
Voraussetzungen, Strategien und Methoden eines gewaltfreien Widerstands – im Rahmen einer (hypothetischen) Besetzung Grönlands.
Vorliegender Beitrag analysiert, wie sich Grönland im hypothetischen Fall einer militärischen Besetzung durch die USA mit Mitteln der gewaltfreien, sozialen Verteidigung widersetzen könnte. Im Zentrum stehen nicht Fragen militärischer Abschreckung und Verteidigung, sondern eine effektive Verteidigungsstrategie, die sich der Fähigkeit und Bereitschaft zum gewaltfreien Widerstand, der Nichtkooperation mit dem Aggressor sowie Aktivitäten mit dem Ziel einer internationalen Delegitimierung des Okkupationsversuches verdankt. Aufbauend auf Theorien des zivilen Widerstands und historischen Fallbeispielen wird argumentiert, dass insbesondere kleine, sozial eng vernetzte Gesellschaften mit starker kultureller Identität über spezifische Vorteile für gewaltfreie Verteidigungsformen verfügen. Abschließend werden Voraussetzungen, Risiken und strategische Hindernisse dieser Verteidigungsform diskutiert.
Vorweg ist dieses noch anzumerken: Die Exemplifizierung eines Verteidigungskonzepts, das Verteidigung explizit gewaltfrei denkt, speziell am Beispiel Grönland, darf nicht als eine Art geistiger Kolonialismus verstanden werden. Über eine gewaltfreie Konfliktlösung im Rahmen einer (hypothetischen) Besetzung Grönlands nachzudenken und Resultate der Überlegungen zu publizieren, ist das Angebot eines Friedensforschers, der sich seit gut fünfzig Jahren mit Konzeptionen gewaltfreier, sozialer Verteidigung (unter anderem in einer von der Universität Freiburg i.Br. angenommenen Dissertation) beschäftigt und zu seinen Grundlagen häufig publiziert hat. In Zeiten der Globalisierung und vor dem Hintergrund des „human web“ einer weltumspannenden Unity sowie einem Wissenschaftsverständnis, das essentiell durch Universalienforschung geprägt ist, schließlich als eine Stimme im Konzert unzähliger Kommentierungen der Vorgänge um Grönland versteht sich der nachfolgende Versuch und seine Veröffentlichung durchaus legitimiert. Mehr noch: er versteht sich als Ausdruck von Solidarität in der Hoffnung, dass diese nicht als unerbetene, ungewollte, ja sogar übergriffige Einmischung empfunden wird.
1. Sicherheit jenseits militärischer Logik
Traditionelle Sicherheitskonzepte definieren Verteidigung primär militärisch. Hiernach wird ein Territorium durch bewaffnete Kräfte geschützt und staatliche Souveränität durch Abschreckung gesichert. Diese Logik stößt jedoch – insbesondere – in asymmetrischen Konflikten, bei kleinen oder militärisch schwachen Gesellschaften sowie gegenüber überlegenen Großmächten an klare Grenzen. Vor diesem Hintergrund wurde nach dem Zweiten Weltkrieg das Konzept der gewaltfreien, sozialen Verteidigung entwickelt. Dieses begreift Verteidigung nicht als ein militärisches, sondern als ein gesellschaftliches, soziales Projekt.
Die hypothetische Annahme einer militärischen Besetzung Grönlands durch die USA – so unrealistisch sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt (09.01.2026) noch erscheinen mag – eignet sich analytisch besonders gut, um dieses Konzept auf seine Grundlagen und Praktikabilität hin zu untersuchen.
Grönland verfügt über vernachlässigbar geringe militärische Kapazitäten, besitzt jedoch eine stark ausgeprägte indigene Identität, dichte soziale Netzwerke und hohe internationale Sichtbarkeit. Diese Faktoren sind für einen zivilen Widerstand potenziell entscheidender als Waffenarsenale und Militärstrategien. Selbst unter der Voraussetzung seines Verbundes mit Dänemark und seiner Einbindung in die NATO, mit ihrem Schutzversprechen gegenüber allen Mitgliedsstaaten, machen Überlegungen zu einem militärischen Widerstand keinen Sinn. Grönland hat, will es einen Angriff – der jetzt schon euphemistisch mit „Übernahme“ beschrieben wird – realistisch abwehren, nur eine einzige Chance: nämlich sich im Rahmen von Strategien und Methoden eines gewaltfreien Widerstandes den Attacken des übermächtigen Aggressors und Okkupators zu widersetzen. In diesem Sinne ist nachfolgend zu fragen, wie Grönland eine Besetzung durch gewaltfreie, soziale Verteidigung politisch, administrativ und gesellschaftlich zu unterminieren vermag.
2. Was ist gewaltfreie soziale Verteidigung?
Gewaltfreie, soziale Verteidigung (social defense) bezeichnet eine Strategie, bei der eine Gesellschaft systematisch darauf vorbereitet ist, sich gegen äußere Herrschaft durch organisierte Nichtkooperation, institutionellen Widerstand und gesellschaftliche Selbstorganisation zu wehren. Zentrale Annahmen sind dabei,
- dass Macht auf Kooperation beruht: Auch Besatzungsmächte sind auf lokale Verwaltung, Arbeitskräfte, Infrastruktur und soziale Akzeptanz angewiesen.
- dass gesellschaftliche Kontrolle kostspielig ist: Je weniger Kooperation, desto höher der Repressionsaufwand und desto größer die politischen Kosten.
- dass Legitimität strategisch entscheidend ist: Gewalt gegen friedliche Bevölkerung untergräbt internationale Akzeptanz und innenpolitische Unterstützung der Besatzungsmacht.
Verglichen mit dem spontanen Protest und einer kurzfristigen Mobilisierung zielt soziale Verteidigung auf eine langfristige Unregierbarkeit, indem sie auf institutionelle Kontinuität, parallele Strukturen und soziale Disziplin setzt. Dem Besatzer soll die Herrschaft über das Land unmöglich gemacht und seine Legitimität untergraben werden. Mit nicht zuletzt internationaler Unterstützung soll dieser zu Verhandlungen bzw. zum Rückzug gezwungen werden. Aktivitäten zielen auch auf die Zunahme kritischer Stimmen im Herkunftsland des Besatzers und Widerstand gegen dessen Vorgehen im eigenen Land. Die gewaltfreie, soziale Verteidigung erschöpft sich nicht in Widerstandsaktionen, sondern beinhaltet auch das Unterlaufen von strukturellen Repressalien durch die Errichtung alternativer Strukturen, einer funktionierenden Parallelgesellschaft auf der Grundlage der vor der Besetzung des Landes existierenden Gesellschaft.
Dänemark selbst hat Erfahrungen im gewaltfreien Widerstand aus der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung. Ähnlich Norwegen (1940-1945), später die Tschechoslowakei (1968), jüngst die Ukraine in ihren besetzten Gebieten.
Generelle Studien zur gewaltfreien, sozialen Verteidigung und historisch verbürgte Fallbeispiele füllen ganze Bibliotheken. Sie wollen zur Kenntnis genommen und durch eine daran anschließende Praxis fortgeschrieben werden. In Grönland könnte sich solches als eine Notwendigkeit aufzwingen.

3. Strukturelle Ausgangslage Grönlands
In vielerlei Hinsicht begünstigen die für Grönland spezifischen Strukturen einen gewaltfreien Widerstand. Diese versprechen, nicht nur das Eindringen ins Land, sondern auch eine dauerhafte Besetzung des Landes zu erschweren bzw. sogar unmöglich zu machen. Damit würde der US-amerikanische Aggressor, nach erheblichen Niederlagen in vorausgegangenen militärischen Konfliktfeldern, auch unter den Bedingungen eines gewaltfreien Widerstandes eine Niederlage erleiden.
3.1 Demografie und Sozialstruktur
Grönland zählt rund 57.000 Einwohner/innen. Diese verteilen sich auf wenige Städte sowie kleine Gemeinden. Das Zusammenleben ist stark geprägt durch soziale Dichte, soziale Kontrolle und gegenseitige Abhängigkeit, wodurch bereits strukturell
- starke soziale Netzwerke
- eine schnelle Mobilisierung
- informelle Kommunikation sowie
- kollektive Normbildung
begünstigt und Kollaborationen erschwert sind. Grönland mag militärisch zwar schwach sein, aber gesellschaftlich nur schwer kontrollierbar.
3.2 Kulturelle Identität
Die Kalaallit (Grönländer) verfügen über eine starke indigene Identität, eine eigene Sprache und kulturelle Praxis. Eine Besatzung würde nicht nur ihre politische, sondern auch kulturelle Selbstbestimmung bedrohen. Ein darin begründetes kollektives Mobilisierungsinteresse ginge weit über eine rein staatliche Loyalität hinaus.
3.3 Geografische und logistische Faktoren
Extreme klimatische Bedingungen, große Distanzen und Abhängigkeit von lokalem Wissen erhöhen die logistischen Kosten jeder dauerhaften Besetzung erheblich. Ohne lokale Kooperation ist die Verwaltung eines eingenommenen Landes zur Ineffizienz verurteilt.
4. Nichtanerkennung und Gegenlegitimität
Ein essentielles Element der gewaltfreien, sozialen Verteidigung ist die Verweigerung der politischen Anerkennung des Eindringlings.
4.1 Exilregierung und internationale Diplomatie
Eine grönländische Exilregierung, etwa in Kooperation mit Dänemark, könnte – vor dem Hintergrund einer hohen internationalen Aufmerksamkeit – mit dem Ziel einer politischen Isolierung der Besatzung:
- völkerrechtliche Kontinuität sichern (im Falle der USA wird sie zunehmend zur Farce),
- internationale Organisationen mobilisieren sowie
- Verhandlungen auf globaler Ebene führen.
Sie kann – ncht zuletzt im Hinblick auf die Verletzung indigener Rechte und Kriterien der Arktispolitik – mit Solidaritätsbekundungen im Rahmen der Vereinten Nationen rechnen.
4.2 Lokale politische Nichtkooperation
Strategisch operiert die gewaltfreie, soziale Verteidigung in drei Bereichen: a) dem okkupierten Land, b) dem Land des Aggressors und c) der Weltöffentlichkeit. Im okkupierten Land ist das Agieren von Kommunalverwaltungen essentiell. Sie kann
- sich weigern, Anordnungen des Okkupators umzusetzen,
- formale Verfahren verzögern,
- Entscheidungen vertagen oder sogar blockieren.
Damit würde ein Verwaltungsapparat zwar formal existieren, aber praktisch nicht funktionierten.
5. Institutioneller Widerstand, Arbeitsverweigerung und Errichtung alternativer Verkehrsformen
Die Rede von Widerstand, angefangen bei Protest, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die gewaltfreie, soziale Verteidigung nicht im Widerstand, im Nein zu den aufgezwungenen Verhältnissen erschöpft, sondern auf konstruktive, gesellschaftliche Alternativen setzt und diese parallel zu den aufoktroyierten Strukturen zu nutzen sucht.
5.1 Widerstand in der Bürokratie
Besatzer sind wesentlich darauf angewiesen, dass die Administration im besetzten Land nach seiner Einnahme weiterhin funktioniert. Widerstandshandlungen in diesem Bereich sind äußerst wirksam. Während die Einheimischen die Administrierung ihrer Gesellschaft durch die Eindringlinge gezielt lähmen, administrieren sie sich selbst in parallelen Strukturen.
Historisch zählt „Dienst nach Vorschrift“ (bekannt auch als Verhalten des „braven Soldaten Schwejk“) zu den wirksamsten Formen eines nichtmilitärischen Widerstandes. So erscheinen Beamte und Angestellte zwar zu ihrem Dienst, verhalten sich aber weitestgehend „passiv“, ahnungslos und naiv. Um nur einige Möglichkeiten anzudeuten, könnten beispielsweise:
- Lehrpläne nicht angepasst werden und Lehrkräfte nicht nach curricularen Vorgaben der Besatzer unterrichten (vgl. den Widerstand der Norweger unter nationalsozialistischer Herrschaft),
- Statistiken nicht geliefert und Datenweitergabe, beispielsweise durch ärztliches Personal, verweigert werden,
- Genehmigungsverfahren verschleppt werden oder
- in den Behörden jede Menge Fehlleitungen mit der Folge von Verzögerungen erfolgen.
Zwei Spezifika sind hier besonders bedeutsam: Maßnahmen dieser Art sind nur schwer zu ahnden und gezielt zu bestrafen. Hier kann jeder seinen/ihren Beitrag leisten. Selbst der Rollstuhlfahrer kann an der Rezeption oder in seinem Dienstzimmer für Verwirrung sorgen. Dieses ist nur ein einziges Beispiel, das zeigt, dass sich die gewaltfreie, soziale Verteidigung – anders als die militärische – nicht auf wenige wehrtaugliche Männer und Frauen stützt, sondern auch die breite Bevölkerung und darin auf jede und jeden.
