
„Wir leben im Zeitalter der nuklearen Riesen und der ethischen Zwerge in einer Welt, die Brillanz ohne Weisheit, Macht ohne Gewissen erreicht hat. Wir haben die Geheimnisse des Atoms entschleiert und die Lehren der Bergpredigt vergessen. Wir wissen mehr über den Krieg als über den Frieden und mehr über das Sterben als über das Leben.“ – General Omar Nelson Bradley, 1893-19811
„Als Reaktion auf die Beschlagnahmung des russischen Tankers Marinera durch die USA im Atlantik forderten Abgeordnete der Staatsduma, dass das russische Militär amerikanische Schiffe versenken und Europa mit Oreschnik-Raketen angreifen solle.“ The Moskow Times, 7. Januar 2026
„Am 9. Januar meldete das russische Verteidigungsministerium einen Großangriff, bei dem unter anderem eine Oreschnik-Rakete auf wichtige Ziele in der Ukraine zum Einsatz kam.“ – газета.ru, 9. Januar 2026
„Russische Truppen müssen verstehen, dass europäische Friedenstruppen, falls sie in die Ukraine entsandt werden, es ernst meinen und nicht ‚irgendwo in der Nähe von Lwiw in Kasernen herumsitzen werden‘.“ – Ben Hodges, The Guardian, 8. Januar 2026
1. Im Lichte von „Chicken Game“ und Umarmungsstrategie
Zu Beginn dieses Jahres überschlagen sich die Ereignisse. Dabei zeichnet sich eine Tendenz ab, die nachdenklich stimmt. Die Entwicklungen um Venezuela1, die Beschlagnahmung des russischen Tankers am 7. Januar 2026 und die seit Monaten ergebnislos geführten sog. „Friedensverhandlungen“ zwischen Russland und den USA zur Beilegung des Ukrainekonflikts deuten allesamt darauf hin, dass Trump ein Doppelspiel spielt. In seinen medialen Auftritten wirft er mit Nebelkerzen um sich, spielt mal einen Friedensapostel, mal einen starken Mann und ein anderes Mal einen unentschlossenen und haltungslosen Narzissten, dem es allein um seine Selbstdarstellung und/oder Zurschaustellung seines Egos geht.
In Wirklichkeit ist er aber ein instinktsicherer Machtspieler, der ganz genau weiß, was er will, und setzt seinen Machtwillen rücksichts- und skrupellos durch. Und es sieht so aus, als würde Trump permanent das „Chicken Game“ spielen und über Leichen gehen.
Dieses Spiel wird mit hohem Einsatz – unter Umständen mit dem Einsatz des Lebens – und mit allen denkbaren und undenkbaren psychologischen, wenn nicht gar psychopathologischen Tricks gespielt. „Der Gegenspieler soll unter den entnervenden Eindruck geraten, er habe es mit einem völlig unberechenbaren, in seiner Reaktionsfähigkeit stark eingeschränkten >Partner< zu tun. Umso mehr ist er … bereit … das Steuer herumzureißen und den Kollisionskurs zu verlassen.“2
Genau diesen „unberechenbaren“, unentschlossenen oder haltungslosen Zeitgenossen spielt Trump und erweckt den Eindruck, als würde er nicht wissen, was er tut. Doch der Schein trügt! Trump spielt nur einen ahnungslosen Draufgänger, ist aber seiner Natur nach mehr als berechenbar.
Dass Trump alles andere als unentschlossen und/oder haltungslos ist, sondern ganz im Gegenteil ein klares Urteilsvermögen besitzt und weitsichtig ist, beweist sein Interview mit dem Playboy-Magazin, das er vor gut fünfunddreißig Jahren im März 1990 gegeben hat.
In dem Interview bezeichnete er Michail Gorbatschow als einen „schwachen“ Politiker, der „die UdSSR zerstört“, und prophezeite seinen Sturz: „Ich glaube, er wird gestürzt; er zeigt unglaubliche Schwäche. … Seine Schwäche wird ihn und seine Kumpels das Wertvollste kosten: ihre Jobs.“
Darauf angesprochen, wie er „die Zukunft der Welt“ sieht, sagte der vierundvierzigjährige Trump: „Ich denke oft an einen Atomkrieg. … Er ist die größte Katastrophe, die größte Bedrohung für die Welt, und niemand spricht über die Einzelheiten. Es ist wie eine Krankheit – niemand glaubt, dass er sie bekommt, bis er sie hat. … Ich halte es für die größte Dummheit, dass die Leute glauben, es werde keinen Atomkrieg geben, weil sie wissen, wie zerstörerisch er sein wird. Und das ist ein völliger Schwachsinn.“
Und auf die Frage, was er dagegen getan hätte, wäre er US-Präsident, antwortete er: „Er würde an militärische Übermacht glauben. Er würde niemandem vertrauen. Er würde den Russen nicht vertrauen; er würde unseren Verbündeten nicht vertrauen; er würde über ein riesiges Arsenal verfügen, es perfektionieren und verstehen, wie alles funktioniert. Das Problem ist, dass wir die reichsten Länder der Erde kostenlos schützen … Die ganze Welt lacht darüber, dass wir Japan schützen …“
Diese Geisteshaltung und politische Einstellung hat Trump, wie wir mittlerweile wissen, bis heute beibehalten.
Dass das Draufgängertum in der US-Außenpolitik eine lange Tradition hat, offenbart ausgerechnet die Kubakrise 1962, ohne jetzt behaupten zu wollen, dass wir heute auf eine vergleichbare Krise zusteuern.
Überliefert ist die Atmosphäre der innersten Entscheidungszirkel des Krisenmanagements, in welcher die Kennedy-Brüder ihre Absichten gegenüber Chruschtschow artikulierten: „Sie planten, ‚to cut his balls off‘, ihm ‚die Hoden abzuschneiden‘, ihn folglich zu ‚kastrieren‘.“3
Kein Geringerer als der damalige Verteidigungsminister Robert S. McNamara hob noch Jahre später immer wieder hervor, „wie knapp man an der Katastrophe vorbeigeschlittert sei“. Die treibende Kraft in diesem machtpolitischen Pokerspiel war John F. Kennedy selber. Ihm gelang es „Chruschtschow öffentlich zu demütigen: Sein Widersacher spielte das amerikanische ‚Chicken-Spiel‘ nicht mit und gab nach; diese ‚Blamage‘ trug später entscheidend zu seinem Machtverlust bei … Dass es Kennedy um die Desavouierung seines Gegenspieles ging, während er gleichzeitig hinter dem Rücken selbst seiner Berater mit Chruschtschow Kompromisse aushandelte, hat Hersch in The Dark Side of Camelot minutiös rekonstruiert. Am Ende … steht der ‚kastrierte‘ Chruschtschow als Beispiel skrupulöser politischer Vernunft da und der ‚siegreiche‘ Kennedy als rücksichtsloser Risikospieler.“4
Neuerdings tritt Trump zu Beginn des Jahres 2026 auch so auf, als wäre er ein „rücksichtsloser Risikospieler“, um damit Putin mit seinem US-amerikanischen „Chicken Game“ beeindrucken zu können und ihn gefügig zu machen. Das Problem ist nur, dass Trump an den Falschen geraten ist. Putin ist kein Spieler, sondern ein Staatsmann, der ums geo- und sicherheitspolitische Überleben Russlands besorgt ist.
