Verschwörungstheorien, ihre Dummheiten und ihre fatalen Folgen

Bild: Nathan J Hilton/Pexels.com

Die religionsartigen Weltbilder von Verschwörungstheorien – mit Anmerkungen zum 99/1 Video „Die Epshteyn Files“ mit Tarik Cyril Amar

1. “Verschwörungen gibt’s nun mal.“ (Tarik Cyril Amar)  Klar, wenn man irgendwas als Verschwörung definiert hat, dann ist es als Verschwörung definiert. So einfach geht das. Und dann gibts dazu passend, quasi ganz sachgerecht, Verschwörungstheorien.

Was ist eigentlich verkehrt an Verschwörungstheorien? Der Fehler ihrer Erklärungen besteht darin, unschöne Ereignisse aller Art, vorzugsweise unschöne politische Ereignisse, damit zu erklären, dass diese nie und nimmer das Ergebnis des normalen Laufs der Dinge sind, sondern hinterhältige Menschen mit auserlesen bösen Absichten diese hinterrücks herbeigeführt haben. Verkehrt daran ist, dass für diese Erklärungen der Lauf der Dinge so dargestellt wird, als ginge dieser ohne irgendwelche Regeln und Zweckmäßigkeiten ab, als wäre dieser Lauf der Dinge ein für alle Zwecke offenes Spielzeug, vorzugsweise  für Bösewichte, deren Machenschaften dann ganz jenseits des Laufes der Dinge aufgedeckt werden, jenseits aller herrschenden Regeln und Zwecke, jenseits der politischen Instanzen, die diese Regeln aufstellen und exekutieren.

Wenn das so wäre, dass die Welt keinen Regeln gehorcht, könnte es diese Welt schlicht nicht geben. Gesellschaften ohne Regeln gibt es nicht.  Der Lauf der Dinge, den die Ratio kapitalistischer Gesellschaften regelt, verschwindet in dieser Denke und was in ihnen passiert, vor allem alles Unerwünschte, wird zum Resultat der Verschwörung von Bösewichten.

Beliebt sind Verschwörungstheorien deswegen bei Menschen, die sich mit der Aufdeckung von zu Skandalen umdefinierten unerwünschten Ereignissen aller Art beschäftigen, weil sie damit ihre Vorstellung bekräftigen können, dass die Welt eigentlich für sie da sein müsste und dass es diese unerwünschten Ereignisse eigentlich nicht geben dürfte – eine Vorstellung, die besonders in Krisenzeiten ins Wanken gerät, wenn dauernd das Gegenteil der Fall ist.  Mit dieser Theorie von Bösewichten, die an allem Übel Schuld sind, können sie an ihrer schönen Vorstellung von der an sich guten Welt trotz allem festhalten. So bleibt die Welt dank dieser religionsartigen Weltbilder über Bösewichte im Prinzip in Ordnung.

2. Bloß, wie kommen eigentlich linke Leute (wie im besagten Video), die immerzu beweisen, dass die Welt des Kapitalismus gar nicht für die Menschen da ist, ihrerseits dazu, mit solchen Verschwörungstheorien solche Bösewichte entdecken zu wollen? Und wofür brauchen Leute, die sich damit ihre Wunschbilder von der Welt gar nicht retten wollen, weil sie die nicht haben, wozu brauchen Kapitalismuskritiker die Erfindung solcher Bösewichte?

Ganz einfach: für ihren Beweis, wie böse der Kapitalismus ist. Zum Beispiel so, dass man für diesen Beweis mit dem Aufdecken von Verschwörungen lauter Bösewichte entlarvt, die für das Elend der Welt, vor allem so etwas wie Kriege, verantwortlich sind.  So wie in dem besagten Video mit Blick auf den Nahen Osten, der Mossad, den man, als Verschwörer entlarvt, vom Instrument staatlicher Politik zum heimlichen Macher staatlicher Politik umdeutet. Und wie es sich für das verschwörungsmäßige Denken gehört, wird diese Umdeutung staatlicher Politik zum Instrument böser Verschwörer dann noch ein bisschen mit einem Menschenbild garniert, das diese Bösewichte zu unverbesserlichen und unmenschlichen Ungeheuern stilisiert.

Rassismen aller Art, mehr oder weniger explizit, oder auch nur mal so angedeutet, sind dafür das konsequente Konstrukt und scheinbar auch bei Linken ein beliebtes Beweismittel für das Ausmaß der Bösartigkeit der aufgedeckten Verschwörungen. So wie das natürlich völlig unprätentiöse, eher zufällige Nebeneinanderstellen von Epshteyn, Mossad und Juden. Einfach mal so und dann mal dazu anmerken, dass so eine Aufzählung mit Antisemitismus überhaupt nix zu tun hat. Schon wieder ganz professoral: So ist das nun mal.

Und was ist daran verkehrt? Verkehrt daran ist genau dasselbe wie bei den Verschwörungstheorien untertäniger Bürger. Verkehrt ist das damit bewerkstelligte Wegdenken der ganz und gar nicht bösen, sondern sehr zweckmäßigen Konstruktions- und Organisationprinzipien kapitalistischer Gesellschaften. Und mit diesem Wegdenken sind sie weg. Weg ist damit auch, was diese  Konstruktions- und Organisationprinzipien mit den all den unschönen Sachen zu tun haben, die den Bösewichten angehängt werden.

Fatal an diesem Ersetzen der zweckmäßigen  Konstruktions- und Organisationprinzipien kapitalistischer Gesellschaften durch die verschwörungstheoretische Umdeutung von staatlichen Instanzen wie Geheimdiensten in Manipulateure staatlicher Politik ist auch, dass damit staatliche Politik vom Macher zum Opfer gemacht wird. Und dass mit der Erfindung dieser Bösewichte die jenseits der politischen Macher dieser Gesellschaften diese politischen Macher manipulieren, auch diese Macher in der Finsternis von Bösewichten verschwinden.

Das Fatalste dieser Theorien von Bösewichten, die im Hintergrund ihre Spielchen nicht für, sondern mit der Politik treiben, ist, dass damit dem Bürger ein Bild gemalt wird, das ihm jede Eingriffsmöglichkeit in den Lauf der Dinge entzieht. Mit der Konsequenz, dass damit jedem Bürger ausgerechnet von linken Kritikern bewiesen wird, wie Recht er damit hat, wenn er sich mit seinen Verschwörungsgespinsten seinen guten Glauben und seine Machtlosigkeit beweist. Und was für naive Spinner diese Kapitalismuskritiker sind. Und dass mit dieser Beliebtheit der Argumentationsweise von Verschwörungstheorien bei Kapitalismuskritikern diese Kapitalismuskritik sich als ein ziemlich moralisches Anliegen offenbart, das ist ein anderes Kapitel.

Michael Kuhn

Michael Kuhn ist pensionierter Sozialwissenschaftler. Seine Bücher und sonstigen Publikationen reflektieren über wissenschaftstheoretische Elemente des Systems disziplinärer Sozialwissenschaften von Bürgergesellschaften, die wissenschaftlichen Herausforderungen seiner weltweiten Verbreitung sowie über Fragen der Weltpolitik nach der postsozialistischen weltweiten Etablierung von Bürgergesellschaften.
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105 Kommentare

    1. Ja, ist mir auch wieder viel zu verschwurbelt.
      Einfach, die herrschende Klasse mit samt ihren Adlaten und allen kapitalistischen Strukturen beseitigen und gut ist.
      Das wäre dann wenigstens keine Theorie, sondern gelebte Praxis.

    2. Genau, was ich dachte: Unterste Schublade.
      Ich musste mich beim Lesen kneifen, weil ich mit so was Plattem hier nicht gerechnet hatte.
      Naja.

  1. Welch ein niveauloser Artikel!
    Ich brauche doch keine VerschwörungsTHEORIE , um zu wissen, das sich die westlichen Kapitalisten und ihre Erfüllungsgehilfen gegen die Menschheit verschworen haben!
    Transatlantische Netzwerke, militärischindustrielle Komplexe, Bilderberger etc..
    Das SIND die Verschwörer!
    Das gehört benannt statt hier so einen Bullshit abzusondern!
    Überflüssig!

    1. Alle diese einflussreichen Organisationen sind nie und nimmer eine Gefahr für die Demokratie – die 4. Gewalt ist entweder verblödet oder bezahlt oder beides…

    2. Sie verstehen die Wirkweise des Kap nicht. Nicht die bösen Platzhalter für Politik, Wirtschaft usw. in Form von realen Personen ist der Witz. Sondern die POSTEN, die sie bekleiden und die mit Klüngel und Absprachen noch besser funktionieren als ohne. Das geht auch mal am Gesetz vorbei, macht den Kap aber um kein bisschen verträglicher oder besser, wenn es diese Absprachen nicht gäbe.
      Wer ständig über Verschwörungen schwadroniert, meint eben, OHNE die Extra-Schweinerein wäre der Kap doch nicht so schlimm. Warum? Wenn der Anhänger der Verschwörung was gegen das kap. System hätte, würde er SEINE Wirkweise analysieren und kritisieren und zum Schluss kommen, dass Lohnarbeit ganz ohne Verschwörung schon der Grund für die viel bemühte Schere von Arm und Reich ist.

  2. „vorzugsweise für Bösewichte, deren Machenschaften dann ganz jenseits des Laufes der Dinge aufgedeckt werden, jenseits aller herrschenden Regeln und Zwecke, jenseits der politischen Instanzen, die diese Regeln aufstellen und exekutieren.“

    Wer die Tatsache von Verabredungen unter politischen Akteuren, oder im finanziellen/wirtschaftlichen- Komplex infrage stellt, dem ist nicht zu helfen.
    Was sollte daran antisemitisch sein, Epstein, den Mossad und Juden in einer Reihe zu nennen?
    ( Wo doch die meisten Juden gar keine Semiten sind.)
    Kuhn ist einer Verschwörungstheorie aufgesessen, nämlich der, dass es keine Verschwörungen/Absprachen gibt.
    Herr Kuhn, Verschwörer sind nicht böse, sie haben lediglich gemeinsame Interessen.
    Und wenn auch die meisten Geschehnisse auf Zufall beruhen, so sind es doch immer die am besten vernetzten und finanziell gut ausgestatteten, die den Zufall zu ihren Gunsten nutzen können.
    Und wenn sie tatsächlich glauben, die Geschehnisse um Minsk 2 wären nicht das Ergebnis von Absprachen und die Idee dazu wäre in Angelas Kopf entstanden, dann sollten sie schleunigst einen Therapeuten aufsuchen … Der hört ihnen gerne weiter zu … solange sie ihn dafür bezahlen.
    Ich allerdings kann über so viel Naivität, wie sie in ihrem Artikel zum Vorschein kommt (Entschuldigung), nur lachen.

  3. Menschen treffen nun mal Absprachen mit einander.
    Michael Kuhn will Sozialwissenschaftler sein, aber bestreitet das.
    Vielleicht sollte er es lieber mal mit einem Thema versuchen, von dem er was versteht.

  4. Wie kommt es, das Joschka Fischer, der nicht mal einen Schulabschluss hat, und Robert Habeck, der auch nicht viel schlauer ist, Professor in Berkeley werden?

  5. Wo Mensch sich mit echten Verschwörungstheorien aus der Sekten-; New Age- sowie Esoterikszene beschäftigen möge:

    https://www.watson.ch/sektenblog/

    Um Sekten, auch Scientology z.B., ist es ja relativ ruhig geworden, aber der Schweizer Journalist, und unerschütterlicher Aufklärer über das Esoterik- und Sektenwesen, Hugo Stamm zeichnet einmal jedes Wochenende auf, dass die immer noch durchaus aktiv, sind und zu Verschwörungstheorien neigen, die leichtgläubige Menschen immer noch in die Falle von Sekten locken – er macht übrigens auch vor der sektenhaften Politik im Wertewesten – mit seiner Kritik – nicht halt, aber das ist ein anderes Thema.

    Habe den Blog selber erst vor einiger Zeit entdeckt und ich halte die Arbeit durchaus für verbreitenswert die Herr Hugo Stamm – ein älterer Mann – schon sein ganzes Leben gegen Sekten und religiöse Intoleranz anschreiben läßt.

