Studenten, die kaum noch lesen können

Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bild: H.Helmlechner/CC BY-SA-4.0

Immer wieder heißt es, viele der jungen Menschen könnten kaum noch längere und kompliziertere Texte lesen und schreiben. Auch die Studienanfänger würden in Richtung Analphabetismus gehen. Sie wären letztlich die Generation, die zunehmend auf einfache Sprache und Bilder angewiesen ist, was Springer mit der Bildzeitung die Deutschen schon jahrzehntelang gelehrt hat. Jetzt werden auch die Klassiker in einfacher Sprache gelesen und gibt es die tagesschau auf einfach. Da kommen Internet und KI gerade zurecht, um die fehlenden Kompetenzen zu ergänzen und weiter an sich zu reißen.

Die Klagen über die nachfolgenden Generationen sind so alt wie die Schrift und gehören zu kulturkritischen Ritualen. Aber es scheinen sich die Hinweise zu verdichten, dass sich seit zwei Jahrzehnten etwas verändert hat. So soll der IQ, der im 20. Jahrhundert stetig gestiegen ist (Flynn-Effekt: Werden wir immer dümmer?), wieder fallen, während die Leistungen der 15-Jährigen im Lesen, in Mathematik und in der Wissenschaft 2022 auf einen Tiefpunkt gesunken sind. In Deutschland sollen 20 Prozent der Menschen und 26 Prozent der 15-Jährigen eine Lese- und Schreibschwäche haben, also etwa kompliziertere Texte nicht mehr wirklich verstehen. Das betrifft Lesen und Hören.  Kognitive Beeinträchtigungen (Konzentrations-, Gedächtnis- und Entscheidungsprobleme) nehmen zu, vor allem bei jüngeren Menschen. Beobachtet wurde, dass die Nutzung von KI schnell zu einer gewissen Verdummung führt, weil kognitive Kapazitäten ausgelagert werden (Macht die starke Nutzung von Künstlicher Intelligenz dumm?).

Das ist eine Entwicklung, die schon vor mehr als 10 Jahren begonnen hat und weder durch Covid noch KI erklärt werden kann. Vermutet wird, dass die Verbreitung von Smartphones und die Einführung von Notebooks und Tablets im Unterricht eine Rolle gespielt haben könnten. Möglicherweise beschleunigen die Medien auch die seit Beginn der Sesshaftigkeit zu beobachtende Schrumpfung der Gehirne und den weiteren Rückgang der Fertilität. Wenn das Denken an Maschinen abgegeben wird, können zwar neuronale Kapazitäten frei werden und für andere Vorgänge benutzt werden (Die Manager im Silicon Valley halten ihre Kinder längst vom digitalen Sog fern). Noch gibt es aber wenig Vermutungen, wohin die kognitive Reise nach der Auslagerung der alphanumerischen Kulturtechniken gehen könnte.

Nach einer Studie führt bereits die Verwendung von LLMs als Hilfsmittel zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Leistung. Die Wissenschaftler sagen sogar, sie hätten kausale Belege für zwei Folgen der KI-Unterstützung gefunden: „Eine verminderte Ausdauer und eine Beeinträchtigung der Leistung ohne Unterstützung. Bei einer Vielzahl von Aufgaben, darunter mathematisches Denken und Leseverständnis, stellen wir fest, dass KI-Unterstützung zwar kurzfristig die Leistung verbessert, die Menschen jedoch ohne KI deutlich schlechter abschneiden und eher dazu neigen, aufzugeben. Bemerkenswert ist, dass diese Effekte bereits nach kurzen Interaktionen mit KI (∼10 Minuten) auftreten. Diese Ergebnisse sind besonders besorgniserregend, da Ausdauer die Grundlage für den Erwerb von Fähigkeiten bildet und einer der stärksten Prädiktoren für langfristiges Lernen ist. Wir vermuten, dass die Ausdauer abnimmt, weil KI die Menschen darauf konditioniert, sofortige Antworten zu erwarten, und ihnen dadurch die Erfahrung vorenthält, Herausforderungen selbstständig zu bewältigen.“

Derweil verstärken sich die wenn auch oft anekdotischen Belege für einen Niedergang der alten neuronalen Kulturkapazitäten und -techniken. Gerade hat Tyler Jagt, der Literatur und Schreiben lehrt, in The Chronicle Higher Education beschrieben, dass keiner seiner Studenten, die einen 20-seitigen Text durchlesen sollten, dies geschafft habe, was er als Student noch ohne Murren gemacht habe. Ein Student meinte, der Text sei zu lange gewesen und er habe aus dem Blick verloren, um was es in ihm geht.

Jagt verweist auf Berichte, die bestätigen, dass die Länge der von Studenten bewältigbaren Texte sinkt und natürlich auf die bekannte Studie des MIT Media Lab, nach der Nutzer von ChatGPT schnell neuronale Konnektivität verloren und auf neuronaler, sprachlicher und verhaltensbezogener Ebene schlechtere Leistungen als die Kontrollgruppen zeigten. „Dies ist der erste neurophysiologische Nachweis dafür“, schreibt Jagt, „dass die frühzeitige Nutzung von LLMs die Art und Weise, wie das Gehirn Schreibaufgaben verarbeitet, messbar verändert, und er deckt sich mit dem, was wir, die wir vor den Klassen stehen, in Echtzeit beobachten.“

Nach dem neuesten National Assessment of Educational Progress (NAEP) für 2024 liegen 32 Prozent der Zwölftklässler beim Lesen unter dem NAEP-Grundniveau, sodass sie „keine allgemeinen Schlussfolgerungen aus Konzepten ziehen können, die in einem Text explizit dargelegt werden“. 1992 waren es noch 20 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Schüler sei von einer Hochschule angenommen worden. Jagt: „Wir nehmen eine Kohorte auf, die nicht auf Hochschulniveau lesen kann, und tun so, als wäre das nicht der Fall.“ Daher haben die Elite-Universitäten Aufnahmeprüfungen wieder eingeführt und werden diese etwa von Professoren der University of California verlangt. Auch kognitiv wächst so die Kluft zwischen den Ärmeren und der reichen Schicht, deren Kinder in privaten Schulen und Universitäten besser ausgebildet werden.

Wenn die Lesefähigkeit für einen größeren Teil der jungen Menschen so stark eingeschränkt ist, wird dies nicht nur zu einem Problem der Universitäten, der Bildung und der Wissenschaften, sondern auch zu einem der Demokratie. Die basiert auf einigermaßen gebildeten Menschen, die Gesetzestexte lesen und längere, auch kompliziertere schriftliche und mündliche Argumentationen und Diskurse verstehen und beurteilen können müssen. Auch der Verlust des kritischen Denkens könnte mit den digitalen Medien einhergehen, wahrscheinlich schon mit dem Fernsehen. Der Aufstieg der meist rechten Populisten in vielen Ländern könnte auch etwas mit schwindenden Kapazitäten der Aufmerksamkeit und der Kognition und der zunehmenden Denkfaulheit zu tun haben, wenn nur noch kurze und grelle Behauptungen wie in Sozialen Medien rezipiert werden (können) oder von Politikern wie Trump aneinandergereiht werden.

Die Feindschaft des Trump-Lagers und anderer Rechtspopulisten gegenüber Intellektuellen und Professoren sowie Universitäten lässt sich damit erklären (Vance: „Die Professoren sind die Feinde, die Universitäten feindliche Institutionen“). Man will auch den Zugang zur Bildung wieder einschränken und beschneidet Fördermittel. Das findet auch schon ohne AfD, die den Zugang zum Gymnasium beschränken will, in Deutschland statt, wenn das Bafög von der Bundesregierung nicht wie eigentlich im Koalitionsvertrag beschlossen erhöht werden soll.

Jagt sagt zurecht, dass die Entwicklung, wenn sie deren Beschreibung denn zutrifft, systemischer Natur ist, sie kann von einzelnen Institutionen nicht kompensiert werden und wird selbst dann, wenn Staaten einzelne Verbote erlassen, wie etwa den Zugang zu Social Media für Kinder zu beschränken, weiter gehen: „Die Umstände, die zu diesem Zusammenbruch geführt haben, bestehen nach wie vor: die Smartphones, die algorithmisch gesteuerten Feeds, die Auszüge aus Prüfungsvorbereitungsmaterialien, Personalmodelle, die die leseintensive Arbeit den am stärksten prekär beschäftigten Lehrkräften aufbürden, und nun auch noch die Chatbots, die die Sätze der Studierenden zu Ende formulieren, noch bevor diese überhaupt begonnen haben, sie zu formulieren.“

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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14 Kommentare

  1. Gaza, das einzige Gebiet auf der Welt, in dem die Zeit seit mehr als zweieinhalb Jahren stehen geblieben ist … völlig stehen geblieben.

    Nichts als dieses Bild, das sich wiederholt, wiederholt, wiederholt … seit Oktober 2023.

    Seit diesem Zeitpunkt leben die Menschen nur noch mit diesen Feuern, diesem Schrecken, der
    Nacht, dem Schmerz, dem Tod, dem Hunger, der Krankheit, dem Verlust, der Wut, der Zerstörung und der Unterdrückung.

    Das Bild zeigt die jüngsten Luftangriffe der israelischen Luftwaffe auf das Lager Al-Maghazi im Zentrum des Gazastreifens. Die Besatzungsmacht hat ein Haus bombardiert und es vollständig dem Erdboden gleichgemacht; die Zerstörung hat auch die benachbarten Häuser erfasst.

    Alles auf der Welt geht weiter… es schreitet voran… es verändert sich… es wandelt sich, es entwickelt sich, nur in Gaza nicht…

    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

  2. „Der Aufstieg der meist rechten Populisten in vielen Ländern könnte auch etwas mit schwindenden Kapazitäten der Aufmerksamkeit und der Kognition und der zunehmenden Denkfaulheit zu tun haben, wenn nur noch kurze und grelle Behauptungen wie in Sozialen Medien rezipiert werden (können) oder von Politikern wie Trump aneinandergereiht werden.
    Die Feindschaft des Trump-Lagers und anderer Rechtspopulisten gegenüber Intellektuellen und Professoren sowie Universitäten lässt sich damit erklären“

    Ziemlich steile, arrogante und auch bequeme These. Ich habe Alles richtig gemacht und schuld sind nur die dummen Wähler der Rechten.

    Ich widerspreche hiermit. Viele Wähler der AfD zum Beispiel lehnen Immigration ab. Es gibt seid Jahrzehnten keine Partei außer der AfD, die hier ein Angebot haben. Den Wählern der AfD hier indirekt zu unterstellen, Sie lehnen Immigration nur ab, weil Sie zu blöd sind, ist ehrlich gesagt ganz schön vermessen.

    Das könnte man auch auf andere Themen ausweiten. Zusätzlich arbeiten alle anderen Parteien mit genau den gleichen populistischen Methoden um gewählt zu werden. Auch das mit den armen rechten Wählern passt nicht. Viele Wähler der Afd sind Mittelschicht.

  3. Ich glaube das betrifft nicht nur ausschliesslich die jüngere Generation.
    Häufig werden kommentarlos und ohne noch so kurze Inhaltsangabe Videos in Foren und Kommentaren als Beitrag oder Antwort verlinkt.
    Die neokon Postille Tagesspiegel hat auch gerade eine kleine AI Affäre.
    Ich kenne es auch aus der Zusammenarbeit mit Älteren, dass diese nicht in der Lage sind, längere Emails zu erfassen oder zu beantworten.
    Früher hätte man vermutet, so ein Degenarationsprozess würde schleichend und über Generationen erfolgen.
    Eine Metrik bei YT ist übrigens, wieviel Prozent der Zuschauer länger als 30 Sekunden schauen. Und das sind idR Bruchteile derjenigen die das Video anklicken.

  4. Ob die Thesen des geschätzten Autoren zutreffen, wäre zu prüfen. Es sind halt Annahmen, die belegt werden müssten.
    Meine Überlegungen, die ich ebenso wenig belegen kann, würden die Ursachen dort suchen, wo ein linksliberales Bürgertum sie aus sehr prinzipiellen Gründen auf gar keinen Fall zu sehen bereit ist. Bei einem vor unser aller Augen erodierendem Bildungssystem.
    Ich frage mal, wie es denn mit der Nutzung elektronischer Hilfsmittel und sozialer Medien in den aufstrebenden asiatischen Staaten ist. Patentanmeldungen, wissenschaftliche Höchstleistungen usw. kommen von da. Das Handy ist so allgegenwärtig wie hier aber Schulen und Unis sind streng auf Leistung orientiert, halten sich jeglichen wokeschistischen Unfug vom Leibe, haben nur zwei Geschlechter und die bilden Generationen von leistungswilligen und leistungsfähigen Menschen aus.
    Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass meine Vermutungen dichter an der Realität sind?

  5. Es ist ganz einfach und seit den 70ern bekannt: Fernsehen macht intelligente Menschen intelligenter und dumme Menschen dümmer. Mit dem Internet ist es ganz genau so.
    On Top nun die AI-Inflation: jetzt sacken sogar Gymnasiasten ab. Sehe ich gerade täglich.
    Aber die Herausforderung für die kognitiven Fähigkeiten ALLER ist das Smartphone!!!
    Limitiert mal eure eigene use-time, dann versteht ihr…

  6. Das Bildungssystem gehört zum Staat. Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse. Hat diese herrschende Klasse ein Interesse an gebildeten Bürgern?
    Es ist faszinierend wie schnell und gründlich ab dem ersten Schultag die Verblödung ihren Lauf nimmt. Die Lehrer sind mit Feuereifer bei der Sache. Hat man ihnen doch erklärt, das wäre alles modern und wissenschaftlich.

    1. Nun, dieses Interesse hat er schon. Letztendlich waren es , beginnend im 19. Jahrhundert, die bürgerlichen Staaten, die sowas wie die Massenbildung, die Schulpflicht, die allgemeine Alphabetisierung in Gang setzten. Einfach, weil es ein Erfordernis der Industrialisierung war. Herzensgüte der Herrschenden jedenfalls nicht. Auch, dass das Bildungsprivileg der Herrschenden zwar nicht beseitigt wurde, aber auch Bevölkerungsgruppen Zugang zu höhere Bildung hatten, die einst generell davon ausgeschlossen waren, war eine zwingende Notwendigkeit der industriellen Entwicklung.
      Mit der Annahme, dass die Herrschenden die Bildung absichtsvoll verkommen lassen, um ausreichend blöde Untertanen zu züchten, kommt man nicht weit. Wie überhaupt die klassische marxistische Beschreibung des Staates als Instrument der ökonomisch herrschenden Klasse, auf dem sie nach belieben spielen, um ihre Interessen in der Gesellschaft durchzusetzen, nicht erst in der Neuzeit an Grenzen stößt. Man wird nicht ernsthaft beweisen können, das aktuelles staatliches Handeln geeignet ist, Profitinteressen des deutschen Kapitals im Auge zu haben.

  7. „Der Aufstieg der meist rechten Populisten in vielen Ländern könnte auch etwas mit schwindenden Kapazitäten der Aufmerksamkeit und der Kognition und der zunehmenden Denkfaulheit zu tun haben, wenn nur noch kurze und grelle Behauptungen wie in Sozialen Medien rezipiert werden (können) oder von Politikern wie Trump aneinandergereiht werden.“
    Woher der Autor seine Meinung bezieht, ist mir ein Rätsel.
    Bildung und Antibildung haben die gleiche Grundlage, nämlich das Lernen und das Spekulieren. Da kommt es eben auf die Inhalte an. Die merkwürdigen Professoren, die als Experten für Politik im TV auftreten, können schon den Gedanken aufkommen lassen, dass man die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten in den Universitäten einer Überprüfung unterziehen sollte.
    Es gab in Deutschland schon Zeiten in denen es nicht viel besser war. Die Schulen und Universitäten wurden dann im Rahmen der Entnazifizierung gesäubert.
    Populisten sind gegen die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland. Ich denke, das liegt nicht an der Unkenntnis des Völkerrechts. Da kommen Basiseinstellungen zum tragen, wie „wir sollen uns nicht in Dinge einmischen, die uns nichts angehen.“
    Wenn Populisten nicht glauben, dass 2029 die Russen kommen, dann liegt es wohl nicht an der mangelnden Kenntnis der militärischen Ausstattung der Russischen Föderation, sondern weil man nicht versteht, warum die Russen denn kommen sollten, wenn man sie nicht provoziert.
    Für mich ist der schlagende Beweis des gesunkenen IQ, dass die Leute nicht mehr vor dem Abbiegen blinken, sondern erst während dessen oder danach.
    Ich habe noch erlebt, wie es früher war. Für das Gymnasium musste ich eine Aufnahmeprüfung machen. Ich empfand das als Initiation. Jetzt wurde es ernst. In der Obersekunda erklärte der Schuldirektor, dass der Klassenwechsel vom Frühjahr auf den Herbst verlegt wird. Wir würden aber nicht ein halbes Jahr länger machen, sondern hätten zwei Kurzschuljahre: das erste vom 1. April bis 30. November 1966, das zweite vom 1. Dezember 1966 bis 31. Juli 1967. Da aber im Juni das Abi zu Ende war fiel der Juli einfach flach. Das fanden alle super! Niemand protestierte gegen G8. (Bei den Nordlichtern gab es allerdings Langschuljahre). Die Lehrer waren stolz auf uns, und der Rektor gratuliert jedem einzelnen. Zu mir sagte er; „Wacker geschlagen.“ Da war ich doch echt stolz.

    1. „Der Aufstieg der meist rechten Populisten in vielen Ländern könnte auch etwas mit schwindenden Kapazitäten der Aufmerksamkeit und der Kognition und der zunehmenden Denkfaulheit zu tun haben, wenn nur noch kurze und grelle Behauptungen wie in Sozialen Medien rezipiert werden (können) oder von Politikern wie Trump aneinandergereiht werden.“

      Diesen Satz kann man auch gegen den gesamten Blätterwald richten. Wo sind die Details, die harten Fakten über Ereignisse, Politiker, Politstrategien etc. in diesen Medien zu finden?

      Der Vorwurf gegen die angeblich immer populistische AfD, das Internet etc. trifft doch vielmehr auf die „erlesenen Medien“ selbst zu. Dort werden fast ausschließlich Narrative produziert, die in der Regel Schwarz/Weiß-Bilder sind, also Flachwelt vom Feinsten – aber natürlich im Sinne des Mainstream.

  8. Der Elefant im Raum…..
    wird natürlich schön unter den Teppich gekehrt und es werden krude Thesen verbreitet, die Digitalisierung oder KI wäre der Grund für den Niedergang der schulischen Fähigkeiten und Bildung in unserem Kulturkreis.
    Warum ist dann die Jugend Südkoreas, Chinas und Japans nach wie vor ganz vorne, obwohl gerade dort die Kinder bereits weitaus mehr und intensiver mit Digitalisierung und KI aufwachsen?
    Der Niedergang der mathematischen, naturwissenschaftlichen Kenntnisse, des Schreibens und Verstehens etwas komplizierterer Texte ist ja ein Durchschnittswert, der alle Jugendlichen/Schüler beinhaltet, also die, die gute Sprachkenntnisse haben, um auch wissenschaftliche Publikationen zu lesen und zu verstehen und die, die schon damit Probleme haben, die „tagesschau in einfacher Sprache“ zu verstehen.
    Letzere Gruppe hat in den letzten 10 Jahren enorm in vielen westlichen EU-Ländern an Zahl zugenommen. Das drückt den Durchschnitt logischerweise.
    Dann kommen noch Maßnahmen der Kultusministerien der entsprechenden Bundesländer, die Anforderungen in den Schulen stetig nach unten zu senken, um die Misere, die sich mittlerweile in den Schulen abspielt, nicht deutlich werden zu lassen, was politische Gründe hat.
    Viele Firmen bekommen Bewerber, z.B. aus Berliner Gymnasien, die nicht einmal einfachste Schulhofmathematik beherrschen, geschweige denn eine DIN A4- Seite Text halbwegs fehlerfrei und verständlich zu formulieren und an den Unis werden die Anforderungen an die Studierenden auch seit Jahren immer weiter gesenkt. Wo die gestellten Anforderungen stets nach den Dümmsten ausgerichtet werden, kann nichts anderes resultieren, als das was man zur Zeit erlebt.

  9. Die Idiokratie Deutschland, die erste ihrer Art in der sog. ‚westlichen Welt‘, der sog. selbsternannten ‚Wertegemeinschaft‘ der ‚Guten‘ im Sinne der USA, ist zum Spielball perfider PolitikerInnen geworden; mit einem starken Hang zu Despotismus und Neo-Nationalsozialismus in grün-rotem Gewande.

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