einstellung zu ihnen zum Stichwort nahm, die Debatte in eine über Staatsmoral zu verwandeln, die Staatsmoral Lenins und die des Threaderöffners. „(einheitlich) regeln? Horror!“ Diesen Strang übergehe ich.
Denn Teilnehmerin D. systematisierte die antiautoritär moralische Auffassung des Themas:
„Meines Erachtens waren sowohl Lenin als auch Zetkin nicht in der Lage, auf „Machtüberandere“ bzw. „Ichweißbesseralsduselbstwasgutfürdichist“ zu verzichten. …
Ich selbst bin mir allerdings nicht sicher, ob wir modernen Menschen zur Autonomie fähig sind, oder ob wir vielleicht doch eine führende Elite nötig haben. Vielleicht werden wir es sein, wenn wir anfangen, an unsere Fähigkeit zur Autonomie zu glauben … wenn nicht, dann …. gute Nacht. “
So brachte sie die Besprechung von Kosten / Nutzen, Chancen/Risiken der Freiheit auf ihren Kern, ein moralisches Menschenbild, entworfen an der unweigerlichen Dichotomie von „Autonomie“ und „Heteronomie“ der Entscheidungen eines unterworfenen Menschen, an der entlang Kant dies Kindchen aus dem Reich des eingeborenen Rassismus der Ständeherrschaft auf das egalitär bürgerliche Parkett geführt hatte. Zwei elementare Widersprüche dieses Verfahrens brachte D. auch gleich zur Anschauung:
Der Zweifel an der Autonomie der Subjekte kommt ohne die autoritäre Autonomie des „Ichweißbesseralsduselbstwasgutfürdichist“ gar nicht aus! Und damit steht implizit „Autonomie“ als ein Ideal der Heteronomie, das es offenkundig ist, weil es nicht nur von D. so verwendet wird, auch als Wert (an sich selbst) zur Disposition, denn schon die Frage nach ihrer „Wirklichkeit“ – im Gegensatz zu Fiktion oder Imagination – unterstellt abstrakt einen Maßstab, nämlich Nutzen oder Schaden, der im Gewinn oder Verlust von Autonomie nicht aufgeht, also jenseits der Dichotomie liegt.
D. hatte den Zirkel also eingeführt und implizit auch gleich wieder aufgelöst, daher war es konsequent, daß Teilnehmerin S. den Übergang zur Frage nach Bedingungen der Freiheit, resp. Autonomie und darauf gezogener Kosten/NutzenRechnungen machte:
„Hm, folgt das nicht der Logik der patriarchalen Denkstruktur, die Grundlage für Sprache, Überzeugungen, Weltanschauungen etc. ist, sowohl bei Autonomen als auch Anarchisten? Wir denken doch alle so und nicht wenige bilden sich ein, dass so die gesamte Menschheit denkt, was ja wohl nicht stimmt. Außerdem gibt es hier ja genug Beispiele männlicher überheblicher Denke, die da sagt, das ist so und nicht anders, wobei die nicht zwingend nur von einem Mann stammt. Was wir brauchen, ist eine Denkweise des Menschen, und nicht die von Frauen und Männer …“
Mit diesem Beitrag war ein Weg eröffnet, die Scheinhaftigkeit der bis dahin verfochtenen ideellen Gegensätze zum Thema zu machen und dabei Hinweise zu gewinnen, wovon sie eine Erscheinung sind.
Einen zusätzlichen und direkteren Weg öffnete Teilnehmer K. Er stimmte Lenin folgendem Satz zu:
„Die erste Diktatur des Proletariats ist wahre Bahnbrecherin für die volle soziale Gleichberechtigung der Frau. Sie rottet mehr Vorurteile aus, als Bände frauenrechtlicher Literatur.“ dem sogar auch aus spontaneistischer / anarchistischer Sicht beizupflichten sei, indem in Revolution und Diktatur „ein neues Wissen“ wachse, „das sich kristallisiert durch Praxis„.
K. hatte somit den Materialismus der Zwecksetzungen in die Sponti-Debatte eingebracht, aber weil er das am sponaneistischen Ideal entlang tat, kam das derart allgemein daher, daß die Gegenstände, um die es zwischen Lenin und Zetkin ging, aus diesem Blickfeld fielen: Ficken etx.. Ich erinnerte daran:
„Jawohl, aber dies Wissen und seine Praxis hatten gewisse … sagen wir Tücken.
So erschienen in der SU in den zwanzigern und anfang dr dreißiger ein Haufen Zeug – Artikel, Gedichte, Romane, Glossen u.v.m., die dokumentierten, viele Männer hatten den Eindruck, ihnen liefen die Weiber geradezu .. in hellen Scharen davon.“
K. blieb darauf in der Kosten / Nutzen – Wägung stecken, die Lenin vorgestellt hatte und diese Abteilung war damit „durch“.
Patriarchat und „Denkstruktur“
Eine andere Teilnehmerin, unter dem Av. S., heizte die Debatte mit einer Generationenbeschwerde um ideologische Muster an, die ich zitiere, weil es eine plausible jugendliche Reaktion war:
„die Brandmarkung der patriarchalen Denkstruktur Marx, Lenins, Zetkins und dem Rest der Bande (einschließlich euch Hirnwichser), denn Denkstrukturen bestimmen sowohl alte Gesellschaftsformen als auch neue und nicht ökonomische Veränderungen, die von der alten Denkstruktur geprägt sind, siehe Marx und sonstige Weltverbesserer.
Ihr seid nicht nur alt sondern leidet anscheinend an Dementia paralytica.
Für die harschen Worte entschuldige ich mich nicht, denn bei eurer wie selbstverständlich
hingeschriebene Selbstherrlichkeit kann einem echt der Kragen platzen,
zumal ihr im RL Luschen seid, die diese grandiose heutige Gesellschaft mitgestaltet haben.“
Darauf ließ ich mich platzen:
„‚Brandmarkung patriarchaler Denkstrukturen‘? Ja dann tu das doch mal, Du Hirnwichser und selbsternannter Sozial(punk)fall, statt ewig nur die Parole auszugeben! Leg doch mal den Finger ‚drauf, worin besteht denn das in diesem konkreten Fall.
Und das ist nicht obsolet, denn der Skandal, wegen dem ich das Zeug überhaupt nur ‚reingestellt habe, besteht darin, daß der bunte Haufen der Aufmüpfigen heute – praktisch gesehen – nicht einen wesentlichen Schritt weiter ist, als Lenin, Zetkin und die Subkultur-Aktivisten, über die sie reden!
Hinzugekommen ist die gender-Debatte, aber die hat außer der Rehabilitierung der schwulen Kultur nix erbracht. Auch die Kommune-Kultur war in Deutschland 1925 in voller Blüte, wie ich vor einem Jahr mal hier dokumentiert habe. In Russland gab es ebenfalls Ansätze dazu, ausgehend von der Stadtflucht-Bewegung, in der Leo Tolstoi eine maßgebliche Rolle spielte. Die Matriarchats-Debatte hat Engels maßgeblich mit angestoßen.
Aber S. stellt sich als bockiger Teenager auf und sagt: Ihr Wichser habt alles vergeigt. Hält die Hand auf, will alles in den Mund geschoben kriegen, und träumt und begnügt sich mit den Sternen, die sie endlich sehen möcht, wenn sie „rangenommen“ und „durchgefickt“ wird bis sie „förmlich explodiert“.
Und dieselben Leut, die sie anklagt, die Welt nicht verbessert zu haben, beschimpft sie zur Krönung als „Weltverbesserer“.“
Nach soviel „Praxis“ schob ich dann die Theorie nach:
Eines der patriarchalischen Grundgewebe, die in der Debatte zum Ausdruck kommen, ist eine Zweck-Mittel-Vertauschung.
Was Zetkin in ihrer Gegenposition wehrlos macht, ist die schlichte Tatsache, daß sie die „sexuelle Frage usw.“ gleich Lenin als einen Bestandteil des revolutionären Vorgehens vorstellt.
Allgemein:
Für Lenin und Konsorten ist die revolutionäre Umgestaltung des Landes, der Lebens- und Arbeitsmittel der Zweck, das Ziel; nicht aber Mittel, um erst zu dem zu kommen, worum es zu gehen hätte: ein genußvolles Leben, in dem die Beteiligten ein Maximum an Freiheit erwerben, darüber zu bestimmen, welche Lebensziele und Zwecke sie sich setzen wollen. Sie jubeln die Revolution hoch, sie heroisieren, idealisieren sie und die üble, weil doch zu überwindende Plackerei, die Kämpfe, das Leid , die Not, die sie mit sich bringt und die als Mittel der Umgestaltung in Kauf zu nehmen sind.
