Ukraine-Krieg: Testfeld für Luft-und Wasserdrohnen und jetzt auch für Bodenroboter?

Russischer Kampfroboterpanzer Uran-9. Bild: mil.ru

Die Fronten sind derzeit festgehakt, Soldaten sterben in großen Mengen, das ist offenbar die Gelegenheit, das Gemetzel mit Kampfrobotern am Boden fortzusetzen und eine neue Etappe der technischen Kriegsführung zu eröffnen.

 

Es ist seltsam, dass in dem Stellungskrieg, in dem Russland und Ukraine derzeit festhängen und weiterhin viele Verluste an Menschen erleiden, nicht schneller neben den Drohnen zu Luft und zu Wasser auch Bodenroboter eingesetzt werden. Zwar liefern beide Seiten nicht nachprüfbare, wahrscheinlich weit übertriebene Opferzahlen des Gegners, aber erstaunlicherweise kann das wirkliche Ausmaß des „Fleischwolfs“ auf beiden Seiten im Dunklen bleiben.

Man sollte meinen, dass es im digitalen Zeitalter der Überwachung und Beobachtung mehr Transparenz auch an der Front geben sollte, wo ja unzählige Drohnen mit Kameras unterwegs sind, die aufnehmen, wie Menschen getötet und verstümmelt oder Fahrzeuge zerstört werden. Man hört oder liest auch, dass es in der Bevölkerung auf beiden Seiten Kritik an der Kriegsführung oder überhaupt am Krieg gibt, aber die Angehörigen der Toten und Verletzten haben kaum eine Stimme. Es gibt Versuche, anhand der Gräber abzuschätzen, wie hoch die Zahl der Gefallenen ist. Aber die Geheimhaltung der eigenen Opferzahlen könnte mit dem relativen Schweigen der Gesellschaften zeigen, dass das Leben des einzelnen Soldaten – es sind bislang praktisch nur Männer – wenig wert ist und sie dem Tod massenhaft preisgegeben werden, während die teuren Waffensysteme besser geschützt werden. Vielleicht will die Gesellschaft das auch nicht näher wissen.

Auf beiden Seiten werden die Bilder der Drohnenkameras bejubelt und mit meist martialischer Musik unterlegt, die zeigen, wie Soldaten in den Schützengräben oder Unterständen den überraschenden Angriffen von Granaten, die von Drohnen abgeworfen werden, oder Kamikezedrohnen ausgesetzt sind. Sie werden abgeschlachtet und wenn nicht getötet, oft schwer verletzt. Manchmal können sich Soldaten noch retten und laufen davon, andere schleppen sich verletzt fort, bis sie wahrscheinlich sterbend liegen bleiben. Es sind erbarmungslose Bilder, die zeigen, wie Menschen den Waffen praktisch wehrlos geliefert – manchmal sehen sie ihren Tod auch zuletzt noch vom Himmel stürzen, ohne fliehen zu können.

Auch die Soldaten in den Panzern und gepanzerten Fahrzeugen erwischen die Drohnen, die den Sprengkörper direkt in die offene Luke abwerfen. Hier sieht man ebenfalls manchmal noch Menschen, die sich zu retten versuchen. Das ist alles andere als eine Situation für einen heroischen Kämpfer, wie die politischen und militärischen Führer die „Helden“, die für sie in den Krieg und den Tod ziehen, darstellen wollen.

Ich weiß nicht, was an diesen Videos vom gnadenlosen Töten wirklich fasziniert. Ist es die Überlegenheit über den Feind, der wie ein lästiges Insekt ausgelöscht werden muss? Betäubt die praktizierte Tötung aus der Ferne mittels der Drohne als einem stellvertretenden Fernling mit dem gewährten Blick aus der Perspektive der ersten Person das Empfinden? Ist es leichter, jemanden zu töten, der einen nicht sehen kann, während man dessen Entsetzen und Todesangst erkennt?

