Statt Dunkelflaute eher Hitze-Blackout wegen Kühlwassermangel für Atomkraft

AKW Paks an der Donau. Bild: mvm.hu

Die Stromversorgungslage ist vor allem, aber nicht nur, in Südosteuropa prekär. Besonders dramatisch ist sie in Ungarn. Das Atomkraftwerk Paks steht erstmals kurz vor der vollständigen Abschaltung, 40 Prozent der Stromproduktion des Landes sind schon ausgefallen. Dass eine Turbine noch produziert, liegt nur an einer Notverordnung, die erlaubt, die Donau über den Grenzwert von 30 Grad aufzuheizen. Da auch in Rumänien, Frankreich und sogar an kühlen Bergflüssen liegende Atomkraftwerke in der Schweiz abgeschaltet oder gedrosselt werden, sind die Strompreise hoch.

Alle Jahre wieder könnte man sagen, müssen wir auf Overton über die Abschaltungen von Atomkraftwerken (AKW) berichten, da wegen Dürre und Hitzewellen Kühlwasser für die Meiler fehlt, die ja angeblich die Grundlast in vielen Ländern sichern sollen. Das sollte gar kein Thema mehr sein, ist es aber, weil sich die Lage Jahr um Jahr zuspitzt. So wurde das im vergangenen Jahr deshalb erneut zum Thema, da sogar AKWs, die an eigentlich kühlen Flüssen, die aus den Schweizer Alpen gespeist werden, gedrosselt oder erstmals sogar abgeschaltet werden mussten. So war das dieses Jahr sogar schon im Juni. Zum Monatswechsel mussten beide Meiler im Schweizer Beznau wieder heruntergefahren werden, weil die Aare erneut über die Marke von 25 Grad aufgeheizt worden war.

Von „kühlen“ 25 Grad können zahllose verendenden Fische und andere Tiere in der Donau nur noch träumen. Denn am Atomkraftwerk Paks, das bis zu 50 Prozent des gesamten Strombedarf des Landes deckt, gilt eigentlich ein Grenzwert von 30 Grad. Da Strom fehlt, wurde, wie schon in Frankreich gesehen, per Notverordnung auch dieser schon hohe Wert außer Kraft gesetzt. In der südfranzösischen Garonne hing schon 2022 der zarte Hauch von faulem Fisch über dem Wasser und es konnten Kadaver großer Fische bestaunt werden. Sogar in der Schweiz, mit niedrigeren Grenzwerten, wurde im gleichen Jahr ein Fischsterben festgestellt.

„Wir waren nachts einen Millimeter entfernt“, hatte der Bayrische Rundfunk am Donnerstag Ungarns Premierminister Peter Magyar zu der Lage am Atomkraftwerk Paks zitiert. „Ungarn: Wegen Donaupegel – AKW entgeht Abschaltung knapp“, titelte der Sender. Hier haben wir es erneut, wie oft im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, mit der einer Sprach-Akrobatik zu tun, die mehr verschleiert als aufklärt.

Real ist das Atomkraftwerk praktisch schon abgeschaltet. Denn drei der vier Meiler in zwei Doppelblöcken produzieren nichts mehr. Es ist nur noch ein Reaktor ist stark heruntergeregelt am Netz. Mit nur einer der acht Turbinen werden noch 230 Megawatt erzeugt, da das Kühlwasser fehlt. Man hofft nun in Budapest darauf, dass es regnet, zuletzt sei der Pegel sogar wieder leicht gestiegen. Allerdings haben für diese Tage Meteorologen erneut eine Hitzewelle mit Höchsttemperaturen bis zu 42 Grad vorausgesagt. Die Stromversorgungsanlage würde sich mit einem weiteren Absinken des Wasserspiegels deutlich verschlimmern, da erneut Kapazität wegfallen würde und das AKW sogar zum Großverbraucher von Strom würde, denn Atomreaktoren müssen weiter mit einem hohen Stromverbrauch gekühlt werden.

Ungarn und Paks stehen für eine hirnverbrannte Energiestrategie

An der ohnehin überforderten Donau sollen am Standort Paks mit Paks II sogar weitere Atommeiler gebaut werden. Allerdings hat im vergangenen Jahr das höchste Gericht der EU einer Klage Österreichs stattgegeben und der EuGH hat die Genehmigung der EU-Kommission für staatliche Beihilfen für den Ausbau für nichtig erklärt. Denn die Vergabe des Milliardenprojekts war sogar ohne Ausschreibungsverfahren an ein russisches Unternehmen erfolgt.

Man muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein, sich allein von einer Energiequelle abhängig zu machen und das zudem an nur einem Standort. Schon jetzt fehlen Ungarn etwa 40 Prozent der gesamten Stromproduktion des Landes. Die komplette Abschaltung, die eigentlich wegen der aufgeheizten Donau schon hätte umgesetzt werden müssen, ist nur aufgeschoben. Dann fehlen bis zur Hälfte der Produktion. Das hat schon jetzt heftige Auswirkungen, da die Industrie vor allem die Produktion in den Abendstunden drosseln muss, wenn die Produktion von Solaranlagen zurückgeht. Es gibt zum Beispiel auch keinen Schienengüterverkehr zwischen 17 und 22 Uhr. Ohne erneuerbare Energiequellen wäre der Blackout in Ungarn längst Realität. Das Strom muss wie verrückt und sehr teuer Strom von europäischen Nachbarn importieren. Zwar wird gerne von „Dunkelflauten“ schwadroniert, dabei ist der „Hitze-Blackout“ viel realistischer, wie wir gerade sehen.

Bisher verordnete „freiwillige Verbrauchsreduzierungen der Unternehmen“ würden die Realität ohnehin verschleiern, meint Ungarn Heute. Die „freiwillige Verbrauchsreduzierung sei für die Unternehmen kurzfristig, also für ein bis zwei Wochen, noch realistisch zu bewältigen; eine darüberhinausgehende Einschränkung könne jedoch bereits eine außergewöhnliche Betriebssituation bedeuten“, zitiert man Péter Lakatos, den Chef des Arbeitgeberverbands (MGYOSZ). Mit der Notverordnung wurde aber auch der „Lastabwurf“ auf die Tagesordnung gesetzt. Mit der Komplett-Abschaltung von Paks kann nun die Stromversorgung für Industrie-Großverbraucher gekappt werden, wenn Appelle zum Stromsparen an die Industrie und die Verbraucher nicht fruchten. Die Frage ist, was in der EU bei einem Ungarn-Blackout geschieht, Spanien hat im vergangenen Jahr auch Portugal mit in den Abgrund gezogen.

Die Lage in Südosteuropa ist nicht nur wegen Ungarn so dramatisch- Montel-News titelt, dass wegen dem Wasserstand der Donau „etwa 2,44 GW oder 40 % der Kernkraftwerkskapazität Südosteuropas“ außer Betrieb sind. Neben den ungarischen Meilern sind auch die in Rumänien betroffen. Man greift dort panisch zu drastischen Mitteln. Um mehr Kühlwasser schneller flussabwärts zum AKW-Cernavodă fließen zu lassen, wurden vom Militär gerade sogar freigelegte Felsen im Bett eines Donau-Arms bei Izvoarele gesprengt, um den Fluss teilweise umzuleiten und wieder mehr Kühlwasser zu diesem AKW zu lenken. Der Fluss führt nur noch etwa ein Drittel der üblichen Menge. Mit der Sprengung soll eine dauerhafte und vollständige Abschaltung verhindern werden.

Denn auch in dem Land am Unterlauf der Donau wurde längst der „Strom-Notstand“ ausgerufen. Schon Ende Juli war Block 1 des einzigen rumänischen AKWs abgeschaltet worden. Für Landwirte wurde der Zugang zum Donau-Wasser eingeschränkt, um die Kühlwassermenge für die Meiler nicht noch weiter zu verringern. Doch das änderte nichts daran, dass kurz danach wegen fehlendem Kühlwasser auch der zweite Block heruntergefahren werden musste. Damit fehlen dem Land etwa 20 Prozent der gesamten Stromproduktion. Auch in Rumänien rief Ministerpräsident Ilie Bolojan die Bevölkerung zum Stromsparen auf. Der Autoproduzent Dacia hat die Produktion im Hauptwerk schon gestoppt. Die ökonomischen Auswirkungen des angeblich so billigen Atomstroms liegen auf der Hand. Hier wird erneut und unmissverständlich klargestellt, dass es auch ein Märchen ist, dass Atomkraft die Grundlast sichert. Wie in Ungarn will auch Rumänien ausgerechnet am Donau-Standort Cernavodă zwei neue Meiler errichten. Woher das Kühlwasser kommen soll, dass angesichts der Klimakatastrophe knapper und knapper wird, weiß niemand.

Kühltürme sind keine Lösung

In Ungarn zeigt sich allerdings eine ganz besonders absurde Energiepolitik, da man, wie berichtet, auch das Atomkraftwerk Paks ausbauen will. Damit wird die Abhängigkeit von einer Energiequelle an nur einem Standort nur noch größer. Man hat aber den Ausbau von Solar- und Windkraft unter der Orban-Regierung nicht verschlafen, sondern aus ideologischer Verblendung nicht vorangetrieben. Dafür erhält das Land jetzt und in der Zukunft die teure Rechnung. Die Uraltmeiler in Paks, die schon mehr als 40 Jahren Laufzeit auf dem Buckel haben, hätten deshalb ohnehin längst abgeschaltet werden müssen. Sie verfügen nicht einmal über Kühltürme und geben über die Umlaufkühlung besonders viel Hitze an die Donau ab, die sie dann in Richtung Rumänien weitertransportiert, wo dann ebenfalls in Cernavodă die Kühltürme fehlen und die Donau noch weiter aufgeheizt wird.

