US-Präsident Trump: „ I don´t need international law”– letzter Weckruf für Europa

Donald Trump - zufrieden mit sich
Donald Trump – zufrieden mit sich. Bild: Weißes Haus

Die Weltsicht des US-Präsidenten.

Am 07. Januar 2026 stellte sich US-Präsident Trump in einem Interview (Video) Fragen von Journalisten der New York Times. In diesem Interview machte Trump unmissverständlich klar, dass das Völkerrecht für ihn keine Bedeutung hat. Er selbst sieht sich als Maßstab dafür, welche militärischen, wirtschaftlichen oder politischen Mittel zur Anwendung kommen, um die Vormachtstellung der USA zu garantieren. Gefragt, ob es irgendwelche Grenzen für die Ausübung seiner globalen Macht gäbe, antwortete Trump glasklar: „Yeah, there is one thing. My own morality, my own mind. It´s the only thing that can stop me.” („Ja, da gibt es eine Sache, meine eigene Moral, meine eigene Meinung. Das ist das Einzige, was mich stoppen kann.“)

Weitere Kernaussagen von Trump mit außenpolitischer Relevanz waren:

  • Die Macht der USA ist der entscheidende globale Faktor.
  • China wird Taiwan nicht angreifen, so lange ich Präsident bin. Ein solcher Angriff ist mit meiner Militäroperation in Venezuela nicht vergleichbar.
  • Ohne mich als Präsident der USA hätte Russland bereits die gesamte Ukraine besetzt.
  • Die NATO ist ohne die USA grundsätzlich nutzlos.
  • Grönland muss ein Teil der USA werden.
  • Das Auslaufen des „New Start Treaty“ zum 05. Februar 2026, der letzten noch existierenden nuklearen Abrüstungsvereinbarung zwischen den USA und Russland, ist für ihn kein Problem, obwohl Präsident Putin am 25.09.25 eine Verlängerung des Vertrags um ein weiteres Jahr angeboten hatte.

Die Erkenntnis, dass das Völkerrecht für amerikanische Präsidenten ggf. keine wirkliche Bedeutung hat, ist grundsätzlich nicht neu. Betrachtet man nur die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, so haben alle US Präsidenten im Rahmen von Militäroperationen und/oder Entmachtung ausländischer Regierungen immer wieder das Völkerrecht gebrochen. Beispielhaft für rechtswidrige Operationen seiner Vorgänger stehen Iran, Chile, Vietnam, Grenada, Nicaragua, Panama, der Balkan, Irak, Syrien, Libyen und zum Teil auch Afghanistan. Doch all diese Operationen waren nie mit einer Feststellung verbunden, wie Trump sie gemacht hat, dass nämlich das Völkerrecht generell überflüssig ist und als Maßstab des eigenen Handeln ausschließlich die eigene Moral und die eigene Meinung relevant sind.

Präsident Trump stellt sich mit seinem Machtanspruch rigoros über geltendes Recht, und das sollte Europa als einen letzten Weckruf verstehen, um sich einerseits nicht mitschuldig zu machen, dass die wertebasierte internationale Ordnung ersetzt wird durch „das Gesetz des Dschungels“, und andererseits das Weiterbestehen der eigenen Existenz auf dem Spiel steht.

Was ist zu tun?

Die EU muss offensiv für die wertebasierte internationale Ordnung eintreten und zwar nicht mit strammen Statements, sondern durch aktives Handeln

Die europäischen NATO Staaten, einschließlich Kanada und Türkei müssen sich ihrer eigenen Stärke bewusst werden und Präsident Trump klarmachen, dass die NATO ohne die USA nicht nutzlos ist, sondern die USA auf die europäischen NATO Partner + Kanada und Türkei angewiesen sind, wenn sie ihre globale Macht nicht gefährden wollen.

Dazu ist es erforderlich, dass die 31 NATO Staaten und die 27 EU-Länder ihre Positionen gegenüber dem US-Präsidenten abstimmen und klar definieren. In einem zweiten Schritt müssen die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte endlich persönlich und gemeinsam bei Präsident Trump vorstellig werden und ihm klipp und klar sagen, dass seine Ansichten und sein Vorgehen mit ihren Wertvorstellungen nicht vereinbar sind.

Sollte der US-Präsident auf seiner Position beharren, muss die gesamte Zusammenarbeit der USA mit der EU und innerhalb der NATO auf den Prüfstand. Dafür müssen alle diplomatischen Mittel eingesetzt werden.

Last but not least, müssen die EU Staaten und auch die 31 NATO-Mitgliedsländer bereit sein, die Zusammenarbeit mit diesem US-Präsidenten und seiner Administration aufzukündigen. Das wäre auch ein klares Signal an alle Amerikaner ohne politisches Amt, die mit diesem Präsidenten und seiner Administration auch nicht mehr einverstanden sind und auch an die Abgeordneten und Senatoren der US Demokraten und die zunehmende Zahl von Republikanern, die nicht mehr bereit sind, unter und mit einem solchen Despoten zu arbeiten.