5.2 Arbeitsverweigerung in Schlüsselbereichen
Erheblich erschweren sowie verteuern könnte partielle Nichtkooperation in etwa folgenden sensiblen Bereichen:
- Häfen (Hafenarbeiter verzögern Transporte oder leiten sie bewusst fehl),
- Energieversorgung (unter Umständen sogar Sabotageakte),
- Telekommunikation
- Logistik
5.3 Ökonomische Abschottung und Etablierung einer ökonomischen Parallelgesellschaft
Die gewaltfreie, soziale Verteidigung setzt nicht nur auf Strategien und Taktiken des gewaltfreien Widerstandes, sondern auf funktionierende Gegenstrukturen und Isolierung des Besatzers. Mit dem Verzicht auf Beschäftigung von Einheimischen in Militärbasen des Okkupators sowie der Ächtung von Beschäftigungen bei Besatzungsinstitutionen als Formen der Kollaboration kann die soziale Sanktionierung von wirtschaftlicher Kollaboration einhergehen und werden lokale Tauschsysteme sowie Verkehrsformen gefördert.
6. Soziale Isolation (bzw. Integration) der Besatzung
Besatzungstruppen setzen sich nicht zwangsläufig aus nur militärisch funktionierendem Personal zusammen, sondern auch aus empathischen, sozialen Akteuren/Akteurinnen. Eine zentrale Strategie der gewaltfreien, sozialen Verteidigung zielt auf die Fraktionierung des Besatzungstruppen. Sie geht davon aus, dass es neben der einen Fraktion – ihre Mitglieder agieren ganz im Sinne ihrer Befehlshaber – eine weitere gibt. Ihr gehören jene an, die Rechtmäßigkeit der militärischen Aktion (innerlich) in Zweifel ziehen bzw. sogar explizit missbilligen. Fraktionierung meint hier: die Gruppe der Zweifler und Oppositionellen im Militär durch gezielte Aktionen zu vergrößern und damit die Zustimmungsbasis in den Besatzungstruppen zu schmälern.
6.1 Verweigerung (bzw. Intensivierung) alltäglicher Interaktion
Historisch gut dokumentiert ist die Wirkung folgender Maßnahmen:
- Nichtbedienung in Geschäften, Hotels, Cafés;
- Ignorieren im öffentlichen Raum;
- Verweigerung sozialer Kontakte.
Durch solches Vorgehen wird die moralische Übereinkunft der Truppen mit den Zielen des Besatzers aufgeweicht und eine längerfristige Stationierung erheblich erschwert. Grundlegend dabei zu beachten ist Unterscheidung von Rolle und Person. Formen der Missachtung beziehen sich auf die Rolle und nicht die Person. Das wird in jedem Kontakt deutlich zu machen sein. Als Okkupator muss das Gegenüber mit meinem entschiedenen Widerstand rechnen, als Person und Mensch hat er meine uneingeschränkte Zuneigung. Vor dem Hintergrund dieser Unterscheidung, gibt es eine starke Basis, einander selbst unter den Bedingungen des Konflikts zu begegnen und in diesem Rahmen den anderen auch persönlich zu erreichen und vom Unrecht seines Tuns zu überzeugen.
Durch persönliche Kontakte mit den Besatzern können diese moralisch unter Druck gesetzt und auf diesem Weg die feindliche Front aufgeweicht werden. Plakatives Beispiel aus dem Widerstand in Prag 1968: das Angebot einer Tasse Kaffee für den diensttuenden Soldaten – wohlwissend, dass er sich nicht unbedingt mit seinem Auftrag identifiziert, sondern Befehlen und nur seinem beruflichen, existentiellen Interesse folgt, oder auch zu den Hardlinern zählt, die das Angebot einer Tasse Kaffee nachhaltig irritieren könnte.
6.2 Stigmatisierung von Kollaboration
Achillesverse des gewaltfreien Widerstandes ist die Bereitschaft von Angehörigen des besetzten Landes, mit dem Aggressor zu kollaborieren. Durch sie sind Marionettenregierungen realisierbar, sie können Bürgermeisterposten besetzen und aus diesen heraus Anweisungen erteilen, die dem Besatzer in die Hände spielen und diesem das Regieren bis in die untersten Ebenen der Administration hinein erlauben.
Kollaborationen kann beispielsweise durch
- soziale Ausgrenzung,
- Ausschluss aus Gemeinschaftsritualen,
- moralische Delegitimierung
entgegengewirkt werden.
Will man den Ausverkauf des Landes verhindern, so wird es (Stand heute) sogar notwendig sein, dem perfiden Angebot der Trump-Regierung – eine Einmalzahlung pro Kopf über 100.000 Dollar – zu widerstehen. Hier unternehmen feindliche Kräfte den Versuch, Kollaboration auf breiter Basis zu erkaufen.
7. Widerstand auf symbolischer Ebene
Durch Aktionen symbolischer Art können Massen mobilisiert werden und der Widerstand in seiner ganzen Breite zum Ausdruck kommen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. In Norwegen, unter dem nationalsozialistischen Quisling-Regime, trugen die Norweger Büroklammern als Zeichen ihres Widerstandes am Kragen ihrer Hemden bzw. Jacken und Mänteln. Mit dem lächerlichen Ergebnis, dass das Tragen von Büroklammern an den Revers verboten wurde. Reaktionen solcherart bescheinigen dem System seine eigentliche Schwäche und signalisieren bereits Erfolg.
7.1 Kulturelle Selbstbehauptung
Sprache, Gesang, Kleidung, Rituale, Versammlungen, Straßentheater und Rollenspiele sind geeignet, dem Besatzer
- kollektive Identität;
- Nichtanerkennung der auferzwungenen, neuen Ordnung;
- Kontinuität kultureller Selbstbestimmung
vor Augen zu führen.
7.2 Regelmäßige Massenaktionen
Im Falle von regelmäßig stattfindenden Massenaktionen ist weniger die Größe, d.h. die Zahl der Teilnehmer/innen, entscheidend, sondern Kontinuität. Durch sie vor allem wird dem Eindringling demonstriert, dass die Bevölkerung den Zustand der Besetzung nicht akzeptiert. Durch:
- wöchentliche Märsche;
- kollektive Schweige- und Trauermärsche, Schweigeminuten;
- wiederkehrende Versammlungen (etwa auch in Kirchen zu Gebet und Gottesdienst);
- Demonstrationen und Mahnwachen;
- kulturelle Aktionen (Tänze, Aufführungen, Konzerte in der indigenen Landessprache)
macht die Bevölkerung deutlich, dass sie auch auf Dauer gegen das feindliche Regime ist.
8. Selbstorganisation und parallele Gesellschaftsstrukturen
Ein Kernproblem jeder Besetzung ist die Versorgung der Bevölkerung. Soziale Verteidigung setzt daher auf Selbstorganisation und die damit verbundenen Netzwerke wie Verkehrsformen.
8.1 Lokale Versorgungsnetzwerke
Um die Gesellschaft vom Besatzer möglichst unabhängig zu machen und sich seiner Steuerungsfähigkeit zu entziehen,
- werden lokale Entscheidungsräte gebildet,
- organisieren die politischen wie kirchlichen Gemeinden die Lebensmittelbeschaffung und -verteilung,
- versorgen sich Nachbarn gegenseitig,
- stellen Einheimische die medizinische Basisversorgung sicher und koordinieren die Versorgung von behinderten und altgewordenen Menschen,
- machen Community Schools informelle Bildungsangebote.
8.2 Alternative Kommunikationsstrukturen
Unabhängige Medien, verschlüsselte Netzwerke, eigene Medienkanäle verhindern:
- Informationsmonopole,
- Propaganda,
- soziale Fragmentierung.
Umso besser parallele Einrichtungen funktionieren, desto deutlicher wird, dass es den Besatzer nicht braucht. Die von ihm gesteuerten Strukturen und gesellschaftlichen Abläufe erweisen sich als ineffizient und obsolet.
9. Internationale Dimension: Konflikt ohne militärische Eskalation
Neben Aktivitäten im besetzten Land und dem des Besatzers streben die gewaltfreien Akteure/innen nach Verständnis und Unterstützung auf internationaler Ebene, hier beispielsweise
- in Gremien und Unterorganisationen der Vereinten Nationen,
- durch engen Kontakt mit dem UN-Sonderbeauftragten,
- mit Hinweis auf indigene Rechtekonventionen,
- durch Umwelt- und Klimadiplomatie,
- durch internationale Kampagnen von NGOs,
- durch diplomatischen Druck auf Bündnispartner der USA,
- durch Boykottaufrufe und Sanktionen,
- durch Appelle an Religionsgemeinschaften.
Narrative, denen sich eine hohe globale Mobilisierungskraft verdanken könnte, könnten auf die Verletzung indigener Selbstbestimmung abheben oder auch auf Umweltverantwortung. Im Falle Grönlands könnten auch Goliath-David-Schemen und damit Klein gegen Groß greifen und weltweit Solidarität bewirken.
10. Risiken, Repression und strategische Grenzen
Was im Falle der Anwendung militärischer Gewalt als eine Selbstverständlichkeit vorausgesetzt und akzeptiert wird – nämlich das Risiko, sein Leben zu verlieren oder (schwerste) Verwundungen hinnehmen zu müssen – kann für die gewaltfreie, soziale Verteidigung nicht ausgeschlossen, aber auch nicht als Gegenargument verwendet werden. Gewaltfreier Widerstand ist weder risikolos noch ungefährlich. Seinen Akteuren/innen wird mindestens eine Entschlossenheit und ein Mut abverlangt, den auch Mitglieder des Militärs aufzubringen haben. Eines unterscheidet diese allerdings von Soldaten: ihre Aktionen bedrohen nicht andere, nehmen ihnen nicht das Leben und verletzen sie nicht. Gewaltfrei kann widerstanden, aber nicht angegriffen werden.
10.1 Repression und soziale Belastung
Um gewaltfreien Widerstand zu brechen und eine auf die Dauer der Besetzung angelegte gewaltfreie, soziale Verteidigung aufzulösen, muss mit
- Massenverhaftungen, eventuell sogar Hinrichtungen;
- Kündigungen, Berufsverbote;
- ökonomischen Sanktionen;
- Zahlungseinstellungen
gerechnet werden.
Dabei können Repressionen durchaus Widerstand brechen, sie können aber auch dazu führen, dass die Okkupierten ihren Widerstand – entschiedener noch als zuvor – verstärken. Auch hier wird deutlich, dass man militärisch zwar Gebiete besetzen, aber Gesellschaften nicht unbegrenzt beherrschen kann.
Den Repressionen eines Okkupators kann nur – im schlimmsten Fall langfristig – ein Widerstand entgegengesetzt werden, der
- eine transparente Vorbereitung,
- psychische Resilienz,
- ökonomisches Durchhaltevermögen
- sowie ein solidarisches Netzwerk
beinhaltet.
Ein hoher Anspruch der gewaltfreien Verteidigung besteht darin, den Gegner nicht durch Geheimhaltung in seiner feindlichen Haltung zu bestärken und zusätzlich zu verunsichern, sondern dadurch Vertrauen aufzubauen, dass man ihn „in die eigenen Karten“ schauen lässt. Er braucht keinen V-Mann einzuschleusen und auch niemanden aus dem Kreis des Widerstands zum Verrat an der eigenen Gruppe zu gewinnen, er darf alles wissen, was die zum Widerstand Entschlossenen bereit sind zu unternehmen. Dieses zählt bereits zur Aktion.
Das von den gewaltfreien Akteuren/innen anzubringende Maß von Resilienz ist wesentlich das Resultat von Ich-Stärke. Im norwegischen Widerstand gegen den nationalsozialistischen Besatzer und seine Kollaborateure im eigenen Land waren Lehrkräfte bereit, als jeweils Einzelne durch ein entsprechendes Schreiben an das Quisling-Regime ihre Weigerung, nach nationalsozialistischen Richtlinien zu unterrichten, zum Ausdruck zu bringen.
Als Mitstreiter/innen von Martin Luther King einmal Bedenken im Hinblick auf eine geplante Demonstration äußerten, erhielten sie von King die eindeutige Antwort, dass er auch dann, wenn ihn niemand begleiten wolle, alleine die Straße entlanglaufen und demonstrieren werde. Diese Art von persönlicher Stärke ist eine wesentliche Grundlage der gewaltfreien Aktion. Wir können das vergleichen mit der Qualität einer Band, diese hängt wesentlich von der Qualität der einzelnen Musiker/innen ab.
Resilienz ist nicht zuletzt ein Resultat von Spiritualität. Vor allem letzteres beinhaltet das ungeteilte Vertrauen auf ein „Drittes im Zwischen“, auf eine Wirkmacht im gewaltfreien Zwischen der Konfliktparteien. Die Herstellung eines solchen Zwischen ist immer ein unilaterales. Wäre es ein bilaterales, wäre der Konflikt bereits im Ansatz gelöst. Gewaltfreie Akteure/innen treten immer in Vorleistung, riskieren mit dem Hinarbeiten auf ein Gewaltvakuum im Zwischen der Konfliktparteien, dass ihre „Rechnung“ nicht aufgeht, setzen aber im Vertrauen auf eine im gewaltfreien Raum agierende „force vitale“ und unternehmen alles, um diese zu mobilisieren. Das dem Gewaltverzicht zugrundeliegende Vertrauen auf ein „konstruktives Potential“ spiegeln unter allen Religionen und nicht zuletzt die jüdisch-christliche. Die entscheidende Traditionslinie reicht dort von der prophetischen Kritik des Vertrauens auf Kriegspferde, Wagen und Reiter bis hin zu Jesu demonstrativen Einritt in Jerusalem auf einem Esel anstelle eines (Kriegs-)Pferdes. Wer auf Gott vertraut, so müsste es heißen, der vertraut, setzt und baut nicht auf Waffen.
