Vance: „Die Professoren sind die Feinde, die Universitäten feindliche Institutionen“

Wichtiger als Wissen … Screenshot von WH-Video

 

Das Vorgehen der Trump-Regierung gegen Universitäten, die National Institutes of Health oder National Science Foundation, die Absetzung von Forschungsprogrammen und Stipendien, die massenhafte Entlassung von Wissenschaftlern und die Beschneidung der Wissenschaftsfreiheit unter dem Zeichen der Bekämpfung des Antisemitismus, der Eliminierung von Wokeness und der Entbürokratisierung durch DOGE von Elon Musk verändert die Wissenschaft schnell (To Kill a University). Auch Studenten und Wissenschaftler aus dem Ausland müssen fürchten, aus willkürlichen Gründen festgenommen und deportiert zu werden. Einige Wissenschaftler haben bereits die USA verlassen, viele andere bekunden die Überlegung, dies zu machen.

Kaum jemand scheint beachtet zu haben, dass JD Vance, der Jura an der Yale-University studierte, bereits in einer Rede am 2. November 2021 auf der zweiten National Conservatism Conference den Universitäten pauschal den Krieg erklärt hatte. Was die Trump-Regierung jetzt mit dem Blitzkrieg gegen UNiversitäten macht, ist nur die Umsetzung dessen, was Vance ankündigte: ein Unterwerfen und Schwächen des Feindes. Die Universitäten gelten ihm als die primären „feindlichen Institutionen“, die eine konservative Revolution verändern muss, um Kontrolle über das Wissen zu erlangen: Die Universitäten kontrollieren „das Wissen in unserer Gesellschaft, sie kontrollieren, was wir Wahrheit und was wir Falschheit nennen, die Forschung betreiben, die einigen der lächerlichsten Ideen, die in unserem Land existieren, Glaubwürdigkeit verleiht.“

Man müsse, um etwas für die Amerikaner zu tun, die Universitäten „ehrlich und aggressiv angreifen“, sie würden nicht nach Wissen und Wahrheit streben, sondern sie seien korrupt und lügen und betrügen. Vance propagiert eine Abkehr von Universitäten und der dort vermittelten Bildung und Wissenschaft: „Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass die einzige Möglichkeit, in diesem Land ein gutes Leben zu führen, die einzige Möglichkeit für unsere Kinder, erfolgreich zu sein, darin besteht, eine vierjährige Universität zu besuchen, an der die Menschen lernen, ihr Land zu hassen, und sich dabei eine Menge Schulden anhäufen.“ Und er verweist auf die „Weisheit“, die Richard Nixon sagen ließ: „Die Professoren sind die Feinde.“

„Die Regierung übt Zensur aus“

Über 1900 Mitglieder der National Academies of Sciences, Engineering and Medicine haben in einem offenen Brief vor den Folgen der Eingriffe in die wissenschaftlichen Institutionen gewarnt: „Wir sehen in diesem Moment eine echte Gefahr. Wir haben unterschiedliche politische Überzeugungen, aber als Forscher sind wir uns einig, dass wir eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung schützen wollen. Wir senden dieses SOS, um eine klare Warnung auszusprechen: Das wissenschaftliche Unternehmen der Nation wird dezimiert.“

Die Kritik ist scharf und grundsätzlich, es geht nicht um den Erhalt einzelner Posten, wird herausgestellt: „Die Suche nach der Wahrheit – die Aufgabe der Wissenschaft – erfordert, dass Wissenschaftler frei neue Fragen erforschen und über ihre Ergebnisse ehrlich und unabhängig von Sonderinteressen berichten. Die Regierung übt Zensur aus und zerstört diese Unabhängigkeit. Sie bedient sich Anordnungen und finanzielle Drohungen, um zu manipulieren, welche Studien finanziert oder veröffentlicht werden, wie über die Ergebnisse berichtet wird und welche Daten und Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Regierung blockiert Forschung zu Themen, die sie für bedenklich hält, wie z. B. den Klimawandel, oder deren Ergebnisse ihr nicht gefallen, wie z. B. die Sicherheit von Impfstoffen oder wirtschaftliche Trends.“

Nach einer allerdings nicht-repräsentativen Umfrage der Zeitschrift Nature unter amerikanischen Wissenschaftlern lässt sich jedenfalls feststellen, dass die Stimmung schlecht ist. Auf eine Umfrage unter Lesern antworteten 1650 Wissenschaftler, 75 Prozent gaben an, dass sie überlegen würden, die USA wegen dem disruptiven Vorgehen gegen die Wissenschaft.

Überlegen heißt natürlich nicht, dies auch wirklich zu machen. Aber wenn Freunde, Familie oder Kollegen im Ausland arbeiten, es keine sprachlichen Probleme gibt und dort auch Jobs für auswanderungswillige Wissenschaftler an Universitäten und Forschungseinrichtungen angeboten werden, könnte bei einer Fortsetzung der antiwissenschaftlichen Trump-Politik durchaus ein Brain Drain einsetzen. Universitäten in anderen Ländern könnten eine einmalige Chance sehen, gut ausgebildete Wissenschaftler anwerben und vermehrt Studenten aus dem Ausland aufnehmen zu können. Kanada und Europa scheinen vor allem Ziele möglicher Wissenschaftsmigranten zu sein.

13 EU-Wissenschaftsminister, darunter auch  Cem Özdemir, haben in einem Brief an die EU-Kommissarin für Wissenschaft Ekaterina Zaharieva gefordert, die Chance zu nutzen. Die EU soll sich so darstellen, dass „die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung und die akademische Freiheit ein Kennzeichen der europäischen Idenität“ seien. „Die Europäische Union muss einen Akt der Solidarität und einen Attraktivitätsschub zeigen, um brillante Talente aus dem Ausland aufzunehmen, die unter der Einmischung in die Forschung und unmotivierten und brutalen Mittelkürzungen leiden könnten.“ Allerdings gibt es in den USA mehr Risikokapital und können Wissenschaftler einfacher ihre Forschung kommerzialisieren. Und in Deutschland ist die Wissenschaftsfreiheit ebenfalls seit der Corona-Epidemie und dem Ukraine-Krieg bedroht („Solange man als Wissenschaftler in den politischen Kontext passt, läuft alles bestens“,Wann stört ein Professor?). Und in Berlin geht man so wie in den USA gegen Studenten vor, die sich pro-palästinensisch geäußert haben: Germany Turns to U.S. Playbook: Deportations Target Gaza War Protesters in Intercept).

Gedroht wird auch ausländischen Universitäten

Allerdings droht nun die Trump-Regierung auch ausländischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern mit einem Stopp von Mitteln, wenn sie sich nicht der ideologischen Ausrichtung anpassen. Versendet wurden Fragebögen, um festzustellen, ob aus China, Iran, Russland oder Kuba Gelder kommen, ob mit sozialistischen oder kommunistischen Organisationen mit anti-amerikanischen Überzeugungen oder mit einer Politik gegen amerikanische Regierungsinteressen oder mit der Förderung von Massenmigration zusammengearbeitet wird oder es sich um ein Umwelt- oder Klimagerechtigkeitsprojekt handelt etc.

Kurioserweise soll auch angegeben werden, ob Meinungsfreiheit geachtet wird, die man kräftig untergräbt. Gefragt wird auch, ob Projekte die nationale Kultur oder patriotische Werte stärken, ob das Forschungsprojekt den amerikanischen Einfluss, das Vertrauen und die Anerkennung der USA in und zwischen ausländischen Regierungen fördert, und ob es zur Sicherheit der amerikanischen Grenze, zur amerikanischen Souveränität und zur Wahrung der nationalen Sicherheit beiträgt. Klar erkenntlich ist, dass Wissenschaft nur dann gefördert werden soll, wenn sie den Interessen der USA und den Zielen der jetzigen Regierung dient.

Nature schreibt: “Forscher, die ihre Heimat verlassen, um sich in anderen Ländern Wissen anzueignen – und damit das Wissen in diesen Ländern voranzubringen – sind Jahrhunderte alt. Es ist in vielerlei Hinsicht die Geschichte der Wissenschaft. Während eines Großteils des letzten Jahrhunderts ging die Reise in Richtung der Vereinigten Staaten, beginnend im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs. Wenn sich diese Entwicklung umkehrt, wäre das eine Katastrophe für die Vereinigten Staaten, ein Rückschlag für die Wissenschaft weltweit und wohl einer der größten Akte wissenschaftlicher Selbstbeschädigung, die die moderne Welt je erlebt hat.“

Es wäre schlecht für die USA, Vorrangstellung in Wissenschaft und Technik zu verlieren, was auch die militärische Überlegenheit in Frage stellen würde. Warum aber für die Wissenschaft weltweit? Europa, China und vielleicht Russland und Indien könnten davon profitieren und auch die Wissenschaft multipolar machen, in den USA waren die Universitäten Zentren der Diversität, die Menschen aus der ganzen Welt anzogen. Spannend wird zu beobachten sein, wann in Washington die Reißlinie gezogen und die verrückte Anti-Woke-Politik, die Extreme der Wokeness bei weitem überbietet und noch mehr Cancel Culture mit der staatlichen Einschränkung der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit praktiziert, zurückgefahren wird.

