Über den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster

Das brennende Dach der Kathedrale. Bild: DSNS

Vor dem G7-Gipfel versuchte der ukrainische Präsident Selenskij noch einmal eine Propagandaaktion, Russland half ihm mit einem massiven Angriff. Seit längerem läuft die Kampagne, um die Unterstützung der europäischen Länder für eine Fortsetzung des Kriegs zu gewährleisten, dass die Ukraine derzeit auf dem Schlachtfeld Russland überlegen sei und mit den Drohnenangriffen vor allem auf die Energieinfrastruktur schwäche. Die zweite Schiene ist, dass Russland terroristisch zivile Ziele angreift, eine Argumentation, die auch die russische Seite pflegt, seitdem die Ukraine vermehrt Ziele im russischen Hinterland angreift. Beide Seiten sehen ihre Aktionen als Reaktion auf die Angriffe der anderen Seite. Kiew braucht dringend mehr Geld, da man bei der „Transformation“ des Militärdienstes auch mit Gewaltanwendung nicht mehr ausreichend Männer mobilisieren kann und jetzt auf massenhafte Rekrutierung von ausländischen Söldnern und eine höhere Bezahlung setzt.

In der Nacht zum Montag haben russische Truppen Kiew, Charkiv, Dnipro und andere Orte in der Ukraine mit Raketen und Drohnen angegriffen. Der Angriff soll mit 70 Raketen und 611 Drohnen erfolgt sein. Die ukrainische Luftwaffe berichtet, es seien 50 Raketen, fünf von sechs 3M22-Zircon-Hyperschallraketen, 15 von 34 Iskander-M/S-400-Raketen und alle 30 Kh-101/Iskander-K-Marschflugkörper, und 582 Drohnen abgeschossen oder abgewehrt worden. Ob das stimmt, vor allem was die Zircon betrifft, lässt sich nicht überprüfen. 20 Raketen und 27 Drohnen, heißt es weiter, hätten 42 Ziele getroffen, Trümmer von abgeschossenen Drohnen seien in 12 weiteren Gebieten heruntergefallen. Kiews Bürgermeister Klitschko berichtete allerdings von 50  Orten mit Schäden und Bränden allein in Kiew. Die Differenz weist bereits auf die Unzuverlässigkeit der Zahlen hin. Angeblich wurden die Zircon mit Patriot-Abfangraketen abgeschossen, die kurz zuvor, so Selenskij, geliefert worden seien.

Der ukrainische Präsident will natürlich den russischen Angriff für das Treffen auf dem G7-Gipfel ausbeuten und als Beweis für das „russische Barbarentum“ darstellen. Besonders die Brandbeschädigung der Maria-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters (Lavra) will er als gezielten Angriff mit einer Drohne auf die „ukrainische Identität“ und auch gleich auf das Christentum darstellen. Präsentiert werden vom Geheimdienst SBU Drohnenteile angeblich von einer Geran-2. Allerdings sprach er nicht explizit von einem direkten Angriff auf die Kathedrale, sondern davon, dass zwei Drohnen “den Teil Kiews angegriffen haben, in dem sich die Lavra und das Mystetskyi Arsenal befinden“. Wenn eine davon abgeschossen wurde und Teile auf die Kathedrale fielen, könnte man eigentlich nicht von einem Angriff auf Lava sprechen, schon gar nicht von einem gezielten.

Die tagesschau griff am 15. Juni die Suggestion von Selenskij auf. Er habe im Zusammenhang mit der Lavra von einem „gezielten Angriff“ gesprochen. Vassili Golod trieb das noch weiter und sprach von der Kathedrale: „zerstört durch eine russische Drohne“. Weiter im unkritischen Duktus der ukrainischen Regierung: „Museen, Kulturzentren, Klöster: Russland greift verstärkt die Orte an, die für die historischen Wurzeln der Ukraine stehen.“

Präsident Selenskij besuchte am 15. Juni die beschädigte Kathedrale. Bild: president.gov.ua/CC BY-ND-NC-4.0

Die Bilder von der brennenden Kathedrale zeigen allerdings weniger, dass eine Drohne in sie eingeschlagen ist, sondern eher, dass vielleicht ein Teil einer abgeschossenen Drohne auf das Dach gestürzt ist. Man vermisst in den ukrainischen Angaben in aller Regel Informationen darüber, welche Orte oder Gebäude direkt angegriffen wurden und welche durch abgeschossene Raketen- oder Drohnenteile beschädigt wurden. Geheimnis bleibt auch stets, welche militärische Anlagen getroffen wurden, es werden nur die zivilen Opfer und Schäden herausgestellt. Typisch dafür etwa Klitschko: „Der Feind griff Wohnhäuser, Infrastruktureinrichtungen und Betriebe an, ebenso wie Kiewer Heiligtümer.“ Selbstverständlich bleibt Russland auch für Schäden durch herabfallende Teile verantwortlich, aber Abschüsse über einer Stadt riskieren immer auch Schäden. Das ist stets eine Abwägung zwischen dem Schutz von militärischen Anlagen und dem Kollateralschaden. Wobei der Kollateralschaden, zynisch gesagt, propagandistisch ausgebeutet werden kann.

Russland pflegt ebenfalls die strategische Kommunikation. Aus dem Verteidigungsministerium heißt es, man habe mit „hochpräzisen“ Raketen und Drohnen nur militärische Ziele in Kiew und anderswo angegriffen. Die militärischen Ziele in Kiew werden aufgezählt. Welche nicht getroffen wurden und was beschädigt wurde, erfährt man auch nicht, es wird nur behauptet, alle Ziele seien getroffen worden. Abgestritten wird, die Lavra angegriffen zu haben, die Kathedrale sei vielmehr von einer fehlgegangenen Patriot-Abwehrrakete getroffen worden, was aber auch kaum mit den von ukrainischen Behörden veröffentlichten Bildern des Brandes auf dem Dach zu vereinbaren ist. Ein größerer Einschlag ist nicht zu sehen oder wird nicht gezeigt. Ein Grund könne sein, suggeriert ohne jeden Beleg das russische Verteidigungsministerium, dass der Ukraine alte Patriot-Abwehrraketen mit abgelaufenem Verfallsdaten von europäischen Staaten übergeben worden seien, die nicht mehr zuverlässig funktionieren.

