Ukraine: Sich überschlagende Säuberungsaktionen bei der Ukrainisierung oder Entrussifizierung

Bild: Rada

Die ukrainische Regierung will das Land und die Köpfe von allem Russischem säubern: von der Sprache über Kultur und Geschichte – und neuerdings bis hin zur Wissenschaft. Der „Bildungs-, Informations- und Wissenschaftsraums der Ukraine“ soll vor „russischem Einfluss“ geschützt werden.

 

Die Folgen der Entrussifizierung, die die Ukraine schon vor Beginn des Kriegs massiv betrieben hat, um eine von allem Russischen, vor allem auch Russischsprachigen, gereinigte ukrainische Identität zu erhalten, ist toxisch und gefährlich. Die Nato-Unterstützerstaaten scheint das nicht zu bekümmern bzw. sie schauen weg, weil das Russland, wo ebenfalls ein Nationalismus staatlich gefördert wird, in die Hände spielen könnte und Nationalismus, der die nationale Einheit predigt, immer gut ist für militärische Aktivitäten. Aber verteidigt die Ukraine damit europäische Werte? Soll die EU ein derart nationalistisches Land wirklich aufnehmen?

Der radikale Nationalismus hatte sich schon kurz nach dem Umsturz gezeigt, als die damalige Regierung unter dem rechtsnationalistischen Präsidenten Oleksandr Turtschynow ein 2012 auch unter Protesten eingeführtes Gesetz, nach dem Russisch zur Regionalsprache und damit in vielen Regionen als zweite Amtssprache erklärt wurde, wieder abschaffen wollte. Auf Druck westlicher Unterstützer wurde die Initiative, die für erhebliche Unruhe in der Ostukraine gesorgt hatte, wieder zurückgenommen, um es dann 2018 endgültig abzuschaffen.

Dabei geht es nicht nur um die Auslöschung der russischen Sprache, sondern auch um die der russischen Kultur und auch der russisch-orthodoxen Kirche, die als Verlängerung des russischen Geheimdienstes FSB gilt. Es werden Straßen und Plätze umbenannt, Skulpturen von russischen Künstlern wie Tolstoi zerstört, Musik, Filme und Bücher ebenso verboten wie Unterricht in russischer Sprache. Nach dem 2019 verabschiedeten „Gesetz zur Gewährleistung der ukrainischen Sprache als Landessprache“ müssen seit Januar 2022 alle nationalen Printmedien in ukrainischer Sprache publiziert werden, ab Juli 2024 auch alle regionale Medien. Selbst Angestellte von Supermärkten, Restaurants, Cafés, Sporteinrichtungen, Friseursalons und anderen Dienstleistungsbetrieben müssen seit letztem Jahr Kunden auf Ukrainisch bedienen. Die Forderung nach Mehrsprachigkeit kann mit einem Aufruf zum Umsturz der verfassungsmäßigen Ordnung gleichgesetzt und geahndet werden (Kampf gegen die russische Sprache).

2017 war bereits ein „Institut für das Nationalandenken“ eingerichtet worden, das die Geschichte des Landes verwalten, propagieren und kontrollieren soll. Ein Gesetz sieht denn auch die Ehrung der Unabhängigkeits- und Widerstandskämpfer vor, wozu auch die Ukrainische Aufständische Armee (UPA) der rechtsnationalistischen „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) gehört, die zeitweise mit den Nazis kooperiert und gegen die Russen, aber auch gegen Polen gekämpft hatten. Deren Chef war Stepan Bandera, der gefeierte Held der Rechtsnationalisten.

Nun hat ein Wissenschaftler darauf aufmerksam gemacht, dass mit der Ukrainisierung auch ein Verschwinden von wissenschaftlichen Publikationen einhergeht, da diese früher häufig in russischer Sprache veröffentlicht wurden. Der Soziologe Wladimir Paniotto, der als Professor an der Kiew-Mohyla-Akademie lehrt und das Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) leitet, verweist auf die Folgen des in erster Lesung verabschiedeten, im Juli eingereichten Gesetzesentwurfs „Über Änderungen bestimmter Gesetze der Ukraine in Bezug auf das Verbot der Nutzung von Informationsquellen des Aggressorstaats oder des Besatzungsstaats in Bildungsprogrammen, in wissenschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Aktivitäten“.