Zwar werden Kühltürme von der Atomkraftlobby gerne als Lösung angeboten, das sind sie aber nicht. Denn die verdampfen viel Wasser zur Kühlung. In Ungarn ist nicht nur die aufgeheizte Donau das Problem, sondern inzwischen die Tatsache, dass das Kühlwasser fehlt. Und das fehlt verstärkt inzwischen praktisch fast überall in Europa. Nur als Hinweis: Photovoltaik, Windanlagen oder andere erneuerbare Kraftwerke brauchen kein Kühlwasser und führen weder zu Fischsterben, noch schaffen sie hochgefährliche strahlende Altlasten, die für eine Million Jahre teuer gelagert werden müssen, wobei auch da niemand bisher eine richtige Lösung hat.

Wegen Dürre und Hitze werden auch in Frankreich immer wieder und auch jetzt erneut etliche Atommeiler abgeschaltet. Gerade am Dienstag wurde im größten französischen AKW Cattenom der erste Meiler abgeschaltet. Das AKW steht an der Grenze zu Deutschland und Luxemburg. Unweit davon wurde auch der zweite Meiler des AKW in Chooz nun abgeschaltet, der erste war schon im Juni dran, weil Mosel und Maas zu stark aufgeheizt sind. In Frankreich wurde zudem die Produktion von vier weiteren Meilern stark  gedrosselt. Gerne kommt die AKW-Lobby damit, dass man dann halt die Meiler am Meer bauen sollte. Nur als Hinweis, im vergangenen August mussten im AKW Gravelines in Nordfrankreich alle vier Reaktoren abgeschaltet werden, da ein großer Schwarm Quallen die Leitungen und Filter verstopften. Der Anstieg des Meeresspiegels wird für bestehende AKWs zudem längst zum Problem.

Der Ausfall des Atomstroms führt zu sehr hohen Börsen-Strompreisen, womit erneut das Märchen von der angeblich billigen Atomkraft entlarvt wird. Am Abend des 25. Juni musste an der Strombörse pro Megawattstunde (MWh) sogar auf 747 Euro bezahlt werden, das sind 74,7 Cent pro Kilowattstunde (kWh), wobei Abgaben und Steuern noch fehlen. Das ist sogar ein noch viel höherer Wert als der Spitzenwert aus dem Vorjahr von 583,40 €/MWh. Die Stromversorger werden diese Kosten natürlich auch an ihre Kunden und damit an die Verbraucher weitergeben.

Da wir gerade bei den Kosten und der Atomkraft sind. Der „neue“ Meiler in Flamanville, der bekanntlich 12 Jahre verspätet nach einer Serie von Pleiten, Pannen und Pech ans Netz ging, kostete keine 3,3 Milliarden Euro, wie einst veranschlagt wurde. Nach Angaben des französischen Rechnungshofs wurden es nun sogar 23,7 Milliarden. Es ist kein Wunder, dass der größte Stromversorger weltweit, die EDF, 2025 wegen immer größerer Schulden wieder vollkommen rückverstaatlicht werden musste.

Geschätzte Größenordnung der Kosten, die auf die Franzosen zukommen

Den Franzosen wird bei den Strompreisen immer mehr abverlangt, denn in Paris wurde der Umstieg auf erneuerbare Energien lange verschlafen. Auch hier kann erneut der Rechnungshof zitiert werden. Allerdings ist der zugrundeliegende Bericht schon ein Jahr alt, die geschätzten Kosten dürften also noch deutlich höher liegen. Das sieht man auch am Fall Flamanville. Da hatte der „Cour des Comptes“ zuvor noch von 22,6 Milliarden gesprochen.

Die Kosten für diesen Reaktor wurden immer weiter nach oben geschraubt. Deshalb dürften auch die geschätzten 460 Milliarden Euro, die an horrenden Kosten auf die EDF bis 2040 zukommen sollen, als noch zu tief angesehen werden. Doch auch so hatte der Rechnungshof schon im vergangenen Jahr mit Blick auf den Staatsbetrieb EDF von „erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich seiner langfristigen Finanzierungsfähigkeit“ gesprochen. Das ist angesichts von ausstehenden Investitionen im Umfang von fast einer halben Billion Euro nicht verwunderlich. Das sind etwa 20 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung (BIP) des ohnehin hoch verschuldeten Landes.

Der Rechnungshof geht konservativ von Kosten in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Instandhaltung und Laufzeitverlängerung des altersschwachen Atomparks aus. Er setzt 115 Milliarden Euro für den Bau der geplanten 14 EPR-2-Reaktoren (davon 75 Milliarden für die ersten sechs) auch sehr niedrig ein, da allein der erste EPR in Flamanville fast 24 Milliarden gekostet hat. 100 Milliarden Euro sollen in das Stromnetz fließen und hier sind die Kosten für Endlagerung und der AKW-Rückbau noch nicht einmal angeführt. Der Rest des Geldes soll in andere Anlagen und Infrastruktur fließen.

Allerdings hat man in Paris inzwischen kapiert, dass ohne billigen Solar- und Windstrom angesichts eines altersschwachen Atomparks die Lichter ausgehen. Deshalb wird massiv ausgebaut. Frankreich hatte stets einen hohen Anteil an Wasserkraft an der Stromerzeugung, etwa 25 MW. Ende 2025 waren nun auch Windkraftanlagen mit der gleichen Leistung aufgestellt. Solaranlagen lagen zu diesem Zeitpunkt mit 29 MW schon darüber. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Solarstromproduktion um 30 Prozent an. Absurde Normen wurden, wie im Südwesten des Landes, geschleift. Bis zum Jahresbeginn mussten Solarmodule extrem kostenintensiv ins Dach integriert werden. Seit diese Vorgabe gefallen ist, werden eilig Dächer mit Solaranlagen versehen, wo früher weit und breit keine einzige Anlage zu sehen war.

Ralf Streck

Der Journalist und Übersetzer Ralf Streck wurde 1964 in Flörsheim am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft und Turkologie an der Universität in Frankfurt. Seine journalistische Laufbahn begann bei Radio Dreyeckland in Freiburg, wo er eine Fortbildung zum Fachjournalist für Umweltwirtschaft absolvierte. Er lebt seit mehr als 20 Jahren im Baskenland, ist spezialisiert auf linke Unabhängigkeitsbewegungen und berichtet für diverse Medien in Europa vor allem von der Iberischen Halbinsel.
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80 Kommentare

  1. Die so billige und zuverlässige Atomkraft für die Grundversorgung und die Stabilität der Netze. Ich lach mich schief…

    Aber sicher kommen gleich Atomtrolle mit Zauberlösungen ..

    1. au ja – ich würd im Sommer alle Produktion dicht und statt dessen
      an die See fahren, da gibts dann auch Wasser und falls es das
      Mittelmeer ist auch savoir vivre – Sehr zu empfehlen –
      und wenns kühler wird, dann nur dann zurück an die Arbeit,
      Castortransporte und so . . .

    2. Na ja…. Fakt ist: Wir importieren mittlerweile massenhaft Atomstrom aus Frankreich, wenn unsere ach so tollen EEs aufgrund einer regelmäßig auftretenden Anomalie namens „Jahreszeiten“ oder schlicht „Nacht“ nix mehr liefern können. Und aufgrund derselben Anomalie verschenken wir unseren EE-Strom-Überschuß an Sommertagen nicht nur an die Nachbarn, nein, wir bezahlen sie auch noch dafür, daß sie den Mist abnehmen! Weil andernfalls die Netze hierzulande zusammenbrächen.

      Aber propagiere nur weiter die „grüne“ Ideologie!

      Ps: Dieses Jahr sind weitere 1,7 Millionen „EE-Kraftwerke“ an Zubau geplant! Die Katastrophe ist längst da! Täglich sind die Netzbetreiber mit nichts anderem mehr beschäftigt, als die Netze im Minutentakt notdürftig zu regulieren, weil einfach zuviel Strom eingespeist wird.

      1. Der gesamte Stromverbrauch in Deutschland lag 2025 bei 495 TWh. Aus Frankreich importiert wurden 2025 13,7 TWh, aus Deutschland dorthin exportiert 2,5 TWh. Der Atomstromanteil im französischen Netz lag 2025 bei 71 Prozent.
        Der Bezug von Atomstrom aus dem französischen Netz betrug somit weniger als 8 TWh. Dies entspricht ca. 1,6 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.

      2. Import – eben, siehe https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=FR&interval=month&per_unit_consumption=production_and_consumption&source=cbpf_saldo&year=2026&stacking=stacked_absolute – da sieht man, wieviel die Franzosen an notleidende Nachbarn immer noch abgeben.
        Ich find’s traurig, daß inzwischen auch hier einfach irgendwelche Pressemitteilungen wiedergegeben werden, anstatt einfache Basisrecherche durchzuführen – die Daten sind alle öffentlich.

      3. „Na ja…. Fakt ist: Wir importieren mittlerweile massenhaft Atomstrom aus Frankreich, … Aber propagiere nur weiter die „grüne“ Ideologie!“

        Es war klar, dass hier sofort die bekannten AfD-Accounts anspringen -wie schon letzte Woche beim Thema „Klimawandel“. Schliesslich haben den Punkt „Zurück zur Atomkraft“ alle 3 Schwesterparteien AfD, CDU, FDP in ihren Wahlprogrammen. Deutschland war/ist 2026 ein Netto-Stromexporteur, exportiert also mehr Strom als es importiert. Weil die Großhandelspreise stark sanken, lohnt sich der Stromeinkauf bei den Deutschen. Der Anteil der sog. Erneuerbaren erreichte mit 53% dieses Jahr den höchsten Stand in der Geschichte. Alles natürlich völlig unerträglich für die hier versammelten AfD-Wähler.

        1. „Es war klar, dass hier sofort die bekannten AfD-Accounts anspringen“

          A*****ch!

          Du weißt nichts über mich und mein Wahlverhalten. Aber gleich mal ne Beleidigung raushauen. Troll dich!

          Und wenn du schon so stolz auf den „Status“ Deutschlands als „Stromexporteur“ abhebst, kannst du auch gleich mal die „Preise“ ermitteln, die wir dafür gezahlt haben. Ja, GEZAHLT!!! Nicht bekommen!

          So sieht das Elend nämlich aus:

          https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE

          Die schwarze Linie ist der Strombedarf. Und da gehts aktuell jeden Tag ab 10 Uhr drüber hinaus. Da wird also mehr erzeugt als verbraucht. Und das Problem haben auch die deutschen Nachbarn, und lassen sich deshalb die Abnahme unseres täglichen Überschusses gut bezahlen.
          Was man auch gut sieht ist, daß es vor allem Solar ist, das diesen Überschuß produziert, während alle anderen Energiearten abgeregelt werden müssen, damit nicht noch mehr zuviel Strom erzeugt wird. Und zwar vor allem die Windkraft! Die bricht am Abend aber auch ein. Und was bleibt, ist eine enorme Deckungslücke, die mit Importen ausgeglichen werden muß. Die kosten dann aber eben richtig Kohle.

          Ideologie ist nicht Realität.

        2. Der Anteil der Erneuerbaren an allen Energieträgern liegt derzeit bei gut 22 Prozent. Eingeschlossen sind dabei Strom, Wärme und Kraftstoffe. Quelle: Umweltbundesamt. Der Blick allein auf den Strom mit rund 55 Prozent verzerrt die Realität.

      4. Wo ist das Fakt? Belege bitte beibringen. Behaupten kann man viel. ich erinnere miichvan Daten von Frauenhofer, wo es genau umgekehrt war.

  2. Pläne hat man, 10 GW Offshore, ein Großteil als Resilienz- und schwimmende Anlagen. Bestell- und lieferbar wären aktuell meine ich europaweit ca. 15 Stück. Dazu sollen sich die Bieter mit 10 Cent/kWh begnügen.
    An Land hingegen – als realistischere Alternative – sind mickrige 1.200 MW Solarenergie und 800 MW Windenergie ausgeschrieben.
    Wird sich wohl erst ändern, wenn der Wind den Mutterboden von den entstockten Weinbauffächen restlos ins Meer getragen hat.

    1. Und dann waren da noch die Pumpen der Notkühlung am Beispiel Biblis Connector A vom Wartungspersonal vertauscht mit Pumpe B, Connector B vertauscht mit Pumpe A. Beide codiert, so das die falsche Pumpe auch sicher nicht anlaufen wird. Deutsche Spitzentechnologie, vom Hersteller garantiert kein GAU innert 5000 Jahre – bei 500 Meilern erwartungsgemäß also etwa alle 10 Jahre.

  3. Ein Planet in einem quasi unendlichen Raum mit einer Temperatur um -270° geht an Hitze kaputt. Genauer, der Planet geht nicht kaputt, nur die organischen Lebensformen auf diesen. So dolle scheint es mit der Menschheit wohl doch nicht zu sein, zumindest im Bereich Intellekt.. o)
    Jede Technologie hat Ihre Existenzberechtigung, aber eben zeitlich begrenzt, bis zur nächsten neuen Technologie.
    Das ausgerechnet Kapitalismus zunehmend damit Probleme hat, historische Pointe…

    1. Warum sollte der Kapitalismus Probleme damit haben? Der verkauft die Instrumente zur Zerstörung genau wie die Instrumente zur vermeintlichen Rettung. Probleme bekommt der nur, wenn keiner mehr Geld zum Konsumieren hat. Lustigerweise scheinen die Linken das zu verstehen, die Konservativen eher nicht.

  4. Die Milchmädchenrechnung wieder 1GW Solar ersetzen 1GW Atom. Keiner hat was gegen Solar aber es ist eben kein Ersatz derzeit, sondern nur Zusatz.

    > womit erneut das Märchen von der angeblich billigen Atomkraft entlarvt wird

    Die Preise sind oft auch sehr hoch wegen Solar, das wird gern verschwiegen. Weil man sich nicht auskennt oder eh nur Ideologe ist. Unterm Strich ist Atom nicht teurer, deshalb gehen ja alle welt wieder auf Atom, außer die Oberlehrer in Deutschland. Ein guter Mix ist nachwievor das beste.

    Wie teuer was ist wird übers Jahr gerechnet und nicht weils einmal im Jahr zu warm ist. Da werden die Extrakosten für Solar und Co verschwiegen. Nachts springen die Gaskraftwerke an und zwar jede Nacht. Über 20 Mrd ! bezahlen wir jedes Jahr allein dafür das wir den Solarstrom ins Ausland geben und noch Geld dazulegen müssen, weil wir bei Sonne im Sommer einen Überschuss haben. Und diese Kosten steigen mit weiterem Ausbau.

    1. Die Preise hoch wegen „solar“? Wo haben Sie denn das her? Nach EU-Merit Order sind es stets fossilienbetriebene Kraftwerke, die den Preis bestimmen, jetzt gerade wohl auch die AKWs. Sie saugen sich da etwas aus den Fingern. Übrigens wird in der Schweiz (Laufenburg) gerade ein Redox-Flow-Speichersystem mit einer Kapazität von 1’200 MW. Also Grössenordnung AKW. Es soll 2029 startbereit sein. Schon nur mit solchen Anlagen kann man die Dunkelflauten-Problematik lösen. Daneben gibts noch unzählige andere Speichermöglichkeiten.

      1. Er luegt wie gedruckt.
        Die Preise liegen ‚wg. solar‘ bei etwa null und wg. Atomkraft … siehe Herrn Streck’s Bericht.

        BMW hat damit kein Problem da die Fabrik ein 50 Hektar PV Kraftwerk hat.So kann zumindest tagsueber produziert werden – und das mehr als konkurenzfaehig.
        Es gibt keine Konkurenz mehr.

        Skoda und die anderen die keine Solarkraftwerke haben sind dicht:

        https://www.n-tv.de/wirtschaft/Solar-und-Ukraine-Strom-halten-Ungarn-am-Laufen-id31168898.html

        Allerdings schon absurd dass der ‚Klimaretter Atomkraft‘ die Automobilindustrie versorgt.Die ja bekanntlich der Verursacher der Katastrophe ist.

      2. 1200MW? Das ist Leistung. Und wie lange hält das dann durch? Ne Stunde? Das wäre dann Energie => 1200MWh.
        Man sollte halt schon mit den Einheiten richtig umgehen können …

      3. > Schon nur mit solchen Anlagen kann man die Dunkelflauten-Problematik lösen.

        Du musst 12h Nacht überbrünken und auch mal 4 Wochen kein Wind. wenn man sich dann mal ausrechnet wieviel deiner Redox Anlagen man bräuchte stellt man schnell fest das funktionietr nicht. Das wären 10.000e Anlagen.

        Davon abgesehen es gibt sie derzeit nicht und das ist genau das was ich schrieb „derzeit“!
        Wer mit hypothetischen Sachen argumentiert ist leider kein Realist.

        > Daneben gibts noch unzählige andere Speichermöglichkeiten.

        Ja aber eben auch nicht genug.
        Wie ich bereits schrieb „Wegen Solar hat übrigens bereits Habeck ! angeordnet 30 Gaskraftwerke zu bauen“ und äh CO2 … Jaja so sind sie die Propagandisten.


    2. deshalb gehen ja alle welt wieder auf Atom

      Du musst jetzt ganz stark sein, die paar neuen AKWs die dein Propagandaonkel so abfeiert ersetzen nur einen Bruchteil der AKWs die außer Betrieb gehen oder gehen werden.

      1. Denke eher du musst ganz stark sein. 😉 Realität ausblenden Fakten.

        > einen Bruchteil der AKWs die außer Betrieb gehen oder gehen werden.

        Ich bin kein Befürworter von Atom. Da liegst du falsch. Ist leider immer wieder festzustellen statt auf Argumente einzugehen wird versucht die Kritiker der Ideologie in eine Kiste stecken. Am besten gleich rechts.

        Ich hatte extra geschrieben das derzeit ein MIX am sinnvollsten ist.

    3. Die Befürworter der Atomkraft vergessen dabei (mindestens) zwei Dinge:
      1. Bei den Kosten werden die Entsorgungskosten nicht berücksichtigt. Trägt hierzulande eh die Allgemeinheit, sprich die Steuerzahler.
      2. Gleiches gilt für die Versicherungskosten. Falls etwas schiefgeht, bleibt’s wieder an den Steuerzahlern hängen.
      Beispiel: Tschenobyl und Fukushima.

      1. 1) Nein die Entsorgungskosten werden durchaus berücksichtigt. Die sind nur viel niedriger als uns Ideologen weismachen wollen. Kann man mal nachlesen. Die Atomabfälle aller deutschen AKW passen auf einen Sportplatz. Werden so auch derzeit gelagert weil man sich gegen Endlager sträubt.

        Was im Gegensatz unterschlagen wird die Entsorgungskosten von Windanlagen. Kann man gelegentlich auch mal nachlesen.

        2) Bei unvorhergesehenen Katastrophen ist das aber immer so. Was wenn sich rausstellt das die Fasern die bei Windanlagen ständig rumfliegen so gefährlich sind wie Asbest. ? Wer bezahlt das dann? wir haben aktuell schon Fälle das Windkraftanlagen nicht mehr entsorgt werden weil die Firma einfach Pleite geht um das zu umgehen.
        Was du hier machst ist leider die übliche einseitige Betrachtungsweise.

        Und auch hier nochmal siehe oben : „Ich bin kein Befürworter von Atom“ .. „derzeit ein MIX am sinnvollsten ist“

        Wegen Solar hat übrigens bereits Habeck ! angeordnet 30 Gaskraftwerke zu bauen. Was ist denn da mit CO2? 😉

  5. Was wenigen bewußt ist: die Dunkelflaute gibts ja trotzdem! Uns zwar mit Sonnenuntergang!
    Im Sommer weht tendenziell am wenigsten Wind. Und wenn die Sonne abends weg ist, gibts daher auch keine Erneuerbare Energie! Und mittlerweile ist derart viel EE-Überkapazität installiert, daß das Hochfahren der klassischen Kraftwerke zum Tagesende eine echte Herausforderung darstellt….

    Nicht ohne Grund wurde dieser Tage das Thema Abschaltung von Verbrauchern zum Poltikum erklärt…

    1. Siehe oben. Dazu – dass es in der Nacht keinen Wind gibt, ist natürlich auch Unsinn. Ebenso wie die Vorstellung, dass Fossilien-betriebene Kraftwerke laufend an- und abgeschaltet werden.

      1. Kleiner Tip: Wenn du in der Nähe einer großen Stadt wohnst, beobachte mal Heißluftballons!

        WANN starten die?

        Abends und sehr früh morgens!
        Warum? Weil sich dann die Atmosphäre beruhigt (hat) und am wenigsten Probleme mit Windböen zu erwarten sind. Ballonfahrer wissen also, wann am wenigsten Wind weht. Und Windrad-Betreiber auch. Frag mal dort nach, was sie zum „Wind in der Nacht“ zu sagen haben.

        Am meisten Wind weht am Tage, aber da wird die Windkraft ja teils bis auf Null abgeregelt, weil Solar soviel liefert….

        Es handelt sich um physikalische Tatsachen, die die ganzen EEs ad absurdum führen. Jedenfalls so lange, bis wir den Überschuß von wenigstens einigen Monaten zwischenspeichern können. Aktuell schaffen wir nicht mal eine Stunde…

        1. Die gemittelten Lastgänge bei Windenergie zeigen zu den Nachtstunden eine stabil hohe Stromerzeugung, weil die störenden Einflüsse durch thermische Ereignisse abnehmen und der Höhenwind die Rotoren laminar anströmt. Eine charakteristische Delle zeigt sich in den Vormittagsstunden.
          Eine Möglichkeit zu Komoensation bieten* vertikal aufgeständerte PV-Module, die gleichermaßen die glockenförmige Lastkurve herkömlicher PV-Anlagen kompensieren.

          *“böten“ …zum zweiten Mal Reiche – zum zweiten Mal die komplette Branche tot. Nach den aktuellen Gesetzesvorlagen wird ab dem nächsten Jahr in Deutschland niemand mehr ein PV- oder Windenenergieprojekt wirtschaftlich umsetzen können.

          1. „wirtschaftlich“ für die Betreiber ist das ja aktuell auch nur noch, weil der Staat soviel Kohle reinsubventioniert. Vor allem ältere Parks mit Altverträgen zur Einspeisevergütung machen aktuell noch so richtig Reibach. Auf Kosten der Stromkunden und Steuerzahler.

            Die Börsen „verkaufen“ den Strom aktuell tagsüber zu „Negativpreisen“, von denen aber in den Stromrechnungen nichts zu sehen ist. Die Gründe dafür werden aber nicht thematisiert. „Die Sonne schickt keine Rechnung“. Schon klar! Die Solarparkbetreiber und Netzregulatoren aber schon.

            Und vor allem der Wildwuchs an kleinen „Kraftwerken“ (deshalb die irre Zahl von 1,7 Mio) macht den Netzbetreibern zu schaffen. Die lassen sich nämlich nicht einfach abschalten oder herunterregeln.

            1. Selbstverständlich lässt sich ein Solar oder Windpark jederzeit abstellen, im Gegensatz zu Kohlestrom oder AKWs. Wo das nicht passiert liegt’s am politischen Willen und teilweise auch an eben jenen jammernden Netzbetreibern.

              1. Lesen und VERSTEHEN!!!!!

                Ich sprach von den kleinen Solar-Erzeugern, die einspeisen. Die sind NICHT regulierbar! Und massenhaft verfügbar. Deretwegen müssen die ganzen anderen Stromerzeuger aktuell runtergeregelt werden, damit die Netze nicht kollabieren. Inklusive der Windkraft, die tagsüber nahezu nix mehr einspeist.

                Und Solar abregeln ist auch nicht so einfach, da es Gesetze zur bevorzugten Einspeisung gibt. Desjhalb werden die konventionellen Kraftwerke runtergeregelt. Man müßte aber, um die Netze stabil zu halten, in der Fläche viel mehr Gas- und Kohlekraftwerke (bööööööööööses Co2!) mitlaufen lassen, aber es geht nicht. Diese dann aber abends wieder hochzufahren, weil die Sonne untergeht, ist mittlerweile eine echte Herausforderung.

                Die Schlacke ist echt am Dampfen, und jedes Wochenende (hohe Erzeugung bei niedrigerem Verbrauch) ist für die Netzbetreiber inzwischen ein einziger K(r)ampf, den Blackout zu verhindern.

        2. Wirklich jeder weiß, dass Dunkelflauten existieren.

          Um Heißluftballons zu beobachten muss niemand in der Nähe einer großen Stadt wohnen.

          Ein Windkraftwerk wird nicht mit Böen betrieben.

          Mir wären solche Beiträge peinlich.

  6. Klasse Bericht,Herr Streck.
    Kommt in der ‚Sommer 2026‘ Ordner,ein Katastrophenjahr.NTV- der Soldatensender – hat heute noch was zum Thema,Autofabriken ohne PV Anlagen sind zu wg. der Strompreise und Autofabriken mit PV machen weiter.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Solar-und-Ukraine-Strom-halten-Ungarn-am-Laufen-id31168898.html

    Ein Irrenhaus:die AKWs versorgen die Klimakiller und wenn die es nicht koennen die PV … einfach und unbedarft betrachtet.BMW ist es wohl egal woher der Strom kommt.Aus ukrainischen AKWs(mit russischem Uran) und aus Gasgeneratoren aus Deutschland’s Kriegsbeihilfe(!) oder aus tuerkischen und chinesischen PV Panelen.

    Wie gesagt,ein klasse Bericht.Danke.

  7. Und all die Leute, die uns ständig was von Dunkelflaute erzählen wollen, dabei hat die Dinosaurier-Technologie rein gar nichts zu bieten, außer viel Dreck und viele Probleme.

    1. Wo steht das Ungsrn keine EE hat? Ich habe das nicht gesagt. Sie haben viel viel zu wenig und setzen hirnrissigerweise auf noch mehr AKW-Abhängigkeit.
      Das such noch sm gleichen Standort zu tun, ist dann einfach aus vielen Gründen nur noch bekloppt.

    2. Und was sehe ich da fur August?
      Wind on shore max = 200 MW zum Beispiel
      Geothermie max 0.2
      Also ganz toll..
      Auch hier sieht msn, ohe PV waere Blackout und es fehlt ganz klar eine Diversifizierung. Aber da man hirnrissig auf Atom setzt, bekommt man am Nachmittag riesige Probleme.

      Öffentliche Nettostromerzeugung in Ungarn im August 2026
      Originaldaten ENTSO-E

      Energy-Charts.info – letztes Update: 09/08/2026, 16:20 CEST
      Extremwerte
      Quelle Minimum Datum Maximum Datum
      Grenzüberschreitender Stromhandel -590,6 MW 01/08/2026, 11:15 CEST 4037 MW 01/08/2026, 19:45 CEST
      Kernenergie 164,5 MW 02/08/2026, 4:45 CEST 643,2 MW 01/08/2026, 5:15 CEST
      Laufwasser 2,20 MW 07/08/2026, 9:00 CEST 7,10 MW 01/08/2026, 7:30 CEST
      Biomasse 78,90 MW 01/08/2026, 13:15 CEST 192,2 MW 06/08/2026, 21:45 CEST
      Braunkohle 72,00 MW 08/08/2026, 13:45 CEST 378,5 MW 05/08/2026, 21:45 CEST
      Öl 0 MW 09/08/2026, 14:30 CEST 9,90 MW 05/08/2026, 22:00 CEST
      Erdgas 34,70 MW 01/08/2026, 12:30 CEST 1774 MW 03/08/2026, 20:45 CEST
      Geothermie 0 MW 06/08/2026, 17:00 CEST 0,20 MW 09/08/2026, 14:30 CEST
      Speicherwasser 0 MW 04/08/2026, 0:30 CEST 4,80 MW 07/08/2026, 9:45 CEST
      Andere 20,10 MW 04/08/2026, 4:45 CEST 507,9 MW 06/08/2026, 20:15 CEST
      Andere Erneuerbare 7,60 MW 01/08/2026, 1:45 CEST 16,70 MW 07/08/2026, 21:45 CEST
      Müll 4,50 MW 03/08/2026, 11:30 CEST 18,00 MW 05/08/2026, 20:15 CEST
      Wind Onshore 0 MW 09/08/2026, 10:00 CEST 219,9 MW 07/08/2026, 2:15 CEST
      Solar 0 MW 08/08/2026, 4:45 CEST 4158 MW 01/08/2026, 11:30 CEST
      Last 3294 MW 09/08/2026, 12:15 CEST 6529 MW 05/08/2026, 19:00 CEST
      Residuallast -8,60 MW 01/08/2026, 11:15 CEST 6425 MW 05/08/2026, 19:45 CEST
      Anteil EE an der Last

  8. Es gibt genau einen Ort, an dem das Problem unfassend beschrieben wird und das ist inzwischen das Overton-Magazin. Danke Herr Streck.

    Wenn nun das AKW abgeschaltet ist, braucht es immer noch Wasser zur Abführung der Nachwärme. Ist da nicht genügend davon da, zerlegt es das Wasser in Knallgas. Welches dann die Halle füllt und sich beim ersten Funken entzündet. Wie in Fukushima, worauf man dann von außen nicht mehr eingreifen konnte. Die Roboter versagten wegen der intensiven Gammastrahlung.
    Es sei dies alles mehrfach redundant gebaut, wird immer behauptet. Bei den alten Kraftwerken ja. Aber bei diesen SMRs sehe ich das nicht. Die sparen sich einfach alle Sicherheitseinrichtungen. Wohl mit dem Argument, es sei ja nur wenig Brennstoff drin.
    Mit Sicherheit nicht . Auch ein SMR ist für eine massive Katastrophe gut.

    1. Danke für die Blumen und danke für die Anmerkung. Das mit dem Fukushima-Effekt (Knallgas) ist wichtig und völlig richtig. Blüht vermutlich noch nicht, davor werden sie wahrscheinlich die Fische in der Donau abkochen.
      Ausschließen lässt sich in der Zukunft aber gar nichts mehr. Die Entwicklung wird immer heftiger und die Entscheidungsträger immer dümmer.

  9. Was sagen denn die Mainstream-Journalisten und Politiker dazu?

    Die Blauen sagen: Das ist alles voll normal. Das war früher auch schon so. Das geht wieder vorbei. Das ist ein 🐦💩 in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.
    Die Schwarzen sagen: Wir schaffen das. Der große Friedrich hat das voll im Griff.
    Die Gelben sagen: Leistung muss sich lohnen 💰💰💰. In meinem Ferienhaus in Kapstadt ist es angenehm kühl.
    Der große Donald aus den USA sagt: Wen interessiert das? Mein Wasser kommt aus dem 🚰.
    Die Grünlinge sagen: Für den Krieg gegen Putin und Russland muss man auch mal auf das 🚿verzichten, sich mit einem 🧽 waschen und ein paar Wochen ohne Strom für den Kühlschrank, die Gefriertruhe und die Waschmaschine auskommen. Das war vor 1000 Jahren auch so.
    Ein Typ im 📺 sagt: We love to entertain you. Ruf 0900-6666-6666 an, da wird dir geholfen.
    Die Linken sagen: Wir müssen mit dem Christopher auf der Street einen Regentanz 💃, dann regnet es auch 🌧️.
    Die Bildzeitung fragt: War es Putin?
    Der Boris von den Spezialdemokraten sagt: Wir müssen wieder kriegstüchtig ⚔️ 🪖 werden. Alles andere ist unwichtig.
    Das BSW wurde nicht in den Deutschen Bundestag gewählt und darf nichts sagen.

    Was soll man dazu noch sagen?

    1. sagt die Ulrike Hermann ja auch (nicht so direkt): runterfahren und britische Kriegswirtschaft einführen und rationieren, wie sagt sie so schön: Energie ist knapp und wird immer teuer bleiben (sinngemäß).

  10. “ So wurde das im vergangenen Jahr deshalb erneut zum Thema, da sogar AKWs, die an eigentlich kühlen Flüssen, die aus den Schweizer Alpen gespeist werden, gedrosselt oder erstmals sogar abgeschaltet werden mussten“, steht im Artikel.
    Tja, mit Schmelzwasser aus den Alpen ist sowieso früher oder später Feierabend, da die Gletscher abschmelzen.
    Das im Sommer Niedrigwasser in den Flüssen herrscht, ist nicht so ganz unerwartet, das mittlerweile Niedrigwasser noch niedriger ist, mit steigender Tendenz, ist auch länger bekannt, gleiches gilt für die Wassertemperaturen.
    Das gelegentlich mal ein Reaktor den Betreibern um die Ohren fliegen kann, weiß man nach Tschernobyl und Fukushima auch.
    Mit der ungelösten Endlagerfrage will ich gar nicht erst anfangen, mein Hinweis gilt der Urangewinnung. Für ein Kilo Uran muss eine sechsstellige Zahl an Kubikmetern Erde bewegen, las ich mal im Greenpeace-Handbuch, länger her, daher ist mir die genaue Zahl nicht erinnerlich, aber die Landschaftszerstörung ist kaum sonst so massiv, wie bei der Urangewinnung. Wer jemals an einer Braunkohle-Tagebau-Grube gestanden hat, bekommt eine ungefähre Vorstellung, dystopisch, kann ich nur jedem empfehlen!
    Überhaupt, die Energiemafien sind raus, was die Folgekosten angeht, auch hier, Gewinne sind privatisiert, Kosten trägt die Allgemeinheit.
    Die Vermessenheit, Halbwertzeiten von 36.000 Jahren schulterzuckend abzutun, wird schon irgendwann eine Lösung geben, fällt uns sowieso auf die Füße, ist abzusehen.
    Auch hier sehe ich, das die Menschheit zum Weiterleben zu dumm ist!

    1. „Für ein Kilo Uran muss eine sechsstellige Zahl an Kubikmetern Erde bewegen, las ich mal im Greenpeace-Handbuch,“
      Das dürfte beim Lithium nicht viel anders sein, wenn man sich die riesigen Löcher in Südamerika anguckt.

      1. Willst du oder kannst du dich nicht über den Lithium-Abbau in Südamerika informieren bevor du hier was dazu schreibst?

        Und pssst, das ist aber ganz geheim. Es gibt neuerdings auch Akkus mit Natrium statt Lithium.

        1. @Vende

          Warum beherzigst du nicht deine eigenen Tipps und informierst dich mal zu einem Thema, bevor du deine Behauptungen auf die Leserschaft loslässt?

    2. @Wallenstein: Vielen Dank, dass Sie einmal die Dreckigkeit und gravierenden Umweltfolgen des Uran-Bergbaus thematisieren.
      Ein Punkt, den die meisten in diesem Zusammenhang ebenfalls überhaupt nicht auf dem Schirm haben, ist, dass z.B. in einem Land wie Kanada der Bergbau in Siedlungsgebieten der indigenen Bevölkerung (Provinz Saskatchewan) stattfindet, die dort unter miesesten Bedingungen schuften muss und durch eingeatmeten Uranstaub etwa schwer krank wird.
      Zum Dank haben die Bergwerksbetreiber den Menschen dann Häuser gebaut, deren Baumaterial mit radioaktiv kontaminiertem Abraum produziert wurde.

      Aber was soll’s! Atomkraft ist total super und umweltfreundlich, ganz im Gegensatz zu den „Windmühlen“ und Photovoltaik-Modulen, an deren Mikroplastik allein wir alle ersticken werden…

  11. „Der Anstieg des Meeresspiegels wird für bestehende AKWs zudem längst zum Problem.“

    https://marine.copernicus.eu/de/ocean-climate-portal/sea-level

    Nehmen wir mal 2000-2025, da sind es ca 9cm. Soll das nun wirklich zu einem Problem für AKWs an Küsten erklärt werden? Wenn man die im Artikel genannte Laufzeit von 40 Jahren ansetzt, meinetwegen auch großzügig auf 60 erweitert, dann spielen die paar Zentimeter definitiv keine entscheidende Rolle während der Laufzeit eines solchen an der Küste gelegenen AKWs.

