Telepolis oder der Journalismus für das betreute Lesen

Vor kurzem führte das Online-Magazin einen Disclaimer ein, um sich pauschal und präventiv von allen älteren Texten und Autoren zu distanzieren. Damit liegt man ganz im Trend der Zeit. Abschied vom mündigen Leser.

Bild: riseshot.com

Seit Jahren leben wir in einer Gesellschaft, in der versucht wird, den Meinungskorridor oder das Overton-Fenster zu verengen, also den gesellschaftlichen Diskurs zu regulieren. Der nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA gegen den Kommunismus ausgerufene freie Informationsfluss ist längst vielfachen Bestrebungen gewichen, diesen zu überwachen, zu kanalisieren und auszutrocknen. Es herrscht Angst, weil man davon ausgeht, dass die Masse der Menschen sich gegen Desinformation nicht wehren kann, sondern ihr ausgeliefert ist, weswegen man verhindern muss, dass bestimmte Informationen zu den Menschen gelangen, und wenn dies nicht möglich ist, den hilflosen, eigentlich verblödeten Menschen beim Denken zu helfen.

Mit Faktenchecks, denunzierenden Bloßstellungen, Kampagnen zur Bekämpfung der Desinformation, seltsamen Unternehmen, die Medien nach Vertrauenswürdigkeit bewerten, Institutionen wie das NATO Strategic Communications Centre of Excellence oder East StratCom Task Force der EU (EUvsDisinfo), das Digitale-Dienste-Gesetz etc. wird seit einiger Zeit ein betreutes Denken mit Leitplanken und Scheuklappen geschaffen. Das Weltwirtschaftsforum hat seinen Risikobericht 2024 vorgelegt, als größtes Risiko gilt der „globalen Elite“ denn auch die Desinformation, begleitet von der Angst, dass diese die herrschende Ordnung untergraben könnte. Desinformation ist nur ein anderes Wort für Gerüchte, vor denen die Herrschenden immer Angst hatten. Die aus Angst geborene Haltung ist den liberalen und autoritären Gesellschaften und ihren Machthabern übrigens gemeinsam.

Da alle politisch Korrekten sich in der Mitte versammeln, also wahrhaft populistisch angeblich das Volk vertreten, und dann notwendig eine Cancel Culture betreiben, entsteht selbstverständlich immer mehr Unsagbares und Schmuddeliges an den anschwellenden Rändern, was die Extreme vergrößert und verstärkt, die man meint, wiederum umso entschlossener bekämpfen zu müssen – oder sich umgekehrt den verpönten Positionen anzunähern, um nicht abgehängt zu werden. Es geht ja auch darum, da Information mitunter als gefährliche Waffe verstanden wird, Feinde zu schaffen, sie auszugrenzen, zu diskreditieren, weil sie Unsinn denken oder Verschwörungserzählungen ausbrüten, während man selbst natürlich auf der Seite der Wahrheit und der Fakten steht. Dann wundert man sich als Verteidiger, dass die Schmuddelkinder sich schließlich wirklich als Feinde verstehen, die sich einer Verschwörung der Mitte gegenübersehen. Die Spaltung oder Polarität vertieft sich mithin, wie man das überall beobachten kann.

Was in der gegenwärtigen, durch Kriege angeheizten Gesellschaft, in der angeblich Wahrheit gegen Falschheit kämpft und Feindbildung und Spaltung, das „Wir gegen die Anderen“ bzw. „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ vorherrschen, scheint vor allem ein Diskursraum anstößig zu sein oder Angst auszulösen, der keine Korridore oder Fenster aufweist. Das ist eine kommunikative Grauzone, in der die Diskurse der Mehrheit denen der Minderheit begegnen können, in der nicht ausgegrenzt, sondern integriert wird, in der kein Informationskrieg herrscht, sondern ein spielerischer Wettstreit der Meinungen, den man auch einen herrschaftsfreien Diskurs nennen könnte, solange die Wahrheit nicht verordnet, sondern gesucht wird. Da können Fehltritte geschehen, es entstehen Holzwege, es kommen auch ver-rückte Positionen zur Geltung, vielleicht werden auch abwegige Gedanken gefördert: Es ist das produktive Leben der Agora, der Urgrund der Demokratie vor jeder Entscheidungsfindung.

Präventive Distanzierung und Diskreditierung

Ein langer Umweg, zugegeben, um nun auf das Thema zu kommen, das auch mit meiner Geschichte zu tun hat. Am Donnerstag, den 11. Januar, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Online-Magazin Telepolis, das ich 1996 mitbegründet und bis Ende 2020 als Chefredakteur geleitet habe, am Beginn von älteren Artikeln vor dem 1. Januar 2021 ein Disclaimer auftaucht. Man kennt das ja von Zigaretten, dass die tödlich sein können, oder von Medikamenten, dass man doch den Apotheker fragen solle.

Die Artikel wurden mit diesem Vorspann eingeleitet, der sicher vom Justiziar des Verlags formuliert wurde, um den Generalverdacht justizfest zu machen:

„Bei diesem Text handelt es sich um einen älteren Beitrag. Die in diesem Text geäußerten Ansichten, Meinungen und sonstigen Aussagen entsprechen möglicherweise nicht oder nicht mehr den aktuellen journalistischen Grundsätzen der Heise Medien und der Telepolis-Redaktion. Aus Gründen der Transparenz belassen wir den folgenden Beitrag dennoch online. Weitere Informationen zur Arbeit von Telepolis und den Grundsätzen unserer Arbeit finden Sie in unserem Leitbild.“

 

Telepolis, das nur als Hinweis, war als virtueller Raum für die oben erwähnte Grauzone in den Anfangszeiten des Web gegründet worden, weil die Netzkultur damals zu versprechen schien, dass Einschränkungen der wirklichen Welt aufgesprengt werden und einen weltweiten herrschafts- und vorurteilsfreien Diskursraum eröffnen, wozu auch die Open-Source-Bewegung gehörte. Deswegen hatten wir in Telepolis auch die sicherlich übertrieben optimistische Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace von John Parry Barlow 1996 als einen der ersten Texte veröffentlicht, in dem es u.a. heißt: „Wir erschaffen eine Welt, die alle betreten können ohne Bevorzugung oder Vorurteil bezüglich Rasse, Wohlstand, militärischer Macht und Herkunft. Wir erschaffen eine Welt, in der jeder Einzelne an jedem Ort seine oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, wie individuell sie auch sind, ohne Angst davor, im Schweigen der Konformität aufgehen zu müssen.“ Natürlich steht jetzt irritierenderweise auch über diesem Text der Heise-Disclaimer.

Ein ehemaliger Chefredakteur schrieb mir als Reaktion auf den Disclaimer: „Das, lieber Florian, ist irre. Durchgeknallt. Was soll das? Versteckte Nach-Zensur? Mal auf Presse-Archive bürgerlicher Medien übertragen: Da kommt ein neuer Chef, und der setzt alle Artikel vor seiner Zeit auf den Index, sorgt zumindest dafür, dass alle Artikel vor seiner Zeit einen Warnhinweis bekommen. Was ist bloß los in diesem Land. Zunehmender Bekenntniszwang, überall Einengung des Diskurses, Vorsicht allenthalben.“

Der Heise-Disclaimer stellt wahrscheinlich ein Alleinstellungsmerkmal von Telepolis und Heise dar. Aber kaum ein Medium – gibt es überhaupt eines? – macht dann jedes Mal einen Strich, wenn eine neue Chefredakteurin, ein neuer Chefredakteur antritt, um sich von allem Vorhergehenden zu distanzieren. Wäre ja auch komisch, wenn man Namen, Branding, Autoren und viele Leser beibehält. Und eigentlich ist klar, dass mit einem neuen Chefredakteur eine neue Zeit für ein Medium anbricht und sich redaktionell im Stil, in der Darstellung und im Inhalt sowie der Positionierung vieles ändern kann. Dass der neue Chefredakteur für das, was vor seiner Zeit veröffentlicht wurde, nicht geradestehen kann und auch nicht muss, ist selbstverständlich und muss nicht dokumentiert werden. Er könnte sich jederzeit und ganz legitim von einzelnen Artikeln oder Autoren distanzieren, sollte er darauf angesprochen werden. Aber alles diffus und nicht näher erläutert unter Pauschalverdacht zustellen, ist schon absurd und entspricht, daher die Einleitung, dem Zeitgeist.

Wir treten ein in das Zeitalter des betreuten Lesens, während gleichzeitig Künstliche Intelligenz Texte schreibt und redigiert. So sehen jetzt manche der neueren Artikel auch aus: Man korrigiert die Texte von Autoren mit der Hilfe von ChatGPT oder anderen KI-Programmen und erhält dann eine geglättete, weichgespülte Version, der gerade in der Zeit der KI-getriebenen Korrektheit, Normierung und Durchschnittlichkeit vor allem sprachlich jede Individualität und Eigenart ausgetrieben wird, also just das, was ein originelles Medium, das nicht den Massengeschmack bedienen muss und kann, auszeichnen sollte.

Nachdem Autoren auf diesen Disclaimer stießen und Kritik und Verwunderung äußerten, wurde der Disclaimer gekürzt, ohne wirklich anders zu werden. Man sieht sich an die Ampel-Politik erinnert, die mal kurz ein Gesetz vorlegt, um dann schnell wieder zurückzurudern. Gestrichen wurde lediglich der kuriose Satz mit der Transparenz. Aber, wie gesagt, zurückgerudert wird nicht, man distanziert sich auch weiterhin inhaltlich von der 25-jährigen Geschichte. Und es fällt wieder auf, dass dies nicht Telepolis in seinem Namen macht, sondern dies von Heise Medien auch gewollt wird, womit explizit die redaktionelle Unabhängigkeit von Telepolis auch besiegelt wird.

„Der folgende Beitrag ist mehrere Jahre alt und entspricht daher möglicherweise in Form und Inhalt nicht mehr den aktuellen journalistischen Grundsätzen der Heise Medien und der Telepolis-Redaktion. Ausführliche Informationen zu unserer Arbeit und unseren Grundsätzen finden Sie in unserem Leitbild.“

 

Alles nur technisch begründet …

Ich hatte den Online-Chefredakteur von Heise Medien deswegen angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten, aber dort scheint man lieber nur Anpassung an eine vermeintlich journalistische Korrektheit zu verordnen, die dann auch politisch ist, und ansonsten wenig transparent zu schweigen. Harald Neuber schrieb die zitierbare Mitteilung: „Ein Disclaimer bei alten Inhalten hat rein technische Gründe und wird von vielen Medien verwendet. Im speziellen Fall von Telepolis wurden in den letzten drei Jahren professionelle Standards etabliert, etwa das Korrektorat von Texten und eine konsequente Trennung journalistischer Genres, denen ältere Beiträge nicht genügen. Die radikalere Alternative wäre gewesen, alle alten Texte vom aktuellen Angebot abkoppeln und in ein Archiv zu überführen, dagegen haben wir uns bewusst entschieden. Eine nur kurze Zeit angezeigte missverständliche Formulierung des Disclaimers haben wir nach Hinweisen von Autoren korrigiert.“

Man hat ja nichts gesagt, möglicherweise gibt es ein Problem mit den „journalistischen Grundsätzen“. Welche, teilt man den Leser natürlich nicht mit. Und ob der Artikel, den der Leser vor sich hat, gegen diese verstößt, auch nicht. Könnte schon sein, man will nur sicher gehen, in diesem Fall nichts damit zu tun zu haben. Komisch ist, dass es bei diesem Ansatz des betreuten Lesens als „Transparenz“ gilt, anstößige Artikel nicht zu löschen, aber eben auch nicht transparent zu machen, welche Artikel oder Autoren zu misstrauen ist.

Obgleich ausdrücklich auch eine Distanzierung und damit auch eine Diskreditierung von Inhalten – und davon deren Autoren – im Disclaimer enthalten ist, will man sich mit „technischen Gründen“ herausreden. Dass ein solcher Disclaimer von vielen Medien verwendet wird, ist mir nicht bekannt, es gibt mitunter Hinweise, dass ein Artikel bereits so und so alt ist, aber keine pauschale inhaltliche Distanzierung.

Genannt wird ein neu eingeführtes „Korrektorat“, wobei vermutlich neuere KI-Programme gemeint sind, und die „Trennung journalistischer Genres“, womit wohl vor allem die zwischen Meinung/Kommentar und Artikeln/Fakten gemeint sein dürfte. Das wird zwar gerne von Journalistenschulen gelehrt und von Programmen wie Newsguard verordnet, ist aber strenggenommen vor allem bei Artikeln über Politik und Gesellschaft kaum möglich. Natürlich gibt es Meinungsbeiträge, die man solche auszeichnen sollte, aber so zu tun, als würden in Medienbeiträgen Fakten objektiv in all ihren Facetten dargestellt, ist Unsinn, den man oft nur durch eine scheinneutrale Sprache zu kaschieren sucht.

Selbstverständlich sollten Artikel Sachverhalte möglichst wahrheitsgetreu darstellen und Aussagen belegen, weswegen wir vor 2021 eingeführt hatten, möglichst alle Verweise zu verlinken, damit der Leser selbst nachprüfen kann, ob er Inhalte vertrauenswürdig finden kann. Das ist nicht betreutes Lesen, sondern der Versuch, mündigen Lesern, die sich ihres eigenen Verstandes bedienen können, Informationen eines Autors zu vermitteln, der weiß, dass er sich seiner Subjektivität nicht entledigen und schon allein dadurch, nicht alles Mögliche in einen Beitrag hineinpacken zu können, nicht Objektivität suggerieren kann. Aber, wie anfangs gesagt, der mündige, auch skeptische Bürger scheint heute kein Leitbild mehr zu sein. Man muss ihn offenbar schützen und in die Hand nehmen, ihm sagen, was wahr und was falsch, was vertrauenswürdig und was verdächtig ist. Das dokumentiert der Heise/Telepolis-Disclaimer auf seine Weise.

Weil ich auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Normierung von Texten hingewiesen habe. In meinem neuen Buch „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ habe ich dazu einige Gedanken ausgeführt.

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164 Kommentare

  1. Oh Mann. Das ist der erste Schritt in Richtung MiniWahr. Die Vergangenheit wird passend gemacht.

    Auch wirkt das als ob Neuber (oder wer dafür verantwortlich ist) Angst vor der Vergangenheit von Telepolis hat. Da kamen ja durchaus saftige Artikel über Mollath, NSU, die hessischen Steuerbeamten, alles um die Ränke einen neuen Krieg anzufachen. Sei es Gleiwitz, Brutkästen oder Flugzeuge in Häuser fliegen. JFK Mord war auch gerne Thema. Corinnamaßnahmen…(habe bestimmt einiges vergessen) Alles Themen, die „man“ lieber unter den Teppich kehrt.

    Seit der neuen Chefredaktion hat sich Telepolis um einiges abgeflacht und rundgeschliffen. Das Forum wird auch fleißig zensiert. Da passt das schon ins Bild, die Vergangenheit zu bereinigen. Es könnte unangenehm werden für Telepolis in diesen Zeiten und manbpasst sich an mit dem Rückgrat eines Aales.

    1. post scriptum: Auf etwas intellektuell höherer Stufe als der alltägliche politische Kram sind die ganz alten Artikel mit zB Lem. Die sind immer noch lesens- und nachdenkenswert. Schade daß es solche Artikel schon sehr lange nicht mehr bei Telepolis gibt. 🙁

      1. Ich habe es mir angewöhnt, gute Artikel mit Calibre zu archivieren. So sind sie schnell auffindbar und vor Veränderungen bzw. Löschung geschützt.

    2. Ich habe es gerade unten geschrieben, die Zensur in tp Forum began bereits Monate vor dem Ausscheiden von Herrn Rötzer. Und es war ja nicht nur Zensur. Ein handvoll Accounts – die zufälligerweise auch immer die gegängigen politischen Narrative bedienten und durch eine extreme hohe Frequenz von Beiträgen auffiel, konnte mit (vermutlich sogar rechtlich relevanten) Beleidungen umsichwerfen und provozieren, ob dass irgendein Moderator eingriff, wärend User die kritische Ansichten vertraten regelmäßig wegen Lapalien gesprerrt wurden.
      Das ganze also an der Person des neuen Chefredakteurs festzumachen greift daher mMn viel zu kurz.

      1. Das kann ich auch bestätigen. Von den 5 Artikeln von Richter und Harbach zum Wert 2019 und 2021 ist einer mit dem Bonbonpapier beklebt. Aber ein 6., als logischer Abschluss eingereicht, wurde vom damaligen Chef nach vorheriger Veröffentlichungszusage über Nacht zurück gewiesen, mit offensichtlich fadenscheiniger Begründung.
        Er hatte wohl damals ebenfalls Druck, läutete aber so, vielleicht nicht freiwillig, den Cancel-Prozess ein. Geschäft (Verlagsinteresse) geht klar vor Moral, typisch für den Kapitalismus.

      2. Oh ja. Das ging schon früher in allen Heiseforen los.

        Das Scheint eben jetzt auch auf Artikel überzugreifen. Angesichts der geplanten Gesetzgebung zur Zensur von Falschinformationen etc. vielleicht auch einfach Amgst bei heise. Ist auch fraglich wieviel det Chefredakteur da gegen den Verlag ausrichten kann. Frage ich mich womit man heise bei den Klöten gepackt hat. Bis vor ein paar Jahren waren die heise Foren ja einige der freiesten Verlagsforen. Dann nahm die Zeslnsur und das trollen von Agent Provocateurs und vermutlich bezahlten Propagandisten sehr stark zu.

      3. Muss ich so auch bestätigen. Ekelerregende NATO-Trolle, die schon vor der Intervention mit „über 1000 Beiträgen“ vermerkt waren, hetzten und pöbelten nach Lust und Laune, ohne dass je eine Redaktion eingriff. Persönliche Beleidigungen gingen zu Hunderten glatt durch. Eine Stilanalyse ließ vermuten, dass hinter diesen ca. 10 Accounts vermutlich zwei Kerle standen/stehen.
        Kritische Beiträge dagegen wurden sehr schnell wegzensiert, sachliche(!) Kritik an diesen Trollen führte zur Account-Löschung. Was für erbärmliche servile Kreaturen haben da die Kontrolle von TP an sich gerissen!

        1. Krass, soll heißen Leitmedien-ähnlich, wurde es während Corona im Lauf von 2020. Ich selbst habe mich impfen lassen, so bald es möglich war, legte mir aber schnell einen Zusatzaccount zu, um den guten Alten vor der Zensur-Randale zu schützen.

