Trumps Amerika im Krieg gegen den Iran

Demonstration der Stärke und Zerstörungskraft. Bild: CentCom

Militärische Kräfteverhältnisse. Trump ist auf dem besten Wege, statt Amerikas Hegemonie zu retten, sie zu zertrümmern.

 

  „Krieg ist ein Weg der Täuschung.“ Sun Tzu

 

 „Auf Kollisionskurs mit der Geschichte“

    „Die Vereinigten Staaten von Amerika, lange Jahre ein Liebling des Schicksals, befindet sich auf Kollisionskurs mit der Geschichte“, schrieb der US-Politikwissenschaftler, Benjamin R. Barber (1939-2017), inmitten des „Global War on Terror“ in seinem 2003 veröffentlichten Werk „Imperium der Angst“. Der Grund liegt nach Barbers Meinung darin, dass „Amerika die Augen vor der Erkenntnis (verschließt), dass die neue Welt des 21. Jahrhunderts notwendigerweise eine Welt der gegenseitigen Abhängigkeit, der Interdependenz sein wird“.

Genau auf diesem „Kollisionskurs mit der Geschichte“ befindet sich das heutige Amerika unter seinem „Heilsbringer“ Donald John Trump. Nach einem Jahr Irrungen und Wirrungen erlebt Trump, der sich eingebildet hat, er könne wie Jesus übers Wasser gehen, mit dem Irankrieg sein Waterloo.  

Wie die USA zu Zeiten des „Global War on Terror“ der terroristischen Herausforderung begegnet waren, indem sie „eine rücksichtslose Militanz an den Tag“ legten und „ein amerikanisches Imperium der Angst“ errichteten, das „furchterregender ist als alles, was Terroristen sich ausdenken“ konnten1, legt Trump seit einem Jahr eine solch hochmütige, hemmungs- und rücksichtslose Außenpolitik an den Tag, die auf Dauer nur scheitern kann.

„Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall“, lautet die alte Weisheit (Lutherbibel, Sprüche 16,18). Mit der Reanimierung des „Imperiums der Angst“ kann man heutzutage bestenfalls Pyrrhussiege feiern.

Im Glauben, die ins Schwanken geratene Hegemonie Amerikas aufhalten und seinen geopolitischen Rivalen Macht und die Größe Amerikas zeigen zu können, hat Trump nach allen möglichen Scharmützeln und Kleinkriegen einen großen Krieg gegen den Iran vom Zaun gebrochen und wird jetzt mit Folgen konfrontiert, denen Trumps Amerika anscheinend militärisch gar nicht gewachsen ist.

Trump ist auf dem besten Wege, statt Amerikas Hegemonie zu retten, sie zu zertrümmern. Hätte er Churchills Warnung gekannt, dann hätte er sich nie auf dieses Abenteuer eingelassen: „Man darf nie, nie, nie glauben, ein Krieg werde glatt und leicht vonstattengehen oder irgendjemand, der sich auf diese Reise ins Unbekannte begibt, könne die Gezeiten und Hurrikane, denen er begegnen wird, vorausberechnen. Der Staatsmann, der sich vom Kriegsfieber anstecken lässt, muss wissen, dass er, sobald der Startschuss gefallen ist, nicht mehr Herr der Politik ist, sondern Sklave unvorhersehbarer und unkontrollierbarer Ereignisse.“

Trump ist nicht mehr Herr seiner Kriegspolitik, die er mutwillig selbstverschuldet hat. Und nun ist er „Sklave unvorhersehbarer und unkontrollierbarer Ereignisse“ geworden und weiß nicht, wie er aus diesem Kriegsschlamassel herauskommt.

Wie konnte es dazu überhaupt kommen? Hat Trump im Wahlkampf 2024 nicht versprochen, keine neuen Kriege zu beginnen und bestehende Konflikte (wie in der Ukraine) rasch beenden zu können? Und präsentierte er sich nicht als „Friedensstifter“, der „ewige Kriege“ beenden will?

Sieht man von den in den Medien kolportierten Spekulationen ab: Trump habe sich von Netanjahu in den Krieg gegen den Iran hineinziehen lassen, so liegt die Vermutung nahe, dass er mit seinen nahezu achtzig Jahren jenem unzeitgemäßen militaristischen Geist des imperialen Amerikas verhaftet bleibt, den er im Wahlkampf selbstredend bekämpfen wollte und in dem er nun Ruhm und Gloria  „der unverzichtbaren Nation“ (the indispensable nation) erblickt.

Militärische Stärke ist zwar ein Wesensmerkmal einer imperialen Macht, aber kein hinreichendes Attribut für imperiale Größe! Unabhängig davon, ob Biden oder Trump US-Präsident ist, bleibt es, wie man sieht, alles beim Alten: Als Hegemonialpolitik befindet sich die US-Außenpolitik in einer Sackgasse, solange die überkommenen außenpolitischen Dogmen und Mythen nicht überwunden und/oder beseitigt werden.

„America is Cursed by a Foreign Policy of Nostalgia“ (Amerika ist verflucht durch eine Außenpolitik der Nostalgie), diagnostizierten Nancy Okail und Matthew Duss in ihrem gleichnamigen Artikel, den Foreign Affairs bereits am 3. Dezember 2024 veröffentlichte. „Washington Needs Something Better Than ‚America First‘ and ‚America is Back’“ (Washington braucht etwas Besseres als „America First“ und „America Is Back“), schrieben sie im Untertitel ihrer Veröffentlichung, kurz bevor Trump seine zweite Amtszeit als US-Präsident angetreten hat.

Heute wissen wir, wie recht die Autoren doch mit ihrer Ablehnung sowohl der „America First“- als auch „America is Back“-Politik hatten. Der Nostalgiker Trump hat der Welt mit seiner „America First“-Politik mehr Fluch als Segen gebracht. Der Nahe Osten brennt und der vom Zaun gebrochene Krieg gegen die Islamische Republik Iran entwickelt sich immer mehr zu einem Desaster.

   Trump wiederholt die gleichen außenpolitischen Fehler seiner Amtsvorgänger. Die unumstößliche außenpolitische Überzeugung des US-Establishments, dass nämlich die Weltordnung von der „American military hegemony“ gestützt werden müsse und es selbstverständlich wert sei, sie aufrechtzuerhalten und auszubauen, erweist sich immer mehr als Fata Morgana.

Der Feldzug gegen den Iran zeigt schon jetzt: Die USA können bomben, schwerste Zerstörungen und Verheerungen des Landes verursachen, die Zivilbevölkerung terrorisieren, tausende und abertausende Menschen abschlachten; sie können nur nicht den Krieg gewinnen und die stolzen Iraner in die Knie zwingen. Trump hat schon jetzt mit seinem geplanten Blitzkrieg nicht nur eine Bauchlandung erlitten, sondern auch – was noch schlimmer ist – Amerika als Militärmacht entzaubert.

Trump sei Dank! Er hat gezeigt, dass sein Amerika ein militärischer Koloss auf tönernen Füßen ist. Es ist kein „Imperium der Angst“ mehr, sondern eher ein Imperium, vor dem man keine Angst und keinen Respekt mehr hat. Trumps „America first“-Ansatz ist genauso wie der „liberale Internationalismus“ der US-Demokraten zum Scheitern verurteilt und der gescheiterte Blitzkrieg ist ein beredter Zeuge.

Auch wenn es längst klar geworden ist, dass Washington sich von der jahrzehntelang praktizierten US-Außenpolitik lösen muss, hält ein Großteil des außenpolitischen US-Establishments trotzdem an der „globalen militärischen Hegemonie Amerikas“ fest.

Dieses geradezu pathologische Festhalten an der militärischen US-Vormachtstellung wird noch problematischer, wenn man bedenkt, dass die USA in Wirklichkeit zunehmend seine globale ökonomische und militärische Vormachtstellung verlieren. Amerikas Hegemonie wird immer mehr zum Mythos der im ökonomischen und militärischen Abstieg begriffenen USA.

Was den USA ihre globale Hegemonialstellung noch garantiert, ist allein ihre nur scheinbar unangefochtene, tatsächlich aber längst in Frage gestellte monetäre Vorherrschaft. Fällt auch diese letzte Bastion der US-Hegemonie, dann fällt auch die US-Vormachtstellung in der Welt wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Mit diesem unabwendbaren Entwicklungsgang der Geschichte steht Trump auf Kriegsfuß und ignoriert die Zeichen der Zeit. Je länger aber diese Ignoranz andauert, umso sichtbarer wird der Mythos von „der unverzichtbaren Nation“ und umso aggressiver wird Trumps Amerika „auf Kollisionskurs mit der Geschichte“ gehen mit unabsehbaren Folgen für den Weltfrieden.

 

Angriffskrieg versus Abwehrkampf

    Am 28. Februar starteten die USA und Israel die Operation „Epic Fury“ gegen den Iran. Washington verfolgte u. a. das Ziel, die militärischen Kapazitäten der Islamischen Republik zu zerschlagen und Israel erklärte, es werde Teheran den Erwerb von Atomwaffen nicht gestatten. Der Krieg ist in vollem Gange und beide Seiten setzen inzwischen mit Ausnahme der Nuklearwaffen beinahe alles ein, was sie zur Verfügung haben3.

Die USA und Israel haben der iranischen Luftverteidigung in den ersten Tagen stark zugesetzt, auch wenn nicht gänzlich ausgeschaltet. Der Iran versucht seinerseits Vergeltung zu üben, und schlägt zurück, indem er die US-amerikanischen und israelischen Luftverteidigungssysteme im Nahen Osten angreift und zerstört. Teheran ist es gelungen, zahlreiche Radarstationen und Anlagen zu deaktivieren und er versucht das US-amerikanische Aufklärungspotenzial in der Region zu zerstören, um die Effektivität seiner Angriffe zu erhöhen.

Um seine Ziele zu erreichen, setzt das iranische Militär Shahed-Drohnen ein und verfüge zudem über eine breite Palette an Raketen, vor allem über die Typen Emad, Ghadr und Kheibar Shekan.

Während die USA und Israel auf ihre unangefochtene Luftüberlegenheit setzen und sich auf Luftangriffe konzentrieren, verfügt der Iran über ein beträchtliches Raketenarsenal, von dem einige Raketen noch nicht einmal eingesetzt wurden.

Die USA haben die Flugzeugträger Gerald Ford und Abraham Lincoln in die Konfliktzone entsandt, und es gibt Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, von denen aus Tomahawk-Marschflugkörper gegen den Iran abgefeuert werden, wobei sie hier 500 Flugzeuge stationiert haben, darunter 100 F-35-Kampfflugzeuge der fünften Generation.

Außerdem sind strategische Bomber vom Typ B-2 Spirit, B-1B Lancer und B-52 im Einsatz, die mit JDAM-Bomben (Joint Direct Attack Munition) und JASSM-Marschflugkörpern (Joint Strike Missile) bewaffnet sind. Auch Flugzeuge für die elektronische Kampfführung sind stationiert.

Israel setzt seinerseits rund 200 Flugzeuge ein, die mit den Flugkörpern Air Lora, ROCKS und Blue Sparrow bestückt sind. Die USA und Israel nutzen zudem unbemannte Luftfahrzeuge verschiedener Typen und Einsatzzwecke. Die USA stationierten außerdem Mehrfachraketenwerfer vom Typ M142 HIMARS mit den neuen einsatztaktischen PrSM-Raketen.

Diese gewaltige Luftflotte der Angreifer von ca. 700 Flugzeugen verursacht massive Zerstörungen des Landes und es gibt Berichte über Flächenbombardement, das den Iran in die Steinzeit zurückbomben sollte. Wie das aussieht, kann man heute in Gaza besichtigen.

Irans Schwachstelle ist sein Luftverteidigungssystem; zu seinen Vorteilen zählen hingegen insbesondere die Hyperschallraketen, mit deren Einsatz sich der Iran noch zurückhält. Der entscheidende Vorteil der Angreifer ist ein umfassender Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Alle Operationen der US-Luftwaffe werden unter KI-Führung durchgeführt. Dass KI nicht fehlerfrei ist, konnte man gleich am ersten Kriegstag, dem 28. Februar 2026, erleben, an dem 168 Mädchen ermordet wurden4.

Die USA und Israel verfolgen bei ihren Angriffen klare Taktiken. Israel konzentriert sich vorrangig auf die Zerstörung iranischer Regierungsstrukturen und greift Banken, Regierungsgebäude und Logistikeinrichtungen an. Die USA attackieren iranische Raketenbasen, Abschussrampen und Produktionsanlagen für ballistische Raketen und versuchen die Luftverteidigungssysteme auszuschalten.

Gleichzeitig verfügen die Amerikaner und Israelis selbst über schwache Luftverteidigungssysteme und haben keinen Schutz gegen die Drohnenangriffe der iranischen Shahed. Sie sind daher gezwungen, sie mit F-16-Kampfjets und teuren Sidewinder-Raketen abzuschießen und sogar millionenschwere PAC-2-Raketen von Patriot-Flugabwehrraketensystemen abzufeuern, um Drohnen zu treffen, die keine 100.000 Dollar kosten.

Was die Raketenreserven angeht, so behauptet der Iran, über genügend Raketen zu verfügen. Die Amerikaner sagen dasselbe; angesichts der US-amerikanischen Produktionskapazitäten ist aber davon auszugehen, dass den USA die Raketen und Abfangraketen ausgehen werden, bevor dem Iran die Hyperschallraketen ausgehen. Vor diesem Hintergrund ist Teheran in der Lage, sowohl Israel als auch den USA noch schwere Schäden zuzufügen.

Die USA sind nicht in der Lage, Irans neue Sajjil-Rakete zu kontern. Der Einsatz von Sajjil-Raketen, deren Geschwindigkeit höher sei als die anderer ähnlicher Waffen, was es Patriot-Systemen erschwere, sie abzufangen, wird die Zahl der iranischen Angriffe auf militärische Ziele der USA und Israels verringern und gleichzeitig die Effektivität und Genauigkeit dieser Angriffe erhöhen.

Die Revolutionsgarde hat erklärt, dass der Iran die zweistufige Sajjil-Rakete im Konflikt mit den USA und Israel bereits eingesetzt habe. Die Angriffe umfassten israelische Kommando- und Entscheidungszentren, militärische Infrastruktur und israelische Truppenansammlungen.

Die Israelis setzten ihrerseits aeroballistische Raketen mit einer Reichweite von 500 bis 1000 Kilometern ein, die von Flugzeugen aus einer Höhe abgefeuert werden, die außerhalb der Reichweite von iranischen Flugabwehrraketensystemen operieren. Das iranische Luftverteidigungssystem ist offenbar noch nicht vollständig ausgeschaltet.

Dass der iranische Abwehrkampf alles andere als erfolgslos ist, mussten selbst der US-Kriegsminister, Pete Hegseth, und der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Kaine, einräumen. Sie gaben zu, dass Drohnen eine „größere Herausforderung als erwartet“ darstellen und dass die US-Luftverteidigungssysteme „nicht alle abfangen können“.

Es gibt unbestätigte Berichte, wonach Teheran noch vor dem Kriegsausbruch ein geheimes Waffengeschäft mit Russland im Wert von 500 Millionen Euro abgeschlossen hat, das unter u. a. Verba-Raketensysteme und 2500 Raketen umfasst.

Den vorliegenden Informationen zufolge verfügt der Iran nur über eine lückenhafte Luftverteidigung wichtiger Einrichtungen, was nicht nur die Verteidigung iranischer Anlagen schwächt, sondern auch die Luftverteidigungssysteme selbst angreifbar macht. Die Verba sind gute MANPADS (Man-Portable Air-Defense Systems). Sie unterscheiden echte Ziele von Leuchtraketen und schützen ihre Flugkörper vor Störungen. Das reicht aus, um Ziele in niedriger Höhe und sogar Marschflugkörper in geringer Höhe, einschließlich Drohnen, zu bekämpfen.

Der Iran setzt zudem Drohnen wie die Arash ein. Sie bestehen vollständig aus Verbundwerkstoffen. Ihre Reichweite beträgt 300 Kilometer, Geschwindigkeit 500 Kilometer pro Stunde und der Sprengkopf wiegt 30 bis 50 Kilogramm. Sollte es dem Iran gelingen, Drohnen mit Düsenantrieb in Serie zu produzieren, würde der Schaden an US-Stützpunkten um ein Vielfaches zunehmen.

Der Iran ist, wie man sieht, alles andere als wehrlos. Er vollbringe laut dem russischen Militärexperten, Juri Knutow, „das Undenkbare auf US-Stützpunkten“ (Иран творит невероятное на базах США). Die Folgen der iranischen Gegenangriffe für die US-Stützpunkte sind beachtlich: Diese sind nur minimal besetzt. Die Schiffe der US-Marine befinden sich auf See und wechseln ständig ihre Positionen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sie, selbst wenn sie etwa von einer Drohne entdeckt werden, noch genügend Zeit haben, die Gefahrenzone zu verlassen, bevor die Rakete gegen sie abgefeuert werden.

Dies macht eine Zerstörung extrem schwierig. Daher sind die Hauptziele der iranischen Angriffe auf die US-Stützpunkte, vor allem ihre Kommandozentralen, Kommunikationszentren und die landgestützte Infrastruktur zur Unterstützung der Schiffe. Diese Einrichtungen werden zuallererst ins Visier genommen.

Knutows Angaben zufolge haben iranische Streitkräfte bereits erhebliche Schäden an den US-amerikanischen Aufklärungssystemen eingerichtet. Bereits in den ersten Tagen wurde eine Raketenwarnstation getroffen, die Ziele in einer Entfernung von bis zu 5.000 km im Blick hatte. THAAD-Systeme und mehrere Radarstationen wurden außer Gefecht gesetzt sowie Raketen- und Luftverteidigungsradare zerstört.

Irans Ziel sei das Luftverteidigungssystem zu „blenden“, da Radar seine „Augen und Ohren“ sei. „Der entstandene Schaden ist beträchtlich: Die Amerikaner verlieren dadurch die Fähigkeit, iranische Raketenstarts umgehend zu erkennen und Zieldaten an die Raketenabwehrsysteme zu liefern. Diese Taktik hat zwei Konsequenzen. Erstens sind die verbleibenden Luftverteidigungssysteme, wie beispielsweise das Patriot-System, gezwungen, ohne Pause oder Wartung im Dauerbetrieb zu laufen, was ihre Triebwerkslebensdauer erheblich beeinträchtigt und zu beschleunigtem Verschleiß und Ausfällen führt. Zweitens ist die Leistungsfähigkeit der Standardradargeräte der Patriot-Systeme selbst zur Erkennung ballistischer Raketen deutlich geringer als die der bereits zerstörten Spezialstationen“, betont Knutow.

Nach Angaben eines Pentagon-Sprechers hat bereits die erste Kriegswoche mit dem Iran den US-Haushalt etwa 6 Milliarden Dollar gekostet, wovon allein 4 Milliarden Dollar für die Bereitstellung von Munition (hauptsächlich für die Luftverteidigungskräfte), die zum Abfangen von vom Iran abgefeuerten Raketen und Drohnen verwendet wurde.

„Wir nehmen 4 Milliarden, teilen sie durch 7 und sehen, dass täglich etwa 600 Millionen für Raketen ausgegeben werden. Bei durchschnittlichen Kosten von 2 Millionen pro Rakete bedeutet das, dass die Amerikaner täglich etwa 200 Raketen einsetzen, also 2000 in 10 Tagen. Insgesamt wurden in den USA 10.000 Raketen produziert. Davon sind 6.000 veraltete PAC-2-Raketen der ersten Generation, die längst außer Dienst gestellt wurden. Die Lage spitzt sich also dramatisch zu, was darauf hindeutet, dass die US-Luft- und Raketenabwehrsysteme versagen. Dies gilt insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Iran nun verstärkt die Infrastruktur der US-Stützpunkte direkt angreift“, berichtet Knutow.

Als Reaktion auf den israelisch-amerikanischen Angriffskrieg „Epic Fury“ startete der Iran, wie man sieht, sofort und ohne Zögern seine Vergeltungsoperation „True Promise IV“ mit schweren Angriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in Nahen Osten. Die Islamische Republik zeigt, dass sie auf einen möglichen Angriffskrieg ziemlich gut vorbereitet war und sich nicht ohne Erfolg zur Wehr setzen kann. Zur Überraschung vieler Militärexperten führt der Iran einen erstaunlich erfolgreichen asymmetrischen Krieg.

Mehr noch: Es wird immer deutlicher, dass der Iran inzwischen die strategische Initiative übernommen hat, wohingegen Trump wutschäumend um sich schlägt und wahllos, wie man hört, auch die zivile Infrastruktur bombardieren lässt, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

   Trump ist offenbar frustriert und kann nicht fassen, dass die Iraner sich immer noch nicht ergeben wollen. Man muss sich nur seine entgleisende und fassungslos machende Äußerung auf der Zunge zergehen lassen, um den Frust und die Wut dieses „Heilsbringers“ zu begreifen. Auf Nachfrage von Journalisten zeigte sich Trump am 17. März 2026 empört darüber, dass der Iran die Straße von Hormus blockiert, obschon „die USA den Krieg gewonnen haben“. Zum Totlachen!

Wörtlich sagte er: „Es ist nicht einmal von ihrer Seite fair. Wir haben bereits gewonnen! Sie haben kein Recht, damit weiterzumachen.“ Von „Fairness“ spricht ein Mann, der das Land noch im Laufe der Verhandlungen zweimal heimtückisch überfallen hat. Das ist alles, was man von diesem „Gentleman“ wissen muss.

„Der Krieg steuert unaufhaltsam auf einen Wendepunkt zu, an dem alle Optionen schlecht sind“, schreibt Nate Swanson (Senior Fellow und Leiter des Iran-Strategieprojekts beim Atlantic Council) in seinem am 17. März 2026 veröffentlichten Artikel „How America’s War on Iran Backfired. Tehran Will Now Set the Terms for Peace“ in Foreign Affairs.

Trump wird „schon bald vor der Wahl stehen“, spekuliert Swanson, „entweder den unpopulären Krieg fortzusetzen oder, um ihn zu beenden, Israel ein Zugeständnis abzuringen, das der Iran als Triumph feiern könnte“. Noch sind wir nicht so weit. Der Angriffskrieg gegen die Islamische Republik ist noch lange nicht zu Ende.

Dessen ungeachtet kann man schon heute eine vorläufige Bilanz ziehen: Mit dem Irankrieg wird die „American global military hegemony“ entzaubert und diese Entzauberung wird für die US-Geostrategie verheerende Folgen haben.

Der Nahe Osten geht für die USA mittel- bis langfristig verloren. Die Golfmonarchien werden sich mittel- bis langfristig von Amerikas „Schutzmacht“ abwenden, deren Militärbasen sich eher als Bedrohung denn als Schutz entpuppt haben.

Der Iran wird zu einer regionalen Großmacht aufsteigen, wohingegen Israel geschwächt als Verlierer aus dieser Militärkampagne herausgehen und als eine regionale „unbesiegbare Macht“ entthront wird.

Und was die Großmächte angeht, so wird das Image der USA als Hegemonialmacht Kratzer abbekommen und es wird weitreichende strategische Folgen für die US-Stellung als globale Ordnungsmacht geben. Die geopolitischen Profiteure des Irankrieges werden voraussichtlich Russland und China sein.

Wir stehen vor einer Neuordnung des globalen Raumes und keiner weiß momentan, was noch auf uns zukommt.

 

Anmerkungen

 

  1. Barber, B. R., Imperium der Angst. Die USA und die Neuordnung der Welt. 2003, 13.
  2. Zitiert nach Barber (wie Anm. 1), 9.
  3. Der nachfolgenden Darstellung liegen im Wesentlichen mehrere Interviews zugrunde, die der russische Historiker und Militärexperte, Jurij Knutow den russischen Medien in den vergangenen Tagen gegeben hat.
  4. Näheres dazu Silnizki, M., Krieg ohne Regeln. Der Nahe Osten steht im Flammen. 4. März 2026, www.ontopraxiologie.de.
Michael Silnizki

Michael Silnizki (20. Juni 1957) immigrierter 1976 nach Israel aus der Sowjetunion, wo ich 6 Jahre verbrachte. Im Januar 1982 wanderte ich nach Deutschland ein. An der Uni. zu Köln absolvierte ich geisteswissenschaftliche Studien (Philosophie, gr. Philologie, kath. Theologie). 1987 und in den 1990er-Jahren arbeitete für Forschungsinstitute: BIOst (Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien) und Max-Planck-Institut f. Europäische Rechtsgeschichte. Ab Anfang des Jahrhunderts bin ich sozusagen ein Privatgelehrter und habe mehrere Bücher und zuletzt ca. 250 Studien geschrieben, die auf meiner Webseite: www.ontopraxiologie.de zu finden sind.
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97 Kommentare

  1. Schwacher Artikel.
    Außer einer exzellenten Beschreibung der gegenseitigen Kampfmittel nichts wirklich Neues.
    Sicher ist nur, das Putin der Gewinner ist, ganz egal wie´s weitergeht, weil Russland alle nötigen Energiereserven selbst besitzt
    Die EU vor allem Deutschland wohl wirklich alles verliert.
    Vor allem, wenn es weiter auf dem Autodestruktionskurs bleibt, wenn es sich nicht wieder mit den Russen verträgt und sein Energieproblem nicht damit löst, aber damit ist wohl auch in absehbarer Zeit nicht zu rechnen.
    Zudem prognostiziere ist ein Atomangriff der Israelis, falls sie sich zu sehr in die Enge gedrängt fühlen.

    1. viel Wunschdenken im Artikel – aber es ist doch PARADISISCH SCHÖN (TM; lange vor 1974)
      jemanden zu haben der frei Schnauze redet –
      D A N K E !

    2. @Arthur Dent
      „Schwacher Artikel“
      .Sie lungern hier den ganzen Tag rum und nörgeln.
      Anstatt an allem rumzunörgeln könnten Sie doch einen besseren Artikel schreiben.

      Wir dürfen auf Ihren Artikel gespannt sein???

      1. Wenn ich einen Artikel schreiben würde, würde er hier nicht veröffentlicht werden.
        Die Wahrheit will immer noch keiner wissen.
        Weil, dann etwa nicht nur die Gespritzten sondern 95% aller Leser zugeben müssten, das ihr Lebensmodell gescheitert ist und das werden sie nie tun.

    3. Nicht zu fassen? Sollte tatsächlich ein ‚Winston Smith‘ (der aus 1984) mal wieder am Werk gewesen sein? Jenes Traktat einer gewissen Eva C.Schweitzer aus den ersten Stunden nach Beginn der imperalistischen Operation ‚Epic fury‘ und der parallelen des ‚zionistischen brüllenden Löwen‘ – hier auf Overton – ist tatsächlich nicht mehr aufzufinden. Wech isses, einfach nur wech. Dabei hatte ich umgehend mein Entsetzen über diesen degoutanten ‚Erguss‘ geäußert, ein einziges feministisches Hosiannah. Mein Kommentar dazu endete mit sowas wie ‚das Mass ist volle‘ und dem Ankündigung, von diesem Moment an die OM-Plattform nicht mehr zu betreten. Ein Versprechen, das ich bis heute – dreieinhalb Wochen später – strikt befolgt und somit gehalten habe.

      Weswegen ich dann doch wieder glaube, hier erscheinen zu müssen? Auch wenn besagte Frau Schweitzer nicht mehr präsent zu sein scheint – scheinbar oder anscheinend – und ich mein Gelübde eigentlich canceln könnte, keine Bange, das wird nicht geschehen. Auch wenn der grobe Klotz entschwunden zu sein scheint, so ist er doch präsenter denn je. Eines groben Keils bedarf es dennoch, zumal kein Tag vergeht und der Duktus der Frau Schweitzer nicht gebetsmühlenhaft bezüglich der dringlichst erforderlichen ‚Befreiung der persischen Frau‘ im Schland-Fernsehen fröhliche Urständ feiert. Der Gipfel der Geschmacklosigkeit? Eine Blondine, extra Marke Influenzerin, weit entfernt von den Bombentrichtern zu Teheran – irgendwo im sicheren Westen, Berlin wahrscheinlich – ihrem neuen, aufgetragenen Schwarm fröhnend, Klein Reza, dem Sohnemann von Farah, der Papa lebt ja nicht mehr.

      Genug! Nur noch schnell das absetzen, weswegen ich doch hier sein wollte und dann bin ich auch schon wieder weg. 16.564 Zeichen sind es aber schon, wenn frau&man jedoch bedenkt, was die letzten drei Wochen allein in den allfälligen ‚Brennpunkten‘ und ‚Stuhlrunden‘ von den wenigen (hehe) meist Expertinnen in passendem Lohn&Brot an Schmonzes ‚bramabasiert‘ werden durfte, ohne mutmaßlich einem einzigen Wörtchen an Kontra …

      Los geht’s! Aufgefunden heute auf counterpunch.org – dem aus dem Land der Freien und der Tapferen – fest auf dem Boden des First Amendments der US-Verfassung (notfalls googeln) – gelesen und als von Bedeutung erkannt, nach deepl.com kopiert und übersetzen lassen. Voilà!

      *****

      Afkar-e-taza! Vom imperialen OverKill zum dekolonialen OverLife: Der Ground Zero des palästinensischen und iranischen Widerstands und ein Feminismus, der das Leben bejaht
      Veröffentlicht von Fawzia Afzal-Khan am 23. März 2026 um 1:53 Uhr

      Bist das du schon wieder? Habe ich dich nicht getötet?
      Ich sagte … du hast mich getötet … und ich habe, wie du,
      vergessen zu sterben.“ – Mahmoud Darwish, „In Jerusalem“

      Meine geschätzte Kollegin, die wunderbare Nadera Shalhoub-Kevorkian, eine palästinensisch-armenische Wissenschaftlerin aus Jerusalem, die aus ihrer unbefristeten Professur an der Hebräischen Universität verjagt wurde, weil sie es gewagt hatte, den Völkermord an den Bewohnern des Gazastreifens beim Namen zu nennen, und die im vergangenen Jahr gemeinsam mit mir als Gastprofessorin am Gender and Sexuality Program in Princeton tätig war, erläutert diesen Vers ihres Landsmannes, dem verstorbenen Dichter Mahmoud Darwish, anhand ihres erschreckenden Konzepts des „Overkill“. Ähnlich wie der verwandte Begriff „Nekropolitik“, wie er vom afrikanischen Wissenschaftler Achille Mbembe skizziert wurde, bezeichnet „Overkill“ die mörderische Politik, die neoliberale kapitalistische Staaten in der heutigen Weltordnung – für die Israel ein Paradebeispiel ist – an den Körpern BESTIMMTER Bürger (die als unwürdig und verachtenswert gelten) ausüben. Overkill, erklärt sie, ist eine koloniale Nekroökonomie. Als koloniale Technologie funktioniert Overkill durch die systematische Ausweidung des kolonialisierten soziopolitischen Körpers – indem er dessen Zusammenhalt, gegenseitige Abhängigkeit und Regenerationsfähigkeit angreift. Er unterwirft Bevölkerungen einem
      kontinuierlichen und routinierten Tod, wodurch menschliches Leben, Familie und die Kontinuität der Gemeinschaft nicht mehr als heilig gelten, sondern im Dienste der Macht instrumentalisiert werden. In ihrer Analyse und Theoretisierung der andauernden genozidalen Nakba in Gaza lenkt Shalhoub-Kevorkian somit die Aufmerksamkeit auf „die zentrale Rolle des Todes und des Overkill, die in den ashlaa’ [Körperteilen] verwesender Babys in Inkubatoren offenbar wird“ und macht uns „den alltäglichen Terror bewusst, der die verletzlichsten Körper – Neugeborene und Kinder – und die verletzlichsten Räume – Häuser, Schulen und Krankenhäuser – bewohnt“ (540).

      Ihre Analyse entlarvt die rassistische, auf weißer Vorherrschaft basierende, nekropolitische Ideologie des israelischen Staates, die „Kinder und Neugeborene zu verwesenden, zerstückelten Objekten reduziert, um das übergeordnete Projekt der Abgrenzung der ontologischen Grenze zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen zu stützen – das, was zerrissen, zersetzt und getötet werden sollte, um zu verschwinden.“ Mit anderen Worten: Manche Körper – die als untermenschlich oder vielmehr als nicht- menschlich angesehen werden, wie jene der braunen arabischen Palästinenser – sind reif dafür, getötet zu werden – immer und immer wieder: Das ist Overkill. Im Gegensatz zu den israelischen Babys, deren Geburt von ihren Soldatenvätern gefeiert wird, während sie gleichzeitig palästinensische Babys töten und verstümmeln, zeigt dies, dass diese rassistische Ideologie nur die Körper der Kolonisatoren als menschlich ansieht, als würdig, gerettet, bewahrt und gefeiert zu werden. Doch die brutale Prägung der israelischen Staatsmacht auf palästinensisches Fleisch, wie Shalhoub-Kevorkian erklärt, verbindet diese toten und „sterbenden Körper dauerhaft, ewig mit dem Siedlerkolonialstaat“, damit Historiker sie für immer und ewig ausgraben können[2]. schmerzhafteren Geste der Anamnese, wenn Eltern toter Babys und Kinder nach den verstreuten Überresten des Fleisches ihres Fleisches suchen, einem Finger, einer Hand, einem abgetrennten Fuß – dieses lamlameh, dieser Prozess des Sammelns, der in einer immer gemeinschaftlichen Entschlossenheit angesichts unvorstellbarer Trauer und Verlusts, dieses Sammeln von ashlaa’ – bindet Fleisch und Körper zusammen und versetzt den ultimativen Schlag des Widerstands: den Gestus des Wieder-Erinnerns an zerstückelte Teile, der das palästinensische „individuelle und kollektive Leben (wieder) verbindet … und ein erneuertes Volk [begründet]“. So weigern sich die Palästinenser, auf Körperteile reduziert zu werden, ihre Ganzheit zersplittert, sie sich weigern, der Auslöschung zu erliegen, die der Unterdrücker mit aller ihm zur Verfügung stehenden militärischen Macht, die ihm von der erzeugimperialistischen Nation der USA zur Verfügung gestellt wird, deren Wachhund im (sogenannten) Nahen Osten Israel seit jeher ist, so verzweifelt zu erzwingen versucht. Stattdessen führt der israelische OverKill zu palästinensischem OverLife – Leben jenseits des Lebens, eine Hauntologie, die der Siedlerkolonialstaat weder auflösen noch deren Folgen entkommen kann, und die dazu verdammt ist, in ihrer gespenstischen Gegenwart zu leben, heimgesucht von verlorenen Zukünften und Vergangenheiten, die sich weigern zu sterben. Wie Darwish 2005 schrieb, als er sich an die israelische Overkill-Maschine wandte: „Ihr habt mich getötet … und ich habe, wie ihr, vergessen zu sterben.“ Overkill ist der paradoxe Zustand des Overlife: Operation Enduring Resistance.
      Dies führt uns zu einem Verständnis – das Bewunderung verdient – für die Reaktion des iranischen Staates (die von der überwältigenden Mehrheit seiner Bevölkerung, einschließlich der Kritiker des islamischen Regimes, unterstützt wird) auf die unprovozierte und illegale Aggression,die seit dem 28.Februar auf seinem Hoheitsgebiet und gegen seine Bevölkerung durch die vereinten militärischen Kräfte der USA und Israels Tod und Zerstörung bringt.
      Genauso wie die israelische Luftwaffe zivile Einrichtungen in Gaza ins Visier nahm und in die Luft sprengte, die durch das Völkerrecht geschützt sind – wie Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser und Gotteshäuser (was für ein Witz das Völkerrecht doch geworden ist!) – , so wurde auch in der brutalen Anfangsphase der tödlichen Bombardements auf Teheran und andere Orte im Iran eine Grundschule für Mädchen angegriffen und zerstört, wobei die Körper ihrer jungen Schülerinnen in Asche zerfielen, die meisten vollständig verbrannt, viele nur noch anhand persönlicher Gegenstände wie Schulranzen identifizierbar. Pete Hegseth, US-Kriegsminister, ein williger Komplize wie sein Herrchen in Israels Krieg (ja, der Schwanz wedelt jetzt mit dem Hund), ließ sich bei seinen Befehlen, die Schule ins Visier zu nehmen, von falschen und veralteten Geheimdienstinformationen leiten.

      Nach diesem abscheulichen Kriegsverbrechen äußerte sich eine vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eingesetzte Gruppe von Sonderberichterstattern – Experten – wie folgt:
      Die Tötung von angeblich 168 Menschen, vor allem Schülerinnen, bei dem Bombenangriff auf die Shajareh-Tayyebeh-Schule in Minab im Iran hat das Gewissen der Welt bis ins Mark erschüttert.
      Der Angriff, der vor fast zwei Wochen während des Unterrichts verübt wurde, verwandelte das Schulgebäude in Schutt. Eltern, die ihre Töchter zur Schule geschickt hatten, mussten wenige Minuten später feststellen, dass die Klassenzimmer zu Massengräber geworden waren.
      Dieses UN-Menschenrechtsgremium forderte daraufhin, dass die Morde „dringend, unabhängig und wirksam untersucht werden müssen, wobei für alle Verstöße Rechenschaft abgelegt werden muss“
      .
      Abgesehen von der Skepsis darüber, was eine solche „Forderung“ einer internationalen Organisation, die mittlerweile weithin als völlig machtlos und ihren westlichen Geldgebern hörig gilt, tatsächlich bewirken kann – tut dasselbe UN-Gremium noch etwas Schlimmeres. Es versucht, die Schuld auf die iranischen Opfer der israelischen Gewalt abzuwälzen, indem es eine ganze Reihe geschlechtsspezifischer Diskriminierungen auflistet, die der islamistischen Regierung zugeschrieben werden, und dies im selben Atemzug tut, in dem es die Angriffe der US-Streitkräfte auf den Iran verurteilt (angestachelt durch Israels absichtlich fehlerhafte Geheimdienst- informationen). So stellen diese Sonderberichterstatter beispielsweise im Anschluss an ihre Besorgnis über die verheerenden Angriffe fest, dass sich der gemeldete Angriff vor dem Hintergrund einer tief verwurzelten, systematischen geschlechtsspezifischen Diskriminierung im
      Iran ereignet, die das Recht von Frauen und Mädchen auf Leben sowie ihre bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte – von Ehe, Scheidung und Erbschaft bis hin zum Zugang zur Justiz – tiefgreifend beeinträchtigt hat. Frauen werden weiterhin nach dem Qisas-System wegen Tötungsdelikten hingerichtet, oft nachdem sie ihre Partner im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch und Kinderheirat getötet haben. Unterdessen schützen diskriminierende Gesetze männliche Täter von Femiziden vor den üblichen Strafen, indem sie die Berufung auf sogenannte „Ehre“, die vermeintliche Ungehorsamkeit einer Frau oder ihren Versuch, eine Ehe zu verlassen, als Rechtfertigung zulassen. Während der landesweiten Proteste, die im Dezember 2025 begannen, wurden Berichten zufolge über 200 Kinder, darunter auch Mädchen, von Sicherheitskräften getötet, und viele andere, darunter auch Kinder, befinden sich weiterhin in willkürlicher Haft und sollen der Todesstrafe ausgesetzt
      sein.

      Was ist der Zweck dieser Äußerungen, wenn nicht, eine hinterhältige Rechtfertigung für die israelisch-amerikanischen Angriffe als Vorboten der „Freiheit“ der Iraner vom Joch islamistischer Tyrannei zu liefern? Wollen iranische Frauen, die angeblich darauf brennen, ihre Schleier abzulegen und dabei einem westlichen Verständnis von feministischer Befreiung nacheifern, etwa dadurch vor der Burka gerettet werden, dass sie in einem Bombenhagel getötet werden? ? Ist es das, was Befreiung für Schulmädchen bedeutet? Eine weitere Form der Überreaktion …, bei der alle Parteien „töten und noch mehr töten“, um zu „retten und zu befreien“? Ist das die Logik, von der wir uns leiten lassen sollten?
      Ähnlich wie der 20-jährige „Krieg gegen den Terror“, den die USA und ihre westlichen Verbündeten gegen die Bevölkerung Afghanistans entfesselt haben, und ebenso wie der israelische Völkermord im Gazastreifen, der angeblich darauf abzielte, den islamistischen
      Extremismus der Hamas auszumerzen, um die Rechte palästinensischer Frauen und der LGBTQ-Gemeinschaft zu sichern – so versucht auch diese jüngste Aggression der USA und Raelis gegen den Iran, ihre orwellsche Rechtfertigung an den Körpern von Frauen aufzuhängen. Dieser jüngste Krieg gegen den Iran – wie andere Aggressionen, die seit 1979 gegen das islamische Regime entfesselt wurden – wurde zweifellos im Namen einer liberalen, individualistischen und separatistischen Auffassung von Frauenrechten geführt, die mit dem weißen westlichen Feminismus verbunden ist – ein Krieg, der versucht, die Welt zu täuschen, indem er seine kriminelle Absicht weißwäscht (Wortspiel beabsichtigt) und als Rechtfertigung den edlen Zweck anführt, „braune Frauen vor braunen
      Männern zu retten“
      .
      Nichts davon geschieht aus heiterem Himmel, denn es hat eine Vorgeschichte, die die Gegenwart heimsucht: diese Gegenwart, die von den Geistern verlorener Zukünfte und Vergangenheiten bevölkert ist, von Körpern und Erinnerungen, die sich weigern zu sterben, die nicht sterben werden, solange die Ungerechtigkeit ihre Schreckensherrschaft fortsetzt. Leider erlagen selbst radikale amerikanische Feministinnen wie Kate Millett bereits 1979 den hegemonialen Definitionen, die in den liberalen, auf weißer Vorherrschaft basierenden Definitionen des Feminismus verwurzelt waren, was zu dem Selbstverschleierungsmechanismus führte – oder sollte ich sagen: diesen verkörperte –, der selbst die progressivsten Aktivistinnen mit den besten Absichten im Imperium in den Irrtum führt. Wie andere wohlmeinende und besorgte Feministinnen ihres Schlags – und sicherlich weitaus progressiver und (etwas) besser informiert als andere bekannte weiße Feministinnen jener Zeit, wie beispielsweise Gloria Steinem – konnte Millett
      dennoch die Komplexität des sozialen Wandels nicht erfassen, der den Wendepunkt in der iranischen Geschichte einläutete, symbolisiert durch den Sturz des Schahs und die anschließende Machtübernahme durch Imam Khomeini. Es war ein Ereignis, das die Grundfesten des imperialistischen westlichen kapitalistischen Hegemonialsystems erschütterte, das die Kontrolle über eine postkoloniale Weltordnung zu behalten suchte, die durch die Träume und Hoffnungen der Bandung-Ära und der Bewegung der Blockfreien revolutioniert worden war. Die Islamische Revolution im Iran muss in diesem historischen Kontext verstanden werden. So betrachtet im Lichte der nationalistischen Bewegungen der dekolonialen Befreiung, die ihr an anderen Orten der Dritten Welt vorausgingen, ist das, was Millet damals nicht begreifen konnte und wofür der Westen (dessen kolonialistische Vergangenheit Israel als einziges überlebendes Relikt in der Gegenwart darstellt) auch heute noch taub, stumm und blind bleibt, die Tatsache, dass iranische Frauen heute wie damals in den größeren antiimperialistischen Widerstand eingebettet sind. Wie in dem Buch „Whisper Tapes“ (2015) der iranischen Wissenschaftlerin Negar Mottahedeh analysiert wird, befand sich Kate Millett in einem „sozial konstruierten Zustand der
      Unwissenheit“ über die iranische Kultur, was sie dazu veranlasste, die Dringlichkeit und die differenzierten Forderungen der iranischen Frauen falsch zu interpretieren, die sowohl gegen staatlich geförderten Sexismus als auch gegen ausländische Interventionen
      kämpften.

      1979 interpretierte Millett mit typisch westlicher Arroganz die strategische Einheit von Frauen und Männern bei den Protesten fälschlicherweise als Unterwürfigkeit und als Nachgeben gegenüber dem muslimischen Patriarchat, während es für viele iranische Feministinnen eine taktische Entscheidung war, um zu verhindern, dass ihre Forderungen als „konterrevolutionär“ oder elitär abgestempelt würden. In ähnlicher Weise verharren die heutigen Experten in der UNO und anderswo – darunter viele Iraner in der Diaspora, die ehemals Anhänger des Schahs waren – weiterhin in dem, was Mottahedeh als „sozial konstruierten Zustand der Unwissenheit“ bezeichnete. Diese sogenannten „Experten“ weigern sich zudem, unbequeme Fakten anzuerkennen, wie etwa die Überzahl iranischer Frauen unter den Studierenden an den Universitäten nach der Revolution. Wir wissen beispielsweise (oder sollten es zumindest wissen), dass die Zahl der iranischen Studentinnen im postrevolutionären Iran dramatisch gestiegen ist, von etwa 3 % im Jahr 1978 auf über 55–60 % aller Studierenden in den letzten Jahren. Dies entspricht einer fast 20-fachen Zunahme des Frauenanteils im Hochschulbereich seit der Revolution von 1979, wobei Frauen mittlerweile rund 70 % der MINT-Absolventen
      ausmachen (von KI generierte Zusammenfassung; für ein vollständigeres Bild siehe https://www.workers.org/).
      Als lebenslange Feministin, die sich einer Definition des Feminismus verschrieben hat, die transnational ausgerichtet ist und die Ideale der sozialen Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt – im Streben nach einer Volksbefreiungsbewegung im Gegensatz zu einer eng gefassten „Frauenbefreiungsbewegung“ – , möchte ich hier keineswegs das islamische Regime, das den Iran seit 1979 regiert, pauschal gutheißen. Was ich sagen will, ist, dass in den zwei Wochen, in denen Israel und die USA mit ihrer weit überlegenen militärischen Ausrüstung gegen den Iran vorgehen, der Iran als David den Kampf um unsere Herzen und Köpfe gegen den Goliath, nämlich die USA und Israel, gewinnt. Bei meinem jüngsten Besuch in meinem Heimatland Pakistan, wo ich von einer Organisation namens Thinkfest – übersetzt (in einem persisch geprägten Urdu) als Afkar-e-taza, was so viel bedeutet wie „auf neue Weise denken“ – eingeladen wurde, eine Reihe von Vorträgen über meine wissenschaftliche, künstlerische und aktivistische Laufbahn vor Studierenden und Lehrenden außerhalb der elitären städtischen Universitätszentren zu halten– hörte ich unter den Menschen, die ich traf, sowie unter meinen Freunden und meiner Familie, darunter auch pakistanische Feministinnen, nur Lob und Bewunderung für den Iran, der sich seinen mächtigen Gegnern, die versuchen, die 5000 Jahre alte iranische Zivilisation in Schutt und Asche zu legen, entgegenstellt, sie zurückweist und ihnen sogar Schaden zufügt. Der iranische Staat und das iranische Volk werden als Teilnehmer an einem mutigen und gerechten Krieg zur Selbstverteidigung angesehen, der andere muslimische Nationen, die sich im Einflussbereich der USA und Raels befinden, dazu ermahnt, ihre beschämenden Kapitulationen vor dem imperialistischen Westen zu überdenken.

      Tatsächlich wird die Welt aufgefordert, auf neue Weise zu denken – afkar-e-taza – jenseits der Übermacht des Imperiums, die endlose Gewaltzyklen hervorbringt. Man kann nur hoffen, dass die enormen Opfer, die die Iraner gebracht haben – ebenso wie die der Palästinenser, insbesondere der Bewohner des Gazastreifens, deren Völkermord unvermindert anhält – , als Weckruf dienen werden. Der Iran, der sich stets offen für ein freies Palästina eingesetzt hat (und dafür den Preis bezahlt hat), dient der Welt als Leuchtfeuer, das den Weg aus der Dunkelheit der Kapitulation und Unterwerfung unter die Mächtigen erhellt – und der, inshallah, in den kommenden Jahren nicht so
      bleiben wird. Der Iran und die Iraner zeigen uns anderen, ebenso wie Palästina und sein Volk, wie man menschlich bleibt, wie man seine Würde bewahrt und wie man für eine gerechte Welt für Männer, Frauen, andere Menschen, Tiere und die Ökosysteme kämpft. Das ist ein Feminismus, der uns alle retten kann, eine Politik des Seins, die die Kraft besitzt, den Todestrieb des Nichtseins zu überwinden, der die Welt im Griff der Zerstörung hält.

      Der Eros der Mehrheit gegen den Thanatos der Minderheit.Solidarität der Unterdrückten gegen die zynischen und eigennützigen Bündnisse der Mächtigen. Bitte hören Sie dieser iranischen Mutter zu, die, als sie gefragt wird, wie sie die Windeln ihres zweijährigen Sohnes wechseln will, falls in der eisigen Kälte Teherans kein warmes Wasser mehr verfügbar sein sollte, ihrem Interviewer antwortet:

      Gott ist groß
      Wir denken nicht über solche Dinge nach
      Was ist mit den palästinensischen Kindern, die sich seit Jahren in dieser Situation befinden?
      Inwiefern unterscheidet sich mein Kind von ihnen?
      Wir kämpfen heute, damit sie morgen ein leichteres Leben haben
      Mein Sohn kann in Zukunft ein angenehmeres Leben führen
      Wenn wir auch heute noch Angst vor dem Verlust von warmem Wasser haben, wird die Welt diesen Weg der Unterdrückung weitergehen. Jemand muss sich dieser Unterdrückung entgegenstellen.

      Und da haben wir es. Das ist Feminismus. Das ist das Leben. Das ist die wahre Bedeutung von Zan, Zindagi, Azadi: Frauen, Leben, Freiheit.
      Es ist höchste Zeit, den Scheinfeminismus, der uns schon viel zu lange aufgezwungen wurde, ein für alle Mal loszuwerden – einen Feminismus, der der Sache des Imperialismus, des Siedlerkolonialismus und des rassistischen Kapitalismus gedient hat und dies auch
      heute noch tut.

      Es lebe der Iran. Freies, freies Palästina

      Von den Flüssen bis zu den Meeren – bis wir alle frei sind.

      1. Jenes Traktat einer gewissen Eva C.Schweitzer […] ist tatsächlich nicht mehr aufzufinden. Wech isses, einfach nur wech.

        Nö, hier ist sie: Transatlantic Mediawatch

        Tatsächlich ist bei den Kommentaren des »Bomb, Bomb…« Artikels nur Ihr gebrochenes Versprechen zu finden.

  2. Ich habe nur den Teaser gelesen, denn der hat mir bewiesen, Michael Silnizki ist ein amerikanisches U-Boot, ein Operateur des MAGA-feindlichen Flügels der CIA oder der deutschen „Atlantik-Brücke“. Von so einem lese ich nix, hoast mi.

    1. „Michael Silnizki ist ein amerikanisches U-Boot, ein Operateur des MAGA-feindlichen Flügels der CIA oder der deutschen „Atlantik-Brücke“

      … oder er hat einfach nur einen klareren Blick als so manche Schmeißfliege hier.

  3. Trump ist ein sehr rational und strategisch denkender Politiker.
    Der Nahe Osten mit Israel, Arabien und Iran ist ein Pulverfass, in das Trump ein Streichholz hinein geworfen hat und riskiert, dass die ganze Region in die Luft fliegt, wohl wissend, dass die Großmächte USA, China und Russland am wenigsten darunter leiden werden.
    Was ich sehe und mir nicht ausdenke ist die Tatsache, dass Trump bzw. USA die Gelegenheit nutzen, dass Russland mit dem Ukrainekrieg beschäftigt ist, um Russland einige Verbündete abspenstig zu machen oder zu kaputt zu bomben, nämlich Venezuela, Syrien und den Iran.
    Gegen eventuelle Öl Defizite infolge des Iran-Krieges hat Trump vorsorglich die Ölfelder Venezuelas reaktiviert.
    So wie der Westen ein Regime von Verrückten in Deutschland aufgebaut hat, um Krieg gegen Russland zu führen, so unterstützen China und Russland ein Regime von Fanatikern im Iran, das aus einem Gremium von „Bischöfen“ und hohen Geistlichen besteht, „Wächter“-Rat genannt, eine Art Reichsleitung, und sich durch seine „SA“ an der Macht hält und die Juden als den kleinen Satan vernichten will, und den USA als dem großen Satan möglichst mit Atombomben schaden will, und verrückt genug wäre, den totalen Krieg mit dem Westen zu führen. Präventiv begann Trump diesen Krieg als erster mit der Behauptung, es bestehe eine unmittelbare Bedrohung und der Krieg sei daher nach Art. 51 UN-Charta als völkerrechtlich korrekter präemptiver Schlag gerechtfertigt. Das hat sich Trump offensichtlich zu leicht vorgestellt. Dass Iran seinen eigenen Untergang riskiert, indem er ganz Arabien angreift und möglicherweise auch bald Europa, überstieg Trumps Phantasie.
    Trotzdem würde die Rolle der USA in der Welt an Bedeutung gewinnen, selbst wenn einige Stützpunkte von 800 vernichtet werden, die die USA dann sowieso nicht mehr benötigt

    1. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Um es klar zu sagen, wenn sich Israel und die vom Iran angegriffenen Araber auf der einen Seite, und die Iraner auf der anderen Seite erledigt haben, stehen die USA als der lachende Dritte da, falls sie sich rechtzeitig aus dem Kriegsgebiet zurückziehen. Der Iran droht den USA hilflos mit Terrorattacken auf Bürger im Urlaub. Das kann den Lauf der Geschichte nicht ändern, zeigt aber, wie abscheulich das Regime ist. Vielleicht werden sogar die Europäer wegen amerikanischer Stützpunkte vom Iran angegriffen, und haben neben der Last des Ukrainekriegs auch noch die des Irankriegs zu tragen. Ich glaube Kissinger sagte, es ist gefährlich, kein Freund Amerikas zu sein, aber sein Freund zu sein, sei tödlich.

    2. „Trump ist ein sehr rational und strategisch denkender Politiker.“
      Ist schlimm, wenn sich der gewünschte Heilsbringer als Scharlatan und skrupelloser Schwachkopf herausstellt, oder?
      Bin gespannt, welche irrationalen Ausmaße ihre Rechtfertigungstheorien noch annehmen.

    3. „Nach Angaben eines Pentagon-Sprechers hat bereits die erste Kriegswoche mit dem Iran den US-Haushalt etwa 6 Milliarden Dollar gekostet, “
      So so. Wann hört das endlich auf ?!
      Auch die USA profitieren vom hohen Ölpreis und die beschriebenen Kosten sin keine Lasten sondern GEWINNE. Das wird erstaunlicherweise immer ignoriert, wenn von Kosten irgendeiner Politik gesprochen wird. Das sind keine Kosten, das sind GEWINNE, derer die die Politik machen. Warum das keiner begreift ist mir schleierhaft.
      Das Geld wäre nur ein Verlust wenn es weg wäre. Das ist aber nicht weg, das hat nur jemand anderes. Manche Journalisten verwenden ja sogar die Wendung da wurden „Steuergelder verbrannt“. Mehr Volksverdummg geht an sich nicht. Nochmal: Es ist nicht verbrannt und auch nicht „weg“, es jemand anderes. Man man man.

      1. @Grottenolm: Für einen eigentlich blinden Grottenolm zeigen Sie zum Glück
        ein waches Auge. Die Ammis sind wirklich die wahren Gewinner. Ihre Kriegsindustrie
        saugt sich jetzt mit Steuergeldern voll und deren Mineralöl und LNG Industrie
        provetiert mit riesigen Gewinnen. Als Drittes zerstören sie noch entgültig die
        Wirtschaft in Europa und damit die Länder komplet. Vielleicht wird Trump ja auch noch
        diesen Bazillus Israel, samt Satanjahu damit los. Solange in den USA keine Atombomben
        einschlagen, wird dieser Terrorstaat so weiter machen.

          1. @Lisa: Der 67 Jahre alte Wellenrechner in meinem Kopf ist morgens noch
            nicht richtig warm. Bis zudem die ausreichende Schmierung mit Kaffee einsetzt,
            gibt es immer wieder Probleme, mit dem Nachschlagen im internen Wörterbuch.
            Danke für die Verbesserung !!!

        1. Das wird aber ganz nach der herrschenden kapitalistischen Vorgehensweise nur kurzfristig sein.
          Mittel und langfristig schneidet sich die USA ins eigene Fleisch.

  4. Ohne den Artikel gelesen zu haben, aber da sich die Overtoneigene multiple Persönlichkeit darüber aufregt muss der Beitrag gut sein……………… 🙂

    1. @notabene

      Sie meinen wohl die selbe Persönlichkeit die mir heute schon unter einem anderen Artikel hier aufgefallen sein dürfte – reiche Fischgründe 🐟 hier für Troll🧌-Angler 🎣😉 😁

      Ansonsten stimme ich Ihnen völlig zu.👍👍

      Amüsierte Grüße
      Bernie

      1. @aquadraht

        Oder andere Pseudonyme die unser 🧌Forentroll 🧌 hier wechselt wie andere das sprichwörtliche Hemd.😁😉

        Nur dumm das seine eigenen Worte hier die multiple Persönlichkeit immer wieder entlarven☺️ … da kann der noch seine x-ten Pseudonyme wechseln – und das Beste der 🧌 merkt es nicht einmal wie lächerlich und durchschaut seine Strategie hier geworden ist. …😁🤣🤣🤣

        Amüsierte Grüße
        Bernie

          1. Es lohnt sich gar nicht mehr die Artikel zu lesen, weil die Kommentare weit
            interessanter sind. Egal welches Thema, einige haben fast immer das Gleiche
            zu erzählen. Mir fehlt schon fast etwas, wenn nicht als erster Kommentar
            der von Tremelo erscheint. Der Monotonome Kuki-dent erinnerte mich früher
            immer an Klaus Kinski in den schönen schwarz weiß Krimis: „Ich muß sie jetzt töööten…..“
            Um hier zu schreiben muß, man wohl schon einen kleinen Bums an der Waffel haben.
            Ich nehme mich da nicht aus.

  5. Der scheinbar allmächtige Dreh- und Angelpunkt USA/Israel ist genau der, wo man den/die Gegner wie üblich falsch einschätzt:

    1. Zum zweiten Mal in weniger als einem Jahr erntet Israel nun die giftigen Früchte seiner eigenen Taten. Wenn man selbst eins auf die Mütze bekommt, dann ist das schon etwas anderes, als andere ungestraft zu verprügeln.

    2. Die Dieselpreise in den USA haben sich in den letzten vier Wochen verdoppelt. Das wirkt sich auf fast alle Bereiche der US-Wirtschaft aus: höhere Preise und Versorgungsengpässe. Und da geht noch was!

    3. Der viel gepriesene Dow Jones ist seit seinem Höchststand um 5.000 Punkte gefallen, was das Ergebnis eines landesweiten Liquiditätsproblems ist und zu diesem beiträgt. Sogar Gold und Silber werden verkauft (weil sie eben auch verkäuflich sind). Larry Ellison (Oracle) hat bei seinem zionistischen Versuch, den USA noch größere Lügen aufzudrängen, bisher 800 Milliarden Dollar verloren.

    4. Der Markt für langfristige US-Anleihen verliert an Wert, was die Zinssätze und Kosten in die Höhe treibt, während die unersättlichen Israel-Projekte der US-Regierung den durchschnittlichen US-Amerikaner ausbluten lassen. Die Finanzierung des privaten Sektors wird zugunsten der antiamerikanischen Projekte der Zionisten beiseitegeschoben.
    Glücklicherweise hat Donald Truck damit nichts zu tun, er vertraut wohl weiterhin auf Dagobert Ducks virtuellem Geld-Speicher, lol.

    Trump ist die Verkörperung des Peter-Prinzips. Mit einem silbernen Löffel im Maul geboren und der nie ein „Nein“ zu hören bekommen hat – genau das passiert, wenn man so einen verwöhnt-verzogenen Balg, dem es zudem ein Stück weit an Intelligenz zu mangeln scheint, an die Hebel der Macht lässt.

    1. Trump ist die Verkörperung des Peter-Prinzips. Mit einem silbernen Löffel im Maul geboren und der nie ein „Nein“ zu hören bekommen hat – genau das passiert, wenn man so einen verwöhnt-verzogenen Balg, dem es zudem ein Stück weit an Intelligenz zu mangeln scheint, an die Hebel der Macht lässt.

      ++++++++++ 🙂

      1. Trump IST gestört. Bekommt Wutanfälle, weil China ihm nicht dabei helfen will, dem Iran die Kehle durchzuschneiden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen, lool. Wie ein trotziges Kind. Er ist ein verdammter Idiot, genau wie die Trottel, mit denen er sich umgibt, wie diese verdammten Kretins Bessent, Hegseth oder der amoralische, schmierige kleine Schleimer Kash.

    2. Manches richtig, manches richtiger Blödsinn:
      Wenn Larry Ellison 800Mrd verloren hätte, dann stünde er heute bei jemandem mit 400Mrd in der Kreide:
      https://www.forbes.com/profile/larry-ellison/

      Und Trump ist grenzfalsch beschrieben. Er ist ein übler Soziopath, der ein enormes Backing von enormen Arschlöchern genießt und ihr Spiel realisiert. Ob er das selbst so bemerkt, lassen wir mal offen…

  6. Was das zu erwartende Ergebnis dieses Krieges darstellt, so liegt obige Einschätzung ungefähr auf der Linie wie z.B. bei Peter Hänseler oder Scott Ritter. Nur das wird noch ein schmerzhafter Weg werden. Der zionistisch unterwanderte Hegemon wird weiter um sich schlagen und auf niemanden Rücksicht nehmen, eine Politik der verbrannten Erde wird durchgeführt, im Nahen Osten physisch und psychisch, im Rest der Welt vorerst nur psychisch bzw. wirtschaftlich, vorrangig durch Erpressung und Drohung. Selbst bislang eher standhafte Leute werden weich und nähern sich den G7 und deren Unterstützung des Teufelsduos an: https://x.com/i/status/2035772327674212447
    Wer ein Großisrael, wie es auf IDF-Uniformen aufgenäht ist, möchte, der darf Trump und Netanjahu die Daumen drücken (sicher wird da Arthur dabei sein).
    Wer das nicht möchte, der sollte weiter Erkenntnisse außerhalb des Mainstreams konsumieren und teilen sowie beim Geldausgeben Augen und Gehirn benutzen.
    Mehr können wir nicht tun.

    1. Definition von „regelbasierter Ordnung“: Der“Hegemon wird weiter um sich schlagen und auf niemanden Rücksicht nehmen, eine Politik der verbrannten Erde wird durchgeführt, im Nahen Osten physisch und psychisch, im Rest der Welt vorerst nur psychisch bzw. wirtschaftlich, vorrangig durch Erpressung und Drohung.“

  7. Bis auf die das Fazit enthaltenden Schlussabschnitte soweit zustimmungsfähig. Das Ende allerdings stellt sich Silnizki deutlich zu harmlos vor.

  8. Die Momentaufnahme ist exakt und das Resümee zutreffend.
    Auch wenn man noch nicht alles im Einzelnen vorausahnen kann. Sicher ist aber jetzt schon, der Iran Krieg ist der Wendepunkt der US-Hegemonie und dazu geeignet die globalen Machtverhältnisse neu zu ordnen.
    Die Ursachen dafür dürften in der Politik der 1970ziger Jahren zu finden sein.
    Imperialismus ist ohne Industrielle Basis nicht durchführbar. Das Neoliberale Wirtschaftsmodell funktioniert einfach nicht.

    1. Als das liberale Wirtschaftsmodell am Ende war, folgte das neoliberale, das nun am Ende steht. Was jetzt folgt, das steht in den Sternen, aber im Grunde geht es immer um das Selbe: Die Macht und die Herrschaft des Kapitals zu erhalten und auszubauen.

      Vermutlich stehen wir wieder vor der Frage: Sozialismus oder Tyrannei.

    2. Das nächste Wirtschaftsmodell wird wohl ein neofeudalistisches sein.
      In dem Moment, wo kein Ausweg mehr aus einer sichtbaren Niederlage gegen den Iran möglich erscheint, wird irgend jemand (wahrscheinlich mit falscher Absenderadresse) eine A-Bombe auf Teheran werfen.
      Womit die Machtfrage wieder einmal (wie 1945) geklärt wäre, und auch deutlich gemacht wird, daß es Kräfte sind, die JEDES Verbrechen dafür auf sich nehmen werden.
      Hoffentlich sehe ich nicht zu schwarz. Diese Hoffnung stirbt zuletzt…

      1. Das werden die Israelis sein, die uns alle in den Abgrund reißen werden.
        Der Plan ist uns auszulöschen.
        Wir werden einfach nicht mehr gebraucht.
        Wie John Travolta so schön in Pulp-Fiction sagte: „Da war´n Hubbel“!

  9. „Der Iran wird zu einer regionalen Großmacht aufsteigen, wohingegen Israel geschwächt als Verlierer aus dieser Militärkampagne herausgehen und als eine regionale „unbesiegbare Macht“ entthront wird“

    Wirklich jetzt? Regionale Großmacht? Unter der Herrschaft der Mullahs? Das ist etwa so wahrscheinlich, wie wenn man dasselbe im März 45 vom Deutschen Reich behauptet hätte. Hier mal einer, der nicht mitmachen will:
    https://x.com/chalavyishmael/status/2035730435766939964

    Wo links draufsteht, ist Mullah drin. Das kann man inzwischen weltweit so feststellen. Der Iran hat eine ungeheure Pressemacht, die erst jetzt sichtbar wird. Die Linke ist komplett vom Iran gesteuert. Wobei man durchaus Geldflüsse vermuten darf. Wobei sich für Kuba kein Finger regt. Was ja wesentlich leichter zu verteidigen wäre als die Massenmörder im Iran. Aber da fließt eben nichts.

    Genau diese Leute haben bislang mitgeholfen, stets Israel zu skandalisieren. Damit auf den Iran nicht geschaut wird. Aber jetzt ist Outing.

    1. Wow da hat wer alle tollen Begriffe, die er nie verstanden hat in einen tollen Aufsatz aufgeschrieben. Bravo (heute sollte ja alles gelobt werden…).

    2. Alles klar, die mullahnische Weltverschwörung .. die die Linke, die US-Demokraten und viele andere eingekauft oder dämonisch vereinnahmt hat.
      Da finde ich Qanas VT unterhaltsamer. Selbst Torwächters VT ist weniger langweilig.

      1. Na das ist doch einfach. Das BSW ist die Mullahpartei schlechthin, bekommt dafür aber nicht die erwarteten Stimmen. Diese Demo in Berlin war ja wohl die 100-prozentige Mullahunterstützungt.
        Etwas weniger deutlich bei Linken und SPD.

    3. „Wobei sich für Kuba kein Finger regt. Was ja wesentlich leichter zu verteidigen wäre als die Massenmörder im Iran. “

      Da wäre ich doch mal interessiert über ihre Ausführungen, wie man Kuba „leichter“ gegen die USA verteidigen könnte.
      Ansonsten das übliche Zionistengefasel vom oliven Arthur.
      Freuen Sie sich denn nicht, mit ihrem Faschofreund BIbi das Armageddon erleben zu können?
      Auch wenn es vielleicht gerade keine Flüge gibt, Israel läßt sich doch auch mit dem Boot erreichen.

  10. Um es klar zu sagen, wenn sich Israel und die vom Iran angegriffenen Araber auf der einen Seite, und die Iraner auf der anderen Seite erledigt haben, stehen die USA als der lachende Dritte da. Die USA haben nämlich im Gegensatz zu den anderen Kriegsparteien die Möglichkeit, sich einfach aus dem Kriegsgebiet zurück zu ziehen. Das werden sie auch tun, wenn sie nichts mehr erreichen können. Vielleicht werden vom Iran sogar die Europäer angegriffen. Denn ein gereizter Stier greift jeden an, den er erreichen kann. Den USA kann das nur recht sein. Sie führen keinen Krieg gegen den Terror, sondern stiften zu ihrem Vorteil Kriege zwischen anderen Ländern an.

    1. @Torwächter: Danke Ihnen, endlich jemand der wohl die Situation wirklich begriffen
      hat. Ich habe es weiter oben schon erwähnt. Wenn die Ammis nicht selbst eine (Atom) Bombe
      aufs Haupt bekommen, machen sie immer so weiter.

  11. In Trump kondensiert die kognitive Schlichtheit, die vielen Rechten/Rechtsextremen eigen ist, und gerinnt zu einer menschenähnlichen Kreatur, deren zwei primären Wörter sind: „ich“ und „great“.

    Wer in Trump je etwas anderes sah, als einen hochstapelnden, aufgeblasenen, empathielosen Narzissten mit dem Wortschatz eines Vorschülers, der sollte dringend an seiner Menschenkenntnis arbeiten. Verweise auf den „tiefen Staat“, der schlussendlich den Auserwählten „übernommen“ habe, haben immer etwas von den infantil-gläubigen Aussagen der Qanon-Jünger, die das „Great Awakening“ permanent einer entschuldbaren Verschiebung ausgesetzt sehen, nie jedoch ein schlichtes Versagen oder Unvermögen des Gesalbten in Betracht ziehen. (Was nicht bedeutet, dass es die Strukturen eines „deep-state“ gar nicht gäbe).

    1. Wer anderen in der Nase bohrt, ist selbst ein Schwein. Was sollen eigentlich diese lächerlichen Beschimpfungen? Den restringierten Code verwendet Trump nur bei Wahlreden. Privat spricht er elaboriert. Das ist gar nicht so einfach. Versuche mal, wie so ein Politiker zu reden. Ich kann es zwar nicht, aber du bestimmt. Und wenn du dich mal über Klimawandel und CO² schlau machen würdest, dann würdest du merken, was du für ein D… bist. Du weißt ja nicht mal, wie hoch die CO² Konzentration in der Luft ist.

    2. Gut gemeint und mutig aber wenn wenn bestimmte Dumpfbacken Ihren Kommentar lesen, provoziert sie das nur noch mehr zu menschenverachtenden Aktivitäten. Solche Leute verstehen keinen Spaß, wenn ihr Machtanspruch infrage gestellt wird und zetteln Kriege an, bis sie den Friedensnobelpreis dafür doch noch bekommen.

    3. „Wer in Trump je etwas anderes sah, als einen hochstapelnden, aufgeblasenen, empathielosen Narzissten mit dem Wortschatz eines Vorschülers, der sollte dringend an seiner Menschenkenntnis arbeiten“

      Niemand von uns kennt Trump persönlich, du auch nicht. Alles was wir normalerweise zu sehen bekommen, sind aus dem Kontext gerissene und skandalisierte Phrasen, bis hin zu offenen Lügen und Suggestionen. Wenn der gesamte deutsche Mainstream sich gegen Trump auflehnt, liegt sehr nahe, dass der Mann was taugt (der deutsche Mainstream taugt nämlich nichts).

      Verweise auf den „tiefen Staat“, der schlussendlich den Auserwählten „übernommen“ habe, haben immer etwas von den infantil-gläubigen Aussagen der Qanon-Jünger, die das „Great Awakening“ permanent einer entschuldbaren Verschiebung ausgesetzt sehen, nie jedoch ein schlichtes Versagen oder Unvermögen des Gesalbten in Betracht ziehen.

      Im Kampf gegen die woke Ideologie war er erfreulich erfolgreich, finde ich. Erfolgreicher und konsequenter als in seiner ersten Amtszeit. Es stellt sich auch immer die Frage nach der Alternative, Biden? Bitte nicht (wer weiß, wie der beim Iran agieren würde, ich möchte es lieber gar nicht wissen)!

      nie jedoch ein schlichtes Versagen oder Unvermögen des Gesalbten in Betracht ziehen.

      Nachdem ihr seit Jahren an ihm herummäkelt und kein gutes Haar an ihm lasst, ist eine gewisse Gewöhnung eingetreten, ja sogar ein Wohlgefühl, wenn mal wieder einer von euch am Trump-Dearrangment-Syndrom leidet.

      Allerdings habe ich selbst rote Linien, die überschritten werden können und das hat Trump mit seinem Angriff und mit seinen Epsteinkontakten- und -gemauere getan. Leider war das vorher so nicht absehbar, so ist das halt in Wahldiktaturen, man muss nehmen was kommt… was das geringere Übel ist, weiß man meistens erst danach (nein, eigentlich nicht mal das, man kann die Alternative ja nicht mehr ausprobieren).

      So bleibt uns aktuell nur zu hoffen, dass sich das amerikanische Imperium schneller erledigt, als ohne Krieg.

    4. „In Trump kondensiert die kognitive Schlichtheit, die vielen Rechten/Rechtsextremen eigen ist, und gerinnt zu einer menschenähnlichen Kreatur, deren zwei primären Wörter sind: „ich“ und „great“.“

      LOL
      Da fallen mir so Äußerungen wie „da müsste er sich schon um 360° drehen“, „in Ländern, die 100.000e von Kilometern von uns entfernt sind“, „Napoleons Armee fuhr mit Panzern nach Moskau“ – müssten ja alle von einer Rechten/Rechtsextremen gewesen sein…..

  12. „[…] Deutschlands Gier nach Krieg: Konfrontation statt Diplomatie, Geopolitik statt Völkerrecht, Aufrüstung statt Werte

    22. März 2026 Von: Bernd Liske in Medienkritik, Militär, Politik

    (Red.) «Deutschland – wach auf! Du verspielst deine Werte. Ohne Werte verspielst du deine Zukunft!» Bernd Liske, nein, kein Journalist, aber ein Denker und Schaffer, erklärt, wie sich Deutschland in die falsche Richtung bewegt – und wer darunter zu leiden haben wird. (cm)

    Wenn ich im vergangenen Jahr mehrfach geschrieben habe, die Bundestagswahl würde eine Volksabstimmung über Deutschlands Weg zum Krieg werden, so findet das nicht nur in der seit dem Dienstag nach der Wahl forcierten Aufrüstung seine Bestätigung. Wie Pestizide und Schwermetalle in Lebensmitteln zu finden sind und die chemische Struktur der DNA angreifen, ist seit der „Zeitenwende“ eine exorbitant steigende Belastung der medialen Versorgung der Bevölkerung mit Russophobie festzustellen. Sie lässt die Bevölkerung daran gewöhnen, dass die Aufrüstung primäres Investitionsziel geworden ist und die Unterstützung der Ukraine quasi als Ewigkeitsklausel wirkt, denn sie wird an das Ziel geknüpft, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf und am besten besiegt wird.

    Unsere Gesellschaft nimmt all das überwiegend teilnahmslos hin, denn von einer großen Friedensbewegung mit relevanter Wirkung kann man nicht sprechen. Doch wer nun meint, mit Russophobie das sich zunehmend wieder ausbreitende aggressive deutsche Wesen ausreichend beschrieben zu haben, muss zunehmend feststellen, dass er nicht in dessen tieferliegende Schichten eingedrungen ist. Schon ein Blick auf die deutsche Haltung zum Krieg im Gaza verdeutlicht das, doch das deutsche Wesen hat inzwischen noch mehr zu bieten…[…]“

    Quelle und kompletter Text (inkl. sehr zutreffende Karikatur des Blackrock-Kanzlers, und US-Vasallen Merz):

    https://globalbridge.ch/deutschlands-gier-nach-krieg-konfrontation-statt-diplomatie-geopolitik-statt-voelkerrecht-aufruestung-statt-werte/

    Ohne weiteren Kommentar von mir dazu.

    Gruß
    Bernie

    1. @Bernie

      Ich empfehle auch diesen Artikel hier zu lesen

      ZITAT
      „Iran zerstören

      Auslöser der jüngsten Kriegseskalation waren Israels Angriffe auf das Erdgasfeld South Pars. Iran nutzt sein Erdgas vor allem zur Versorgung der eigenen Zivilbevölkerung, gegen die sich die Angriffe demnach gezielt richteten. US-Präsident Donald Trump hatte den Angriffen explizit zugestimmt; das bestätigten Insider sowohl dem Wall Street Journal als auch der Agentur Reuters.[1] Dabei entspricht der Angriff der israelischen Strategie, den iranischen Staat komplett zu zerstören und nach Möglichkeit sogar zu zerschlagen. Dem dienen nicht nur die Welle der Morde an führenden Repräsentanten des iranischen Staats, sondern auch die gezielten Bombardements staatlicher Stellen in den kurdischen Gebieten Nordwestirans, wo Israels Regierung auf einen Aufstand kurdischer Milizen und einen offenen Bürgerkrieg setzt. Der Aufstand kurdischer Milizen soll zudem die Minderheiten der Belutschen im Südosten des Landes sowie der Araber im Südwesten zu weiteren Aufständen anstacheln. Das Szenario weist starke Parallelen zum Vorgehen der westlichen Staaten – auch Israels – in Syrien auf, wo jahrelang islamistische, teils jihadistische Milizen unterstützt wurden, um den Zentralstaat zu zertrümmern. Einer der auch von Deutschland [2] geförderten Jihadisten regiert heute in Damaskus über ein politisch zerfallenes, ökonomisch ruiniertes und von regelmäßigen Massakern geplagtes Land“

      https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10347

  13. „ Rückzug der USA aus Bagdad?

    Nach Angaben eines Sprechers der irakischen Widerstandsgruppen haben die US- und NATO-Truppen um eine Waffenruhe von 24 Stunden gebeten, um aus Bagdad abzuziehen. Das meldete Al Mayadeen.

    Die meisten Gruppen, so der Sprecher weiter, hätten dem zugestimmt, sofern auch ihre Orte nicht angegriffen würden. Die Bitte wurde durch die irakische Regierung übermittelt. Seit die USA im Januar ihre Stützpunkte in Bagdad an den Irak übergeben haben, gibt es noch das Baghdad Diplomatic Support Center am internationalen Flughafen von Bagdad, und eine militärische Präsenz auf dem Gelände der US-Botschaft. Beides wurde von irakischen Widerstandsgruppen zuletzt angegriffen.

    Gestern soll ein Flugzeug der NATO die Landung in Bagdad abgebrochen haben, weil es unter Feuer geriet.

    Die US-Truppen seien nun, so der Sprecher weiter, im Irak auf die kurdischen Gebiete beschränkt, nachdem sie aus anderen Gegenden vertrieben wurden. Die NATO-Mission im Irak wird derzeit evakuiert. Unter den Evakuierten befanden sich auch Soldaten der Bundeswehr.“

    https://dert.site/der-nahe-osten/269469-liveticker-us-israel-krieg-gegen/

  14. „Die Reparatur der zerstörten Flüssiggasanlagen in Katar wird bis zu fünf Jahre dauern. Nur die USA können kurz- und mittelfristig die Lücke auf dem LNG-Weltmarkt füllen. Amerika fällt die globale Gas-Herrschaft in den Schoß, mit weitreichenden geopolitischen Folgen.“ (RT) Sieht so der Niedergang der USA aus?

    1. Ein Imperium misst man nicht am Profit den einige wenige einfahren, sondern über die Kontrolle strategischer Güter, unter anderem. Diese entgleitet den USA gerade (Stichwort „Petrodollar“), völlig egal wieviel Chemikalien die Brunnenvergifter in den Boden pumpen.

      Weiter sind es vor allem die Vasallen der USA, die am meisten vom US-Frackinggas abhängig sind. Es wird auch bei BRICS etc Engpässe geben, aber diese Länder haben Optionen, da sie nicht gezwungen sind US-Sanktionen umzusetzen. Das Resultat ist, dass die USA ihre Vasallen noch stärker kannibalisieren werden als bisher.

      RT ist zudem wie immer sensationalistisch: Es gibt noch andere Länder die ebenso von steigender Nachfrage profitieren werden. Das R in RT, zb.

    2. So sieht vor allem der Niedergang der dusseligen Europäer aus. Es ist nämlich unklar, ab die USA unter diesen Bedingungen den LNG-Weltmarkt mittelfristig noch versorgen werden. Eventuell werden sie auch egoistisch sagen, wir stoppen den Export für den LNG-Weltmarkt um die heimischen Preise zu senken. Dann kommen vielleicht auch wieder Unternehmen, die bei uns produzieren.

  15. Einige Teile der Autonomen US Waffensysteme verirren sich auch öfters mal , nun hat die Türkei so ein Ding an der Backe o))

    Aber laut Mainstream dürften die Russen gar keine Waffen mehr groß haben,und nun darf ich hier lesen, das die sogar an den Iran für eine halbe Milliarde solch Zeug verkauft haben…
    Wer lügt hier eigentlich ?

  16. Jedenfalls schlägt sich der Iran wacker gegen die Pariastaaten US/Israel. Da die Amis schon damit anfangen die ersten ihrer Stützpunkte in der gegend zu räumen, wohl recht erfolgreich. Inzwischen dürfte zumindest den USA, nach den Wutanfällen von The Donald zu schließen ihre Eier so langsam zu Rührei getreten worden sein, zig Milliarden an Schäden gibt es jedenfalls. Und auch Israel erntet gerade immer öfter die Harten Früchte seines Völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Iran. Natürlch glaubt auch niemand mehr den zu arg frisierten Zahlen der Kriegstoten von US/Israel. Die Zahl dürfte inzwischen die tausendermarke Überschritten haben. Wenn Israel jetzt auf die Idee kommen sollte, es mit Atombomben zu versuchen, könnte es da tatsächlich zu einer Antwort aus Pakistan kommen und dann hat sich das Problempony Israel auch erledigt, dann können die USA auch aus Nahost Abziehen. Naja, EUropa ist dann natürlich komplett abgemeldet, stecken zu tief im Arsch der USA.

  17. Churchill hatte die Möglichkeit, aus seinem Desaster in Gallipoli zu lernen.
    Donald J. Trump kennt Krieg nur aus dümmlichen Hollywoodfilmen a la Top Gun. Und stellt ihn sich nicht nur so vor, wie wir jetzt gesehen haben, sondern leitet ihn als Oberster Befehlshaber auch so.
    Schlachtfelder voller stinkender, schwärzlicher Leichen durchqueren zu müssen, oder sogar den guten Freund von einer Granate zerfetzt zu sehen, während der Regen aus Blut und Scheiße auf einen niedergeht, ist ihm gänzlich fremd.
    Darum fährt er seinen Generälen wohl auch gerne mal übers Maul und schreit sie zusammen.
    Und deshalb sollten wir uns dringend vorsehen.
    Gerade wird versucht über Raketen, wahrscheinlich abgeschossen von einem israelischen UBoot, in Richtung Diego Garcia Europa einen Grund zum Kriegseintritt zu liefern. Lieber hätte man diese Raketen wohl direkt zu uns lanciert, um das Ganze eindrücklicher zu gestalten. An diesem Punkt hinterhältiger Manipulation sind wir angelangt.
    Und werden in diesem Krieg, ganz wie Churchill sagt, noch viel Undenkbares erleben. Von allen Seiten.
    Während unbezahlbare Energiepreise und fehlende Substanzen wie Düngemittel und chemisch-pharmazeutische Vorprodukte genauso wie der schlichte Grundstoff Öl, bei uns eine galoppierende Inflation antreiben werden.
    Wir erleben, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, wie sich schleichend und unaufhaltsam der dritte Weltkrieg etabliert.

    1. „In einem brisanten Gespräch mit Judge Andrew Napolitano kam der norwegische Geopolitik-Experte, Prof. Glenn Diesen, am 18. März 2026 zu dem Schluss, dass der brutale, unprovozierte, hinterhältige und völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran der letzte Versuch Washingtons war, den relativen Niedergang des US-Imperiums aufzuhalten.“
      Artikel, die so anfangen, lese ich nicht. Denn das sind keine Sach, sondern Gesinnungsartikel. Da kotzt jemand seine Emotionen aus. Lustig ist aber, dass vom „relativen Niedergang des US-Imperiums“ die Rede ist.

  18. Ich wäre gerne sicher, dass keine der Kriegsparteien Atomwaffen einsetzen. Bin ich aber nicht. Dann wäre die letzt Schranke gefallen, die uns noch von Wahnsinn und Verbrechen trennt.
    Ich fürchte, sie werden es tun, wenn anders der Krieg nicht „gewonnen“ werden kann.

  19. Trump wirkt wie ein querulatorisches Kind, das alles auf den Kopf stellt – ein Kind, für das es keine Regeln zu geben scheint und mit dem Erziehungsberechtigte, Schulsysteme und Hilfseinrichtungen gleichermaßen überfordert sind. Nun darf sich die Welt mit den verzweifelten Hilferufen eines US-Präsidenten abplagen, die sich zunehmend in destruktivem Verhalten äußern.

    Erklären lässt sich vieles, verstehen auch. Doch während man bei Kindern bis zu einem gewissen Grad noch Verständnis aufbringen mag, erscheint es bei Erwachsenen in verantwortungsvollen Positionen nicht nur fragwürdig, sondern geradezu gefährlich, solches Verhalten zu goutieren – geschweige denn zu bewundern.

  20. Der große Fehler der USA ist ihre absolut kranke Gewaltneogung. Zum Einen ermorden sie gerne Menschen und das auch gerne in sehr großer Zahl. Sie quälen auch gerne Menschen, um – wie sie es darstellen – „Druck auf sie uszuüben“. Wie die deutsche Justiz glauben sie man müsse nur irgendwelche Horrorgeschichten über die Gegner erzählen, die selten bis nie der Realität standhalten (7. Oktober, „russischer Angriffskrieg“, der in Wahrheit gar nicht von Russland 2022 ausging, sondern in Wahrheit 2014 vom Westen begonnen wurde) schon hätten sie die Legitimation dazu und es müsste so laufen und jeder, der etwas Anderes sagt (zB die Freiheit der Palästinenser fordert mithilfe eines bestimmten Slogans), sei ein Krimineller oder verrückt alias „Verschwörungstheoretiker“, bisweilen auch Anderes, wie etwa Antisemit oder „rechts“ oder so. Egal. Es ist die Neigung bzw der Kult zur Gewalt und zu lügen. Das ist das Eine, also ihr Fetisch. Das Andere Problem dabei ist, dass sie dem Glauben unterliegen, dass nur so eine Art Regierung betrieben werden kann.. Ihr Verständnis von „Macht“ basiert darauf, dass sie glauben so – mit maximaler und brutalster Gewalt (170 Mädchen einer Schule sind zu 100 % Absicht gewesen; da hab ich absolut Null Zweifel dran) – ihre Opfer einzuschüchtern und sie so zur Unterwerfung zu zwingen. Unzählige Beispiele belegen ihr absichtliches genozidales Verhalten (angefangen bei der wahllosen Bombardierung deutscher Städte (die Deutschen haben sich ua in Russland genauso pervers verhalten) ebenso wie Nagasaki und Hiroshima, aber auch schon bei der Auslöschung der Indisner). Das ist ein Trugschluss. Es führt genau zum Gegenteil. Es schweißt jeweilige Bevölkerungen noch einmal enger zusammen, wie zB besonders krass in Vietnam zu beobachten war.

    Jetzt, da wo China und Russland immer mehr Optionen eröffnen, genauso wie Hyperschallwaffen, zerbrökelt dieses Modell USA mehr und mehr.

    Das ganze mindset der USA ist falsch (und auch kriminell). Noch schlimmer ist aber vielleicht, dass es Menschen und vor allem Regierungen außerhalb der USA gibt, die ihr krankes Modell auch noch preisen, die zB ernsthaft die Ideologie verbreiten, dass diese brutalste, menschenverachtende und Chaos stiftende Gewalt die Aufgabe eines „Weltpolizisten“ sei – wohl weil sie selber so auf Gewalt stehen – und so, ja nur so „Ordnung“ hergestellt werden könne. Das Gegenteil ist richtig. Es produziert nichts als das, wovor sie uns angeblich bewahren wollen; das pure und reinste Chaos. Diese Leute, die diesem Glauben erliegen sind Faschisten und Fanatiker, ohne jeglichen Verstand.

  21. „„America is Cursed by a Foreign Policy of Nostalgia“ (Amerika ist verflucht durch eine Außenpolitik der Nostalgie)“

    Das ist keine Nostalgie, das ist Mittelalter 2.0. Die amerikanischen und europäischen Eliten leben noch vor der Aufklärung, sie kennen den Begriff der Rationalität, wissen aber nicht, was er bedeutet. Ihnen geht es nur um Machtausübung und arbeitsloses Einkommen. Sie glauben an Dominanz, Befehl und Gehorsam. Das ist ihre Welt. Dass sie mit Zusammenarbeit weiter kämen und besser lebten, dass die Welt nicht voller Feinde ist, können sie gar nicht verstehen.

    „Alle Operationen der US-Luftwaffe werden unter KI-Führung durchgeführt. Dass KI nicht fehlerfrei ist, konnte man gleich am ersten Kriegstag, dem 28. Februar 2026, erleben, an dem 168 Mädchen ermordet wurden“

    Hier sind man schon die Verteidigungsstrategie von Hegseth und Co. Nicht Befehlsnotstand, sondern KI ist hier die Ausrede. Wir haben die Ziele nicht ausgewählt, es war die KI, bestraft doch die KI!. Scott Ritter hat aber bereits ausgeführt, warum diese Entlastung nicht funktioniert. Früher gab es eine Endkontrolle der militärischen Ziele durch Militär-Spezialisten. Diese Kontrolle wurde von Hegseth abgeschafft. Der Verantwortliche für diese Verbrechen ist also Hegseth.

    Übrigens kann man im Internet lesen, dass für die Ermordung Laridschanis ein halbes Dutzend Standorte bombardiert worden sind, wobei ca. 500 Menschen ums Leben kamen.

    Die imperiale Macht der USA beruht nicht auf ihrer Ökonomie, sondern auf dem Dollar als Leitwährung und ihrem Militär sowie ihrem Zusammenspiel. Wenn beide – Dollar und Militär – entzaubert sind, wird es für die USA auch ökonomisch in einen Abgrund gehen, auf ein ungeahntes Niveau.

    Und wenn das amerikanische Imperium implodiert, dann werden die an seinem Rockzipfel klammernden Europäer ebenfalls implodieren und noch tiefer hinabgerissen. Aber vielleicht sind unsere Eliten so dämlich und verwüsten auch unseren Kontinent mit einem Krieg. Potential dafür sehe ich.

    1. Stichwort KI.. Ja. Das ist auch mir übel aufgestoßen. Nicht die KI ist schuld, aber das hast Du schon gut auf den Punkt gebracht. Was mir dazu noch einfällt; das ist das typische Vorgehen von Faschisten….ein Konstrukt zu erschaffen, wo am Ende möglichst niemand als (alleiniger) Verantwortlicher übrig bleibt. Das geht über unterschiedliche Methoden. Eine beliebte Methode war immer die Befehlskette, was dann zB „ich kann nichts dafür, ich hab nur Befehle ausgeführt“ hervorgebracht hat.

      Und sowieso….wenn der Westen so etwas in voller Absicht macht, ist es wahlweise ein Versehen, Kollateralschaden oder dergleichen. Wenn so etwas aber der Gegner machen würde…. das theatralische Rumgeheule über die angebliche Bösartigkeit des Gegners wäre unermesslich.

      Im Westen unterliegt auch die Justiz solcher Doppelstandards.

      Interessanterweise ist es doch so: wenn jetzt der Iran Ramstein ins Visier nehmen würde,.. ich vertraue den Iranern und Russen mehr, dass sie sich daran halten nur militärisch relevante Ziele ins Visier zu nehmen als dass die Menschen umgekehrt tun können. Der Westen geht immer auf die Zivilisten los. Das ist auch das Ziel, wenn sie Sabktionen verhängen. Dass die jeweiligen Machthaber der betroffenen Länder wenig direkte Einschränkungen durch solch eine künstliche Verknappung verspüren, das wissen auch sie. Was bleibt also übrig? Dass sie das Volk brechen wollen. Warum hat der Westen im Irak mit Flächenbombardements Mio Menschen ermordet?

      Das hat auch mal ein Geheimdienstler der USA in einem Vortrag mit einem Lachen gesagt „wir gehen dort in die Dörfer, bringen dort erst einmal wahllos Menschen um, damit die örtliche Bevölkerung weiß wer nun Herr im.Haus ist“.

      Das noch als Versehen oder so (veraltetes Kartenmaterial, Kollateralschaden, die KI war schuld, der Gegner war es selbst etc etc etc) zu verpacken…. dafür kommt mir das zu häufig vor. Und bei Flächenbombardements ist das sowieso untragbar. Oder ist dann die herabfallende Bombe schuld, die das falsche Ziel ausgesucht hat?

      Dass man im Westen mit dieser fragwürdigen Argumentation durchkommt, liegt vermutlich am weit verbreiteten Rassismus, wonach Iraner, Iraker, Russen bzw allg Menschen nichtwestlicher Kulturkreise einfach weniger wert sind. Ukrainer übrigens auch nicht, wenn man es vorzieht, die für uns sterben zu lassen.

      Westliche Elitem etc haben richtig einen an der Mütze…

  22. Wieder ein sehr guter Artikel von Hr. Silnizki. In einer Sache bin ich nicht seiner Meinung: Israel wird nicht geschwächt werden. Denn der Iran hat ja die Drecksarbeit FÜR Israel übernommen und bombt die umliegenden arabischen Scheichtümer zu Brei. Natürlich hat der Iran da keine großen Möglichkeiten sich anders zu verteidigen. Tatsache bleibt: Dies nützt einzig Israel.

    Trump hat dem Iran ein 48 Std. Ultimatum gestellt die Straße von Hormus zu öffnen, anderenfalls Irans Energieanlagen angegriffen werden. Iran hat im Zuge dessen damit gedroht, seine Vergeltungsmaßnahmen nicht nur auf die Energieanlagen sondern auch Entsalzungsanlagen der umliegenden Staaten auszudehnen. Ohne Entsazungsanlagen sind die Wüstenstaaten für lange Jahre komplett am Poppes.

    Und natürlich ist diese Situation eine Steilvorlage für Israel die eine oder andere FalseFlag zu starten…

    Es wundert mich immer wieder, weshalb immer nur von den USA als Angreifer gesprochen wird, während Israel komplett unter den Tisch fällt. Meiner bescheidenen Meinung nach ist Trump inzwischen so gaga wie Biden, nur daß sich seine Demenz mit einem stärker werdenden Glauben an seine „Gottgesandheit“ äußert. Trump scheint tatsächlich zu glauben, er wäre der Auserwählte Gottes um biblische Missionen – vlcht. sogar die Apokalypse – auf Erden durchzuführen. Ich denke weiterhin, daß er von seinem Schwiegersohn Kushner , der Netanyahu seit seiner Kindheit kennt und einer seiner besten Freunde ist, in diesem Glauben angefeuert wird. Und ich denke, daß es Bibi ist, der über die Bande Kushner den amerikanischen Präsidenten fest im Griff hat.

    Der einzige Gewinner in diesem Krieg wird Israel sein, welches unter der Deckung der USA eifrigst an einem Großisrael baut, mit Bomben und Vertreibungen im Libanon und Syrien. Der Iran erledigt gezwungenermaßen restlichen Scheichtümer. Ein paar Schäden in israelischen Städten wiegen da nicht so schwer.

    Aber was weiß ich alte Frau schon von den Großen dieser Welt und ihren genialen Plänen……

    1. Das ist ein guter Punkt. Israel erobert gerade den Südlibanon, während die Iraner die Golfstaaten platt machen, was aber den Israelis nutzt. Die (auf dem Papier) mit den Golfstaaten verbündet sind.

    2. @Lisa: Ich möchte noch bezweifeln, dass Israel als Gewinner heraus kommt. Die israelischen Städte
      sind jetzt quasi schutzlos geschossen. Jeden Tag prasseln jetzt ungehindert nicht nur die Pellets der
      Streumunition nieder, sondern auch die richtig fetten Raketen mit 2,5 to Nutzlast. Dazu noch Hyperschall-
      raketen auf die Bunker der Führung und auf die Bunker der Waffenlager. Dazu hat der Iran von Russland
      Waffen erhalten, die für seine Luftabwehr einen Quantensprung sind. Von Russland und China erhält der
      Iran zudem präzise Satelitendaten der Ziele. Nur weil Israel Bilder aus dem Land zu senden unter Strafe
      gestellt hat, heißt es ja nicht, dass trotzdem Bilder und Informationen in der heutigen Zeit zu stoppen
      sind. Mit den Videos auf U Tube muß man allerdings sehr vorsichtig sein. Es gibt sehr viele KI Fakes dort.
      Einige sehr plump gemacht, andere, wahrscheinlich sogar von staatlichen Stellen, sehr gut in der Qualität.
      Oft nur zu erkennen, weil die angeblichen Erfolge (vor allem in Videos der US Millitärs) zu perfekt sind
      und auch nicht in anderen Medien auftauchen. Abgerechnet wird immer zumSchluss !!!

    3. Das Problem Israels in der Sache ist, dass die Bevölkerung der Scheich – und Königtümer die ganze Sache etwas anders sieht als die Herrscher: Die ethnischen Säuberung in Gaza/Westjordanland und jetzt auch noch im Libanon sind den Monarchen ja egal, aber deren Bevölkerung eben nicht. Und es sind genau diese Monarchien die jetzt geschwächt und als reine US-Statthalter blossgestellt werden.

      Ich bezweifle dass die Gesellschaften in den Scheichtümern sich gross auflehnen, dazu werden sie von ihren Herrschern zu sehr gepampert, aber das ganze Gebilde dürfte schon etwas bröckeln, jetzt wo zb in Katar das Gas/Geld etwas weniger fliesst (prekäre Zeiten für islamistischen Terrorismus).

      Israel mag teils bekommen was es will (zb den Südlibanon) aber es isoliert sich dabei ausserhalb des vierten Reiches (aka Wertegemeinschaft) immer mehr. Der Apartheid-Staat steht und fällt mit dem Schulhofschläger USA, dessen Niedergang durch die zionistischen Rassisten sogar noch beschleunigt wird.

      Aber ich hab auch bloss eine Glaskugel. Vielleicht erleiden die Palästinenser und Libanesen auch das Schicksal der Ureinwohner Nordamerikas und Israel schafft das woran Nazi-Deutschland scheiterte (Blut für Boden).

    4. Israel steht und fällt mit den USA. Sie führen „ihre“ Kriege mit amerikanischen Waffen, mit amerikanischen Geld und mit amerikanischer „Intelligence“. Israel ist genauso ein Proxy wie die Ukraine und andere.
      Guck dir mal an, was B. Berletic zu dem Thema sagt. Da gibt es eine Studie, die vor Jahren herauskam und die darauf hinwies, dass die USA, wenn sie glauben, ein Krieg könne verloren gehen, die Israelis vorschicken könnten, um im Fall einer Niederlage darauf hinzuweisen, sie hätten nur Waffenhilfe geleistet und eigentlich den Krieg nicht gewollt.

      Dieser Krieg ist ein US-Krieg, bei dem der Proxy Netanjahu mit Feuereifer dabei ist. Aber wenn es schief geht, dann gerät auch Israel beim Abstieg des Imperiums unter die Räder.

      1. Mit allem Respekt , aber alle, die geantwortet haben, haben mein Posting nicht verstanden.

        Der Dreh-u. Angelpunkt heißt Kushner. Kushners Präsenz in der Weltpolitik ist inzwischen so selbstverständlich wie die Tatsache, daß der Donald 5 Finger an jeder Hand hat. Da werden gar keine Fragen mehr gestellt, was der Schwiegersohn (ungewählt, kein Beamter) denn dort überall zu suchen hat. Es wird auch nicht darüber gesprochen, daß er seit seiner Kindheit massiv unter dem Einfluß von Bibi steht. Macht doch mal die Augen auf !

  23. „In einem brisanten Gespräch mit Judge Andrew Napolitano kam der norwegische Geopolitik-Experte, Prof. Glenn Diesen, am 18. März 2026 zu dem Schluss, dass der brutale, unprovozierte, hinterhältige und völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran der letzte Versuch Washingtons war, den relativen Niedergang des US-Imperiums aufzuhalten.“
    Artikel, die so anfangen, lese ich nicht. Denn das sind keine Sach, sondern Gesinnungsartikel. Da kotzt jemand seine Emotionen aus. Lustig ist aber, dass vom „relativen Niedergang des US-Imperiums“ die Rede ist.
    Ich mochte die Amis wegen ihrer Kriege noch nie. Trotzdem gewinnen sie den Krieg gegen den Iran, weil sie ihn nicht erobern wollen. Gut finde ich allerdings, dass Trump die Globalisierung beendet.

    1. Der Iran hat das Tor zu einer alternativen Weltordnung jenseits des militarisierten Dollarsystems weit aufgestoßen. China und Russland könnten sie jetzt umstandslos realisieren, tun dies aber nicht. Der „Niedergang“ des US-Imperiums ist bislang nur eine propagandistische Fiktion.

      1. Durch eine längere Verknappung von Energie und Rohstoffen dürfte die westlich geprägte Weltwirtschaft in eine schwere Krise geraten und den Westen ins Chaos stürzen.
        https://www.infosperber.ch/politik/welt/oelkonzerne-haben-bereits-80-milliarden-verdient/
        Glimpflich daraus hervorgehen werden Russland und China, denn sie sind (beide zusammengenommen) autark was Energie und Rohstoffe angeht. Und haben zudem ein Wirtschaftssystem, das sich nicht primär nach den Interessen seiner Oligarchen sondern nach den Bedürfnissen der Menschen richtet.

      2. Der Iran hat das Tor zu einer alternativen Weltordnung jenseits des militarisierten Dollarsystems weit aufgestoßen. China und Russland könnten sie jetzt umstandslos realisieren, tun dies aber nicht.

        Nicht? Wie müsste denn das aussehen, damit es jeder erkennt? Ich meine in der Tendenz passt es doch:

        https://www.businessinsider.de/politik/international-politics/china-und-russland-haben-den-us-dollar-im-bilateralen-handel-fast-vollstaendig-aufgegeben/

        https://news.bitcoin.com/de/russland-erreicht-95-de-dollarisierung-in-abrechnungen-mit-china-und-indien/

        Sowas passiert halt nicht über Nacht, es muss aufgebaut werden.

        Der „Niedergang“ des US-Imperiums ist bislang nur eine propagandistische Fiktion.

        Nicht wirklich, die USA sind intern gespalten (allein die wiederholte Wahl eines verrückten Narzissten, wie Trump, spricht Bände), leiden unter einer Drogenkrise und massiver Inflation, sind wirtschaftlich und rohstoffmäßig vom zunehmend unwilligen Ausland abhängig (siehe Uran und Russland), werden technologisch immer mehr vom aufstrebenden China abgehängt und können ihren Vasallen weder zum Sieg verhelfen noch schützen, ziehen sie im Gegenteil ungefragt in ruinöse Kriegsabenteuer. Gleichzeitig explodiert die Schuldenlast, ebenso wie Rückhalt und Vertrauen in die amerikanische Zuverlässigkeit implodiert (den amerikanischen Werten vertraut schon lange niemand mehr, siehe cia-Foltergefängnisse, alles nur wohlfeile Lügen für ein Mafiasystem).

        Dass das Imperium erodiert, ist offensichtlich. Und durch den dummen Krieg, beschleunigt sich das noch erheblich, jede Wette.

  24. „statt Amerikas Hegemonie zu retten, sie zu zertrümmern.“

    Na hoffentlich. Es ist aber kein schmerzfreier Weg bis dahin.

    Übrigens ist es eine Unsitte für das Konglomerat USA die einfach schreiend falsche Bezeichung „Amerika“ zu setzen.

  25. Vielleicht hat dem Trump auch jemand geflüstert: „wenn du den Rubikon überschreitest wirst du eine Reich zerstören.“

    So wie Trump gestrickt ist, ist der auch darauf hereingefallen.

  26. Die USA hat ihr LNG Monopol für die westliche Bevölkerung gesichert, da Katar wohl als Lieferant länger ausfällt.
    Darüber hinaus werden etliche Staaten sich fragen, will ich solch einen Partner?
    Die offiziell bezeichneten ‚Cowards‘ sitzen brav auf ihren Sesseln und werden sich zusammen vereinigt und gestärkt sich um ihren Schuldenabbau bemühen.
    Die USA richtet sehr grossen Schaden an, für diese Weltgemeinschaft. Je mehr Bürger am leiden sind, desto mehr werden diese sich vom Westen abwenden.
    Made in the USA ist keine MAGA, sondern wie im Artikel erwähnt, sie werden klein dastehen und das Made in Germany wird wieder diese zerrüttenten Staaten zum Leben erwecken in einem einzig Grössen Markt, der komplett wieder aufgebaut werden muss. Das benötigt Kapital, mal schauen wer diese Baustelle finanzieren wird…

    1. Made in Germany wird wieder diese zerrüttenten Staaten zum Leben erwecken

      Made in Germany ist doch selbst am Ende, Merz verbuddelt gerade die letzten Reste von dem, was die Chinesen noch übrig gelassen haben… vom Land an sich, mag ich gar nicht sprechen, wir schaffen es ja nichtmal unseren eigenen zerrütteten Staat zu stabilisieren.

      Das benötigt Kapital, mal schauen wer diese Baustelle finanzieren wird

      Die Druckerpresse, wie jetzt auch schon.

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