    Und mal grundsätzlich: Was hat fehlende Planung damit zu tun, dass AKWs grundsätzlich eine unsichere Quelle für Stromerzeugung sein sollen? Dass Flüsse in Sommerzeiten auch mal wenig Wasser liefern, dafür muss man nun wirklich kein Genie sein. Da umgekehrt in den sonstigen Jahreszeiten auch mal gerne „zu viel“ Wasser vorhanden ist, dürfte das wohl an sich ein lösbares Problem sein.

    1. Du verstehst nichts. 9 cm mehr sind viel mehr Wasser, was bei der Gravitation vom.Mond angezogen wird, die Gezeiten werden deutlich höher, Sturmfluten, wie war das mit Fukushima? War ja auch nicht geplant.

      1. Die Gezeiten werden deutlich höher? Kannst du mir dazu eine Quelle nennen, die das erläutert? Um wieviel cm oder gar Meter verändert sich z.B. die Flut bei 9cm?
        Und es ist ja nun auch nicht so, dass der Anstieg ein Geheimnis wäre. Der Trend ist seit Jahrzehnten vorhanden und somit planbar. Wieso sollten diejenigen, die AKWs an Küsten bauen, das bei ihrer Planung ignorieren? Klar kann eine Planung falsch oder nicht ausreichend sein, was man ja bei Fukushima auch gesehen hat, aber grundsätzlich ignorieren und sich dann überraschen lassen? Das halte ich für unwahrscheinlich.

        Der ganze Punkt bleibt für mich ziemlich lächerlich. Du kannst mir aber gerne Belege dafür liefern, wo ein AKW aufgrund des steigenden Meeresspiegels bereits konkrete Probleme hat.

  12. Zum Thema Dunkelflaute.

    Das ist kein Problem, dass sich nicht durch geeignete Dimensionierung auf technischem Wege lösen ließe. Es ist eine Frage der Speicherung von erzeugter Energie und Lagerhaltung bei der Produktion.

    Bei fossilen Energieträgern speichert man die Energieträger bevor sie zu Energie verfeuert werden. Der Puffer liegt vor der Energieerzeugung.
    Bei regenerativen Energien muss die Speicherung nach der Energieerzeugung stattfinden, was technisch gesehen eine recht einfache Angelegenheit ist.
    Im Kapitalismus ist allerdings alles eine Frage des Preises. Erd-Wärmespeicherung ist machbar, hat einen recht hohen Wirkungsgrad, erfordert aber einen hohen Geldvorschuß, der sich zwar über die Nutzungsdauer der Anlage „rechnet“, aber erstens die Energie insgesamt verteuert und deshalb für Energiekonzerne eher unattraktiv ist. Zweitens scheuen die Konzerne die Investitionen, weil sie viel Kapital binden. Deswegen wird bei der Speicherung von gas auch per Gesetz „nachgeholfen“. Von sich aus hat ein Energieerzeuger kein Interesse an der Speicherung.

    Bei der entsprechenden Dimensionierung wäre es technisch überhaupt kein Problem, die überschüssige Energie aus PV und Windkraft auch über lange Zeiträume zu speichern. Der sog. Flatterstrom“ wäre keiner mehr. Die als Wärme gespeicherte Energie könnte mittels Wärmepumpen Gebäude beheizen.

    Ein anderer, bzw. zusätzliche Möglichkeit wäre die Produktion auf Vorrat in Zeiten des Energieüberschusses, und das Herunterfahren der Produktion in Zeiten des Energiemangels. Im Kapitalismus natürlich undenkbar.
    Die notwendige Lagerhaltung kostet Geld. Das in Waren und Vorprodukten gebundene Kapital steht für die unmittelbare Kapitalakkumulation nicht zur Verfügung – ist also „totes Kapital“.
    Dass Unternehmen vorzugsweise „Just in time“ produzieren, fällt ihnen und der Gesellschaft gelegentlich auf die Füße. Eine Gesellschaft, die keine Reserven hat ist eben nicht so resilient gegen Störungen der Lieferketten – ganz gleich, aus welchem Grund die gestört wird.

    In früheren Zeiten wurde ja auch Windkraft genutzt. Der Müller hat das Korn zu Mehl verarbeitet, wenn genügend Wind vorhanden war. Korn wie Mehl lassen sich lagern. Es ist also nur die Frage wie viele Mühlen man braucht, um auch bei längeren Flauten immer genügend Korn mahlen zu können.
    Im Kapitalismus geht die Rechnung anders. Dort ist es eine Gewinnrechnung. Der Eigentümer der Mühle will sein Kapital möglichst oft umschlagen lassen, deshalb muss die Mühle mit möglichst hoher Auslastung gerne 24Std am tag laufen.

    Kleiner Ausblick: der aktuelle KI Boom wird – sofern die KI Blase nicht vorher platzt – extrem viel Energie verbrauchen. Das treibt die Preise insgesamt nach oben, vor allem aber natürlich, wenn dann vermehrt Kraftwerke vom Netz genommen werden müssen. Vielleicht geht die eine oder andere Regierung dann dazu über, lieber tote Flüsse in Kauf zu nehmen, als dass der Standort leidet.

    Das werden interessante Zeiten.

    1. Es ist eben kein finanzielles Problem, es ist ein Ressourcenproblem!

      Wir haben hier kein Hochgebirge mit haufenweise Bergseen, die man alle zu Pumpspeicherkraftwerken umbauen könnte. Wie also soll man die überschüssige Elektroenergie aus Solar und Wind speichern? Batteriespeicher sind in der nötigen Größe weder verfügbar noch kurz/mittelfristig zu errichten. Und selbst wenn man es „finanziell“ bewerkstelligen könnte, ist es ein reiner Irrsinn, diese Ressourcen zu aktivieren, nur um Strom zwischenzuspeichern, der in „fossilen“ Energieträgern quasi chemisch gespeichert ist.

      Und wenn man es wirklich sinnvoll betreiben wollte, müßte man nicht nur den Tages-Nacht-Unterschied speichern, sondern den Überschuss des Sommers komplett einspeichern, damit man im Winter davon zehren kann.

      Ist aktuell und auf absehbare Zeit unrealistisch.

      1. Wie sich schon schrieb, es ist eine Frage der Dimensionierung. Sowohl der Einspeisung als der Speicherung von Energie. Neben der Speicherung von Strom in Batteriespeichern gibt es ja auch die Umwandlung in Wärme und deren Speicherung, es gibt chemische Speicher, man kann Wasserstoff erzeugen und speichern…

        Wenn man z.B. die Warmwasserversorgung mit Solarthermie betreibt, dann kann man die so erzeugte Wärme durchaus ein paar Tage speichern, bevor man auf zusätzliche Energiequellen zurückgreifen muss. Auch in Norddeutschland wäre Solarthermie möglich, als Heizung im Winter aber wenig zuverlässig und insgesamt bei 100% Solarthermie nicht wirtschaftlich.

        In Frankreich ist es seit 2023 Pflicht große Parkplätze mit PV zu überdachen. Das hätten die auch schon Jahrzehnte früher machen können. Es sind halt Kosten, die die privaten Betreiber dieser Parkplätze sparen wollen.
        Mit dem Strom werden z.T. die Ladestationen betrieben, ansonsten geht der ins Netz. Ergänzt man das um einen Wärmespeicher, könnte man die Supermärkte (die in der Regel auch riesige Parkplätze haben), damit im Winter heizen.

        1. wasserstoff ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch noch ein sehr schlechter Energiespeicher. die Probleme mit Lagerung und Transport von einem Gas das in der Lage ist durch Metall durch zu diffundieren, reden wir mal lieber erstmal gar nicht. zweifellos kann man es verflüssigen, aber auch das kostet wieder viel Energie, und das Problem ist auch gar nicht wirklich eine dunkelflotte zu überstehen, abgesehen davon dasselbe diesen tendenziell für stromnetz viel schwieriger zur handhaben sind, die gehen im dümmsten Falle mal ein paar Wochen. und auch wenn wir noch keine technische Lösung für ein paar Wochen haben, grundsätzlich wären pumpspeicherwerke geeignet auch einige Wochen lang zu speichern. allerdings hat das topographischgrenzen und das ist eine tolle Idee ist ganze bergkuppen wegzuspringen, auszuhöhlen und mit betonschüssel zu verfüllen Richard ökologischer Sicht definitiv verneinen. das mit dem ladesäulen dürfte dann auch mal näher zu erklären sein, üblicherweise werden elektrofahrzeuge nicht unbedingt dann geladen wenn besonders viel Energie zur Verfügung steht. das lässt sich auch nur bedingt ändern, denn auf die Dauer ist wirklich niemandem zuzumuten mit fast leeren Batterien zur Arbeit oder woanders hinzufahren, nicht umsonst konnte an Tankstellen vor der 12 urriegelung morgens nur zu sehr hohen Preisen getankt werden, weil kein vernünftiger Mensch zu dem Zeitpunkt tankt. wäre doch hatte definitiv not. gerade morgens ist der energiebedarf zwar sehr hoch, aber üblicherweise auch die erneuerbare Energieerzeugung. der Wind neigt morgens zum Auffrischen und üblicherweise geht die Sonne am Morgen auf. aber, und da kann ich mich nachher wiederholen, es geht letztlich gar nicht darum dunkelflotten zu überstehen sondern die überschüssige Energie aus dem Sommer in den Winter zu bringen. und wieder Wärme noch Gas noch Wasser sind ernsthaft in der Lage sechs Monate lang Energie zu speichern

    2. technisch gesehen einfach. das ist lustig. bitte erhellen sie uns wie man energieproblem los über mehrere Monate hinweg speichert, und das in großen Mengen. eigentlich brauchen wir sogar noch eine Lösung um die Energie der sommermonate in die wintermonate zu bringen, wenn das technisch alles gar kein Problem ist warum hat es eigentlich noch niemand gemacht? nur weil zu teuer, das Energie ist auch so schon teuer genug daran kann es nicht liegen. also wirklich ich bitte um Erhellung bezüglich großdimensionaler Speicherung über mehr als ein paar Stunden hinweg für wirklich große Mengen und nicht nur für ein einzelnes kraftwerk.

      1. Schon wieder einer der noch nie diese komischen Propeller die den Wind machen in der Landschaft gesehen hat.


        eigentlich brauchen wir sogar noch eine Lösung um die Energie der sommermonate in die wintermonate zu bringen,

      2. wenn das technisch alles gar kein Problem ist warum hat es eigentlich noch niemand gemacht? nur weil zu teuer, das Energie ist auch so schon teuer genug daran kann es nicht liegen.

        Hatte ich doch schon alles geschrieben. Es sind Investitionen, die über einen langen Zeitraum Kapital binden.

        also wirklich ich bitte um Erhellung bezüglich großdimensionaler Speicherung über mehr als ein paar Stunden hinweg für wirklich große Mengen und nicht nur für ein einzelnes kraftwerk.

        Auch dazu hatte ich schon was geschrieben. Wärme lässt sich sehr gut auch über lange Zeiträume speichern (4-8 Monate). Je größer der Speicher, desto geringer die Verluste. Um ca. 1000 Haushalte mit Wärmeenergie zu versorgen braucht man in Nordeuropa (15.000 KWh pro Haushalt pro Jahr angenommen)
        – saisonaler Speicher 40.000-60000m2
        – 20-25ha Fläche für Solarthermie (bei 60-70% Solarenergie)

        Lebensdauer 30-50 Jahre. Kosten ca. 30-50Mio (je nach Standort, Nähe zum Verbraucher etc.)
        Bei Verwendung einer Großwärmepumpe und Nutzung verändern sich die Werte.

        Es gibt verschiedenste Konzepte, je nachdem, ob es um eine kurze Pufferung, zusätzlicher Nutzung von Abwärme geht.
        Denkbar ist auch die Erzeugung von Wärme aus überschüssigem Strom aus Windkraft und PV. Hat dann zwar einen geringeren Wirkungsgrad, wäre aber technisch gut umsetzbar. Hier ging es ja in erster Linie um die technische Realisierbarkeit und nicht um die Wirtschaftlichkeit.

        Solarthermie ist natürlich vor allem für südlichere Gegenden interessant, wo die Sonne auch in den Wintermonaten einigermaßen zuverlässig scheint.

        1. Das Theoretisieren bringt uns doch nicht weiter! Was ist denn PRAKTISCH möglich?

          Wenn du 25 Hektar Fläche brauchst, um 1000 Haushalte mit „Solarthermie“ zu versorgen, brauchst du eine Million Hektar für alle Haushalte. Also ein Zehntel aller Wälder müßten abgeholzt werden, um allein diese Fläche zu realisieren. Und wie und wo speichert man das? Das verbraucht weitere Fläche! Und die Versorgung von Städten wäre komplett außen vor, weil man die dafür nötigen Flächen nur sehr weit entfernt davon einrichten könnte. Und wieviel Prozent der deutschen Bevölkerung lebt in großen und mittleren Städten? Es sind etwa 60%!

          Wir haben ja noch nicht mal die Möglichkeit, konsequent auf Wasser-Wasser-Wärmepumpen umzustellen, die in diesen klimatischen Breiten einzig sinnvolle Variante, weil es dafür nicht genug Fläche für die nötigen Tiefbrunnen gibt! Wenn dein Nachbar einen solchen Tiefbrunnen anlegt, kannst du einpacken! Thermisch ergibt ein weiterer Brunnen in der näheren Umgebung keinen Sinn! Und Luft-Wasser-Wärmepumpen sind spätestens bei der Verwendung von Heizkörpern (statt Fußbodenheizungen) deutlich ineffktiver als Erdgas-Heizungen. Vor allem, wenn der dafür nötige Strom im Winter hauptsächlich aus Gaskraftwerken stammt.

          Ich bin sehr für Energieformen, die die Ressourcen weniger beanspruchen, als die „Fossilen“, aber man muß auch realistisch bleiben. Und gerade der Irrsinn, den du skizzierst, ist alles andere als ressourcenschonend.

          1. Wer sagt denn dass alle(!) Haushalte mit Solarthermie beheizt werden müssen/sollen?

            Mein Argument war, dass das, was technisch ginge nicht gemacht wird, wenn es sich nicht rechnet. Ein paar Hunderttausend Haushalte könnte man mit Sicherheit entsprechend versorgen. Man könnte auch – wie in Frankreich gesetzlich vorgeschrieben – Parkplätze mit PV überdachen. Und bei Überangebot von Strom vom Netz trennen. Es ist nicht so, dass PV und Windkraft nicht regelbar wären.

  13. was der Artikel leider verschweigt, ist daß die allermeisten Abschaltungen kein Problem der Zuleitung von Kühlwasser sind. Das Problem ist die Abführung, da oft auf Kühltürme verzichtet wurde und das arme Wasser einfach wieder in die Flüsse zurückgeleitet wird. ist das Problem hat ein deutscher AKWs übrigens nicht. hier wird das Wasser über Kühltürme runtergekühlt, statt fast kochend einfach wieder in den Bach gekippt. genug Wasser zum Kühlen ist an sich fast überall noch da. Merker atomkraft ist nicht schlecht weil sie schlecht ist, sondern kraftwerke die falsch gebaut werden sind auch nach 20 Jahren oder nach 40 Jahren immer noch falsch gebaut.

    1. Di hast den Artikel ganz offensichtlich nicht gelesen. Aber da steht, auch, dass Kühltruhe nichts bringen, wenn das Wasser ohnehin schon zu knapp ist. Die verdunsten viel davon. Machen Meiler wie am Donau nicht.

  14. Eigentlich wird der Atomstrom damit nur teurer..

    Man könnte z.B Leistungsstarke kompressions Kühlanlagen einbauen die das Kühlwasser dann wieder herunterkühlen. Das frisst natürlich massenweise Energie und ist nicht billig, denn große Kompressoren kosten natürlich wieder eine Menge Geld und natürlich auch Wartungsaufwand.

    Es wäre aber möglich und würde nur Geld kosten, die meisten Probleme lassen sich irgendwie Ingenieurstechnisch regeln..

    Und die Fische wären wieder glücklich..
    Nebenbei hätte man auch die Verdunstung in den Flüssen ein wenig gemindert.

    Vermutlich passiert aber das, was immer passiert. Die Betreiberfirma geht Pleite und wir alle müssen das Ganze dann mit Steuermitteln retten, genau wie den Rückbau der defekten Solar/Windparks..

    Die sogenannte „public/private partnership“ geht halt irgendwie immer nach hinten los, denn um saftige Gewinne zu verbuchen muss man halt immer irgendwo sparen (Oder die Kosten auf Andere abwälzen)..

    Mfg Makrovir

  15. Was bewegt eigentlich die Redaktion, Leute wie „Vende“ hier völlig faktenfrei agieren zu lassen? Und jeden, der das mal klarzustellen gedenkt, abwürgt?

  16. Es ist schon erstaunlich, wie doof sich Menschen stellen, wenn sie interessiert denken. Da weiß @heinz zu berichten: „Was wenigen bewußt ist: die Dunkelflaute gibts ja trotzdem! Uns zwar mit Sonnenuntergang! “
    Höhöhöh, was haben wir gelacht! Brüller!

    Natürlich lässt sich Energie puffern (tägliche Schwankungen), speichern über Stunden, Tage, Monate. Man kann Energie umverteilen. Die Speicherung von überschüssigem(!) Strom aus Windkraft oder PV in Form von Wasserstoff (oder als Methan) mag einen geringen Wirkungsgrad haben, wenn es aber um die technische Realisierbarkeit geht (Thema von @aufgepasst), dann ist das ein gangbarer Weg um auch größere Energiemengen über lange Zeiträume zu speichern.
    Aber dann kommt natürlich jemand mit den Einwand „unwirtschaftlich“!

    So gehts dann zu. Am Ende kommt beim Denken genau das raus, was man als Vorgabe reinsteckt.

    1. Als Ergänzung:
      Wenn man seine Energie darauf verwendet darüber nachzudenken, was alles technisch geht, dann kommt man auf geeignete Lösungen. Man muss sich allerdings von dem Gedanken lösen, dass die Lösungen kostenmäßig konkurrenzfähig sein müssen.