Sozialismus ALS Zweck, statt als Mittel, und folglich dann auch als Lebens“sinn“ und -Inhalt. Die „sexuelle Frage“, die Phänomene, die in der Auflösung des hergebrachten Patriarchats, und in der revolutionären Bewegung zum Tragen kommen, sind aber schon INMITTEN des revolutionären Prozesses Bestandteil des Zieles, nicht mehr nur Mittel, und auch nicht bloß Bestandteil des Lebensprozesses der Revolutionäre ALS Mittel betrachtet (der faschistoide Kraft-Durch-Freude-Ansatz.)
Lenin ist zu klug, als daß er diesen Widerspruch nicht merkte, man spürt, er setzt sich gewaltsam darüber hinweg – und dann allerdings als Patriarch. Seine „Ratschläge“ sind als Urteile über Schädliches und Nützliches nur verkleidet, denn auf dem angesprochenen Feld handelt es sich um Entscheidungen, die nur individuell zu treffen sind; deshalb tritt Lenin als altväterlicher Sittenwächter auf, er urteilt über „gut“ und „böse“, obwohl er das nicht sein und tun WILL.
Zugleich verhält er sich dabei als Patriot der Revolution. Er behandelt die SU ähnlich, wie ein Patriarch vermittels seiner Söhne das Familieneigentum behandelt: Er wacht über DESSEN Lebensprozess, das des EIGENTUMS, weil das Leben aller Familienmitglieder abhängige Variable des Lebens dieses Eigentums ist. Mit der Zweck – Mittel- Vertauschung behandelt Lenin das Leben der Revolutionäre ALS abhängige Variable „DER“ Revolution, statt als ihren Inhalt!“
und fügte noch einen Text von Peter Decker ein, der teils denselben, teils einen benachbarten Gegenstand hat:
„Peter Decker zum Thema „was ist das Geschäft eines Revolutionärs“.
„Halte doch bitte folgenden Unterschied fest:
Dass die Arbeiterklasse, wenn sie über ihre schädliche Abhängigkeit vom Fortgang der Kapitalakkumulation im Klaren ist, sich aus wohl verstandenem Materialismus eine wahrhaft große Sache vornehmen muss, ist richtig und (ich rede sie nicht klein). Sich einen Umsturz und den Aufbau einer neuen, den eigenen Bedürfnissen dienenden Gesellschaft vorzunehmen, verlangt eine Distanzierung von den eigenen, tatsächlichen, von der Eigentumsordnung aufgenötigten Gelderwerbsinteressen.
(Diese Distanzierung fordern wir von unseren Adressaten stets in der theoretischen Auseinandersetzung – auch ein unvoreingenommenes Urteil über die eigene Lage ist nur unter dieser Bedingung zu haben –; und sogar daran scheitern wir schon. Die Leute sagen uns, sie müssten sich ums geld verdienen kümmern, dafür würden unsere kritischen Gedanken nichts bringen – und sie halten mit solchen Zurückweisungen für schlaue Materialisten und uns für Spinner)
Um eines zu künftigen besseren Lebens willen müssen Leute, die die Ausweglosigkeit ihrer Lage im Kapitalismus kapieren, also zusätzlich zu dem Lebenskampf, in dem sie ohnehin stehen, Zeit und Kraft und Geld, wenn nicht noch mehr für ihre neue Sache opfern. Aber eben für ihre Sache. Opfer – des Arbeitsplatzes, der bürgerlichen Existenzgrundlagen, der Gesundheit und des Lebens – sind im politischen Umsturzgeschäft, so gut es irgend geht, zu vermeiden. Auf keinen Fall darf man sie verherrlichen. Das stellt nämlich das ganze Verhältnis des Revolutionärs zu seiner Sache auf den Kopf, macht den Träger des Willens zum Werkzeug – sozusagen zum Soldaten – einer historischen Mission, der er nur dient – und tilgt letzten Endes den einzig rationellen Grund, warum einer sich überhaupt zum Kampf gegen die Herrschaft des Kapitals auf machen sollte. Der enorme revolutionäre Idealismus der russischen Massen, den du ansprichst, ergab sich daraus, dass sie nun eine neue Welt bauen wollten, die endlich ihnen ein anständiges Leben ermöglichen sollte. Ob das der wahre und ganze Zweck des revolutionären Aufbauwerks war, an dem sie sich beteiligten, ist damit nicht gesagt; das ließe sich nur anhand seiner Programmatik und ihrer Umsetzung entscheiden. Sie hielten’s eben dafür; und wurden zum Teil blutig auf den Realismus eines Staatsaufbaus gestoßen, der die revolutionären Massen tatsächlich zu seiner Machtbasis und zu Instrumenten seines industriellen, materiellen und rüstungstechnischen Fortschritts machte. Ob Stalin dabei der große Verräter besserer Intentionen war oder der würdige Vollender des Programms einer wahrhaft sozialen Staatsmacht – die große Frage der Trotzkisten –, ist mir nicht besonders wichtig. Ganz sicher hat sich das Projekt des Realen Sozialismus erst über die Reihe der Entscheidungen der Partei und ihrer Führung präzisiert und herausgeschält; anfangs war Kommunismus und Arbeiterstaat sicher nur für Leute unterscheidbar, die es theoretisch sehr genau nahmen. Aber es genügt doch auch, wenn wir heute auf die Ansätze aufmerken, die schon bei Lenin in die falsche Richtung wiesen.
Wenn also damals die Propagandisten der Revolution die Massen damit gewinnen wollten, dass sie ihnen erzählten, sie seien in historischer Mission zur Befreiung der ganzen Menschheit unterwegs, und sollten sich nur getrost der großen Sache der Zukunft zur Verfügung stellen, dann war das schon damals ein Fehler. Solche Propaganda trennt, wie gesagt, zwischen dem Revolutionär und seiner Sache, die damit für ihn einen verpflichtenden, gegen über seiner Rechnung unbedingten Charakter annimmt: Die zum bürgerlichen Staat gehörige Trennung vom bloß partikularen Interesse des einzelnen und einem davon unterschiedenen, höheren und höher wertigen Gemeinwohl wird sozialistisch fortgeschrieben. Der Einzelne wird dadurch so wohl kleiner wie auch größer gemacht, als er ist. Kleiner, weil es um ihn und sein materielles Interesse nicht gehen, weil er nur Diener einer großen heiligen Sache sein soll; größer, weil der so verstandene Revolutionär selbst im Namen eines verpflichtenden höheren Gemeininteresses unterwegs ist, sich also zu so mancher Rücksichtslosigkeit gegen andere, bloß partikulare Interessen berechtigt weiß.“
Völlig verqanaqualmtes Hirn.
Was für eine Droge ist „Qana“? Keine gute!
Aber so ein Stuss hat wirklich auch etwas Gutes:
man muss ihn nicht lesen!
Wie schön! Wie gut das tut! 😉
Den originalen EP hatte ich wie folgt eingeleitet:
“ … der Zug ist, wie gesagt, abgefahren. Aber – so behaupte ich – mein Deuten auf das, was ich für den „Generalfehler“ halte, könnte – rein theoretisch! – die Lebensführung jüngerer Generationen verschönern, indem es sie hinderte, ihre Energie und Geisteskräfte zu vergeuden.“
Das mußte ich heute lesen:
„Jugendliche haben immer später Sex“ (Tagesschau)
Die letzte dieser offenbar periodisch in größeren Abständen unternommenen Studien stammt von 2019, seither ist das Kopulationsalter demnach statistisch von 17 auf 19 Jahre gestiegen.
Wißt ihr, was für ein Kapitalschaden das im Durchschnitt für jugendliche Seelen ist?
Nö, nech.
Soso. Du bist ein Parade-Beispiel dafür?
„Der gegenwärtig weltweit aufblühende repressive Autoritarismus und Faschismus müsste nachgerade Linke, mithin linkes Denken, auf den Plan rufen. Warum geschieht das nicht?“
Weil die Linke nur eine Variante von Autoritarismus und Faschismus ist. Die Machthaber können sich auf die Linke zuverlässig stützen. Ohne die Linke wäre in der brd „Sondervermögen“ und Merz nicht möglich.
Etwas kurz gedacht mein Freund.
Ohne linke Einflussnahme der letzten 150 Jahre hätten wir sehr wahrscheinlich immer noch die Sklaverei, Kinderarbeit und Abtreibungsverbot am Start.
Wie wenn Linke der letzten 150 Jahre irgend ertwas mit „Linken“ heute zu tun hätten …
Wahnwichtelei
Aber diese Linke ist ja nicht links und genau deswegen bezeichne ich sie auch nicht so.
Die Frage, weshalb das linke Denken in den Zentralstaaten des westlichen Kapitalismus wie „ohnmächtig“ wirkt gegenüber dem „ weltweit aufblühenden repressiven Autoritarismus und Faschismus“ ist leicht zu beantworten, wenn man sich folgendes eingesteht: Nämlich dass das marxistisch geprägte links-liberale Denken, mit seinem technologisch-materiellen Fortschrittsglauben und seiner Staatsfrömmigkeit immer schon mitverantwortlich und aufgeschlossen war und ist für die Eroberung und Kontrolle von frischen Naturressourcen, von allzu eigenständigen und unbotmäßigen Subjekten sowie von konkurrierenden Nationen, die einen eigenen Weg gehen und ihre Ressourcen lieber selber hüten und nutzen möchten.