10.2 Abhängigkeit von internationaler Öffentlichkeit
Die unter erheblichem Druck stehenden Widerstandshandlungen müssen mit einem hohen Repressionsrisiko rechnen. Sie sind daher auf sowohl internationale Aufmerksamkeit als auch moralische, politische wie ökonomische Unterstützung angewiesen. Dieses setzt voraus, dass globale Netzwerke über die Repressionen informiert sind und ständig darüber informiert werden können.
10.3 Keine Garantie für schnellen Erfolg
Was für die Anwendung militärischer (Gegen-)Gewalt gilt, dass sie nämlich nicht über Nacht dazu beitragen kann, einen Konflikt seinem Ende zuzuführen, das gilt auch für die gewaltfreie, soziale Verteidigung und kann nicht als Gegenargument verwendet werden. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine währt mittlerweile vier Jahre. Auch die gewaltfreie, soziale Verteidigung verspricht kein Rezept, mit dem schnelle Erfolge sichergestellt werden können. Oft wirken Aktionen im Rahmen der gewaltfreien Verteidigung erst mittelfristig: indem sie die Kosten für den Aufenthalt im besetzten Land für den Aggressor unverhältnismäßig groß werden lassen, indem seine internationale Isolierung voranschreitet und die Zweifel über Rechtmäßigkeit und Sinnhaftigkeit der Okkupation im Land des Aggressors steigen und sich zunehmend gegen die politisch Verantwortlichen richten.
11. Vorbereitung als Schlüsselfaktor
Was für Grönland gerade noch realisierbar wäre, wäre die gezielte Vorbereitung auf eine Besetzung. Diese ist angekündigt und vor dem Hintergrund aktueller Erfahrungen (Verletzung des venezolanischen Selbstbestimmungsrecht durch Festnahme seines Präsidenten im eigenen Land sowie konkrete Drohungen gegen andere Staaten) als realistisch. Die häufigste Variante des gewaltfreien Widerstandes ist die spontan zustande gekommene. Erfolgversprechender ist selbstverständlich die vorher eingeübte. Aus diesem Grund empfehlen sich im Hinblick auf den nicht mehr auszuschließenden Fall der Besetzung:
- Bemühungen um einen gesellschaftlichen Konsens hinsichtlich eines konsequent gewaltfreien Widerstands (u.a. mit dem Ziel, Fragmentierungen/Kollaborationen auszuschließen),
- Dezentralisierungsmaßnahmen hinsichtlich der politischen Struktur des Landes, um sogenannten „Enthauptungsschläge“ vorzubeugen,
- umfassende Notfallpläne (Versorgung mit u.a. Nahrungsmitteln und Energie),
- Schulungen in gewaltfreier Aktion.
12. Grönland als unfreiwilliges Modell
Der hypothetische Fall Grönlands zeigt exemplarisch, dass Verteidigung nicht ausschließlich militärisch gedacht werden muss. Für kleine, gesellschaftlich kohärente und international sichtbare Gemeinschaften kann eine gewaltfreie, soziale Verteidigung eine realistische, wenn auch anspruchsvolle Alternative darstellen. Sie beruht nicht auf militärischer Abschreckung und Verteidigung, nicht auf der Androhung eines hohen „Eintrittspreises“, sondern auf der Aussicht des potentiellen Okkupators auf Zahlung eines hohen „Aufenthaltspreises“. Sicherheit wird hier nicht durch militärische Gewalt gewährleistet, sondern durch Formen einer nachhaltigen Nichtkooperation von Einzelnen und Institutionen, durch ein Höchstmaß an kultureller Selbstbehauptung, durch eine entsprechende Solidarität, durch die internationaler Delegitimierung des Aggressors und vieles andere mehr.
Grönland scheint, ungeachtet und gerade wegen seiner Bevölkerungsstruktur und so gut wie geschlossenen kulturellen Identität geradezu ein Ideal für gewaltfreien, sozialen Widerstand zu sein. Grönland ist nicht nur weltweit kulturell wie politisch sichtbar, vieles deutet darauf hin, dass seine Bevölkerung über ein beachtliches kollektives Aktionspotential verfügt. Es ist dem Land zu wünschen, dass es nicht unfreiwillig zu einem Experimentierfeld der gewaltfreien, sozialen Verteidigung wird. Die präventiven Überlegungen im Hinblick auf den allerdings nicht auszuschließenden Fall machen deutlich, dass die gewaltfreie, soziale Verteidigung auch unter anderen Bedingungen zur Lösung internationaler Konflikte beizutragen vermag.
Literaturauswahl
Spiegel, Egon: Pazifismus. Eine Einführung, Norderstedt, edition pace, 2026 (im Druck).
Spiegel, Egon: Gewaltverzicht. Grundlagen einer biblischen Friedenstheologie, Kassel: WeZuCo, 2. Aufl. 1989; außerdem als Nachdruck in der von Thomas Nauerth hrsg. Digitalen Handbibliothek Christlicher Friedenstheologie, Berlin 2005.
Nagler, Michael (Prof. em. der University of California, Berkeley, USA) / Spiegel, Egon: Politik ohne Gewalt. Prinzipien, Praxis und Perspektiven der Gewaltfreiheit, Berlin: LIT, 2008.
Liu, Cheng (Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Friedensforschung in der Nanjing University, China) / Spiegel, Egon: Peacebuilding in a Globalized World. An illustrated Introduction to Peace Studies, Beijing: People’s Publishing House, 2015.
Spiegel, Egon: Dresden 1945, Nanjing: Nanjing Normal University Press, 2022 (engl. und chin. Fassung).
Spiegel, Egon / Mutalemwa, George / Liu, Cheng / Kurtz, Lester R. (eds.): Peace Studies for Sustainable Development in Africa. Conflicts and Peace Oriented Conflict Resolution, Cham/Schweiz: Springer Nature, 2022.
Spiegel, Egon / Mutalemwa, George / Liu, Cheng / Kurtz, Lester R. (eds.): Peace as Nonviolence. Topics in African Peace Studies (Series: Advances in African Economic, Social and Political Development), Cham/Schweiz: Springer Nature, 2024.
Thomas Nauerth / Annette M. Stroß (Hrsg.): In den Spiegel schauen. Friedenswissenschaftliche Perspektiven für das 21. Jahrhundert. Ein Lesebuch mit Texten von Egon Spiegel, Norderstedt: edition pace, 2022.
Spiegel, Egon: Theology of Peace, in: Kurtz, Lester R. (ed.): Encyclopedia “Violence, Peace and Conflict”, 3rd edition, Amsterdam: Elsevier, 2022, Volume 4, 417-429.
Ähnliche Beiträge:
- Grönländer wollen nicht zur USA, Amerikaner halten auch wenig von der Idee
- Trump will Grönland zum „Schutz des Weltfriedens und der globalen Sicherheit“
- Nächster Halt: Grönland
- Spannungsfeld Arktis: Grönland und Faröer Inseln haben strategische Bedeutung
- Was macht eigentlich NATO-Generalsekretär Mark Rutte?


Very nice: https://youtu.be/hS0wFiWpU4U?si=9kJISCcmUw9vqAyv 😉
Yes very nice KI, Danke fürs reinstellen 👍😄
danke für den Link!!!!
Zwei Minuten, nett anzusehen.
Aber der Pinguin muss sich wohl verlaufen haben.
Der Pinguin ist doch da I-Tüpfelchen. ✌
Das Video von demonflyingfox ist ja ein Spin-off seiner Pinguinischen Volksrepublik vom letzten Jahr hier.
Nett fand ich sein „ICE Cold Christmas“ hier – durchaus realitätsnah und passend zu Minneapolis.
Und natürlich „The North Korean Fellowship“ hier. Ich wusste schon immer, dass mit Smartphones etwas nicht so recht stimmte… 🤣
Fürwahr, für solche Filmchen ist KI das Mittel der Wahl, allerdings nur für die bewegten Bilder.
Ohne den subtilen Humor der Menschen dahinter geht es nicht, noch lange nicht. vmtl nie.
Die im Video dargestellte GDF (Greenland Defense Front) ist bereits weltweit auf der Antiterrorliste direkt neben al-Qaida
Der Contentcreator des YouTube-Kanals befindet sich bereits im Gewahrsam der CIA und wurde nach Guantánamo verbracht. (Hat jetzt die Zelle neben Maduro)
Die von der GDF an Donald Dumb gesendete Kriegserklärung wird als authentisch angesehen.
Dumb hat bereits die Verlegung der USS Nimitz vor die Küste Grönlands veranlasst.
Der Konvoi wird von zwei B-2-Bombern begleitet.
Die Regierung in Dänemark ist aktuell von zwei Bataillonen des US-Militärs umstellt und es finden seit 5:45 Uhr Kämpfe statt.
Weitere Infos folgen…………….wir bitten Sie um Geduld……….
(Die Regierung in Berlin ist derzeit noch mit der Komplexität in Venezuela beschäftigt und daher aktuell ohne ausreichende personelle Ressourcen. Eine Stellungnahme wird ab 2029 erwartet)
Wenn die USA ein paar Förderlizenzen vergeben, hat Grönland ruckzuck >500.000 Einwohner. Die 57.000 Grönländer sind dann marginalisiert, die interessieren nicht mehr.
Internationale Unterstützung ist auch eher zweifelhaft. Den europäischen Atlantikern ist die NATO wichtiger als Grönland.
Und mit Russland und China ist Europa im Clinch.
@ Freiberufler
*****
Demographische, demok-rattische Mehrheiten. Vielleicht dürfen die ehemaligen Eingeborenen in ihren Reservaten Glücksspiel-Casinos bauen. Die Trump-Sponsorin Miriam Adelson hilft bestimmt mit Rat, Tat und angemessener(!!!!!) Gewinnbeteiligung.
So ähnlich sehe ich das auch.
Wie die USA mit Indigenen umgehen sollte hinlänglich bekannt sein.
Das stimmt.
Wie er den Gedanken nicht aufgreift, was in den USA passierte mit den Indianern und wie sie klein gemacht wurden, trotz gewaltlosem und gewaltsamem Widerstand. Siedlerkolonialismus ist für ihn auch kein erwähnenswertes Wort.
und der Völkermord in Gaza!!!
stimmt. und Trump versteht sich gut mit Netanjahu
Nicht nur die USA, auch Australien, Kanada, Spanien, Deutschland, Frankreich, Potugal, Belgien, England, Niederlande und eben auch Dänemark nicht zu vergessen. Alle haben dick Dreck am Stecken in der Hinsicht.
Gut, diesmal habe ich die Karrierebeschreibung gelesen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Spiegel
Nur römisch-katholischer Theologe laut wiki, aber hier auch Diplom-Politologe, Professor und als Akademiker auch mal im Ausland gewesen.
Gibt es auch eine Quelle zu diesem Widerstand in den von Russen besetzten Gebieten in der Ukraine?
Übrigens weiß ich schon, wie die Amerikaner den Widerstand der indigenen Einwohner von Grönland brechen werden, falls sie den leisten.
American Holocaust: The Conquest Of The New World
https://academic.oup.com/book/47439
Wenn von den 57.000 ein Paar fehlen wie in Gaza, kommt bestimmt kein Deutscher, um nachzuzählen. Passiert ja in Gaza auch nicht. Oder wenn da mal einer zählt in Zukunft, dann nur die legalen, israelischen Siedler. Die Indigenen können doch relativ wenig machen, wenn wir und die Amerikaner sich nicht ändern.
Die Ammis sind zionistisch unterwandert. Ebenso wie die jüdischen Zionisten in Gaza
alles platt machen, keinen könnten auch die Ammis sich ersteinmal freies Feld schaffen. Das
haben sie im eigenen Land ja auch schon vorgeführt. In ihren Kriegen waren sie gegen
friedliche Zivilisten nie rücksichtsvoll. Die Deutschen mussten das in Berlin, Köln, Dresden,
Hamburg und anderen Städten spüren. Die Japaner in Hiroshima und Nagasaki. Die Iraker
haben es gespürt, die Syrer usw. Die Ammis werden sich Grönland nehmen und einverleiben,
wie sie es u.A. mit Hawai gemacht haben. Die werden sich für das Gesabbel der restlichen
Welt gar nicht interessieren. Da hilft es auch nicht mit Wattebaeuschchen zu werfen.
Genau so verhält sich das. 👍
Wir dürfen nicht vergessen, das die Agenda der herrschenden Klasse darauf abzielt selbst die eigene Bevölkerung nachhaltig zu dezimieren.
@Garry
Wer bestimmt denn, wer die Besatzer sind? Ich nehme zwar an, dass Ihre Interpretation dessen, was der Autor mit „besetzten Gebieten“ in der Ukraine meinen könnte, durchaus das Richtige trifft, aber damit liegt der Autor mal so richtig falsch. Die nach dem Maidan etablierte Putsch-Regierung wurde in weiten Teilen der Ukraine nicht akzeptiert, in der Folge gingen die rechten Kräfte umgehend gewaltsam gegen alles „Russische“ vor. Etwas anderes war nicht zu erwarten, nachdem der Wertewesten seine seit WWII sorgsam gehätschelten Bandera-Faschisten von der Leine ließ.
