Titan: Eine vorbildliche Seenotrettung informiert die Weltöffentlichkeit

Tauchboot Titan. Bild: oceangate.com

Seenotrettung und Menschlichkeit – ein Essay über die Nutzlosen und Nützlichen – Teil 2

 

Teil 1: Zwei Schiffstragödien und der Maßstab der Seenotrettung.

Am 18. Juni um 12 Uhr GMT startet mit 5 Mann an Bord das vom US-Unternehmen OceanGate konstruierte, 6,70 Meter lange Tauchboot Titan im Atlantik, etwa 1500 Kilometer östlich von Boston und 600 Kilometer vor der kanadischen Insel Neufundland entfernt. Zur Erinnerung: der Schiffskutter Adriana mit seinen 750 bis 800 Menschen an Bord schaffte es bis etwa 80 Kilometer vor die griechische Küste.

Der Oceangate-Gründergedanke war, sich eine profitable Geschäftssphäre im Feld der Tiefsee- und Meereserkundung für Abenteurer zu eröffnen und zwar für solche, die es sich leisten konnten, die Summe von 250.000 Dollar pro Kopf und Tauchgang zu bezahlen. Der besondere Reiz des Titan-Tauchgangs: Ein Tauchgang zur legendären, am 12.4.1912 gesunkenen Titanic in 3800 Meter Tiefe. Um 13:45 bricht aller Kontakt zum Mutterschiff „Polar Prince“ ab, 8 Stunden später, um 21:40 GMt alarmiert die Polar Prince die US-Küstenwache.

Die US-Küstenwache eröffnet eine beispiellose, eine unvergleichliche Seenotrettungs-Aktion mit einem Such- und Rettungsradius 20.000 Quadratkilometer: Eine internationale Rettungsaktion mit einem gigantischen Aufwand an logistischem, materiellem und personellem Einsatz, die 5 Tage lang anhält.[1] In jeder Hinsicht hat die US-Küstenwache den Artikel 98 „Pflicht zur Hilfeleistung“ des Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen vom 23.6.1998 erfüllt, wo nicht übererfüllt. Mit ihrem Seenotrettungs-Einsatz hat die US-Küstenwache unter Beweis gestellt, was mit Hilfe modernster Technik in Sachen Seenotrettung heutzutage möglich ist – sofern der Wille zur vorbildlichen Seenotrettung vorhanden ist.

Warum dieser Bilderbuch-Seenotrettungs-Einsatz?

Zum Ersten handelte es sich bei den 5 Mann der Titan nicht um für das US-Staatsinteresse nutzloses, also überflüssiges, also unerwünschtes Menschenmaterial: nicht um rein lästige Störfaktoren, die als Staatshaushalts- und ordnungspolitischer Ballast in den entsprechenden Ghettos der US-Metropolen ihren alltäglichen Überlebenskampf führen und fristen, anstatt als legale Kapital- und Humanressource einen konstruktiven Beitrag zum Gelingen des US-Standortes in der globalen Staaten- und Standortkonkurrenz beizutragen.

Für diese Nutzlosen ist zuallerst die Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zuständig. So, wie Frontex; so, wie die Moria-Nachfolger,[2] die „Geschlossenen Zentren mit kontrolliertem Zugang” (Closed Controlled Access Center, CCAC) auf Samos, Kos, Lesvos, Chios, Leros beauftragt sind, die Nutzlosen nicht ins Innere des Schengenraums vordringen zu lassen, nachdem es ihnen unter Lebensgefahr beinahe gelungen ist, den deutsch-europäischen „großen Strand am Mittelmeer“ (O.Scholz, evang. Kirchentag, 11.6.2023),[3] hinter sich zu lassen; so, wie die als „sicher“ definierten Herkunfts-, Transit- und Drittländer nicht zuletzt mit dem Angebot „cash contre migrant“ angehalten und als Zuständige erklärt werden, die nutzlosen Migranten und Flüchtlinge dieser Welt bei sich im Kein zu ersticken, wenigstens bei sich daheim zu behalten.

Die 5 Mann der Titan hingegen sind keine Illegalen, keine Irregulären wie die 800 Flüchtlinge an Bord der Adriana: vielmehr zahlungskräftige wie respektable, in allen modernen Klassengesellschaften geachtete Persönlichkeiten. Lieblingsbürger, die erwiesenermaßen oder perspektivisch nützlich sind für den Erfolg der maßgeblichen Weltordnungs- und Weltaufsichtsmächte, allen voran der USA. Solche in akute Seenot Geratene sind es wert, verdienen es mit allen nur möglichen Mitteln gerettet zu werden – so die ethisch-sittliche Maxime der abendländischen Wertegemeinschaft, die über alle modernsten technischen Mittel verfügt, beispiellose Seenotrettungen für alle in Seenot Geratenen durchzuführen.

Zum Zweiten bietet die offensichtlich in Seenot geratene Titan die günstige Gelegenheit, vor der ganzen Weltöffentlichkeit anhand einer vorbildlichen Seenotrettung zu demonstrieren, wie sehr die USA und ihre Wertepartner beseelt sind vom Humanismus, hier vom Humanismus wahrer Seenotrettung. Dass es bei diesem Seenotrettungsversuch um 5 Menschenleben geht, ist wunderbar zu instrumentalisieren für das schöne Bild, dass es den USA in ihrer humanen Gesinnung überhaupt um jedes einzelne Menschenleben geht. Für dieses schöne Bild lohnt sich die Aufbietung aller nur möglichen Seenotrettungs-Maßnahmen vor den Augen einer ehrfürchtig-staunenden Weltöffentlichkeit.

Flankiert wird das ganze Unternehmen US-Seenotrettung in ein- und aufdringlicher Weise durch die westlichen Leitmedien: Die sorgen mit ihrer sprichwörtlich hautnahen Bild- und Berichterstattung dafür, dass sich angesichts der anschaulich bebilderten räumlichen Enge in der Titan und der unermesslichen, drohenden Tiefe des Geschehens, Mitempfinden einstellt; allerdings moralisches, parteiliches Mitempfinden für diese in Seenot Geratenen, nicht für die 800 illegalen und irregulären in Seennot geratenen Menschen an Bord der Adriana.

