USA: Vor allem Rechte nehmen mit offen getragenen Schusswaffen an Demonstrationen teil

2020 VCDL Lobby Day in Richmond im Januar 2020. Bild: Mobilus In Mobili/CC BY-SA-2.0

Der Supreme Court hat im Juni das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit erlaubt, die vermehrt bei politischen Versammlungen zur Einschüchterung der politischen Gegner getragen werden. Das wird die politische Kultur in dem Land der Massenschießereien weiter verändern und die Gewalt verstärken.

Massenschießereien sind in den USA, die anderen Ländern ihre „regelbasierte Ordnung“ aufdrängen wollen,  an der Tagesordnung, oft als erweiterter Selbstmord, wodurch wütende und/oder verzweifelte in einem letzten Akt möglichst viele mit in den Tod reißen wollen. Aber es gibt auch viele Schießereien, bei denen die Täter festgenommen werden oder unbekannt sind. Noch werden dazu in der Regeln Schusswaffen verwendet, weitaus schlimmer wäre es, wenn es sich um Selbstmordanschläge mit Sprengstoff handeln würde, wie dies Islamisten entwickelt haben und weiter praktizieren. Aber dem dürfte die amerikanische Kultur entgegenstehen, in der Schusswaffen und das Recht auf Schusswaffen eine hohe Bedeutung haben.

Als Massenschießerei wird in den USA, wenn es vier und mehr Getötete und Verletzte gegeben hat. Bislang gab es davon in diesem Jahr 612 (Stand: 26.11), was heißt, 2022 wird ein Rekordjahr für wildes Umsichschießen. Der Mass Shooting Tracker kommt auf 713, seit 2013 wurden über 5000 Vorfälle gezählt. Täglich gibt es Dutzende von Fällen von Schießereien, bei denen Menschen getötet und/oder verletzt werden. Gefährlich ist es auch für Polizisten, in diesem Jahr wurden 62 Polizisten durch Schusswaffen getötet, aber sehr viel gefährlicher für Verdächtige, von denen über 1250 starben. Oft handelt es sich um Schwarze oder andere Minderheiten.

Wenn viele Menschen mit Waffen herumlaufen, steigt nicht die Sicherheit, sondern wird präventiv auch eher geschossen (wobei mehr Menschen mit Schusswaffen Selbstmord begehen, als mit diesen absichtlich oder unabsichtlich getötet werden). Es ist gefährlich auf den amerikanischen  Straßen.

Das belegt auch ein Bericht der New York Times, die zeigt, dass dort, wo es erlaubt ist, offen Schusswaffen zu tragen – was in 38 Bundesstaaten der Fall ist -, dies immer öfter auch bei Demonstrationen und Protesten geschieht. Das findet vor allem, wenig überraschend, in Bundesstaaten statt, die von Republikanern geführt werden. Und seit der Entscheidung des Supreme Court im Juni, dass der Zweite Verfassungszusatz das Recht einschließen soll, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen, die Begründung durch die Notwendigkeit der Selbstverteidigung entfällt.

Das dürfte die amerikanische Kultur noch einmal mehr zur Gewalt öffnen. Die New York Times drückt es so aus: „Im ganzen Land ist das offene Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit nicht mehr nur eine Übung zur Selbstverteidigung – es wird zunehmend zu einem Sprachrohr, um die eigene Stimme zu erheben und, ebenso oft, die eines anderen zum Schweigen zu bringen.“ Im Augenblick finden sich im Lager der Republikaner und der Rechtsextremen vor allem die Waffennarren, Anhänger der Demokraten besitzen weniger Schusswaffen und verlangen in der Regel schärfere Waffengesetze. 2021 sagten in einer Umfrage 44 Prozent der Anhänger der Republikaner, dass sie eine Schusswaffe besitzen, bei den Anhängern der Demokraten sind es nur 20 Prozent. Männer haben fast doppelt so oft Schusswaffen als Frauen, ebenso ist es bei Menschen, die auf dem Land leben, gegenüber Stadtbewohnern.