          Dann im Verlauf von 2022 musste man schon wöchentlich neue Accounts anmelden, wenn man die Lücken in der Nato-Erzählversion der Nato-Osterweiterung auffüllte.

          Inzwischen ist das Referenzwerk dazu von Jacques Baud „Putin – Herr des Geschehens?“ erschienen. Große Passagen daraus wurden von Zeitgeschehen.ch veröffentlicht
          https://www.infosperber.ch/politik/welt/ein-genauer-blick-auf-die-annexion-des-donbas/

          Als die eigene Telepolis-Domain kam, begleitet von einem Text von Herrn Heise, stach mir ein Satz ins Auge, der sinngemäß „weiterhin Meinungsbreite“ zusicherte.

          War das um den 1. Jan. 2021 herum?

          Beim Heise-News-Forum erlahmte mein Interesse, als immer mehr Artikel von Redakteuren erschienen, die Snowden und Assange offensichtlich vergessen hatten und Meldungen über bspw. chinesische und russische Hacker 1zu1 von den internationalen Großagenturen übernahmen und ansonsten über 3D-TVs neue iPhones berichteten.

        2. Das kann ich auch nur bestätigen, weil ich selbst davon betroffen war. Auch ich habe mich, naiv wie ich war, im Feedbackforum über diese auffälligen Accounts beschwert und wurde dafür binnen Stunden unter einem Vorwand dauerhaft gesperrt.
          Was mir auffiel, war dass diese Trolle neben ihren bekannten Hauptaccounts auch mehrere Accounts mit getürktem Anmeldedatum im Bereich 2000-2010, aber völlig ohne ältere Beiträge, bewirtschafteten. Die kann ihnen eigentlich nur Jemand (oder sie sich selbst) mit Adminrechten erstellt haben. 20 Jahre im Voraus legt doch kein Propaganda Troll Schubladenaccounts an.

  2. So wie die Besatzungen der Enterprise oder Voyager lange Zeit unbehelligt durch den Borg-Kubus laufen können, dürfen auch wir uns noch scheinbar unbehelligt im Netz bewegen. Aber es ist immer deutlicher zu hören:
    „Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos. Deaktivieren Sie die Schilde. Sie werden assimiliert werden.“

    1. Die Borg wurden aber besiegt! Leider sind die wirklich klugen Frauen aber nur
      Sience Fiction. Wir müssen uns mit Bärbock, Lang, Roth oder Swenja Schulze
      zufrieden geben. Bei Flack-Zimmerkram bin ich noch nicht sicher, welches der
      72 Geschlechter hier zum Einsatz gekommen ist.

        1. Die Haupthandlung von „Idiocracy“ spielt im Jahr 2505, also 500 Jahre in der damailgen Zukunft, aber ich gebe Dir Recht; im Moment beobachten wir die Entwicklung des Films im Zeitraffer. Ich fürchte, schon im Jahr 2105 werden wir den Zustand der totalen Verblödung der Gesellschaft erreicht haben, sofern sich die Menschheit bis dahin nicht selbst wegdarwinisiert hat.

  3. Schade, dass der Autor nicht mal näher auf die Umstände zu seinem Ausstieg bei tp eingeht.
    Das es damals wohl nicht darum ging in den Altersruhestand einzutreten, zeigt ja seine weitere Aktivität beim Overtonmagazin.
    Was der Autor leider aucn nicht erwähnt (@Florina Rötzer: Haben Sie dies damals überhaupt mitbekommen?) waren die bereits etliche Monate vor seinem Ausscheiden startende Zensur im Forum von tp, welche im weiteren Verlauf zu einem regelrechten Kampf gegen viele langjährige kritische Forenkommentatoren ausartete.
    Tp war ist seiner alten Forum nicht nur nahezu einzigartig in seinem journalistischen Angebot – insbsondere in Kombination mit seiner Reichweite – sondern gerade auch das verhältnismäßig freie Forum mti vielen aktiven Usern brachte eine unschätzbaren Mehrwert.
    Tp war nicht nur durch seine Artikel ein Verbreiter von abweichenende Informationen, sondern durch das Forum auch ein Multiplikator und Inkubator für „Gedankenanomalien“.
    Und genau dies machte tp vermutlich so gefährlich für die Hüter der Meinungen und Ansichten.
    Die Fokusierung des Autors auf den neuen Chefredakteur von tp und als Erklärungsmuster einer schlichten Anbierung an den Zeitgeist greift mMn viel zur kurz.
    Es wurde ja bereits vor einiger Zeit berichtet, dass sowohl Rötzer als auch tp auf einer Watchliste der Gesinnungshüter standen, so dass in der Causa tp vermutlich viel eher eine gezielt Aktion zur Informationsnormierung zu sehen ist.
    Ob der Verlag schlicht ein Angebot bekam, dass er nicht ablehnen konnte?
    Man darf die Entwicklung bei tp auch nicht isoliert betrachten, denn ähnliches passierte und passierte immer heftiger mit allen anderen Alternativmedien und inzwischen auch Einzelpersonen die Gedankenverbrechen vorschubleisten.

    1. „(@Florina Rötzer:“

      Bitte nicht! 😉

      „Haben Sie dies damals überhaupt mitbekommen?)“

      Das würde mich auch interessieren! Ich habe einst überlegt, ihn direkt zu kontaktieren, um sicher zu gehen, dass er weiß, was die Moderation so treibt, habe dann aber lieber die Löschung meines Accounts beantragt.

      1. Zumindest sein Nachfolger Neuber hat schon ein paar Mal überrascht im Forum reagiert, was die Moderation so treibt. Und wurde auch schon selbst zensiert. Keine Ahnung ob das alles echt oder gespielt war.

        Richtig albern wird es, wenn Beiträgeim Forum wegzensiert werden, abee Aetikel auf tp genau den gleichen Inhalt haben und veröfdentlicht werden. Klar die Redaktion und die Moderarion sind unterschiedliche Leute, aber selbstwiedersprechend ist das schon.

        1. Ich kann dazu nur spekulieren, vermute aber dass die Moderation bei Heise selbst angesiedelt bzw. von dort beauftragt ist, während TP als eigenständige (externe?) Redaktion wenig Einfluss darauf hat.
          Es zeigt: Zwischen den beiden Gruppen, TP Autoren und Moderation, besteht ein ideologischer Graben. Gemessen an ihrem Vorgehen gegen bestimmte Meinungen in den Kommentaren, würden einige Moderatoren sicher auch gerne ganze Artikel von TP sperren, wenn sie denn könnten. Wenn dieser Graben jetzt zugunsten des Mainstreamings niveliert wird, ist das keine gute Entwicklung. Mainstream bekomme ich bereits überall.

    2. Kann ich voll und ganz bestätigen. Aufgrund willkürlicher, in Wahrheit offensichtlich politischer Sperrungen einiger meiner Kommentare, legte ich bei TP eine längere Pause ein. Meine Kommentartätigkeit nahm ich wieder auf, als es wieder möglich wurde, die regierungsamtliche Linie im Verhältnis zu Russland zu kritisieren. Inzwischen lässt man meine Kommentare zum grössten Teil passieren. Kürzlich wurde allerdings einer nach fast einem Monat gesperrt, was angesichts der Tatsache, dass ihn dann kaum noch jemand zu Gesicht kriegt, lächerlich wirkt.

      Ein generelles Problem besteht darin, dass bei Kommentarmoderationen sich offenbar Leute sammeln, die mit einem ausgeprägten Oberlehrerbewusstsein ausgestattet sind und dazu neigen, das Kommentariat für der Erziehung bedürftige Kinder zu halten, die man gelegentlich mit kurzzeitigem TV – nein, hier also Kommentarrechtsentzug sanktioniert.

      Man kann das auch, wie Rötzer es tut, betreutes Denken nennen. Jedenfalls ist es Ausdruck einer fundamentalen Unsicherheit der Mainstreamer, die sie auch da eingreifen lässt, wo fürs System keinerlei Gefahr auszumachen ist. Meine, ebenso wie andere, sich an die formalen Regeln haltenden Kommentare bei Overton oder auch TP sind nicht geeignet, Systemmächte ins Trudeln zu bringen. Dazu ist ihre Reichweite viel zu beschränkt und die Flut des laufend Geäusserten viel zu reissend.

      1. „dass bei Kommentarmoderationen sich offenbar Leute sammeln, die mit einem ausgeprägten Oberlehrerbewusstsein ausgestattet sind und dazu neigen, das Kommentariat für der Erziehung bedürftige Kinder zu halten“

        Dazu (nochmal) zwei Gedanken:

        1. Die Kommentare der Zeit und des Tagesspiegels werden (wurden?) so viel ich weiß aus Gründen der „Wirtschaftlichkeit“ an gleicher Stelle „betreut“. Kann es sein, dass das bei TP ebenfalls extern lief oder läuft?

        2. Wo auch immer die TP-Foren-Oberaufsicht sitzen mag: Kann es sein, dass dort Leute tätig sind, die politisch rechts der Blattlinie beheimatet sind? TP-Autoren dürfen zum Beispiel die Nachdenkseiten verlinken, Kommentatoren hingegen gehen dabei ein Risiko ein!

        1. Steht doch unten drunter im tp Forum:

          »Content Management by InterRed«
          »Hosted by Plus.line«

          Kann man ankliclen. Das führt zu Dienstleisterfirmenwebseiten. Bis ich das bemerkte, daß da links hinter dem Text stecken, dachte ich das wäre nur eine lizenzierte CMS.

    3. Entweder Florina Rötzer wurde von den Heise-Bossen raus gedrängt oder er wollte wirklich etwas kürzer treten aber konnte es dann einfach doch nicht lassen! Seien wir froh und dankbar und wünschen ihm viel Energie, Fröhlichkeit und Gesundheit!

    4. Man kann das schon sehr schön an Neuber festmachen, ein Pseudo-Linker, aus der jungen Wrlt mit viel autoritãrem Stalinismus im Gepäck. Seit der da agieren darf, ist Telepolis schlicht unerträglich geworden. Der Disclaimer zeigt den ganzen Abgrund auf.
      Nicht die freie Rede bestimmt, sondern das betreute Drnken des Ministeriums für Wahrheit. Telepolis ist längst ein Zombie. Der Totenschein kommt dann noch. Neuber ind seine Truppe schaffen wenigstens das

  4. Vor ein paar Tagen musste ich feststellen, dass bei Telepolis inzwischen ein Herr Lövenich schreiben darf, der sich auch in vorderster Linie beim extremistischen „Netzwerk Rauchen“ engagiert. Kleine Kostprobe:

    https://ibb.co/XFRYGCB

    (Ist hoffentlich gut lesbar?)

    Glückwunsch an TP zu diesem neuen Qualitäts-Autor!

  5. Es gab in der BRD nie einen freien Informationsfluß. Die Grenzen desselben waren nur geschickter getarnt. Da der Antikommunismus in der DNA der BRD steckt, ist das auch nicht aufgefallen. Aber jetzt richtet sich die Repression auch gegen liberale bürgerliche Meinungen und wird erst jetzt wahrgenommen.

  6. Vor ca. zehn Jahren gehörte Telepolis zu meiner täglichen Presseschau. Die Artikel,die für mich interessant waren,habe ich gerne gelesen.Auch den einen oder anderen Forenbeitrag.Dann kam die starke Zensur des Forums.Die Artikel wurden immer flacher…Irgendwann reduzierte sich mein Besuch auf wenige Male im Quartal…und inzwischen wüsste ich nicht,was ich dort noch soll….Schade um eine einmalige Plattform für Information und Meinungsaustausch jenseits des Mainstream…
    Der Heise-Verlag hat nicht das Kapital um gegen den Druck der großen Medienkonzerne und der
    Politik anzustinken.Daher verzichte ich auf eine Verurteilung: „itˋ s the economie, stupid !“

    1. „und inzwischen wüsste ich nicht,was ich dort noch soll…“

      Es erscheinen dort immer noch interessante Artikel! Meine Sympathie hat TP allerdings inzwischen verloren. Schon wegen des Zensurstadls im Kommentarbereich.

      „zu meiner täglichen Presseschau“

      Auf meiner Trennungs-Liste stehen das ehemalige Nachrichtenmagazin, die süddeutsche Gazette, die taz und die Zeit. Wir haben uns nach über 25 Jahren leider nichts mehr zu sagen!

    2. Ich habe Telepolis aufgegeben, als ich mich zum Anmelden sämtlichen
      amerikanischen Organisationen ausliefern sollte. Man sollte nicht den Cockies
      zustimmen, sondern Zombies.

      1. Lesen kann man dort auch unangemeldet! Wer den Zensurstadl im Forumbereich erträgt, muss entweder masochistisch veranlagt sein oder verfügt über keinerlei Selbstachtung.

    3. Geht mir ähnlich. Telepolis war mal sowas wie eine feste tägliche Anlaufstelle für mich, ich war immer gespannt darauf, was ich dort Neues finden werde. Ich will nicht sagen, dass man dort mittlerweile nichts Interessantes mehr findet, aber… das Forum, was für mich oft das Highlight zu vielen Artikeln war, ist unter Corona oder -anders gelesen- der neuen Chefredaktion gestorben.

      Vor 2020 wurde mir dort nie ein Kommentar weggelöscht, wobei ich auch nicht wüsste weshalb, denn in der Regel pöbel ich nicht rum. Ab 2020 mit Corona war das Löschen meiner Kommentare aber dann fast schon eine Selbstverständlichkeit und schlussendlich habe ich dann selbst meinen Account gelöscht und nebenbei auch mein Heise Abo gekündigt. Wer meine Meinung nicht ertragen kann, der braucht auch mein Geld nicht… immerhin muss ich unter keinen Disclaimern leiden, denn wenn man gelöscht wird, dann erübrigt sich das ja.

      Schade drum, aber wo etwas endet, da entsteht auch oft etwas Neues wie man hier wunderbar beim Overton Magazin sehen kann.

      1. Übereinstimmung – vor allem was das Forum betrifft.
        Mitglied bei TP seit 2003.
        Vor 2000 kein einziger Forumsbeitrag gelöscht – nach 2000 praktisch jeder.
        Das (einst so berühmte) Forum ist praktisch tot.
        Unter Rötzer war nicht auch nicht alles Gold –
        aber Neuber und Wangerin sind echte Sargnägel.
        Man findet auch heute ab und zu eine Perle bei den Artikeln,
        aber dazu muss man erst durch genausoviel Müll waten, wie im Mainstream.

  7. Diesen Hinweis auf ein von Telepolis neuerdings nach außen vermitteltes Leitbild in allen älteren Artikeln zu verknüpfen hielt ich, als ich letztens über diesen disclaimer stolperte, spontan für eine technisch gute Idee und virtuoses change management.

    1. Moin knarr, würdest du das bitte näher erklären, was „spontan für eine technisch gute Idee und virtuoses change Management “ darunter zu verstehen ist?
      Ist deine Meinung abweichend vom Herrn Rötzer Artikel?
      Vielen Dank im Voraus für eine Antwort .

      1. Moin PRO1, auch nach einer darüber geschlafenen Nacht handelt es sich bei mir um Unverständnis ob dieser Kritik, womit meine Meinung über besagten disclaimer gründlich abweicht von Herrn Rötzers vermittelter Meinung über einen vermeintlichen „Journalismus für das betreute Lesen“.

  8. Rechts ist Links; oben ist unten und umgekehrt.

    Diskussion ist böse und Fairness ist ungerecht.

    Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke

    Freiheit ist die Freiheit der Regierung recht zu geben, dass zwei plus zwei fünf ergibt. Wenn das gilt, wendet sich alles zum Guten.

    1984 ist jetzt……….

    1. neulich auf einer Postkarte:
      >>>’Ich will mein 1984 zurück'<<<

      Damals: …erste Liebe, Rucksackreisen quer durch Europe, Hesse lesen,
      die Oma lebte noch,
      genug Geld vorhanden,
      man konnte träumen, wie alles werden würde…

  9. Ich habe früher häufig in Telepolis reingeschaut. Seit einiger Zeit tue ich das immer weniger. Aktuell findet sich dort z.B. ein Beitrag über den rechtsradikalen russischen Rassisten Nawalny, der in gleicher Form auch in den NATO-affinsten Leitmedien erscheinen könnte.

  10. Das kann ich auch bestätigen. Von den 5 Artikeln von Richter und Harbach zum Wert 2019 und 2021 ist einer mit dem Bonbonpapier beklebt. Aber ein 6., als logischer Abschluss eingereicht, wurde vom damaligen Chef nach vorheriger Veröffentlichungszusage über Nacht zurück gewiesen, mit offensichtlich fadenscheiniger Begründung.
    Er hatte wohl damals ebenfalls Druck, läutete aber so, vielleicht nicht freiwillig, den Cancel-Prozess ein. Geschäft (Verlagsinteresse) geht klar vor Moral, typisch für den Kapitalismus.

    1. Hallo Oberst Meyer, ich schreibe Sie aus einem anderen Grund an. Sie hatten vor einiger Zeit in einem Kommentar darauf hingeweisen dass Sie Infos haben dass seit ca. 1980 die DDR-Führung wußte dass es in Richtung AUS geht und sie überlegten wie sie heil in den Ruhestand kommen.Jedenfalls habe ich Sie so verstanden. Da mich diese Zeitgeschichte sehr interessiert möchte ich mehr darüber wissen. Es gibt ja inzwischen dazu einige Hinweise in Büchern dass die „Wende“ im Ostblock 1989 nicht vom Himmel gefallen ist, aber ohne konkrete Quellen, aber vielen Indizien. Würden Sie dazu mit mir in Kontakt treten können (ich habe auch eine DDR-Biografie) ?
      Gruß Kowolski (TP-Forum).

      1. Kein Problem, meine Adresse:
        oberstmeyer@googlemail.com
        Aber, um es vorweg zu sagen, ich verfüge nicht über Dokumente und forsche auch nicht in dieser Hinsicht. Was ich andeutete beruht auf vertraulichen Aussagen von Beteiligten und Erleben während der MfS -Auflösung.

  11. Man schafft sich selbst ab. Ich war jahrelang Forist bei Telepolis, habe fast immer Bewertungen im grünen Bereich und auch Zuspruch bekommen. Eines Tages ganz am Anfang von 2023 wurde mein Account ohne Vorwarnung plötzlich gekündigt. Ich hatte mir erlaubt, Herrn Melnyk als Faschisten zu bezeichnen und das mit seiner offenen Unterstützung des Nationalhelden Bandera und seiner herablassenden Art gegenüber Andersdenkenden begründet sowie auch Herrn Selensky mit einbezogen, der öffentlich Verständnis für den Banderakult zeigte. Die Art und Weise der Kündigung ohne Vorwarnung und ohne jemals eine Verwarnung erhalten zu haben zeigte mir, daß es keinen Sinn mehr macht, sich dort neu zu bemühen. Als Hurrah-Medium war Telepoliis für mich ab da uninteressant geworden.