Es ist dies der Weg der Emanzipation, also Befreiung, entlang einer ausschließlich materiell verstandenen und befriedigten Utopie guten Lebens, die alle Alternativen lächerlich macht und alle, früher oder später katastrophalen, Folgen des grenzenlosen Gewinnmachens und Konsumierens für die Ökologie, den einzelnen physischen Menschen und die Solidarität zwischen ihnen, glaubt mit Geld oder Propaganda entschärfen zu können.
Linkes Denken als Ergebnis der Aufklärung und Revolutionen seit dem 15. Jh. beinhaltete jedoch schon immer mehr als nur materielle Wohlfahrt, nämlich Eintreten für Gerechtigkeit, die die Bereicherung und Ausbeutung ausschließt und Gleichheit nicht nur vor dem abstrakten Gesetz verlangt, sondern real in Form materieller Gleichheit. Außerdem ein gleiches Lebensrecht für alle und jeden und ein Lebensrecht auch für die übrigen Geschöpfe der Natur. Sowie Urteilsbildung auf Basis objektiver Tatsachenwahrheit, wirkliche politische Mitwirkung bei allen gesellschaftlichen Belangen des Lebens und das Recht auf freie Meinungsäußerung – alles Werte, mit denen das allein materialistische und expansive Modell vom guten Leben früher oder später kollidiert. Auch in China.
Am Ende aber, so wie Zuckermann, die Frage aufzuwerfen, „ ob Freiheit überhaupt noch als Ziel der menschlichen Emanzipation gelten darf“, hieße daher das Kind mit dem Bade ausschütten: Freiheit wird immer Ziel der Menschen sein müssen, weil sie ohne Freiheit zunächst ihr Menschsein und schließlich – im ungehemmten Überlebenskampf jeder gegen jeden oder als Teil der transhumanistischen technologischen Projekte – auch ihr selbständiges Leben und Leben überhaupt verlören.
Jedoch verlangt Freiheit heute mehr denn je materielle Gleichheit und Solidarität, die bei allen eine viel größere Einsicht in die Notwendigkeiten verlangt, über die die Menschen miteinander und mit der Natur verbunden sind. Freiheit muss also auch verbieten und zwar in erster Linie grenzenloses Profitmachen und Konsumieren, weil dies unsere Lebensgrundlagen durch Übernutzung, Fernhandel und Krieg zerstört.
Die „Linken“ vertreten das Gegenteil von dem, was man als Kantsche Aufklärung umreißen kann.
Ideologie ist nie dazu geeignet, Menschen dazu zu bringen sich des eigenen Verstandes zu bedienen, sondern vielmehr müssen sie dazu gebracht werden, die ideologischen Dogmen unbesehen zu glauben. Ja, der Mensch muss für Sozialismus oder Kommunismus, Maoismus, Blödismus, was auch immer, geformt, zugerichtet werden.
Die heute sich völlig in marxquarkistischer Hand befindliche „Linke“ ist keine Lösung sondern Teil unseres Problems. Die „Linke“ ist heute das stärkste Spaltungsagens, die größte Widerstandsverhinderungs-Struktur, die wirkt.
Aber keine Sorge: der Wind dreht sich. Das Affentheater wird gerade umdekoriert. Bald ist es wieder die „Rechte“ die unser Problem ist. Denn die spaltete genauso, wenn sie wieder das Sagen hat – auch nur im Auftrag der wirklich Bestimmenden und Herrschenden. „Links“ versus „rechts“, „rechts“ versus „links“. Abwechselnd immer weiter so. Spalte und Herrsche! Deppen dafür finden sich immer genug.
+++++
wunderbar formuliert!
Ja, Top Beitrag 👍👍 💪
Ein schöner, und inhaltlich ebenso interessanter wie diskussionswürdiger Beitrag. Dennoch scheint mir die Analyse etwas sehr kurz gegriffen.
Mit dem Stichwort eines „orthodoxen Marxismus“ (was soll das eigentlich sein?) wird das sowjetische Modell für belanglos erklärt. Eine sehr platte und ahistorische Aussage Blochs muss als Begründung dafür herhalten. Ignoriert werden die historischen Bedingungen von Entstehen und Bestehen der Sowjetunion, zu denen eben deren zweimalige nahezu vollständige Zerstörung gehört hatte. Einmal durch engl., dt. franz., poln. und amerikanische Interventionen verbunden mit einem blutigen Bürgerkrieg bei deren Entstehung und einmal durch den faschistischen Weltkrieg. Ebenso wie die Sowjetunion und der Sozialismus gegen den Willen der Sowjetbürger von Politdilettanten wie Gorbatschow und raffgierigen Räubern vom Schlage eines Jelzin zerschlagen und geplündert worden ist. Das ahistorische Ignorieren des Einflusses der Sowjetunion auf die Linken Bewegungen erleichtert seine Argumentation, macht sie aber nicht richtiger. Zu den sozialistischen Ansätzen gehören eben auch die Schicksale von Spanien 1936, Chile 1973, Korea, Vietnams und Kubas, sowie des äusserst lebendigen Sozialismus in China.
Zum anderen kolportiert Moshe Zuckermann unkritisch das Churchillsche Lügengespinst zu München 1938. München diente aus britischer Perspektive von Anfang an der vertraglichen Fortschreibung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Faschismus bei der militärischen Niederschlagung der spanischen Volksfrontregierung wie auch beim italienischen Abessinienfeldzug. Es ging um Erhalt des britischen Empires im Austausch gegen Handlungsfreiheit des Faschismus in Südosteuropas zur Vorbereitung des offen angestrebten faschistischen Angriffskrieges gegen die Sowjetunion. Die Zerschlagung der CŠR wie auch das militärische Stillhalten beim faschistischen Überfall auf Polen waren die Folge. München war so auch die aktive Absage an eine Antifaschistische Antihitlerkoalition, wie von der Sowjetunion unter Litwinow angestrebt.
Durch das Gefangensein der Argumentation Moshe Zuckermanns in westlichen Vorurteilen bleibt ihm konsequenterweise nur noch ein ethisch-moralischer Appell zur Zukunft der Linken übrig. Die Realität kapitalistischer Verhältnisse, insbesondere nach deren Restauration in Mittel und Osteuropa bleibt so bei ihm völlig ausgeblendet.
„ Darf man aber noch hoffen, dass das Linke zum globalen Gegenentwurf zu “diesem Problem” zu avancieren vermag? Sollte man diese Frage vorschnell verneinen, ist man auf die elementare Frage zurückgeworfen, wie es um die Freiheit des Menschen bestellt sei, vor allem aber, ob Freiheit überhaupt noch als Ziel der menschlichen Emanzipation gelten darf.“
Diesen Satz hab ich auch nicht verstanden. Er ist ahistorisch und idealistisch. Um wirklich frei zu sein mußt du zuerst satt sein. Das scheinen gesättigte Linksliberale vergessen zu haben
Solange Freiheit auf das Individuum bezogen wird, somit Freiheit lediglich eine bürgerliche Kategorie bleibt, solange kann Freiheit nicht Teil der menschlichen Emanzipation sein, solange bleibt Freiheit ein Konzept der Musks, Gates und Zuckerbergs.
Was den ersten Teil des Satzes betrifft, so kann es nicht darum gehen, eine neue Vision am Schreibtisch zu entwerfen. Die Herausforderungen für die Menschheit sind evident. Frieden, ebenso wie Unterentwicklung und der menschengemachter Klimawandel erfordern Lösungen, die nicht an den Grenzen des Privaten, an den Grenzen des Privatbesitzes halt machen.
Ich verweise gerne auf die Erkenntnis des 1998 gestorbenen Marxisten J. Kuczynski, der immer wieder darauf hinwies, das die neuen Verhältnisse historisch niemals das Ergebnis der antagonistischen Klassenkämpfe der jeweiligen Epoche gewesen sind. Sowenig wie Sklaven jemals den Feudalstaat geschaffen haben, so wenig waren Bauern die treibenden Kräfte der bürgerlichen Revolution, bei der Herausbildung des Kapitalismus.
Der marxistisch geprägte Prof. Rashid Ouissa (Uni Marburg) hat darauf verwiesen, das die treibende Kraft beim arabischen Frühling zunächst das verelendete Proletariat in den Vorstädten und Slums an der Peripherie des Kapitalismus war (bevor es von den Islamisten ursurpiert wurde) und, insofern vergleichbar zur russischen Revolution, nicht in den höchstentwickelten kapitalistischen Zentren aktiv wurde.
