Trump hat seine eigene faschistische paramilitärische Truppe aufgebaut

ICE-Agenten bei der Festnahme
ICE-Agenten bei der Festnahme. Bild: dhs.gov

Die Taktiken des ICE zielen darauf ab, Angst unter den Menschen zu schüren und Chaos in den Gemeinden zu stiften. Dies ist Teil einer übergreifenden Strategie, die darauf abzielt, die Opposition gegen Trumps innenpolitische Agenda zum Schweigen zu bringen und den Bürgern klar zu machen, dass dies der Beginn einer neuen Ära ist.

 

Genau heute vor einem Jahr wurde Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Er übernahm eine Nation mit starken imperialistischen Tendenzen und einem demokratischen Staatswesen, das jedoch im Laufe seiner Geschichte immer wieder von illiberalen Zügen geprägt war, und schaffte es in weniger als einem Jahr, eine US-amerikanische Variante des Faschismus des 21. Jahrhunderts zu etablieren und gleichzeitig eine gesetzlose Weltordnung zu propagieren.

Der erfolgreiche Übergang der Vereinigten Staaten von einer imperialen Republik zu etwas, das man am besten als imperialen Protofaschismus beschreiben könnte, gelang aufgrund der Leichtigkeit, mit der die Trump-Regierung die Institutionen des Landes schwächte, die die Macht einschränken sollten, und aufgrund der massiven Unterstützung, die sie von der Oligarchie des Landes erhielt und weiterhin erhält.

Es gibt also unheimliche Ähnlichkeiten zwischen Trumps Vereinigten Staaten und dem Aufstieg des italienischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus, insbesondere zwischen Trumps Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) und Mussolinis Squadristi bzw. Hitlers Sturmabteilung (SA).

Der Faschismus, das reaktionärste Regime des oligopolistischen und zerfallenden Kapitalismus, hat sich schon immer auf gewalttätige paramilitärische Gruppen gestützt, um politische Gegner einzuschüchtern und Angst in der Gesellschaft zu verbreiten. In Italien gründete Benito Mussolini 1919 eine paramilitärische Truppe aus Kriegsveteranen namens Schwarzhemden (oder Squadristi), deren Hauptziel es war, die politischen Gegner des Faschismus, vor allem die Sozialisten und Kommunisten, zu terrorisieren. Bis Anfang der 1920er Jahre hatten die Squadristi die italienische Linke ausgelöscht und die italienische Demokratie zerstört.

In Deutschland gründete Adolf Hitler 1921 die SA, die aufgrund ihrer braunen Uniformen als Braunhemden bekannt war. Es handelte sich um Straßengangster, die gewaltsame Einschüchterung gegen Gegner des Nationalsozialismus einsetzten und nicht-arische Bürger, insbesondere jüdische Bürger, angriffen. Die Schwarzhemden und Braunhemden agierten ungestraft, da die reguläre uniformierte Polizei sowohl in Italien als auch in Deutschland ihre gewalttätigen Taktiken ignorierte.

Gewalttätige paramilitärische Gruppen wurden von Faschisten als unverzichtbare Instrumente im Kampf angesehen, um die bisherige soziopolitische und kulturelle Ordnung zu entwurzeln und den Weg für den Erfolg der finalen Ziele und Absichten des Faschismus zu ebnen, nämlich die Förderung eines extremen Nationalismus, die Abschaffung demokratischer Freiheiten und die Umsetzung einer Politik ohne rechtliche oder politische Beschränkungen, während diejenigen, die als „Feinde“ bezeichnet werden, entmenschlicht werden. Unter dem Faschismus wirken Propaganda und Gewalt gemeinsam, um Konformität zu gewährleisten und die Opposition zu unterwerfen.

„Der Faschismus klopft nicht an die Tür der USA. Er ist bereits im Inneren“

Betrachten wir die Abteilung für Einwanderungs- und Zollkontrolle (ICE) des Ministeriums für Innere Sicherheit (DHS). Das ICE wurde 2003 gemäß dem Homeland Security Act von 2002 nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegründet. Der US-Kongress hat ICE „eine einzigartige Kombination aus zivil- und strafrechtlichen Befugnissen“ übertragen, was sie zu einer sehr mächtigen Bundesvollzugsbehörde macht. Die Hauptaufgabe des ICE ist die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze. Sie hat die Befugnis, undokumentierte Einwanderer zu durchsuchen, festzunehmen und abzuschieben. Sie kann auch Inhaber einer Green Card inhaftieren und versuchen, sie abzuschieben, indem sie behauptet, dass sie eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen.

Am 19. Dezember gab das DHS bekannt, dass es mehr als 620.000 Nichtstaatsbürger abgeschoben habe, während sich seit Trumps Amtsantritt 1,9 Millionen Einwanderer ohne Papiere „selbst abgeschoben” hätten. Wenn diese Zahlen stimmen und nicht zu Propagandazwecken übertrieben wurden, handelt es sich um die größte Zwangsumsiedlung von Einwanderern innerhalb eines Jahres in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Auch die Inhaftierung von Einwanderern hat in Trumps zweiter Amtszeit dramatisch zugenommen.

Die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE wurden wegen übermäßiger Gewaltanwendung und Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte der US-Bürger kritisiert. Es überrascht nicht, dass die Trump-Regierung, die sich zur Durchsetzung ihrer unmenschlichen Agenda auf Terror stützt, für die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE eine Reihe abscheulicher Namen verwendet hat, darunter „Operation Midway Blitz“ („Blitz“ ist ein deutsches Wort und wurde verwendet, um die Bombardierung britischer Städte, Häfen und Industrieanlagen durch Nazi-Deutschland im Jahr 1940 zu beschreiben) und „Operation Dirtbag“.

Das ICE war schon immer eine berüchtigte Behörde, bereits seit seiner Gründung zur Bekämpfung des Terrorismus, und „Gegenstand zahlreicher Vorwürfe wegen Missbrauch und Verstößen”, wie der brasilianische Professor und Experte für internationale Migration Gustavo Dias betont hat. ICE wurde während der Obama-Regierung besonders aggressiv, wobei US-Liberale gerne vergessen, dass sie für über 3 Millionen Abschiebungen verantwortlich war. Unter Trump 2.0 hat sich ICE jedoch zu einer faschistischen paramilitärischen Truppe, zu einer „virtuellen Staatspolizei“ gewandelt, wie Jamelle Bouie es ausdrückte.

Es gibt erschreckende Gründe für die Verwandlung des ICE von einer aggressiven, skrupellosen Behörde zu Trumps persönlicher paramilitärischer Truppe. Trumps innenpolitische Agenda dreht sich um die Umgestaltung der politischen Kultur der USA von liberal zu illiberal durch die Einschränkung von Bürger- und Menschenrechten, die Beendigung der zunehmenden Bevölkerungsvielfalt und die Schaffung (oder Fantasievorstellung) eines weißen Paradieses sowie die Förderung der Interessen von Unternehmensoligarchen und digitalen Feudalherren. Daher die Angriffe auf Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion (DEI); daher die gewaltsame Bekämpfung der Einwanderung und das Einreiseverbot für Bürger aus „Drecksländern“ in die USA; daher die Auslöschung der nicht-weißen Geschichte; und daher der Krieg gegen die organisierte Arbeiterschaft.

Die erfolgreiche Umsetzung all dieser Maßnahmen erfordert Loyalität gegenüber Trumps Handlungen seitens der Beamten in der Verwaltung, Konformität seitens der wichtigsten institutionellen Akteure und eine unterwürfige Zivilgesellschaft. Kein Regime, wie repressiv es auch sein mag, kann seine Politik umsetzen, ohne über ein großes Netzwerk von Verbündeten, von einflussreichen Akteuren, die zur Konformität bereit sind, zu verfügen und die Kontrolle durch die Bürger und die Zustimmung der Bevölkerung zu besitzen. Trump ist es gelungen, sich Loyalität zu sichern, indem er Verbündeten und Unterstützern wichtige Positionen in der Bundesregierung angeboten und Beamte durch politische Loyalisten ersetzt hat. Er hat elitäre Institutionen mit Drohungen und Einschüchterungstaktiken gezwungen, sich seinem Willen zu beugen, während Tech-Milliardäre und andere Mitglieder der Oligarchie ihm aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen die Füße küssen.

Es ist jedoch für jedes Regime schwieriger, die Öffentlichkeit unter Kontrolle zu halten, als elitäre Institutionen und Mitglieder der Wirtschaftselite zu unterwerfen. Hier kommt ICE ins Spiel. Die Taktiken des ICE zielen darauf ab, Angst unter den Menschen zu schüren und Chaos in den Gemeinden zu stiften. Dies ist Teil einer übergreifenden Strategie, die darauf abzielt, die Opposition gegen Trumps innenpolitische Agenda zum Schweigen zu bringen und den Bürgern klar zu machen, dass dies der Beginn einer neuen Ära für die Vereinigten Staaten ist. Unter Trump 2.0 wird keine Meinungsverschiedenheit toleriert, und unerwünschte Elemente, die „radikale Linke” und alle, die als unpatriotisch gelten, werden ausgemerzt.