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72 Kommentare

    1. Ich kann – vermutlich aus guten Gründen – kaum Informationen darüber finden, um welche ,Forschenden_innen‘ es da eigentlich genau geht. Bisher weiss ich von Historikern, Politik,wissenschaftlern‘ und Gender,forschenden’…
      Klar, immer her damit, nach Jurop!

    2. Sicher doch.
      Biologie ist umgedeutet, Informatik ist anpassbarer geworden, Mathematik gefühlt, und Chemie verbreitet einen Wohlgeruch des Wohlgefühls.
      Damals(Also früher)war MINT-Kram was Anderes, Sie Leben in einer vergangenen und verlorenen Welt.
      Archimedes heisst jetzt Musk oder so….😉

      1. Wenn ich mir die nicht politischen Aktivitäten des Herrn Musk (Tesla, Starlink, SpaceX, …) ansehe, dann wird da überall auf Basis von nicht-woker Naturwissenschaft solide angewandte Forschung und Entwicklung betrieben. Die Behauptung, die Woke Übernahme der Hochschulen hätte was mit Musk zu tun kann nich nicht nachvollziehen.

        1. Sehen Sie es jetzt an. Musk steht sicher nicht für Wokekram, aber für Gesinnungsdenken. Ist also auch Teil von dieser akademischen Leere.

          1. Ich musste über diesen Beitrag etwas länger nachdenken bevor ich darauf antworten konnte.
            > Musk steht sicher nicht für Wokekram,
            Da sind wir uns einig.

            > aber für Gesinnungsdenken.
            Da muss ich mir aussuchen, was das Wort Gesinnungsdenken alles beinhaltet oder beinhalten könnte. Meine erste Reaktion darauf ist „Wer nicht?“, sofern es nur bedeutet daß die Ansichten der eigenen Gruppe für richtig gehalten werden. Da ist mir dann doch eine Gesinnung die nicht mit naturwissenschaftlichen Tatsachen auf Kriegsfuß steht erstmal lieber.

            > Ist also auch Teil von dieser akademischen Leere.
            Dem kann ich nicht folgen. Vielleicht brauche ich eine ausführlichere Beschreibung von „Gesinnungsdenken“.

    3. Seit Jahrzehnten werden still und leise mit Drittmittelfinanzierung statt staatlicher durch Steuergeld die Universitäten den Interessen des Großen Geldes unterstellt. Natürlich hauptsächlich MINT.

  1. Es wäre schlecht für die USA, Vorrangstellung in Wissenschaft und Technik zu verlieren, was auch die militärische Überlegenheit in Frage stellen würde.

    Diese Vorrangstellung haben sie bereits verloren, zusammen mit Europa, und auch ihre militärische Überlegenheit wird gerade ganz konkret in Frage gestellt.

    1. hm… Politologen, die gegen Krieg sind, Historiker, die im Geschichtsunterricht aufgepaßt haben, Virologen, die beim ersten Blick auf das SARS-Cov-2-Genom von einem Laborursprung ausgingen, Epidemiologen, die die Panikmache der Politik und Medien beim Namen nannten, Ärzte, die die Nebenwirkungen der „Impfung“ sahen und meldeten, Biologen, die von zwei Geschlechtern sprechen…

  2. Zum Stichwort: „Brain Drain“ und „Kanada und Europa scheinen vor allem Ziele möglicher Wissenschaftsmigranten zu sein.“

    Dann dürfen die heutigen Wernher von Brauns, im übertragen Sinne, endlich wieder zurück in ihre Heimat?

    Okay, ein wenig böse. Im Ernst – der „Brain Drain“ ging ja die meiste Zeit in Richtung USA nach dem 2. WK, was wäre daran so furchtbar, wenn er wieder in die Gegenrichtung fließen würde? Ich denke jedoch, in den Zeiten Wernher von Brauns gab es noch Dinge zu entdecken – vom Raketenantrieb, Satelliten, Telekommunikation bis hin zum PC. Diese Entwicklungen waren ja alle schon absehbar zu der Zeit. Was ist heute absehbar? KI? Da kann man auch im Home Office forschen. Ich erkenne schon ein gewisses Plateau in der technisch-wissenschaftlichen Entwicklung. Auch in den Geisteswissenschaften liegen die großen Entdeckungen hinter uns, vom psychologischen Roman über die Gewaltenteilung bis zum Veil of Ignorance von Rawls in den 70ern.

    Wäre es also so ein riesiger Verlust für die USA und ein Gewinn für Europa, würden die Damen und Herren US-Akademiker zu uns rübermachen?

    Im übrigen glaube ich so langsam, ihr veröffentlicht solche Artikel extra…

    1. Furchtbar daran wäre, was „Europa“ demnächst so alles an „Wissenschaftlern“ bekäme. Bodenständige Naturwissenschaftler wären da nämlich nicht darunter, da die ja weiterhin lehren dürften. Stattdessen würden wir mit Geisteswissenschaftlern überflutet, die man eher „Ungeistes“-Wissenschaftler nennen müßte. Leute, die nicht erforschen, wie die Welt ist, sondern aufgrund einer mit religiöser Inbrunst vorgetragenen Ideologie festlegen, wie sie zu sein hat.

    2. Unkontrollierte akademische Migration aus USA könnte durchaus ein Problem für europäische Länder werden, die dann zum Sammelbecken des globalen Wokeismus verkommen könnten.

    3. Die naturwissenschaftliche Forschung in den USA lebte immer schon von ausländischen PostDocs. Vor einigen Jahrzehnten kamen die aus Europa, viele aus Deutschland. In den letzten Jahrzehnten kommen sie aus ostasiatischen Ländern, viele aus China.

      Diese PostDocs und ihre Kreatiität könnten deutsche Universitäten gut gebrauchen.
      Die US Profs sind hingegen zu teuer, sie müssten ja in Deutschland Fördermittel für ihre Forschung beantragen.

      Den Wokeismus der US „Geisteswissenschaften“ kann niemand gebrauchen.
      Umschulung zum Bandarbeiter würde ich vorschlagen, wenn in den USA die Produktion wieder anlaufen sollte.

  3. „Vance: „Die Professoren sind die Feinde, die Universitäten feindliche Institutionen““

    Und Recht hat er.

    Wenn dort seit den 60`er Jahren (siehe Emanuel Tod) nur Neokapitalismus und „nach oben buckeln und nach unten treten“ und seit neustem auch Ideologie gelehrt wird, dann haben wir es hier zurecht mit einer gehörigen Fehlentwicklung zu tun. Von wie viel verloren Generationen reden wir hier eigentlich?

    Und wann findet die Aufarbeitung dieser falschen Gehirnwäsche statt? Wann lehren wir wieder Mitgefühl mit unseren Partnerlebewesen auf dieser einzigartigen Matschkugel.

    https://static.vecteezy.com/system/resources/thumbnails/013/377/829/original/3d-planet-earth-moving-away-animation-space-zoom-spinning-view-concept-of-climate-change-dark-night-city-lights-sunrise-world-planet-satellite-stars-nebula-and-galaxy-black-background-in-4k-video.jpg

  4. Der Präsident in einfacher Sprache hat es natürlich nicht so mit Bildung. Für seine archaischen Unterteilungen in „stark“ und „schwach“ reicht sein begrenzter Horizont auch aus. Um mit 14 auf dem Feld zu arbeiten, damit keine ausländischen Erntesklaven benötigt werden, ist eine rudimetäre Schulbildung, die gerne auch kreationistischen Inhalt haben darf, völlig ausreichend. Wer auf dem Wahlzettel drei Kreuze bei den Republikanern machen kann, braucht kein weiteres Wissen.

    1. Das Problem mit der Bildung ist, dass der Grat zur Miss-Bildung immer schmaler geworden ist. Inzwischen verlassen wohl weitaus mehr „Gebildete“ die Hochschulen mit Abschluß, die im realen Leben nichts damit anfangen können, als solche, die dann wirklich einen Beitrag zur Gesellschaft leisten können. Die bleiben dann lebenslang in ihrer realitätsfreien Blase, innerhalb derer sich die Insassen gegenseitig bestätigen, und ansonsten die Nase über „das einfache Volk“ rümpfen, dessen Sprache sie nie zu sprechen gelernt haben.

      Beispiel: eine junge Frau, die wegen eines Bauernprotestes im Stau stand, und sich im Fernsehinterview echauffierte, „sie würde zukünftig nie wieder etwas von diesen Bauern kaufen!“ Das sind so dieselben Leute, die glauben, ihr Geld würde die Wirtschaft am Leben halten, und nicht die Leute, die dafür arbeiten müssen, um all die Waren und Dienstleistungen überhaupt erst zu erzeugen, die man zum Leben braucht, und zum Dank nur elitäre Verachtung ernten.