    Falls jemand denkt das hier weicht vom Thema ab dann muss ich ihn, oder sie, enttäuschen denn gerade in sämtlichen Sekten, und esoterischen Kreisen bzw. Vereinen, werden weltweit die absolut krudesten Verschwörungstheorien verbreitet, und hier liegt, nicht nur meines Erachtens, die ursprüngliche Quelle sämtlicher „Verschwörungstheorie“.

    Verschwörungstheorie ein Wort übrigens, dass heute, dank CIA USA, inflationär für völlig andersthematige Themen benutzt wird, aber Mensch kann es nicht oft genug wiederholen seinen direkten Ursprung in Sekten, Religionen und der Esoterikszene bzw. New-Age-Szene hat.

    Wer denkt bei Verschwörungstheorie nicht automatisch Sekten, die Hugo Stamm hier als Beispiel erwähnt:

    „[…]Sektenblog
    Wie Sektenanhänger Mörder von Babys und Kultbrüdern wurden
    Das Drama um die Sonnentempler in den 90er-Jahren zeigt exemplarisch, wie sanftmütige spirituelle Sucher in einen sektenhaften Wahn abrutschen können. […]“

    Quelle und kompletter Text:

    https://www.watson.ch/blogs/sektenblog/780800758-wie-aus-sektenanhaengern-moerder-von-babys-und-kultbruedern-werden

    Sollte vielleicht nicht unerwähnt lassen, dass Herr Hugo Stamm wegen seiner mehr als verdienstvollen Arbeit gegen New Age-; Sekten-; Esoterik und Religionsverdummung in der Schweiz bei diesen Kreisen überaus verhaßt ist, aber er läßt sich nichts desto trotz dennoch nicht einschüchtern, und fährt mit seiner überaus verdienstvollen Arbeit weiter voran 😉

    Merke:

    Geburt nicht des Wortes „Verschwörungstheorie“ sondern überhaupt von Verschwörungstheorien liegt bei den oben erwähnten Kreisen im Sekten-; Religions-; New Age und Esoterikwesen.

    Mensch kann es nicht oft genug wiederholen in diesen ver-rückten Zeiten 😉

    Gruß
    Bernie

    1. Die offiziellen Religionen die hier in Schutz genommen werden sind leider genau dieselbe Art von Kult. Der religiöse Massenmord läuft gerade.

      1. @Emil

        Wo nehme ich die denn in Schutz? Haben Sie meinen Kommentar nicht richtig gelesen?

        Hugo Stamm konzentriert sich auch auf Religionskritik – nur um es noch einmal zu wiederholen um von vorneherein solche Mißverständnisse Ihrerseits auszuschließen.

        Übrigens für den Schweizer Journalisten Hugo Stamm hat es schon ein besonderes Geschmäckle, dass ausgerechnet in seiner Schweizer Heimat das Sekten; New-Age- und Esoterikwesen fröhliche Urstände feiert, aber er konzentriert sich – wie oben erwähnt – nicht allein auf das Thema – Herr Stamm kritisiert auch alle Religionen queerbeet ein…..

        Nur um das noch einmal zu wiederholen, damit Sie es verstehen 😉

        Gruß
        Bernie

  6. Der Begriff ‚Verschwörungstheorie‘ wurde seinerzeit von der CIA kreiert, im Zusammenhang mit der Kennedyermordung und dem damit verbundenen Staatsstreich in den USA.
    All die Puzzleteile, die ineinandergreifend den Mord belegten, wurden als ‚Verschwörungstheorie‘ gebranntmarkt, um den Verdacht wegzulenken von den Urhebern des Anschlags des sog. tiefen Staates.
    Diese Wortschöpfung geistert nun seit Mitte der 60er Jahre durch die politischen Debatten.
    Man musste sich bei 9/11 die Augen reiben, als auf all den Truemmern und Feuern auf ‚ground zero‘ unverbrannte Personalausweise/Identitätskarten von einigen Flugzeugentführern zu finden waren.
    Diese Routine (angebl. vergessene Pässe) setzte sich fort bei Charly Hebdo und anderen Anschlägen, was zu weiteren Fragen und ‚Verschwörungstheorien‘ führte.

  7. Was dieser Artikel sagen möchte ist, glaube ich, nur folgendes: dass es gar keine weitschweifigen Verschwörungstheorien braucht, um das ‚Unerwünschte‘, ‚Unschöne‘ und oft gar ‚Böse‘ kapitalistischer Gesellschaften zu erklären. Er tut dies allerdings erstens recht ungeschickt und verkennt zweitens, dass es eben durchaus und tatsächlich manchmal auch Verschwörungen gibt.

  8. Letztens erhielt ich von Greenpeace einen Bettelbrief, darin ein Zitat eines Michael Biden, Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte. „Russland könnte eine Umweltkatastrophe direkt vor unserer Haustür verursachen und es wie einen Unfall aussehen lassen.“

    Das ist eine typische Mainstream Verschwörungstheorie, denn nicht nur wird hier ein nicht existentes böswilliges Subjekt – Russland – zum Akteur gemacht, nein, was dem böswilligen Akteur im ersten Teil des Satzes noch möglich ist, wird im zweiten zur zwangsläufigen Untat. Klar ist ja auch der Russe, der lässt seinen Tanker gerne vor seiner Haustür in unserer Ostsee havarieren.

    Eine weitere Verschwörungstheorie, die heute gerne in den Medien verbreitet wird, lautet: Wenn der Russe mit der Ukraine fertig ist, wird er nach einer kurzen Atempause uns in Europa angreifen. Darum müssen wir bis 2030 „kriegstüchtig“ sein. Wir müssen uns gegen das imperiale Russland, mit dem man nicht reden kann, verteidigen können.

    Es gab mal einen österreichischen Kanzler namens Kurz, der Karriere im Staat Österreich machte und Kanzler wurde, weil er mithilfe fingierte Umfragen unter großer Anteilnahme der Medien als der kommende jungdynamische Politiker der Konservativen dargestellt wurde. Mit dieser Manipulation brachte er es ins höchste Staatsamt.

    Verschwörungen sind mehr oder weniger alltäglich, daran ist nichts ungewöhnliches. Medien manipulieren beispielsweise regelmässig. Der Krieg der Russen in der Ukraine gegen die NATO wird uns als „völkerrechtswidriger Angriffskrieg“ seit vier Jahren in die Köpfe gehämmert. Der von vielen als Genozid genannte Krieg der Israels oder besser das Bombardement des Gaza-Streifen dagegen nennt sich Verteidigungskrieg.
    Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran ist nun weder ein Verteidigungskrieg noch eine Angriffskrieg, schon erst recht völkerrechtswidriger Angriffskrieg, es ist eine „Militäroperation“ oder gilt es „Präventivschlag“. Man kann sich die beiden sauberen in weiß gekleideten Chirurgen Trump und Netanjahu vorstellen, wie sie dem iranischen Patienten zum eigenen Wohl ihre Operation angedeihen lassen. Ein Schelm, wer dabei ans Öl und geostrategische Macht denkt.

    Es täte dem Text gut, würde der Herr Journalistende die eine oder andere Verschwörung, die er im Auge hat, benennen. Der Mossad gehört übrigens zum ruchlosen Machtapparat Israels und ist real bereits mit vielen „Aktionen“ aufgetreten, das sind nicht die Heinzelmännchen.

    1. Mir fiel gerade ein: ist es eigentlich ein Zeichen für eine Verschwörung, wenn eine amerikanische Partei einen Kandidaten für das höchste Staatsamt aufstellt, also dem Amt, wo die wichtigsten Entscheidungen getroffen werden, wohl wissend, dass ihr Kandidat die mentalen Fähigkeiten für diesen Posten nicht besitzt?
      Sitzen da etwa im Hintergrund nicht verantwortungslose Manipuleure, die diesen Umstand zur Machtausübung nutzen wollen?

      PS. der Vogel vom schwedischen Militär heißt übrigens Micael Byden

  9. Das ist sein Einstand hier….

    Ich habe das Zitat von Tarik Cyril Amar live mit gehört bei Syriana Analysis bei einem seiner vergangenen wöchentlichen Auftritten, finde es aber gerade nicht mehr. Kuhn zitiert das nicht sauber ohne Quellenangabe und lässt natürlich auch weg, dass es da, wenn ich mich recht erinnre, um Epstein und ISRAEL ging. War er da vielleicht getriggert? Jetzt könnte man natürlich spekulieren, müssen bei sowas dann die „wahren Linken“ wie Kuhn oder Schweitzer eingreifen? Hier kann man keinen Bezug herstellen, weil er auch so schlampig war beim Zitieren, vielleicht war das ja auch nur ein Zufall?

    Von Kuhn kann man einige Kritiken an bekannten linken Autoren bei 99zu1 anhören. Hier hat er jetzt ein Problem, dass man für die Einordnung seiner Kritik kein schwurbelig geschriebenes Buch lesen muss.

    Genau die gleiche Kritik durfte ich auch schon in der Diskussion mit vor allem Nadim lesen vor ka wie vielen Monaten und dann habe ich es gelassen, weil der sehr unangenehm wurde. Ich kommentiere auch auf Youtube nicht mehr. Im Grund ist der Vorwurf „verkürzte Kapitalismuskritik“, wenn nicht gleich bei Antideutschen die Antisemitismus-Keule (raffendes Kapital) geschwungen wird, wenn wer erzählt, dass es Verschwörungen gibt und das nicht irgendeine abstrakte, virtuelle Maschine namens Kapitalismus macht, wo selbst Milliardäre und Kinderficker nur Opfer des Systems sind. Und Moral ist natürlich ganz schlimm.

    Dagegen kann man noch so viele empirische Daten bringen. Gegen den Kuhn sprechen gerade die 3 Millionen Epstein-Mails, wo man mit etwas Wissen über die Netzwerke und Personen doch besser als vorher nachvollziehen kann, was die gemacht haben und wie viele gravierende Veränderungen in internationaler Politik top-down organisiert wurden.

    Ich bin zum Glück keine öffentliche Person, sonst hätte ich auch schon längst so „Kritik von Links“ abbekommen, die in Wirklichkeit nur zur Diffamierung dient, bzw. auch sowas wie Publikumsneid ist. Die VTler sind eben einfach die besseren Geschichtenerzähler. Besonders auffällig bei so Marxisten wie Kuhn ist, dass sie ums Verrecken nicht den tiefen Staat in ihre Analyse einbeziehen wollen, bzw. höchstens auch wieder abstrakt. Also irgendwelche Akten lesen oder gar Zeugenaussagen zu sammeln, das wäre alles zu viel Arbeit. Aber dann Kritikern, die das tun, vorwerfen, sie würden den offiziellen Staat total unterschätzen, bzw. den Kapitalismus.

    Eine bessere Kritik an von Staatsseite vereinnahmten Linken gibt es von Gabriel Rockhill. Der liest nämlich z.B. CIA-Akten über Anhänger der Frankfurter Schule und bezieht das in seine Kritik ein. Wobei ich die Kritik von Kuhn an denen auch in Ordnung fand, aber eben nicht so gut bewerten kann, da ich nicht selbst deren Bücher ausführlich gelesen habe.

    Eine kurze Gegenkritik:

    Wenn Leute vom Gegenstandpunkt von „zweckmäßigen Konstruktions- und Organisationprinzipien kapitalistischer Gesellschaften“ reden, wenn die das anwenden wie z.B. Peter Decker, wenn ich mich recht erinnre beim Ukrainekrieg, kommt dabei eine Analyse heraus die manchmal nicht die Realität trifft, weil er sich z.B. auf deutsche MSM bezieht, gerne beiden Seiten das Gleiche unterstellt, so Standardisierungen vornimmt. Wenn es aber andere Daten gibt, die dem widersprechen, Nuancen, davon weiß er dann nichts und laut seiner Theorie gibt es die auch nicht. Oder der Nadim merkte wohl auch selbst bei der Palästinakritik vom Gegenstandpunkt, dass sie da nicht so richtig nahe an die Realität kommen. Da spielte doch wieder persönliche Ideologie rein, obwohl sie sich für so objektiv halten. Solche Fehler passieren eher, wenn es ums Ausland geht. Über Deutschland sind sie besser informiert.

