
Am 16. Juli hatte das US-Außenministerium ein Treffen über die Bekämpfung des linken „politischen Terrorismus“ veranstaltet. Das Böse, das nur Hass kennt, sei wieder aufgelebt, bedrohe die nationale Sicherheit und müsse nun in Wiederauflage des Globalen Kriegs gegen Terror von islamistischer Seite endgültig eliminiert werden. Anwesend gewesen sollen Vertreter von mehr als 60 Staaten gewesen sein. Offenbar auch vom deutschen Innenministerium, das so begeistert vom ausgerufenen globalen Kampf gegen Linke zu sein scheint, dass es in der Folge einen Workshop organisieren wird.
Ich hatte über die als Verschwörungserzählung einzustufende Kampagne berichtet und gefragt, welchem Ziel sie dienen soll (Rubio über linken politischen Terrorismus oder Extremismus: „Es ist an der Zeit, dieses Übel ein für alle Mal zu vernichten“). Auf die Listung von Drogenkartellen als Terrororganisationen folgten die Belagerung von Venezuela, tödlicher Beschuss auf Boote und die Verschleppung des Präsidenten Maduro. Auf der Hand liegt, dass man nach dem missglückten Iran-Krieg einen neuen Feind aufbauen will, um vor den Midterm-Wahlen auch die politische Opposition im Land bekämpfen zu können.
Bekanntlich werden die Demokraten von Trump und Co. als Kommunisten bezeichnet, die das Land zerstören wollen. Man könne entweder Kommunist oder Patriot sein, beides gehe nicht, verkündete er. Wer also für einen sozialen Staat eintritt, ist ein Vaterlandsverräter. Nachdem einige demokratische Politiker Wahlen gewonnen haben, wird die entsprechende Rhetorik hochgefahren. Zudem wurde mit den Anschlägen auf Trump und dem tödlichen Anschlag auf Kirk schon einmal die mysteriöse Antifa zum gefährlichen Feind im Inneren erhoben. Dabei gibt es keine Hinweise, dass der Attentäter Tyler Robinson politisch motiviert war oder gar links stand, geschweige, dass es Verbindungen zur Antifa gab. Vermutlich hatte er eine tödliche Wut auf Kirk wegen dessen Haltung zur LGBT-Community.
Ganz sicher ist es eine Weiterführung der Politik, die politische Opposition zu dämonisieren und zur Gefahr für die nationale Sicherheit zu erklären. Da in den USA zwar eine steigende Affinität zur Sozialdemokratie registriert werden kann, also zur linken Strömung innerhalb der Demokratischen Partei, aber es kaum radikale Linke oder gar Marxisten oder Kommunisten gibt, versucht die Trump-Regierung die sozialdemokratische Opposition als Linksradikale oder „gottlose Kommunisten“ zu dämonisieren. Gleichzeitig wird versucht, den Amerikanern zu verkaufen, dass eine linke Gefahr vom Ausland, vor allem aus Lateinamerika, drohe, wo gerade noch Kuba, Brasilien und Mexiko nicht rechts stehen wie die meisten anderen Länder inzwischen.
Schon im Januar 2026 hatte Trump mit einem Dekret den nationalen Notstand wegen der angeblich „ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung“ durch Kuba ausgerufen, das Feinden der USA und der westlichen Hemisphäre Schutz gewähre, Terrorismus, Migration und Gewalt fördere. Besonders nach der Isolation Kubas, das von allen Freunden verlassen ist und das ausgehungert wird, wird die Behauptung der Gefährlichkeit verwegen. Man hatte schon erwarten müssen, dass die Trump-Regierung militärisch gegen Kuba vorgeht, aber jetzt zeigt sich, dass es den Feind, also das kleine Kuba, benötigt, um die Gefahr aus dem linken Spektrum zu propagieren.