      Leute, die Russland und China totsanktionieren wollen, und erst am leeren Regal im eigenen Supermarkt merken, dass was nicht stimmt. Aber auch daran sind ja dann wieder Putin und Xi schuld…

  5. Ich sehe das so:
    die aktuell in den Unis und Forschungsinstituten tätigen Forscher, Professoren, Lehrbeauftragte usw. sind nach politischen Kriterien und nach woker Ideologie eingestellte Angestellte, sozusagen Parteisoldaten der „Demokraten“ in den USA und der „New Green Deal“ – Industrie. Dementsprechend forschen und lehren sie nicht ergebnisoffen und rein nach Faktenlage, sondern oftmals so, dass in den Studien genau die Ergebnisse herauskommen, die die Auftraggeber sehen wollen. Sieht man ja als gutes Beispiel an unserem PIK mit Sponsor Munich Re.
    Von daher ist das, was Trump und Vance nun starten völlig folgerichtig. Politische „Gegner“ werden entlassen (das gleiche trifft ja für die Medien/Nachrichten-Industrie zu), stattdessen stellt man jene ein, die der eigenen Partei wohlgesonnen sind. Also im Prinzip der Austausch vorheriger Ideologie durch aktuelle der jetzigen Regierung.
    Beide „Mannschaften“ handeln nach dem Motto „Wes` Brot ich ess, des` Lied ich sing!“

  6. Diese irren „Wokisten“ können sie gern behalten. Ehrliche Arbeit täte denen mal ganz gut. Da kämen sie auf andere Gedanken, statt sich jeden Tag 10 neue Geschlechter auszudenken, um damit die eigene jämmerliche „wissenschaftliche“ Existenz zu rechtfertigen, während Biologen, also echte Naturwissenschaftler(innen) keine Vorträge an Unis mehr halten dürfen….

    Ich sehe natürlich auch die Gefahren. Aber die waren vorher auch schon da – nur um 180° gedreht.

  7. sieht man mal von den Unis ab, wobei Trump und Vance das Grundproblem durchaus richtig erkannt haben – derweil die Maßnahmen schon etwas erreäatisch sind, denn nicht nur Deutschland setzt ganz gezielt auf Verarmung der Arbeiter um den Export massiv auszuwerten. ich empfehle das Heiner Flassbeck zu lesen „Trump hat Recht – Sein Faktenblatt zerstört den deutschen Merkantilismus“.

  8. Angesichts von Impfterror, CO² und Klimaschwindel, Wirtschaftsprognosen, woker Anthropologie, Extremismusforschung usw. dürfte eigentlich jedem klar sein, dass an den Universitäten keine Wissenschaft mehr gemacht wird, sondern Hochstapelei und Betrug. Mit der Freiheit der Wissenschaft ist es längst vorbei. Wer abweichende Lehren verbreitet, wird „verbrannt“ oder verbannt, wie Galileo Galilei, der in seiner Villa Gioiella in Arcetri seine lebenslanger Kerkerhaft im Hausarrest verbrachte, wo er sein wichtigstes Werk schrieb, nämlich die Discorsi e Dimostrazioni. Soviel Respekt hatte die Kirche vor der Wissenschaft trotz der opportunistischen Inquisition. Aber an den Universitäten gibt es keinen Respekt mehr vor Erkenntnis.
    Wissenschaft wird heutzutage in Firmen wie Space X und Tesla gemacht. Vielleicht sollte man auch die Ausbildung dorthin verlagern.

      1. Zu sachlichen Aussagen sind sie offensichtlich nicht fähig. Wie zu erwarten, verweisen sie auch auf einen ganz dummen Kommentar, was ja zu ihnen passt.
        Eine Textstelle:
        CG (Christian Goldbrunner)“Ein Rechts-Libertärer, der nicht widerspricht, wenn Hitler und seine Faschisten von Weidel als “Sozialisten” oder gar “Kommunisten” bezeichnet werden und offenbar ignoriert oder nicht weiß, dass der Verbrecher Hitler Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten verfolgen und in Arbeitslager stecken ließ,“
        Selbst jemandem, der intellektuell benachteiligt ist, müsste bekannt sein, dass Sozialisten” oder gar “Kommunisten” überall Sozialisten und Kommunisten verfolgten, nicht nur Stalin. Sogar in Deutschland trug der Sozialist Gustav Noske „die Verantwortung für die blutige Niederschlagung kommunistischer Aufstände (u. a. Spartakusaufstand) durch republikfeindliche Freikorps.“ (Wikipedia) Ich erkläre ihnen mal, was da steht. Der Sozialist Noske ließ mit faschistischen Freikorps Kommunisten abschlachten.
        Ich glaube, dass die Nationalsozialisten nur dem Namen nach Sozialisten waren, und dass Musk keinen Hitlergruß zeigte, und dass jeder schon mal den rechten Arm zum Gruß erhob.

        1. Beeindruckend „Gatekeeper.“ War nur Spaß, als sowas taugst du wirklich nicht viel. Ist schon lustig wenn du auf Jimmy Wales Wikipedia verweist:

          Jimmy Wales
          Founder, Wikipedia.org, United Kingdom
          https://www.younggloballeaders.org/community/?q=Jimmy+Wales&utf8=%E2%9C%93

          Ich hab auch keine Sekunde gedacht daß du wahrnimmst, daß es um das Video geht. Und noch was anbei, etwas ausführlicher als Wikihausen, es geht dabei um die aus dem deutschen Geschichtsbewußtsein verdrängte Revolution 1918/19. Steht nicht viel drin über Noske, nur daß er besser in der NSDAP als in der SPD aufgehoben gewesen wäre:

          10
          Entscheidung im Januar

          Das Schicksal der deutschen Revolution entschied sich in Berlin in der Woche vom 5. bis 12. Januar 1919. Diese Woche ist als »Spartakuswoche« in die Geschichte eingegangen – zu Unrecht. Was in dieser Woche vor sich ging, war kein kommunistischer Aufstand gegen die sozialdemokratische Regierung. Es war ein Versuch der Berliner Arbeitermassen, das am 9. und 10. November Errungene und inzwischen Verlorene noch einmal zu erringen, und zwar auf dieselbe Weise wie damals. Der 5. Januar war ein zweiter 9. November.
          Aber was im November wenigstens scheinbar gelungen war, scheiterte im Januar völlig. Es scheiterte zum Teil daran, daß die Führung, die wiederum bei den Revolutionären Obleuten lag, noch planloser und unfähiger operierte als damals. Hauptsächlich aber daran, daß Ebert sich jetzt strak genug fühlte, das zu wagen, was er damals noch nicht gewagt hatte: nämlich die Revolution zusammenschießen zu lassen.
          (…)
          Draußen zwar, auf den märkischen Truppenübungsplätzen, formierten sich jetzt die Freikorps. Noch am Sonnabend hatten Ebert und Noske in Zossen das neugebildete Landesjägerkorps des Generals Maerker besichtigt, freudig erstaunt wieder »richtige Soldaten« vor sich zu sehen; Noske hatte dem zwei Köpfe kleineren Ebert auf die Schulter geklopft und gesagt »Sei nur ruhig, es wird alles wieder gut werden.« Aber das war Sonnabend in Zossen gewesen, und jetzt war Montag in Berlin, und unter den Linden stand kein Landesjägerkorps, sondern die bewaffnete Revolution.
          Da war es mehr als willkomen, daß die am 29. Dezember aus der Regierung ausgeschiedenen USPD-Volksbeauftragten an diesem Montag ihre Vermittlung anboten. Ebert ging gerne darauf ein, zum mindesten war damit Zeit zu gewinnen. Er stellte nur eine Bedingung: Aufhebung der Zeitungsbesetzungen.
          Darüber hatte der Revolutionsausschuß am Montagabend zu entscheiden. Hätte er ja gesagt, vielleicht wäre noch einmal alles ungeschehen zu machen gewesen. Aber er sagte nein.
          Das Schauspiel, das diese handlungsunfähige Ungetüm von einem Ausschuß vom ersten bis zum letzten Augenblick bietet, ist erbarmungswürdig. Vorwärts konnte er nicht, zurück wollte er nicht. Der Stimmungsabsturz seit dem gestrigen Siegesrausch war zu steil; die Niederlage erkennen und zugeben, den Rückzug antreten: das war mehr, als die dreiundfünfzig innerhalb von vierundzwanzig Stunden seelisch leisten konnten.
          Außerdem nagte an den dreiundfünfzig vielleicht auch ein heimlicher Zweifel, ob sie die Räumung der Zeitungen überhaupt garantieren könnten. Sie hatten die Besetzung ja gar nicht befohlen und über die bewaffneten Gruppen in den Zeitungsgebäuden überhaupt keine Gewalt, sie wußten in vielen Fällen noch nicht einmal, wer sie eigentlich kommandierte. In Wirklichkeit spielte in dieser Revolution der Revolutionsausschuß im Polizeipräsidium die Rolle des dummen August. Das aber durfte nicht herauskommen! Er sagte nein.
          Ebert war das im Grunde recht. Er wollte keinen neuen Scheinfrieden mit der Revolution wie am 10. November. Er wollte die Abrechnung. (»Die Stunde der Abrechnung naht!« heißt es in einem von ihm formulierten Regierungsaufruf, der zwei Tage später, am 8. Januar, hinausging.) Während er die aussichtslosen Verhandlungen noch ein paar Tage hinauszog, traf er seine militärischen Vorbereitungen. Sie liefen auf zwei Linien.
          Die eine war die Linie Noske. Die Linie der Freikorps. Noske war noch am Montag, in der halbbelagerten Reichskanzlei, zum Oberbefehlshaber ernannt worden. (»Meinetwegen«, hatte er nach eigenem Zeugnis erklärt, »einer muß der Bluthund werden.«) Er hatte sich sofort aus der Gefahrenzone wegbegen, mitten durch die bewaffneten Massen am Brandenburger Tor hindurch, die keine Ahnung hatten, wer der lange Zivilist mit der Brille war.
          (…)
          Aber seine Arbeit brauchte Zeit, und Ebert hatte keine Zeit. Immer noch herrschte ja in Berlin Generalstreik, immer noch waren die Zeitungen und Bahnhöfe besetzt, immer noch saß im Polizeipräsidium der Revolutionsausschuß, immer noch gab es im Osten und Norden große Massenaufmärsche. Wenn die Freikorps noch nicht marschbereit waren – konnte man mit den Berliner Truppen gar nichts anfangen? Ebert wollte es versuchen. Der eine oder andere Truppenteil mußte doch in Gottes Namen gegen die »Spartakisten« zu gebrauchen sein!
          Auf dieser zweiten Linie bereitete er selbst den Gegenschlag gegen die Revolution vor, während er nebenbei immer noch verhandelte und seiner Abneigung gegen Blutvergießen Ausdruck gab. Und tatsächlich sollten die Berliner Truppen schließlich die Entscheidung bringen. Die Freikorps marschierten erst in Berlin ein, als die Schlacht geschlagen war.
          Die Entscheidung fiel in den Tagen vom Donnerstag, dem 9. bis zum Sonntag, dem 12. Januar 1919. In diesen Tagen wurde auf Befehl Eberts die Revolution in der Hauptstadt zuasmmengeschossen.
          (…)
          12
          Der Bürgerkrieg

