Unsere Strategie setzt auf ein Verheizen der Ukraine

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Der Krieg in der Ukraine fiel nicht vom Himmel. Der Westen – wir! – haben eine große Schuld auf uns geladen, weil wir diesen Krieg provoziert haben. Ja, wir tragen daran mindestens so viel Schuld wie die Russen, die den Angriff auf die Ukraine verwirklichten.

Seit gestern im Handel! Bestellen und mitreden!

Roberto De Lapuente sprach mit dem Politikwissenschaftler Johannes Varwick über Schuld, Chancen und was Sicherheitspolitik letztlich bedeutet. Und was vermag der Pazifismus? Ist er eine Option oder weltfremd?

Johannes Varwick studierte Politik- und Rechtswissenschaft in Münster und Leeds. Von 1999 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, anschließend von 2000 bis 2003 an der Universität der Bundeswehr Hamburg. Es folgten Professuren für Politikwissenschaft an den Universitäten Kiel (2003–2009) und Erlangen-Nürnberg (2009–2013). Seit 2013 hat er den Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Universität Halle- Wittenberg inne. Von 2019 bis 2021 war er Präsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik; seit 2024 ist er Präses des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit (WIFIS).

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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73 Kommentare

  1. Die Russen tragen gar keine Schuld an diesem Krieg!
    Wie oft muss ich das noch wiederholen?
    Dummes Gelaber…ich hab´s soo satt…. ▬|██████| ▬

    1. Die Russen tragen nicht die „alleinige Schuld“ an diesem Krieg und das muss so lange wiederholt werden, bis es der letzte geschnallt hat.
      Apropos, was genau bedeutet eigentlich diese abschließende, prächtige Zeichenkette?
      Für mich sieht es aus wie eine überdimensionierte Gürtelschnalle..?

    2. „Schuld“ ist nur ein subjektiver und relativer Begriff zur Einordnung der eigenen Position. In der Politik/Diplomatie sollte man lediglich über Ursachen und Wirkungen reden!

      1. Würde ich um die Begriffe „Herleitung“ und „Intention“ ergänzen.
        Aber wurde nicht mit der Obsoleszenz der Diplomatie auch die „verbale Goldwaage“ überflüssig?
        😉

    3. @Motonomer „Die“ Russen tragen ebensowenig Schuld wie „die“ Ukrainer. Wie wäre es auf Nuland & Co. einzuschlagen und damit auf Obama, Holland, Merkel & Co. Das sparen Sie sich aus, weil feige (keine Meldeadresse!). Sie verlieren sich wie immer in Gemeinplätzen ohne Wert!
      Anarchie … ruft der Depp und sieht nur sich selbst!
      MfG KB/BR

      1. Doch, die Ukrainer schon, weil zumindest die Führung mit Nazis besetzt ist und das schon seit langem.
        Das die Amis mit vielen Milliarden diesen Krieg unterstützt wenn nicht gerade initiiert haben, ist ja wohl allgemein bekannt und hatte das auch hier schon zigmal erwähnt.
        Was das aber mit meiner nicht vorhandenen „Meldeadresse“ zu tun hat ist mir weiterhin schleyerhaft.
        Du gehst mir langsam auf den Sender mit deinen bescheuerten Behauptungen.

    4. ALLE die an der Eskalation mitbeteiligt waren, sind MITverantwortlich. Den Begriff „Schuld“ sollte mensch aus dem politischen Wortgebrauch lieber streichen!

      1. Nun, ich weiß nicht!
        Politiker sind meines Wissens nie für etwas „verantwortlich“, mindestens behaupten sie Verantwortung zu tragen, verantwortlich sind sie dann aber doch für nichts und Konsequenzen hat ihr Handeln für sie persönlich sowie nie.