Fazit

Dieser Präsident ist in seinem Größenwahn und durch seinen Machtmissbrauch mittlerweile zu einer ganz realen Gefahr für die gesamte freie Welt geworden. Es ist nicht zuletzt auch an Europa, ihn zu stoppen; denn Kompromisse kann es im Zusammenhang mit einer wertebasierten Ordnung nicht geben.

Jürgen Hübschen

Jürgen Hübschen, Jahrgang 1945, Westfale und Europäer. Ehemaliger Luftwaffenoberst im Generalstabsdienst. Zehn Jahre Einsatz als Raketenspezialist mit amerikanischen Kameraden in NATO-Verbänden. Drei Jahre Verteidigungsattaché bei der deutschen Botschaft in Bagdad während des Irak-Iran Krieges. Weiß dadurch, was Krieg für eine Scheiße ist, wie wichtig unabhängige Medien sind und wie wenig Möglichkeiten die Menschen in einer Diktatur haben, das herrschende System zu kritisieren oder gar zu ändern. 5 Jahre Leiter einer erfolgreichen OSZE-Mission in Lettland zur Überwachung eines Vertrags zwischen Russland und Lettland. Weiß dadurch, wie man mit Russen zusammenarbeitet. Letzte militärische Verwendung Referatsleiter im Verteidigungsministerium, zuständig u.a. für die Landesverteidigung, die zivil-militärische Zusammenarbeit und die Unterstützung der alliierten Streitkräfte in Deutschland.
Nach der Pensionierung 14 Jahre Unterstützer von NGOs in Sicherheitsfragen. Durchführung praktischer Trainings und Einsätze in Afghanistan und Afrika
Verfasser sicherheitspolitischer Bücher und Artikel, mit dem Ziel die Berichterstattung unserer stark stromlinienförmigen Medien aufzubrechen.
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75 Kommentare

        1. na ja, was will man von einem ehemaligen Soldaten erwarten, er kennt nichts anderes. Die NATO hat sich schon lange überlegt und das Zusammenspiel von NATO und EU, das in den Lissabonner Verträgen festgeschrieben wurde, ist eines der größten Probleme überhaupt. Schon allein deshalb müssen beide weg und etwas neues geschaffen werden. Bitte mit Leuten, die weder US-hörig, noch UK-hörig, noch konzern- und elitenhörig sind. Also Austausch so ziemlich des kompletten unfähigen Personals, das da am Werke ist und alle möglichen Interessen vertritt, außer denen der europäischen Bürger.
          In Frankreich hat erklärt, eine Antrag auf NATO-Austritt ins Parlament bringen zu wollen. Das ist ein absolut angemessene Reaktion, die sich Frankreich erlauben kann. Wenn dieser Antrag durchkäme, würde es den Laden endlich aufmischen.

    1. @ motonomer
      Es lebe die Vielfalt. 😉
      Schon dumm, daß Sie die Artikel auf dieser Seite nicht plazieren können.
      Wer dieser „Einer“ dann sein sollte, müsst noch geklärt werden.
      Tipp von mir: Einfach nicht lesen oder aber eine konstruktive Kritik abgeben.

      Vorsorglich plaziere ich unter meinem Beitrag schon mal einen🐟

    2. Nein , kann man nicht. Er gehört wohl zum Stamm von overton. Einem „Magazin“ das von Franzosen und Belgiern, Italienern und Polen, Ungarn und Tschechen und einigen Deutschen als „Fake“ und „Troll“ bezeichnet wird…. Noch nicht mitgekriegt? Im Kern gibt es fast ausschliesslich „pro-EU“ Artikel…Klar manches wird kritisiert, wenns „um eigene sachen“ geht… wie zB dem Verbrennerverbot… aber sonst? Das ein Mann der sich selbst als Europáer, Transatlantiker und Globalist – aber NIE als Deustcher bezeichnet (als solches auch nicht von Overtone bezeichnet wird)sollte einem zu denken geben.
      Nei Overton ist kein freies, unabhángiges Medium. Genauso wenig wie report24 oder tkp…. Solche „unabhángigen, freien“ Medien gibt es – laut Bundestag – schon seit 2024 nicht mehr. ALLE schreiben was sie schreiben sollen. Alle auf ein Ziel ausgerichtet: „Die Abtrünnigen an der Leine zu halten und Stück für Stück zu überzeugen….“ DAS erklárte Ursula von der Leyen auf die Frage, warum man „rechtspopulistische Medien“ nicht abschalte- obwohl man dies könne.

      1. Und wenn man sie nicht überzeugen kann in einer Endlosschleife über nicht-Themen sich aufzureiben. Hauptsache die clicks werden mehr und man lässt den netten Damen und Herren vom BND alle Infos zukommen. So sehen die „Alternativen Medien“ aus, man könnte sich fragen was daran „Alternativ“ ist bis man obiges begriffen hat.

  1. Das „E“ von Europe fehlt schon mal.
    Ein Zeichen ?
    Ganz ehrlich, Europa ist sowas von raus, hat den Schuss nur leider noch nicht gehört.
    Vielleicht wird der nun etwas lauter ausfallen müssen.

  2. „Wissen Sie, ich mache nicht nur Wahlkampf, ich regiere die Welt.“ Joe (Brandon) Biden
    Juli 2024
    Es braucht eine “ Koalition der Willingen“ für mehr „wertebasierte internationale Ordnung“.

