
Drohnen sind derzeit primäre Objekte des militärisch-industriellen Komplexes. Sie werden praktisch in Echtzeit während der blutigen Kriege in der Ukraine und im Iran, die als Testschlachtfelder dienen, weiter entwickelt. Das sind für das Militär, die Rüstungskonzerne und die Wissenschaft optimale Bedingungen, zumal die Geldhähne der Staaten offen sind, die nicht abgehängt werden wollen.
Fortlaufend werden in der Drohnenentwicklung Innovationen geschaffen, was Reichweite, Abwehr von elektronischer Kriegsführung oder Integration von KI zur autonomen Kriegsführung betrifft. Wissenschaftler der Northwestern University haben nun eine Drohne entwickelt, die nahezu unsichtbar für das menschliche Auge sein soll. Damit könnte man also noch heimlicher überwachen, auskundschaften und töten.
Wirklich unsichtbar machen, ist natürlich nur in fiktiven oder simulierten Welten möglich, wo es reicht, etwa eine Tarnkappe anzuziehen. In der Wirklichkeit kann man versuchen, wie sich die Erkennung etwa für die menschliche Wahrnehmung, maschinelles Sehen oder Radar- und Infrarotsysteme wie bei Stealthbombern erschweren lässt.
Die Wissenschaftler setzten, wie sie in ihrer Studie beschreiben, nicht auf die üblichen Mittel der Tarnung oder auf durchsichtige Materialien, um etwas mit der Umgebung zu verschmelzen, oder auf Lichtbrechung, sondern auf einen Mangel des menschlichen Sehens, der durch schnelle Bewegung eine Unschärfe erzeugt, weil aufgrund der Trägheit des Sehens Objekte verschwimmen. Man kennt das beispielsweise von Rotorblättern von Hubschraubern oder von Ventilatoren. Der Effekt tritt bei 25 Umdrehungen pro Sekunde ein.
Um die Drohne zu bauen, „Phantom Twist“ genannt, wurde ein automatisierter Entwurfsprozess gestartet, der offenbar ziemlich erfolgreich war. Mit einem Computermodell wurden um die 20.000 mögliche Drohnenentwürfe generiert, die dann mit KI und Optimierungsalgorithmen das Design der Drohne mit Motor, Propeller und Gerüst anordneten. Zur Auswahl der auch aerodynamisch und für einen stabilen Flug am besten geeigneten Entwürfe wurden diese mit dem Modell LPIPS, das menschliche (und auch tierische) Wahrnehmung simuliert, gegen Hunderte von Hintergründen geprüft. Die ausgewählten Entwürfe wurden weiter optimiert, bis man den besten Prototypen bestimmen konnte, der dann auch gebaut wurde.
Im Unterschied zu den üblichen Quadcoptern hat „Phantom Twist“ nur einen Propeller. Der Trick besteht vor allem darin, dass sich der Propeller in der einen Richtung dreht, der restliche Drohnenkörper in die andere, während sich normalerweise nur die Propeller drehen, der Körper aber stabil bleibt und deswegen auch sichtbar ist. Bei dem optimal ausgewählten Design, so eine Mitteilung der Universität, „wurden die Komponenten über die Drohne verteilt – in unterschiedlichen Höhen und Winkeln mit viel Abstand zueinander –, um zu verhindern, dass sie sich beim Drehen optisch überlappen. Wenn also alles zu einem verschwommenen Ganzen verschmilzt, erscheint die Drohne eher als eine schwache, halbtransparente Wolke denn als eine klar erkennbare Form“. Die Drehzahl der Drohne liegt zwischen 15 und 25 Rotationen pro Sekunde, über 25 würde sie instabil, unter 15 würde sie leicht abstürzen und der Verschwimmungseffekt zu gering.
Einschränkend weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass die Sichtbarkeit ihrer Drohne zwar um das Zehnfache reduziert ist, aber dass man einige Teile noch sehen kann. Überdies kann man sie noch hören. Man werde versuchen, kündigen sie an, den Propeller leiser zu machen und das Design weiter zu verbessern.
Die Frage ist, ob auf diese Weise auch größere Drohnen gebaut werden können, die größere Reichweiten und den Transport von schwereren Lasten ermöglichen. Die Wissenschaftler erwähnen eine militärische Verwendung nicht, sondern geben vor, dass die Entwicklung nur harmlosen zivilen Zwecken dienen soll. Man könnte von Scheinheiligkeit sprechen, wenn sie den Hintergrund ihrer Forschung so zu beschreiben versuchen, dass sich militärische Anwendungen geradezu aufdrängen:
„In einer Vielzahl von Umgebungen kann das Bewusstsein für die Anwesenheit eines Roboters dessen Effektivität oder die Validität der von ihm erfassten Daten negativ beeinflussen. Roboter, die für Inspektionen, Umweltüberwachung oder Mensch-Roboter-Interaktion eingesetzt werden, können Menschen, Tiere oder andere Systeme in ihrer Nähe allein durch ihre wahrgenommene Anwesenheit ablenken, stören oder deren Verhalten anderweitig verändern. Diese Effekte können Beobachtungen verzerren, die Aufgabenleistung beeinträchtigen und den Einsatz in sensiblen Umgebungen einschränken. Die Minimierung des Einflusses eines Roboters auf seine Umgebung ermöglicht eine genauere Beobachtung natürlichen Verhaltens, eine zuverlässigere Interaktion und eine breitere Anwendbarkeit von Robotersystemen in realen Umgebungen.“
Allerdings würden sich Kameras oder Waffen mit der Drohne mitdrehen. Man müsste also aus den rotierenden Bildern der Kamera eine stabile Sicht erzeugen oder raffiniert einen Weg finden, ein Ziel zu treffen. Vielleicht also nur ein akademischer Drohnenentwurf für eine Lösung des Unsichtbarkeitsproblems als ein Modell für den Einsatz in der wirklichen Welt.
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Die werden uns alles nehmen und total überwachen.
Ihr werdet sehen, das Leben zumindest in Europa wird zum ewigen Siechtum werden,
Endlich wieder Wunderwaffen, ich weiß gar nicht wie ich die letzte Zeit ohne neue Wunderwaffen ausgekommen bin.
BTW: Was macht eigentlich das fliegende Tschernobyl von Putin?