Telepolis und das verlorene Archiv

Es nannte sich „Qualitätsoffensive“, daraus wurde jedoch das große Löschen – das Löschen eines gesamten Magazin-Archivs. Zum Opfer fielen dem Artikel bis 2021.

Telepolis war das erste Online-Magazin und jahrelang ein Leuchtturm in Sachen Vielfalt der Sichtweisen und Haltungen, auch solcher, die nicht opportun oder woke, manchmal sogar ein wenig verstörend waren.

Ich war zwar keine Telepolis-Stammleserin, sondern bis 2020 lediglich Leserin der Artikel von Birgit Gärtner, ab 2020 aber schaute ich häufiger bei Telepolis vorbei. Ich wusste, wenn ich kritische Artikel zu den Corona-Maßnahmen lesen wollte, würde ich sie hier finden.

Und so war es dann auch, bis in den folgenden Monaten und mit zunehmender Drangsalierung der Bevölkerung ohne medizinische Notwendigkeit, wie spätestens nach Veröffentlichung der RKI-Protokolle jeder wissen kann, im Internet ein Garten sogenannter Alternativmedien erblühte.

Doch nicht wenige dieser Alternativmedien sind das, was deren Autorinnen und Autoren der sogenannten Mainstreampresse vorwerfen: Ideologie-Schleudern.

Darauf können wir uns im vorliegenden Gespräch einigen.

In diesem spreche ich mit Birgit Gärtner, Peter Nowak und Florian Rötzer über die Geschichte von Telepolis, mögliche Gründe für das Löschen des Archivs, darüber, wie es in anderen Medien um den freien Journalismus bestellt ist, nämlich um die Möglichkeit, ideologiefrei zu schreiben und ein Magazin mit Themen, beleuchtet aus den verschiedensten Blickwinkeln, hervorzubringen, darüber was KI für den Journalismus bedeutet und über die Frage, warum in den Corona-Jahren die Presse von rechts bis links mehr oder weniger gleichzog.

Eine wirklich positive Aussicht wollte zum Schluss keiner meiner Gäste formulieren, was jedoch nicht heißt, dass sie und ich aufgehört haben, an guten Journalismus zu glauben.

Guter Journalismus ist für mich kein Haltungsjournalismus wie aktuell oft üblich. Guter Journalismus ist die Veröffentlichung bestmöglicher Recherche, auch wenn das, was da zutage tritt, aktuellem Zeitgeist und allgemeinem Konsens entgegensteht.

Anmerkung zum Video: Aufgrund einer technischen Panne sind meine Fragen verschriftlicht.

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Juliane Beer

Juliane Beer
Belletristikautorin und Wirtschaftsübersetzerin, lebt in Berlin, schreibt zusammen mit Birgit Gärtner den Blog https://frauenstandpunkt.blogspot.com/
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61 Kommentare

  1. „Guter Journalismus ist für mich kein Haltungsjournalismus wie aktuell oft üblich. Guter Journalismus ist die Veröffentlichung bestmöglicher Recherche,“
    Man beachte die fein Ironie, so eine Aussage der Overton-Welt unterzuschieben.

    1. Also mir reicht schon eine gute Bandbreite an Informationen. Da muss nicht alles bis zum Letzten recherchiert sein. Mich befriedigt schon sehr, wenn eine Information gegeben wird, die anderswo fehlt, weil sie offensichtlich nicht in Narrativ passt.

      @Artikel
      Nachdem ich ein, zwei Mails mit Herrn Neuber gewechselt habe, denke ich, er hat durch das Einnorden des bis dahin besonderen Forums und das Angleichen und Verharmlosen der Artikel vor, sich für die Mainstream-Medien-Redaktionen zu empfehlen.
      Der starke Mann, der Telepolis niederrang.

      Kaputtmachen ist eben immer wesentlich leichter.

    2. Haltungsjournalismus ist ja auch ein Unwort. Diese Leute machen sich zu Propaganda Facharbeitern, verbreiten da dann auch oft und gern Fake News und versuchen das ganze mit dem Wort Haltungsjournalismus auch noch schönzureden.
      Journalismus ist da definitiv nicht dabei.