    1. „Die Art und Weise der Kündigung ohne Vorwarnung und ohne jemals eine Verwarnung erhalten zu haben“

      Letztere sieht (bzw. sah?) übrigens so aus:

      „Anstößige Äußerungen“

      „Hallo,

      Ihr Beitrag wurde gesperrt, weil er Äußerungen enthält, die gegen folgenden Passus unserer Nutzungsbedingungen verstoßen:

      „2. Unterlassen Sie diskriminierende, rassistische oder menschenfeindliche Äußerungen. Verwenden Sie keine vulgäre oder obszöne Sprache. “
      (http://www.heise.de/userdb/register?dirid=1&skin=default&rm=show_terms)

      Bitte beachten Sie künftig unsere Nutzungsbedingungen. Andernfalls
      wären wir zu unserem Bedauern gezwungen, Ihren Account zu schließen.

      Mit freundlichen Grüßen
      heise online
      Foren-Administration“

      Es handelte sich 2019 übrigens um einen gut gemeinten Ratschlag an alle Rechtsextremen. Fand ich irgendwie schade, wie TP sich in diesem Fall positioniert hat! (Daher gilt: Von mir keinen Cent mehr!)

      1. Es sind ganze Scharen von Foristen so rausgeflogen, übrig blieben die Jasager des politischen Regierungskurses.
        Das ist am auffälligen Wechsel der Autoren auszumachen.
        Neuber hat ja mal eine Rechtfertigung zum neuen Kurs abgelassen, der Erfolg (mehr Leser) bestätige seine Linie.
        Deutschland – ein Land der Krieger/Kriecher und Anschwärzer. Hat schon Heine not amused.

  12. „Telepolis oder der Journalismus für das betreute Lesen“

    Obwohl den gesamten Beitrag gelesen, ist der Titel doch der beste Einstieg und Aufhänger.
    TP nie frequentiert und auch bei OT erst später – und eher versehentlich – eingestiegen*, erlaube ich mir, einig mit anderen, folgende Feststellung:

    Persönlich (selbst rückwirkend) in einer Form betroffen zu sein, animiert natürlich zu einer Reaktion wie diesem Artikel. Allerdings besteht die Gefahr der Wiederholung bei OT nicht, da die (meisten) Beiträge schön rund, thematisch überschaubar und stromlinienförmig sind. Zumal sich diese offenbar nur den tatsächlich „wichtigen“ Umständen der uns „umzingelnden Realität“ widmen und nicht profanen, die das Jetzt, die Zukunft und die Meisten, also das Leben betreffen werden.

    Schön, wenn es noch Alternativen gibt, die ein freundliches Refugium für z.B. technisch BellumAffine, BioKonsumenten und -verkäufer, Kiffer, WolfsHasser+ sind. Da muss der Leser nicht einmal betreut werden, sondern wird direkt und vorsorglich vor geistiger Überlastung und „Überinformation“ geschützt!

    P.S.
    Vor einigen Tagen (leider mal wieder) kurz bei OT vorbei geschaut, fiel mir spontan ein neuer Name ein: ModLip = Moderne Lippe ergo: wenig sagen; dafür das, was konform ist. Also geben wir der Wahrheit Raum: selbst eine äußere Zensur wird hier nicht notwendig sein oder erfolgen.

    P.P.S.
    Neben anderen mein Overton’scher Werdegang, beginnend bei Aufgeschlossenheit:
    😶 🤔🙁☹️😯🧐🥱😴👋

    * direkt und ungeschminkt mit BioLobbyLandwirt Willi😬

  13. Eine leider noch zu wenig bekannte Alternative zu Telepolis ist übrigens free21.org !
    (Obwohl ich mich sehr freue, dort zur Zeit sogar komplette Ausgaben kostenlos herunterladen zu können, wünsche ich den Betreibern, bald gutes Geld mit ihrer Arbeit zu verdienen!)

  14. Über die Ausrichtung von TP kann da nicht viel sagen, ich habe Telepolis nicht „gebucht“, Falls aber eine Kachel mit einem Bericht von Telepolis auftaucht, lese ich diesen immer gerne. Ich bin der Überzeugung, dass nur durch das „Rundschleifen“ die Berichte ab und zu in diesen Nachrichtenportalen zu lesen sind.
    Aus jeden Fall sind die von mit bisher Konsumierten Artikel von TP immer noch eine „Wohltat“ gegen den anderen Mist der von den MSM verzapft wird.
    Es ist eben immer eine Gradwanderung: Schreibe ich die Wahrheit progressiv, habe ich den überwiegenden Teil der „Herrschenden“ aggressiv gegen mich. Schreibe ich „Rundgeschliffen“ dringe ich wenigstens ein Stück weit in die Gesellschaft ein. Das heißt klaro nicht, dass ich das Modell „Wendehals“ würdige. 🙂

    1. „Falls aber eine Kachel mit einem Bericht von Telepolis auftaucht,“

      Wer bestückt denn die Kacheln? (Ich verwende immer noch einen PC mit Firefox und entscheide selber)

  15. Hallo!
    eine Leserin von Telepolis von damals bis 2021 als es alles noch fast ohne Cookies gab. Ja! es gab interessante Artikel, die Spaß machten und informativ waren. Heute gibt es nur Einheitsbrei, Ergo nicht lesenswert. Das Forum war auch mal interessant, inzwischen gibt nur noch Heulbojen die jeden niederschreiben der nicht deren vorformulierte Meinung ist bzw. ähnliches Gedankengut hat. Das zu meist von gleichgeschalteten Medien stammt. Persönlich hatte ich auch einmal ein Abo der C’T, aber das war mal. Heute lese ich Telepolis nur noch sporadisch und anonym, weil alles persönliche über US-Seiten ausgeleitet wird. Mein Fazit, es gibt auch interessante Meinungen und Artikel auch anderswo.

    1. Dem kann ich so nicht zustimmen. Eher scheint mir eine Lesebehinderung der Grund für eine derartig pauschale Beurteilung zu sein. Damit bestreite ich nicht, dass es bei TP mit dem Personalwechsel auch eine deutliche Neuausrichtung gab.

  16. Ein solcher Disclaimer ist wie ein „made in germany“ zu sehen.
    Eigentlich der Versuch, auf eine angeblich schlechte Qualität von Waren hinzuweisen, mutierte dieses Unterfangen in ihr Gegenteil: die Lobpreisung dieser Waren wegen ihrer Qualität.

    Wer mal was von der Diskursethik von Habermas was mitbekommen hat, schert sich einen feuchten Kehrricht um das, was jetzt wohl auf Telepolis geschieht.
    Es gibt doch Overton und damit eine Alternative. Dabei dürfte jeder „hingerötzerte“ Artikel strukturell um Längen besser sein als ein „vollgeneuberter“ auf Telepolis trotz zertifizierter Qualitätsstandards.
    Und dann gibt es auch noch substack etc.
    Da sieht es für die Qualitätsmedien ziemlich rar aus. Vergleichbar mit einem billigen Pornoschinken auf Rammler-Niveau, die Kloschüssel mit „Schonkost“-Versorgung.
    Das große Geschäft macht man damit nicht. Wen schert das aber, wenn es dennoch zum Leben reicht?

  17. Herzlichen Dank Herr Rötzer für ihren Karakter!
    Ich persönlich sehe mich bestätigt, warum ich hier lese und kommentiere. Natürlich sind meine Kommentare vielleicht daneben oder falsch, aber ich darf diese hier kundtun und habe bis heute keine Zensur erlitten.
    Auch dafür möchte ich mich bei diesem Magazin und ihren Machern bedanken.
    Bitte bleibt gesund und im demokratischen Sinne, weiterhin guten Erfolg.
    MfG PRO1

    1. Guter Punkt: Vielen Dank für diese Plattform! Sie ist eine der ganze wenigen, wo ich mich noch aktiv beteilige bzw. beteiligen kann, denn oftmals hat man mich einfach gelöscht.

  18. Nachdem Lapuente kürzlich „rechtsoffen“ für einen Abwehr- und Kampfbegriff der herrschenden Parteien und v.a. der Regierung zum Zwecke der Unterdrückung oder mindestens Diskriminierung missliebiger Ansichten charakterisiert und dabei im Vorbeigehen den politischen Zuordnungsbegriff „rechts“ (und damit indirekt auch „links“) umstandslos entsorgt hat, will Rötzer bei seiner Kritik an Telepolis‘ Abgrenzungspolitik gegenüber den TP-Artikeln aus den Zeiten von Rötzers Chefredaktion bei Telepolis, also gegenüber inzwischen missliebigen Ansichten die Zuordnungsbegriffe „rechts“ und „links“ auch nicht mehr benutzen. Stattdessen hält Rötzer der neuberschen Abrenzungspolitik Begriffe wie „mündiger Bürger“, „herrschaftsfreier Diskurs“, „das produktive Leben der Agora“ als „Urgrund der Demokratie“ und abschließend noch einmal „der mündige, auch skeptische Bürger“ (s. dazu die Ausführungen gegen Ende meines Beitrages) entgegen.

    Die richtige Kritik an der Verengung des Diskursraumes durch Telepolis wirkt mit solchen Worthülsen nur auf den ersten Blick inhaltsleer, bei näherer zweiter Betrachtung wird klar, was damit inhaltlich transportiert wird, nämlich die Öffnung des Diskursraumes nach rechts, wobei rechts eben nicht mehr als rechts bezeichnet werden darf – nebenbei, auch eine Verengung des Diskursraumes.

    Insofern unterscheidet sich das aktuelle Overton gar nicht so stark vom aktuellen Telepolis. Beide weisen eine rechte Mehrheit der Forumsdiskutanten auf. Beide veröffentlichen keine dezidiert linken, also die bürgerliche Demokratie und den Kapitalismus oder kurz den demokratischen Kapitalismus ablehnenden Artikel. Telepolis hat einen der wenigen an Marx orientierten Autoren, nämlich Konicz, hinausgeworfen (war das sogar noch zu Rötzers Zeiten?), im Overton-Magazin gibt es sie bis jetzt gar nicht.

    Will man aber Telepolis und Overton (die Nachdenkseiten noch mehr) nicht als verwirrtes Geschwurbel in Krisenzeiten oder gleich als rechtes oder rechtsoffenes Geraune abstempeln, weil sie das nachweislich nicht nur verkörpern, wird es unmöglich, das in einem Forumsbeitrag nachzuweisen, weil es eher Aufgabe einer Doktorarbeit wäre, denn die Argumentationsweise, die Rötzer in diesem Artikel exemplarisch vorführt, schwankt dermaßen zwischen begrifflicher Un- und Unterbestimmtheit, scharfsichtigen Zwischenphasen, gezielten Auslassungen, Unterstellungen, thematischer Sprunghaftigkeit, Personalisierungen, treffenden Einzelanalysen usw. usw., dass eine gewissenhafte Kritik im Rahmen eines Beitrages gar nicht möglich ist.

    Deshalb nur so viel:

    Ganz unten auf der Website erfährt man, dass De Lapuente für den Inhalt des Overton-Magazins und Rötzer für den Inhalt von Krass & Konkret verantwortlich sind. Außerdem gibt es unter „Wer wir sind“ einige Hinweise, die ich unter die Lupe nehme. Dort steht (vollständiges Zitat):
    „Das Overton Magazin versteht sich als Stimme gegen Debatteneinengung und Moralismus. Es hinterfragt die allgemeinen Narrative und ist dezidiert kein ideologisches Sprachrohr oder Verlautbarungsorgan, sondern fühlt sich der Aufklärung verpflichtet. Da auch hinter dem Overton Magazin Menschen stecken, wird es hier und da auch mal falsch liegen. Das ist aber auch in Ordnung, denn sich irren zu können, ist ein wesentlicher Bestandteil der Wahrheitsfindung.“

    – Die Gründe für die Unterscheidung zwischen Overton und Krass & Konkret sind unklar oder mir entgangen. Jedenfalls wird man von der Website von Krass & Konkret, wenn man irgendetwas anklickt, direkt auf das Overton-Magazin weitergeleitet.
    – Gegen Debatteneinengung? Klingt spontan gut, aber mit ein bisschen Überlegung klingt es gar nicht mehr so gut. Die Kritik der Debatteneinengung müsste nämlich inhaltlich genauer gefasst werden. Die schärfste systemische Einengung per Gesetz/Rechtslage gibt es bekanntermaßen gegen faschistische Beiträge. Da dies laut Lapuente und Rötzer aber eine unzulässige Einengung der Debatte ist, müsste Overton eigentlich z.B. Höcke zum Interview bitten oder Weidel Gastbeiträge schreiben lassen. Bereits an dieser Stelle rächt sich die Abschaffung der politischen Zuordnungsbegriffe „rechts“ und „links“.
    – Moralismus ist ein zu komplizierter Begriff für ein knappes Selbstbild. Moralismus von wem, für wen und gegen wen?
    – Allgemeine Narrative gibt es nicht. Herrschende oder vorherrschende gibt es. Sind die gemeint?
    – Sollen Narrative hinterfragt werden, müssen ihre politisch-ökonomischen oder gesellschaftlichen (hier im umfassenden Sinne gemeint) Entstehungsbedingungen aufgedeckt werden. Dies kann ich im Overton-Magazin wenn überhaupt nur vereinzelt erkennen, meist wird personalisiert gegen Narrative bestimmter Personen , Gruppierungen oder Parteien angeschrieben, nicht aber gegen den demokratischen Kapitalismus, seine ökonomischen Zwangsmechanismen u.Ä. Aktuell wird v.a. das Narrativ der Ampelregierung, sie sei an der Spitze der Demonstrationen gegen rechts, auf dreifache Weise angegriffen. Die als Rechte angegriffenen seien mehrheitlich gar nicht rechts, sondern nur zurecht unzufrieden mit der Ampel (zumal „rechts“ ohnehin ein untauglicher Begriff sei), außerdem wolle die Regierung nur weitere Erfolge der AfD verhindern und fast alle Demonstranten seien so dumm, für eine Demokratie einzutreten, die ihnen eine solch untaugliche Regierung beschert habe, Letzteres manchmal in der Übersetzung, diese Regierung sei faschistisch. Auch diese Argumentation ist in wenigen Sätzen kaum zu entwirren. Nur so viel:
    Dass die Ampel-Regierung bereits rechts ist – klar, wird aber im Overton-Magazin nicht dezidiert nachgewiesen. Was an einer Verhinderung weiterer Erfolge der AfD negativ sein soll, bleibt unklar, oder ist Overton für eine AfD-Regierung? Im Forum gibt es prozentual schon eher mehr AfD-Befürworter als in Wahlumfragen. Die Demonstrationen gegen rechts pauschal als die einer verblödeten und längst von der Regierung gekaperten Masse oder gar ausschließlich von der Regierung gesteuerte Massenaufläufe zur Ablenkung von ihrer Politik darzustellen, ist einerseits zu undifferenziert und andererseits Folge des Verzichts auf die notwendigen politischen Zuordnungsbegriffe „rechts“ und links“.
    – Overton sei „kein ideologisches Sprachrohr oder Verlautbarungsorgan“, so der Anspruch. Das könnte Overton als Zielvorstellung aber nur erfüllen, wenn deren Macher die Richtung der Öffnung des Debattenraums bestimmen würden. Genau das aber leisten sie nicht und das hat Methode, denn das Mitschwimmen auf der Welle eines nicht mehr in rechts und/oder links einzuteilenden Diskurses lässt scheinbar (manchmal sogar anscheinend) kritisches Geraune über das Zeitgeschehen zu, bei dem sich viele wohlfühlen, weil sie glauben können, weder von der (!) Regierung noch von den (!) Medien vereinnahmt werden zu können (Pegida-Modus), weil ja genau diese als die entscheidenden Ideologieproduzenten gegeißelt werden. Was aber wird Regierung und Medien entgegengesetzt? Eine andere Moral gegen den Moralismus? Wenn ja, wie wird diese bestimmt? Oder soll es ohne Moral gehen? Wie hat man sich das vorzustellen? Oder soll nur der Debattenraum geöffnet werden? Dann müsste man allerdings auch linke Beiträge zulassen. Ach ja, „links“ gibt’s ja angeblich nicht mehr. Was soll also übrig bleiben? Was soll Maßstab sein? Gesunder Menschenverstand? Hilfe! Die nicht gendernde, ampelkritische Bevölkerung, aber nicht der Teil von dieser, der demonstriert? Wer soll das sein? AfD-Wähler? Insgesamt, wo ist der Maßstab von Overton?
    – Der Maßstab wird tatsächlich am Schluss des Selbstbildes noch genannt. Overton fühle sich „der Aufklärung“ verpflichtet. Ok, nehmen wir das ernst.
    „AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ (Kant)
    Overton fühlt sich demnach der bürgerlichen Aufklärung verpflichtet, die historisch gegen die Herrschaft und damit auch gegen die Bevormundung aller Untergebenen durch Adel und Klerus gerichtet war. Overton begreift demnach die von den Bürgerlichen längst übernommene Herrschaft als eine Art Feudalherrschaft (deshalb wird im rechts-links-befreiten Geraune auch gerne von Refeudalisierung gesprochen), gegen die Aufklärung nütze. Overton missachtet über 200 Jahre Entwicklung und v.a. die Ablösung des feudal-absolutistischen Systems durch das bürgerlich-kapitalistische System, die im Laufe des späten 18. und des 19. Jahrhunderts (teils revolutionär) durchgesetzt wurde. Overton übernimmt auf diesem Hintergrund die Schwäche der kantischen Definition. Kant setzt gegen Unmündigkeit Verstand (an anderen Stellen Vernunft). Kant verortet Aufklärung nicht inmitten der sozialen und politischen Kämpfe innerhalb eines nicht nur, aber wesentlich ökonomisch bestimmten Systems (hier: Feudalismus), Overton wiederholt das (wie man auch an Rötzers gegen Telepolis gerichteten Hochwertbegriffe, erkennen kann, s.o.) ohne irgendwelche Bedenken und verliert deshalb den wesentlichen Zusammenhang zu den realen sozialen und politischen Kämpfen im demokratischen Kapitalismus. Es nimmt für sich in Anspruch, einem abstrakten Prinzip von Vernunft und Aufklärung zu folgen, schleift die entscheidenden Begriffe für soziale und politische Kämpfe (rechts und links) und kommt sich dabei auch noch überlegen vor.

