Trump bricht erst Handel zum „schrecklichen“ Spanien ab, um dann dessen „beeindruckendes Comeback“ zu loben

Der spanische Ministerpräsident Sánchez verkündete auf dem Gipfel, dass Spanien sich der Advanced Land Forces Mission der NATO in Finnland anschließen wird. Bild: Pool Moncloa/Borja Puig, Pool OTAN y Pool Presidencia Turquía.

US‑Präsident Donald Trump hat Spanien seit der kleinen „Revolte“ von Ministerpräsident Sánchez auf dem vorhergehenden Nato-Gipfel zu seinem Intimfeind auserkoren. Das wurde durch das Nein zum Iran-Krieg verstärkt. Vor dem Gipfel in Ankara sprach er von einem „schrecklichen Partner“. Er gab dort Anweisung, alle Handelsbeziehungen mit Spanien abzubrechen. Dann schwenkte er wieder um, beschwor plötzlich „Einheit“ und lobte ein „ein beeindruckendes Comeback“ Spaniens. Falsch liegt er damit nicht, sieht man über die spanische Propaganda hinweg auf die Fakten.

Es scheint, in der Nato sind mitten im heißen Sommer süße Frühlingsgefühle ausgebrochen. Sowohl der Nato-Generalsekretär Mark Rutte als auch Bundeskanzler Friedrich Merz traten nach dem Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara vor die Presse und erklärten ernsthaft, große Gefühle im Raum gespürt zu haben. Sie nahmen die peinlichen Ausführungen von Trump auf und strickten sie sogar noch weiter. Trump hatte zum Beispiel erklärt: „There was tremendous love in that room” (Es herrsche eine unglaubliche Liebe in diesem Raum) und die sie mit einer „unglaublichen Einheit“ einhergegangen.

Merz erklärte dazu: „In seinem Schlussstatement kam der Satz vor, der mich persönlich etwas überrascht, aber auch sehr gefreut hat: There is a feeling of love in the air”, zitierte er den zudem falsch. „Das ist ein Schlusssatz, mit dem man, glaube ich, einen solchen NATO-Gipfel, der auch unter medial so schwierigen Vorzeichen stand, gut abschließen kann.“ Auf eine Nachfrage von Journalisten fügte er an: „Es ist nicht nur ein Gefühl der wirklichen Zuneigung und der gemeinsamen Verantwortung im Raum gewesen, es ist auch ein neues Gefühl der europäischen Verantwortung im Raum gewesen.“ Man kann sich dazu nur dem Urteil von Nurder Koch anschließen. „Der peinlichste Bundeskanzler aller Zeiten!“

Merz hat auch behauptet, die Nato sei nun „europäischer denn je und bleibe doch transatlantisch, stark und vor allem einig“. Hier kann erneut ein spanisches Sprichwort zitiert werden, zumal es wegen Spanien auch viel Konfliktstoff gab: „Sag mir, was du postulierst und ich sage dir was dir fehlt.“ Denn von Einigkeit kann keine Rede sein. Tatsächlich tut Trump alles, erneut auch auf diesem Nato-Gipfel, um Uneinigkeit zu schüren und die Nato zu schwächen. Erneut setzte er zum Beispiel den Anspruch auf Grönland die Tagesordnung. Zwischenzeitlich hatte er nicht nur Kanada gedroht, sondern auch die Vorstellung geäußert, das (noch) zu Dänemark gehörende Grönland auch mit Waffengewalt annektieren zu wollen. In Ankara wärmte er diesen Anspruch auf. Grönland „sollte von den Vereinigten Staaten kontrolliert werden, nicht von Dänemark“.

Mit Blick auf Spanien hatte er auch erneut scharfe Kritik an NATO-Partnern geübt, welche die USA im Iran-Krieg im Stich gelassen hätten. Hier hatte sich vor allem der spanische Regierungschef Pedro Sánchez verbal besonders aus dem Fenster gelehnt und mit Blick auf die linken Unterstützer seiner Regierung ein klares „Nein“ zum Iran-Krieg ausgesprochen und auf das Völkerrecht gepocht. Trump kritisiert aber auch Italien, Deutschland und Frankreich. Während die USA Hunderte von Milliarden Dollar ausgegeben hätten, würden viele EU-Länder ihre Unterstützung verweigern. Wobei er nicht sagte, dass es um einen völkerrechtswidrigen Angriff handelte, in den Israel die USA gezogen hatte, mit fatalen Folgen für die Weltwirtschaft.