  2. „Frieden und Weltwohl neu denken
    J’ACCUSE!
    Über den Ukrainekrieg, Kriegsschuld und anderes

    von Roland Weinert ( Auszug Version 1, 04.05.2022 )

    Krieg in Europa – Deutschland wieder Kriegspartei – Friedensmahner verleumdet

    Im Namen des Weltwohles, des Weltfriedens wie auch im Namen aller Opfer von Krieg und Gewalt klage ich an:
    1. die Vereinigten Staaten von Amerika ( USA )
    2. die NATO-Mitgliedstaaten
    3. die G7-Staaten ( insoweit die G20-Staaten )
    4. die EU-Staaten
    5. insbesondere die deutschen Bundesregierungen seit 2005; hier die ehemalige Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ( CDU ) qua Amt verantwortlich für die Richtlinien der Regierungspolitik nach Artikel 65 Grundgesetz
    6. die gegenwärtige Bundesministerin des Auswärtigen ( seit Dezember 2021 ) Annalena Baerbock ( Bündnis 90/Die Grünen )
    7. die meisten Abgeordneten der Deutschen Bundestage seit 2005 bzw. deren Parteien
    8. jene Abgeordnete des gegenwärtigen Deutschen Bundestages, welche am 28. April mit „Ja!“ zum „Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP – Frieden und Freiheit in Europa verteidigen – Umfassende Unterstützung für die Ukraine (Drucksache  20/1550)“ stimmten
    9. stellvertretend diverse PolitikerInnen des Deutschen Bundestages sowie ein Mitglied des gegenwärtigen Diplomatischen Corps in Berlin.

    ***********************************************

    Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.

    I. Die Sonne der Vernunft steht in der Welt ( insbesondere in Deutschland ) wieder einmal sehr niedrig. Krieg in Europa tobt, Weltkrieg droht und der Deutsche Bundestag beschließt geschichtsvergessen, politikrevisionistisch und kriegsbluttrunken am 28. April 2022 „die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine“.

    1. Offener Brief an Bundeskanzler Scholz mit Folgen – Wieder einmal wird gehetzt und diffamiert in Bezug auf Menschen, die einfach anders ( und / oder kritisch ) über Tagespolitik in Europa denken, Fakten differenzierter einordnen und interpretieren. Mehr noch: BürgerInnen werden schäbig mit Unflat überzogen, die explizit Frieden wollen und sich für diesen einsetzen; freilich entgegen des verordneten Politik-Narrativs der etablierten Bundestagsparteien. Das ist in Deutschland sehr gefährlich. Aktuell betrifft das wieder einmal Intellektuelle und KünstlerInnen, die mit der Journalistin Alice Schwarzer einen offenen Brief an den Bundeskanzler schrieben und absichtlich falsch verstanden sowie hämisch bepöbelt werden. Denn sie sie treiben berechtigte Sorgen um, wenn sie ausführen: „Wir bitten Sie [ gemeint ist Bundeskanzler Scholz, RW ] im Gegenteil dringlich, alles dazu beizutragen, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen kann; zu einem Kompromiss, den beide Seiten akzeptieren können.“ – Seit fast einer Woche, seit dem 29. April also, prasseln nach ‚bewährten‘ Schemata Hetze, Verleumdung und ‚Shitstorm‘ u. a. in den Sozialen Netzwerken von allen Seiten auf die UnterzeichnerInnen ein. Aus den meisten Kommentaren wird deutlich, dass sie den Brief nicht gelesen haben. Da wurde behauptet, die UnterzeichnerInnen träten dafür ein, sich gegen die Aggressionen der Russischen Föderation ohne Waffen bzw. gar nicht zu wehren. Das ist falsch, denn es heißt in dem offenen Brief: „Wir teilen auch die Überzeugung, dass es eine prinzipielle politisch-moralische Pflicht gibt, vor aggressiver Gewalt nicht ohne Gegenwehr zurückzuweichen.“

    Was lehrt uns dieses Fallbeispiel: Wenn Wahlkampf tobt ( und nicht nur dann ), wird jede Form von Stammtisch-Stimmungsmache genutzt, um den Souverän durch Täuschung und Verwirrung zu gewinnen. Derlei gehört zu den schäbigen Politikritualen unserer Zeit.

