
Auf dem Wege zur Entstalinisierung der Ukraine.
„…западная часть Украины – подарок Иосифа Виссарионовича Сталина после войны Украине“ (… der westliche Teil der Ukraine ist ein Geschenk von Josef W. Stalin an die Ukraine nach dem Krieg). – Putin, 26. Juli 2026
1. Der westliche Teil der Ukraine
Anlässlich des 330-jährigen Bestehens der Marine traf Putin am Tag der Marine, dem 26. Juli 2026, in der Hauptadmiralshalle in St. Petersburg das Marinekommando, überreichte Matrosen staatliche Auszeichnungen und führte informelle Gespräche mit den Angehörigen der Marine. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Entwicklung der Flotte, die Zukunft der Arktis, die Sicherheit der Region Kaliningrad, die Rolle neuer Waffensysteme und nicht zuletzt der Ukrainekrieg – die sog. „Spezielle Militärische Operation“ (SVO).
Dezidiert nahm Putin dabei Stellung zur Zukunft der Ukraine, indem er andeutete, dass die Ukraine künftig mit territorialen Veränderungen konfrontiert sein könnte. Er erinnerte an die zahlreichen territorialen Veränderungen, die die Ukraine in ihrer Geschichte erlebt hat.
Der westliche Teil der Ukraine sei „Stalins Geschenk an die Ukraine nach dem Krieg“, sagte Putin. „Stalin gab der Ukraine diese Gebiete, als diese (noch) ein untrennbarer Bestandteil des Sowjetstaates war. Und er konnte sich gar nicht vorstellen, dass eine Situation wie die heutige jemals entstehen könnte.
Ich bin mir übrigens sicher, dass die Ukraine diese westlichen Gebiete früher oder später verlieren wird. Und was Polen, Ungarn und Rumänien gehörte, wird früher oder später – nicht morgen, vielleicht nicht übermorgen, aber in einem Jahr oder in zwei, zehn oder fünfzehn Jahren seinen Platz im historischen Gefüge finden. Es gab nur einen einzigen Garanten für die territoriale Integrität der Ukraine (in ihrer Geschichte) – Russland.“ Soweit Putin.
Putin kann, wie man sieht, auch intrigieren. Nach dem Motto: „Nehmt euch, was euch gehört“, stachelt er die Nachbarländer der Ukraine an, deren westliche Gebiete an sich zu reißen und unter sich zu teilen. Seit Langem spekuliert man in Russland wohlwollend darauf, dass Polen Teile der Westukraine um Lwow für sich beanspruchen könnte.
Historisch gesehen, wäre das nicht einmal abwegig.1 Im März 1921 schloss der junge Sowjetstaat einen Friedensvertrag mit Polen, der den sowjetisch-polnischen Krieg von 1919–1921 beendete.
Gemäß den Friedensbedingungen haben die Sowjets einen bedeutenden Teil der westukrainischen und westbelarussischen Gebiete, die zuvor zum Russischen Reich gehörten, an Polen abgetreten und mussten darüber hinaus ihrem ehemaligen Vasallen erhebliche Reparationen zahlen. Was war passiert?
Nach der deutschen Kriegsniederlage im November 1918 erklärte Polen unter Piłsudski seine Unabhängigkeit. Piłsudski proklamierte zugleich die Wiederherstellung der polnisch-litauischen Union in ihren Grenzen von 1772 und leitete Schritte zur Umsetzung dieses Plans ein, wobei er die Schwäche Deutschlands und Russlands ausnutzte. Unmittelbar darauf entbrannte der Streit über die Grenzziehung zwischen dem im Entstehen begriffenen Sowjetstaat und Polen, der letztlich zum polnisch-sowjetischen Krieg führte.
Der britische Außenminister Lord George Curzon (1919-1924) schlug vor, dass beide Seiten ihre Truppen entlang der Linie Grodno-Brest-Przemyśl (der sog. „Curzon-Linie“) zurückziehen und dort eine Grenze festlegen sollten, die in etwa den Gebieten der ethnischen Polen entsprach. Es wurde jedoch keine Einigung erzielt, woraufhin der Krieg ausbrach, den die Bolschewiki verloren haben.
Nach der Niederlage der sowjetischen Truppen unter Marschall Tuchatschewski bei Warschau im August 1920 gingen die Polen im gleichen Monat in die Offensive und eroberten bis Oktober Minsk, Białystok, Baranowitschi, Luzk, Riwne und Tarnopol. Dies zwang die Sowjetregierung, Friedensverhandlungen einzugehen.
Die Verhandlungen begannen am 17. August 1920 in Minsk und wurden im September in Riga fortgesetzt, parallel zu einer polnischen Offensive in Wolhynien und Weißrussland. Infolge der Verhandlungen wurde am 12. Oktober 1920 ein Waffenstillstand unterzeichnet und die Kampfhandlungen an der Front eingestellt.
Nach langwierigen Verhandlungen und demütigenden Zugeständnissen der Bolschewiki wurde schließlich am 18. März 1921 der Vertrag von Riga unterzeichnet. Laut dem Vertrag wurden die Provinz Grodno und Teile der Minsker Provinz sowie Galizien und West-Wolhynien an Polen abgetreten, wobei die Grenze deutlich östlich der Curzon-Linie verlief. Polen erhielt ein Gebiet von etwa 3.000 Quadratkilometern mit fast 14 Millionen Einwohnern, die überwiegend aus Weißrussen und Ukrainern bestanden.
Der Vertrag von Riga beendete damit den polnisch-sowjetischen Krieg, sicherte die russischen Westgrenze vor einer weiteren Invasion und ermöglichte dem jungen Sowjetstaat den Übergang vom Kriegskommunismus zur Neuen Ökonomischen Politik (NEP), die auf dem 10. Parteitag der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki) am 16. März 1921, zwei Tage vor dem Abschluss des Vertrags von Riga, verabschiedet wurde.
Diese Atempause hatte ihren Preis: Gebietsabtretungen, hohe Reparationszahlungen und den Tod Zehntausender gefangener Rotarmisten. Erst mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges korrigierte Stalin 1939 aus sowjetischer Sicht die „negativen Folgen“ des Friedensvertrages, indem er die 1921 verlorenen Gebiete besetzte und die ukrainische und belarussische Bevölkerung sich wiedervereinigte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gliederte Stalin zudem Transkarpatien und einige Grenzregionen gemäß dem Abkommen mit den Nachbarländern in die Ukraine bzw. Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik (USSR) ein. Am 29. Juni 1945 wurde in Moskau ein Abkommen zwischen der UdSSR und der Tschechoslowakei unterzeichnet. Die Gebiete der ehem. Karpaten (die zuvor unter der Kontrolle der Tschechoslowakei und Ungarns standen) wurden als Region Transkarpatien Teil der Ukraine (USSR).
1951 fand auch ein sowjetisch-polnischer Gebietsaustausch statt. Dieser war der größte friedliche Gebietsaustausch in der Geschichte Polens und eine der größten Grenzveränderungen in der Nachkriegsgeschichte Europas und der Sowjetunion . Gemäß dem am 15. Februar 1951 in Moskau geschlossenen Abkommen tauschten Polen und die Sowjetunion jeweils 480 km² Staatsgebiet aus.
Vor diesem historischen Hintergrund lässt Putin offenbar einen geopolitischen Testballon steigen, um zu testen, wie weit er mit Gebietsveränderungen und/oder Gebietsaustausch gehen kann.
2. Stalins Kunstwerk
Das heutige Territorium der Ukraine wurde im Wesentlichen von Stalin während seiner Amtszeit (1917-1923) als Volkskommissar für Nationalitäten und anschließend als Generalsekretär des Zentralkomitees der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki) geschaffen2.
Im Frühjahr 1918 existierten auf dem Gebiet der späteren Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik (USSR) zwei Machtgebilde: die sog. „eigenständige Ukraine“ (самостийная Украина), zunächst unter der Herrschaft der Zentralen Rada (UNR) und dann unter Hetman Pawlo Skoropadskyj, sowie die Donezk-Kriwoi-Rog-Republik. Die letztere umfasste die vorrevolutionären Gouvernements Charkow und Jekaterinoslaw sowie einen Teil des Gouvernements Taurien (das sog. Nordtaurien nördlich der Krim). Infolge des deutschen Angriffs im Mai 1918 wurde die Donezk-Kriwoi-Rog-Republik zerschlagen. Der Donbass, der Krywbas, Slobozhanschtschina und ein bedeutender Teil von Noworossija wurden gewaltsam in das ukrainische Hetmanat eingegliedert.
Nach dem Abzug der deutschen Truppen und dem Fall des Hetmanats im Winter 1918/19 proklamierten die Bolschewiki die Gründung der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik (USSR), die das gesamte von den beiden zerschlagenen Machtgebilden beanspruchte Gebiet umfasste.
Darüber hinaus wurden 1919/20 Teile der ehemaligen Don-Region, darunter die Stadt Taganrog und ihr Umland, der USSR angegliedert. Als Volkskommissar für Nationalitäten überwachte Stalin diese gesamte Entwicklung.
Im April 1922 wurde Stalin während Lenins Krankheit auf dessen Empfehlung hin zum Generalsekretär des Zentralkomitees der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki) gewählt. Obwohl das Amt des Volkskommissars für Nationalitäten in der im Dezember 1922 gegründeten UdSSR abgeschafft war, wurde Stalin zur einflussreichsten Person in Fragen der Nationalitätenpolitik. Innerhalb der Partei galt er zudem als der führende Experte für Nationalitätenfragen.
Die endgültige Festlegung der Ostgrenze der USSR im Jahr 1928 war daher maßgeblich Stalins Werk. Infolge der zahlreichen territorialen Verschiebungen fiel das Gebiet Taganrog von der Ukraine wieder an die RSFSR, wohingegen die meisten Donbass-Bezirke, darunter auch jene, die vor der Revolution zur Don-Region gehörten, in der USSR verblieben. Gleichzeitig wurde das Gebiet der alten russischen Stadt Putiwl (heute im Gebiet Sumy) der USSR zugeschlagen.
In den 1920er-Jahren begann die sog. „Ukrainisierung“. Diese umfasste die obligatorische Umstellung aller behördlichen Abläufe und des gesamten Bildungswesens in der USSR auf die ukrainische Sprache, auch in Gebieten mit überwiegend russischer Bevölkerung. Der Schulunterricht wurde darüber hinaus in Gebieten mit hohem ukrainischem Bevölkerungsanteil in der RSFSR, wie der Kuban-Region und einigen nördlichen Regionen Kasachstans (damals Teil der RSFSR), ebenfalls auf Ukrainisch umgestellt.
1934 verlegte Stalin die Hauptstadt der USSR von Charkow nach Kiew. Diese Entscheidung wurde von der ukrainischen Emigrantengemeinschaft mit Begeisterung aufgenommen. Der „ukrainische Herodot“ – der Historiker Mychajlo Hruschewski (1866-1934) – kehrte daraufhin in die Ukraine zurück.
Galizien und Wolhynien: Am 17. September 1939 marschierten die sowjetischen Truppen in Polen ein, was Stalin als Befreiung der Westukraine und Westweißrusslands darstellte. Am 22. Oktober 1939 fanden unter sowjetischer Aufsicht Wahlen zur Volksversammlung der Westukraine statt. Stalin hatte nicht die Absicht, in den besetzten Gebieten eine separate Sowjetrepublik zu errichten. Er strebte vielmehr deren Vereinigung mit den entsprechenden Sowjetrepubliken an. In ihrer einzigen Sitzung vom 26. bis 28. Oktober 1939 wandte sich die gewählte Volksversammlung der Westukraine an den Obersten Sowjet der USSR mit der Bitte um Eingliederung der Westukraine in die USSR. Diesem Antrag wurde selbstverständlich stattgegeben und am 1. November 1939 wurden Ostgalizien und Wolhynien Teile der USSR.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung der Westukraine von der deutschen Besatzung durch die sowjetischen Truppen drängte der britische Premier Winston Churchill Stalin wiederholt zur Rückgabe von Teilen der Westukraine an Polen. Insbesondere forderte Churchill die Rückgabe von Lemberg (Lwiw, Lwow) an Polen.
Stalin blieb jedoch unnachgiebig. Er stimmte lediglich einer teilweisen Korrektur und Begradigung der Grenze zugunsten Polens zu, was im August 1945 zur Abtretung der Stadt Przemyśl und eines kleinen umliegenden Gebiets an Polen führte. Damit wurde die heutige Grenze zwischen der Ukraine und Polen festgelegt.
Bukowina und Bessarabien: Seit 1918 besetzte Rumänien Bessarabien (ehem. Provinz des Russischen Reiches) und die Bukowina, die zuvor Teil Österreich-Ungarns war. Im Juni 1940 starteten sowjetische Truppen eine „Befreiungskampagne“. Die rumänische Armee leistete keinen Widerstand, sodass die Rote Armee Bessarabien und die Nordbukowina besetzte, die mehrheitlich von Ukrainern bewohnt war.
1924 wurde die Moldauische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR) am linken Ufer des Dnjestr innerhalb der USSR gegründet. Nach der Annexion Bessarabiens schuf Stalin die Moldauische Sowjetrepublik (MSSR) mit Chișinău als Hauptstadt.
Mehrere Bezirke der ehem. MSSR, darunter die Stadt Balta – die erste Hauptstadt des autonomen Gebiets -, wurde der Region Odessa zugeschlagen.
Gleichzeitig wurde im südlichen Teil Bessarabiens, wo Moldauer eine ethnische Minderheit bildeten, das Gebiet Ismail gegründet und in die USSR eingegliedert. Nach der erneuten Befreiung Bessarabiens von den rumänischen Truppen im Jahr 1944 wurde das Gebiet Ismail aufgelöst und seine Bezirke dem Gebiet Odessa der USSR zugeordnet.
Das Gebiet Tscherniwzi der USSR wurde auf dem Gebiet der Nordbukowina gebildet. Dadurch erhielt die Ukraine ihre heutige Grenze zu Rumänien.
Transkarpatien: Bis 1918 gehörte Transkarpatien zum ungarischen Teil der Habsburgermonarchie und wurde anschließend Teil der unabhängigen Tschechoslowakei. Das Gebiet trug verschiedene Namen, die meist das Wort „Rus“ enthielten: Ungarische Rus, Karpaten-Rus. Unter letzterem Namen blieb die Region bis Dezember 1938 Teil der Tschechoslowakei, bis sie auf Druck Hitlers in Karpatenukraine umbenannt wurde. Nach Hitlers Zerschlagung der Tschechoslowakei im März 1939 erklärte sich die Karpatenukraine für unabhängig, was nicht von langer Dauer war.
Hitler hatte die Region als Belohnung für seinen ungarischen Verbündeten, den Diktator Horthy, vorgesehen. Transkarpatien wurde sodann von ungarischen Truppen besetzt und Ungarn eingegliedert.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab Stalin Transkarpatien nicht an die Tschechoslowakei zurück. Im Juni 1945 wurde ein Abkommen über den Anschluss Transkarpatiens an die UdSSR unterzeichnet und im April 1946 die Gründung des Transkarpatischen Gebiets der USSR verkündet. Dadurch erhielt die Ukraine ihre heutige Grenze zur Tschechoslowakei und zu Ungarn.
Als Territorialstaat war die Ukraine so, wie wir sie vor dem Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 kannten, Stalins Kunstwerk. Und da die ukrainischen Nationalisten, die sich 2014 an die Macht geputscht haben, eine Dekommunisierung anstreben, wäre es nur recht und billig die von Stalin geschaffene Ukraine als Territorialstaat zu zerschlagen, pardon: zu entstalinisieren. Oder nicht?
Anmerkungen
- Vgl. Военное обозрение, Почему Россия в 1921 году отдала часть своих земель Польше, 22. Марта 2021.
- Zum Nachfolgenden Русская Семерка, Какие территории Сталин подарил Украине.


Während weite Teile der Bevölkerung sich an den sommerlichen Temperaturen erfreuen (oder sich darüber entsetzen) und viele noch immer vom ersten Einzug unserer Nationalmannschaft in die K.o.-Phase einer Fußballweltmeisterschaft seit rund einer Generation berauscht sind, machen das Merz-Regime und seine Nato-Partner ernst:
– Am 1. Juli 2026 wurden die „Sicherstellungsgesetze“ (Notstandsgesetze) so verändert, dass sie künftig scharf geschaltet werden können (oder bereits scharf geschaltet worden sind?), ohne dafür den Notstand ausrufen zu müssen.
– Ebenfalls im Juli 2026 wurde vom Innenministerium die „Bedrohungslage“ auf „hoch“ hinaufgestuft.
– Ein Verbotsverfahren gegen die Opposition ist vorbereitet, aber noch nicht formal eingeleitet.
– Im „Verteidigungsfall“ werden laut Gesetz alle Wahlperioden in Bund und Ländern bis sechs Monate nach Ende des „Verteidigungsfalles“ „verlängert“. Das bedeutet, bis dahin (bis zum „Endsieg gegen Russland“) fänden dann bei uns so wie in der Restukraine keine Wahlen auf Bundes- und Länderebene mehr statt.
Sollte uns der Endsieg allerdings auch dieses Mal verwehrt bleiben, dann wird wohl die künftige russische Militärverwaltung in Berlin bei Gelegenheit das weitere Verfahren bekannt geben. Oder unser Land wird so verwüstet sein, dass an den Wiederaufbau eines Staatswesens nicht mehr zu denken ist.
Der „Verteidigungsfall“ muss vom Bundestag mit Zweidrittel-Mehrheit beschlossen werden, es sei denn, die Nato ruft nach Artikel 5 den „Bündnisfall“ aus. In diesem Fall kann die Bundesregierung dann selbst den „Verteidigungsfall“ ausrufen.
Wenn das der Plan auf Ebene der Nato und/oder des Merz-Regimes ist, muss im Grunde nur noch eine „tiny litte false flag“ wie kürzlich in Leipzig organisiert werden, um die ganze Prozedur ungehindert abspulen zu können.
Wo wir / unser Land mittlerweile stehen und wie die einzelnen Komponenten eines solchen Planes ineinandergreifen, ohne dass es für den Großteil der Bevölkerung sichtbar ist, hat Alexander Schreiner gestern auf https://www.youtube.com/watch?v=2r9er_LivZg in fünfzehn Minuten ebenso verständlich wie unaufgeregt dargelegt.
Es muss nicht so kommen, doch denke ich, dass mittlerweile leider mehr dafür als dagegen spricht.
Dazu kommt noch, dass wir im kommenden Winterhalbjahr auch noch auf einen Energie- (und wer weiß was sonst noch) Notstand zusteuern.
Was den Krieg gegen Russland betrifft, hat die europäische Nato nach Einschätzung von Militärexperten die nicht für die Nato arbeiten über das Anrichten von Schäden in Russland hinaus keine Chancen. Und wo sich die tatsächlichen russischen „roten Linien“ befinden, kann man anschaulich in der aktualisierten Fassung der russischen Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen nachlesen.
„die ganze Prozedur ungehindert abspulen zu können“
Kann ich mir ebenfalls vorstellen, inklusive Verbot kleinerer Parteien (BSW…) über die Schiene Putin-Unterstützer, aber es (Verteidigungsfall…) hätte auf der anderen Seite vielleicht auch Nachteile¹: Tourismus, Börsenkurse, (ausländische) Investitionen und die Klemme², dass man sich nach Monaten des Verteidigungsfalles gezwungen sehen könnte, real und Tagesschau-gerecht zu „verteidigen“, etwas mehr als nur den kriegsbedingt hohen Blutdruck³ von P. zu vermelden.
¹Spekulation, hängt u.a. davon ab, welche Restmengen von Gesundem Menschenverstand in den Politiker-Hirnen übrig geblieben sind
²Was, wenn die meisten NATO-Länder, z.B. Italien, nichts von (Schein-)Krieg wissen wollen und sich statt dessen über Furor teutonicus lustig machen?
²Und so schlimmes Zähneknirschen, dass die ganze Kompanie vorm Zubettgehen Unmengen an Bier saufen muss, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen
Hm, leider artikelbezogen OT, aber derzeit tatsächlich hochspannend; auch angesichts der gestrigen Demo in Plauen. Fast würde ich sagen, dass die Luft vor Spannung knistert in diesem heruntergewirtschafteten Land. Es ist seltsamerweise genau wieder das gleiche Gefühl wie damals in der DDR angesichts einer vorrevolutionären Situation 1989: Es wird demnächst was passieren, der Kessel steht vor dem Platzen.
Spinnen wir den Faden mal weiter, leider nur spekulativ im Sinne von „Qui bono“:
Gesetzt den Fall, die Notstandsgesetzgebung träte in Kraft. Die Wahlen würden ausgesetzt.
– Wie lange wollen das die Aussetzenden durchhalten?
– Wie reagiert das Volk darauf, insbesondere in Ostdeutschland?
– Wird es wieder eine Spaltung West / Ost geben? Ursachen dafür gäbe es viele.
– Ließe sich die AfD verhindern (egal jetz mal, ob man sie mag, oder nicht)?
– Ist die AfD eine Alternative?
– Wer oder was wäre ansonsten eine Alternative, gibt es überhaupt eine oder ist das Parteiensystem überfällig?
– Ist diese Form der Demokratie generell in Frage zu stellen?
Kurzum: Wie soll es dann weiter gehen?
Off Topic eigentlich nur bedingt, denn wenn es zum Verteidigungsfall und damit fast zwangsläufig (wenn auch möglicherweise etwas zeitversetzt) zum offenen Krieg gegen Russland kommt, dann steht praktisch die gesamte Grenzziehung in Europa „auf dem Prüfstand“.
Die Fragen die Du stellst, sind die Richtigen (plus noch ein paar weitere wie „Wie weit möchte das Merz-Regime die Eskalation gegen Russland noch hochtreiben?“). Ich kann sie Dir nicht beantworten, gehe aber davon aus, dass sich die Overton-Redaktion (Florian Rötzer und/oder Roberto de Lapuente) in den nächsten Tagen nach eigener Recherche dem Thema annehmen werden und dann mal schauen welche Einschätzungen sie vorstellen und welche Aspekte wir im Forum noch zusammentragen und diskutieren können.
Man sollte weniger historische Gebiete und die Herrschaft darüber als Ausgangspunkt bemühen. als vielmehr die einheimische Bevölkerung derselben. Und da sind wir – den polnisch-sowjetischen Krieg und dessen Ausgang ignorierend – ganz schnell wieder bei George Curzon, dem britischen Außenminister am Ende des 1. Weltkrieges und dessen Vorschlag zur Grenzziehung des damals neu errichteten Staates Polen. Und der umfaßte im Osten (also im Westen der heutigen Ukraine und Weißrusslands) eben nur die überwiegend polnisch besiedelten Gebiete, womit die als „Curzon Line“ in die Geschichte eingegangene Ostgrenze der polnischen Republik ziemlich genau der heutigen entsprach. Nach der Korrektur der polnischen Eroberungen (1920) durch das geheime Zusatzprotokoll zum Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion (1939), die daher auch keine der drei West-Siegermächte 1945 in Zweifel zog.
https://de.wikipedia.org/wiki/Curzon-Linie
Revanchisten und Revisionisten sind die widerlichsten und ekelhaftesten Kriegstreiber, insbesondere wenn die sich hinter so einem altklugen pseudowissenschaftlichen Gelaber verstecken.
Wahrscheinlich besteht ein Teil davon sowieso aus dem nachplappern des Hobbyhistorikers Putins.
Kriegstreiber sind schon noch Diejenigen, die kriegerische Handlungen aktiv befürworten und befördern. Angriffskriege führen, wie Putin, gehört ganz sicher dazu. Kriege zu unterstützen, weil sie einem selbst nützen, allerdings auch.
Der polnische Präsident macht daraus ja z.B. kein Geheimnis, dass er sich einen langen Krieg zwischen Russland und der Ukraine wünscht, weil dieser sowohl Russland, als auch die Bandera-Fraktion der Ukraine schwächt.
Die Amerikaner und leider auch die EU haben so gar nichts dagegen, wenn mit Russland ein systemischer Rivale geschwächt wird. Zur Ehrlichkeit gehört wohl dazu, dass die Ukraine und die Menschen dort, so gut wie keine Rolle spielen, weder in der europäischen Politik, noch in der Bevölkerung der EU. Es geht immer nur darum, Russland zu schaden.
All das ist Kriegstreiberei.
Revanchismus und Revisionismus sind m.M. nach übrigens eher Symptome eines überbordenen Nationalismus. So ziemlich jede Grenze in Europa ist einst gewaltsam entstanden. Was gibt uns denn Optimismus, dass diese eher dunkle Historie aufgehört hätte? Weil die Menschen jetzt klüger geworden sind? Wohl eher nicht.
Kriege sind immer Mittel zur Durchsetzung von Interessen. Nationalismus bildet so eine Art Schmiermittel zur Korrumption der Bevölkerung, diese Kriege auch tatsächlich zu führen, denn die Ottonormalverbraucher haben da nie etwas zu gewinnen. Nationalismus funktioniert dagegen immer. Das ist in Russland so und auch in der Ukraine.
Ich behaupte mal, nicht unbedingt die Ursache, aber sehr wohl der entscheidende Impuls zum Krieg kam in der Ukraine nicht aus einem Revanchismus Russlands, sondern aus der gewaltsamen Machtübernahme westukrainischer Nationalisten auf dem Maidan, der einen Bürgerkrieg auslöste.
Der Revisionismus kam erst danach.
Ach ja, was genau soll an dem Artikel denn nun unwissenschaftlich sein? Er mag Dir nicht gefallen, aber was die Informationen anbelangt, erscheint er mir eigentlich schlüssig.
Dann betreibt China auch Kriegstreiberei. Für sie ist ein langer Krieg perfekt um den Juniorpartner Russland weiterhin klein zu halten. Möglicherweise kann man dann über die Aufhebung der ungleichen Verträge verhandeln.
Und die USA liefern dauerhaft Kriegsmaterial, dass sie nicht für die Verteidigung von Taiwan nutzen können.
Aber ist das Kriegstreiberei, wenn man zuschaut wie die Mitbewerber Fehler am laufenden Band machen und sich dadurch schaden?
Wohl kaum.
Da will doch glatt einer China vor China „beschützen“. Jenes Inselreich, das bis vor gar nicht so langer Zeit noch die Alleinvertretung für ganz China für sich beanspruchte, und jetzt so tut, als hätte es nichts mit
„dem Festland“ zu tun.
Es gibt Gründe, wieso „Taiwan“ (unter nicht ganz so dummen Menschen auch „Republik China“ genannt) von fast keinem Staat der Welt anerkannt wird.
В ходе войны 1939 года Россия не смогла захватить всю Карелию. Часть региона осталась в Финляндии.
🇫🇮 Финская Карелия
Продолжительность жизни: 82
Средняя зарплата: €4 269
Пенсия: €2 138
🇷🇺 Российская Карелия
Продолжительность жизни: 69
Средняя зарплата: €572
Пенсия: €209
Ich hab das gelesen (kann ein bisschen Russisch).
Und frage mich, was soll das?
Was wollte der Verfasser sagen?
4200 € Gehalt im Durchschnitt?
Ich fahre gleich nach Karelien und suche mir eine Arbeit
Damit das schön so bleibt müssen russische Ressourcen von Angloamerikanischen Konsortien gesichert werden.
Ich denke mal @Vende will uns damit sagen: Wer das Pech hatte zufällig in dem russischen Territorium gelebt zu haben, ist in den A… gekniffen und um sein Leben betrogen worden.
Auf der anderen Seite der Grenze hat sich Wohlstand und glückliches Leben etabliert. Es hat sich für die Finnen auf jeden Fall rentiert gegen den sowjetischen Überfall 1940 Widerstand zu leisten.
So wie es sich für die Ukraine rentiert nicht in diesem russischen Morast hinein gezogen zu werden, der dann den Wohlstand auf ein paar wenige rund um den Zaren verteilt.
Rentiert hat sich für die Finnen vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der SU nach dem Krieg (damit meine ich natürlich WK2, nicht den Winterkrieg).
Ich weiß., Fakten können verwirrend sein:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36918/umfrage/laender-weltweit-nach-bruttoinlandsprodukt/
In der Liste steht Russland mittlerweile sogar schon vor Deutschland! Und Finnland…. öhm…. um Platz 60 herum…
Was nicht heißt, daß die dort schlecht leben. Aber diese ständigen Lügen der Bauart „Russland ist wirtschaftlich schwächer als Italien“ müssen Leuten wie dir doch langsam mal peinlich sein?
Das sind sowieso alles ungenaue Berechnungen, denn letztendlich geht es immer um die reale Kaufkraft. In Russland sind die Gehälter niedriger als in Finland, aber ebenso die Steuern, Energiekosten, Gesundheitskosten, Lebenshaltungskosten, Wohnkosten etc. Wenn man das alles mit einbezieht, dann ist der Unterschied nicht mehr so gross. Ich habe immer wieder diese Diskussionen mit Menschen, die mir immer wieder mit diesen pauschalen Argumenten wie Einkommens-unterschiede, BIBB etc. belegen wollen wie schlecht es den Menschen geht.
….vor allem wenn man dann noch die Vergleichswerte der Ukraine, um die es ja aktuell immer geht, heranzieht. Die war schon stand vor 2014, und erst recht 2022 weit hinter den „unterirdischen“ Verhältnissen in Russland.
Aber jeder sucht sich gern die Zahlen, die er braucht, um seine Propaganda zu „belegen“. In der Zeit, als Deutschland von den eigenen Politikern als „kranker Mann Europas“ niedergemacht wurde, hat man auch gern die Wachstumsraten anderer Staaten als „Vergleich“ herangezogen. Gern von Schwellenländern wie Kasachstan…
„wäre es nur recht und billig die von Stalin geschaffene Ukraine als Territorialstaat zu zerschlagen“
Da bin ich voll auf der Seite von Silnizki. Erst jetzt begreifen wird die ganze Breite des ukrainischen Morasts. Dabei sollte man behutsam in 2 Schritten vorgehen, um nichts zu überstürzen -zuerst entbanderisieren und dann entstalinisieren. Aber kann überhaupt Russland als das Land, in dem in der Putin-Ära fast 120 Stalin-Monumente und -Denkmäler zu Ehren des grossen „Volksführers und Feldherrn“ aufgestellt wurden, diese Mammutaufgabe erfolgreich bewältigen…? Wie ich das sehe, müsste sich darum wieder einmal unsere NATO kümmern.
Die russische Föderation hat kein einziges Stalin Monument aufgestellt. Es gibt einige Stalin Statuen in Russland, aber die wurden nicht vom Staat oder gar von Putin aufgestellt, sondern von Privatleuten auf ihre eigene Kosten und auf ihren Privatgrundstücken.
Die Verbrechen Joseph Stalins, wie auch der Personenkult um ihn wurden von der Sowjetunion bereits im Jahr 1956 auf dem XX. Parteitag der KPdSU unter Chrustschov offiziell verurteilt.
Jedes Jahr ist der 30. Oktober in Russland ein Gedenktag für die Opfer politischer Repressionen unter Stalin. An diesem Tag finden Millionen von Menschen in Russland an den entsprechenden Gedenkstätten zusammen, von welchen es in jeder Stadt welche gibt. Dort werden Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. Dann werden die Namen der Opfer der politischen Repressionen unter Stalin einzeln verlesen. Das dauert in manchen Fällen bis zu 10 Stunden. Stets hält dabei auch der Präsident eine Ansprache. Manchmal auch direkt an der Gedenkstätte in Moskau. Wie im folgendem Video
https://youtu.be/7uPrEjvEaP0
Wie passt diese Realität mit dem was du suggerieren möchtest?
Auch wenn hier gelegentlich Kommentatoren schreiben, die es anders sehen, wird auch hier in dieser umfassenden und kompetenten Darstellung deutlich, was eh nicht zu bezweifeln ist – Stalin war ein Irrer und sein Handeln war nicht mal mit machtpolitischen Erwägungen zu begründen. Seine Neigung, Grenzen zu verschieben, ganze Völker zu deportiert, Sprachen vorzuschreiben und zu verbieten,, war geradezu manisch. Irgendwo im Kaukasus hat er für eine Volksgruppe bestimmt, dass sie ihre Sprache mit georgischen Alphabet zu schreiben haben.
Was diese „Verschiebungen“ in Osteuropa betrifft, war das da aber in der Geschichte geradezu üblich und es ist kaum möglich sich zu merken, wer wann und wo zu wem gehörte.
Und ein im Elsass im 19. Jahrhundert geborener Mensch konnte, wenn er drei Kriege überlebte, durchaus fünf Staatsangehörigkeiten gehabt haben.
Es war die Weisheit der Staatenlenker, die in Helsinkiprozess erkannten, dass das nur Unglück bringt und die Unveränderlichkeit der europäischen Grenzen festlegen.
Das nahm sein Ende, als unter Führung des Schurkenstaates USA und seiner Hundchen mit Lügen und Bomben erst Jugoslawien zerstört und dann Serbien beraubt wurde.
Das war der Anfang und nichts sonst.
Ob diese Anregung von Putin klug ist, will ich nicht beurteilen. Dumm wäre es von Nationalisten in Polen, Rumänien oder Ungarn diesen Gedanken aufzugreifen, wenn sie ihn nicht eh schon haben. Das wird niemand in diesen Ländern nutzen.
Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Schleswig Bestrebungen, zurück zu Dänemark zu kommen. Es waren die Dänen, die das konsequent ablehnten. Kluge Leute
Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Schleswig Bestrebungen, zurück zu Dänemark zu kommen. Es waren die Dänen, die das konsequent ablehnten. Kluge Leute
Das liegt daran das man da keine Teutonen haben möchte …
Ist wie mit …. ihr wisst schon …
Als Territorialstaat war Russische Föderation so, wie wir sie vor dem Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 kannten, Stalins Kunstwerk. Da die russische Führung die Ideale des Kommunismus nicht mehr propagiert, wäre es nur recht und billig , die Russische Föderation zu „entstalinisieren“. Oder nicht?
Natürlich ist diese Vorstellung von „Entstalinisierung“ als territorialer Neuverteilung absurd.
Die Enstalinisierung fand bereits in der Sowjetunion in den 1950ger Jahren statt
https://de.wikipedia.org/wiki/Entstalinisierung
Dann bin ich mal gespannt wann die Entputinisierung in Russland beginnt und die Völker der RF mit allgemeinen, freien, geheimen Wahlen beglückt werden.
Mein Tipp: das dauert noch sehr, sehr lange.
„Die Entputinisierung in Russland“, was soll das sein? Ich kann es Ihnen sagen: Das ist der feuchte Traum westlicher Imperialisten, allen voran der Angelsachsen, die die Europäer im letzten Jahrzehnt endlich wieder voll auf Anti-Russlandkurs gebracht haben.
„Die Enstalinisierung fand bereits statt“
https://www.zdfheute.de/video/auslandsjournal/russland-stalin-rueckkehr-100.html
Das schöne an der Sprachbarriere ist, man kann dem Michel jeden Schwachsinn über Russland eintrichtern. Er kann es ja wegen der Sprachbarriere gar nicht prüfen.
Der Krieg begann im April 2014, und begonnen hat ihn Kiew als „Anti Terror Operation“. So ein kurzes Gedächtnis? Dann weißt du wohl auch nicht mehr, daß es auch vor Stalin schon ein Riesenreich gab, in dem sehr viele Völker und Religionen heimisch waren. Das russische Zarenreich. Auf welche Grenzen hättest du also Russland heute gerne reduziert? Auf die Anfänge im 8. Jahrhundert? Hm… da siedelten die Russen noch überwiegend im Gebiet um Kiew, und der Begriff „Ukraine“ wurde erst ein gutes Jahrtausend später erfunden.
Das wird sich von selbst erledigen, sobald die ukrainische Niederlage offensichtlich ist, da bin ich mir ganz sicher.
Warum nicht die Bewohner dieser Gebiete entscheiden lassen, zu welchem Staat sie gehören wollen?
Die Menschen auf der Krim und im Donbas haben das getan. Und die Menschen in Ushgorod wollten schon vor 2014 nicht unbedingt zur Ukraine gehören. Und die Ungarn in der Ukraine sind auch nicht glücklich mit ihrer Situation…
Weil sich die Krim schon 1991 bei einer Abstimmung für den Verbleib bei der Ukraine ausgesprochen hat. Man kann nicht immer so oft abstimmen, bis das Ergebnis dem Diktator im Kreml passt.
Nach der Eroberung der Krim 2014 durch Putin, hat der Zar dort Russen angesiedelt, und die sollen jetzt bei einer Abstimmung das Zünglein an der Waage sein? Absurdes Verständnis von Völkerrecht.
1991: Die Krim erhielt wieder den Status einer autonomen Republik innerhalb der Ukrainischen SSR.
1992: Das Parlament der Krim verabschiedete eine eigene Verfassung und erklärte die Krim zur „Republik Krim“. Es gab erhebliche Spannungen mit Kiew.
1994: Bei den Wahlen wurde Juri Meschkow zum Präsidenten der Krim gewählt. Er trat für deutlich größere Autonomie und engere Beziehungen zu Russland ein.
März 1995: Das ukrainische Parlament (Werchowna Rada) schaffte das Amt des Präsidenten der Krim ab und hob wesentliche Teile der Krim-Verfassung von 1992 auf. Damit wurde die politische Autonomie deutlich eingeschränkt.
1998: Eine neue Krim-Verfassung wurde verabschiedet, die den bis heute bestehenden Status als Autonome Republik Krim innerhalb der Ukraine festlegte.
Ein wichtiger Punkt: 1995 gab es kein Referendum der Krimbevölkerung, mit dem die Autonomie abgeschafft wurde. Die Änderungen wurden von den ukrainischen Staatsorganen beschlossen.
2014 gab es ein Referendum auf der Krim. Egal, was man von dem halten mag, ich habe nichts darüber gehört, dass der Westen oder gar die Ukraine gedenken ein Referendum abzuhalten, sollte die Krim „befreit“ werden. Da wird dann wohl – wie üblich – in Kiew oder Berlin darüber befunden, was das Volk will. So sieht sie dann aus die Freiheit.
„Weil sich die Krim schon 1991 bei einer Abstimmung für den Verbleib bei der Ukraine ausgesprochen hat“
Das wiederum ist eine stark verkürzte Sicht, und inhaltlich kann man das so einfach nicht stehen lassen was hier geschrieben wurde.
Eine hervorragende Einordnung bietet der Schweizer Urs P. Gasche:
https://www.infosperber.ch/politik/welt/die-so-andere-geschichte-der-halbinsel-krim/
Grüße
ceterum et censeo liegt die Zukunft von Europa in einer europäischen Eidgenossenschaft nach Schweizer Vorbild.
Diese Begründung stammt ja wohl direkt aus dem Reichspropaganda-Ministerium, denn im erwähnten Jahr 1991 wurde in der Ukraine genau so vorgegangen: Man hat abstimmen lassen, bis das Ergebnis passte.
Im März 1991 stimmten beim Referendum über den Erhalt der UdSSR in der Ukraine durchschnittlich 70% der Ukrainer für den Erhalt der Union und damit gegen die Unabhängigkeit der Ukraine. Auf der Krim waren’s 87,6%. (Wahlbeteiligung 83%)
Dann setzte sich im August 1991 der Oberste Sowjet der Ukraine über dieses Votum hinweg und erklärte die Unabhängigkeit.
Im Dezember ließ man ein weiteres Mal abstimmen, diesmal über die ukr. Unabhängigkeitserklärung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jelzin schon die sowjetische Regierung (außer Gorbatschow) inhaftiert und in Moskau herrschte das totale Chaos.
Jedenfalls fügten sich daraufhin im Dezember 1991 54% der 67% an der Abstimmung teilnehmenden Krimbewohner in ihr Schicksal und stimmten für die ukr. Unabhängigkeit.
Letzteres könnte man als Votum der Krimbewohner für die Zugehörigkeit in der Ukraine interpretieren, obwohl darüber ja überhaupt nicht abgestimmt worden war.
Genau diese Frage sollte bei einem für den Frühsommer 1992 geplanten Krim-Referendum vorgelegt werden, dessen Vorbereitungen aber im Juni 1992 auf Druck von Kiew eingestellt wurden.
Die ethnischen Russen stellen auf der Krim seit 100 Jahren die Bevölkerungsmehrheit – seit dort die Industrialisierung begann. Im Jahre 2014 waren’s 65%. Und russischsprachig sind sicher über 80%.
Putin beruft sich mal wieder auf Stalin (den Massenmörder) und hat in den Geschichtsbüchern geblättert. Putin agiert wie seine vielen Vorgängerzaren extrem rückwärts gewandt und lebt mehr in der Vergangenheit den in der Zukunft.
Es ist kein Wunder, dass ein Land mit diesem Möglichkeiten an Rohstoffen, Landwirtschaft, Bildungsniveau keine Chance hat sich auch nur annähernd den Wohlstand zu erarbeiten wie das andere entwickelte Volkswirtschaften getan haben.
Der Wohlstand ist im Großen und Ganzen auf die Zentren Moskau und St. Petersburg konzentriert, sowie auf die Oligarchenclique um den aktuellen Zaren.
Diktatur und Korruption vom Feinsten. Aber der Glaube an das eigene Sendungsbewusstsein hält den ganzen Gulasch zusammen.
Ein Sendungsbewusstsein, dass einen die Nachbarstaaten aufteilen lässt, ohne auf die eigene Verletzlichkeit zu schauen.
Wie bist du eigentlich zu diesem Urteil gekommen? Warst du überhaupt schon mal in Russland – oder stammt Alles was du über Russland zu wissen glaubt aus Medien und Social Networks?
Was den Wohlstand angeht – erzählen Sie das den Rentnern die in den Mülltonnen nach Pfandflaschen suchen.
Nach Kaufkraftparität steht Russland übrigens in der Liste weiter oben als Deutschland. Das bedeutet, dass ein Russe von seinem Lohn sich mehr leisten kann als ein Deutscher. Und nun?
Deutscher Journalismus von Michael Martens von der FAZ (Urheber bin ich noch nicht ganz 100% sicher, habe nur Grok gefragt) in Hochform bei der Pressekonferenz Selenskij – Vucic.
Frage an Selenskij:
„You have touched it partly already, can you tell us Europeans, what can we concretely do to help you to kill more Russians – more Russian soldiers of course.“
Man beachte, dass der werte Herr das ’soldiers, of course‘ nachliefern musste.
Und warum glaubt der Typ, er kann für alle Europäer sprechen? Oder ist man nur Europäer, wenn man möglichst viele Russen killen will?
Frage an Gemini:
Wer hat die Frage gestellt?
Frage an Selenskij:
„You have touched it partly already, can you tell us Europeans, what can we concretely do to help you to kill more Russians – more Russian soldiers of course.“
Antwort von Gemini:
Diese Frage wurde von der Journalistin **Christiane Hoffmann** (damals Autorin beim *SPIEGEL*) gestellt.
Das Zitat stammt von einer Pressekonferenz am **27. Februar 2022** in Kiew, wenige Tage nach dem Beginn der großflächigen russischen Invasion in der Ukraine.
Gemini liegt da falsch. Wenn man Grok die gleiche Frage stellt wird dies geantwortet:
Michael Martens, ein deutscher Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
Die Frage wurde gestern (8./9. August 2026) bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić in Belgrad gestellt. In mehreren Posts und Videos wird Martens namentlich genannt und die Formulierung („what can we concretely do to help you to kill more Russians – more Russian soldiers of course“) wörtlich wiedergegeben.
Ich habe das Video gesehen und Grok nur gefragt, weil ich den Namen des Journalisten (man hört deutlich eine Männerstimme) wissen wollte. Im Video das ich gesehen habe sieht man nur, wie Vucic erstaunt die Augenbrauen hochzieht, als er die Frage hört. Weder Selenskij noch der Journalist sind im Ausschnitt des Videos, das ich gesehen habe.
@SignorRossi
Danke für die Klarstellung.
Folgenden habe ich jetzt dazu gefunden:
https://www.change.org/p/michael-martens-faz-sollte-entlassen-werden
Simple Sache, wenn man sich die Architektur des Satzbaus genauer ansieht:
„You have touched it partly already, can you tell us Europeans, what can we concretely do to help you to kill more Russians – more Russian soldiers of course.“
Mir fällt da sofort eine Virtuosin im Fach Diplomatie ein …
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Concretely: betonmäßig, kleisterhaft
Duckunwech.
Mein Großvater väterlicherseits gehörte zur deutschen, protestantischen Minderheit in Polen, geboren dortselbst 1899 in Lodz, der Urgroßvater ist 1905 im russisch-japanischen Krieg gefallen, die Urgroßmutter wurde 1945 von Soldaten der Roten Armee mit anderen Deutschstämmigen in einer Kirche verbrannt.
Der Großvater war 1920 polnischer Soldat, desertierte, als die Einheit an Ostpreussen vorbei marschierte und kam dann nach Gelsenkirchen, unter Tage selbstverständlich, Bergmann.
Er hat viel erzählt vom Krieg der Polen, vom Marsch auf Kiew, den Greueltaten, die polnische Soldaten und die rote Armee begingen, recht detailliert, so wusste ich mit zehn Jahren schon, das man Hoden mit Ziegelsteinen zerreiben kann.
Er hatte Narben aus der Zeit, sprach fließend Polnisch und erklärte mir immer wieder, das die Polen Nationalisten seien, das die von Groß-Polen spinnen und die Gebiete wiederhaben wollen, die sie von Stalin als geraubt empfinden.
Ich glaube schon, das Polen, wenn es die Gelegenheit hat, sich die Gebiete erneut einverleiben möchten.
Von der Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938 haben die Polen auch territorial profitiert, wissen nicht viele.
Putin muss, wenn er denn tatsächlich die polnischen Gelüste taktisch ausnutzt, sich da nicht sonderlich anstrengen!
Als noch Pressefreiheit herrschte : ARD-Tagesthemen 2015 über den Ukraine-Konflikt
https://www.unser-mitteleuropa.com/184709
Heute wollen wir mit unseren Lesern uns wieder auf eine Zeitreise begeben. Diesmal geht es elf jahre zurück Jahre zurück in den Januar 2015.
Wie wurde damals über den Ukraine-Konflikt berichtet?
Um uns hier Klarheit zu verschaffen wollen wir einen Blick in ARD-Tagesthemen vom 20.01.2015 werfen, wo Georg Restle den Konflikt in den vorwiegend von ethnischen Russen bewohnten Gebieten im Osten der Ukraine objektiv beleuchtete – in Form einer Betrachtungsweise, die heute geradezu unmöglich wäre.
Daran erkennt man, dass das Spektrum des Sagbaren in „unserer Demokratie“ immer mehr eingeengt wird.
Dann erklärt Restle, dass in der ukrainischen Regierung „die Falken die Macht übernommen haben“ und dass dies „nichts Gutes heißt, nicht für die Menschen im Donbas, nicht für den Frieden in der Ukraine und nicht für eine neue Friedensordnung in Europa.“
All das ist Schnee von gestern – die heutige Kriegspropaganda sieht nur mehr aus heiterem Himmel überfallene liebe Ukrainer, die „unsere Werte“ verteidigen und einen bösen Aggressor namens Putin, der am liebsten ganz Europa einnehmen möchte. ALLES LESEN !!
Von den themaverfehlenden Kommentatoren abgesehen (die sollte man löschen) – der Artikel resümiert die Erweiterung der ukrainischen „Ur-Republik“ von 1918 während der sowjetischen Epoche und nicht ausschließlich Stalins Handschrift – jedoch erklärt mir auch dieser Exkurs nicht, worauf sich das Ukrainische gründet. War es ein Gebiet? Eine Gegend, in der meist ukrainisch gesprochen wurde? War es eine kopfgeburt des Fürsten chmelnizki, der ein ukrainisches Reich gründen wollte, worauf sich michnovsky bezieht, der nach der Gründung der ukrainischen Partei im Jahr 1900 eine unabhängige Ukraine forderte? Wann wird das ukrainische erstmals erwähnt? Wieso erwähnt bereits ein deutscher General Ende des 19. Jahrhunderts eine gewisse Ukraine, um sie für das deutsche Reich zu kolonisieren? Ich neige dazu, aus dem, was ich weiß, eine landbesessene Kopfgeburt von atamanen und Fürsten und deutschen Militärs zu vermuten, die einen ländlichen Dialekt, das Ukrainische, zu nationalisieren trachteten. Könnte der Autor eine historische tiefe erkunden, die sich von pauschalen Annahmen unterscheidet?
Auch eine Zeitreise, und zwar mit Wiglaf Droste und dem ‚Mullah von Bullerbüh‘ aus dem Jahr 2000
(am Strand heut gelesen):
der dritte Weltkrieg wird vom Zaun gebrochen, mit dem Personal von damals, Raketen stehen auch bereit,
die Welt wird verwüstet.
Da fragt man sich: wie konnte der damals so hellsichtig sein? (Wenn auch alles sehr klamaukmäßig ausschaut…)
Also mir fehlte der entsprechende Blick für’s Kommende.
Ich glaubte an Frieden, weil: wo sollte denn plötzlich wieder ein Krieg herkommen?
Weder war die Dot-com-Blase geplatzt, noch hatte ’nine-eleven‘ stattgefunden,
kein Afghanistan, kein Irakkrieg, nix mit Ukraine und Russland, auch kein Iran stand auf dem Plan.
Ein Vierteljahrhundert- und man kennt die Welt nicht mehr.