Nach dem so genannten Ministertreffen zur weltweiten Bekämpfung des angeblich wiederauflebenden linken Terrorismus oder Extremismus hat das US-Außenministerium den Bericht über das die USA bedrohende Kuba mit dem Titel “Cuba: The Capital of 21st Century Communism” veröffentlicht. Kuba arbeite mit Russland, China und Iran zusammen, auch mit Hamas oder Hisbollah, und war verbunden mit Chavez in Venezuela, Ortega in Nicaragua oder Morales in Bolivien. Kuba wird als der große Bösewicht dargestellt, der trotz seiner Schwäche eine Bedrohung der USA und der von ihr kontrollierten Welt sein soll.
Man könnte es eine Verschwörungserzählung nennen, wie sie ähnlich hierzulande gegen Russland gestrickt wird, nur dass sie noch absurder ist: „Bis heute sind kubanische Agenten und Aktivisten in Hunderten von Scheininstitutionen, Aktivistenorganisationen, Solidaritätszentren sowie ideologisch geprägten NGO- und gemeinnützigen Netzwerken vertreten. Viele der bedeutendsten Umwälzungen in der jüngsten politischen Geschichte der USA – von den George-Floyd-Unruhen über den Aufstieg der Antifa bis hin zur explosionsartigen Zunahme pro-terroristischer Aktivitäten an amerikanischen Hochschulen – lassen sich in irgendeiner Weise, Form oder Gestalt mit kubanischem Einfluss in Verbindung bringen.“ Man muss an Russlands Darstellung der Ukraine denken, wenn es heißt: Kuba sei „weniger ein Nationalstaat als eine allumfassende Geheimdienst- und Subversionsoperation, deren Schwerpunkt auf ihrer existenziellen Revolution gegen die Vereinigten Staaten liegt“.
Minister Rubio kommentiert: „Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist das kubanische Regime der wichtigste Förderer des radikalen Linksextremismus und des Dritte-Welt-Denkens in den Vereinigten Staaten. Das Außenministerium deckt die gesamte Geschichte der kubanischen Spionage und Subversion in unserem Land auf.“
Natürlich wird nicht erwähnt, dass die US-Regierungen mehrere Mordanschläge geplant oder eine militärische Invasion versucht hatten. Gleichwohl greift der Bericht auf Gruppen wie Weather Underground zurück, die aus Students for a Democratic Society (SDS) der 68er Bewegung hervorgegangen ist und in den 70er Jahren Bombenschläge auf Regierungs- und Polizeigebäude begangen hat. Nach FBI stellte die Gruppe in den 80er Jahren keine Gefahr mehr da. Die Gruppe, so der Bericht, sei in Kontakt mit kubanischen Behörden und Spionen gestanden. Radikale seien damals nach Kuba gereist, um Guerillataktiken zu lernen.
Das ist 40-50 Jahre her. Jetzt würden die kubanischen Geheimdienste vor allem versuchen, die US-Universitäten zu infiltrieren. Linke aus den USA und aus anderen Ländern würden Ausflüge des „revolutionären Tourismus“ nach Kuba machen, was schon sehr gefährlich ist. Vor allem aber, um das geht es vornehmlich, würden die Democratic Socialists of America (DSA) ein „leidenschaftliches, fast schon religiöses Engagement für die Sache des kubanischen Regimes“ zeigen: „nicht, weil die Gruppe von kubanischen Agenten kontrolliert wird, sondern weil dieses Engagement mittlerweile schlichtweg die de facto vorherrschende politische Doktrin der amerikanischen extremen Linken ist“. Verbunden sei sie, so die mühsame Konstruktion, weil sie Die „ideologische Erbin des von Kuba beeinflussten Radikalismus der Post-60er-Linken ist“ und gegen das amerikanische Embargo von Kuba ist.
Die DSA tritt für einen demokratischen Sozialismus ein und ist wenig radikal, sondern eben sozialdemokratisch orientiert. Sie ist seit der Präsidentschaftskampagne von Bernie Sanders 2015 stärker geworden. Die mit Sanders populär gewordenen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib unterstützen die DSA. Zuletzt wurde Zohran Mamdani zum Bürgermeister von New York gewählt. Auch einige im Umkreis der DSA stehende demokratische Politiker erzielten in der letzten Zeit Erfolge.