    Diese Art des Politik-Bashings ist nicht neu: Ich verweise beispielhaft auf die Aktion #allesdichtmachen ( ab April 2021 ) im Zusammenhang mit der Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung Merkel, welche Konzerne massivst begünstigte und Kunstschaffende massivst benachteiligte. Und ich verweise einmal mehr auf die Kritik an Pazifisten und Ostermarschierern an Ostern d. J. Dazu später mehr.

    DIE ZEIT macht jetzt ebenfalls mit in Sachen Offener Brief an den Bundeskanzler. Hinter diesem ‚Event‘ steht das Zentrum Liberale Moderne. Deutsche Denkfabrik in Berlin. Auf die Reaktionen seitens Politik und sonstiger Öffentlichkeit bin ich sehr gespannt. […]“

    AUSBLICK
    https://upload.gscdn.nl/uploads/15614037a1_WEFlijst.pdf

    1. Wenn ich schon das Schwurbelwort „Denkfabrik“ lese muß
      ich immer an das Ausmisten von Schweineställen denken.
      Wie hoch ist wohl deren IQ ? Wer braucht bitte solche
      Verblödungsfabriken ? Regierungen, die diese Sauställe
      finanzieren? Oder Narzissten, die am liebsten ihre eigene
      Gülle schlucken und Andere an ihrem Erfolgserlebnis
      teilhaben lassen wollen.
      Denkfabrik = Krabbelgruppe für nutzlose Idioten.

      1. „Denkfabrik = Krabbelgruppe für nutzlose Idioten“

        Nein, das sind finanztechnisch bestens ausstaffierte, rafiniertest ( teils verdeckt ) agierende Institutionen ( Parallelgesellschaften ), institutionelle Steigbügelhalter der Macht, ja deren Speichel- und Stiefellecker gleichsam, welche Gefälligkeitswissenschaft und Gefälligkeitsgutachten usw. abliefern, welche die Medien- und Machteliten anfordern. – Und das wird alles auch noch vom Staat gefördert mit Geld, das u. a. den Universitäten fehlt!

        Schauen Sie sich an, welche Veranstaltungen von Top-Tagesschau-Präsentatoren gegen sehr gutes Geld moderiert werden. Wie heißt der noch: Trappatoni?, Zappeltoni?, Zamperoni? – Wie hießt die noch vom ZDF: Hallali?, Heilali?, Heili?, Heilo?, Hayali?

        Schmankerln zum Schluss
        https://liber-net.org/germany/

        https://liber-net.org/wp-content/uploads/2025/11/de-report-de.pdf .

        1. Ich kann mir das so schlecht merken, ich dachte bis eben die vom Ranzfunk hieß Hallodri, das wäre in gewisser Weise ein sprechender Name.

    2. @Ronald Weinert
      Für die deutsche Norm ist Ihr Beirrag zu „komplex“! Siehe @Der Zionist.
      Sind Sie bitte so freundlich und schreiben in „einfachem“ deutsch! Beliebt sind Vorabend Sendungen bei ARD & ZDF … einfache Sprache und ohne Inhalt!
      MfG KB/BR

  3. Bei dem Herrn stören mich die falschen Dichotomien.

    Stark für den Frieden – schon mal daran gedacht, dass das Einsehen eigener Schwäche einen doch friedensbereiter machen könnte? Stark oder schwach hat nichts damit zu tun, ob Menschen friedlich oder kriegerisch sind.

