Todesrate bei jüngeren Amerikanern stieg in einem Jahrzehnt um 70 Prozent an

Bild: Victoria Romulo/unsplash.com/ unsplash-Lizenz

Es sieht nicht gut aus in dem Land, das vom besten Präsidenten jemals regiert wird und wieder einem Goldenen Zeitalter entgegengeht, in dem die meisten Tech-Milliardäre leben und das von KI und Rechenzentren überzogen wird, das Billionen in Sicherheit investiert und daher seit Jahrzehnten gerne in Kriege zieht und in dem der amerikanische Traum wohnt. Es ist das Land, in dem die Lebenserwartung absinkt und die Todesraten für die Menschen zwischen 25 und 44 Jahren in die Höhe steigen, wie eine in The Milbank Quarterly veröffentlichte Studie von Steven H. Woolf von der Virginia Commonwealth University School of Medicine zeigt.

Nicht nur Corona spielte eine Rolle, wenn die Sterbefälle der 25-44-Jährigen zwischen 2010 und 2021 von 140 je 100.000 Menschen auf 239 angestiegen sind. Das sind über 70 Prozent mehr. Die Lebenserwartung sinkt entsprechend, wenn die Menschen früher sterben. In 60 Ländern ist das Risiko geringer, vor dem Alter von 40 Jahren zu sterben, als in den USA. Die USA, das eigentlich reichste Land mit dem größten BIP, fallen bei der Lebenserwartung auf den 38. Platz zurück. Sogar das BIP pro Kopf ist noch hoch, deutlich höher als in Deutschland. Aber es ist eine Klassengesellschaft, die den amerikanischen Traum kultiviert, weil die meisten unten bleiben – und viele früh sterben.

In The Hill wird eine schonungslose Einschätzung des Lebens in den USA dargelegt. Es geht darum, so zu tun und auf den sozialen Medien zu dokumentieren, dass man mit dem Lebensstil, also dem Konsum, der Reichen mithalten kann: „Das ganze System funktioniert, weil jeder die Spielregeln versteht und niemand der Erste sein will, der aufhört zu spielen. Zuzugeben, dass man es sich nicht leisten kann, bei 7-Eleven einzukaufen, geschweige denn ein Getränk für 7 Dollar pro Tag oder einen Wochenendausflug, fühlt sich in einer Gesellschaft, die den Wert eines Menschen am sichtbaren Konsum misst, wie ein persönliches Versagen an. Also marschiert das Land weiter, eine Ratenzahlung nach der anderen. Vereint in den Schulden, gespalten durch Algorithmen und perfekt für die Kamera gestylt.“

Aber es muss eben bezahlt werden. Nicht nur mit Schulden, sondern auch mit dem Leben. Was allerdings in vielen anderen Ländern nicht sehr viel anders aussieht. Verantwortlich für die gestiegenen Todesraten in den USA werden Tod durch Überdosierung von Drogen, Suizide, Autounfälle und chronische Krankheiten gemacht. In der Altersgruppe der 25-44-Jährigen nahmen Todesfälle durch Überdosierung am stärksten um das Siebenfache zwischen 1999 und 2023 zu, Suizide zwischen 2000 und 2023 um 40%, Tod durch Verkehrsunfälle zwischen 2014 und 2021 um 43,5% und Morde um 75%. Und auch Todesfälle durch Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen oder in Folge von Alkoholkonsum steigen an.

Es gibt wie in anderen Ländern auch einen Peak 2021, bedingt durch Corona, danach ging es mit den Todesraten in der Altersgruppe durch Verkehrsunfälle, Morde und Alkohol-bedingte Lebererkrankungen etwa zurück. Nicht aber bei Suiziden oder Todesfällen durch Alkohol-bedingte psychische Störungen. Der Trend scheint aber langfristig zu sein.

„Zwischen 1999 und 2022 hätten 12,7 Millionen Todesfälle in den USA vermieden werden können“, konstatiert der Autor aufgrund seiner Vergleiche mit Vergleichsländern, „wenn die Amerikaner die durchschnittliche Sterblichkeitsrate der 17 Länder mit hohem Einkommen aufgewiesen hätten. Von den im Jahr 2022 verzeichneten zusätzlichen Todesfällen waren 52 % auf Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen zurückzuführen, 24 % auf Vergiftungen durch Drogen, Alkohol und Selbstmord.“