    Das Problem ist immer das Gleiche: Die lesen ihre alte linke Literatur und diskutieren darüber gegenseitig. Das ist ihr Schwerpunkt. Das hat auch seinen Zweck und sollten wir alle mehr tun. Nur das dann anzuwenden auf die Gegenwart und zu meinen, man wüsste es z.B. besser als der Historiker Amar oder Whitney Webb, die sich auf die Analyse von kriminellen Netzwerken spezialisiert hat, womit die sich ausgiebig und eben weit empirischer beschäftigt haben- da hat man irgendwann keine Lust mehr zu diskutieren. Es bringt nichts. Niemand wird seine Meinung ändern.

    Was mir schon damals auch auffiel, dass die GS-Leute eine andere Vorstellung der Gesellschaftsordnung haben, die sich eben doch an den Mainstream anlehnt, bzw. wie das eben ihre bevorzugten Autoren beschrieben vor langer Zeit. Bei mir sind es Milliardäre und Banker, die die meisten Macht ausüben, bzw. eben Strukturen, die sehr hierarchisch und intransparent sind, der tiefe Staat, Elitennetzwerke und die Macht wird zumeist über Geldströme ausgeübt. Bei denen GSlern sind es der Staat, die Demokratie, und abstrakte Zwänge, denen sich keiner so richtig entziehen kann.

    Außerdem ist die Unterstellung am Ende falsch: Die Kritik wandle Macher zu Opfern. Das kommt gerade von einem Sozialwissenschaftler. So lächerlich. Es heißt eben nicht Kanzler Kuhn oder sonst eine Position im offiziellen Staat, bzw. der ach so liberalen Demokratie, sondern er ist selbst ein Außenseiter wie die Kritisierten auch. Also die VTler sollen doch bitte den offiziellen Staat mehr Ernst nehmen und ÖRR-Trash-TV gucken, und vielleicht noch etwas Marx lesen, und sich dann mit diesem tollen Wissen engagieren in der Politik. Was soll dabei rauskommen? Nix. Der Artikel war so absolut unnötig. Jede dieser Attacken bewirkt das Gegenteil von dem, was beabsichtigt war.

    Man könnte Kritik anders aufziehen, besser machen, gerade wenn es um Kriege geht:
    Beim Iran wurde z.B. behauptet von „Alternativen“, die wären militärisch so wahnsinnig stark, wie eben alle, die sich der unipolaren Weltvernichtungsordnung der USA widersetzen. Sehr auffällig war das neulich bei einer Analyse von Theodore Postol zu den Einsätzen der Oreschnik-Raketen in der Ukraine. Die Kommentierenden wollten seine Analyse nicht glauben! Hatten sie bessere physikalische Kenntnisse als der Raketenwissenschaftler? Nein, natürlich nicht. Und Marx hätte natürlich auch nichts geholfen, um ihn zu widerlegen.

    Der Rest vom Programm bei 99zueins ist trotzdem meistens sehr gut. Oder von Peter Decker gefällt mir der Vortrag über das Wählen so gut, dass ich ihn schon zig mal angehört habe.

    1. @Garry Was wollen Sie eigentlich mitteilen? Ich konnte es nicht herausdestillieren, außer, dass Sie irgendetwas an Kuhn kritisieren und am Gegenstandpunkt (ist wohl eine Zeitschrift -muss man die kennen?) ohnehin.

      1. Die vertreten eine bestimmte Art von Marxismus, Peter Decker ist der prominenteste Vertreter, wobei ich nicht einmal weiß, ob Kuhn auch direkt dabei ist. Der Vorwurf von Kuhn an Amar ist „verkürzte Kapitalismuskritik“, dass der Kapitalismus von alleine böse ist und dafür keine Bösen bräuchte. Man darf jetzt spekulieren, da GS vom VS beobachtet werden, ob das Selbstschutz ist, wenn sie so tun, als ob die Gesellschaft nicht aus echten Menschen mit Namen besteht und die unterschiedlich schädlich (kriminell) für die Gesellschaft handeln.

        Das Zitat würde ich bitten, das raus zu suchen. Wenn es tatsächlich um Israel geht, dann kann das eben auch verkappte „Kritik von links“ am „Antisemiten Amar“ sein, wo sicherlich nicht alle von 99zueins dahinter stehen. Die Zionisten wissen, dass sie Amar nicht direkt angehen können, wie das z.B. der Riveler machen würde, zumindest nicht, wenn sie hier nicht einen Shitstorm kassieren wollen mit Streisand Effekt.

        Ich habe es doch eigentlich gut erklärt?

        Die Kritik von Kuhn bewegt sich zunächst einmal auf einem Niveau wie in der Szene von Monti Python, wo die Judäische Volksfront über die Volksfront von Judäa herzieht. Amar nennt sich auch links und tritt auch bei 99zueins auf wie Kuhn.

        Deren Gegenthese zu den Verschwörungstheoretikern ist, dass es gar nicht Bösewichter und fiese kriminelle Verschwörungen bräuchte, sondern das der Kapitalismus und der liberale Staat von alleine böse wären. Das Wort „böse“ würden sie nicht benützen, sondern „kritikwürdig“, vielleicht noch „ausbeuterisch“.

        Ich hoffe, ich werde nicht von einer Sockenpuppe veräppelt. Ich habe ja geschrieben – bringt nichts. Niemand wird da seine Meinung ändern.

    2. Das Zitat von Amar war doch verlinkt und ich habe das übersehen, war bei 99zueins, aber nicht mit Zeitstempel. Das hätte man besser machen können.

      1. d.h. Sie wollen darauf hinweisen, dass die Herrschenden Leute aus Fleisch und Blut sind, mit Namen und Adressen? Nicht nur abstrakte Fonds, Banken, AGs?
        Die moralische Kategorie „böse“ wäre, will man sie verwenden, auf beide anzuwenden: Auf die Täter und auf die Struktur, die solche Leute hervorbringt?
        Und diese Gegenstandpunkttruppe würde nur auf die Struktur, also den Kapitalismus hinweisen, so als wäre das ein Automatismus?

        1. Ja. Kapitalismus ist bei mir eine Anonymisierungsmethode, womit verdeckt wird, wer wieviel hat und was damit gemacht wird. Es kann auch gute Absichten geben, warum man nicht transparent sein will bei seinen Finanzen, aber in den allermeisten Fällen ist das nicht so. Dazu wird Politik im Hinterzimmer gemacht, eben nicht demokratisch, weil es so viele undemokratische Strukturen gibt – und antidemokratische, bzw. autoritäre Personen. Dazu könnte man noch überlegen, wo Demokratie überhaupt Sinn macht bei Entscheidungsfindungen.

          Der Mossad, der vom „Instrument staatlicher Politik zum heimlichen Macher staatlicher Politik“ wird.

          Dieser Aussage von Kuhn begegnet man auch immer wieder in verschiedensten Formen in Diskussionen mit z.B. damals auch dem Team von 99zueins. Von Ehud Barak haben wir jetzt viele Mails aus Epstein’s Sicht, ein Teil der 3 Millionen, und Drop Site hat auch 30.000 Mails noch einmal oben drauf nur von Barak. Die lesen ihre klassische linke oder marxistische Literatur und machen sich das einfach mit Abstraktionen. Die lesen eher nicht die geleakten Mails und beschäftigen sich auch nicht damit, was da für Netzwerke oder Machenschaften zum Vorschein kommen. Das ist natürlich auch eine Zeitfrage.

          Also ist der Mossad bei denen ein Instrument staatlicher Politik, bzw. halten die sich einfach an das Organisationsmodell, das sie in der Schule gelernt haben. Der Ehud Barak führt ein Doppelleben als Politiker und als Geheimdienstler, nach seiner militärischen Karriere. Nach seiner Karriere als Politiker bettelte er aber Epstein an um Geld und Tipps, wie er sein Wissen zu Geld machen könnte. Viele wichtige israelische Politiker, bzw. besonders die Zionisten und Sponsoren leben in den USA, viele sind auch nicht einmal Juden. Diese Bewegung entstand teilweise aus der Kosher Nostra, bzw. wurde vom britischen Empire auf dem Sterbebett Israel erschaffen. Das stimmt leider auch. Mafiapolitik klappt leichter, wenn man selbst der Staat ist und dann noch eine Nation hat, wo man hinfliehen kann, wenn es doch juristisch zu heiß wird in der Nation, die man ausnimmt für persönlichen Profit. In gewisser Weise stimmt natürlich auch wieder auf der Metaebene, dass jeder Nationalstaat Mafiapolitik betreibt, z.B. in Form von Geheimdiensten. Deshalb versteht sich der BND (Organisation Gehlen) auch so gut mit dem Mossad.

          Bei Kuhn und GS stimmt einfach was nicht in deren Machthierarchie, bzw. wie sie den Stand von Eliten bewerten.

          Zusammenfassend noch einmal zur Methodik:

          VTler (Wissenschaftler, Kriminologen), die was taugen, geben sich viel Mühe, meistens irgendwelche persönlichen Netzwerke offenzulegen und deren Handlungen. Die Marxisten vom Gegenstandpunkt kommen von ihrer Theorie und einer Metaebene, berufen sich auf alte Studien von Marx? Beides hat seine Berechtigung, man kann sich, wenn man viele Daten hat, schon mal überlegen, ob es Muster gibt, ob man das von einer bestehenden Theorie aus macht, also eher top-down oder von unten nach oben aufgrund von empirischen Daten.

          Das ist ähnlich wie die Frage, wenn man was ändern wollte an Politik, ob man das besser als Insider oder Outsider macht. Beides könnte je nach Umständen funktionieren.

          Ich lasse mir nur nicht gerne sagen, ich solle doch Insider werden, wenn ich z.B. das Werken von politischen Parteien sehe oder hier, dass der Mossad nur ein Instrument der demokratisch gewählten Politiker Israels wäre. Nein, es ist umgekehrt: Die Politiker (Angestellten) sind ein Instrument der Old Boys-Netzwerke (Alumnis). Deshalb hat auch jede Partei eine Stiftung, wo Geld reinkommt und bestimmt wird, was ihre Politik wird. Das wird dann nur „vergessen“, den einfachen Parteimitgliedern unten in der Hierarchie mitzuteilen, wieviel schon im Voraus festgelegt ist und wer das eigentlich bestimmt hat.

  10. Verschwörungstheorien? Ich hätt da grade was parat:

    Wenn Fakten zu Verschwörungstheorien werden

    Der Vorwurf, ein „Verschwörungstheoretiker“ zu sein, kann seine ausgrenzende und stigmatisierende Wirkung nicht allein durch die Verklammerung mit den Themen Rassismus und Pseudowissenschaft erzielen, sondern nur in Verbindung mit der Bedeutung des Wortes „Verschwörung“ selbst. Um diese Bedeutung zu erfassen, ist der Blick auf reale und eingebildete Verschwörungen in der politischen und strafrechtlichen Praxis der Vereinigten Staaten zu lenken. Empirische Tatsachen, aus denen Rückschlüsse auf eine strafbare Konspiration gezogen werden könnten, lassen sich präventiv unterdrücken, indem sie als „Verschwörungstheorie“ diffamiert werden.
    CARSTEN FORBERGER, 27. Mai 2020

    Verschwörungstheorie, Verschwörungstheoretiker, Verschwörungsideologe, Verschwörungswahn usw. Als Jurist bin ich es gewohnt, derart wertende Begriffe nur dann zu verwenden, wenn sie zum zugrunde liegenden Sachverhalt passen. Diesen gedanklichen Vorgang nennt man im Juristendeutsch Subsumtion:

    Ein abstrakter Oberbegriff ist durch normative oder deskriptive Merkmale definiert und ein konkreter Sachverhalt wird daraufhin überprüft, ob er unter die Begriffsmerkmale passt. Wegen dieses formalen Vorgehens erscheint die Sprache der Juristen oft trocken und langweilig, sie ist aber auch dadurch gekennzeichnet, dass sie peinlich zwischen Tatsachen und deren Bewertung unterscheidet. Die Fähigkeit, zwischen der nüchternen Beschreibung des Sachverhaltes und seiner Beurteilung zu unterscheiden, ist aber nicht nur in der Rechtsanwendung von entscheidender Bedeutung, sondern auch im Journalismus. Wenn beispielsweise berichtet wird, ein bestimmtes Medium betreibe „Desinformation“, dann ist dies eine Nicht-Information, solange nicht ein Sachverhalt mitgeliefert wird, der sich unter den wertenden Begriff „Desinformation“ subsumieren lässt.
    (…)
    Ereignisverschwörungen

    Schließlich gelten als Verschwörungstheorie Überlegungen und Analysen zu konkreten gesellschaftlichen, politischen oder kriminellen Ereignissen, soweit sie von der regierungsamtlichen Sichtweise abweichen. Genannt seien insbesondere die Themenkomplexe Kennedymord, 9/11, NSU und – momentan im Zentrum der Debatte stehend – „Corona“. Zentrales Merkmal dieser Gruppe von Verschwörungstheorien sind die komplexen Sachverhalte, die den Ereignissen zugrunde liegen. Der Begriff Verschwörungstheorie wird dabei autoritär im Kampf um die Deutungshoheit bezüglich einzelner Fakten und ihrer Bewertung verwendet.

