Stories aus der Gegenkultur: Wolf Wetzel im Gespräch

Stories aus der Gegenkultur
Quelle: Pixabay, bearbeitet

Was treibt Autoren an? Wieso schreiben, warum äußern sie sich? »Stories aus der Gegenkultur« geht diesen und anderen Fragen auf Du und Du nach.

Die Leser des Overton Magazins kennen ihn, Mister Kohlhaas unchained: Wolf Wetzel. Er hat viel erlebt im Laufe der Jahre, war Autonomer, lieferte sich Schlachten mit der Polizei und legte sich mit dem Verfassungsschutz an. Wolf Wetzel betrachtet die Dinge anders als mancher Salonlinke es tut – aber er verzweifelt auch. Darüber und über anderes sprach er mit Roberto De Lapuente im ersten Teil der »Stories aus der Gegenkultur«.

Die Idee zu diesem Format wurde aus der Not, besser gesagt aus einer technischen Kalamität heraus geboren. Eigentlich sollte ein »Grenzgang« aufgezeichnet werden, eines jener Dreiergespräche, wie wir sie schon gelegentlich aufzeichneten. Ein Mikrofon fiel jedoch aus, sodass Markus Karsten uns den Vortritt ließ. Sich dann und wann mit Autoren aus dem Westend- und Overton-Kosmos, gegebenenfalls aber auch mit anderen Schreibenden zusammenzusetzen um zu sprechen: Das hielten wir in diesem Moment für eine gute Idee.

Wir freuen uns auf Rückmeldungen. Und vielleicht will der eine oder andere in der Kommentarspalten Fragen an Wolf Wetzel richten. Wir weisen aber aus aktuellem Anlass darauf hin, dass von Autorenschelte abzusehen ist.

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64 Kommentare

  1. Warum nennt sich die Seite eigentlich nicht gleich” autonomes Zentrum im Netz”?

    Wäre wesentlich wehrlicher. Ich würde nur im Gegenzug mal gerne erleben, wenn ein Tichy oder ein Stein irgendwelchen ehemaligen Mitgliedern von Wehrsportgruppen eine Plattform bieten würden. Aber das ist natürlich was gaaaaaaaanz anderes.

    Wie sagt der Danisch immer, es sind nicht die Maßstäbe die zum kotzen sind, es sind die doppelten Maßstäbe.

    Wolf Wetzel war nach eigenem Bekunden Mitglied autonomen L.U.P.U.S.-Gruppe und trat für “Nie wieder Deutschland”, gegen das Deutschtum und für den Wiederzusammenbruch ein und solche Leute wollen nun die Demokratie retten und vor allem definieren, wer noch dazu gehört. Die kapitalistischen Erträge aus seinen Ergüssen, die nimmt auch Wolf Wetzel gerne mit, scheint aber ja auch im linken Umfeld akzeptiert zu sein. Ist wie gegen Flugreisen protestieren und selber nach Bali jetten, aber das ist auch was ganz anderes, das ist ja dann privat.

    Im Grunde ist jener Herr Wetzel aus dem gleichen Holz geschnitzt wie Joschka Fischer, auch so einer der Deutschland gerne einhegen und ausdünnen und deutsches Geld an alle verteilen wollte, bloß nicht an die Deutschen.

    Es ist schon absonderlich mit wem sich manche angeblichen Zeitgeistkritiker solidarisieren und wer Hoffnungsträger sein soll. Das ist wie wenn man die Feuerwehr aus aktenkundigen Brandstiftern rekrutiert. Aber zum Glück haben die Linken ja den Merz am Wickel und der hält schon die Barrikade aufrecht gegen die Feuerwehr.

      1. @ OberstMeyer:

        Ich bin Deutscher, da ist es normal pro-deutsch zu sein. Alles andere ist nicht normal und läßt auf ein krankhaftes Verhältnis zur eigenen Herkunft schließen.

        Wie würden SIe und Ihresgleichen denn einen Russen nennen, der sagen würde ich bin anti-russisch?

        1. Du bist nur irgendein Clown aus dem Internet, dem ein Dokument zur Verwahrung gereicht wurde, er würde von der Nationalität her dem deutschen Staats zugeordnet werden und über den, wenn man ihn scheibchenweise screenen würde, nur die biologische Feststellung getroffen werden würde, dass deine Sippe irgendwann aus Afrika auf Wanderschaft ging.

          Wie du Clown mit diesen Zufallszuständen einer willkürlich nationalen Zuordnung darauf kommst sich dieser Zuordnung mit “pro-deutsch” als dein Identitätsbildchen wie die Volksgenossen mit dem 72 Geschlechtereinbildungen zu unterwerfen, kannste deinem Pappkameraden auf deinem Melonenfeld erklären.

    1. Manchmal sagt Mann, also Sie Herr Majestyk, aus Versehen mehr über sich selbst, als über mich. Wie billig ist Ihre Ablehnung, wenn Sie mir “kapitalistischen Erträge” unterjubeln? Ich mache Ihnen einen lukrativen Vorschlag: Wir tauschen unsere Einnahmen. Okay! Dann können wir über die Ökonomie der bronsen-haften Breitbeinigkeit reden.

      1. @Wolf Wetzel:

        Abgemacht. Mein Nachname ist Piel, Sie erreichen mich unter p-71@gmx.de.

        Was ich schreibe und sage, dazu stehe ich auch. Wenn Sie ein Problem haben, daß man Ihre Vergangenheit recherchiert, dann ist das Ihre Sache. Das eigentliche Problem ist aber, daß Sie aus Ihrer Vergangenheit nichts gelernt haben und sich weigern die Einflüße Ihresgleichen auf Deutschland 2023 einzugestehen.

        Sie werden damit leben müssen, daß Sie sich nun einmal öffentlich genacht haben, da kann man leicht nachlesen wo Sie stehen und wofür Sie eintreten und ich sehe da nichts außer dem Wunsch nach Dekonstruktion der Verhältnisse. Jetzt sind Sie eigentlich sogar ein Gewinner der Zeitgeistentwicklung, da Ergebnis gefällt Ihnen nur nicht und Sie verstehen nicht, inwiefern Sie daran Anteil hatten und Sie würden das ja auch weit von sich weisen.