Die ukrainischen Rada-Abgeordneten meinen, es seien „Mechanismen zum Schutz des Bildungs- und Wissenschaftsbereichs in der Ukraine vor der Propaganda und Verbreitung der chauvinistischen, aggressiven geopolitischen Doktrin des ‚Russischen Friedens‘ durch wissenschaftliche Forschung, akademische Texte und Informationsquellen“ notwendig. Offenbar ist schon die Verwendung russischer Sprache, auch in älteren Schriften, in wissenschaftlichen Texten eine Bedrohung. Hervorgehoben wird, dass es vor allem auch um „Verweise in Bildungsprogrammen und wissenschaftlicher Forschung auf Informationsquellen (geht), die auf dem Territorium in der Staatssprache von Bürgern und juristischen Personen des Aggressorstaates erstellt wurden“. Natürlich darf auch kein wissenschaftlicher Text mehr auf Russisch geschrieben werden.

Es wird nicht unterschieden, sondern Kahlschlag betrieben, ausgerechnet im wissenschaftlichen Diskurs, der gerade nicht national ausgerichtet ist und in dem nicht durch Zensur, sondern durch Falsifikation Hypothesen zurückgewiesen werden sollten. Für einen aufrechten Nationalisten ist alles, was in Russland erforscht und was auf Russisch veröffentlicht wird, des Teufels, vor dem man die ukrainischen Wissenschaftler und Studierenden durch Begrenzungen schützen muss. Daher wird auch von einem „Bildungs-, Informations- und Wissenschaftsraums der Ukraine“ gesprochen, der vor „russischem Einfluss“ geschützt werden müsse. Es geht mithin darum, Grenzen im Informationsfluss einzuziehen. Das macht die Ukraine nur besonders ausgiebig und explizit, ist aber die Tendenz auch im Westen, wo man ebenfalls Mauern gegen Desinformation errichten will (natürlich nicht die eigene), aber immerhin noch nicht eine nationale Einmauerung von Wissenschaft in Angriff nimmt.

Der Soziologe Wladimir Paniotto schreibt entrüstet: „Acht meiner vor 1991 veröffentlichten Bücher  (…) und etwa 100 Artikel fallen darunter. Wie soll ich wissenschaftliche Artikel und Bücher schreiben und in der Mohyla-Akademie unterrichten, ohne mich auf meine Arbeiten zu beziehen? Und was kommt als nächstes – Beschlagnahmung von Bibliotheken und Verbrennung auf dem Marktplatz?“ Verboten sind auch „Übersetzungen ausländischer Autoren ins Russische“. Paniotto schreibt weiter: „Eine Menge mathematischer Literatur, auf die ich mich in meinen Arbeiten und in den von mir gelesenen Kursen beziehe, wurde ins Russische übersetzt.“

Die Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine habe in zwei Gutachten das Gesetz abgelehnt, trotzdem wurde es verabschiedet, kritisiert der Soziologe. Er habe mit Kollegen gesprochen, die meinen „dass dieses Gesetz in dieser Form den Wunsch der Abgeordneten zeigt, ihren Patriotismus zu demonstrieren, aber es ist sehr schädlich für die ukrainische Wissenschaft und Bildung.“ Er schließt seine entrüsteten Bemerkungen: „Niemand kann ruhig seiner Arbeit und sogar seinem Leben nachgehen, während das Parlament arbeitet.“

Ähnliche Beiträge:

Sei der erste, der diesen Beitrag teilt:

29 Kommentare

  1. Die „rechtsnationalistische“ OUN, ja?
    In Abgrenzung zum bekannten Linksnationalismus oder was?
    Warum nennt Rötzer das Kind nicht beim Namen? Es handelt sich schlicht und einfach um Nazis?

  2. Die russophoben Aktivitäten gibt es schon lange seitens der ukrainischen Staatsführung – sie erfahren jetzt aber eine weitere Steigerung, weil dem Präsidenten Selenskyj das Wasser bis Oberkante Unterlippe steht und seine schärfsten Widersacher, Rinat Akhmetov und Valery Zaluzhny, ihm das Wasser abgraben wollen. – Nicht die „Russen“ im Land sägen an seinem Thron, sondern seine eigenen Leute.

    Erschwerend kommt hinzu, dass das Pentagon beabsichtigt bis Ende 2022 mehr Personal zu entsenden, um den nebulösen Verbleib der gelieferten Waffen in Richtung Schwarzmarkt zu untersuchen.

  3. Etwaige Ähnlichkeiten zur NS-Diktatur sind rein zufällig, wie auch die Säuberungsaktionen nach „Rückeroberung“ ehemals russisch besetzter Gebiete und die öffentliche Erniedrigung angeblicher Verräter bzw. Russenunterstützer. Fackelmärsche kennt man ja schon seit längerem in der Ukraine, ich warte noch auf Bücherverbrennung russischer Literatur.
    Warum erkennt man hier im Westen immer noch nicht, wen man da unterstützt – es sind Faschisten.

  4. Im Hirn dieser Faschisten ist die Erde längst wieder zu einer Platte gworden. Da erübrigt sich jedwedes wissenschaftliche Arbeiten. Unglaublich, wohin geisteskranker Fanatismus führen kann.