Nicht in der Ukraine, bewaffnete Boogaloo-Anhänger bei Blue Igloo in Raleigh im Mai 2020. Bild: Anthony Crider/CC BY-2.0

Danach wird es gefährlicher, wenn Anhänger der Demokraten oder auch Linke demonstrieren, was sich schon während der Black-Lives-Matter-Proteste zeigte, wenn Anhänger der Republikaner oder Rechtsextreme wie die Proud Boys, Boogaloo oder Milizen wie die Oath Keepers oder Three-Percenters etwas durchsetzen wollen. Auftritte mit Schusswaffen schüchtern die Gegner ein. Vermutlich  wird dies dazu führen, dass auch mehr der Amerikaner, die bislang keine Schusswaffen hatten, solche erwerben werden, zumal seit dem Sturm auf den Kongress am 6. Januar 2021 die Angst vor einem Bürgerkrieg oder Gewalt gewachsen ist.

Nach einer Analyse von mehr als 700 Demonstrationen mit bewaffneten Teilnehmern seit Januar 2020 trugen in 77 Prozent der Fälle rechtsgerichtete Menschen Schusswaffen, die gegen LGBTQ-Rechte oder Abtreibungsrecht, gegen Demonstrationen für Gleichheit oder das Ergebnis der Präsidentenwahl protestierten. Noch zeichnen sich Versammlungen, an denen Bewaffnete teilnehmen, durch höhere Gewalt aus, Schießereien sind noch kaum vorgekommen.  Aber das wird nur eine Frage der Zeit sein.

„Bei etwa jeder sechsten Demonstration, bei der Schusswaffen gefunden wurden, gab es Berichte über gewalttätige oder zerstörerische Aktivitäten“, berichtet Every Town Research. „Bei Demonstrationen, bei denen keine Schusswaffen festgestellt wurden, ist es eine von 37. Während bewaffnete Demonstrationen weniger als 2 % aller Demonstrationen in den USA ausmachen, sind sie für 10 % aller gewalttätigen oder zerstörerischen Demonstrationen verantwortlich. Bei bewaffneten Demonstrationen kommt es in 16 % der Fälle zu gewalttätigen oder zerstörerischen Ausschreitungen, bei unbewaffneten Demonstrationen dagegen in weniger als 3 % der Fälle.“

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20 Kommentare

  1. Die Not Fucking Around Coalition ist in dem Artikel nicht erwähnt worden. Oder liegt es an der Pigmentierung der Hautfarbe?

    CHAZ oder die Autonome Zone Capitol Hill, waren ja auch keine Rechten die Andere mit ihren Schusswaffen eingeschüchtert haben!

    Was will der Autor mit dem Artikel im jetzigen Krisenfall ausdrücken? Im Erwartung des dritten Weltkrieges machen mir die Bewaffneten-Spinner auf den Bildern im Amicountry keine großen Sorgen!

    Alles wird wieder Gut?
    Oder Was?

    Gruß Prepperoni

      1. Hi Oktober hast recht,
        ein bisschen Antiamerikanische Folklore lenkt von den Tagtäglichen-Problemen ganz gut ab 🦄

        Traurig Oder?

  2. Viele Rechte nehmen auch in Deutschland mit Waffen an Demonstrationen teil.

    Sie stehen mit ihren Knarren rund um
    Veranstaltungen von „Die Rechte“, NPD, AfD und behaupten:

    “ Wird schützen nicht das Motto der Demonstration, sondern die Demonstration selbst.“

    Wann tut endlich jemand mal was ?
    Wo soll das alles nur hinführen ?

    1. > Viele Rechte nehmen auch in Deutschland mit Waffen an Demonstrationen teil.

      Das ist mit absoluter Sicherheit eine Lüge.

      Das deutsche Waffen- und Demonstrationsrecht unterteilt Waffen grob in drei bzw. vier Gruppen: Waffen im klassischen Sinne (Schusswaffen, Schwerter, Messer), Werkzeuge und Anscheinswaffen (Werkzeuge: Machete, Hammer, Schraubenzieher, …, Anscheinswaffe: Softair) und passive Waffen (reine Verteidungsmittel z.B. Gasmasken, Schutzhelme, Arbeitsschutzschuhe, Schutzwesten).