        Was mich an Linken besonders stört ist nicht die Bevormundung oder der Absolutheitsanspruch, das findet man auch bei Rechten und die erklären auch jeden für dumm der nicht ihrer Meinung ist, aber Linke wundern sich dann auch noch über Ablehnung und wünschen sich vom Verlierer auch noch Applaus dafür, daß sie ihm den Lebensraum, die Arbeitsplätze und die Zukunftschancen kaputt gemacht haben.

        1. Sind’se der neue Adolf?
          Falls sie wirklich Werbung tätigen für afd, dann sind’se a schreckliche antiwerbung!
          Nichts für ungut, war und ist meine Meinung!
          Sie ‘Arschloch’!!!

          1. @ Wolf Wetzel:

            Der nächste Schritt liegt doch bei Ihnen, siehe oben, ich habe doch längst OK gesagt.

            Und wie sich mich diffamieren interessiert mich nicht. Ich wußte schon in meiner Jugend was ich von Ihresgleichen zu halten habe. Postfaschisten (auch so ein nettes leeres Kampfwort) sind aber zumindest nicht völlig antidemkratisch. Sie reden heute noch so, wie die Leute die Kurt Schumacher rotlackierte Faschisten nannte. Kommunisten leben auf Kosten anderer. So wie beim Ancien Régime nur ohne Rokoko.

        2. Der Nachname Piel (der Pfeilbastler) ist die eingedeutschte Form der westslawischen Minderheit der Sorben und stammt ursprünglich von deren Wortschatz “Pila” ab.

          Warum du eingebildeter Oberarier, der es für krank hält, seine Herkunft zu verleugnen, deine westslawische Herkunft verleugnest und dir einbildest, du wärst der Megadeutsche vom Melonenfeld, erklärst du deinen arischen Volksgenossen bei der nächsten Gelegenheit millimetergenau.

    2. “ehemaligen Mitgliedern von Wehrsportgruppen”

      Wäre evtl. interessant, was die sagen, nachdem sie nicht mehr wehrsporteln, wieso sie’s nicht mehr machen möchten oder können. Natürlich kommt’s drauf an, was sie sagen. Aber würde das Tichy interessieren, so dass er sich mit ihnen abgibt?

      Dieses “Argument” von Rechten, dass Linke nichts verdienen dürfen, habe ich noch nie verstanden.

      Kommt das aus einer Grundhaltung von Rechten, dass alle mit anderen Ansichten, Hautfarben, Religionen irgendwo weit unter ihnen vegetieren sollten?

    3. “kapitalistische Erträge”, Herr Piel, heißen bei der Steuer Kapitalerträge. Es handelt sich dabei um Erträge aus der Ausbeutung _fremder_ Arbeitskraft (denn Geld arbeitet nicht, auch wenn der Volksmund das Gegenteil glaubt).

      Selbst wenn Herr Wetzel tatsächlich über “kapitalistische Erträge” verfügte, ja wenn er gar Milliardär wäre, würde das seinen Anschauungen keinen Abbruch tun, denn den Kapitalismus, der eine auf die Profit ausgerichtete Form _gesellschaftlicher Arbeitsteilung_ darstellt, _kann man nicht individuell überwinden_.

      Und was hätten “Mitglieder von Wehrsportgruppen” wohl mitzuteilen, das über die Demagogie Ihrer wiederholten Ausführungen hinausgeht? Wie sie beim “Manöver” in der Lüneburger Heide Hakenkreuze in die Baumrinde geritzt haben?

      1. @ Besdomy:

        Aha, Gewalttäter finden Sie also gut, wenn es linke Gewalttäter sind. Der Herr Wetzel und Sie dürften wohl mehr Hakenkreuze geritzt haben als alle Wehrsportgruppen zusammengenommen. Dann wird Nazis raus dazu geschrieben und der Verfassungsschutz notiert das als rechtsextreme Straftat. Im Übrigen war der Herr Hitler aus Ihrem Lager, der war schließlich Sozialist.

        Und ob das Einkommen eine Rolle spielt. Wer sagt, daß er Kapitalismus scheiße findet, aber selber all dessen Früchte genießt, siehe auch Wagenknecht ist unglaubwürdig. Genauso unglaubwürdig wie alle anderen die Wasser predigen und selber Wein trinken.

        Wenn Herr Wetzel Milliardär wäre, dann wäre er einer jener woken Milliardäre, die gerade den Zeitgeist ziemlich vorantreiben. Aber das sind ja alles Sachverhalte die Sie weit von sich weisen.

        Der Lebenswandel eines Menschen hat sehr wohl etwas mit der Beurteilung seiner politischen Aussagen zu tun, siehe die zu kurz geratene Studienabbrecherin Lang, die anderen gerne das Radfahren verordnen möchte und vegane Ernährung, selber aber auch gerne mal mit dem Flugzeug fliegt und Hamburger verspeist.

        Und jemand, der immer gegen alles geschossen hat was Deutschland voranbringen sollte, sei es nun ein Flughafen, eine Startbahn, der Transrapid, Kernkraftwerke, der hier Industriebetriebe weghaben wollteder immer für offene Grenzen eingetreten ist, der sein Leben lang jeden der gegen Enteignung aufmuckte einen Nazi nannte, der hat den jetzigen Zustand des Landes mitzuverantworten. Und wenn es bald immer mehr Verarmung gibt, wenn hier keine Autos mehr produziert werden, wenn hier die Verteilungskämpfe anfangen, wenn man die Alten aus ihren Wohnungen zerren wird, wenn die Überwachung immer mehr zunimmt, dann ist das Ihrer aller Werk und wenn es eine Gerechtigkeit im Leben gibt, dann erwischt es alle Heuchler.

        Kein normaler Mensch will den Kapitalismus überwinden, das wollen nur Kommunisten und jene die sich Feudalzeiten zurückwünschen, was in etwa dasselbe ist, nur rekrutiert sich im Kommunismus der Adel eben aus den Gläubigen.

        Das einzige wodurch die Dummheit von Linken noch übertroffen wird ist deren Scheinheiligkeit, Borniertheit und Bösartigkeit. Sie verdrehen alles. Sie zerstören alle Strukturen, Traditionen, Werte und wenn dann die Gesellschaft kaputt ist, dann sagt Ihr “damit habe ich nichts zu tun, das waren die anderen”. Mit Leuten Ihres Schlages kann niemand in Frieden zusammen leben. Zwischen uns muß dringend wieder eine Mauer her, diesmal aber kommen die Wachtürme auf meine Seite und diesmal wird die Trennung endgültig.