  5. Die „Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen“ laut Tabelle auch unterzeichnet, ratifiziert und in 2006 in Kraft gesetzt von der Ukraine.

    „Durch das verbindende Element der Charta soll die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Anhängern einer Sprachgruppe gestärkt werden. Die Regional- und Minderheitensprachen sollen vor dem Aussterben geschützt und ihr Gebrauch im Bereich des Rechts, der Schulen, des öffentlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens sowie der Medien ausgeweitet werden. Dazu gehören der fremdsprachliche Unterricht und das Studium der jeweiligen Sprache, auch und vor allem für ihre dachsprachlichen Mitbürger. Die Charta setzt explizit auf die Verbindung verschiedener Bevölkerungsteile, nicht auf eine Abschottung voneinander.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Charta_der_Regional-_oder_Minderheitensprachen

  6. ja, wir erleben gerade lebendigen Geschichtsunterricht. Erinnert an dunkle Zeiten im 1000jährigen Reich. Nix anderes. Lupenreine Rassisten und Faschisten – und JEDER, der das unterstützt -in welcher Form auch immer- ist nicht besser.
    Eine Schande. Aber das ist ja sicher nur „russische Propaganda“ 🙁

    „Ich fürchte nicht die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern die Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“ Theodor W. Adorno (angeblich)

  7. Mal kurz ein wenig Anschauungsmaterial zum Grundschulunterricht in der Ukraine:
    https://www.google.com/search?q=rebels+abc+book+upa&tbm=isch&tbs=rimg:Cca8_1CG_1OXX8YRGAVkHUimR48AEA&client=firefox-b-d&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiduqb7nJz7AhWTXfEDHazvBMUQuIIBegQIABAs&biw=1280&bih=587

    (Diese UPA-abc-Fibel ist bereits vor 2014 herausgegeben worden und tatsächlich an Grundschulen in der Ukraine eingeführt worden, obwohl westliche „Faktenfinder“ das abstreiten.)

  8. Na, dann sollen sie mal sehen, was noch übrig bleibt an Malerei, Literatur, Musik, Theater…. .
    Die „Ukrainische Sprache“ wurde bis vor kurzem kaum gesprochen , man hat sich immer Russisch verständigt, wenn auch mit hartem Akzent.
    Allein eine Sprache wegen der möglichen Propaganda zu verbieten ist extrem dumm: viele Ukrainer können sich englisch, oder was sie dafür halten, ausdrücken (ohne gleich an Propaganda zu denken).
    Das sind wohl alles Notnägel, um die eigene Schwäche zu übertünchen. Erinnert irgendwie an den Führerbunker.

  9. Was den Bezug zur Wissenschaft anbelangt, erinnert mich die Geschichte ganz fatal an die sogen. „Arische Physik“ oder auch „Deutsche Physik“ von Lenard und Stark.
    Die Eier, aus denen sowas nun in der Ukraine schlüpft, scheinen aus dem gleichen Nest zu stammen.

  10. Bei dem „Russischen Frieden“ dürfte es sich um einen Übersetzungsfehler handeln. „Welt“ und Frieden“ heißen auf Russisch beide мир; und „русский мир“, also die „russische Welt“ ist ein stehender Begriff, der die russische Kultur und Zivilisation insgesamt meint.

    Man darf gespannt sein auf die Werke der berühmten ukrainischen Naturwissenschaftler und Literaten in ihrer Muttersprache; da reicht mit Sicherheit kein Russe dran. Was sind schon die Elaborate der ukrainischen Volksverräter Gogol oder Bulgakov, die es vorzogen Russisch zu schreiben?
    Und von Geschichte und Geografie haben die Russen sowieso bekanntermaßen keine Ahnung. Da bedarf es der Forschungsergebnisse der einheimischen Wissenschaftler: die Vorfahren der Franzosen sind bekanntlich Gallier die aus Galizien gekommen sind und sich bis ins gleichnamige spanische G.ausgebreitet haben. Und wie jeder weiß, ist der ukrainische Staat 7 500 Jahre alt (Achtung US-Kreationisten: hier habt ihr ein Missionsgebiet zu bearbeiten) und die Wiege der weißen Rasse und jeder folgenden Zivilisation; schließlich leitet sich ja auch das Griechische und Lateinische vom Ukrainischen ab, in der Mayasprache gibt es ukrainische Wurzeln, und Sanskrit baut sowieso auf das Ukrainische auf.

    Und nicht zu vergessen: das Schwarze Meer haben sie auch ausgegraben.

