
Der Widerstand gegen die Trump-Regierung wächst in Reaktion auf das brutale Vorgehen von ICE und zunehmende Wirtschaftsprobleme, die sich teils den erhobenen Zöllen verdanken. Es sieht so aus, als würde Trump nun versuchen, durch eine erneute Intervention im Ausland die Aufmerksamkeit der Amerikaner abzulenken. Noch wird der Druck erhöht, aber er dürfte eine militärische Intervention vorbereiten. Kriege und schnelle, erfolgreiche Machtdemonstrationen durch militärische Angriffe wie gegen Iran oder Venezuela sind auch immer mediales Futter.
Nachdem anscheinend derzeit ein weiterer Angriff auf den Iran Trump zu gefährlich erscheint, obgleich er als Druckmittel eine, wie er sagt, noch größere Armada als gegen Venezuela schickt, wurde jetzt schnell umgeschaltet auf Kuba, das vor allem Außenminister Rubio im Visier hat, der seltsamerweise bei manchen Europäern einen besseren Stand hat, weil er als Transatlantiker und als gemäßigt gilt. Rubio ist die treibende Kraft hinter dem Ziel, den Hinterhof der USA auf Linie zu bringen und unliebsame Regierungen zu stürzen. Zum Hinterhof gehört ganz Lateinamerika, aber auch Kanada und Grönland.
Nach dem Überfall auf Venezuela und der Verschleppung von Maduro und seiner Frau war schon deutlich, dass Kuba, seit Jahrzehnten eine Wunde für amerikanische rechte Nationalisten, eines der nächsten Ziele sein wird. Kuba ist abhängig von Venezuela, vor allem von seinem Öl. Es sieht zunächst so aus, dass Kuba isoliert werden soll, um die Regierung zu schwächen und einen Umsturz zu provozieren. Aber Trump und Rubio könnten auch wieder einen schnellen Militärschlag vorbereiten, die Aufblähung der Bedrohung der USA seitens Kuba soll vermutlich dafür die Rechtfertigung schaffen.
Trump veröffentlichte ein Dekret, in dem er Kuba als nationale Bedrohung darzustellen versucht und deswegen einen „nationalen Notstand“ ausruft: „Als Präsident der Vereinigten Staaten habe ich die unverzichtbare Pflicht, die nationale Sicherheit und Außenpolitik dieses Landes zu schützen. Ich stelle fest, dass die Politik, Praktiken und Handlungen der kubanischen Regierung eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten darstellen, deren Ursprung ganz oder zum wesentlichen Teil außerhalb der Vereinigten Staaten liegt.“
Die Gefahr geht nach Trump davon aus, dass Kuba mit den feindlichen Ländern Russland, China und Iran und mit den transnationalen Terrorgruppen Hamas und Hisbollah in Verbindung stehe. Es würde gefährliche Feinde nach Kuba eingeladen, um fortgeschrittene militärische und geheimdienstliche Kapazitäten aufzubauen, die die USA bedrohen. Den Terrorgruppen werde ein sicherer Hafen geboten, sie würden versuchen, die westliche Hemisphäre zu destabilisieren. Auch durch Migration und Gewalt sowie durch „kommunistische Ideen, Politiken und Praktiken“ würde Kuba Terrorismus unterstützen und für Destabilisierung sorgen.
„Die Vereinigten Staaten haben Null-Toleranz gegenüber den Übergriffen des kommunistischen Regimes in Kuba. Die Vereinigten Staaten werden Maßnahmen ergreifen, um ihre Außenpolitik, nationale Sicherheit und nationalen Interessen zu schützen, unter anderem indem sie das kubanische Regime für seine böswilligen Handlungen und Beziehungen zur Rechenschaft ziehen, während sie sich weiterhin dafür einsetzen, die Bestrebungen des kubanischen Volkes nach einer freien und demokratischen Gesellschaft zu unterstützen“, heiß es in dem Dekret.
Natürlich hantiert Trump wieder mit Zöllen. Mit diesen sollen Produkte aus Ländern zusätzlich belegt werden, die direkt oder indirekt Öl an Kuba verkaufen oder liefern. Das betrifft vor allem Mexiko, nachdem Venezuela bereits ausgeschaltet wurde. Bei Widerstand gegen das Dekret werden weitere Maßnahmen angedroht. „Kuba wird nicht überleben können“, sagte er am Donnerstagabend, es sei ein „gescheiterter Staat“.
Der Präsident der kubanischen Staatsnachrichtenagentur Prensa Latina, Jorge Legañoa, warf Trump vor, einen Völkermord begehen zu wollen. „Was wollen Sie damit erreichen? Sie wollen das kubanische Volk auslöschen, und wenn dies durch Zölle geschieht, würde das die Stromerzeugung, den Transport, die Industrieproduktion, die Landwirtschaft, die Gesundheitsversorgung, die Wasserversorgung – kurzum, alle Lebensbereiche – lahmlegen.“ Der kubanische Kanzler Rodriguez schrieb: „Die USA greifen auch zu Erpressung und Zwang, um andere Länder dazu zu bewegen, sich ihrer weltweit verurteilten Blockadepolitik gegen Kuba anzuschließen. Denjenigen, die sich weigern, drohen sie mit der Verhängung willkürlicher und missbräuchlicher Zölle, was gegen alle Regeln des freien Handels verstößt.“
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Das wurde aber auch Zeit!
Gerade rechtzeitig!
Schließlich liegt die gewaltige kubanische Kriegsflotte schon vollmobilisiert auslaufbereit in den kubanischen Häfen.
Die Landungstruppen der kubanischen Armee in Stärke von 35 Divisionen ist schon eingeschifft.
Es wurde Zeit, das Trump endlich auf die ständigen Luftraumverletzungen durch die kubanischen Luftstreitkräfte reagiert.
Vielleicht kann Trump so grade noch das Schlimmste abwenden!
Drücken wir die Daumen!
Ich drückte gern die Daumen, dass es zu spät wäre.
Stellen Sie sich vor, Sie schauten den Globus an und anstelle der USA sähen Sie eine weiße Fläche.
nicht zu vergessen die ganzen Massenvernichtungswaffen, die Kuba schon seit der gleichnamigen Krise versteckt hält, weil die Sowjets sie nie abgezogen haben.
Es gab schon Gerüchte, dass die intensive Lagerung von Waffen auf Kuba die
Kontinentalplatte absinken läßt. Es ist also größte Eile geboten, die Insel wieder
leichter zu machen.
Experten wissen zu berichten, dass nur noch Trumps Ego das ganze im Gleichgewicht hält. Es bleibe den USA nichts anderes übrig als ihn zum Präsidenten auf Ewigkeit* zu ernennen.
*Sie haben dank der Mumie Biden bereits Erfahrung mit Untoten Präsidenten.
Bestimmt haben die Kubaner auch schon
die Entführung von Trump samt Familie
geplant, in Guantanamo wären noch einige
Plätze frei, Wellnes und Wasserepiele ganz
ohne Zuzahlung.
Ich hoffe noch, dass sich Potus schließlich an sich selbst abreagiert haben wird, bevor es zu weiteren Völkerrechtsbrüchen kommt.
Es sieht so aus, die USA werden nicht ruhen bis es in der gesamten „westlichen Hemisphäre“ (inklusive in den USA) so aussieht wie heute in Haiti, nämlich aller staatlichen Strukturen und Autoritäten beraubt. Dann bekommen die US-Tech-Milliardäre endlich die Möglichkeit ihre grandiosen Ideen zu verwirklichen, ganz ohne irgendwelche Reglementierungen. Dann können sie mit ihren vielen Milliarden von Dollar und Gold endlich ihre eigenen Königreiche verwirklichen als absolutistische Herrscher.
🤣🤣😂 Ihr drei seid so genial 🤣🤣🤣
@ Einar: das alles ist n i c h t witzig.
Für die Kubaner, den Kubanischen Staat, die Kubanische Revolution, für
Che Guevara und Fidel Castro geht es ums Überleben. Ho Ho Ho Chi Minh
nein, für die Kubaner ist das alles nicht witzig. Kuba ist der letzte sozialistische Stachel im fleische des westlichen Kapitalismus. ich bin für Pogo in Togo 😎
https://www.youtube.com/watch?v=ZT-muk2CfsI
Wobei wenn ich es mir recht überlege ist mir das noch lieber:
https://www.youtube.com/watch?v=UvABkrzvqQs
@ Einar: es ist generell nicht lustig ! Kuba : sozialistisch ?
so’n Quatsch. Kuba war nicht
mal unter Castro sozialistisch.
Genau sowenig wie Grenada
unter Maurice Bishop !
klär uns auf 👍
@ garno
So sieht’s aus !
Das ist erkennbar der Plan der Westeliten, die sich – vorerst- auf die westliche Hemisphäre beschränken müssen, also Klartext erst mal sich nicht an China und Russland rantrauen. Aber der eigene Einflussbereich soll eine Spielwiese für die Milliardäre werden, auf der sie alles bestimmen und keiner Reglementierung unterliegen. Maximale Kontrolle und Ausbeutung für den Rest. Im Widerspruch dazu der Wunsch nach maximal kauffreudigen Konsumenten. Die Pläne weisen schon gewisse logische Widersprüche auf. Widersprüche zur realen Welt sowieso. Es wird also spannend wie sich diese ganzen Pläne dann in der realen Welt manifestieren.Man denke nur an die irren Fantasasien der Scheichs von dieser Megacity in Arabien oder die Marsbesiedlung von Musk, oder das ewige Leben usw..
Es ist eine ganz eigene Welt in der die Leben. Es gab mal ein Buch von Julius Friedrich, Die geheime Welt der Superreichen.
In neuerer Zeit hat Aurel Mertz sich in dem Buch
https://www.droemer-knaur.de/buch/aurel-mertz-alpha-boys-9783426569399
mit der kranken Psyche dieser Figuren beschäftigt. Kleine Schwachstelle bzw Ergänzung:
Er hat sich auf die Männer konzentriert. Es wäre eine wichtige Ergänzung die Psyche der Weiber da oben bzw der Metzen dieser Herren zu beleuchten.
Das müsste aber naturgemäß eine Frau leisten. Ob Frauen aber zu so viel Selbstkritik wie Männer an ihrem Geschlecht fähig sind ist fraglich. Schließlich wird ja immer wieder in Männerrechstkreisen die Zahl 80% gehandelt das soll der Anteil der Frauen sein, die sich so einen richtigen Arsch als Partner ersehnen.
Naja, wenn es wie mit Haitis Präsidentenpalst beim Erdbeben anschließend dem weißen Haus und dem Pentagon ergeht…
Das wäre immerhin eine Art Trostpreis!
Ja, die Kubaner mischen doch auch im Drogenhandel kräftig mit…
Aber heftig! Diese Zigarren !!!
🤣👍
R.D. Precht meinte heute er habe die perfekte Beschreibung für Donald Trump gefunden.
Und zwar in dem was Karl Marx seinerzeit über Napoleon III geschrieben hat:
Die Folge von Napoleons III anarchische Politik war, dass Frankreich ein leichtes Opfer von Bismarcks Machtpolitik war.
Napoleon 3 ließ sich 1870 in seiner Selbstüberschätzung dummerweise auf den Erbfolgestreit um Spanien – und auf einen Krieg mit Deutschland ein, indem er ihn in seiner Hybris gegen Preußen erklärte- und verlor… Ein Geschenk an Bismarck und Preußen um endlich die deutschen Landen zu vereinigen, unter Preußens Krone. Für den deutschen Kulturraum war dies im Nachhinein die größtmögliche Katastrophe denn der deutsche Nationalstaat zerstörte somit den deutschen Kulturraum.
„Es gab dereinst hunderte von kleinen Deutschlands, eine unglaubliche Vielfalt von Deutschlands, und darin eine Vielfalt von Schulen, Theatern, Universitäten, Handwerkern und weiß Gott was alles noch in tausenden von Variationen. Und die konkurrierten gegeneinander. Und die befruchteten sich gegenseitig. Und tauschten sich aus. Es gab so etwas wie Wanderjahre. Und all diese Dialekte. Was für ein Reichtum von Kultur!! Es brauchte damals keinen Kanzler in Berlin. Niemand, selbst im Zustand geistiger Umnachtung, selbst nach Konsum großer Mengen Alkohols, wäre auf solch eine ihre Idee gekommen. Denn ein Kanzler in Berlin ist eine Katastrophe für Deutschland. Muss eine Katastrophe sein. Deutschland ist kein Nationalstaat. Deutschland ist ein Kulturraum. Der Nationalstaat bedeutet das Ende vom deutschen Kulturraum.“ Hans-jürgen Geese
Das ist meiner Ansicht nach auch nur Romantizismus, nur von der anderen Seite, als von der Seite der deutschen Romantiker, die vom deutschen National-Staat träumten. Ein Traum den Bismarck wahr machte.
@ Einar von Vielen
Das sehe ich sehr ähnlich.
Guter Post von dir, Einar!
Aber warum sollte ein Kulturraum kein Nationalstaat sein?
Weil dabei zum Teil verschiedene Mentalitäten unter eine Knute gezwungen werden.
In diesem Fall unter die preußische. Mit ziemlich verheerenden Folgen, wie die gesamtdeutsche Geschichte zeigt.
Nun war Hitler ja kein Preuße. Und auch der Nationalsozialismus bezog seine Stärke keineswegs aus den ehemals preußischen Landesteilen. Ihre Schlussfolgerung, dass Preußen das Unglück am deutschen Nationalstaat war, ist doch arg verkürzt und gründet sich wohl auf Voreingenommenheit wie Ablehnung von staatlicher Autorität.
Der Vergleich hinkt, und ihre Analogie zum Nationalsozialismus ist recht krumm. Es werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht.
Das deutsche Kaiserreich unter Preußens Führung endete mit dem Ersten Weltkrieg 1918 in einem Desaster und führte auch zum Untergang Preußens.
schauen wir uns hierzu drei Karten an.
heiliges römisches Reich deutscher Nation (962- 1806)
https://www.kinderzeitmaschine.de/fileadmin/user_upload/Mittelalter/Hochmittelalter/HRR_1400.png
der Deutsche Bund (1815-1866):
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Deutscher_Bund.svg
Das deutsche Kaiserreich (1871 bis 1918)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Deutsches_Reich_(1871-1918)-de.svg
Preußen gehörte auch nie zum Heiligen römischen Reich deutscher Nation. Erst im Niedergang des Alten Reiches erschien Preußen am Horizont der deutschen Geschichte und sollte nur knapp 220 Jahre existieren. Auch war ein preußischer Stamm nicht bekannt. Der Name stammt wahrscheinlich von einem ausgerotteten heidnischen Volksstamm ab. Die Bajuwaren, die Schwaben, die Franken, die Sachsen, das waren Stämme die schon lange existierten, insofern darf man geschichtlich schon von einem künstlichen preußischen Volk sprechen.
Das tragende Element preußischer staatsphilosophie war das Militär
„andere Staaten haben eine Armee, in Preußen hat die Armee einen Staat“.
Das schrieb einst Graf Mirabeau, gewiss eine Übertreibung, aber die Richtung stimmt.
Und es war genau diese Vision den deutschen Kulturraum zu zentralisieren, zu militarisieren und aus Vielfalt Einfalt werden zu lassen, mit der Erfindung eines Konstrukts, des Nationalstaates.
Wenn man sich die drei Karten anschaut, so ist doch offensichtlich dass der preußische Staat sich immer mehr ausdehnte, und die vielfältigen kleinen deutschen Staaten usurpierte – eine klassische Überdehnung, die in einem Weltkrieg endete und den Untergang Preußens finalisierte.
Die „Überdehnung“ Preußens ist die Ursache des ersten Weltkriegs!? Ja, einige liberale Geschichten-Erzähler reiten darauf herum.
Ich halte imperialistische Konkurrenz für ursächlich.
@ Einar …
Das Kernland von Preußen war die Mark Brandenburg, Preußen war nur der Name eines Fleckens im Osten, hatte aber einen Königstitel, weshalb der Name und der Titel vom Brandenburger Kurfürsten aus Gründen der Eitelkeit übernommen wurde.
Besiedelt wurde die Mark Brandenburg von den von Ihnen genannten deutschen Stämmen, von Franken, Sachsen, Schwaben und Flamen, später kamen Hugenotten und Juden hinzu. Daraus formte sich die brandenburgisch-preußische Kultur, die sich als Teil der deutschen Kultur-Nation sah.
Die spätere Reichseinigung unter Bismarck entsprach ökonomischen Erfordernissen. Damit avancierte D zur führenden Industrie-Nation und löste GB ab. Natürlich waren D, F und GB imperialistische Mächte mit entsprechendem Verhalten. Aber in Preußen nur das Militärische zu sehen wird der Sache nicht gerecht.
.
vielen Dank für ihre Ausführung, der ich größtenteils zustimme.
Lassen Sie mich eine Stimme zitieren die aus dem preußischen Abgeordnetenhaus von 1866 stammt, also kurz nach dem überragenden Sieg von Königgrätz über Österreich.
Der deutsche Krieg wurde quer durch alle politischen Lager als revolutionär wahrgenommen. Man berief sich nicht mehr auf das historische Recht, sondern auf ein historisches Bedürfnis zu Erobern…
Zitat:
“ (…) am 20 Dezember 1866 begrüßte [Viktor von] Unruhs Parteifreund Karl Twesten, ebenfalls im preußischen Abgeordnetenhaus, die Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein durch Preußen, dass er als revolutionäres Vorgehen würdigte.
Es verstoße zwar gegen altes positives Recht, aber „die geschichtlichen Umwälzungen erfolgen (nun) einmal nicht in den Wegen des Rechts; das Vernünftige vollzieht sich nicht durch die Vernunft…
„Preußen vertritt das siegende Ganze, dem die einzelnen Teile sich fügen müssen“
zitiert aus:
die Deutschen und die Revolution eine Geschichte von 1848 bis 1989 von Heinrich August Winkler, München 2023
Nation und Kultur ist doch mehr als die Reden von Politikern. Sie zeigen vielleicht einige Aspekte vom Zeitgeist.
Ein klassisches argumentum red Hering.
jemanden einen roten Hering hinwerfen, jagdhunde z.b werden so auf eine falsche Fährte geleitet.
Innerhalb der Diskussion werden plötzlich Argumente, die mit dem eigentlichen Thema nur wenig zu tun haben, genutzt um die Diskussion abzugleisen.
ich unterstelle ihnen nicht dass Sie das absichtlich machen, aber unser Thema bezieht sich auf den deutschen Kulturraum den es knapp 1000 Jahre gab, und der mit der Gründung des Deutschen Reiches (1871 bis 1918) in einem Nationalstaat endete.
Hitler und den Nationalsozialismus in die Diskussion einzubringen ist eben genau dies: ein Red Hering argumentum.
Und Karl Marx weiter: „Hegel bemerkt irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Thatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als große Tragödie, das andre Mal als lumpige Farce.“
War also schon die Regentschaft Napoleon III. ein Witz, was ist dann mit Trump?
Nur, hatte Napoleon nicht mit Anarchie zu tun und ich kann mich nicht entsinnen derartiges von Karl Marx gelesen zu haben.
Schauen Sie mal in MEW Bd. 8, S. 115 – 207, Der achtzehnte Brumaire des Loius Bonaparte. Vielleicht werden Sie dort fündig.
Einem Anarchisten empfiehlt man lieber Marxens Verriss von Proudhon. Marx machte aus Proudhons „Philosophie des Elends“ ein „Elend der Philosophie“. Wenn dieses Land Humor hätte, wäre der Marxsche Verriss längst Teil des Schulkanons. Aber so…
Gegenüber Napoleon dem III. wäre das eine Beleidigung.
Was die Grundgesetz missachtende Regierung der BRD und das autoritäre EU Regime zu einem US geführten Regime Change sagen werden kann ich schon mal voraussagen:
Blabla bla….heisse Luft….blablabla….sehr, sehr komplex…blablabla….innere US Angelegenheit…blablabla…..Völkerrecht…blablabla…demokratische Entwicklung…blablabla…..Wille des kubanischen Volkes…..blablabla..
Wer wettet dagegen?
Lieber sollte Iran den Ausnahmezustand ausrufen. Rubio hat erklärt, daß Kushner und Wittkoff nicht am nächsten Termin (1.2.) in Abu Dhabi teilnehmen werden. Warum wohl?
PS In der Internationalen Pesseschau des DLF haben sie doch tatsächlich folgenden Text gebracht:
„Und die in Bratislava erscheinende Tageszeitung PRAVDA glaubt, dass es US-Präsident Trump vor allem darum geht, den Zugang zu neuen Rohstoffen zu bekommen: „Der Iran hatte nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der direkten britischen Vorherrschaft einen demokratisch gewählten Regierungschef aus dem weltlichen Lager. Das war Mohammad Mossadegh, der die Ölindustrie verstaatlichte und damit deren Kontrolle durch die Briten gefährdete. Wir wissen ja, wie solche demokratisch gewählten Politiker gewöhnlich endeten – im Iran, in Guatemala, Kongo, Chile, Argentinien, Venezuela oder Bolivien. Die Vorgehensweise mit Töten oder Entführen von Politikern hat regelmäßig das gewünschte Ziel zur Folge: An die Macht kommen immer konservativere Kräfte und es steigert sich die innere Spaltung. Dann kommt die Zeit der Geier, die über ihre Beute fliegen können. Und das Märchen vom Schutz der Menschenrechte zeigt dann sein wahres Gesicht: Ich bin da, um dein Öl zu fressen“, schreibt die slowakische Zeitung PRAVDA.“
„Was kostet das die Welt?“
Venezuela: 80 Tote, ein Land in Trümmern, 28 Millionen Menschen unter Besatzung.
Iran: Vermutlich Zehntausende Tote, wenn die US-Bomber kommen. Eine Region im Chaos. Hormuz geschlossen, Ölpreise explodieren.
Panama: Ein souveräner Staat annektiert. Lateinamerika schaut zu, kann nichts tun.
China: Eine Milliarde Menschen von globalen Lieferketten abgeschnitten. Wirtschaftskollaps. Hungersnöte. Vielleicht Krieg.
Europa: Allein gelassen mit Russland. Keine US-Truppen mehr. Keine Sicherheitsgarantien. 5% BIP für Verteidigung – oder Unterwerfung.
Und die USA? In fünf Jahren entweder wieder die unangefochtene Supermacht – oder das, was Großbritannien nach 1945 war: Eine Insel mit Atomwaffen, die der Welt erzählt, wie großartig sie mal war.
Trump hat gewählt. Er springt. 2027 wird das Jahr sein, in dem die Weltordnung zerbrach – oder in dem Amerika sie rettete.
Die Geschichte wird entscheiden, welche Version stimmt.
https://globalbridge.ch/operation-pivot-wie-trump-die-weltordnung-zertruemmert-um-amerika-zu-retten/
der Artikel von Michael Hollister ist schwere
Kost, ich hoffe es kommt anders.
Ein interessanter Artikel von M. Hollister. Die ständigen Aussagen wie „allein gelassen mit Russland“ in diesem dazu negativ konnotierten Kontext zeigen leider eine starke „wertewestlich orientierte Sichtweise“. Für die positiven Aspekte fehlt da der Weitblick.
Für Europa könnten diese Entwicklungen, bei einer klugen Analyse, nicht besser sein. „Allein gelassen mit Russland“ bestünde die Möglichkeit, das zerschlagene Porzellan des letzten Jahrzehnts kontinuierlich wieder zu kitten. Dazu müsste man „nur“ die aktuellen Politdeppen „verjagen“. Energielieferant wäre dann wieder Russland, preisgünstiger und zuverlässiger als es die USA jemals waren, sind oder sein werden. Darauf ließe sich etwas aufbauen.
Und für Deutschland wären 0% NATO-Ausgaben und damit vermutlich ein Zerbrechen der NATO oder der Rauswurf aus derselben *rofl* grundsätzlich anstrebenswert. 250 Milliarden mehr für innerstaatliche Dinge im Austausch gegen das „Risiko des Alleinseins mit Russlands“? BITTE eher heute als morgen!!!
Es wäre für Europa das einzig richtige, die Beziehungen zu Russland wieder zu normalisieren, aber das wird wohl nicht geschehen. Zu sehr sind unsere Eliten mit den USA verflochten.
„Dazu müsste man „nur“ die aktuellen Politdeppen „verjagen“. “
wenn das so einfach gehen würde….!
Die europäischen Bürger wählen nur das EU-Parlament, alle anderen EU-Granden werden in Hinterzimmern ausgewählt.
Und in den Nationalstaaten sind die rechten Parteien auf dem Vormarsch,
die Zukunft sieht nicht gut aus.
Im Grunde ist Deutschland im Besonderen aber auch ganz West Europa schon seit dem 1.WK US-Kolonie. Die Verflechtung von Wirtschaft, Banken, Medien und der Politik sind durchgängig.
Leute wie Alfred Herrhausen oder Walther Rathenau die starke Wirtschaftsbeziehungen zu Russland aufbauen wolleten, wurden ermordet, Pipelines werden gesprengt.
Leute die Krieg gegen Russland machen, werden dafür an die Macht gehievt.
Es gibt keine Gruppierung die die Macht hätte für einen kompletten Richtungswechsel. Es wird wieder so laufen wie gehabt und D. kämpft dann wieder einen Stellvertreter Krieg gegen Russland und gegen seine eigenen Interessen. Aber diesmal wird von D. wahrscheinlich dann nichts mehr übrig bleiben.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=132027
Die US Hochfinanz wird es nie erlauben, dass Europa geschweige denn Deutschland,
intensive Beziehungen zueinander aufbauen. Es würde ihnen den Geldfluss abdrehen.
Daher werden sie eher Europa mit Atombomben umpflügen. Glaubt den wirklich
jemand, dass die US Atombomben die in Europa stationiert sind Russland abschrecken
sollen? Sämtliche Stützpunkte außerhalb der USA sind dafür da, die Länder in denen
sie sind zu kontrollieren.
Ich halte das für ein sehr wahrscheinliches Szenario, was M. Hollister da in seinem Artikel beschreibt. Leider.
Tronald ist doch nur neidisch, weil seine strunzdämlichen Rednecks nur die Farmer-Polka tanzen können. Er braucht da dringend Kulturimport aus dem Land des Salsa…🤣
Cuba Libre Trump Rulez
Return of the Schweinebucht : https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Northwoods
Es ist nicht auszuschließen, dass Trump den Iran und Kuba gleichzeitig ins Visier nimmt. Im Falle Irans könnte es sehr bald explosiv werden, während es sich im Fall von Kuba wahrscheinlich erst einmal um eine Seeblockade handelt.
Sollten China und Russland diesem Treiben keine Grenzen setzen und wie im Fall Venezuelas lediglich zuschauen, dann dürfte es sich mit BRICS bald ausgeträumt haben.
Ein massiver Angriff auf den Iran könnte aber das Fass auch zum Überlaufen bringen, weil es vitale Interessen v.a. Chinas bedroht. Dann könnte den Amis bald endgültig der Dollar-Stecker gezogen werden.
Es berührt auch Russlands Interessen:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/iranisch-russische-bahn-ein-weiterer-nagel-im-sarg-f%C3%BCr-westliche-sanktionen/ar-AA1SzwWf
Die Route wurde schon wegen Aserbeidschan Westorientierung umgeändert; sollte Iran auch nur stark destabilisiert werden, steht sie ganz infrage. Das wäre ein schwerer Rückschlag für Russland, nachdem bereits die Öltransporte per Schiff durch ständige Interventionen von USA und EU-Ländern gefährdet sind.
Die USA arbeiten an der physischen Kontrolle der Rohstoffe und der Handelswege. Der Dollar der ohnehin pleite ist, kann den USA dann egal sein. Wer die Dinge physisch beherrscht, braucht kein Geld mehr um sie einzukaufen.
Das ist die Frage, ob sie alle Dinge wirklich physisch beherrschen können. Möglicherweise warten Russen und Chinesen einfach auf eine Überdehnung der Amis.
@ AeaP: Den Dollarstecker zieht China nach dem Venezuela Vorfall schon immer
schneller heraus. Sie machen das nur nicht mit großem Getöse. Die wirkliche Krönung
wäre, wenn Russland, China und Kuba jetzt spontan eine richtig große Marineübung
vor Kuba abziehen. Man stelle sich einmal vor der neue Chinesische Flugzeugträger
erscheint plötzlich am Horizont und es tauchen ein paar von den dicken fetten russischen
Atom- U -Booten auf.
Die „Krönung“ wird ganz bestimmt nicht passieren. Im Gegensatz zu den USA in der Ukraine halte ich Russland und China für so strategisch vorausdenkend, dass sie eine Großmacht nicht in einem Gebiet herausfordern werden, in dem diese Eskalationsdominanz hat und sie selber nur sehr begrenzte Möglichkeiten zur Machtprojektion. „It’s the geography, stupid!“ 😛
In Russland wie auch in China sind ausgesprochene Realisten an der Macht. Die werden sich garantiert nicht von ihren Emotionen leiten lassen („denen werden wir es jetzt mal so richtig zeigen!“), ganz besonders wo exakt eine solche Hybris der Grund ist, weshalb sich Europa und die USA gerade selbst zerlegen (Nemesis).
@ trux: russische und chinesische Tankerflotten in Begleitung von russischen und chinesischen Kriegs schiffen + U-Booten auf dem Weg nach Kuba.
Ein echter Freund in der Not ist Wladimir Putin, 5D-Schach Großmeister aller Zeiten.
Keine Angriffe auf die Ukraine ist versprochen, hält dem Donald den Rücken frei für Abenteuer in aller Welt.
Beruhigt euch wieder. Das hat nichts mit unseren Notstandsgesetzen zu tun. Trump ist auch nicht verrückt geworden. Solche Vorgänge gibt es in den USA schon lange. Z. B.: „StartZARONEWS PresseAgentur USA erklären Venezuela zur Bedrohung der nationalen Sicherheit 12. März 2015“ „Präsident Barack Obama sieht “nationalen Notstand” durch die Situation in Venezuela. Forderung nach Freilassung von “politischen Gefangenen”.“ Damit rechtfertigte Obama Executive Orders, d. h. Präsidialdekrete, die ohne parlamentarische Zustimmung Gesetzeskraft haben.
„Ein nationaler Notstand ist eine Situation, in der eine Regierung befugt ist, Maßnahmen zu ergreifen, die normalerweise nicht erlaubt sind. Das National Emergencies Act von 1976 setzte verschiedene gesetzliche Anforderungen bezüglich der vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ausgerufenen Notfälle um. [1][2]
Stand Juli 2025 wurden 90 Notfälle ausgerufen; [3] 42 sind abgelaufen und weitere 51 sind derzeit in Kraft, die jeweils jährlich vom Präsidenten erneuert wurden.“ (Wikipedia)
@Torwächter
Stimme Ihnen zu.
Übrigens ist doch interessant, dass die US-Demokraten nun bei Donald Trump die selbe Leier, mitsamt unserer deutschen Transatlantiker sowie US-Demokraten-Verbündeten, die die US-Republikaner bei Ex-Präsident Joe Biden, benutzen.
Der US-Präsident soll dement, unzurechnungsfähig, alterssenil etc. usf……sein…. nur diesmal ist nicht Joe Biden gemeint sondern Donald Trump….
Wie schon gesagt wäre die Sache nicht so ernst könnte man sich belustigt zurücklehnen ,und die Machtspiele aus den fernen USA amüsiert im heimischen .de betrachten.
Theater eben wie schon der alte Shakespeare meinte…. 🙂
Nicht falsch verstehen bin kein Freund von Donald Trump & Co., aber die US-Demokraten sowie ihr internationaler Anhang, tun sich auch keinen Gefallen wenn sie so durchschaubare Manöver der Dequalifizierung von US-Präsident Donald Trump als Person anwenden…..
Oder verlassen die Trump-Gegner sich gar auf die Kurzlebigkeit heutiger Nachrichten?
Na ja, bei mir ist diese Manipulation ganz offensichtlich abgeprallt – wer ein Langzeitgedächtnis hat dem kann man eben nichts mehr vormachen 😉
Gruß
Bernie
Da ein Krieg zwischen den Großmächten um die Weltherrschaft absolut nicht möglich ist, besteht Trumps Agenda darin, die Welt in Einflusszonen zwischen USA, Russland und China aufzuteilen. Als nächstes wird er gegen die Drogenkartelle in Mexiko mit Einverständnis der Regierung vorgehen und Grönland besetzen, wogegen die EU nicht das geringste tun kann. Solange der Ukrainekrieg läuft, ist die Situation außerordentlich günstig für die Geoziele der USA
„[…]Nachdem anscheinend derzeit ein weiterer Angriff auf den Iran Trump zu gefährlich erscheint, obgleich er als Druckmittel eine, wie er sagt, noch größere Armada als gegen Venezuela schickt, wurde jetzt schnell umgeschaltet auf Kuba, das vor allem Außenminister Rubio im Visier hat, der seltsamerweise bei manchen Europäern einen besseren Stand hat, weil er als Transatlantiker und als gemäßigt gilt[…]“
Warum wird im ganzen Artikel die große Rolle der nicht gerade kleinen exilkubanischen Einwanderergemeinde in den USA nicht erwähnt?
Denen die von Fidel Castro und Che Guevara, mitsamt des Diktators Batista, außer Landes vertrieben wurden?
Denen die schon seit Anbeginn des (sozialistischen) Kuba auf einen Regime-Chance, mit x-Mordanschlägen auf Fidel Castro hinarbeiteten?
Außenminister Rubio hat doch selber exilkubanische Wurzeln (https://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Rubio), und daher wundert es mich nicht, dass er Allüren als „neuer Batista von Kuba“ hat, die Trump ihm nicht ausredet.
Übrigens Kuba wäre ein normales, sanktionsfreies, sogar nicht-sozialistisches-echt-demokratisches Projekt durchaus zu wünschen, aber sicher nicht in einer von den USA angeleierten neuen Diktatur „Batista-Regierung“ eines Herrn Rubio…..
Sarkastische Grüße
Bernie
PS: Wer die Vorgeschichte nicht kennt hier ein Hinweis:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fulgencio_Batista
Weil sobald Kuba befreit ist, ist auch die Zeit der Exil-Kubaner abgelaufen, dann wird es nämlich 🧊 in Florida ICE ICE Baby
@Kalsarikännit
Wie meinen?
Ich denke da anders denn viele Exil-KubannerInnen sind mittlerweile ja US-BürgerInnen mit US-Pass, d.h. keine illegale Einwanderer ohne US-Pass, auf die sich ICE ja konzentrieren soll. 😉
Die Fanatiker (um Rubio & Konsorten) werden wohl freiwillig in „die alte Heimat“ zurückkehren sollte ein Regime-Change in Kuba anstehen, aber ob das für Kuba gut ist, dass steht auf einem anderen Blatt Papier – wird wohl laufen wie beim „Anschluß der DDR an die BRD“ 😉
Sarkastische Grüße
Bernie
Nur kurz meine Meinung!
Der Trump ist doch nicht ganz klar in der Rübe. Es kann sein das sich die Lage von 1962 wiederholt.
Die größten und aggressivsten Gewalttäter wittern immerzu angebliche Bedrohungen außerhalb ihres eigenen Handelns. Dabei sind sie selbst die größte Bedrohung für alle. Typisch rechte Ideologie eben.
@ Richard: Warum typisch rechte Ideologie? Die größten und aggressivsten Gewalttäter
in Deutschland sind die Schwachköpfe der Antifa. Das linkeste Links was wir haben.
Bullshit. An denen ist nichts ‚links‘, die sind im Gegenteil noch rechter, sprich faschistischer, als die, die sie sich als Gegner ausgucken.
Dass der „Nationale Notstand“ in Bezug auf Kuba ausgerufen wird, ist seit fast 50 Jahren üblich. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnet jeder US-Präsident einmal im Jahr. Tatsächlich neu ist, dass Sanktionen gegen Kubas Unterstützer einbezogen werden. Das ist schon eine deutliche Verschärfung bzw. Ausweitung der angedrohten Maßnahmen.
Da ist gar nichts neu! Bereits zu Merkels Zeiten (nagelt mich jetzt nicht auf’s genaue Jahr fest) waren bereits Ideen auf dem Tisch, Kuba an die EU heranzuführen; Spanien hatte es derzeit angeschoben. Nach massiven Drohungen der USA war die Idee schnell vom Tisch…
Damals wurde sicher kein Dekret erlassen, in dem Sanktionen gegen die EU oder Spanien festgehalten wurden, auch wenn es die damalige Politik war. Man kann jetzt natürlich sagen, dass im jetzigen Dekret auch nur drin steht, was bereits offensichtliche US-Außenpolitik ist. Einerseits wurde das in der Form früher so nicht gemacht. Andererseits ist aber der Kurs gegen Kuba tatsächlich schärfer geworden.
Ich hoffe auf China und Russland.
Egal ob mit oder ohne „geplanten Völkermord“, Kuba soll wieder zu dem militärischen US-Vorposten und der US-Plantage inklusive Mafia-Puff werden, die es in der guten alten Zeit einmal war. – Vor ein paar Jahren gab es doch schon mal ein Treffen mit großen US-Agrarindustriellen um Möglichkeiten der „Annäherung“ und interessante Anlagebedingungen auszuloten.
Die Exil-Kubaner in Miami und Rubio werden sich über diese Befreiung sicher ganz besonders freuen.
Vielleicht gibt es dann auch so ein Wellness-Resort für’s Immobilienkapital und wohlhabende amerikanische Rentner, wie Kushner es neulich bereits auf den Trümmern und Leichen von Gaza beworben hat.
Notstand offensichtlich auch im Inneren. Für die Dumpfbacken, die in Trump den Gralshüter der Meinungsfreiheit sahen (oder immer noch sehen):
„…Seit Donald Trump wird der Terminus „nationale Sicherheit“ neu interpretiert. Denn nicht erst seit der Neugründung von TikTok geht es offensichtlich nicht mehr immer um die Gefahr von außen als viel mehr auch um vermeintliche Bedrohungen innerhalb des Landes. Es häufen sich seit Tagen Beschwerden der US-TikTok-Community, dass Posts mit Wörtern wie „Epstein“ gesperrt werden. Andere berichten, dass Posts und Videos zu den andauernden Protesten in Minneapolis, wie auch von Angriffen der ICE-Agenten gegen mutmaßlich „illegale“ Amerikaner:innen ebenfalls zensiert werden. Viele Videos zeigen nach Veröffentlichung null Ansichten an.“
https://www.freitag.de/autoren/ji-hun-kim/trumpkritische-posts-verboten-machen-tiktok-und-instagram-maga-zensur
Habe langsam das Gefühl, dass man Artikel die mit „Trump…“ beginnen, einfach nicht mehr lesen muss.
Genau wie man Sendungen, die „Nachrichten“ heißen, besser ignoriert, weil sie immer „Schlechte Nachrichten“ sind.
Macht alles weder intelligent, noch glücklich.
Die Mücke Kuba stellt also eine Bedrohungder Nationalen Sicherheit der USA dar, mit anderen Worten, das Schlagwort Nationale Sicherheit ist ein Universal-Vorwand um Regime-Changes zu legitimieren.
So eine schwachsinnige Behauptung, dass die Mücke Kuba die Nationale Sicherheit der USA gefährdet, kann nur funktionieren, wenn man akzeptiert, dass Politiker alles behaupten dürfen, ohne es zu begründen.
In den 1950-er Jahren brauchte Senator Mccarthy bloß zu behaupten, er sei im Besitz einer Liste mit den Namen von 205 Personen, die Mitglieder der Kommunistischen Partei sind und die dennoch weiterhin im Außenministerium arbeiten und dessen Politik mitbestimmen“ dürften.
Obwohl McCarthy nicht imstande war seine Behauptung zu untermauern und konkrete Namen zu nennen, reichte diese Behauptung, um einen 5-jährigen Hexenkessel gegen politische Gegner zu entfesseln, dessen Ausmaß bis heute
wahrnehmbar ist.
Ich fürchte, dass Trump mit seiner Warnung vor Kuba ähnlich Erfolg haben könnte und die kubanische Regierung durch faschistische Vasallen ersetzen wird.
Es gibt sicher auch in Kubas Regierung genügend Verräter, ähnlich wie in Venezuela, die sich den USA andienen und unterwerfen würden, um dann mitregieren zu dürfen. Das ist das große Problem.
„Nachdem anscheinend derzeit ein weiterer Angriff auf den Iran Trump zu gefährlich erscheint,…“
Da wär ich mir nicht so sicher, mal sehen womit wir morgen aufwachen.
@ garno, ich muss leider einen neuen Diskussionsstrang aufmachen, da ich auf dem alten nicht mehr antworten kann und es auch durch die Foren-Software bedingt immer unleserlicher wird.
sie schreiben:
„Nation und Kultur ist doch mehr als die Reden von Politikern. Sie zeigen vielleicht einige Aspekte vom Zeitgeist.“
https://overton-magazin.de/top-story/trump-ruft-wegen-angeblicher-bedrohung-durch-kuba-nationalen-notstand-aus/#comment-348555
Wir haben nur die Historiker um Geschichte einordnen zu können. und wenn der Dojen der deutschen Historiker, Heinrich August Winkler dieses Zitat in seinem zweiten Kapitel:
Revolution von Oben: Die Reichsgründung und ihre Folgen
einfließen lässt, ist das bestimmt nicht unbegründet.
Ein weiteres Zitat möchte ich ihnen nicht vorenthalten, ebenfalls aus obigen genannten Buch von Winkler:
„Fast zwei Jahrzehnte später, am 18 November 1884, versuchte Friedrich Engels in einem Brief an August Bebel, den Vorsitzenden der deutschen Sozialdemokraten, die Ereignisse von 1886 historisch einzuordnen. Besonders würdigte er dabei die preußischen Annexion im Norden und in der Mitte Deutschlands.“
„1866 war eine vollständige Revolution. wie Preußen nur durch Verrat und Krieg gegen das Deutsche Reich, im Bunde mit dem Ausland (1740, 1756, 1795) zu etwas geworden, so hat es das deutsche preußische Reich nur zustande gebracht durch gewaltsamen Umsturz des Deutschen Bundes und Bürgerkrieg…. nach dem Sieg stürzte es drei Throne von Gottes Gnaden und annexierte die Gebiete nebst der ex-freien Stadt Frankfurt. Wenn das nicht revolutionär war so weiß ich nicht, was das Wort bedeutet.“
sie schreiben im alten Strang:
„Die „Überdehnung“ Preußens ist die Ursache des ersten Weltkriegs!? Ja, einige liberale Geschichten-Erzähler reiten darauf herum.
Ich halte imperialistische Konkurrenz für ursächlich.“
Das sehe ich auch so, aber ohne Preußens Ambitionen dem Deutsche Kaiserreich auch einem „Platz an der Sonne“ anzugedeihen, wäre es niemals zu dieser Katastrophe gekommen.
Das ist dann wohl eine Glaubensfrage. Ich glaube hingegen, hätte Österreich den Kampf um D gewonnen und D zur führenden Industrienation gemacht, dann wäre die nachfolgende Geschichte nicht wesentlich anders verlaufen. Denn auch unter österreichischer Führung wäre D eine kapitalistische imperialistische Macht, reich an Kapital, das nach Anlagen und Märkten sucht. Es war das Zeitalter des Kolonialismus, und mit Kolonien ließ sich der größte Profit erreichen.
Fragen Sie mal einen Italiener, für den sind die Österreicher keineswegs friedfertiger als die Preußen.
…also die klassische Thukydides-Falle.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thukydides-Falle
Durchaus denkbar.
Eine Staatsform, die sich durch eine Föderation auszeichnet, und in der ungleiche Teile miteinander verbunden werden, kann auf Dauer nicht erfolgreich sein.
Preußen machte ja auch 60% des Deutschen Reiches aus, mit dem unvermeidlichen Ergebnis, dass schließlich das, was dem Namen nach Deutschland war, zu Groß-Preußen wurde.
Hätte Österreich 1866 den Krieg gegen Preußen gewonnen, hätte es vielleicht gar keinen Zugang zur Nordsee gehabt, und wäre damit nicht in Konkurrenz zur Seemacht Großbritannien getreten. Es wäre zur Kontinentalmacht geworden. Ich glaube nicht dass es dann zu einem Weltkrieg gekommen wäre, aber das sind ja alles nur Spekulationen…
Ich danke ihnen jedenfalls für die überaus kultivierte und erkenntnisreiche Diskussion mit ihnen.
„Es war das Zeitalter des Kolonialismus, und mit Kolonien ließ sich der größte Profit erreichen.“
Aber Österreich hatte doch gar keine Kolonien, zumindest nicht im klassischen Sinne in Übersee. Es strebte meines Wissens auch nicht danach. Auch hatte es keine Flotte wie sie das Deutsche Reich anstrebte.
Carney hat eindeutig recht. Die Welt muss sich zusammentun und möglichst viele müssen diesem großen Diktator, der der awelt seinen Willen aufzwingen will, entgegentreten. Dann kann er gerne Zölle erheben. Das schadet dann zunächst ihm durch Inflation aber die Autoindustrie….
Ein Verbot des Handels solange Trump Präsodent ist mit US-Anleihen wäre auch ein netter Zug.
Regime Change mal anders rum.