        1. Irgendwo in der Hölle:

          Streicher zum Volkgenossen Adolf Hitler:

          “Mein Führer, im heutigen Deutschland gibt es einen pfeilgestaltenden Volkgenossen, der sich für deutsch hält, obwohl dieser Junge nach meiner wohlerprobten Schädelvermessungsexpertise nur in die Kategorie “unarischer Sorbenmischling sprich ein Westslawe (abgeleitet vom sorbischen Pila) ” fallen würde und der dich, uns, unseren Keppler-Kreis und unseren Kumpels von der Fachgesellschaft zur Studium des Faschismus als “Sozialisten” tituliert, obwohl wir das sozialdarwinistische Ausrottungsprinzip kapitalistischer Monopolgestaltung und unseren ultrakapitalistischen deutschen Industrieoligarchen jeden Profit für sie selbst und zum Zenit ermöglichten.”

          Der Führer zu Streicher:

          “Mein liebster Streicher, warum du mich immer mit diesen unsäglich, diffamierenden Horrorgeschichten aus den deutschen Welten der Gegenwart betrüben musst, habe ich nie verstanden oder wolltest du mir die Hoffnung vermitteln, dass jetzt ein Sorbe Deutschlands Wiedergeburt auf seinem Melonenfeld herbeiphantasiert?

  2. Wolf Wetzel sagt, alle (!) Jüngeren, denen er begegnet, „wollen immer nur, dass des, was jetzt ist, nicht so schlimm ist“.

    Seid ihr denn überhaupt offen für junge Menschen, die etwas anderes wollen und mit teils hohem persönlichen und wirklich solidarischem Einsatz für Ziele kämpfen, die sie nicht nur als „Utopie“ ansehen?

    Interessiert euch, welche Probleme solche jungen Leute mit „Altlinken“ haben?
    Als ich einen vorgestern danach fragte, war seine spontane Antwort: Die Altlinken sind oft kritikunfähig, sofort beleidigt, hören nur noch sich selbst gern reden.
    Er nannte als Beispiel: „Hier bei uns kann ich zu jemandem sagen, ey, das hast du total schei..e gemacht, und trotzdem sind wir Freunde und wissen, dass wir gemeinsam kämpfen“.

    Gäbe es hier Interesse daran, dass eine solche anti-kapitalistische Gruppe (alle unter 30 Jahre) ihre Ziele, Organisation, Aktionen mal vorstellt?

    1. “Gäbe es hier Interesse daran, dass eine solche anti-kapitalistische Gruppe (alle unter 30 Jahre) ihre Ziele, Organisation, Aktionen mal vorstellt?”

      Ja, auf jeden Fall!

    2. Hallo Sabine,
      vielleicht gehört zur Diskussion eben auch, das von mir Gesagte nicht willentlich misszuverstehen: Ich habe nicht von den, also allen “Jüngeren” gesprochen, sondern von den besagten neuen Freunden, die deutlich jünger als ich sind und andere Erfahrungen machen (müssen). Allein das dürfte doch ausreichen, um gutwillig davon auszugehen, dass ich es ganz und gar nicht so meine, wie Sie das haben wollen.

      1. Hallo Herr Wetzel,
        ich finde es schlimm, dass Sie mir unterstellen, das von Ihnen Gesagte „willentlich misszuverstehen“, weil ich „das haben wolle“, und mir indirekt absprechen, „gutwillig“ zu sein.

        Zu Ihrer Erinnerung: Im Podcast sagten Sie (ab ca. Min. 23) wörtlich: „und ich kenn’s auch von allen Jüngeren, die ich jetzt, ehm, sozusagen denen ich jetzt begegne, ne, ehm, mm, wenn ich se jetzt frage, warum oder was, was wollen se anders, dann wollen se immer nur, dass des, was gerade ist, nicht so schlimm ist, ne?“
        Dabei haben Sie „allen“ im Tonfall hervorgehoben.
        Das habe ich mit „Wolf Wetzel sagt, alle (!!) Jüngere, denen er begegnet, „wollen immer nur, dass des, was jetzt ist, nicht so schlimm ist“ wiedergegeben.
        Was ist daran falsch?

        Oben im Artikel steht: „Wir freuen uns auf Rückmeldungen. Und vielleicht will der eine oder andere in der Kommentarspalten Fragen an Wolf Wetzel richten.“
        Deshalb habe ich gefragt, ob Interesse besteht, dass eine junge anti-kapitalistische Gruppe ihre Ziele und Aktionen mal vorstellt.
        Darauf antworten Sie nicht.
        Schade, dass Sie offenbar kein Interesse daran haben, etwas von jungen Leuten zu erfahren, die jetzt genau das tun, was Sie über Ihre eigene Vergangenheit mit Platzbesetzungen, Blockaden usw. erzählt haben.
        Ich selbst habe vor ein paar Monaten schon mal bei einer kleinen spontanen Platzbesetzung nach einer Demo gemeinsam mit den jungen Leuten erlebt, wie es ist, eingekesselt von Polizei in Kampfmontur stundenlang im Nieselregen zu stehen.
        Auch am 1. Mai hatte wir bei einer eigenen sehr stimmungsvollen Demo keine wahre Freude mit der Polizei, die nach friedlichem Demo-Abschluss Einzelpersonen herausgreifen wollte.

        Als ich am Montagabend eine junge Aktivistin, die von Sonderrechten, die die hiesige Polizei sich zur Überwachung von Wohnungen zuschreibt, berichtete, auf den Overton-Artikel zum Verfassungsschutz hinwies, hat sie ihn sich sofort auf ihrem Handy angeschaut.
        Deshalb meine obige Frage, ob ihr umgekehrt auch so offen seid.

        Das haben Sie faktisch verneint, indem Sie unterstellen, mein Vorschlag, die jungen Anti-Kapitalisten selbst zu Wort kommen zu lassen, sei nicht „gutwillig“.
        Meine Güte, was für eine böse Absicht sollte ich dabei haben?

        1. Vielleicht geht es nicht um Absichten, sondern vielmehr darum unsere Absichten zu durchleuchten, um die Repression zu verwirklichen!
          Mein alter ‘Herr Vater’ war ein SPD Karrierist und stieg steil auf mit all den anhängenden Bequemlichkeiten, bis eines Tages etwas geschah…
          Die Korruption mit den Vor und Nachteilen fressen jeden auf, falls die Politik sich ändert. Geholzt wird von oben nach unten, die leidtragenden dürfen alles ausbaden. Egal wo man existiert!
          Die Strukturen sind all umfassend, das ist ein Resultat wo der Mensch sehr schwer herauskommt.
          Von daher sehe ich nur einen Neuanfang mit Ideologien die in einem neuen heutigen und morgigen gerechten Dasein fungieren.
          Wir sollten tatsächlich Abschied nehmen von der überholten Struktur, aber wir müssen uns der aktuellen Zukunft stellen. Das bedeutet Kompromisse, denn die Welt wird immer größer und je größer die Welt ist, desto kleiner werden Kompromisse sein.
          Verschwenden wir keine Zeit und arbeiten für ein WIR.

          1. Zu „Verschwenden wir keine Zeit und arbeiten für ein WIR.“:
            Genau dazu habe ich den Vorschlag gemacht, tatkräftig engagierte kluge junge Leute selbst zu Wort kommen zu lassen, denn dabei könnten sich statt der Vorurteile wesentliche Gemeinsamkeiten zeigen.

            Umso mehr entsetzt es mich, dass Wolf Wetzel mir dabei schlechte Absichten unterstellt.
            Es ist ein Unterschied, ob irgendein Leser oder ob ein fester Autor des Overton-Magazins mit solchen absurden Beschuldigungen auf den Vorschlag reagiert, junge Leute selbst zu Wort kommen zu lassen.

            Dass Wolf Wetzel sich inzwischen Zeit nahm, „TomGard“s Frau völlig grundlos zu diffamieren, aber auf meine Klarstellung zu seinen Beschuldigungen gegen mich nicht antwortet, spricht für sich.

            Quo vadis, Overton-Magazin?

            Ich bedaure inzwischen, dass ich meinen obigen Vorschlag den jungen Leuten heute gemacht habe und sie ihn in ihrem Orga-Team besprechen wollen.
            Morgen sehe ich sie wieder und muss ihnen dann wohl mitteilen, dass das Overton-Magazin nicht bereit ist, sie zu Wort kommen zu lassen.

            1. hey sabine,
              schau:

              wolf:
              “Geht es noch ein bisschen wirrer?”

              j. :
              “leider derzeit nich……sorry”

              wolf:
              “Dann suchen Sie doch eine entsprechend qualifizierte Beratungs-Stelle auf.”

              unter “uns” (gab ja mal “wir”s und gibts ja vielleicht wiedermal dannmal) wär das “einvernehmliche witzigkeit” (spaß) und wärs ein “wir”, dann könnts so weitergehen:

              j. :
              “ich weiß, das is der einzige weg, ne lohnarbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu kriegen, aber diese ganze sich-irre-machn-arbeit nebst spenden an die pharmaindustrie….naja, ka, ja, kann ich nich mehr und mags auch nicht…n bekannter versucht sich grad darin, der is vor ner weile nach nem blinddarmerguß nebst sepsis usw “blutig” rausgeschmissen worden ausm kh, kam dann n paar tage später ins nächste, wo er verschlaucht wurd wegen sepsis, aber überlebte, dann später nochmal einfahren für ne neue bauchdecke und als er dann für die nächste wieder reinsollt, hatter sich geweigert und hat ne “qualifizierte beratungsstelle” aufgesucht…seitdem experimentiert er mit antidepressiva rum (kannt nur eins der benannten, is halt zu lange her) und muß nu 5 wochen psychosomatische reha machn…ka, vielleicht kriegt er ja seine rente danach trotzdem, weil, wenn die theras da seinen “torso” sehen……naja, …die glauben sich, daß mann an dieser erscheinung arbeitsunfähig verrückt werden kann und er denkt, er müsse da noch irgendwie zittern und gaga-guggn , naja…denk nich, daß das nötig is….die eigentliche therapie mußt er die letzten monate/jahre mit sich/ an sich selbst “tun”, schwierig für nen metaller-workaholic+lauf/radsportjunkie, sich nicht mehr bewegen/belasten zu dürfen zur kh-vermeidung+phys. hilfe nur kaufen zu sollen+noch zu können statt sichselbstguttun…..naja, aber 5 wochen “kostenlose” körpertherapie lassen sich vielleicht schon als “urlaub” erleben….ich mag ihn und bin froh, dasser den workaholic loswurd, auch wenn ich seine kh-s in die luft sprengen könnt….”

              naja, bis zum letzten wolf wärs “spaß haben – unter uns”, danach wohl irgendwas mit “notwendige übergänge” (sich irre machen) in den hinteren abteilungen der “psychologie des bürgerlichen individuums” und zwar “mit wille und bewußtsein/heit”….
              hier läuft ja eher n andrer übergang, naja, nich nur hier…deshalb hab ich nun folgend lieber wieder/weiter “spaß” mit den verbliebenen größtenteils noch kreuzvernünftig denkenden bekannten 😉 ……

              1. Zu „hey sabine, schau: …..“
                Genau das meinte ich oben. Du hattest ja wirklich nichts geschrieben, was eine so garstige Reaktion des Overton-Autors menschlich nachvollziehbar machen würde.
                Dir und Tom alles Gute!

              1. hier, großer kultur-widerstandskämpfer…:
                https://web.de/magazine/wirtschaft/biontech-uebernimmt-britisches-ki-unternehmen-38482336#.homepage.four_28_Wirtschaft.Biontech%20%C3%BCbernimmt%20britisches%20KI-Unternehmen.2

                Mainz – Biontech hat die Anfang des Jahres angekündigte Übernahme des auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten britischen Unternehmens InstaDeep abgeschlossen. Diese bislang größte Übernahme in der Firmengeschichte von Biontech umfasst eine Zahlung von insgesamt rund 500 Millionen Euro in bar sowie Biontech-Aktien und noch ausstehende erfolgsabhängige Zahlungen, wie das Mainzer Unternehmen mitteilte.

                Biontech arbeitet nach eigenen Angaben schon seit 2019 mit InstaDeep zusammen und hatte sich im Januar 2022 im Zuge einer Finanzierungsrunde bereits an der in London sitzenden Firma beteiligt.

                Die Übernahme bringt den Angaben zufolge rund 290 Beschäftigte in die Biontech-Belegschaft. Die Übernahme sei Teil der Strategie, Kapazitäten in der von KI-gesteuerten Arzneimittelforschung aufzubauen. InstaDeep soll als Marke erhalten bleiben und als Biontech-Tochter weiter auch Dienstleistungen für Kunden anderer Branchen wie Transport und Logistik, Industrie sowie Finanzdienstleistungen anbieten.

                is zwar “irgendwas mit ökonomie”, aber bezüge zur “pol. ökonomie” der letzten jahre ließen sich finden ….
                DANK für die prügel+kosten(eurer freiheitsaktionen) und gruß zurück…

        2. Nein, so habe ich das nicht gemeint. Aber die Stelle, die Sie erwähnen, gibt es doch nicht her, dass ich “allen” Jüngeren diese recht düstere Haltung unterjubele. Ich meinte ausdrücklich, die die ich kenne und das sind – leicht nachvollziehbar- nicht alle.
          Wenn es andere gibt, also auch mit Utopien, dann stört mich das nicht, sondern freut mich außerordentlich. Ich bin weder persönlich, noch politisch ein Masochist.
          Ihr Angebot, dass sich die antikapitalistisch Gruppe bei Overton vorstellt, finde ich ausgezeichnet und wäre eine Bereicherung. Ich bin nicht darauf eingegangen, weil man das Roberto anbieten sollte/müsste, als dem zuständigen Redakteur. In diesem Sinne …los gehts.

          1. Zu „Aber die Stelle, die Sie erwähnen, gibt es doch nicht her, dass ich „allen“ Jüngeren diese recht düstere Haltung unterjubele.“:
            Und nochmals:
            Ich habe geschrieben „Wolf Wetzel sagt, alle (!) Jüngeren, denen er begegnet, (…)“.
            Genau das haben Sie gesagt.
            Warum hören Sie immer noch nicht damit auf, mir etwas anderes zu unterstellen?

            Zu „In diesem Sinne …los gehts.“:
            Ohne mich, mir reicht’s.

            1. Sabine, ich kenne den Podcast nicht, aber dies “gibt es doch nicht her, dass ich „allen“ Jüngeren diese recht düstere(!) Haltung(!) unterjubele” sagt doch fast Klartext darüber, worum es einem Wetzel in erster und letzter Linie zu tun ist: um seine Befindlichkeit.
              Das ist der abstrakt – allgemeine Witz von “Gegenkultur”, sie wandelt “Gesellschaftskritik” (in Anführungszeichen, weil mit einer echten Kritik ist das nicht zu machen) in Innerlichkeit.

              Als ich mich 1976 in Berlin niederließ, bin ich gleich am 2. Tag einer hübsch treffenden Veralberung dieser Tour begegnet. An einer Bekanntmachungstafel in der Küche einer studentischen Wohngemeinschaft der Text:
              Wer einen Camenbert in den Kühlschrank sperrt, der lebt verkehrt!

              Ich bin alles so leid, daß ich keine Lust habe, zu erklären wie es (zu)geht, daß Mensch auf diesen Trichter einer moralischen Weltsicht kommt, aber ziemlich gute Ansatzpunkte einer Erklärung findet man in dem Text, “Es gibt kein richtiges Sich-Ausstrecken in der falschen Badewanne”, Martin Mittelmeier:
              http://felsenwahn.de/?page_id=18.html

              1. Zu „Ich brauche nun wirklich nicht einen solch irrsinnigen Placebo-Streit.“:

                Dann sollten Sie darauf verzichten, mit irrsinnigen Unterstellungen grundlos Streit anzufangen.

                Wie traurig, wenn ein Autor es nötig hat, im Kommentarforum unter seinen eigenen Artikeln mit absurden Unterstellungen böser Absichten und seiner manischen Projektion, vermeintliche Widersacher seien psychisch gestört, um sich zu schmeißen…..

                Ist Ihnen eigentlich bewusst, wie oft Sie allein in dieser Kommentarspalte seit vorgestern Leser als psychisch gestört diffamiert haben?

                1. das is seit jahren/nunmehr über nem jahrzehnt die tour solcher leute, wetzels tour hier ja auch gleich von anfang an…..blätter zurück, sabine…..wennse nicht alles gelöscht haben, siehste wie ALLE hier diese tour mit ihren cojones-bammseln fuhren und einige nunmehr zum abhängen vorgesehene (diese allzu “rechts” sich öffentlich verortenden) ja noch fahren….
                  schade is wirklich, daß du wetzels blödheit stützt, indemde seinen fehlgegangenen psycho-stempel als “funktioniert” adelst….glaub mir, ich mußt lachen als ich das las, derart “kraß, is der stulle, mann!” – 😆 , daß ich gar nich antworten konnt…… 😉 ….

    3. Wie lange hört man schon den Vorwurf, die Alten wurden die Jungen nicht zu Wort kommen lassen bzw unterdrücken? 200 Generationen, also 10 T Jahre, oder lässt sich das bis Adam und Eva zurück verfolgen? Ich erlebe das Gegenteil des Vorwurfs, viele Eltern sind der fatalen Auffassung, die Kinder unbedingt machen zu lassen, was die so wollen, ohne Rücksicht auf die Umgebung. Und nun, älter geworden, randalieren die Kleinen auf der Straße.
      Die aktuell Aufsehen erregenden Gruppen Junger erinnern auffällig an den Revoluzzer Mühsams, “und er schrie, ich revoluzze, mit der roten Revoluzzermütze, schob sie sich aufs linke Ohr, kam sich höchst verwegen vor.” Also auch schon ein paar Generationen alt.
      Warum sollte den Hirngespinsten unbedingt eine Tribüne gegeben werden?
      Sie werden ja nicht ausgeschlossen, können ja mitreden, aber bitte nicht als Leitartikler in allen Medien. Es reicht, wenn sie in ihren Medien und auf der Straße ihren Senf dazu geben.

      1. Danke Ihnen Herr OberstMeyer!
        Der kreierte Mangel an Zeit, lässt die Familien in ihrer Besorgnis zum ‘sozialen Status’, ihren eigenen Nachwuchs zu vergessen, denn die 24/7/365 Beschallung WWW machts ja alternativ gut und ‘soll’s die ursprüngliche elterliche Erziehung ersetzen.
        Diese Kids im Wunderland haben eine Vollzeitarbeit und erhalten von staatlichen Schulen, geförderte Oligarche Ideen indoktriniert. Nichts mehr mit lernen und sein HIRN zu entwickeln, nee brauche mer net ick guck mal ins Netz.

  3. Und Sie sind sogar so blöd dabei, mich als „Sponti“ zu bezeichnen. Ihre psychischen und politischen Probleme sind hier nicht zu „heilen“.

    , sagte der ehemalige “Autonome, (der) sich Schlachten mit der Polizei lieferte” zu TomGard. Gegenkultur vom Feinsten! Das meine ich ernst: sie ist eine Lüge.

      1. Danke für diesen Rat an Tom Gard. Als Therapeut würde ich gerne wissen, was einen Tom Gard so tastenaffin reitet? Aber, das habe ich Tom Gard schon wissen lassen: Diese Magazin bietet keine therapeutische Hilfe.

        1. Der Oberst gab dem Wolf eine letzte Gelegenheit, sich zu besinnen und zu vergegenwärtigen, was er tut!

          Eigentlich ist es überflüssig, thematisch nicht mal angebracht, meine Polemik zu dokumentieren, auf die Wetzel mit obigem Spruch reagiert hat:
          https://overton-magazin.de/top-story/die-gentechnik-schlachtplatte-steht-bereit/#comment-48101
          Nebst meiner Reaktion, in der ich in Betracht zog, daß Wolf einfach nicht verstanden hat, was ich mit “Sponti” adressiert habe:

          Vielleicht nützt es ja was, wenn ich nochmal eigens auf die beiden „Problem vs. Lösung“ – Sprüche verweise, die ich gebracht habe. Die kennzeichnen ziemlich präzise, was ich im vorliegenden Zusammenhang mit „Sponti“ gesagt haben will.

          Wenn ihr mich Quatschkopf (Guido: “Quatschprosa”) und närrisch heißt, so akzeptiere ich das unter Murren, weil ich es mir verdiene! Absichtlich! Weil ich weder in dem Format hier, noch den Anlässen gemäß, in schulmäßiger oder medial üblicher Prosa Punkt für Punkt auseinanderlegen und vorstellen kann, was ich gesagt haben will, weil es sonst keiner tut.

          Pathologisierung gehört in die Szenerie der Inquisition und des 3. Reiches.
          Eigentlich ist es sogar übler, denn damals gab es wenigstens peripher noch ein gesellschaftlich irrsinnig gewordenes Aufklärungsinteresse, wo denn im Hirn (oder sonstwo in der Physiologie) eines Menschen der “Wahnsinn” hocke, der sich verbal ergieße.
          Heute gießt man ggf. chemische Keulen drauf und gut ist, und ihr schließt euch an.

          Dabei gehe ich jede Wette ein, der Sponti kennt die Auseinandersetzung um die “Antipsychiatrie”, die lange Zeit ein peripherer, aber integraler Bestandteil der Spontikultur gewesen ist, bis in die 90er – ich habe damals Seminare dazu gehalten.

          Schlächtergesellen seid ihr geworden.

          1. “ich habe damals Seminare dazu gehalten.”
            Ich glaube mich zu erinnern,
            Thema war: Wie metzel ich mich ohne Messer und Gabel immer wieder und wieder erfolgreich selber nieder.

        2. Addendum – versteht sich eigentlich von selbst, aber sicherheitsnadelhalber:
          Ich bin echt der letzte, der Zornesausbrüche übel nimmt. Nicht wegen “Glashaus”, sondern weil ich sie in der überwiegenden Zahl der Fälle, da sie mir entgegengebracht wurden, als heilsam erfahren habe.
          Aber das hier ist jetzt kühle Gesprächsführung gewesen. Deshalb “Schlächtergeselle”.

          1. @TomGard
            Ich dachte Sie hätten sich wieder gefangen, da habe ich mich wohl geirrt!

            Immer nur kognitiv wirre Kommentare um sich selbst als der Größte zu präsentieren und alles was andere Leute versuchen, ohne Ihren Perfektionsanspruch zu erfüllen, schlecht zu reden (schreiben).

            Wolf Wetzels Beitrage kann man, anders als Ihre, verstehen und nachvollziehen.

            Also mein lieber TomGard, gehen Sie erstmal in ihren Keller oder machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

            Der Unterschied ist wohl auch, Sie haben keinerlei Erfahrung in der Praxis des Widerstands sondern hören sich nur gerne reden.
            Ihre Kommentare soll wohl kein normaler Bürger verstehen. Somit reihen Sie sich in die Politikerkaste ein, die mit vielen Worten nichts aussagen.
            Herr Wetzel hat erkannt, dass man mit verschwurbelten Texten keinen Normalbürger erreicht.
            Sie aber wollen das gar nicht weil Sie letztendlich nichts verändern wollen!
            Da ich eine ähnliche Entwicklung wie Wolf durchgemacht habe kann ich ihm nur zustimmen, er hat die damalige Zeit gut und richtig beschrieben.

      2. wieso? hat der wetzel sowas gemacht und des is nu der aktuelle anlaß, daß man ihn nich als das bezeichnen darf, was er is? echt ey, mit “but alive” wars toll aufm dach in hamburg, die haben uns ossi-autonomen-tröten erklärt, wie/warum usw die hamburger autos so scheiße sind wie se warn und weiter wurden im laufe der 90-er….ebenso n großteil der kreuzberger… “damals” wurden unsre (ossi- ) autonomen verheizt (waren zum medialen ausschlachten ihrer überlangen u-haft gut und zum in-sporthallen-käfig-haltung without pisspott in rostock und so…)…..antideutschenkram und engste zusammenarbeit so einiger mit ….nuja….n haufen u-boote eben…..später gings um junge leuts (ost wie west)verheizen (@ sabine) zb g8 (oder wars da schon 7?)-gipfel in hamburg (ka, naja, ihr wißt schon, die toll organisierten massenphotosession mit anschließender erkennungssoft/ wie -hardware und so……
        oder hatter (der wetzel) wieder n heulkrampf und phineas hockt schon aufm ko-camp und kann nich trösten?
        wasn der anlaß, oberst? oder biste noch nich gebrieft?

    1. Eher eine feine und altersmilde gewordene (Gegen)Kultur im Umgang mit aufgeschriebenen Tobsuchtanfällen, Projektionen und Metzeleien.

      1. Ich bin immer wieder erstaunt, was andere “lesen”: Ich habe in den Gespräch weder Tobsuchtsanfälle gehabt oder protokolliert, noch Projektionen ausgebreitet und schon gar nicht eine Metzelei betrieben. Sie müssen das mit einigen Kommentaren/Kommentatoren verwechseln. Das auseinanderzuhalten erwarte ich schon.

        1. Das war eine Antwort @Gard, betreff seiner gewohnheitsmäßigen Pöbeleien und Ausraster, direkt unter seinem Ausgangspost gesetzt: “… Gegenkultur vom Feinsten! Das meine ich ernst: sie ist eine Lüge.”
          Wieso mein Kommentar hier unten gelandet ist, keine Ahnung.
          Je länger so ein Faden, desto unübersichtlicher wirds wohl.
          Beste Grüße
          Phineas

  4. Ich kann zwar noch nichts hören bzw sehen, aber doch eine Lanze für Wetzel brechen.
    Und das gerade an dem Tag, an dem sich TP in einem redaktionellen Beitrag schön redet.
    Der Chef höchstselbst definiert seine Taktik als idealen Journalismus (in schwierigen Zeiten). Die Ausgewogenheit der Meinungen preist er, alle Seiten sollen gebracht werden. Ist das Journalismus? Wo bleibt denn dann die Analyse der Fakten, einschließlich deren ständiger Überprüfung? Meinungen können nach Gusto ausgewählt werden, was im Falle des Ukrainekonfliktes TP mit der Meinungshoheit von Barthon und Gulka ideal gelöst hat. Daß dabei den Meldungen der notorischen Lügner, Betrüger und Mörder zum Teil höhere Glaubwürdigkeit zugeschanzt wird, ist wohl mehr Kolateralschaden, der hingenommen werden muss, um als Medium nicht auf der Abschussliste des Mainstreams
    zu landen.
    Es zahlt sich jetzt auch aus, dass das zugehörige Forum von Quälgeistern frühzeitig gesäubert wurde, die TP den Opportunismus aufs Brot schmieren könnten.
    Wetzel ist zu wünschen, dass er lange durchhalten kann. Hier geht es auch um die berufliche und soziale Existenz.

    1. Ganz herzlichen Dank! Ja, Sie haben es sehr gut herausgefühlt: Es ist sauschwer, “durchzuhalten”. Dass das kein individuelles (Leistungs-)Problem ist, sondern ein gemeinsames, wollte ich in dem Interview zur Sprache bringen.

  5. Mal zur Erinnerung!

    “Wir freuen uns auf Rückmeldungen. Und vielleicht will der eine oder andere in der Kommentarspalten Fragen an Wolf Wetzel richten. Wir weisen aber aus aktuellem Anlass darauf hin, dass von Autorenschelte abzusehen ist.”

    Wo bleibt der Anstand?
    Ein bisschen ZEN täte manchmal gut.

      1. Meine persönliche Fibel findet man unter
        ISBN 0-7225-3689-5 mit dem Titel
        10 secrets of abundant happiness
        Natürlich könnte die ‘ancient Chinese Wisdom to enhance your life’
        einen kulturellen Schock verursachen…

  6. “Wolf Wetzel betrachtet die Dinge anders als mancher Salonlinke es tut – aber er verzweifelt auch.”

    Lieber Wolf, das kann ich gut nachvollziehen, denn es ist in der heutigen Zeitenwendezeit nicht einfach keine Zweifel zu haben. Den richtigen Kurs beizubehalten ist z. Z. nicht immer leicht.

    Ich wünsche Dir in dieser schweren Zeit viel Kraft und Mut für dein weiteres Schaffen und hoffe auf noch viele Beiträge von Dir.

    LG Otto0815

    1. Ganz herzlichen Dank! Natürlich freue ich mich, ich brauche es auch, wenn man von anderen gesagt bekommt, dass es ihnen etwas bedeutet. Für mich ist das (vielleicht) eine Notwendigkeit, denn ich habe als “Kind” nur meine Erfahrungen und mein Wissen und das unschätzbar wertvolle Gefühl, mich nicht korrumpieren zu lassen, nicht einmal von den eigenen Entmutigungen. Also vielen Dank.

      1. Vielleicht hilft es, sich den (Vornamens)-Vetter Wolf Haas oder besser seinen Brenner zu Gemüte zu führen und manche Dinge gelassen zu nehmen. Oder Einstein, der gesagt haben soll, das Pfeifenrauchen hilft, menschliche Angelegenheiten objektiver zu betrachten. Kann ich mit gleichem Laster nur bestätigen.

  7. Also was Wolf Wetzel da am Ende des Interviews, unter Zustimmung von Herrn Lapuente (?), zur “Verständlichkeit” und “Unverständlichkeit” äußert, hat mich doch ein wenig schockiert.
    Es ist doch so: Niemand würde behaupten wollen, dass man Naturerscheinungen mit dem Mitteln der Alltagssprache erfassen und erklären kann. Deshalb ist der gesamte heutige Bildungsweg, von der Schule angefangen, davon geprägt, die Menschen in das naturwissenschaftliche Denken UND selbstverständlich in die dazugehörige mathematisch-naturwiss. Begrifflichkeit einzuführen.
    Aber in Bezug auf gesellschaftliche Erscheinungen, die wir noch immer viel weniger beherrschen, als die Natur, soll das merkwürdigerweise nicht gelten. Da hält angeblich die Alltagssprache (und die gängige liberale Welterklärung gehört im Kapitalismus als dominante natürlich gewissermaßen zur Alltagssprache) alle zum Verständnis nötigen Begriffe bereit und wer diesbezüglich die Alltagssprache verlässt bzw. glaubt verlassen zu müssen, der “schwurbelt” (ein Wort, das während der Corona-Zeiten plötzlich zu neuen Ehren gekommen ist), “labert”, “schwafelt” und ist sowieso “ein Ideologe”.

    Sorry, aber wer sich auf dieses groteske Vorurteil einlässt, der kann in seinem Verständnis natürlich nur an der Oberfläche kratzen und allenfalls Phänomene beschreiben.
    Eigentlich ist’s ja noch verrückter, denn in der Alltagssprache selbst kursieren durchaus punktuelle Einsichten wie “It’s the economy, stupid!” und dergleichen. Aber auch die werden einfach hier und da abgesondert, ohne daraufhin tiefer in die Materie einzusteigen oder zumindest anzuerkennen, dass man über den Alltagsverstand hinaus tiefer vordringen müsste.

  8. Das Jungvolk ist bis 13 Uhr
    net schlauer als tags zuvor.
    Das Altvolk hat Schlag 8
    auch nix zu Wege gebracht.

    Mir ist sooo langweilig. Hab grad Urlaub und les den Blödsinn hier.
    Jaja, die Jungen, oh Gott, oh Gott. Schlimm wirds enden.
    Die Alten? Ohjemine, ohjemine, die hamms doch verbockt.

    Die Jugend heute – Sodom und Gonorrhoe!
    Und von wem kommts? Haben die „Alter-Sack-hüpfen“ gespielt?
    „Ihr wisst ja net, wie gut ihr´s happt!“
    „Wir haben damals …“ – Genau. Hammwer. So in etwa.

    „Die Kinder Gabriels haben die Macht.“ Sachte wer?

    Meiomei.

    Da macht die Foristin Sabine Schulz einen sehr guten Vorschlag zur generationsübergreifenden Diskussion – und dann kommt Plattheit über Plattheit.

    Wer den Eindruck hat, die Jugend sei fürchterlich, ungebildet, ignorant und strotzdoof, sollte sich mal fragen, was er oder sie dazu beigetragen hat.

    Eine vierjährige Großnichte von mir hat sich eine Einhorn-Serie auf dem Smartphone ihrer Mutter heruntergeladen und das auf ihr Tablet übertragen. Eine herausragende Leistung (die ihr natürlich Ärger eingetragen hat, aber ich hatte das Vergnügen, mich schützend dazwischen werfen zu können). Ok, vom Krieg weiß sie noch nicht viel. Das ist aber auch gut so.

    Das hat mit “der Jugend” nix z tun? Ja, und?

  9. #Buchbeginn “Die Ästhetik des Widerstands”

    “Rings um uns hoben sich die Leiber aus dem Stein, zusammengedrängt in Gruppen, ineinander verschlungen oder zu Fragmenten zersprengt, mit einem Torso, einem aufgestützen Arm, einer geborstnen Hüfte, einem verschorften Brocken ihre Gestalt andeutend, immer in den Gebärden des Kampfs, ausweichend, zurückschnellend, angreifend, sich deckend, hochgestreckt oder gekrümmt, hier und da ausgelöscht, doch noch mit einem freistehenden vorgestemmten Fuß, einen gedrehten Rücken, der Kontur einer Wade eingespannt in eine einzige gemeinsame Bewegung.”

    “So,” schrieb ich mal hier, “geht es, Seite um Seite, immerwährend weiter im Text, ein riesiges Ringen, auftauchend aus der weißen Fläche feinen Papiers. Eine Hand, aus dem rauhen Grund gestreckt, zum Griff bereit, aus der Vergangenheit geronnen auf Papier zwischen roten Buchdeckeln wartend auf… Lesende…

    Kultur und Bildung stellen ein Instrument zur emanzipatorischen Subjektwerdung dar, um Widerstand gegen Unterdrückung und ausbeuterische Arbeitsbedingungen zu entwickeln.”

    Und so gesehen blieb vom vorgestern konsumierten Audiohappen neben dem leicht defaitistischen Anklang der beiden bürgerlichen Publizisten doch etwas Anregendes hängen, dafür dieses (einen Bogen schlagende) “Dankeschön”:

    Von Peter Weiss erstmals gelesen hatte ich umbei 2013 in der von Irmtrud Wojak verfassten umwerfenden Biographie von Fritz Bauer, allerdings nur in Verbindung mit dem berühmten Bühnenstück von Weiss anlässlich des Frankfurter Auschwitz Prozesses (dem im Jubiläumsjahr 2013 gefühlt mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde denn heuer).
    Die 2016 erschienene Neuausgabe aller drei Bände der Ästhetik des Widerstands (Band 1 erschien 1975) erhielt ich an Weihnachten desselben Jahres, erinnere mich dank meiner Notiz an einen Vortrag beim 33C3 mit einer Empfehlung zu diesem Buch am Ende des Vortrags “Durchmarsch von rechts”, das waren noch Zeiten, nun ist er durch und ich habe das Gefühl, “wir” merken vor lauter Kulturschock gar nichts vom herrschenden Nationalismus und Militarismus… eine rhetorische Feststellung. Jetzt kommt der Bogen!

    Im Mai diesen Jahres sandte ich eine Blognachricht und im Anschluss eine E-Mail an Herrn Wetzel samt meiner Telefonnummer und dem Angebot, falls Interesse bestünde, eine wuchtig geratene PDF eines bemerkenswerten 1965 erschienenen Büchlein von Fritz Bauer zu teilen, die sich sozusagen mit dem Mythos des Widerstands quer durch die Zeiten beginnend (bei einem ägyptischen Bauer zur Pharaonenzeit) beschäftigt. Das Angebot steht (nun öffentlich).
    Lassen Sie sich – vor allen Dingen als verantwortungsbewusste Publizisten – nun bitte mal nicht unterkriegen.

  10. Hallo Herr Knarr,
    danke für Ihre Ermutigung – auch wenn ich immer wieder erstaunt bin, dass ich nun auch ein “bürgerlicher Publizist” bin. Dieses Etikett hat mir noch gefehlt. Wenn ich dort aufgenommen werde, sage ich Bescheid.
    Was die angebotene Broschüre über Fritz Bauer angeht so können Sie mir diese gerne schicken: wolfwbox-mail@yahoo.de
    Und es freut mich sehr, dass Sie bei dieser Gelegenheit den “bürgerlichen”? Autor Peter Weiss erwähnen. Wenn das “bürgerlich” ist, dann möchte ich gerne dazugehören.
    Peter Weiss’ “Ästhetik des Widerstandes” ist sozusagen ein Logbuch für ein Leben, das sich gegen gegen jede machtpolitische Vereinnahmung wehrte und auch über das Werkzeug der Denunziation. Sollte wir also auch immer schauen, ob wir es besser/anders machen.
    Und wirklich herzlichen Dank für die Aufmunterung, mich nicht unterkriegen zu lassen.

    1. Dank für Ihre Antwort. Die Broschüre (nicht über Bauer, sondern ein bürgerlich angehauchter Abriss des Widerstands in der Geschichte) hat den Postausgang verlassen und ich hoffe, Yahoo kommt auch mit der Dateigröße klar.
      Gegen eine Verwerkzeug von Denunziation zwischen uns beiden: Hiermit meinen Dank für die Vorhaltung eines Exemplars an die Bibliothek der Helmut-Schmidt Universität der Bundeswehr zu Hamburg-Jenfeld (die übereifrig wie wahllos und vor allen Dingen zwecklos Seiten mit ihren Stempeln markierte).

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