
Die Bundesregierung will bekanntlich die Ukraine weiter stützen, so lange dies nötig ist. Mittlerweile ist Deutschland der größte Unterstützer, was Finanzen und Waffen betrifft. Die Bundesregierung hat es geschafft, die Ausgaben für militärische Dinge von jeder Schuldengrenze zu befreien. Auch Waffen für die Ukraine können so mit unbegrenzter Verschuldung gekauft und weitergegeben werden, was vielleicht noch nicht allen Bürgern klar ist.
Um nicht alles öffentlich zu machen, wurde vom Verteidigungsministerium, wie die Financial Times berichtet, eine Arbeitsgruppe unter dem Namen „Sonderstab Ukraine“ eingerichtet. Sie koordiniert die Waffenbeschaffung für die ukrainischen Streitkräfte. Dabei können offenbar die normalen Vorschriften zur Beschaffung umgangen werden, um das Verfahren zu beschleunigen.
Das Team besteht nach der FT aus weniger als 20 Mitgliedern, ihr Büro liegt in einem gesicherten Bereich des Ministeriums. Weil alles hoch geheim sein soll, wird die Gruppe auch als „Guerilla-Abteilung“ bezeichnet. Geleitet wird der Sonderstab von Brigadegeneral Joachim Kaschke, der seit Ende Oktober 2025 auch Leiter des Steuerungsstabes der Leitung im Bundesverteidigungsministerium ist (Wer ist Joachim Kaschke?).
Zunächst hatte der Sonderstab die Aufgabe, die Lage im Krieg in der Ukraine zu beobachten und darüber die Regierung zu informieren. Später erhielt er die Erlaubnis, Waffen direkt von deutschen Herstellern für die Lieferung in die Ukraine zu kaufen. Dabei wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Jährlich soll der Sonderstand Waffen für durchschnittlich 11,5 Milliarden Euro an die Ukraine liefern. Welche Waffen geliefert werden, geht aus einer Liste hervor, die das ukrainische Militär erstellt. Gekauft werden sie von deutschen oder ukrainischen Rüstungsfirmen.
Die Gruppe arbeite „überraschend undeutsch“, sagte ein Informant der FT. Der Trick, mit dem die normalen Beschaffungswege umgangen werden können, besteht darin, dass die Verträge nicht von der Bundesregierung, sondern von Kiew unterschrieben werden. Deutschland bezahlt nur. Deswegen gibt es nach Kaschke kurze Entscheidungsketten, so dass Waffen für die Ukraine auch schon innerhalb von zwei Wochen gekauft werden können. Man darf annehmen, dass damit die Kontrolle auch „verkürzt“ wird, was Korruption gerade in der Ukraine erleichtern würde, der gerade für das zweite Halbjahr 23 Milliarden Euro für das Militär fehlen sollen. Kaschke versichert allerdings, dass alle Verträge sorgfältig geprüft, die Preise mit den marktüblichen Sätzen verglichen und Liefertermine festgvelegt würden.
Geheim arbeitet der Sonderstab allerdings nicht. Erst Ende Juli hatte die Bundeswehr ihn als „zentrale Schaltstelle für alle militärischen Ukraine-Hilfen der Bundesregierung“, die es sei Beginn des Krieges gebe. Weiter heißt es dort: „Um den ukrainischen Bedarf an Militärgütern zu decken, gibt die Bundeswehr eigenes Material ab, wenn sie die Abgabe verantworten kann und das die eigene Verteidigungsfähigkeit nicht gefährdet. Rüstungsgüter werden inzwischen aber überwiegend bei der deutschen, aber auch der ukrainischen Industrie eingekauft. Finanziert wird die Hilfe überwiegend über den Ertüchtigungs-Titel im Bundeshaushalt.“ Gemeint ist damit die „Ertüchtigung von Partnerstaaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung“, in deren Rahmen auch die Ukraine unterstützt wird. Dafür sind laut Finanzministerium 2027 11,6 Mrd. Euro für die Unterstützung der Ukraine vorgesehen.
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Ich hörte neulich, daß die Kinder hierzulande im Kindergarten kein Mineralwasser mehr zu trinken bekommen (zu teuer) sondern Leitungswasser. Naja das passt ja dazu, denn diese Kinder und deren Kinder und Kindeskinder werden ja auch diese Schulden zurückzahlen müssen! So fügt sich alles zusammen. Slava Dingsdabumsda!
@Jasmina
Wenn Figuren wie Pistorius die Wahl haben zwischen, Geld für Mineralwasser in Kindergärten zur Verfügung zu stellen, oder Geld für die ukrainischen Marionetten, dann wählt Pistorius die Ukraine.
Die Verteidigung der »Demokratie« -was der Westen darunter auch immer verstehen mag – durch die Ukraine ist eben wichtiger als Mineralwasser für Kinder.
Entweder funktioniert das wie beschrieben inklusive allen Kontrollen vor allem hinsichtlich der Kosten, was hieße, daß die ganze bundesdeutsche Beschaffungsbürokratie praktisch überflüssig wäre. Oder es funktioniert eben nicht und arbeitet nach dem Kiew-erprobten „Koste es, was es wolle!“. Beides gleichzeitig geht nicht!
Warum pumpt der Werte-Westen seit ca. 30 Jahren ich weiß nicht wie viele Milliarden Euro/Dollar in die Ukraine und lehnt, wie hier die EU, jegliche Form der Diplomatie ab? Etwa für Freiheit und Demokratie? Schwerlich vorstellbar, denn der Kapitalismus erstrebt nur ein Ziel: Profits, Profits, more Profits!
Wenn man der Spur des Geldes folgt, so könnte man also wohl fündig werden. Es dürften handfeste finanzielle Interessen des Kapitals hinter all den ganzen Machenschaften stecken. Der Kapitalismus ist keine Wohltätigkeits-Veranstaltung, es drehte sich mit großer Wahrscheinlichkeit darum, hier mit der Ukraine ein gutes Investment getätigt zu haben, dass künftig auch entsprechende Renditen abwerfen sollte. Zudem hielt man Russland für schwach und der Werte-Westen war sich sicher, dass die USA und die EU gemeinsam Russland per Sanktionen wirtschaftlich erdrosseln und ruinieren zu können und um das Land anschließend unter Kuratel zu nehmen.
Dieses Bild eines schwachen und schwindenden Russlands mag zwar den vorgefassten Meinungen zahlreicher westlicher Politiker entsprechen bzw. entsprochen haben, aber es steht im grundlegenden Widerspruch zur Realität. Erst jetzt wird immer deutlicher, dass die Einschätzungen der westlichen Regierungen in Bezug auf den Ukraine-Krieg falsch waren. und so wie es derzeit aussieht, wird der Winter in der Ukraine ein Albtraum werden.
Die Ursache für die Haushaltsprobleme der Ukraine ist laut ukrainischen und westlichen Analysten ein Krieg, der mittlerweile immer teurer wird und dessen Kosten aus dem Ruder laufen. Russische Angriffe auf ukrainische Städte sind aufgrund fehlender Luftabwehr immer heftiger und tödlicher geworden, während Russlands Offensive gegen die ukrainische Schifffahrt im Schwarzen Meer eine wichtige Getreideexportroute lahmgelegt hat.
Fakten dazu: Die täglichen (!) Kosten des Krieges stiegen in diesem Jahr auf etwa 190 Millionen US-Dollar (!!), verglichen mit 140 Millionen US-Dollar im Jahr 2024, was auf die Inflation, die Aufstockung der Truppenstärke, steigende Sozialleistungen für die Familien gefallener Soldaten und einen höheren Munitionsverbrauch zurückzuführen sei, fügte Roksolana Pidlasa, Vorsitzende des Haushaltsausschusses des ukrainischen Parlaments, hinzu.