    Leider haben sie uns bisher noch nicht verraten, welches Zauberkraut ihre Vorfahren in den Weiten der Steppe seit Jahrtausenden kultivieren und welches seitdem in geheimen Ritualen konsumiert wird und ihren Geist damit in ungeahnte intellektuelle Höhen trägt…..

    https://chervonec-001.livejournal.com/3449851.html
    (x)https://maxpark.com/community/5392/content/6567421?ysclid=l34pyiwzp9

    PS @Sabine
    Danke für die Quellen, ich habe meine „Erkenntnisse“ nur aus Sekundärliteratur und werde mir die Ihren jetzt mal genauer anschauen.

  11. Mich hat eine Sache dieses Jahr überrrascht.
    Es hieß doch immer, im Südosten, insbesondere im Donbass, wird russisch gesprochen, in anderen Regionen nicht, oder eher nicht. Somit , würde das bedeuten, wenn man einem Ukrainer begegnet der Muttersprache Russsich hat: der ist aus dem Südosten.

    Ich kenne Westukrainer (kiev) die hier sind , die reden untereinander russisch.
    Habe den Eindruck, dass ukrainisch für die eher Fremdsprache ist.
    Und von anderen Leuten hier, habe ich ähnliches gehört.
    Daher frage ich mich: ist russisch als Umgangsprache nicht sehr viele mehr verbreitet, als nur im Südosten ?

    Und wenn die ukrainische Regierung versucht weite Teile der Bevölkerung zu zwangsukranisieren, das ist doch
    Wahnsinn. Das wird noch erheblich krachen, ganz unabhängig vom gegenwärtigen Krieg.

    1. Ukrainisch und Russisch sind sich sehr ähnlich. Erheblich ähnlicher als Hochdeutsch und Schwyzerdütsch, sondern so ähnlich, dass ein Muttersprachler der einen Sprache einen Muttersprachler der anderen Sprache verstehen muss, wenn er sich nicht ganz große Mühe gibt den anderen nicht zu verstehen.
      Das liegt weniger daran, dass die Aufspaltung der gemeinsamen Ursprungssprache (Pan-Slawisch) noch nicht so lange her ist, sondern mehr daran, dass die Sprachkreise seit dieser Aufspaltung in regem Kontakt geblieben sind.

      Kleine Anmerkung: Noch enger ist die Verwandschaft zwischen Ukrainisch und Weißrussisch. Die beiden Sprachen sind sich so ähnlich, dass die K.u.K.-Bürokraten im 19. Jahrhundert sie als eine Sprache (Wolynisch) behandelt haben.

      Anders als etwa Schwyzerdütsch war/ist Ukrainisch nicht die Sprache einer Region sondern die Sprache einer sozialen Schicht einer Region. Platt, aber plusminuseps korrekt, gesagt: Ukrainisch war/ist die Sprache der galizischen Bauern. Die gebildeten Kreise Galiziens sprachen „schon immer“ russisch. Wie einst in Deutschland auf dem Land: Der Bauer spricht den örtlichen Dialekt, Arzt, Apotheker und Lehrer sprechen Hochdeutsch.

      Kiew selbst gehört eher zum russischen Sprachkreis als zum ukrainischen. Dass liegt sowohl an der älteren Geschichte Kiews (Entstehung der Kiewer Rus) wie an der neueren Geschichte als Regionalhauptstadt, deren Beamte mit ihren Vorgesetzten in Petersburg bzw. Moskau kommunizieren mussten als auch daran, dass Kiew eine Universitätstadt ist. Kein Dozent wäre je auf die Idee gekommen in einem Bauerndialekt zu lehren oder zu veröffentlichen, ganz besonders nicht in einem Bauerndialekt der im Großraum seiner Universität eigentlich überhaupt nicht gesprochen wird. Das entspricht etwa der Idee, dass deutsche Professoren in oberbayerischem Dialekt lehren und veröffentlichen müssen und ihre älteren Arbeiten nicht mehr zitieren dürfen, weil die in Hochdeutsch verfasst sind.

      Auf https://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainische_Sprache findest du eine Karte „Prozentzahl der ukrainischen Muttersprachler in der Ukraine nach der offiziellen Statistik 2001“. Ich kann die Ergebnisse für die Oblaste westlich von Kiew nicht beurteilen, aber die Ergebnisse östlich von Kiew sind massiv geschönt. Insbesondere die für Neurussland (so heißt die Gegend geographisch), also alles sudöstlich einer Linie Charkiv-Nordende von Transnistrien. Da kannst du den Anteil ukrainischer Muttersprachler halbieren und er ist immer noch gut aufgerundet. Pars pro toto: Meine Frau, gebürtig im Oblast Odessa, wurde als ukrainische Muttersprachlerin gezählt, obwohl sie eindeutig russische Muttersprachlerin ist UND 2001 seit über 10 Jahren nicht mehr in der Ukraine lebte.