Offensichtlich sieht die Trump-Regierung hier einen für sie gefährlichen Gegner. Schließlich werden für sie auch die Anti-ICE-Proteste in Minnesota oder die “No Kings”-Demonstrationen wie alles gegen Trump vom Ausland gesteuert. Da steckt auch Kuba dahinter, aber auch das People’s Forum des amerikanischen IT-Oligarchen, der in Shanghai, weltweit linke Gruppen unterstützt, wie in den USA die Antikriegsorganisation Code Pink oder propalästinensischen Proteste, und mit der chinesischen Regierung zusammenarbeiten soll.
Die Absicht liegt auf der Hand. Es soll eine Verschwörung gegen die USA stattfinden, gesteuert von Kuba, das von den Feinden der USA unterstützt wird. Proteste, Demonstrationen oder Kritik sollen als vom Ausland gesteuert erscheinen, mit der Politik der USA braucht man sich daher gar nicht auseinanderzusetzen. Wer Kritik übt, ist Handlager des Bösen, die Fünfte Kolonne, wie das schon im Kalten Krieg praktiziert wurde. Da gleicht die Trump-Rubio-Propaganda gegen Kuba derjenigen der EU gegen Russland. Bedrohlich sei die militärische Macht und der Terror, was im Hinblick auf Kuba allerdings äußerst gering ist, aber vor allem die von Kuba ausgehende Desinformation, die die Dominanz über die öffentliche Meinung gefährdet. Die Strategie sei: „die Vereinigten Staaten nicht von außen, sondern von innen anzugreifen – die Amerikaner zu Werkzeugen für den Untergang ihrer eigenen Nation zu machen“.
Zu erwarten also ist, dass Kuba angegriffen wird, um nach dem Iran-Desaster vor den Midterm-Wahlen einen Erfolg vorweisen zu können, und dass eine Jagd im Stil von McCarthy auf Oppositionelle in den USA stattfinden wird.
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Viel zu viel Cuba Libre auf die Dauer :
https://de.wikipedia.org/wiki/Havanna-Syndrom
In Kuba geht zur Zeit noch weniger als in Moldawien nach dem Zerfall der Sowjetunion!
Wie konnte das geschehen? Arbeiten die nichts und saufen nur?
Die Amerikaner liefern doch seit 60 Jahren alles Erdenkliche, das zum täglichen Leben notwendig ist, oder?
Diesen Krieg gegen Kuba könnte die USA eventuell gewinnen. Aber wer weiß? Abgerechnet wird zum Schluss.
„Die DSA tritt für einen demokratischen Sozialismus ein und ist wenig radikal, sondern eben sozialdemokratisch orientiert. Sie ist seit der Präsidentschaftskampagne von Bernie Sanders 2015 stärker geworden. Die mit Sanders populär gewordenen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib unterstützen die DSA. Zuletzt wurde Zohran Mamdani zum Bürgermeister von New York gewählt. Auch einige im Umkreis der DSA stehende demokratische Politiker erzielten in der letzten Zeit Erfolge.
Offensichtlich sieht die Trump-Regierung hier einen für sie gefährlichen Gegner.“
Tut die Trump-Regierung garantiert nicht.
Denn das DSA ist genauso Fake
(und auch teuer für Steuerzahler) wie die Geschichte von der sozialistischen Bedrohung der freien Welt durch die Supermacht Kuba.
Genau genommen ist die gesamte Geschichte der Sozialdemokratie nur Fake.
Also jetzt nochmal alle zusammen.
Wer hat uns Verraten ?
.
@Ferdinand Wohlgewiehert
„Also jetzt nochmal alle zusammen.“
Soll das ein Aufruf sein, dir nachzuschnattern?
„Wer hat uns Verraten?“
Uns schon mal gar nicht! Was mich betrifft, geht es dich nichts an, aber du kannst gerne kundtun, wer dich verraten hat. Vielleicht interessiert es ja jemanden…
Warum so moralinsauer zu dieser unwirtlichen Nachtzeit? Ein paar ordentliche Gläser Havana Club bewirkt Lockerheit.
was soll denn jetzt dieses negative gecreepe unter meinen Kommentar !
Ist Theo etwa Sozialdemokrat !