          Von Januar bis Mai 1919, mit Ausläufern bis in den Hochsommer hinein, tobte in Deutschland ein blutiger Bürgerkrieg, der Tausende von Todesopfern und unsägliche Bitterkeit hinterließ.
          Dieser Bürgerkrieg stellte die Weichen für die unselige Geschichte der Weimarer Republik, die aus ihm geboren, und die Entstehung des Dritten Reichs, das in ihm gezeugt wurde. Denn er machte die Spaltung der alten Sozialdemokratie unheilbar, beraubte die übriggebliebene Rumpf-SPD aller Bündnismöglichkeiten auf der Linken und zwang sie in die Position einer ewigen Minderheit; und er erzeugte in den Freikorps, die ihn für die SPD-Regierung führten und gewannen, die Gesinnungen und Gewohnheiten der späteren SA und SS, die vielfach aus ihnen hervorgegangen sind. Der Bürgerkrieg von 1919 ist daher ein zentrales Ereignis der deutschen Geschichte dieses Jahrhunderts. Aber merkwürdigerweise ist er aus dem deutschen Geschichtsbild fast vollständig verschwunden, getilgt, verdrängt. Das hat seine Gründe.
          Einer der Gründe ist ganz einfach Scham. Alle Beteiligten schämten sich der Rolle, die sie in diesem Bürgerkrieg gespielt haben. Die besiegten Revolutionäre schämten sich, daß sie so gar nichts Glorioses vorzuweisen haben, keinen Teilsieg, nicht einmal einen großartigen Untergang, sondern nur planloses Durcheinander, Entschlußlosigkeit, Versagen und Niederlage – und tausendfaches anonymes Leiden und Sterben. Aber auch die Sieger schämen sich. Sie bildeten eine Koalition von Sozialdemokraten und – Nazis. Und beide Partner dieser unnatürlichen Koalition haben später keine Lust gehabt zuzugeben, was sie getan hatten: Die Sozialdemokraten, daß sie die Vorgänger und Vorbilder der späteren SA und SS rekrutierten und die künftigen Nazis auf ihre eigenen Leute losließen; die Nazis, daß sie sich von Sozialdemokraten anwerben ließen und unter sozialdemokratischem Patronat Blut lecken lernten. Wessen alle Beteiligten sich schämen, das wird von der Geschichte gerne totgeschwiegen.
          Ab er es gitb noch einen anderen Grund für das Verschwinden des Bürgerkriegs von 1919 aus der deutschen Erinnerung und dem deutschen Geschichtsbild: Er gibt keine gute »Geschichte« ab, nichts, das sich gut erzählt – kein Drama mit Spannung und einprägsamen Höhepunkten, keine zusammenhängende Handlung, keinen aufregenden Kampf zwischen ebenbürtigen Gegenern. Das blutige Geschehen wälzte sich träge durch Deutschland, ohne je das ganze Land auf einmal zu erfassen. Das qualmende Feuer flammte immer dann irgendwo wieder auf, wenn es anderswo gerade ausgetreten worden war. Es begann Anfang Februar, an der Nordseeküste, mit Bremen im Mittelpunkt, dann, Mitte Februar lag der Hauptkriegsschauplatz plötzlich im Ruhrgebiet, Ende Februar in Thüringen und Mitteldeutschland, Anfang und Mitte März in Berlin, im April in Bayern, im Mai in Sachsen; dazwischen gab es größere örtliche Episoden wie den Kampf um Braunschweig und Magdeburg und unzählige kleinere, von denen nur die Lokalchronik noch weiß: eine verwirrende, strukturlose Folge von unzusammenhängenden großen und kleinen Gefechten, Schlachten und Schlächtereien.
          Der Ausgang stand jedesmal von Anfang an fest, und alles verlief nach demselben Schema, in ewiger, eintöniger Wiederholung. Die fünf, sechs Monate des Bürgerkriegs von 1919 lassen sich im einzelnen sowenig darstellen wie die fünf, sechs Tage der Revolution vom November 1918, deren Gegenbild sie waren. So wie sich damals überall in Deutschland, mit geringen örtlichen Abweichungen, immer wieder das gleiche abgespielt hat, so auch jetzt: damals der widerstandslose Sieg der Revolution, jetzt der nicht widerstandslose, aber unwiderstehliche Siegeszug der Gegenrevolution. Nur daß, was sich damals mit rasender Schnelligkeit vollzogen hatte, jetzt mit quälender, methodischer Langsamkeit vor sich ging; daß damals wenig Blut vergossen worden war, während jetzt Blut in Strömen floß; und daß damals die Revolution ein führungsloser, spontaner Akt der Massen selbst gewesen war, von dem sich die sozialdemokratischen Führer nur höchst widerwillig hatten an die Macht tragen lassen, während jetzt die Gegenrevolution eine systematische, befohlene militärische Aktion eben dieser sozialdemokratischen Führer war.
          Denn daran ist kein Zweifel: Die Initiative zum Bürgerkrieg, der Entschluß dazu und daher auch – wenn man in diesen Begriffen denken will – die »Schuld« am Bürgerkrieg lagen eindeutig bei der sozialdemokratischen Führung, insbesondere bei Ebert und Noske. Die andere Seite bot ihnen allenfalls manchmal Vorwände zum Angriff, manchmal nicht einmal das. Eine »zweite Welle« der Revolution gab es nach dem Berliner Januar nur noch einmal, im April in München. Im übrigen waren Ebert und Noske von Anfang bis Ende in der Offensive. Wenn man verstehen will, was geschah, muß man sich vor allem in die Gedankengänge hineinversetzen.
          Dabei braucht man sich mit Noske nicht lange aufzuhalten. Noske war ein primitiver Gewaltmensch, der Politik nach einem simplen Freund-Feind-Schema betrieb und mit der ebenso simplen Methode, auf jeden Feind jederzeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln einzudreschen. Seine späteren Schriften ebenso wie seine Taten weisen ihn als einen differenzierungsunfähigen, in Gewalttätigkeit verliebten Mann aus, der seiner ganzen Mentalität nach besser in die NSDAP als in die SPD gepaßt hätte. Doch Noske war nicht der Kopf des Bürgerkriegs. Er war nur Eberts rechte Hand – oder rechte Faust. Es ist Ebert an den man sich halten muß.