Diese Bedienung und Pflege der westlichen Moralität und des kollektiven westlichen Moralbewusstseins leistet zugleich ein konstruktiven Beitrag zur herrschenden Kriegsmoral in der westlichen Hemisphäre:[4] Zeigen doch die USA anhand ihrer Küstenwache, der US Navy, der US National Guard und anhand der synergetisch-interoperablen Einbindung Kanadas, Frankreichs und Großbritanniens in die Rettungsaktion unter US-Führung, dass die USA im Namen der Menschlichkeit für sogar nur 5 Menschenleben alles zu mobilisieren bereit und in der Lage sind. Das mildert möglicherweise den hier und da auftauchenden hässlichen Gedanken an die ständige US- und NATO- betriebene Ukrainekrieg-Eskalation, einschließlich der frank und frei bekannt gemachten Lieferung von Streubomben an die ukrainische Führung.

Zum Dritten veranschaulicht der Seenotrettungsversuch gegenüber der implodierten Titan den Willen, die Fähigkeit und den Anspruch der USA, auch im Feld der Seenotrettung Führungsnation Nummer 1 zu sein – und zwar auch angesichts der kommenden Auseinandersetzungen auf den maritimen Schlachtfeldern: Sei es in der Arktis-Polarregion, in der Ostsee, im Schwarzen Meer; sei es in der Koreastraße, im Gelben, im Japanischen Meer, im Indopazifischen Raum mit der Straße von Taiwan und der Straße von Malakka, oder im Persischen Golf. Insofern war der Titan-Rettungsversuch eine günstige Gelegenheit, die Hebung von Tauch- oder U-Booten ganz praktisch zu üben und sich, der Weltöffentlichkeit und den konkurrierenden Partner und Rivalen zu beweisen, zu was die USA im maritimen Schlachtfeld prinzipiell zu leisten in der Lage sind: etwa zur Sichtung und Hebung von U-Booten, bevor sie in Feindeshände fallen und geheim gehaltene militärische Spitzentechnologien preisgeben.

In diesem patriotischen Sinne ist der erfolglose Rettungsversuch vorbildlich zu nennen:

The White House thanked the US Coast Guard and international partners for their search and rescue e orts for the submersible that went missing on its way to the Titanic wreckage. This has been a testament to the skill and professionalism that the men and women who serve our nation continue to demonstrate every single day,“ a White House spokesperson said. (CNN World, June 23.2023)[5]

Bleibt zusammenfassend die abschliessende Frage zu beantworten: Was ist aus den 2 Seenotrettungs-Einsätzen zu ersehen?

Lehren aus 2 Seenotrettungen

 Darin wissen sich die politischen Entscheidungsträger und Auftraggeber der abendländisch-westlichen Wertegemeinschaft in ihrem sittlich-ethischen Selbstbewusstsein und Selbstgefühl einig: Jeder ist es wert und verdient die Seenotrettung, die er verdient. Deshalb sind die beiden getätigten Seenotrettungs-Einsätze im moralischen Selbstverständnis der politischen Entscheidungsträger nur gerecht und der jeweils entsprechenden Aufmerksamkeit würdig. Das ist das Eine. Zum Anderen ist das souveräne „Grenz- und Migrationsmanagement“ den neuen „Herausforderungen“ anzupassen. Grundsätzlich gilt zwar wie immer:

Die Erde ist zu groß für einen hungernden Chinesen, um dorthin zu gelangen, wo es etwas zu essen gibt, zu groß für einen deutschen Landarbeiter, um das Fahrgeld dorthin zu bezahlen, wo er bessere Arbeit findet. Die Erde ist klein. Wem die Mächtigen in den Ländern nicht hold sind, der findet keine Heimat, sie schenken ihm keinen Paß, vor dem ihre Beamten salutieren, und er wird, auf seiner Wanderschaft ertappt, nachts über andere Grenzen geschoben, in Länder, in denen er auch keine Stätte hat. Nirgends ist für ihn Raum. Wenn anständige Leute nachts eine Grenze passieren, geben sie am Abend vorher dem Kontrolleur des Schlafwagens Billet und Paß und äußern den berechtigten Wunsch, bei Kontrolle nicht geweckt zu werden. Gott hat sie lieb. (Max Horkheimer, 1932 )[6]

Aber angesichts dessen, dass das abendländische „Grenz- und Migrationsmanagement“ inzwischen konstitutiver Bestandteil der bislang geltenden regelbasierten Weltordnung ist, die es im 21. Jahrhundert anzupassen und  gegen konkurrierende „Partner und Rivalen“ mehr denn je durchzusetzen gilt, erweist sich das Asylrecht endgültig als störend und überflüssig:

Früher oder später wird das Asylrecht für politische Flüchtlinge in der Praxis abgeschafft. Es paßt nicht in die Gegenwart … Heute, wo das in wenigen Händen konzentrierte Kapital zwar in sich gespalten, aber gegen das Proletariat zur solidarischen und reaktionären Weltmacht geworden ist, wird das Asylrecht immer störender. Es ist überholt … (M. Horkheimer, ebd.: 403)

Zu dem Schluss sind politische Entscheidungsträger in Deutschland nunmehr auch gelangt – abzüglich der unschönen Formulierungen über das Kapital als solidarische und reaktionäre Weltmacht. Doch ist noch eine, wenn auch nicht ganz neue Lehre zu ziehen.