      Bei allen öffentlichen Veranstaltungen sind alle vier Gruppen von Waffen rundheraus verboten. Zu den öffentlichen Veranstaltungen zählen Demonstrationen, aber zum Beispiel auch Weihnachtsmarkt. Echte und Anscheinswaffen sind im öffentlichen Raum immer verboten. Und für passive Waffen und Werkzeuge benötigt man einen Grund.

      Privater Schusswaffenbesitz ist erlaubnispflichtig, aber der Besitz bedeutet nicht, dass man die Waffe spazieren fahren darf. Beim Transport zum Schießstand gibt es heftige Auflagen. Zum Beispiel darf man keine Umwege fahren, muss die Waffen mehrfach verschlossen transportieren (also zum Beispiel eine Tasche in der Tasche und dann noch ein Schloß). Schießpulver darf nicht durch Städte transportiert werden (mit einem gewissen Freiraum, wenn man in der Stadt wohnt.

      Und ja, ich weiß über die gesetzlichen Regelungen in Deutschland ziemlich gut Bescheid. Als Sportschütze und Wiederlader (Erlaubnis eigene Patronen zu entwickeln, zu bauen und zu benutzen) entwickelt man zwangsläufig ein profundes Wissen über deutsches Waffenrecht.

      Es gibt in Deutschland eine einzige Gruppe, die mit indirekter staatlicher Erlaubnis, Waffen zu demonstrationen mitnimmt. Der schwarze Block der Antifa.

      1. Das ist mit absoluter Sicherheit Schwachsinn.

        Ich nehme mal an, du spielst auf die Antifas an, die mit Gelaendewagen oder Lkws in Weihnachtsmaerkte und andere Menschenmengen reinpfluegen?

        1. Nein, ich spiele auf die Antifa an, die mit verbotener, passiver Bewaffnung (Regenschirme, Gasmasken, Schutzhelmen), verbotener uniformer Kleidung (schwarze Kleidung, Ski-Masken) und Polizisten aktiv angreift (mit Steinen, Molotovcocktails und Reizgas). Wusstest Du, dass es die Antifa als einzige politische Gruppe ins Waffengesetz geschafft hat? Mit dem Verbot von Präzisionsschleudern. Allerdings ist dieses Verbot jetzt auch schon wieder Jahrzehnte alt und seit dem hat sich viel geändert, insbesondere hat die Antifa ihre Taktik radikal überarbeitet und setzt jetzt auf strickte Aufgabenteilung…

          Ohne Begründung was denn genau falsch ist, kannst Du Deinen ersten Satz streichen.

  3. Antiamerikanische Folklore…
    in den späten 50er bis fast Ende der 60er war es möglich den Slogan „Ami go home“ zu skandalieren. Mein Vater sagte damals:, es ist ihm lieber die Amis bestimmen die Geschicke als deutsche „Barrasköppe“ und Revanchisten.
    Das war für mich damals einleuchtend und ich unterstütze die Ruf nicht. Der Gedankengang von damals stimmt leider heute nicht mehr so ganz.

    z.Zt. sieht es so aus. dass wir innerhalb der Führungsebene der BW, und da meine ich auf keinen Fall die Politische Führung, noch einige Leute habe, die ihren Kopf zum Denken benutzen. Allerdings dürfen sie nicht laut denken, sonst ist es um ihren Kopf geschehen (siehe den Marine Inspekteur)

    Was ich damit sagen möchte? Die Zeiten und Umstände ändern sich. Die Revanchisten und kalten Krieger sind waren mehr präsent und wären bedeutungslos, wenn unsere freiheitlichen Medien und Schmierenkomödianten z.Zt. nicht täglich mit Hurrapatriotismus befeuern würden.
    Die meisten schreiben das Bulletin der NATO ab. Die NATO ist US Amerika. Das heißt die Kriegstreiber sitzen in Washington.
    Nachdem die US Administration voll auf Polen setzt, könnten wir doch verlangen, dass ein großer Teil der US Armee sowie die Kommandozentralen nach Polen verlegt, Ramstein aufgelöst und die Atombomben entfernt werden, oder? 🙂

    Leider haben die Rechten bis Extremrechten als erste den nostalgisch geglaubten Slogan okkupiert.