Spanien hat Trump ganz besonders im Visier, da das Land zaghaften Widerstand gegen das Ziel von Trump und Rutte geleistet hatte, die Nato-Staaten sollten künftig fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Rüstung ausgeben. Wegen dem Nein zum Iran-Krieg hatte Trump sogar schon einmal ein Handelsembargo mit Spanien verkündet. „Wir werden jeglichen Handel mit Spanien beenden, wir wollen mit Spanien nichts mehr zu tun haben.“ Das hatte er im Beisein von Merz erklärt, der sich im März aber nicht hinter den EU-Partner stellte, sondern vasallenhaft zu dem Angriff auf Spanien schwieg. Schon im März hatte Trump angeblich Finanzminister Scott Bessent angewiesen, „alle Deals mit Spanien beenden“. Passiert ist aber nichts.

So wiederholte er in Ankara fast wortgleich die Drohung erneut. Im Beisein von Nato-Generalsekretär Rutte redete er sich erneut in Rage und sagte: „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollen abgebrochen werden.“ Das müsse „sofort“ geschehen. Vor laufenden Kameras gab er Mitarbeitern Anweisungen. Finanzminister Scott Bessent dürfe auch nicht mehr mit den Spaniern reden. „Spanien hat absolut nichts, was wir brauchen. Ich habe das Recht, alle Geschäfte mit Spanien zu unterbinden.“

Das ist Unfug. Ein Präsident kann Importe und Exporte nur verbieten, wenn eine besondere Bedrohung von Spanien ausgehen würde. Zudem wäre das Embargo gegen ein Mitgliedsland der EU nur sehr schwer umzusetzen. So ist es eigentlich auch kein Wunder, dass Trump sehr schnell zurückgerudert ist. Auf dem Rückflug in die USA kam plötzlich sogar ein Lob für den „hoffnungslosen Fall“. Jetzt erzählte er, Spanien sei „sehr großzügig“ gewesen und nun vollständig rehabilitiert: „Spanien hat heute ein beeindruckendes Comeback hingelegt“, sagte Trump nun. „Sie sind einer Aufforderung zu umfangreichen Zahlungen nachgekommen, und hätten sie das nicht getan, hätten wir gar nicht erst mit ihnen gesprochen.“

Genaueres sagte er nicht. In der Sánchez-Regierung tat man so, als wüsste man absolut nicht, von was Trump gesprochen hat. Das ist aber ein fast genauso lächerliches Verhalten, wie das von Trump. Sánchez ist vor allem ein Blender. Schon beim letzten Nato-Gipfel zeigte er vor allem einen Schein-Widerstand. Tatsächlich hat der spanische Regierungschef mit seiner Unterschrift unter das 5-Prozent-Ziel erst die nötige Einstimmigkeit zur Umsetzung geleistet. Das Land hat auch keine Ausnahme durchgesetzt, wie gerne behauptet wird.

Auch das Nein zum Iran-Krieg war nur ein Jein. Overton-Leserinnen und Leser wissen, dass Sánchez sein modernstes Kriegsschiff eilig nach Zypern entsandte, um dort Einheiten aus Frankreich und Griechenland zu unterstützen. Verwiesen wurde auf einen angeblichen iranischen Drohnenangriff auf britische Militärbasen dort. Dumm nur, dass sogar das britische Verteidigungsministerium zu diesem Zeitpunkt den Vorgang schon dementiert hatte. Die Drohne, welche den Luftwaffenstützpunkt Akrotiri in der Nacht vom 2. März getroffen hat, sei „nicht aus dem Iran gestartet“ worden, hatte das Ministerium erklärt.