Inzwischen beklagt sich die Selenskij-Clique bitterlich, dass die Evakuierungen von Frontstädten nicht so gut laufen: Die undankbare Bevölkerung würde lieber in den Kellern ausharren, bis ihre Befreier endlich kämen. Als Beispiel für gewaltfreien Widerstand taugt die Ukraine sowieso nicht: Vielmehr zeigt sich, dass die Ukronazis bedenkenlos Zivilisten für ihre verbrecherischen Ziele opfern, so dass die einzige Hoffnung darin besteht, dass die Russische Armee endlich auch Odessa befreit.
Rischtisch 👍
An den Autor obigen Artikels: Er möge sich anhand des Transkripts in DEEPL-Übersetzung über soziale Verteidigung in der Ukraine informieren. Hier ein kleiner Ausschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=xANzkiWgF7w
This is the YouTube channel “Our Great Lviv Speaks.” Today’s interview will feature a very rich and interesting conversation with Larisa Nitsa, a Ukrainian writer, public figure, and fighter for the Ukrainian language. Ms. Larisa, glory to Ukraine!
LARISA NITSA sagt:
(…) In particular, at the monastery of the Ukrainian Orthodox Church of the Moscow Patriarchate, Holosiivska Pustyn in Kyiv, there is, or rather there was, a secret school where children were taught using Soviet textbooks, showed Russian films, and taught Russian songs. (….) they go to these Muscovite schools at this time, and these centers need to be eliminated. These centers are primarily Muscovite churches. (….) why do parents send their children there? That is, what is the motivation for choosing this school among all the others? Are they really waiting for Russia? Because what other purpose is there in teaching their children Russian if it will no longer be spoken in that country? They have long since, excuse my language, lost their minds. They have long been a Muscovite-engaged fifth column, on which nothing works anymore. They are completely in this Muscovite field. (…) We have a powerful column in Ukraine. We call it the fifth column. These are the people who have a Muscovite consciousness, a Muscovite worldview. These are people who are hostile to Ukraine. They speak Muscovite on the street. This is their sacrifice. We must understand that the next step is to go to the Muscovite church, if that person is not already there. The next step is to betray Ukraine, if the person is not already there. So why ask, how can people go there? They go because it is their world, just as Ukraine is yours, and theirs is their native world. And that is why we must cleanse the minds of citizens in a political way. This means introducing a tough humanitarian policy in Ukraine. And secondly, all services must take all the Muscovite churches that we have, all the Muscovite clubs that we still have somewhere, on the hook. There, contrary to the laws of Ukraine, the Russian world is being promoted, and it is banned in our country. It is banned according to the laws.
Our Security Service of Ukraine must comb through everything in Ukraine, find such dens and neutralize them. That’s all. (…)
„Dänemark selbst hat Erfahrungen im gewaltfreien Widerstand aus der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung. Ähnlich Norwegen (1940-1945), später die Tschechoslowakei (1968), jüngst die Ukraine in ihren besetzten Gebieten.“
Da haben die Juden richtig was von gehabt.
Trump will Grönland aber nicht besetzen, sondern kaufen. Im Augenblick sind 100 000 Dollar pro Einwohner im Gespräch. Wenn sich die Einwohner auf die o. g. Weise verteidigen, wird das Angebot wohl auf eine Million Dollar pro Person erhöht. Das ergibt also 56 000 Millionen. Eine Milliarde hat 1000 Millionen. 56 Milliarden sind in diesem Zusammenhang nicht sehr viel. Die EU könnte sich auf einen Überbietungskampf einlassen. Ich bin wirklich gespannt, wie das ausgeht. Trump will auch den Gazastreifen kaufen, d. h. den Wiederaufbau finanzieren. Annektieren wird er ihn wohl nicht, sondern verschenken. Und Venezuela hat er schon gekauft. Ich denke, es sind Bestechungsgelder geflossen, und die Ölförderung wird wieder in Gang gebracht. Wenn das erst mal läuft, sagen die Venezolaner nicht mehr nein, und die USA haben einen neuen Bundesgenossen.
Die Frage ist, welche Venezolaner nicht nein sagen. Die 10.000, die dann ausschließlich von den Öleinnahmen profitieren oder die 28,5 Millionen, denen nichts davon zu Gute kommen wird?
Das ist nämlich bei der Geschichte der Yankee-Invasionen und -Einflussnahmen in Südamerika schon immer die Gretchenfrage gewesen.
Ok, die Frage war nur rhetorischer Natur.
@ Kanonier
Da die reale Macht in den Gewehrläufen sitzen dürfte, ist die Frage obsolet.
Schön wärs, aber wird hier genau so laufen wie mit allen anderen mafiösen Organisationen: „Entweder ihr akzeptiert unser großzügiges Angebot oder wir schicken ein paar Leute vorbei, die euch die Knochen brechen und anschließend in Zement eingießen“. Da wird es keine ernsthaften Preisverhandlungen geben. Einen „fairen“ Preis könnten sich selbst die USA nicht leisten. Da wird bestenfalls eine Showverhandlung inszeniert, so dass alle beteiligten ihr Gesicht wahren können.
Gut, vielleicht nicht ganz so extrem, daher könnte es durchaus eine Strategie sein, nicht zu verhandeln und die USA zu zwingen, das Land zu besetzen. Dann allerdings ohne Widerstand, um Blutvergießen zu vermeiden – zumal man das eh nicht gewinnen kann. Das hätte immerhin den Vorteil, dass es sich um eine illegale Annexion handelt und man sich zumindest völkerrechtlich die Option offen hält, dass der Vorgang vielleicht irgendwann mal rückgängig gemacht werden kann. Würde Grönland durch einen offiziellen Verkauf international anerkannter Teil der USA, wäre diese Möglichkeit dauerhaft verbaut.
Interessant ist auch in dem Kontext: Was sagt eigentlich die dänische Verfassung dazu, einen Teil des eigenen Territoriums zu verkaufen? In Deutschland wäre das eventuell nicht ganz so einfach, wenn eine Regierung beispielsweise Bayern an China verkaufen will. Ist das für Dänemark überhaupt rechtlich möglich? Und wenn ja, kann das eine aktuelle Regierung einfach so machen, oder benötigt es dafür eine einfache oder höhere Parlamentsmehrheit? Oder vielleicht sogar eine Volksabstimmung notwendig? Das könnte noch interessant werden.
Bayern an China verkaufen? Dagegen würden sich 1,3 Milliarden Chinesen wehren!
Pssst! Die meisten kennen nur Oktoberfest und Lederhosen, und beides ist ziemlich populär. Verschreck bloß nicht die potentielle Kundschaft 😉
„Im Augenblick sind 100 000 Dollar pro Einwohner im Gespräch. Wenn sich die Einwohner auf die o. g. Weise verteidigen, wird das Angebot wohl auf eine Million Dollar pro Person erhöht. “
->
„Ich schei… dich sowas von zu mit meinem Geld“ … „und dann gehörst du mir“
https://www.youtube.com/watch?v=CwE4mk2fbow
Noch bevor ich durch den Text gehe… obwohl ich den USA Grönland nicht gönne, bin ich – provokant gesagt – dafür, dass sie es den Europäern wegnehmen. Warum? Erstens: wenn mich einer als echter Europäer fragt, bin ich dagegen. Zweitens: wenn mich einer nach meiner Verachtung der rechtsradikalen europäischen bisher immer mehr pro-amerikanischen, weniger pro-europäischen europäischen Elite gegenüber fragt, dann bin ich dafür. Nun noch einmal die Frage: Warum? Weil ich die Hoffnung habe, dass wenigstens DAS mal dazu führt, dass man in Europa erkennt, dass die USA Europa nur als Vergewaltigungsopfer „lieben“. Kurz gesagt hab ich die Hoffnung, dass so eine Entwicklung eine heilende Wirkung auf die rechtsradikale, demokratiefeindliche Elite in Europa haben dürfte. In Deutschland zum Beispiel dürfte es unter solchen Umständen schwierig werden den Menschen noch die Lüge aufzutischen, dass die einst Hitler an die Macht bringenden USA uns nach diesem Kriegsgeschäft (sie waren die größten Profiteure des Holocaust, via Bank für internationalen Zahlungsausgleich) angeblich die Demokratie gebracht hätten (eine „Demokratie“, die auf Täuschung und Manipulation basiert und so gar nichts Demokratisches hat, ok… homöopathisch vielleicht) und daher angeblich unsere besten Freunde seien. Dann würde vielleicht sogar dem letzten Dummkopf auffallen, dass die Erzählung nicht stimmt, wobei ich ein paar ganz besonders hoffnungslose Fälle kenne. Aber ok… sogar die würden vielleicht irgendwann einmal die Richtung ändern, wenn sie feststellen, dass sich der Wind insgesamt gedreht hat und nun sie mit ihrer Position ziemlich alleine dastehen (nicht einmal mehr die Medien auf dieser Klaviatur spielen können, weil es zu offensichtlich absurd klingt).
Außerdem würde das wohl die NATO wenn nicht beerdigen, dann doch erheblichen Schaden anrichten.
Man kann es vielleicht so formulieren: ich kann die USA ÜBERHAUPT nicht ausstehen (im Westenlichen die Eliten; dem Volk werfe ich vor zu wenig Widerspruch zu leisten; Letzteres kann man von dem europäischen Volk allerdings auch sagen), wegen all ihre Krieg, Intrigen, Umstürze, Manipulationen, Unterdrückungen / Versklavungen, Räuberverhaltens etc. pp. ALLES Schlechte, aber WIRKLICH ALLES Schlechte findet man in den USA. Da findet man sogar Dinge, die so schlecht sind, dass einem die Vorstellungskraft dazu gefehlt hat (z.B. wie sie den Völkermord von Gaza einfach als eine simple Geschäftsentscheidung betrachten oder das ukrainische Volk an der Front verheizen, so wie andere zum Frisör gehen oder sich ne Currywurst kaufen). Aber fast noch schlimmer finde ich jene, die ihnen in den A… kriechen und tatsächlich über jedes Stöckchen springen, welches ihnen die USA hinhalten, z.B. „da, verhalte Dich pur rassistisch und geh auf Russland los“, Leute, die die USA als ihr Vorbild, als ihren (An)Führer betrachten, ihm huldigend auf den Knien rumrutschen (z.B. wenn man öffentlich erklärt ihre Energieversorgung zu beenden und sie damit in eine wirtschaftliche Katastrophe zu lenken).
@Richard
Schöner Kommentar(e), der gut zeigt, welcher alltäglichen Schizophrenie der denkende Europäer unterliegt, bzw. welchenr mentalen Druck die fortdauernde kognitive Dissonanz generiert.
Die „Hoffnung“, dass »die rechtsradikale, demokratiefeindliche Elite in Europa« sich irgendwie änderte, ist illusorisch, da es genau diese Elite ist, die in ihrem opportunistischen Unvermögen vom gegenwärtigen Zustand maximal profitiert.
Von daher ist die Notwendigkeit, für Europa eine »soziale Verteidigung« gegen diese Macht-Eliten zu entwerfen, absolut zwingend und wahrlich ist es noch notwendiger, jedem durchschnittlichen Europäer, der irgendwo zwischen gesellschaftlichem Koma und Schockstarre vegetiert, klar zu machen, dass niemand außer ihm selbst ihn davon befreien kann.
Denn was hilft es den Kalaallit, einen sozialen Widerstand zu organisieren, der von der ganzen Welt in ihrem Unvermögen aktiv ignoriert oder erst gar nicht wahrgenommen wird und damit zwecklos ist?
Auch in der Elite gibt es Brüche. Sie mögen die größten Profiteure sein, aber auch nicht durchgängig, weil die Richtung eben NICHT einheitlich ist. Nimm beispielsweise BASF, ein Chemiekonzern. Die wissen ganz genau, dass ihre Zukunft in der neuen Welt, der nichtwestlichen Welt liegt. Das ist einfach der natürliche Lauf der Dinge, ua. weil die westlichen Märkte im Großen und Ganzen gesättigt sind… Egal. Zurück zu Grönland. Das Ding ist, dass es im Westen eine Art Gesetz gibt. Und das lautet: wir unterdrücken den Rest der Welt und verhalten uns dazu komplett rassistisch (die sog. „regelbasierte Ordnung“ alias weißes, westliches Herrenrassedenken). Es gibt zwar immer wieder Momente, wo der Eine dem Anderen etwas streitig macht, wegschnappt, aber das bewegt sich in einem gewissen Rahmen und betrifft eher nur nichtwestliche Länder. Das verschiebt sich nun. Nun fängt der Westen an direkt untereinander aggressiv zu konkurrieren. Das Gesetz, dass der Westen eine Einheit bildet, bekommt Risse. Das ist zwar schon länger so…. denkende Menschen sehen, dass die USA Europa auszupressen versuchen, wie eine Zitrone, wie Vasallen eben, wobei man nicht vergessen darf, dass Europa auch nicht ohne ist. Europa hat tatsächlich auch davon profitiert, dass die USA die – wie Merz es nennt – „Drecksarbeit“ gemacht haben… sagen wir so… ganz besonders Deutschland hat davon profitiert, dass andere im Kolonialbusiness aktiv sind, vor allem Frankreich, USA und sicher auch Großbritannien. Das sind bzw. waren lange die wichtigsten Handelspartner der Deutschen. Kurz: die Genannten haben Profite aus Kolonialverbrechen eingefahren und Deutschland konnte gut davon leben an diese Akteure die Waren zu verkaufen und dabei nicht unmittelbar als Kolonialherr in Erscheinung zu treten, was ihnen auch Vorteile bei anderen Geschäften gebracht hat. Egal… Ich will nur sagen, dass Europa, vor allem Deutschland auch nicht unschuldig ist, auch wenn es immer heißt, dass Deutschland nur ein Vasall der USA sei. Der Nutzen für die Bürger Deutschlands ist freilich gering. Anstatt eine Kreislaufwirtschaft mit stabiler Binnennachfrage aufzubauen, sollen die Deutschen (die einfachen Menschen) einfach nur mehr arbeiten, um – wenn man so will – die viel zu große Nachfrage der Welt für dieses vergleichsweise kleine Land (bezogen auf die Weltbevölkerung) zu befriedigen. Wenn man so will arbeiten die Deutschen (die einfachen Menschen) für mehrere Völker, nicht für sich. Das ist freilich nur ein Blickwinkel, der aber nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Die Deutschen waren mal das, was die Chinesen heute sind: die Werkbank der Welt.
Egal. Ich hole schon wieder zu weit aus. Das Ding sind besagte Gesetze: der Westen hat sich darauf geeinigt die Welt auszurauben und auszuplündern. Man nannte das „regelbasierte Ordnung“, was nichts Anderes ist als westlich-weißes Herrenrassedenken. Nun wird dieses Gesetz allerdings gebrochen. Der Westen gerät selbst immer offener aneinander. Wo die Ukraine und Russland noch irgendwie als gemeinsames rassistisches Projekt durchgeht (die Ukrainer sind weniger wert als Westler), wobei auch da schon immer deutlicher wird, dass die USA Europa als Konkurrenten betrachten, den es auszuschalten gilt. Mit dem Griff nach Grönland könnte aber das Fass zum Überlaufen gebracht werden, sprich die Brüche / Widersprüche zwischen Europa und den USA immer offener zutage treten. Auch da muss man Trump dankbar für sein. Die europäischen Eliten hätten ohne mit der Wimper zu zucken das eigene Volk in einem Krieg gegen Russland verheizt, um den USA zu gefallen. Also auch an der Stelle gibt es ja bereits einen Kampf zwischen Europa und den USA, wobei dabei „nur“ die europäische Bevölkerung als Opfer vorgesehen wäre, nicht die Eliten. So gesehen war es ein gemeinsamer Kampf der US-Eliten mit den EU-Eliten (Transatlantiker-Sekte) gegen das europäische Volk.
Um noch einmal auf die Geschäftswelt einzugehen: Unternehmen wie BASF oder Volkswagen geraten in diesem Krieg zwischen die Fronten. Der Piech- bzw. Porsche-Familie mag es noch egal sein, womit sie ihr Geld machen, z.B. auch Investitionen in die Kriegsindustrie. Trotzdem sind weite Teile der deutschen Wirtschaft und damit auch ein gewisser Geldadel selber Opfer dieser aggressiven transatlantischen Politik, die sich gegen die europäischen Bürger richtet.
Doch nun hat Trump die Widersprüche mit seinem versuchten Griff nach Grönland offensichtlich gemacht. Das, was vorher noch hinter irgendeiner Manipulation der Massen verschwinden konnte, geht nun nicht mehr so leicht. Die europäsichen Eliten sind quasi dazu gezwungen auf die offenen Brüche einzugehen. Da wo vorher noch traute Einigkeit geherrscht haben mag (u.a. eben „wir verheizen für unsere Ziele das europäische Volk“), geht dies nun nicht mehr so leicht. Auch die Causa Nordstream ließ sich noch irgendwie unter den Teppich kehren, auch wenn alle wussten, dass die USA es waren. Wenn Trump aber offen sagt „ich will Grönland haben“, dann kann man nicht mehr behaupten „der Russe war’s“ (ok, haben sie auch schon versucht; angeblich war es russischer Einfluss, der Trump dazu verleitet hat, was nur eine weitere Manipulationsmasche darstellt).
Warum machen die USA das? Bzw. allgemeiner gefragt: warum kommt es zu immer offeneren Brüchen und Widersprüchen innerhalb des Westens selbst? Weil die verschiedenen Teile des Westens ums Überleben kämpfen. Die Chinesen haben den USA gezeigt, dass sie ohne seltene Erden heutzutage ganz schön kastriert dastehen. Diese werden ua erheblich im militärisch industriellen Komplex benötigt. Und Trumps Devise ist „America first“, worunter die MAGA-Bewegung freilich etwas Anderes versteht. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Trump will im Wesentlich schauen das Überleben der USA zu sichern und dazu wirft er alte Gepflogenheiten über Bord, eben z.B. die Beschriebene (wir teilen die Welt unter uns auf und rauben sie gemeinsam aus). Man könnte es auch so sagen: jene z.B. weit unterentwickelte afrikanische Länder, die heute mit Russland und China zusammenarbeiten genießen mitunter einen höheren Schutz als z.B. Grönland, weil wenn russische Truppen beispielsweise in Afrika aktiv angegriffen würden (wir sprechen nicht von Unfällen), könnte das schnell in einem Atomkrieg enden. Und Russland hat ein mindestens vergleichbares Potenzial zu den USA, wenn man im Vergleich zum Beispiel auf Frankreich oder Großbritannien schaut. Die brauchen die USA kaum zu fürchten.
Das meinte ich mit Hoffnung auf einen Lerneffekt bei den rechtsradikalen Eliten Europas…. dass das alte Spiel von der gemeinsamen Herrenrasseideologie des Westens (USA und Europa gemeinsam) nicht mehr aufgeht und sie sich nun verstärkt auch mal gegen die USA richten werden (wenn nicht doch noch irgendeine Art von Einigung gefunden wird).
Das besagt nicht, dass das alle Probleme lösen wird. Dass die Menschen selber etwas unternehmen müssen, um die Entwicklungen mal mehr in ihrem Sinne zu gestalten, ist davon unbenommen und auch nur zu begrüßen und zu unterstützen. Vor allem muss diese Form der „Demokratie“ durch echte demokratische Strukturen ersetzt werden.
@Richard
Volle Zustimmung zum ersten Absatz. Ergänzend wäre zum angeblich nicht vorhandenen deutschen Kolonialismus die Entwicklungshilfe seit den 1960ern zu nennen, die einerseits natürlich Subventionen der deutschen Großindustrie über Bande waren und andererseits in den Empfängerländern den Zweck der Kontrolle hatten. Das spätere „Hilfe zur Selbsthilfe“ war dann auch nur ein zu kurzes Mäntelchen oder ein fancy Spurenelement.
Absatz 2.-4. auch d’accord. Wobei Teile der (uneinheitlichen) EU-Elite im Angesicht der aktuellen Offensichtlichkeiten doch etwas desorientiert wirken (bspw. mittelständischer Maschinenbau) bzw. nicht wahrhaben wollen, dass sie auf der Verliererseite stehen und von der restlichen EU-Elite auch schon abgeschrieben sind und geplündert werden. Und es ist fast rührend (wenn es nicht so zum Reihern wäre), dass behauptet wird, „Deutschland wird deindustrialisiert“, dabei ist es nur die finale Stufe oder auch Konsequenz der Auslagerung/Externalisierung von Industrieproduktion, die spätestens in den 1970ern Richtung Osten begonnen hatte.
Absatz 5. sehe ich auch so und das Projekt PANAM ist als Ressourcensicherung der US zu verstehen. Ich hatte da folgendes geschrieben:
Leider sehe ich – was Ihre richtige und vor allem notwendige „Hoffnung“ angeht – genau die entgegengesetzte Bewegung in Europa, denn nichts ist verschwenderischer und wirtschaftlich weniger Nachhaltig, als Investitionen in Rüstung (entweder der Scheiß steht herum oder geht kaputt/wird kaputt gemacht) und Wehrhaftigkeit zu stecken (Angst erzeugt keine Ideen oder Innovationen). Hier profitieren nur die EU-Eliten, denen – wie Sie sagten – es egal ist, in welcher Weltgegend sie sich aufhalten.
Auch wenn ich sogar die Europäer für prinzipiell lernfähig halte, befürchte ich, der Kopfschmerz ist noch lange nicht intensiv genug.
PS: »Ich hole schon wieder zu weit aus.«
Ne ne, passt schon.
Warum denn in Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Bevor wir also den Grönländern nicht-geistige-Kolonialismus-Ratschläge erteilen, könnten „wir“, also insbesondere die Deutschen, das Konzept in Ramstein erproben. Meine Lebenserfahrung zeigt, das Ratschläge, die man selbst erfolgreich umgesetzt hat, gleich viel besser vermittelt werden.
@BerndH60: In Ramstein hat man den friedlichen Protest schon probiert. Als der dann
von den Ammis aufgelöst wurde, waren die Fernsehteams und die Zeitungsgeier schnell
verschwunden. Dafür hatten die umliegenden Krankenhäuser erst einmal gut zu tun.
Mit welchem Recht beansprucht Dänemark Grönland?
1. Die rechtmässigen Bewohner Grönlands (überwiegend Inuit?)
sollten die Möglichkeit bekommen, sich in einem Referendum von Dänemark zu lösen und einen eigenen Staat zu gründen.
2. In einem weiteren Schritt können sie dann entscheiden, ob und an wen und zu welchem Preis sie ihr Land verkaufen wollen.
@ Coroner
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Egede
Wenn mein UrUr Großvater mal Pastor in China war, dann beanspruche ich China?
@ Coroner
Gute Frage, keine Antwort. Genauso könnte man Erik den Roten, Leif Erikson oder Norwegen/Island/Grönland/Vinland (Nordamerika) in den Raum stellen. Auf der Gegenseite kamen ein Teil der Vorfahren der heutigen Eingeborenen wahrscheinlich aus dem heutigen Kanada, das es zur Zeit der Besiedlungen vermutlich auch nicht als Staat gab. Herr Egede gilt halt als wesentliche Figur der westeuropäischen-skandinavischen Wiederbesiedlung/Kolonisierung/Missionierung Grönlands.
Wie das Ganze ausgeht ist m. E. eine Angelegenheit der Grönländer, denen ich wünschen würde, eine für sie vorteilhafte Regelung zu finden.
Die Historie sollte hierbei keine Rolle spielen.
Schade, dass es dem nicht so ergangen ist wie John Allen Chau dreihundert Jahre später.
Das sollte so langsam Thema von psychologischen Untersuchungen werden: Trump erklärt „Grönland wird amerikanisch“ und umgehend entdecken seine deutschen Anhänger ihr Herz für die von Dänemark unterdrückten Grönländer.
Wie wär’s denn damit einfach mal einen Blick in die grönländische Presse zu werfen, um die dortige Stimmung aufzuschnappen?
https://www.sermitsiaq.ag/
Der grönländische Ministerpräsident hat sich gerade dazu geäußert: „Jens-Frederik: Greenland is not for sale“.
https://www-sermitsiaq-ag.translate.goog/samfund/folg-med-her-vi-vaelger-det-gronland-vi-kender-i-dag-siger-jens-frederik/2329251?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=en&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp
Ja, Grönland ist seit Jahrzehnten autonom und hat einen eigenen Ministerpräsidenten. Der wird wohl der Nächste sein, den Trump kidnappt.
Soweit ich weiß besitzt Grönland nur eine Teilautonomie.
Es ist kein eigener unabhängiger Staat, kann/darf keine eigene Aussenpolitik machen.
Falls das nicht zutrifft, lasse ich mich gerne belehren..
Ob die grönländische Presse die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung wiedergibt, würde ich bezweifeln. Die Presse dürfte eher von der früheren Kolonialmacht Dänemark dominiert sein..
Unsere Presse gibt ja auch nicht die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung wieder, zB bei den Themen Ukrainekrieg und Frieden mit Russland.
Wichtige Fragen der staatlichen Zugehörigkeit sollte die Bevölkerung selbst in einem Referendum entscheiden, nicht der Ministerpräsident.
@ Besdommy: Wenn die Ammis den grönländischen Ministerpräsidenten auch kidnappen wollen,
dann muß Grönland ja erst einmal ein Drogenumschlagsplatz werden. Wenn jetzt das erste
grönländische Fischerboot von einer Salve der Railgun eines US Kampfhubschraubers zersägt
wird, dann wird es kritisch. Für die Ammis wird als Alibi sogar in Eis gelegter Seelachs zu Droge.
Gute Idee! Gleichzeitig könnten die rechtmäßigen Einwohner der Region in der weiße Einwanderer die USA gegründet haben, analog entscheiden, ob sie einen Staat gründen wollen und an wen sie ihn verkaufen wollen.
Die gute Nachricht: Neutrality Studies von Pascal Lottaz ist zurück auf youtube
https://www.youtube.com/@NeutralityStudiesDE
YouTube löscht Neutrality Studies
https://www.youtube.com/watch?v=mswynyomp2g
Irgend so ein Ar***, der immer im Telepolis Politik Forum seine Galle spuckt (und für den keine Regeln zu gelten scheinen), hat neulich damit geprahlt, einen 250.000 Follower YT-Kanal ‚genuked‘ zu haben, indem er systematisch alle Beiträge davon ‚gemeldet‘ habe.
Ob das wohl Kanal von Lottaz war?
Er zeigt sehr gut, dass er im Grunde genommen auch nur ein systemling ist.
Und wie sehen die „Erfahrungen mit Gewaltfreien Widerstand“ aus, welche die staatlichen Gewalten mit gewaltfrei widerständigen Bürgern mach(t)en?