  2. Nach sehr vielen Kommentaren hier wie drüben, komme ich heute zu dem Entschluss, daß alles einen Sinn ergeben muss, der Sinn kann m.M.n. nur dazu dienen, das die Bevölkerung etwas erkennen muss.
    Das deutsche Lügensubjekt wird ausgetauscht auf einer originellen Art, durch das nächste.
    Das Bücher verbrennen ist hoffentlich noch einigen in Erinnerung und hatte damals wie heute einen Grund, etwas zu verändern.
    Jede Veränderung in D, hatte einen teuren sehr teuren Preis und schaffte es leider nicht, die Bevölkerung auf einen gesunden weg zu bringen…

    1. sehe ich auch so.
      die themen waren ok, die artikel meißt unterirdisch, die kommentare oft(10 – 20%) erhellend. die kommentare sind der eigentliche verlust.

  3. Natürlich muss das alles gelöscht werden, das Weltbild der KI könnte ansonsten ins Wanken geraten.

    Auch die Leserkommentare waren oft sehr interessant und machte den Inhalt mehrdimensional.

    1. „Wo das Wollen mehr gelten sollte, als das Können, wurde die Beherrschung der Sache nebensächlich. Die Stunde der Dilettanten hatte geschlagen.“

  4. Die Zensur begann bei den Kommentaren, das war schon vor über 5 Jahren. Ich hab mich schon damals gleich abgemeldet und tp als zuverlässige Quelle abgeschrieben, außerdem von meiner Leseliste gestrichen.

    1. Mit den Wechsel zu Neuber auf dem Chefsessel mutierte Telepolis schnell zu einem Medium der Verkündigung der einzig gültigen Wahrheit und eine Diskussion oder Widerworte wurden nicht mehr geduldet.
      Ich wurde damals immer wieder von der Moderation gesperrt und irgend wann dann endgültig rausgeschmissen.

      Es ging damals um meine konträre Meinung zu den m-RNA Spritzen.
      Immer wenn ich Autoren widersprach und daran erinnerte, dass die Impfung bei Kindern wohl gänzlich nutzlos sei und eine Herzmuskelentzündung keine Bagatelle ist, wurde ich prompt gesperrt.

  5. Die Angst vor Menschen, die wirklich nachdenken und Fragen stellen könnten, scheint riesengroß zu sein. Es ist eine Schande, so mit dem eigenen Archiv umzugehen.

  6. Im Zuge einer „qualitätsoffensive“ die Kolumnen des polnische Science-Fiction-Autors und Technikphilosophen Stanisław Lem zu löschen …

    1. Schöner Rant, gut gebrüllt 🦁
      Die Quintessenz für mich ist doch: Demokratie ist out, es lebe die Macht der Machthaber (bei uns sind es noch zivile Marionetten, in den USA sind es die Oligarchen ganz unverhohlen selbst, die die Hebel bedienen – wohl von der eigenen Göttlichkeit überzeugt, wie bei Fundamentalisten üblich – könnte das uns auch blühen?)
      Deine Master -Arbeit würde ich gern mal lesen, da nicht veröffentlicht, ist da wohl kaum ranzukommen?

      Frohe Ostern auch Dir und der Fangemeinde!

      1. 👌🏻👍
        Biete doch das Manuskript dem Freidenkerverband zur Veröffentlichung oder fürs Archiv an, könnten/dürften Interesse haben

      2. Hallo altlandrebell, ich werde deine Arbeit gern lesen, und mit dir drüber sprechen.
        Roberto hat meine mailadresse . Wenn du ihn anmailst kann er sie dir schicken. beziehe dich bitte auf dieses Posting.
        freue mich von dir zu hoeren, Heinz

  7. Größere Runde ist ein ausgezeichnetes Format womit sich OT auch absetzen könnte von anderen.
    Gerne öfter.

    p.s. Verschritflichung wäre gut. Vielleicht taugen die automatischen Programm mittlerweile.

  8. Coronaursprung:

    Sorry, aber bewiesen ist hier noch nichts.
    Es wird ein Geheimdienstbericht zitiert, der Vermutungen anstellt.
    Das ist wissenschaftlich doch kein Beweis.
    Ich verstehe nicht, warum neuerdings die Geheimdienste als Quell der Wahrheit betrachtet werden.
    Das waren sie nie. Im Gegenteil, ihr Job ist es, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.
    Und anzunehmen, dass interne Berichte die 100%ige Wahrheit verkörpern ist einfach Unsinn.