Es gilt tief zu graben in den vorgeblichen Gewissheiten marxistischen Denkens. Tiefer als es Moshe Zuckermann und manch Anderer hier versuchte.
„Solange Freiheit auf das Individuum bezogen wird“ – willst du mal explizieren, was das heißen soll? Wer „bezieht“ da was (soll heißen: nicht das Wort), wie, auf wen oder was?
Freiheit ist ein komplexes ideengeschichtliches Konzept, dass nur innerhalb seines jeweiligen gesellschaftlichen Rahmens Sinn ergibt. So völlig ohne Bezugsrahmen losgelöst präsentiert wird Freiheit zu einet neoliberalen reduziert. Das kann kein Rahmen für Emanzipation darstellen. Die Freiheit des einen ist allerdings nur in der Freiheit aller möglich und dass auch nur dann, wenn diese mehr ist, als nur die Freiheit auf der Strasse obdachlos zu sterben.
Ich verstehe
Ja, J. Kuczynski war einer von uns, einer von der schlauen Sorte. Den Marburger kenne ich nicht.
Freiheit ist natürlich niemals individuell, sondern immer kollektiv. Der aus den Neoliberalismus resultierende übersteigerte Individualismus führt zu Chaos und Disharmonie. Ein Individuum kann nur frei sein, wenn bestimmte kollektive materielle Grundlagen gegeben sind. Das wußte doch schon der alte Brecht.
Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Professoren die in zionistischen Zwergstaat eingesperrt sind, die die Welt nicht kennen, können da nicht mitreden. Moshe Zuckermann scheint irgendwo in den 70er Jahren steckengeblieben zu sein. Wir Kinder der DDR mußten umlernen, uns neu erfinden. Vielleicht haben wir das mit den Chinesen und deren Sozialismus gemeinsam?
Moshe kann man nur gutwillig raten schnell hinzu zu lernen, denn das Leben ist kurz und endet immer tödlich. War jetzt nicht ganz dein theoretisches Niveau?
Mit Rashid habe ich zur gleichen Zeit in Halle studiert und ihn damals kennen und schätzen gelernt. Die Aussage entstammt einem persönlichem Gespräch, ich kann also keine wirklich nachprüfbare Quelle dafür angeben.
„Mit dem Stichwort eines „orthodoxen Marxismus“ (was soll das eigentlich sein?)..“
Ach dies ist easy- die Überzeugung sich in diesem Falle, im Besitz des wahren, reinen Analyse und Interpretation Marxschen Texte zu sein … ^^ 😉
„…wird das sowjetische Modell für belanglos erklärt. Eine sehr platte und ahistorische Aussage Blochs muss als Begründung dafür herhalten. Ignoriert werden die historischen Bedingungen von Entstehen und Bestehen der Sowjetunion, zu denen eben deren zweimalige nahezu vollständige Zerstörung gehört hatte. Einmal durch engl., dt. franz., poln. und amerikanische Interventionen verbunden mit einem blutigen Bürgerkrieg bei deren Entstehung und einmal durch den faschistischen Weltkrieg. “
ja und dabei wird unterschlagen das sich der kleinere Teil der russischen Sozialdemokratie gar nicht/kaum an der Revolte und der Februarrevolution beteiligten… die Bolsewiki reisten erst anschl. aus dem Exil ein… welche anschl. durch geschicktes Minikry, Intrigen und täuschen in Folge dessen, nach und nach alle Macht an sich rissen…. von Trotzki, über Lenin zu Stalin… mit allen Folgen: Kronstadt, Machnowina, sämtliche andere Strömungen, Denkschulen, Bewegungen… alle niedergeschlagen, verfolgt, inhaftiert, gemordet… auch die noch 1917 gegründete Tscheka soll in dieser Aufzählung nicht unerwähnt werden… wie mit der Bevölkerung umgegangen wurde, würde hier komplett den Rahmen sprengen…
„Das ahistorische Ignorieren des Einflusses der Sowjetunion auf die Linken Bewegungen erleichtert seine Argumentation, macht sie aber nicht richtiger. Zu den sozialistischen Ansätzen gehören eben auch die Schicksale von Spanien 1936, Chile 1973, Korea, Vietnams und Kubas, sowie des äusserst lebendigen Sozialismus in China.“
Ja in Spanien hatte Stalin nur seine Interessen im Blick und dies führte zu bewaffneten Auseinandersetzungen der antifaschistischen Gruppen, später ebenso auf dem Balkan, die griechischen Andarten lieferte er gar aus (Geheimabkommen mit UK), die Jugoslawischen und Albanischen Partisanen unterstützte er nicht, usw.usf….
Chile mag zu weit entfernt gewesen sein, Korea – nun ja, soll darüber jedes denken wie es mag…
Vietnam ist zu einem Billiglohnland geworden und ein Versuchsfeld der totalen digitalen Überwachung..
Kuba….
Bleibt China, mit seinem „äusserst lebendigen Sozialismus“ ^^…
Es ist daher kein Wunder, dass mit roten Fahnen, Hammer&Sichel, KP`s und dergleichen weder ein Blummentopf, noch Zuspruch, Hoffnung, irgendwas bei den Unterdrückten und im (Sub-)Proletariat jemals wieder gewonnen werden kann. Die Menschen haben gelernt, die größte KP in einem kapitalistischem Land befindet sich übrigens in Japan (Blick nach Osten und so..)
Schließen will ich mit:
„Die Bolschewisten bilden den Jesuitenorden in der marxistischen Kirche. Nicht daß sie als Menschen unehrlich oder von schlechten Absichten beseelt sind. Es ist ihr Marxismus, der ihre Politik und ihre Methoden bestimmt hat. Dieselben Mittel, die sie zur Anwendung brachten, haben die Verwirklichung ihrer ursprünglichen Ziele verhindert. Kommunismus, Sozialismus, Gleichheit, Freiheit – alles, wofür die russischen Massen sich den größten Leiden unterzogen hatten, ist durch die bolschewistische Taktik, durch ihren jesuitischen Grundsatz, daß der Zweck alle Mittel heilige, diskreditiert und in den Kot gezogen worden. Zynismus und Rohheit traten an Stelle der idealistischen Bestrebungen, welche der Oktober-Revolution ihr besonderes Merkmal gegeben hatten. Jede Begeisterung wurde gelähmt, jedes öffentliche Interesse ertötet, Indifferenz und Teilnahmslosigkeit beherrschen heute das Volk. Weder die Intervention, noch die Blockade waren imstande, das Volk der Revolution zu entfremden und ihm einen tiefen Haß gegen alles, was mit ihr in Verbindung steht, einzuflößen, es war die innere Politik der Bolschewiki, welche dies zustande brachte. „Was für einen Zweck haben alle Veränderungen?“ sagt heute das Volk, „alle Herrscher sind sich gleich – der Arme hat immer zu leiden.“ Dieser Fatalismus, vereint mit jahrhundertelanger Unterwürfigkeit, war es, der den Bolschewiki die Möglichkeit gab, ihre Macht über Rußland aufzurichten. Ist es den Bolschewiki nun durch die Erfahrung klar geworden, daß der Zweck nicht alle Mittel heiligt?“
Dein Emma Goldmann Zitat beschreibt die Kollision idealistischer Wunschvorstellungen mit der harten Realität. Es legt so vor allem Zeugnis für das Denken Emma Goldmanns ab. Das während des faschistischen Putsches zur gezielten Sabotage der spanischen Volksfrontregierung führende revolutionäre Abenteurertum der Poum in Barcelona taugt ebenfalls nicht als Zeugnis für einen angeblichen Verrat Stalins. Es war zudem die französische und englische Blockade der gewählten Madrider Regierung welche ursächlich für deren mangelnde militärische Ausrüstung war.
Ich frug nach welcher der je nach politischer Grosswetterlage gültigen Interpretationen relevanten, von Moshe Zuckermann gemeinten Interpretation ? Was also ist orthodoxer Marxismus nun? Oder dient der Begriff gar nur als Abgrenzung zu den jeweiligen im Westen rezipierten, und vin Zuckermann offensichtlich bevorzugten marxistischen Moden?
Deine Antwort ist so typisch für die Begrenztheit anarchistischen Denkens und deren fehlendem Verständnis für das marxistische Denken. Anarchismus war und ist immer vor allem eine Bewegung. Er wirkte, schon seit Bakunin, ohne tieferes theoretisches Verständnis und Strategie.
„Dein Emma Goldwin Zitat beschreibt die Kollision idealistischer Wunschvorstellungen mit der harten Realität.“
Damit sagst du gar nichts aus. Was willst du damit sagen? Das es richtig ist, seinen Standpunkt und den seiner Bezugsgruppe mit allen Mitteln bis zum Mord durchzusetzen? Das es legitim ist, sich als Putschisten in den Schaltzentralen, hier in den Räten festzusetzen, diese zu unterwandern? …???