    Interessanterweise kann ich eine Frage nicht zurückhalten, die ich als Linker in der Regel abwehre: Wo wollt ihr hin, Lapuente und Rötzer? Was will Overton?
    Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ihr die mögliche faschistische „Revolution“ begünstigen wollt, auch wenn ihr leider rechtsoffen seid.

    1. „Interessanterweise kann ich eine Frage nicht zurückhalten, die ich als Linker in der Regel abwehre: Wo wollt ihr hin, Lapuente und Rötzer? Was will Overton?
      Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ihr die mögliche faschistische „Revolution“ begünstigen wollt, auch wenn ihr leider rechtsoffen seid.“

      Nicht leider, sondern genau richtig so! Diskurs und Debatte sind die Basis für Demokratie und das bedingt Offenheit gegenüber allen politischen Strömungen. Wenn sie das als „leider“ betrachten, dann positionieren sie sich hier gegen eine demokratische Gesellschaft. Da sind sie bei Telepolis dann wohl tatsächlich besser aufgehoben. Immerhin haben wir ja alle die Freiheit dazu…

      1. „Nicht leider, sondern genau richtig so!“

        Wenn der Vorwurf der Rechtsoffenheit berechtigt wäre, dann wäre das nicht „genau richtig so“!

        Aber immerhin steht da nichts von „Antisemitismus“. Das ist doch in RTL2-Land im Jahr 2024 schon immerhin etwas!

        1. Nein, rechtsoffen im Sinne von Dialog ist immer richtig und selbst wenn Overton eine rechte Plattform wäre, auch dann wäre es noch ok. Wieso denn nicht?

            1. Hä? Was ist an einem konservativen Weltbild Menschenfeindlich? Da mag man über Inhalte streiten, aber was darüber hinaus? Bitte mal konkret darlegen, worin konservative Politik menschenfeindlich ist?

        1. Was soll ich da erklären? Steht doch da in meinem Kommentar. Demokratie ist Kontroverse und diese besteht natürlich aus links, rechts, linksextrem und rechtsextrem. Das bedeutet nicht, dass ich irgendeine dieser Positionen einnehme, aber sie müssen öffentlich diskutierbar sein. Wenn sie das nicht sind, dann geht das nur mittels Zensur und dann sind wir im Totalitären.

    2. Sie arbeiten mit den gleichen Kampfschubladen wie es die Herrschenden tun und treten somit gleichzeitig als ihr Verteidiger auf.

      Kant würde sich im Grabe herumdrehen.

    3. Sollen Narrative hinterfragt werden, müssen ihre _politisch-ökonomischen_ oder gesellschaftlichen (hier im umfassenden Sinne gemeint) Entstehungsbedingungen aufgedeckt werden. Dies kann ich im Overton-Magazin wenn überhaupt nur vereinzelt erkennen, meist wird personalisiert gegen Narrative bestimmter Personen , Gruppierungen oder Parteien angeschrieben, nicht aber gegen den demokratischen Kapitalismus, seine ökonomischen Zwangsmechanismen u.Ä.

      Das stimmt zwar vollkommen, ist aber nun einmal der entscheidende (oder einzige?) Unterschied von bürgerlicher und marxistischer Weltbetrachtung. „Ökonomie“ gibt’s zwar auch für bürgerliche Autoren, die wird aber streng im Wirtschaftsteil der Zeitung abgehandelt und Ideologie getrennt davon im Politikteil oder Feuilleton. Für die Bürgerlichen haben diese Sphären nichts miteinander zu tun – übrigens ja auch für für bürgerliche Soziologen wie Luhmann.
      (Aber damit erzähle ich Ihnen sicher nichts Neues.)
      Insofern: Ja, Telepolis und Overton sind bürgerliche Medien.

      Und auf dieser Grundlage können wir vielleicht zur „Links-Rechts-Unterscheidung“ übergehen, die Sie ansprachen und deren Einebnung mich auch seit Jahren bewegt hatte. Aber vor zwei Tagen erschien auf Overton der Artikel „Ein himmelweiter Unterschied“ von Cygnus Ruber und beim Versuch, darauf zu antworten, ist bei mir, wie mir schien, der Groschen gefallen. Und zwar letztlich deshalb, weil Cygnus Ruber erklärte, echte Linke würden „die Werte der Aufklärung“, der bekanntlich bürgerlichen Aufklärung verteidigen.
      Eigentlich hatte ich es oben schon angedeutet: In der Schriften der „linken“ Altvorderen, bei Marx, Engels, Bebel, Luxemburg, Lenin, Lukacs etc. ist auch nur äußerst selten von „Linken“ die Rede oder von einer Links-Rechts-Unterscheidung. Die Unterscheidung lautet bürgerlich vs. kommunistisch/sozialistisch/marxistisch/proletarisch etc. und diese Leute bzw. ihre Anhänger nannten sich nach dem politischen Projekt, das sie verfolgten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Sozialisten, Anarchisten usw.

      Die heutigen „Linken“ nennen sich „links“, weil sie kein antikapitalistisches bzw. antibürgerliches Projekt mehr verfolgen, nach dem sie sich nennen könnten. (Gut, es gibt noch die „Progressiven“, die sogar eine Progressive Internationale gegründet haben. Und es gibt Sozialisten, die einfach nur ihren traditionellen Parteinamen benutzen.) Die heutigen „Linken“ sind also nach traditionellem Verständnis bürgerlich und vielleicht ist die links-rechts-Unterscheidung selbst bürgerlich (im dargelegten Sinne).

      Weshalb sollten denn Antibürgerliche, Antikapitalisten, Marxisten, Kommunisten sich damit abmühen, die Unterscheidungen der bürgerlichen Gesäßgeographie aufrechtzuerhalten? Wenn die unsägliche Frau Schweitzer „die liberale Salon-Linke, nicht die progressive Linke, die TV-Talkshow-Linke. Die netten Liberalen, die Broadway-Musicals über Sophie-Scholl besuchen, Tränen in den Augen, und Niemöller-Zitate auf Facebook pflastern“ unbedingt als „Linke“ titulieren möchte kann sie das meinetwegen gern tun.

      Gruß
      Besdomny

      1. Werter@ Besdomny,

        Und zwar letztlich deshalb, weil Cygnus Ruber erklärte, echte Linke würden „die Werte der Aufklärung“, der bekanntlich bürgerlichen Aufklärung verteidigen.

        Nein, mit „Werte der Aufklärung“ meinte ich nicht schlicht die „bekanntlich bürgerliche Aufklärung“. Ich weiß, von manchen Linken wird „die“ Aufklärung als bürgerlich gelesen, genauso wie die Revolutionen von 1789 und 1917. Engels und Lenin waren ja ohnehin nur „Kleinbürger“, die Anarchisten sowieso allesamt. Solche Bilder und Annahmen mögen sehr verbreitet sein, das heißt jedoch nicht, dass dieses Verdikt auch zutreffen muss oder von allen geteilt wird. Ich konzediere Ihnen aber, dass ich in meinem Artikel den Punkt klarer hätte ausformulieren können, wenn nicht müssen. Und ich hätte auch die „Ökonomie“ ausführlicher behandeln und aufzeigen können, dass sie nicht nur den Wirtschaftsteil der ZEIT umfasst beziehungsweise wie sie in der westdeutschen Politikwissenschaft gelehrt wird.

        Mit „Werten der Aufklärung“ meinte ich Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und die in einem ganz spezifischen Sinne. Diese Werte werden von manchen hier aber gerne als genuin „bürgerliche“ Werte entsorgt und – sehen Sie’s mir bitte nach – da gehe ich nicht mit. Genauso wenig wie bei einer Verdammung von 1789 als in Gänze bourgeois. Auch waren „Aufklärer“ nicht nur despotische Sklavenhalter und Bourgeoise wie Mill, Montesquieu und Co. Es kommt wirklich sehr darauf an, was für eine Definition und Interpretation von Freiheit, 1789 oder Aufklärung man zugrunde legt. Ich hatte mal ein T-Shirt mit der Aufschrift „Freedom, Peace, Equality – Anarcho-Communism!“ Gut, lassen wir wie gesagt die Verdammung beiseite, alle Anarchisten seien Kleinbürger gewesen – es besteht schon ein himmelweiter Unterschied zwischen anarchistischen und jakobinischem Freiheitsdefinitionen. Und mehr noch zwischen solchen und der bürgerlich-kapitalistischen Freiheit wie sie etwa von den als „Gründervätern“ romantisierten Sklavenhaltern Madison und Jefferson referiert wurde. Und an die Sie womöglich – wie auch bei anderen Werten „der“ Aufklärung – gedacht haben.

        In meinen Augen haben jedoch viele Revolutionäre von 1789 und 1917 Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in einem dezidiert linken, d.h. anti-kapitalistischen und anti-bourgeoisen Verständnis zu befördern gesucht. Und gerade auch in einem anti-imperialen und anti-kolonialen! Das sieht man am deutlichsten daran, dass diese Werte in der Peripherie dann von vielen der dortigen Verdammten aufgegriffen und gegen das kapitalistisch-imperialistische System in Stellung gebracht worden sind! 1789 ff. und 1917 ff. waren zwei immens heftige Schläge gegen das imperialistisch-kolonialistische System. Das dürfen wir nie vergessen! Oder waren Leute wie Toussaint Louverture etwa auch nur bourgeoise Kleinbürger…?!

        Insofern: Ja, Telepolis und Overton sind bürgerliche Medien.

        Was nicht heißen muss, dass alle Autoren es auch sind. Gerade bei Telepolis fanden sie früher etliche Marxisten, Sozialisten, Anarchisten etc. Heute sind eher nur westliche Marxisten (Losurdo) im Stile eines Peter Nowak übriggeblieben. Wobei letzterer zwar viel antideutschen Müll verbreitet, aber immerhin auch immer wieder auf den deutschen Imperialismus und dessen Hass auf Russland hinweist. Tun nur wenige (Linke).

        Gruß
        Altlandrebell / Cygnus Ruber

    4. Mensch @arche,

      Welchem Tapetentisch sind Sie denn entsprungen? Sie wissen schon: Vor der Mensa drängten sich früher die Verfechter der Wahren Lehre und nötigten dem hungrigen Studentenvolk mit Leichenbittermiene ihre Erbauungsschriften in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen auf.

      Manche Sektierer können mich mit brillanten Gedankengängen durchaus beeindrucken, auch wenn ich häufig anderer Ansicht bin oder zur Vereinfachung neige. Wenn es aus dieser Ecke – jeder Genosse seine eigene Fraktion, „Bewegung“, oder Speerspitze eines „Proletariats“, welches von seinem Glück noch keine Ahnung hat – Abgrenzungen hagelt, mittels derer abweichenden Meinungen die Solidarität abgekündigt wird, weiß ich wieder, warum ich eure Tapetentische immer als so lächerlich empfunden habe.

      Man könnte dieses elitäre Sektierertum auch zum Heulen finden, aber das wäre Verschwendung. Mit Ihrer Kanzelpredigt, in der Sie Overton mitsamt einer Mehrzahl der Leser wortgewaltig in die rechte Hölle verbannen, geben Sie dieselbe jämmerliche Figur ab wie ein katholischer Schwarzkittel, und klar, ein echter Kreuzritter schickt auch die Nachdenkseiten mit ins Fegefeuer.

      Damit befinden Sie sich übrigens in „ehrenwerter“ Gesellschaft: Ralf Fücks vom „Zentrum Liberale Moderne“ schießt ebenfalls aus allen Glattrohrkanonen in die selbe Richtung wie Sie – dieser Vogel stand früher am Tapetentisch des KBW. Waren Sie zufällig Standnachbarn?

    5. Danke für dieses Plädoyer zum Pluralismus, den Overton – ich bezeichne es gern als »Boomer Blog«, nicht allein leisten kann. Ich lese hier, weil die Autoren eine Form von kognitiver Dissonanz emittieren, die mich zum Nachdenken anregt.

      Overton ist keine Tageszeitung, deshalb nur Teil der Medien die ich zur Meinungsbildung heranziehe und dass ist die Berechtigung dieses Magazins, Partikel in das Gedankengetriebe der Rezipienten zu bringen, ein Prozess des Verstehens und der möglichst fach- und sachgerechten Auslegung des Verstandenen.

    6. Das klingt alles so rund und so durchdacht.

      Biste du von der Wertekritik, der Theorikritik oder gar der Konkret. Schwingst du Israelfänchen mit den Antideutschen oder trägst du Palitücher mit den Hammasfreunden? Du erwähnst Marx aber in welcher Ausprägung soll er genossen werden? Marx21 oder ArbeiterInnenMacht oder KlasseGegenKlasse …
      … es ist kaum auszuhalten all diese unzähligen schlauen Leute zu lesen und zu sehen, das man sich einem Wust der Moral, des Besserwissens und Selbstüberhöhung erdreistet im Auftrag anderer Menschen zu sprechen.

      Ich kann deiner Kritik durchaus etwas abgewinnen, gerade die Frage am Schluss ist nicht ganz verkehrt, aber in einer Welt in der die mediale Hegemonie lediglich über die gefühlten Themen läuft und mit entsprechend viel Niedertracht geführt werden, ist jeder hier froh über andere, manchmal auch ausgleichende Meinungen.

      Der Unterschied zwischen dem akademischen Überbau und dem Proletariat ist, dass wir die nicht Hegel und Marx gelesen haben, damit zufrieden sind Debatten führen zu können, die auch in unseren Lebenswelten eine Rolle spielen. Das mag trivial sein, ist aber im Sinne einer politischen Entwicklung unabdingbar und dazu gehören auch Stimmen, die einem nicht passen, da Lebenswelten sehr unterschiedlich sein können. Aber ein Erfolg, einer wie auch immer gearteten Veränderung kann nur funktionieren wenn jemand es schafft, möglichst viele zu vereinen und da ist tatsächlich die Frage „was wollt ihr“ eine wichtige Ausgangsposition.

      Letztlich müsste die Antwort lauten, das Leben der arbeitenden Bevölkerung positiv verändern und ihre Abhängigkeit verringern. Dazu gehört neben Arbeitskampf und politischen Willen, aber auch Bildung und Information. Dafür bietet Overton in meinen Augen eine klarere Position, als die meisten am Anfang genannten Gruppierungen und Medien, von denen keine eine Bekanntheit über den „Fankreis“ hinaus erlangen wird.

  19. Florian Rötzer ist für mich seit vielen Jahren einer der besten Journalisten Deutschlands. Er hat Telepolis groß gemacht und er wird Overton groß machen. Nachfolger Neuber mit sein lächerlichen „Leitartikeln“ und dem neuen Disclaimer ist ein Statthalter des Systems. Er wird Telepolis zu einem zweiten Freitag oder sogar zu einer Taz machen. Danke Florian Rötzer für seinen unermüdlichen täglichen Einsatz für unabhängigen, kritischen und seriösen Journalismus zu den wirklich wichtigen Themen!

    1. „Er hat Telepolis groß gemacht und er wird Overton groß machen.“ – dazu fehlen aktuell noch 2 Dinge:
      Reichweite und eine vernünftige Forumssoftware.

  20. Bei Telepolis werden unliebsame Meinungen
    seit der Coronazeit nach Gutdünken zensiert.
    Ich habe dort als Mediziner fachlich begründete
    Kritik an offiziellen Haltungen geäußert –
    beileibe nichts Beleidigendes oder Justiziables –
    und wurde mehrfach zensiert. Stichhaltige Gründe wurden nicht genannt.

    Ein zensiertes Medium ist nicht nur unnütz,
    es ist gefährlich, da es den Anschein freier
    Meinung vorgaukelt. Es ist aber nunmehr
    lediglich noch ein Propagandainstrument.

    Alle Abos des Heiseverlages habe ich darauf
    gekündigt. Ich war dort jahrelang zahlender Kunde.

  21. TELEPOLIS ist eigentlich tot.

    Wer es noch nicht mitbekommen hat:

    Das Content-Management (früher hieß es: Zensur…) bei HEISE wurde ~ 2010 an INTER RED ausgesourct. Viele von deren Mitarbeitern entstammen der Heinrich-Böll-Stiftung – also im Prinzip dem deutschen Kader der Trampolin- und Völkerrechts-Versteher…

    Als ich das recherchiert hatte, habe ich sofort mein HEISE-Abo gekündigt. Schließlich will ich nicht den globalen Kolonialismus unserer „Freunde“ finanzieren… 😉

    Ich habe zufällig auch noch Einsichten in deutsche Industrieverbände: auch da breitet sich grün-woke Gleichschaltung aus:
    bei dem „Pflaster“ der deutschen Industrie werden mitterweile Meetings zum Thema „A… für Deutschland“ abgehalten.

    Ich denke, daß es meinen Arbeitgeber nichts angeht, was ich wähle – schließlich haben wir (noch…) Meinungsfreiheit in D.
    Auch da wird inzwischen die Verfassung bedroht…

    Deutschland driftet nicht nach rechts – aber unsere Regierung zeigt zunehmend links-cancel-totalitäre Züge…

    1. Den ersten Teil kann ich noch einigermaßen nachvollziehen, aber der Schlusssatz ist gleich doppelt falsch.

      Denn: Deutschland driftet nach rechts und die Regierung ist nicht links, sondern tendenziell rechts. Die von ihr versuchte Bevormundung anderer ist
      a) nichts Neues, weil das alle Regierungen versuchen und
      b) auffällig und besonders ätzend, weil viele das eher von CDU/CSU vermutet hätten und weil die Grünen das besonders missionarisch handhaben und das, für manche wieder überraschend, auch als kriegsgeile Partei.

    2. Ah gut zu wissen, erklärt so einiges. Seit 2014 bin ich draussen, kein Abo, kein Account. Mein Antrag auf Löschung aller meiner Beiträge wurde aus technischen Gründen nicht stattgegeben. Vielleicht rentiert es sich ja noch, eine Urheberrechtsklage anzustrengen.
      Irgendwann fingen dann so Synonyme wie Der italienische Hengst Foren massiv zu dominieren an. Sie konnten folgenlos andere Forenteilnehmer beleidigen, während diese, selbst bei einer moderaten oder höflichen Reaktion, einfach gesperrt wurden. Es fühlte sich fast so an, als ob da VS und BND Typen, die sonst nix zu tun haben, ihre politische Agenda erfüllen würden.
      Und mit dem Maidan ging dann der eiserne Zensurbesen durch die Foren.

      Ich schau noch ab und an rein, die meisten Artikel sind die Zeit nicht wert, ebensowenig die Forenkommentare.