    1. Diesen „Slogan“ bzw. diese Forderung haben meiner Ansicht nach weniger die Rechten okkupiert, als dass die ehemals linken Grünen und Teile der SPD sie haben fallen lassen. Man kann noch nicht einmal behaupten, die bürgerliche Linke hätte sich dieses Thema aus der Hand nehmen lassen, nein sie, bzw. deren gewählte Vertreter haben die Forderung nach nuklearer wie konventioneller Abrüstung weggeworfen wie eine heisse Kartoffel, sowie sie sich als riskant für die eigene -nicht zuletzt aus den USA geförderte- Karriere erwiesen hat.

  4. Antiamerikanische Folklore…
    in den späten 50er bis fast Ende der 60er war es möglich den Slogan „Ami go home“ zu skandalieren. Mein Vater sagte damals:, es ist ihm lieber die Amis bestimmen die Geschicke als deutsche „Barrasköppe“ und Revanchisten.
    Das war für mich damals einleuchtend und ich unterstütze die Ruf nicht. Der Gedankengang von damals stimmt leider heute nicht mehr so ganz.

    z.Zt. sieht es so aus. dass wir innerhalb der Führungsebene der BW, und da meine ich auf keinen Fall die Politische Führung, noch einige Leute habe, die ihren Kopf zum Denken benutzen. Allerdings dürfen sie nicht laut denken, sonst ist es um ihren Kopf geschehen (Erinnerung an den Marine Inspekteur)

    Was ich damit sagen möchte? Die Zeiten und Umstände ändern sich. Die Revanchisten und kalten Krieger sind waren nicht mehr präsent und wären bedeutungslos, wenn unsere freiheitlichen Medien und Schmieren-komödianten z.Zt. nicht täglich mit Hurrapatriotismus befeuern würden.
    In diesem Sinne ist der Slogan nicht so falsch.
    Leider haben die rechten bis extremrechten diesen alten Ruf wieder Okkupiert

  5. So nähern sich innen- und außenpolitische Politik zwangsläufig an, wobei hier der Streit um Henne und Ei fehl am Platz wäre. Wie kommt man eigentlich dazu, nach innen gewaltfreie Zustände haben zu wollen, wenn seit jeher der Staat jedes andere Volk der Vernichtung unterzieht, das es nur wagt, bei der Umsetzung der amerikanischen Wünsche auch nur zu zögern und die eigenen
    Interessen zu erwägen? Und die Lakaien überschlagen sich, die USA als Demokratie zu feiern. In deren Logik ist Demokratie ein Land, das andere Länder mit Krieg überzieht und im Inneren das Primat des Stärkeren Gesetzesrang hat.
    Und das kriegen wir jetzt auch, fragte das Bäuerchen Grigori Affanosow in „Die Kuh im Probeller“. Ach was, läuft ja schon länger.

  6. Die Ideologiesierung der Massen durch rechtslinks Symptome hat was, denn :
    Was ist links bzw. rechts?
    Heutzutage wird alles durcheinander gemischt bis keiner mehr weiss, was links oder rechts bedeutet.
    Was ist Amerika?
    Die Vorstellung von dem Amerika ist eine Fabrikation, das Amerika ist durch Europäer besetztes Land und der Artikel zu der Situation dort, ist eine Blendung von „UNS“.

  7. Man fragt sich, angesichts der unkontrollierten Waffenlieferungen in ein korruptes Land hier ganz in der Nähe, wie lange es dauern wird, bis auch auf unseren Strassen derart mit Militärtechnik bewaffnete Selbstverteidiger auftauchen werden?

    Gibt es da eigentlich eine Obergrenze, wo die Selbstverteidigung aufhört? Panzerfaust, Javelin etc. ??