„Es legt so vor allem Zeugnis für das Denken Emna Goldmanns ab.“
Ja, aber es legt auch Zeugnis einer Kämpferin ab, die mit ihren Augen und Ohren den Verrat an den Zielen und Wünschen des großen Teiles der revolutionierenden Bevölkerung beganngen hatten und die sich formierende eiserne Herrschaft welche ihren traurigen Höhepunkt in Stalin fand…
„Das während des faschistischen Putsches zur gezielten Sabotage der spanischen Volksfrontregierung führende revolutionäre Abenteurertum der Poum in Barcelona taugt ebenfalls nicht als Zeugnis für einen angeblichen Verrat Stalins. Es war zudem die französische und englische Blockade der gewählten Madrider Regierung welche ursächlich für deren mangelnde militärische Ausrüstung war.“
War es den nicht Stalin, welche nur die von ihm begünstigten Kämpfer der PCE die durch dessen Waffenhilfe von 30k auf 200k anwachsen konnten, welche bezeichnenderweise(!) aus dem Kleinbürgertum und der Mittelschicht stammten und sich dieser aus der realen Angst vor einer tatsächlichen sozialen Revolution anschlossen…
„Ich frug nach welcher der je nach politischer Grosswetterlage gültigen Interpretationen relevanten, von Moshe Zuckermann gemeinten Interpretation ? Was also ist orthodoxer Marxismus nun? Oder dient der Begriff gar nur als Abgrenzung zu den jeweiligen im Westen rezipierten marxistischen Moden?“
Für mich taugte Marx nur als Augenöffner das Gesellschaftssystem, in welches ich hineingeboren wurde. Um dieses begreifen zu können. Also seinen Impetus, den Beweggrund einer kapitalistischen Gesellschaft verstehen zu lernen. Das warum, wieso, weshalb, wodurch zu erfassen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Jedoch war und ist es nie mein Interesse gewesen, zu einem der vielen Schriftgelehrten und Sektierern der BlauenBände/M.E.G.A. zu werden…
„Deine Antwort ist so typisch für die Begrenztheit anarchistischen Denkens und deren fehlendem Verständnis für das marxistische Denken.“
Danke für die Blumen^^ 😉
Weißt du was witzig ist? Als erster Übersetzer ins russische wurde Bakunin gefragt und er hätte es wohl auch final übersetzt, wäre es nicht zum Bruch innerhalb der ersten Internationale gekommen..
„Anarchismus war und ist immer vor allem eine Bewegung. Er wirkte, schon seit Bakunin, ohne tieferes theoretisches Verständnis und Strategie.“
Huch! So so der Marxismus ist natürlich keineswegs eine Bewegung? Er ist folglich was? Naturwissenschaft? Reinste Wissenschaft? Geschichtsforschung vollumfänglich erfast? Die eine, alle Philosophien überwindende Endphilosophie? Die Antwort auf alle Fragen? Der Geist der Geschichte? … also das heiligste und wahrhafteste Buch, vom allwissenden Meister geschrieben..(leider im 2. und 3. Band nicht vom erhabenen vollendet)… und dann erst die Schüler die in seinem Namen zur Tat geschritten sind.. aber ja, dieses war natürlich nicht richtig umgesetzt, dutzendfache Versuche haben zwar nicht geklappt, aber wenn man sich nur wissentschaftlicher mit der heiligen Schrift ähm dem Kapital befasst, ja dann (!!!) klappt es bestimmt… und wenn nicht, waren es die äusseren Umstände, natürlich(!!) … “ die historischen Bedingungen“ usw.usf.
Auf die anderen Punkte gehst du nicht auf, u.a. das Stalin mit Churchill die Einflußzonen geteilt hat… der Wille der griechischen Widerständler? Egal!
Das die jugoslawen ihre Waffen von den kapitalistischen Engländern erhalten hatten und zuvor nur mit Händen, Flinten, erbeuteten kämpfen mußten, monatelang in Moskau bettelten??
Die Schandtaten Trotzkis, Lenins, Stalins, der Tscheka, des roten Terrors, der erschissung von 200 der streikenden Arbeiter in den Putilow Werken…
aber ja wir Anarchisten hatten ja keinerlei „tiefes Verständnis“^^… na zumindest keine 5JahresPläne, Agrarkrisen, keine „Neue Ökonomische Politik „1922 hielt Lenin dazu fest: „Es ist ein großer Fehler zu meinen, daß die Neue Ökonomische Politik das Ende des Terrors bedeutet“. Und: Wir „werden zum Terror, auch zum wirtschaftlichen Terror, zurückkehren““…
Wärenddessen der Übergang in der Millionenstadt Barcelona … aber lassen wir das.
Was soll diese letztlich sinnlose Diskussion rechthaberischer Art ausser sektiererischer Spalterei bringen? Die Frage nach dem orthodoxen Marxismus ist auch nicht beantwortet.
In Barcelona hat die Poum das Postamt besetzt und damit die einzige (!) internationale Kabelfernverbindung der Volksfrontregierung kontrolliert und sabotiert. Was sie auch weidlich ausnutzte um willkürlich, nach eigenem Dünkel zu entscheiden, welche internationalen Depeschen sie weiterleitete oder vernichtete! Das war nichts anderes als Verrat an der Volksfront zugunsten Francos!
Ich hatte das Beispiel gewählt um deine Schwarz-Weiss-Malerei mit dem Ambivalenzen realer Ereignisse und den realen Ergebnissen des pseudorevolutionären Abenteurertums der Poum im Hinterland, fernab der Front zu konfrontieren
Was Emma Goldmanm betrifft, die gegen den spanischen anarchistischen Revolutionär Durrutti hetzte, der im Gegensatz zur Poum die faschistischen Putschisten real bekämpfte, so hat schon Erich Mühsam alles nötige gesagt:
https://www.projekt-gutenberg.org/muehsam/gedichte/chap010.html
Da du auf die Fets de maig (Maiereignisse) anspielst, ich hoffe das für alle Zeit niemals wieder vergessen wird was autoritäre, machtgeile, zur Diktatur neigende, sogenannte „fortschrittliche“ Kommunisten getan haben. Die PCE war nur eine klitzekleine Sekte, ständig sich selbst spaltender Sektierer.
Mit dir, Klaudia, verbindet mich politisch nichts- ausser tiefste Verachtung, da du dich Null mit den Verbrechen des staatlichen Kommunismus auseinanderzusetzen bereit bis… dies ist mir so unbegeiflich, unnachvollziehbar. Da muss ich mich abspalten, mich nie gemein machen!
Ach ja, orthodox wird ins deutsche am ehesten mit Rechtgläubig übersetzt.. dumm nur, dass nun alle meinen, die Richtigkeit einer Lehrmeinung bzw. die Anhängerschaft der richtigen Lehrmeinung zu sein…
Ich weiss nicht, was Dich antreibt, Dich hier
als selbstgefälliger Inquisitor aufzuspielen. Doch erwartest Du angesichts Deiner ebenso fakten- wie vernunftfreien Anmaßungen, die noch dazu jegliches Interesse am Diskursgegenstand vermissen lassen, ernsthaft eine Antwort?
Mit Demagogen habe ich in meinem Leben genug zu tun gehabt, das tue ich mir hier ganz sicher nicht mehr an.
Nene, Inquisitoren gab es bei der katholischen Kirche und mit anderen Namen, bei jenen autoritären Sozialismen/Kommunismen welche die Staatsgewalt erobern konnten.
Antreiben tut mich vermutlich meine große Enttäuschung. Auch nach den vielen Ernüchterungen, diesem totalem Versagen sämtlicher „linker“ Strukturen, Gruppen, Parteien, Assoziationen, von DGB Gewerkschaften, ML Gruppen bis zu den anarchistischen, ab März 2020… kurzum bis auf eine Ausnahme, ALLE haben mich enttäuscht. Auch, weil man nach Jahrzehnten, von heute auf morgen zum Aussätzigen wurde…
Ob ich jetzt fakten- und vernunftfrei argumentiere, du schreibst Anmaßungen, scheint mir bei deiner Sichtweise verständlich, jedoch objektiv eher zweifelhaft.
Diskursgegenstand- wenn es dir immer noch um „was ist mit orthodoxe Marxauslegung gemeint?“ geht, so schreibe den Autor doch einfach an- alles andere bleibt spekulativ.
Ernsthafte Antworten ?, nun ehrlich erwarte ich gar nichts mehr… weder von dir, noch vom Großteil jener angeblich fortschriftlichen Linken. So wie der große Teil der Gesellschaft überhaupt nichts mehr von „links“ erwartet… Schade, ist aber so.
Demagogen – der Begriff hat sich, wie viele, in seiner Bedeutung vom Ursprung weit entfernt… eigentlich müßte er dir im ursprünglichem Sinne sogar gefallen, meinte es doch den Sprecher/Abgesanten seines Viertels, Stadtteils etc. Also fast wie bei Räten 😉 .