Das Problem ist, dass mit der Allgegenwärtigkeit von Drohnen alle Bewegungen von Truppen und Fahrzeugen im offenen Feld Tag und Nacht sofort ausgemacht und mit Drohnen und vor allem weitreichender Artillerie bekämpft werden können. Auch die Versorgung der Truppen an der Front und der Abtransport von Verwundeten sind gefährliche Manöver. Und dazu kommt die Personalknappheit auf ukrainischer Seite, wahrscheinlich auch auf russischer. Sollte der Krieg sich noch länger hinziehen, wird die Ukraine über Drohnen in der Luft und zu Wasser wahrscheinlich aber das Land werden, in dem auch Bodenroboter eingesetzt und getestet werden. Sie werden vermutlich dann noch wichtiger, wenn eine Seite keine Erfolge mehr erzielen kann und zurückweichen muss, um den Gegner nicht nur an der Front, sondern vor allem im Hinterland anzugreifen, was die Ukraine mit den Wasserdrohnen gegen die russische Flotte auf der Krim bereits recht erfolgreich ausgeführt hat. Besonders für die Ukraine könnte fortgeschrittene Technik die verbleibende Chance sein, sich gegen die personell überlegene russische Armee zu verteidigen.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Twitter.

Offenbar werden teilweise selbstgebaute unbemannte und unbewaffnete Fahrzeuge (UGV), die sich aus der Ferne steuern lassen, bereits eingesetzt. Vor kurzem ist ein Video einer Drohne aufgetaucht, das ein solches primitives russisches UGV zeigt, mit dem angeblich russischen Soldaten in einem Unterstand säckeweise Nachschub gebracht wurde. Auf dem Rückweg wurde es beschossen, der Fahrer am Bildschirm suchte auszuweichen, einmal schien es getroffen worden zu sein, konnte aber dennoch weiterfahren. Ob das simuliert oder echt war, lässt sich nicht entscheiden. In einer kurzen Sequenz wird noch gezeigt, wie ein angeblich verletzter Soldat mit dem UGV in Sicherheit gebracht wurde. Auch hier lässt sich nicht sagen, ob dies gespielt oder echt war.

Die russischen Streitkräfte haben Roboterpanzer, die wie Uran-9 auch schon in Syrien mit schwachen Leistungen eingesetzt wurden, wie Marker, ausgestattet beispielsweise mit Anti-Panzer-Raketen, oder wie den über 13 Tonnen schweren Kampfroboter  Zubilo, das Anfang nächstes Jahr einsatzbereit, aber angeblich schon in der Ukraine getestet worden sein soll. Ob sie auch in der Ukraine im Kampf aufgetaucht sind, ist fraglich.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Twitter.

Neben der Entwicklung von KI-gesteuerten Kampfdrohnen Okhtonik und Altius soll, so berichtete  Izvestia Anfang des Jahres, der Kampfroboter Marker mit einem autonomen Feuerleitsystem, mit dem Ziele entdeckt und bis in einer Entfernung von 15 km beschossen werden können, im Ukraine-Krieg getestet werden. Aber das kann auch nur strategische Kommunikation gewesen sein. Als erfolgreich hat sich der Einsatz des schweren Anti-Minen-Roboters Prokhod-1 erwiesen, der mit einem Fahrer, ferngesteuert oder automatisch arbeiten und mit einem Maschinengewehr und Granaten schießen kann.