      Interessanter ist ja, dass der Rechtsgrundsatz, dass man nicht für vergangene Taten, die in der Vergangenheit nicht strafbar waren, nachträglich strafbar gemacht werden kann, gerade am Aufweichen ist. Da werden sich noch viele wundern, die sorglos alles ins Netz und soziale Medien gestellt haben.

      Datensparsamkeit wurde nicht umsonst von wirklichen Experten empfohlen. Denn man weiss nie was die Zukunft bringt und in welche Hände die Daten geraten.

      Ach ja, gilt natürlich auch für dieses Forum. Ich bin zu alt um mir darüber noch Sorgen zu machen …

  22. „Im speziellen Fall von Telepolis wurden in den letzten drei Jahren professionelle Standards etabliert, etwa das Korrektorat von Texten…..“
    Wenn sie uns diese „Standards“ doch mal mitteilen wollten!

    Bedauerlicherweise werden sie dem professionellen Mindeststandard – Beherrschung des eigenen Werkzeugs Sprache (Orthographie, Grammatik, Satzbau, Sprachlogik etc.) völlig unabhängig von Inhalten trotz „Korrektorat“ nicht gerecht. Wozu auch? Wer kann denn heute noch „das“ und „daß“ auseinanderhalten oder hat gar von dem Bedeutungsunterschied zwischen „scheinbar“ und „anscheinend “ auch nur eine Ahnung (das gilt übrigens von TP bis FAZ, SZ oder SPIEGEL). Wenn Korrekturprogramme das (natürlich) nicht merken, muß man das selbst auch nicht können. Den Genitiv kennt inzwischen auch niemand mehr und der Akkusativ wird gerade in gemeinschaftlicher Anstrengung von Autoren und Lesern entsorgt; man hat nicht mehr „keinen“ Hund, sondern „kein“ Hund“, schreibt wie man spricht oder umgekehrt, egal, – alles Jacke wie Hose. Und es soll tatsächlich mal so etwas Verrücktes wie einen „Konjunktiv“ gegeben haben?
    (Und nein, Tippfehler sind nicht gemeint.)

    Für wen sollte man das heute auch noch lernen? Studien haben ergeben, daß die Jugend nicht mehr nur nicht richtig schreiben oder lesen kann, auch mit dem Sprechen hapert es inzwischen, vom Denken gar nicht zu reden, aber das gewöhnen wir ihnen mit wachsendem Erfolg gerade auch noch ab, ein Hoch auf das Gefühl! Wir setzen eben neue Standards.

    Und da kommen so ein paar Rechtschreibnazis und meckern herum……Sollen sie doch Augenkrebs bekommen und mögen ihre Synapsen verglühen !

    PS Nein, zu Inhalten sage ich jetzt mal nichts, Außer, daß ich bei TP die letzten Jahre meistens gesperrt war.
    PPS Was ich an TP immer besonders geschätzt habe: es gab im Forum immer hervorragende Quellenverweise.
    Das ist inzwischen so gut wie total entfallen, weil niemand mehr weiß, welche Quellen zitiert werden dürfen.

    1. Danke für diesen Kommentar!

      „Bedauerlicherweise werden sie dem professionellen Mindeststandard – Beherrschung des eigenen Werkzeugs Sprache (Orthographie, Grammatik, Satzbau, Sprachlogik etc.) völlig unabhängig von Inhalten trotz „Korrektorat“ nicht gerecht. Wozu auch? Wer kann denn heute noch „das“ und „daß“ auseinanderhalten oder hat gar von dem Bedeutungsunterschied zwischen „scheinbar“ und „anscheinend “ auch nur eine Ahnung (das gilt übrigens von TP bis FAZ, SZ oder SPIEGEL).“

      Kopiere ich mir als Textbaustein für künftige Antwortschreiben an Behörden, Konzerne u. a.

    2. Es gab früher bei Telepolis auch E-books die interessant waren. alte E-books zur Ukraine und dem Konflikt findet man auch nicht mehr. Das Problem der Formate, die mehr oder weniger von finanziellen Zuwendung leben sehe ich darin das sie von der Meinung der Spons abhängig sind und die Meinung sich ändern kann. Das ist nicht nur bei Telepolis / Heise ein Problem sondern generell.
      Eine Antwort wie man das lösen kann habe ich nicht.
      Bei SPON hat man mit dem Debatten Format das Forum abgeschafft.

  23. Mir persönlich ist das Umkippen von Telepolis hin zu transatlantischer Sichtweise, zum ersten Mal bei einem weitspannenden Artikel über den Georgienkrieg aufgefallen. Der erschien im Sommer nach dem Maidan und setzte die Behauptung, dass dieser militärischen Konflikt von Russland begonnen wurde, als unbewiesene, aber unbestreitbare Tatsache ins Zentrum. Irgendwie stand mir in diesem Augenblick, der komplette journalistische Zerfall der bis nun abrollt, schon deutlich vor Augen. Anders gesagt, die Trauerarbeit darüber habe ich, schon vor langer Zeit erbringen müssen.
    Um Rötzer nochmal in Schutz zu nehmen, erstaunlich fand ich den Wandel in der C Berichterstattung innerhalb von Tagen nach seinen Rücktritt, von fair, balanciert und wissenschaftlich zur üblichen Carola Erzählung in Prosa und Lyrik.

  24. Telepolis war im Rahmen von Netzkultur früh dabei, und dass Beiträge die nicht mehr den Zeitgeist entsprechen, disclaimert werden, hat vermutlich damit zu tun, das u.a. befürchtet wird Werbekunden oder Leser zu verlieren. Es wird weiterhin ökonomisch schwierig bleiben, auf einem Markt zu bestehen der monopolartige Strukturen entwickelt hat. Florian Rötzer macht das mit dem Verweis auf seine Publikation selbst deutlich. Der mediale Markt verändert die Produkte, die er selbst hervorgebracht hat. Ich bemühe oft und gern Martin Gurri (ehemaliger CIA Analyst) »Fünfte Welle (2021)«, maschinell mit Deepl übersetzt und zum besseren Verständnis nachbearbeitet, ein möglichst kurzer Auszug:

    Wir befinden uns in den ersten Stadien eines kolossalen Wandels vom Industriezeitalter zu etwas, das noch nicht einmal einen Namen hat. Wir kennen jedoch das charakteristische Merkmal unserer schönen neuen Welt: Ein Tsunami von Informationen, der die Institutionen, die die moderne Gesellschaft tragen, und die Eliten, die sie kontrollieren. (…)

    Zu den ersten Auswirkungen gehört eine tiefgreifende Krise der Autorität, die die Möglichkeit ausschließt, dass eine Geschichte von der breiten Öffentlichkeit akzeptiert wird, zu jedem Thema, die Wissenschaft eingeschlossen. Das Massenpublikum ist in tausend sektiererische Perspektiven zersplittert. Dies wiederum hat zu einem ständigen Aufruhr von Misstrauen, Ablehnung, Wut und Empörung geführt. Die Wahrheit selbst steht zur Disposition.

    Wie sollte eine zurechnungsfähige Person mit einem psychotischen Zusammenbruch in der Informationsumgebung umgehen? Ein steriler Ansatz ist die Unterteilung, wie wir es einst routinemäßig taten, in »neue Medien« vs. »traditionelle Medien« oder »Internet« vs. »MSM« oder Mainstream-Medien. Es ist eine einzige Informationssphäre. Sie ist massiv redundant und für jede Regierung schwer zu handhaben. (Zitatende)

    Keine Zensur findet nicht statt. Es bedarfs nur eines »K« und unser Grundrecht steht Kopf. Die Qualität der Produkte von Heise, einem Telefonbuchverlag, hat sich seit 2006 kontinuierlich verschlechtert weil Konkurrenz in Form von Computerbild, Golem, Netzpolitik und anderen Medienschaffenden entstanden ist, das Verlagswesen hat den eigenen Anzeigenmarkt kannibalisiert und Regierungen engen den Diskursraum ein.

    1. Gurri liegt da in einer Sache falsch. Die Auflösung des Konzeptes Wahrheit ist doch absichtlich betrieben worden von der Buchstabensuppe seit den sechzigern zusammen mit den postmodernen Intellektuellen die alles Dekonstruieren, Hinterfragen und sowieso alles relativ finden.

      Die Überflutung mit Informationen hat natürlich auch zu einer Überwältigung der Leute geführt. Das überlastet jeden Geist. Und die Postmodernen haben sich dann hingestellt und behauptet es gebe keine Wahrheit. Chaos perfekt.

  25. Nu, ich gehöre ja zu den „herausragenden Personen“, die bei TP übers Grab hinaus gesperrt sind. Aber nicht etwa wegen Verstoßes gegen die Netiquette. Ich war anscheinend derart unbequem, dass ich gesperrt wurde weil:

    „In Ihrer Anmeldung haben Sie nicht Ihren echten Namen angegeben. Dies verstößt gegen unsere Regeln. Zur Freischaltung Ihres accounts reichen Sie uns bitte Ihren echten Namen nach…“

    Ich kanns nicht mehr ganz wörtlich zitieren, aber sinngemäß waren es diese beiden Sätze in der Mail. ROFL!!!! Kann sich jetzt jeder selber denken was TP geworden ist…. Echt Leute, lasst Euch mal diese Begründung auf der Zunge zergehen und findet die Logik. Was mich betrifft: TP is ja sowas von tot und im Forum nur noch Minderleister in Bezug auf Gehirntätigkeit. Lohnt nicht mehr. :))

  26. Wir sollten uns nicht weiter über TP auskotzen, das ist nicht zielführend.
    Es geht hier um ‚Medien‘ die eine Art der kontrollierten Führung anstrebt und das ist der Punkt der Kritik!
    Wir mündigen Bürger, egal welcher politischen Richtungen, müssen nicht sollen, sondern müssen uns für unsere demokratischen Rechte kämpfen. Jede kleine nachgabe führt zur nächsten und morgen wissen die Leute nicht mehr was vorgestern war.
    Die Perversion des Daseins liegt in der öffentlich Zugänglichkeit an Informationen, aber der ‚mündige‘ Bürger verharrt im Angstzustand.
    Wer Karakter besitzt, soll auch fähig sein seine Karakteristik auszuleben und offen zu Kunde tun.
    Menschen tragen Verantwortung, nicht in der Verurteilung, sondern tragen Verantwortung für ihr handeln!

  27. Vielen Dank Herr Roetzer fuer diesen Artikel, grosses Lob an alle Redakteure des Overton Magazins, habe am Freitag endlich die Spende via Ueberweisung getaetigt.
    Telepolis war frueher mal interessant, gute Artikel ( hin und wieder heute auch noch)
    wegen den vielen Links, die geteilt wurden, heute wird auf die FAZ, die SZ und sogar schon auf Bild verwiesen, das reichte mir dann.

  28. Dieser Disclaimer ist unterirdisch und peinlich für Telepolis und die neue Redaktion. Übrigens wird der Disclaimer auch bei den Google-Suchergebnissen auf Kosten der inhaltlichen Vorschau des jeweiligen Artikels angezeigt.

    Die neuen KI-generierten Grafiken zur Illustration der Telepolis-Artikel finde ich störend. Dann lieber ganz auf Bilder verzichten. Ich vermisse die alten Grafiken.

    Und auch mich würde es interessieren, wie es zu der zunehmenden Löschung von qualitativ hochwertigen Kommentaren noch zu Rötzers Zeiten gekommen ist.

    Darüber hinaus ist zu beobachten, dass alle „Alternativmedien“ nach rechts und in Richtung Konformität und Trivialität gerückt sind.

    Was Konicz betrifft, so war es wohl weniger der Inhalt als der diffamierende Stil seiner Artikel, was zum Rauswurf geführt hatte?

    Dass Rötzer nicht aufgegeben hat, sondern weiter publiziert, kann man ihm nicht hoch genug anrechnen! Danke!

    1. Was genau sich da bei der Moderation geändert hat, würde mich auch brennend interessieren.
      Gab es einen Personalwechsel, andere Vorgaben (von wem?) oder wurde das gar an einen externen Dienstleister ausgelagert? Wer sind diese Leute?

      Das scheint eines der bestgehüteten Geheimnisse des Verlags zu sein. Ein Aussteiger wie Rötzer könnte sehr viel Licht ins Dunkel bringen, sofern man nicht ein NDA mit Vertragsstrafe unterschreiben muss, wenn man dort arbeitet.

  29. Ich meine schaut doch mal wie viele Kommentare da noch geschrieben werden. Selten schafft ein Artikel mehr als 100. Meistens so 10 bis 30 Kommentare. Wahrscheinlich nur noch die Zensierer unter sich. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da hatten wir mehr als 1000 Kommentare in fast jedem Artikel. Da war noch was los im Forum.
    Karma. So schafft man sich selbst ab.

    1. Wohl wahr, aber das Publikum weiß immer noch überwiegend, wer grün und wer rot kriegen muss.

      Aber Zensurpolis interessiert mich tatsächlich heute nicht mehr wirklich. Manchmal allerdings findet man auch heute noch die ein oder andere Perle.

    2. „Selten schafft ein Artikel mehr als 100. Meistens so 10 bis 30 Kommentare. “ – und zur Hochzeit der Coranaregimes bestand das Forum dann regelmäßig fast nur noch aus „gelöscher Beitrag“ und den Kommentaren einiger nahezu 24/7-schreibener Provokateuren.
      Erstaunlich auch die binnen weniger Sekunden plötzlich von tief Grün ins tief Rot umschlagenden Bewertungen bei „narrativleugnenden“ Artikeln.
      Und das absolute Highlight: Als bei ein paar Corona-kritischen Artikeln von den Forenadmins den Autor beleidigende und polemische Hetzkommentare nicht gelöscht, sondern mir rotem Fähnchen an erster Stelle im Forum angepint wurden, also die Forenadmins aktiv gegen die eigenen Autor agierten. WTF!

      1. Die Manipulation der Bewertungen ist mit größter Wahrscheinlichkeit hausgemacht. Geht auch viel einfacher, wenn man direkt mit Adminrechten Zugriff auf die Forendatenbank hat. Außerdem, was für ein IT-Verlag wäre Heise, wenn sie solche Angriffe von extern nicht in den Griff bekämen.

        Mir wurden eine Zeit lang alle Postings mehrmals täglich automatisch auf rot umgefärbt. Alle Kontaktversuche diesbezüglich mit den Forenadmins wurden komplett ignoriert.
        Nach Wochen postete dann ein Account, der schon sehr lange mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als inkognito Mitarbeiteraccount bekannt (und nach wie vor aktiv) ist sinngemäß: „Das passt schon so, du wirst im TP Forum immerhin auch übermäßig grün gevotet“. Das kam als Antwort auf ein älteres Posting von mir zu dem Thema tief in einem Thread wo keine Laufkundschaft mehr hin kommt.
        Dieser Kommentar wurde nach kurzer Zeit, vermutlich von ihm selbst, wieder gesperrt. Ich sollte es lesen, aber es sollte nicht öffentlich stehen bleiben. Genau ab diesem Zeitpunkt war das Skript wieder aus.

      2. Ich habe auch mal einen wirklich schwer beleidigenden Kommentar gemeldet – ohne Reaktion. Wohlgemerkt, nicht ich oder ein anderer Nutzer wurde beleidigt, sondern die Autorin des TP-Artikels Daniela Dahn!

        „Blattline“ und „Forenlinie“ liegen nirgendwo so weit auseinander, wie bei TP! Artikel teilweise wie bei den NDS, und eine Forenzensur wie bei spiegel.de.

  30. In der Außendarstellung überschlagen sich Medienmacher in den letzten Jahren darin, wie stabil ihre Grundsätze und wie hoch immer höher ihr journalistischer Standard werde…und doch ist es nur ein Euphemismus für Rückgratlosigkeit und Feigheit vor den Hütern des Meinungskorridors.

    Auch ich hatte bis 2019 unter anderem Pseudonym auf TP kommentiert und mich 2020 abgemeldet, als immer wieder Beiträge gesperrt oder auf die „Trollwiese“ verschoben wurden. Ansprechen konnte man die neue Zensur nicht im Forum, denn dann wurde man in den Mülleimer „ohne Bezug“ verschoben.

    Schade nur, dass die Forensoftware von heise offenbar nicht OpenSource ist, denn bis heute ist es für mich die beste Benutzeroberfläche in Foren, um sich auch bei mehreren hundert Kommentaren orientieren zu können. Die Kommentarfunktion bei Overton ist ja ähnlich wie bei vielen anderen Portalen (WordPress?) und ab 50 Kommentare wird es doch sehr mühsam, sich einen Überblick über die Diskussion zu verschaffen.

  31. die medien werden nun endgültig auf linie getrimmt. das war schon in den 1930ern so. es ändern sich auwahl der leserbriefe, kommentare, leitartikel, redaktionen, leitende redakteure. es änderten sich begriffe und ihre häufigkeit: staat, volk, auftrag, historisch, aufbruch, zeitenwende. pathos und härte nehmen zu, adornos analysierter „jargon der eigentlichkeit“ als bedeutungsschwangere inhaltslosigkeit wird zur eintrittskarte des wissenden, guy debords „spektakel“ eines simulierten verharrens in der realitätsferne.
    alles schonmal dagewesene wird fakenews und fakenews mit fakenews bekämpft.

    „in jedes thema wird die stimmung des kampfes hineingetragen. daraus ergibt sich die gespreizte,…darstellung,die jedes maß verliert und ion nichts gehemmt ist“ seidel slotty 1960
    überladener schwulst vereint sich mit fake. es wird weitergeredet, wo es nichts mehr zu sagen gibt.

  32. Au prima, dachte ich, da gebe ich diesen Satz in Google ein und bekomme dann die wirklich interessanten Artikel. War aber eine Enttäuschung. Das waren eher brave Artikel und nicht wie erwartet die über die Ukraine. Das folgt überhaupt keinem erkennbaren Schema, das ist völlig wahllos. Meine These immer noch: Heise wird massiv unter Druck gesetzt, denn es ist immer noch herausragend, auch jetzt noch. Da musste man den Bütteln vom Verfassungsschutz irgend einen Brocken hinwerfen, damit sie zufrieden sind.
    So sehe ich auch meinen eigenen Rauswurf, natürlich im Zusammenhang mit der Ukraine. Und zwar war nicht das Gesagte ausschlaggebend, sondern die Zitierung der Deutschen Wirtschaftsnachrichten, die einen sehr kritischen Blick auf den Aufstieg Vitali Klitschkos warfen. Zack, war ich draußen.
    Insbesondec das Thema Energiewende vermisse ich sehr. Da dominieren nun die Klimaleugner und Fossillobbyisten, die „bezahlten Dummschwätzer“, wie ich sie nannte. Weshalb ich nicht hinausgeworfen wurde. Immerhin.
    Die Frage stellt sich: wo sonst soll man denn diskutieren? Der Mainstream kommt für mich nicht in Frage. Die Rechten diskutieren nicht, was auch ganz überflüssig wäre. Die Eliten sind korrupt und lügen. Mehr ist da nicht.

    Vor 20 Jahren hatte jede Partei noch ein Diskussionsforum. Ja wirklich, das gab es. Ich habe aus der Zeit noch das FDP-Forum in guter Erinnerung. Sehr gut und kompetent moderiert (am Gelde fehlt es da ja nicht), aber man konnte durchaus eine Lippe riskieren.

    Warum ist das heute weg? Die Willensbildung, zu der die Parteien beitragen sollen, ist offenbar kein Ziel mehr.

  33. Die allseits beklagte Mutation von Telepolis zum gefälligen Onlinemagazin kann ich nicht so einfach an einzelnen Personalien festmachen: Die Zersetzung des Forums begann, als Florian noch Chefredakteur war, Harald Neuber gehört – wie sein Vorgänger – nicht in die rechte Ecke gestellt.

    Natürlich hat sich der Kreis der Autoren gewandelt, die bei TP veröffentlichen (dürfen), und manche Töne, die dort angeschlagen werden, gehen hart in Richtung Mainstream. Als „Computer-Nerd“ fiel mir dieser Trend zuerst bei der c’t auf, bei „heise online“ ploppen immer mehr verlagseigene „Marktstände“ auf, und die Webseiten sind ohne Adblocker ungenießbar geworden …

    Kurz, Heise verteidigt nicht mehr ein widerständiges gallisches Dorf, sondern ist zu den Römern übergelaufen. Jetzt bestimmen BWLer und Juristen den Kurs, sperrige Inhalte werden nach ihrem Ertrag für die Firmenkasse bewertet, nicht nach ihrer Relevanz für einen offenen, womöglich gar linkslastigen, auf jeden Fall aber kontroversen Diskurs.

    Ob Florian die vorgeschriebene Legionärskost („Je besser die Armee, desto schlechter ist das Essen“) nicht schlucken mochte oder aus der Küche geworfen wurde, ist letztlich unerheblich – allenfalls lernen wir aus der Geschichte, dass Harald Neuber darin die Rolle des Briten spielt, der den Verlagsbrei brav vom Blechteller schleckt. Hoffen wir, dass er einen eisernen Magen hat. Sonst stünde Telepolis noch viel schlechter da.

    1. Das Heise-Forum, zu dem das Leserforum von TP gehört, war schon immer sehr speziell. Trolle aus dem rechten Raum hatten da schon immer freies Spiel, linke, kritische Leser wurden dagegen drangsaliert. Und zwar sowohl von Trollen als auch den „Moderatoren“. Ich selbst wurde einst vom Chefredakteur von Heise, Christian Persson, persönlich (!!!) gebannt, weil ich jemandem, der sich im Forum dafür aussprach, auf Demonstranten zu schießen, seine Menschlichkeit absprach. Der sah das Forum als seine eigene „Spielwiese“ an, und kommentierte gern mit zweiter oder dritter Identität. Und sorgte offenkundig auch dafür, daß nach und nach nur noch ihm genehme Leute im Forum sein durften.

      1. Yep, dem Person bin ich persönlich begegnet und habe ihn umgehend als kalten Zyniker einsortiert – was mich nicht hinderte, viele Kollegen zu schätzen, die über den elektronischen Tellerrand seiner Redaktion hinaus blickten – im digitalen Raum, damals noch „Neuland“, bezogen sie frühzeitig Position gegen staatliche Überwachung und Fischzüge in unseren Daten.

        Diese Technik-Freaks mit politischem Akzent machten die c’t zu einem Riesenerfolg und ermutigten Christian Heise, ein weiteres Projekt zum Thema „Digitalisierung und (Gesellschafts-)Politik“ auszuprobieren – Telepolis.

        Das ist allerdings nur die Momentaufnahme einer selbst im damaligen Unternehmen eher kleinen Gruppe von Nonkonformisten, keine auch nur annähernd vollständige Beschreibung der Heise-Verlagsgruppe. Dafür gibt’s die Wikipedia, in der man auch einen kleinen Einblick in Medienstrategie der Verlagsenkel bekommt. Hoffnungsfroh stimmt die mich nicht.

  34. Überrascht mich gar nicht.
    Telepolis hat sich seit dem Wechsel des Chefredakteurs von Rötzer auf Neuber zu einem scheinkritischen Feigenblatt entwickelt. Ich unterstelle sogar, daß man eng mit dem Verfassungsschutz zusammenarbeitet und IPs von kritischen Lesern protokolliert. Das würde auch zu den Schein-LINKEn passen (der Partei!), in deren Umfeld Neuber gearbeitet hat

    Wer das für eine „Verschwürüngstüorü“ hält, kann den Selbsttest machen: Einfach mal im Heise-Forum anmelden und konsequent Artikel von Telepolis in Sinne der in den Artikeln festzustellenden „Blattlinie“ kommentieren. Also zustimmend! Nicht kritisierend!

    Folgendes wird passieren:

    1. Du bekommst überwiegend grüne Bewertungen für deine Kommentare
    2. nach kurzer Zeit schlagen sie plötzlich ins Rote um
    3. Hetzer mit sehr alten Accounts (bis zu 20 Jahre!) beginnen, dich zu beleidigen
    4. es gibt Kommentarlöschungen mit vorgeschobenen Gründen wie „Trollerei“, OT oder ähnlichem
    5. der Account wird mit Verweis auf die Kommentarlöschungen zeitweise gesperrt
    6. der Account wird stillgelegt.

    Man kann auch den Turbo einlegen, und öfter mal Links zu den Nachdenkseiten posten, für die sich Telepolis in seinen Artikeln offen engagiert – zack, Kommentar gelöscht!

    E-Mails an die Redaktion oder Herrn Neuber persönlich bleiben unbeantwortet.

    Hab ich in drei Monaten mit mehreren Accounts genauso erlebt.

    1. Das Muster kann ich so bestätigen. Die typischen, reinen Provokationsaccounts mit (angeblich) sehr altem Anmeldedatum auch.

      Darüber hinaus:
      – Die Provokationsaccounts dürfen absolut alles. Beleidigen, derailen, … Ihre Verfehlungen werden nie geahndet.
      – Jegliche (auch sachliche) Widerrede gegen diese Accounts führt immer zur sofortigen Sperrung des Kritikers. Als wäre der Provokateur ein Sockenpuppenaccount eines gerade aktiven Admins oder Moderators, der folglich direkt ohne Reaktionszeit inviolviert ist.
      – Wenn die Provokation erfolgreich ist oder der Provokateur nicht mehr weiter weiß, wird zeitnah der gesamte Thread gesperrt und verschoben. Dadurch ist auch nicht mehr zu erkennen, dass immer dieselben Accounts provozieren. Auch ihre Entgleisungen sind nicht mehr lesbar. Nachträgliche Beschwerden führen also ins Leere.
      – Meldung eines Provokationsaccounts über den Meldebutton führt als Racheaktion zuverlässig zur dauerhaften Sperrung des Meldenden, keinesfalls des Provokationsaccounts.

      Diese Beobachtungen sind vielfach reproduzierbar und keine Einzelerlebnisse.

      1. Ja, wenn die dich erst mal als „Feind“ identifiziert haben, bist du ganz schnell raus. Einer meiner Accounts wurde auch ohne Vorwarnung einfach mal so gesperrt. Auf Nachfrage per Mail wurde mir dann mitgeteilt, man hätte ihn als „reinen Bewertungsaccount identifiziert“, und deshalb gesperrt. Und das, wohlgemerkt, nach rund 100 Kommentaren binnen eines Monats!
        Man hat den Account dann „unter Vorbehalt wieder freigeschaltet“. Aha… Einen Monat später war der tot.

        Man sollte also grundsätzlich nicht bewerten im TP-Forum. Das merkt die Software.

        Und noch etwas war mir in der Zeit aufgefallen: Die meisten Beitrags- und Threadlöschungen erfolgen nachts, so um 2 Uhr herum. Als ob eine Kerntruppe der „Moderatoren“-Mannschaft da Schichtbeginn hätte. Teilweise ging es den ganzen Tag über hoch her, ohne daß groß eingegriffen würde – und nachts rückte dann die „Putzkolonne“ an.
        Würde mich nicht wundern, wenn einige von denen tagsüber in der Wiki arbeiten, Stichworte „Feliks“ und „Copilot“ und ansonsten für Psiram schreiben.

        1. Auch die auffälligen Sperrorgien, täglich um ca. 2 Uhr Nachts, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Das war schon vor einigen Jahren, geschätzt ab 2019 täglich zu beobachten. Wir haben damals sogar noch im Heise bzw. TP Forum darüber spekuliert, wie das zustande kommt. Sonntag Vormittag hingegen haben die Zensoren zuverlässig frei.

          Die vorgeschobenen Sperrgründe sind in der Regel frei erfunden. Ich habe schon in einem Blogkommentar von Jemandem gelesen, dem sie eine falsche Identität vorwarfen. Der schickte Heise dann tatsächlich einen Scan seines Personalausweises *facepalm*, wurde dann aber ersatzweise direkt mit einem neuen Vorwand gesperrt.

          Wer hinter dieser sog. Moderation steckt, ist mittlerweile fast schon das interessanteste am gesamten Heise Verlag.

  35. Was früher zum Tagesgeschäft gehört hat, ist heute in der Wüste gelandet. Ich lese Telepolis seit langem nicht mehr. Die interessanten Autoren sind ja praktisch alle weg, der Stil unsäglich kindisch, ohne jeden Tiefgang. In desem Sinne ist das Magazin auch im Mainstream angekommen. Peinlich, dass das ausgerechnet unter einem „Linksradikalen“ passiert, der sich eigentlich radikale Kritik auf die Fahne schreiben sollte. Man kann den Niedergang klar an Neuber und der neuen Redaktion festmachen.
    Neuber ist ein Pseudo-Linker, aus der Jungen Welt mit viel autoritãrem Stalinismus im Gepäck kam, wie so einige, die er vom alten Arbeitgeber rübergeholt hat. Seit der da agieren darf, ist Telepolis schlicht unerträglich geworden. Der Disclaimer zeigt den ganzen Abgrund auf.
    Nicht die freie Rede bestimmt nun, sondern das betreute Drnken des Ministeriums für Wahrheit, wie Rötzer richtig beschrieben hat. Telepolis ist längst ein Zombie. Der Totenschein kommt dann noch. Neuber n
    und seine Truppe schaffen wenigstens das!

    1. Es besteht offenbar ein ideologischer Graben zwischen der Moderation und einigen TP Autoren. Die Moderatoren würden sicher auch gerne ganze Artikel sperren, weil ihnen die vertretenen Meinungen nicht gefallen. Da sie das nicht können, müssen sie mit zustimmenden Kommentatoren Vorlieb nehmen.

      Daraus spekuliere ich, dass die TP Redaktion nicht in die Moderation eingebunden ist. Wer diese Leute tatsächlich sind, scheint eines der bestgehüteten Geheimnisse des Verlags zu sein.

  36. Ich würde gern einen Blog erwähnen, den ich geradezu vorbildlich finde, sowohl was die Artikel als auch das Forum angeht; er wurde hier auch schön öfter mal erwähnt:

    https://www.moonofalabama.org/

    Er wird von einem deutschen Autor auf Englisch geführt, der wohlinformiert und -begründet schreibt, und das gilt auch für die Forumsteilnehmer. Sie halten sich weitestgehend an die kurze, aber klare Anweisung:
    „Please stick to the topic. Contribute facts. Do not attack other commentators.“
    Das Forum ist frei von dümmlichem Geschwalle, es wird zum Thema geschrieben, mit Fakten/Quellen wohlbegründet, und persönliche Angriffe finden nicht statt oder werden sofort gesperrt.

    Ich kann die tägliche Lektüre nur empfehlen.

    1. Diesem Lob kann ich mich nur anschließen, auch ich lese dort fast täglich. In den Beiträgen und Kommentaren gibt es zudem immer wieder interessante Links.

    2. Diesem Loblied auf MoA kann ich mich nur sehr bedingt anschließen. Ich bin zu Beginn des – offenen – Kriegs in der Ukraine auf die Bar gestoßen, weil dort von teils hochkarätigen Insidern Nachrichten ausgeplaudert wurden, die es in der Hauptstadtpresse nicht zu lesen gab. Die Aufsätze von Bernhard, dem „Mann hinterm Tresen“, haben ihm internationales Renommee und der Bar großen Andrang verschafft.

      Allerdings geht es in diesem Etablissement zu wie im wahren Leben: kaum gibt’s was zu trinken, sammelt sich das Gelichter. Im anonymen Halbdunkel tummelten sich alsbald auch Geheimdienste und gekaufte Auftragsschreiber, manche Tresengespräche (Threads) wurden durch schrille Desinformationskampagnen ungenießbar. Nach ein paar Whiskys gehen die Foristen auch gerne aufeinander los und bezichtigen sich gegenseitig der Trollerei oder Agentenschaft.

      Wo die Halbwelt sich trifft, sind auch die Schmierlappen nicht weit, Typen, die auf den Tresen steigen und von dort ihre Weltsicht verkünden, lautstark und substanzlos, aber meinungsstark. Macht diese Mélange das Aufpicken von Informationshäppchen schon zur Mühsal, kommen mir die Brocken gleich wieder hoch, wenn die Sitznachbarn verschwörerisch von den Rothschilds munkeln oder mir ungefragt das Weltjudentum als Quelle allen Übels ins Gesicht husten. Das sind diese KO-Tropfen, die mein Faß zum Überlaufen bringen.

  37. umso größeren Respekt an Sie Herr Rötzer, daß sie dieses tolle Magazin hier aufgezogen haben und sich selbst treu geblieben sind !

    PS: möchten Sie nicht mal aus dem Nähkästchen plaudern, inwieweit die Dienste/US-Lobby Druck auf Heise ausgeübt haben, damit die im Forum beleidigen, diffarmieren und nach herzenslust NATO-PR-Lügen verbreiten dürfen ?

  38. Analog zur etwas langen Einleitung des Artikels leite ich auch meinen Kommentar etwas länger ein.

    Eine politische „Mitte“ gibt es nicht. Es gibt rechts und links, vorne und hinten, oben und unten. Wer behauptet „Mitte“ zu sein, maßt sich an, Zentrum der Welt zu sein. Solche Leute nennt man zurecht Vollpfosten. „Which side are you on?“

    Dass der öffentlich-rechte Rundfunk, finanziert durch zwangsweise Geldwegnahme bei für ihr Geld schwer arbeitenden Bürger/innen, und die von Konzernen bzw. einzelnen Milliardären oder ihren Pseudo-Stiftungen gepamperten Werbeblättchen wie FASZeitSpiegel nicht adäquat als Propagandamedien, die sie sind, sondern als „Mainstream-Medien“ tituliert werden, ist ein Hohn.
    Wer oder was soll denn der „Mainstream“ sein? Wohl kaum die Mehrheit der Bevölkerung.

    Am 24.02.24 gab es bei der Tagesschau um 20.15 angeblich eine „Sehbeteiligung“ in Höhe von rund 6 Mio, davon rund 1 Mio im Alter zwischen 14 und 49 Jahren. D. h. 5 Mio der „Sehbeteiligten“ waren unter 14 oder über 49 Jahren. Anscheinend schalten viele Familien abends den Fernseher ein, um ihre Kleinkinder zu beruhigen, während das Altenheimpersonal Fernseher einschaltet, um Senioren vom Randalieren abzuhalten – oder wie soll man diese Quoten interpretieren? Rund 15 % aller Haushalte (laut agf.de rund ein Viertel aller Zuschauer) schaltet den Fernseher für die Tagesschau ein – das soll „Mainstream“ sein?

    Wenn EU, Bundesregierung und Propagandamedien behaupten, gegen „Desinformation“ vorgehen zu wollen, dann kann man die Ernsthaftigkeit dieser Behauptung unmittelbar überprüfen: Wenn sie sich selbst auflösen, gibt es kaum mehr „Desinformation“. Tun sie das nicht, haben sie gelogen.

    Wie viel Desinformation hat allein der „Gesundheitsminister“ verbreitet? Ungeahndet wird er von seriösen Medien regelmäßig als „Lügenbaron“ bezeichnet (wer sich über diese Thematik informiert hat, weiß, welche Medien. Wer uninformiert ist, sollte jetzt Käsekuchen essen, so lange es ihn noch gibt).

    Da bereits der öffentlich-rechte Unfug die Erfüllung des Staatsvertrages nicht einhält, sahen und sehen sich auch staatliche Institutionen wie das RKI und das PEI veranlasst, ihre Arbeit zu verweigern und statt sorgfältiger Datenerhebung und -auswertung nur antiwissenschaftlichen Humbug zu verbreiten.

    Wer informiert sein will, muss sich selbst informieren. Der demokratiefeindlichen EU (s. Versuch einer „EU-Verfassung“, Ernennung von vdL zur „Präsidentin“, deren Schließung von Verträgen mit Privatpersonen unter Ausschluss der Öffentlichkeit etc.) und der in Richtung Totalitarismus schreitenden Bundesregierung, die nun auch noch grundgesetzwidrig die Hoheitsrechte der Republik an die privat finanzierte WHO abtreten will ( – also eine Privatisierung der Welt anstrebt, das neue Sklaventum) geht es nicht um „Unterbindung von Desinformation“, sondern um Unterbindung von Selbstinformation.

    Nun zum Kern (aus meiner Sicht) des Artikels:
    „Telepolis, das nur als Hinweis, war als virtueller Raum für die oben erwähnte Grauzone in den Anfangszeiten des Web gegründet worden, weil die Netzkultur damals zu versprechen schien, dass Einschränkungen der wirklichen Welt aufgesprengt werden und einen weltweiten herrschafts- und vorurteilsfreien Diskursraum eröffnen, wozu auch die Open-Source-Bewegung gehörte. Deswegen hatten wir in Telepolis auch die sicherlich übertrieben optimistische Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace von John Parry Barlow 1996 als einen der ersten Texte veröffentlicht, in dem es u.a. heißt: „Wir erschaffen eine Welt, die alle betreten können ohne Bevorzugung oder Vorurteil bezüglich Rasse, Wohlstand, militärischer Macht und Herkunft. Wir erschaffen eine Welt, in der jeder Einzelne an jedem Ort seine oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, wie individuell sie auch sind, ohne Angst davor, im Schweigen der Konformität aufgehen zu müssen.““

    Tele-Polis, ein guter Gedanke. Und lange Zeit schien es so, als ob seine Umsetzung in die Tat gelänge. Mit der Verabschiedung von Florian Rötzer hat sich der Heise-Verlag zugleich von diesem Gedanken verabschiedet. Der Name – da mittlerweile eine eigene Marke – wurde zwar beibehalten, aber ohne weitere inhaltliche Entsprechung, ohne Geist.