    Um missliebige Äußerungen zu diskreditieren, werden sie mit dem Label Verschwörungstheorie gekennzeichnet. Die negativen Konnotationen der beiden anderen Arten von Verschwörungstheorie – Rassismus einschließlich Antisemitismus und Pseudowissenschaft – werden auf diese Weise an faktenbasierte Aussagen zu konkreten „Ereignisverschwörungen“ angeheftet. Und da die meisten Menschen Rassismus und pseudowissenschaftliche Spinnerei völlig zu Recht ablehnen, wenden sie sich auch von Fakten ab, denen eben dieser Makel anhaftet.

    Warum „Verschwörung“ als Klammerwort?

    Die Verklammerungstechnik erklärt zwar, wie der Vorwurf des Rassismus und der Pseudowissenschaft an sachlichen Äußerungen zu konkreten Ereignissen hängen bleibt. Unklar bleibt aber, warum dafür ausgerechnet der Begriff „Verschwörung“ als Klammerwort herhalten musste. Warum heißt es nicht „Pseudowissenschaft“, wenn es um die Stigmatisierung von kritischen Äußerungen zu 9/11 geht? Oder warum wird die sachliche Auseinandersetzung mit den Argumenten derer, die der Auffassung sind, dass die Coronaschutzmaßnahmen auf keiner wissenschaftlich fundierten Datenbasis stehen und zudem in verfassungsrechtlicher Hinsicht übers Ziel hinausschießen, nicht mit dem Vorwurf der „Rassismustheorie“ geblockt?

    Oder anders gefragt: Was hat das, was man dem Verschwörungstheoretiker vorwirft, mit dem Wort Verschwörung zu tun? Wer soll sich beispielsweise in Bezug auf die Behauptung, die Erde sei flach, eigentlich wozu verschworen haben? Die Erde ist und bleibt kugelförmig, auch wenn sich noch so viele Menschen zusammenschließen und behaupten, sie sei flach. Und worin genau liegt die Verschwörung, wenn man darauf hinweist, dass WTC 7 über einen Zeitraum von 2,25 Sekunden frei, also mit einer Beschleunigung von 9,81 m/s² fiel und daraus schlussfolgert, dass dies nur durch absichtliche Zerstörung des Gebäudes erklärbar ist? Und worin liegt die Verschwörung begründet, wenn jemand feststellt, dass die Privatperson Bill Gates über keine demokratische Legitimation verfügt, 7 Milliarden Menschen impfen zu lassen?

    Hinter dem Begriff „Verschwörung“ verbirgt sich daher eine tiefergehende Bedeutung, der ich nachfolgend auf den Grund gehen möchte.
    (…)
    Vorwurf der Verschwörungstheorie als präventive Verteidigung

    Ein Verschwörer zu sein, steht auf einer Negativskala wahrscheinlich direkt hinter Kinderschänder. Dementsprechend ist es natürlich auch eine Frage der eigenen Ehre, nicht als Verschwörer zu gelten. Wer eine andere Person als Verschwörer bezeichnet, geht also ein hohes Risiko ein, weil er damit rechnen muss, dass sich der Beschuldigte gegen den Vorwurf mit allen Mitteln zur Wehr setzen wird.

    Noch wirkungsvoller, als sich gegen einen bereits erhobenen Konspirationsvorwurf zur Wehr zu setzen, ist eine präventive Verteidigungsstrategie, welche darauf abzielt, dass der Vorwurf gar nicht erst geäußert wird. Steht der Vorwurf der Verschwörung erst einmal im Raum, muss der Beschuldigte reagieren und sich rechtfertigen. Besser ist es also, eine Situation zu schaffen, in der man sich gar nicht erst in die Defensive drängen lässt.

    Effektiv lässt sich dies mit einer Drohung erreichen: Demjenigen, der den Vorwurf der Verschwörung äußern könnte, wird bereits im Voraus klar signalisiert, dass dies negative Folgen haben wird. Man gibt also vorbeugend die Parole aus: „Wage es ja nicht, mich als Verschwörer zu bezeichnen, denn dann bekommst du es mit mir zu tun!“ Und genau dieser präventiven Verteidigungsstrategie liegt die von der CIA nach dem Kennedymord ausgegebene Marschroute zugrunde, Kritik an der Einzeltäterversion als „Verschwörungstheorie“ zu bezeichnen.

    Denn wenn es kein Einzeltäter war, waren es mindestens zwei Täter. Und waren es mindestens zwei Täter, handelt es sich zwingend um eine Conspiracy. Handelt es sich aber um eine Conspiracy, weist diese mangels anderer vernünftiger Erklärungsansätze in Regierungskreise. Wird nun die Regierung beschuldigt, sich gegen ihren eigenen Präsidenten verschworen zu haben, stellt dies den schlimmsten aller denkbaren Vorwürfe dar. Und gegen den schlimmsten aller denkbaren Vorwürfe wird sich die Regierung mit allen nur denkbaren legalen und illegalen Mitteln zur Wehr setzen. Also soll niemand erst versuchen, sich auch nur an den Anfang dieser Gedankenkette zu begeben und zu behaupten, Lee Harvey Oswald könne die Tat nicht alleine begangen haben.

    Intellektuelles Sperrgebiet

    Selbst wenn gar kein konkreter Vorwurf gegen irgendeine Person erhoben wird, sondern allein die Frage gestellt wird, wie es sein kann, dass der vermeintliche Einzelschütze die Kugel von hinten abfeuerte und diese das Opfer von vorne traf, ist das, was Rainer Mausfeld „intellektuelles Sperrgebiet“ nennt, bereits übertreten. Fakten dürfen keine Rolle spielen, weil schon die nüchternen Fakten eine Kausalkette in Richtung des ungeheuerlichen Vorwurfes der Verschwörung in Gang setzen.

    Diese Prinzipien lassen sich ohne weiteres auch auf 9/11 übertragen. Kurz nach den Anschlägen gab G.W. Bush die Richtung vor, indem er vor der UNO verkündete:

    „Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen abzulenken.“

    Es war die Drohung, dass niemand auf die Idee kommen solle, ihn und seine Regierung auch nur ansatzweise des ungeheuerlichen Vorwurfes der Conspiracy auszusetzen. Und zu dieser Beschuldigung wird bereits angesetzt, wenn man sich nur mit den empirischen Daten befasst:

    Wenn WTC 7 über einen Zeitraum von 2,25 Sekunden frei fiel, dann war dies nur möglich, wenn es jedenfalls für diesen Zeitraum keinerlei die Beschleunigung verzögernde, also bremsende Gebäudestruktur mehr gab. Dies setzt voraus, dass alle beim Einsetzen des freien Falles noch vorhandenen senkrechten Stahlsäulen gleichzeitig nachgaben und keinerlei Widerstand mehr erzeugten. Dabei spielt es keine Rolle, ob, wie von Vertretern der „offiziellen“ Theorie behauptet, die innere Struktur bereits vollständig versagt habe und nur noch die äußere Hülle von WTC 7 vorhanden gewesen sei, als der freie Fall einsetzte.

    Selbst der Internetpranger Psiram, der sich als entschiedenster Kämpfer gegen jede Art von angeblicher Verschwörungstheorie versteht, gibt zutreffend an, dass der äußere Ring aus 58 senkrechten Säulen bestand, so dass auch ein isolierter Freifall der Gebäudehülle nur dann möglich wäre, wenn zumindest diese 58 Säulen gleichzeitig jeden Widerstand verloren. Das gleichzeitige Totalversagen von mindestens 58 tragenden Säulen weist wiederum zwingend auf einen absichtlichen menschlichen Eingriff und damit auf eine Conspiracy hin. Da es eine solche nicht geben darf, hat auch der Fakt des freien Falles keine Rolle zu spielen (3) und ist, aus diesem Blickwinkel heraus konsequent, eine bösartige Verschwörungstheorie.

    Dieselbe Strategie auch bei Corona

    Auch im öffentlichen Diskurs um die Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 bzw. Covid-19 lässt sich die präventive Verteidigungsstrategie erkennen: Wenn die virologischen und epidemiologischen Daten, auf denen die massivsten Grundrechtseingriffe in der Geschichte der Bundesrepublik beruhen, bewusst falsch interpretiert oder gar nicht erst erhoben wurden oder wenn auf Basis zutreffender Daten verfassungsrechtlich überzogene Maßnahmen eingeleitet wurden, dann liefe dies in der Konsequenz auf den drastischen Vorwurf hinaus, dass sich die handelnden Politiker und Wissenschaftler gegen die verfassungsgemäße Ordnung dieses Landes verschworen haben.

    Und da die leitgebenden Medien den Regierungskurs zumindest anfangs nahezu kritiklos unterstützten, fällt jede Kritik am Handeln der Regierung auf sie selbst zurück. Selbst sachliche und faktenbasierte Kritik wird deshalb reflexartig mit dem Begriff „Verschwörungstheorie“ gekontert und dabei mit steigernden, aber inhaltlich völlig unsinnigen Adjektiven wie „krude“, „wirr“, „aberwitzig“ ausgeschmückt. Dies ist nichts anderes als die Kapitulation vor einer inhaltlichen Auseinandersetzung, selbstgefällig vorgetragen aus der Position des Stärkeren.

    https://multipolar-magazin.de/artikel/wenn-fakten-zu-verschworungstheorien-werden

    1. Der Schutz der Verantwortlichen steht bei den offiziellen Verschwörungstheorien immer an allererster Stelle.

      Ob jetzt Harald Lesch gutbezahlt öffentlich-rechtlich über UFOs sinniert oder Corona nicht aus dem Labor stammen kann, weil das eine halbe Stunde zu Fuß entfernt vom Markt liegt wo sich alle treffen. Die Behauptungen sind so derart hanebüchen und schwachsinnig, gerade damit die dümmsten und schlechtesten Menschen sie enthusiastisch glauben.

      1. Covid als Biowaffe aus dem Labor, dient vor allem der Bewahrung des Narrativs der tödlichen Seuche, was sie zu keinem Zeitpkt. war, dies um die verbrecherischen Maßnahmen nachträglich doch noch zu legitimieren. Und um es bei Bedarf wieder auszupacken, „der garstige Feind war’s mit seinen Biowaffen“ und wir müssen euch leider alle impfen und seid ihr nicht willig sperren wir euch elektronisch aus, weil anders gibt es sowieso keinen Zugang mehr.

        Und selbst wenn es eine tödliche Seuche gegeben hätte, so waren die ergriffenen Maßnahmen weitab von dem was in so einem Fall tatsächlich vorgesehen war.

        Was tatsächlich geschah, die einfache Umetikettierung der saisonalen Grippe, die spezifische Suche mit einem ungeeigneten Test nach Coronaviren, die zuvor mit den anderen Rhino- und Influenza- unter der Grippe subsumiert waren, ließ sich viel einfacher handhaben.

        1. Mit diesen Beitrag hast du dir gerade die höchstmögliche zu erreichende Zahl an Verschwörer Punkten erschrieben, die dir von Kuhn und seinen Gegenstandpunkten angehängt werden würde.
          Was verständlich ist, denn viele von ihnen, sind und waren ja selbst Teil der Funktionseliten (Forschung, Erziehungswesen, Politik (u. a. Regierungsberater in regierungsnahen Nichtregierungsorganisationen wie der berüchtigten Stiftung Wissenschaft und Politik(SWP)…).