„Leider ist der Krieg in diesem Jahr so teuer geworden, dass wir nicht einmal unseren Anteil an den Kosten decken können“, sagte sie auf der Konferenz.
https://www.reuters.com/world/ukraine-braces-harsh-winter-russian-attacks-hit-economy-2026-09-12/
Es war schon eine wirklich irrsinnige Idee der Ukraine, das Spiel „Wer zerstört mehr Infrastruktur?“ mit Russland zu spielen, wenn man selbst überhaupt keine adäquate Luftverteidigung hat und der Gegner mächtige Angriffswaffen besitzt.
Derzeit versucht Brüssel, eine erneute Debatte über neue Finanzmittel zu vermeiden, da man die politischen Folgen fürchtet. Offiziell lautet die Linie, dass die Zahlen noch ausgearbeitet werden und es noch keine neue Bedarfsanalyse gibt.
Zelensky verkündete kürzlich, Kiew benötige ad hoc 30 Milliarden Euro von den europäischen Geldgebern. Hinter verschlossenen Türen räumen europäische Beamte jedoch ein, dass sie möglicherweise nicht alle Forderungen der Ukraine in diesem Jahr erfüllen können, und warnen, dass im nächsten Jahr mit ziemlicher Sicherheit erneut weitere Mittel benötigt werden.
Wobei der Druck auf Europas Lebensmittel- und Energiesektor kontinuierlich steigt, Düngemittelkosten, Dürre und unterbrochene ukrainische Exporte die Notlage noch verschärfen werden.
Wie will Europa seinen Sozialstaat, seine grüne Agenda, die Fortsetzung der Ukraine-Unterstützung und eine endlos massive militärische Aufrüstung gleichzeitig finanzieren?
Aha, sieh an, als nur allzu logische Folge nimmt daher die Europäische Kommission aktuell wieder die Arbeit an „rechtlich tragfähigen Möglichkeiten“ für den Zugriff auf das eingefrorene russische Zentralbankvermögen in Höhe von 210 Milliarden Euro auf, während sich die Finanzkrise in Kiew weiter verschärft.
Die Ukraine hängt wirtschaftlich komplett am EU-Tropf und eine Änderung ist keinesfalls in Sicht, wobei mir zu dieser Situation unwillkürlich einfällt: „Wenn du glaubst, dass du Kalkutta retten könntest indem du halb Kalkutta aufnimmst, nein, du wirst dadurch selbst zu Kalkutta.“ (Peter Scholl-Latour). Europas Weg ist entsprechend vorgezeichnet!
Günter Sautter, der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Merz, skizziert das „Bis zum Endsieg-Szenario“ aktuell wie folgt: „Wir halten es für äußerst wichtig, dass Moskau versteht, dass diese Unterstützung nicht halbherzig ist, sie wird nicht verschwinden und so lange dauern, wie es dauert“, sagte der Berater von Merz. Er betonte jedoch, dass die Unterstützung der Verteidigungskräfte der Ukraine auch ein nationales Interesse Deutschlands selbst sei.
https://www.eurointegration.com.ua/news/2026/09/12/7245352/
Wäre es nicht besser für das große nationale Interesse Deutschlands solche Typen wie Sautter so schnell wie möglich von Hof zu jagen?
Denn niemand kann bestreiten, wer die Rechnung zahlt und wer verdient: Die EU finanziert den Krieg gegen Russland und kauft die dazu nötigen Waffen in den USA, die an dem Krieg Geld verdienen. Und die EU hat billiges russisches Gas gegen teures US-Gas getauscht, wovon die USA sogar doppelt profitieren, denn erstens verdienen sie daran Milliarden und zweitens schwächt die viel zu teure Energie den wirtschaftlichen Konkurrenten EU.
Bei weiterer Eskalation wird der Krieg in der Ukraine mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Ende der EU als historisch-politisches Projekt besiegeln.