  8. So ein Artikel kann nur ein kleiner Ausschnitt aus dem täglichen Leben der USA sein. Es ist Herrn Rötzer schwer vor zu werfen, dass er nicht alle Bereiche in diesen Format beleuchten kann. Das er aber auch die dunkle Seite der US-Wirklichkeit zeigt, ist positiv. Das Bild, was die meisten Deutschen von der USA haben, ist positiv überzeichnet. Also das gesamte Gegenteil von Russland.

    Die alltägliche Waffengewalt in der USA ist ein riesen Problem und kann kaum noch eingedämmt werden. Da die gesellschaftlichen Verhältnisse und damit auch die Interessen sowie die wirtschaftlichen Ungleichheiten und die Unterschiede zwischen den Bundesstaaten ähnlich wie in der Ukraine in den letzten Jahrzehnten immer größer statt kleiner werden, die Ideologie in den Köpfen der Menschen das Recht des stärkeren fokusiert, sehe ich eine weitere innerstaatliche Gewalteskalation in der USA als sehr realistisch an.

    Wenn man sich die Todeszahlen durch Schusswaffen ohne Selbstmord in den USA (1) anschaut, kommt man zu dem Schluss, dass dort ein Krieg stattfinden muss. 2021 über 24Tausend, 2020 19,5 Tausend Tote und in den ersten 10 Monaten 2022 rund 17Tausend Opfer von Schusswaffen, dazu kommt jedes Jahr die rund doppelte Anzahl von Verletzten. Diese Zahlen finden in einem Land mit 340Millionen Einwohnern statt, also rund viermal mehr als Deutschland. Vergleicht man dies mit Deutschland, wo es pro Jahr 200 bis 300 Mordopfer gibt, so kann man sich doch diese überbordende Gewalt mit Waffen durch amerikanische Bürger noch besser begreifen.

    Unter den 20 Ländern mit den meisten Toten durch Schusswaffen, kommen 17 Länder vom Doppelkontinent Amerika (3). Irgend etwas ist bei der Kolonisierung und der innerstaatlichen Verwaltung in der „neuen Welt“ in den letzten Jahrhunderten gewaltig schief gelaufen. Das Problem mit den Schusswaffentoten (10,54 Opfer je 100ooo Einwohner) ist also kein rein US-amerikanisches Problem (Rang 11 der Statistik von 190 Staaten) sondern erfasst den gesamten Doppelkontinent.

    Übrigens auf Platz 12 ist das Land Montenegro (einzigste europäische Saat unter den 20 am schlimmsten betroffenen Ländern) mit 8,91 Schusswaffentote je 100ooo Einwohner. Montenegro ist EU-Beitrittskandidat. Aktuelle Artikel über dieses Problem in und mit Montenegro als EU-Kandidat findet man nicht wirklich in der Suchmaschine. Die Artikel in den Suchmaschinen sind fast alle 8 Jahre alt (4) und seit dem wird sich nichts verbessert haben, sonst hätte man in der Jubelpresse darüber geschrieben. Das die EU Montenegro aufnimmt, ist auch ein US-Wunsch und dient der Schwächung der westlichen europäischen Staaten. Vielleicht auch mal ein Thema für Herrn Rötzer – die ehemaligen juguslawischen Staaten und jetzige EU- und NATO-Beitrittskandidaten und ihre Probleme.

    (1) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/579175/umfrage/vorfaelle-und-todesfaelle-durch-schusswaffen-in-den-usa/
    (2) https://schnelleberatungen.de/wie-viele-tote-durch-schusswaffen-gibt-es-in-deutschland/
    (3) https://www.worldmap-knowledge.com/articles/countries-with-the-highest-rates-of-firearm-related-deaths.html
    (4) https://www.rationalgalerie.de/home/montenegro-nato-ueber-alles#!kmt-start=10