Über das Sterben

Der Todeskampf der etwa 700 Menschen, die mit der Adriana untergingen und dem die griechische Küstenwache aus sicherer Entfernung zusah, hielt 15 bis 20 Minuten an. Die im Titan-Tauchboot Eingeschlossenen dagegen hatten tragisches Glück: Das Tauchboot implodierte offensichtlich und zwar in einer Millisekunde, so schnell, dass das Gehirn der 5 Unglücklichen es nicht einmal mehr wahrnehmen konnte. Was heißt:

Alle müssen sterben – gewiß, aber nicht alle sterben gleich. Davon, daß die Reichen ihr Leben mit tausend Mitteln verlängern können, die den Armen nicht zu Gebote stehen, will ich gar nicht reden … Eine einzige Feststellung genügt, um die Ideologie der Unparteilichkeit des Todes ins Wanken zu bringen … Der arme Mann weiß in diesem seinen letzten Teil, daß seine Familie dafür gezüchtigt werden wird, wenn er umkommt … Was nach dem Tod kommt, weiß ich nicht, aber was vor dem Tod liegt, spielt sich in der kapitalistischen Klassengesellschaft ab. (M. Horkheimer, ebd.: 345)

Da das so ist, hat die US-Küstenwache auch deshalb alles aufgeboten, um wenigstens die sterblichen Überreste der Titan-Besatzung zu bergen. Die sterblichen Überreste der 700 Ertrunkenen hingegen sind es nicht wert und irgendeinen Bergungs-Aufwand ihrer Überreste haben ihre Familien nicht verdient. So ruhen die 700 Ertrunkenen in 5000 Meter Tiefe im Ionischen Meer vor der griechischen Küste.

Und die politischen Entscheidungsträger vertrauen nicht zu Unrecht darauf, dass die Namenlosen ohnehin bald aus dem abendländischen Kollektivgedächtnis getilgt sind – sofern von ihnen überhaupt Notiz genommen wurde.

[1] Zum näheren Verlauf der 5 Tage-Seenotrettungsaktion vgl. die Timelines unter: https://www.aljazeera.com/news/2023/6/23/titan-sub-timeline-when-did-it-go-missing-and-other-key-events sowie: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_100195482/tauchboot-titan-us-kuestenwache-insassen-sind-tot-katastrophale-implosion-.html

[2] Zum berühmt-berüchtigen Moria-Lager vgl. M.Henle, 18.9.2020, unter: https://www.telepolis.de/features/Moria-warum-es-war-wie-es-war-4904869.html

[3] Unter: https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/deutschland-muss-grossen-strand-haben-heftige-kritik-nach-scholz-witz-in-nurnberg-1.13326725

[4] Vgl. dazu die überzeugende Studie: N.Wohlfahrt/J.Schillo, Deutsche Kriegsmoral auf dem Vormarsch – Lektionen im patriotischen Denken über >westliche Werte>, VSA, Hamburg, besonders: 12-35.

[5] Unter: https://edition.cnn.com/americas/live-news/titanic-missing-sub-oceangate-06-22-23/index.html

[6] Max Horkheimer, Dämmerung. Notizen aus Deutschland, in: Philosophische Frühschriften 1922-1932, Ges. Schriften Bd.2, Frankfurt/Main, 1987: 324.

 

Quellen:

  • G.W. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts [1821], Frankfurt/main, 1973
  • Max Horkheimer, Dämmerung. Notizen aus Deutschland, in: Philosophische Frühschriften 1922-1932, Ges. Schriften Bd.2, Frankfurt/Main, 1987
  • N.Wohlfahrt/J.Schillo, Deutsche Kriegsmoral auf dem Vormarsch – Lektionen im patriotischen Denken über westliche Werte, VSA, Hamburg

 Internetquellen:

Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen, 23.6.1998:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:21998A0623%2801%29

EU-Kommission, 15.7.2023:

https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/promoting-our-european-way-life/new-pact-migration-and-asylum_de

G.Beckstein, 11.7.2000:

https://www.welt.de/print-welt/article522532/Weniger-die-uns-ausnuetzen-und-mehr-die-uns-nuetzen.html

EU-Kommission, 23.9.2020, New Pact on Migration and Asylum:

https://eur-lex.europa.eu/resource.html?uri=cellar:85ff8b4f-ff13-11ea-b44f-01aa75ed71a1.0002.02/DOC_3&format=PDF

Roter Halbmond rettet mehr als 600 Migranten aus tunesischer Wüste, Zeit online, 13.7.2023: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-07/roter-halbmond-gefluechtete-tunesien

EU-Kommisssion, Tunesien-Deal, 16.7.2023:

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/statement_23_3881

Politique du Non-Aceuil en Tunisie – Des acteurs humanitaires au service des  politiques sécuritaires européennes, juin 2020:

https://www.gisti.org/IMG/pdf/hc_2020_migreurop-ftdes_rapport-tunisie.pdf

Maghreb-Post, 23.3.2023:

https://www.maghreb-post.de/algerien-aerzte-ohne-grenzen-prangert-aussetzung-von-fluechtlingen-der-wueste/

EU-Kommission, Juni 2023, Ein stärkeres Europa in der Welt:

https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/priorities-2019-2024/stronger-europe-world_de

Sophie-Anne Bisiaux, 10.3.2023, „Les politiques migratoires de la France et de l’Union européenne:  https://www.lecourrierdelatlas.com/s-a-bisiaux-les-immigres-sont-contributeurs-avant-detre-beneficiaires/

von der Leyen, 14.6.2023:

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Zivile Seenotrufstelle „Alarmphone“,14.6.2023:

https://alarmphone.org/en/2023/06/14/europes-shield/;

The Guardien, 10.7.2023: https://wearesolomon.com/mag/focus-area/migration/they-are-urgently-asking-for-help-the-sos-that-was-ignored/; schliesslich:

Drowning in Lies, Lighthouse Reports, 29.6.2023:

https://www.lighthousereports.com/investigation/drowning-in-lies/

Frontex und Küstenwache sahen zu, nd journalismus von links, 14.7.2023:

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1174710.pylos-ertrunkene-gefluechtete-frontex-und-kuestenwache-sahen-zu.html

Aljazeera-Timeline, 23.6.2023: https://www.aljazeera.com/news/2023/6/23/titan-sub-timeline-when-did-it-go-missing-and-other-key-events

T-Online Timeline,23.6.2023:

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_100195482/tauchboot-titan-us-kuestenwache-insassen-sind-tot-katastrophale-implosion-.html

Moria-warum es war, wie es war, M.Henle, 18.9.2020:: https://www.telepolis.de/features/Moria-warum-es-war-wie-es-war-4904869.html

O.Scholz, evang. Kirchentag, 11.6.2023: https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/deutschland-muss-grossen-strand-haben-heftige-kritik-nach-scholz-witz-in-nurnberg-1.13326725

CNN, Missing Titanic sub crew killed, 22.6.2023:

https://edition.cnn.com/americas/live-news/titanic-missing-sub-oceangate-06-22-23/index.html

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38 Kommentare

  1. Wie vor ein paar Jahren, als eine Britin wohl betrunken von einem Kreuzfahrtschiff ins Mittelmeer gefallen war… tagelang wurde über die aufwändigen, am Ende meiner Erinnerung nach vergeblichen Suchaktionen berichtet; die währenddessen zigfach ertrunkenen Flüchtlinge kamen derweil allenfalls als Randnotiz in Form eines Bodycounting in den Medien vor.

  2. In der Ukraine sind in den letzten 4 Wochen mindestens 26.000 Ukrainer gefallen und hier macht man sich so einen Kopf über ein paar tote Bonzen. Unverständlich. Hier bewahrheitet sich wieder der Spruch „Ein Toter ist eine Katastrophe, hunderttausend sind reine Statistik“.

  3. So ein „Fass“ aufzumachen, halte ich für etwas Übertrieben.
    – Das eine ist in Tiefe von ca. 3500m implodiert
    – Die anderen liegen in ca. 5000m Tiefe. In 20min ist eine Rettung bei solchen Voraussetzungen kaum möglich.
    Ein Vergleich von Rettungsmaßnahmen halte ich deshalb hier für Unangemessen.

    Das die Menschen auf dieser Welt leider nicht alle Gleich sind – ist bedauerlich – aber so ist halt der Mensch.
    Und auch die Tatsache, dass bei all diesen Touristenschiffen der eine oder andere über Bord geht, und man
    darüber schweigt – ist auch bekannt. Die Menschen die solche „Schipper“ in Anspruch nehmen, wollen es auch
    nicht wissen.

    1. „So ist der Mensch“ ?
      Mit _der_ du hier gar nichts mehr kommentieren …

      Haende im Schoss traurig kucken – „so bin ich halt, ich kann nicht anders“ 😀
      RTFLBTC

      Und Hr.Henle: Danke fuer die Kritik an der verspiesserten Scheinheiligkeit!
      Danke!

  4. Uninteressanter Artikel wie wärs mal wenn Ihr von dem RoRo-Schiff vor den Niederlande berichtet. Wie beinahe eine Katastrophe ausgebrochen ist? Zumindest zeigt das mal wie sinnvoll E-Autos sind und wie gefahrlos der Transport / Umgang damit ist. Wie wenig man sich im Seerecht um solche Autobatterien kümmert, wogegen es ausreicht das eine kleine Lithium Batterie ein Packstück zum Gefahrgut macht. Weil diese so leicht zu löschen sind und die gängigen Löschverfahren (CO2 oder Schaum) erst zu einer Katastrophen führen.
    https://www.handelsblatt.com/fremantle-highway-autofrachter-vor-den-niederlanden-weiter-in-flammen/29278426.html

    1. Autotransportschiff sind auch schon nur mit herkömmlichen Verbrennungsmotorkraftfahrzeugen ausgebrannt, Elektroautos machen die Brände nur etwas feuriger wegen der Lithium-Akkumulatoren.

  5. Man mag mich gleich teeren und Federn, ich schreibe es trotzdem.
    Alle haben für ihre Bootsfahrt bezahlt und alle müssten mit einem
    Unglueck rechnen. Wer in ein U Boot steigt und zigtausende bezahlt,
    weiss um das Risiko. Wer 7000Euro für die Passage auf einem überfüllten
    Seelenverkäufer bezahlt, weiss auch um das Risiko. Diese Leute gehen
    aber sogar davon aus das der Kahn absaeuft und sie dann gerettet
    werden. Für mich sind die Schlepper die wahren Verbrecher. Sie nutzen
    das eigentlich verbriefte Seerecht für ihre üblen Geschäfte aus.
    Im Laufe der Geschichte haben viele Menschen ihr Leben für die
    Hoffnung auf ein besseres Leben verloren. Alle haben sich freiwillig
    auf den Weg gemacht, auch wenn sie ein entbehrungsreiches Leben
    hatten. Andere die nicht aufgebrochen sind, haben den Widrigkeiten
    getrotzt.

  6. Wenn die US-Behörden in ihren Gewässern eine maritime Suchaktion starten sind die USA böse, wenn die USA im Mittelmeer also in einem Gewässer welches zwischen Europa und Afrika liegt nicht eingreifen, dann zeigt das erst recht deren Bösartigkeit. Wow.

    Im Übrigen sind die USA im Bereich der Seenotrettung führend, bei der Kampfrettung sowieso. Die Geretteten haben sich darüber aber noch nie beschwert. Könnte daran liegen, daß die USA Zugang zu zwei Weltmeeren haben, eine große Marine besitzen, aber auch eine große Handelsflotte, flaggenbereinigt ist die sogar ziemlich groß.

    Ist das jetzt wieder so ein, keiner soll besser sein als ein anderer Ding, so wie Abitur für alle, auch wenn dann keiner mehr richtig lesen, schreiben und rechnen kann?

    Die richtige Reaktion wäre doch, an den Fähigkeiten der Amerikaner muß sich Europa ein Beispiel nehmen und ähnliche Kapazitäten aufbauen. Inspiration, statt Neid.

    ___________________________________________

    „Für diese Nutzlosen ist zuallerst die Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko zuständig.“

    Boah, was für eine Polemik. Der Versuch mag hilflos sein, aber die offenen Grenzen sind es die töten. Wären die Chancen für Illegale geringer legal bleiben zu können, so würde dies ein Signal, was wirklich abschreckt. Durch Migration wird kein Problem gelöst, es werden nur neue und deutlich schlimmere geschaffen.

    Das ist so eine Heuchelei. Erst beutet man die Afrikaner aus und zwar mit Entwicklungshilfe. Die Briten haben sich ja nicht mal die Mühe gemacht ein neues Ministerium zu gründen, die haben damals ihr Kolonialministerium einfach umbenannt. Dann inszenieren dieselben Organisationen einen Kampf der Kulturen im arabisch/islamischen Raum, betrieben unter geostrategischen Gesichtspunkten und dann lotst man die Leute übers Meer, zunächst ins europäische Sozialsystem, bestenfalls dürfen die Leute dann in Europa die Laken in den Hotels waschen oder sie werden Paketfahrer, damit ein US-Konzern gefördert mti Steuererleichterungen den heimischen EInzelhandel kaputt machen kann. Die Glosse könnte ich beliebig weiterschreiben.

    Schuld hat immer nur das Kapital oder die bösen USA. Aber wie linke Politik zum Unheil beiträgt, daß gerade die EU ein Hauptproblem unserer Zeit ist, neben eben den globalistischen Befürwortern, davon ist nie die Rede.

    Im Mittelmeer ertrinken Menschen, weil die EU die falschen Anreize setzt und das absichtlich. Die Migrationsanreize wurden doch gerade erst wieder erweitert, der Ampel sei dank.

    Das ist wie bei dem Cannabisartikel, wo staatliche Freigabe den Konsum senken soll. Wenn jetzt die Staaten und die EU weiter um Migranten wirbt, dann wird so die Migration eingedämmt.

    Ich weiß nicht, hängt die Befürwortung einer solchen Politik vielleicht sogar mit dem Genuß von Cannabis zusammen? Also in meiner Welt reduziert sich der Genzverkehr, wenn man die Grenze schließt, nicht wenn man den Schlagbaum auf macht.

    Jeder halbwegs rational denkende Mensch weiß, daß man Armut nicht durch Migration beheben kann, so wird die Armut nur anders verteilt. Das einzige was Afrika hilft ist Bildung und die faire Chance Produktionsgüter für den eigenen Markt herzustellen und Rohstoffe in eigenen Währungen zu verkaufen. Prosperität erzielen Afrikaner nur, wenn deren Markt wächst, nicht wenn man mehr potentielle Konsumenten und Billiglohnkräfte nach Europa schleust.

    1. „Das ist wie bei dem Cannabisartikel, wo staatliche Freigabe den Konsum senken soll.“

      Nein, die Cannabisfreigabe hat mitnichten den Zweck, den Konsum zu senken. In erster Linie hat sie den Zweck, die Gefahren zu minimieren und die Vertriebswege von denen gefährlicherer Drogen (in den Niederlanden zB wird ganz klar zwischen soft drugs und hard drugs getrennt) zu trennen. Ein Dealer ist nämlich wie eigentlich jeder andere Geschätsmann im Kapitalismus auch auf Gewinnmaximierung bedacht, und wenn er den Cannabisprodukten auch körperlich abhängig machende Suchtstoffe, die zudem noch viel höbhere Gewinnmargen garantieren, untermischt, ist das eine Gefahr für die Konsumenten, die so zu noch viel „treueren“ Stammkunden gemacht werden sollen.
      Kontrollierte Abgabe und damit Gefahrenreduktion ist das vorrangige Ziel. In den Ländern, wo entkriminalisiert wurde, ist die Zahl der Konsumenten langfristig eher zurückgegangen. Was nicht verboten ist, übt eben auch weniger Reiz aus.
      Mann, Mann, Mann.

      1. @ Draussen vor der Tür:

        Dann haben Sie Ihrem Parteifreund und Kifferkollegen nicht richtig zugehört:

        „Die Legalisierung sei eine Möglichkeit, den Konsum zu beschränken und den Jugendschutz zu verbessern“

        Klabauterbach gegenüber Tagesthemen. Die kommen aber spät und wenn man dann schon ein paar Tüten intus hat fällt es sicher schwer noch alles mitzubekommen. Wie er die Weitergabe an Jugendliche verhindern will erklären Karl und der Özdemir auch mit keinem Wort, wozu auch. Reicht doch, wenn man gute Ideen hat während des Kiffens, wen interessiert schon die schnöde Realität.

        1. „Beschränken“ ist nicht mit „senken“ gleichzusetzen; Lauterbach meint das qualitativ, Sie offenbar quantitativ. Es geht um den Schutz Jugendlicher und junger Erwachsener, aber auch den aller Konsumenten, indem sie sicher sein können, kein mit härteren Drogen oder sonstigem Dreck gestrecktes Zeug zu bekommen. Das ist wie beim Alkohol: wenn man schwarz gebrannten Fusel trinke, kann es schon mal sein, dass man erblindet oder gar daran stirbt.

          Aber man muss sich schon etwas mit der Materie beschäftigt haben, damit man das auseinander halten kann. Ansonsten plärrt man nur seine Stammtischparolen zum Herrengedeck.

    2. „Jeder halbwegs rational denkende Mensch weiß, daß man Armut nicht durch Migration beheben kann, so wird die Armut nur anders verteilt. Das einzige was Afrika hilft ist Bildung und die faire Chance Produktionsgüter für den eigenen Markt herzustellen und Rohstoffe in eigenen Währungen zu verkaufen. Prosperität erzielen Afrikaner nur, wenn deren Markt wächst, nicht wenn man mehr potenzielle Konsumenten und Billiglohnkräfte nach Europa schleust.“
      Das ist korrekt. Zum Glück passiert auch gerade etwas. Beispiel Nigeria; zukünftig muss wohl der Franzose ein wenig mehr für sein Uran und damit seinen Strom bezahlen.
      Und wenn die Franzosen ganz großes Pech haben, dann stellen die Russen denen ein paar AKWs ins Land, dann gibts gar kein Uran mehr für Frankreich, da es der Niger selber braucht.
      Der Süden erwacht gerade und das dürfte Europa nicht besonders gut gefallen, denn man hat sich all die Jahre eingeredet, dass die Europäer so erfolgreich sind, weil sie so klug, gebildet und fleißig sind. Dass es die billige Energie und die billigen Rohstoffe aus der dritten Welt waren, kam einem gar nicht in den Sinn.
      Aber die positive Sache daran ist, dass dadurch vermutlich die Geburtenrate zurückgehen wird und weniger Flüchtlinge kommen.
      In Portugal soll sich der Trend schon umgedreht haben, da hauen mehr Menschen nach Angola ab, als nach Portugal einwandern. Vielleicht passiert das ja auch bald in Deutschland – die Möglichkeiten Geld zu verdienen sind in Afrika inzwischen viel größer als hierzulande und es gibt weniger Bürokratie. Ein ehemaliger Kollege von mir verschifft Secondhand Möbel nach Togo und verdient sich daran gerade dumm und dämlich.

      1. Bezüglich Portugal gibt es die besondere Situation, dass Migranten dort keine Sozialleistungen bekommen. Sie haben nur die Wahl zwischen Arbeit und Arbeit.

      2. Ich wünsche den Nigerianern, dass sie endlich ihr Unabhängigkeit
        bekommen. Leider befürchte ich, dass der Wertewesten da einen
        Strich durch die Rechnung macht und dort millitaerisch eingreift.
        Die Franzosen werden nicht auf ihr Uran verzichten.

      3. @ PfefferundSalz:

        Ein freundliches Hallo,

        Nigeria ist auch in anderer Hinsicht gerade sehr erwähenenswert, fängt man doch dort an sich gegen die Bargeldverdrängung zu wehren und hoffentlich bald auch gegen Pläne zur digitalen Identität.

        Falls Sie ihn noch nicht kennen, bezüglich der Bedeutung von Bargeld, auch über so manche WHO und Weltbank Pläne ist der Blog von Norbert Häring sehr interessant, nicht polemisch, unaufgeregt und immer gut recherchiert mit Quellenangaben. Falls Sie also keine Berührungsängste haben, lesen Sie mal hier:

        https://norberthaering.de/news/enfiele-verhaftet/

    3. Was für eine Blendung und Blödsinn man verbreiten darf.
      „Jeder halbwegs rational.. “
      Ja da liegt das Problem, im halbwegs rational denkenden Menschen, aber, komplett rational denkenden Menschen wird so ein Unfug nicht stattfinden!

      1. @ PRO1:

        Keine Sorge, Sie mit Ihrer Zeugen Jehovas Mentalität brauchen sich bezüglich rationalem Denken nicht angesprochen zu fühlen.

        1. Schauens alleine Ihre dumme Antwort ist der Beleg für halbwegs rational!
          Was war mit MH370? Irgendwelche vergleichbaren Zusammenhänge?

          1. @ PRO1:

            Nein, mein augenzwinkernder Kommentar ist nur der Beleg dafür, daß ich Sie wahrgenommen habe, was ich tatsächlich nicht immer tue, Sie und einige andere überlese ich normalerweise. Ein richtiges Gespräch führen wir zwei erst wieder, wenn Sie sich mir gegenüber halbwegs normal verhalten. Ich habe wirklich oft genug, vernünftig, sachlich und auch höflich mit Ihnen geschrieben. Sie müssen natürlich nicht mit mir kommunzieren, wobei sich dann die Frage stellt, was will man dann auf einer Diskussionsplattform wo eigentlich unterwschiedliche Meinungen aufeinander treffen sollen.

            Wissen Sie, wenn SIe mich beschimpfen, dann kratzt mich das doch nicht. Eigentlich diskreditieren Sie sich so selber. Im Grunde genommen ist sowas hier doch nur ein Ersatz für einen Stammtisch oder für ein Gespräch in der Gartenlaube und da hat man auch andere Ansichten und trotzdem prostet man sich zu.

            Was hat MH370 mit diesem U-Boot aus dem Bastelkurs zu tun? Ich weiß aber auch zu wenig darüber um öffentlich zu spekulieren. Ich muß aber auch nicht zu allem eine Meinung haben. Mir ist dieses dämliche U-Boot auch schnuppe, reagiert habe ich ja auf das plakative einschlagen auf die USA, nur weil es eben die USA ist und auf die verquere Sicht auf Migration, die man ja bloß nicht einschränken darf, nachher bleiben wir hier im Land noch unter 90 Millionen Einwohner, wäre ja eine Katastrophe und dann noch mit einer weißen Mehrheitsgesellschaft, igittigitt.

            Dieser Artikel hier bietet eine krude Weltsicht und genau deswegen, weil Politik, Medien, auch die angebliche Intelligenzia meint einen immerzu verscheißern zu müssen, deswegen wählen Leute wie ich übrigens die AfD. Weil die sich anhören wie ganz normale Leute, weil die vor der Politik auch ganz normalen Berufen nachgegangen sind, weil die auch ohne Parteibuch überlebensfähig wären und weil die sich nicht irgendeine Weltsicht zusammen konstruieren, sondern sich auf normale Alltagserfahrungen verlassen und daher wissen, wir brauchen günstige Energiequellen im Land, wir brauchen keine Armutszuwanderung und wir brauchen auch keine multikulturelle Gesellschaft. Wenn die dann irgendwann noch lernen, daß wir auch keine feministische Gesellschaft brauchen, dann bin ich zufrieden, dann könnte das Alter doch noch erstrebenswert werden.

            1. Wenn du einem normalen Beruf nachgegangen waerst, wuerdest du auch normale Leute kennen, und nicht in diesem kruden Fernseher-Weltbild herumgeistern.
              Es gibt keine ‚guenstigen‘ Energiequellen – da gab es immer Kriege drum. Was ist denn „Armutszuwanderung“? Dir muss es doch Bombe gehen dank ‚Altparteien‘, wenn du _davor_ Angst hast? Und was ist ‚kein Multikulti‘ ? Keine Soljanka? Keine chin seltenen Erden, kein chilenisches Lithium (und nur noch deutsches Erdoel 😉 – keine Bananen, nur noch Aepfel?
              Kein ‚Feminismus‘, aber Frauen an den Herd gekettet, am besten nicht lesen gelehrt?
              Lass mich raten, du liegst allein im Altenheim, weil du deine Familie so lang genervt hast, bis die dich einfach nur noch loswerden wollten … 😀
              Und immer darauf beharren: du bist der einzig ‚Normale‘ …

  7. Die Intelligenz Dienste erwiesen mit ihrer Arbeit ein nachhaltiges Geschäftskonzept, profitabel, unliebsame Beweise ertränken und alle sind zufrieden (innerhalb der Dienste).

  8. Der wesentliche Unterschied ist: Das eine Schiff wollte zur Titanic. Das andere Schiff hatte „Seenotrettung“ als Ziel. Ohne die „Seenotrettung“ hätte der „Fahrgäste“ niemals griechischen Boden betreten dürfen.

    Der Unterschied ist daher nicht die Art der Seenotrettung, sondern das Ziel der Seenot. Die Migranten wollten in Seenot geraten. Der Autor weiß das vermutlich auch und versucht trotzdem, mit emotionalen Schilderungen Leser für dumm zu verkaufen.

    Eine Frage an den Autor: In Deutschland kostet das Leben einer Person (Miete, KV, Essen, Kleidung) etwa 20.000 EUR pro Jahr. Wie viel Geld hat der Autor von seinen persönlichen Einkünften, nicht von Steuergeldern und auch nicht von Spenden, für das Leben von Migranten in Deutschland abgegeben?

    Von anderen Menschen zu verlangen, dass sie „irgendwas tun“ ist billig. Herr Henle, wievielen Menschen ermöglichen Sie persönlich in Deutschland zu leben? Und womit verdienen Sie dieses Geld?

    1. @ Tuka Ram:

      Eben. Wer für Migation ist, der soll sich an deren Finanzierung beteiligen. Von den Bürgen der „Merkelgäste“ ist nicht einer wirklich herangezogen worden, ne, hier wohnten damals auch solche Genossen auf der Straße, der hat seine feuchte Kellerwohnung dann an die Gemeinde vermietet und doppelt so viel erhalten wie der Vormieter bezahlt hat.

      Die offene Gesellschaft funktioniert nicht mit Sozialversicherungspflicht. Mir und vielen anderen reicht es zu strampeln und doch auf keinen grünen Zweig zu kommen. Und während in der Produktion und vielen anderen Gewerben die Reallöhne beständig gesunken sind, verdienen dich heute Behördenheinis, Verbandsfunktionäre und eigentlich alle die nicht real arbeiten eine goldene Nase. Sieht man hier in der Gemeinde, aber eigentlich überall, vieles wird ausgelagert, oft privatisiert, die Müllentsorgung zum Beispiel, aber der Verwaltungsapparat wächst unaufhörlich weiter. Mein 18.000 Seelen Kaff hat im vergangenen Jahr vier neue Vollzeitbeauftragte bekommen für Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Diversität und solchen Quatsch. Daran erstickt der öffentliche Sektor und den Betrieben drückt man den Mist auch zwangsweise auf. Und deren Einkommen ist nie knapp bemessen.

      Den Afrikaner hilft man am ehesetn, wenn man dort investiert oder noch besser, man läßt die sich selbst organisieren und wirtschaften. Von der deutschen Politik erwarte ich, daß sie Deutschland voranbringt und dafür sorgt, daß die Menschen hier im Land gut leben können. Was ich nicht will sind ideologische Projekte und Umerziehung und da sind bestimmte Arten von Einkommensbeziehern besonders angesprochen. Es sind nämlich entrückte Lebenswelten, die dafür sorgen, daß ein von der Allgemeinheit lebender Dozent von 100 Euro pro Liter Sprit faseln kann. Dabei lasse ich den mitleben und nicht umgekehrt.

      1. Nichts da, ihr beiden …
        sich aus dem Sozialstaat verabschieden, weil’s billiger ist.
        Diese Privatversicherungsmentalitaet funktioniert nicht!

        Das _einzige_ was funz’t ist die Sozialversicherungspflicht, mit _allen_ Arten von Einkommen (zB aus Aktienbesitz).
        Und an Saetzen wie „Verwaltungsapparat wächst unaufhörlich weiter“ erkennt man, dass ihr beide im Altenheim lebt. Der oeffentliche Dienst wird kaputtgespart, deshalb koennen ein Viertel der Grundschulkinder nicht richtig lesen.

  9. Es wäre dem Autor gut getan, mal einen Blick nach Osten zu werfen. Nicht weit weg, polnische Ostgrenze nach Weißrussland und die Ukraine. Polen lässt dort jeden Wokeismus fahren und hat Migranten als eine gegen Polen gerichtete Waffe bezeichnet. Russland würde Migranten benutzen, Polen und die EU zu destabilisieren.

    1. @ Tuka Ram:

      Das sage ich seit Jahren, Migation ist eine Waffe, Klima übrigens auch, ähnlich die Pandemie, selbst LGBT. Und egal was ich sonst von amerikanischer Außenpolitik halte, die finde ich nämlich oft sehr dumm, aber zumindest die Migrationswaffe wird nicht von den Amerikanern gezündet, mögen Leute mit amerikanischem Paß beteiligt sein, das ist keine amerikanische Doktrin. Die haben früher mal dafür gesorgt, daß Italiener nach Deutschland kamen, weil Italien drohte kommunistisch zu werden oder man machte den Türken Raketenstellungen schmackhaft in dem man Türken die Arbeitsmigation nach Deutschland und Westeuropa ermöglichte. Aber die Amerikaner haben kein Interesse daran ihren erweiterten Einflußbereich zu beschießen, erst recht nicht den eigenen Staat.

      Ich weiß, welchen Ruf ich genieße, aber ich bleibe dabei, der Sieg im Kalten Krieg ist eine Legende.

      1. Die amerikanische Aussen’politik‘ der letzten Jahre hat ueber 35 Mio Fluechtlinge (untere Grenze, denke ich) ausgeloest (Studie US-Uni). Das ist dir nicht aufgefallen, weil du zuviel heutejournal kuckst, aber irgendwie muss dir das gefallen haben.

        Demonstrativ dumm zu sein, ist kein Ruf.
        Ein ‚Sieg im Kalten Krieg‘ ist (noch im besten Fall) eine Propaganda-Luege.

        Das Imperium scheint zu Ende zu gehen, und das wird den Vasallen weh tun.
        Aber das ist Kleinkram, verglichen mit der Klimakatastrophe.
        Pass mal auf, dass du nicht zur „Waffe“ wirst, weil dein Altenheim von 10cm-Hagelkoernern (hatten wir schon), nem kleinen Tornado oder einem geschwollenen Minibach zersaegt wird.
        Ich werde dich nicht beschimpfen, wenn du fliehen musst.

    2. Ja, klar, immer die PIS fragen – mit denen kannt du wahrscheinlich auch ueber Abtreibungsrecht kuscheln, weil Abtreibungen ‚woke‘ sind?
      Und Russland ueberfaellt die Ukraine, damit die ukrainischen Migranten (andere werden ja gar nicht rein gelassen) Polen und die EU destabilisieren. Darum werden dann auch die ukrainischen Agrarexporte nicht reingelassen – wg der Destabilisation :-).

  10. Wenn ich die Meinungsäußerungen von Neu-Rechten wie Tuka Ram und Majestyk lese, stelle ich mir vor, wie die mal im Altersheim in ihren eigenen Fäkalien verschimmeln, weil sich zu wenige Niedrig-Löhner finden werden, die den Job machen wollen. Die, die im Mittelmeer jämmerlich ersoffen sind.

    Hier in einer westdeutschen Großstadt sind ein Großteil der Leute, die den Müll abholen, Pakete zustellen oder Taxis fahren, Migranten aus Afrika und kriegs-geschundenen arabischen Ländern wie Irak und Syrien.

    Bin mal in einem Taxi von einem Sudanesen gefahren worden, dem die meisten Fingernägel fehlten. Habe mich nicht getraut, ihm zu fragen, wie ihm die abhanden gekommen sind.

    1. @ who_cares?:

      Na, zu feige mich direkt anzusprechen. Also meine Eltern leben bei und mit mir, ich kümmere mich selber. Das sind aber Werte und Traditionen von denen Ihresgleichen nichts versteht, Ihr lagert Kindererziehung und Altenpflege ja lieber aus, motiviert die Frauen zu Bullshitjobs, importiert lieber Billiglöhner, ja Sie sind das, ich bin das nicht. Das ist Ihr Werk. Gefällt Ihnen nicht und jetzt suchen Sie einen anderen Schuldigen.

      Großstädter, wenn ich das schon lese. Lebt wie ein Huhn in der Käfighaltung, bekommt das Essen ins Supermarktregal geliefert, ist nicht fähig selber für die eigene Mobilität zu sorgen und will ernsthaft über Menschen mitreden die erwachsen geworden sind und den Staat nicht Papi nennen. Sie sind mir vielleicht eine Pfeife, bestellen Sie weniger bei Amazon und kaufen bei dem Händler dessen Gesicht sie kennen, dann braucht es auch nicht so viele Paketfahrer. Also ich habe kein Konto beim Herrn Amazon und wissen Sie warum? Der macht ja auch keine Geschäfte mit mir, ist für Leute mit Abitur für alle natürlich zu kompliziert.

      Jetzt frage ich mal nicht, womit Sie ihren Lebensunterhalt erwirtschaften, mit Ihrer Hände Arbeit ganz sicher nicht. Und weil das bei Ihresgleichen Usus ist, Ihr ja lieber Bienen zählt, Bäume umarmt, Denunziationen verfolgt, Propaganda betreibt oder einfach gar nichts macht außer den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, deswegen funktioneirt der Irrsinn Leute für arbeiten zu importieren für die es hier mehr als genug potentielles Personal gibt, was dann aber alimenteirt werden muß, weil ja angeblich keine Arbeit vorhanden ist, Arbeit für die man dann wieder „Fachkräfte“ importiert und so weiter und so weiter.

      Wenn ich Leute wie Sie lese, komme ich immer mehr zu der Überzeugung links ist keine politische Haltung, sondern eher eine Denkbehinderung.

      1. Jemand der am helligten Tag anonym ellenlange Hassmails postet, kann ja alles moegliche behaupten, aber der wird nicht sonderlich viel arbeiten – eher vom ‚Geschaefte machen‘?

        Den Satz mit „Leute importieren“ ueber sechs Zeilen war zu verschwurbelt, den habe icht verstanden.

        ‚Links‘ ist uebrigens eine Abkuerzung fuer ’sozial‘, m.a.W. „jede(r) kriegt was vom Kuchen“ und nicht „der Kapitaleigner kriegt alles“. Lustigerweise nicht nur die einzige Einstellung, die langfristig funktioniert, sondern auch eine moralische (okay, der letzte Nebensatz klingt komisch heutzurage ;).

        Und das Eltern bei ihnen leben, heisst ja nix (wenn’s wahr ist) – ich weiss ja nicht, wie sie sie behandeln. Oft ist es so billiger. Und die koennen vielleicht nicht weglaufen – wie ihre Frau?

      2. „Also meine Eltern leben bei und mit mir, ich kümmere mich selber. Das sind aber Werte und Traditionen von denen Ihresgleichen nichts versteht, Ihr lagert Kindererziehung und Altenpflege ja lieber aus“

        Letzteres ist die bessere Variante.
        Ausgebildete Pflegekräfte können sich adäquater um Pflegebedürftige kümmern als überforderte Angehörige.

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