Nach dem Autor der Studie sind die entscheidenden Faktoren für die Entwicklung im Unterschied zu vergleichbaren Ländern in Europa das mangelhafte Gesundheitssystem, von dem viele ausgeschlossen sind, erhöhte Gesundheitsgefährdung durch laxere Gesetze für Unternehmen, riskanteres Verhalten wie kalorienreiche Ernährung oder Verbreitung von Schusswaffen, große Einkommensungleichheit (die Lebenserwartung zwischen Stadtvierteln kann sich um mehr als 20 Jahre unterscheiden), Bevorzugung von Fahrzeugen vor Gehen, weniger Grün in den Städten und geringe Sozialpolitik.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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37 Kommentare

  1. 2021? Da war aber noch was, was im Text vergessen wurde. Wurden da nicht unter einer beispiellosen Erpressungskampage gewisse Substanzen in die Oberarme gespritzt? Meines Wissens nach riefen diese gerade unter männlichen Wesen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren nicht wenige Fälle von Myokarditis mit folgendem plötzlichen Herzversagen hervor. Auch nicht gerade förderlich neben allen anderen Faktoren die zur niedrigen Lebenserwartung der US Amerikaner beitragen.

    1. Schwere Herzmuskelentzündungen sind bei Covid-Erkrankungen häufiger als bei der Covid-Impfung und auch bei der Impfung gab es Long Covid.

      Zu kritisieren war, dass die Leute zu dies und jenem gezwungen werden sollten, weil die Politiker und die staatstragenden Medien sich Tag für Tag gegenseitig Tatnotwendigkeit bei limitierten Möglichkeiten vorspielten und damit enormen Handlungsdruck zum „Kampf gegen den Virus“ bei extremer Waffenknappheit aufbauten. Die Dreifaltigkeit aus Impfung, Zertifikate und den Gs waren dann irgendwann das Goldene Kalb und jeder, der nicht darum tanzte, sondern mit theoretischen Biologie- und Menschenrechtsgetue dem neuen Gott und seiner hystherisierten Gefolgschaft verdächtig wurde, riskierte viel.

      Viel zu viel für die Maßstäbe einer aufgeklärten Gesellschaft.

      Das führt dann wieder unmittelbar zum Artikelthema dem amerikanischen Traum und seiner Version im amerikanischen Alltag. Gerade heute liest man, dass Musk den Republikanern für den Wahlkampf 276 Millionen Dollar gegeben haben soll. Wer erwartet da noch ernsthaft, dass Berufspolitiker sich für die Bevölkerung und dann noch für die ärmeren einsetzen?

      Wenn es ein Land gibt, das darauf getrimmt ist, dafür zu sorgen, dass der Teufel garantiert auf den größten Haufen sch*ißt, dann ist es Amerika.

      Seit es den expandierenden Finanzmarkt gibt, ist auch dafür gesorgt, dass da nur noch wenig down-tickled. Die gigantösen Prachtbauten entstehen heute nicht mehr in den Straßen und auf den Hügeln, sondern in den Depots. Wer an den 276 Millionen Dollar teilhaben will, muss irgendwo in die Werbung oder beteiligte Medien.

    2. Die Frage ist nur, warum ist die USA in punkto Corona deutlich stärker getroffen haben sollte als europäische Länder.
      Wie hieß noch mal der POTUS, der Ende 2020 kurz vor Weihnachten den glücklich vor sich hin taumelnden US-Amerikanern die Spritze auf den gabentisch legte?

  2. Die USA machen es den Leuten auch leicht. Deutlich mehr als die Hälfte aller Suizidtodesfälle dort sind Schusswaffensuizide. Und von allen tödlichen Schusswaffenfällen in den USA sind fast 2/3 Suizide.

    1. Ich habe mit den Aussagen ein ethisches und ein logisches Problem.
      1. Sich selbst umbringen ist Menschenrecht. Ob das mit einer Schusswaffe oder anders geschieht ist nachrangig, solange dabei Dritte nicht beteiligt werden. Insofern ist der US Selbstmörder mit Flinte oder Revolver ein weit anständigerer Mensch als der moralisch erhabene Teutone, der sich vor einen Zug stürzt. Ich würde einem Suizidenten dennoch eine andere Methode nahelegen.

      2. Suizide sind keine Unfälle. Das zu vermengen ist allenfalls „sinnvoll“, wenn man auf ein Ziel hinargumentieren will ohne Argumente zu haben. Da Waffensachkunde in großen Teilen der USA optional ist gibt es tatsächlich vermeidbare Unfälle, da rennst Du aber bei den Freunden des 2. Verfassungszusatzes nicht nur offene Türen ein, die verwenden schon viel Zeit und Geld dafür, den Mitmenschen Möglichkeiten zum Erlernen sicherer Handhabung anzubieten.

      Abseits der Probleme: Die überwältigende Mehrheit der Straftaten mit Schußwaffen geschehen auf gut 2 Prozent der US Landfläche. Täter sind ein bestimmtes Klientel, dessen genauere Beschreibung mir hier das „Nadsi“ Schild umhängen würde.Da gabs vor ca. 8 Jahren ein schönes Video von Tommy Sotomayor auf youtube, das ist natürlich längst zensiert und selbst die Nennung des Titels würde einen hier in Schwierigkeiten bringen.

      Wenn man die obige Gruppe aus den Statistiken herausnimmt sind die restlichen USA eine bis an die Zähne bewaffnete Gesellschaft, in der erstaunlich wenig schlimmes geschieht.

      1. Wenn Sie ein mit den Aussagen ein ethisches und ein logisches Problem haben lesen Sie einfach die bekannten statischen Auswertungen, oder fragen eine KI ihres Vertrauens.

        ps: Von Unfällen habe ich weder geschrieben, noch sind sie vor mir „vermengt“ worden. Und es würde nicht mal Sinn machen, sie zu „vermengen“, weil im direkten Vergleich zu den Schusswaffensuiziden statistisch kaum ins Gewicht fallen.

        1. Zum ps: Stimmt, da hatte ich mich in der Eile verlesen. Der Teil mit den Unfällen ist damit sinnlos, mein Fehler.

          Zur Statistik: Ich habe meinen Ausführungen nichts hinzuzufügen.

          1. Noch eine Anmerkung: Selbsttötung ist kein Menschenrecht. Suizid ist in vielen Ländern entkriminalisiert, damit es nicht schon nach einem Versuch quasi zu einer doppelten Bestrafung kommt. Ein Recht darauf begründet sich darauf allerdings nicht. Stattdessen besteht oft die gesetzliche Verpflichtung, das Leben der Bürger zu schützen und Suizidprävention zu fördern.

  3. Aber es ist eine Klassengesellschaft, die den amerikanischen Traum kultiviert

    Abgesehen davon, dass der Begriff »kultiviert« hier ein entsetzlicher Euphemismus ist (ja, sorry, Tautologie, mir war gerade nach Emphase), muss sich folgende Frage gestellt werden:
    Warum heißt es »The American Dream« und nicht »The American Realism«?
    Weil es ein Traum ist und bleiben soll, aber niemals Wirklichkeit werden, noch die tatsächliche Wirklichkeit gesehen werden soll. Deswegen heißt es auch »The pursuit of happiness« und nicht »The aspiration, intention, purpose of happiness«.

    …im Unterschied zu vergleichbaren Ländern in Europa…

    Uh, da haben die Europäer aber Glück, dass sie mal wieder hinterher hinken. Aber sie arbeiten daran: »The pursuit of the American Dream« und so…

    1. Ich denke auch, dass es in den europäischen Ländern, die sich selbst anmaßend als Europa bezeichnen, genau das die Zukunft ist, falls man sich nicht zuvor in den Krieg stürzt.
      In den USA hat es seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie sowas wie sozialen Widerstand gegeben und seit mit dem Niedergang der staatssozialistischen Länder nicht mal mehr eine theoretische Alternative erkennbar ist, gibt es auch nicht den Anspruch zu beweisen, dass man das bessere System ist. Das beste überhaupt. Die deutschen und europäischen Sozialversicherungen waren auch nicht der Liebe und Fürsorge der herrschenden Klasse für das Volk geschuldet, sondern der Angst vor einer stärker werdenden organisierten und in Teilen revolutionären Arbeiterklasse.
      Jetzt, wo es das nicht mehr gibt, ist auch kein Grund mehr zu erkennen, warum man eine apathische Bevölkerung „ruhigstellen“ sollte. Das gilt in allen westlichen Staaten in gleicher Weise und desshalb werden wir vieles von dem, was wir heute in den Staaten sehen, auch hier erleben. Amerika ist nur schon weiter.

  4. „Verantwortlich für die gestiegenen Todesraten in den USA werden Tod durch Überdosierung von Drogen, Suizide, Autounfälle und chronische Krankheiten gemacht.“

    Da ist doch wohl die Opioid-Epedemie der dicke Fisch im Teich, der alle anderen Todesursachen nach sich zieht. Da kam zu Beginn die Firma Purdue Pharma mit dem Versprechen daher, Schmerzen verschwinden zu lassen, mit Medikamenten, die nicht süchtig machen. Da klingelt es natürlich im Republikanerhirn und der Gedanke, dass dies ein Weg sein könnte, um eine Krankenversicherung zu vermeiden. Man gibt den Kranken ein Schmerzmittel und sie können weiter arbeiten. Dass chronische Krankheiten damit unbehandelt bleiben und zu frühem Tod führen, dürfte einleuchten. Suizide und Autounfälle sind eben auch mit Drogen korrelliert. Das kriminelle Vorgehen der Pharma ist inzwischen gerichtsfest, die Firma Purdue Pharma wurde im April diesen Jahres zu fünf Milliarden Dollar Strafe verurteilt. Das war saftig.
    Inzwischen wird behauptet, die Schmerzmittel kämen aus Mexiko, Sowohl die Präsidenten Obrador wie auch Sheinbaum haben dem heftig widersprochen. Mir selbst ist das hier aufgefallen wie (wahrscheinlich) deutsche Geheimdienste den Schwindel bekräftigen. In Wirklichkeit ist noch immer die US-Pharma der Profiteur.
    https://overton-magazin.de/top-story/aufklaerung-durch-fiktionale-darstellung/#comment-416929

    Könnte bei uns auch kommen. Mit Bärbel Bas ist heute die Ministerin aus dem Amt geschieden, die den sozialen Kahlhieb noch ein klein wenig gebremst hat. Unser Gesundheitssystem nähert sich dem in den USA zunehmend an.

    Am Rande: die Tabakverbote wurden damit begründet, dass der Tabak eine Einstiegsdroge für andere Drogen sei. Nur ist die Opioid-Epidemie genau im Moment der Rauchverbote losgegangen. Überhaupt, hat man nicht dieser Verbote wegen ein Reich der Gesundheit versprochen? Schaut nach USA, was dabei herausgekommen ist.

    1. „Das kriminelle Vorgehen der Pharma ist inzwischen gerichtsfest“… das Dilemma des Artur_C, irgendwie erkennt er das Problem, aber bei Corona gilt es dann nicht. 🙂
      Das ist eh ein echt schräger Punkt an Corona… gerade Linke waren immer große Kritiker der Pharmaindustrie, aber bei Corona war das weg, futsch, nicht mehr existent, der Kapitalismus machte Pause, es galt das Narrativ vom seelig machenden Impfstoff, der uns alle rettet, hergestellt von genau der Industrie, die man ansonsten hoch kritisch sah. Man war sogar bereit Menschen danach zu selektieren und zu diskriminieren.
      Aber naja, man muss es positiv sehen, mich hat es von der linken Pseudoaufklärung auf Lebzeiten befreit… und das geht jetzt fairerweise nicht an dich Artur, denn für diese Erkenntnis brauchte es echte Menschen, Freunde, Verwandte und sonstige Akteure z.B. bei Demos, die mir das mehr als deutlich gemacht haben.

      1. Da bei der Pharma habt ihr natürlich den einen oder anderen Punkt. Ich will aber unter keinen Umständen den Rechten in die Hände spielen. Ein Dilemma.
        Wie der Impfstoff gewirkt hat, könnte man nur feststellen, wenn es ein Land gäbe, das nicht geimpft hat. Gibt es aber nicht, auch nicht Bolsonaros Brasilien. Und Du als Kanzler hättest gesagt, wir impfen nicht? Hättst Du nicht.

        1. Das kann man auch anders feststellen, dazu gibt es genügend wissenschaftliche Methoden,
          die allesamt aktiv ausgebremst wurden, und trotzdem sind Fakten klar:
          1. die modRNA wird mitnichten nach wenigen Tagen abgebaut sondern das Spikeprotein liess sich zT noch nach 2 Jahren nachweisen, das bedeutet nichts anderes als dass sie in die DNA eingebaut wurde und dauerhaft exprimiert wurde.
          2. die Nebenwirkungen waren von Charge zu Charge unterschiedlich, und die Chargen von Land zu Land.
          So gab es Chargen bei denen die Nebenwirkungen schnell und tödlich sein konnten und solche bei deben sie lange und chronisch sein konnten und solche bei denen sie gering waren.
          Und das, wie gesagt, von Land zu Land unterschiedlich.
          NB: die Produktion erfolgte dabei gerade nicht von Land zu Land. Das wurde so geliefert.
          3. die Gründe dafür und die Unterschiede und Produktionsabläufe und die genaue Zusammensetzung sind geheim
          4. für die Funktionselite standen monoklonale Antikörper zur Verfügung die nach der Epidemie vernichtet wurden. Dh die Funktionselite hatte wenig Impfanreiz bzw -druck.

          Wenn Du wissen willst wie es um deine Charge bestellt ist kannst Du hier kucken:
          https://knollfrank.github.io/HowBadIsMyBatch/HowBadIsMyBatch.html

          Mit lechts und rinks hat das nix zu tun. Mit Palestina auch nicht falls das Deine Sorge ist.

        2. „Solidarisch“ war das Stichwort. Man sei solidarisch mit den Alten und Vulnerablen, wenn man sich der Gentherapie unterziehe. Das habt ihr alle gekauft,

        3. Naja Artur, so wie du haben viele Linke in meinem Umfeld ebenfalls „gespielt“. Soll ich dir was verraten? Sie haben mich damit AKTIV ins rechte Lager getrieben, denn die waren tatsächlich beim Thema Corona deutlich stabiler. Bin ich dort geblieben? Nein, denn ich bin in gar keinem Lager, denn Lagerdenken ist grundsätzlich das Gegenteil von Aufklärung, was du mir hier mit deiner Aussage ja auch explizit bestätigst.

          Gelernt habe ich dabei: Viele Linke neigen zu radikalem Kollektivismus, objektivieren dafür auch Menschen, wenn es in die Erzählung passt. Vor Corona dachte ich lange Zeit naiverweise links wäre irgendwie die Synthese aus Aufklärung und Menschenrechten. Das war ein völliger Fehlschluss. Klar, das gilt nicht für alle, aber die Massivität, mit der mir das von den Menschen, die ich vorher klassisch links eingeordnet habe, entgegen schlug, verleitet mich durchaus dazu anzunehmen, dass das ein Kernelement linken Denkens ist. Ich halte das für hochgradig gefährlich, denn kollektivistisches Denken beißt sich maximal mit Menschen- und Bürgerrechten. Da bin ich komplett raus.

          Wenn ich Kanzler gewesen wäre? LOL, coole Frage eigentlich!
          Ich hätte als erstes Mal RKI und PEI angewiesen alle Erkenntnisse und Thesen öffentlich zu diskutieren. Ich hätte sie aufgefordert kritische Stimmen in den Dialog einzubinden und ich hätte einem Spahn komplett untersagt auch nur eine einzige Weisung an diese beiden Behörden rauszugeben, die daran etwas ändern möchte.
          Weiterhin hätte ich niemals eine einrichtungsbezogene Impfpflicht mitgetragen und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen einen Gesetzesvorschlag für eine allgemeine Imppflicht ins Parlament einzubringen. Ich hätte mit allen Mitteln darauf hingewirkt, dass alle Menschen eine ECHTE freiwillige Entscheidung treffen können. Für all das ist völlig irrelevant was Corona ist und ob die Impfung irgendwie wirkt, gefährlich ist oder sonstwie dich in ein Alien verwandelt oder auch nicht.

          1. Ich danke für den ausführlichen „wäre ich damals Kanzler gewesen“ Teil. Das wäre in etwa auch das was ich an der Stelle getan hätte. Wir wären dann aber womöglich beide den afrikanischen Präsidenten gefolgt, die nach vergleichbaren Entscheidungen einem Putsch zum Opfer fielen.

            1. Das wäre in der Tat nicht ganz auszuschließen…. kein Kanzler zu sein oder einer ohne Rückrat kann offensichtlich der Lebenserwartung zugute kommen! 😉

          2. Irgendwann, nach all der Aufregung und Unsicherheit, die mir am Anfang verständlich erschien, war zum Beispiel vollkommen klar, das die Impfungen definitiv die Verbreitung der Infektion nicht verhindern kann. Man konnte also als Bundeskanzler oder Regierung auf ganz klarer Faktenbasis entscheiden, dass jegliches Drängen bis hin zum Zwang, sich impfen zu lassen, unterbleibt. Die eigentliche Frage ist nicht, wie wir damals entschieden hätten, sondern warum damals solche Entscheidungen nicht gefällt wurden. Und das ist nur ein Beispiel. Ebenso klar war schon sehr früh , dass Masken den Träger nicht schützen und ein getesteter negativer Mensa, sie vollkommen sinnlos trug.
            Dass solche evidenten Umstände überhaupt keine Beachtung fanden, zeigt, dass es eben um etwas anderes als Infektionsschulz ging. Dass Menschen wie Arthur noch immer daran glauben wollen, dass man bestenfalls Fehler im löblichen Bemühen, schlimmeres zu verhüten, gemacht haben, ist durchaus verständlich. Wer gibt schon zu, dass er sich auf den Leisten hat schlagen lassen. Aber es war so und mir ist bewusst, dass ich auch zu den Geschlagenen gehörte. Es war die Einleitung der totalitären Wende in der Republik und allein der damalige Umgang mit Kritikern, egal wie recht die hatten, hätte mir das klarmachen müssen.

        4. @Artur_C:
          „Wie der Impfstoff gewirkt hat, könnte man nur feststellen, wenn es ein Land gäbe, das nicht geimpft hat. …“

          Völlig falsch. Hier ein Schreiben der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“ an die EMA (European Medicines Agency) in dem eine ganze Menge wissenschaftlicher Arbeiten gelistet und auch kurz zusammengefasst sind. So ist dies zu DL bereits auf Seite 3 zu lesen:

          „Eine sorgfältige mathematische Analyse von 20 Jahren deutscher Mortalitätsdaten
          ergab für das Jahr 2021 eine Übersterblichkeit von mehr als 27.000 Todesfällen. Zieht man
          davon die für 2021 erwartete Übersterblichkeit von etwa 7.000 Todesfällen ab, ergibt sich,
          dass rund 17.000 Todesfälle allein im Jahr 2021 der Impfkampagne zugeschrieben werden
          könnten. Dieses Ergebnis wird durch eine neuere Veröffentlichung derselben
          Arbeitsgruppe gestützt: …“

          Damit erhält man bereits einen Einblick sowohl in die Methodik als auch zum Ergebnis. Weniger glauben, mehr um Wissen bemühen, das macht den aufgeklärten Menschen aus.

          https://www.mwgfd.org/wp-content/uploads/2026/07/Brief-EMA_Bibliography_DE_23.07.2026.pdf

  5. „Es gibt wie in anderen Ländern auch einen Peak 2021, bedingt durch Corona“ . Herr Rötzer HÖREN SIIE AUF diese Märchen nachzuplappern. Corona hat weder die Suizidrate erhöht noch die Zahl der Drogenabhängigen gesteigert. es waren die sinnlosen LOCKDOWNS die Menschen auf diese Art getötet haben!

    1. Eben. Es waren die Corona-Maßnahmen, die das verursacht haben. Diese Maßnahmen sind allesamt von Menschen beschlossen und durchgesetzt worden mit aller staatlichen Gewalt. Lockdowns, meist sinnloses Geteste, Maskenpflicht, Arbeit von zu Hause, Ausgehverbote, zu Hause die Kinder beschulen…

      Ein Virus kann das nicht.

      Der Virus kann das alles nicht tun. Das waren Menschen.

  6. Amerikanische Zustände – Erfahrungsberichte, u. a. ein Auswanderer-Video, und warum sich nichts ändert:

    ANALYSE
    https://www.youtube.com/watch?v=kzFUd8uj7pA&t=402s
    Die USA sind KEIN wohlhabendes Land: Das sind die wahren Daten
    25:05 Lebenserwartung, Sterblichkeit usw.
    27:10 Das US-Gesundheitssystem
    28:40 Das US-Gesundheitssystem im Vergleich zur OECD

    ERFAHRUNGSBERICHT
    https://www.youtube.com/watch?v=0nBbBnFUG14
    Die USA sind für Millionen Amerikaner ein „Dritte-Welt-Land“ #costoflivingcrisis
    Millionen Amerikaner haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, bezahlbaren Lebensmitteln, sicherem Wohnraum oder grundlegender Sicherheit. Wir waren einer von ihnen. Wir lebten abseits des Stromnetzes im ländlichen Appalachengebiet und machten alles richtig – wir arbeiteten hart, lebten sparsam und kamen trotzdem kaum über die Runden. Schließlich trafen wir eine drastische Entscheidung: Wir verließen die USA auf der Suche nach einem besseren Leben.

    ANALYSE
    https://www.youtube.com/watch?v=rR5gViXEOxo
    Wealth inequality is literally killing us. The economy should work for everyone. | Alissa Quart
    Economic hardship is linked to physical and psychological illness, resulting in added healthcare expenses people can’t afford.

    The gig economy – think Uber, Lyft, TaskRabbit, Handy – is marketed as a ‚be your own boss‘ revolution, but it can be dehumanizing and dangerous; every worker is disposable.

    DOKUMENTATION
    https://www.youtube.com/watch?v=QGSn0AC3-ok
    Milliardäre leben im reichsten Bezirk Amerikas ganz offen …
    Doch die Arbeiter, die die Stadt am Laufen halten, können sich das Leben dort nicht mehr leisten. Die Hälfte pendelt eine Stunde durch eine Schlucht, nur um zur Arbeit zu kommen.
    Jackson Hole erzählt die Geschichte der allgegenwärtigen Vermögensungleichheit.
    … Und davon, wie lokale von schwerreichen NIMYBs beherrschte Gremien ein Bauprojekt für bezahlbaren Wohnraum verhindern …

    Ausgerechnet die Bestseller-Autorin Amy Chua (Tiger Mom 2011) äußerte sich zur Vermögensungleichheit in den USA:
    https://www.youtube.com/watch?v=M0baupFFlFA&t=303s
    Wie Amerikas Besessenheit von Prominenten den Kampf gegen Ungleichheit schwächt | Amy Chua |
    Warum wählte ein einkommensschwaches Amerika einen Milliardär zum Präsidenten? „Das ist kein Rätsel“, sagt Chua. Trotz der Daten zur Ungleichheit und der ernüchternden Statistiken zur sozialen Mobilität glauben die Amerikaner weiterhin an den amerikanischen Traum. Es ist die Erzählung, die von „American Idol“, den Kardashians und Jetset-Prominenten verbreitet wird – dass auch man es irgendwie nach oben schaffen kann [und wenn man dafür sich bei den Weinsteins und Epsteins prostituieren muss]. Die Reichsten der Reichen werden bewundert, nicht verachtet.
    „Die Sehnsucht nach dem amerikanischen Traum ist so stark, dass die Menschen daran festhalten, selbst wenn sie keine Chance mehr haben“, sagt Chua. Es ist dieser Traum, der die Ungleichheit von unten nach oben aufrechterhält.

  7. Es ist mir vollkommen gleichgültig, welches Ungemach junge Amerikaner trifft.
    Die USA verhalten sich uns gegenüber wie ein Feind, haben mit „Atlantikbrücken“ u.ä. Erfüllungsgehilfen in unser Parteienoligarchie etabliert, die gegen die Interessen unser Bevölkerung „regieren“, uns in energetische Abhängigkeit von denen gebracht haben.
    Sie unterhalten Truppen hier, schränken unsere Souveränität ein, installieren Massenvernichtungswaffen hier, mit Nordstream fange ich jetzt gar nicht an.
    Die USA betreiben reine egoistische Machtpolitik, sie sind der große Friedensstörer des Planeten. Ohne die Deckung der USA könnte Israel nicht tun, was es tut, das seid der Gründung dieses Staates!
    Von mir aus können sich die Amis gegenseitig über den Haufen schießen, was da innenpolitisch abläuft,interessiert mich nicht!

  8. Der Mindestlohn liegt auf US-Bundesebene bei 7,25 US-Dollar. Nicht geschützt sind saisonale Jobs, Bürojobs sowie Freelancer. In manchen Bundesstaaten liegt der Mindestlohn weit darüber, in anderen mit $ 5,15 darunter.

    Davon kann man wie Diogenes in der Tonne wohnen und sich ab und zu ein
    Fentanyl-Pflaster aufkochen.

    God bless america !

    “ Wir brauchen dringend Reformen ! „

  9. „Die USA, das eigentlich reichste Land mit dem größten BIP, fallen bei der Lebenserwartung auf den 38. Platz zurück.“

    In Amerika leben erste und dritte Welt oft Tür an Tür, getrennt nur von einer Straße oder einer Mauer. Wenn dieses „größte BIP“ ungleich verteilt ist, dann wirken sich die vielen Habenichtse auf die Lebenserwartung in besonderer Weise aus. Daran ist nichts verwunderlich.

    Wundern kann einen nur, dass privater Reichtum als Maßstab für den Erfolg des Wirtschaftens in dieser Gesellschaft gilt. Und soeben haben mal wieder zwei weitere Ökonomen dieses Staates den Ökonomienobelpreis zugesprochen bekommen.

    1. Ob, wie vom Autor behauptet, das bruttoinlandsprodukt ohne Berücksichtigung von kaufkraftunterschieden und einwohnerzahlen tatsächlich der richtige Maßstab ist scheint mir fraglich. Vielleicht sollte man eher die rüstungsausgaben heranziehen.

  10. Die USA sind das mit Abstand reichste Land. Der Reichtum konzentriert sich in nur wenigen Händen, die auch die Macht haben diese Situation zu verstetigen. Die Gesellschaft hat wenig oder keinen Einfluss ihre Interessen (wie Gesundheit) durchzusetzen.

    Die Reichen haben den Staat und seine Institutionen okkupiert und für ihre Interessen dienstbar gemacht. Und ihr erstes Interesse ist ihren Reichtum zu mehren. Die Gesellschaft mit ihren Menschen werden lediglich als Mittel dafür benutzt. In der Gesundheitsindustrie geht es entsprechend um den Profit dieser Industrie und nicht um das Wohlergehen der Menschen.

    Man könnte meinen, das wäre der End- und Höhe-Punkt der bürgerlichen Gesellschaft, aber oft kommt es doch noch schlimmer als man meint. Ich vermute, das große Hauen und Stechen beginnt erst noch.

    1. „… das mit Abstand reichste Land “
      Kommt drauf an was man als Maßstab nimmt. In der Regel wird ja das bruttoinlandsprodukt herangezogen. Da liegt kaufkraftbereinigt China deutlich vor den USA und wenn man das auf die einwohnerzahl umrechnet gibt es eine ganze Reihe von Ländern, die höhere Werte haben.

      1. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellte werden, abzüglich der dabei verbrauchten Vorleistungen. Es ist die wichtigste Kennzahl zur Messung der wirtschaftlichen Leistung (wiki)

        Ich messe Reichtum am Kapitalbesitz und nicht an der wirtschaftlichen Leistung. Setzt man die Höhe des Kapitals ins Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistung, und die wiederum zum Grad der Bedürfnisbefriedigung der Bevölkerung, dann erweist sich der US-Kapitalismus als relativ ineffizient. Was bedeutet, dass der Kapitalreichtum nicht im Interesse der Bevölkerung genutzt wird, sondern der Reichtum an Kapital wird sogar zum Schaden der Menschen genutzt.

  11. Wer schon mal in den USA war und dabei nicht nur new York und das silikontal besucht hat, der sollte ohnehin schon den Eindruck gewonnen haben das zwischen den USA und den nominal deutlich weniger wohlhabenden Ländern wie zum Beispiel Argentinien oder Bulgarien die Unterschiede nicht sehr groß sind.

    Ansonsten habe ich den Eindruck, dass einige Kommentatoren hier den Blick in die vom Autor verlinkte Studie gescheut haben:
    – Lebenserwartung in den USA im Jahr 2023 wie in Albanien
    – Frühkindliche Sterblichkeit (bis zu einem Jahr) etwa so hoch wie in Sri Lanka
    – Wahrscheinlichkeit bis zum Alter von 40 Jahren zu sterben mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland (bei Männern noch extremer), alles auf Basis 2023

  12. Beim Selbstverständnis von „The winner takes it all“ oder auch „Schon der zweite Platz ist eine Niederlage“ stellt natürlich ein Inselstaat (wenngleich mit lediglich 10 Millionen Einwohnern, Tendenz wohl sinkend und einem Mini-BSP), dessen Regierung immer noch am „Erstmal die Grundbedürfnisse möglichst aller Leute sicherstellen“ festzuhalten versucht, eine unglaubliche Provokation dar. Da wird dann ganz nach der Ideologie der Marktwirtschafts-Inquisition verfahren: „Confess, Communist Cuban backyard inhabitant, your blasphemy against the holy shareholder value!“ Und weil Kuba so ein failed state ist, muss man seit über 60 Jahren (neuerlich nochmal verschärften) Staatsterrorismus betreiben und das Land von allem abschneiden, was man halt so zum Leben braucht – damit auch alle endlich sehen, was für eine Misswirtschaft das dort ist, q.e.d.

  13. es gab einen Kinofilm von 2017 der im Wahlkampf 2016 spielt, „Das Leuchten der Erinnerung“. Das Thema -Demenz und wie damit umgehen-. Aber in diesem Roadmovie quer durch die USA werden im Hintergrund viele andere Botschaften vermittelt die mit dem Filmthema nichts zu tun haben; kaputte Fabriken in Kleinstädten in denen Trump-Anhänger demonstrieren (der demente Mann jubelt ihnen zu, während seine Frau ihn wegzieht mit den Worten wir waren immer Demokraten, zuletzt für Walter Mondale), eine Jugendbande die das Rentnerpaar auf der Landstrasse überfällt (die Frau holt eine Jagdflinte aus dem Wohnmobil und vertreibt sie mit den Worten „wir haben nichts mehr zu verlieren“), übergewichtige Menschen etc.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Leuchten_der_Erinnerung

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