    Sehr oft – siehe Ukraine z.B. – haben diese Dienste keinen blassen Schimmer.
    Darauf hat übrigens auch schon Julian Assange bei CableGate hingewiesen.
    Und allg. gilt, Dienste agieren intern immer auch als Stabilisatoren und Bestätigungsräume.
    Das ist das völlige Gegenteil von naturwissenschaftlichen Methoden.
    Also so lange hier nicht „Patient Zero“ identifiziert wurde ist dies eine Hypothese. Punktum.

    p.s. „Russiagate“ ist ein anderes Bsp. Große Teile der CIA und des FBI haben einem russ. Phantom nachgejagt, weil sie auf ein kompliziertes Betrugsmanöver hereingefallen sind ( – halb sanken, halb wurden sie gezogen -) das neben Clinton/Obama von den Chefs CIA/Brennan, FBI/Comey heimlich mitinszeniert wurde. Das war also etwas das sogar in ihren eigenen „Häusern“ abgezogen wurde. Und trotzdem sind sie dem auf den Leim gegangen.

    1. Der molekularbiologische Aufbau der Plasmid-DNA, von der die mRNA abgelesen wird ist eindeutig. Die Furinspaltstelle und die Positionen von Schnittstellen für Restriktionsendaonukleasen können in der Natur mit einer Warscheinlichkeit von 0% entstanden sein.
      Den Geheimdienst braucht niemand!

      1. Der künstliche Ursprung ist am Ende des Tages unwichtig, wenn die Taeter nicht eindeutig identifiziert werden.
        Umgekehrt kann mit dem Drohbegriff “ Biowaffe“ jede noch so kriminelle “ Massnahme“ bis hin zu Todesspritzen gerechtfertigt werden

  9. Die Zensur bei TP kommt von der Grünen.

    Bin ja da auch nach mehreren Sperrungen rausgeflogen…

    Die Zensur bei Telepolis heißt „Content-Management“, wird ausgeführt von INTERRED – und steht ganz unten auf den Web-Seiten.

    Und wenn man mal bei Interred die Biografien durchblättert – kommen die meisten von der olivGrünen Heinrich Böll-Stiftung…

    Einmal wurde ich gesperrt, weil ich einen Link auf die EU-Kommission gepostet hatte, wo erwähnt wurde, daß dem ÖL für Europa ein Drittel von Putins schwarzem Gold beigemischt werden darf.

    Das war zu Zeiten, als Alena B. im Krieg mit Putin – und russisches Öl für vdL ein No-go war….

    Die Begründung der Grünen Interred-Zensoren:

    ich hätte mit dem „externen“ Link gegen Urheberrecht verstoßen…

    Liebe Telepolis-Zensoren:
    EIN GESETZ IST ERST NACH SEINER VERÖFFENTLICHUNG GÜLTIG!

    Das ist keine Zensur – das ist schon kriminell…

    Ist ja keine Meinung, sondern nachprüfbarer Fakt – also Grüne Geschichtsfälschung….

    Habe daraufhin mein Heise-Abo nach 20 Jahren gekündigt – und Wagenknecht gewählt.

    Wegen dieser Gleichschaltung habe ich heute was gegen ZEN-Faschisten…

  10. Niedriger hängen.
    Die Artikel sollen nach der Überarbeitung ja wieder erscheinen.
    https://www.telepolis.de/features/Telepolis-Chef-Neuber-Zwischen-allen-Stuehlen-und-das-ist-gut-so-10287840.html
    Und wenn ein Peter Nowak ernsthaft als Kronzeuge gegen Harald Neuber gehandelt wird, ist das schon amüsant:
    Der Typ (Schreiber u.a. für Jungle World) lobt in seinen Ergüssen immer wieder den antideutschen – im Kern jedoch rechtsradikalen – Wolfgang Pohrt, der im Golfkrieg 1991 schon mal Atombomben auf Bagdad abwerfen wollte und der Friedensbewegung Antisemitismus unterstellte.

    1. Pohrt war ein wenig abseitig, sehr radikal, meistens interessant, gelegentlich über das Ziel hinausschießend, dann wohl auch falsch, aber doch nicht rechtsradikal; wie kommen Sie denn darauf? In etlichem von dem, was heute auf uns niederrieselt, hat er ja auch recht behalten.