      Das Problem ist nun, dass das Endziel der ukrainischen Nationalisten eine ethnisch reine Ukraine ist. Derzeit gibt es nicht genug ethnisch reine Ukrainer um ethnische Säuberungen durchführen zu können. Also versucht man man zunächst, die russisch-sprachigen ethnischen Ukrainer (wie meine Frau) zu assimilieren. Dass dabei der eine oder andere ethnische Russe mit assimiliert wird, nimmt man in Kauf. Die werden aussortiert wenn (nicht falls) ein kritischer Anteil ethnisch reiner Ukrainer erreicht ist.
      Dann geht es per Ukrainer-Pass (analog dem Arierpass: Nachweis ethnischer Reinheit über vier Generationen) den ethnischen Minderheiten an den Kragen. Sagt meine Frau und die weiß wovon sie spricht.

      1. vielen dank für die sehr interessanten Infos.
        meine Bekannten die ich erwähnte, gehen eher zur gehobenen Schicht. passt also

        und über die rassistischen Bestrebungen der ukrainischen Nationalisten habe ich auch schon gelesen,
        wirklich krass.
        Mit der ungarischen Minderheit gehen sie auch ganz schlecht um. ist nur aktuell etwas in den Hintergrund gerückt.

      2. „Ukrainisch war/ist die Sprache der galizischen Bauern.“

        Mein Russischlehrer nannte das knapp: „Ukrainisch ist Bauernrussisch“.

        Außerdem war Russisch in der SU Verwaltungssprache und wurde landesweit von jedem verstanden und gesprochen; daneben gab es im Bildungsbereich die Sprache der jeweiligen Bevölkerung. Auf der Krim heute z. neben Russisch Ukrainisch und Tatarisch.

  12. Es kann sich bei diesen “ Säuberungsaktionen“ um Provokationen handeln, die von der NATO unter amerikanischer Führung initialisiert und unterstützt werden.
    Ursprünglich und angeblich wurde die russische Spezialoperation zur Entwaffnung und Entnazifizierung der Ukraine begonnen.
    Die Regierung wurde noch nicht entnazifiziert.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Russen eine „Großoffensive“ zu diesem Zweck in Richtung Kiew starten.
    Weitere Indizien sprechen jedoch dafür, dass die amerikanische NATO es so möchte.
    Sie möchten die Russen unbedingt aus der Reserve locken.
    Die ukrainische Führung ist ohnehin am Ende. Irgend jemand muss nur noch die Kapitulation unterschreiben.

    “ It’s a flesh-wound !“ ( Monty Python,
    Der schwarze Ritter hockt ohne Arme und Beine am Boden )

  13. Tja, man kann Prof. Paniotto nur viel Glück wünschen, bei seinem Protest. Vermutlich ist er bald aller Ämter enthoben.
    Wichtig wäre, dass hiesige Wissenschaftler sich mit Leuten wie Paniotto solidarisieren und auch russischsprachige Literatur ukrainischer Wissenschaftler zur Kenntnis nehmen und zitieren.

  14. Habe mal schnell „ukraine geschichtsunterricht“ ins Suchfenster eingegeben und denke, Hinweise auf nützliche Originalquellen (ukrainische Bildungserlasse, Lehrbücher usw.) finden sich in den FUSSNOTEN von Stefan Korinths Telepolis-Artikeln von 2015 „Ukraine – Geschichtsunterricht mit Beigeschmack“, „Bildungsministerium will den Euromaidan als neuesten Nationalmythos etablieren“ und sogar in einem von der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlichten Artikel: „Techniken der Nationalgeschichtsschreibung in einem ukrainischen Geschichtslehrbuch“.

    Apropos „Sekundärliteratur“:
    Als Leser schöpft man Vertrauen, wenn man in einem detaillierten Artikel eines sympathischen Mediums zu Beginn einige Aussagen liest, die man selbst schon früher als zutreffend festgestellt hat, und glaubt dann gern auch weitere Aussagen, insbesondere, wenn deren Überprüfung mühselig wäre und man dazu ad hoc keine Zeit hat.
    (Beispiel: PLAST im WKII)
    So kann es dazu kommen, dass man unwissentlich Falschbehauptungen weiterverbreitet, dadurch das Klischee „russische Desinformation“ bedient und den westlichen „Faktenfindern“ Leckerbissen serviert.
    Deren Trick besteht oft einfach darin, aufgrund eines kleinen nicht zutreffenden oder nicht eindeutig belegbaren Details die ansonsten zutreffende Gesamtaussage als Fake zu brandmarken.

    Inzwischen erstellt auch das Zentrum für Liberale Moderne eine „Gegneranalyse“.
    Wir sollten stolz darauf sein, diesen Herrschaften Sorgen zu machen, anstatt uns als leicht schlagbare Gegner zu erweisen.