  3. Hat schon jemand erwogen, ob vielleicht Präsident Trump wahnsinnig ist? Dann nämlich könnte der Chef des mächtigsten Landes des Planeten die Welt in einen Konflikt manövrieren, der das Ende der Zivilisation zur Folge hat.

    1. Ja, u. a. Hübschen im Artikel zu bewundern:

      Fazit

      „Dieser Präsident ist in seinem Größenwahn und durch seinen Machtmissbrauch mittlerweile zu einer ganz realen Gefahr für die gesamte freie Welt geworden.“

      Was natürlich nicht heißt, dass das die ganze Wahrheit ist.

      1. @ Elberadler: Es sind nicht nur die US Präsidenten, die scheinbar aus den
        Irrenhäusen rekrutiert werden. Man schaue sich einmal die Minister an.
        Bei uns hat die Funktion der Irrenhäuser die Parteienlandschaft übernommen.
        In der Jungen Union sind die Härtefälle untergebracht. Und die Grünen….nicht
        mehr zu beschreiben.

    2. Wäre Trump nur ein einsamer Wahnsinniger, dann wäre er schon längst erledigt. Ohne eine gewaltige Macht, die hinter seiner Politik steht (Geheimdienste, Konzerne, Banken und andere Lobbies…) wäre er gar nicht Präsident geworden. Letztlich setzt er die Interessen einer bestimmten Gruppe Menschen durch, die in seinem Fall wohl mit seinen Interessen in vielen Punkten übereinstimmen.

    3. Dann ist er es nicht allein. Die Lage in den USA ist undurchsichtig, aber es gibt doch einige Regierungsmitglieder, die ihn in seinen Ansichten und Vorhaben stützen. Es gibt eine unverfrorene Agenda. Wenn es ausreichend Widerstand gibt, kommt es zum Bürgerkrieg.

  4. Herr Hübschen lebt in seiner Welt. So wurde er sozialisiert, 40 Jahre Feindbild, 40 Jahre Kognitive Dissonanz. Ich sehe es bei meinem werten Väterchen. Auch ein BW-Veteran. Es kann nicht sein, nein , nein es kann nicht sein…Nein Herr Hübschen, wir erleben einen Epochenbruch des Wertewestens, und Donnie ist sein Kapitän. Kein Größenwahnsinn, nur das Verkaufen, von bereits bestehenden Planungen zur Rettung einer untergehenden Zivilisation.
    Oh wäre er doch Odysseus.

    „Russia is not the enemy. Europe is.“
    Scott Ritter

    https://apolut.net/die-usa-erklaren-europa-den-krieg-von-michael-hollister/

        1. Sie können gerne den Verlauf der politischen Ereignisse, die von den Amis forciert wurden, mit den Ausführungen von RAND vergleichen. Und ja, das ist alles öffentlich zugänglich. Als selbsternanntes „Gods own Country“ kann man sich das erlauben.
          Übrigens hat auch Thomas Röper schon des öfteren auf die RAND Corporation und ihre Bedeutung für US-amerikanische Strategien hingewiesen.

          1. @Bettina

            ++++++

            Und Rand ist nur einer der Strategie-Ausheckervereine der USA, wenn auch vermutlich der bedeutendste.

            ww.youtube.com/watch?v=vln_ApfoFgw

  5. Man kann dieses hysterische Gejaule echt nicht mehr ertragen.
    Trump ist das perfekte Werkzeug seiner Investoren, wie alle anderen (westlichen) „Staatsführer“ eben auch.
    Der kommende, globale „Hard Reset“ wurde doch nun wirklich lange genug und alles andere als „geheim“ kommuniziert.
    Siehe zB Thiel, Vance, Karp, Musk, Schmidt, Kurzweil, etc. und deren Faible für das sog. Dark Enlightenment, das Boston Global Forum uvam.
    (Alles andere als eine „Primärquelle“ aber dennoch sehr gut recherchiert und zusammengefasst, wenn auch ohne jeglichen Hinweis auf das zugrundeliegende Phänomen:
    https://free21.org/die-phoenix-verschwoerung/ )
    Und die USA haben nunmal unter allen Menschenaffen die größten Keulen zur Verfügung – völlig logisch also, dass sie den Erstschlag ausführen werden.
    Vermutlich sogar schon sehr bald über den Iran, da dies wohl den effizientesten Dominoeffekt in Gang setzen würde.
    Vor allem, wenn dann ein „iranischer Querschläger“ ganz zufällig die Al-Aqsa-Moschee zerstören würde.

    1. In diesem Fall würde China vermutlich die Gelegenheit und den Aufruhr nutzen, um Taiwan zu kassieren. Die wären dumm, wenn sie es nicht machten. Denn dann haben sich die USA überdehnt und auch für China ist es geboten, schnell zu handeln, bevor sich andere in Taiwan festsetzen können. Taiwan ist das für China, was Kuba für die USA ist.

