Umfrage: In der EU sinkt die Bereitschaft für Waffenlieferungen an die Ukraine

Bild: Leonhard Lenz/CC0 0.1

In Deutschland ist der Anteil der Befürworter der Regierungs- und Nato-Position auf unter 50 Prozent gefallen. EU-weit waren es bei der bereits im September durchgeführten Umfrage noch 50 Prozent.

Eine europaweite Umfrage der Bertelsmann Stiftung, die jetzt unter dem Titel „Ende des Sommers – Ende der Solidarität?“ erschienen ist, wobei die Ergebnisse den Stand der Dinge im September wiedergeben, versuchte diese mit dem Titel: „Die Unterstützung für die Ukraine bröckelt nur leicht“ zu framen. Es geht u.a. um die Frage der Waffenlieferungen und es soll der Eindruck erweckt werden, dass die Menschen weiterhin die Ukraine-Politik bzw. die Nato-Politik tragen und nur unwesentlich davon abweichen.

Allerdings haben im März zu Beginn des Krieges auch nur 56 Prozent Waffenlieferungen des eigenen Landes aller EU-Staaten unterstützt, im Juni waren es noch 54 Prozent, nach der Umfrage vom September sind es 50 Prozent. Geht der Trend weiter wie bislang dürfte die Zustimmung zu Waffenlieferungen bis heute erneut gesunken sein.

Korrekterweise hätte die Bertelsmann Stiftung daher den Titel so wählen sollen: „Die Unterstützung für die Ukraine bröckelt“, denn auch bei anderen Themen sinkt die Zustimmung. Man wollte aber offensichtlich affirmativ sein. Zwar bedeutet „bröckeln“ bereits, dass die Zustimmung ein wenig, aber nicht viel abnimmt, das wurde aber durch die Hinzufügung von „leicht“ gleich noch einmal verstärkt. „Nur“ soll bedeuten, eigentlich hätte die Zustimmung stärker ausfallen sollen, aber erstaunlicherweise würden die Bürger an der Regierungspolitik festhalten.

 

In manchen Ländern ist die Bereitschaft, Waffen an die Ukraine zu liefern, was vermutlich auch die Nato-Haltung impliziert, den Krieg bis zu einem erhofften militärischen Sieg der Ukraine fortzusetzen, durchaus stark eingebrochen. In Belgien um 12 Punkte von 60 auf 48 Prozent, in Frankreich um 11 Punkte von 67 auf 54 Prozent und in Deutschland um 9 Punkte von 57 auf 48 Prozent, so dass nun die Befürworter von Waffenlieferungen aus Deutschland keine Mehrheit mehr sind. Die Italiener waren schon im März skeptisch, der Anteil der Befürworter ist noch einmal um 3 Punkte auf jetzt gerade einmal 36 Prozent gesunken. In Polen ist mit 76 Prozent weiter eine noch eine große Mehrheit dafür, in den Niederlanden und in Spanien sprechen sich noch 57 Prozent dafür aus, das sind auch schon 10 bzw. 9 Prozent weniger als im März.

Es gibt aber einen Unterschied, ob es um das eigene Land geht oder ob die EU Waffen liefern soll. Dafür sprechen sich in der ganzen EU noch 55 Prozent aus, 6 Punkte weniger als im März. Auch in den einzelnen Länder ist die Zustimmung gesunken, in Deutschland von 62 auf 52 Prozent oder in Frankreich von 69 auf 56 Prozent. Wahrscheinlich erscheint es den Befragten weniger riskant zu sein, wenn die EU Waffen liefert, als wenn dies ihr Land macht.

Eine ebenfalls bröckelnde Mehrheit von 63 Prozent ist für den EU-Beitritt der Ukraine. Deutschland liegt mit 55 Prozent am unteren Ende. Aber über 70 Prozent sagen, ihr Land soll Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen. Auch hier nimmt allerdings die Bereitschaft ab, in Frankreich und Deutschland mit 12 Punkten weniger am stärksten.