Bislang scheinen eher alte Panzer, vollgepackt mit Sprengstoff, ferngesteuert in Richtung ukrainische Stellungen geschickt zu werden – das hatte bereits der Islamische Staat, wenn auch mit LKW, praktiziert. Dagegen weisen fortgeschrittene UGV wie Uran-9 noch erhebliche Probleme auf, wie Soldat und Technik allerdings schon im April 2022 schreibt: „Faktisch muss der Lenker des UGV zumeist direkte Sichtverbindung halten und das unter Idealbedingungen, beziehungsweise ohne die Auswirkungen feindlicher elektronischer Gegenmaßnahmen. Autonome Missionsprofile, welche ein Wegpunktmanagement verlangen, scheitern an der Komplexität des Geländes und der fluktuierenden Lage. Versuche, das Situationsbewusstsein der fahrzeugsteuernden künstlichen Intelligenz durch Systeme wie daueremittierende Laserradare (Lidar) zu verbessern sind nicht nur nicht vollständig ausgereift, sondern auch nicht kompatibel mit der auf dem modernen Gefechtsfeld benötigten niedrigen Signatur.“ Vermutlich wurden die Roboter seitdem mit aller Kraft weiter entwickelt, aber ob sie durchschlagenden Erfolg haben können, ist im Gegensatz zu Drohnen in der Luft und Im Wasser schwer abzusehen. Vor allem wenn es sich um große und teure Systeme wie Uran-9 handelt, könnten Menschenleben billiger kommen.

Auf ukrainischer Seite gibt es eine Art militärischer Start-up-Szene, die billige Roboter entwickelt, beispielsweise die Drohne Scythe mit einem 42kg-Sprengkopf und einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h, einer Reichweite von über 650 km und einer maximalen Flugdauer von 6,5 Stunden. Kostenpunkt zwischen 15.000 und 300 US-Dollar. Damit will man Moskau erreichen.

Nächstes Jahr will die Ukraine eine Million First-person view (FPV)-Drohnen bauen, im Augenblick sollen die Russen eine sechsfache Überlegenheit bei der Zahl der Drohnen haben. Im Dezember will man aber schon 50.000 Drohnen für den Einsatz gebaut haben. Das macht deutlich, dass Drohnen zwar auch Kanonenfutter geworden sind, aber eben natürlich nicht nur Leben schonen, sondern auf beiden Seiten vernichten. Das Gemetzel bleibt also trotz zusätzlicher Roboter. Dazu will die Ukraine mehr als 10.000 Drohnen mittlerer und großer Reichweite bauen.

Kampfdrohne Ironclad von Roboneers

Letztes Jahr hat die Ukraine die ersten THeMIS-Roboter aus Estland erhalten, allerdings nicht die Kampfvariante. Die Russen haben ein „Kopfgeld“ von einer Million Rubel ausgesetzt, wenn jemand einen funktionsfähigen Roboter den russischen Streitkräften übergibt. THeMIS wird bereits in einigen Ländern genutzt, darunter Deutschland. Der Hersteller Milrem Robotics sieht natürlich die Vorteile, seine Systeme im Krieg zu testen, und hat auch mit ukrainischen Rüstungskonzern Ukrainian Defense Industry (UDI) beschlossen, gemeinsam Roboter zu entwickeln.

Viele Start-ups in der Ukraine wollen sich auch an der Roboter-Bonanza beteiligen und die Ukraine unterstützen, indem sie billige und damit eher kleine Boden(kampf)roboter entwickeln. Das macht wie bei Drohnen Sinn, weil es die geringen Kosten sind, die es ermöglichen, Dutzende von Robotern einzusetzen, von denen viele zerstört werden, aber manche durchkommen und ihr Ziel treffen. Da gibt es beispielsweise die Plattform Vivakot oder den Kampfroboter Fury von Brave1, mehr oder weniger ein auf vier Rädern fahrbares fahrbares Maschinengewehr, das sehr nach DIY und Spielzeug aussieht. Brave1 ist eine Regierungsplattform, die militärische Innovationen anzustoßen sucht und Investoren und Firmen zusammenbringen will.

Die ukrainische Rüstungsfirma Roboneers hat den fernsteuerbaren Kampfroboter Ironclad entwickelt, der von Mykhailo Fedorov, dem Minister für digitale Transformation, als „revolutionäres Produkte“ bezeichnet wurde. Ironclad soll im Krieg an der Front getestet worden sein und dem Angriff, der Aufklärung und der Feuerunterstützung dienen. Das Verteidigungsministerium hat im Sommer in einem Wettbewerb neben Ironclad den Transportroboter Camel ebenfalls von Roboneers und den Kampfroboter RSVK-M „Myslyvets“ von KB Robotics verglichen, um zu entscheiden, welcher zuerst an die Front kommen soll.