  6. Kein Zweifel, das Thema „Aufmerksamkeitsökonomie“ beherrscht er, der Donald. Jeden Tag einen idiotischen Satz absondern, und Millionen von Schreiberlingen verrenken sich die Hirne. Zumindest die, die eins haben. Der Rest schreibt eh im Auftrag.
    Wer den Donald verstehen will, der braucht nur das zu lesen: https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
    Da steht das drin, was der Mensch wissen muss. Der Rest ist Show und Nebel. Klar, für den überzeugten „Wessie“ ist das schwer vorstellbar. Seine Welt bricht auseinander. Und niemand da, der ihm sagt, was er denken soll…

    1. So verrückt ist das gar nicht, nur was Donald so von sich gibt, klingt erstmal so.
      Die europäischen Länder sind nicht fähig, ihre eigenen Interessen zu erkennen, geschweige denn zu vertreten. Das tun vielleicht die Polen und die Balten auf der einen Seite, die Ungarn und die Slowakei, bald auch Tschechien auf der anderen Seite. Die sogenannten „Willigen“ tun genau das nicht. Das was sie tun, mögen die Interessen ihrer Frontleute sein, die keinerlei Mehrheiten aber dafür um sehr mehr Geltungsbedürfnis besitzen. Das sind die eigentlichen Schadbären, gemeinsam mit der EU-Kommission. Auch wir haben nationale und wirtschaftliche Interessen und wir benötigen jemanden, der unsere Interessen vertritt, statt den Trump, Selenskyi , Gates, Pfizer oder wem auch immer so in den Hintern zu kriechen, dass es mehr als peinlich ist. Die machen mit uns was sie wollen, wegen dieser Leute.

  7. Wann haben die USA denn JE internationales Recht gebraucht?

    Das ist alles nicht neu! Kein Sondermerkmal von Trump! Praktisch jeder US-Präsident hat sich immer über internationales Recht (Völkerrecht) hinweggesetzt, wenn es ihm in den Kram paßte.

    Auf welchem Internationalen Rech beruhten denn..

    der Vietnamkrieg
    die Bombardierung von Laos
    die Besetzung vom Grenada
    die Annexion von Teilen Syriens
    der Krieg gegen Serbien
    der Krieg gegen Libyen
    die drei Irakkriege
    der Afghanistankrieg
    der „war on terror“
    der Putsch in der Ukraine

    ….

      1. rule-based order? Was soll der Quatsch. Jeder MafiaBoss hat Werte. Donald Trump auch, wie er sagt.
        Wir haben ein internationales Völkerrecht!

  8. Währenddessen bahnt sich im Iran ein Regime Change Versuch an. In ein paar Stunden wird der Luftraum gesperrt, Angriffe aus Israel könnten folgen. Die „Proteste“ waren nur das Vorgeplänkel dafür, doch diesmal ist der Iran vorbereitet und hat zwischenzeitlich stark aufgerüstet.
    Auch Venezuela bleibt fraglich. Die USA klauen zurzeit zwar fleißig Öl, doch China spielt das langfristige Spiel. Ohne Investitionen wird bald keine Förderung möglich sein und US-Firmen trauen sich nicht zu investieren, da sie dann von China verklagt würden.

  9. „Die EU muss offensiv für die wertebasierte internationale Ordnung eintreten “

    Man muss diese ersteinmal erschaffen, und zwar indem alle Länder Europas mit an diesem Tisch sitzen o)

    „Wertebasiert“ impliziert natürlich genau das …

    1. Genau ! Wirklich sehr lustig,.
      Die werden alles schlucken auch die Sache Grönland. Sie werden sich erniedrigen und demütigen, wenn , ja wenn der große Meister nur weiter mit mitmacht beim großen, man könnte meinen einzigen Ziel das sie noch haben Russland zu ruinieren. Trump weis das genau welche US-Junkies und hasszerfressenen Russlandfeinde er da vor sich hat und nutzt es sehr geschickt aus.
      -Mette ich will dich kaputtficken – niemals du Macho-Schwein. Mette, ich mach dir den Putin dafür mit platt – Ja ja ja gib’s mir Du Held !
      Kann mich irren aber so etwa stelle ich mir da die mentale Verfassung vor.

  10. Jürgen Hübschen, 80 Lenzen alt und so naiv und ahnungslos wie am ersten Tag: „…die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte [müssen] endlich persönlich und gemeinsam bei Präsident Trump vorstellig werden und ihm klipp und klar sagen, dass seine Ansichten und sein Vorgehen mit ihren Wertvorstellungen nicht vereinbar sind.“

    Jetzt aber auch. Nein aber wirklich. So etwas aber auch.

    Die Ursula war schon da und möchte dem lieben Donald gerne 750 Milliarden vorbei bringen. Und der Mark sagt brav Daddy zu ihm.
    Und im Rest der EU sieht es von ganzen wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht viel besser aus. Donald T. Rex kann sich seinen Großenwahn erlauben. Die EU begeht schon seit Jahren auf Befehl der USA Selbstmord. Da hat sich mit Trump gar nicht so viel geändert.