Eine auch sinkende, aber über 60 Prozent liegende Mehrheit ist weiterhin dafür, dass Europa „weniger energieabhängig“ werden soll, auch wenn die Preise steigen. Aber schon im noch warmen September ging EU-weit der Anteil um 7 Prozent zurück, in Belgien gleich um 13 Prozent und in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden um 10 Prozent. Was genauer damit gemeint ist, bleibt offen. Geht es um mehr Energieunabhängigkeit durch Förderung lokaler oder erneuerbarer Energie? Geht es um die Ablösung von Russland? Oder auch etwa von Katar oder den USA?

Gleichzeitig wächst aber die Angst vor steigenden Kosten. 49 Prozent aller Europäer sind darüber am meisten besorgt, am stärksten in den Niederlanden und in Deutschland. Nach der Angst vor einem Krieg wurde nicht gefragt.

Über 70 Prozent befürworten, dass die EU in der Welt eine „aktivere Rolle“ spielen sollte. 69 Prozent sagen, dazu brauche es mehr militärische Macht, um die 90 Prozent nennen starke Verbündete, attraktive Werte oder ökonomische Stärke. Eine „gemeinsame Verteidigungspolitik“ finden europaweit 88 Prozent gut. Nicht gefragt wurde, ob die unabhängiger von der Nato und den USA sein sollte.

Offenbar gibt es Themen, die man lieber vermeidet anzusprechen. Eupinions, das europäische Meinungsforschungsinstrument der Bertelsmann Stiftung, das die Umfrage durchgeführt hat, will jedenfalls aus den Ergebnissen eine anhaltende Unterstützung der Ukraine-Politik der EU-Regierungen herauslesen: „Die Daten deuten eher auf Stabilität als auf größere Veränderungen der Ansichten hin. Wir sehen einen allgemeine, wenn auch leicht rückläufige Tendenz bei allen Themen, die von März bis September stattfand. Ein genauerer Blick auf die Frage der Waffenlieferungen zeigt eine deutlichere Veränderung der Meinung. Die Unterstützung für die Lieferung von Waffen an die Ukraine ist um etwa 10 Prozentpunkte gesunken und nähert sich der 50%-Marke. Auch die Unterstützung für die Energieunabhängigkeit ist ebenfalls unter Druck. Dennoch ist die Unterstützung für politische Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine und der Ukrainer nach wie vor hoch. Angesichts des Ernstes der Lage und der damit verbundenen Kosten ist diese Stabilität bemerkenswert.“

 

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27 Kommentare

  1. Angesichts der täglich auf die Westler einprasselnde Propagandalawine ist schon das leichteste Bröckeln der Unterstützung die Kiewer Führung erstaunlich. Öffentlich unter eigenem Namen hinzustehen und sich als Gegner der westlichen Politik zu outen, ist heikel. Eine Art Ostrazismus kann die Folge sein. Es gibt auch immer noch eine recht breite Schicht, die die Nachrichten der sogenannt seriösen Medien mit dem Evangelium verwechselt und aufrichtig glaubt, es werde ihnen die Wahrheit und nichts als die Wahrheit erzählt. Propaganda gibts nur bei den Anderen.

    Wenn dann wortwörtlich offensichtlich wird, dass die Bösen gewinnen, wird es allerdings eine Absetzbewegung geben. Ökonomisch mächtig draufzulegen und dann auch noch auf der Verliererseite zu stehen – das ist zu viel, da purzeln die Prozentzahlen dann. Das unverdächtige Institute for the Study of War rechnet bis Ende Jahr mit einer russischen Grossoffensive. Bis dann sind die neu einrückend Gemachten – um es mal kakanisch auszudrücken – in Stellung und die russische Streitmacht dafür gross genug. Es wird kein schöner Winter.