          Ebert war kein Nazi, auch kein unbewußter, er war nicht differenzierungsunfähig. Er fühlte sich durchaus als Sozialdemokrat und auf seine Art als Arbeiterfreund. Seine Ziele waren die Ziele der Vorkriegs-SPD, so wie er sie vorgefunden hatte: Parlamentarisierung und Sozialreform. Aber er war kein Revolutionär. Die Revolution war für ihn sowohl »überflüssig« (sein Lieblingswort) wie illegitim. Er haßte sie »wie die Sünde«. Alles, was er wirklich wollte und immer gewollt hatte, war im Oktober 1918 mit der vom Kaiser gewährten Parlamentarisierung und dem Eintritt der Sozialdemokraten in die Regierung erreicht gewesen. Alles, was der November 1918 dem hinzugefügt hatte, war in seinen Augen Torheit, Mißverständnis und Unfug. Daß er der Revolution selbst notgedrungen hatte Lippenbekenntnisse leisten müssen, machte sie ihm nur noch unsympathischer.
          Ebert hat der Revolution gegenüber nie ein schlechtes Gewissen gehabt, weil er sie verriet, eher grollte er ihr, daß sie ihn vorübergehend zum Doppelspiel gezwungen hatte, und ein schlechtes Gewissen hatte er höchstens der alten Ordnung gegenüber, weil er eine Weile den Revolutionär hatte spielen müssen; schlimm genug, aber in seinen Augen alles ungültig. Im Herzen war er die ganze Zeit der Statthalter des alten Staats und der alten Reichstagsmehrheit geblieben.

          (Sebastian Haffner, Der Verrat – Deutschland 1918/19, Verlag 1900 Berlin, S. 123, 128/129, 151-153)

          Wirklich, wenn es euch nicht geben würde, man müßte euch erfinden.

      1. „Noch nie war es so heiß wie heutäää….!“

        …und dann findet man unter weggeschmolzenen Gletschern Reste von Siedlungen aus der Römerzeit und 6000 Jahre alte Baumstämme weit oberhalb der heutigen Baumgrenze… .

        1. Is‘ klar, die Klimawandelleugnersekte findet oder erfindet immer etwas, um zu „beweisen“, dass eigentlich alles normal ist, und dann wird noch irgendein hirnverbrannter Schwachsinn raustrompetet („Noch nie war es so heiß wie heutäää….!“), den nie jemand behauptet hat, aber egal, gibt ja auch Leute, die meinen, der Mensch könne beliebig sein Geschlecht wechseln und Ähnliches.

          1. Die eigene Propaganda zu leugnen, ist nicht sehr souverän…Übrigens ist die mittelalterliche Warmzeit aus etlichen Grafiken bereits getilgt, um die aktuelle Erwärmung als solitär darzustellen.

          2. Schon das Wort „Klimawandelleugnersekte“ disqualifiziert Deinen Beitrag vollständig. Ich kenne praktisch nur Leute, die den Klimawandel wahrnehmen, im Gegensatz zur „wir werden alle störben“ Sekte aber
            – zur Kenntnis nehmen daß das Klima keine Konstante war und ist, mithin also eine ständige Änderung normal ist, und die ergebnisorientierte „Forschung“ hierzu nicht unbedingt die Wirklichkeit abbildet
            – daran zweifeln, daß wir beim heutigen Stand der Technik dieses im gewünschten Ausmaß beeinflussen können
            – die Verwendung von Ressourcen zur Anpassung an die Änderung propagieren, statt den (wenig aussichtsreichen) Versuch zu unternehmen, den Hintermännern der Klimapanik unser ganzes Geld zu geben damit sie uns dann doch nicht vor dem Klimawandel retten werden.

            Der Elberadler liefert dazu hilfreiche Fakten und Denkanstöße, nur denken muss man immer noch selbst.

        2. Was die meisten nicht wissen. Es geht beim Klimawandel gar nicht um die menschengemachte Erwärmung um wenige Grad, die jeder nachvollziehen kann, wenn er in eine Stadt kommt, weil es da ein paar Grad wärmer als im Umland ist, infolge Heiz- und Abwärme. Es geht um die Kipppunkte, d. h. dass ab einer bestimmten Temperatur die Erwärmung von alleine ansteigt und zur Vernichtung des Lebens führt. Das ist nicht nur eine dumme Vorstellung, sondern eine psychotische Wahnidee! Hier ein Quelle.
          CLIMATE CHANGE 08/2024
          AA-Forschungsplan des Auswärtigen Amtes
          Forschungskennzahl 37A23 01 001 0 FB001411
          Abschlussbericht Kipppunkte und kaskadische Kippdynamiken im Klimasystem
          Man erfährt z. B. folgendes
          „Sahelzone 2,8 °C (2–3,5 °C) 50 (10–500) Jahre
          Regionale Auswirkungen –Niederschlag, Vegetation“
          Ist doch toll, die Wüste wird grün. Aber erst muss es mindestens 2° wärmer werden und dann kann es einige Jahrhunderte dauern.
          Ganz schlimm aber Grönländischer Eisschild.
          „Grönländischer Eisschild
          1,5 °C (0,8–3 °C) 10.000 (1.000–15.000) Jahre“
          Das bedeutet, dass der Meeresspiegel innerhalb von 15000 Jahren um 7 Meter ansteigt, wenn es 1,5° wärmer wird, also um 4,7 cm pro Jahrhundert.
          Und noch viel mehr Quatsch kann man auf der Seite nachlesen.

  9. Das ist mir alles viel zu vage, die Unis sind linksextrem/woke Brutstätten geworden, mit Freiheit und Forschung haben die meisten schon lange nichts mehr zu tun, auch in Deutschland nicht. Das trifft aber vor allem die geisteswissenschaftlichen Fächer und diverse Studentenorganisationen.

    Man irrt allerdings, wenn man denkt, bei MINT wäre alles im grünen Bereich, da blüht die Korruption und selbstherrliche Professoren, die ihre Macht ausnutzen, sind dort leider auch keine Seltenheit (davon abgesehen, reden da mittlerweile auch die Genderspinner rein, versuchen Quoten durchzusetzen usw. während auf privatwirtschaftlicher Seite korrupte Promotionsstraßen für die großen Konzerne gebaut werden):
    https://www.forschungsmafia.de/blog/
    oder der Klassiker
    https://www.danisch.de/Adele.pdf

    Zumal das Bundesverfassungsgericht sich (unter der lesbischen Genderpriesterin Susanne Baer) geweigert hat, Urteile zum Prüfungsrecht zu sprechen (von dem die meisten Professoren nichtmal wissen, dass es überhaupt eines gibt, weil die auch nie in ihren Beamtenpflichten geschult werden). Das ist ein riesiger Sumpf!

    Von mir aus könnte man die ganzen Universitäten neu aufsetzen, alle Profs werden änderungsgekündigt und dürfen sich unter neuen strengen und überwachten Regeln neu bewerben. Und was erforscht wird, legen die Bürger fest, indem sie entsprechende „Credits“ für Projekte vergeben, Forschung muss endlich unabhängig von Politik und Konzernen werden!

    Oder sowas hier, an der linksextremen Berliner Humboldt-Uni (wenn Humboldt das wüsste), ich zitiere mal:

    Budgetrecht des Parlaments? Transparente Haushaltsführung? Mehr Gleichheit in der Verteilung von Macht? Mehr Demokratie wagen? Steht alles in den Grundwerten der SPD. Im „RefRat“ der Humboldt-Universität (unterstützend: Juso-Hochschulgruppe, Rechtsaufsicht: Sabine Kunst, SPD; darüber: Michael Müller, SPD) hat man es nicht so mit dem Wagnis Demokratie. Offenheit und Transparenz sind den Studentenvertretern ein Gräuel. Deshalb ist nicht bekannt, wer die 16, vielleicht sogar 48 Referenten und Co-Referenten des „RefRat“ sind. Die Namen der Regierung sind: geheim.

    Die Studenten der Hochschule wissen also nicht, wer in ihrer Regierung sitzt. Die Studentenvertreter im Studentenparlament wissen es auch nicht. Sogar die Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus wissen es nicht. Öffentlichkeit? Presse? Keiner weiß es. Es handelt sich um eine Geheimregierung. Nun könnte man das achselzuckend hinnehmen, wie jene 91 Prozent der Studenten an der Humboldt-Universität, die im Januar dieses Jahres nicht zur Wahl gegangen sind.

    Wohlgemerkt: Hier wurde nur das Studentenparlament (Stupa) gewählt. Der Refrat wird vom Stupa gewählt – aber auch nur teilweise. Die „besonderen Referate“ (LGBTI, queer_feministisch, Studierende mit Kind, Antifaschismus, Antirassismus, Fachschaftskoordination) werden auf Vollversammlungen der jeweiligen „Statusgruppe“ gewählt. Allerdings gibt es bei den Wahlen extreme Ankündigungsdefizite. Die Ankündigung erfolgt meist nur versteckt auf einer Unterseite der RefRat-Webseite. Daher wählen manchmal weniger als zehn Personen einen Referenten.“

    https://www.cicero.de/kultur/Humboldt-Universitaet-Berlin-SPD-Jusos-Michael-Mueller-Sabine-Kunst-RefRat-Hochschulpolitik?utm

    Ein linker Sumpf. Wir sollten Trump mal einladen, bei uns Ordnung zu machen, unsere Regierungen bekommen das offensichtlich nicht hin…

    1. Da fordert hierceiner offen auf, die Hochschulen politisch auf Linie zu bringen, weil ihm gewisse Inhalte nicht gefallen. Und das im Namen der Wissenschaftsfreiheit?

      Ein offensichtlich pathologischer Fall schwerer kognitiver Dissonanz.