  11. Es reicht doch, nach umfassender Information eins und eins zusammenzuzählen. Warum soll Offensichtliches nicht benannt werden dürfen? Wir sind tatsächlich sehr nahe an der Dystopie von „1984“.

  12. Hatte mir vom Artikel mehr erwartet.

    Man könnte es ja auch mal so formulieren: Jede politische Absprache zum Ziel der Mehrung des eigenen Vorteils, die die offene Bühne sowie die klassischen Formen politischer Entscheidungswege meidet und zwischen politischen Akteuren im Geheimen getroffen wird, ist doch im Grunde bereits eine Verschwörung. Hinter dem Begriff „Verschwörung“ steckt ja der Schwur, mit dem früher politische Verbündete in Hinterzimmern oder wo auch immer ihr Bündnis zu besiegeln suchten. So entstand das Wort.

    Heute schwört man nicht mehr, aber es finden natürlich tagtäglich und überall mehr oder weniger geheime Absprachen statt, die keineswegs dem Geist und oft nicht mal dem Wortlaut der verfassungsmäßigen politischen Regeln entsprechen.

    Es wäre grob naiv anzunehmen, dass das zwar im Kreisverband von Partei XY oder im Rathaus von Entenhausen so läuft, nicht aber auch auf höheren Ebenen, durch weitaus reichere und mächtigere Bündnispartner und in größeren Dimensionen.
    Das Komische ist bloß, dass man es in Entenhausen und im Kreisverband der Partei xy nicht „Verschwörung“ nennt und diesbezügliche Erklärungstheorien nicht zu veralbern sucht , sondern nur dann, wenn es sich um mächtige Akteure handelt.

    Vollkommen klar, dass solche mächtigen Akteure ein Interesse daran haben, dass über ihre Absprachen und Pläne nichts bekannt wird und dass sie das öffentliche Nachdenken über solche Absprachen durch allerlei Methoden lächerlich machen wollen – etwa das Framen mit den „Verschwörungstheorien“ von UfO-Gläubigen oder irgendwelchen anderen Spinnern.

    Bei den Verschwörungstheorien ist es nun allerdings so, dass es da viel Spreu gibt und eher wenig Weizen, denn es liegt ja in der Natur der Sache, dass man über geheime Absprachen wenig erfährt … !
    Insofern kann man sagen, dass es gewiss zuhauf Verschwörungen gibt und auch solche mit ganz erheblichem Umfang – mir fallen da etwa gewisse Vorkommnisse um 2020 ein – dass aber längst nicht jede erklärende Theorie zielführend ist.

    Und dann gibt´s natürlich noch jene naiven Verschwörungstheorien, die irgendwelche Mythen konstruieren, daraus einen Schuldigen benennen (z.B. DER Kapitalismus) und dann monokausal damit fast alle Nöte der Welt erklären wollen.

    1. Guter Pkt. WW, der Kapitalismus ist quasi eine der Ur-Verschwörungen. Die Minderheit der Besitzenden, die sich gegen die Mehrheit der Nichtbesitzenden verschworen hat:

      Im Kapitalismus nehmen die Habsucht und das parasitäre Mehrhabenwollen , das die antiken Griechen als Pleonexie bezeichneten und als zerstörerisch für eine Gesellschaft ansahen, die sich aus der Geldwirtschaft ergebende Form der »Bereicherungssucht« an. Diese ist die dem Kapitalismus gemäße Form der Pleonexie. Zweck kapitalistischer Prozesse der Produktion und Akkumulation ist keineswegs der Konsum oder eine Wohlstandsvermehrung. Zweck ist die Kapitalverwertung, bei der Geld in Kapital verwandelt und aus Kapital mehr Kapital gemacht wird. Die damit verbundenen Bereicherungssucht ist das Treibmittel des Kapitalismus. Somit gehört es zur Funktionslogik des Kapitalismus, dass er die Minderheit der Besitzenden rigoros vor den Veränderungswünschen der Mehrheit schützen muss. Der Kapitalismus ist auf den autoritären Schutz seiner Eigentumsordnung angewiesen und kann sich daher aus sich heraus niemals eine demokratische Legitimation verschaffen.
      Der Kapitalismus erzeugt zwangsläufig extrem asymmetrische Macht- und Besitzverhältnisse und damit extreme soziale Ungleichheit sowie daraus resultierende gesellschaftliche Spannungen.
      (Rainer Mausfeld, Hybris und Nemesis – Wie uns die Entzivilisierung von Macht in den Abgrund führt – Einsichten aus 5000 Jahren, S. 275)

      Danke für die Anführung. Mal so interessehalber, für wen arbeitest du eigentlich?

    1. Doch, doch es existieren Verschwörungstheorien, wobei dieses eher Theorien sind, wie man noch mehr Profit (auch gerne auf illegale, ethisch oder moralisch verwerfliche Weise etc.) machen kann, diese werden dann umgesetzt, wenn man zu dem Schluss gelangt, das der Profit die Kosten übersteigen (und man damit davon kommt), wobei sich im Nachgang (nach der Umsetzung der Theorie) dann doch geirrt (bzw. verspekuliert) haben könnte und die Kosten eben den Profit übersteigen.

  13. Pures Framing, schon im ersten Satz – Zeitverschwendung.
    Der Artikel macht Verschwörungen auch nicht unwahrscheinlicher, außer für den Herrn selbst.
    Was hat er eigentlich für ein Problem damit? Israel und die USA haben sich gegen den Iran verschworen, während Friedensverhandlungen online liefen. Für Kuhn: Keine Verschwörung – gehen sie weiter…
    I would LMAO wenns nicht so traurig wäre.

    1. Das Argument von Kuhn war, dass die USA den Iran wegen der inhärenten Logik des Kapitalismus eh angegriffen hätte. Dazu bräuchte es keine Bösen und keine Verschwörung. Das wäre ganz normal. Das stimmt auch auf der Metaebene, dass der Iran nicht konform war für den amerikanischen Kapitalismus, weil ihre Regierung sich der Kontrolle des US-Imperiums versucht zu entziehen, und deshalb automatisch ein Kriegsopfer der USA wird.

      Auch ist es richtig, wenn ein Konsument der Mainstream-Propaganda folgt, sich im Kleinen verheddert und vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Die Kritik stimmt aber nicht bei Leuten wie Amar, die über Internationale Politik und deren Geschichte, gerade deren wichtige Details und Nuancen, besser Bescheid weiß als Kuhn. Kuhn macht einen Strohmann auf und vergleicht Amar mit irgendeinem Dödel mit niedrigem IQ, der wirklich an wirres Zeugs glaubt oder wie z.B. der Wirth weiter oben nicht wahrhaben will, dass der Angriff auf den Iran was mit dem amerikanischen Kapitalismus zu tun hat und nicht mit den Wickelmützen und langen Bärten der Mullahs.

    1. ich mach mal ne „jede(r)“
      1. ich hab michas nicht gelesen (kann mir aber „in etwa“ ausmalen, was/wie da steht)
      2. „der witz ans janze“ ist halt:
      das einzige mittel der je unterworfenen ist dasselbe, lohnarbeitsverweigerung…..streik……weg mit der lohnarbeit…..weg mit „geld“…..naja, der ganze kram…. 😉 …halt auch gegen „potente verschwörer“…..
      klein v is eben auch „abhängige variable“ bei all den verschwörungen….

      gutnacht

  14. So einen, Entschuldigung, dümmlichen und leicht zu wiederlegenden Artikel habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
    Er würde viel besser in den Spiegel, der Bild oder ähnliches passen.

  15. Wir im Westen werden von Leuten regiert, die kleinen Kindern die Zähne ziehen lassen, um zu verhindern von diesen Gebissen zu werden, während irgendwelcher Orgien. Man kann davon ausgehen das diese Kinder im Anschluss genauso entsorgt werden wie leere Sektflaschen.
    Also ich sehe da schon irgendwas böses drin und eine Verschwörung.
    es wird erpresst und alles getan um macht nicht mehr abzugeben, aber am Ende auch um sich nie verantworten zu müssen, Das geht nur in einer Verschwörung und das religiöse ist, wie unsere eltiten daran festhalten und es nicht unterlassen wollen..

  16. Eine Theorie ist in der Wissenschaft eine Hypothese, die durch Messungen und Beobachtungen bestätigt wurde. Und was ist eine Verschwörungstheorie? Genau…

    1. Eine Theorie ist in der Wissenschaft eine Hypothese, die durch Messungen und Beobachtungen bestätigt wurde. Und was ist eine Verschwörungstheorie? Genau…

      Ich zitiere mal Wikipedia:

      Eine Theorie ist im umgangssprachlichen Gebrauch eine durch spekulatives Denken oder eine durch Interpretation von Sachverhalten oder von Aussagen gewonnene Erkenntnis.[1] Häufig bildet sie im Ergebnis ein geordnetes System von Grundsätzen bzw. Hypothesen, aus denen sich weitere Erkenntnisse ableiten lassen.[2] Dies entspricht auch dem traditionellen Aristotelischen Verständnis von Theorie als einer dem Geist wesentlich zukommenden Tätigkeit des Anschauens einzelner Bereiche der Wirklichkeit um ihrer selbst willen, als Betrachtung ohne Zweckdienlichkeit.[3] Oft meint Theorie auch das Ergebnis dieser Tätigkeit. Während jede Theorie zunächst als subjektive Theorie hervortritt, erlangen etablierte (objektive) Theorien das Stadium einer Lehre oder Doktrin.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie

      Eine Theorie ist also nicht etwas Bewiesenes, sondern „nur“ etwas plausibel Belegtes (im besten Fall). Die Evolutionstheorie ist z.B. sowas, man kann die Mechanismen derselben in der Natur beobachten und sie ist plausibel, sie wird aber niemals endgültig verifiziert werden können, weil es unmöglich ist, die ihr (und nur ihr) zugeschriebene „Entstehung der Arten“ nachträglich zu beweisen. Gäbe es z.B. etwas wie Negentropie in der Entwicklung (eine andere Theorie, für die durchaus auch einiges spricht), würde die Evolutionstheorie zumindest sehr an Bedeutung verlieren.

      1. „Eine Theorie ist im umgangssprachlichen Gebrauch …“

        Weiter mit Wikipedia

        „In diesem umgangssprachlichen Gebrauch bildet der Begriff den Gegensatz zur Praxis.“

        Wikipedia schreibt aber noch mehr:

        „Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch ist Theorie ein System begründeter Aussagen und Gesetze, das geeignet ist, eine große Zahl an sinnlich wahrnehmbaren Phänomenen nach (objektiv erkannten) Regelmäßigkeiten zu klassifizieren,[8] im Idealfall diese Regelmäßigkeit auch zu erklären und Prognosen über zukünftige Ereignisse zu erstellen.[9]“

        Die Evolutionstheorie ist keine plausible, sondern eine begründete und wissenschaftlich umfassend belegte „wissenschaftliche Theorie“ im Sinne einer Tatsache.

        Du verbreitest Halbwissen, vermengt mit ideologischer Irrationalität und trägst zur Verdummung der Menschen bei. Aber sich über die Dummheit anderer aufregen.
        Das ist nicht mehr lustig.

        1. Du verbreitest mal wieder rabulistisches Geschwätz.

          Ich habe jetzt leider keine Zeit, das mit dir auszudiskutieren, zumal du auf mein Beispiel gar nicht eingegangen bist, sondern dir nur wieder irgendwas rausgepickt hast, was du zu widerlegen können glaubst.

          Dann glaub halt, dass eine Theorie eine bewiesene Sache ist, ist mir ziemlich wurscht, für mich ist sie das nicht.

          1. Selbstverständlich hast du keine Zeit dafür, das von dir verbreitete Halbwissen richtigzustellen. Du hast noch nicht mal eine Ahnung davon, was eine wissenschaftliche Theorie ist, und wie wissenschaftliche Theoriebildung geht.

            Deine Dummheit ist immanent. Und das werde ich hier weiterhin für alle Leser dokumentieren.