    1. Bitte bei ‚Jugoslawien‘ immer mitdenken, das USAmerikanische Handlungen diesbezüglich den in der Konferenz von Jalta begründeten neutralen Status dieses Staates aufheben wollten.
      Das Ziel wurde erreicht und Geopolitik hat Handlungsrahmen von Jahrzehnten was in dem betrachten leider oft nicht berücksichtigt wird.
      MfG

  9. Mal was zum Thema Waffenrecht:

    In der Schweiz gibt es praktisch jedem Haushalt ein vollautomatisches Sturmgewehr. Reservisten nehmen ihre Waffe nach dem Wehrdienst mit nach Hause, die Waffe steht dann im Schrank. Zusammen mit Munition. Schweizer Reservisten müssen IMO einmal pro Jahr den Umgang mit der Waffe trainieren und fahren dazu mit der offenen Waffe samt Munition in der Straßenbahn zum Schießstand. Waffenlizenzen sind einfach zu bekommen, einschließlich einer Führerlaubnis.

    In Österreich darf jeder 18jährige eine Flinte erwerben. Völlig legal, kein Hintergrundcheck, Ausweis reicht. In Tschechien ist die Bewaffnung der Bevölkerung Staatsziel. Der Umgang mit Schusswaffen und Schießtraining wird in öffentlichen Schulen unterrichtet, der Besitz von Waffen wird staatlich gefördert, etwa 3% aller Tschechen laufen im Alltag ganz legal mit einer verborgenen Waffe herum.

    In Deutschland haben die verschiedenen Polizeieinheiten irgendwas um 1,5 Mio Waffen. Sportschützen und Jäger haben irgendwas um 5 Mio Waffen und Kriminelle besitzen nach Schätzung des BKA irgendwas um 30 Mio Waffen. Und da ist dann alles dabei. Von der Kleinkaliberpistole über ein MG42 aus dem Zweiten Weltkrieg hin zur Kalaschnikow und Handgranaten.

    In Mexiko ist der private Besitz von Feuerwaffen praktisch verboten. In Kanada ist der private Besitz mehr oder weniger unreguliert, in den USA gibt es zahllose Regelungen, die vom Waffenrecht New York (praktischer Verbot) bis zu unreguliert reichen. In Detroit sind Waffen verboten.

    Und nun die Preisfrage, in welchen Ländern gibt es die höchste Gewaltkriminalität? Genau: Mexiko (strikter Verbot), gefolgt von den USA (aber praktisch nur in demokratisch regierten Gebieten, insbesondere in Detroit). Die niedrigste Gewaltkriminalität haben dann die Schweiz, Deutschland und Österreich. Obwohl die Schweiz nicht wesentlich weniger private Waffen hat. Und sogar obwohl in Deutschland die Mehrheit der Kriminellen Feuerwaffen zu Hause hat.

    Die USA haben kein Waffenproblem, die USA haben ein Gewaltproblem. Woher dieses Problem kommt: Das darf man nicht sagen, da die hauptsächliche Tätergruppe politisch geschützt wird.

    Und damit erklären sich auch die Waffen bei manchen politischen Veranstaltungen (genauer gesagt bei einem Typ von Veranstaltung: Pro Waffenrecht, bei allen anderen Veranstaltungen sind offen getragene Waffen auch in den USA Tabu). Republikaner wollen nicht, dass ihre Heimatregion so abstürzt wie demokratische Gebiete.

  10. Bei den Demos tragen Polizisten auch Waffen und es gibt teilweise Scharfschützen auf den Dächern. Das kenne ich aus persönlichen Augenschein! Da ich 2014 ein Jahr lang, aktiv die Demo in unserer Stadt mit gemacht habe, auch auf der Bühne, weis ich das es keine bewaffnete Demoteilnehmer gibt.

  11. „Es gibt in Deutschland eine einzige Gruppe, die mit indirekter staatlicher Erlaubnis, Waffen zu demonstrationen mitnimmt. Der schwarze Block der Antifa.“
    …und ich dachte, in Zukunft wollte man etwas genauer hinsehen, was Waffenbesitz und geistige Gesundheit betrifft? Bei „T“, wie „Tuka Ram“ sind sie wohl nicht angekommen.

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