Vermutlich wurde Trump damit gutmütig gestimmt, dass ihm erklärt wurde, dass Spanien real 2025 seine Rüstungsausgaben weiter um 50 Prozent auf mehr als 40 Milliarden Euro gesteigert hat. Das wurde sogar durchgezogen, ohne auch nur einen Haushalt verabschiedet zu haben. So etwas imponiert Trump. Und neu ist das nicht. Spanien hat ohne demokratische Legitimation schon im Vorjahr seine Rüstungsausgaben für die „Wiederbewaffnung“ fast verdoppelt, ebenfalls ohne Haushalt. Fakt ist, so streicht auch die regierungsnahe Tageszeitung eldiario.es heraus, dass schon jetzt mehr als 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung in Militärausgaben fließen, obwohl Sánchez stets behauptet, nicht über die zwei Prozent hinausgehen zu wollen. Das Ziel sei erreicht, hatte er auf dem Gipfel verkündet.

Dass man es wieder mit einem typischen Schachzug von Sánchez zu tun hat, links zu blinken und rechts zu überholen, wird an weiteren Beispielen deutlich. Spanien lässt nun zum Beispiel zu, dass die USA einen neuen und damit den sechsten US-Zerstörer in der US-Basis in Rota stationieren können. Deren Schließung wird aber von vielen im Land gefordert. Stattdessen werden dort nun weitere 300 US-Soldaten stationiert, schreibt die große Zeitung El Pais, die praktisch das Verlautbarungsorgan der Sozialdemokraten von Sánchez ist.

Damit aber nicht genug hat Sánchez mitgeteilt, sich an der an der Mission von NATO-Landstreitkräften in Finnland beteiligen zu wollen, „um die Arktis zu schützen“, schreibt er auf X. Damit stellt man sich gegen Russland auf und das sei „ein weiterer Beweis dafür, dass unser Engagement für die euro-atlantische Sicherheit uneingeschränkt ist“, fügte er an. Damit werden die Militärausgaben auch weiter steigen, trotz allem behauptet er weiter, dass Spanien nur „zwei Prozent“ der Wirtschaftsleistung „für Verteidigung aufwendet“. Das Land leiste aber „einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Gebiete an der Süd- und Ostflanke Europas“.

Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange, um die Militärausgaben am Haushalt vorbei weiter zu steigern und die Militärausgaben in Richtung drei Prozent auszuweiten. Denn die Sánchez Regierung konnte drei Jahre in Folge keinen Haushalt verabschieden und steht ohnehin längst auch wegen massiver Korruption am Abgrund. Spanien schließt sich nun auch Initiativen wie der Militärische Weltraumallianz (Space Defence Alliance) an. Das Land habe sich bereit erklärt, „eine Flotte von Militärflugzeugen des Typs Airbus A400M zu finanzieren“, schreibt die Tageszeitung El Mundo gerade. Es ist also klar, dass Sánchez große Zugeständnisse gegenüber den USA macht und die Rüstungsausgaben sogar in Richtung des vereinbarten 5-Prozent-Ziels ausweitet. Derweil spielt sich die Regierung gleichzeitig angeblich als Anführer einer Widerstandsfront gegen Trump auf, um die breite kritische Öffentlichkeit im Land zu beruhigen.

Das Vorgehen ließ sich auch in Gaza beobachten. So schloss sich die Sánchez-Regierung der Völkermord-Klage an, weil es eine breite Bewegung im Land forderte. So wurde in Madrid angeblich auch ein Waffenembargo gegen Israel verhängt. Das war ohnehin „löchrig“ wie ein Sieb. Mehr als sechs Monate nach dessen Inkrafttreten gibt es das „Embargo“ weiter real nicht. Das haben die Friedensforscher des Delàs-Zentrums herausgearbeitet, wie wir hier schon ausgeführt hatten. „Intransparenz und Desinformation in den Rüstungsbeziehungen zwischen Spanien und Israel“, zeichneten das Bild. So seien Verträge nicht gekündigt, „Ausnahmen“ genehmigt und die Abhängigkeit von Rüstungsgütern aus Israel beibehalten worden.

Ralf Streck

Der Journalist und Übersetzer Ralf Streck wurde 1964 in Flörsheim am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft und Turkologie an der Universität in Frankfurt. Seine journalistische Laufbahn begann bei Radio Dreyeckland in Freiburg, wo er eine Fortbildung zum Fachjournalist für Umweltwirtschaft absolvierte. Er lebt seit mehr als 20 Jahren im Baskenland, ist spezialisiert auf linke Unabhängigkeitsbewegungen und berichtet für diverse Medien in Europa vor allem von der Iberischen Halbinsel.
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23 Kommentare

  1. Dieser Sánchez ist ein absoluter Spezialdemokrat. Er ist Europameister darin, Ankündigungen zu machen und Absprachen mit Partnern zu treffen und Weltmeister darin, davon nichts umzusetzen oder genau das Gegenteil zu machen. Ich wundere mich, dass in der Linken hier ein Loblied auf den Mann angestimmt wird. Das ist ein Theater. Trump und Sánchez brauchen gegenseitig ein Feindbild um sich zu rechtfertigen.

    1. Demokratie ist nunmal ein Popularitätswettbewerb. Europa ist daher voll von solchen Spezialdemokraten.

      – Spanien hat nebst Sanchez noch Iglesias, den Zerstörer von Podemos.
      – Bei den Briten Farage, das nationalistische rechte Equivalent des Rattenfängers Iglesias, der nach der Verarschung Brexit bereits am zweiten Streich arbeitet. Oder neu der Blender Andy Burnham (sowas von absehbar).
      – In Griechenland der „Nein heisst Ja“ Tsipras.
      – Selensky ist als „Diener des Volkes“ angetreten um Frieden zu schaffen. Der „Saalschutz“ der USA hat ihm dann erklärt was das für ihn persönlich bedeutet.
      – Sanna Marin hat Finnland hinter die Fichte und in die NATO „geführt“ (sie feierte Parties während Apparatschiks die Neutralität beerdigten). „Arbeitet“ afaik heute für einen NATO „Think“-Tank in London.
      – Zensursula geht über Leychen, die sich mit Frank-Walter Steinmeier darüber streitet wer den obersten Heuchler des Kontinents stellen darf.
      – Die „Grünen“ in jedem Land in dem sie schonmal an der Macht waren (aber am offensichtlichsten in DE mit freier Fahrt für Panzer und Fracking-Flüssiggas der US-Brunnenvergifter).
      – Die Schweiz, in der die Neutralität von strammen Transatlantikern (als auch von Nationalisten) beweihräuchert wird während sie der USA in den Allerwertesten kriechen.
      – Organisation ala FIFA oder IIHF die den Sport (für ein bisschen mehr Backschisch) politisch instrumentalisieren lassen.
      – Leute wie Voss oder Malmström, die als Mietmäuler von Grosskonzernen mit dem blumigsten Neusprech deren Agenden vorantreiben.

      Bin mir sicher das jemand, der sich etwas besser mit europäischer Politik auskennt, noch diverse weitere Beispiele nennen kann.

      Sanchez ist nicht einmal die Spitze des Eisberges. Solange wir Qualitätsmedien haben, welche das ganze noch mit entsprechender PR untermalen, wirds nur noch schlimmer.

      1. @Prime Evil
        „Bin mir sicher das jemand, der sich etwas besser mit europäischer Politik auskennt, noch diverse weitere Beispiele nennen kann.“

        Sehr viel kürzer wäre es, das Wort „alle“ zu nutzen und ggf. die eine oder andere Ausnahme zu benennen. Das sich auf diese Weise die geforderten 💯 Zeichen ergeben, denke ich eher nicht…

  2. Jetzt mal etwas Positives über Sanchez. Ich frage den eher trumpnahen Grok nach dem Ausbau der Erneuerbaren Energien seit 2018, also dem Jahr, in dem Sanchez übernommem hat.

    „Ja, Pedro Sánchez hat die Erneuerbaren in Spanien massiv ausgebaut. Seit er 2018 Ministerpräsident wurde, hat Spanien einen der stärksten Zuwächse bei Wind- und Solarenergie in Europa verzeichnet.

    Wichtige Fakten zum Ausbau:
    Vor Sánchez (bis ca. 2018)**: Der Ausbau stagnierte weitgehend zwischen 2013 und 2018 (nach vorherigem Boom bis 2013). Solar-PV lag bei ca. 4–6 GW, Wind bei ca. 23 GW.
    Seit 2018/2019: Starkes Wachstum durch vereinfachte Genehmigungen, EU-Fördermittel (Recovery Plan), Steuererleichterungen und den Nationalen Energie- und Klimaplan (PNIEC). Spanien hat die Solar- und Windkapazität **mehr als verdoppelt.

    Aktuelle Zahlen (Stand Ende 2025):
    Erneuerbare Gesamtkapazität**: Über 95 GW (starker Anstieg, z. B. +10 GW allein 2025).
    Solar-PV**: Von ca. 6–8 GW (2018/19) auf über 40 GW (2025), mit Rekordzubauten (z. B. +9 GW in manchen Jahren). Solar ist inzwischen die größte Technologie.
    Wind**: Von ca. 23 GW auf über 33 GW, +42 % seit 2018.

    Anteil an der Stromerzeugung:
    2025: Ca. 75 % low-carbon (Erneuerbare + Kernkraft), mit Wind + Solar bei 42 %. Fast 60 % rein erneuerbar in manchen Perioden, zeitweise sogar 100 % erneuerbarer Strom.
    Deutlicher Rückgang fossiler Erzeugung und Emissionen.

    Weitere Erfolge und Kontext:
    Spanien gilt als europäischer Vorreiter und „global benchmark“ in der Energiewende. Es profitiert bei Energiepreiskrisen (z. B. durch Ukraine- oder Iran-Konflikte) von niedrigeren Preisen dank hohem Erneuerbaren-Anteil.
    Ziele: 81 % erneuerbarer Strom bis 2030, Verdopplung der installierten Leistung. Weitere Investitionen in Netze, Speicher und Grünen Wasserstoff.
    Wirtschaftlich: Jobs, Investitionen und Export von grüner Technologie; Spanien rangiert hoch bei ausländischen Investitionen in Renewables.

    Es gab Herausforderungen (Netzengpässe, ein Blackout 2025, lokale Proteste, Überkapazitäten bei Solar mit fallenden Preisen), aber der Netto-Effekt ist ein klarer, rekordverdächtiger Ausbau. Sánchez positioniert das als zentralen Erfolg seiner Regierung für Energiesouveränität und Klimaschutz.

    Zusammengefasst: Ja, deutlich ausgebaut – Spanien hat unter seiner Führung einen der ambitioniertesten und erfolgreichsten Renewables-Booms in Europa hingelegt.“

    Wie hat sich das auf das Wachstum ausgewirkt?

    „Positiv – der Ausbau der Erneuerbaren hat Spaniens Wirtschaftswachstum gestützt und mitgetragen. Er hat zu günstigerer Energie, höherer Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Jobs beigetragen, was Spanien seit 2018 zu einer der am schnellsten wachsenden großen Volkswirtschaften in der Eurozone gemacht hat.

    Wichtige Auswirkungen auf das Wachstum:
    Günstigere Energiepreise als Wettbewerbsvorteil**: Die starke Zunahme von Wind und Solar (niedrige Grenzkosten) hat die Großhandelsstrompreise spürbar gesenkt – Schätzungen sprechen von 20–40 % niedriger als ohne den Ausbau. Strom war zeitweise 20 % günstiger als im EU-Durchschnitt, was Industrie, Haushalte und Exporte entlastet.
    Das hat die Industrieproduktion angekurbelt: Seit 2018 wuchs der spanische Industriesektor fast dreimal so stark wie der Eurozonen-Durchschnitt (+1,7 % vs. +0,6 % jährlich).

    Wirtschaftswachstum über dem EU-Durchschnitt**:
    Spanien wuchs 2024 um ca. 3,2 %, 2025 um ca. 2,8 % (IMF), Prognosen für 2026 bei ca. 2,1 % – deutlich über dem Eurozonen-Durchschnitt (oft unter 1–1,4 %).
    Die grüne Transformation gilt als einer der Treiber für diese relative Stärke, neben EU-Fonds und anderen Faktoren.

    Jobs und Investitionen**:
    Der Sektor schafft Zehntausende direkte und indirekte Arbeitsplätze (z. B. über 110.000 schon früher gemeldet, weitere Zehntausende durch den Boom).
    Erwartete makroökonomische Effekte: Bis 2030 zusätzlich ca. 1,8 % jährliches BIP-Wachstum und fast 300.000 Jobs durch die Pläne.
    Hohe ausländische Investitionen in grüne Projekte, Wasserstoff und Industrie (Spanien als „grüner Hub“).

    Weitere positive Effekte**:
    Geringere Abhängigkeit von fossilen Importen → mehr Energiesouveränität und Stabilität bei internationalen Krisen (z. B. geringere Preisschocks durch Iran/Ukraine).
    Attraktivität für energieintensive Industrien (z. B. Reindustrialisierung).
    Sánchez selbst bezeichnet die Energiewende als „größte wirtschaftliche Chance einer Generation“ und „grünes Ticket in die Zukunft“.

    Einschränkungen:
    Der Ausbau ist nicht der einzige Wachstumstreiber (EU-Recovery-Fonds, Tourismus, Migration, Dienstleistungen spielen auch eine große Rolle). Es gibt Herausforderungen wie Netzausbau, Speicherbedarf und regionale Konflikte, die das Wachstum temporär bremsen könnten. Insgesamt überwiegen aber die positiven Effekte deutlich.

    Fazit: Der Ausbau der Erneuerbaren hat Spaniens Wachstum gestärkt, vor allem durch niedrige Energiekosten und neue Investitionen. Das Land wächst „grüner und schneller“ als viele Nachbarn – ein zentraler Punkt in Sánchez’ Wirtschaftsbilanz.“

    Wäre das nicht einmal ein Thema? Hier wird so getan, als ob bei uns der Strom so teuer sei, wegen den Erneuerbaren. Nein, er ist so teuer, weil wir im Bremserhäuschen sitzen.
    Was sehr wohl eine Rolle spielen kann für Trump. Er ist mit Unmassen von Geld der Fossil- und Atomindustrie ins Amt gehievt worden. Man versteht ihn wesentlich leichter, wenn man das als seine erste und wichtigste Priorität sieht. Da ist der Sanxhez natürlich ein Dorn im Auge.

    1. KI können Sie ja wirklich, Respekt, den Beweis liefern Sie fast täglich.
      Hier einmal ein Beitrag zum Verhalten der Amerikaner und ihrem Selbstverständnis zu ihren Bündnispartnern, direkt
      aus der spanischen Quelle von der bedeutenden Air Basis Morón in der Nähe von Sevilla, wo regelmässig die Fluggeräte
      der Amerikaner in Aktion sind (waren!!), sozusagen aus dem militärischen Alltag.
      Auch deutsche Luftwaffe spielt eine Rolle, aber die Einordnung dieser Tatsache überlasse ich Ihnen gerne, die Aufnahmen sind fast 6 Monate alt, vor einem NATO Manöver in Nordeuropa. (deutsche Eurofighter ab 05:05 YT):

      https://www.youtube.com/watch?v=qQdyDYT_TDU

      1. Da KI halt nicht wirklich intelligent ist, kommt dann halt ein Stuss raus, der die Realität nicht abspiegelt. In Bananien darf man nicht mal ne Balkonanlage ohne Installateur und Registrierung betreiben. Da werden nur große Anlagen gefördert über Next Generaltion und nicht kleine Verbraucher. (siehe unten) Typisch Spezialdemokraten. Dann kommen Schwurbler aus der KI mit solchen Dingern,

    2. ähm, Sánchez hat da gar nichts getan, sondern das wird vor allem über Next Generation gemacht. Du darfst in Bananien noch immer keine Steckeranlage am Balkon anbringen. Das MUSS eine Instalationsfirma tun.
      Die Anlage soll (muss) registriert werden Mit Registrierung (Autoconsumo con excedentes). Will man Geld für überschüssigen Strom, ist ein offizielles Elektriker-Zertifikat (sogenanntes Boletín Eléctrico oder CIE) nötig und die Anmeldung beim Netzbetreiber ist Pflicht. Wegen des bürokratischen Aufwands lohnt sich das bei Balkonkraftwerken finanziell nicht.
      Noch besser ist, obwohl die meist Smart-Meter haben, dass ein unregistrierte Anlage oft den eingespeisten Strom als verbrauchten Stom registrieren und dir das dann der Oligopolist Endesa, Iberdrola… auch noch in Rechnung stellen. Frag mich nicht, warum das technisch so ist und geht. Mann muss dort Wechselrichter mit Nulleinspeisung (Inyección Cero) benutzen, um das zu verhindern.
      Fakten zerstören die Märchenstunde.

      1. Nichts gegen Ihre Ambitionen zur Förderung Ursula, aber die Solarstromproduktion lässt zum Glück diese Luxus-
        probleme in den städtischen Strukturen links liegen, und dafür ist nicht die PSOE-Regierung alleine verantwortlich. Sie präsentieren eine Gleichung mit bekannten Teilnehmern aber ungelösten Rechnungsposten.

        Schauen Sie einmal auf Ihre Monatsrechnung bzw. Ihren täglichen Verbrauch, ein Balkonkraftwerk mit etwas Überschuss soll auch noch zum Nulltarif auf Kosten der Allgemeinheit gepampert werden?
        NEIN, ganz sicher nicht.
        Vielleicht wäre ein genossenschaftliches Modell sinnvoll, denn in Spanien werden dezentrale Strukturen gebraucht, in den zentralen Bereichen wie Speichertechnik, Speicherkapazität und echte Resilienz.

        Schauen Sie in Ihrer Gegend einmal in das „Oficina de Transformación“ (OTC) für die Begründung/Einrichtung einer Energiegemeinschaft, nach meinen Infos sind dort nochmals Einsparungen bis zu 40% bei einer erheblichen
        Anzahl von Mitgliedern/Hausgemeinschaften drin.
        mfG

  3. Egal, wohin man schaut, es gibt immer genau dann „Rekordzubauten“ für EEG, wenn genügend Subventionen oder analoge Vergünstigungen dafür sorgen, dass das Investment rentierlich und totsicher ist.

    1. Spanien hat dazu noch den Vorteil, dass dort für EEG Projekte das bessere Wetter herscht.
      Mit der Sonnenenergie kann man dort viel besser Kühlen, als in unseren Bereichen wärmen.
      Die Winter in Spanien fallen meißt sehr harmlos aus und sind kürzer.

      1. Ich glaube, du warst noch nie in Teruel, Zaragossa, Madrid, Zamora…. was Winter angeht. Die sind sehr kalt. Du solltest nicht von deinem Urlaub am Mittelmeer auf die große Masse des Landes schließen, die Meseta (Hochebene) ist sehr kalt im Winter und im Sommer sehr heiß.

  4. Love Is In The Air
    Everywhere I look around (I look around…)
    Love Is In The Air
    Every sight and every sound (and every sound…)
    And I don’t know if I’m being foolish
    Don’t know if I’m being wise
    But it’s something that I must believe in
    And it’s there when I look in your eyes (your eyes…)
    Love Is In The Air
    In the whisper of the trees (whisper of the trees…)
    Love Is In The Air
    In the thunder of the sea (thunder of the sea…)
    And I don’t know if I’m just dreaming
    Don’t know if I feel sane
    But it’s something that I must believe in
    And it’s there when you call out my name (call out my name…)
    Love Is In The Air
    Love Is In The Air
    Oh oh oh
    Love Is In The Air
    In the rising of the sun (of the sun…)
    Love Is In The Air
    When the day is nearly done (is nearly done…)
    And I don’t know if you’re an illusion
    Don’t know if I see it true
    But you’re something that I must believe in
    And you’re there when I reach out for you (reach out for you…)
    Love Is In The Air
    Everywhere I look around (I look around…)
    Love Is In The Air
    Every sight and every sound (and every sound…)
    And I don’t know if I’m being foolish
    Don’t know if I’m being wise
    But it’s something that I must believe in
    And it’s there when I look in your eyes (in your eyes…)
    Love Is In The Air
    Love Is In The Air
    Oh oh oh, oh oh oh, oh oh oh
    Love Is In The Air
    Love Is In The Air
    Love Is In The Air
    Love Is In The Air
    Oh Love Is In The Air
    Oh Love Is In The Air
    …🤣🤣🤣

    1. Ja, die sind nur noch peinlich und es traurig wie armselig sie uns zu verarschen versuchen. Es geht um knallharte Interessen. Das Schlimmste ist, das funktioniert sogar mit der breiten Masse.

  5. Nun, es wird wohl am spanischen Fussball liegen, das trump, seine Ehre erweist für den öffentlichen Raub.
    Vielleicht hatte sein Klan wetten gesetzt?

  6. Nun ja, die „Liebe“ kam in Form von handfesten europäischen Werten:

    The key to understanding the giant flip-flop is that the European and Canadian vassals got down on their knees and begged Trump to stay with them. Trump’s megalomania could not resist the pleasure. And he got a hefty fee of $160 bn to take home. Usually, the prostitutes get paid for their services. In Europe’s case, the client walks away with the money.

    https://strategic-culture.su/news/2026/07/10/nato-vassals-buy-trump-unity-with-160-billion-bribe/

  7. Ich nehme einfach mal „Trump“ als übergeordnetes Thema, um mich nicht einer Themaverfehlung schuldig zu machen, aber es wäre doch schade, diese beiden „Nachrichten“ nicht im Zusammenhang lesen zu können:

    1. 🇺🇸Marco Rubio in MARCH: „Goal of the war is to change the regime.“

    🇺🇸Marco Rubio in APRIL: „Goal of the war is to stop 🇮🇷 Iran from making nukes.“

    🇺🇸Marco Rubio in JULY: „Goal of the war is to return everything ‚back to the way it was,‘ including the Strait of Hormuz.“ 🤣

    https://x.com/_InfoGram_/status/2076266237731189092?

    2. „Zugleich kündigte Präsident Trump eine Abgabe von 20 Prozent auf alle durch die Meerenge transportierten Güter an. Dies solle Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Trump beanspruchte zudem die Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße.“

    https://www.deutschlandfunk.de/us-praesident-trump-kuendigt-neue-seeblockade-gegen-den-iran-an-100.html

    Auf Deutsch: Das zuletzt genannte Kriegsziel ist die Wiederherstellung der FREIEN Passage der Straße von Hormuz durch die US-Navy. Deshalb verlangen die USA …..siehe oben.

    Möge das Jeder nach Gusto kommentieren. Ich bekomme davon entzündete Synapsen.

    1. Ergänzung O-Ton Trump:

      „We’re gonna keep the straight and we’ll probably run it. We’ll become the guardian of the straight. Maybe we’ll call it the „guardian angel of the straight“. And we should be reimbursed for that. When we do that we’re going to be reimbursed because the other nations are very wealthy that are on our side.“

      Dagegen versicherte Rubio letzten Monat den alliierten Golfstaaten: „It’s an international waterway. NO COUNTRY is allowed to charge tolls or fees on an international waterway. That’s existiong international law.“

      https://www.youtube.com/watch?v=EeQJlU_pAgc

      Und wer wäre wohl mehr law-abiding als die US of A?

    2. Das nenne ich auch mal ein Geschäftsmodell. Erst alles in Brand schießen und dann Schutzgeld erpressen, damit es nicht nochmals geschieht. Wieso kommt mir das so bekannt vor? Habe wohl zu viele Mafiaepen geschaut.

  8. Den Letzten beißen die Hunde aber gut: Beim trumpschen Bossing handelt es sich um einen klassischen Fall von abwechselnd Peitsche und Zuckerbrot, bis die EU einem Verkauf von Spanien zustimmt, damit die gesamte Küste ähnlich dem Gazastreifen Grönland und Dänemark endlich in ein exklusives Feriendomizil umgewandelt werden kann. Auf diese Art klopfst du jedem Staat(schef) auf die Dauer das Hirn weich. Wenn es mal nicht auf Anhieb klappt: Einfach weitermachen. Das funktioniert beim CO2 auch sehr gut.

    1. Das Problem von Trump ist ja viel tiefgreifender, er kann nicht verlieren.
      Respekt hat er vor den wenigsten politischen Persönlichkeiten, wie er uns schliesslich täglich auf allen Kanälen beweist,
      tiefe Verachtung hingegen gegenüber Personen, die ihm noch in den allerwertesten H. kriechen.
      Pedro Sánchez zieht seine Linie durch. Er hält sich raus bei den strategischen Basen der Marine und der Luftwaffe, ……
      und die Konsequenzen schmerzen, denn die Amerikaner müssen einen erheblichen Mehraufwand betreiben.
      Und er stärkt die europäische Luftfahrtindustrie wie Airbus/ u.a. und sichert damit zahlreiche Arbeitsplätze in Sevilla, Madrid und vielen Städten mehr. Die Tankflugzeuge von Airbus finden selbst in der arabischen Welt Anklang und das
      Auftragsvolumen steigt.

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