Sie definieren erstmal ALLES was eine bewusst organisierte Störung seiner Ordnung herbeiführen will als Gewalt. Und begegnen dieser Störung dann entsprechend mit ihrer Gewalt, sobald diese auch nur im Ansatz erfolgreich zu werden droht, aber am besten schon präventiv.
Das sollte man auch als gewaltfreier Widerständler wissen.
Bewaffnet oder „Gewaltfrei“, auch in diesem Fall gilt, der Erfolg gibt der jeweils präferierten Widerstandsform recht.
Und bei Misserfolg darben die Protagonisten beider Widerstandformen gleichermaßen im Kerker oder vor dem Erschießungskommando.
Zeit für einen Klassiker:
https://www.youtube.com/watch?v=6gFBX3Bmjvg
H.R.Kunze
Variationen über einen Satz des Bundesinnenministers aus dem Monat Juli des Jahres 1983
Danke, kannte ich noch nicht.
Es genügt einer der laut „Gold“ ruft!
Schon hat Grönland 2 Millionen Einwohner mehr.
siehe hier:
https://www.youtube.com/watch?v=8XjzrCZrtCk
Ein prinzipieller Denkfehler ist, dass sich die US-Administrationen nie um Rechte irgendwelcher eroberten Gebiet gekümmert hatten. Letztlich war dann irgendwann alles faktisch geregelt. Keiner erkennt heute noch die Eroberung des Westens als einen solchen Akt an. Das Recht der US-Amerikaner auf ihr „eigenes“ Gebiet ist festgelegt. Dabei gehört den US-Amerikanern nichts. Nicht Mal das Gebiet von New York. Doch ihre ursprünglichen Besitzer sind zu 99% ermordet worden. Das nennt man bekanntlich Völkermord. Die 57000 Grönländer sind kein Problem. Einige werden bestochen, die anderen beseitigt oder sterben ganz plötzlich. Dann siedeln 100.000 US-Amerikaner auf Grönland und alles ist erledigt.
Man könnte auch ein paar Nutten aus dem (wohl bald) Kuba-Puff abzweigen und die Grünies so ruhig stellen.
Akademischer Durchfall, auch dünnschiss genannt.
Danke für die Einordnung vom … Experten? Spezialisten? Produkt? Emergenzian?
Hier, dein 🐟
Den Artikel mit einem Wort zusammengefasst: putzig
Aber das kommt dabei heraus, wenn man den Menschen im Westen über Jahrzehnte erklärt, dass wir moralischen überlegen sind und nur das Gute auf die Welt bringen. For Peace and Democracy!
Und jetzt glauben sie den ganzen Schei.. einfach, und sie bestürzt über die unverblühmte Ehrlichkeit von Trump.
Herr Spiegel, sie müssen jetzt stark sein, unser ganzer westlicher Wohlstand ist seit Jahrzehnten aufgebaut auf geopolitischer Machtpolitik und Unterdrückung schwächerer Länder. Während die bisherigen US Präsidenten das alles, in eine heile-Welt-rosa-Plüschdecke verpackt hatten, spricht Trump es nun offen ohne heuchlerische Fassade aus. Einen Unterschied an der realen Politik macht dies aber kaum.
Und wenn der Autor nur den Schreibtischrevoluzzer gibt und zum Widerstand aufruft, mög er sich nur kurz daran erinnern, in Grönland gibt’s keinen Dschungel und Guerilla ohen Dschungel wird nicht funktionieren.
Oder kurz zusammengefasst, was kann die EU dagegen machen? Nichts.
Hat die EU überhaupt geopolitisch noch etwas zu sagen? Nein.
Warum? Kein Rohstoffe und vor allem keine Energie, kein (eigenständiges) Militär, und immer weniger Industrieproduktion und selbst der „Rohstoff“ Bildung geht z.Z den Bach runter (mal von Genderkompetenz abgesehen, da sind wir weltführend).
Je schnell die Menschen in der EU das kapieren, desto eher wird es möglich sein noch im Rahmen des Möglichen sich auf das einzustellen, was der EU in den nächsten 10 Jahre blüht.
Einhornfantasien, wie, die Amis daran zu hindern sich Grönland zu nehmen, sind das Gegenteil davon.
Wieder so ein westdeutscher Intellektueller, der die Bodenhaftung verloren hat, den Trump will Grönland nicht militärisch besetzten, die Amis sind schon dort, haben auf Grönland einen großen Militärstützpunkt.
Trump wird vorschlagen Grönland zu kaufen, wie oben schon erwähnt. Die Grönländer dürfen dann abstimmen, ob sie der 51. Bundesstaat der USA werden wollen. Das ist mindestens genauso verlockend als dänische Kolonie bleiben zu dürfen. Die Dänen haben sich gegenüber den Inuit wie eine typische Kolonialmacht benommen. Inuit-Kinder wurden „zwangsdänisiert“.
Warum sollten die Inuit ihre Wirtschaft kaputtmachen, indem sie gewaltfreie Widerstandskonzepte gegen die USA einsetzten? Wer würde sie unterstützen? Die Kolonialdänen oder gar die EU/Deutschland? Die Verwaltung Grönlands ist dänisch und die muß weg. Dänemark muß sich entschuldigen und den Inuit für die dänischen kolonialen Verbrechen Entschädigung bezahlen. Ansonsten könnten die Amis noch als Befreier begrüßt werden?
Aber die Inuit haben betont, sie wollen weder dänisch noch amerikanisch werden. Dazu müßten die USA ihren Stützpunkt schließen. Das würde die schwache Wirtschaft der Inuit weiter schädigen, die den Kolonialdänen bisher scheißegal war.
Keine leichte Wahl für die Inuit. Aber die Sache mit den sozialen Widerstand ist schlicht eine Spinnerei. Man staunt das ein westdeutscher Intellektueller sich traut solchen Unsinn. zu verbreiten, keine Angst hat sich lächerlich zu machen?
Ich will noch eines dazu schreiben:
Bei aller Kritik, was der Autor schon zu entkräften versuchte im Text, dass das mit dem Widerstand nicht so schwer würde, erkenne ich schon an, dass die Liste schon ziemlich dick ist. Wenn er das selbst verfasst hat oder daran mitgewirkt, war das eine ziemliche Fleißarbeit. Die kann man sich schon mal speichern als Stichwortliste.
Im nächsten Schritt bräuchte es eventuell anschauliche Beispiele und eine Bewertung, wie erfolgreich das war.
Ich glaube nicht, dass es viel Sinn macht, sich mit Grönland selbst zu beschäftigen. Militärische Abwehr wäre Wahnsinn und das von Spiegel vorgeschlagene Vorgehen ist zwar sympathisch, aber aufgrund der geringen Bevölkerung, die, wie ein Vor-Poster richtig bemerkte, wahrscheinlich schnell in die Rolle einer winzigen Minderheit gedrängt wird, nicht realistisch. Es müssten schon die europäischen Staaten die Konsequenzen ziehen, aus der nato austreten und allgemein die Beziehungen zur faschistischen usa auf ein absolutes Minimum reduzieren.
Allerdings unwahrscheinlich, dass sie das tun, sie reagieren ja jetzt auch nicht. Einbestellung sämtlicher u.s.-Botschafter wäre das absolute Minimum gewesen, sowie natürlich Klartext reden… Tun sie nicht, fürchten sich vor Repressalien, die europäischen Kapitale wollen ja weiterhin beim grossen Fressen in den usa dabei sein.
Trumps Behauptung, die USA müßten Grönland besitzen, um es verteidigen zu können, ist schlicht Blödsinn. „Besitzen“ die USA etwa alle Länder, Gebiete, auf denen sie Militärbasen unterhalten?
Und selbst der ehemalige NATO-Oberkammandierende Stravridis erklärte im WSJ: „We don’t need to ‚own‘ in order to carry out all the operations we want to,“
https://www.wsj.com/politics/national-security/military-experts-reject-trumps-logic-that-u-s-must-own-greenland-to-defend-it-fa71e537
Die Grönländer werden keine Chance haben, erfolgreich die Amis daran zu hindern, dass die Amis ihr Ziel erreichen werden, nämlich die grönländischen natürliche Ressourcen auszubeuten.
Ansonsten: Die Grönländer sind genauso ungern in dänischer Hand, wie in den Händen der USA-Eliten.
Den Grönländern wird es unter US-Herrschaft nicht schlechter und nicht besser gehen wie unter der Herrschaft von Dänemark.
Ein durchaus interessanter Artikel mit ansprechenden Gedankenanregungen.
Allerdings halte ich so einige der im Text genannten Vorschläge für wenig erfolgsversprechend. Denn vieles, was der Autor benennt (wie z.B. die Errichtung einer ‚Parallelgesellschaft‘), hätte man ja z.B. gerade in den letzten 5-6 Jahren umsetzen können (oder auch sonstigen historisch ‚auffälligen‘ Zeiten). Und was ist passiert ? Richtig…
Und davon mal abgesehen, daß es sich bei der (wirklich ?) geplanten Aktion entweder um die geistesgestörten Gedankengänge von ein paar Durchgeknallten oder aber wieder nur um eine weitere Nebelkerze (um weiteres Chaos in den Köpfen anzustiften) handelt, wäre es vielleicht sinnvoll, die Grönländer selbst zu Wort kommen zu lassen.
Ich dachte eigentlich, Kolonialismus wäre sowas von 19. Jhdt., aber da habe ich mich wohl getäuscht 😉.
(Für die Schulmeister : man beachte den Emoji, Beleerungen sind also überflüssig).
Aus freiheitlicher Perspektive wartet der Beitrag in der Tat mit interessanten Perspektiven auf. Oder anders formuliert: Die Richtung – weg von Militär und Gewalt, hin zur Selbstorganisation – ist durchaus stimmig: Gewaltfreiheit als Prinzip, die Macht der Nichtkooperation, die Idee nicht Territorium, sondern die Gemeinschaft und das Alltagsleben zu verteidigen, der Aufbau von Gegenstrukturen… mit all so was rennt der Autorbei mir offene Türen ein.
Die Einwände, das zentrale Problem finden sich m.E. auf einer anderen Ebene – der Text schwimmt nämlich vollauf in systemischen Bahnen. Oder, um es in den Worten des im Folgenden zitierten Autors zu sagen: Er ist reformistisch, verteidigt das westlich-demokratisch-kapitalistische Gewaltsystem – und „übersieht die Gewalt des demokratischen Kapitalismus“. Spiegels Beitrag ist einfach explizit etatistisch, er beruft sich ja auch – wie usus hier – aufs „Völkerrecht“ und sonstige (in der Regel stark westlich geprägte) Institutionen, denkt Grönland als homogene „like unit“, als national-grundiertes Subjekt, und wirbt für eine Exilregierung – also Herrschaft oder zumindest Leute, die gerne herrschen würden. Eine Kritik solcherlei Verwaltung, von Recht und Diplomatie oder eine Betrachtung, inwiefern diese selbst autoritär und gewaltevozierend sind, findet nicht statt. Wirkliche Alternativen wie Kooperativen oder Räte offeriert er auch nicht. Er verbleibt eben in den etablierten Bahnen und verhindert so wahrhaftig anzuecken – was sicherlich gut ist, nicht jeder möchte das Schicksal von Doğru, Baud und Co. teilen. Aber so verbleibt er eben auch in der Tradition eines Gene Sharp und Co.:
Quelle: Kalicha, Sebastian (2017): Gewaltfreier Anarchismus – anarchistischer Pazifismus, Heidelberg: Verlag Graswurzelrevolution, S. 44
Dass sich (westliche) Leute für so etwas nicht öffnen oder nicht en masse umsetzen, sagt aber nichts über die Qualität der Vorschläge aus. Freilich jedoch sehr viel über den Zustand der lebensverneinenden Normopathie dieser belliphilen Gesellschaft. Man sieht ja auch auf Aufkeifen der Trolle und Gewaltapostel wie tief die Überzeugung Blut müsse immer mit Blut abgewaschen werden, verankert ist. Ich gebe da einfach mal ein bisschen Literarisches in die Wiedervorlage, weil ich nicht Bock habe jedes Mal zu schreiben, warum ich diese Vorgehensweise nicht dufte finde.
— B. Traven, Die Rebellion der Gehenkten, S. 238
— ders., S. 323
Und weitere kluge Denker:
— Olga Misař
— Henriëtte Roland Holst
— Leo Tolstoi
Ansonsten kann man natürlich auch mit Kalicha fortfahren;
Quelle: ders. 25 f.
Tja, statt in die Abwärtsspirale der Gewalt oder die des Verharrens in kapitalistisch-etatistischen Strukturen zu geraten, wäre es sinnvoll ein bisschen anderes zu denken:
1️⃣ Vor der eigenen Haustür anfangen
Ein Mitforist meinte ja bereits, warum man nicht hier damit anfängt. Und das stimmt! Die Gegenwehr muss mit denen eigenen Eliten, der eigenen herrschenden Klasse, bei den eigenen Leuten, die Klasse und Eliten zuarbeiten, anfangen! Die erste Konfliktlinie bleibt: Herrscher vs. Beherrschte. Es geht gegen alle Machtstrukturen – nicht die auf fernen Inseln, nicht bloß gegen einen fremden Herrscher, sondern alle. Der Befreiungskampf von Palästinensern, Kurden, Grönländern ist richtig – nur sollte er eben nie beim Nationalen Halt machen. Es braucht nicht bloß nationalistische Befreiungsbewegungen, sondern Freiheitskämpfer, die auch gegen Religion, Staat, Markt und all die anderen autoritären Institutionen losziehen.