Kamikaze-Roboter Ratel S. Bild: Minister für digitale Transformation Mykhailo Fedorov

Der ebenfalls über Brave1 entwickelte kleine Boden-Kamikazeroboter Ratel S ist angeblich bereits in die Massenproduktion eingetreten.  Er soll, ausgestattet mit Panzerabwehrminen, gegen feindliche (gepanzerte) Fahrzeuge gesteuert werden, um diese zu zerstören.  Ratel S dürfte bei schwierigeren Bodenbeschaffenheiten allerdings keine Chance haben.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

In den USA gibt es schon frei käuflich fernsteuerbare Roboter für die Massentötung, Terroranschläge oder einen Amoklauf, der nicht mit einem Selbstmord des Täters abgeschlossen werden muss. Throwflame, Hersteller von Flammenwerfern, auch mit Napalm, bietet diese auch für Drohnen an, mit denen sich wunderbar aus der Ferne etwas niederbrennen oder jemand angreifen lässt. Neu im Angebot ist Thermonator, ein fernsteuerbarer Roboterhund mit einem Flammenwerfer, der eine Reichweite von 10 Metern besitzen soll.

Ähnliche Beiträge:

32 Kommentare

  1. Man kann ja viel schreiben. Fakt ist, das die Ukraine schon jetzt erledigt ist und die US Geostrategen schon jetzt verzweifelt einen Ausweg suchen, um ihr Gesicht zu wahren (Rand Institut). Die Russen werden aber wohl kaum mehr diesen zionistischen Ghouls und ihren europäischen Vasallen vertrauen. Ich persönlich glaube dass die Menschen erst wieder Frieden haben, wenn man diese Superreichen Satanisten und ihre Brut einzeln vernichtet.

  2. Na toll. HiTech-Kills statt Maschinengewehr und Handgranate. Schon jetzt direkt absehbar wie sich Roboter gegenseitig bekämpfen, Drohne gegen Drohne, Kampfpanzerchen gegen Kampfpanzerchen. Schon mal die Terminator-Filme gesehen, lieber Florian? Aber letztendlich geht es in jedem Krieg darum, daß Menschen irgendwohin gehen, wo sie vorher nicht waren oder sein durften – und in diesem Moment geht es eben doch um Menschenleben.
    Hoffentlich ist es bald vorbei. Kann man Menschen eigentlich Vernunft auch einprügeln, oder ist das dann nur simple Dressur?

    1. „HiTech“

      Bei Heise wird seit Jahren von solchen Contests berichtet.
      https://www.heise.de/news/Sumobot-Competition-Kleine-Kampfroboter-im-grossen-Einsatz-4283340.html

      Auch auf Privatsendern habe ich beim Switchen immer wieder mal solche Wettbewerbe von jungen Ingenieuren gesehen, die gerne Hackebeile und Ähnliches an ihre Fahrzeuge drangeschraubt haben.

      @Artikel: Lidar
      Die mit Lidar ausgerüsteten Flugdrohnen können mit Tarnnetzen und Ähnlichem kaschierte Stellungen, die das menschliche Auge leicht übersieht, erkennen,

      Mit Flugzeug-Lidar wurden die letzten Jahre hunderte alter Überbleibsel menschlicher Zivilisation entdeckt, die zuvor wegen Urwalds vor der Entdeckung durch menschlicher Augen aus der Luft verborgen waren.

  3. Die Geschichte lehrt,dass für jedes neue Waffensystem auch ein Gegenmittel entwickelt wird.So auch bei den Robotern.Sie sind sicher in einigen Situationen hilfreich.Kriegsentscheident werden sie nicht sein.
    Die im Artikel genannten Zahlen,die die Ukraine produzieren will,sind mit Sicherheit Propaganda.

  4. Na ja, dass war ja abzusehen, da eben auch die russische Seite die Strategie der Ukraine/USA/NATO kennt 😉

    Welche? Der letzte Verteidigungsminister der Ukraine hat es ja angeboten, wie warme Semmeln, die westlichen Waffenkonzerne können ihre neuen Waffen unter Schlachtfeldbedingungen testen – Schon vergessen in unserer medial schnelllebigen Zeit? Putin und Schoigu werden das wohl, nicht nur über den Geheimdienst, auch über die Medien erfahren haben – kein Wunder, wenn Mensch das so rumposaunt wie der letzte ukrainische Verteidigungsminister.

    Die Russen machen nun eben eine Retour-Kutsche und testen ihre neuesten Waffensysteme unter Schlachtfeldbedingungen….und brauchen dazu nicht einmal den Nachfolger der KGB um dies zu ermitteln, die arroganten ukrainischen Medien machen es ihnen doch leicht an entsprechende Infos zu kommen, und wäre ich Russe, dann würde ich es eben 1:1 genauso machen – frei nach dem Motto „Vom Wertewesten lernen heißt siegen lernen“….*Sarkasmus*

    Übrigens will ja die UkrainerInnen nicht auf „dumme Ideen“ bringen, aber was wäre wenn die sich nach Westen wenden würden, nachdem die mit Russland einen Frieden, oder auch nur einen Waffenstillstand, ausgehandelt haben…..tja, die NATO war ja so dämlich denen Waffen zu liefern, und steht blank da sollten die UkrainerInnen den Spieß umdrehen…..*Sarkasmus*

    Zynische Grüße
    Bernie

  5. An der Hauptkampflinie fährt grünes Spielzeug rum, und weit dahinter landen die Luftlandetruppen. Natürlich erst wenn Drohnen mit Feuerwerk die Luftabwehr entleert haben. Dumm nur die andere Seite hatte den gleichen Plan. Offenbar arbeiten die „KI“ ziemlich ähnlich.
    Nach dem Vorspiel heißt es dann Aufsitzen! und das herkömmliche Gemetzel nimmt sein lauf.

  6. Ich weiss nicht, warum das Märchen vom Stellungskrieg immer wieder kolportiert wird.

    Im 1. WK gab es tatsächlich einen Stellungskrieg: mit diesem wird dieses Wort assoziert.
    Jede Seite wollte vor, konte aber nicht, weil sie von der Gegenseite aufgehalten, bzw. immer wieder zurückgeschlagen, wurde.

    Aber im Ukrainekrieg gibt es keinen Stellungskrieg wie im 1. WK:
    die Situation in der Ukraine ist überhaupt nicht vergleichbar mit dem 1. WK, bzw. der Situation dort:
    Russland könnte jederzeit, und auch schneller, vorrücken, tut es aber nicht, um seine Ressourcen, vor allem die Soldaten, zu schonen.

    Russland spielt auf Zeit, weil die Ukraine – und mit ihr der Westen – sowieso schon lange vorloren hat.

    Russland will die Gebiete, die sich für die Zugehörigkeit zur Russ. Föderation entschieden haben, einnehmen, mehr aber nicht.
    Alle Sprüche davon, dass Russland die Ukraine komplett einnehmen wolle, sind falsch.
    Russland hat daran kein Interesse.

    1. So ist es und namhafte Militärexperten, wie Herr Baud oder Ritter sagen das auch schon seit Beginn des Einmarschs der russischen Truppen.
      Es geht darum, das militärische Potential der Ukraine für aggressive Handlungen gegen den Donbass und die Krim zu „neutralisieren“ und weiterhin einen NATO-Beitritt zu verhindern, der unweigerlich die Stationierung von US-Atomwaffen direkt vor den Toren Moskaus bedeuten würde, was selbstverständlich für Russland völlig inakzeptabel wäre, wie anno 62 die Stationierung russischer Atomraketen auf Kuba für die USA.
      Russland weiß aus der Geschichte, dass die NATO kein Verteidigungsbündnis ist, sondern nichts anderes, als das Werkzeug der US-Oligarchie, ihre unipolaren Machtgelüste weltweit mit Waffengewalt durchzusetzen und völkerrechtswidrige Angriffskriege pflastern ihren Weg.
      Daher wird es so laufen, dass Russland weiterhin seine eigenen Leute schonen wird und nur darauf zu warten braucht, bis dem kleinen GröFaz in Kiew bald die Soldaten ausgehen. Und Deutschland, der devote Kläff-Dackel Washingtons macht sich ja gerade durch die „Ampel“ auf den Weg zur Selbstmarginalisierung, ist also auch nur noch eine Frage der Zeit….

    2. Wieder dieses idiotische „nicht vergleichbar“. Nur durch Vergleichen findet man Unterschiede und Ähnlichkeiten: es gibt natürlich große Unterschiede, allein, weil die Militärtechnik mehr als 100 Jahre später eine andere ist, aber eine ganze Reihe von Wesensmerkmalen ist eben auch sehr ähnlich.

      1. Mir scheint, wir haben hier ein semantisches, und kein inhaltliches, Problem:
        wir benutzen / verstehen das Wort „vergleichbar“ anders.

        Natürlich kann man vieles Miteinander vergleichen, z.B. einen AV7-Panzer der kaiserlichen Armee mit einem Leopard 2 A7V: aber der Vergleich wird kaum zu etwas führen: denn es handelt sich um sehr unterschiedliche Fahrzeuge.

        So habe ich das Wort auch hier im Kontext gebraucht.

  7. Früher hat man solche Fahrzeuge als ferngesteuert bzeichnet. – Zumindest Deutschland hatte so etwas ja schon im 2. WK (-> Goliath): damals noch mit Kabelfernsteuerung.
    Aber „Drohne“ oder „Kampfroboter“ hört sich moderner an.

  8. Nur zur Erinnerung vorab: Es ist der Westen, der sich ein paar hundert Kilometer
    vor Moskau militärisch engagiert und etwas von Verteidigung faselt,
    nicht Russland, das kurz vor Texas steht und dort traditionell russische Werte vertritt.

    Insgesamt eine „erfreuliche“ technische Entwicklung. Man darf gespannt sein,
    wann die ersten Killerroboter in Einkaufzentren oder Footballstadien auftauchen
    und dort massenhaft Menschen abschlachten. Ekelhaft.

  9. „Nächstes Jahr will die Ukraine eine Million First-person view (FPV)-Drohnen bauen, “

    Soso…. also 3000 Pro Tag?
    Das kling ein wenig nach Addi, der auch bis zuletzt geglaubt hat, Wencks 12. Armee würde Berlin freikämpfen.

  10. „[….]Neu im Angebot ist Thermonator, ein fernsteuerbarer Roboterhund mit einem Flammenwerfer, der eine Reichweite von 10 Metern besitzen soll[…]“

    Tja wer die Firma wohl beraten hat, die dieses Ding gebaucht hat?

    „Skynet“ läßt grüßen – und wann kommt „Arni“ alias „Terminator 1“ in der Ukraine an?

    Wohl nur eine Frage der Zeit? *Sarkasmus*

    Zur Erinnerung, der ist gemeint – für Jüngere, die ihn eventuell nicht kennen:

    https://www.youtube.com/watch?v=XPtVZ69lomk

    Zynische Grüße
    Bernie

  11. .. warum keine Bodendrohnen …

    ganz einfach: Von der Technik sind Flugdrohnen Massenartikel (billig) und erprobt. Laufende Roboter sind sehr teuer und stolpern in einem Acker bestimmt gerne mal, Raupenfahrzeuge brauchen relativ ebenen Boden, wenn die Ketten nicht groß genug dimensioniert werden – und dann kann ein einfacher Graben/Mauer die Dinger trotzdem stoppen. Also hohe Kosten – wenig Nutzen.
    Dann ist zielen und bewegen aus der Luft viel einfacher… Wieso eine Bodendrohne bauen wenn man für den gleichen Preis 10 fliegende Drohnen kriegen kann?