Die US-Bürger sind ebenso wie die Einwanderergemeinschaften im ganzen Land das Ziel von Trumps Gesetzlosigkeit. ICE-Agenten, die Masken tragen und in militärischer Ausrüstung gekleidet sind, spiegeln die Militarisierung der Strafverfolgung wider, die ein Markenzeichen faschistischer Regime und brutaler Diktaturen ist. Und die Botschaft, die mit dem Einsatz einer paramilitärischen Truppe, Trumps eigener Schlägertruppe, in den Gemeinden des ganzen Landes vermittelt werden soll, lautet: Entweder bist du für uns oder gegen uns. Dies war in der Tat die beabsichtigte Botschaft hinter dem Mord an Renee Nicole Good. ICE-Agenten, die US-Bürger willkürlich anhalten und von Tür zu Tür gehen, um einen Nachweis der Staatsbürgerschaft zu verlangen, wie es in Minneapolis-St. Paul und anderen Orten geschehen ist, sind Szenen, die an Nazideutschland erinnern und Bände über die von der Trump-Regierung angestrebte soziopolitische Ordnung sprechen.

ICE agiert bereits ähnlich wie die Schwarzhemden (Italien) und die Braunhemden (Deutschland) unter Mussolini bzw. Hitler. Der Faschismus klopft nicht an die Tür der USA. Er ist bereits im Inneren. Und Minneapolis hat sich zum „neuen Epizentrum des Widerstands gegen Trump“ entwickelt, wie es die führende französische Zeitung Le Monde treffend formulierte. Die einzige Frage ist nun, ob die Bürger im ganzen Land bis zum Ende Widerstand leisten werden, bis der Faschismus vollständig besiegt ist, oder ob sie sich der Angst und Einschüchterung beugen und sich damit nicht nur ihrer Grundrechte, sondern auch ihrer Würde berauben lassen, was letztlich das ist, was der Faschismus den Menschen antut.

Der in Common Dreams im englischen Original erschienene Artikel wurde unter der Lizenz CC BY-NC-ND-3.0 veröffentlicht. 

C.J. Polychroniou

C.J. Polychroniou ist Politikwissenschaftler und hat an zahlreichen Universitäten und Forschungszentren in Europa und den Vereinigten Staaten gelehrt und gearbeitet. Seine neuesten Bücher sind „The Precipice: Neoliberalism, the Pandemic and the Urgent Need for Social Change” (Eine Sammlung von Interviews mit Noam Chomsky; Haymarket Books, 2021) und „Economics and the Left: Interviews with Progressive Economists” (Verso, 2021).
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101 Kommentare

  1. usa hitler 2.0 in nahezu 1zu1 umsetzung.

    wird hier bei uns auch nicht anders ablaufen sobald die afd am ruder ist.
    allein die cdu csu sorgt ja schon inkl. steigbügeln gehalten von der spd für die vorbereitung des gemachten ehebettes…
    entsprechend mildern etliche mediale deutschland-outlets die politische situation ab. auch exakt so wie damals.
    der deutsche neigt dazu, sich selbst als menschen hinzustellen, der nicht schlecht sei, während er in taten gerade das gegenteil beweisen würde. in für aussenstehende offensichtlicher erklärungsnot wird dann auch gerne mal der hinweis ausgepackt, daß alle anderen ja schliesslich genauso schlecht seien

    1. In Deutschland sind es die linken Terrortrupps wie die Antifa die versuchen den
      SS Schergen nachzueifern, nicht die AFD. Haben Sie etwas zur Aufklärung der
      Stromattentats in Berlin von der CDU, den Grünen oder der SPD gehört? Werden
      Sie auch kaum, da diese Terrorbanden von diesen Parteien auch noch unterstützt
      werden, da sie ihnen auch für den Terror gegen die AFD nützlich sind. Wer hat denn
      bislang die Freiheiten in Deutschland heftig beschnitten. Die AFD war es nicht,
      sie ist noch gar nicht am regieren!!!

      1. Nein, das wird viel schlimmer, wenn die Afd kommt.
        Wie Ken Jebsen es ausgedrückt hat, „Wählt die Afd und schaut zu, wie sie es verkacken“!
        Wie ich schon mehrfach betonte, es gibt keine Partei, die „für“ UNSere Interesssen einsteht.

        Ich vergaß dein 🐟

        1. @ Monotonomer: Meinen Sie wirklich, dass Kayvan Soufi-Saivash, Alias
          Ken Jebsen als ein „unabhängiger“ Moderator etwas taugt? Ich bin bei dem
          Typ sehr skeptisch geworden. Ich bilde mir meine eigene Meinung, in dem
          ich die Reden und Handlungen, insbesondere der kleinen Anfragen der AFD
          im Bundestag genau ansehe und höre. Mir gefällt mir Sicherheit nicht alles
          an den Mitgliedern der AFD. Unter dem Strich überwiegen aber die positiven
          Aspekte. Außerdem hat die AFD jetzt genug Wählergunst um nach der nächsten
          Wahl auch etwas bewirken zu können. Eine Partei die perfekt ist, aber nicht über
          die 5% Hürde kommt, bringt Deutschland geistig und sexuell….. äh wirtschaftlich
          nicht weiter.

          1. Vorschlag zur Güte: Nazis wie dir und deinem Inzestnachwuchs rotzt der Widerstand einfach eine Kugel in die Faschistenfre**e. Problem gelöst. Adresse ist ja bekannt. Nun ja, steht ja alles im Konjunktiv. Bis auf die Adresse. Wendland. Cheers.

          2. Nein, hab ich nie.
            Kayvan Soufi-Saivash alias Ken Jebsen hat aber gerade zu den Anfangszeiten der Plandemie die Widersprüche aufzeigt und so zur Diskussion gestellt.
            Nur, hat mich sein Diskussionsstil so wie seine ganze Art, auch schon früher genervt, weil er oft seinen Gesprächspartnern ist Wort gefallen war und leider auch des Öfteren einfach die falschen Fragen gestellt hatte.
            Warum er sich so dermaßen im Gespräch mit Tahir Chaudhry: https://youtu.be/MD0FNJGBjM4?si=aLV8ASWiWQZUiEe3 um Kopf und Kragen geredet hat ist mir Schleyerhaft.
            Aber, er ist ja leider nicht der Einzige, der in dem, sagen wir mal „pseudokritischen Spektrum“ rechte Ansichten vertritt.

      1. 😤🤬 – alle hysterieren vom Faschismus, aber so gut wie niemand erkennt ihn. dabei sind die Parallelen sowas von erdrückend. Reichstagsbrandt, Bürgerrechte ausschalten, einen Feind aufbauen und radikal entmenschlichen, das Chaos nach innen durch machiavellistische Spaltung und Spannung erzeugen.

  2. Wichtiges Thema, sobald die Einschüchterung/Unterdrückung von Regierungskritikern beginnt, sollte wirklich jedem klar sein, dass irgendeine Form des Totalitarismus vor der Tür steht. Insbesondere in Deutschland, wegen des typischen Beispiels „Braunhemden“. Allerdings ist das Vorgehen des ICE unter Trump ja nicht das erste Alarmsignal, NetzDG, DSA samt zugehöriger NGOs, trusted flaggern, Hausdurchsuchungen oder gar EU Sanktionen wegen Meinungsäußerungen,… sind ebenfalls Anzeichen für den Übergang ins Totalitäre!

      1. Ob das nun autoritär oder schon totalitär ist, möchte ich nicht diskutieren, ist in meinen Augen sekundär. Mit „Übergang“ möchte ich ausdrücken, dass ich den jetzigen Zustand nicht für stabil halte, falls es nicht gelingt den Trend umzukehren, wird es noch wesentlich schlimmer werden! „Konzernfeudalismus“ ist meiner Ansicht nach die treffendste Beschreibung des Endzustands, auf den wir zusteuern.

  3. Die USA haben nie etwas Anderes unterstützt als den Faschismus. Wer nicht glauben mag, dass die USA Hitler in Deutschland zur Macht verholfen, ihn massiv unterstützt und dann aus seinen Raubzügen (ua auch dem Holocaust, Stichwort „Judengold“ bzw. allgemein jüdische Vermögenswerte) den größten Profit geschlagen haben (via Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in der Schweiz), der muss sich nur die Nachkriegsgeschichte anschauen. Es ist nicht nur auffällig, dass in der Bank für internationalen Zahlungsausgleich während des Krieges die wichtigsten und mächtigsten Bänker der Länder gemeinsam an einem Tisch saßen, Geschäfte gemacht haben, während es vornherum hieß, dass sie sich spinnefeind gegenüber stünden, angeblich. Oder John Jay McCloy, der in seiner Funktion als Unterstaatssekretär des US-Kriegsministeriums die Bombardierung von Zufahrtswegen zu zumindest einem KZ verhindert hat, wohl weil er ansonsten Bänker war und es daher eine Art „Interessenskonflikt“ gab (Juden leben lassen oder sich an deren Vermögenswerten bereichern und zugleich Zeugen auslöschen, die später gar noch Rückforderungen stellen könnten). 1936 saß jener McCloy mit Hitler in dessen Vip-Loge, wo sie sich zusammen die olympischen Spiele ansahen. Ok… Ich wollte ja auf die Nachkriegsgeschichte verweisen, z.B. dass die USA den gleichen Faschisten und Diktator wieder in „Amt und Würden“ gebracht haben in Spanien, dem 1936 Hitler schon zur Macht verholfen hatte: Franco.