  2. Orakel oder Prophetie?
    „Der Bertelsmann*Stiftung“ glaub ich nicht mal die richtige Uhrzeit. Die Saugen sich die Angeblichen Meinungen, doch aus den Fingern. Zahlen-Spiele und Propaganda für den eigenen Profit ohne echten Hintergrund!

    *(Eupinions) ist eine unabhängige europäische Meinungsplattform, die von der Bertelsmann Stiftung entwickelt wurde!

  3. Dank an Herrn Rötzer, dass er die manipulative Sprache der Bertelsmänner so treffend analysiert.

    Anfang November organisierte die Bertelsmann Stiftung übrigens ein „Deutsch-Amerikanisches Zukunftsforum“, gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und dem American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) der Johns Hopkins Universität.
    140 Teilnehmer aus USA und D, darunter Baerbock und Blinken, diskutierten u. a. darüber, wie sich „die steigende Flut von Desinformationen in der öffentlichen Politik“ eindämmen ließe.
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2022/november/staerkung-der-demokratie-in-einer-digitalen-welt

    Hier noch ein Bericht von den Westfälischen Nachrichten:
    „Aus Baerbock sprudelte es in perfektem Englisch heraus: „In dieser schwierigen Situation stehen wir enger zusammen als je zuvor seit dem Ende des Kalten Krieges“, betonte sie. Der russische Angriffskrieg sei blanker Horror, aber auch eine riesige Chance für die deutsch-amerikanischen Beziehungen.“
    https://www.wn.de/muenster/g7/g7-gipfel-baerbock-blinken-zukunftsforum-atlantic-hotel-2653749

    Schon 2004 machte Florian Rötzer mit einem Interview auf Kritik an dieser Medien- und Datenkrake aufmerksam:
    https://www.heise.de/tp/features/Ohne-Bertelsmann-geht-nichts-mehr-3437181.html

    Und damals schon war die Bertelsmann Stiftung auf Kriegskurs:
    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/1503/

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Fuer-Deutschland-ist-die-Europawahl-praktisch-schon-gelaufen/Die-EU-Kriegsverfassung/posting-26382074/show/

    Dabei muss man die Medienmacht von Bertelsmann im Auge behalten:

    Bertelsmann, kontrolliert von der Familie Mohn, dazu gehört RTL, Gruner & Jahr (Stern, Spiegel…), Penguin Random House, BMG, der Daten- und Dienstleistungskonzern Arvato und seit einigen Jahren auch die Bertelsmann Education Group, die weltweit in private Bildungsdienstleister investiert.

    So ist Einfluss auf die Politik von vorn herein gewährleistet.

    1. „140 Teilnehmer aus USA und D, darunter Baerbock und Blinken, diskutierten u. a. darüber, wie sich „die steigende Flut von Desinformationen in der öffentlichen Politik“ eindämmen ließe.“
      Mein Lacher heute.
      Besser und verständlicher und vor allem zielorientierter formuliert wäre vielleicht „Wie kann man die Realität daran hindern, in Augen und Ohren von Menschen einzudringen?“

  4. Wenn´s denn nur die Bertelsmänner wären. Stimmung gemacht wird in fast allen digitalen Angeboten der großen Medienkonzerne in Verbindung mit fragwürdigen „Umfragen“ beauftragter Propagandaunternehmen – sehr deutlich zu unterscheiden von soziologischer oder politischer empririscher Forschung. Selbst wenn die alle natürlich keineswegs „ideologiefrei“ sind.
    Die Besitzverhältnisse gewöhnlicher Tageszeitungen mit einem lokalen Bezug im Titel festzustellen, das ist gar nicht so einfach.

    1. Es ist noch schlimmer. Stimmung wird nicht nur von den großen Medienkonzernen gemacht, sondern faktisch überall, auch in den öffentlich-rechtlichen. Und zwar auch und gerade von jenen Leuten dort, die man bislang als „kritisch“ oder gar „links“ eingeordnet hatte, wie z. B. Georg Restle, den unerschrockenen Aufklärer, oder die bekannten Satiriker wie v. Wagner und Uthoff oder die beliebten „kritischen“ Medienhumoristen vom Schlage eines Welke oder Ehring.
      Letzterer hat gerade diese Woche in seiner „Extra3“-Sendung einen bemerkenswerten Tiefschlag gegen die Donezker Bloggerin Alina Lipp ausgeteilt: Er hat ca. zwei Sekunden eines Filmchens von ihr ohne jeden erkennbaren Zusammenhang gesendet und dann einen launigen Spruch dazu unter sich gemacht. Das reicht heute, um Menschen zu diskreditieren, man benötigt keinerlei Argument mehr. Wie praktisch, man hat ja auch keine Argumente.

      Die Medien sind weitgehend gleichgeschaltet, egal, ob öffentlich-rechtlich oder privat. Dass Bertelsmann hier eine herausragende Rolle einnimmt ist unbestreitbar, die gestalten mehr mit als andere. Aber der Wahrheit feindlich stehen sie alle gegenüber und moralisch verkommen sind sie auch alle. Die wenigen Ausnahmen sind kaum wahrnehmbar und werden auch kaum wahrgenommen (wie viele Besucher mag das Overton-Magazin haben?).

      1. In der Tat, landauf landab marschieren ‚die Medien‘ im Gleichschritt, egal ob private oder oeffentliche.
        Sogar Nischenmedien, die ich nichtsdestotrotz als halbwegs etabliert und doch kritisch betrachtet habe, wie z.B. Heise fuegen sich dem Gleichschritt und berichten nur mit grossen Auslassungen quasi pseudokritisch und zensieren heftigst in den zugehoerigen Foren.

        Die wenigen verbliebenen Ausnahmen, muss man schon selber aus eigenem Antrieb suchen und braucht dann auch noch eine Lupe dafuer.
        Ueber die Reichweite dieser mikroskopisch kleinen Anzahl an – sich der Gleichschaltung noch verweigernden – Medien brauchen wir uns wohl keine Illusionen zu machen, die duerfte sich ebenfalls im mikroskopischen Bereich bewegen.
        Was wahrscheinlich auch der Grund dafuer ist, dass diese noch nicht gruendlichst wegdrangsaliert und abgewuergt wurden

  5. Was macht es für einen Unterschied, ob 51 oder 49 % für die Waffenlieferungen sind. Vielleicht hängt es mit meinem Alter zusammen, aber ich halte alle, die einen Krieg durch „noch mehr Waffen“ beenden wollen, für krank. Zumindest für gemütskrank. Und eine gemütskranke Gesellschaft ist ja das Markenzeichen „hochentwickelter“ Staaten, in denen der Einzelne nach Marktwert berücksichtigt wird und der Marktwert Vieler gegen Null tendiert. Es lebe der von jedwedem Ethos befreite Materialismus!

    Man hört, dass Scholz in Moskau angerufen und eine volle Stunde mit Putin gequatscht hat. Man hört auch, was Scholz gefordert hat, 1., 2., 3. usw. Nichts erfährt man darüber, was Scholz angeboten hat. – – Dass eine Einigung umso schwerer werden wird, je länger der Krieg sich hinzieht, habe ich schon eine Woche nach Beginn des Krieges vorausgesagt. Aber weder Scholz noch Putin verstehen solche Grundeinsichten.

    Wenn diese Politiker für den Durchschnittsmenschen stehen, dann hat es diese Gattung es nicht verdient, auf so einem wundervollen Planeten zu leben. Aber man hofft immer noch, dass dies nicht der Fall ist und eines Tages Subjekte an der Macht sind, die wissen, wie man zusammen lebt, und die Anderen grundsätzlich gleiche Augenhöhe zugestehen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen.

  6. Von der Leyen hat unlängst eine bemerkenswerte Zahl fallen lassen – da steckte reales Kalkül dahinter.
    Inwieweit dadurch das Meinungsbild beeinflusst wurde, ist dabei inzwischen nachrangig. – Erkennbar ist, dass sich das Geschehen an der Front verändert hat, denn den ukrainischen Kräften gehen die eigenen Soldaten langsam aus, und wie man bei den Kämpfen im Gebiet um Bachmut sieht, selbst auch die Munition, besonders wegen gravierender Probleme in der gesamten Logistik. Die Russen haben inzwischen ihre Aufklärung verbessert und greifen erfolgreich bereits die Versorgungswege an. .- Immer weniger gelieferten Materialien erreichen ihren Bestimmungsort. – Und reparaturbedürftige Waffen (die westlichen Systeme sind besonders anfällig) erreichen die zu weit entfernten Fabriken größtenteils nicht mehr. – Besonders anfällig ist hier z.B. die Panzerhaubitze 2000.

    Ich würde mir hier an der Küste auch keinen BMW kaufen, wenn der allein schon durch die Salzluft Schaden erleidet und dann nur in Bayern repariert werden könnte.

  7. Schön wenn die Stimmung für Waffenlieferungen sinkt. Leider aber nur sehr langsam.

    Wie ich gelesen habe, scheint die Nato inzwischen auch Probleme zu haben 155 er Munition zu liefern.

    Gestern war auf moon of Alabama ein Artikel über die ukr Schützengräben bei Bachmut.
    Wenn das alles stimmt, total erschütternd.
    Man könnte meinen Verdun 1916

    1. Selbiges erzählt auch Alexander Mercouris seit einigen Tagen, demnach sieht es nicht gut aus für die Ukraine und ihre Helfer. Zumal angeblich auch noch ein Gleichstand oder Übergewicht durch die Teilmobilisierung der Russen bei den Kampfeinheiten entstanden sein soll.
      Die Russen konnten sich aus Cherson zurückziehen, als sie bei der Materialschlacht drohten vom Material abgeschnitten zu werden. Wenn man aber gar kein Material mehr hat, dann ……

  8. Also irgendwann im zeitigen Frühjahr hab ich mal über eine europaweite Umfrage gelesen, wo weiss ich leider nicht mehr, mit um die 100 000 Beteiligten, da sind ca. 80-90% sowohl gegen den Ukr.-Krieg an sich, sowie gegen Waffenlieferungen, egal von wem, gewesen!

    1. Da lobt man sich doch die Klarheit und Ehrlichkeit der unsrigen, egal was irgendwelche Umfragen sagen. Von so etwas kann man sich bei der werteorientierten feministischen Außenpolitik nicht stören lassen.

      „No matter what my German voters think, but I want to deliver to the people of Ukraine.“

      1. Das Bekenntnis der Baerbock klingt so wunderbar standfest und moralisch – kurz vorher hatte sie als Außenministerin aber einen Amtseid geschworen, in dem es, glaube ich, um das „Wohl des deutschen Volkes“ ging.
        Aber Schwamm drüber, wir machen gerade Zeitenwende, da ist die Solidarität mit den USA und ihren Herrschaftsansprüchen wichtiger.

    1. Diese Republik ist keine Räte-Demokratie und hat deshalb auch kein imperatives Mandat. Selbst 80 % hätten nur wegen des Wahlkalküls eine Bedeutung.

  9. Waffen in ein Kriegsgebiet zu schicken dient zweifelsfrei der Fortsetzung von Kriegshandlungen, die ohne das Rummsmaterial gar nicht möglich wären. Wer dem das Etikett „Einstieg um Auszusteigen“ umhängt ändert am Sachverhalt rein gar nichts. Auch Stimmungsbarometer a la Bertelsmann ändern null komma nichts. Öffentliche Meinungsbildner haben längst alle Einwände abgeräumt und beteiligen die Bevölkerung an der Kriegsplanung unter Berücksichtigung aller unangenehmen Eventualitäten – sogar der Nuklearschlagabtausch ist dabei – bezüglich der geltenden Russlandpolitik. Das kommt an. Von Umfrageergebnissen macht sich Politik sowieso nicht abhängig. Im Zweifelsfall werden ein paar Kampagnen gestartet, „um Vertrauen wieder herzustellen.“ Das klappt garantiert trotz steigendem Armutsrisiko, Rezessionserwartung und sonstigen Verwerfungen.

    1. „Umfragen“ sind relativ wertlos, da man immer den Auftraggeber kennen muss. Ich möchte jetzt nicht das abgelutschte, Churchill zugeschriebene Zitat aufwärmen.
      Ein immer noch wirksames Mittel ist es aber, „Umfragen“ zu schönen, in dem man missliebigen Geistern, „Mindergebildet“, „Nazinähe“, etc attestiert. Und wer möchte sich das vorhalten lassen? Eben: Daher heulen wir mit den Wölfen, denn Prols, wollen wir keine sein. Funktioniert ganz einfach.

  10. Ich vermute, Russland lacht sich derzeit über die Waffenlieferungen, insbesondere über die Lieferung von Luftabwehrraketen der Deutschen, ein Loch in den Bauch.
    Russland entsorgt derzeit sein Altmetall aus Sowjetzeiten, alte Marschflugkörper und Raketen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist abgelaufen. Der Festbrennstoff bröselt in den Dingern und hätte sonst teuer entsorgt werden müssen.
    Nun schrauben die Russen die Gefechtsköpfe ab und schießen damit auf Trafohäuser und Umspannwerke der Ukrainer. Wenn eine von zehn trifft ist gut, wenn nicht, auch gut. Die Russen haben davon noch 20000.
    Was machen die Deutschen ? Sie liefern die Abwehrrakete Iris-T zum Stückpreis von 250 000 € und die Ukrainer schießen damit Putins fliegende Mülltonnen ab.

    „Das wird sie ruinieren !“

  11. Wer Russlands Krieg in der Ukraine scharf verurteilt,
    Wer die Russische Armee sich in die Hölle wünscht,
    Der sollte sich nur ein einzig mal die Frage stellen,
    Warum in der Ukraine die Faschisten lauthals brüllen:
    Ein Ukrainer-Nazi hat das Recht, jeden Russen zu erschießen

    Wer gegen Russlands Krieg in der Ukraine ist,
    Der sollte sich nur fragen, einfach mal als Christ:
    Warum er seit dem Jahre zwanzighundertvierzehn,
    Über Russen-Morde hat hinweg gesehen.
    Warum hat’s ihn überhaupt nicht interessiert,

    Wer Russlands Krieg in der Ukraine scharf verurteilt,
    Hat der bei uns sich ein einzig mal die Frag‘ gestellt:
    Wenn Amis und die Nato den Ukrainer-Nazis helfen?
    Dass alles russisch soll, überhaupt verschwinden,
    Ob Amis und der freie Westen nun faschistisch wird?

  12. Wir Bürger haben ein Recht auf Zukunft, und sollten daher die Waffennarren von CDU, Grünen (besonders schlimm) und FDP in Rente schicken. Warum weigert sich der bisher sehr besonnen und professionell agierende Herr Scholz nicht, so heldenhafte Personen, die den Atomkrieg nicht fürchten, aus dem Kabinett zu werfen? Wie auch alle anderen, die die Zukunft unseres Planeten an den Rand des Untergangs führen, und dabei uns Wähler/innen mit so lächerlichen Themen wie der Miniabbruchkante in Lützerath von der eigentlichen globalen Bedrohung durch einen Weltkrieg sowie die nun beginnende Armutsspirale ablenken wollen? Wir sollten uns alle auf Straßen, Schienen und vor öffentlichen Gebäuden festkleben, aber nicht als wohlsituierte, gut beerbte Klimawandler, sondern als arbeitende und erziehende Wähler/innen, die ein Recht auf Frieden, Zukunft und Vernunft haben!!!

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