  11. „Dieser Präsident ist in seinem Größenwahn und durch seinen Machtmissbrauch mittlerweile zu einer ganz realen Gefahr für die gesamte freie Welt geworden.“

    Den Satz kann ich nur unterstreichen. In den sogennannten „alternativen Medien“ setzt sich diese Erkenntnis allerdings nur zögerlich durch – hat man doch lange mehr oder weniger heimlich mit dem grossen Destruktor und Erlöser Trump sympathisiert. Dabei hätte etwas einfache Menschenkenntnis und das Wissen, dass die MAGA-Sekte geschlossen der „unitary executive theory“ folgt, ausgereicht, um sich darüber im Klaren zu sein, wohin das führt. Und all das ist auch erst der Anfang.
    (Der Feindsender schreibt: „US-Präsident Donald Trump kündigte am Donnerstag an, dass die amerikanischen Streitkräfte nach monatelangen Seeangriffen im östlichen Pazifik und in der Karibik mit Bodenoperationen gegen Drogenkartelle in Mexiko beginnen werden.“)

    1. „dem grossen Destruktor und Erlöser Trump sympathisiert“

      Das ist aber doch nichts neues, schon Hollywood wusste das vor Jahrzehnten, machte auf seine ganz und eigene Art darauf aufmerksam. o)))))

      Warum man seine Person dann immer noch so vorführt, wissen wohl nur die Medien Götter alleine …

  12. Man stelle sich eine Autowerkstatt vor, wo keine Mechaniker eingestellt und befördert werden, sondern nur solche, die am schönsten „Jawohl Chef“ sagen können. Macht es Sinn solchen „Mechanikern“ Ratschläge zu geben?

  13. In der BZ liest man übrigens gerade, dass Heuchler Tucker Carlson und Berufswiderling Bannon wieder ihre alte Positionen als Hofschranzen eigenommen haben und Trump für den Venezuela-Überfall loben. Tulsi Gabbard hingegen wird jetzt geschnitten, da sie offenbar noch nicht der Kriegslust anheim gefallen ist.
    Bedauerlicherweise wird ja aus früheren Angelegenheiten nie etwas gelernt, sonst wüsste man, dass man Leuten wie Trump nur mit ganz harten Kanten begegnen darf und keinesfalls nachgeben sollte.
    Auch wenn uns das alles negativ treffen wird und ja schon trifft, sind die langen Gesichter unserer transatlantischen Dummköpfe auch etwas wert. Man muss auch mal das Positive sehen.

  14. Auch wenn uns das alles negativ treffen wird und ja schon trifft, sind die langen Gesichter unserer transatlantischen Dummköpfe auch etwas wert. Man muss auch mal das Positive sehen.

    Der war gut 🤣

  15. Lange nach ihrer Aushöhlung und schleichenden Verwesung ist die WW2 Nachkriegsordnung nun endlich als obsolet Realisiert und hinfällig geworden.
    Offene Gier nach Macht und Geld ist hinter der Kulisse als wahrer Akteur hervorgetreten und treibt die kognitive Dissonanz der Narrative von Recht und Demokratie in den äußersten Gegensatz.
    Der Implosion des Westens ein gutes Stück näher gekommen, zeigt die Entwicklung wie sehr unserem Herrn und Meister, dem Imperium, das Wasser bis zum Hals steht: So sehr, dass es alle Masken und sogar die Vasallen fallen lässt.
    Wir werden sehen wie China, das sich lieber mit Feigheit und Geldgier klandestin ausbreitet, oder die Russen, die 14 Tage brauchen um auf einen Angriff auf einen nuklearen Kommandostützpunkt halbwegs angemessen zu reagieren, dessen erwehren werden.
    Der Ukrainekrieg dauert jetzt jedenfalls schon so lange wie der Vaterländische Krieg, der in Rußland so große Bedeutung hat, ohne bedeutende Fortschritte zu zeigen.
    Ob Putin oder Xi ihre ständige Zurückhaltung jetzt noch länger rechtfertigen können?

  16. Hübschen hat völlig recht:
    Europa muss sich wehren, aus dem Interesse seiner Staaten heraus.
    Sonst sind wir verloren.

    Momentan sind die Öffentlichkeiten Europas ein überwiegend passiver, unpolitischer, Konsum-sedierter und/oder Schreck-erstarrter Haufen. Und die meisten hier im Forum machen dabei vollumfänglich mit: Sie sind in einem ähnlichen Alter wie Hübschen, aber im Unterschied zu ihm blöken sie leise mit der Herde mit.
    Gar nix gelernt aus dem „Hineinschlittern“ in den 1. Weltkrieg und dem „Herbeiführen“ des 2. Weltkriegs.

    Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky würden heute Hübschen unterstützen!

    1. @ Estragon: Falls Sie mit Europa die Politiker meinen, denen die Wähler eh am Arsch
      vorbei gehen, die nichts mit Deutschland anfangen können wie unse ex Witschaftsclown,
      oder die die ihren Nazi Opas noch einen Gefallen erweisen wollen und Russland den Krieg
      erklären, dann sind Sie schon verloren. Das Volk benötigt leider erst einmal eine eiskalte
      Dusche, wahrscheinlich in Form eines Krieges, um endlich wirkliche Volksvertreter zu wählen.
      Aber wie man es nach dem Weltkrieg II gesehen hat, spühlen sich schnell wieder die gleichen
      Kakalaken nach oben. Vielleicht ist das Chinesische System doch das Beste. Es ist in vieler
      Hinsicht brutal, aber heute das beste was einem Volk passieren kann.