In einem Film „Weltordnung 2018“, der im März 2018 ausgestrahlt wurde, erklärte Putin, dass ein Atomangriff zu einer globalen Katastrophe für die Menschheit und die Welt führen würde, und fügte anschließend hinzu: „Но я как гражданин России и глава российского государства хочу задаться вопросом: а зачем нам такой мир, если там не будет России?“ (Als russischer Bürger und Staatsoberhaupt möchte ich mich aber fragen: Wozu brauchen wir eine solche Welt, wenn Russland nicht mehr existiert?)
Im Oktober 2018 fragte der Moderator einer Diskussion beim Waldai Internationalen Forum Putin, ob seine Aussage „Wozu brauchen wir eine solche Welt, wenn es darin kein Russland geben wird?“ mit der Aussage „Nach uns die Sintflut “ vergleichbar wäre, worauf Putin antwortete:
„Die Frage war, ob wir, und ob ich, bereit sind, die uns zur Verfügung stehenden Waffen, einschließlich Massenvernichtungswaffen, zur Verteidigung unserer Interessen einzusetzen. Ja, in dieser Situation warten wir gewissermaßen darauf, dass jemand Atomwaffen gegen uns einsetzt, wohingegen wir selbst nichts tun. Der Angreifer muss jedoch wissen, dass Vergeltung unausweichlich ist und dass er vernichtet werden wird. Und wir, die Opfer der Aggression, werden als Märtyrer in den Himmel kommen, wogegen sie einfach verrecken werden, weil sie nicht einmal Zeit zur Reue haben werden.“
Nehmen wir die beiden Äußerungen ernst, so ist für Putin der Ukrainekrieg kein Spiel, sondern eine bitterernste Angelegenheit. Darum lässt Putin sich vom Trumps Draufgängertum nicht sonderlich beeindrucken. Als Trump im Oktober 2025 versuchte, mit Putin sein Tomahawk-Game zu spielen, war das Spiel nach einem Telefonat zwischen den beiden schnell zu Ende.5 Putin hat offenbar mit Trump Klartext geredet. Das hat gesessen! Da war Trump mit Sicherheit not amused, musste aber seine Drohung gesichtswahrend zurückziehen.
Und nun? Seine Strategie, einen „Frieden“ in der Ukraine innerhalb von „24 Stunden“ herbeizuführen, ist selbst nach einem Jahr seiner Präsidentschaft nicht in Erfüllung gegangen. Warum konnte Trump aber sein Ziel bis dato nicht erreichen? Wollte er wirklich einen Frieden in der Ukraine erzielen oder Putin vielmehr hinter das Licht führen?
Alles deutet mittlerweile darauf hin, dass Trumps zur Schau gestellten Friedensbestrebungen kein Selbstzweck sind. Dem „besten Dealmaker aller Zeiten“ geht es zwar nicht mehr um eine „strategische Niederlage“ Russlands, wie die Kriegsfalken diesseits und jenseits des Atlantiks drei Jahre lang predigten, sondern um einen Strategiewechsel vom Krieg zum Frieden. Der Frieden wird aber nicht um des Friedens willen, sondern um des Geschäfts willen angestrebt.
„Es ist nichts Persönliches. Es geht nur ums Geschäft!“ Und der Krieg schadet dem Geschäft, dem „Big Business“! Statt einer Kriegsfinanzierung und Waffenlieferungen durch die Biden-Administration wendete Trump eine Verhandlungsmethode an, die man als Erdrückung durch Umarmung bezeichnen könnte. Trump wollte auf die sanfte Tour einen Frieden erreichen. Nur gab es einen Haken. Er wollte einen Frieden nur zu seinen Bedingungen, was mit Putin und der russischen Führung nicht zu machen ist. Daran ist bis jetzt beinahe alles gescheitert.
Zwar wollte Trump keine „strategische Niederlage“ Russlands, wohl aber eine strategische Kontrolle über Russland bzw. seine Ressourcen. Deswegen plädierte er als Lockangebot gleich zu Beginn seiner Präsidentschaft im Februar 2025 für die Rückkehr Russlands in die Runde der G8, was in Russland selbst als ziemlich deplatziert empfunden wurde.
Wie auch immer, die Umarmungsstrategie ist letztlich auf der ganzen Linie gescheitert, weil Putin und seine Mannschaft nicht im Traum daran dachten, erneut Teil der Pax Americana zu werden, wie es in den 1990er-Jahren der Fall war. Die russische Führung und die sie stützenden Machteliten ließen sich von Trumps Umarmungsstrategie nicht sonderlich beeindrucken, zu tief sitzen noch die bitteren Erfahrungen der 1990er-Jahre in ihren Knochen und zu misstrauisch sind sie zu US-Versprechungen und Versicherungen aller Art geworden.
Putin agiert vielmehr bedächtig und führt Verhandlungen getreu Stalins Spruch über die Briten: „Vielleicht glauben Sie, dass wir, nur weil wir die Verbündeten der Engländer sind, vergessen haben, wer sie sind und wer Churchill ist. Sie tun nichts lieber, als ihre Bundesgenossen übers Ohr zu hauen.“6
Und das Misstrauen ist durchaus angebracht, verliefen die Verhandlungen doch bis dato ergebnislos. Trumps netten Gesten und schönen Worten folgten keine Taten und es wurden auch keine handfesten Ergebnisse erzielt, die den russischen Wünschen und Forderungen irgendwie entgegenkamen.
Nach dem Scheitern seiner Umarmungsstrategie glaubt Trump, dass die Zeit jetzt gekommen sei, eine härtere Gangart einzulegen. Und nun versucht er auf eine harte Tour Putin unter Druck zu setzen, indem er im Januar 2026 ein Machtspielfestival organisierte: Venezolanische „Festtage“, die mit der Entführung des venezolanischen Staatspräsidenten abrupt beendet wurden. Ein Wink mit dem Zaunpfahl! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Kurz zuvor wurde der Drohnenangriff auf Putins Residenz vom 28. auf den 29. Dezember 2025 unternommen, der nach Überzeugung der russischen Geheimdienste von der CIA geplant, geleitet und ausgeführt wurde. Und zuallerletzt betrieb die US-Marine Piraterie, indem sie am 7. Januar 2026 einen russischen Tanker beschlagnahm.