@Wohlgewiehert
1. „Wer hat uns Verraten ?“ – Wer ist uns? 1933 bei der Abstimmung zum „Ermächtigungsgesetz“ waren es jedenfalls die konservativen, „christlichen“, bürgerlichen und liberalen Parteien, die diesen gescheiterten Kunstmaler aus Braunau am Inn zum Diktator und Führer des Deutschen Reiches gemacht haben. Die SPD war damals die einzige Partei, die dagegen gestimmt hat. Das war allerdings eine andere SPD als die SPD 2026 mit Lars Klingbeil.
2. In den USA ist für die Fans von Donald Trump und die sogenannten „Demokraten“ jeder Bürger ein „radikaler Sozialist“, der fragt, warum milliardenschwere „Superreiche“ immer noch reicher werden müssen.
In den USA ist jeder ein „radikaler Sozialist“, der kritisiert, dass ein Multimilliardär weniger Steuern zahlt als seine Sekretärin im Vorzimmer oder sein Gärtner.
In den USA ist jeder ein „radikaler Sozialist“, der fragt, warum im Land der Multimillionäre und Multimiliardäre über eine Million Bürger obdachlos sind und auf der Straße dahinvegetieren.
In den USA ist jeder ein „radikaler Sozialist“, der fragt, warum Elon Musk den bislang größten Diktator und Terroristen der deutschen Geschichte als links framt.
In den USA ist jeder ein „radikaler Sozialist“, der kritisiert, dass in einigen Bundesstaaten der USA Obdachlose sogar ins Gefängnis gesteckt werden, weil Obdachlosigkeit dort ein Straftatbestand ist.
In den USA ist jeder ein „radikaler Sozialist“, der fragt, warum Donald Trump der israelischen Regierung/Armee dabei hilft, den Gaza palästinenserrein zu machen.
In den USA ist jeder ein „radikaler Sozialist“, der fragt, warum die USA Jahr für Jahr ein Billion = 1.000 Milliarden Dollar für das Militär ausgeben und das immer noch nicht reicht. Der wertewestliche Führer Donald Trump will demnächst sogar 1,5 Billionen Dollar pro Jahr ausgeben, also noch 500 Milliarden Dollar mehr pro Jahr. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Dazu schreib ich mal:
Fragen kostet nichts.
Und das die SPD mal ab und zu dagegen gestimmt hat ist völlig unerheblich der Punkt ist was hat diese Partei mal bewirkt.
@ Wohlgewiehert Ferdinand: i wo, der Theo ist nur geschichtsunkundig
und kennt die Reime nicht …..
Wieso zählt die US-Regierung immer ihre eigenen Tatbestände auf und tauscht dabei den Verursacher »USA« gegen eine andere Nation (hier Kuba) aus?
Nach einem Blick auf die Weltkarte habe ich jetzt aber verstanden, was »links« eigentlich meint: Der amerikanische Kontinent liegt immer links von Europa und Europa immer links von Russland.
Aber ernsthaft:
Analysen der US Strategie sprechen seit einiger Zeit davon, dass Kuba in diesem Herbst fällig sein könnte. VT? Silvester weiß man mehr…
Kuba ist in jedem Fall „fällig“- so oder so. Von der „Schande“ mit Iran muß schließlich abgelenkt werden.
Gut, dass Sie »Schande« geschrieben haben und nicht „Scheitern“, denn das war und ist es nicht. Momentan.
„Die DSA tritt für einen demokratischen Sozialismus ein und ist wenig radikal, sondern eben sozialdemokratisch orientiert. Sie ist seit der Präsidentschaftskampagne von Bernie Sanders 2015 stärker geworden. Die mit Sanders populär gewordenen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib unterstützen die DSA. Zuletzt wurde Zohran Mamdani zum Bürgermeister von New York gewählt. Auch einige im Umkreis der DSA stehende demokratische Politiker erzielten in der letzten Zeit Erfolge.
Offensichtlich sieht die Trump-Regierung hier einen für sie gefährlichen Gegner.“
Tut die Trump-Regierung garantiert nicht.
Denn das DSA ist genauso Fake (und auch teuer für den Steuerzahler) wie die Geschichte der sozialistischen Bedrohung der freien Welt durch die Supermacht Kuba.
Genau genommen ist die gesamte Geschichte der Sozialdemokratie ein einziger Fake.
Also jetzt nochmal alle zusammen.
Wer hat uns verraten ?
Können Sie meinen Kommentar posten?
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Über den Völkermord sprechen.
Wenn man die Überschrift umkehren würde, würde sie der Wahrheit vermutlich eher entsprechen:
Kubanisches Außenministerium: Die USA ist „weniger ein Nationalstaat als eine weltumfassende Geheimdienst- und Subversionsoperation des globalen Großkapitals“.
So ist das , wenn man permanent den eigenen Schatten auf den Rest der Welt projiziert 😉
Unter dem Link können Sie meinen Kommentar zu dem was heute in Gaza passiert lesen.
Die Palästinenser werden weiter vertrieben. Die Menschen werden angeschossen.
Es tun über 80% der Bevölkerung in der Nähe von Müllbergen und Abwässer mit Fäkalien leben. Es sind über 54.000 Menschen an den Windpocken erkrankt. Es fehlt an sauberem Wasser und Medikamenten Die Zahl der Getöteten hat weiter zugenommen.
https://ibb.co/Z6Thv9M7
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Über den Völkermord sprechen. Die Lügen und gespielte Unwissenheit von Politikern aus dem eigenen und den anderen Ländern nicht glauben.
Die oberste deutsche Führung und die Mehrheit der christlichen, konservativen, sozialdemokratischen, alternativen und bürgerlichen Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind vermutlich begeistert, wenn Donald Trump und die freiheitlichen Vereinigten Staaten von Amerika diesem Miniatur-Staat mit rund 10 Millionen Staatsbürgern (also ingesamt weniger EW als Städte wie Tokio, Mexiko, Jakarta, Kairo, Manila, Wuhan, Lagos oder Instanbul) mit Waffengewalt zeigen, was echte „Demokratie“ und wahre „Freiheit“ bedeuten.
Ich sehe schon die Schlagzeilen 📰 📰 von BILD und FAZ: „Sieg! Trump befreit Kuba von Terroristen.“ Im Artikel heißt es dann: „Rund 9.000 kubanische ‚Terroristen‘ und mehr als 80.000 ‚Sympathisanten‘ wurden bei dem Spezial-Einsatz getötet. Auf der Seite der amerikanischen Befreier 🗽 gab es nur einen einzigen leicht verletzten Soldaten, der bei der Siegesfeier ein Bier zu viel getrunken hatte. Die 10 Milllionen Einwohner Kubas mit einer Wirtschaftsleistung von 10.000 Dollar pro Kopf verfügten zuletzt über 11 schwere Flugzeugträger, etwa 2.500 Kampfflugzeuge und rund 5.500 atomare Sprengköpfe. Sie waren schon immer eine Bedrohung für die USA mit ihren 340 Mio. Einwohnern und einer Wirtschaftsleistung von derzeit rund 85.000 Dollar pro Kopf. Diese Bedrohung für die freie, demokratische und wertewestliche Welt ist nun ein für allemal beseitigt.“
“
Ich sehe schon die Schlagzeilen 📰 📰 von BILD und FAZ: „Sieg! Trump befreit Kuba von Terroristen.“ Im Artikel heißt es dann: „Rund 9.000 kubanische ‚Terroristen‘ und mehr als 80.000 ‚Sympathisanten‘ wurden bei dem Spezial-Einsatz getötet.
“
Wie waren eigentlich die Schlagzeilen der Springer-Presse bezüglich Iran vs. Donald?
Recht putzig formuliert! Bestimmt wird ‚unser‘ christlicher Reichskanzler den verbündeten Amerikanern für die Drecksarbeit seinen Dank aussprechen.
Man könnte auch die USA „weniger ein Nationalstaat als eine allumfassende Geheimdienst- und Subversionsoperation“ bezeichnen – und vielleicht ist das sogar näher an der Wahrheit dran?
Eine interessante Frage ist es, ob es nach der Kuba-Krise 1961 eine amerikanische Zusicherung an die Sowjetunion gegeben hat, keinen Überfall auf Kuba zu wagen?
Tronald kann sich nicht auch noch ein kubanisches Desaster leisten. Der Versuch, die Insel zu erobern würde zu jeder Menge u.s.-amerikanischen Toten führen, schliesslich wohl gelingen, aber zu teuer werden für eine Regierung, die längst auf dem absteigenden Ast ist. Natürlich hoffe ich, die Beisshemmung halte an. Ab ’27 werden die Verhältnisse im u.s.-Parlament ungünstiger, dann hat Tronald anderes zu tun. Bis dann ist er noch mit dem Iran und der zu erwartenden Öl-Knappheit beschäftigt. In der Zwischenzeit muss sich die Insel durchseuchen. Ich hoffe, es kommt auch ein wenig Hilfe dafür, wenn auch gewiss nicht aus dem Westen.
Wird sich der Donald mit weiteren Nummern gegen Kuba Sympathien und Stimmen beim Wahlvolk verschaffen können?
Im postfaktischen Zeitalter braucht es nicht irgendeine Realität, auf die irgendeine Propaganda Bezug nehmen müsste.
Und es ist schon ziemlich abwegig, dass sie den Unsinn selbst glauben. Es ist aber auch egal. Denn man braucht irgendeine Scheiß-Begründung, um zu tun, was man tun möchte und die Chose mit der Bedrohnung hört sich doch ziemlich plausibel an. Man braucht eben einen sogenannten Grund, Schutzgeld zu erpressen, Frauen in die Prostitution zu zwingen, Schlägerbanden die Nachbarschaft terrorisieren zu lassen, oder Kindern für viel Geld Drogen zu verkaufen. Metaphorisch gesprochen natürlich.
Wenn die Exil-Kubaner nach der Konter-Revolution zurückkehren, werden sie wohl dort wieder anknüpfen, wo sie bis zu ihrem Sturz im Jahr 1959 wirklich standen: Kuba war tatsächlich ein Mafia-Staat. Das wird dann sehr real werden. Für die Menschen, die in diesem Staat leben. Aber die Mafia ist die Branche mit den höchsten Profitraten, es ist also alles in Ordnung.
Und demnächst braucht man irgendeine Scheiß-Begründung, warum die mid-term elections verlorengehen… wegen der kubanischen Bedrohung nämlich, die von den „Progressiven“ ausgeht. Oder irgendwas anderes, ist ja auch egal, solange das Ergebnis passt. Wie gesagt, wir leben im postfaktischen Zeitalter und die Mafia ist die Branche mit den höchsten Profitraten.
„Man muss an Russlands Darstellung der Ukraine denken, wenn es heißt: Kuba sei „weniger ein Nationalstaat als eine allumfassende Geheimdienst- und Subversionsoperation, deren Schwerpunkt auf ihrer existenziellen Revolution gegen die Vereinigten Staaten liegt“.“
Nein muss man nicht. Diese Parallele zu ziehen, ist albern. Man braucht nur ein paar Fragen zu stellen. Wer spielt denn in Cuba die Rolle von V. Nuland? Welche Militärmacht versorgt die Kubaner oder trainiert ihre 10.000de Soldaten mit Manövern für einen modernen Krieg gegen Amerika? Cuba wird, anders als die Ukraine, nicht von einer fremden Macht gegen die USA in Stellung gebracht.
Die USA wollten Kuba doch immer schon einkassieren, im Spanisch-Amerikanischen Krieg war Teddy Roosevelt dort mit seinen „Rough-Riders“ bereits unterwegs, die Militärs in den Kennedy-Zeiten wollten Kuba besetzen, Kennedy gab vorher den Befehl zur Schweinebucht-Invasion der Exil-Kubaner und im Grunde war es der Existenz der Sowjetunion zu verdanken, das Kuba damals nicht besetzt wurde.
Das die Amerikaner mal wieder gegen das Völkerrecht verstoßen mit ihrer Belagerung ( und das ist Eine! ), geschenkt!
Verstöße gegen internationales Recht ist mittlerweile Bestandteil jeder amerikanischen Außenpolitik.
Sagen wir es mal abgewandelt, „Recht ist, was den USA nützt!“, „Winner takes it all“, „Nach mir die Sintflut“, Rechtsschöpfung aus eigenem!
Natürlich sind die Kubaner für sämtliche amerikanischen Probleme verantwortlich, daher muss da jetzt ein für alle mal Schluß sein, die Mafia kriegt ihre Casinos zurück. Kuba wird besetzt, ist ja nicht der Iran, wird schon hin hauen, oder?
Alle Probleme sind dann gelöst, wenn nicht, muss dem amerikanischen Volk der nächste Bösewicht präsentiert werden, Venezuela hatten wir schon, Nicaragua hatten wir schon, Iran hatten wir schon, Afghanistan und Irak hatten wir auch, Panama war mal was, die Welt ist groß, Länder gibt es viele, da wird ein Bösewicht schon zu finden sein!
Vielleicht Deutschland?
Hatte ich mir auch schon überlegt. Wir sind ja schon lange nicht mehr befreit worden! Wäre mal wieder Zeit!
„…..die Militärs in den Kennedy-Zeiten wollten Kuba besetzen, Kennedy gab vorher den Befehl zur Schweinebucht-Invasion der Exil-Kubaner …..“
Der guten Ordnung halber: 1960 hatte Eisenhower die C?A autorisiert, Exilkubaner zu bewaffnen und auszubilden für eine Invasion. Kennedy hatte den Plan gewissermaßen „geerbt“, (er war gerade mal ein 3 Monate im Amt) war davon wenig begeistert und verweigerte den Einsatz der Armee, was ihm die C?A nie verziehen hat.
Was die US-Militärs wollten, war ein offener Krieg gegen Kuba. Um diesen zu provozieren entstanden die Pläne zu „Operation Northwoods“, diverse False Flag-Anschläge auf eigene Bürger und Einrichtungen inklusive den Abschuß eines Zivilflugzeugs. All das sollte Kuba in die Schuhe geschoben werden, um vor der Öffentlichkeit einen Krieg zu rechtfertigen. Der Plan wurde von Kennedy abgelehnt.
.
Das ist richtig, der Plan war noch aus der Eisenhower-Zeit!
Nun hat Kennedy am Anfang seiner Amtszeit aber grünes Licht für die Exil-Kubaner gegeben, habe ich daher so verkürzt formuliert.
Dann kauf halt keine Coca-Cola. Weil es nicht nötig ist und man diese Kommunisten die anderen Nationen alles wegnehmen nicht unterstützt.
Kuba ist halt ein leichtes Ziel, denn offenbar hat es keine Freunde mehr. Selbstverständlich ist die Blockade gegen das Völkerrecht, was aber die Linken weltweit nicht interessiert. Viel wichtiger ist die Verteidigung von Hamas und Hisbollah, was alle Kräfte aufzehrt.
Indes gäbe es auf Kubaweit mehr zu verteidigen als bei diesen Terroristen. Erschwingliche Bildung, medizinische Versorgung und soziale Absicherung. Solang eben möglich und das heißt, derzeit nicht.
Besser könnte man den Zustand der Linken weltweit nicht beschreiben. Keine Unterstützung für Kuba. Aber Terroristen.
„Kuba ist halt ein leichtes Ziel, denn offenbar hat es keine Freunde mehr.“
Ich denke, es geht da um die Befürchtung weiterer Sanktionen; das gilt auch für Russland.
Da haben Sie leider Recht – irgendwie scheint der praktisch obligatorische und einseitige Kommentar zu Westasien nicht wenigen Leuten als Beweis ihres „irgendwie Linksseins“ zu gelten; da ist dann halt auch schon der Antizionismus der Klassenkampf für Dumme oder Böswillige. Zu Kuba/Cuba ab und an ein paar dürre Sätze, ist halt auch so weit weg und mit den USA legt man sich dann halt auch nicht gerne an, trotz aller Verachtung für Hollywood und Coca-Cola (eigentlich sollte es umgekehrt sein). Danke jedenfalls für Ihren Kommentar!