    Weshalb Heise so gehandelt hat, weiß ich nicht, die Marktstellung des Verlages war eigentlich so, dass sie das nicht nötig gehabt hätten. Eher im Gegenteil: Bis dahin war Telepolis ein Alleinstellungsmerkmal.

    Als jahrelanger Abonennt von c´t und (überflüssigerweise) auch von heise+ war ich natürlich auch in den heise-foren unterwegs, bis 2020 ohne Beanstandungen seitens der Moderatoren. Mit Beginn der C-Propaganda änderte sich das, erst etwas zaghaft, dann zunehmend übler. Gesperrt wurden vor allem Foristen, die ihre eigene Meinung äußerten (durchaus aus verschiedenen Lagern) und nicht die Staatspropaganda wiederholten. Nach mehrmaligen kurzzeitigen Sperren wurde ich länger gesperrt. Immerhin wurde ich nach einem Schreiben an Harald Neuber wieder freigeschaltet. Durch diesen Schriftwechsel weiß ich (wie übrigens dieGrüneFee s. ihren Beitrag w. o. bemerkte), dass weder Harald Neuber selbst, noch sonst ein Redaktor die Zensur vornimmt, sondern irgendein externes Team von Demokratiefeinden.

    Dann wurde ich – ähnlich wie Luisa, s. ihren Beitrag w. o. – in toto gesperrt, ohne Fristangabe, also nicht nur lebenslang oder für 175 Jahre (wie Assange angedroht), sondern für die Unendlichkeit.

    Meinen Account dort habe ich nicht gelöscht – die wollten mich auslöschen, sollen sie sich die Arbeit machen. Und zu allen meinen dort geposteten Beiträgen stehe ich nach wie vor.

    Meine Abos hatte ich zunächst auch nicht gekündigt – weshalb sollte ich auf eine an sich gute Zeitschrift verzichten? Gekündigt habe ich, nachdem die Lieferung der Zeitschrift etwa drei Monate lang ausblieb. Warum auch immer.

    Das der Heise-Verlag so einen Blödsinn macht, wie früheren Artikeln einen „Disclaimer“ vorzuschalten, darunter ausgerechnet bei einem Artikel von Stanislaw Lem (!!!) – da reicht Kopfschütteln nicht mehr aus. Anscheinend will sich Heise der Stromlinie der herrschenden, von US-Neocons, Altnazis und soziopathischen Milliardären vorangetriebenen Propaganda anpassen. Vorschlag eines Titels für das letzt genannte Konsortium: „Epstein-Universum“.

    Das Umschreiben von Geschichte – aus welcher „Staats“-form ist das bekannt? Mittlerweile werden ja bereits auch Kinderbücher vergangener Jahrzehnte/Jahrhunderte umgeschrieben.

    Würde Pierre Brice noch leben, wäre er lebenslang in Bad Segeberg gesperrt (vermutlich ist er das auch tatsächlich über seinen Tod hinaus).

    Was ist mit Goethes Faust? Das geht doch gar nicht, so was. Also umschreiben:

    „Habe nun, ach! Parteiprogramme,
    Bildzeitung und Lauterbachs Schriften,
    Und leider auch die t-online.de-Seiten
    Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
    Da steh ich nun, ich arme Torende.
    Und bin so inkludiert als wie zuvor!“

    1. „Eine politische „Mitte“ gibt es nicht. Es gibt rechts und links, “

      Das schlimme dabei das diese Spaltung der Gesellschaft von der Regierung und den Medien forciert wird.

      „Tele-Polis, ein guter Gedanke. Und lange Zeit schien es so, als ob seine Umsetzung in die Tat gelänge.“

      Ja dachte ich auch lange Zeit. Und ja es kommen im Gegensatz zum Mainstream immer auch noch kritische Beiträge. In der Regel von irgendwelchen Amerikanern geschrieben. 😉 Damit muss man sich nicht selbst in die Nesseln setzen.
      Nachdem man ja immer gern mit dem Finger auf Amerika zeigt, scheinen deren Professoren noch schreiben zu dürfen was sie denken ohne aus der Uni entfernt zu werden.

      Wenn man diese dann kommentiert wirds allerdings kritisch. Nachdem ich da jetzt mehrfach gebannt wurde wegen Sachen die 1:1 sogar in der Wikipedia stehen, hab ich aktuell keinen Account mehr.

  39. Nach rund 1800 postings bei telepolis über die Jahre und 3 Verwarnungen gabs ein dauerndes Schreibverbot wegen des verlinkens auf eine Palästinenserseite – das war lange vor den aktuellen Ereignissen und nachdem bereits mehrere Staaten Palästina anerkannt hatten und die EU am Weg dazu war.

    Mit Sorge und Ärger betrachte ich das propagandabasierte „Teile und Herrsche“ Spiel mit dem man Volksgruppen sowohl als Nationen auseinandertreibt und gegenseitig aufrüstet, mit Worten und Munition.
    Und zornig werde ich, wenn ich den Umfang aus Arbeit geschaffenen Vermögens sehe, der in Vernichtung statt Wohlstand, Entwicklung und Bildung investiert wird.

    Von den Machtverhältnissen Russland-Ukraine war von Anfang an klar, dass es für die Ukraine keine Chance auf einen Kriegserfolg gab, dass aber dieser Proxikrieg Europa, vor allem die EU massiv schwächen werde und da kommt wohl noch das Schlimmste auf uns zu.

    Wahrscheinlich erleb ich es nicht mehr, aber ich sehe es zu gerne, dass in einer wieder normalisierten Lage die Kriegstreiber, die Schreibtischtäter und Kriegsgewinnler vor Gericht gestellt werden..

    Und weils so schön passt – 2 Minuten nachdem ich die Nachdenkseiten abonnierte, konnte ich mit meinem e-mail Provider keinen Kontakt mehr aufnehmen – internal Serverfehler 😎 fand ich deshalb nicht unkomisch, weil die Kiste ohnehin schon seit geraumer Zeit kompromittiert und überwacht ist.

  40. ‚Dieser Artikel kann auch unter der neuen Regierung gefahrlos gelesen werden.‘
    oder
    ‚Erinnern sie uns nicht an unsere Vergangenheit.‘

  41. Ich wurde dort auch gesperrt. Erstmals ohne Mitteilung oder Erklärung auf einen Post von mir bezüglich des Attentats auf Nordstream. Endgültig dann vor ca einem Jahr nach einem Post auf ein Interview von Harald Neuber mit dem Chef der Foren-Moderation. Da wurde mit Phrasen und Willkürregeln seitens des Forenzesors nur so um sich geworfen. Es handelt sich um einen jungen, ehemaligen SPD-Kommunalpolitiker, der ganz im Geiste von Nancy Faser argumentiert. Was Hass und Desinformation ist, entscheidet der quasi aus dem Bauch und kann beliebig auf alles übergestülpt werden, was seinem Weltbild oder dem befeuerten Zeitgeist widerspricht.
    Traurig und irritierend, was aus Tp geworden ist. Für Florian Rötzer als Mitbegründer, ist das natürlich nochmal eine um das vielfache bittere Pille.
    Falls es ein kleiner Trost ist: ich bin jedenfalls froh hier bei ihm weiterlesen zu dürfen und weiß seine Arbeit und seinen Werdegang sehr zu schätzen. Bin da zum Glück auch nicht der Einzige.

    1. Wenn das stimmt, dass derjenige, der für die Forenzensur verantwortlich ist, ein Typ mit Karriere-Ambitionen in der SPD ist, fände ich das schon ganz schön skandalös.

        1. Danke. Man gewinnt den Eindruck eines recht unbedarften, uninformierten jungen Menschen. Mich würde seine Qualifikation interessieren.

          Allerdings scheint er erst in die verantwortliche Position gekommen zu sein, als schon viele gute Kommentatoren wegen Zensur das Forum verlassen hatte.

          Es stimmt ja nicht, dass Kommentare nur wegen Beleidigungen gelöscht wurden, sondern es wurden aufwendige Kommentare gelöscht, weil sie kritische (ungenehme) Gedanken formuliert oder Hintergrundinfos geliefert haben oder auf kritische Websites verlinkt haben. Wobei die Nachdenkseiten z. B. ja nun echt harmlos sind…

          Wenn man an ein intellektuell hochstehendes Forum die Juso-Messlatte anlegt, das kann nur schiefgehen.

          Warum sucht man nicht Leute 50+ mit etwas geschichtlichem Hintergrund für den Job?

          1. Ja, ich habe das Interview gerade auch nochmal gelesen. Ich hatte es anders bzw. ausführlicher in Erinnerung. Mir fehlen da gefühlt ein paar Passagen, in denen er völlig unkonkret rumlavierte. Kann aber auch sein, dass sich das dann direkt im Forum abgespielt hatte. Neuber und Lassowski waren damals beide unter dem Artikel mit Forumsbeiträgen aktiv. Auf meinen Einwand, dass die Regeln für die Moderation/Zensur aus meiner Sicht nicht wirklich greifbar bzw wischiwaschi nicht nachvollziehbar sind, bekam ich eine Mail von Lassowski, dass ich ein Troll sei und mein Account stillgelegt wird.
            Stimme voll und ganz zu, dass es dafür jemand mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl braucht, um im Forum zu moderieren. Würde mir da persönlich einen 68er (zumindest im Geiste) mit Schwerpunkt auf Bürgerrechte und Meinungsfreiheit wünschen.

            Edit: ich habe gerade bemerkt, dass ich das falsche Interview verlinkt hatte.
            Hier das etwas später geführte mit dem Wischiwaschi von Lassowski:
            https://www.telepolis.de/features/Linksperren-im-Telepolis-Forum-Kein-Pauschalvorwurf-an-Autorenschaft-oder-Medium-9335526.html

            1. Au weia, dieses Interview kannte ich noch nicht. Dieser Lassowski erinnert mich an die Leute, die in meinem Viertel die Grünanlagen „pflegen“.

              Früher gab es Staudenbeete und Blühsträucher, heute wird alles gleichermaßen mit der Motorsense plattgemacht. Ergebnis: Das schnellwachsende Unkraut sprießt sofort wieder hervor, die Stauden sind verschwunden.
              Die Blüh-Triebe der edleren, langsamwachsenden Ziersträucher werden im Herbst/Winter heruntergeschnitten – also im Frühjahr keine Blüten, während die ordinären Heckensträucher ungestutzt zu Bäumen heranwachsen. So haben diese „Gärtner“ nur wenig Grünabfall, den sie entsorgen müssen und die frischen Schnittflächen zeigen trotzdem, dass man irgendwie tätig war. So verkümmern die Blühsträucher, stattdessen haben wir jetzt Ahorn-Wüste.

              Diese Leute sind aber auch keine ausgebildeten Gärtner. Und genauso, wie die nicht einen Giersch von einer Pfingstrose unterscheiden können, fehlen Lassowski und seinem Team politische, juristische, philosophische Kenntnisse, geschichtliches Hintergrundwissen, um Forenbeiträge schnell und sicher zu beurteilen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

  42. Eine Labsal das zu lesen: man ist nicht allein damit.
    Ganze Heerscharen kluger Köpfe müssen die rausgeschmissen haben bei TP.
    Denn das greift einen ja auch an,
    wenn plötzlich so ein ‚Lebenslänglich-Verdikt‘ auf einen niederprasselt,
    für das Schreiben dessen, was man denkt.
    Denken nur noch im einsamen Kämmerlein, zum Lachen in den Keller gehn,
    niemand kapiert mehr Ironie.
    Und wer weiß, was da alles schon die KI macht,
    btw. denen ihre Algorithmen trainiert werden,
    eigentlich mit jeder Äußerung weiter verstärkt werden…

  43. Vor kurzem…

    scheint mir in der heutigen, schnelllebigen Zeit etwas irreführend zu sein. Aber wahrscheinlich hat der Autor nicht herausgefunden, seit wann genau der Disclaimer angezeigt wird.

    Für Nostalgiker gibt es aber auch immer noch die disclaimerfreie Version der Artikel, zum Bleistift:
    https://web.archive.org/web/20221231173916/https://www.heise.de/tp/features/Silvester-ohne-Feuerwerk-4996715.html

    Auf jeden Fall werden sich die etablierten staatstragenden Medien von ARD bis Spiegel freuen, wenn sich die als alternativ verstehenden gegenseitig anpissen.

      1. Anmerkung: Das „http://“ stammt nicht von mir, sondern wurde von der Overton-Software „ergänzt“. Falls jemand die Filterregel verwenden will, dann bitte den Eintrag entsprechend anpassen!

  44. Herr Rötzer wurde ja zum Jahresende 2020 bei Heise/TP als Chef verabschiedet. Geschrieben hat er aber noch bis 2023 für und auf TP, wobei teilweise Artikel von OT übernommen wurden. Es scheint also so, als ob es bis mindestens zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Partnerschaft zwischen OT und TP gab.
    Dadurch, dass die Artikel bei TP zu OT verlinkt wurden, hat TP dazu beigetragen, OT (bzw. den Vorläufer k & k) bekannter zu machen. Man kann sehr schön erkennen, dass in der Anfangszeit OT bzw. k & k nur sehr wenige kommentarfreudige Besucher hatten.

  45. Ja, so ganz verstehe ich Harald Neuber auch nicht. An seinen Artikeln habe ich wenig auszusetzen, aber dass (auch) er offenbar so eine Angst davor hat, dass in alten Artikeln etwas steht, an dem der heutige woke Zeitgeist Anstoß nehmen könnte, dass man sich zu so einem pauschalen peinlichen(!) Disclaimer genötigt sah – darüber musste ich schon den Kopf schütteln.
    Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass die – sicher auch hier – outgesourceten Foren-Admins die Linie bei Telepolis bestimmen, denn immer wieder beschweren sich User über die unverständliche Zensur(!) in den Foren. Das geht witzigerweise so weit, dass im Forum zu einem – durchaus wohlwollenden – Artikel über die Nachdenkseiten User-Beiträge gesperrt werden, die auf einen Nachdenkseiten-Artikel verlinken.
    Als ich bei den Foren-Admins verwundert wegen des Grundes für die Beitragssperre nachfragte, wurde mir dies allen Ernstes mit dem Machwerk „Gegneranalyse“ des mit Staatsknete gepamperten „Zentrum Liberale Moderne“ begründet, nach denen die Nachdenkseiten als bäh (meine Wortwahl) zu betrachten seien.
    Durch meine etwas ironische Entgegnung handelte ich mir dann eine Schreibsperre ein.
    Ich frage mich dann immer: bekommt die Redaktion (unter Harald Neuber) nicht mit, wie das Forum „moderiert“ wird, oder ist das ganz im Sinne der Redaktion (was mich aber – nach Neubers Artikeln zu urteilen – doch sehr wundern würde).

    1. Ich denke es gibt bestimmte Buzzwörter auf die ein crawler anspringt. Einen Bezug zum Inhalt des Artikels scheint nicht vorgesehen zu sein. Wenn man, wie mir geschehen, Argumente aus einem Buch, das der Autor im Artikel verlinkt hatte, anführt, und dann dein Account gelöscht wird, wird klar, das die Diskussion über die Argumente nur simuliert werden soll, nicht von tatsächlichen Forenten geführt!
      Es gibt eine Schar von accounts, die fast immer mit minimaler Zeitverzögerung zum Post, als Rudel auf den Ursprungspost herfallen. Meist nur provozierende Aussagen im Kurzformat oder messerscharfe Argumente mit Quellen, die unmöglich in so kurzer Zeit aus dem Aermel zu schütteln sind. Indiz für eine Datenbank mit zugeschnittenen Erwiderungen.
      Dann gibt es die „Satelliten“ die ins selbe Horn stoßen, aber wohl nicht aktiv gesteuert sind. Von diesen kommt manchmal auch die beleidigte Mitteilung über Löschungen oder Sperrungen. ( Sie fühlen sich doch auf der „richtigen“ Seite und sind deshalb verunsichert).

      Die Qualität des Forums ist mit dem Beginn der Corona Selbstzensur des kompletten Medienökosystems ins nbodenlose gesunke
      Die Unterlassung der kritischen Information über den Coronastaatsstreich(multinational) über die Autorenbeiträge hat sehr schnell die Distanz zur Argumentation im Forum zu diesem Mainstream offenbart.
      Ohne aktive Zensur wäre das schnell auch dem Dümmsten aufgefallen!

      Ab einem gewissen Punkt konnte man eigentlich nur noch die Postings lesen, dort waren über die verlinkung noch Fenster zu unzensierten Infos offen.

      Während der Coronadebatte sind viele Forenten ausgestiegen, oder ausgestiegen worden, so das jetzt eine breite Masse an kriegsgeilen Postings Telepolis zu einem sehr unangenehmen Ort der Diskussion macht.

      Aber wie oben beschrieben, sachliche ruhige Argumente , z.B. zur völkerrechtlichen Situation im Donbass sind unerwünscht, und werden bei den Forenten unterdrückt, obwohl im Artikel darauf verlinkt wird.

      Wenn du gesperrt und möglicherweise sofort gesperrt werden willst, frag den Admin, was aus Frank drebbin geworden ist.
      Deute an, was ihm passiert ist. Zack, schon kommt das 16 Tonnen Gewicht aus den Monty Python Sketchen.

      1. Die Crawler These kann ich untermauern. Wer z.B. zu Corona Zeiten „Ivermectin“ erwähnte, auch im eingeschlafenen 50. Unterthread von vorletzter Woche, hatte binnen Minuten einen Moderator inkl. Sperrung am Hals. Ich wollte es wissen und habe damals genau das ausprobiert.
        Auch die Namen der Provokationsaccounts stehen meiner Meinung nach im Crawler und lösen eine Alarmierung ihrer Inhaber bzw. der Moderatoren (sofern das unterschiedliche Personen sein sollten, ich habe daran Zweifel) aus.

      2. Ich meine mich dunkel an Frank Drebbin aus dem TP-Forum erinnern zu können. Nicht im Guten, wenn ich mich recht entsinne (hoffe ich verwechsle da nichts und tue niemanden unrecht). Was ist denn aus ihm geworden bzw ist ihm passiert?