          2. eine Theorie ist eine Hypothese, die nicht widerlegt werden kann bzw. noch nicht konnte.
            Die Gravitationstheorie kann man nicht beweisen, es gibt aber kein Experiment, das ihr Nichtfunktionieren zeigt-dann wäre sie weg.. Etc. pp.

  17. Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, was für ein platter Text.
    Da hört sich jemand offenbar gerne selbst reden. Und da es hier ja regelmäßig mehr um Quantität als um Qualität geht, passte das wohl gerade. Ich hätte da dementsprechend eine ungemein substanzielle Replik :
    Musik! 1,2,3,4
    Ich wünsch mir ’ne kleine Miezekatze
    für mein Wochenendhaus
    der schenk ich eine Luftmatratze und eine Spielzeugmaus
    Ihr singt dauernd solche Liebeslieder vorne und hinten mit Schmalz
    Ach die häng’n mir immer wieder so aus’m Hals

    Uhuhu

    Heute fand ich einen Suppenknochen leider mitten im Dreck!
    Den werd ich mir zu Mittag kochen oder schmeiße ihn weg!
    Ich habe ein paar kleine Haare an meinem Hinterkopf!
    und wenn ich die Geduld bewahre wird es vielleicht ein Zopf!

    Uhuhu

    Heute sitze ich im Staatstheater ganz weit vorne im Pakett!
    denn da singt mein Urgroßvater ganz alleine ein Duett.
    Manchmal möcht ich in Bonn regieren frisch gewaschen und rasiert!
    Dann gehör ich zu den große Tieren auch wenn’s nicht funktioniert!

    So. Damit sollte eigentlich alles gesagt sein. 😛

  18. Hehe, im Rahmen der Meinungsvielfalt wird hier wieder mal der Schwurbel von geisteskranken Faschisten publiziert. Kann man machen,fördert aber nicht unbedingt die Glaubwürdigkeit von overton.

    1. Soziologen haben eben nur einen Hammer: die Beurteilung der Massen (das ist das Hauptthema von Soziologie), also sind alle Probleme Nägel, d.h. liegen in der Masse. Ein typischer Soziologe interessiert sich nicht dafür, welche Fakten für eine Verschwörung sprechen und welche dagegen, sondern er analysiert die Masse und belehrt uns über die Muster, die er da entdeckt zu haben glaubt.

      Darüber habe ich mich schon endlos aufgeregt, aber diese Leute halten sich für superschlau und labern alles in Grund und Boden, obwohl man schon beim Studium sieht, dass das meist nur (zum Linksextremismus neigende) Verpeilte studieren und auch die fachlichen und intellektuellen Anforderungen leider viel zu niedrig sind (wenn das nicht korrigiert wird, wird das Fach irgendwann abgeschafft werden).

  19. Unter Verschwörungstheorie wird viel in einen Topf geworfen, das (fast, es gibt einige unten erläuterte Querverbindungen) nichts miteinander zu tun hat. Man muss das trennen. Unter dem Begriff werden 2, nein an sich 3 kausal völlig verschiedene Dinge subsummiert.
    1. Theorien oder Annahmen, die reale Zusammenhänge oder Dinge, welche aber offiziell geleugnet werden, richtig beschreiben oder vermuten. Diese bilden also die Realität richtig ab, ohne sie aus verschiedenen Gründen immer sofort vollständig beweisen zu können. Sie erweisen sich langfristig oder in der Rückschau fast immer als richtig.
    2. Theorien die auf fantastischen irrealen Vorstellungen, die nichts mit der Realität zu tun haben, oder auf falschen Deutungen der Realität beruhen. wie hohle Welt, Echsenmenschen. Ein schönes Hobby. In seltenen Fällen können sie aber Elemente der unter Punkt 1 genannten Theorien enthalten, wenn auch oft in verzerrter fantastischer Form.
    3. Theorien, die wie Nr. 2 ebenfalls falsch sind, aber nicht auf fantastischen Deutungen der Realität beruhen, sondern von Herrschern und Eliten gezielt verbreitet werden, um vor den Massen die wahren Zusammenhänge und Absichten zu verbergen. Wie etwa die angebliche Aggressivität Russlands. Dazu können dann aber auch wieder Theorien wie unter Punkt 2. gezielt gekapert werden, z.B die ganze UFO Problematik.
    Diese 3 Fälle muss man also bei jeder Analyse sauber unterscheiden.
    Man kann hier immer nur mit Kant ermuntern sich seines Verstandes zu bedienen.
    Oder auch mit Sherlock Holmes sagen: Wenn wir durch logische Schlüsse das Unmögliche ausgeschlossen haben, so muss das was übrig bleibt die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich und unglaublich uns es auch vorkommt.

    1. Sauber unterscheiden kann man da gar nichts, weil man eben nie genau weiß, was Desinformation und was echte Zeugenaussage ist. Ist jemand, der von satanischen Ritualen der Eliten berichtet, Teil der „counter intelligence“ und betreibt „Brunnenvergiftung“? Ist er lediglich schizophren oder will sein neuestes Buch verkaufen? Oder hat er das wirklich erlebt?

      Dazu können dann aber auch wieder Theorien wie unter Punkt 2. gezielt gekapert werden, z.B die ganze UFO Problematik.

      Soweit ich das wahrnehme, wurde sie nicht gekapert, sondern seit dem Robertson-Panel
      https://documents.theblackvault.com/documents/ufos/robertsonpanelreport.pdf
      https://en.wikipedia.org/wiki/Robertson_Panel
      bewusst und vorsätzlich lächerlich gemacht und zu zersetzen versucht, mit allen entsprechenden Nebenwirkungen. Die Szene hat reagiert, indem sie sich stark professionalisierte und vernetzte, die Informationslage war noch nie so eindeutig, wie heutzutage, es gibt am Phänomen keine Zweifel mehr (außer bei Leuten, die eine nähere Beschäftigung damit verweigern).

      Man kann hier immer nur mit Kant ermuntern sich seines Verstandes zu bedienen.

      Jeder denkt, er wäre rational, aber mind. 90% der Menschen verlassen nie ein einmal gesetztes Framing. Schon gar nicht, wenn das Stigmatisierung bedeutet.

        1. Du bist einer von denen, die eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema vermeiden und immer wieder mit uralten Vorurteilen um die Ecke kommen.

          Die sozialen Netzwerke sind ziemlich sicher voll mit Videos, Insta und so, dort bin ich aber nicht, aber eine der seriöseren Seiten im Netz ist:
          https://www.youtube.com/@Hangar18b/videos
          bzw. speziell zu exotischen fliegenden Objekten:
          https://www.youtube.com/@Hangar18b/search?query=ufo

          Jede Menge Zeugeninterviews, auch Fotos und Videos (Handykameras sind allerdings ziemlich ungegeignet, solche Dinge aufzunehmen, schlechtes Format, schlechte Auflösung, i.d.R. kein optischer Zoom).

          Die Serie „UFO 101“ wäre was für Lesefaule, denn da wird der Stand der Literatur zusammengefasst (i.dR. zu einem bestimmten Fall), teilweise aus Büchern die antiquarisch sind.

          Es gibt auch Interviews mit Robert Fleischer und Harald Havas, die sich im deutschsprachigen Raum am besten mit dem Thema auskennen dürften.

          Aber ich sage dir voraus: du wirst nicht zufrieden sein… warum? Weil weder Fotos noch Videos irgendwas beweisen, sie sind viel zu einfach zu fälschen. Das eigentlich Wichtige ist die Glaubwürdigkeit des Zeugen (und Gott sei Dank gibt es auch glaubwürdige Zeugenaussagen massenhaft, weltweit)…

            1. Weißt du wo das UFO-Tabu herkommt? Es kommt von hier:
              https://en.wikipedia.org/wiki/Robertson_Panel
              https://documents.theblackvault.com/documents/ufos/robertsonpanelreport.pdf

              Unser großer anarchistischer Denker, mit seinem „sie wollen uns alle umbringen“, versucht mich mit einem von der cia etablierten Tabu zu beschämen. Das zeigt nur einmal mehr, wie wenig du eigentlich weißt…

              Abgesehen davon, dass „argumentum ad hominem“ ganz schlechter Stil ist. Aber glaub halt, was du willst, du spielst zum Glück keinerlei Rolle.

              1. Nie gehört, ich habe meine eigenen Quellen und die sind besser als deine und das schon seit 1974.
                Ich nutze nur sehr selten Wikipedia, weil ich sehr intelligent bin und demzufolge auch über ein hohes Bildungsniveau verfüge.
                Wenn ich was nicht weiß, lese ich Fachbücher über das Thema, oder frage eine Quelle meines Vertrauens.
                Außerdem hatte ich bisher immer Recht, ergo, wird das aller Wahrscheinlichkeit auch hier so sein.
                Wie Du sicherlich mitbekommen hast, bin ich seit dem 12.4.2020 nur noch der Wahrheit verpflichtet.

                1. Nie gehört, ich habe meine eigenen Quellen

                  Das waren freigegebene Akten, ich zitiere mal:

                  Current Government Document Page Count Within The Black Vault: 3,838,797
                  You’ve stumbled upon the largest privately run online repository of declassified government documents anywhere in the world. With more than 3 MILLION pages of documents to read, on nearly every government secret imaginable, The Black Vault is known worldwide for getting down to the truth… and nothing but.

                  https://www.theblackvault.com/documentarchive/

                  Der Betreiber ist John Greenewald Jr. und ein Prominenter (mindestens in der UFO-Szene), der schon unglaubliche Mengen an Dokumenten beantragt und teilweise freigeklagt hat.

                  Außerdem hatte ich bisher immer Recht, ergo, wird das aller Wahrscheinlichkeit wird es auch hier so sein.

                  Nicht dass ich dich schonmal beim „Recht haben“ erwischt hätte, so gut wie immer kommt nur dünnes Geschwätz und Glaubenssätze.

                  Wie Du sicherlich mitbekommen hast, bin ich seit dem 12.4.2020 nur noch der Wahrheit verpflichtet.

                  Dem, was du für selbige hältst zumindest, offenbar fallen freigegebene Akten nicht mit darunter?

                  Ich bin der „Wahrheit“ schon seit meiner Geburt verpflichtet und habe nicht erst mit Corona damit angefangen. Ein ziemlich dämlicher Spruch, wenn du mich fragst.

                  1. Das ist aber so und die Amis betreiben nur Ablenkung.
                    Ich gehe davon aus das die den ganzem Blödsinn dann auf die Außerirdischen schieben wollen, wenn was schiefgeht oder ähnliches.
                    Wohl auch zu viel EXO-Magazin geschaut.
                    Das ist auch so eine Ansammlung von Verrückten im deutschsprachigen raum.
                    Wie schon mal erwähnt, bin ich ja auch der Meinung, dass sehr wahrscheinlich noch nie ein Mensch den Mond betreten hat.

          1. Scheinregen

            Du bist einer von denen, die eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema vermeiden und immer wieder mit uralten Vorurteilen um die Ecke kommen.

            Es gibt kein UFO-Forschungs-Tabu.
            Das ist schon mal der erste Blödsinn.

            Seit das Smartphone inclusive Kamera in aller Hände ist, ist die Anzahl der UFO-Sichtungen nicht äquivalent gestiegen. Das Merkmal von Dummheit ist, Fakten zu ignorieren.

  20. Warum nicht gleich ein Artikel von Michael Butter („Verschwörungen kann es gar nicht geben“) oder Pia Lamberty bzw. direkt aus dem CeMAS, der amtlichen Verschwörungen-gibt-es-nicht-Stiftung?

    „Michael Kuhn ist pensionierter Sozialwissenschaftler. “ Hilft auch nichts. Blöd bleibt halt blöd.

  21. Warum wandert dieser Artikel eigentlich immer mit nach oben, anstatt wie jeder andere in der Versenkung zu verschwinden? Ich hab das Ding ständig auf Plastz 2 od. 3.

    NERVIG!

  22. Könnte auch in der BILD unverändert veröffentlicht werden.

    „Wissenschaftler“? Könnte er nicht eher Probleme mit seinem Verstand haben?