    Anektoten aus US/Russland-Vergleich:
    Die Amis haben für die ISS für Millionen Dollar eine Dusche entwickelt, die Russen haben auf der MIR einen Waschlappen benutzt.
    Angeblich haben US-Entwickler einen Unterwasserkugelschreiber (auch Kulis für Überkopfschreiben und in der Schwerelosigkeit) entwickelt, in Russland benutzte man einen Bleistift.
    Nicht immer ist die teurere Technik besser.

    1. Nicht immer. Aber das extrem teure, neue Patriot-System im Besitz der Ukraine hat sich mit vier Su-34 Abschüssen tief hintern den feindlichen Linien schon rentiert, während das billige S-400 der Russen in Feodosia die Versenkung der Nowotscherkassk durch eine Storm Shadow nicht verhindern konnte.

      phz

        1. 3 Su-34 wurden von russischen Bloggern bestätigt, beim 4. Jet ist es nicht 100% sicher, ob es eine Su-34 war.
          Ursache ist das neue Patriot-System bei Odessa.

          phz

      1. Die Nowotscherkassk war wohl ganz gut beladen, wenn man sich die Sekundärexplosionen ansieht.
        War auf jeden Fall ein gelungener Beitrag zur Abrüstung in der Friedensarmee des Zaren.
        So langsam glaube ich Putins Beteuerungen, dass er nur Frieden möchte. 👍

      2. Für die Ukraine hat sich der US-Krieg in der Ukraine gegen Russland bestimmt nicht rentiert.
        Aber sicher: die wenigen Erfolge der Ukaine kann man ja auch feiern.

        Soweit ich mitbekommen habe, kann eine Luftabwehr auch nicht alles abschiessen.
        Insofern dem S-400 ein generelles Versagen gegen eine Storm Shadow-Rakete zu unterstellen, scheint mir dann doch einer anderen Motivation geschuldet.

        Irgendwo habe ich gelesen, dass das Patriot-System ungefähr dem S-300-System entsprechen soll.
        Daraus könnte man ableiten, dass das S-400 moderner und besser ist – und wenn es billig ist: gut für Russland.

        Aber immerhin: das US-System hat mal ein paar Flugzeuge abgeschossen: da ist der Preis – in jeglicher Hinsicht – dann scheinbar irrelevant.

    2. Ich hab zu den Anekdoten noch ein ein bzw. 2 Beispiele aus dem Bereich der Handwaffen: Auf der westlichen Seite hat man für nicht kämpfende Truppen (Soldaten, die was anderes als Hauptaufgabe haben als infanteristischen Feuerkampf) mehrere komplette Neuentwicklungen an Pistolen (FN 57, HK P46), Maschinenpistolen (FN P90, HK MP7) und dazu passender Munition in 2 verschiedenen Kalibern (5.7×28 , 4.6×30) entwickelt, um dem technischen Fortschritt bei ballistischen Schutzwesten zu begegnen. Auf der Ostseite hat man 2 neue Patronen im Kaliber 9×19 (GRAU 7N21, 7N31) mit leichten, harten Geschossen und viel höherem Gebrauchsgasdruck sowie dazu passend verstärkte Pistolen (Gsh-18) und Maschinenpistolen (PP-2000), wobei die Waffen auch normale 9mm NATO Munition verschießen können, dann eben mit den erwartbaren Leistungen.
      Die russische Lösung ist nur für kurze Distanzen wirksam, aber um etwas anderes geht es nicht wenn der Feldarzt seine Ausrüstung (oder sonstwas) gegen Banditen mit Schutzwesten verteidigen soll.