      1. Da fordert hierceiner offen auf, die Hochschulen politisch auf Linie zu bringen

        1) ich will das geforscht wird, Universitäten haben sich nicht politisch festzulegen (von wegen „politisch auf Linie bringen“ ich denke nicht wie du)

        2) Fächer, die nicht forschen, sondern nur ihren Confirmation BIAS mit Steuergeldern pflegen, solche wie „colonial studies“ oder noch schlimmer „gender studies“, die beliebigen Unsinn behaupten und gar nicht wissen, was Wissenschaft eigentlich heißt, müssen weg, daran besteht kein Zweifel (solltest du auf so einen Zug aufgesprungen sein, wechsel lieber in ein konstruktives ernsthaftes Fach)

        3) wenn du meinen Kommentar richtig liest, fordere ich eine Direkt-Demokratisierung der Forschung (klar gefällt dir das nicht, dann trocknet nämlich der korrupte linke Steuergeldregen weg…)

        Aber ich bezweifle, dass du das verstehst, so falsch wie du meinen Kommentar auslegst, bist du eine astreine Rudeldenkerin (solche Leute sollte man mit IQ-Tests aussieben, weil die an einer Uni vollkommen fehl am Platze sind, weil ihnen die Ratio abgeht)…

        1. Sorry, aber da ist jeder einzelne Punkt Stuss von. In Punkt 1&2 legst Du fest, welche Forschung erlaubt ist und welche Forschung nicht! Wie wird Zensur bitte noch mal geschrieben?

          Demokratie ist immer an diskursive, kommunikative Verfahren gebunden. Deine Cupon-Steuerung hat mitbDemokratisierung hat das nichts zu tun, sie ist das Gegenteil davon. Das ist nur eine andere Form eines autoritären und totalitären Marktradikalismus.

          1. cancel culture dürfen eben nur „die Guten“, nicht?

            Also Genderisten dürfen Biologie verbieten, nicht umgekehrt. Das hat übrigens dieselbe Qualität wie einst die Nazi-Völkerkunde mit den arischen Rassen…

    2. Freiheit und Forschung, in einer kapitalistischen „Ordnung“ ist das ein ähnlich krasser Widerspruch wie Kapitalismus und Demokratie. Einen Fisch bekommst du nicht, wäre schade um den Fisch. Bekommst den Standardtext zu deiner Verlogenheit:

      Links und rechts sind ja nicht lediglich – in ihrem Bezug auf die Sitzordnung in der verfassunggebenden französischen Nationalversammlung von 1789 – historische Einteilungen entlang einer eindimensionalen Eigenschaft. Als solche wären sie in der Tat nicht nur historisch überholt, sondern auch hoffnungslos unterkomplex. Links steht vielmehr für die normativen moralischen und politischen Leitvorstellungen, die über den Menschen und über die Möglichkeiten seiner gesellschaftlichen Organisation in einem langen und mühsamen historischen Prozeß gewonnen wurden und die in der Aufklärung besonders prägnant formuliert wurden. Den Kern dieser Leitvorstellungen bildet ein universeller Humanismus, also die Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen.

      Bereits aus dieser Leitvorstellung ergeben sich schwerwiegende und weitreichende Folgerungen. Beispielsweise schließt ein universeller Humanismus Positionen aus, die auf der Überzeugung einer prinzipiellen Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe beruhen; er schließt also Rassismus, Chauvinismus, Nationalismus oder Exzeptionalismus aus. Zudem beinhaltet er, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen.

      Aus dem universellen Humanismus ergibt sich also das spezifische Leitideal einer radikal-demokratischen Form einer Gesellschaft, in der ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die die eigene ökonomische und gesellschaftliche Situation betreffen; er schließt also Gesellschaftsformen aus, die auf einer Elitenherrschaft oder auf einem Führerprinzip beruhen. Diese in der Aufklärung erstmals klar formulierten Leitideale sind seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert worden und stellen den Identitätskern des linken Projektes dar.

      Da diese Leitideale gewaltige politische Konsequenzen haben, wurden sie seit je auf das schärfste bekämpft; historisch war das der Kern der sogenannten Gegenaufklärung, der es wesentlich um die Wahrung des jeweiligen Status quo ging.
      (…)
      Ein universeller Humanismus und das sich daraus ergebende Leitideal einer gerechten und menschwürdigen demokratischen Gesellschaft sind mit einer kapitalistischen Wirtschaftsform nicht verträglich. Demokratie in einem ernsthaften Sinne und Kapitalismus schließen sich aus.
      (…)
      Es ist nämlich konstitutiv für die rechte Perspektive, dass sie das normative Ideal einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen mit all seinen Implikationen rigoros zurückweist und eine radikal nationalistische, chauvinistische und rassistische Haltung – ihr Rassismus tarnt sich nur dürftig durch ihr Konzept des „Ethnopluralismus“ – vertritt. Ihr Gesellschaftsideal ist das einer kulturell homogenen und hierarchisch-elitär organisierten Volksgemeinschaft, in die sich der Einzelne einzufügen und der er sich unterzuordnen habe.

      Aus:
      Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld.
      05. August 2016

      Die NachDenkSeiten beschäftigen sich von Beginn an mit dem Thema Manipulation und mit der Frage, wie man sich davor schützen kann. Ein großer Experte dafür ist auch Professor Mausfeld. Ihn hatten wir im vergangenen Sommer mit den NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern bekannt gemacht. Jens Wernicke hat ihn jetzt aus aktuellem Anlass ein zweites Mal für die NachDenkSeiten interviewt.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=34504

    1. Beeindruckend klaudie, also in Anbetracht daß du so eine wissenschaftliche Kapazität bist. Immerhin hast du ja die mrna-Impfungen beworben und es im Anschluß in der Folge-Fülltextauseinandersetzung nicht geschafft, das einmal zu begründen:

      https://overton-magazin.de/top-story/die-wissenschaften-fuenf-jahre-nach-corona/#comment-217841

      Also inwiefern ist Vance ein pathologischer Fall schwerer kognitiver Dissonanz? Und gesetzten Fall es gäbe so ein Krankheitsbild, also wirklich nur mal angenommen, denn das ist blühender Blödsinn. Worin bestände dann der Unterschied zur selben Besetzung der Position in der Vorgängeradministration?

      Setz von mir aus auch ChatGPT drauf an.

      1. Was hat Traumatisierung mit kognitiver Dissonanz zu tun? Fremdwörter sind Gkückssache bei Dir?

        Das Niveau an Gesellschaftskritik ist mittlerweile unterirdisch geworden. Wenn auf Schweinereien mir esoteren, antiwissenschaftlichen Stuss wie zu Corona reagiert wird, dann ist die Zeit gekommen, wo die Herrschenden sich alles erlauben können. Kleiner Tipp: das Graue zwischen den Ohren ist eigentlich zum Denken da

        1. Aber klaudie, das hab ich doch aus deinem Text kopiert, weiter oben drüber:

          „klaudie sagt:
          3. April 2025 um 21:12 Uhr

          Da fordert hierceiner offen auf, die Hochschulen politisch auf Linie zu bringen, weil ihm gewisse Inhalte nicht gefallen. Und das im Namen der Wissenschaftsfreiheit?

          Ein offensichtlich pathologischer Fall schwerer kognitiver Dissonanz.“
          https://overton-magazin.de/top-story/vance-die-professoren-sind-die-feinde-die-universitaeten-feindliche-institutionen/#comment-225316

          Also wie war das mit Denkvermögen? Oder ist das was mit Erinnerungsvermögen? Vlt. eine Leseschwäche? Vlt. teilt ihr euch eine Adresse und habt keinen Dunst was die Schicht vorher schreibt?

          1. Ich hab es kopiert, da muss es ja stimmen?! 7Mensch, das war aus einem anderen Antwort Thead, nicht aus dem mit meiner Meinung zu Vance.

            Oh Herr, lass bitte Hirn vom Himmel fallen!

            1. Ich schätze der Allmächtige wird nicht so gnädig sein, aber versuchen kannst du es ja. Als „Wissenschaft(l)er*in(m/w/d)“ solltest du doch im Stande sein eine Quellenlage anzugeben.
              Also, … aber zurück zum Thema, … wie war das nochmal mit deiner mrna-Bewerbung?

  10. JD ist ja auch ein besonderer Haufen 💩. Mental auch Russen. Vorsicht vor der Rache von Leuten, die sich aus der Gosse erhoben haben wie Putin, Hitler und Vance!

  11. Da kommen sich auch nur die eitlen Kulturbürger und Alchemisten, die den Herrschenden Gold versprechen und Schrott liefern. Die brauchen wir nicht, solche haben wir genug!

    1. Nachtrag: Bei der aktuell in Europa herrschenden Kriegsgefahr und dem stattfindenden wirtschaftlichen Niedergang würde jeder halbwegs intelligente Mensch (wozu auch die meisten Wissenschaftler zählen dürften) den Teufel tun, aus den USA ausgerechnet nach Europa auszuwandern.