      Richtig ist, dass Windkraft oder PV nicht immer genau die Menge Energie liefern, die aktuell gebraucht wird. Mal mehr, mal weniger. Das hat aber zwei Seiten an denen man ansetzen kann. Im Kapitalismus ist es natürlich ausgeschlossen, dass sich die Produktion flexibel an die verfügbare Energie anpasst. (an die Nachfrageschwankung passt man sich inzwischen sehr flexibel an).
      Natürlich duscht keiner morgens freiwillig kalt. Es sei denn, man befindet sich im Krieg gegen Russland, da würde manch Politiker das auch gerne verfügen. Aber so weit sind wir noch nicht.

      Kurz: eine vernünftige Energiepolitik würde sich nicht an den heutigen Zuständen orientieren, wo Energie vor allem eines sein muss: billig. Ein vernünftiger Umgang mit Energie würde andere Kriterien kennen, z.B. die Umweltverträglichkeit. Ein Aspekt, den es im Kapitalismus nur unter dem Kostengesichtspunkt gibt. Wenn Fische wegen zu warmen Wasser verrecken, ist das an sich kein Grund, die Temperatur zu begrenzen. Aber als Wirtschaftsraum sind natürlich dann jede Menge Geschäfte davon abhängig, dass die Flüsse nicht gänzlich umkippen.

      Ein paar Beispiele dafür was ginge, aber nicht oder nur bedingt gemacht wird:
      Typische PV Installationen werden so ausgerichtet, dass sie einen möglichst hohen Jahresertrag haben. Das macht in einer Geldrechnung am meisten Sinn. Würde man PV Anlagen so ausrichten, dass sie über den Tag eine möglichst gleichmäßige Energiemenge liefern, sinkt der Jahresertrag. Also wird das nicht gemacht.
      Braucht man eher morgens viel Energie könnten vertikal aufgestellte und nach Osten ausgerichtete Panels deutlich mehr Energie liefern – übers Jahr gesehen aber viel weniger.

      Speicherung von Energie per Wasserstoff/Methan hat einen recht niedrigen Wirkungsgrad (20-40%), kann dafür aber sehr große Energiemengen über lange Zeiträume speichern. Methan kann zudem die vorhandene Gas Infrastruktur verwenden. Es gibt ein paar solcher Anlagen. Man könnte sehr viel mehr solcher Anlagen bauen, kostet aber Geld und rechnet sich nicht.

      usw.

      Bevor jetzt wieder jemand kommt und verlangt, dass der gesamte Energiebedarf des Winters im Sommer erzeugt und kostengünstig gespeichert werden muss… Darum geht es nicht. Mir geht es um die Rechnungsweise des Kapitals, und wie die Energiepolitik bestimmt. Das hat aber keine technischen Gründe.

      1. Würden PV-Anlagen zu Marktbedingungen betrieben, würden sie sich beim derzeitigen Ausbaustand kaum lohnen. Im Sommer, wenn die höchsten Erträge reinkommen, müßten sie nämlich für jede „verkaufte“ Kilowattstunde draufzahlen (siehe die „Negativpreise“ an den Strombörsen). Wegen des irren Überangebotes. Im Winter gibts jahreszeitlich bedingt es kaum Erträge. Blieben also nur noch Frühling und Herbst. Und ob die Einnahmen da die Verluste der beiden anderen Jahreszeiten decken….

        Das geht überhaupt nur zu den aktuellen staatlich massiv querfinanzierten Bedingungen.

        Und Speicher haben wir aktuell nicht mal 2% dessen, was wir benötigen würden, um allein die Überschüsse aus Solar einzufangen. Dierser TAge hatte Deutschland den Gesamtverbrauch der Schweiz als Überproduktion aufzuweisen! Oder anders: die Gesamterzeugung betrug trotz massiver Abregelung 150%. Rund 30% aller Solaranlagen sind übrigens nicht regel/abschaltbar.

        1. Würden PV-Anlagen zu Marktbedingungen betrieben, würden sie sich beim derzeitigen Ausbaustand kaum lohnen.

          Ob sich PV oder andere EEG lohnen oder nicht hängt vor allem von der Organisation des Energiemarktes selbst ab. Dazu gehört auch der Netzausbau, wie die Speicherung. Beides benachteiligt Erneuerbare Energien spürbar obwohl beide bereits jetzt billiger sind als fossile Energien und die Gaskraftwerke der Frau Baer aufgrund ihrer Unwirtschaftlichkeit riesige Subventionen benötigen.

          Wacker Burghausen (allein 0.5% Strombedarf von Dtl.) wollte etwa 10% seines Energiebedarfes durch einen eigenen Windpark decken, was wegen Widerstand dagegen vor allem in Mehringen so nicht realisiert werden konnte. Etwa 1300 Arbeitspläze sind nun in Gefahr, nicht nur, aber auch, wegen der hohen fossilen Strompreise.
          BASF in Zhanjing (China) deckt bereits jetzt 100% seines Energiebedarfes mit Erneuerbaren, obwohl der Eigene EE-Park noch gar nicht vollständig fertiggestellt wurde.

          Eine billige Stromversorgung für die in Dtl. ansäsdige Industrie braucht Erneuerbare Energien zur konkurrenzfähigen Primärstromerzeugung , komplexer wird es, wenn noch Prozesswärme oder H2 als Rohstoff notwendig wird, wie im mitteldeutschen Energiedreieck. Aber auch hier werden aufgrund der Kosten fossile Gaskraftwerke höchstens Ergänzungsfunktion haben können.

      2. „Kurz: eine vernünftige Energiepolitik würde sich nicht an den heutigen Zuständen orientieren, wo Energie vor allem eines sein muss: billig. Ein vernünftiger Umgang mit Energie würde andere Kriterien kennen, z.B. die Umweltverträglichkeit.“

        Und was machen wir mit der Industrie, die primär das Kriterium billig benötigt? Zwingen? Dummerweise geht das halt nicht so einfach, denn die verlagert dann einfach dennoch ihre Produktion in solche Länder, die ihre Priorität auf billig legen.

  17. @Heinz schrieb:

    Würden PV-Anlagen zu Marktbedingungen betrieben, würden sie sich beim derzeitigen Ausbaustand kaum lohnen. Im Sommer, wenn die höchsten Erträge reinkommen, müßten sie nämlich für jede „verkaufte“ Kilowattstunde draufzahlen (siehe die „Negativpreise“ an den Strombörsen)

    Was verstehst du nicht, wenn ich explizit darauf hinweise, dass es keinen TECHNISCHE Grund hat?
    Dass PV sich lohnen muss, ist eine Frage, die NUR im Kapitalismus aufkommt.

    Genauso begriffsstutzig schreibt @Yossarian

    Und was machen wir mit der Industrie, die primär das Kriterium billig benötigt? Zwingen? Dummerweise geht das halt nicht so einfach, denn die verlagert dann einfach dennoch ihre Produktion in solche Länder, die ihre Priorität auf billig legen.

    Ja, im Kapitalismus gelten natürlich Gewinnrechnungen. Das Kapital braucht immer billige Energie und niedrige Löhne. Und manch einer hält das für ein Naturgesetz.

    Diese Gesellschaft wird an der Gewinnrechnung krepieren – wenn sie nicht vorher in einem Krieg zerstört wird! Das Verlangen nach billiger, jederzeit in jedem Umfang verfügbarer Energie hat uns einen Klimawandel beschert, der jetzt – Ooops! – lauter Gewinnrechnungen durcheinanderbringt. Aber man setzt schon auf die nächste Stufe. KI solls richten, also noch viel, viel mehr Energie in Rechenzentren verbraten, die die ohnehin bestehende Wasserknappheit nochmal verschärft. Und dann brennt der Wald … wie „unerwartet“!

    1. Die Atomtrolle wollen einfach nichts verstehen. Atomkraft wäre auch im Kapitalismus die teuerste Art den Strom zu produzieren, wenn man nicht den Großteil t
      der Kosten externalisieren könnte, wue Endlagerung, keine Versicherung….

    2. „Ja, im Kapitalismus gelten natürlich Gewinnrechnungen. Das Kapital braucht immer billige Energie und niedrige Löhne. Und manch einer hält das für ein Naturgesetz.“

      Schön dass ihr immer gut darin seid das Problem zu analysieren, aber bei der Lösung wird es dann dünn. Welches System brauchen wir denn, wo das alles besser läuft? Alle sozialistischen Systeme sind gescheitert, das kann es also schon mal nicht sein. Was ist es dann?
      Der Kapitalismus ist das Übel der Welt… jaja, die Message höre ich seit Jahrzehnten, aber danach kommt dann halt nicht mehr viel. Ich ahne, dass dein gewünschtes Gesellschaftsmodell sehr viel Zwang bedingt, aber du darfst es mir gerne dennoch in all seinen positiven Eigenschaften erklären, aber dann tu das bitte auch! Wie sieht deine Gesellschaft aus, die den Kapitalismus überwunden hat?

  18. Ich hatte es erwähnt, doch nun wurden wieder drei Atomeiler in Frankreich abgeschaltet, ein vierter läuft nur mit 59 %. Nicht weil Kühlwasser fehlt, sondern wieder einmal haben zahlreiche Quallen die Kühlwasserrohre verstopft. Die AKW-Leistung in Frankreich, ohnehin wegen Durre eingeschränkt, ging um weitere 15 % in die Knie, Die „sichere“ Grundversorgung über Atomkraftwerke.
    https://www.lemonde.fr/en/france/article/2026/08/11/jellyfish-force-shutdown-of-three-reactors-at-french-nuclear-plant_6756372_7.html

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