  12. Wir bekommen das was wir sähen und wenn wir der KI das Töten beibringen, dann wird die KI töten, da spielt dann das Testfeld keine Rolle mehr.

  13. Was sagt denn der ranghöchste deutsche Militärexperte Bundesmarschall Röpcke:

    Ob Krab, AS90, Pzh2000 oder M109 – meine Quellen sagen mir, dass die meisten gelieferten mobilen Geschütze aktuell nicht mehr einsatzfähig sind, weil die Läufe durch Dauerfeuer „kaputt geschossen“ wurden oder andere Funktionen ausgefallen sind.
    Auch meine Kontakte innerhalb der ukrainischen Armee sagen mir: es fehlt nicht nur an 155 und 152 mm Artillerie-Granaten – es funktioniert einfach nichts mehr. Die westlichen Panzerhaubitzen sind nicht für einen echten, langen Krieg gemacht, sondern nur für kurze Einsätze.

  14. Wo kommen die Tötungsmaschinen her und wer hat sie zuerst eingesetzt?

    JA GENAU, ES IST DER FEIGE, ASOZIALE ABSCHAUM IM WESTEN GEWESEN.

    Gesteuert von Ramstein werden die feigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit von dem Heuchlern und Massenmördern in BRD-Regime unterstützt! USA und Israel sind der absoluter Abschaum auf allen Ebenen. Selbst der Papst kritisiert diese Vorgehensweise mittlerweile, was etwas seltsam klingt!

    1500 Drohnen wurden 2022 abgeschossen in der Ukraine und heuer waren es grob 9.000. Kann mich nicht erinnern dass die Russen – außer Aufklärungsdrohnen – diese eingesetzt hätten – am Anfang des westlich provozierten Krieges gegen alle Menschen.

    Der Westen (5 eyes, eu, japan, südkorea, taiwan) führt einen Krieg gegen alle Menschen dieser Erde, auch gegen die, die im Westen leben. Es gibt leider nur eine Lösung, die der Notwehr. Sämtliche „Eliten“ mit ihren Drohnen auslöschen und ermorden. Den Frieden wird es nicht geben mit diesen „Eliten“ oder besser gesagt mit diesem Satans-Kreaturen. Zuerst muss mal kräftig die Fresse poliert werden, sodass es kräftig weh tut. Schön wär es ja, wenn es so wie bei den Simpson (Bud-Spencer-und-Terence-Hill) ablaufen würde. Dresche und dann sind alle wieder fein und es gibt die nächste Dresche – solange bis was ins Köpfchen geht.

    Wir können auch abwarten bis sie uns alle ermordet haben werden!

  15. All das grauenhafte Zeug wird am Ausgang des Krieges nichts ändern – die Seite mit den grösseren Humanressourcen gewinnt. Nebenbei werden viele Erfahrungen gesammelt, die den Besserwessis abgehen. Sollten sie sich dann noch tiefer in den Krieg verstricken, als sie es schon getan haben, werden sie auf die Welt kommen, bzw. diese massenweise unfreiwillig verlassen.

    Auf jeden Fall bleibt am Schluss die gesamte Menschheit als Verliererin zurück.

  16. Ein guter menschlicher Artikel, Herr Rötzer, danke Ihnen.
    Im Wahn der Propaganda vergessen wir das Leid der anderen und wir vergessen dabei auch, in welche Dystopie wir uns selbst hingeben.
    Eine Welt von über 8 Milliarden, lässt sich führen von einem sog. Fortschritt der Technik. Diverse MIK’s betreiben über ihre politischen Vertreter eine Hollywood Schaukel und all diese Menschen gucken zu in ihrem etablierten Narrativ. Die Mehrheit verliert und hoffte über die Propaganda weiterhin darüber zu stehen.
    Die Entwicklung vom Potenzial Mensch, wird systematisch degradiert für den Nutzen einiger wenige und zum schaden einer Mehrheit.
    Wie verdummt ist man heute angelangt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert