
Eine Waffenschau, die Volk und Führung im Stolz auf „unseren“ Gewaltapparat vereinigt. Natürlich nichts für Drückeberger und „Lumpenpazifisten“! Aber auch keine langweilige Wehrkunde.
Am 6. Juni fand der diesjährige Tag der Bundeswehr statt, gleich gefolgt vom Ehrentag unserer Veteranen und Veteraninnen. Tage der offenen Tür suggerieren in der Regel, dass die Öffentlichkeit Einblick in das Tun und Treiben von Institutionen erhält, die sonst eher im Verborgenen werkeln. Im vorliegenden Fall vermittelt der Begriff allerdings ein Bild, das mehr als schief ist. Wenn z.B. Werkstätten für behinderte Menschen oder Schulen einen Tag der offenen Tür veranstalten, dann öffnen sie nicht einfach ihren Betrieb, um Zuschauer zuzulassen, oder in Schulräumen Interessierten Einblick ins Unterrichtsgeschehen zu gewähren. Das wäre wohl auch eine eher langweilige Angelegenheit.
Tage der offenen Tür sind im Normalfall als Leistungsschauen angelegt, verbunden mit Volksfestcharakter. Während die besagten Werkstätten vorführen, welche Leistungen ihre Mitarbeiter vollbringen und welche Produkte sie herstellen können, zeigen Schulen etwa durch Theater- oder Musikdarbietungen, was ihre Schüler gelernt haben. Doch wie sollten Soldaten ihre Leistungen zur Darstellung bringen? Sie können schließlich schlecht präsentieren, wie sie Städte verwüsten oder Feinde umbringen, also die wirkliche Leistungsfähigkeit ihres Handwerks anschaulich machen. Von daher haftet dem Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr von vornherein etwas Verlogenes an.
„Nah dran, bereit, tapfer“
So lautete das Motto des diesjährigen Tages der Bundeswehr, der in zehn Städten durch die deutsche Armee inszeniert wurde. Das Motto sollte bebildern, wofür die Truppe steht: „Schutz, Verantwortung, Einsatzbereitschaft und Tapferkeit.“ Das galt es mit Vorführungen an diesem Tag den Bürgern nahe zu bringen. Doch schon die Behauptung, die Armee sei für den Schutz der Bürger da, stellt die Welt auf den Kopf. Denn durch die Kriegsdrohung mit einer leistungsfähigen Armee und durch deren Einsatz im Ernstfall werden die Bürger doch gerade gefährdet. Es ist ja genau umgekehrt als üblicherweise dargestellt: Die Bürger sollen als Soldaten oder an der Heimatfront, also mit dem Einsatz ihres Lebens, für die Durchsetzung der Politik sorgen, die nicht das Wohl der Einzelnen, sondern das der Nation im Auge hat.
Eine führende europäische Nation sein zu wollen und damit zur Weltmacht aufzusteigen, ist nun einmal etwas anderes als alles dafür zu tun, dass die eigenen Bürger geschützt sind. Diese haben vielmehr die Konsequenzen des eingeschlagenen politischen Kurses zu tragen, sie werden zur Verantwortung gezogen – im Ernstfall und auch schon bei dessen Vorbereitung. Das bekommen sie zur Zeit ja reichlich zu spüren, in Form von steigenden Preisen, Abgaben und gekürzten Sozialleistungen. Sich für den Staat ganz zu opfern gilt dann als letzte Konsequenz, als ein Akt der Tapferkeit, der im Soldatenberuf zur Selbstverständlichkeit wird und der am ebenfalls neu eingeführten Veteranentag mit Respekt und Anerkennung bedacht wird.
Dieser vom Job erzwungene Opfergang mit seinen wüsten Konsequenzen für Freund und Feind wird am Tag der offenen Tür allerdings nicht vorgeführt. (Jedenfalls nicht bei uns – so weit wie ein US-Präsident, der zu seinem 80. Geburtstag blutige Gladiatorenspiele aufführen lässt, ist man in Europa noch nicht.) Präsentiert werden stattdessen ganz andere Dinge.
„Ein Blick hinter die Kasernentore…“
…dürfen nach Angaben der Veranstalter die Bürger an diesem Tag werfen. Doch dass sie damit über ihre Armee alles Wesentliche mitbekommen, wird ihnen nicht versprochen. Auch wenn sie sich an diesem Tag auf dem Kasernengelände frei bewegen dürfen, bleibt dieser das, was er im Alltag ist: ein Sicherheitsbereich, der streng bewacht wird. Dass die Armee dieses Sicherheitsinteresse auch nur für einen Tag vergisst und in alles Einblick ermöglicht, sollte niemand glauben. Hier wird eine gezielte Inszenierung geboten.
Den Bürgern wird etwas vorgemacht, wie der Kriegsminister, der sich – noch? – Verteidigungsminister nennt, zu erkennen gibt, wenn er die Truppe ganz so präsentiert, als ob sie ein Dienstleistungsunternehmen für die Bürger wäre: „‚Wir sind da!‘ gilt in der Truppe nicht nur am Tag der Bundeswehr, sondern über das gesamte Jahr: für Menschen in unserem Land, für unsere Verbündeten und Partner. Das wissen auch diejenigen in Europa und der Welt, die gewaltvoll Grenzen verschieben und Kriege führen.“
Mit dem Verweis auf die gewaltvollen Grenzverschiebungen wollte der Minister übrigens nicht an den deutschen Einsatz im Jugoslawienkrieg 1999 erinnern, bei dem die Grenzen zwischen den Balkanländern mit Bomben neu gezogen wurden – eine legendäre „Friedensmission“, für deren Sicherstellung heute immer noch Bundeswehrsoldaten als maßgebliche Gewaltinstanz vor Ort sind. Der Minister wollte vielmehr den Bürgern den aktuellen Kriegsgegner Russland vorführen, und zwar als Störenfried für ihr Leben, auch wenn er sich gar nicht am Alltag der Bürger stört, sondern an der Verschiebung der Nato-Grenzen nach Osten.
Demonstriert wird nicht das „für uns“, sondern das „gegen andere“, also die eigene Kriegsbereitschaft. Und die dürfen die Bürger bestaunen an der Ausstattung der Truppe und an den Fertigkeiten der Soldaten.
„Technik zum Anfassen“
Anfassen und Besteigen dürfen die Bürger Gerätschaften, die sie im Alltag gar nicht brauchen und die auch nicht darauf ausgerichtet sind, ihnen das Leben leichter zu machen. Vielmehr zeigen die technisch aufwendigen Gerätschaften, dass der Staat keine Mittel scheut, wenn es um seine Sicherheit geht. Da ist das beste technische Gerät gerade recht, gilt es doch, besser zu sein als andere Staaten; die Technik dient hier pur dazu, andere Mächte zu bedrohen und nach Möglichkeit schon die eigene Überlegenheit, d.h. Schlagkraft so zu demonstrieren, dass die Gerätschaften gar nicht zum Einsatz kommen müssen.
Für die Finanzierung dieser Mittel haben die Bürger geradezustehen, die am Tag der offenen Tür die Militär-Monster bestaunen und hautnah erleben dürfen. Bestaunen als technische Wunderwerke – und das gerade in Absehung von dem Zweck, für den sie beschafft wurden: zur Zerstörung anderer Länder und zur Tötung von Menschen. Betont wird bei der Demonstration dieser Gewaltmittel in der Regel das Gegenteil. Sie seien nur zur Verhinderung des Krieges da, zur Abschreckung, damit der Gegner keinen Angriff auf uns unternimmt.
Glaubwürdig ist eine Abschreckung aber immer nur dann, wenn der Abschrecker auch beweist, dass er bereit ist, diese Mittel einzusetzen, also Krieg zu führen. Dass „wir“ diese Kriegsbereitschaft in unserem „friedensverwöhnten“ Volk endlich als Selbstverständlichkeit betrachten müssen, ist ja auch die Ansage, die von allen maßgeblichen Sicherheitsexperten kommt. Und die Bundeswehr befindet sich überhaupt seit Jahren „im Einsatz“, dokumentiert also in allen möglichen Kriegssituationen – ganz ohne den Ernstfall der Landesverteidigung –, dass sie dazu bereit ist. Ob das jetzt am Horn von Afrika ist, in Jordanien oder auf dem Balkan. Nach dem Abzug aus Afghanistan und Mali herrscht kein Mangel an Einsatzgebieten. Und neue Aufgaben etwa am Persischen Golf oder im Indopazifik stehen schon an…
„Was unsere Frauen und Männer leisten, was sie können, wer sie sind“
Das soll der Tag zeigen. Vorgeführt wird an den verschiedenen Standorten in der Tat das, wofür die jeweiligen Einheiten stehen: So bekommen die Besucher in Kastellaun Fallschirmspringer und Diensthunde der Bundeswehr zu sehen. Munster demonstriert, dass dort keine Kasernen sind, sondern die ganze Stadt im Grunde eine Kaserne ist – mit 22 Dienststellen und 6000 Soldaten bei ca. 15.000 Einwohnern (der Rest sind wahrscheinlich Armeeangehörige). Oder die Besucher werden mit „Fernspähkräften“ in ihrem „natürlichen Habitat“ unterhalten. Unna verfügt über eine Panzerbrigade und führt vor, dass sich auch die tonnenschweren Geräte im unwegsamen Gelände schnell bewegen können. Weißenfels ist Standort des Sanitätsdienstes, der dann gebraucht wird, wenn der Staat beschließt, über Leichen zu gehen und nicht alle Verletzten zu solchen werden sollen.
Bei allen Demonstrationen sollen die Bürger die Geschicklichkeit der Soldaten bewundern, im Umgang mit der Technik oder bei der Überwindung von Hindernissen und Widrigkeiten. Wobei es Letztere nur gibt, weil der Staat durch seine politischen Entscheidungen Widersacher definiert, die er nicht mehr aushalten will. Doch die sind ja nicht Gegenstand der Schau.
„Verteidigungsfähigkeit: keine Sache einiger weniger…“
…nicht nur der „Berufssoldatinnen und Soldaten – es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ So heißt eine weitere Losung. Damit will der Kriegsminister keineswegs daran erinnern, dass die Bürger schon jetzt in vielfältiger Form zur Kasse gebeten werden. Sie sollen vielmehr – einerseits – generell zu einer positiven Haltung zur Armee und – natürlich andererseits – zu einer konkreten Entscheidung für den „Job“ des Kriegshandwerks bewegt werden. Insofern ist ein Tag der offenen Tür immer eine Werbeveranstaltung für den Kriegsdienst.
Er richtet sich daher vor allem an Kinder und Jugendliche, die exemplarisch zum Mitmachen bewegt werden sollen. Durch Mitfahren in einem gepanzerten Fahrzeug sollen sie beeindruckt und animiert werden, sich vorzustellen, dass auch sie einmal ein solches Monstrum steuern könnten. Kinder und Jugendliche können sich testen, ob sie den Anforderungen des Soldatendaseins gewachsen sind, wie die eindeutige Ansage lautet: „Werden Sie selbst aktiv! Messen Sie sich auf unserem Parcours mit den Besten und testen Sie ihre eigenen physischen Grenzen.“
Voll Anerkennung führt die Tagesschau am Abend einen 14-Jährigen vor, der einen schweren Kanister durch den Parcours geschleppt hat und stolz auf seine Leistung ist. Soldat sein kommt da als Leistungssport daher, als Aktivität einer Elite, bei der es eine Ehre ist, dazuzugehören. Unterstrichen wird diese Stellung durch die Anwesenheit von Spitzensportlern. Die Bundesregierung hat schließlich von der DDR gelernt und ihre Förderung der Sportler in vielen Bereichen mit dem Dienst bei Bundespolizei und Armee verbunden. So leistet die Bundeswehr auch im Bereich des Sports ihren Beitrag, in der Konkurrenz der Staaten Punkte zu machen – natürlich auf der Ebene der Repräsentation. Wurden die Sportler der DDR dafür noch als Sportsoldaten geschmäht, gilt dies heute als eine Ehre.
Mit dem Leistungstest, bei dem sich die jungen Leute bewähren können, wird denen, die sich dem Test unterwerfen, vorgemacht, dass es beim Militär auf sie und ihre individuelle Leistung ankäme. Dabei könnte sie ein Blick auf die Uniformen eines Besseren belehren, nämlich klarmachen, dass es beim Militär auf die Leistung des Individuums nur sehr bedingt ankommt. Die Uniform macht ja deutlich, dass Individualität in der Armee keine Rolle zu spielen hat. Die Menschen unterscheiden sich nach Dienstrang und Abzeichen und nach Zugehörigkeit zur Waffengattung.
Das heißt: Sie fungieren mit ihren Leistungen als Rad im Getriebe eines Gewaltapparats – je nach Rang auf Befehl und Gehorsam. Sie sind in dem Getriebe austauschbar, weswegen es auch immer Nachschub – nicht nur bei der Munition, sondern beim Menschenmaterial – braucht. Soldaten mögen sich ja untereinander immer als Kameraden bezeichnen, auch wenn niemand sich diese Form der Kameradschaft ausgesucht hat. Die Wahrheit dieser Kameradschaft ist, dass sie als Zwangsgemeinschaft besteht.
„Blaulichtmeile“
An allen Standorten wurde auch eine „Blaulichtmeile“ aufgebaut – mit Polizei, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten von Maltesern, Johannitern und Rotem Kreuz. Damit reiht sich die Bundeswehr ein in diese Dienste, obgleich sie bis auf das gelegentliche Führen eines Blaulichts, etwa auf den Fahrzeugen der Feldjäger, wenig mit ihnen gemein hat. Schließlich geht es der Polizei darum, die Einhaltung des Rechts zu sichern, durch Drohung von Rechtsfolgen bei Verstoß. Technisches Hilfswerk und Rettungskräfte kommen bei Katastrophen und Unfällen zum Einsatz.
Alle diese Dienste bekommen natürlich auch im Kriegsfall ihre Aufgaben zugewiesen, somit sind sie Bestandteil der Aufrüstung. Nur ist zu beachten: Wenn die Politik sich als Verteidiger der Demokratie in Szene setzt, so sind doch die demokratischen Verkehrsformen im Kriegsfall durch die Notstandsgesetze außer Kraft gesetzt – und damit bekommt die Polizei entsprechend neue Aufgaben. Das Technische Hilfswerk ist auch nicht einfach für den (Natur-)Katastrophenfall eingerichtet. Es war zu Zeiten des Kalten Krieges für die Sicherung der zivilen Infrastruktur zuständig und demgemäß nach dessen Ende Gegenstand von Sparmaßnahmen, die zur Zeit wieder korrigiert werden. Auf die Rettungsdienste kommen im Kriegsfall natürlich auch erweiterte Aufgaben zu, etwa bei der Versorgung von Kriegsopfern im zivilen Bereich, wofür sie jetzt angemessen ausgestattet werden.
„Ein Tag für die ganze Familie“
Bloß zum Zuschauen bei ein paar Fallschirmspringerübungen, beim Auffahren monströser Kriegsfahrzeuge oder bei kurzen donnernden Überflügen von Militärfliegern würden sich wohl nur wenige Menschen einfinden. Also braucht es Unterhaltung und Biergärten, die dann auch fester Bestandteil dieses Tages sind. Dafür gibt es die Auftritte des Heeresmusikkorps Kassel (in Höxter), der Dixiland-Band der US-Air-Force (ebenda) oder des Marinechors „Blaue Jungs“ aus Bremerhaven (in München). Auch die Kirchen sind regelmäßig dabei und präsentieren sich im Rahmen eines Feldgottesdienstes (in Nordholz). Gott findet sich ja stets auf beiden Seiten der Kriegsparteien.
An spezielle Kinderprogramme ist natürlich auch gedacht. Die Kleinen können in einer „Teddyklinik“ (in Weiden) erproben, ob sie das Zeug zum Arzt haben, denn im Kriegsfalle werden viele davon gebraucht. Die Ausrüstungen der Soldatinnen und Soldaten lassen sich zudem in Form einer Modenschau präsentieren. So geht eben Kriegsvorbereitung, sie spricht alle an, denn alle sind nicht nur betroffen, sondern sollen dazu auch noch eine positive Haltung entwickeln. Und wenn es dann zu gelegentlichen Störungen wie in Unna oder Neubiberg kommt, gibt es ja noch die Feldjäger, die ihren Einsatz vorführen können.
Der Bundeswehrtag ist inzwischen kein isoliertes Ereignis, das nur einmal im Jahr stattfindet. Er ist integraler Bestandteil einer Kriegspropaganda, die ihren Fortgang sowohl täglich in den Medien findet als auch gleich weitere Events und Festtage nach sich zieht. Als Erstes den erwähnten Veteranentag am 15. Juni. So geht es „von einer Gewaltsause zur nächsten“, wie ein kritischer Kommentar zur Einrichtung dieses „Ehrentages“ unserer Veteranen festhielt. Wobei natürlich nicht unterschlagen werden soll, dass mittlerweile Veteraninnen genauso Anspruch auf Ehre haben. Nicht zuletzt eine feministische Außenministerin hat zu der neuen Selbstverständlichkeit beigetragen, dass weibliche Selbstverwirklichung auch auf dem Schlachtfeld stattfindet.
Nach den bisherigen Highlights folgt nun am 20./21. Juni der Tag der offenen Tür der Bundesregierung, bei dem die Armee sicher wieder groß rauskommen wird. Und nicht zu vergessen: In deutschen Schulen ist die Bundeswehr inzwischen mit ihren Jugendoffizieren regelmäßig präsent, um das Ihre zum „Schulfrieden“ beizutragen. So kann man schon in Friedenszeiten – zumindest symbolpolitisch – von einem „Volk in Waffen“ sprechen…
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Vielen Dank für den treffenden Artikel. Man fragt sich, wo eigentlich die Millionen der früheren Friedensbewegung geblieben sind? Offenbar ist da ein beträchtlicher Teil ins gegnerische Lager gewechselt und macht jetzt auf „Leider müssen wir aufrüsten für den Frieden“ oder „Vorwärtsgerichtete Abschreckung“ (Macron neulich)…
Die sind großteils schlicht zu alt und bequem geworden. Oder einfach verstorben . Ist ja langsam ein halbes Jahrhundert her. Und wie groß war da eigentlich die Unterstützung von KGB, Stasi & Co. um die NATO zu untergraben?
Außerdem waren damals Vereine, Gewerkschaften, Kirchen und andere Gemeinschaften nich stärker. Heute sind wir alle schön atomisiert ans Smartphone gekettet und überwacht. Auf Facebook wird man keine Friedensbewegung neu gründen. Dort rettet man nur gestrandete Wale. Das wird erlaubt, weil es nicht stört und den Plebs beschäftigt hält. Aber echter Widerstand von unten? Bestimmt nicht. Das wird unsichtbar gemacht mit „shadow banning“.
„Die sind großteils schlicht zu alt und bequem geworden. Oder…“
Oder die 60+ Generation sieht schlicht keinen Sinn darin, als weniger Betroffene das ständig ansteigende Risiko einzugehen, sich für die wirklich Betroffenen zu engagieren und dafür bestenfalls noch angepflaumt zu werden, weil Bundeswehr und Krieg ja so schlimm gar nicht sind… Im Grunde doch eher affengeil, wie von den Kriegsspielen gewohnt, nicht wahr?
Die Wehrpflicht muss endgültig begraben werden. Nötig ist eine Regierung aus AfD und DieBasis. Bitte klicke auf „Oneironaut“.
Schön, dass Sie auf diesem Forum permanent kostenlose (?) Werbung schalten können.
Natürlich gehe ich fest davon aus, dass Sie „Overton“ hin und wieder eine kleine Spende zukommen lassen – lebt der unabhängige Alternativjournalismus doch bekanntlich von Spenden.
An einer Regierung ihrer beworbenen Parteien bin ich übrigens nicht interessiert…
„Ein Tag für die ganze Konsumenten-Familie.“
Bei all dieser typisch Alt-BRD- Herumnörgelei an Kleindetailfragen sollte man werter Herr @Cechura dem geneigten Publikum fairerweise auch sagen, dass man in der neuen multipolaren Weltordnung mit Lumpenpazifismus und Friedenstüchtigkeit nur Stehplätze auf der Zuschauertribüne ergattern kann und wovon der Wohlstand und die Unversehrtheit des Konsums und Verbrauchs letztendlich abhängen. Sie möchten werter Herr @Cechura weiterhin Waren und Dienstleistungen aus der ganzen Welt imperial konsumieren, verbrauchen und ausscheiden als Ausdruck ihrer bürgerlichen Freiheit in Demokratie, aber schutzlos d.h. OHNE miltärische Abschreckung in der multipolaren Ordnung der Welt-Blockkonfrontation.?
Die BRD rettet schon das Weltklima. Der Weltfrieden ist dagegen doch ein Klacks! Wir schaffen das! 😉
Wehrhafte Neutralität wie die Schweiz wäre erstrebenswert für Frieden, aber…
Tja die ehemals neutralen Länder Schweden und Finnland sind schon eingenordet worden. Österreich wird als nächstes umfallen. Dann die Schweiz. Beide Länder machen ja schon Außenpolitik entgegen der Wünsche ihrer Bürger.
Und nu? Cechura als bequemer Rentner blendet wie Sie sagen die Weltlage schön aus. Der Kühlschrank ist voll, die Rente kommt pünktlich und auch die Nachbarn klagen zwar alle über die Treibstoffpreise, aber das ist eher nervig als gefährlich für das eigene Geld. Und von den es ist ja eigentlich doch alles noch gut und nicht so schlecht wie woanders Leuten gibt es viel zu viele.
„…nur Stehplätze auf der Zuschauertribüne ergattern kann…“
Was auch immer für Plätze auf der Zuschauertribüne ziehe ich den Sterbeplätzen auf dem Schlachtfeld entschieden vor. Gekennzeichnete Schlachtfelder außerhalb der Zivilisation für alle Knalltüten, die da unbedingt mitmischen möchten, wären zu begrüßen, insofern dort sich Freiwillige gegenseitig masakrieren und dezimieren könnten, ohne das Leben anderer, die Besseres zu tun haben, zu gefährden.
Bundeswehrtage gibt es schon seit Jahrzehnten, sie waren immer gut besucht. Breite Schichten der Bevölkerung haben das genutzt, um ihr Interesse und ihre Zustimmung zur Truppe zu bekunden. Schon damals gab es auch das Geheule linker Gruppen gegen diesen angeblichen Militarismus, also nichts neues unter der Gutmenschensonne. Ich bin sogar dafür, in Berlin die Strasse “ Unter den Linden“ für eine umfangreiche Militärparade zu nutzen, so wie die Franzosen jedes Jahr auf dem Champs Elysees. Vornweg stets die eindrucksvolle Truppe der Cepi Blanc. Die Pariser finden`s gut und sind begeistert von ihrer Armee. Hoffentlich kommt es auch bei uns zu einem Sinneswandel, wir brauchen mehr Begeisterung für das Militär, Jammerlappen in Zivil haben wir schon genug… Augen geradeaus !
Damals war auch noch der relative Frieden des kalten Krieges und allgemeine Wehrpflicht mit Gewissensprufung für die Wehrdienstverweigerer. Es lebten quchvnoch sehr viele der Kriegsgeneration von der jetzt die letzten wegsterben und mit ihnen die Erinnerung an die Schrecken des Krieges. Mittlerweile haben wir Politiker die Krieg gegen den Russen wieder für eine gute Idee halten.
„…so wie die Franzosen jedes Jahr auf dem Champs Elysees.“
Ja, Herr Doktor, die Franzosen sind eben die Grande Nation! Das ist etwas ganz anderes als das hier!
Sehr geehrter Herr Dr. Klöbner,
mein Nachbar, Herr Müller-Lüdenscheidt erhebt Einspruch und sagt:
Das mit den „Augen geradeaus“ wäre falsch, das muss richtigerweise heißen: die Augen rechts, denn es waren vor allem die rechten Bösmenschen und die Duckmäuser und stracken Befehlsempfänger der bürgerlich-konservativ-liberalen Mitte, die 1939 Polen und 1941 Russland überfallen haben.
Das, Herr Dr. Klöbner, unterscheidet dann auch die Militärparade der Franzbürger in Paris und Franzland von den Deutschen in Deutschland. Die Deutschländer haben nämlich im Zweiten Weltkrieg nicht nur Polen und Russland, sondern auch Franzland überfallen und Paris besetzt oder haben Sie das schon wieder vergessen oder etwa noch nie gewusst?
Viele rechte und bürgerlich-konservativ-liberale Deutschländer konnten sich nach der Kapitulation 1945 auch nicht mehr daran erinnern und das war nur sechs Jahre nach dem Beginn des glorreichen Zweiten Weltkrieges. Vielleicht sollten man treffenderweise sagen: das feige Pack wollte sich nach 1945 nicht mehr daran erinnern.
Das war auch kein „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte, wie das einmal ein strammer deutscher Rechter von der braun-blauen AfD einmal bezeichnete. Das war ein riesengroßer Trümmerhaufen mit vielen Leichenbergen. Viele tote Zivilisten und Soldaten wurden damals nicht einmal bestattet, sondern einfach nur irgendwo verscharrt. Manche konnte man auch nicht gar bestatten, weil fast nichts übrig war, das man hätte bestatten oder beerdigen können. Wenn so eine Granate einen Menschen zerfetzt oder ein Mensch von einem Flammenwerfer verbrannt wird, dann bleibt nicht mehr viel übrig, das man bestatten kann. Andere Menschen wurden von den rechten Bösmenschen und den Befehlsempfängern der bürgerlich-konservativ-liberalen Mitte auch im KZ verbrannt nachdem man sie erschlagen, erschossen, erhängt, erstochen oder mit Giftgas ermordet hatte, weil sie gegen den Krieg der rechten Bösmenschen waren.
R.I.P.
Georg Elser, Widerstandskämpfer,
am 9. April 1945 im KZ Dachau ermordet von rechten deutschen Bösmenschen.
Er wollte den Zweiten Weltkrieg verhindern.
Sowas gab es auch in der DDR. Breite Schichten der Bevölkerung haben das genutzt, um ihr Interesse und ihre Zustimmung zur NVA zu bekunden. Und die NVA machte in Berlin auch Militärparaden, wo das Volk den Militärs zujubelte und begeistert von ihrer Armee war. Jetzt in den Medien: Gefangenenlager für Russen, sind bereit für Bombenangriffe auf Russland, das macht eben einen alten Wehrmachtsfan wieder so richtig lebendig. Er wird aber wieder den Untergang einer deutschen Armee und wahrscheinlich des deutschen Volkes erleben. Einen Wiederaufbau nach dem 3. Weltkrieg wird es nicht geben. Lieber Gott lass endlich Gehirn auf die Erde regnen und das Militär weltweit verschwinden!
Hier und jetzt: WIR SIND AUCH NOCH DA, die Friedensbewegten, die „Lumpenpazifisten“, das „Lumpenproletariat“, die „Drückeberger“,auch wenn die Bundesregiegierung jetzt die Zahl der Kriegsdienstverweigerer verheimlichen will.
Solange sie euch beschimpfen seid stolz darauf Lumpenpazifist zu sein!
„Aber auch keine langweilige Wehrkunde.“
Also gleich echter Kriegseinsatz, lieber gleich zum Orgasmus als ewig lange rumbumsen.
Meine Fresse kann das kurze Leben schön sein wenn man sich keine Sorgen mehr wegen der Rente machen muss🥳🥳🥳🥳🥳
Wer hat eigentlich das Attentat an Trumps Geburtag veranstaltet?
Waren es die Israelis?
Waren es Selenskyjs Nazi-Banditen?
Wem wird,der Attentatsversuch in die Schuhe geschoben, den Iranern, den Russen, den Chinesen oder gleich allen drei???
Diogenes kam einst vom Tag der Bundeswehr zurück.
Einer fragte ihn, ob da eine große Menge versammelt sei.
„Eine große Menge, ja“, erwiderte Diogenes, „aber wenige Menschen!“.
Und Diogenes sprach zu den Gladiolen: So geht mir geschwind aus der Sonne, stört nicht meine Gedankengänge.
Mensch, sei froh, dass ich kein Althistoriker bin, sondern Physiker. Da kommen ja die Kartoffeln aus dem Keller gerannt, wie hier Plutarch und Archimedes fröhlich verhackstückt werden!
Der zweite Teil deines Satzes stammt nämlich sinngemäß von Letzterem – und der wurde dafür prompt von einem Römer niedergemacht.
Zur Beruhigung etwas Lukian:
„Die Nachricht vom Anmarsch Wladimir Putins hatte in Berlin alle Menschen in helle Aufregung und geschäftige Unruhe versetzt: Der eine suchte seine Waffen heraus, ein anderer schleppte Munition herbei. Die einen reparierten die Firewall, die anderen polierten den Taurus – kurz gesagt, jeder packte dort an, wo er sich nützlich machen konnte.
Diogenes, der dem Treiben tatenlos zusah, weil ihm niemand eine Aufgabe gegeben hatte, raffte schließlich seinen Mantel hoch. Er begann, den Pithos, der ihm als Wohnung diente, mit vollem Körpereinsatz den Teufelsberg hinauf und hinunter zu rollen.
‚Was soll das? Was machst du da?‘, fragte ihn einer seiner Bekannten.
‚Damit ich unter so vielen Fleißigen nicht als einziger faul herumstehe, bringe ich eben meinen Pithos ein bisschen in Bewegung‘, lautete seine Antwort.“
„Nah dran, bereit, tapfer“.
Was der deutsche Kommiss darunter versteht, ist bekannt.
Ganz im Sinne von Mechterstedt, Kunduz, Kefallonia oder Lidice.
Gegen unbewaffnete und Zivilisten haben die schon immer die schönsten militärischen Erfolge erziehlt.
Man kann für oder gegen die Bundeswehr sein. Wenn man dafür ist, dann darf man aber nicht nur saubere Panzer, saubere Kampfhubschrauber, saubere Gewehre, saubere Raketen, saubere Kampfmesser, saubere Drohnen, saubere Sprengköpfe, saubere Granaten, saubere Minen, saubere Kampfstiefel, saubere Helme und saubere Uniformen zeigen.
Dann muss man auch schmutzige Leichen, schmutzige Leichenteile, verstümmelte und verkrüppelte Soldaten, abgetrennte blutige Gliedmaßen und Gedärme zeigen, die ganz langsam aus dem Bauch herausquellen.
Jeder eiserne Kriegsorden am blutigen Bande mit goldenem Eichenlaub hat schließlich zwei Seiten: eine glänzende saubere Vorderseite und eine schmutzige, dreckige und blutige Rückseite.
Ist da etwa jemand anderer Meinung? Wenn man einseitig nur eine Seite der Medaille zeigen würde, was wäre das dann? Richtig, das wäre dann ja Propaganda und Journalisten von ARD, FAZ, SZ, WELT, ZDF usw. sagen immer, die würde es nur in rechten und linken Diktaturen geben. Wir leben 2026 in der besten bürgerlich-konservativ-liberalen Demokratie der Mitte, die wir in Deutschland jemals hatten oder ist das etwa eine Lüge?
R.I.P.
Christoph Probst
„Jeder eiserne Kriegsorden am blutigen Bande mit goldenem Eichenlaub hat schließlich zwei Seiten: eine glänzende saubere Vorderseite und eine schmutzige, dreckige und blutige Rückseite.”
Bei der Vorderseite möchte ich entschieden widersprechen, denn sie ist weder glänzend noch sauber, sondern einfach nur einerseits extrem verlogen und andererseits extrem dumm und dabei jederzeit als absolute Herrschaftsstrategie durchschaubar.
Zugegeben, das macht es noch einen Tick unverständlicher, warum das immer noch wie geschmiert funktioniert.
Denn, dass Kriegsgründe immer ein großer Schwindel waren, ist nun wirklich eine der Sachen, die auf allen Kanälen für praktisch jedes Bildungs-Level in den letzten acht Jahrzehnten in extenso durch dekliniert wurde . Man kann nur mutmaßen, dass sich derlei auf einer vorbewussten, gleichsam atavistischen Ebene abspielen muss.
Eine Propaganda-Klaviatur auf der die Herrschaft die technologischen Mittel und inzwischen gelernt hat, besonders virtuos zu spielen. Es scheint da leider einen gewissen manipulativen Vorsprung zu geben.
Der Soldat, der sein Volk beschützt, handelt ehrenvoll. Leider haben viele Zeitgenossen noch nicht verinnerlicht, daß das deutsche Volk überhaupt keine Armee hat. Wer die NATO hat, braucht keine äußeren Feinde.
Beeindruckend. Man spricht von „Ehre“, wenn Menschen lernen, für die Ideen anderer zu morden und zu sterben.
Ansonsten handeln viele Soldaten nicht *ehrenvoll*, sondern *eher voll*. Für gewisse Umtriebe muss man sich nämlich gehörig einen antrinken.
Aber Hauptsache, man hat überhaupt noch äußere Feinde. Nicht, dass am Ende noch die inneren Fragen hörbar werden.
Danke für Deinen Beitrag. Linksextremistische Schwurbelei, wie immer. Äußere Feinde wird es immer geben. Denk nur an Nordstream, so verfährt man mit Gegnern, die sich nicht wehren.
„Äußere Feinde wird es immer geben. Denk nur an Nordstream, so verfährt man mit Gegnern, die sich nicht wehren.“
Du verwechselst äussere Gegner mit falschen Freunden.
„Der Soldat, der sein Volk beschützt, handelt ehrenvoll. Leider haben viele Zeitgenossen noch nicht verinnerlicht, daß das deutsche Volk überhaupt keine Armee hat.“
Deshalb soll die Bundeswehr ja auch auf- und hochgerüstet werden zur konventionell größten Armee Europas. Dafür müssen alle Opfer bringen, vom Obdachlosen bis zum schwerreichen Multimilliardär mit Privat-Flugzeug, Privat-Helikopter, Privat-Insel und der 120-Meter-Yacht. Aber vor allem beim Sozialstaat (Bürgergeld, Arbeitslosengeld, Wohngeld, Krankengeld, Renten, Krebsvorsorge, KiTa-Zusschuss usw.) muss ordentlich „gespart“ werden und den Zahnarzt muss jeder in Zukunft wahrscheinlich auch selbst zahlen. Wenn das Geld dafür nicht reicht, dann muss man eben zum Dremel oder einer anderen Kleinbohrmaschine greifen (gibt es bei Jeff Bezos schon für ein paar Euro) oder mit kaputten Zähnen herumlaufen. In den USA und den Ländern der Dritten Welt (diesen sogenannten „Entwicklungsländern“) haben auch nicht alle Bürgerinnen und Bürger ein vollständiges Gebiss.
Und da machen alle deutschen Parteien mit, von der AfD über CSU, CDU, SPD, FDP bis zu den Grünen. Sogar ein paar Linke sind dabei. Das sind aber keine echten Linken, die tarnen sich nur als Linke und glauben, dass Gendern, Regenbogenarmbinden und Wokismus links wäre. Die ehemaligen grünen Pazifisten sind sogar hellauf begeistert, wenn zukünftig jeder zweite Euro des Bundeshaushalts für Waffen, Panzer, Raketen, Minen, Kampfhubschrauber, Kampfstiefel, Kampfdrohnen, Gewehrkugeln, Granaten, Leichensäcke usw. ausgegeben werden soll.
PS: Dass auch die „Superreichen“ für die Aufrüstung „Opfer“ bringen, das glaube ich allerdings nicht. Die machen riesige Profite mit der Aufrüstung. Wer kein Geld hat, weil er die Raten für das Auto oder die Hypothek für das Einfamilienhaus abbezahlen muss, der kann keine Aktien von Rheinmetall und anderen Waffenherstellern kaufen. Von den Leuten, bei denen das Geld nicht mal für die Stromrechnung und die Miete reicht, wollen wir erst gar nicht reden. Das sind aber dann die Leute, die an der Front den Kopf hinhalten und sterben sollen.
Noch Fragen?
Mit den Deutschen haben sie einfach nur einen Dummen auserkoren, der Geldgeber und Rammbock gegen Rußland machen soll. Mit einer Verteidigungsarmee, wie sie ein gesundes Volk haben sollte, hat das nichts zu tun.
Und ich verstehe das Gejammer über den Abbau des Sozialstaates nicht. Solange die halbe Welt bei uns Schlange steht, um in unser Sozi-System integriert zu werden, kann es nicht so schlimm sein.
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