    Eine andere falsche Dichotomie ist, er wäre für Verteidigungsfähigkeit, aber nicht Kriegstüchtigkeit. Also 20-30 Mrd pro Jahr zu verprassen für Bundeswehr wären okay, aber nicht 70 Mrd. Plus pro Jahr? Warum nicht einfach so: Wenn was passiert an der Ostfront, schicken wir die Freiwilligen wie den Herrn Professor im gediegenen Alter da hin, um den kriegslüsternen Russen Paroli zu bieten. Nein, nicht im Bunker, sondern im Schützengraben. Es müssen ja nicht ukrainische – oder deutsche – Bauern-, Handwerkersöhne oder HartzIV-Kinder sein? Jeder weiß, dann wäre das mit dieser tollen Verteidigungsfähigkeit schnell erledigt.

    „Kriege in Afghanistan bis Irak, die möglicherweise mit guten Absichten passiert sind.“

    Also die Weltkriege, Korea oder Vietnamkrieg sind wohl schon zu lange her. In Afghanistan gab es gute Absichten, von denen man sogar in den wikileaks lesen konnte:

    https://wikileaks.org/wiki/CIA_report_into_shoring_up_Afghan_war_support_in_Western_Europe,_11_Mar_2010

    https://wikileaks.org/clinton-emails/emailid/3122

    Diese These von Herrn Varwick ist leider nicht haltbar. Das könnte man noch für den Irakkrieg oder jeden anderen Krieg ausführen. Irgendwie kriegt er das intellektuell nicht richtig verarbeitet, was „Kriege sind gemacht“ und dann „Chaos bricht aus“, dass die, die diese Kriege machen, das Chaos durchaus wollen, bzw. in Kauf nehmen. Bspw. Vor dem Irakkrieg gab es genug Warnungen, dass es nach der US-Invasion einen Krieg in dem ehemaligen Kolonialstaat geben würde, zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden. Gerade auch da müsste er sich fragen, ob er jemals die Kriegspropaganda der USA, den Irak zum Leuchtturm der Demokratie zu machen und Nation Building zu betreiben, geglaubt hätte? Wenn das so gewesen wäre, wäre er untauglich als Intellektueller.

    Seine Idee, dass man das Massaker von Szrebreniza hätte verhindern können, greift auch zu kurz. Jugoslawien musste weg, wie sie ein Teil der Staaten waren, die den 3. Weg wollten. Die Massaker waren gewollt, um Jugoslawien zu balkanisieren. Den Genozid in Uganda hätte die UN auch verhindern können, aber es ist nicht passiert. Die von mir heute schon angesprochenen Genozide in Jemen, Sudan und Gaza wurden und werden auch nicht verhindert. Er kommt aber natürlich nicht zu dem Schluss, dass westliche imperiale Mächte, also nicht nur die bösen östlichen Mächte, auch im 21. JH, was auch 2026 mit einbezieht, Genozid an für den Kapitalismus nicht verwertbaren Menschen völlig akzeptabel finden.

    Ich habe mir das jetzt 11 min angehört – reicht. Wie geschrieben: Der Herr Varwick sollte sich mindestens als Reservist bei der Bundeswehr melden, falls er das noch nicht gemacht hat. Die brauchen gerade dringend Männer, die bereit sind andere ihnen fremde Menschen zu töten. Sie brauchen Freiwillige – sonst wird gezwungen.

    Was soll hier eigentlich verkauft werden bei Overton, immer wieder? Egal ob dieser Politologe, Ex-Soldaten, Ex-Militärattachees etc. ? An wen ist das adressiert? An mich kann das nicht adressiert sein.

  4. „Vor dem Irakkrieg gab es genug Warnungen, dass es nach der US-Invasion einen Krieg in dem ehemaligen Kolonialstaat geben würde, zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden.“

    Diese Kriege gab es auch schon davor.