Dass Trump ein Doppelspiel spielt, steht mittlerweile außer Frage. Eines hat Trump indes mit seinem Husarenstück doch noch erreicht: Der nach dem Gipfeltreffen in Alaska ausgerufene Geist von Anchorage ist passé. Er wurde zu Grabe getragen und Trump hat sich als ein unseriöser Mitspieler erwiesen, der mit gezinkten Karten spielt. Er hat damit sich selbst desavouiert.
Trump hat in den Augen der Russen endgültig seine Glaubwürdigkeit verloren und diese gegen ein paar Tanker umgetauscht. Wie billig und wie peinlich! Hätte man von einem ehemaligen Immobilienhändler wirklich etwas anderes erwarten können? Wohl kaum!
Vor diesem Hintergrund erweisen sich die sog. „Friedensverhandlungen“ immer mehr als ein Non-Event. Das Spiel ist aus! The game is over! Und der „beste Dealmaker aller Zeiten“ hat sich selbst ausgespielt. Für die russische Führung ist er kein ernstzunehmender Verhandlungspartner mehr, selbst wenn die Scheinverhandlungen weiterlaufen sollten. Über Krieg oder Frieden wird nunmehr allein an der Front entschieden.
2. Gefangen zwischen „Madman-Strategie“ und „aggressivem Unilateralismus“
Und was nun? Jetzt macht Trump sich mit einem Rundumschlag Luft und lebt in den ersten Januartagen des neuen Jahres nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s gänzlich ungeniert.“ Nachdem er das ganze Jahr 2025 hindurch vergeblich versucht hat, wenigstens eine Feuerpause zu ergattern, wovon Selenskij verständlicherweise mit seinen europäischen Kriegskameraden die ganze Zeit geträumt hat, dabei aber auf einen entschiedenen Widerstand der russischen Führung gestoßen ist, hat Trump sich offenbar für eine neue Strategie – die „Madman-Strategie“ – entschieden.
Es war der US-Präsident Richard Nixon (1969-1974), der die „Madman-Theory“ (Wahnsinnstheorie) erfand. Sie besagt: Wenn der Gegner das Gefühl hat, dass du unberechenbar oder gar unbedacht bist, dann wird er sich hüten, dich zu sehr unter Druck zu setzen.
Die Nixon-Administration wollte die Welt davon überzeugen, dass der US-Präsident nicht zurechnungsfähig und darum zu allem fähig sei. Dieser Bluff sollte die Furcht vor einem Atomkrieg schüren und nicht zuletzt im Vietnamkrieg funktionieren.
Seinem Stabschef, Harry Robbins Haldeman (1926-1993), soll Nixon gesagt haben: „Ich will die Nordvietnamesen glauben machen, dass ich den Punkt erreicht habe, wo ich alles tun werde, um den Krieg selbst mit dem Einsatz der Nuklearwaffen zu beenden. In zwei Tagen würde dann Ho Chi Minh persönlich in Paris erscheinen und um Frieden bitten.“7
Als Demonstration seiner „Verrücktheit“ befahl Nixon 1969 die Operation „Menu“, ein streng geheimes Flächenbombardement auf Kambodscha, das vom 18. März 1969 bis zum 26. Mai 1970 durchgeführt wurde, sowie die Invasion des Landes 1970. Diese Aktionen haben freilich keinen durchschlagenden Erfolg gebracht.
Nixon wandte seine „Madman-Strategie“ während des Vietnamkrieges an, um Nordvietnams Führung zu zeigen, dass er bereit ist, die Grenzen des Undenkbaren zu überschreiten. Sieht man nun Trumps Januar-Eskapaden, so scheint er diese „Madman-Strategie“ reaktivieren zu wollen. Als Showman weiß er sich in Szene zu setzen, inszeniert sich als einen unberechenbaren, außer Rand und Band geratenen Machtmenschen und schlägt wild um sich ohne Rücksicht auf Verluste, als gäbe es kein Morgen.
Mal lässt er ein Staatsoberhaupt entführen; mal nimmt er einen oder zwei Tanker in Beschlag, mal droht er mit der Besetzung einer Insel. Trump spielt die beste Rolle seines Lebens! Selbst der ausgebildete Clown Selenskij ist ihm nicht gewachsen!
Wen will er nur mit seinem Machtspielfestival beeindrucken und/oder in Angst und Schrecken versetzen? Doch wohl nicht Putin? Dieser US-Cowboy kennt die russische Mentalität nicht. Offenbar hat er ganz schlechte Russlandberater, die er – was sowieso seine Lieblingsbeschäftigung ist – schleunigst feuern und die besseren anheuern sollte.
Die Russen bekommen nur dann weiche Knie, wenn man zu ihnen nett ist. Darum war auch Trumps Umarmungsstrategie gar nicht so falsch, selbst wenn diese versagt hat. Wenn er aber jetzt glaubt, mit seinen Drohgebärden Putin auf den Pelz zu rücken, dann hat Trump von der russischen Mentalität wirklich keine blanke Ahnung und hat noch nie von einem der berühmtesten, von Fürst Alexander Newski (1220-1263) stammenden Credos gehört, das jedes Kind in Russland kennt: „Кто с мечом к нам придет, тот от меча и погибнет“ (Wer mit dem Schwert zu uns kommt, wird durchs Schwert umkommen).
Mit diesem Volk ist nicht zu spaßen! Putin lässt sich nicht einfach unter Druck setzen, zumal er ganz genau weiß, mit wem er es zu tun hat. Trump zieht mit seinem „Madman-Spiel“ nur eine Show ab. Denn hinter der „Madman-Strategie“ verbirgt sich kein Wahnsinn eines verrückt gewordenen Machtspielers, sondern eine berechnete Machtpolitik eines skrupellosen Draufgängers, die man in Anlehnung an Jagdish Bhagwati und Hugh T. Patrick als einen „aggressiven Unilateralismus“ bezeichnen könnte8. Barry R. Posen nannte diesen „aggressiven Unilateralismus“ 2018 „illiberal hegemony“.
„Trump has ushered in an entirely new U.S. grand strategy: illiberal hegemony“ (Trump hat eine ganz neue Große Strategie der USA eingeführt: die illiberale Hegemonie)9. Ob Trump mit seinem „aggressiven Unilateralismus“ erfolgsreicher als seine Amtsvorgänger sein wird, ist fraglich.
Zwar macht Trump mit seiner „illiberalen Hegemonie“ (horribile dictu) nicht den gleichen Fehler wie die Menschenrechtideologen des sog. „liberalen Internationalismus“ und betreibt eine ideologiefreie US-Außenpolitik, was zu begrüßen ist.
Hegemonie verträgt nämlich keine Liberalität. Sie unterwirft, statt zu befreien, fordert die unbedingte Gefolgschaft, statt Freiheit zu fördern, und instrumentalisiert die Menschenrechte geopolitisch, indem sie die „Freiheitsrechte zu Ermächtigungsnormen umdefiniert“ und so „die gesamte Weltbevölkerung zum bloßen ‚Material‘ der Menschenrechtsverwirklichung“ degradiert.10
Die Menschenrechtsideologie hat den US-Hegemon vergessen lassen, dass er vielleicht (noch) der Herr der Welt, aber nicht deren Schöpfer ist. Trotz alledem verfolgt Trump aber systemkonform die gleichen Ziele wie seine Amtsvorgänger mit dem Unterschied, dass er Amerikas Hegemonie allein auf die westliche Hemisphäre zu reduzieren trachtet.
Trump befindet sich auf „einem strategischen Rückzug“11, weil er ganz genau verstanden hat, dass die USA nicht mehr in der Lage sind, die ganze Welt zu domestizieren.
Nur dort, wo er glaubt, das Sagen zu haben, will er ein unbeschränkter Herrscher über Land, Leute und Ozeane sein. Das erklärt auch seine Januar-Eskapaden. Wie ein Nilpferdbulle will er eine Duftmarke zur Markierung seines Reviers setzen und alle Eindringlinge davor warnen, dass er sie alle wegbeißen werde, sollten sie nur wagen, in sein Revier einzudringen. Das erklärt auch seine rabiate und aggressive Vorgehensweise.
Mit seinen Allmachtsphantasien kann Trump freilich überziehen und eine Bauchlandung erleiden. Nicht alle geopolitischen „Nilpferdbullen“ sind so stark, wie sie sich gebärden. Trump muss aufpassen, dass er mit seinem Machtspielfestival im kalten Januar 2026 nicht Opfer seiner eigenen Selbstanmaßung wird.
Anmerkungen
Zitiert nach General Lee Butler, Sind Kernwaffen notwendig? (Vortrag gehalten bei einem Runde Tisch-
Gespräch für das Canadian Network to Abolish Nuclear Weapons am 11. März 1999).
- Woller, R., Der unwahrscheinliche Krieg. Eine realistische Wehrkonzeption. Stuttgart 1970, 9.
- Zitiert nach Krippendorff, E., Kritik der Außenpolitik. Frankfurt 2000, 97.
- Krippendorff (wie Anm. 3), 98.
- Silnizki, M., Trumps Tomahawk-Game. Zwischen Endspiel und Endzeit? 18. Oktober 2025, www.ontopraxiologie.de.
- Zitiert nach „Die unheilige Allianz“. Stalins Briefwechsel mit Churchill 1941-1945. Mit einer Einleitung und Erläuterungen zum Text von Manfred Rexin. Rowohlt 1964, 37.
- Zitiert nach Silnizki, M., Zwischen „Whataboutismus“ und „Madman-Strategie“? Zur Frage nach Trumps künftiger Außenpolitik. 24. November 2024, www.ontopraxiologie.de.
- Aggressive Unilateralism: America’s 301 Trade Policy and the World Trading System. Jagdish Bhagwati and Hugh T. Patrick, Editors. University of Michigan Press 1990; siehe auch Roland Rajah, American trade policy returns to „aggressive unilateralism“. The Interpreter, 9. April 2018.
- Barry R. Posen, The Rise of Illiberal Hegemony. Trump’s Surprising Grand Strategy. Foreign Affaiers, February 13, 2018.
- Maus, I., Der zerstörerische Zusammenhang von Freiheitsrechten und Volkssouveränität in der aktuellen nationalstaatlichen und internationalen Politik (1999), in: des., Über Volkssouveränität Elemente einer Demokratietheorie. Berlin 2011, 359-374 (361 f., 374).
- Silnizki, M., Die USA. Auf einem strategischen Rückzug, in: des., Trump versus Europa. Amerikas neue Sicherheitsdoktrin. 14. Dezember 2025, www.ontopraxiologie.de.


Die Weltgemeinschaft sollte Trump North Sentinel Island schenken.
Er darf sie auch erstmal ganz allein betreten.
https://www.geo.de/reisen/reisewissen/north-sentinel-island–betreten-verboten–30181326.html
Bist du nur blöde?
Der würde die dort ansässige autochthone Bevölkerung gefährden.
So würden dann die wohl letzten Ureinwohner auch noch vernichtet werden.
#siesindmehr
Werden wir alle alles noch früh genug miterleben.
Ich persönliche denke ja, dass es sich nur noch um Stunden, maximal Tage handeln kann, bis im Wertewesten die Nachricht die Runde macht, dass der Iran die A-Bombe einsatzbereit hat, was natürlich einen „Präventivschlag“ unausweichlich macht.
Also mal wieder MIHOP, bzw LIHOP at its best.
Und dann setzt sich logischerweise ein Dominoeffekt in Gang.
Oder aber uns allen steht Friede, Freude und Eierkuchen bevor 😉
Es ist Putin, der Trump keinen Spielraum für Kompromisse lässt, weil er in der Ukraine seine Ziele ohne Abstriche durchsetzen will. Darauf reagiert Trump, indem er nun ebenfalls seine Ansprüche ohne Rücksicht auf Russland durchsetzt. Putin lässt die Muskeln spielen und veranstaltet Theaterdonner, aber ernsthafte Maßnahmen ergreift er nicht, damit Trump ihm weitgehend freie Hand in der Ukraine lässt.
Um Gottes Willen, wie können Sie hier sowas schreiben , das erzeugt bei den hier versammelten Sofastrategen Unwillen und Empörung.
Die Sofastrategen sind nicht das Problem, das Problem sind diejenigen, die sich als Chefsofastrategen aufspielen.
@Torwächter
Wir schauen auf eine Landkarte und sehen dann ganz deutlich, dass die Ukraine zur USA gehören und von Russland erpresst wird. Und wenn wir das endlich mal kapiert haben, dann können wir auch ihren Kommentar verstehen.
Es ist der Westen der seine Interessen, festgelegt 2000 in Bratislava, nicht aufgeben will. US-Präsident George W. Bush hat dann im Jahr 2005 ebenfalls in Bratislava Putin ausführlich erläutert, wer noch in die Nato muss und dass man Russland von der Krim und aus dem schwarzen Meer verbannen will. 2013 dann vom EU- Kommissionspräsidenten bestätigt und als Ausgangspunkt des III. Weltkrieges genannt.
Im letztem Jahr fand in der EU unter Leitung Polens eine Konferenzen statt, wie man Russland dekolonisieren will. Also Ukraine, Weißrussland und Georgien müssen noch ins westliche Bündnis, damit man die Dekolonisierung Russlands starten kann.
Witz komm raus, du bist umzingelt!
Es sind die EU-Staaten der „Koalition der Kriegswilligen“, die mittels ihres Kiewer Bots Selenski keine Spielraum für Kompromisse lassen wollen.
Trump kam mit einem 28-Punkte-Plan, den er mit beiden Seiten besprach – und Selenski hatte nichts besseres zu tun, als die für Moskau wichtigen Punkte zu streichen, und im Nachgang (also ohne Absprache mit Washington!)die bereits um diese wesentlichen Punkte eingedampfte Liste auch noch mit Zusatzpunkten anzureichern, die für Moskau inakzeptabel sind, weil sie die Kriegsgründe zementieren. Wie NATO-Truppen-Stationierungen in der Ukraine oder den seit Monaten geforderten sofortigen Waffenstillstand zum Aufrüsten, ehe man weiter redet. Also die Umsetzung der ganzen Liste in eine schwammige Zukunft zu verschieben, während die EU-Spinner die Ukraine besetzen.
Es ist „Europa“, das seine Ziele ohne Rücksicht durchsetzen will, und dem Irrglauben anhängt, es hätte die Mittel dazu. Dabei ist der EU schon das Geld ausgegangen, die Ukraine weiter zu finanzieren. Von Waffen und Soldaten Die Ukraine hat den Krieg schon lange verloren und die EU-NATOdioten können ihn nicht gewinnen. Aber Russland soll den Schwanz einkneifen?
Ich frage mich, ob die jüngste russische Zerstörung eines zentralen Teils der ukrainischen Gasinfrastruktur mithilfe der Haselnuss, mit der Konsequenz des Heizungsausfalls in Kiew bei minus 20 Grad (für mich nebenbei auch ein guter Kandidat für ein Kriegsverbrechen), nicht auch als Madman-Strategie durchgehen könnte. Der Medwedew gibt ja im Übrigen von Anfang an den verbalen Madman. Also das können die auch.
Du hast nicht verstanden wie die mad man Strategie funktioniert. Es muss schon der Präsident sein, der den „mad man“ spielt. Es geht um die Möglichkeit verrückter Entscheidungen und nicht darum, dass irgendjemand in der zweiten Reihe nicht auch mal sarkastische Kommentare abgeben kann.
@Trux
+++++
Ralf darf aber noch seine Spendierhose anziehen und kräftig spenden.
„Die Ukraine wird von Israel und der US-Israel-Lobby zum Teil unterstützt, weil die Wurzeln vieler Diaspora und israelischer Juden „kasarisch“ sind, d.h. sie stammen aus diesem Teil Osteuropas.
Außerdem ist der amtierende Staatschef der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, ein Jude, dessen Mutter und Vater Berichten zufolge in Israel in einer noblen Residenz leben, die von dem Geld bezahlt wird, das ihr Sohn aus den USA und europäischen Spenden an Kiew gestohlen hat, um Russland zu bekämpfen.“
https://ronpaulinstitute.org/what-does-venezuela-have-to-do-with-israel/
Mannomannomann, echt jetzt?
@ Ralf:
Tja, wenn Ihre westlichen Freunde – die Amis, die Zionisten Israels – diesen Krieg führen würden, die Ukrainer müssten bei Minus 20° nicht frieren. Sie wären längst tot. Die russische Armee beschränkt sich weitestgehend auf militärische Anlagen und die Infrastruktur. Der ukrainische Terroranschlag in Cherson, der Angriff auf Putins Privatresidenz, all` das bleibt doch nicht unbeantwortet. Und um kurz auf den erwähnten Medwedew eizugehen: Er poltert los, und bringt zum Ausdruck (o.k. manchmal mit derben Worten, er ist halt der Trump der Russen) was die russische Bevölkerung umtreibt. Bis in die Duma hinein werden jetzt Forderungen gestellt, endlich mit diesem unsäglich so genannten „Brudervolk“ aufzuräumen. Als jetzt kürzlich in Lwiw mehrere tausend Nazis an einem Fackelzug zugunsten Banderas‘ teilnahmen, war in russischen Zeitungen zu lesen, wenn die Führung es mit der Entnazifizierung der Ukraine ernst meint, dann sollte ruhig mal eine „Haselnuss“ solche Aufmärsche stoppen. Nein, Putin und das Militär bleiben bei einer eher zurückhaltenden Linie. Zivilsten, so weit es in einem Krieg möglich ist, zu schonen und nicht alles kurz und klein bomben, wie es die Lieblinge des Westens vorführen.
Und @ Ralf würde es begrüßen, wenn die Russen das kämpfen bei Minusgraden einstellen würden. Die armen Ukrainer. @ Ralf nennt das Kriegsverbrechen. Ich nenne @ Ralf weltfremd.
Ach, hätt` ich bald vergessen: Der Krieg ist verloren. 100%! Ob Winter, oder Sommer.
Nein, ich habe völllig andere Ansichten zu dem Ukrainekrieg als Sie mir hier unterstellen, aber was solls, ad hominem Attacken sind hier ja leider üblich geworden. Und ich bin ganz sicher kein Freund der ukrainischen Rwegierung, deren Vorgehen im Donbass für mich seit 2014 ein einziges Kriegsverbrechen darstellt. Trotzdem trifft der Schlag gegen die ukrainische Gasversorgung neben der Rüstungsindustrie eben ganz besonders die Zivilbevölkerung.
Ich würde es begrüßen, wenn alle die Kämpfe aufhören würden, dazu müsste die Ukraine nur einsehen, dass sie verloren hat und mit jedem weiteren Tag alles nur schlimmer macht. Das ist für mich gar keine Frage.
@ Ralf:
Ich unterstelle Ihnen nichts. Ihr Tweet lässt aber die von mir geäußerten Vermutungen zu. Ich gehe kurz auf Ihren nachfolgenden Kommentar ein:
Die russische Kriegsführung ist in weiten Teilen bemüht gewesen Zivilisten zu schonen. Auch was die Versorgung mit Gas und Strom betraf. Geändert hat sich die Kriegsführung seit den, immer wieder erfolgten Terroranschlägen der ukrainischen Faschisten weit hinter der Frontlinie. Faschisten greifen, sobald an den Frontlinien ausschließlich Rückzug angesagt ist, zu Terror an der Zivilbevölkerung. Cherson: Angriff auf ein Café. 26 Tote, dabei 5 Kinder. Angriff mit Drohnen auf Moskau. 2 Tote. Bezahlte Terroristen in Moskau 2024. 135 Tote. Es gibt etliches mehr, gerade im Donbass, aber das haben Sie ja auch erwähnt.
Der russische Geheimdienst – jeder Militärfachmann, auch die westlichen, wird bestätigen, dass der zu den besten weltweit zählt – hat eindeutige Beweise für den erfolgten Angriff auf Putins Privatresidenz vorgelegt. Bis dato gab es eine geheime Absprache, dass kein Regierungsmitglied beider Länder angegriffen wird. Dieses Abkommen haben die ukrainischen Faschisten gebrochen. Daraufhin hat die russische Führung klar und deutlich verlautbaren lassen, dass es einen durchschlagenden Vergeltungsschlag geben wird. Der ist nun erfolgt. Gleichzeitig wurde danach mitgeteilt, dass die „Haselnuss“ mit KEINEM Sprengsatz ausgestattet war! Sollte die Ukraine weiterhin Terror verüben, wird der nächste Schlag MIT Sprengstoff erfolgen. Dann steht von irgendwelchen Anlagen gar nichts mehr. Es liegt also in der Verantwortung – und jetzt kommts – der westlichen Kriegstreiber, denn die bestimmen die ukrainische Politik und nicht Selensky, der ist nur eine Marionette, ob die ukrainische Zivilbevölkerung noch mehr leiden muss, oder nicht. Aber direkt, also Flächendeckend, so wie in Gaza, darauf wird die russische Armee niemals zurückgreifen. Das sie dazu in der Lage wäre, da gibt es keine zwei Meinungen, oder?
Der Krieg ist verloren. Wenn er beendet wird, dann zu den Forderungen des Siegers. NIE hat es in der Geschichte eine andere Herangehensweise gegeben. Und die Ukraine wird entnazifiziert. Das ist sicher. Wenn nicht heute, dann morgen oder übermorgen. Aber es wird passieren.
@ Ralf
Da ich schon etwas älter bin, kann ich mich auch an das Jahr 2014 erinnern. Z.B. an den 2.Mai in Odessa. Dort wurden unbewaffnete, friedliche Bürger lebendig verbrannt. Von überwiegend Jugendlichen, fanatisiert und finanziert vom Oligarchen Igor Kolomoisky und organisiert vom „Militärkommandanten des Maidan“ und Leiter des „Sicherheitsrates der Ukraine“, Parubij. In Kiew tanzten Tausende Menschen auf den Straßen und skandierten „Moskals unters Messer“. Als die Ukrainischen Faschisten die Wasserversorgung der Krim blockierten, das gleiche Freudengeheule. Und als der Oligarch und „Präsident Poroschenko“ im November 2015 die Hochspannungsleitungen zur Krim sprengen lies, schon wieder. Die Kiewer Schickeria feierte das und verhöhnte die Bewohner der Krim, Auch im „Westen“ fand sich kein Politiker, der solches Handeln auch nur im Entferntesten kritisierte. Der Außenminister Steinmeier besuchte sogar Kolomoisky und Parubij in Odessa. Feist grinsend und Schenkelklopfend lies er sich mit Mördern abbilden….
Und jetzt bekommen die Kiewer Banderas ihre eigene Medizin zu schmecken. Das die bitter ist, hat die 2014,2015…2022 nicht interessiert. Und jetzt lernen sie es. Im übrigen sind 10Mill. Menschen seit 2022 aus der Ukraine weg. Auch aus Kiew. Die, die geblieben sind, sind überzeugte Banderas und Systemgünstlinge…
„Die, die geblieben sind, sind überzeugte Banderas und Systemgünstlinge…“
oder arme Schweine die kein Geld zur Flucht haben.
@ Ronald:
Besser hätte ich es auch nicht ausführen können. Herzlichen Dank. Die von Ihnen aufgeführten Verbrechen dieser Faschisten, sind der Grund das sich mein Mitleid mit dieser Brut nicht einstellen will. Auch in Russland selbst werden die Forderungen lauter, diese ganze Bagage wegzubomben. Aber man hat sich in der russischen Führung entschieden einen sog. Zermürbungskrieg zu führen. Die Begründung ist wegweisend:
Da der Westen, die EU und besonders London und Berlin, entscheiden und nicht die Rada in Kiew, ist es nicht zielführend einzelne Gebäude wegzubomben oder Regierungsmitglieder zu eliminieren, sondern dafür zu sorgen, dass sich das militärische Arsenal des Westens leert und auch deren Verschuldung sich erhöht. Alles, was an militärischen Gütern in die Ukraine kommt wird zerstört. Kommen auch noch reguläre Soldaten und nicht wie bis jetzt geldgeile, russophobe Söldner, dann werden die erklärte Ziele unserer Soldaten.
Der Krieg ist verloren für Merz und Konsorten.
Selenskyj und seine westlichen Verbündeten haben es nicht als Kriegsverbrechen bezeichnet als sie in Belgorod und Umland zuvor tausende Russen vom Strom und Heizung getrennt haben. Einfach mal vorstellen was da der Trump gemacht hätte. Der russische Gegenschlag war keine Madman- Strategie sondern einfache Vergeltung.
Du könntest stattdessen mal der Frage nachgehen, wieso die Ukraine ausgerechnet am Abend der Verkündung des (ohnehin mageren) Ergebnisses der „Friedensverhandlungen“ in Washington einen derart massiven Angriff auf die russischen strategischen Atomstreitkräfte geflogen ist. Wohlwissend, daß die Antwort diesmal härter wird, als noch beim Angriff auf die strategischen Bomber.
@ Michael Silnizki
Danke. Sehr gut beobachtet und analysiert.
Nur so viel sei angemerkt:
Wie schon bei der Monroe-Doktrin von 1823 ist bei den Donroe-Doktrin lediglich der Teil ernst zu nehmen, der beabsichtigt den USA den monopolisieren Zugriff auf den Doppelkontinent Amerika zu sichern.
Der Teil wonach sich die USA infolge dessen dann überall raus halten wollen, war jedoch auch schon bei Monroe gelogen.
Sie werden sich wohl kaum aus den Pazifikinseln, Japan, Südkorea, den Philippinen, Australien oder Neuseeland „heraushalten“. Liegt schließlich alles im Westen (der USA). Dasselbe gilt für Pakistan, Zentral- (C5+1) und Westasien sowie dem Südkaukasus. Um nichts in der Welt wird der dortige US-Einfluß zurückgehen; vielmehr wird man versuchen, ein Land nach dem anderen gegen Russland-China in Stellung zu bringen.
Und Grönland? Das muß man nicht militärisch erobern, das wird man mit einem Angebot, das es bzw. Dänemark nicht ablehnen kann, einkaufen.
Als nächstes ist wohl Iran im Visier. Und wo bleibt dann der Internationale Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC)?
Meine Vorhersage: Gewinnt er die nächste Wahl nicht, putscht er.
Und dann…. Vance mit Musk und Thiel im Hintergrund …. meine Fresse…… 🥶
https://www.rnd.de/politik/fachleute-warnen-vor-us-wahl-donald-trump-zeigt-klare-zeichen-einer-demenz-3UUIQLKAQBHETLTZDOBSXWNDKQ.html
Trump wird nicht ewig leben. In seinem Alter macht Putschen keinen Sinn. Und Vance steht ja auch schon als neuer Messias bereit das Erbe anzutreten. Sie brauchen sich also nicht unnötig Sorgen machen wie es weiter geht.
@Trux
Ob Vance tatsächlich das Erbe antreten wird und nicht Rubio dürfte noch fraglich sein.
Trump umgibt sich ja gerade vermehrt mit Rubio und Lindsay.
Vielleicht macht er ja auch seinen Sohn oder Kushner zum Thronerben. Trump traue ich alles zu.
Außerdem kann Trump in den restlichechen 3 Jahren als Präsi noch genug Unheil anrichten.
Dann wissen sie ja selbst, dass ein offizieller Putsch völlig unnötig ist. 😉
Es gibt genügend Alternativen.
@ Otto0815: Trump wird keine 3 Jahre mehr Präsident sein. Sein derzeitiges Vorgehen
stößt bei sehr vielen Amerikanern auf totales Unverständnis. Meine Prognose: Die Demokaten
bekommen noch dieses Jahr ein Amtsenhebungsverfahren durch. Ob dann die
Republikaner einen neuen Präsidenten stellen oder Neuwahlen kommen ist die Frage.
Vorsicht!
Es ist schon so Mancher gescheitert an einer Strategie, die da hieß „Mein Mädchen….“
@ Faber
RND als Quelle? Echt jetzt?
Sage da noch einer die AFD wäre nicht rechtsextremistisch.
„Beliebt bei der AfD: Carl Schmitts Großraumtheorie und die „Donroe“-Doktrin“
Besonders beliebt ist der Bezug auf Schmitts Theorien bei der AfD und ihrem Umfeld, die ihn schon lange für sich entdeckt haben.
Man kann es sich einfach machen mit Schmitt, der auch gerne der „Kronjurist des Dritten Reiches“ genannt wird, und eine Beschäftigung mit seinem Denken aufgrund seiner Verstrickungen in das NS-Regime als zu unappetitlich ablehnen. Immerhin rechtfertigte Schmitt 1934 mit dem Aufsatz „Der Führer schützt das Recht“
https://edo.freedert.online/international/266959-carl-schmitts-grossraumtheorie-und-die-donroe-doktrin-donroe-doktrin/
…und was tut der von der AFD unterstützte Trump? Schützt der auch das Recht???
@ Otto0815
„Man kann es sich einfach machen mit Schmitt, … und eine Beschäftigung mit seinem Denken… als zu unappetitlich ablehnen.“
Genau, um am Ende entsetzt festzustellen, dass wir genau dort leben, wo er den starken Staat sah. Und das geschah ganz ohne AfD, nur eine alternativlose alte Frau war vonnöten.
„Putin ist kein Spieler, sondern ein Staatsmann, der ums geo- und sicherheitspolitische Überleben Russlands besorgt ist.“
Und darauf reagiert man als 4D-Schachspieler am besten indem man seine Nachbarn überfällt und mehr Atomraketen in der Nähe seiner Nachbarn aufstellt.
Wer spielt 4D Schauch und um wessen Nachbarn handelt es sich?
Ihr Kommentar sagt nicht aus, wen sie damit meinen.
@ rooooooooola: ja, natürlich
Nachdem die USA zuvor sämtliche einschlägigen Abrüstungsverträge gekündigt hatten (wobei man die verbotene Mittelstreckenraketen bereits ab 2012 entwickelte), und 2021 den letzten Versuch Russlands einer Deeskalation ablehnte, die einen Rückzug aller Atomwaffen aus Europa zum Inhalt hatte. Und mit „Europa“ meinte Moskau nicht die größenwahnsinnige EU, sondern den Kontinent. Die russischen Atomwaffen wären also bis hinter den Ural verlegt worden.
Wollte man im Westen nicht. Jetzt haben wir wieder Waffen – bereits stationiert oder geplant – mit fast keiner Vorwarnzeit mehr in Europa stehen. Wenn ich nicht selber auf dem Präsentierteller sitzen würde, könnte ich sagen „Eigentor!“
Russland ist bisher siegreich im Ukrainekrieg, weil es sich innerhalb seiner Möglichkeiten verhält und sich nicht dazu provozieren lässt, Ziele ins Auge zu fassen, denen man nicht gewachsen ist. Putin verhält sich wie ein asiatischer Kampfsportler, dem die eigene Ballance das Wichtigste ist.
Trump erweitert nun das Schlachtfeld auf Venezuela und die internationalen Seewege. Es ist fraglich ob China und Russland darauf eine Antwort finden können, um ihre Handels-Interessen schützen zu können.
„Trump erweitert nun das Schlachtfeld auf Venezuela und die internationalen Seewege. Es ist fraglich ob China und Russland darauf eine Antwort finden können, um ihre Handels-Interessen schützen zu können.“
Das militärische ist nur ein Spielfeld auf dem gespielt wird und nur weil ein Spieler einen aggressiven Zug macht, wird er dadurch nicht zum Gewinner. In Venezuela hat im Moment eine Menschenjagd auf Verräter und US-Amerikaner begonnen. Wenn sich das über Venezuela hinaus ausbreitet, könnte Südamerika für die Amis eine No-go-Area werden. Um das militärisch zu kontern, müssten die USA Millionen Soldaten schicken.
1418 Tage führt putin nun Krieg gegen eine ukrainische Armee, die nur aus zwangsrekrutierten und kranken Männern besteht und steht jetzt kurz davor Pokrowsk einzunehmen! Gratulation!!
Sein großes Vorbild, Genosse Stalin, hat in der gleichen Zeit im Großen Vaterländischen Krieg Minsk, Königsberg, Warschau, Kiev, Breslau, Budapest und Berlin erobert!
Man kann also sagen: putin bemühte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten!
Trump ist vorsichtiger und berechnender Staatsmann, der keine Risiken eingeht.
Venezuela lechzte nach einem Eingreifen der USA, denn so wie unter Maduro konnte es nicht weiter gehen, und Trump hat seine Aktion nicht nur mit der innerparteilichen Opposition Maduros und dem venezolanischen Militär abgesprochen, sondern auch mit den Russen, und erlaubte ihnen, eine Oreschnik einzusetzen, und Machado wollte nach Trumps Handstreich den Nobelpreis mit ihm teilen (heiraten geht nicht, weil Trump schon vergeben ist), was ihr aber das Nobel Komitee verbot.
Auch wichtige Teile der Ukraine lechzten nach einem Eingreifen Russlands, nachdem dort die Nazis die Macht ergriffen hatten. Zwar griff Putin ein, aber möglicherweise etwas zu zögerlich.
Ich schlage ihren den Nick „Eigentor Wichtler“ vor.
Sie schreiben völligen Unsinn.
Danke für diese gewichtigen Argumente. typisch für die Einwände der Mainstreamer, deren Bauchgehirn (im Kopf haben sie keins) durch ZDF, Süddeutsche und Spiegel gefüttert wurde.
Beim dritten Mal sei es Methode, wird manchmal gesagt, doch angesichts der engen, systemischen Verwandschaft dieses Stückes mit der „Panam-Vision“ von Ruben Schattevoy nehme ich das als redaktionelle Methode.
Sicher, die Darreichungsformen stehen in einem Kontrast, der schwerlich größer sein könnte. Hier haben wir eine Filmerzählung, zu der mir einfiel, „Melville (Jean-Pierre) meets Hollywood“. Das ist abseits literarischer Konventionen nicht kommentierbar. Ich kann höchstens zitieren, was ich zur Panam-Vision geschrieben habe und werde den Link unten nachreichen.
Doch einen Dialogsatz werde ich, stellvertretend, kommentieren:
Über Krieg oder Frieden wird nunmehr allein an der Front entschieden.
Ja, genau, solche Binsen sind die Substanz von Erzählungen über „Great Power Politics“. Aber wo ist eigentlich die Front? Schon solche Antwort bleibt die Erzählung schuldig:
ABSICHTSVOLL
Gleich Silnizki weiß hier jeder Leser, wo die Front nicht ist, und Silnizki weiß, daß der Leser weiß, sie ist nicht in der Ukraine, nicht in Venezuela, nicht in Grönland.
Diese Unbestimmtheit ist der ganze schäbige Trick des Textes!
Der Leser soll die Front in seinem Herzen ziehen, steht im Drehbuch, und die Regie setzt es mit Szenen um, die ein Gewebe metaleptischer Verknüpfungen bedrucken. Sie alle stehen in einem übertragenen Zusammenhang, der in eine weitere Binse mündet, die alle Bebilderungen rechtfertigen soll:
Ich greife mal Silnizkis Methode auf und paraphrasiere:
Trump ist kein Hitler, ES IST SCHLIMMER
Den Rest der Botschaft hat die metalepsie da schon ausgeliefert: Der große Satan, das ist es, was die USA waren und bleiben.
Da bleibt allerdings die Frage, funzt das?
Wieso soll das funzen? Fürchtete der Autor nicht, der Leser merke die Absicht und sei verstimmt?
Nein, weil er von sich erzählt.
Er erzählt von seiner mehr oder minder behüteten Biographie, von seinen Erfolgen und Mißerfolgen unter einer „liberalen Weltordnung“, von der er jetzt wissen – oder auch immer schon gewußt haben – will, sie sei fake. Des GROSSEN SATANS halber. Wie einst die nationalsozialistischen Bauern sich von Hitler betrogen sahen, sollen und dürfen sich jetzt alle Bürger der westlichen Welt von Trump betrogen sehen, nachdem sie, je nach Lebensalter, seit 10 bis 50 Jahren imperialistischen Kriegsdienst auf persönlichen Erfolgswegen geleistet haben.
Michael Silnizki inszeniert eine Kriegserklärung, zunftgemäß eine zum Krieg der Herzen, der die Kriegserklärungen aus der Führungsriege der in voller Formierung befindlichen Europäischen Nation hyperbolisch ergänzt.
Bleibt noch die der Inszenierung unentbehrliche Requisite zu erwähnen, die nur metonymisch „auf Linie“ ist:
„Putin ist nicht unser Feind, Trump ist es“.
Aber Inszenierung und Wirklichkeit werden sich angleichen, das weiß eigentlich auch ein jeder, und es trägt dazu bei, daß der Text funzt: Sobald die Ukraine vollständig ausgeblutet ist, wird diese Front Geschichte werden, maßgeblich eine Geschichte des Verrates des Großen Satan.
Ca y est.
https://overton-magazin.de/top-story/panam-das-ende-der-europaeischen-illusion/#comment-338454
Danke dem Autor für diesen vorzüglichen Artikel und Glückwunsch an die Overton-Redaktion, mit Herrn Silnizki einen Autor geworben zu haben, dessen Einschätzungen sowohl über den US-amerikanischen Präsidenten als auch vor allem über die russische Führung definitiv einen Gewinn für den Leser darstellen!
Die Zirkusvorstellung des US-amerikanischen Präsidenten mit all seinen gelungen wie weniger gelungen Kunststück(ch)en als solche zu benennen und auf das zu verweisen was dahinterstecken dürfte und wie die russische Führung damit umgeht und warum finde ich zum Verständnis der schwierigen weltpolitischen Gesamtsituation sehr hilfreich! Alex Krainer, ein wie ich finde erstklassiger Analyst aus dem englischen Sprachraum, sagte noch vor einigen Tagen, er hätte beim besten Willen (noch) keine Erklärung oder Deutung für den Sinn der jüngsten US-amerikanischen Verbrechen in Venezuela und das ganze Drumherum.
Wacklig – oder erklärungsbedürftig – scheint mir allein der Teil rund um das
„Trotz alledem verfolgt Trump aber systemkonform die gleichen Ziele wie seine Amtsvorgänger mit dem Unterschied, dass er Amerikas Hegemonie allein auf die westliche Hemisphäre zu reduzieren trachtet.“
Mir scheint, dass die neue US-amerikanische Sicherheitsstrategie und die Politik des Trump-Regimes etwas anderes aussagt. Nämlich die globale Kampfansage vor allem an Russland und China, die bevorzugt über Stellvertreter und „Chaos“ an ihren Landesgrenzen mit einem endlosen Krieg überzogen werden sollen. Brian Berletic hat das unter https://www.youtube.com/watch?v=IBny7B–uE0 und unter https://www.youtube.com/watch?v=TWxzNgUwjxg noch einmal kürzer sehr ernüchternd analysiert.
Den Autor möchte ich ausdrücklich ermuntern, sich aufbauend auf diesem seinen Artikel mit der Frage zu beschäftigen, wieviel Macht Donald Trump in US-Amerika seiner Einschätzung nach eigentlich hat, beziehungsweise an welchen Fäden er mutmaßlich als Marionette des großen Geldes tatsächlich hängt und dies mit der Position Wladimir Putins in Russland zu vergleichen.
Sehe das so wie einige andere Kommentatoren- Der Beitrag ist sehr gut, blickt weiter und tiefer hinter die Fassaden als allgemein üblich. Gerne mehr aus dieser Feder.
++++++
“ Trump muss aufpassen, dass er mit seinem Machtspielfestival im kalten Januar 2026 nicht Opfer seiner eigenen Selbstanmaßung wird.“
Aber, muss uns das besorgen?
Ein kleiner Windstoß und das nächste Geschoß trifft nicht nur Trump´s Ohr!
Gute Vorsätze 2026: Kimme, Korn, ran.
Die Präzisionsdefizite eines Thomas Matthew Crooks gilt es auszubessern.
Yes, we can.