Ja, mach das, Jetzt! Du bist ein freier Mensch, bist hier zu nichts verpflichtet, erst Recht nicht einem solchen „Dampfplauderer“ wie mir 😉 …
Demnächst rutscht die BRD von der ersten in die zweite Welt, da haste dann eh alle Hände voll zu tun und keine Zeit für nix mehr (und dies ist noch hoffnungsvoll gesagt).
Venceremos und so…
für Diskussionen ist es allgemein hilfreich, wenn Du vor Deiner Antwort versuchst, den zu kommentierenden Beitrag zunächst zu verstehen, bevor Du Dich an einem Kommentar versucht.
Meine Aussage zum orthodoxen Marxismus zielte auf dessen Dekonstruktion als ideologischen Kampfbegriff ab, mit dem Ziel sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen. Nur so ist eine historisch vernünftige Auseinandersetzung mit dem sowjetischem Modell überhaupt erst möglich, ohne gleich in eigene, verzerrende Ideologismen und Vorurteile zu verfallen. Deine Beiträge haben sehr anschaulich gezeigt, wie nötig diese Dekonstruktion ist.
Meistens wurde mit dem „orthodoxen Marxismus“ jene Leseart der klassischen KPD, ML-Parteien, grob dessen Auslegung bis, ich sage mal etwa den 30gerjahren des vorherigen Jahrhunderts gemeint. Oft als Begriff verwendet, um „Marx wiederzuentdecken“, in den 1960ziger Jahren.
Aber, und so schätze ich dich ein, das weißt du natürlich selber. Wie er tatsächlich gemeint war, kann dir halt ehrlicherweise nur der Autor selbst erklären, auch wenn ich denke, dass du mit deiner Vermutung richtig liegen wirst.
Wie du schon oben gelesen hast, interessiert mich die Sovjetunion nicht, daher auch nicht deren Aufarbeitung… Diese Problematik hat mich am Ende ja zu meinem Standpunkt gebracht, den ich oben (zugegebenermaßen schroff) erklärt habe.
Die Sovjetunion wurde schon wärend ich klein war, aufgearbeitet, abgefrühstückt…
Du darfst das aber gerne aufarbeiten- am besten, mit den Menschen aus der Sovjetunion, die tatsächlich diese „erfahren“ haben.
@niemand
Du verstehst es einfach nicht?!?
Du verstehst es einfach nicht?!?
ja, das kann sein, von daher:
(M)Ein Versuch:
Mit dem Stichwort eines „orthodoxen Marxismus“ (was soll das eigentlich sein?) wird das sowjetische Modell für belanglos erklärt. Eine sehr platte und ahistorische Aussage Blochs muss als Begründung dafür herhalten. Ignoriert werden die historischen Bedingungen von Entstehen und Bestehen der Sowjetunion, zu denen eben deren zweimalige nahezu vollständige Zerstörung gehört hatte. Einmal durch engl., dt. franz., poln. und amerikanische Interventionen verbunden mit einem blutigen Bürgerkrieg bei deren Entstehung und einmal durch den faschistischen Weltkrieg.
->Ob M. Zuckermann mit „orthodoxem Marxismus“ sich auf die 2. Internationale bezieht (denke eher nicht), oder Lenin, Trotzki, den Marxismus-Leninismus meint (was ich glaube) – .. Nur was ändert dies? Vermutest du, wenn es sich in Richtung der 2. Internationale gegangen wäre, sich was genau ergeben hätte? Es eine Gewichtung zur Duma gegeben hätte? Oder die Räte, Duma, sich anders aufgestellt hätten können?
Oder meinst du was ganz anderes? Also Sozialrevolutionäre, Menschewiki, M-Internationalisten und weitere bleiben in den Sowjets erhalten, weil sie sich am Tage der Oktoberrevolution nicht zurückziehen und somit nicht auf dem „Müllhaufen der Geschichte“ (Trotzki) landen..
Gar die Stimmanteile in den Sowjets fair und nicht mit krassen Ungleichgewichten von 1:5 zugunsten der Bolschewiki berechnet werden? Also Stadt/Land Gewichtung. Ist es das?
Wäre es nicht dabei auch um die Eroberung der Macht gegangen? Von Seiten der staatstragenden/autoritären ?
Diese „historischen Bedingungen“ – Ist es nicht müßig darüber zu spekulieren?? & vor allem welchen Nutzen bringt das? Heute?
Die Bolschewiki hatten sich durchgesetzt und so sind halt auch nur sie dafür verantwortlich, in welche Richtung sich nun deren Staat entwickelt hatte. Das sich sehr schnell in der Bevölkerung Agonie ausbreitete und jene Hoffnungen und Wünsche, welche die Revolution getragen hatten, binnen kürzester Zeit verflogen, ebenso. Diesen „blutigen Bürgerkrieg“ mit den revolutionären Soldaten, Bauern, Arbeitern haben die Bolschewiken gegen ebenjene geführt und angefangen. (zum 2.WK weiter unten) – was ich daraus lerne: Schlangen sind giftig.
Ebenso wie die Sowjetunion und der Sozialismus gegen den Willen der Sowjetbürger von Politdilettanten wie Gorbatschow und raffgierigen Räubern vom Schlage eines Jelzin zerschlagen und geplündert worden ist. Das ahistorische Ignorieren des Einflusses der Sowjetunion auf die Linken Bewegungen erleichtert seine Argumentation, macht sie aber nicht richtiger. Zu den sozialistischen Ansätzen gehören eben auch die Schicksale von Spanien 1936, Chile 1973, Korea, Vietnams und Kubas, sowie des äußerst lebendigen Sozialismus in China.
->Hierzu könnte ich anführen, das genau dieses ZK (der ersten Jahre) gegen den Willen der Sowjetbürger von Politdilettanten die Februarrevolution endgültig beerdigt hatte…
Gegenfrage: Wie konnte es den Gorbatschow, Jelzin den überhaupt gelingen, diese gewaltige Sowjetunion zu zerschlagen, wenn es nicht großen Teilen der Bevölkerung schlichtweg egal gewesen ist? Als das „Staatskomitee für den Ausnahmezustand“ 1991 dies zu verhindern versuchte, warum folgten ihnen nicht die Massen, das Militär?? M.M.n. waren die Menschen „fed up“ vom Sowjetkommunismus. Auf jeden Fall waren sie nicht bereit, diesen zu verteidigen. Auch nicht die Armee, noch nicht einmal der KGB…
Zum anderen kolportiert Moshe Zuckermann unkritisch das Churchillsche Lügengespinst zu München 1938. München diente aus britischer Perspektive von Anfang an der vertraglichen Fortschreibung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Faschismus bei der militärischen Niederschlagung der spanischen Volksfrontregierung wie auch beim italienischen Abessinienfeldzug. Es ging um Erhalt des britischen Empires im Austausch gegen Handlungsfreiheit des Faschismus in Südosteuropas zur Vorbereitung des offen angestrebten faschistischen Angriffskrieges gegen die Sowjetunion. Die Zerschlagung der CŠR wie auch das militärische Stillhalten beim faschistischen Überfall auf Polen waren die Folge. München war so auch die aktive Absage an eine Antifaschistische Antihitlerkoalition, wie von der Sowjetunion unter Litwinow angestrebt.
→Richtig! Das sehe ich im Grunde genauso.
Durch das gefangen sein der Argumentation Moshe Zuckermanns in westlichen Vorurteilen…
->Das mag so sein-ich weiß es nicht!
…bleibt ihm konsequenterweise nur noch ein ethisch-moralischer Appell zur Zukunft der Linken übrig.
->Da hab ich weder einen ethisch-moralischen Appell übrig, noch Vertrauen in sämtliche etatistischen Versuche einen autoritären Sozialismus, Kommunismus, irgendwas-ismus zu erschaffen und bin damit auch nicht ganz allein auf dieser Welt.
Die Realität kapitalistischer Verhältnisse, insbesondere nach deren Restauration in Mittel und Osteuropa bleibt so bei ihm völlig ausgeblendet.
->Nun das mag so sein – aber weder waren die Verhältnisse sooo gut, damit die Bevölkerungen Mittel- und Osteuropas bereit wären, sich für solche wieder zu erheben, noch herrscht allzu große Trauer über deren Verlust. Gründe dafür hatte ich ja schon oft genannt, bezeuge aber auch, nicht sicher zu wissen, ob ich tatsächlich mit diesen (anarchistischen, anarchosyndikalistischen, rätekommunistischen Gedanken/Ansätzen) Recht hätte. Vielleicht ist dies einfach auch alles nur noch veraltetes Denken in längst überholten Begriffen und überlebten Kämpfen vergangener Zeiten,
alter, stumpfer Waffen gegen die neuen Herrschaftsmechanismen, also alte Hüte ???
Eine jede historische Phase muss sich ihrem System gemäß voll verwirklicht haben, ehe sie in die nächste revolutionär übergehen kann….
->so war die idealistische Vorstellung gewesen, von Hegel kommend, Dialektik, Weltgeist – Marx, aber dann:
…Das war in Russland von 1917 mitnichten der Fall…
->und wiederholt sich der schönen Vorstellung widersprechend, in Agrarstaaten, Kolonien, jedoch EBEN NICHT in England, Frankreich, Deutschland, den USA (!)
Ohne ein gemeinsames Interesse (zumindest des allergrößten Teils) der Bevölkerung, einen sozialen Wandel politisch herbeizuführen, konnte der wie immer emanzipativ ausgerichtete theoretische Anspruch auf eine Neuordnung der Gesellschaft nur im Utopischen verharren bzw. in einem repressiven Machtapparat münden.
->Also nur „im Utopischen verharren bzw. in einem repressiven Machtapparat münden?“ da scheinbar diese nicht der Vorstellung nach “ an die Grenzen seiner Entfaltung gelangt (sind), sich sozusagen überlebt (haben). “ …
Diese Begründung eines repressiven Machtapparates, weil überspitzt die rückständige (…. bitte einzutragen wie es gerade passt: Bauern-, chinesische, Zuckerrohrschneider-, Balkan- usw.usf…) Gesellschaften nur so nach der „Neuordnung“ sich zu erhalten in der Lage seien??
Aber genau auf diesen erbärmliche Versuch den repressiven Machtapparat wegen der angeblichen „Rückständigkeit“ zu rechtfertigen, gehe ich die ganze Zeit ein.
Denn da ist er, der Großinquisitor Dostojewskis, der seinen Führungsanspruch gleichfalls wie die autoritären Bolschewiken begründet im heiligen Werk, der Schule, eines sich als materialistisch getarnten Idealismus, direkt dem deutschen Idealismus entsprungen… und in Folge dessen überall Büsten, Statuen, Bilder aufzustellen sind. Erst von Marx, dann von Lenin…Stalin.
Warum soll es nicht eine ganze Palette anderer Möglichkeiten geben, wieso nicht besser und freier gehen dürfen???
Die Menschen, die Menge und eben nicht die Masse(!) …
Noch nicht einmal kollektiv, wer will soll individual leben dürfen, nicht ein Entwurf- nein tausende.
Oha, die Liste der Stalinschen Verbrechen wird in manchen Köpfen im Laufe der Zeit immer länger.
Aber der Reihe nach.
Mitte April 1941 kapitulierte das Königreich Jugoslawien gegenüber der Wehrmacht. Zwei Monate später, am 22. Juni 1941 überfiel eine faschistische Koalition die SU. Am selben Tag wurde in Jugoslawien die erste rote Partisaneneinheit geschaffen, die Forent „niemand“ zufolge über keine Waffen verfügte – wahrscheinlich, weil sämtliche Soldaten der königlich-jugoslawischen Armee ihre Knarren brav an die Deutschen abgeliefert hatten.
Also, nur um die Anklage richtig zu verstehen: Wann genau hätte der allgegenwärtige und allmächtige Stalin den jugoslawischen Partisanen Waffen liefern sollen? Auf welchem Wege? Per Luftpost?
Wer genau soll wann „monatelang in Moskau“ gebettelt haben? Bitte um Einzelheiten.
P.S.
Ist Ihnen eigentlich bewußt, dass Belgrad von der Roten Armee bzw. in Ihrer Diktion „von Stalin“ befreit wurde?
Mitte April 1941 kapitulierte das Königreich Jugoslawien gegenüber der Wehrmacht. Zwei Monate später, am 22. Juni 1941 überfiel eine faschistische Koalition die SU. Am selben Tag wurde in Jugoslawien die erste rote Partisaneneinheit geschaffen, die Forent „niemand“ zufolge über keine Waffen verfügte – wahrscheinlich, weil sämtliche Soldaten der königlich-jugoslawischen Armee ihre Knarren brav an die Deutschen abgeliefert hatten.
->Sie haben keine Ahnung. Weder von Stalin, noch vom Balkan, noch von der damaligen Situation…lesen Sie sich ein, wenn Sie mögen…und ja nur Flinten, Beutewaffen später Unterstützung Englands. Vermutlich wird es Ihnen an Aufwand zu viel sein…hat Sie ja auch bisher nicht interessiert und Sie erwecken nicht den Eindruck das sich dieses geändert hätte..
Also, nur um die Anklage richtig zu verstehen: Wann genau hätte der allgegenwärtige und allmächtige Stalin den jugoslawischen Partisanen Waffen liefern sollen? Auf welchem Wege? Per Luftpost?
->Sie mögen sich witzig vorkommen, jene waren verzweifelt..
Wer genau soll wann „monatelang in Moskau“ gebettelt haben? Bitte um Einzelheiten.
->Lesen Sie… zum Beispiel Gespräche mit Stalin. Fischer, Frankfurt am Main 1962
P.S.
Ist Ihnen eigentlich bewußt, dass Belgrad von der Roten Armee bzw. in Ihrer Diktion „von Stalin“ befreit wurde?
->natürlich, nur die RoteArmee, keine Bulgaren, keine Partisanen… man könnte auch sagen, das diese Hilfe eine Art von Danke war, den Feldzug Hitlers aufgeschoben, verzögert und gebunden zu haben…
Talk mit einer Stalinorgel. Fein.
Systematisches Zerrütten und Illegalisieren in den Siebzigern, Achtzigern, Neunzigern, dann verstärkt Unterwanderung und Einsetzen von Führungspersonal, dass alles andere als links ist bei Grünen und Linken.
Das Illegalisieren hat offene und öffentliche Diskussionen erschwert und die überlebenswichtige Diskussionkultur zerstört, den innovativen Antriebsmotor, darunter leidet die Linke noch heute. Starrer Dogmatismus hat auf Dauer keine Chance.
Fortschrittlichkeit im Sinne geistiger Avantgarde war ehemals der entscheidende Vorteil.
Dazu Übernahmen von linken Medien (siehe taz usw.) und Austausch von Führungspersonal in Medien, Universitäten, Filmhochschulen, Förderanstalten, Gerichten uvm.
Das war ein langwieriger Prozess, der von den wenigsten wahrgenommen wurde. Wer achtet schon darauf welches Führungspersonal wie drauf ist und wie und wo ausgetauscht wird.
Schuld an allem waren und sind immer die Linken, auch wenn die CDU regiert (siehe auch einige obige Kommentare derjenigen, die auf die Propaganda reingefalllen sind)..
Rechtsextreme bezeichnen sogar den ultraneoliberalen rechtesten Kanzler seit 50 Jahren als „links“. Die Rechten versemmeln es und die Linken bekommen die Schuld.
Die religiöse Unterwanderung, erst durch Kirchliche, jetzt durch Islamisten, hat noch mehr zur Schwächung beigetragen.
Religionskritik war immer eine Voraussetzung vernünftiger Auseinandersetzung, das wird jetzt zunehmend zerstört.
Der innere Verfall wurde deshalb nicht wahrgenommen, weil die Feinde, die die Linken unterwandert hatten, sich nach außen als Linke ausgeben und viele nicht mehr zwischen Label und Inhalten unterscheiden können.
Mit den jetzigen Mitteln der Beeinflussung der Jugend durch Großkonzerne von frühestem Kindesalter an, wird es noch schwieriger Mündigkeit zu vermitteln.
Die Wende wird dann kommen, wenn die Wirtschaft kollabiert und die ganzen hohlen Nüsse merken, dass es eine Notwendigkeit ist für seine Rechte einzutreten und Gerechtigkeit zu fordern. Bis dahin wird es erst mal heftig. Je langsamer der Erkenntnisprozess in Gang gesetzt wird, desto finsterer.
Bei einer solchen Diskusson wie hier hätte zuallererst die Frage gehört, was denn „links“ sei.
Und da fängt das schon an. Die einen sagen: „Links ist gegen rechts.“ Und dann kommt die Frage, was denn „rechts“ ist. Für mich kommt da zuallerserst Autoritasrismus und Führerprinzip.
Andere sagen: „Links ist Marxismus.“
Was ist aber Marxismus? Marxismus ist Ideologie und die Durchsetzung von einem ideologischen Geschichtsbild und blinder Glaube an Marxismus und und daraus abgeleitet das Erzwingen von ganz bestimmten gesellschaftlichen Veränderungen. Und wer setzt das um? Die PArtei und deren Funktionäre. Und was bedeutet das im Effekt:
Autoritarismus und Führerprinzip!
An diesem Grundwiderspruch zerbricht das ganze Marx-dominierte Linkssein. „Links“ ist nämlich nur das andere „Rechts“. Ob besser oder schlechter, darüber kann man streiten.
Aber echte Demokratie ist das Gegenteil von (marxistischem) „Links“ und (zB faschistischem) „Rechts“.