    1. Wie soll ich das verstehen? Die würden sich einfach so streiten? Mag sein.

      Es gibt halt nur ein Problem:

      Seit im Ölkorridor im Nahen Osten, also auch im Irak Öl gefunden wurde, waren die nie unabhängig. Denn das Öl ist einfach zu wichtig für die Kriegsmaschinerie der großen imperialistischen Staaten der Welt. Also wollen sie es kontrollieren, bzw. die Regime der Länder, wo das Öl vorkommt. Nur wer genug Öl für seine Panzer und Flugzeuge hat, kann einen Krieg führen. Deshalb ist der Iran so im Fadenkreuz, weil die Kontrolle dort nicht so gut funktioniert. Saddam Hussein kam z.B. durch einen CIA-Coup an die Macht. Die 3 Irakkriege waren Stellvertreterkriege.

      1. „Wie soll ich das verstehen? Die würden sich einfach so streiten? Mag sein.“

        Mag nicht nur so sein, sondern isso. Aber von seinem bequemen Wohlstandssessel kann es schon sein das die ganzen Gemetzel die es da gab nicht war nimmt. Und so ein Universal-Teufel macht das Leben noch bequemer.

  5. Der Westen muss sich zuallererst und endlich mal angemessen mit seiner eigenen Gewalt auseinandersetzen, ehe er mit dem Finger auf Andere zeigt (was er ja nur macht, um von der eigenen Gewalt abzulenken).

  6. Nun ja, Prof. John Mearsheimer (Univ. of Chigago) sieht es wohl ähnlich, formuliert jedoch deutlich akzentuierter:

    NZZ: „Ist Putin also in seiner eigenen Realität gefangen?“
    Prof. John Mearsheimer:
    „Seine Sichtweise ist richtig. […] Ich hätte sicherlich dasselbe getan wie Putin. Ich hätte die Ukraine sogar noch früher überfallen. Das Problem ist, dass die meisten Menschen im Westen die Nato-Erweiterung in die Ukraine nicht als existenzielle Bedrohung ansehen, aber das ist leicht gesagt, wenn man in der Schweiz sitzt. Wenn man jedoch Russland ist und eine Geschichte von Invasionen aus dem Westen hat, wird man nervös, man bekommt Angst. Und genau das ist passiert.“

    Mearsheimer muss allerdings auch nicht befürchten, nicht mehr zur „Phoenix Runde“ eingeladen zu werden…

    https://www.nzz.ch/international/john-mearsheimer-ich-haette-dasselbe-getan-wie-putin-ich-haette-die-ukraine-sogar-noch-frueher-ueberfallen-ld.1882659

    1. „Wenn man jedoch Russland ist und eine Geschichte von Invasionen aus dem Westen hat, wird man nervös, man bekommt Angst. Und genau das ist passiert.““

      Alle Länder in Europa und Eurasien haben sich früher fleißig gegenseitig überfallen, dieses Alleinstellungsmerkmal was die russische Propaganda konstruiert gibt es nicht. Und eine Professur schützt nicht vor Dummheit, nur selber denken macht schlau.

      1. Es ging hier gar nicht um ein Alleinstellungsmerkmal.
        Und, außer das ich ebenfalls schon viel früher den Leuten im Donbas und Luhansk geholfen hätte vieles verhindert.
        Von „Überfall“ kann nun wirklich keine Rede sein.

        1. Die frühe Hilfe von dem russischen Agenten Strelkow war sicherlich hilfreich damit sich Putin als Retter inszenieren konnte, blöd nur das der Konflikt im Laufe der Zeit nachgelassen hat, und damit das Bauerntheater von Putin immer unglaubwürdiger wurde.

          https://www.sueddeutsche.de/politik/russischer-geheimdienstler-zur-ostukraine-den-ausloeser-zum-krieg-habe-ich-gedrueckt-1.2231494
          https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-01/russland-igor-girkin-strelkow-haftstrafe-ukraine-krieg-donbass

          1. Diese Links zu unseren „Propaganda- Medien“ sind GANZ bestimmt Hilfreich, um die Geschehnisse ZWEIFELSOHNE richtig und einigermaßen Neutral zu betrachten. Ansonsten kommst du ja Reihenweise nur mit Nebelkerzen rüber…

          1. In den (von Ihnen oben zitierten) Qualitätsmedien wird der brutale Krieg der USA, GB, Ukraine etc. gegen den Irak 2003 mitunter auch als „Befreiung“ des Irak bezeichnet.
            Wenn Ihnen dieser Begriff besser gefällt – bittesehr!

        2. Mit dem Typen aus Österreich haben sich die Russen zusammen Polen unter den Nagel gerissen, da bleibt natürlich nur die Opferrolle bis ans Ende aller Tage.

          Dieses Randereignis kann auch schon mal ein Professor für Politik übersehen.

          1. @Ceeh

            „Mit dem Typen aus Österreich haben sich die Russen zusammen Polen unter den Nagel gerissen, da bleibt natürlich nur die Opferrolle bis ans Ende aller Tage.“

            Was unser selbsternannter Experte hier leider, vermutlich aus geschichtlicher Unkenntnis nicht erwähnte, ist die Tatsache, dass das beutegierige Polen unter Marschall Pilsudski zuvor einen Pakt mit Nazideutschland geschlossen hatte.
            Ziel war die Annektion von Teilen der Tschechoslowakei sowie Gebiete der UDSSR für ein Großpolen.
            Leider hat man sich da mit den Falschen ins Bett gelegt und wurde gefressen.

  7. > Geschichte von Invasionen aus dem Westen hat
    Die Geschichte hörte spätestens 1945 auf. Danach hatten die meisten Nachbarländer Russlands eine „Geschichte von Invasionen aus der Sowjetunion und Russland“.

    Mearsheimer hat einfach gehörig einen an der Waffel. Oder das Kompromat lastet schwer auf ihm. Anders kann man es wohl kaum erklären. Hat eigentlich schon jemand in den Epstein Files nach ihm gesucht?

    1. Die ganzen Gebiete im Osten sind Russland natürlich auch einfach nur so zugefallen.

      Kennt ja jeder von uns, da dreht man sich einmal um und schwupps ist der Garten schon wieder größer geworden.

      1. > Kennt ja jeder von uns, da dreht man sich einmal um und schwupps ist der Garten schon wieder größer geworden.

        Kennt vielleiicht nicht jeder. Aber es kann schon mal vorkommen, dass zufaellig mal beim eigenen Umdrehen die Oma verstirbt. Und dadurch koennte man durchaus einen kleinen Garten erben.

        > Die ganzen Gebiete im Osten sind Russland natürlich auch einfach nur so zugefallen.
        Na ja.. Was kann denn Russland dafuer, wenn ein Volksgruppenteil auf die falsche Seite wechseln moechte.

    2. > Hat eigentlich schon jemand in den Epstein Files nach ihm gesucht?
      Ich weiss es leider nicht. Aber ich wuerde es gegen vernuenftige Bezahlung durchaus machen. Ansonsten interessieren mich solche Sachen wie Epstein Files und anderer vergleichbarer Rotz nicht.