  12. Der Text gibt keine Auskunft darüber, ob ausnahmslos alle Universitäten und Fächer bedroht werden oder ob man sich auf gesellschaftswissenschaftliche Fächer einschießt, wo man, sicher nicht zu Unrecht, die entschiedensten Gegner der eigenen Administration vermutet. So krank, dass sie die Axt an MINT-Fächer legen, können die nicht sein. Oder?
    Amerikanische Genderprofessorinnen werden sicher Özdemirs Einladung gern annehmen. Sie können dann den unerträglichen Mangel, der an unseren Universitäten besteht, endlich beheben. Ich freu mich drauf und theoretische Physiker aus Amiland nach Deutschland zu holen, wird eher schwer.

    Man hat heuer fast jeden Tag merkwürdige Meldungen aus den USA, die nur schwer zu verstehen sind. Und es bleiben viele Fragen, auch solche, die erst durch den Text aufgeworfen werden. Der geschätzte Autor schreibt, dass die Attacken, die von der neuen Administration geritten werden, alles übersteigen, was der Wokeschismus an Entgleisungen bisher verbrach. Mag sein. Aber wodurch wird diese These belegt? Was mir bisher über das Klima bekannt wurde, über den Gesinnungsterror, die Cancel Culture, die Verhaltens – und Sprachvorschriften, die Gängelung jeglicher abweichender Lehrmeinung, die soziale Vernichtung von Abweichlern, die alltägliche Gefahr verleumdet und denunziert zu werden, der Zwang nach anderen Kriterien als nach der Leistung zu urteilen, lässt mich sehr ernsthaft fragen, woran der Autor seine Behauptung festmacht? Vielleicht der Glaube, dass der woke Irrsinn doch eine emanzipatorische Komponente hat?
    Mir fällt da nur Heines „Disputation“ ein und das Fazit in der letzten Strophe :

    Welcher Recht hat, weiß ich nicht –
    Doch es will mich schier bedünken,
    Daß der Rabbi und der Mönch,
    Daß sie alle beide stinken.

    Egal ob Wokeschismus oder Trumpismus……..

  13. Erwin Chargaff, Altösterreicher, hat jahrzehntelang in den USA als Molekular Biologe geforscht, und war nicht nur
    hochkarätiger Wissenschafter, sondern auch Kritiker des Wissenschaftsbetriebs.
    Schon in den 1980 ern (!) hat er kritisiert,
    dass in die Wissenschaft viel zu viel Geld
    gesteckt wird.

    1. Es freut mich, dass Erwin Chargaff hier genannt wird.
      Ein Wissenschaftler alter Schule, dem es um naturwissenachaftlichen Erkenntnisgewinn ging.
      Er hat vorausgesehen, dass das viele Geld in der Wissenschaft Narzisten und Machtmenschen anlocken wird, welche die wahrheitssuchende Grundidee der Wissenschaft korrumpieren werden.

      Seine Autobiografie „Das Feuer des Heraklit“ zeigt einen Wissenschaftler mit unkorrumpierbarer ethischer Grundhaltung, der noch beseelt war, von der Ehrfurcht vor der Komplexität und erstaunlichen Funktionalität der belebten Natur, die er als Biochemiker untersuchte.
      Sehr lesenswert!

  14. Mal zu den Ergebnissen: die Woken sind weg. Einfach kampflos verschwunden. Was meine These stützt, dass diese immer vom Tiefen Staat gehätschelt wurden, durch USAID und andere. Das kam von oben und wenn sich oben etwas ändert, ist Feierabend. Mit ihnen die Antisemiten, mit denen sie durch eine Personalunion verbunden waren. Die auch.
    Aber das ist Nebenkrieg. Die Hauptsache ist, die Wissenschaft vom Klimawandel zu säubern. Das ist der eigentliche Daseinszweck aller Rechtspopulisten und Trump tut wie befohlen. Die Umweltbehörde EPA ist wohl jetzt schon zum Schweigen gebracht. Die NASA, die sehr viel zum Erkenntnisgewinn beigetragen hat, bekommt sicher jetzt schon einen Maulkorb. Was sich natürlich mit Musks Absicht trifft, die NASA zugunsten seines Space X abzuwickeln. Mummenschanz statt Wissenschaft.
    Nach dem Krieg war es immer so, dass die besten Köpfe der Wissenschaft unbedingt in den USA studieren wollten. Unter anderem, weil man sich dort als Ausländer unbeschwert entfalten konnte. Damit ist jetzt Schluss. Özdemir hat recht, wenn er geprüft haben will, ob man da etwas abzwacken kann.

  15. Es freut mich, dass Erwin Chargaff hier genannt wird.
    Ein Wissenschaftler alter Schule, dem es um naturwissenachaftlichen Erkenntnisgewinn ging.
    Er hat vorausgesehen, dass das viele Geld in der Wissenschaft Narzisten und Machtmenschen anlocken wird, welche die wahrheitssuchende Grundidee der Wissenschaft korrumpieren werden.

    Seine Autobiografie „Das Feuer des Heraklit“ zeigt einen Wissenschaftler mit unkorrumpierbarer ethischer Grundhaltung, der noch beseelt war, von der Ehrfurcht vor der Komplexität und erstaunlichen Funktionalität der belebten Natur, die er als Biochemiker untersuchte.
    Sehr lesenswert!

  16. Etwa so, wie im Kommentarbereich zu diesem Artikel, darf man sich wohl die Stimmung bei den Bücherverbrennungen vor den deutschen Unis im Mai 1933 vorstellen. AfD-Stammtischexperten, welche selbst die heimischen Unis nur von außen kennen, geben „Expertenmeinungen“ darüber ab, wie sich der Lehrkörper an us-amerikanischen Privat(!)-Unis zusammensetzt, wer da hineingehört bzw. wer rausgeworfen gehört – und natürlich auch darüber, was eigentlich Wissenschaft ist oder nicht.

    Nur ein paar Möchtegern-Linke können sich noch nicht entscheiden, ob „Wokismus“ (was auch immer das sein soll) wohl schlimmer ist als eine sich faschisierende Oligarchenordnung.

    Glückwunsch Overton! Ihr habt alles richtig gemacht.

  17. Eine bestimmte Klientel klatscht auch zu jedem noch so grossen Schwachsinn begeistert in die Hände, solange nur „Kampf gegen den Wokeismus“ auf der Verpackung steht… oder man sich das irgendwie hinbiegen kann. Findige Leute haben da mit der Überhöhung dieses Themas und der absehbaren Empfänglichkeit bestimmter affiner Gruppen ganze Arbeit geleistet, denn, wie augenscheinlich beabsichtigt, geht auch die reaktionärste rechtskonservative Transformation weitgehend klaglos durch oder wird mit der dümmlichen Aussage „hauptsache nicht woke“ weissgewaschen.

    1. Naja, das Problem ist halt, dass für alle, die mehr als ein Kurzzeitgedächtnis haben, praktisch jede Kritik, die da jetzt aus der Wissenschaft kommt, schon desavouiert ist durch diejenigen, die sie aussprechen. Team Trump hat leichtes Spiel gegen eine Wissenschaft, die ihre Ideale schon vor langer Zeit verraten hat, und deren auf einmal wiederentdecktes Eintreten für wissenschaftliches Ethos reinste Heuchelei ist.

      Wir reden hier von einer Wissenschaftscommunity, die nicht einmal in der Lage ist, Gain-of-function-Forschung zu ächten, oder die Zweige der Psychologie, die sich der Entwicklung von Manipulationstechniken zur Gesellschaftssteuerung verschrieben haben.

      Oder wo ist das nachdrückliche Eintreten für die freie Verwertung von AI? Oder die Ächtung von Waffenentwicklung?

      usw.

      Es gäbe da wirklich viel zu diskutieren. Keines der großen Verbrechen des 20. und 21. Jahrhunderts wäre ohne das entscheidende Zutun von Wissenschaftlern möglich gewesen.

      Wissenschaftsfreiheit ist schön und gut, aber sie erlegt den Akteuren auch eine Verantwortung auf, der ganze Disziplinen wie die Laborvirologie oder Strömungen wie die selbsternannte kritische Theorie anscheinend nicht mal gerecht werden wollen. Von Waffenentwicklern oder Gefälligkeitsgutachtern für Tabak-, Pharma- und Chemieindustrie ganz zu schweigen.

      1. Sie haben ja grundsätzlich recht ‒ nur geht es Trump gar nicht darum. Er will einfach „seine“ d.h. ihm gefällige Wissenschaft. So wie er auch nicht an wirklich freier Presse interessiert ist, sondern an einer Presse, die ihm schmeichelt und seine „Wahrheiten“ verkündet.

        1. Ja, ich glaube schon, dass Trump politische Motive hat, aber die sind nur allzu einsichtig. Wie in Deutschland sind auch die amerikanischen Universitäten ein ausgesprochen sozialdemokratisches Milieu. Dort sitzt tatsächlich ein politischer Gegner Trumps, der seine ausgiebigen Ressourcen auch für den politischen Kampf gegen Trump einsetzt. Dass Team Trump nun seine eigenen Ressourcen einsetzt, um diesen Gegner zu schwächen, sollte niemanden überraschen.