Trotz der suggestiven Berichterstattung etwa der tagesschau, der Details von ukrainischen Behörden entweder vorenthalten werden oder die daran nicht interessiert ist oder völlig unkritisch die Informationen der ukrainischen Behörden wiedergibt, wissen wir nicht, was tatsächlich geschehen ist.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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45 Kommentare

  1. Der Overton-Artikel „Die Heldenverehrung der ukrainischen Nationalisten: „Ob es jemandem passt oder nicht – scheiß drauf“ vom 11. Juni 2026 von Florian Rötzer mit 58 Kommentaren ist nicht mehr verlinkt.
    (Man muss zwei mal auf „Mehr Beiträge klicken, dann kommt die Headline „Heldenverehrung …“
    Er erscheint zwar mit der Überschrift aber der Link führt zu Olaf Scholz von 2024.
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/56446/
    Das ist die Adresse des Link unter dem Artikel „Heldenverehrung …“
    Was ist denn da passiert?

    1. Rötzer: „Tatsächlich geht der Link In Ihrem POsting auf den Scholz-Artikel. Sehr seltsam …“

      Seltsam aber auch, dass das vorgenannte ‚Seltsame‘ immer noch nicht geheilt ist. Mehr als seltsam!

      Und dass so „ein Durchgriff“ überhaupt möglich sein kann? Was heißt Durchgriff, sowas habe ich anfangs der 10er Jahre – auf SpOn vermutlich – das letzte mal erleben dürfen.. Gehe wohl recht in der Annahme, dass bei diesem Thema des weggeklemmten Artikels (Heldenzusammenführung …) der Verweis auf die ‚Täter‘ nicht schwer fallen dürfte. Aber klar, heute ist ja alles möglich. Da können Pager und Handys massenhaft zum explodieren gebracht werden, einfach geil, diese Purschen. Da wird man doch auch mal auf die Schnelle einen nicht gelittenen Artikel ins Nirwana schiessen können. Wie heißt es anderswo immer so schön: Warnung! Anhänge von Mails keinesfalls öffnen, wenn … Ja natürlich, ich weiß, reiner Zufall mal wieder, dass ein U.P. – der von Springer – gerade seinen eigenen Artikel absetzen durfte.

  2. Es war vermutlich ein gezielter Angriff, allerdings ebenso vermutlich nicht durch Russland – zumal die Ukraine bereits in der Vergangenheit gegen Mönche ebendieses Klosters vorgegangen ist.

    1. Nein, es gibt auch andere Möglichkeiten: z.B. ein Dachstuhlbrand
      ausgelöst durch ein nicht kontrollierbares Feuerwasserbrennen, was
      sonst sonst machen diese Klosterbrüder unter ihren Klosterdächern?
      Dabei ist es egal ob ukrainische oder prorussische Alkis.

  3. Stand nicht gerade das Höhlenkloster bis zum Schluss für das inzwischen verbotene Bekenntnis zum Moskauer Patriarchat? Welchen Sinn sollte demnach eine gezielte Vernichtungaktion machen? Aber es passt in die Diktion von der gezielten Vernichtung des ukrainischen Volkes (bei gut 16.000 zivilen Toten nach mehr als vier Jahren). Und dann machen die blöden Russen das wieder (wie angeblich in Butscha) vor einem Gipfel der Selenski-Freunde … Denen ist wirklich nicht mehr zu helfen.

    1. Guter Punkt.
      Genau dieser Aspekt ging mir auch beim lesen der Darstellungen durch den Kopf.
      So liegt es erneut beim Leser auf sein persönliches Wissensarchiv zurückzugreifen.

    2. Guter Punkt.
      Genau dieser Aspekt ging mir auch beim lesen der Darstellungen durch den Kopf.
      So liegt es erneut beim Leser auf sein persönliches Wissensarchiv zurückzugreifen.

  4. Gestern wurden unvorsichtigerweise die auch die Selbstaufnahmen der Fotografen veröffentlicht, die sich schon am späten Nachmittag auf dem Dach eine Strasse vor der Kirche aufgebaut hatten. Mehrere Trupps haben sich gegenseitig geknipst wie sie fest aufgebaut, mit mehreren Stativen auf die Kirche gerichtet auf ihren Klappstühlen sitzen und warten.

    1. Ganz schön frech von den Nato-Ukros. Wahrscheinlich war es weniger fehlende Vorsicht, sondern Arroganz und Geringschätzigkeit bzgl. des Intellekts der westlichen Bevölkerungen.

  5. Russland greift verstärkt die Orte an, die für die historischen Wurzeln der Ukraine stehen. ….?!?!?!?!? Hat Russland das neue Ehrengrab für den exhumierten Melnyk bombardiert ? Der doch eine der ukrai –
    nischen Wurzeln ist

  6. Das Kiewer Höhlenkloster wurde 1051 gegründet und ist eines der ältesten Klöster der Kiewer RUS. Es umfaßt um die 140 Gebäude, und die zum Moskauer Patriarchat gehörende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche hatte dort die Leitung, bis sie 2024 durch die ukrinische Regierung vertrieben wurde.
    Und diese Einrichtung, die zu einer der wichtigsten der orthodoxen Christenheit gehört, soll von Russland gezielt als „Angriff auf unsere Geschichte“ (Zelensky) beschossen worden sein? Das können sie vielleicht den bildungsfernen und geschichtsvergessenen westlichen Politkern erzählen.

    1. > „Das Kiewer Höhlenkloster wurde 1051 gegründet“

      Genau das ist der Punkt! Moskau wird in den historischen Chroniken überhaupt erst ein paar Jahrhunderte später — im Jahr 1147 (12. Jahrhundert) — zum ersten Mal erwähnt. Die Moskauer Kirche erlangte erst im 15. Jahrhundert (1448) ihre faktische Unabhängigkeit von Konstantinopel, und der offizielle Status eines Patriarchats wurde Moskau sogar erst im 16. Jahrhundert (1589) verliehen.

      Aber die Frage, wie diese Moskauer „Priester“ überhaupt in ein Kiewer Heiligtum gelangt sind, das rund ein halbes Jahrtausend älter ist als ihre eigene Institution, stellt sich solchen „Experten“ komischerweise nie.

      Das Gleiche gilt für die Kiewer Rus. Das ist so, als ob das heutige Deutschland (das sich einst als „Heiliges Römisches Reich“ bezeichnete) sich lautstark darüber empören würde, warum irgendwelche „Italiener“ es wagen, die wichtigsten kulturellen und historischen Stätten in Rom zu beanspruchen, nur weil das Reich damals „Römisch“ im Namen trug.

      Und überhaupt: Russland hatte noch nie skrupel, solche historischen oder religiösen Stätten zu zerstören, wenn es politisch opportun war. Was passierte denn mit der originalen Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 5. Dezember 1931? Sie wurde auf Befehl der stalinistischen Führung kurzerhand in die Luft gesprengt, um Platz für einen protzigen „Palast der Sowjets“ zu machen (aus dem dann übrigens jahrzehntelang nur ein öffentliches Schwimmbad wurde).

      Wer die eigene Hauptkathedrale in Schutt und Asche legt, schert sich im Krieg erst recht nicht um das Alter oder die Heiligkeit der Kiewer Höhlenkloster-Bauten. Das Argument der „gemeinsamen Geschichte als Schutzgarantie“ ist reine Heuchelei.

      1. „Schöne“ Zusammenstellung.

        Ein Mix aus zusammengewürfelten Ereignissen und Meinungen, die – wie mir scheint – eine erschreckende – Weltsicht offenbart: Hauptsache gegen Russland gehetzt.
        Auf diese Art kann man auch „argumentieren“: die bösen Russen haben in 2022 aus imperialistischen Gründen die Ukraine angegriffen: reine Propaganda ohne Geschichtsbezug.

        Es ist irrelevant, ob es das Kloster schon deutlich früher gegeben hat, als dass Moskau irgendwo erwähnt wird,
        das gleiche gilt auch für den Bezug zur Kiewer Rus.

        Rußland bezieht sich heute als Staat darauf, und sieht das als seine Wurzeln an: und eine Wurzel ist – normalerweise – vor der eigentlichen Pflanze da: das kann in ihrem Weltbild ja anders sein.

        Und dann kommt auch noch Stalin…..
        Es wundert mich, dass sie nicht auch Hitler noch mit reingebracht haben.

        1. Was genau stimmt denn daran nicht? Die Moskauer Kirche hat sich das Kiewer Höhlenkloster – das nachweislich lange vor der Existenz dieser Moskauer Kirche gegründet und aufgebaut wurde – seinerzeit mithilfe des russischen Besatzungsapparates gewaltsam angeeignet.

          Nach dem Zusammenbruch des Russischen Reiches und später der UdSSR haben sich diese Moskauer Hausbesetzer einfach in den ukrainischen Kirchen verschanzt. Und jetzt inszenieren sie sich als „Opfer“ und veranstalten ein gellendes Geschrei, wenn man versucht, sie von dort zu vertreiben. Die einzige Frage, die hier offenbleibt, ist: Warum hat die Ukraine eigentlich mehr als 30 Jahre lang gewartet und diese Leute höflich gebeten, die illegal besetzten Räumlichkeiten zu verlassen?

          Es ist absolut absurd zu behaupten, das viel später gegründete Moskau habe mehr Rechte auf ein Heiligtum, das weit entfernt und Jahrhunderte vor Moskaus Entstehung existierte.

          Sie argumentieren: „Rußland bezieht sich heute als Staat darauf, und sieht das als seine Wurzeln an“. Nun, der von Ihnen erwähnte Hitler sah das Territorium der UdSSR ganz genauso als rechtmäßigen „Lebensraum“ für das Deutsche Reich an.

          Und im Fall von 1941 zweifeln Sie doch hoffentlich keine Sekunde daran, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen, imperialistischen Angriffskrieg handelte?

          Dabei hatte die damalige Nazi-Propaganda exakt dieselben Ausreden parat wie der Kreml heute: Man schwadronierte von einem „Präventivschlag zur Verteidigung“. Und die tatsächliche Vorgeschichte war damals um ein Vielfaches intensiver и voller Konflikte als alles, was man der NATO heute vorwerfen kann!

          Da gab es den Bruch des Friedens von Brest-Litowsk bei der erstbesten Gelegenheit, die Komintern, die bewaffneten kommunistischen Putschversuche in Deutschland, die sowjetische Besetzung Litauens 1940 (was ein direkter Bruch des geheimen Zusatzprotokolls des Hitler-Stalin-Paktes war, das Litauen der deutschen Sphäre zusprach) und die massiven, blutigen Verfolgungen, Erschießungen und Deportationen der deutschen Minderheit in der UdSSR unter Stalin. Und da gab es die intensiven Verhandlungen der UdSSR mit Großbritannien und Frankreich über ein Militärbündnis gegen Deutschland – exakt so, wie die heutigen Gespräche der Ukraine mit der NATO als „antirussische Allianz“ dargestellt werden!

          Hitler hasste die Bolschewiki nachweislich tiefer als Putin die NATO. Und die NS-Elite hat wenigstens nicht ihre Kinder jeden Sommer in sowjetische Pionierlager geschickt — ganz im Gegensatz zur heutigen „Nato-phoben“ Kreml-Elite, deren Familien bis zu den Sanktionen mehr Zeit in den Villen und Universitäten des „bösen Westens“ verbrachten als in Russland selbst.

          Und was folgt daraus? Hitlers Überfall bleibt ein verbrecherischer, unprovozierter Akt der Aggression. Die „Argumente“ und Rechtfertigungen, die hier auf Overton seit Jahren für Russlands Krieg zusammengeschustert werden, sind im Vergleich dazu historisch und logisch auf einem erbärmlichen Niveau. Die Nationalsozialisten haben ihre Kriegsvorwände damals wenigstens noch handwerklich „sauber“ gefälscht — was sie natürlich nicht wahrer machte. Aber hier auf dieser Plattform ist man bereit, jeden noch so plumpen Kreml-Unsinn wie eine Offenbarung vom Berg Sinai nachzubeten.

          Das Prinzip dahinter ist immer das gleiche: Wenn es um den Zweiten Weltkrieg geht, nehmen die Autoren und Stamm-Kommentatoren auf Overton die „verkürzte“, vereinfachte Version (was nicht übersieht, dass sie wahr ist; um die spezifischen Details der turbulenten Politik jener Zeit kümmern sich Fachhistoriker). Sobald es aber um die russische Aggression gegen die Ukraine geht, fangen dieselben Leute plötzlich an zu jammern, wie vielschichtig und kompliziert die Vorgeschichte doch sei. Nein, die Geschichte ist immer so turbulent und voller Nuancen. Es kommt einfach nur darauf an, wie und wohin man schaut.

          1. Zu Zeiten der Kiewer Russ gab es keine Ukraine und keine Ukrainer. Deutlich später gab es dann die Saporoger Kosaken, die zuerst für die türkischen Sklavenhändler arbeiteten und sich dann dem russischen Zaren Alexei I. unterstellten.
            Lässt man sich von der KI die Regionen aufzählen, in denen weit überwiegend, also Richtung 100%, ukrainische gesprochen wird, dann liegen die Gebiete dort, wo historisch meistens Polen war. Galizien, ganz vorne Lemberg, das auch schon deutsch war.
            Es verletzt zwar das ukrainische Nationalbewusstsein sehr, ab es waren die Sowjets, die letztlich die Staatlichkeit der Ukraine etablierten. Zum einen durch die Gründung der Sowjetrepublik Ukraine und zum anderen der sowjetischen Verfassung, die es 1991 ermöglichte, dass sich etliche Sowjetrepublik als unabhängig erklären konnten.
            Ich denke, dass gerade diese schwache historische Verankerung bei rechtsgerichteten Ukrainern zu diesem übersteigerten Nationalbewusstsein führt. Schon Rosa Luxemburg hatte darüber geschrieben, weil sie es für einen Fehler der Sowjetführung hielt, dass sie versuchte diesen übersteigerten Nationalisten durch Gebietszuschlagungen zu beruhigen.
            Chruschtschow toppte das dann 1954, indem er die Krim der Sowjetrepublik Ukraine übergab. Fragt man die KI nach dem Grund, nennt sie den 300. Jahrestags der Unterstellung der Kosaken unter den Zar.

            1. > „Zu Zeiten der Kiewer Russ gab es keine Ukraine und keine Ukrainer.“

              Richtig, und es gab damals auch keine „Russen“. Das ist genau wie zur Zeit des Römischen Reiches: Damals gab es auch keine „Italiener“. Aber hat Deutschland deshalb heute das Recht, Italien zu okkupieren, nur weil sich Deutschland einst den Namen „Heiliges Römisches Reich“ aneignete?

              > „Deutlich später gab es dann die Saporoger Kosaken, die zuerst für die türkischen Sklavenhändler arbeiteten und sich dann dem russischen Zaren Alexei I. unterstellten.“

              Nun, die Kosaken haben (genau wie alle Staaten und Mächte der damaligen Zeit) periodisch mit den einen Nachbarn gegen die anderen gekämpft – in völlig unterschiedlichen Allianzen. Ausgerechnet in der historischen Folklore des Osmanischen Reiches waren die Kosaken übrigens alles andere als die beliebtesten Nachbarn.

              Wenn Sie schon das Thema Sklaverei aufmachen: Die Leibeigenschaft in Russland, bei der ganze Familien wie Vieh verkauft und getauscht wurden, wurde erst im späten 19. Jahrhundert abgeschafft. Und was den Zaren angeht: Die KGB-Vorläufer der heutigen Kreml-Führung haben die letzten herrschenden Vertreter der Zaren-Dynastie 1918 in einem stinkenden Keller brutal ermordet. Die heutige Ukraine ist diesem imperialen Konstrukt absolut gar nichts schuldig.

              > „Lässt man sich von der KI die Regionen aufzählen, in denen weit überwiegend, also Richtung 100%, ukrainische gesprochen wird, dann liegen die Gebiete dort, wo historisch meistens Polen war. Galizien, ganz vorne Lemberg, das auch schon deutsch war.“

              Ah, da gibt es in der Tat eine sehr interessante Korrelation: In den Regionen, die Russland früher erobert hat und wo es entsprechend früher damit begann, die ukrainische Sprache systematisch zu vernichten und die eigene Bevölkerung anzusiedeln, hat sich das Ukrainische im Alltag proportional weniger erhalten.

              Und Sie verwechseln hier gehörig das habsburgische Österreich-Ungarn mit „Deutschland“. Wenn es Ihnen zudem um deutsche Herrscher geht: In Russland selbst regierte ab dem 18. Jahrhundert mit den Holstein-Gottorp-Romanows eine fast rein deutsche Dynastie. Katharina die Große war eine gebürtige deutsche Prinzessin aus Anhalt-Zerbst. Nach Ihrer Logik müsste Berlin also heute legitime Ansprüche auf den Kreml erheben.

              „Es verletzt zwar das ukrainische Nationalbewusstsein sehr, ab es waren die Sowjets, die letztlich die Staatlichkeit der Ukraine etablierten. Zum einen durch die Gründung der Sowjetrepublik Ukraine und zum anderen der sowjetischen Verfassung…“

              Nun, europäische Kolonialmächte wie Großbritannien, Frankreich oder Spanien könnten exakt dasselbe über 90 % der Staaten des „Globalen Südens“ und ihre ehemaligen Kolonien behaupten.

              Dass ein Imperium die Verwaltungsgrenzen zieht, die später bei dessen Zusammenbruch zu Staatsgrenzen werden, ist der absolute Standard in der Weltgeschichte. Nach Ihrer Logik müssten Indien, Algerien oder Simbabwe ihren ehemaligen kolonialen Unterdrückern heute noch dankbar dafür sein, dass diese ihnen überhaupt erst die „Staatlichkeit“ ermöglicht haben. Die Geschichte der Ukraine unterscheidet sich in dieser Hinsicht kein bisschen von der Geschichte anderer Staaten — einschließlich der Russlands.

              Und was das vermeintlich „verletzte ukrainische Nationalbewusstsein“ angeht: Moskau selbst wurde vom Sohn eines Kiewer Großfürsten gegründet und war anfangs eine Kiewer Vasallenstadt. Na und? Die Ukrainer scheren sich heute nicht sonderlich um diesen historischen Fakt und nutzen ihn höchstens dazu, um Moskaus pseudohistorische Ansprüche in die Schranken zu weisen.

              > „Ich denke, dass gerade diese schwache historische Verankerung bei rechtsgerichteten Ukrainern zu diesem übersteigerten Nationalbewusstsein führt. Schon Rosa Luxemburg hatte darüber geschrieben, weil sie es für einen Fehler der Sowjetführung hielt…“

              Welchen Bezug hatte Rosa Luxemburg überhaupt zur Ukraine und mit welchem Recht sollte ausgerechnet sie entscheiden, was für das ukrainische Volk richtig oder falsch ist?

              > „Chruschtschow toppte das dann 1954, indem er die Krim der Sowjetrepublik Ukraine übergab. Fragt man die KI nach dem Grund, nennt sie den 300. Jahrestags…“

              Auf der anderen Seite hat die Chruschtschow-Regierung im Zuge einer Territorialreform lediglich ein absurdes administratives Paradoxon korrigiert: Die Krim war 1922 – komplett ohne irgendwelche Referenden – als Exklave direkt der Russischen Sowjetrepublik (RSFSR) zugeschlagen worden.

              In der offiziellen Begründung der sowjetischen Führung von 1954 hieß es klipp und klar, dass die Krim historisch, wirtschaftlich und kulturell enger mit der Ukraine verbunden sei. Die Halbinsel war geografisch direkt an die Ukraine angebunden und konnte nur von dort aus logistisch mit Wasser, Strom und Lebensmitteln versorgt werden.

              Das Vorschieben des 300-jährigen Jubiläums des Vertrags von Perejaslaw war lediglich eine typisch sowjetische, ideologische Anekdote zur propagandistischen Untermauerung. Und diese Anektode ist an Absurdität kaum zu übertreffen, wenn man bedenkt, dass das russische Zarentum in der offiziellen bolschewistischen Ideologie eigentlich als System gnadenloser Unterdrücker verdammt wurde. Die sowjetische Logik war hier pures Doublethink: „Wir sind zwar absolut gegen die blutige russische Monarchie und die Zaren – aber lasst uns kräftig feiern, dass sie damals auch euch unter ihr Joch gezwungen haben!“

              Und was diesen Vertrag von 1654 angeht: Aus Sicht der Kosaken war dies ein ganz gewöhnliches Abkommen über ein militärisch-politisches Bündnis, wie es in jener turbulenten Zeit quasi am laufenden Band geschlossen und wieder gebeоchen wurde. Das ukrainische Hetmanat genoss im Russischen Reich anfangs eine weitreichende Autonomie – so lange, bis Katharina die Zweite die eigenen Verpflichtungen und Gesetze brachen und die ukrainische Selbstverwaltung schließlich mit roher Gewalt zerschlugen.

              Es ist also wie immer. Natürlich gab es damals noch nicht den heutigen vorgeschobenen „Kriegsgrund“ namens NATO – aber Russland hat sich bei jedem einzelnen seiner Angriffe auf die Ukraine schon immer irgendeine Ausrede aus den Fingern gesaugt. Schon immer.

              1. > und es gab damals auch keine „Russen“.

                Tja. Das sehen die Russen allerdings anders.

                > Das ist genau wie zur Zeit des Römischen Reiches: Damals gab es auch keine „Italiener“.

                Das ist ein super Vergleich. Natürlich sind die Italiener die Nachfolger bzw. die Nachfahren der Römer. Im Norden gab’s Zuwanderung von Germanen im Süden von Griechen. Auch die Staatlichkeit war durchgängig. Die Grenzen atmeten stark. Erst als sich das Römische Reich ausdehnte, dann als es zerfiel.

                > Nun, die Kosaken haben (genau wie alle Staaten und Mächte der damaligen Zeit) periodisch mit den einen Nachbarn gegen die anderen gekämpft

                Die Kosaken haben sich einfach in dem zwischen Polen und Russland häufig umkämpften Landstrich eingerichtet, weil den vorigen Bewohnern der Kriegstumult zu viel war. Das waren von woanders Vertrieben, Geflüchtet etc, die eben nicht als Bauern auf dem Land, sondern als Söldner für alle tätig waren, die sie anheuerten. Die hatten keinerlei Staatlichkeit. So manche Pirateninsel war besser organisiert. Ihre Geschichtet endet dann eben als sie Ihre Dienste dem Zar anboten und der sie in seine übrigen Verbände integrierte.

                Das mit der Sklaverei habe ich erwähnt, weil das eben damals das Geschäft der Osmanen auf der okkupierten Krim war und die Saporoger Kosaken ihre Dienste eben eine Zeit lang von denen entlohnen ließen. Auch während der Zeit als Helfer der Osmanen hatten sie keine Staatlichkeit.

                All dieses Rumgehubere mit Moral hilft halt der fehlenden historischen Verankerung nicht wirklich auf die Sprünge. Die Ukrainer waren und sind halt Grenzland und mal wurden sie von den einen beherrscht und dann wieder von anderen. Wer seinen Patriotismus da mit Historischem auffüttern will, hat’s schwer und landet quasi notgedrungen bei irgendwelchen – hmm – Abenteurern, Söldnern etc., die selber aber nur eine recht kurze Geschichte hatten und dann weg waren, weil ihr Dienstherr wieder wechselte und sie woanders einplante.

                Weil Italien genannt wurde, die Nachfahren der Etrusker sind durch den Erfolg der Römer natürlich nicht als Menschen verschwunden. Aber die Regierungsgeschäfte machte eben Rom und die Etrusker drängten nach dem Schrumpfen Roms nicht wieder nach vorne.

                Die Etrusker hatten jedoch im Vergleich zu den Ukrainern vor der Sowjetzeit tatsächlich Staatlichkeit.

              2. Das mag ja alles sogar halbwahr sein. Die Ukraine schuldet Russland auch nichts.
                Das Problem ist nur, der ganze
                Krieg hat mit der Ukraine gar
                nichts zu tun..

              3. “ Die Leibeigenschaft in Russland………wurde erst im späten 19. Jahrhundert abgeschafft. “

                Sie wurde exakt 1865 von Zar Alexande II abgeschafft. Die „demokratischen“ USA mußten für die Abschaffung der Sklaverei einen blutigen Bürgerkrieg (1661-65) führen und der Rassismus ist weiterhin verbreitet.

  7. Das Höhlenkloster samt Kathedrale ist ein bedeutendes Denkmal der russisch (!!!!) orthodoxen Kirche, nicht der neuen Staatskirche Selenskis, in deren „Eigentum“ es vom Kiewer Regime zwangsweise übertragen wurde, und um das nach wie vor gestritten wird. Schon aus diesem Grund wird das russische Militär keinen gezielten Angriff darauf ausführen. Das sollte jedem denkenden Menschen klar sein – was „Journalisten“ der deutschen „Qualitätsmedien“ logischerweise ausschließt. Die erzählen einem ja auch regelmäßig, die Russen würden sich im AKW Saporoschje selber beschießen.

    Vorwürfe des Staatskirchen-Chefs, Russland wolle „mit dem Angriff die ukrainische Geschichte auslöschen“ sind derart absurd, daß es wehtut, sowas im deutschen Fernsehen sehen zu müssen.

    Denkbar ist der Absturz einer (oder mehrerer) von der Luftabwehr getroffenen russischen Drohne(n), oder Teilen davon, wofür auch der Schaden im Dachbereich spräche. Oder aber wie beim Kinderkrankenhaus vor Jahren der Einschlag einer Abwehrrakete selbst. Die Dinger kommen ja letzten Endes auch immer wieder irgendwo runter.
    Leider ist auch eine ukrainische False Flag nicht völlig auszuschließen, ich halte dies jedoch für eher unwahrscheinlich.

  8. Dass es sich um eine gelungene Propagandaaktion handelt, ist nur schon aufgrund der Koinzidenz mit dem G7-Gipfel wahrscheinlich. Nach Beweisen für die ukrainische Version fragt im Westen ja garantiert keiner.

    1. Die Idee zum Brand kommt aus dem Wertewesten. Gemäß dem WEF-Satanskult soll die kulturelle Identität der Ukraine und auch Russlands ausgelöscht werden. Man denke an den bis heute nicht aufgeklärten Brand von Notre Dame, der VOR Beginn der geplanten Bauarbeiten stattfand. Der Bauleiter des Wiederaufbaus Georgelin kam dann tragischerweise beim Bergwandern ums Leben. Ein durchtrainierter 5-Sterne-General. – Die zweitgrößte Pariser Kirche Saint Sulpice hat 2019 gebrannt. – Die frz. Nomenklatur haßt das Christentum.

  9. „Das Kiewer Höhlenkloster gilt als inoffizieller Hauptort der ost­slawischen Orthodoxie. Im März erläuterte Kyrill, Patriarch von Moskau und ganz Russland, die Bedeutung des Kiewer Höhlenklosters für die Rechtgläubigen: „Dieses Kloster ist der Ursprung der gesamten geistlichen Mönchs­tradition der Völker Russlands, der Ukraine und Belarus. Es ist die Wiege unserer Zivilisation und nationalen Kultur. Hier wurde die erste historische Denkschrift der Alten Rus geschrieben – die erste Chronik, hier nehmen die Schriftsprache und die Literatur unserer Völker ihren Anfang.
    Das Kiewer Höhlenkloster liegt im Zentrum Kiews und wurde 1051 gegründet. 1688 erhielt es den Status einer Lawra. Das Mariä-Entschlafens-Kloster in Potschajiw befindet sich im westukrainischen Gebiet Ternopol. Es wurde im 13. Jahrhundert gegründet und erst im Jahre 1833 zur vierten Lawra des Russischen Reiches. “

    https://mdz-moskau.eu/das-kiewer-hoehlenkloster-kampf-um-die-heilige-erde/

    und jetzt soll Russland absichtlich und voellig boese das Kloster mit Raketen und Drohnen und und und angegriffen haben, schwer zu glauben, jedenfalls bedarf dies einer genaueren Untersuchung, wenn man die in Kiew ueberhaupt zulaesst!
    Dazu sind aber weder die Ukrainer, noch die Unterstuetzer bereit, es passt so schoen alles zum Gipfeltag in Evian/France
    https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2026.06/article/6a31268748fbef27e5788c2f.jpg
    Die Selbstdarsteller am Gipfeltisch, zum Kotzen!

    1. „Wunderbar“ auch die Behauptung, Selenski hätte sich „enttäuscht gezeigt, daß es nicht gelungen sei, am Rande des G7-Gipfels das von ihm vorgeschlagene Treffen mit Putin zu organisieren“.

      Da schreibt der Wicht einen „offenen Brief“, der zu mindestens einem Drittel (vor allem im ersten Teil) aus Beleidigungen Putins und Russlands besteht, und ist dann „ganz enttäuscht“, daß der Beleidigte nicht umgehend angekrochen kommt? Was raucht (oder schnupft?) der Typ eigentlich?

      Und apropos „G7“, was hat da eigentlich Selenski verloren? Sogar nach dem „nominellen BIP“, das ein völlig verzerrtes Bild liefert,. liegt die Ukraine nur an 58ster Stelle in der Welt! Sogar jene Staaten, die traditionell noch zum „G7“-Kreis zählen, obwohl sie da wirtschaftlich längst nicht mehr dazugehören, sind ja wenigstens noch in den „Top10“ oder nahe bei! Dafür fehlen mindestens China und Indien, und wenn es nach Kaufkraftparität ginge, natürlich auch Russland und Indonesien.

      Es gibt übrigens eine neue Sprachregelung, die „G7“ betreffend. Hab ich gestern in der Tagesschau aufgeschnappt!: Demnach sind die G7 die „sieben führenden demokratischen Industrienationen der Welt“.

      Aha….

      …und welche „führende demokratische Industrienation“ vertritt von der Leichen? Die war nämlich auch da!

      1. @Heinz

        Schade eigentlich, da inhaltlich überwiegend zutreffend… Nur entwertest du all‘ deine Aussagen durch die Form deines Textes. Damit schadest du dir und deinem Anliegen nur selbst, denn bevor jemand dazu kommt, den Inhalt zu überdenken, überwiegt bereits die Ablehnung. Denk‘ mal in Ruhe darüber nach…

    2. Das ist dann wohl eher auch mit ein Angriff auf die „russische Identität“, wenn dieses Kloster die „Mönchs­tradition der Völker Russlands, der Ukraine und Belarus“ begründete. Aber klar, die Russen beschiessen ja auch immer das eigens besetzte Atomkraftwerk.

  10. Bei den regelmäßig inszenierten „FalseFlag“ Aktionen des Selensky- Regimes pünktlich zu irgendwelchen Zusammentreffen der Kumpane im Krieg gegen Russland ist es naheliegend , das es auch diesmal pünktlich zum G7 Treffen wieder so eine Show wird. Zumal ja auch die fast schon hysterisch zu nennende Berichterstattung in den Mainstream-Medien dafür spricht.
    Das auf den veröffentlichten Fotos zu sehende Schadbild schließt eine schwere Explosion von Dutzenden kg Sprengstoff aus. Bleibt nur die Inszenierung durch die Ukrofaschisten oder eine fehlgeleitete Luftabwehrrakete. Persönlich halte ich die erstere Version für Naheliegend. Wenn ich mir den „offenen Brief“ Selenskys pünktlich zum SPIEF, die Drohnenangriffe aus den baltischen Staaten auf St. Petersburg, die lautstarke Ankündigung der Vernichtung von St. Petersburg und anderer russischen Städte durch die deutsche Luftwaffe durch deren Chef und die sonstige Propaganda ansehe, dann sehe ich eine straff orchestrierte Kampagne. Vermutlich versuchen die westlichen Kriegstreiber , die USA doch noch gegen Russland in Stellung zu bringen. Denn die Ukrofaschisten können das nicht Alleine organisieren. Dazu haben sie wohl Hilfe vom NATO- „Zentrum für strategische Kommunikation“ bekommen.
    Wenn die europäischen NATO- Mitglieder derart verzweifelte Aktionen starten, um die USA in Europa zu binden, dann muss es mit der Ukraine nicht zum Besten stehen…
    Die russische Führung hat wohl erkannt, das eine politische Lösung der Sicherheitsprobleme um die Ukraine mit den derzeitigen Machthabern in EU-Europa nicht möglich ist. Vermutlich hat das Ultimatum, das die drei westlichen Botschafter kürzlich in Moskau verkündet haben, die letzten Illusionen der russischen Führung zerstört. Denn das russische Militär hat seitdem unverkennbar härter gegen die Ukraine agiert.
    Für mich steht fest, das Merz, Starmer und Macron fanatisch am Ziel einer Zerschlagung Russlands festhalten und keinerlei echte Kompromisse zulassen werden. Sieg oder Tod scheint deren Devise zu sein…

  11. Spätestens seit 2023, nach dem Raketeneinschlag am Markt von Kostjantyniwka, bei dem viele Medien innerhalb kürzester Zeit und voller Überzeugung erklärten, wer der Schuldige sei, kann man sich eigentlich kaum noch über Perspektiven wundern.

  12. Der „Radio Liberty“-Ableger curenttime.tv (russ: „Nastojaschtcheje Vremja“) behauptete in seinem Video-Beitrag zum aktuellen Kirchenbrand in Kiew rotzfrech:
    „Das letzte mal brannte die Kathedrale während des Zweiten Weltkriegs. Damals wurde sie _von zurückweichenden sowjetischen Truppen_ gesprengt.“
    https://www.currenttime.tv/amp/chto-postradalo-v-lavre-i-kak-ee-budut-vosstanavlivat/33781505.html

    Gesprengt worden war die Kathedrale am 3. November 1941. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Wehrmacht bereits die gesamte Ukraine okkupiert und die „zurückweichenden sowjetischen Truppen“ verteidigten gerade Rostow-am-Don.

    Zum aktuellen Kirchenbrand gestatte ich mir die Vermutung, dass bei einem „gezielten russischen Angriff auf … die ukrainische Identität“ bzw. eben die Kiewer Lawra ganz sicher mehr zu Bruch gegangen wäre als dutzende Quadratmeter des Dachstuhls der Kirche. Man schaue einfach auf die Ruinen der „Lagerhalle für Kostüme“ Dowschenko-Filmstudios.

    1. Hat die russische Armee bisher überhaupt symbolische Ziele angegriffen? Ich kann mich nur an ukrainische Propagandameldungen erinnern.

  13. Derweil scheint an der Front der russische Vormarsch gehörig Fahrt aufzunehmen. Konstantinovka ist wohl die nächste eroberte Stadt – ukrainische Soldaten verlassen sie gerade in Trauben, sofern sie können.

  14. „Abgestritten wird, die Lavra angegriffen zu haben,“

    Warum sollte man als gläubiger Christ ein christliches Kloster angreifen? Damit die Gegenseite besser Propaganda machen kann?

    Rein zufällig waren es die Ukrainer, die vor kurzem auf der Krim ein russisches Kulturdenkmal angegriffen haben. Soll das die Retourkutsche sein?

    Und wenn es um ukrainische Identität ginge, wäre so ein altes Gemäuer als Ziel für einen Angriff viel weniger wert, als ein gerade eingeweihter Begräbnisort für die wahren Helden der Ukraine. Wenn da was einschlägt, weiß ich, wer es war.

    1. Die Amerikaner als gläubige Christen haben auch das Kloster Monte Cassino angegriffen trotz Zusicherung daß die Wehrmacht es ausspart. Und es waren keine deutschen Soldaten im Kloster gewesen.

    2. Naja die russischen Stellen sagen sie könnten anhand von ihren Daten Beweisen, dass es eine fehlgeleitete Flugabwehrrakete war die die Kirche beschädigt hatte. Würde dann mal wieder zeigen, dass diese hochgepriesene Flugabwehr innerhalb von Städten fast genauso gefährlich sein kann wie die Raketen des Gegners..

      Merkwürdig ist auch, dass die Ukrainische Regierung jetzt so viel Anteilnahme zeigt denn noch vor wenigen Jahren hat man die orthodoxen Religionsgemeinschaften noch als „moskautreue“ gebrandmarkt und wohl auch deren Kloster geplündert..

      https://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-krieg-kirche-und-krieg-christen-beklagen-repressionen-unter-selenski/28905798.html

      Mfg Makrovir

  15. Pünktlich zur Münchner Sicherheitskonferenz wurde ja Russland bzw.Putin der Vergiftung Nawalnys (Wadephul und andere westl.Aussenminister) bezichtigt.
    Die Gewebeproben wurden dem Leichnam entnommen von den Anhängern Nawalnys,nicht von einer unabhängigen Untersuchungskomission.Somit war der Manipulation freie Hand gegeben.
    Westlich Labore stellten in diesen Gewebeproben dann Froschgift fest.Es gibt eine Menge anderer Gifte die sofort nach dem Ableben nicht mehr nachweisbar sind.
    Froschgift hört sich natürlich propagandistisch gut an.

  16. Habe die „tagesschau“ im Hintergrund gestern laufen lassen, weil ich auf den Wetterbericht wartete, aber als ich gleich zu Anfang das Bildchen mit dem brennenden Gebäude in Kiew vernahm, schaltete ich umgehend so lange durch, bis keine dümmliche Propaganda der Lügenpresse zu sehen war (Sport1 😉 ).
    Stattdessen kam dann eine Doku über archäologische Funde auf ZDF info, da ging es um die sterblichen Überreste Alexander des Großen, die mutmaßlich im Markus-Dom in Venedig aufbewahrt werden und von der Kirche (fälschlicherweise) als Gebeine des „Markus“ deklariert werden. Eine Untersuchung lässt man nicht zu, man wird in der Kirche wissen warum 😉
    Jedenfalls sind das noch die wenigen Sendungen im ÖR-TV, die man noch ohne Lügenpropaganda sehen kann. Sobald das Thema Ukraine/Russland auftaucht, sofort wegschalten, denn meine Intelligenz lasse ich mir von den Dummbroten nicht beleidigen.

    1. Kennen Sie den Ausdruck „Gell-Mann Amnesie“?
      Ich fürchte leider, dass wenn Sie meinen „Wissenschafts“sendungen kämen ohne Propganda, Falschdarstellungen und unzulässige Verkürzungen aus, es sich um dieses Phänomen handelt.

  17. Die Ukraine ist doch wie Israel: die schiessen beide immer 150% der anfliegenden Raketen, Drohnen und was auch immer ab: ja, die ukrainische Armee hats halt drauf: die haben Russland bisher immer nur „spielen“ lassen, und demnächst irgendwann werden sie zurückschlagen, und dann innerhalb von 2 Tagen bis noch Wladiwostok vorstossen.

    Es ist doch schön, dass Sellerie auch das Kloster besucht, dass er selbst hat angreifen lassen, und als Schauspieler kann er ja auch ein trauriges Gesicht dazu machen…..

    1. @Autonomer

      So wie bei uns Korruption zu Lobbyismus umgedeutet wird und eben dieser nur einen Daseinszweck hat, sich nämlich gegen die absolute Mehrheit dahingehend zu organisieren, das die Interessen einer Minderheit im Promille-Bereich quasi zum Gesetz erklärt werden, werden Kapitalismus, Relgionen und deren Tempel eine Organisation der Mehrheit zu verhindern wissen; beispielsweise durch Spaltung in viele kleine Minderheiten, welche sich gegenseitig zum alleinigen Nutzen jener Verursacher bekriegen. Damit das auch so bleibt, wird jegliche Organisation der absoluten Mehrheit bereits im Keim erstickt; auf nur allseits bekannte Weisen. Wer will sich schon in Kriege schicken lassen, wer sich tagtäglich belügen lassen, wer seine knappen Einkünfte in den Händen eines Musk, Gates, Zuckerberg versanden wissen? Auf Deutschland reduziert: Weshalb überdauern extremer Reichtum und Besitz von Ländereien Jahrhunderte in wenigen Händen? Eigene Organisation bei gleichzeitiger Verhinderung von Organisation der Interessen fast aller Anderen.

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