  15. Nur mal ein Beispiel wie Extremismus aus geopolitischen Gründen gezielt gefördertt wurde:
    https://www.washingtonpost.com/archive/politics/2002/03/23/from-us-the-abcs-of-jihad/d079075a-3ed3-4030-9a96-0d48f6355e54/
    Im Hinblick auf diese bekannten historischen Fakten, ist es reichlich naiv zu glauben, dass der Westen nur einfach „wegschaut“.
    Plausibler ist eher, dass der Westen diese faschistische Ideologisierung eines ganzen Landes, um es gegen Russland aufzuhetzen, gezielt mitgestaltet.

    1. In den von den USA produzierten Lehrbüchern wurde in den 80ern u.a. anhand des ABCs den Kindern beigebracht, wie man am besten „Ungläubige“ (Sowjetsoldaten) umbringt.

      Es gibt das „Narrativ“, daß die Taliban fanden die Lehrbücher so praktisch fanden, daß sie sie während des 20jährigen Kampfes gegen die westlichen Ungläubigen weiter verwendet haben.

  16. Ich weiß jetzt nicht, was so neuartig, überraschend, oder auch nur andersartig sein soll an der jetzigen als auch der bisherigen ukrainischen Politik der letzten Jahre, ja seit 2014. Das war doch alles längst klar, wenn man nur hinschauen wollte. Was damals im Zuge des Maidan allein propagandistisch geschehen ist, in Odessa ausgelebt und im Donbas mindestens probiert wurde, findet jetzt seine Vollendung in Gesetzen und Staatsdoktrin. Mich wundert eher, wieso es so lange gedauert hat.
    Naja, vermutlich hätte es vorher zuviel Ablehnung im Westen erzeugt. Die Marionetten-Spieler sind schließlich echte Profis, haben jahrzehnte Erfahrung.
    Aber nun, mit dem alten und neuen Feind „an unserer Seite“ unterdrückt es sich um so besser. Und nein, das ist nicht das Ende, da wird sicherlich noch was draufgesetzt. Ich befürchte eher, das ist alles Anfangsgeplänkel.

  17. Florian Rötzer meinte

    Russland, wo ebenfalls ein Nationalismus staatlich gefördert wird

    Das kann ich so nicht stehen lassen. Wo bitte wird in Russland Nationalismus staatlich gefördert?
    Russland war schon immer ein multiethnisches und multikonfessioneles Land. Das was man im Westen allgemein als „Die Russen“ bezeichnet, sind in Wirklichkeit über 190 verschiedene Völker. Alle mit eigenen Sprachen, Kultur, Nationalküche, Nationalkleidung usw… Nationalismus im Sinne „Russland den Russen“ wäre für Russland einfach nicht tragfähig, es würde das Land sprengen.

    Wladimir Putin am 3. März 2022

    Ich bin ein typischer Russe. Wie man so schön sagt, gibt es in meiner Familie nur Ivans und Maryas. Aber wenn ich Beispiele für solches Heldentum sehe wie den vom jungen Mann Nurmagomed Gadzhimagomedov, der aus Dagestan stammt und der Ethnie der Lak angehört, möchte ich sagen: Ich bin Lak, ich bin Dagestaner, ich bin Tschetschene, Ingusche, Russe, Tatare, Jude, Mordowe und Ossetier! Ich kann uns gar nicht Alle aufzählen.

    Wladimir Putin am 28. Februar 2021

    Der steinzeitliche Nationalismus, dessen Slogan „Russland nur für Russen“ lautet, schadet nur Russland und trüge dazu bei, dass es von innen heraus erschüttert und zersetzt würde. Und das dürfen wir nicht zulassen. Natürlich müssen wir dafür sorgen, dass die Kultur jedes Volkes, seiner Geschichte und seiner Ursprünge in unserem Land geehrt, entwickelt und respektiert werden.

    Putin am 18. Oktober 2018

    Wenn wir wollen, dass unser Land uns erhalten bleibt, sich weiter entwickelt und gestärkt wird, müssen wir verstehen, zwar ist die staatstragende Nation das russische Volk, aber wenn wir einen steinzeitlichen Nationalismus aufstülpen und Vertreter anderer Ethnien mit Schlamm bewerfen, dann werden wir unser Land ruinieren, und daran kann das russische Volk nicht interessiert sein. Ich will, dass Russland uns erhalten bleibt, auch im Interesse des russischen Volkes.

    Der Präsident erinnerte daran, dass

    Russland seit der Antike ein multiethnischer und multikonfessioneller Staat gewesen ist und, dass sich unter seinen Bürgern eine tolerante Haltung gegenüber anderen Völkern und Ethnien entwickelt hat, welche die Grundlage für die Existenz der Russischen Föderation darstellt.