  11. Die Eitelkeiten des Herrn Neuber sind bemerkenswert. Nachdem die junge Welt kritisch über die „Depublikation“ bei Telepolis berichtet hat, ließ es sich der ex-JW-Autor Neuber nicht nehmen, kürzlich mit einem Bericht über die Entlassung des Ex-JW Chefredakteurs Huth im letzten Jahr zurückzutreten.
    Gemäß der neuen journalistischen „Qualitäts-„Standards bei Telepolis hat den Artikel der befangene Neuber natürlich höchstpersönlich geschrieben. „Qualitätsjournalismus“ as its best!

    1. Die Junge Welt und insbesondere deren Dauerbesitzer Koschmieder (DKP) pflegt auch so ihre Eitelkeiten – bzw. allzu freihändige Auslegungen des Arbeitsrechts: Ex-Chefredakteur Huths Entlassung wurde ja gerichtlich kassiert. Die Gutsherrenart der „marxistischen“ Zeitung hatte ja schon vor ein paar Jahren (Balcerowiak) Schlagzeilen gemacht…

  12. Da meines Wissens weder Telepolis noch Overton in den Berichten des Bundesamtes für Verfassungsschutz erwähnt werden, sind sie eigentlich nur leicht unterschiedliche Suppen aus der gleichen Gulaschkanone.

    1. Gut geschrieben und wer es noch nicht vergessen hat, die fragwürdigen Lösch- und Sperraktionen gegen Forenschreiber, gingen schon unter der Regie von Herrn Rötzer los. Ich hatte mich für die Foren 2012 registriert und meine erste Beitragslöschung erfolgte mitte 2019. Dann ging es relativ schnell und 2022 war ich komplett gesperrt.
      Letztlich war es ab 2019 egal wo und was ich da schrieb, es wurde alles sperr und löschwürdig ausgelegt.
      Letztlich ist Overton nur alter Wein in neuen Schläuchen….

    2. Also die JW ist auch nicht mehr das was sie mal war. Zuviel Corona- und Klimapanik, wissenschaftliche Fakten zählen heute nicht mehr.
      Lesen kann man noch die UZ, auch wenn die bei Corona der kapitalistischen Propaganda reingefallen sind, doch stets gegen eine Zwangsimpfung waren.
      Das Beste ist aber immer noch https://sascha313.wordpress.com und der Nachfolgeblog auf livejournal.

  13. Liebe Autoren, was ist das für eine fragwürdige Anforderung, die Verantwortung für die Archivierung von Manuskripten und Artikeln in die Hand der Verlage zu geben?! Man benötigt kein digitales Dokumenten-Management System, um durchaus jahrealte Dokumente sicher zu verwahren, es reicht das gute alte Papier – dann muß man, wie im konkreten Fall tp, auch keine Artikel zurück fordern. Jeder Fotograf, jeder Komponist etc. weiß das aus eigener Erfahrung.

  14. Es geht Telepolis nicht um die Artikel.
    Das Forum war der eigentliche Ort der Diskussion. Waehrend Corona wurde es wie in autoritären Systemen subversiv und konservativ genutzt, um sich neben der brutalen staatlichen Mediengleichschaltung noch zu informieren.
    Die admin Zensur war oft überlastet und nicht schnell genug. Deshalb wurde Spaetestens mit der Militaeraktion ab Feb 22 im Dauerfeuer gelöscht und unzählige Militaristische Nazitrolle zur endgültigen Zerstörung des Diskussionsforums eingestellt.
    Das waere unter Roetzer Vielleicht öffentlich geworden und deshalb musste er als unsicherer Kandidat weg

      1. google mal, seit wann das Framing mit dem Begriff „Putinversteher“ begann.
        Das war der Start der Gleichschaltung der Medien durch NATO Netzwerke.
        Das war 2014, Maiden.
        2015 Die Grenzoeffnung, um von den Kriegsvorbereitungen abzulenken und die Bevölkerung zu spalten.

        Die Diskussion, vor allem in den neuen Medien bedurfte dringend der Moderation

        Als 2019 im September der Kollaps der Repo Maerkte kurz bevor Stadt, wurden die „grossen Krisen“ scharfgeschaltet.
        Corona, Ukraine heisst Phase, Gaza und nun heisser Krieg Deutschland Russland.