Das wir genau das nicht denken dürfen, dass es noch viel mehr als „links“ und „rechts“ gibt, dafür kämpfen nicht nur die „Linken“ und „Rechten“ gemeinsam und einvernehmlich, sondern vor allem die Ausbeuter und Bedrücker, denn durch diese Spaltung wird deren Herrschaft gesichert.
Was haben die „Linken“ gegen die Verschlechterung der Lebensbedingungen, zB in DE seit 1989, den unternommen und erreicht? NICHTS! Und warum? Weil es denen überhauot gar nicht darum geht. Denen geht es einzig darum, jeden Widerstand gegen die Herrscheneden zu untergraben, zu denunzieren, zu verwirren, zu spalten, verächtlich zu machen, zu bekämpfen.
Gegen wen geht die Antifa vor allem auf die Straße? Gegen widerständige Gruppen, gegen kritische Geister, gegen von Staat und Medien bekämpfte Menschen, die für ihre Freiheitsrechte eintreten, gegen Arbeiter und Angestellte und deren Familien und Kinder!
Falls es mal ein „Links“ gab, das gegen Willkür und Übergriffigkeit der Mächtigen eintrat, so ist das schon so lange Geschichte, dass davon nichts, aber auch gar nichts mehr zu sehen ist.
Links war immer schon gegen Kapitalismus (Wachstum und Profit, Kooperation, anstelle von Konkurrenz)und gegen die Religionen. (Es gibt keinen Gott, das Leben findet hier und jetzt statt und nicht im Jenseits oder im Nirvana).
Alles Weitere, ist ähnlich der Bibel Auslegungssache.
Der Mensch ist ein sprituelles Wesen, oder anders ausgedrückt: es ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen. Und nur ein spiritueller Mensch kann sich wirklich von Unterdrückung und allgegenwärtigen Zwängen befreien – was nicht heißt, dass alle spirituellen Menschen sich befreit hätten.
Wer das in Abrede stellt oder verleumdet, stellt sich damit gegen 90% der Menschheit.
Ein Mensch ohne Spiritualität ist ein Ausgelieferter, ohne Halt, ohne Hoffnung, ohne festen inneren Kern. Eine Feder im Wind der Zufälle und fremder Einflussnahme. Ein Blatt auf dem Meer, das sich beliebig herumstoßen lässt und nach allem greift, was scheinbar Halt bieten könnte – zum Beispiel Ideologien. Zum Beispiel zwanghafter Konsum. Zum Beispiel Hedonismus (der bei jedem auftretenden Leiden jämmerlich in sich zusammenbricht).
Und es ist genau der üblen Trick, indem nämlich von „links“ geredet wird, wenn in Wahrheit Marxismus gemeint ist.
Ich war schon immer gegen Autoritarismus und daher gegen rechts, und habe mich daher als „links“ definiert. Aber ich war nie Marxist oder Maoist oder sonst irgend eine -ist, und die Vereinnahmung der Marxisten des „politischen Links“ ist es, was ich erst spät erkannt habe und mich heute so auf die Palme bringt.
Ihr stellt die Welt so dar, wie wenn man entweder „links“ (und damit Marxist) wäre, oder ansonsten „rechts“.
Genau das ist die Spaltungsagenda, die uns eingegeben wird, und die den Ausbeutern nützt uns nieder zu halten.
Und ihr „Linken“ betreibt das vornehmlich – als nützliche Idioten der herrschenden Klasse.
Vielleicht liegt die Ursache der „Ohnmacht (und Schläfrigkeit) des Linken“ aber nicht nur an der (zumindest teilweise berechtigten) Diskreditierung wegen der Sowjet- Repression, sondern zudem oder gar vor allem an einer speziellen Art der „Narkotisierung“ der (marxistischen) Linken durch die „Frankfurter Schule“ Und zwar besonders und von Anfang an auch durch Adorno.
Ich fasse es mal etwas holzschnittartig so zusammen (Sorry, falls es hier schon jemand erwähnt haben sollte) :
Der (alt- ? ) marxistische Philosoph und Aktivist Gabriel Rockhill behauptet in Schriften und Büchern, dass Adorno nur deswegen ein US- (Aufenthaltserlaubnis-) Visum und vor allem eine Arbeitserlaubnis für eine gute wirtschaftliche Existenz (Institutsgründung ) erhalten habe , weil er im Sinne oder direkt im Auftrag der CIA- Vorläuferorganisation und des US- Kulturkrieges gegen den Kommunismus eine entschärfte, weil nur rein intellektuell- theoretische , das heißt letztendlich praxisbefreite Version eines (Kultur-) Marxismus entwickelt habe. Die letztendlich keine wirkliche Gefahr mehr für den (US-) “ Kapitalismus“ sein sollte bzw. auch nicht mehr gewesen sei.
Auch der spätere Aufbau der Adorno- Institute in Frankfurt sei mit (meist verdeckter) finanzieller Unterstützung durch US -Gelder ganz im Sinne der US- Beeinflussungs – Intentionen erfolgt. Dasselbe gelte auch für Mitarbeiter und Nachfolger Adornos.
https://gabrielrockhill.com/
Ja, das hab ich mich auch schon immer gefragt.
Da ich aber an der Quelle saß, denke ich, das es zwar immer schon einen imperialistischen Einfluß auf die linke Szene gab, aber Adorno selbst nur einen kleinen Teil des Gemengelages der 68er Generation ausmachte.
Seine gesellschaftspolitischen Theorien waren vielen auch immer willkommen aber eben nicht unbedingt seine Handlungsanweisungen.
Das passt. Marxismus war von Anfang an aufgrund der Fehlanalyse, der falschen Frontbildung, den darin erklärten Zumutungen, ein Projekt, um echten Widerstand gegen die Herrschaft durch eine ungeeignete Ideologie zu verhindern.
Hat sich eigentlich schon mal einer ernsthaft gefragt:
wie konnte Marx, ein Deutscher mit jüdischem Hintergrund (in seiner Umgebung waren Zionisten aktiv) in England, London, mit der Unterstützung des „Kapitalisten“ Engels, ohne jede echte Berührung mit der Arbeiterklasse (Marx bewegte sich in großbürgerlichen bis vermögenden und intellektuellen Kreisen, traf zB Darwin, den er bewunderte), in unmittelbarer Nähe zu der unheimlichen „Fabian Society“ die auf die klandestine Unterwanderung der Arbeiterrechtebewegung abzielte, …
… das russische und das chinesische Volk so beeindrucken, dass die seinen Lehren nacheiferten, ihre Gesellschaften und Denkweisen völlig auf den Kopf stellten, mit unsäglicher Grausamkeit Schreckensregime aufbauten?
Wer glaubt, das hätte an den, wie manchen meinen, weisen und hellsichtigen Ideen von Marx gelegen hat offensichtlich keinerlei Ahnung.
Die tatsächlichen Hintergründe und wirklichen Akteure, die zu den Ergebnissen der Umwälzungen in Russland und China führten, sind kaum oder höchstens anekdotisch bekannt bzw benannt (etwa die politische und finanzielle Unterstüzung Lenins durch „Kapitalisten“ und „rechte“ Politiker).
Und es hat in den Ländern Jahrzehnte gebraucht, bis sie ihre Irrtümer und Verblendung erkannt haben, und auch heute ist vieles davon noch nicht überwunden.
Nur die Marxquarkisten hier werden nie aufwachen. Die machen immer weiter in ihrem induzierten Wahn.
Jenseits all dieser so wissenden Kommentare hier, möchte ich mal darauf aufmerksam machen, wo der moderne und sehr lebendige Kapitalismus heute zuhause ist, unbeschwert von Krisen. Man schaue auch nach mal nach Südasien (sogar nach Vietnam, jenseits folkloristischer Parteiparolen!) und überhaupt in den Nahen Osten der Golfstaaten. Die doch so von vielen gewünschte Multipolarität der BRICS-Welt: hier ist sie zuhause und von einem glitzernden, hochhäusigen, ohne Krisensymptome sich ausbreitenden Kapitalismus beherrscht. Europa, Deutschland, wie man weiß, auf absterbendem Ast. Träumt also weiter von einem Crash mit anschließender „Revolution“; wird vielleicht stattfinden, aber an der zunehmenden Bedeutungslosigkeit des „westlichen“ Kapitalismus nichts ändern. Geradezu hilflos vormodern diese Auseinandersetzungen über links, Marx, usw.
Der Kapitalismus funktioniert nicht? Hier ein Blick in die überbordende überlebendige Reichtumswelt jenseits unserer Gefilde. https://www.berliner-zeitung.de/panorama/nach-dieser-reise-wird-es-schwer-den-naechsten-ostseeurlaub-zu-buchen-li.10013721 (und nein, ich vergesse nicht, wer dort arbeitet und schuftet und bescheidenst verdient – zuhause aber nichts hätte!)