  23. Die bloße und unzweifelhafte Existenz von Geheimdiensten, die auch selbst aktiv werden (statt nur „aufzuklären“) macht jede Verschwörungstheorie erstmal grundsätzlich plausibel. Es reicht dazu, die bekannt gewordenen Operationen des cia anzuschauen (wahrscheinlich nur der Gipfel eines Eisberges):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Central_Intelligence_Agency#Bekannte_Operationen
    um einen groben Überblick darüber zu bekommen, bei was und wo die aktiv sind: überall und bei allen wichtigen politischen Ereignissen, zumal das cia nur eine dieser Verbrecherorganisationen ist und jedes Land mind. einen unterhält.

    Solange das der Fall ist, kann man ausschließen, dass so etwas wie Demokratie oder Rechtsstaat wirklich durchgesetzt wird (und das ganz unabhängig vom Gesellschaftssystem, von wegen „Kapitalismus“ als Alleinerklärung).

  24. Als ich den Artikel sah, dachte ich mir, das kann eigentlich nur was ganz, ganz Dämliches sein. Aber ich habs trotzdem versucht und natürlich nur bestätigt gefunden was ich befürchtet habe. Erfreulich waren alerdings die Kommentare von denen ich nur die ersten gelesen habe und sie waren wenigstens sehr viel wenihger dumm!

    Und irgendwann kam dann auch noch dieser Satz, den ich eigentlich vermutet und erwartet hatte: „Das Fatalste dieser Theorien von Bösewichten, die im Hintergrund ihre Spielchen nicht für, sondern mit der Politik treiben, ist, dass damit dem Bürger ein Bild gemalt wird, das ihm jede Eingriffsmöglichkeit in den Lauf der Dinge entzieht.“

    Ja, wo kämen wir denn da hin, wenn die Menschen tatsächlich den real existierenden Machtverhältnissen ausgeliefert wären, ohne je etwas daran ändern zu können, dann hätten alle Klugschei**er wie sie, Herr Kuhn, keine Möglichkeit mehr in ihrem Job die Menschen weiterhin so dumm zu halten, wie sie das erfolgreich bei, sagen wir mal: 90% erfolgreich tun.
    Die Mehrheit glaubt ihren Mist von Demokratie und deren Möglichkeiten und beweist ihre Dummheit schon beim Wahlverhalten. Können sie uns ein Volk nennen, dass es geschafft hat sich in der Gegenwart eine Regierung zu wählen, die die Interessen der Bürger vertritt? Und sie bestärken sie in ihrer Dummheit in dem sie den Menschen ihren Schwachsinnigen Positivismus in den Allerwertesten blasen.
    Figuren wie sie, gab es immer schon und an jeder Universität. Sie kotzen mich an !

  25. Es gibt ja etliche Phänomene, von denen behauptet wird, es gäbe sie, aber noch keiner hat sie jemals gesehen:

    Das Ungeheuer von Loch Ness.

    Den Yeti.

    Oder die Kritik an Israel, die nicht „antisemitisch“ oder „verschwörungstheoretisch“ oder „antisemitisch verschwörungstheoretisch“ ist.

    Die Existenz der Zahnfee ist jedenfalls realistischer. Mir ist es jedenfalls noch nie untergekommen, dass derlei Kritik möglich wäre, ohne gleich auf die ganz große Keule zu stoßen.

    @Overton: Was ist los mit Euch?

    1. Es gibt ja etliche Phänomene, von denen behauptet wird, es gäbe sie, aber noch keiner hat sie jemals gesehen

      Da muss ich widersprechen, es gibt sogar unzählige Bilder und sogar Videos. Was da dran ist, kann man natürlich immer streiten, so lange die „offizielle Wissenschaft“ noch keinen eindeutigen Beweis hat (und teilweise die Beschäftigung mit solchen Themen ablehnt). Ich zähle Yeti und Nessie großzügig in den Bereich „mutmaßliche paranormale Phänomene“, einige Berichte deuten nämlich eindeutig in diese Richtung (zumindest beim Yeti, mit Nessie habe ich mich nie näher beschäftigt).

  26. Ich nehme den Herrn Kuhn doch etwas in Schutz: Die Allermeisten hier verstehen gar nicht, dass er nicht nur Soziologe ist, sondern auch Marxist. Deshalb hätte er eben auch nie in der BILD oder irgendeinem Springer-Medium eine Chance. Das ist als eine Kritik von Links oder ganz Links gedacht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/GegenStandpunkt

    Das Ärgerliche mit den Leuten vom Gegenstandpunkt ist – wobei ich nicht weiß, ob er voll dazugehört – dass man zu (gefühlt) um die 90 % mit denen übereinstimmt und die dann wegen Details wie Verschwörungstheorie oder sowas wie Banalität des Bösen eine riesen Diskussion oder gar Streit führen, wo man sich am Ende denkt, bin ich halt kein „Linker“ oder will mit diesen Marxisten nichts mehr zu tun haben bei der Haarspalterei.

    Teilen von denen geht es auch so, wie z.B. dem Nadim bei der Kritik an Israel als selbst Betroffener, der einen palästinensischen Elternteil hat. Wenn man z.B. von so Antideutschen (Gegner von den GSP eigentlich immer) als Antisemit beschimpft wird, will man doch mit solchen „Linken“ nichts zu tun haben und fragt sich ernsthaft, ob man sich noch als Linker bezeichnen sollte oder bezeichnen lassen will.

    Oben wurde seine Kritik, bzw. Interviews von 99zueins zu „global masterminds“ z.B. zu einer Kritik an Foucault verlinkt. Das kann auch durchaus lustig sein für den Außenseiter, wenn er sich an Foucault abarbeitet. Der Aufschrei von Akademikern, die Foucault oder Frankfurter Schule studiert haben, wenn die vom GSP kritisiert (verrissen) werden, da würde ich Popcorn und Bier bereit stellen.

    Wie ich schon schrieb, wäre in der Hinsicht auch Gabriel Rockhill interessant, quasi ein Aussteiger aus der französischen Schule. Das sind aber auch Diskussionen, um Philosophie, wenn man wie ich, nicht selbst die Literatur ausführlich studiert hat, kommt man nur beschränkt mit, bzw. kann das nicht wirklich beurteilen.

    Das Timing von dem Artikel ist auch echt schlecht. Da ist er selbst schuld. Wir brauchen nicht weniger Beschäftigung mit dem Epstein-Netzwerk, sondern mehr. Seine Kritik ist zum Teil berechtigt. Wenn man heute nach „Epstein Files“ sucht, ersäuft man in einem Tsunami an Klickbait und KI-Slob. Es gab aber andererseits so viele Prozesse und darin so viele Beteiligte, dazu investigative Journalisten, die schon 20 Jahre sich damit beschäftigen wie Nick Bryant oder Julie K. Brown. Die sind natürlich keine Marxisten. In die Richtung, wie Politik funktionieren sollte, haben diese investigativen Journalisten oft doch sehr naive Vorstellungen. Die treten auch bei z.B. Shaun Attwood auf, der am Ende ein britisches Klatschportal betreibt, nennt man „True crime Genre“, wobei es dem gerade egal ist, ob eine Geschichte wahr oder erfunden ist, Hauptsache spannend und die überbieten sich mit immer dramatischeren, dann doch offensichtlich unwahren Geschichten.

    1. “ dass er nicht nur Soziologe ist, sondern auch Marxist“

      Na, da haben wir ja den Salat.

      Aber klar, für „links“-verdrehte ist ein Marxist natürlich ein Heiliger dem man Butter und Honig ums Maul schmieren muss und der in der Sänfte herumzutragen ist …

      „Links“-marxistisch ist sowas von vollverblödet, es lässt sich gar nicht mehr ausdrücken

      1. Und, ach, ganz vergessen:

        Marx beschreibt ja eine große Verschwörung – und dann kommen allen erstens Marxisten daher und behaupten, Verschwörungen gäbe es nicht

        ROFL

        blöd, blöder, am linksmarxesten

  27. Deutschland, die EU und alles was diese ‚Führer’zu verantworten hatten, ist keine VT, sondern Realität.
    Yugoslawien, Irak, Lybien oder sonstige Ereignisse davor…, waren VT’s?
    Nein, die Realität ist die Verschwörung im Antlitz unserer Zeit, verursacht von den herrschenden.
    Diese herrschenden, Vorsicht VT’s, sind täglich, seit Jahrzehnten visuell, höhrisch über alle Kanälen gelaufen,
    Sollen die Bürger, dieser Willkür etwa als VT betrachten, wenn Hillary Klinton einen visuellen Orgasmus erleidet ?
    Herzlich willkommen in der Simulation…

  28. Ich hab schon bei meinen wenigen Auftritten in der Schule mit meinen Mitschülern über Däniken gelacht.
    Das war dann aber meist schon die einzige Gemeinsamkeit. 😉

    1. Im Ggs. zu dir hat der Mann ganze Generationen geprägt und viele seiner Hypothesen sind durchaus im Bereich des Möglichen…

      1. Jaaa. sischer doch…..Damit hast Du dich endgültig lächerlich gemacht.
        Ich weiß noch zugut wie ich mit meinen damaligen Kumpels darüber gelacht habe…so wie heute…kicher…. Außerirdische.. lol einfach zu blöd…

        1. Ich habe genau ein Buch von Däniken gelesen, da steht für alle gut sichtbar der hanebüchenste Schwachsinn drin. Ich verstehe ehrlich nicht, wie man den schriftlich offen dargelegten Blödsinn überlesen kann!

    2. Däniken zu verlachen ist so niedrigstes BILD-Niveau. Aber du glaubst ja auch sie wollen dir alles nehmen und das seit über 50 Jahren…
      Bin auf deinen dämlichen Gesichtsausdruck gespannt, auch wenn ich ihn nicht sehen werde: hast maximal noch fünf Jahre ohne Außerirdische. Versprochen.

      1. Wofür sollten Ausserirdische diesen Aufwand betreiben, ausgerechnet uns aufsuchen zu wollen?

        Versprechen hat auch etwas mit einhalten zu tun, wenn es nicht blosses Gewäsch sein soll…

  29. Die Verschwörung IST die Regel! Gerade in Politik, Medien, Wirtschaft…

    Der ganze Ansatz dieses Artikels ist falsch und diffamierend.

  30. Was ist denn hier los?

    Was ist eigentlich verkehrt an Verschwörungstheorien? Der Fehler ihrer Erklärungen besteht darin, unschöne Ereignisse aller Art, vorzugsweise unschöne politische Ereignisse, damit zu erklären, dass diese nie und nimmer das Ergebnis des normalen Laufs der Dinge sind, sondern hinterhältige Menschen mit auserlesen bösen Absichten diese hinterrücks herbeigeführt haben.

    Halten hier alle, die den Artikel verreißen, den unschönen Lauf der Dinge für das Ergebnis von Verschwörungen?
    Weil das Leben im Kapitalismus ohne Bösis ein Ponyhof wäre?
    Weils im Kapitalismus nichts Schlimmeres als Bösis gibt, die sich verschwören, um Bösi-Sachen zu machen?
    Nicht im Ernst, oder?

    Die Aussage ist doch klar: Kapitalismus braucht keine Verschwörungen, um ein einziges beschissenes Elend zu sein, und das beschissene Elend ist die Gesellschaftsform, nicht die Verschwörungen, die noch als Kackekringel obendrauf schwimmen mögen.
    NICHT: Es gibt keine Verschwörungen.

    1. Ach, und Kapitalismus ist keine Verschwörung Weniger gegen die Mehrheit? Die wollen nur spielen?

      dumm, dümmer, am linksmarxsten

      1. Immer, wenn man denkt, dümmer geht es nicht … VERSCHWÖRUNG? – Kapitalismus?! Ja nee, is klar 😀
        Die Regeln der ach so herrlichen Veranstaltung liegen ja wohl für alle klar zutage. Noch nie irgendwen gefragt, was er davon hält, Junge? Aber ich. Die Leute sind allerstrammstens dafür. Dass die nicht „Mark heil“ rufen, ist alles.
        Beste, tollste Versorgung für alle! Soziale Marktwirtschaft! Rechtsstaatlichkeit! Demokratie! Herrlich! Alle können reich werden, und wer es nicht ist, hat höchstpersönlich versagt oder wollte eben nicht! Ist faul und doof! Nur linxversiffte Sozialneider und Versager können dagegen sein, und zwar aus reiner Renitenz! Dies ist der Gipfel der Zivilisation! Oder willst du etwa die DDR zurück!!!1
        Alles gehirngewaschene arme Hascherl, wie? Können ja nicht denken, was?

        dumm, dümmer, am ratzefatzelsten

        1. Nochmal für alle.
          Eine „Marktwirtschaft“ ist per se nicht sozial.
          Wer das schon nicht begreift, geht seit fast 80 Jahren von falschen Voraussetzungen aus.