  46. Der rigorose Zensurismus, der dereinst bei tp einsetzte, war wirklich unerfreulich, aber weder unerwartet noch unverständlich. Womit ich damit nicht meine, dass er gerechtfertigt war.
    Aber tp existierte nie jenseits einer sich unglaublich schnell verändernden gesellschaftlichen Realität. Ich will nicht behaupten, dass ich die Ursachen dessen, was wir erleben, wirklich verstanden habe. Das alles hat etwas von Aufstandsbekämpfung, ohne, dass sich auch nur die Spur von Aufstand erkennen ließe. Davon, dass die erstarkende AFD bürgerliche Herrschaft infrage stellt, kann man mich nicht überzeugen.
    Aber irgendeinen Grund dieser evidenten Ideologisierung muss es geben. Sowas kommt nicht durch göttliche Fügung.
    Der Rest ist dann logisch. Ideologisch formatierte Herrschaft verlangt zwingend die Formatierung des öffentlichen Bewusstseins. Die Methoden sind historisch erprobt. Wahrheitskontrolle durch Kontrolle der Nachricht, Zensur, Sanktionierung der Abweichung, und, von großer Bedeutung, der eigenen Ideologie wird der Rang ewiger Wahrheit zugeschrieben, gerade zu der Heiligkeit.
    Ist halt stürmische See, über die Neuber das tp – Schiff navigieren muss. Er wird wohl diese Erklärung vor alten Texten für eine Art Rettungsboot halten. Zumal man sich vorstellen kann, dass die neuen europaweiten Zensurvorschriften, die, man kann es kaum anders verstehen, Redaktionen zwingen sollen, aktiv “ falsche “ Meinungen, auch wenn diese nach bisherigem Verständnis nicht strafbar sind, zu löschen. Wobei faszinierend ist, wie nahezu ohne Widerstand das Fundament bürgerlicher Demokratie zerstört wird. Da galt mal, dass darüber, was strafbar ist, allein Gerichte entscheiden.

    Egal, tp kommt da nicht raus. Zumal als Publikation von HEISE, mit einer im Kern wokeschistischen Leserschaft. tp passt da schon lange nicht mehr rein.
    Diese alberne Erklärung, ich glaube, die steht auch bei seinen eigenen allen Texten, wird nicht der Höhepunkt dieser Entwicklung bleiben. Es ist ein Zwischenschritt.

    El sueño de la razón produce monstruo. Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.

  47. Hier noch ein Kommentar:

    Marcus Klöckner
    Unterwerfung unter einen woken Zeitgeist – das Online-Magazin Telepolis und ein eigenartiger Disclaimer
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=111618

    Insgesamt ein sehr guter Beitrag, nur ist mir das zu billig, das Ganze als Ergebnis des „Wokeismus“ zu deuten. Hier geht es nur wieder Frontbildung und die Anti-Woken nerven mich mitunter ähnlich stark wie die Woken.

  48. Ich besuche heise und telepolis zufälligerweise schon seit 2021 nicht mehr. Die Zensur gabs bei heise schon immer, irgendwelche Klugsch……er waren dort schon längst „woke“, als es den Begriff noch gar nicht gab. Und wo solche Kasperles mal mit Zensurmacht ausgestattet ihr linkes Spiesser Unwesen betreiben dürfen, da hab ich nichts mehr verloren. Ich fand das damals sehr schade, da es ja auch 2021 schon nicht mehr allzu viel „Journalismus“ gab, der diese Bezeichnung verdiente. Wer seinen Job behalten wollte musste sich entweder den Vorgaben von Vorständen und Aufsichtsrat der Medien Konzerne anpassen oder er hatte keinen Job mehr.

    Roberto Lapuente gehörte auch damals schon in diese Journalisten Kategorie und Telepolis verschwand dann auch aus meinen Bookmarks. Manchmal verlinken die NDS zu einem der seltenen lesbaren Artikel, aber sonst?
    Kein Verlust, mehr Zeit weg vom Computer

  49. Es ist vielleicht auch ein Generationenproblem. Die aktuelle Disclaimer-Variante – etwa hier: https://telepolis.de/-5000609 (übrigens nicht in der Druckversion der Artikel) – mag für Betroffene etwas nervig sein, doch dieser Hinweis gibt schlicht die Wahrheit wieder, denn es hat sich seit dem Jahre 2021 manches geändert.

    Telepolis ist in meinen Augen ein hochwertiges linksliberales Medium mit dem Anspruch, langfristig in die Liga der Leitmedien aufzusteigen. Meiner Erinnerung zufolge deutete Harald Neuber dies sinngemäß in irgendeinem Artikel an, man möchte häufiger zitiert werden, und selbst die Möglichkeit eines Disclaimers für ältere Covidartikel wurde irgendwo als noch nicht ganz ausdiskutierte Möglichkeit erwähnt; wovon ich im TP-Forum vermutlich abriet, allerdings ohne Gewähr, denn ich habe zu Covidthemen sicher über hundert Kommentare geschrieben und höchstens fünf Prozent wurden aussortiert. Die Blattlinie war unter der Leitung des hochgeschätzten Autors Florian Rötzer politisch etwas weiter links, heute deutlich liberaler, und es stand sicher viel weniger Geld zur Verfügung, denn an manchen Tagen musste er höchstselbst gleich mehrere Artikel veröffentlichen. Die Forenmoderation ist schon damals immer autoritärer geworden, denn Foren werden als Visitenkarte mit der Relevanz eines Mediums in Verbindung gebracht werden; was nur Querulatorische frequentieren, das kann so wichtig nicht sein.

    Kurz gesagt, einfach mal locker machen, was den Disclaimer angeht, gerade wenn der Artikel gut war. Und wer in einem Forum gesperrt wird, sucht sich eben ein anderes, in dem die eigenen Gedanken noch geschätzt werden; davon geht die Welt nicht unter. Und im übrigen denke ich als noch immer Ungeimpfter, mein Beitrag hier ist nun schon mehrere Minuten alt und entspricht daher möglicherweise in Form und Inhalt nicht mehr meinen aktuellen Grundsätzen oder denen des Overton Magazins. Ausführliche Informationen zu meinen Grundsätzen finden sich hoffentlich nirgendwo, und sie ändern sich ohnehin ständig; sorry!

  50. Was man feststellen kann, abgesehen von wechselnder Qualität der Artikel auf TP, es gibt einen seltsamen Zwist zwischen Redaktion und Zensur dort. Die Zensur steht im, oftmals, direktem Widerspruch zur Redaktion. Das ganze bleibt merkwürdig unaufgelöst. Hr. Neuber tut so als wisse er das nicht, und die Zensur macht was sie will, mit völlig bescheuerten Begründungen. Das ist eine merkwürdige Dissonanz. Und natürlich ist das Bullshit, Hr. Neuber weiß das, und die Zensur weiß das auch. Wundersam das ganze. Und um ehrlich zu sein, etwas eklig.

    1. Absolut. Ich frage mich ob der Mutterverlag Heise vielleicht die Kettenhunde auf das Stiefkind Telepolis losgelassen hat. Soweit ich weiß, ist dort die nächste Generation an Heise-Erben mehr und mehr am Drücker. Alles Mutmaßung und Spekulation, aber könnte mir vorstellen, dass die eventuell mehr mit dem Zeitgeist einhergehen wollen.

      1. Das Problem ist nicht was der Heise Verlag will, finde ich. Die können ja machen was sie wollen. Das Problem ist der Chefredakteur bzw die Redaktion. Es gibt da 2 Möglichkeiten, entweder Hr. Neuber weiß das als Chefredakteur wirklich nicht, was zu bezweifeln ist. Oder er lügt. Dazwischen gibt es nichts. Und dieses Interview mit dem Chefzensor, eine reine Farce. Gut. Es gibt ein paar gute Artikel, das Forum ist eh tot. Man sollte sich anderen Dingen zuwenden.

  51. krass&konkret via overton kann noch zu einem reichweitenstarken Portal aufwachsen, wenn Florian und Peter ihre persönlichen Dissonanzen beilegen und Peter bei Florian bzw. overton einen Arbeitsvertrag abschließt, sonst endet das Ganze noch in einem massiven Konkurrenzkampf um die letzten linksliberalen, naturreligiösen, menschlichen Ressourcen.

    Das letzte, was sich die Menschheit jetzt noch leisten kann, ist der ungezügelte Zwist imperial orientierter Interessen. Ich rate daher dazu, das Ganze erst mal gemütlich auszusitzen und ab und an und auch mal einen weniger provokativen Kommentar zu schreiben, um der direkten Konfrontation mit der Heise KI aus dem Weg zu gehen, um sich später damit konfrontiert zu sehen, dass ein Beitrag aufgrund der Netiquette eventuell gesperrt wurde, weil die Begriffe ‚Baerbock‘ und ‚Trampolin‘ darin vorkamen.

    Da hilft nur, noch mehr Fantasie und Durchhaltevermögen zu entwickeln.

  52. Oh weh…Telepolis ist schon lange entkernt. seit ich als Kommentator (seit2008 angemeldet) inzwischen dauerhaft blockiert wurde wegen „Fakenews“ Verlinkung auf z.B. die BPK, EU-Parlament, BVG oder Sichtweisen von Kujat zum Ukraine Konflikt ect. nehm ich diese Propaganda Schleuder nicht mehr ernst. Es fällt auf das Alle Kommentatoren mit denen man wirklich hintergründe zu den Artikeln diskutieren konnte verschwunden sind während nur noch Pro NATO, PRO Woke, Pro Pharma also MSM Narrativ usw. übrig geblieben ist. Ich hatte sogar mal ein Abo….nach den ganzen Aktionen der Foren-Fascho-Admins die einen sogar beleidigen und beschimpfen statt zu begründen warum man angeblich gegen deren Richtlinien verstößt…ganz einfach weil die keine Argumente haben….wenns im Bundes Gesetzblatt steht kann man davon ausgehen das es sich um gültige Gesetze handelt…warum man deshalb gelöscht und gesperrt wird bleibt deren Geheimnis. Das letzte was die von mir bekommen haben war mein Kündigung und ein Glückwunsch im Sinne: Bald habt ihr alle „Dauerfrei“…einfach weil den Heise Verlag so bald keiner mehr braucht…einerseits wegen der schwachen qualität aktueller Artikel und zusätzlich wegen der völlig willkürlichen Foren moderation die In nacht und Nebel Aktionen alles löscht was wirklich interessante und gut belegte Beiträge sind und gleichzeitig die User verdeckt beschimpft und beleidigt. vor allem in der Corona Zeit unerträglich…z.B. die Buyx, Drosten, PEI, RKI, Spahn usw. Artikel …die schaffen sich selbst ab…und das ist auch besser so….bei dem ganzen PC/Gender-Korrekt Schund den die inzwischen als Journalismus verkaufen wollen.

  53. Internet-Foren können unter Umständen für die Meinungsäußerungen der Postenden haftbar gemacht werden bzw. juristisch verfolgt werden. Dass die Foren-Beitreiber wie Telepolis sich hier versuchen abzusichern ist verständlich. Wie heute zu lesen kam jemand in Berlin vor Gericht, weil er in einem Video den russischen Angriff auf die Ukraine angeblich irgendwie ok fand (er wurde letztendlich freigesprochen).
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1180321.ukraine-krieg-gerichtsurteil-putin-verstehen-bleibt-straffrei.html

  54. Nach über 10 Jahren Forenmitgliedschaft wurde ich von der dortigen „Moderation“ vor einpaar Tagen endgültig gesperrt: Mir wurden die Schreibrechte für immer entzogen und vorab angekündigt, alle meine Beiträge seit 2014 zu löschen. Schon davor wurde mir vielfach -wegen vorgeschobener Gründe- laufend Beiträge gelöscht und manchmal für einen Tag die Schreibrechte entzogen.

    Diese sehr schwammige wie seltsame Regel wurde bei mir am häufigsten angewandt:

    „Dein Beitrag wurde entfernt, da er von der Moderation als potenziell irreführend oder manipulativ eingestuft wurde. Unsere Community schätzt ehrliche und vertrauenswürdige Diskussionen.

    Beispiele für diesen Verstoß sind:
    – Unzulässige Links im Ermessen der Moderation
    – Unwissenschaftliche Behauptungen
    – Verbreitung von Verschwörungstheorien
    – Bedienen verschwörungstheoretischer Narrative
    – Verbreitung potenziell unseriöser Inhalte“

    Eine bestimmte Begründung, gegen welchen Punkt und wieso ich dagegen verstoßen habe, kam nicht vor!
    Widerspruchsmöglichkeit unter Darlegung der eigenen Sicht, ist nicht vorgesehen. Damit ist der Moderationswillkür Tür und Tor geöffnet!

    Bereits Spekulation in Richtung westliche Machthaber oder deren Narrative genügte, um einen Kommentar gesperrt zu kriegen, wahlweise unter temporärer Entziehung der Schreibrechte.

    Es mutet auch seltsam an, dass hier scheinbar wissenschaftliche Maßstäbe an einfache Leserkommentare gestellt werden.

    Auffällig: Diese Foren-Repression hat seit Oktober 2023, also kurz nach dem Hamas-Angriff, besonders zu genommen, obwohl meine Kommentare sich kaum vom Inhalt her verändert haben.

    Es ist für mich im Grunde erschreckend, dass diese einst freiheitlich linke Plattform zum „Spiegel 2.0“ oder „Tagesspiegel Reloaded“ verkommen ist unter Herrn Neuber ab 2021, insbesondere was den Umgang mit den Kommentaren und seinen Verfassern betrifft, die sich kritisch gegenüber der US-Hegemonie aussprechen.
    Weiß Herr Neuber vom unsäglichen Gebahren der Forenmoderation?

    Die dortige Forenmoderation betreibt mittlerweile in meinen Augen eine US-Hegemon gefällige Meinungshygiene.

    1. „Es mutet auch seltsam an, dass hier scheinbar wissenschaftliche Maßstäbe an einfache Leserkommentare gestellt werden.“

      Allerdings! Das ist ein sehr ambitionierter Anspruch an die Leserkommentare in einem Allerweltsmedium. Aber lassen wir uns einmal kurz auf diese Behauptung ein. In der Wissenschaft ist das Peer Review der Standard. Das bedeutet, dass nur Fachleute derselben Disziplin und in der Regel mindestens desselben akademischen Grades eine Arbeit oder Veröffentlichung bewerten.

      Für welche wissenschaftlichen Disziplinen hat Heise denn genau welche Fachleute mit welchen akademischen Credentials im Zensorenkeller sitzen? Ich denke, da wird die Luft gewaltig dünn. Dass in den Foren, zumindest vor den den großen Säuberungen, nicht ausschließlich ‚einfach Dumme‘ kommentierten, war denke ich nicht zu übersehen.
      Selbst wenn sie die Fachleute hätten (haben sie nicht), könnten diese nicht beliebig Aussagen invalidieren, die objektiv nachprüfbar korrekt sind. Sie müssten diese schon schon sauber widerlegen. Immerhin arbeitet man im Kommentarbereich von Heise bekanntlich streng nach wissenschaftlichen Maßstäben…

      Natürlich dient auch diese Begründung, wie wir aus der Praxis wissen, nur als vorgeschobener, völlig beliebiger Vorwand, um ideologisch nicht genehme Meinungen und Abweichungen vom erwünschten Narrativ zu zensieren.

  55. Dieses Thema hat mich wach gemacht.
    Wenn sie dich einmal bei Telepolis auf dem Kiker haben, wird alles gelöscht und gesperrt. Man will Forenteilnehmer herausekeln, die nicht nur Mißstände und Aswüchse, sondern auch das ganze kapitalistische System angreifen. Reichtum, Grüne usw. haben dort auf ewig Welpenschutz. Danke dass ihr das Thema aufgreift. So ist aus einer einmal guten Informationsseite ein Zuchtinstrument für kritische Kommentare geworden. Werde morgen, wen ich nach der eintägigen Schreibsperre noch mal schreiben darf, einen provokativen Kommetar einsetzen und damit eine dauerhafte Sperre erwirken. Schade, Zensur ist eine Zuchtpeitsche!

  56. Moin

    Alter Schwede – bei mir waren es ein Beitrag mit straffer Kritik wegen/gegen ein(e) zelebrierte(s) Interview zw. H.Neubert und dem Forenadmin (alles verdammt selbstgerecht und selbstverliebt, Bälle wurden sich (so peinlich) zugespielt) – und mein Account wurde anschließend sofort gesperrt (freilich unter Bezugnahme auf vorherige Beiträge von mir, die einer nachträglichen Zensur unterworfen wurden. Eine Beschwerde von mir lieferte eine Sperrung meiner e-mail, woraufhin es mir nicht einmal möglich wr, meinen Account zu kündigen. Aber nicht nur von daher: Telepolis ist schon längere Zeit interessengelenkt, wozu ein Herr F. Rötzer vom Umfang her etwas beisteuern könnte. Aber das möchte ich nicht mal zwingend wissen – auch nicht, ob er nicht will oder nicht kann/darf.
    Juckt mich alles nicht mehr. Mich juckt etwas anderes.

    Es gibt m.E.n. einen super Beitrag von Petra Erler mit Datum 05.03.2024.
    Der Link: https://www.telepolis.de/features/Taurus-Leak-Der-Irrsinn-der-38-Minuten-9646904.html

    Ich bin Baff, sowas noch auf Telepolis lesen zu können. Die Reaktionen von:
    Olle Knolle
    PippiLangstrumpf
    etc.
    erklären sich selbst.

    Interessant, wie plötzlich aus dem Nichts alte Acc reaktiviert werden, neue Acc entstehen, um genau in diese Ideologie der beiden sich einzuklinken, welche den Krieg bis zum bitteren Untergang in ihrer Zielsetzung propagieren.

    Also bitte – wenn dahinter keine organisierte und zielgenaue Steuerungsmaschine steckt, fress ich einen Besen.
    Telepolis ist unterwandert – und das vom Staat.

    LG

    Edit: Gerade einen interessanten Beitragsverlauf im Forum von Telepolis entdeckt:
    https://www.telepolis.de/forum/Telepolis/Kommentare/Russland-erzielt-trotz-Sanktionen-80-Prozent-mehr-Einnahmen-mit-Oel-und-Gas/Was-soll-anderes-bei-rauskommen/posting-43749923/show/
    Ein Teilnehmer „greift“ PippiLangstrumpf an, Olle Knolle „springt ein“. Aber nun bitte, „die beiden“ arbeiten doch für die gleiche Firma.

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