2️⃣ Sand ins Getriebe streuen
Nicht bloß „unter Umständen sogar Sabotageakte“. Sabotage ist vielgestaltig und sie bedeutet nicht zwangsläufig etwas in die Luft zu jagen – schon gar nicht Menschen. Aber man kann Kasernen, „Rüstungsstandorte“ und sonstige Kriegsinfrastruktur blockieren und lahmlegen ohne Mensch, Tier und Umwelt zu verletzen. Ihr habt den ganzen Werkzeugkasten der direkten gewaltfreien Aktion dafür zur Verfügung. Seit kreativ! Und fangt bei euch an! Wenn ihr einfach die Arme verschränkt statt sie für das Sakrament der Impfung, das Kreuzle auf dem Stimmzettel oder die Arbeit am Kanonenrohr freiwillig und bereitwillig herzugeben – dann beginnt der erste Sabotageakt. Und wenn das Amt euch schikaniert – warum schikaniert ihr dann nicht zurück?
3️⃣ Bildet Banden!
Gerade auch mit anderen? Es beginnt im Kleinen – Austausch mit Gleichgesinnten. Und wird größer. Man lebt eine andere Gesellschaft, ein anderes Leben vor. Man schätzt den Eros statt dem Pornos. Man stellt Liebe über Leere. Usw. usf. Das bedeutet natürlich auch, dass man beginnt die zentralen Denkgebote zu überdenken. Aus dem Hamsterrad auszubrechen. Sich nicht alles gefallen zu lassen. Zu erkennen, dass man auch in diesem System oder schlimmeren Freiheit und Potentiale hat. Achselzuckend danebenzustehen oder mitzutrotten ist keine Alternative!
Gut @ Brian, Sie kennen das meiste schon von mir, aber wir haben ja noch andere Mitleser…^^
Immer wieder gut (auch zur Vergewisserung der eigenen Position) zu lesen: @altlandrebell. Danke für deine Beiträge.
Danke für die freundlichen Worte und die 💐!
@Altlandrebell
Gut gebrüllt, Löwe 😉.
Wie der Kollege schon anmerkte, lese ich Ihre Kommentare auch immer wieder gerne. Auch wenn ich Ihnen nicht in allem beipflichte (ja, ich weiß, daß das legitim und das Salz in der Suppe ist 😁). So auch hier.
“ lebensverneinenden Normopathie “
Absolut.
“ dieser belliphilen Gesellschaft.“
Ich halte diese gar nicht für so explizit belliphil, sondern vielmehr für überaus gedankenlos, nachplappernd, ängstlich vor dem Ausgestoßen-werden aus der Herde, selbstdarstellend (früher nannte man die – in Anlehnung an eine bestimmte Musikszene – Poser), weltfremd und manchmal auch einfach nur dumm. Und nicht selten für ausgesprochen gleichgültig.
„Es beginnt im Kleinen – Austausch mit Gleichgesinnten. Und wird größer.“
Eben nicht. Das ist eine Hoffnung, die ich zwar nachvollziehen, aber – zumindest aus eigener, langjähriger Erfahrung – nicht bestätigen kann. Auch hier wieder : gerade die Erfahrungen der letzten 6 Jahre widersprechen dem. Und da diese nicht aus dem Nichts entstanden sind, kann man den zeitlichen Rahmen noch wesentlich weiter fassen.
Ich halte es dementsprechend für viel wichtiger, unbeirrbar (was nicht mit fehlerfrei gleichzusetzen ist), reflektierend und konsequent (aber nicht starrsinnig oder ideologisch) seinen eigenen Weg zu gehen, statt zu versuchen, andere von irgendetwas zu überzeugen. Ob man dabei Mitstreiter findet, steht auf einem anderen Blatt.
Aber Sand ins Getriebe streuen, im Kleinen anfangen : da sind wir, glaube ich, nicht so weit voneinander entfernt.
Danke auch Ihnen für die freundlichen Rückmeldung!
Nein, nein. Steinbock, Aszendent Zwillinge! Also eigentlich ja Schwan. Es ist kompliziert. Fragen Sie am besten @ Two Moon. 🤣
Also gestützt auf Gruen, Maaz und Fromm muss ich einfach konstatieren, dass diese Gesellschaft nekrophil, belliphil, schlicht wahnsinnig ist. Ich habe den Gruen ja im anderen Artikel ausführlich zitiert, was der unter „Wahnsinn“ versteht.
Die Leute werden in frühester Kindheit gebrochen, unterwerfen sich Autoritäten – ob Eltern, Lehrer, Pfaffe, Staat… – stoßen ihr Innerstes, Authentisches, Eigenes – ihr Selbst – ab, unterdrücken Mitgefühl und Eros, füllen die Leere mit Ideologien und „Identitäten“ und entwickeln nichts als Hass oder Zerstörungstrieb. Die beiden dafür aber in mannigfaltiger Gestalt. Um sich wieder ganz zu fühlen, um sich wieder mächtig zu fühlen, um Bestätigung zu erhalten. Sie lieben den Krieg – nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch an den anderen Fronten. Im Hamsterrad. Im Bett („Rosenkrieg“). Um die Kinder, wegen des Nussbaumes des Herrn Nachbar…
Die Charakteristika, die Sie nachfolgend aufführten, sind m.E. doch die Signaturen der Brechung – und gehören eben zu der Belliphilie.
Größe verstand ich nicht unbedingt quantitativ, sondern qualitativ. Wenn Sie bereits zwei oder auch nur einen gefunden haben und mit dem etwas auf die Beine stellen – dann kann das größer sein als manche „Show“ mit 50 000 Hanseln.
Ja freilich! Da rennen Sie bei mir als Epiktet-Anhänger ja offene Scheunentore ein. Wenn man Mitstreiter für den kepos findet, ist das aber der Zucker auf dem schwarzen Tee (⚫☕ ungleich 🧙♂️☕!). Oder bei mir eher der Camembert, denn Zucker ist böse. Hitler mochte Zucker (Zitat Coldmirror)!
Gruß + gute Nacht 🦉🕯️✨
🦢🚩
@Altlandrebell
Gruß zurück !
Bin übrigens mehr so der Grüntee-Trinker 😉 (da gibt es wirklich außerordentlich feine Stöffchen : Sencha Extra fine, Gyokuro, Shincha und wie sie alle heißen). Und Wassermann (Sie werden mir wahrscheinlich mitteilen, daß Sie das gleich gewusst haben), Aszendent Steppenwolf.
Ich habe übrigens auch etwas mit Hatler (oder war das der aus „Der Wixxer“, ich verwechsle die immer ?) gemeinsam, ich mag Hunde. Deshalb bin ich wahrscheinlich auch ganz, ganz böse und recht ’soffn sowieso.
So, können wir uns jetzt bitte wieder ernsteren Dingen zuwenden, Spaß hatten wir ja schließlich schon mehr als genug ?
Daß diese Gesellschaft in großen Teilen wahnsinnig ist (oder zumindest so agiert), allerdings in meinen Augen v.a. auf einer normopathischen Ebene (sie hält den größten Irrsinn für normal), da gehe ich ja noch mit. Aber ich halte sie zu großen Teilen nur für sofabelliphil. Da wird halt gern geschwafelt und der dicke Max markiert. Sollte es wirklich mal hart auf hart kommen, wird da ganz schnell der Schwanz eingezogen. Und für viele ist das Ganze auch nur ein Thema, weil es durch Politik und Medien (auch den sogenannten alternativen) permanent in die Köpfe gehämmert wird.
Ähnlich mit irgendwelchen Wetterereignissen. Kaum fallen mal 2 cm Schnee (was man, wie Jens Berger so treffend schrieb, früher mal „Winter“ nannte), handelt es sich natürlich sofort um eine Katastrophe und die Apokalypse bricht aus. Ach nee, das war ja nur der Ur-Mutant aus „X-Men“…
PS :
Was das Thema Brechen in der Kindheit anbelangt, da gibt es einen guten Artikel von Birgit Assel auf manova.news. Recht kurz, nicht unbedingt neu, aber m.E. durchaus zutreffend.
Ach übrigens, darf man Ihnen nachträglich zum Geburtstag gratulieren, oder kommt der noch ?
Der 35ste, richtig ?
Danke für den Linktipp! Werde bei Gelegenheit reinschauen.
Stimmt, da war was. Das hatten Sie mal erwähnt.
Ich selbst mag’s einfach schwarz wie meine Seele – schwarzer Tee, schwarze Klamotten, schwarze Katzen, schwarze Hunde, schwarze Romantik, schwarze Flagge (wenn man unbedingt eine braucht). Nur die Schwatten und schwarze Pädagogik mag ich mysteriöserweise nicht. 😂
Nein, für‘s Sternzeichenerraten ist hier @ Two Moon zuständig. Ich hätte offen gestanden auf Jungfrau-Anteile getippt, da Sie sehr genau und detailliert, doch gleichzeitig präzise, zu arbeiten scheinen. Aber was weiß ich, wie Ihre Radix aussieht. Hier – falls Sie oder unsere Mitleser sich mal eine berechnen lassen wollen. 🤣
Ich och. Wobei ich öne völlig undoitsche, göradözu öntartete Vorliebe für die polnische Rasse habe. Den Owczarek Podhalanski um gönau zu sein. Immerhin ist dör weiß. Und zömlich knuffig.
Das ist ja der Punkt von Gruen – der Wahnsinn der Normalität.
Das ist Folge des Verlusts innerer Autonomität, bedeutet aber nicht, dass Leute deswegen nicht belliphil oder nicht aggressiv seien. Obendrauf kommt natürlich noch Erfolgsfan-Verhalten – das war ja in den letzten Großkriegen bei den damaligen Mehrheitsdeutschen auch nicht anders. Und Belliphilie bezieht sich auch nicht nur auf Krieg, sondern, wie gesagt, auch auf verschiedene andere, auch ganz alltägliche Phänomene, Einstellungen und Umgangsformen.
Das liegt m.E. zum einen daran, dass diese Gesellschaft obendrein auch noch algophob ist (eine Folge der Normopathie – man versucht zwanghaft Schmerzendes zu vermeiden, weil es einen an die Brechung und den Verrat am Selbst erinnert). Der andere Punkt ist die völlige Sommervernarrtheit. Die Leute wünschen sich ja schon für März (!) hochsommerliche Temperaturen (siehe: hier). Mit Wintern wie es sie noch in den 80ern und 90ern gab oder dem von 2010 wäre man ja heute wohl emotional-praktisch völlig überfordert (siehe: hier). Und dann gelte wohl auch, gemäß AoE2: Die Gasspeicher, die Gasspeicher! Oh nein!
Danke! Er war bereits, so hoch ist meine Gradzahl in Steinbock dann auch wieder nicht. 🙂
Bei Ihnen steht er dann wohl erst an, wenn Sie Wassermann sind, verdad?
In diesem Leben.
Gruß
🦢🚩
Was die Hunde betrifft, da mag ich’s auch gerne schwarz. Und groß. Also unschwer zu erraten : ich mag Neufundländer. Mein Vater hatte mal einen, mit dem mich eine ganz besondere Beziehung verband. Den trage ich, obwohl er schon lange tot ist, immer noch im Herzen.
„Bei Ihnen steht er dann wohl erst an, wenn Sie Wassermann sind“
Jup, dauert auch nicht mehr so ewig. Sie können allerdings nochmal 20 Jahre druffpacken.
In diesem Leben 😛.
“ schwarze Klamotten“
Schau an, ein Waver 😉. Erinnert mich an meine Schulzeit und die entsprechende Musik.
War auch auf den entsprechenden Konzerten, z.B. bei The Cure (u.a. bei der „Kiss me, kiss me, kiss me“-Tour), den Sisters (denen Sie ja, wenn ich mich recht entsinne, auch etwas abgewinnen können), etc. Aber auch mit anderen Stilrichtungen kann/konnte ich etwas anfangen. Rock, Reggae, Klassik, uvm. Nur mit Techno, FreeJazz, Schlagermusik u.ä. kann man mich jagen. Hach ja, damals. War wirklich so einiges um ein Vielfaches einfacher.
Und freudvoller. Und das war nicht als Scherz gemeint.
Also da wären mir jetzt aber noch zwei, drei andere spontan in den Sinn gekommen… Russische Schwarze Terrier zum Beispiel, nur echt mit Schnauzerteppich vor den Augen. 🤣🤷♂️
Ich hatte im Leben, gerade in der Kindheit, eigentlich immer Hunde um mich herum, auch wenn ich sie nie „halten“ würde, sofern ich keinen adäquaten kepos für sie habe. Stadthunde sind ganz arme Säue. Als ich zur Welt kam, waren sofort zwei Rüden um mich herum – ein Zwergpudel und ein Irischer Wolfshund. Ich hatte beide im Griff. 😂
Der Wolfshund starb leider – wie bei jener Rasse nicht selten – früh an einer Magendrehung. Später gab es dann noch jede Menge andere Vierbeiner, ob von Verwandten oder in der Familie, die mich begleiteten. Heute ist es mein Nachbar, der eine Knutschkugel von American Staffordshire Terrier hat. Das sanftmütigste Wesen, das ich kenne. Da mein Nachbar allerdings eine über die Jahre gewachsene Glatze sein Eigen nennt und gern so etwas wie „Bomberjacken“ trägt, wird er auf der Straße öfters irritiert angeschaut…🤣
Naja – ich sag immer, es ist die Haltung, nicht das Tier. Außer natürlich beim Retriever. Das sind Mordsmaschinen. Die wollen einfach nur töten, töten, töten. Siehe hier. (Der ganze Film ist übrigens aktuell wieder auf YouTube.)