        Deutschland braucht keine 8 Wochen um eigene A Bomben zusammenzuschrauben.
        Vielleicht ist das schon geschehen.

        Ich tippe mal auf folgenden Ablauf:

        Taurus konventionell auf Krimbruecke und Kreml, dann Oreschnik auf Hamburger Hafen und Berlin Fuehrerbunker, dann Taurus atomar als Enthauptungsschlag.

        Und Annalena ist schon ganz feucht zw…. … …….

      2. @ Panicman
        „Ich wurde auch 2016 schon unter Rötzer gelöscht, also keine Bange“

        Das glaube ich dir unbesehen. Da hat Telepolis zweifellos mal was richtig gemacht.

        1. Ja, weil ich gegen die Zuwanderung war und Peter Scholl-Latour zitiert habe.
          Ich habe meine Prinzipien..schon immer und habe seit ™1974 Recht behalten.
          Ich bin nur seit 1974 authentisch nichts weiter… und seit dem 12.4.2020 spiele ich nicht mehr mit. Nirgendwo !!!
          Ganz vergessen..
          Hier, dein 🐟

  15. Aha, laut Aussage vom Herr Rötzer hat nach den Anschlägen von 9.11 also nicht nur im Forum ein Bruch zwischen den Verschwörungs Theoretikern und den Regierungsgläubigen sondern auch im Heise Verlag stattgefunden. Und auch die ARD zu kritisieren war im Heise Verlag intern wohl nicht so gern gesehen so wie es das Rötzer Lager immer mal wieder (zurecht!) getan hat.

    Diese Spaltung hat Telepolis letztendlich das Genick gebrochen.
    Hmm, sollte man vielleicht draus lernen.

    1. Keine Ahnung ob er hier die Wahrheit sagt, es klingt aber plausibel. Und in dem Video sieht er nach meiner „sorgfältigen“ Küchenpsychologischen Begutachtung so aus als würde er zumindest nicht lügen. Ob er einen Teil der Wahrheit zurückhält will ich jetzt nicht spekulieren.

      Aber ich bin schon mal heilfroh das ich mir wenigstens eine kleine Erklärung für die Scheiße die auf Telepolis im Forum gelaufen ist zusammenbasteln kann. Ich meine wie lange warten wir jetzt auf irgendeine Aussage? 20 Jahre? Spät aber zu guter Letzt wenigstens einen Anhaltspunkt. Darauf kann man doch aufbauen?

  16. Gab es eigentlich den Vorschlag an Heise einfach das Archiv gegen einen kleinen Unkostenbetrag für das Speichermedium MIT KOMMENTAREN an Interessierte zu geben?

    Wenn sie Das eh nicht haben wollen, könnte das Jemand anders hosten.

    Ich verstehe immer noch nicht wie das rechtens sein kann, dass man so eine gewaltige Sammlung an Artikeln und Kommentaren, wo so viele Menschen mitgewirkt haben, einfach abschaltet und verschwinden lässt?

    Normal, wenn ein Forum zum Erliegen kommt, lassen es Admins einfach stehen. So habe ich noch Beiträge von mir von vor 20 Jahren gefunden, was ganz interessant ist, allerdings natürlich nicht mehr bei TP.

    Dass etwas nicht koscher ist, zeigt sich darin, dass einfach abgeschaltet wurde ohne eine Vorwarnzeit. Korrekt wäre gewesen, wenigstens vorzuwarnen, bzw. eben ein Archiv einzurichten. Herr Neuber könnte das noch machen! Dass er meint, er könnte jetzt einfach Däumchen drehen, halte ich für einen großen Fehler. Wenn er das nicht korrigiert, wird ihn das für immer verfolgen.

  17. Haltungsjournalismus ist auch so ein Unwort, dabei haben diese Leute mit Journalismus nichts am Hut. Sie sind Propaganda Facharbeiter, sonst nichts. In einem Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter einem Minister De. Josef Goebbels, wurde so etwas als Journalismus bezeichnet.
    Kriegsprediger und Fake News Produzenten sind die heute, aber keinesfalls Journalisten, nur Anal Journalisten ohne jeglichen Wert.