    So beginnt die Verfassung der Russischen Föderation

    Wir, das multinationale Volk der Rußländischen Föderation, vereint durch das gemeinsame Schicksal auf unserem Boden, die Rechte und Freiheiten des Menschen, den inneren Frieden und die Eintracht bekräftigend, die historisch entstandene staatliche Einheit wahrend, ausgehend von den allgemein anerkannten Prinzipien der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker, das Ansehen der Vorfahren ehrend, die uns Liebe und Achtung gegenüber dem Vaterland sowie den Glauben an das Gute und an die Gerechtigkeit überliefert haben, die souveräne Staatlichkeit Rußlands wiederbelebend und die Unerschütterlichkeit seiner demokratischen Grundlagen bekräftigend, danach strebend, das Wohlergehen und das Gedeihen Rußlands zu gewährleisten, ausgehend von der Verantwortung für unsere Heimat vor der jetzigen und vor künftigen Generationen, im Bewußtsein, Teil der Weltgemeinschaft zu sein, geben uns die VERFASSUNG DER RUSSLÄNDISCHEN FÖDERATION.

    Bei uns existieren Moscheen, Synagogen und Kirchen nebeneinander und keiner beschwert sich über prachtvolle Moscheen und Minarette. Immerhin sind mehr als 20% der russischen Staatsbürger Muslime. Die prächtigste Moschee in Europa steht in Moskau. Für uns ist es eine Bereicherung, wir empfinden es als Ergänzung, nicht als etwas Fremdes wovor man Angst haben muss.

    Natürlich begreifen wir uns als eine Nation und lassen uns von unseren nationalen Interessen leiten, aber in unserem Verständnis ist unsere Nation nicht monoethnisch. Sie besteht aus sehr vielen Völkern und Kulturen.
    Unter anderem leben in Russland viereinhalb Millionen ethnische Ukrainer und Niemand diskriminiert sie, Herr Rötzer.

    Wir machen einen Unterschied zwischen dem patriotischen Nationalismus der vielen Völker den wir haben, und den wie Putin sich ausdrückt „steinzeitlichen Nationalismus“ in welchem eine bestimmte Ethnie über Alles erhoben und zu einem Kult gemacht wird, während andere Ethnien diskriminiert und unterdrückt werden wie etwa in der Ukraine.

  18. Na, unqualifizierterweise muß ich da mal wieder intervenieren. Tatsächlich ist der Mensch ansich nazi. Und Faschist. Das liegt sicher daran, daß er ein Rudeltier ist. So an die zehn Mitglieder sind ok. Da gibt’s auch genug Streit, aber man fühlt sich geborgen. Weil der Mensch aber erkennen kann, haben sich bald Rudel zusammengetan, um erfolgreicher zu werden. Auch wenn sie ständig untereinander um irgendwelche Vorrechte stritten, was im Laufe der Geschichte zu den unglaublichsten und dämlichsten Ereignissen führte. Wie jetzt in der Ukraine. Natürlich weiß ich nicht genau, ob die ukrainische Politik tatsächlich so faschistisch ist, wie im Artikel geschildert. Schließlich erfährt man in anderen Medien davon kaum, und Selensky ist ja fast ein heiliger Wahrheitsapostel, aber gerade das – und warum nicht auch Putin auf jeder X – beliebigen Konferenz seine Meinung sagen darf, gibt mir doch arge Bauchkrämpfe. Melniks Faible für Bandera wird schonend beiseite gewischt und der Verursacher der Pipeline Schäden wird strengstens geheim gehalten. Und noch immer weiß man nichts genaues über Bucha. Da kanns einem ziemlich bange werden. Denn wie es aussieht, lebt dieser faschistische Nationalismus ( bei dem sich eben nur das eine „richtige“ Denken durchsetzen will ) nicht nur in der Ukraine auf. Sondern im gesamten wertegemeinsamen Westen.
    Mich hat schon immer gestört, daß sich meine demokratischen Rechte in einem Kreuzchen alle 4 Jahre erschöpfen. Und daß in den meisten Hochdemokratien das Wahlergebnis meist so bei 49 zu 51 Prozent lag. Mit 60% Wahlbeteiligung. Wobei seltsamerweise meist die gewinnen, die besser mit den Lobbyisten konnten. Momentmal – dachte ich, warum mach ich da ein Kreuzchen, wenn die Lobbys sowieso sagen, wohin die Richtung geht. Und schon wars aus mit der Demokratie.
    Nun glaube ich, daß das was unser Leben bestimmt nach wie vor und schon immer ein Diktat der Macht ist. Und seit einigen hundert Jahren heißt dieses Diktat Geld. Wir leben in einer Finanzdiktatur. Deren Agitatoren und Lenker sind die wahren Herrscher. Die USA oder Nato sind nur politische und militärische Ausführungsorgane. Oft sind deren Führer oder Präsidenten selbst in diese Finanzkonstrukte verwickelt. Also irgendwie ist es sinnlos, zu wählen. Es bleibt eh, wie es ist. Oder kommt noch schlimmer. So wie jetzt.
    Da haben viele vor einem Jahr geglaubt, wie schön es ist daß Tante Merkels Märchenstunde von der sozialen Marktwirtschaft zuende geht. Und mit einer frischen Friedenspartei und wiederauflebendem Sozialismus die Zukunft doch noch erlebbar sein könnte – und nun stürmen wir kriegerischer als lange zuvor in ein für viele elenderes Leben. Von Fryday for Futur oder Klimawende redet man kaum noch. Und wenn dann nur, wenns Profit bringt. Ganz schön aussichtslos.
    Natürlich kann man protestieren. Aber nach den Massendemonstrationen der 60 bis 80er Jahre hat sich die Politik eingestellt. Die Polizei wurde aufgerüstet. Eine Militäreinsatzttruppe. Ich hab Startbahn West und Stuttgart 21 verfolgt – und was kam dabei heraus? Das Diktat des Geldes ist überall und siegreich. So gut demonstrieren sein mag, für das Diktat ist es lächerlich geworden. Null Chance mehr.
    Deshalb ist es auch egal, daß in der Ukraine der Faschismus tobt. Das Geld und der Faschismus waren immer gute Partner.
    Natürlich könnte man etwas tun. Da – wo es dem Gelddiktat weh tut. Ein Generalstreik z.B. oder ein Wahlboykott. Aber da müssten erstmal die meisten Menschen mitmachen wollen. Also informiert sein. Und daran hapert am meisten. Denn wir haben keine Massenmedien, die unabhängig und frei sind. Sie hängen mitten im Finanzkonstrukt, und sind voll dabei.
    Sieht also nicht gut aus.