      1. Ich schrieb: „die Öffentlichkeiten“, die Menschen, die Beherrschten.

        Europa muss sich wehren! Die Europäer müssen sich wehren.

        Hübschen hat mehr Arsch in der Hose als die meisten hier im Forum!
        (Auch wenn mir vor allem eine seiner Wortwahlen auch nicht passt.)

  17. Es gibt keine wertebasierte internationale Ordnung, verdammt nochmal. Den Begriff so zu übernehmen ist Propaganda. Perfide, weil es klingt so kritisch.
    MERKEN DIE AUTOREN DAS GAR NICHT???

    1. Im Prinzip haben Sie Recht. Aber man muss doch erst einmal definieren was „wertebasiert“
      überhaupt bedeuten soll. Im Moment sind sicher nicht die Werte gemeint, die den Manschen
      etwas positives bringen könnten.

    2. So ganz falsch finde ich den Begriff nicht. Wertebasierte Ordnungen gibt es viele. Wirklich „greifbar“ ist der Begriff allerdings nicht. Es ist eher ein Art Modell oder Leitbild, und hier im Kontext eines, das die Verbindung der sogenannten westlich orientierten Staaten beschreibt. Probleme habe ich eher mit dem Begriff der „freien Welt“. Der wirkt heutzutage nicht unbedingt angemessen, sondern eher wie ein Relikt aus dem kalten Krieg.

      1. Das ist so etwa wie der Begriff wertig in der Werbung, er suggeriert etwas positives ist aber nichtssagend. Wenn man statt wertig wertvoll sagen würde, wäre man ja haftbar zu machen. Deshalb analog zur Werbung solche nichtssagenden inhaltsleeren Begriffe, die erst in der Psyche des Rezipienten eine positive Aufladung erfahren, wenn dieser ausreichend naiv ist dem begrifflichen Betrug zu erliegen.

        1. „Wertig“ ist ein Ausdruck, mit dem ich nicht viel anfangen kann. Es beschreibt wohl irgendwie einen Anschein von Etwas und vermeidet eine Aussage über Wert oder Qualität. „Wertebasiert“ ist als Orientierung an moralische und ethische Prinzipien klar definiert und u.a. in Politik- und Sozialwissenschaften gebräuchlich. In dem Sinne ist da erst mal nichts gegen einzuwenden. Problematisch wird es, wenn „der Westen“ meint, die eigenen Vorstellung auf die ganze Welt übertragen zu können.

        2. ps: Wenn man, sagen wir mal eine Bohrmaschine, als wertvoll anstatt wertig bewirbt, kann man dafür sicher nicht haftbar gemacht werden. Es wirkt allenfalls albern.

    3. Ich gehe davon aus, dass „wertebasierte Ordnung“ etwas Ähnliches meint wie die „regelbasierte Ordnung“, also die bisherige westliche Variante des Völkerrechts.
      Trump und Co. haben nun das Völkerrecht ganz abgeschafft und das Faustrecht wieder eingeführt.

      Ein solcher Wert ist der Frieden! Das Friedensgebot des Grundgesetzes und der UNO-Charta haben diesen Wert verankert. Er ist gegen die Kriegstreiber hochzuhalten.

      Europa muss sich wehren! Die Europäer müssen sich wehren.
      Hübschen hat mehr Arsch in der Hose als die meisten hier im Forum!

      1. nochmal: Werte hat jeder Gauner, jeder Mafia Boss und auch Donald Trump.

        Wir haben international verbindliche Gesetze – das Völkerrecht!

        Doch Gesetze werden gerade ausgehebelt.

  18. Erich Vad zur aktuellen geopolitischen Lage und der Dummheit Europas.

    Der ehemalige Merkelberater spricht hier überraschend offen und realistisch über Kriegsursachen, falscher Vasallenpolitk, fehlender Perspektiven und die erwartbare Katastrophe, in die wir ohne Not uns treiben lassen. – ob er der nächste auf EU-Vogelfrei-Liste sein wird ? –

    https://www.youtube.com/watch?v=733Y2_22H8o

    siehe auch hier, die beeindruckende Unterschriftenliste für Baud:
    https://free-baud.org/

  19. Auch Finnland folgt ihm mit brutalen Antipersonenminen.und kündigt den Vertrag. Wenn nichts mehr geht muss es wohl immer brutaler werden. Es ist nur noch ekelerregend was die dort treiben.

    „Seit heute ist Finnland offiziell nicht mehr Mitglied des Ottawa-Abkommens zum Verbot von Antipersonenminen. Das berichtet die Agentur Ukrinform. Die finnische Regierung hat am 10. Juli 2025 den Vertrag offiziell bei den UN gekündigt, Estland, Litauen, Lettland und Polen hatten dasselbe getan. Ein Austritt wird sechs Monate danach wirksam. Finnland begründet seine Entscheidung mit Verteidigungsgründen und verweist auf die Verschlechterung der Sicherheitslage. Der Austritt aus dem Vertrag ermöglicht es Finnland, Antipersonenminen wieder in sein militärisches Arsenal aufzunehmen. Das Ottawa-Übereinkommen trat 1999 in Kraft. Mehr als 160 Länder unterzeichneten, um brutale und vor allem nach Ende eines Krieges für die Zivilbevölkerung gefährliche Antipersonenminen vom Schlachtfeld zu verbannen. China, Russland, die USA und Indien unterzeichneten nie.“
    Quelle: ntv

    Ob Wadephul sich für den Termin mit Rubio vorab seine Tarotkarten gelegt hat ist ungewiss 🙂
    https://www.stern.de/panorama/johann-wadephul-versucht-sich-auf-instagram-als-tarotmeister-35988124.html
    Gibt es Parallelen??? https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-der-hellseher-hitlers-erik-jan-hanussen-100.html

    „Am Montag besucht Bundesaußenminister Johann Wadephul seinen US-Kollegen Marco Rubio. Bei den Gesprächen in Washington solle es auch um die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und über transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik gehen, kündigt der Außenminister an“
    Quelle: ntv

  20. Autor: „Die EU muss offensiv für die wertebasierte internationale Ordnung eintreten …“

    Wie sollte sie das können? Ist die EU doch auf Atlantizismus getrimmt (einige behaupten sogar, die EU wäre eine Gründung der USA), wo stets die Interessen der USA zuerst bedient werden müssen, was das Verhalten ihrer Führung auch recht eindeutig belegt.
    Die Vasallen sind sich ihrer Vasallenrolle bewusst und werden sich schließlich unterordnen müssen, auch wenn sie sich erst einmal noch ein wenig zieren. Und in seiner Konsequenz gibt es auch für dieses Verhalten eine Volksweisheit: Mitgefangen, mitgehangen.

    Im Übrigen ist Trump nicht nur für die „freie Welt“ eine Gefahr (wie der Autor behauptet), sondern für die gesamte Welt, auch für die „Unfreie“, auf die nun unsere Hoffnung ruht.

    1. „(einige behaupten sogar, die EU wäre eine Gründung der USA)“
      Angesicts deren Akte ist das durchaus plausibel, waren doch etliche gringos bei der Schaffung mit dabei, als Aufseher sozusagen.

  21. Ich verstehe den Autor nicht. Die NATO ist schon mausetot, aber bekanntlich kann man ein totes end eichPferd noch sehr lange reiten. Bzw. sich das noch lange einreden. Es gibt keine gemeinsamen Interessen, Trump hat das hinreichend klargemacht. Er verlangt Unterwerfung und die kriegt er von unseren obersten Arschkriechern auch noch, weil sie hoffen, dass der oberste Imperator ihnen ein paar Krümelchen vom imperialen Kuchen übriglässt. Der Unterschied zur AfD ist freilich, dass die entwerder ganz auf Trump setzen oder selbst Imperialist spielen wollen. Dann haben wir demnächst einen imperialen Dreikampf, das Ergebnis ist vorhersehbar und in der Geschichte mehrfach durchgespielt.

  22. Terry Pratchett (Fliegende Fetzen): „Die Geschichte war voller Knochen von Männern, die sich schlechten Anweisungen in der Hoffnung gefügt hatten, den Schlag ein wenig abmildern zu können.“

    Da helfen auch die späten Erkenntnisse eines Schreibers, der die wertebasierte Ordnung meint verteidigen zu müssen, nichts mehr. Nur zur Erinnerung, diese wertebasierte Ordnung war dazu da, internationale Regeln und Völkerrecht auszuhebeln. Die Steilvorlage für Trump sozusagen.

    Lieber Gruss

  23. All der, zum großen Teil berechtigten, Kritik am Artikel muss ich nichts mehr hinzufügen.
    Hat mich dann auch doch noch ein wenig überrascht wie blauäugig Jürgen Hübschen gegenüber der sogenannten „wertebasierte Ordnung“ ist

    In den USA war und ist es doch immer eher so, wie es ein Mafiaboss in der US-Serie „Fargo“ einmal ausgedrückt hat: „Dieses Land liebt eben Männer, die sich einfach nehmen, was sie wollen“.

    Noch ein sehr lustiges Detail zu Trump habe ich gerade erst gelesen. Hat bestimmt schon jemand gepostet, falls nicht:

    Nobelinstitut untersagt Weitergabe von Preis an Trump
    Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Machado hat dem US-Präsidenten ihren Preis angeboten – der zeigte Interesse. Das Nobelinstitut hat sich eingeschaltet.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/friedensnobelpreis-donald-trump-maria-machado-weitergabe

  24. Kompliment fürs Titelbild.
    Der Potus hat was von einer glücklichen Kröte, die gerade eine leckere Schmeissfliege verschlungen hat und ob dieser Leistung im warmen Spucke-Beifall ihres Fanclubs badet.

  25. Ich bevorzuge es, diese Dinge vor dem Hintergrund rivalisierender Eliten und ihrer rivalisierenden Konzepte in den USA zu deuten. Der Begriff „wertebasierte Ordnung“ gehört zu den den Neocons, die mit Bush junior an die Macht kamen und mit Obama an der Macht blieben, Trump I nach zwei Jahren eingehegt hatten und dann mit Joe Biden weitermachten. Insofern kann ich den Appell, dass ausgerechnet EU und NATO Trump zur Vernunft bringen sollen, nur als Forderung nach einem Rückfall in das kreuzgefährliche neokonservative Paradigma interpretieren.

    Die Gegenbewegung ist das, was nach dem Wechsel der Neocons zu den Demokraten als neuer Machtpol bei den Republikanern entstanden ist, Tea Party, Evangelikale, MAGA, Trump. Mit der Rüstungsindustrie und Big Tech im Bunde sind beide, der Idee von den USA als dominierende imperiale Macht auf dem Planeten sind auch beide verpflichtet.

    Aber der Trump-Ansatz beinhaltet zentrale Revisionen der bislang leitenden neokonservativen Vorstellungen davon, wie die USA die Welt „ordnen“ sollen. Das wurde alles schön von Ruben Schattevoy vor zwei Tagen hier beleuchtet ( https://overton-magazin.de/top-story/panam-das-ende-der-europaeischen-illusion/ ).

    Da die neokonservative Agenda der Demokraten schnurstraks auf den 3. Weltkrieg zusteuerte, hat der Sieg von Trump dazu beigetragen, dass dieses Worst Case Szenario vorerst nicht eintrat. Die neue Linie ist anscheinend eine Art Rückzug in eine Neuauflage des kalten Kriegs mit so was wie Systemkonkurrenz usw.

    Das Trumpsche Szenario von der Aufteilung der Welt in Einflusssphären verspricht deshalb (auf dem Papier), Eurasien und Afrika ein kleines bisschen aus dem Würgegriff der USA zu entlassen. Umso schlimmer kommt es für Mittel- und Südamerika, die nun umso intensiver den Heimsuchungen der USA ausgeliefert sind. In dem Kontext würde ich aber auch auf das EU-Mercosur-Abkommen hinweisen wollen, das das NATO-Europa mit Mittel- und Südamerika verbindet, worüber Ralf Streck hier ebenfalls vorgestern berichtete ( https://overton-magazin.de/top-story/mercosur-abkommen-chronik-eines-angekuendigten-todes-der-eu-landwirtschaft/ ).

    Unterm Strich entsteht dabei so etwas wie eine Neuauflage des Warschauer Pakts als Block aus Amerika und EU. Was in Venezuela passierte, darf man wahlweise als Neuauflage des ungarischen Volksaufstands von 1956 oder des Prager Frühlings von 1968 lesen (auch wenn gerade Ungarn 1956 fast schon nach Urtyp der Farbrevolution klingt: https://de.wikipedia.org/wiki/Ungarischer_Volksaufstand ). Jedenfalls scheint dieses „westliche“ System auf absehbare Zeit dadurch stabilisiert werden zu sollen, dass es vom freien Süden und Osten des Planeten weitgehend abgeschottet wird – wofür eben auch die Kappung der Verbindungen der EU und Deutschlands nach Russland und China zentral ist. Eiserner Vorhang allüberall.

    Der Elefant im Raum ist für mich Brasilien. Das Land ist einfach viel zu groß, als dass die USA es sich einfach unterordnen könnten. Und seine Kooperationen im Rahmen der BRICS+ sind schon viel zu etabliert, um einfach so von heute auf morgen damit aufzuhören. Also wird Trump wenigstens im Umgang mit Brasilien Vereinbarungen eingehen müssen, die er besser einhalten sollte. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sie das angehen werden. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass die mittel- und südamerikanischen Länder allgemein Lust darauf haben, als die letzten Kolonien des Erdballs herzuhalten.

    Im Übrigen denke ich nicht, dass die BRICS+ sich von Trump ein solches Denken in Blocklogiken aufdrücken lassen werden. Ihr Grundkonsens ist ja gerade das Gegenteil davon. Das letzte, worauf sie Lust haben werden, ist ein neuer kalter Krieg, weil die Fokussierung auf alles Militärische dem bisherigen erfolgreichen Entwicklungskonzept der BRICS+ mit seiner Schwerpunktsetzung auf zivile Infrastruktur diametral entgegensteht.

    PS Als Wiedergänger von Breschnew eignet sich Trump nicht so gut, denn Brechnew war jünger. 😉

    1. „Also wird Trump wenigstens im Umgang mit Brasilien Vereinbarungen eingehen müssen, die er besser einhalten sollte. “
      Hat bereits stattgefunden, fast alle „Zölle“ sind weg.

  26. Alle regen sich maßlos auf, nur weil Trump sich die schönen Worte spart, mit denen er die jahrzehntelange Politik der USA durchsetzt.

    Entweder unsere „Experten“ wollen belogen werden oder sie haben wirklich nicht verstanden, was in den letzten 30 Jahren (mindestens) passiert ist. Erbärmlich.

  27. Weckruf für Europa? Also Russland und Weißrussland sind wach, lange hats bei ihnen gedauert. Die Eu schläft immer noch bzw wird von Angestellten von Usa-Finanzkonzernen regiert weil genug Trottel sie wählten bzw genug nicht wählten.

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