    3. GBU57
      Was wollen SIE denn damit sagen, dass nach 1945 keine Angriffe aus dem Westen auf die UdSSR mehr stattfanden? Wollen Sie damit den Eindruck erwecken, dass der Westen friedfertig geworden sei, dass er erkannt hat, dass man das nicht machen darf, andere Länder einfach überfallen? Wollen SIE damit sagen, dass der Westen reumütig geworden sei? Nach Ihren bisherigen Auftritten hier, glaube ich nicht, dass SIE so denken. ICh weiß nicht, WAS Sie überhaupt denken, jedenfalls hat es wenig mit der Faktenlage und einer intelligenten Deutung dieser Fakten zu tun.
      Dass der Westen nach 1945 keine Angriffe mehr auf die UdSSR startete, ist so nicht richtig. Sie waren nicht mehr offen, aber verdeckt fanden sie immer noch statt. SChon vergessen die ständigen Verletzungen des sowj. Luftraums? bis in die 1960er Jahre? Ich erinnere nur an den Abschuss der U2 über sowj. Staatsgebiet. Das hörte erst auf, als die Amis erkennen mussten, dass die sowj. Raketen inzwischen so gut waren, besser als jeder überhebliche Ami oder Westdeutscher wahrhaben wollte. Denn sie waren auf einmal in der Lage, US-Flugzeuge von Himmel zu holen. Da wars vorbei mit den Luftraumverletzungen durch die Amis. Ich weiß nicht, ob der SChutz des eigenen Luftraums in IHREN Augen auch schon eine Invasion aus Russland ist. Leuten wie iHnen ist ja zuzutrauen, dass sie als Angriff verstehen, was andere zu ihrem eigenen Schutz unternehmen, weil ja damit die westliche Anmaßung angegriffen wird, überall westliche Interessen notfalls mit Gewalt durchsetzen zu dürfen.
      Auch schon vergessen, dass der Westen noch lange nach dem Ende des Krieges Sabotageeinheiten über der Ukraine per Fallschirmen absetzte und in der Ukraine Sabotageakte durch Ukrainer unterstützte? Könnte man nachlesen, wenn man denn tatsächlich an den Tatsachen und nicht an Propaganda und der Verbreitung von Lügen interessiert wäre.
      Wenn es also ab 1945 keine offenen Angriffe mehr auf die UdSSR gab, dann nicht weil der Westen auf einmal friedfertig geworden wäre, sondern einzig und allein, weil die UdSSR so stark geworden war, dass die Amis es sich nicht mehr trauten und die Europäer ohnehin nicht. Aber gerne getan, hätten sie es immer wieder, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte. Dieses Bedürfnis nach Sicherheit und das Bewusstsein der ständigen Bedrohungen aus dem Westen führt über zu Ihrer nächsten halbwahren Behauptung, den „Invasionen aus Russland und der UdSSR“
      Was SIE darunter verstehen, müssten Sie hier erst einmal klarer benennen, damit man weiß wovon Sie reden. Denn bei Leuten Ihres SChlages kann man ja nie sicher sein, was sie darunter verstehen. Vermutlich spielen Sie an auf den Einsatz sowj. Truppen in der DDR 1953, Ungarn 1956 und der CSSR 1968, Afghanistan 1980. Das kann man so sehen, wenn man alleine die Tatsache betrachtet, dass sowj. Truppen in diesen Ländern eingesetzt wurden. Das ist aber das einzige – oberflächlich betrachtet, wenn man die Hintergründe dieser Einsätze vollkommen ausblendet. Der Hintergrund ist aber bei all diesen Einsätzen derselbe: Die Bedrohung aus dem Westen, der keine Gelegenheit ausgelassen hat, den Aufbauprozess in der UdSSR zu stören bzw nach Möglichkeit gar die UdSSR selbst zu vernichten. Das war ja unter anderem der Sinn der Aufrüstung. Man wollte die UdSSR totrüsten, was die Amis selbst zugegeben hatten. Oder wissen SIE das nicht, dass das erklärtes Ziel der amerikanischen Rüstung war? Wenn Sie aber all das wissen, wieso reden Sie dann solch einen Quatsch? Wieso verbreiten Sie dann solche Lügen? Ich kann daraus nur schließen, dass Sie erstens kein Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung haben und zweitens dass es Leuten wie IHNEN nur darum geht, Unfrieden zu stiften.

  8. Als jemand der in Sicherheitspolitik Kariere macht, äußert er sich schon recht mutig. Ich werte in mal als positive Stimme in die richtige Richtung.

  9. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
    Das Problem scheint nur zu sein, dass unsere momentane Besetzung in Brüssel, Berlin, London und Paris unfähig dazu sind, weshalb sie wegen Nichtvorhandensein der nötigen Kompetenz dringendst entlassen werden muss.
    Da wurden offensichtlich schwerwiegende Versäumnisse in der Qualitätskontrolle gemacht, als man diese Laientruppe engagierte…..

    1. > Das Problem scheint nur zu sein, dass unsere momentane Besetzung in Brüssel, Berlin, London und Paris unfähig dazu sind,

      Kommt auf den jeweiligen Betrachter an. Ich kann miir vorstellen, dass jeder Investor in Ruestungsfirmen sehr zufrieden mit ‚unser momentanen Besatzung‘ ist.

  10. „Ja, wir tragen daran mindestens so viel Schuld wie die Russen, die den Angriff auf die Ukraine verwirklichten.“

    Dieser Relativierung der Kriegschuld (neben Berücksichtigung der Nato-Osterweiterung als bewusst gesetztes westliches Bedrohungsszenario) kann man mit einer einfachen Rechnung entgegentreten: die Anzahl der Toten innerhalb der wenigen Wochen nach Beginn der russischen SMO bis zu den unterschriftsreifen Friedensverhandlungen in Istanbul, im Vergleich mit der Anzahl der Toten ab dem dort auch durch Deutschland vereiteltem Kriegsende. 1,7 Mio. Tote und verstümmelte Ukrainer sprechen eine deutliche Sprache.
    Von Kiewer Kriegshandlungen und 10.000 Toten im Osten der Ukraine ganz zu schweigen, womit mit der SMO entgegengewirkt wurde.
    Frieden und Diplomatie war für deutsche Politik auch im Weiteren keine Option; in Brüssel gibt Deutschland die Marschrichtung (im wahrsten Wortsinn) + GB vor.

  11. Prof. Varwick sagt bei 11:10 :
    “ Ich bin der Überzeugung, dass man als Staat Militär haben muß, um gewissermaßen andere Staaten nicht auf dumme Gedanken zu bringen “

    Merz und Konsorten wässert doch schon jetzt, trotz ihrer klein-Armee, das Maul nach Rache und Revanche !

    Umgekehrt wird ein Schuh draus : Ein starkes deutsches Militär wird Deutschland erst recht auf dumme Gedanken bringen !

  12. Zitat:
    „Ja, wir tragen daran mindestens so viel Schuld wie die Russen, die den Angriff auf die Ukraine verwirklichten.“

    Realitätsfreies Gefasel.

    Die Schuld trägt alleine der Westen.

  13. Der von den Russen protegierte und zum zukünftiger Autokraten Libyens aufgebaute Sohn des von seinem eigenen Volk gepfählten Diktators Muʿammar Muhammad Abdassalam Abu Minyar al-Qaddhafi, Sohn von Mohammed Abdul Salam bin Hamed bin Mohammed Al-Gaddafi, Saif al-Islam al-Gaddafi, ist als Märtyrer gefallen. In schāʾa llāh sei Gott sein seiner Seele gnädig oder auch nicht.

  14. > Der Krieg in der Ukraine fiel nicht vom Himmel. Der Westen – wir! – haben eine große Schuld auf uns geladen, weil wir diesen Krieg provoziert haben. Ja, wir tragen daran mindestens so viel Schuld wie die Russen, die den Angriff auf die Ukraine verwirklichten.

    Ich moechte nicht in dieses WIR includiert sein. Ich habe jedenfalls diesen Krieg nicht provoziert, im Gegentel, mich kotzte die Provokation an. Und ich denke, die kotzte sogut wie jeden vernuenftig denkenden Menschnen an. Vielleicht sogar die Mehrheit der Buerger.

  15. Solange im Auswärtigen Amt, Verteidigungsverwaltung, teilweise Kanzleramt der Geist aus der Zwischenkriegszeit vorkommt, wird das nichts mit einem friedfertigen Deutschland.

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