  31. @Overton Redaktion
    „Ganz einfach: für ihren Beweis, wie böse der Kapitalismus ist. Zum Beispiel so, dass man für diesen Beweis mit dem Aufdecken von Verschwörungen lauter Bösewichte entlarvt, die für das Elend der Welt, vor allem so etwas wie Kriege, verantwortlich sind.“

    Nee, ist klar: Wir sind frei von jeglichen Bösewichten, ohne welche wir weniger Elend auf der Welt hätten. Welch‘ ein billiger Artikel!

    Wie oft habe ich hier beispielsweise erklärt, das diese ewigen, meist extremen Ansagen Trumps, etwas entschieden ändern zu wollen (um es später zu relativieren bzw. zu vertagen), die Börsen auf und ab treiben, wovon in erster Linie Insider profitieren, also Trump selbst & sein direktes Umfeld (seine Buddies)? Das Trumps Sorge nicht etwa seinem Land und den US-Bürgern gilt, sondern primär seiner eigenen Bereicherung? Hierzu eine aktuelle Meldung von ‚The Cradle‘ (hier im nachfolgenden Link in deutscher Übersetzung):

    https://thecradle-co.translate.goog/articles/israel-probes-polymarket-trader-who-forecast-start-of-iran-war?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

    „Das Weiße Haus dementierte jeglichen Zusammenhang zwischen diesen Geschäften und Personen aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump…“ Das ich nicht lache!

  32. Einerseits trifft der Artikel für mich einen Punkt. Verschwörungstheorien personifizieren systemische Dynamiken. Sie projizieren Akteurshandeln auf Phänomene, die sich durch Strukturen, Anreize und emergente Effekte erklären lassen. Wer alles auf einzelne Bösewichte zurückführt, hält die Vorstellung aufrecht, das System selbst sei im Grunde in Ordnung, es werde bloß von den falschen Leuten bedient. Das lenkt den Blick in die falsche Richtung und lähmt dort, wo es auf Veränderung ankäme.

    Anderseits macht der Artikel meiner Einschätzung nach spiegelverkehrt genau das, was er anprangert. Er ersetzt die Benennung konkreter Akteure durch eine abstrakte Formel, die nirgends konkretisiert und nirgends am Gegenstand geprüft wird. Die Formel funktioniert als Joker, der alles erklärt, ohne etwas zu zeigen. Wer über sie hinaus konkrete Machtausübung benennt, steht in Kuhns Logik als jemand da, der das System nicht begriffen hat. Das immunisiert die Abstraktion gegen jede empirische Herausforderung – dieselbe Geste, die Kuhn den Verschwörungstheoretikern vorwirft, nur in die andere Richtung.

    Bemerkenswert finde ich auch, was in dem Artikel fehlt. Keine Differenzierung zwischen paranoiden Phantasiegebilden und empirisch gestützter Machtanalyse. Kein einziges Datum aus den Epstein-Akten, die im besprochenen Video eine Rolle spielen. Keine Erwähnung der dokumentierten Geschichte des Begriffs „Verschwörungstheorie“ als Instrument der Diskurssteuerung. Bei einem pensionierten Sozialwissenschaftler sind das keine Wissenslücken. Es sind auffällige Auslassungen.

    Was mich an der Debatte zwischen Artikel und Kommentaren am meisten beschäftigt, ist jedoch, dass beide Seiten nur einen Teil der Wirklichkeit erfassen und beide den jeweils anderen Teil ausblenden. Der Verschwörungstheoretiker sieht das System als in Ordnung und die Akteure als Problem. Der Systemtheoretiker sieht die Akteure als irrelevant und das System als einzigen Erklärungsrahmen. Beide absorbieren intellektuelle Energie und lenken von der weiterführenden Frage ab, ob die Art, wie wir als Menschen unsere Gesellschaften organisieren, unseren Bedürfnissen angemessen dient. Oder ob die Organisationsformen selbst das eigentliche Problem sind, dem gegenüber Akteure und Systemlogik gleichermaßen Symptome darstellen.

    Ich habe den Artikel zum Anlass genommen, meine Gedanken mit Unterstützung eines Sprachmodells ausführlicher in einem Essay zu entwickeln: https://x.com/koku0815/status/2028752925074272503

    1. Respekt für diesen analytischen Kommentar. Daß er arg „systemtheoretisch“ an bürgerlichen Sozialwissenschaften, namentlich „politologisch“, orientiert ist („Organisationsformen“), mag ich ihm des Formates halber gar nicht ankreiden.

      1. Imperialismus, von der Seite seines Personals genommen, besteht in nichts anderem, als einem gewaltigen Geflecht aus Verschwörungen der Kapitaleigentümer und der Funktionseliten in und zu ihm. Das hat bereits Adam Smith so hingesagt, auch wenn es zu seiner Zeit noch gar keinen Imperialismus im rezenten Sinne gab. Die „Kunst“, das Zeug zu durchschauen, besteht in der (De- und Re-) Konstruktion der Motive der Beteiligten aus dem politökonomischen Zusammenhang der Verschwörungsgründe, und dieser politökonomische Zusammenhang ist eine destruktive Reproduktion aller beteiligten Gemeinwesen. Der destruktive Charakter kapitalistischer Reproduktion ist der allgemeine Grund für die Formbestimmungen der Verschwörungen.

    2. Wer alles auf einzelne Bösewichte zurückführt, hält die Vorstellung aufrecht, das System selbst sei im Grunde in Ordnung, es werde bloß von den falschen Leuten bedient. Das lenkt den Blick in die falsche Richtung und lähmt dort, wo es auf Veränderung ankäme.

      Das mag so sein wenn die Gutartigkeit des Systems vorausgesetzt und die konkrete Verschwörung als Einzelfall gesehen wird, als Ausnahme, die die Regel bestätigt. Dann stellt sich allerdings die Frage, warum konservative, also systemerhaltende Kräfte so einen Aufriss um das Thema machen – wenn nicht aus der Befürchtung, aus der Vielzahl belegter Verschwörungen (i.e. Widersprüche) könne irgendwann induktiv geschlossen werden, das ganze kapitalistische System bürgerlicher Staat / westliche Demokratie sei eine einzige große Verschwörung und besagte Einzelfälle nur seine notwendigen konkreten Manifestationen.
      Dafür spricht denke ich die in der populär“wissenschaftlichen“ Literatur zum Thema (insbes. Lamberty) vorgenommene Pathologisierung nicht nur kritischen Denkens sondern des bloßen Versuchs der Erkennung von Regelhaftigkeit schlechthin. Die moderne Welt sei ach so komplex geworden, dass Erkenntnis keinesfalls durch eigene Anstrengung, sondern nur durch vertrauensvolle Übernahme von Expertenwissen zustande kommen könne: „follow the science!“ heißt der neue Schlachtruf der Gegenaufklärung.

      Gruß
      Pirx

  33. @Ruben Schattevoy
    Vielen Dank für die Mühe und das lesenswerte Ergebnis.
    Allgemeinverständlich, kein akad. diskriminierender Angebersprech.

  34. Die Tricks der Verschwörungs-Leugner sind wirklich billig. Sie nutzen ganz enge und ungeeignete Definitionen für Verschwörungen um dann daran zu „beweisen“ dass es solche nicht gäbe.

    Aber erstens behauptet niemand ALLES wäre die Ursache einer Verschwörung. Und zweitens müssen Verschwörer weder in jedem Punkt übereinstimmen und in allem gleiche Interessen haben noch müssen sie in jedem Moment perfekte und gleiche Informationsstände haben und daher immer in ihrem Sinne „ideal“ und gleichartig reagieren.

    Drittens muss eine Verschwörung auch nicht in jedem Punkt geheim sein. Vielmehr sind groß angelegte Verschwörungen immmer darauf angewiesen in Teilen bekannt zu sein. Oft genug werden die offen angestrebten und erreichten Ziele mit vorgeschobenen Begründungen gedeckt. Man denke nur zB an den „Krieg gegen den Terror“. Etc. usw. pp, …

    Aber jeder der den Begriff „Kapitalismus“ benutzt deutet damit schon eine Verschwörung von Kapitaleignern gegen Arbeitende an. Jeder der die Großmedien einigermaßen kritisch betrachtet weiß, dass die Inhaber- und Steuerungsstruktur (Parteikader, …) ihre Interessen gegen die Interessen der Allgemeinheit durchsetzen.

    Jeder, der behauptet, es gäbe keine Verschwörungen behauptet damit zugleich, es gäbe keine Machtstrukturen und es gäbe keine Neztwerke und es gäbe keine gemeinsamen Interessen gewisser einfluss- und geldreicher Kreise, und es gäbe keine Koordination genau dort, wo Möglichkeit und Interessen für Koordination besteht.

    Die Epstein-Daten liefern einen kleinen, kurzen Blick auf solche Strukturen und deren Koordination.

    Jeder nicht verblödete Mensche erkennt schon alleine an institutionellen (CIA, CeMAS, …) und mit viel Personal (Michael Butter, Pia Lamberty, …) betriebenen Bemühungen, Verschwörungen in Abrede zu stellen, dass es offensichtlich Verschwörungen geben muss. Sonst wären diese Massenmanipulationen nicht notwendig und das viele Geld müsste nicht dafür aufgewandt werden.

    1. Jeder, der behauptet, es gäbe keine Verschwörungen

      War klar, dass du dir was aus dem Hintern ziehst, um dann ordentlich polemisieren zu können.
      Sachlichkeit? Doch nicht mit ratzifatzi! Der kann nur brüllen!!!11

      1. So lange das kapitalistische „Konkurrenzdenken“ „Profit und Wachstum“ herrscht, wird es auch Verschwörungen geben.
        Ich denke, ihr habt immer noch nicht verstanden. wie tief kapitalistische Strukturen uns konditioniert haben.
        Nicht umsonst rede ich seit über 50 von Entfremdung.
        Heute nennt man das auch kognitive Dissonanz.
        Trotzdem bleibt auch ein „Burnout“ immer eine Depression.

        1. So lange das kapitalistische „Konkurrenzdenken“ „Profit und Wachstum“ herrscht, wird es auch Verschwörungen geben.

          Naja … wer der propagandistischen Erzählung von einer demokratischen Gesellschaft und einem freien Markt, der alles zum bestmöglichen Wohle aller regle Glauben schenkt (also jetzt nicht Du), der kann die Geschehnisse ja nur als eine nicht endende Kette von Verschwörungen böser Akteure interpretieren … es sei denn, er verliert eben diesen Glauben, und fängt an, die Errichtung dieser potemkinschen Fassadendemokratie als die eine, große Verschwörung zu interpretieren. Wenn er sich dann aber in der Fachliteratur (Blume, Lamberty, Butter, …) zum Thema Verschwörungs-theorien schlau macht, wird er belehrt, dass ein solch gigantisches Projekt unmöglich gezielt von Einzelnen via Verschwörung realisierbar wäre. Dass es offenbar dennoch existiert, beweist dann messerscharf, dass es einfach Ausdruck der uns allen(!) eigenen menschlichen Natur, ergo zu unser aller Besten ist, und jeder Versuch seiner Änderung oder gar Abschaffung schädlich, im Wortsinne unmenschlich wäre.
          Und das war zu zeigen.

    2. Ich meinte statt CIA eigenltich FBI weil die doch die waren, die als erster auf diesen Verschwörungstheoretiker-Delegitimierungstrick kamen, im Zusammenahng mit der JFK-Ermordung.

      Die blanke Tatsache, dass so vehement gegen die Idee angekämpft wird, dass es keine Verschwörungen gäbe, ist der beste Beweis dafür, DASS SIE VOLL AM LAUFEN SIND.

      Sogar so eine dämliche Föhre muss sich da reinhängen. Wenn einem das nicht zu denken gibt ….

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