  18. Ach, wie süß:
    Die handverlesenen Zensuropfer™ kauern auf der Stuhlkante (wo auch sonst) – und nehmen übel.
    Harald Neuber hat übelste Hausierer wie Tomasz Konicz endlich entsorgt. Dafür mal: RESPEKT! Rötzer hat die Antideutschen zu lange mitgeschleppt – Neuber hat das Trauerspiel beendet.
    Ich sage mal: Danke!

      1. Ich weiß nichts über Fritz the cat, gebe ihm aber recht: TP wie Overton sind nichts als (geheimdienst)überwachte Sandkästen für Möchtegernrevoluzzer.

        Alles was sich „links“ gibt, von den Antideutschen bis hin zu KryptoirgendwasLinkes-isten machen doch dauernd nichts anderes als jede Widerstandsformierung zu untergraben.

        Passt den „Linken“ der Arbeiter nicht, ist der „rechts“. Passt den Linken eine Partei nicht, die von Arbeitern gewählt wird, muss die bekämpft (man denke an die Anfeindungen und Demos gegen die Partei dieBasis) oder am besten verboten werden. Unter den verschiedensten „Linken“ scheint es einen Kostante zu geben: ist man nicht selbst an der Spitze einer Bewegung, so ist die Bewegung „rechts“ und wird bekämpft. Und dass man dabei ständig mit den Milliardärs-, Altpartien- und Konzern-Medien im Einklang ist, stört anscheinendn keinen „Linken“, genauso wenig wie die Einstimmigkeit mit dem Klassenfeind zB in der Form des WEF: Migration, Gender, Klima, Digitalisierung, Globalisierung, … überall herrscht völlige Einstimmigkeit zwischen „Linken“ und der Milliardärsclique – und keiner merkt’s und keinen juckts.

        Was heute noch sich „links“ nennt ist vollverblödet oder völlig von der gesellschaftlichen Realität abgekoppelt.

        Und bitte, das heißt nicht, dass man also „rechts“ sein müsste. Nein. Die Alternativen „links“ und „rechts“ werden uns gezielt und bewusst vor die Nase gehalten damit wir, abseits der aufgesetzten Scheuklappen, nicht merken, dass es daneben, darunter, darüber und multidimensional überall noch ganz anderes gibt.

        Wer sich die Welt in „rechts“ und „links“ aufteilen lässt und allen ernstes glaubt, das wär dann die ganze Welt, ist auf armseligstem geistigen Niveau gedrückt worden.

        Wer nicht kapiert was so eine Plattform wie dieses Overton für das System leistet, nämlich genau diese auf diese billige Dichotomie reduzierte Weltsicht zu verbreiten und immer wieder neu festzukloppen. So dass die Teilnehmer hier schön im Rahmen des Denk-Erlaubten bleiben. Der bleibt harmlos und systemtreu – und das ist der Zweck der Veranstaltung.

  19. Zu glauben, im Digitalen, im Internet, bei TP oder hier bei Overton oder auf anderen digitalen Plattformen ließe sich so etwas wie eine Gegenöffentlichkeit schaffen ist wie zu glauben, in größeren Gesprächsrunden, gar noch (teil)anonymen, hätte sich in der DDR eine Opposition bilden und organisieren können – ohne dass die Stasi das beobachtet, infiltriert, unterwandert, gesteuert, bei Bedarf unterbunden hätte.

    Das Ausmaß der Manipulation wird auch hier völlig unterschätzt – und von den abgestellten Bütteln zusätzlich noch verharmlost oder abgestritten.

    Wenn hier nicht immer mit der Erzählung, es sei doch alles gut und wenn etwas nicht gut ist so läge es nur an lässlichen Fehlern, höherer Gewalt oder irgendwelchen Bösewichtern, gearbeitet wird, dann nur deshalb, weil die Alternativerzählung, es sei eben nichts daran zu ändern wie es ist, die Übermacht sei zu groß und es sei doch schon immer so gewesen, etc., gearbeitet wird.

    Wenn die Gutgläubigen, Arglosen, Braven mit den Mainstreammedien still gehalten werden, werden eben die Aufmüpfigen oder Kritischen mit Alternativmedien und mit anderen Methoden und Erzählungen nicht unbedingt still aber TATENLOS gehalten.