    Die Liste an Beispielen ist lang. Die Ermordung von Patrice Lumumba gehört in diese faschistische rote Linie der USA, genauso wie die Installation und Unterstützung von Pinochet, später des IS ua in Syrien oder der Faschisten und Nazis in der Ukraine. Auch andere faschistische Umtriebe gehen auf das Konto der USA, z.B. Terroranschläge in Italien, die man zunächst erfolgreich versucht hat linken Kreisen in die Schuhe zu schieben. Inwiefern CxU, AfD, Front National im Wesentlichen ein US-Produkt sind, die Frage lasse ich hier mal offen.

    Krass war auch der Umgang mit Vietnam. Entgegen der Behauptung, dass die Welt vor einer Ausbreitung des Kommunismus oder Sozialismus stünde (wohl weil beides die besseren Argumente hat als der Faschismus), ging es den USA immer nur darum den Faschismus international durchzusetzen. Nebenbei haben die USA vielfach den Kommunismus zum Feindbild erklärt, obwohl die angestrebten Ziele der Wiedersacher überhaupt gar nichts mit Kommunismus zu tun hatten. Worum ging es im Bürgerkrieg in Spanien 1936? Das ist die eigentliche Angst, die die Machteliten haben: die Selbstbestimmung und -Verwirklichung der Menschen, die Selbstverwaltung. Ohne Führer leben zu wollen ist für die Faschisten dieser Erde „Chaos“. Nur ein Führer kann in deren Augen „Ordnung“ herstellen (was nichts anderes als Faschismus bedeutet, sowie die sog. „regelbasierte Ordnung“ nichts anderes als Faschismus ist, wo eine Herrenrasse die Weltbevölkerung unterjocht). Der Begriff Anarchie – worum es im Bürgerkrieg 1936 in Spanien ging (der eigentliche Beginn des 2. Wk, weil sich Hitler daran zumindest logistisch beteiligt hat) – hat folglich gar nichts mit der Definition zu tun, die Faschisten darüber verbreitet haben. Es bedeutet nicht Chaos sondern eine andere Organisationsform, die den Menschen selber in den Mittelpunkt hebt, nicht irgendwelche Führer, die alle anderen unterwerfen wollen.

    Und das war auch das eigentliche Problem mit Vietnam. Die Geschichte war Folgende: Frankreich hatte Indochina (Vietnam ist ein Teil davon) besetzt und kolonial ausgebeutet. Dann kam der zweite Weltkrieg. Deutschland hat Frankreich binnen kürzester Zeit überrannt und unter Kontrolle gebracht. Damit viel auch die Kontrolle über Indochina an Deutschland. Um nicht selber operativ die Kontrolle übernehmen zu müssen – was wohl eine zu große und schwierige Herausforderung gewesen wäre, war man doch an anderer Stelle bereits vollkommen ausgelastet – hat Deutschland die Kontrolle an Japan übertragen. Nach dem Krieg ging es dann darum, dass Frankreich die Kontrolle über Indochina zurück erlangen wollte bzw. umgekehrt die dortigen Menschen sich gesagt haben, dass sie nicht mehr kolonial ausgebeutet und unterjocht werden wollen.

    Das Wesentliche, worum es im Vietnamkrieg also ging, war also nicht irgendeine Idee oder Ideologie. Es war schlicht, dass die Menschen frei sein wollten, ihre Zukunft selber gestalten wollten. Für die USA, die den Krieg dann von Frankreich übernommen hatten, ging es schon damals um ganz grundsätzliche, existenzielle Fragen. Die Erzählung von der angeblichen kommunistischen Gefahr diente nur der Lenkung der Massen, der Manipulation. In Wahrheit mussten die USA Sorge haben, dass die Vorgänge um Indochina Schule machen würden, sprich alle kolonial unterjochten Völker ihren Herren und Ausbeuter abschütteln wollen könnten und das erst Recht, wenn Vietnam einen Erfolg für sich verbuchen könnte. Der Ausgang der Geschichte ist, dass die USA den Vietnamkrieg zwar auf dem Papier verloren haben, aber trotzdem ist es kein vorzeigbares Vorbild für andere Völker, weil der Preis einfach enorm war (und es immer noch ist).

    Nur durch die internationale Ausbreitung des Faschismus können die USA sicherstellen, dass diese Ideologie sich unangefochten durchsetzt, da einfach allein schon die Vorstellungskraft zu einem besseren, zu einem freien System fehlt. Niemand kann sich vorstellen, wie es besser gehen könnte. Und außerdem ist da natürlich die absolut brutale und genozidale Gewalt der USA. Die USA sind bereit ganze Völker auszulöschen, um dem Faschismus zum Durchbruch zu verhelfen und alle Alternativen (z.B. Gaddhafi, der seinen Bürgern eine gute Versorgung bot) zu beseitigen, um allein schon nur die Idee zu bekämpfen, dass man ein freies Leben anstreben könnte.

    1. Der ideologisch größte Feind der USA ist das im Grunde in dieser Hinsicht erfolgreiche Kuba. Ich hab mal zwei Filme eines YouTubers gesehen. Einer handelte von Kuba, wo er zeigt, wie schlecht das System funktioniert. Der andere Film handelt vom von den Briten kapitalistisch entwickelten Hongkong. Er sprach dort verharmlosend von „Schattenseiten“ des in der einstigen Kronkolonie betriebenen Kapitalismus, zeigt dann Menschen die defacto in Käfigen leben… ok, es sind kleine Boxen, kaum größer als Särge, deswegen heißen sie auch Sargwohnungen, Wohnungen, die in viele solcher kleinen Boxen aufgeteilt wurden, um sich auch noch am Leid der Ärmsten zu bereichern. Ansonsten sei der Kapitalismus dort ein Erfolgsmodell. Ich komme da zu einem anderen Schluss. Für mich sind solche Bilder der Inbegriff des Scheiterns des Kapitalismus. Genauso die Bilder über Obdachlosigkeit oder Drogenabhängige im Westen.

      Jedenfalls hat Kuba ja den irgendwie heiligen Gral der USA angegriffen und die Mafia aus dem Land geworfen. Das geht natürlich nicht. Kuba ist auch so eine miese Masche, wie sie die USA öfter an den Tag legen: propagandistisches Foulspiel. Erst werfen sie ihre Gegner in den Dreck, treten mit dem Fuß auf dessen Hals und behaupten dann „da… seht her… er kann gar nicht laufen“. Dass Kuba so arm dran ist, das liegt wohl weniger am Kommunismus, Sozialismus oder irgendetwas Anderem, sondern in der Hauptsache daran, dass die USA das kleine Land absolut strangulieren mit ihren Sanktionen. Erst wenn das nicht gegeben wäre, erst dann könnte man sich ein Bild davon machen, könnte man schauen, ob das Modell Kuba funktioniert oder nicht. So aber ist das nicht möglich.

    2. Sehr guter Beitrag. Als Ergänzung möchte ich noch die deutschen „stay behind“ Schläferzellen erwähnen: Die Nazis als auch die ukrainischen Nationalisten sind die besten Verbündeten der USA in Europa, weil sie aufgrund der Geschichte sich niemals auf die sowjetische/russische Seite schlagen werden.

      Der Faschismus wurde als Antwort der Besitzstände auf das allgemeine Wahlrecht erfunden (die Bauern und Arbeiter stellten plötzlich die Mehrheit). In den USA ist er seither zur Staatsräson geworden, deine Beispiele zeigen sehr gut wie sich das extern „ausdrückte“. Aber auch intern ist er klar zu erkennen (Gesundheit und Bildung nur für die, welche es sich leisten können, etc).

      PS: Die EU ist längst auch so ein Projekt, hat sogar mit unserer geliebten Führerin die entsprechende Abstammung..

  4. Es ist an der Zeit, dass die liberalen Demokratien Europas den USA den Krieg erklären, weil Trump ein imperialistisches, kapitalistisches Faschistenschwein ist, das die illegalen Migranten vertreiben will und die woke Freiheit unterdrücken will.

    1. “ imperialistisches, kapitalistisches Faschistenschwein “

      Mainstream wäre “ imperialistisches, kapitalistisches Faschisten“Dreck“ schwein “ o))))

    2. „Woke“ ist aber das Gegenteil von Frei….auch das haben anscheinend die Meisten von euch immer noch nicht verstanden.
      Es gibt keine Guten mehr und „Links“ ist ebenfalls tot!

      1. Stimmt, es gibt keine Guten mehr. Selbst das Christkind windet sich heute
        als ekeliger Schleimklumpen wie das Alien aus dem gleichnamigen Film
        in der Krippe.

  5. „Es gibt also unheimliche Ähnlichkeiten zwischen Trumps Vereinigten Staaten und dem Aufstieg des italienischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus,“

    Das wichtigste aber wurde nicht erwähnt, die enorme Armut die eben die vorhergehenden Regierungen hinterlassen haben, genau wie Italien damals und auch Deutschland …
    Was nützt solch relativ objektiver Journalismus wenn der Kern des ganzen nicht sichtbar gemacht werden soll ?
    Faschismus folgte immer nach enormer Massenverarmung, und für die Massenarmut in der US Bevölkerung trägt nicht Trump die Schuld ..
    Berlin, 50 Jahre alter Mann, Familie , Kinder , Frau, 30 Jahre Arbeit dann Trennung, und dann Straße als einzige Chance ..
    Wer so Menschen behandelt, der muss sich nicht wundern wenn zunehmend immer mehr Menschen Faschismus sympatisch finden .. Jeder Mensch bekommt nur 1 Leben .. und das ist für diese der Maßstab, und nur das o(
    Über 900 bis 924 Milliardäre verfügt alleine USA, und dann über “ Faschistische Tendenzen“ sich monieren … o)))

    1. Doch, das muss einem sehr wundern, warum die so ticken, dann gibt man nicht einfach „den Verhältnissen“ die Schuld. Kiesewetter hat Zelensky als „Führer der freien Welt“ bezeichnet und in der Ukraine übernehmen bekennende Neonazis die Macht.

    2. … und für die Massenarmut in der US Bevölkerung trägt nicht Trump die Schuld

      Trump hatte also zuvor bei der Caritas gearbeitet? Interessant. Und ich dachte, der sei ein Immobilienhai.

    3. So lange es Die Reichen gibt, wird und kann sich nichts ändern!
      Erst, wenn die herrschende Klasse mitsamt ihrer Funktionselite und allen kapitalistischen Strukturen beseitigt sind, könnte sich überhaupt etwas bessern.

  6. „[…]ICE wurde während der Obama-Regierung besonders aggressiv, wobei US-Liberale gerne vergessen, dass sie für über 3 Millionen Abschiebungen verantwortlich war[…]“

    Wie alle hier wissen liegt es mir absolut fern Donald Trump, J.D. Vance, Rubio und Co. (Republikaner) zu verteidigen, aber dennoch halte ich es für überaus aufschlußreich sowie interessant zu erfahren, dass die „besonders aggressive“ ICE gar keine Schöpfung von Donald Trump ist sondern von seinem Amtsvorgäner Ex-US-Präsident Barack Obama (Demokraten)

    Insofern ändert sich für die US-AmerikanerInnen ja wenig, da die, wie ich bereits erwähnt habe in einer 2-Parteien-Diktatur leben, und dies schon seit 1776, die seit dem 11. September 2001 in Richtung „Faschismus“ abdriftet, und zwar ganz egal unter welcher Partei – ob US-„Demokraten“ oder US-„Republikaner“.

    Ich verlass mich da voll auf die US-Zivilgesellschaft, die bis dato noch jede demokratische Krise abgewendet hat – nicht auf die US-Politik, siehe oben – nur wenig Unterschied zwischen Obama- und Trump-Regierung….., aber wie schon gesagt die US-Zivilgesellschaft hat schon einmal einen Faschismus in den USA abgewendet – damals vor 1933……als Adolf H. in NS-Deutschland noch am Anfang seiner Karriere als Diktator stand, und diverse US-Politiker, und Konzernbosse (z.B. Henry Ford), mit einem realen Faschismus in den USA liebäugelten…..

    Gruß
    Bernie

    1. „Das U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) wurde 2003 im Zuge der Umstrukturierungen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gegründet. Die Gründung erfolgte als Teil des Homeland Security Act von 2002, der die Sicherheitsarchitektur der USA neu ordnete und das Department of Homeland Security (DHS) schuf. ICE übernahm dabei Aufgaben, die zuvor von der Immigration and Naturalization Service (INS) wahrgenommen wurden, insbesondere in den Bereichen Einwanderungs- und Zollkontrolle sowie Strafverfolgung“

      Präsident war 2003 George W. Bush

      1. @Zebraherz

        Danke für den hilf- und aufschlußreichen Hinweis von Ihnen, aber warum schreibt der Artikelschreiber dann was von Barack Obama (US-Demokraten)?

        Das wird wohl des Artikelschreibers Geheimnis bleiben nehme ich mal stark an 😉

        Ansonsten bleibe ich dabei, die USA wird auch unter Donald Trump nicht in Richtung Faschismus abdriften, da gibt es eben noch eine starke US-Zivilgesellschaft gegen solche Bestrebungen – das ist die wahre Stärke der US-Gesellschaft die bis jetzt noch jede Krise gemeistert hat 😉

        Zugegeben bin Fan von Martin Luther King, John F. Kennedy, Abe Lincoln & Co, daher rührt mein Optimismus, dass die USA nie in Richtung einer realen Undemokratie abdriften wird……egal wer gerade die US-Politik in Washington D.C. meint zu bestimmen…..oder wie die US-Undemokratie heißen soll, die die dortigen „Eliten“ anstreben….. 😉

        Gruß
        Bernie

      2. ich erkannte damals schon, dass der Reichstagsbrandt 2.0 der Grundstein für heutige Ereignisse war. die intellektuelle EU-chunisierung der Linken hin zur nenn-Linke lief aüßerst erfolgreich, so dass dank diverser Ideologien niemand mehr innerhalb der Linken die USA und ihr massives abdriften in den Faschismus thematisierte, gar wahr nahm. – Popanze jagen und Ersatz-schickelgruber projezieren, jz habn‘ wir den Salat.

      1. @Monotonomer: Ihr ständiges „die wollen uns töten“ erinnert mich jedesmal an
        Klaus Kinski bei Edgar Wallace. „Ich werde sie töten“ hauchte er dort. Zu der Zeit
        hat noch keiner an diesen ganzen Quatsch gedacht und es war alles noch so schön
        schwarz weiß.

        1. Klaus Kinski war eine tragische Figur.
          Er kokettierte zwar damit, aber er hatte in vielem Recht.
          Wir haben viel zu wenig Kinskis in unserer Gesellschaft.
          Ich wiederhole das aber eben nur genau so, weil ich das jetzt seit über 50 Jahren mache und nur die ständigen Wiederholungen erwiesenermaßen eine Veränderung bringen.

  7. Na, ich weiß nicht!
    Ich stimme dem Autor in seiner Analyse absolut zu, das ist Faschismus, keine Frage, diese ICE – Leute mit der SA zu vergleichen, liegt auf der Hand, zumal, wenn man bedenkt, das SA und SS nach der Machtergreifung ganz offiziell zu Hilfspolizisten mit hoheitlichen Befugnissen ernannt wurden!
    Das der Faschismus im Inneren der USA angekommen ist und das nicht erst seit Trump, dem pflichte ich bei!
    Dennoch könnte es sein, das Trump den Bogen überspannt.
    Die Amerikaner sind keine Deutschen, sie haben immer schon hohen Wert auf ihre persönliche Freiheit gelegt, sie mögen Militaristen sein, sie mögen evangelikal sein, sie mögen ungebildet sein und sich für den Nabel der Welt halten!
    Aber ihre persönliche Freiheit und ihre Rechte, ob tatsächlich oder vermeintlich, sehen sie als ihre höchsten Güter an.
    „The land of the free“ ist ein sakrosankter Glaubenssatz. Das machten mir sämtliche Amerikaner, die ich kennenlernte, überdeutlich, auch die Verwandten meiner verstorbenen Frau.
    Das werden die sich nicht gefallen lassen, das Mütter ( auch eine heilige Kuh in den USA) auf offener Straße erschossen werden, das Personen auf offener Straße kujoniert werden, das man zu Kontrollzwecken an Haustüren hämmert!
    Die Deutschen sind Heimchen am Herd, hat man bei Corona gesehen!
    Nochmal, die Amerikaner sind keine Deutschen!
    Und außerdem sind sie bewaffnet!
    Dort gibt es mehr registrierte Schusswaffen als Einwohner, die nicht registrierten nicht mitgezählt!
    Auch deren Waffengesetze sind auf verquere Weise Ausdruck ihres Rechtes auf persönliche Freiheit.
    Und was für Waffen dort erlaubt sind!
    Ich bin mir ziemlich sicher, das die Amerikaner so etwas nicht lange mitmachen werden.
    Eine große Zahl betrachtet die Bundesregierung per se als Feind und in einigen Bundesstaaten, z. B. Texas, werden die Stimmen immer mehr und lauter, die gar eine Sezession fordern!
    Wenn sich Minneapolis ein paar mal wiederholt, was es tun wird, da solche Truppen wie die ICE schon grundsätzlich dem „Wir und die Anderen“ frönen und omnipotentes Selbstverständnis entwickeln, wird mit Sicherheit eine Gegenreaktion einsetzen, die sich gewaschen haben wird!
    Dann implodiert „Gods own Country“ und zerlegt sich selbst!
    Da bin ich mir ziemlich sicher!
    Trump überzieht sein Blatt, das glaube ich schon!
    Wie gesagt, die Amerikaner sind keine Deutschen!

    1. @Wallenstein

      Ich verlaß mich da auch ganz auf Ihren Optimismus, denn wie von mir bereits erwähnt die US-Zivilgesellschaft hat schon viel Schlimmeres verhindert, damals als in Europa noch der echte Adolf Hitler und Benito Mussolini regierten.

      Gab ja damals schon Bestrebungen in den USA den europäischen Faschismus einzuführen, aber die US-Zivilgesellschaft hat das einst schon verhindert sowie die Demokratie bewahrt, denn wie Sie ganz richtig bemerkt haben:

      „[…]Wie gesagt, die Amerikaner sind keine Deutschen![….]“

      Zustimmender Gruß
      Bernie

    2. Das Ding ist, die (meisten) Waffennarren sind bezügliche ICE voll und ganz hinter ICE/Trump. Geht ja gegen „illegal aliens“, das freut die genauso wie es die Anhänger der NSDAP damals freute.

      Deren Problem ist hauptsächlich, dass Trump in der Tasche der Zionisten steckt und ihren Antisemitismus nicht teilt. Liess mal Kommentare zb auf „zerohedge“, da hast du rassischtische Vollidioten Bingo in ca 3 millisekunden.

      Zudem, wie die gesamte Überwachung etc spätestens seit 9/11 zeigt: Die machen viel Lärm wenn es um Zusatzartikel 2 geht („defend our rights with arms“) aber keinen Mucks wenn irgendein anderes Recht geschliffen wird.

      1. Zustimmung!
        Die gibt es, keine Frage!
        Und ebenso Rassisten, da sind in der Tat viele der Trump-Anhänger zu finden!
        Aber die anderen gibt es zu Hauf eben auch.
        Das Land ist gespalten und die Freiheitsrechte ganz gewiss eine der heiligen Kühe. Sie haben recht mit Ihrem Kommentar!
        Aber ich bin von dem meinen dennoch überzeugt!

        1. @Wallenstein

          „Aber ich bin von dem meinen dennoch überzeugt!“

          Sehr geehrter Wallenstein,
          ich bin mir nicht sicher, ob Sie die Aussage von @Prime Evil in ihrer Bedeutung vollständig erkannt haben, daher eine Frage (ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen):

          Wenn die Prepper und die Waffennarren überwiegend bei den Republikanern zu verorten sind, von welcher Gruppe genau erwarten Sie relevanten Widerstand?

          Ich persönlich befürchte: da ist nichts und da kommt nichts.
          Wenn die Grundrechte geschleift werden, wird niemand dagegen aufstehen, wie immer.

          Ich wünschte, ich würde mich irren.

          1. Nun, auch von eben diesen Gruppen.
            Es ist schließlich etwas anderes, wenn diese Leute, obwohl Trump-,Anhänger, sehen, das ihre Rechte auf persönliche Freiheit geschmälert werden.
            Außerdem sind längst nicht alle Waffennarren Republikaner, genauso wie Demokraten ebenso Militaristen sind.
            Und wenn man bedenkt, wie viele unentschiedene Bundesstaaten bei den Wahlen vorhanden sind, so ist es durchaus so, das die Spaltung des Landes eher als Zickzacklinie verläuft und nicht als Grade.
            Als man während der Vietnamproteste Studenten erschoss, war für die Mehrheit der Amerikaner Schluss mit Lustig.
            Die Verwandten meiner Frau sind Republikaner und Waffennarren, Mitglieder der NRA sogar und sind empört über Minneapolis, wie sie mir unlängst erst telefonisch mitteilten.
            Aber Sie sind mir keineswegs zu nahe getreten, ich bin für Diskussionen immer zu haben, dies nur nebenbei!👍

  8. Gleiches oder Ähnliches werden wir in DE vermutlich auch bald erleben falls die rechte trumpfreundliche und transatlantische AFD an die Regierung kommt.
    Man kann davor nicht oft genug warnen! Wehret den Anfängen!

    1. Wer hat denn in totalitärer Weise den Röper sanktioniert?

      Der totalitäre, faschistoide Staat existiert bereits ohne AfD. Es ist zu spät, den Anfängen zu wehren.

    2. Ein bißchen spät von „Anfängen“ zu reden.
      Spätestens seit der Spezialoperation 9/11 ist dem so.
      Wir folgen nur den Amis und das seit 45.

    3. Sehe das ähnlich wie Dan.
      Der Patient Unseredemokratie muss mit allen Mitteln geheilt werden, auch wenn das sein Leben kostet.

      Zur Erinnerung, Major Booris, Ben Tre in Vietnam: „Es war nötig, das Dorf zu zerstören, um es zu retten.“

  9. Auf die Blauen warten, das muß nicht sein. Die längst lauernden Koalitionäre – ob schwarz oder auch die vermeintlich leicht angerötet – bemühen sich schon längst mit aller Kraft, die finale Machtergreifung vorzubereiten. Da braucht’s nicht mal der Erwähnung von ‚Ermächtigungsgesetzen‘, da reichts völlig, z.B. heute auf das Anzeigenblättchen ‚Der Sonntag‘ aus Freiburg zu verweisen, jenes Machwerk. Extra eingeführt um die ganzen Widerborste, die die
    Wochenausgabe zu meiden wissen, doch noch einzufangen.

    Was war denn bspw. nur heute dort ‚zu vernehmen‘, was wurde da so verlautbart? Nun, auf der ersten Seite – dick und fett die Überschrift: „Mit Strom gegen Unruhestifter“! Nur noch fett direkt darunter der Aufreißer: „Streifenpolizisten in Teilen Südbadens testen eine neue Waffe. Mit dem sogenannten Taser können Angreifer sofort außer Gefecht gesetzt werden …“. Daneben das Beweisbild (gefühlt 20×20 cm in Faaaabe) mit dem sympathischen jungen Mann in Uniform und einem Taser im Anschlag. Die Bildunterschrift: Der Polizeibeamte Luca Bühler präsentiert … (nein, nicht das Gewehr )… den Taser 7 bei der Vorstellung. Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als allein der Name jedes Polizisten noch Staatsgeheimnis zu sein hatte, lang, lang ist’s her.

    Aber sicher doch, es soll auch – lt. 6-Spalten-Ganzseiten-Artikel – Kritik am baldigen Einsatz geben. Anfangs hatte es ja geheißen, es habe sich um eine ‚Vorstellung der neuen Geräte‘ gehandelt, aber wohl doch nur für den Umkreis der einstigen ‚Green City‘. Wie heißt es dann auch gegen Ende: „Der Taser ist kein harmloses Einsatzmittel, es kann zu Todesfällen kommen.“ Woher man das wissen will? Na, weil es gleich zu verlautbaren gilt „Elf Todesfälle habe es durch den Taser innerhalb von drei Jahren in Deutschland bereits gegeben“. Aber Entwarnung, sofortige zumal! „Die Bundesregierung bezweifelt diese Zahlen und erwidert, dass ihr keine Fälle bekannt seien …“

    Ein paar Seiten später – nur der Vollständigkeit halber – dann auch, dass (mutmaßlich zivile) Stadtverwaltung Lörrach auch um das Wohl ihrer Bürger putativ fürsorglich bemüht zu sein haben: „Straßensperren bleiben über Fastnacht: Noch bis nach der Fastnacht bleiben die Zufahrts- und Terrorabwehrsperren rund um die Fussgängerzone stehen“. Na ja, sind eben Wahlen demnächst, das Volch braucht Sicherheit! ‚For our own security‘, wie es gefälligst zu heißen hat. Dafür wird – keinesfalls soll – auch im ‚Ländle‘ von Opa Kretsche und dem eigentlichen ‚Machthaber‘ – dem Polizeiminister und Gatte von der obersten TV-Qualitätssichererin und somit mal Schwiegersohn von der ‚Schwarzen Null‘ – jenes Werkzeug final digitaler Natur zum Einsatz kommen, das bei unseren Freunden von der ICE overseas schon längst im Einsatz. Wie auch anderswo, mit besten
    Ergebnissen, wie wir allseits feststellen dürfen?

    Was weiß Google’s KI – bis eben noch – übersichtsmäßig dazu: „Palantir-Software, insbesondere Gotham und spezialisierte Ableger, wird in Deutschland seit 2017 von mehreren Landespolizeien (Hessen, NRW, Bayern, Baden-Württemberg) zur Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt. Unter Namen wie „HessenData“ oder „VeRA“ (Bayern) verknüpft das System große Datenmengen, stößt jedoch wegen Datenschutzbedenken und möglicher US-Zugriffe auf Kritik.“

    Wie verlautbart dann z.B. auch das „Business and Human Rights Center“: „Palantir allegedly enables Israel’s AI targeting in Gaza, raising concerns over war crimes … How US Intelligence and an American Company Feed Israel’s Killing Machine in Gaza“. https://www.business-humanrights.org/de/latest-news/palantir-allegedly-enables-israels-ai-targeting-amid-israels-war-in-gaza-raising-concerns-over-war-crimes/. Soso, mach Sachen! Aber wir hatten es im OM-Artikel eigentlich nur um die Nutzanwendungen der ICE, der Einwanderungsbehörde des – wie einst selbst ein Norbert Röttgen in einer TV-Stuhlrunde glaubte, mit Nachdruck verteidigen zu müssen – besten Rechtsstaates aller Zeiten auf Erden. Auch diesbezüglich hat Google-Intelligenz was zu bieten.

    netzpolitik.org vermeldet vor gerade mal 7 Tagen zum Nachdenken Anregendes: „US-Einwanderungsbehörde:  Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd Die US-Einwanderungsbehörde ICE nutzt für ihre Massenfestnahmen zunehmend digitale Überwachungstechnologie. Ein berüchtigter Konzern liefert dafür das „ImmigrationOS“. Doch es gibt Ideen für eine Kampagne, die sich gegen diese Beihilfe zur Menschenjagd richtet.“ (https://netzpolitik.org/2026/us-einwanderungsbehoerde-mit-palantir-und-paragon-auf-migrantenjagd/)

    Und weil wir ihn weiter oben schon mal haben erwähnen dürfen, den Innen- und somit auch Polizeiminister von Baden-Württemberg, darf der Verweis auf die Hatz auf den sogenannten ‚Waldläufer‘ im Sommer 2020 – man bedenke was das gerade sonst noch so los war (!) – wohl kaum fehlen in der causa „Menschenjagden“. Tut mir ja leid, aber auch hier weiß die mächtigste Suchmaschine von Welt Genaueres in Kürze, zumindest eben noch:

    „Der Begriff „Waldläufer Renchtal“ bezieht sich primär auf den Kriminalfall von Yves R., der im Sommer 2020 als „Waldläufer von Oppenau“ (oder „Schwarzwald-Rambo“) bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Hier sind die wichtigsten Fakten:  Der Fall (2020): Yves R. entwaffnete im Juli 2020 in Oppenau (Ortenaukreis) vier Polizisten und floh in die Wälder des Renchtals. Großeinsatz: Eine mehrtägige, intensive Suche mit über 2.500 Polizisten und Spezialkräften fand in der Region statt…“

    Was soll denn jetzt bloß diese Räuberpistole (zu tun haben mit …)? Man bedenke, was es denn so bedarf, um so einen ‚Bullenauftrieb‘ aufstellen zu können? Na ja … und? Ausgerechnet in Oppenau auch noch? Nun ja, immerhin ist das jenes Örtchen eingangs des nördlichen Schwarzwalds, wo ziemlich genau dreißig Jahre zuvor ein Bundesinnenminister von einem – wie es gleich hieß – psychisch kranken Einzeltäter niedergestreckt wurde. Ja, genauuuuu – der Schwiegervater war es, der daraufhin sein weiteres Leben im Rollstuhl zu fristen hatte. Zufälle gibt’s!

    Wie nur soll das alles nur mal enden? Von hierzulande in Schlandiland dürften wir bzgl. ähnlicher Menschenjagden ja allein geschichtlich reichlich versorgt zu sein. Achtzig Jahre und ein paar zerquetschte ist es wohl her, ich muß das bestimmt nicht nocheinmal en détail aufdröseln. Mehr überraschen dürfte das nicht nur Manchen hier, dass es jüngst andernorts dann sogar eine Neuauflage von dieser machtvollen Demonstation zur Volksbereinigung geben sollte. Hatte allerdings mit vertauschten Rollen stattzufinden – sapperlot, über zwei Jahre lang. Und wozu das Ganze? Na, um zu versuchen, sich der Schuld vom ersten Mal per Staatsräsonggg und Zuweisung eines unbegrenzten Rechts auf Selbstverteidigung zu entledigen. Was sonst?

    Im ICE-Land, eigentlich God’s own land, dem „O’er the land of the free and the home of the brave“ und wo auch immer sonst, ist das letzte Vierteljahrtausend – zum Erstaunen vieler womöglich – auch nie gänzlich ohne Menschenjagden ausgekommen. Da verwundern die aktuellen Aktivitäten in keiner Weise. Von den ‚reds‘ über die ‚gooks‘ – zu den anderen Indigenen fehlen mir die Worte – sind die zur Kenntnis gelangten ‚Strecken‘ ja als durchaus beachtlich zu bezeichnen. Aber egal! Die Filme dazu können wir ja bestimmt im Kino immer wieder gerne uns reinziehen, wenn nicht neuerdings sogar im Stream. Für Freunde der Literatur hätte ich dann doch noch einen wirklich heißen Tipp. Nicht Vergangenheit – nein – sondern nahe Zukunft. Willy Vlautin’s – so unbekannt auch wieder nicht – „The Free“ gibt einem schon zu denken. Ohne Grund wird Willy wohl kaum so bestimmte ‚gesellschaftliche Vorgänge‘ erwähnt haben dürfen.

  10. Bürgerkrieg, Rassismus, Waffenwahnsinn, Armut und Verelendung, Kapitalismus in Reinkultur, explodierender Militarismus und Imperialismus mittels eines pervers großen Militärhaushalts von geplanten 1,5 Billionen US-Dollar, Terror gegen Minderheiten und jetzt auch gegen andersdenkende normale Bürger –
    Trump und Konsorten pervertieren das us-amerikanische System und den Kapitalismus und führen alle negativen Eigenschaften dessen ins Extrem.
    Man muss sich klarmachen, dass man quasi nur noch in sog. „Gated Communities“, also abgeschlossenen Gegenden bzw. Vierteln halbwegs sicher leben kann. Trumps Mar-a-Lago in Florida ist da ein Vorbild für Superreiche.

  11. Wieder einmal fällt der Hang der Rechten zum Faschismus auf, der dort in der DNA schlummert und epigenetisch ohne Mühe aktivierbar ist. Je weiter rechts man sich umsieht, desto grösser die Zustimmung zu Trump und seinen Taten.
    Das schliesst allerdings nicht aus, dass der Faschismus nicht auch andere politische Strömungen befällt (wie wir live und in Farbe beobachten konnten und können), aber man kann sich ganz aktuell einen (sehr unappetitlichen) Überblick über die Stimmungslage bei diversen rechtskonservativen/rechten Portalen verschaffen, was das oben gesagte bestätigt. Von der AfD habe ich bis dato auch noch keine kritische Distanzierung zu der ICE-Terrorgruppe gehört, vermutlich feiert man das Vorgehen und bedauert die (noch) fehlende Etablierung hierzulande.

  12. „In Deutschland gründete Adolf Hitler 1921 die SA, die aufgrund ihrer braunen Uniformen als Braunhemden bekannt war. Es handelte sich um Straßengangster, die gewaltsame Einschüchterung gegen Gegner des Nationalsozialismus einsetzten und nicht-arische Bürger, insbesondere jüdische Bürger, angriffen.“

    Das ist ja mal eine neue Information. Ich dachte immer, die SA sei die Kampftruppe der NSDAP gegen ihre innenpolitischen Gegner, also Kommunisten und Sozialdemokraten gewesen. Tatsächlich war sie dann wohl aber eine rassistische Kampftruppe im Einsatz gegen deutsche Juden. So kann man sich täuschen.

    In wie weit ICE eine Kampftruppe des US-Präsidenten und der Republikaner ist, kann ich nicht beurteilen. Es wundert nur, dass diese Truppe bereits unter Obama im Einsatz war. Offenbar ist der Kampf gegen illegale Einwanderer aber nur ein Vorwand um gegen die US-Demokraten vorzugehen.

    1. Sehr gut, ich sage mal was mir auffällt: Die ICE Leute haben praktisch unendlich Budget und den Anforderungen bei der Rekrutierung sind gegen Unten ebenfalls keine Grenzen gesetzt, zu den finanziellen Verhältnisse der Durchschnittsproleten in den Städten muss ich ebenfalls nichts sagen. Trotzdem tummeln die sich zur Bekämpfung der „Aufstände“ nur in 2-3 Bundesstaaten und verursachen schon Demonstrationen wie sie die USA noch nie gesehen hat, auf Lokalität bezogen. Ich wette jedenfalls nicht auf die Braunhemden. Die grosse Frage ist was die Nationalgarde machen wird wenn sie die Braunhemden verstärken soll, bisher räumen sie ja hauptsächlich öffentliche Parks auf, soviel ich mitbekommen habe. Ich weiss nicht was der Trump innenpolitisch im Sinne hat, aber es scheint mir auf eine Defibrillation des Klassenbewusstseins, oder sagen wir erstmal Widerstandskraft rauszulaufen und DAS kann keine Absicht sein. Wenn der Trump bald weg ist, dann sicher nicht wegen den Proleten oder der Aussenpolitik, sondern weil Gavin Awesome ein Impeachment wegen Landfriedensbruch aufgleist, nachdem das EPPSTEIN EPPSTEIN Thema langsam nicht mehr so zieht.

  13. Die US Amerikaner sollten die SS von The Donald, das ICE als die Terroristen die sie sind behandeln. Frei nach dem Motto: Nur ein toter ICE Agent ist ein guter Agent. Dieser mörderische Verein und seine Berufsterroristen sollen als das behandelt werden was sie sind, Schwerverbrecher.
    Und da staatliche Schwerverbrecher in keiner Strafanstalt Aufgenommen werden, bleibt eben nur, die an Ort und Stelle in die Ewigen Jagdgründe zu schicken.

  14. Man muss nicht bei jeder historischen Sache schon beinahe krampfhaft den Vergleich mit Hitler oder Mussolini bemühen.
    Dass Politiker mit gewissen autoritären Tendenzen gegen innenpolitische Gegner eine durchsetzungsfähige und bis ins Paramilitärische reichende Organisation aufbauen, das ist nun nicht so selten in der modernen Geschichte.

    Man muss Trump ja nicht mögen und es gibt gewiss erhebliche Schattenseiten, aber dieses reflexhafte und zwanghafte Erkennen wollen von Ähnlichkeiten zur Zeit vor 100 Jahren und zur Verleumdung von Trump als angeblicher Wiedergänger des Bösen führt nicht weiter, verkennt die Realität und begünstigt letztlich – siehe das Attentat auf Kirk – sogar eine äußerst problematische Aggressionsbereitschaft auf Seiten der US-Gegner von Trump, die im Grunde bis hin zur Akzeptanz von Attentaten und Bürgerkrieg zu reichen droht. Je mehr man den politischen Gegner dämonisiert – und das tut er – desto mehr rechtfertigt er unausgesprochen auch illegale Widerstandsaktionen.

    Es sind unsinnige Vergleiche wie dieser von Herrn Polychroniou, die zur Eskalation der Lage in den USA beitragen. Der Herr liest offenbar immer noch Marx.

    Nein, die MAGA-Bewegung ist keineswegs mit dem Faschismus der Mussolini-Zeit zu vergleichen!

    Ein ganz wichtiger Unterschied besteht nicht nur in den ideologischen Differenzen, sondern auch darin, dass eben nur ein gewisser Teil der US-Wirtschaftsgrößen hinter Trump steht.
    Nein, es handelt sich um einen Konflikt zwischen zwei Elitenfraktionen, bei denen sich beide Seiten auf eine jeweils unterschiedliche Klientel stützen und unterschiedliche politische Vorstellungen haben.

      1. @Kalsarikännit

        Ja und?
        Was wollen Sie damit sagen?
        Hat das etwas mit meinem Kommentar zu tun?

        Außerdem weiß ich nicht, was Sie genau meinen, da es in den USA viele Kirchen gibt.

    1. @Wirth
      Sie stören sich offensichtlich eher an den bemühten Vergleichen mit Hitler und Mussolini als am deutlichen und zunehmend faschistischen Charakter von Trupms Handlungsweisen, hier speziell seiner Schläger-Truppe. Oder hatten sie nur vergessen zu erwähnen, dass sie das Vorgehen des ICE zu den „Schattenseiten“ Trumps zählen?
      Keineswegs vergessen haben sie natürlich die „Verleumdung von Trump“ als Wegbereiter einer „problematischen Aggressionsbereitschaft der Trump-Gegner“ darzustellen, wobei eine politische Einordnung des mutmasslichen Mörders ihres angeführten Opfers „Charlie Kirk“ bis heute nicht sicher erfolgt ist und sich um dieses Attentat diverse ins Auge springende Ungereimtheiten scharen. Ihrer subtilen rechtsdrehenden Demagogie tut das freilich keinen Abbruch.

      1. @Zebraherz

        1. Man muss nicht alles in einem Kommentar behandeln. Ich bin auf das EIGENTLICHE Thema des Artikels eingegangen, nämlich den falschen Vergleich.

        2. Ich habe das Treiben von ICE keineswegs verteidigt, sondern diese Organisation sogar im Gegenteil mit unschönen Organisationen autoritär regierender Politiker verglichen.

        3. Trotzdem: Es ist gut und richtig, dass Trump Abschiebungen vornimmt.
        Oder sind Sie etwa gegen Abschiebungen?? Vermutlich ja. Vermutlich auch in Deutschland.
        Dann wollen sie also – ohne es zu kapieren – chaotische Verhältnisse.

        1. „Oder sind Sie etwa gegen Abschiebungen?? Vermutlich ja.“

          Da gehen sie wieder los, die fantasievollen Unterstellungen des werten Herrn Wirth…
          Die Positionierung der Mitforentin in dieser Frage ist schlichtweg völlig irrelevant für dieses Thema!

          Und wer gegen staatlich legitimierte Schlägertrupps und ihr Herrchen anschreibt, könne ja nur „chaotische Verhältnisse wollen“.
          „Unschön“ sei es, wenn dabei Mütter erschossen und Migranten erwürgt werden. UNSCHÖN!

          Naja, wir gleiten halt ab ins Autoritäre, aber macht doch nix, machen andere ja auch.

          Und weiter oben: wer Trump faschistisch-totalitäre Vorgehensweisen unterstelle, der wiederum könne ja nur aus der marxistischen Ecke kommen; was für ein unfassbar kindlich-manichäisches Weltbild er da doch pflegt – Hauptsache, seine persönlichen Schubladen im Kopf sind immer gut sortiert.

          Das Tempo, in dem sich der werte Herr selbst entlarvt, ist mal wieder atemberaubend.

          1. @Alex_R

            1. Was mischen Sie sich hier ein?!

            2. SIE entlarven sich selbst als geistig unbeweglich, voreingenommen und nicht an sachlicher Argumentation interessiert. Nun, wundert mich bei Linken nicht.
            Bezeichnend ist ja, dass Sie nicht in der Lage waren oder nicht willens waren, meine klar begründete Argumentation in der Sache anzugehen.
            Stattdessen ein sich dem Hysterischen näherndes emotionales Blabla.
            Ich dachte, Sie wären etwas älter und reifer.

            1. Um meine Diagnose zu vervollständigen:

              Zudem meint er darüber befinden zu dürfen, wann & wo wer mitkommentieren darf oder es zu unterlassen hat.
              Unbotmäßigkeit in dieser Sache wird von ihm hysterisch mit dem Vorwurf der Hysterie verfolgt; ein klarer Fall von Projektion.

              Wünsche ihm gute Genesung!

            2. Ihre „klar begründete Argumentation“ ist nichts anderes als Rechtfertigung und Relativierung (und Bullshit) von Gewalt gegen die wehrlosesten Gruppen der Gesellschaft, und wenn das Tempo so weitergeht könnten Sie sich irgendwann in einer dieser verfolgten Gruppen wiederfinden.(und das ist eine Warnung)

              Aber seit 1986 fahren Sie ja auf der Siegerstraße und sind Immunisiert gegen dieses Emotionale gedusel welches andere als gutes Zusammenleben kennen oder kannten.

        2. „Chaotische Verhältnisse“ die wir uns selbst durch unsere imperialistische Vorgehensweise erschaffen haben.
          In Europa so wohl als auch, oder gerade in den USA.
          Aus der Sicht der herrschenden Klasse, ist es sicherlich richtig diese auch noch zu verteidigen, zeigt also wessen Geistes Kind sie sind.
          Und, ja, sicher, um auf den Vergleich zurückzukommen, gibt es ganz eindeutige Parallelen zur SA vergangener Zeiten.
          Der Mensch nimmt nun mal vergleichend wahr.

        3. @Wirth
          Es lohnt, ihre „Argumentationsweise“ für einmal genauer anzuschauen:

          – zu 1.
          Um sich zu rechtfertigen, definieren sie (wie so oft) das EIGENTLICHE Thema einfach zu ihren Gunsten um.

          Das Thema ist gemäss Überschrift: „Trump hat seine eigene faschistische paramilitärische Truppe aufgebaut“.
          Unter dem Bild wird zusammenfassend erklärt: „Die Taktiken des ICE zielen darauf ab, Angst unter den Menschen zu schüren und Chaos in den Gemeinden zu stiften. Dies ist Teil einer übergreifenden Strategie, die darauf abzielt, die Opposition gegen Trumps innenpolitische Agenda zum Schweigen zu bringen und den Bürgern klar zu machen, dass dies der Beginn einer neuen Ära ist.“
          Lediglich ein Absatz von 15 befasst sich direkt mit dem Vergleich zwischen dem ICE und den Schlägertruppen Hitlers und Mussolinis. Ein weiterer Absatz darunter beleuchtet nur kurz deren Entstehungsgeschichte und ein einzelner Satz weist im letzten Abschnitt nochmals auf die Ähnlichkeit hin.

          -zu2.
          Von „unschönen Organisationen“ haben gar nicht geschrieben, sondern:

          „Dass Politiker mit gewissen autoritären Tendenzen gegen innenpolitische Gegner eine durchsetzungsfähige und bis ins Paramilitärische reichende Organisation aufbauen, das ist nun nicht so selten in der modernen Geschichte.“
          Mit anderen Worten: Alles normal soweit, es gibt hier nichts zu sehen, bitte gehen sie weiter.

          -zu3.
          „Trotzdem“. Trotz was? Trotz der Morde? Trotz des deutlich als faschistisch und paramilitärisch erkennbaren Charakters des ICE?
          Dann kommen, wie so oft, Unterstellungen und Mutmassungen: „Oder sind Sie etwa gegen Abschiebungen?? Vermutlich ja. Vermutlich auch in Deutschland.“
          Abschliessend noch eine weitere Unterstellung mit Herabsetzung: „Dann wollen sie also – ohne es zu kapieren – chaotische Verhältnisse.“

          Exemplarisch zeigt dieser Antwort-Kommentar von ihnen ihre perfide (meist eher subtile) demagogische Art und Weise, die sich in vielen ihrer Kommentare mehr oder weniger deutlich zeigt.
          Immerhin haben sie in diesem Beispiel darauf verzichtet, ihre Privatmeinung als Fakten zu verkaufen und deren Widerlegung zu fordern.

    2. Vielleicht mal etwas Grundsätzliches: Vergleichen kann man wirklich ALLES. Der Mond ist käsiger als meine Socken und Rüben biologischer als Klaviernoten, um dem alten Marx mal ein Bisschen die Ehre zu nehmen. Wer sagt „das kann man nicht vergleichen“, der meint eigentlich „das kann man nicht gleichsetzen“ und das wiederum kann ebenfalls nur Eines heissen, da es sich ja offensichtlich um zwei verschiedene Sachen handelt: Das sollte man moralisch nicht gleich BEWERTEN, also nicht gleichermassen verurteilen. So, das war genug Aufklärung für heute, ich gehe mich wieder an Scheiterhaufen ergötzen.

  15. ICE hat in Minneapolis schon wieder jemanden erschossen. Das Netz ist voller live-streams. Da braut sich einiges zusammen. Es ist wohl zu befürchten, dass das nicht der letzte Tote sein wird. Die Agentur soll zukünftig ein Budget von 75 Mrd $ erhalten. Das wäre mehr als alle anderen Bundespolizeibehörden zusammen. Die finanziellen Anreize für Anwärter sind hoch, die Ausbildung kurz, Eignungstests gibt es kaum. Man kann sich vorstellen, wen es da hinzieht.

    1. 75 Mrd $, das sind 3 Mrd mehr als der „Verteidigungshaushalt“ in D für 2024 gewesen ist!
      Und damit war D die Nummer 4 in der Welt.

      Trump hat damit also schon mal die 4.-teuerste Armee der Welt im Sack.
      Somit dürfte es nicht so schwer sein im Zweifel diese Armee gleich zu einem Instrument umzubauen, was nicht nur Migranten jagt, sondern jeglichen Widerstand im Keim militärisch ersticken kann, sollten sich die Trump-Feinde noch mal aus der Deckung wagen.

      Das Instrument ist da, Trump wird dahingehend sicher auch keine Skrupel haben. Es wird nun an den Amerikanern selbst liegen inwieweit sie sich dem entgegenstellen.
      Denn eines kann sich Trump nicht leisten, und darauf achtet er immer sehr: Er kann, er darf nicht die Unterstützung eines größeren Teiles seiner Fanbasis verlieren, dann wäre er geliefert. Aber wenn er zu drastisch agiert, wird das passieren. Also steigert er langsam, so dass sich die Menschen schrittweise an die Scheußlichkeiten gewöhnen können.

    2. Gemäß Dokumenten von AP hat es sich um eine gezielte Exekution aus Nahdistanz aus einer Traube von ICE – Mordbuben heraus gehandelt, das Opfer ein unbewaffneter Krankenpfleger, der sich nicht hat festnehmen lassen wollen. Das richtete sich aller Wahrscheinlichkeit nach gezielt gegen die Rechtsprechung Minnesotas, nach welcher ICE-Gangs keine polizeilischen Befugnisse haben.

  16. Ich bin ziemlich erstaunt, wie polarisiert der Kampf der Republikaner gegen die Demokraten in den USA inzwischen ist. Auf der einen Seite die Demokraten als Befürworter der illegalen Immigration, die großzügig wegschauen, wenn sich z.B. somalische Immigranten an staatlichen Subventionen bereichern. Und ihre Anhänger auffordern, die ICE-Agenten in ihrer Freizeit zu jagen. Diese Jagdszenen erinnern mich schon fast an den Maidan in Kiew. Regime Change, subventioniert von den üblichen Verdächtigen.

    Auf der anderen Seite die Republikaner, die ICE-Truppen in großer Anzahl nach Minnesota schicken, um Remigration durchzuführen. Und sich dabei auf die Mehrheit bei den letzten Wahlen berufen können. Und natürlich auf die Verfassung, wo Washington das Sagen hat.

    Daß Frauen morgens die Kinder zur Schule bringen und dann mit ihren SUVs Bundespolizisten jagen, die ihrerseits auf Migrantenjagd sind, ist schon ziemlich skurril … diese Polarisierung wird offenbar von beiden Seiten bewusst in Kauf genommen.

    1. „Daß Frauen morgens die Kinder zur Schule bringen und dann mit ihren SUVs Bundespolizisten jagen, (…)“

      Ich möchte Ihnen empfehlen, sich die Szene aus mindestens zwei Videos selbst anzuschauen, darunter eine, welche das Fahrzeug von vorne aufnimmt; das Opfer versuchte, an dem ICE-Beamten VORBEI zu fahren.
      (Ob der Beamte die Situation subjektiv auch anders einschätzen konnte, darüber kann und will ich nicht befinden; in einem Rechtsstaat wird das die Aufgabe eines Gerichts sein.)

      1. Ich hatte schon zu dem damaligen Artikel geschrieben, daß „das Opfer“ (oder „die Täterin“?) offenbar den Wendekreis ihres Fahrzeugs unterschätzt hat. Was natürlich keine Rechtfertigung dafür ist, sie zu erschießen. Trotzdem finde ich es befremdlich, dass es diese Jagd auf ICE-Beamte gibt. Auch noch angeheizt durch den lokalen Bürgermeister und Gouverneur von MN.

        1. Echt nix kapiert…das nennt man Bürgerkrieg und bei uns kommt das sicher auch noch.
          Spätestens, wenn der Spannungsfall deklariert wird.

  17. Warum wird darüber gejammert? Der Faschismus ist tatsächlich auf seine Weise total demokratisch – die Bürger bekommen das, was sie wollten. Sicherheit. Freiheit war keine der Forderungen, deswegen gibt es jetzt Sicherheit. Vor allem für das Kapital.

  18. Pete Hegseth hat nach der Exekution gezwitschert:

    „“Shame on the leadership of Minnesota — and the lunatics in the street. ICE > MN.” „ICE ist größer, als Minnesota“.

    Das stellt die National Guard in Minnesota in einen Loyalitätskonflikt, der nur mit Maschinenwaffen zu „lösen“ wäre, denn die NG steht unter dem Kommando des Gouverneurs UND des Pentagon.
    Aber die Hoffnung, daß es zu ausgedehnten Schusswechseln kommt, ist vergeblich. Die NG wird voraussichtlich ihrerseits „lunatics“ abknallen.

    Gleichwohl sind alle Ingredienzen eines Bürgerkriegs da, es kommt nun darauf an, ob sie jemand mixt – und wer.

  19. „In Deutschland gründete Adolf Hitler 1921 die SA“
    Ääh…nein. Er hat sie benutzt, aber nicht gegründet. Und die Gründung geschah auch nicht erst 1921. Ein bißchen Differenziertheit wäre schön. Sonst könnte man auf die Idee kommen, daß der Autor es bei ein paar anderen historischen Vorgängen auch nicht so genau nimmt. So, Klugscheißermodus aus.

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