          Trump hat aus seiner ersten Präsidentschaft anscheinend gelernt, dass er die Wissenschaft nicht verschonen darf, so wenig wie die anderen sozialdemokratisch geprägten Institutionen, wenn er nicht wieder als lame duck enden will. Das hat aber nichts mit vermeintlicher Förderung ihm genehmer Wissenschaft zu tun. Ich glaube kaum, dass er dazu eine Meinung hat oder sagen könnte, was eine ihm genehme Wissenschaft erforschen sollte.

          Emanuel Todd vergleicht gerne, wenn er die Zukunftsperspektiven von Staaten diskutiert, deren jährliche Abschlüsse in Ingenieurwissenschaften, wo Russland und China absolut vorbildlich sind. Ich würde denken, dass ein Ausbau der Ingenieurwissenschaften in den USA gut in das Programm von Team Trump passen würde – denn ohne mehr Ingenieure im Land lassen sich auch die ins Ausland abgewanderten Industrien nicht zurückholen. Aber es würde mir schwerfallen, das jetzt spezifisch auf die Ideologie der Tea Party oder der Libertären zurückzuführen. Im Gegenzug zu sagen, dass die woke Ideologie die Abschaffung der Ingenieurwissenschaften zur Konsequenz hätte, käme mir genauso absurd vor. Auf der Ebene läuft das meines Erachtens nicht.

  18. Also, die amerikanischen Universitäten waren noch nie ein Hort der Gleichheit und der Korruptionsfreiheit.

    JD Vance konnte als Sohn einer Drogenabhängigen nur an Yale studieren weil man ihn als Aushängeschild brauchte, ein Armer unter vielen Reichen. Das Jurastudium an Yale kostet normalerweise 20.000 Dollar pro Studienjahr und dauert nur 3 Jahre. In 6 Semester schafft in der BRD niemand ein Jurastudium. In den US kommt die Masse der Reichen nach 3 Jahren durch, weil die Uni von den Fördergeldern der Superreichen abhängig ist und Abschlüsse liefern muß. Vance war sozusagen ein soziales Aushängeschild in diesen Eliteclub. Wer in Yale studierte, konnte mit 120.000 Dollar Jahresgehalt sicher rechnen. In Deutschland kommt ein Jurist nach 9 bis 11 Semestern höchsten auf 80.000 Euro Einstiegsgehalt. Allerdings dürfen westdeutsche juristische Leistungsverweigerer mit schlechten hessischen Juraexamen als Besatzungsjurist in Thüringen verbeamtete Personalverantwortung übernehmen, die über fachliche weit bessere Ossis kommandieren dürfen. Das ist Deutschland!

    Amerikanische Universitäten sind durch und durch korrupt. Die Professoren sorgen dafür daß ihre reichen Sprößlinge nach den Kurzstudium gut unterkommen. Dieses Universitätssysten war noch niemals demokratisch, sondern immer sehr teuer und eine gute Brutstätte der amerikanischen Oberschicht.

    Ich frage mich was Trump da noch viel zerstören kann?

    1. Sie können das Budget für ein Studienjahr (9 Monate) an der YLS auf gut 75.000 USD erhöhen. Die Inhalte des Studiums unterscheiden sich grundlegend von den Ländern mit civil law Tradition, daher macht es auch keinen Sinn darauf hinzuweisen, dass man dort ’nur‘ 3 Jahre studiert. Die Studienzeit ist im Übrigen so intensiv, dass Sie danach tatsächlich ‚fertig‘ sind, überdies qualifiziert der Abschluss nicht bereits für den Beruf als Anwalt.

  19. Lobbyismus an Schulen
    20 von 30 DAX-Unternehmen bieten Unterrichtsmaterial an
    https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-an-schulen/20-von-30-dax-unternehmen-bieten-unterrichtsmaterial-an-67115/

    Das Ergebnis einer Studie zeigt, dass Unternehmen die Schulen längst als Ort der Meinungsmache für sich entdeckt haben.

    Es ist jedoch suspekt, dass Donald Trump die Hochschulen dadurch zur korrekten Hochschullehre hin erziehen möchte, indem er etwaige Fehlverhalten mit Leistungskürzungen bestraft.
    Hierbei stellt sich die Frage, was überhaupt korrekt ist. Das „America First“ von Donald Trump ist es ebenfalls nicht.

    Donald Trump sollte es komisch finden, dass sein Vizepräsident J.D. Vance nicht ausschließlich nur mit einem Themenwahlkampf, sondern vor allem auch mit der finanziellen Unterstützung von Peter Thiel in sein Amt gelangt ist.

    Der Milliardär hinter J. D. Vance: Trumps Running Mate bei der US-Wahl
    https://www.fr.de/politik/der-milliardaer-hinter-vance-trumps-running-mate-bei-der-us-wahl-93240577.html

    Schutz vor Pleiten
    Ein Zentralbank-Kartell beherrscht unser Geld – doch mit Trump droht sein Ende
    https://www.focus.de/finanzen/experts/polleit/schutz-vor-pleiten-ein-zentralbank-kartell-beherrscht-unser-geld-doch-mit-trump-droht-sein-ende_id_6672924.html

    Dieser Focus-Beitrag geht fehlerhaft von einem freien Markt aus, den es jedoch gar nicht gibt.
    Es fällt auf, dass Donald Trump sich nicht mit der Frage beschäftigt, was Geld als solches überhaupt ist.

    Wem gehört die Fed ?
    https://dasfinanzen.de/wem-gehoert-die-fed-fed-finanzen

  20. Bei den Trump-Zöllen kommt Deutschland übrigens zu Lasten der EU äußerst glimpflich davon. Diese orientieren sich nämlich, was in den Medien nicht wirklich deutlich gesagt wird, am Handelsüberschuss, sind also Überschuss-Strafen. Für die EU gibt es Gesamtzölle auf den Gesamtüberschuss. Die Überschüsse der einzelnen Länder sind aber äußerst unterschiedlich, einige haben sogar Defizite. Deutschland hat den mit Abstand größten Überschuss, wird also nun de facto für seine Exportpolitik von den anderen EU-Ländern mitfinanziert. Wie lange das wohl angesichts der Überschuldung in der EU gutgeht?

    1. Diese Feinheiten kannte ich auch noch nicht, danke. Das ist ja dann eine Fortsetzung des „Beggar thy neighbour“, das Deutschland innerhalb der EU schon seit Jahrzehnten betreibt. Deutschlands Handelsvorteile beruhen unter Anderem darauf, dass die anderen EU-Länder gegenüber Deutschland einen Nachteil, haben, den sie nicht ausgleichen können.

      Gäbe es noch die D-Mark, wäre sie gegenüber den meisten anderen EU-Währungen deutlich aufgewertet, was Produkte Made in Germany im Ausland teurer machen würde. Umgekehrt sind durch den deutschen Beitrag zum Euro Produkte Made in Italy im Ausland teurer als sie es wären, wenn Italien noch die Lira hätte, weil die Lira niedriger bewertet würde.

      Eine Verschärfung ergab sich durch die famose Leistung der ersten rot-grünen Regierung mit der Schaffung eines gigantischen Niedriglohnsektors, was nichts anderes als Lohndumping innerhalb der EU bedeutete. Die Löhne in Deutschland haben sich umgekehrt proportional zur Produktivität der deutschen Industrie entwickelt. Normalerweise antwortet das Ausland darauf mit einer Aufwertung der Währung, aber innerhalb des Euroraums ist das nicht möglich, und außerhalb des Euroraums wird der deutsche Extremismus durch die anderen EU-Länder abgemildert. Begonnen hatte das schon lange vor der Euro-Einführung: seit 1972 wurden innerhalb der EU bzw. EWG die Wechselkurse koordiniert.

      Dieses Abmildern setzt sich hier nun fort.

      Helmut Kohl hatte damals noch den Geldbeutel aufgemacht, um die EU-Partner milde zu stimmen. Bin mal gespannt, was Merz machen wird.

      Klingt jedenfalls nach einem weiteren Spaltpilz für die EU.

  21. Schon wieder sehr viel Lärm um nicht so viel Neues: die US-amerikanischen Universitäten, v.a. die aus der Ivy League, sind seit dem Zweiten Weltkrieg an den Sicherheitsstaat der USA angeschlossen gewesen, Die Natur- und die Sozialwissenschaften wurden in den Dienst der Industrie und vor allem auch des US-Empire gestellt – mit Forschungsaufträgen, Stellen- und Projektfinanzierungen, Kooptierung von unzähligen Wissenschaftler/innen in die Entscheidungsprozesse der CIA und des Außenministeriums. Wenn nun vom Verlust der universitären Ausrichtung an der ‚Wahrheit‘ gesprochen wird, ist das entweder völlig übertrieben, oder einfach nur verlogen. Es ist sicher ein harter Schlag für all diejenigen, die abseits der korrumpierten mainstream-Forschung wenigstens noch versucht haben, redliche Wissenschaft zu betreiben. Aber als einen Epochenbruch muss man diese Politik insgesamt nicht beschreiben.

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