    1. Jep, erst vor ein paar Monaten habe ich hier einen Link von einem Russischer KGB Mann gesehen der einen ausführlichen, über ein stündigen Vortrag darüber gehalten wie man das Volk Tatenlos hält.

      1. Hahaha. War wohl im Rahmen eines Fortbildungsprogrammes.

        Aber die wesentlichen Handlungsanweisungen bekommt ihr doch schon aus den CIA-Manuals, oder?

  20. Wenn man „rechts“ – in erster Näherung und wohl breit akzeptabel – als „autoritativ“ identifiziert und abgrenzt, so ist es ein raffinierter Akt der Denksteuerung, wenn man als vermeintlichen Gegensatz und Gegenpol „links“ mit Marxismus-Leninismus so eng verquickt so untrennbar verbindet, dass es schließlich praktisch identisch wird.

    Also der Gegenentwurf zu „autoritativ“ ist nicht etwa „selbstbestimmt, kooperativ“, sondern statt dessen die Unterwerfung unter das Denken zweier (von mir aus auch drei mit Mao, wer will auch Trotsky, etc.) auf erhöhte Sockel gestellter Köpfe.
    Also statt einer lebenden Autorität, einem aktuellen Führer nachzurennen wäre der Gegenentwurf dazu, toten Autoritäten – und deren aktuellen Ausdeutern und Proselyten – nachzurennen?

    Diese infiltrierte Denkverengung ist ein sowas von der wohl gelungenste Schachzug der PR-Industrie seit Bernays.

    Und TP wie auch Overton, etc., sind die (Alternativ-)Medien, die genau diese Denkverengung in scheinbare oder auch potentiell widerständige Gruppen tragen und verfestigen. (Auch auf der „rechten“ Seite gibt es natürlich die entsprechenden Plattformen, die diese „links-rechts“-Denkverengung gezielt betreiben, nur eben umgekehrt.)
    Und das ist deren Sinn und Zweck und nur deshalb existieren sie – sonst wären sie schon längst ausgetrocknet, ausgeschaltet, abgegraben.

    1. Alles was sich „links“ gibt, von den Antideutschen bis hin zu KryptoirgendwasLinkes-isten machen doch dauernd nichts anderes als jede Widerstandsformierung zu untergraben.

      Passt den „Linken“ der Arbeiter nicht, ist der „rechts“. Passt den Linken eine Partei nicht, die von Arbeitern gewählt wird, muss die bekämpft (man denke an die Anfeindungen und Demos gegen die Partei dieBasis) oder am besten verboten werden. Unter den verschiedensten „Linken“ scheint es einen Kostante zu geben: ist man nicht selbst an der Spitze einer Bewegung, so ist die Bewegung „rechts“ und wird bekämpft. Und dass man dabei ständig mit den Milliardärs-, Altpartien- und Konzern-Medien im Einklang ist, stört anscheinendn keinen „Linken“, genauso wenig wie die Einstimmigkeit mit dem Klassenfeind zB in der Form des WEF: Migration, Gender, Klima, Digitalisierung, Globalisierung, … überall herrscht völlige Einstimmigkeit zwischen „Linken“ und der Milliardärsclique – und keiner merkt’s und keinen juckts.

      Was heute noch sich „links“ nennt ist vollverblödet oder völlig von der gesellschaftlichen Realität abgekoppelt.

      Und bitte, das heißt nicht, dass man also „rechts“ sein müsste. Nein. Die Alternativen „links“ und „rechts“ werden uns gezielt und bewusst vor die Nase gehalten damit wir, abseits der aufgesetzten Scheuklappen, nicht merken, dass es daneben, darunter, darüber und multidimensional überall noch ganz anderes gibt.

      Wer sich die Welt in „rechts“ und „links“ aufteilen lässt und allen ernstes glaubt, das wär dann die ganze Welt, ist auf armseligstem geistigen Niveau gedrückt worden.

      Wer nicht kapiert was so eine Plattform wie dieses Overton für das System leistet, nämlich genau diese auf diese billige Dichotomie reduzierte Weltsicht zu verbreiten und immer wieder neu festzukloppen. So dass die Teilnehmer hier schön im Rahmen des Denk-Erlaubten bleiben. Der bleibt harmlos und systemtreu – und das ist der Zweck der Veranstaltung.

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