Von der persönlichen Einstellung her eher straight edge, musikalisch mehr Dark als New Wave… 😉
Wenn Sie unter „etwas abgewinnen“ zufällig „Standard-Alben, aus denen Stücke mindestens einmal pro Tag durch die Wohnung hallten“ verstehen, dann ja. 😄
Jop, ähnlich bei mir. Neben den Sisters auch Kuschelrock wie 69 Eyes, Crematory etc. und ansonsten gerne auch Klassik, Synthie und anderes. Man kann’s auch mischen – kommen Blutengel oder Opera Metal bei raus. Mag ich auch, geht nichts über einen Kontrabass oder eine Sängerin, die man an ein Starkstromaggregat angeschlossen hat.
Davon abgesehen schätze ich bildwörtliche Nachvertonungen wie diese hier. Some of my friends are Gothic, some of my friends are New Wave, some of my friends are Straight edge…
Die Offenheit für so viele Stile liegt sicher an meinem Zwillinge-Aszendenten. 😄
Kann ich auch unterschreiben, obwohl ich danach geboren bin. Aber es gibt eben spätestens seit den geistig-moralischen Wenden mehr „ganz unten“ und für die wird es wie Houellebecq zu sagen pflegte, „von Jahr zu Jahr ein wenig schlechter“. Nach 40, 45 Jahren hat man dann eben ziemlich viel Rettich in der Wassertonne beisammen oder einfach den ganzen Keller wieder voller Elche.
Gruß und Curry-King nach Köln bei Hürth-Kalscheuren! 😉
Aktuelle Meldung in der „Tagesschau“ oder Hirntote vermelden Hirntotes.
„Reservistenverband will Bundeswehr in Grönland
…Der Reservistenverband schlägt die Stationierung deutscher Soldaten in Grönland vor, um einer US-Übernahme der arktischen Insel zuvorzukommen…Wir müssen davon ausgehen, dass US-Präsident Donald Trump mit Grönland Ernst macht. Europa muss daher viel stärker Präsenz auf Grönland zeigen…
Der Reservistenverband schlägt die Stationierung deutscher Soldaten in Grönland vor, um einer US-Übernahme der arktischen Insel zuvorzukommen. „Wir müssen davon ausgehen, dass US-Präsident Donald Trump mit Grönland Ernst macht. Europa muss daher viel stärker Präsenz auf Grönland zeigen“
Die wollen eine kostenlose Grönlandreise. So schwer das zu durchschauen, ist das nicht. Gleiches wie kostenloser LKW-Führerschein oder Fallschirmspringerlizenz.
Bei der Verschwendung im Militär ist das leider noch das kleinste Übel und vielleicht würde sogar noch einer von denen was Anständiges lernen von den zivilen Grönländern. Richtig hilfreich wäre ein Schüleraustausch, soziale und Naturschutzprojekte statt einer kostenlosen Abenteuerreise für kriegslüsterne Uniformträger.
https://lostineu.eu/groenland-nato-rutte-und-eu-joergensen-leugnen-das-us-problem/
Realitätsverlust auf ganzer Linie und solche Nasen gehören zur „politischen Elite“ in EUropa.
Man kann gar nicht soviel fressen wie man
k……..möchte!
Wie wäre es so herum:
„Vorliegender Beitrag analysiert, wie sich Deutschland im hypothetischen Fall einer militärischen Besetzung durch die USA mit Mitteln der gewaltfreien, sozialen Verteidigung widersetzen könnte. Im Zentrum stehen nicht Fragen militärischer Abschreckung und Verteidigung, sondern eine effektive Verteidigungsstrategie, die sich der Fähigkeit und Bereitschaft zum gewaltfreien Widerstand, der Nichtkooperation mit dem Aggressor sowie Aktivitäten mit dem Ziel einer internationalen Delegitimierung des Okkupationsversuches verdankt. Aufbauend auf Theorien des zivilen Widerstands …“
Das wär doch mal was?!
Gute Idee -aber wie wäre es damit: Deutschland ist schon okupiert, von eine Polit-Elite. Widerstand ist kaum möglich, weil die Administration bereits korrumpiert ist und selbst Profiteur (Beamtenschaft, Verwaltungsangestellte) der „Besatzungsmacht Polit-Elite“. Das Grönland-Konzept der Resilienz müßte daher auf Deutschland angepaßt werden. Dafür bräuchten wir ein konretes Rezept und Handlungsanweisungen. Keine Theorien, sondern konkrete Widerstands-Maßnahmen …
guten abend,
das ist akademisches gerede, lebensfremd, im konkreten kontext albern. grönland wurde bisher subventioniert, nicht üppg, aber subventioniert. auf welche ressourcen soll dieser widerstand zurückgreifen? ich weiß nicht, ob alle vom fischen und robbenfang und nur vom fischen und robbenfang leben wollen/ können. und die amerikaner würden sich das ansehen, nicken und sie nicht stören… aber ob der zahnarzt fisch nimmt?
es gibt niemanden, der grönland verteidigen könnte, selbst dann nicht, wenn er es wollte. was unterscheidet grönland von venezuela? china ist dort sehr engagiert, sieht sich das aber an, weil im augenblick nichts getan werden kann. und was hat sich denn eigentlich geändert? doch nur die äußere form, was früher marionettenregierungen erledigten, tut man inzwischen selbst. in europa ist man doch nur erstaunt/ erschrocken, daß auch sie nicht mehr sicher sind. kriege, annektionen, blutvergießen überhaupt fanden bisher bei anderen statt, aber nicht daheim. diese zeiten sind aber vorbei. so oder so werden die grönländer unter die räder kommen. und wenn es nicht anders geht, sollten sie den preis hochtreiben, durchsetzen, daß JEDER die summe bekommt und sich arrangieren.
wenn die usa fallen, an sich selbst eingehen, dann können sie, wenn sie das noch wollen, rechnungen begleichen. aber mehr ist nicht drin.
trotzdem einen guten abend – was denn sonst?
sometimes
Ein ziemlich schwärmerischer Beitrag.
Die Loslösung von Dänemark hat ja bisher auch nicht funktioniert und außerhalb Grönlands kaum jemanden interessiert. Erst durch Trump rückt Grönland in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Venezuela ist ja bereits dabei, in Vergessenheit zu geraten. Die devote Haltung, nicht nur Europas, gegenüber den USA ist zur Pflichtübung geworden.
Die Grönländer stehen jetzt schon auf verlorenem Posten. Militärischer
Widerstand ist zwecklos, und der
gewaltfreie Widerstand verläuft im Sande, wenn es denn zu einer Besetzung käme.
Danke für den Beitrag.
Genau das ist Verteidigung Aber genau das wollen die Herrschenden nicht. Es könnte sich ja jederzeit gegen jene selbst richten.
Man sollte stets im Hinterkopf haben, in Deutschland ist der Generalstreik wie auch der politische Streik verboten. Wer sich das wohl ausgedacht hat und auf welchen Grundrechte Artikel des GG dieses Verbot wohl fusst ??
Der Artikel wäre gut in Bezug auf die US-Besatzung von Deutschland und anderer Länder. Aber Grönland müsste froh sein, nichts mehr mit den EU-Inquisitoren zu tun zu haben.
Im übrigen kann das US-Militär aufgrund eines bestehenden Vertrags bereits jetzt auf Grönland alle gewünschten Aktivitäten durchführen, aber sie wollen sich nun auch die Rohstoffe sichern.
Exzessives Kolonialistische Gehabe durch den Westen.
Nicht eine einzige Seite fragt was die lebenden ‚Grönlander‘ überhaupt wollen.
Die heutigen ‚Grönlander’sind grössten zum Teil kaukasier und eben nicht die einstigen Bewohner.
Eine Provokation durch dem Westen gegen sich selbst, um ihre selbst erbaute Burg zu zerstören.
Habe nur die ersten paar Absätze und dann gleich die Vita des Autors gelesen; reichte.
57000 Indigene sollen subversiven Widerstand leisten. Die kommen in ein Reservat, und das wars.
Ist der Artikel Satire oder eine der immer häufigeren Overton-Qualitätsschwankungen?
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben noch nicht einmal ein einzigen Atomeisbrecher, statt dessen pfeifen Die da, auf dem letzten Eisloch : https://de.wikipedia.org/wiki/Polar-Klasse_(1976)
Das kann man so auch nicht stehen lassen.
Es sind momentan gebaute Eisbrecher für Russland in Südkorea und anderswo beschlagnahmt. Das sind so 6 Stück. Gut, bei Atom-Eisbrechern haben die Russen wohl einen Vorsprung. Mir ist auch nicht bekannt, dass die USA in der Arktis eine größere Industrieanlage hätten. Für was bräuchten sie dann einen Eisbrecher?
deekseek-Schlamm:
Das mit den Eisbrechern, Rohstoffen abbauen in der Arktis oder gar Krieg dort, ist alles dystopisches Zukunftsgeplänkel.
Russland dagegen hat eben weite Gebiete, bzw. ganz andere Dimensionen an Küste im Norden, wo praktisch kein Mensch wohnt oder wo auch nichts ist.
Ob das mit Rohstoffen abbauen oder großartiger Industrie was wird in der Arktis, ist sowieso fraglich. Mit voranschreitender globaler menschengemachter Erwärmung und den damit einhergehenden Katastrophen ist fraglich, ob so teurer Bergbau überhaupt jemals möglich wird und nicht mehr zerstört als hilft.
Dazu gibt es genug Debatten im Bezug auf Alaska, wenn z.B. Naturschutzgebiete aufgehoben werden, damit nach Öl gebohrt werden kann. Die dürfte es auch in Russland geben? Dann hörten wir bisher nichts davon, ist auch bezeichnend dafür, dass die Westler Russland wie auch die sogenannte 3. Welt als opferbares Land sehen.
Es gibt Filme wie US U-Boote durchs Eis brechen, vielmehr es versuchen und ohne die eingeflogen Hilfe von Außen auf den Eis scheitert das ganze schon bei 35 cm Eisdicke.
Die Vita des Autors
http://www.egon-spiegel.net/curriculum-vitae/
Falls es zu einer gewaltsamen Eroberung des Landes kommt, werden diejenigen Grönländer, die nicht kooperationsbereit sind, sehr schnell aus für die US Besatzer (Militär und Rohstoffexploration/Förderung) relevanten Bereichen entfernt, auch aus den benötigten Hafenstädten, mit Reservaten für Indigene haben die USA viel Erfahrung. Wenn sie dort gewaltlos Widerstand leisten, interessiert das die Besatzer nicht und internationale Kampagnen werden nach ein paar Monaten einschlafen, dann gibt es möglicherweise noch einen Grönland Gedenktag in der EU.
Ein Teil der Bevölkerung wird sich anpassen, andere in die EU auswandern, der Rest wird irgendwo und irgendwie untergebracht, wo er nicht weiter stört.
Die Zahl der US Neuansiedler, die in der ebenfalls neu entstehenden Industrie und dem dazu benötigten Dienstleistungsbereich arbeiten und die des Militärpersonals wird schnell größer sein, als die der Grönländer, so dass ein Referendum unter allen Einwohnern zwei oder drei Jahre nach der Besetzung die neuen Machtverhältnisse bestätigt.
Die Zeit ist gekommen, daß die Bodenschätze Grönlands wichtig werden. Das ist so. Die Frage ist nur, ob Grönland von der EU oder von USA ausgebeutet wird, das ist alles. In der praktischen Umsetzung wird es egal sein. Obwohl ich den USA Grönland nicht gönne, finde ich die Option, den Grönländern ein Kaufangebot zu machen, fair. Das Problem ist vielleicht, daß die Grönländer kein Geld brauchen, es gibt dort nicht so viel Möglichkeiten, Geld auszugeben. (!!!)
Übrigens frage ich mich, wie es dazu kommen konnte, daß das von je her bedeutungslose und dumme Dänemark es sich anmaßen konnte, Grönland als Besitz zu beanspruchen, natürlich mit der Zukunftsvision, es auszubeuten, wenn es soweit ist. Wozu denn sonst.
Da fällt mir ein, via Dänemark ist doch Grönland Teil der EU?? Da kann ich mich doch dort eintragen lassen, vielleicht bekomme ich dann auch ein Sümmchen von den Amis. Ich werde es mir mal überlegen.
Und überhaupt, wir Deutschen wissen doch, wie es ist, eine US-Kolonie zu sein, warum soll es den Eskimos besser gehen.
Übrigens ist das eine extrem interessante Option, jedem Einwohner Geld zu zahlen. Vom Volkseigentum der DDR hat bei der Übernahme durch die BRD/EU/Nato jedenfalls kein DDR-Bürger einen 17Millionstel Teil ausgezahlt bekommen.
Na BertT.0
das Begrüßungsgeld schon Verjuxt?
https://de.wikipedia.org/wiki/Begr%C3%BC%C3%9Fungsgeld
Rohwedder hatte das Treuhandvermögen ursprünglich auf 600 Milliarden geschätzt. DM. (Quelle Google AI ).
Das wären dann 35 Mio. DM pro Kopf. Tja.