
Allmählich tauchen an vielen Orten außerhalb der Ukraine ukrainischen Luft- und Wasserdrohnen auf. Das lässt den Verdacht entstehen, dass die Ausflüge der ukrainischen Drohnen nicht nur russische Ziele außerhalb der Ukraine und Russland angreifen oder bedrohen sollen, sondern dass damit bezweckt werden könnte, durch Vorfälle, die etwa als False-flag-Aktionen Russland in die Schuhe geschoben werden oder die Russland zu Gegenschlägen provozieren, Nato-Länder direkt in den Krieg hineinzuziehen.
Immer wieder wurden ukrainische Drohnen in Finnland und den baltischen Staaten entdeckt. Russland beschuldigt diese, den ukrainischen Drohnen den Überflug zu Zielen an der russischen Ostseeküste zu gestatten oder zu dulden. Beim Umweg über die baltischen Staaten wären die Drohnen nicht möglichen Angriffen der russischen Luftabwehr ausgesetzt. Allerdings hat Russland meines Wissens keine Beweise dafür vorgelegt, dass Drohnenangriffe auf St. Petersburg oder russische Häfen aus den baltischen Staaten erfolgt sind. Aus der Ukraine wird hier wie bei anderen Gelegenheiten gesagt, die Drohnen seien wegen der elektronischen Kriegsführung vom Weg abgekommen.
Allerdings war in der Nacht vom 28. auf den 29 Mai eine russische Geran 2-Drohne in einem Gebäude in der rumänischen Stadt Galati an der Donau abgestürzt, wobei zwei Menschen verletzt wurden. Wurde sie dieses Mal von ukrainischen Truppen abgelenkt?
Schon Anfang Mai war eine gestrandete und bewaffnete ukrainische Wasserdrohne des Typs Cossak Mamei des Geheimdienstes SBU auf der griechischen Insel Lefkada gefunden worden. Die griechische Regierung beschwerte sich bei der Ukrainischen Botschaft in Athen und beim Außenministerium in Kiew, angeblich ohne bislang eine Antwort zu erhalten. Auch bei der EU und beim Nato-Generalsekretär sowie beim Treffen der Außenminister während des EU-Gipfels in Zypern habe man auf den Vorfall hingewiesen. Offenbar wird dieser in Griechenland sehr ernst genommen.
Nach dem griechischen Außenministerium gefährdete die Drohne den Schiffsverkehr erheblich und hätte zum Tod unschuldiger Zivilisten führen können. Sie hätte auch große Umweltschäden verursachen können, wenn mit ihr beispielsweise ein Tanker angegriffen worden wäre. Überdies sagt das griechische Außenministerium: „Durch die Verlagerung der Militäroperationen ins Mittelmeer, weit entfernt von der eigentlichen Front des Krieges, wird unsere nationale Sicherheit gefährdet und unsere Volkswirtschaft erleidet einen entscheidenden Schlag. Das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung kann solche Aktionen nicht rechtfertigen. Griechenland protestiert entschieden gegen die illegale Präsenz des bewaffneten unbemannten Überwasserschiffs in griechischen Hoheitsgewässern und fordert die Ukraine auf, künftig ähnliche Aktionen zu unterlassen und die ungerechtfertigte Verlagerung militärischer Operationen ins Mittelmeer zu unterlassen.“
Schwerer Vorfall mit explodierenden Marinedrohnen in Rumänien
Am Freitag um 10:30 ist eine ukrainische Wasserdrohne des Typs Sea Baby in Dana 78 im Hafen von Constanța, nicht weit entfernt von einem Ölterminal und einem Stickstoffdüngerlager, explodiert. Sie sei selbst durch einen Zeitzünder explodiert, berichtet das rumänische Verteidigungsministerium, nachdem sie bereits gesichert und die Umgebung evakuiert worden war. Verletzt wurde niemand. Die nicht gekennzeichnete Marinedrohne besaß gut sichtbar angebrachte Videoüberwachungssysteme und Satellitenkommunikationsantennen. Sea Baby-Drohnen haben eine Reichweite bis zu 1000 km und können eine Sprengladung von bis zu 850 kg transportieren. Mit den Marinedrohnen wurden russische Tanker und Kriegsschiffe angegriffen.
Schon gegen 5:50 Uhr sei sie beobachtet worden. Zudem tauchten drei weitere ukrainische Marinedrohnen an der rumänischen Küste auf, die ebenfalls selbst explodierten. Die Ukraine hatte den „Kontrollverlust“ über vier Drohnen erst gegen 10:00 Uhr morgens berichtet und gesagt, dass die Drohne im Hafen demnächst explodieren werde. „Dies gab uns 10 bis 15 Minuten Zeit, bevor die Einsatzkräfte vor Ort abgezogen wurden“, sagte Verteidigungsminister Radu Miruță.Er wundert sich, warum nicht schon früher gewarnt worden sei.
Um 13:30 berichtete die ukrainische Marine: „Bei der Durchführung von Einsätzen im Einsatzgebiet am Schwarzen Meer verlor eines der unbemannten Marineboote der ukrainischen Streitkräfte unter dem Einfluss feindlicher elektronischer Kampfführungsmittel die Steuerung und geriet vor die Küste Rumäniens. Die Seestreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine haben den rumänischen Seestreitkräften die erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt, um Verluste unter der Zivilbevölkerung zu verhindern.“ Wenn die Drohne durch Jammen der Russen vom Weg abgekommen ist, müsste dies bei den drei anderen auch der Fall gewesen sein. Dann hätte das russische Militär die Mittel, Marinedrohnen auch über große Entfernungen zu jammen. Das kann man bezweifeln, zumal es die übliche standardisierte Ausrede ist.
Der rumänische Präsident Nicușor Dan argumentierte etwas vorsichtiger mit der mittlerweile in Nato-Kreisen üblichen Entlastung der Ukraine und erklärte „solche besonders ernsten Situationen sind die direkte Folge des von Russland gegen die Ukraine begonnenen Angriffskrieges.“ Er machte trotz der weiter aufrechterhaltenen Weißwaschung dennoch darauf aufmerksam, dass die ukrainischen Drohnen im Rahmen einer militärischen Operation unterwegs gewesen waren: „Die Marine-Drohne, die heute Morgen im Hafen von Constanța explodierte, war zusammen mit anderen ähnlichen Kampfmitteln Teil einer von der Ukraine geführten Militäroperation gegen die russische Aggression. Die ukrainischen Streitkräfte verloren die Kontrolle über die betreffenden Mittel infolge von Maßnahmen der elektronischen Kriegsführung seitens Russlands.“ Man beachte die Unterschiede der Bewertung durch die griechische und die rumänische Regierung.
Die russische Botschaft in Bukarest reagierte schnell mit einer Mitteilung: „Angesichts der vom rumänischen Verteidigungsministerium absichtlich unvollständig verbreiteten Informationen über die im Hafen von Constanța explodierte maritime Drohne sowie über drei weitere ähnliche Drohnen, die in Richtung rumänischer Hoheitsgewässer treiben, teilt die russische Botschaft in Rumänien der rumänischen Öffentlichkeit mit, dass es sich um unbemannte ukrainische Seefahrzeuge handelt, die vom Regime in Kiew zur Verübung terroristischer Handlungen gegen zivile Schiffe und zur Schaffung von Gefahren für die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer eingesetzt werden. Jegliche Versuche, diese Drohnen direkt oder indirekt mit Russland in Verbindung zu bringen und Russland die Verantwortung für den betreffenden Vorfall zuzuschreiben, entbehren jeder Grundlage.“
Erst am späten Freitagabend nach dem Vorfall in Rumänien entschuldigte sich der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums Heorhii Tykhyi auf Telegram bei der griechischen Regierung. Keine Stellung bezog er auf die schweren Vorwürfe aus Griechenland, sondern entschuldigte den Vorfall lediglich mit dem vertrauten Mantra, dass die Russen schuld seien: „Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen ist, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden. Die ukrainische Seite ist überzeugt, dass dieser Vorfall, ähnlich wie ähnliche Ereignisse in anderen Regionen, zeigt, dass die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine nicht nur eine Bedrohung für unser Land darstellt, sondern auch für benachbarte befreundete Staaten, Europa und die Welt insgesamt.“
Rumänische Experten weisen darauf hin, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Drohne zufällig in den Hafen gelangte, da sie mehrere Kurven fahren musste und zuvor mehrere Kilometer im Hafengebiet unterwegs war. In Defense Romania wird die Frage gestellt, aber suggeriert, dass es nur die Russen gewesen sein könnten: „Welche Gründe hätten die Ukrainer, eine Marinedrohne nach Rumänien zu entsenden, wohl wissend, dass alle Spuren (Radar, Satelliten, Abhörmaßnahmen) zu ihnen führen werden? Welche Gründe hätten die Russen, eine Marinedrohne zu stören und sie auf Rumänien zu lenken, wohl wissend, dass die Störung kaum nachweisbar ist?“
Es gab noch einen weiteren Vorfall im Schwarzen Meer. In der Nacht zum 5. Juni wurden die Frachtschiffe „Natra“ und „Zirkon“ in der Bucht von Taganrog im Asowschen Meer von Drohnen angegriffen, berichtete das aserbeidschanidsche Außenministerium. Die Schiffe seien nicht von Aserbeidschan, aber es wurden fünf Aserbeidschaner getötet und drei verletzt.
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Fällt unter das Thema: Der „böse“ Russe war es.
Es ist so einfach wie genial um Bevölkerungen aufzuhetzen und kriegswillig zu machen.
So ganz scheint die Rechnung von Selenskij und seiner westlichen Konsorten aber nicht aufzugehen denn mindestens ein paar Tage später stellt sich alles als westliche Propagandamasche heraus.
Selenskij lässt St Petersburg während des Wirtschaftsgipfels angreifen und schickt dem russischen Präsidenten ein vergiftetes Friedensangebot das aber eher wie eine Attentatsdrohung klingt.
Hat jemand die beiden Fragen von Defense Romania beantwortet? Schließlich sind die Gründe der Ukraine, nämlich einen Zwischenfall zu inszenieren, um die NATO tiefer in ihren Krieg zu zerren, deutlich gewichtiger, als die Gründe der Russen, die … ähm, ja, welche könnten das überhaupt sein?
– Wo und von wem wurden diese Drohnen gestartet?
– Durch wen und mit wessen Hilfe wurden sie gesteuert?
– Was war das Ziel dieser Drohnen?
Hier ist investigativer Journalismus gefragt!
Kommt aber leider nichts.
Von Staaten wie Deutschland, die es ja unterstützen, dass solche Drohnen in Russland Schaden anrichten, ist keinerlei Aufklärung zu erwarten. Die werden diese Vorkommnisse nur benutzen, um verstärkt Kriegsbereitschaft zu fordern.