  19. Also eines muss man angesichts dieser schon recht lange andauernden und seit dem (von USA und EU befeuerten und gesteuerten) Maidan-Putsch dann schon feststellen: Die russische Führung hat viel zu lange gepennt und die „Antirussen“ machen lassen. Deshalb war und ist der Krieg in der Ukraine falsch und zu spät und auch nicht erfolgreich.

    Man hätte (spätestens!) nach dem Maidan-Umsturz die „amerikanischen Methode“ anwenden und in die entscheidenen Positionen und Funktionen seine gelenkten Marionetten einsetzen müssen, welche dann von innen heraus die nationalistisch/faschistischen antirussischen Kräfte ausgeschaltet hätten. Man hätte durchaus eine Stimmung erzeugen können, dass Ukrainer sich wieder als Brudervolk Russlands sehen und erkennen, was die USA und NATO mit ihnen vorhaben.

    Aber nach fast einem Jahrzehnt, indem die ukrainisch-nationalistischen Kräfte viel Zeit zur Etablierung antirussischen Denkens und Schüren des Feindbildes Putin/Russland hatten, ist es nun zu spät. Es war ein Irrglaube von Putin und der russischen Führung, die russischen Soldaten würden in der ganzen Ukraine als Befreier begrüßt werden. Das Feindbild „Russen“ ist etabliert und wird durch den Krieg nachmals mehr gefestigt.
    Die USA haben jetzt den gewünschten Stellvertreterkrieg, von dem sie gewaltig profitieren und der Russland isoliert und schwächt. Der Schritt für Schritt abgearbeitete Strategieplan „Overextending and Unbalancing Russia. Assessing the Impact of Cost-Imposing Options“ der RAND Corporation ist bisher ein voller Erfolg für die USA. (https://www.globalresearch.ca/rand-corp-how-destroy-russia/5678456). Und das alles ist schon 1997 von Zbigniew Brzezinski exakt so laut vorgedacht worden, dass man über einen Keil zwischen Ukraine und Russland und eine militärischer Eskalation in der Ukraine Russland nachhalting schwächen muss.

    Diese „Pläne“ der USA sind überhaupt kein Geheimnis. Von daher verstehe ich immer noch nicht, warum Putin acht Jahre lang zugeschaut hat, wie USA und NATO das Schritt für Schritt vorbereiten und die Ukraine erfolgreich zu einem nationalistischen antirussischen Staat umgebaut haben.
    Es hätte schon 2015 einer „Maidan-Gegenrevolution“ bedarft, die die ganzen US-Marionetten (es waren ja sogar mehrere eingebürgerte US-Politiker in der ukrainischen Regierung!) wieder aus Ämtern und Funktionen gejagt hätten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert