Sollte Bundeswehrwerbung verboten werden?

Bundeswehrwerbung. Screenshot des Werbevideos von „Generation Wehrdienst“.

Die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft drückt sich nicht nur in immer höheren Rüstungsausgaben aus, sondern auch durch die allgegenwärtige Bundeswehrwerbung. Darauf weist der Kasseler Kunstprofessor Daniel Hornuff mit einer Streitschrift hin.

Wie drückt sich die so viel beschworene neue deutsche Kriegsfähigkeit aus? Sofort fallen einem die   vielen neuen Waffenfabriken ein. Oder die Umwandlung von Auto- in Waffenfabriken, die der Aktivist Tobi Rosswog in dem Buch  „Nehmen wir das Leben wieder selber in die Hand“ auch als katastrophale Konversion bezeichnete.

Diese neuen Waffenfabriken sind auch aktuell die zentralen Orte für antimilitaristischen Protest. So demonstrierten Mitte Juli über 4000 Menschen im Berliner Stadtteil  Wedding gegen die dortige Umwandlung des Autozulieferers Pierburg zu Rheinmetall. Natürlich kommt nach den über Monate geplanten Aktionstagen die Frage, wie es mit den Protesten weitergeht. Schließlich lassen sich solche Aktionstage nicht beliebig oft wiederholen. Die Frage ist auch, ob sich die Menschen in der Nachbarschaft an die Rüstungsfabrik gewöhnen, wenn sie erst einmal eingerichtet ist. Denn die Aktionstage zeigten auch, es gibt in der Nachbarschaft  Unmut und Ablehnung für Rheinmetall. Aber nur wenige beteiligen sich die wenigsten an den Protesten.

Dabei gibt es seit Monaten viele Informationen darüber. So haben antimilitaristische Gruppen in ganz Berlin Plakate geklebt, auf denen über die Entfernung zur Waffenfabrik im Wedding informiert wird. Die Antimilitaristen haben sich dabei viel Arbeit gemacht. Im Wedding heißt es: nur 500 Meter zur Waffenfabrik, weiter weg sind es 1 Kilometer. In anderen Stadtteilen sind Plakate aufgetaucht, die informieren, dass es von hier 5 Kilometer zur Waffenfabrik sind.  Diese Informationen sollen natürlich mobilisieren. Doch das gelang bisher erst teilweise.

 Bundeswehrwerbung auf Bussen, Bahnen und an Wänden   

 Bei der aktuellen Militarisierung sollte der Blick aber nicht nur auf die Rüstungsfabriken gerichtet werden, denn die neue Ausrichtung auf die Kriegsfähigkeit Deutschlands wird zunehmend auch im Stadtbild deutlich. Dort ist die Bundeswehrwerbung allgegenwärtig. Große Banner preisen an zentralen Stellen in den Innenstädten die Vorzüge der Truppe. Auf kleineren Plakaten vor allen in U- und S-Bahn-Stationen, aber auch an den Außenseiten von Bussen und Bahnen werden die Passanten mit den angeblichen Vorzügen der Bundeswehr bekannt gemacht. Es gibt kaum Möglichkeiten sich dieser Propaganda im Alltag zu entziehen.

Erst langsam gibt es auch Proteste dagegen. So weigerten sich in München drei Fahrer, eine Trambahn mit Bundeswehrwerbung zu fahren und beriefen sich auf ihr Gewissen. Nach einem Urteil des Arbeitsgerichts darf ein Fahrer dies aber nicht verweigern. Noch grundsätzlicher ist der Vorschlag von Daniel Hornuff. Der Professor für Theorie und Praxis der Gestaltung an der Kunsthochschule der Universität Kassel plädiert für ein grundsätzliches Werbeverbot der Bundeswehr. In einem vor einigen Wochen im Transcript-Verlag erschienenen Buch mit dem Titel „Krieg als Lifestyle“liefert er auf 170 Seiten dafür überzeugende Argumente.

Bundeswehrwerbung im Wandel der Zeit

 In mehreren Kapiteln geht Hornuff ausführlich aus die Bundeswehrwerbung im Wandel der letzten Jahrzehnte ein. Er zeigt, wie in den späten 1950er Jahren die neugegründete Bundeswehr in der BRD versuchte, sich auch ästhetisch von der Tradition der Wehrmacht abzusetzen. Seine Beschreibungen werden im Buch anschaulich mit umfangreichen Bildmaterial anschaulich. Dort kann man die unterschiedlichen Phasen der Bundeswehrwerbung im Wandel der Zeit gut nachvollziehen.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf den letzten 15 Jahren. Dabei kann Hornuff auch überzeugend dokumentieren, wie die unterschiedlichen Verteidigungsminister sich mit Bildern und später auch Videos mit der Truppe zu profilieren versuchen.  Hornuff zeigt die Veränderungen, aber auch die  Gemeinsamkeiten in den Amtszeiten von Karl Theodor von und zu  Guttenberg über  Ursula von der Leyen bis zu Boris Pistorius. Aber auch andere Politiker versuchen sich mit militärischen Bildern zu profilieren. So postete der CSU-Politiker Markus Söder Fotos von sich als jungem Rekruten und bekam dafür Aufmerksamkeit und teilweise Zustimmung. Als er sich später auch in einen Flugzeug ablichten ließ, erntete Söder aber vor allem Spott und den Ruf  als politischer Tiefflieger.

Auf den letzten 20 Seiten begründet Hornuff sein Plädoyer für ein Werbeverbot der Bundeswehr. Dabei betont er mehrmals, dass er keineswegs ein grundsätzlicher Gegner der Bundeswehr ist. Vielmehr präsentiert er sich als ein große Anhänger einer Parlamentsarmee. Gerade deshalb lehnt er jegliche Propaganda und Werbung für die Bundeswehr ab.

Vergleiche mit der Tabakindustrie

Hornuff beruft sich in seinem Plädoyer auf das Werbeverbot für Tabak, das in Deutschland wie in vielen anderen Ländern gegen großen Widerstand der Tabakindustrie durchgesetzt werden musste.

„In Anlehnung an das in Deutschland gültige – und nach meiner Wahrnehmung weitreichende Tabakwerbeverbot sollte auch ein Militärwerbeverbot ausgestaltet und mit gleicher Konsequenz durchgesetzt werden“, argumentiert Hornuff.

Der Grund für das Verbot der Tabakwerbung sei der Schutz für sich selber und seine Umgebung. Hier sieht Hornuff die Parallelen zur Bundeswehr. Sie ist für ihn eben kein Job wie jeder andere. Vielmehr besteht die Gefahr für alle Soldaten als auch für die Zivilbevölkerung in den Staaten, in denen die Bundeswehr wie andere Truppen eingesetzt wird, getötet zu werden.

Hornuff geht in seinem Buch auch auf Initiativen ein, die in den letzten Jahren in verschiedenen Städten ein Verbot der Bundeswehrwerbung durchzusetzen versuchten. Dazu gehören Görlitz und Zwickau in Sachsen, aber auch Karlsruhe in Baden-Württemberg. Dort war es die Linke, die im Stadtrat ein Verbot der Bundeswehrwerbung einbrachte. All diese Versuche wurden als rechtswidrig zurückgewiesen. Darum ist es zu begrüßen, dass Hornuff  ein bundesweites Verbot der Bundeswehrwerbung  in die Diskussion bringt.

Bild: bundeswehrabschaffen.de

Kaum positiver Bezug auf Adbusting-Aktionen

Nur kurz geht er auf die Adbusting-Aktionen ein, mit denen Bundeswehrwerbung in satirischer Weise verfremdet wird.  Man kann solche Aktionen als eine praktische Kritik an der Bundeswehrwerbung betrachten. Daher ist es unverständlich, warum Hornuff äußerst distanziert über diese Aktionsform berichtet und nicht erwähnt, dass die Adbusting-Aktionen höchstrichterlich    für nicht strafbar erklärt wurden, wenn dabei kein Plakat entwendet wird. Das war ein wichtiges Signal gegen die Kriminalisierungsversuche von Adbusting-Aktionen, in die sogar der Militärische Abschirmdienst eingeschaltet war.

Auch wenn Hornuff mit seinen Verbotsvorschlag von Bundeswehrwerbung einen anderen Weg geht, sollte doch nichts dagegen sprechen, Aktivisten, die mit satirischen Methoden Bundeswehrwerbung markieren, anzuerkennen. Genauso sollte Hornuffs Verbotsvorschlag diskutiert werden, auch wenn er selbst andeutet, dass die Realisierungschancen bei den gegenwärtigen politischen Verhältnissen extrem gering seien.  Das große Verdienst von Hornuffs Vorschlag besteht schon darin, die zunehmende Militarisierung unseres Alltags kritisch zu thematisieren.

Peter Nowak

Peter Nowak ist freier Journalist für verschiedene Zeitungen und dokumentiert sie auf seiner Homepage. Mit Clemens Heni und Gerald Grüneklee gab er im Juni 2022 das Buch „Nie wieder Krieg ohne uns … Deutschland und die Ukraine“ im Critic Verlag heraus.
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33 Kommentare

  1. Die Siedler haben wieder die Kraftfahrzeuge angezündet. Das Militär zerstört in Qawawis, in Masafer Yatta eine Schule. Die Siedler beschimpfen in Ghwein einen älteren Palästinenser und drohen ihm Schläge an. Es kursiert ein Foto von einem toten Fötus das nach einem Angriff rumliegt. Wenn man die Bundeswehr gegen die Kriegsverbrechen in der West-Bank einsetzten könnte wäre das evtl. nicht schlecht. Aber vielleicht kann man auf EU-Ebene eine Task-Force gegen diese Kriegsverbrecher einsetzten. Etwas anderes kann ich in den Kommentar nicht schreiben.
    Bis dahin: Bir Döner, bir Bier und vielleicht studieren in Birzeit (Universitätsstadt in der West-Bank).

    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    Über den Völkermord sprechen.

  2. Auf keinen Fall verbieten! Bundeswehr-Plakate sind immerhin die am besten geförderte Ausstellungsfläche für urbane Gegenkunst im öffentlichen Raum. 😂

    1. Analog zur Zigarretten-Warnung mit abschreckenden Horrorbildern, sollte die Bundeswehr bei all ihrer Werbung gezwungen werden, ebenfalls Horrorbilder in entsprechender Größe von zerfetzten und verstümmelten Kriegsopfern bzw. deren noch erkennbaren Resten zu zeigen. Dazu den Text: Rüstung und Militär führt zu Krieg, Krieg tötet und zerstört.

  3. Die Bundeswehrwerbung hat ihren Zenit noch lange nicht erreicht!
    Wenn man nachschaut, was die „in großer Zeit“ früher so plakatierten, da müssen unsere Jungs schon noch eine Schippe drauf legen!
    Daher habe ich einen Vorschlag:
    Im ersten Weltkrieg gab es den „hölzernen Hindenburg“, eine überlebensgroße Holzfigur des Feldmarschalls, markiges Gesicht und Schwert inbegriffen, in den man dann gegen kleines Geld einen Nagel einschlagen durfte. Nun denke ich mal, das analog dazu ein „hölzerner Wadephul“, ordentlich beworben bei täglicher ÖRR-Berichterstattung und Bundeswehrblog, die Werbekampagnen auf ein höheres Level heben würden.
    Ich wäre dann aber nicht sicher, ob ich widerstehen könnte, wenn ich gegen kleines Geld einen Nagel in den Holzkopf schlagen dürfte!

    1. Mangels einer Fianzierung teurer Holzschnitzarbeiten von Politikern, wird man bei uns
      auf Pappaufsteller ausweichen. In den Fußgängerzonen aufgestellt, darf dann der gemeine
      Bürger für einen Euro eine Ladung Tackerklammern auf das Ungetüm verschießen.

        1. Wäre aber schade um die Lebensmittel. Also bitte nur solche die ersichtlich nicht mehr als Lebensmittel taugen. Abgelaufenes MHD als Kriterium reicht nicht.

  4. Bei den Plakaten besteht ja die Möglichkeit, Denkanstöße zu geben, bei der Bundeswehrwerbung im Netz und an Schulen greift das nicht.

    1. Ich bin da zwiegespalten. Angesichts des Informationsangebots heutzutage ist jemand der sich derzeit für die Bundeswehr bewirbt entweder sehr verzweifelt, sehr dem Russenhass verfallen oder wirklich sehr kognitiv herausgefordert. Mit der ersten Kategorie sollte man Mitleid haben. Zyniker würden sagen, der Verbrauch der letzten beiden Kategorien würde die Gesellschaft hier verbessern.

  5. Da wären wir dann wieder bei der Frage: Was darf Satire in einer demokratischen Gesellschaft❓
    Und die richtige Antwortet: Die Frage ist falsch. Die Frage muss lauten: Was **MUSS** Satire und das nicht nur in einer demokratischen Gesellschaft, denn in autoritären und totalitären Systemen 🚫 👁️ ✋ 🪖 ist zweifelsohne viel schwieriger.

    Und dann lautet die Antwort: Satire muss politische, soziale, ökonomische und gesellschaftliche Missstände anprangern, sie muss Widersprüche aufzuzeigen, sie muss aufklären, sie muss die herrschende Nomenklatura, die Mächtigen und „Superreichen“ kritisieren und das mit den Mitteln von Humor, Übertreibung, Ironie, Zynismus, Parodie, Karikaturen, Verfremdung, Spott und so weiter.

    Das unterscheidet die Satire von der „Comedy“, deren Ziel 🎉 „Entertainment“ ist. Mit Comedy macht man das Gegenteil, man lenkt die Bürger von den wichtigen Problemen ab und verhindert das Nachdenken 🤔🧐 💭🙋. Das ist das Ziel der herrschenden Klasse: Krieg und Spaß 🥳🎈 dabei. Dumm daran ist, wenn man erst an der Front merkt, dass der Spaß tödlich sein kann oder das eigene Land in Schutt und Asche liegt.

    Man rief nach Krieg, man schwärmte vom Sieg,
    der Jubel der Mainstream-Medien hallte durch das Land.
    Doch was am Ende übrig blieb,
    waren Tod und Asche in fast jeder Hand.
    (Rainer Reimer, Reimstadt am Rhein, 2026)

    Hauser: Noch Fragen Kienzle?
    Kienzle: Nein, aber die Kiegsgewinnler sind bei „Tod und Asche“ selbstverstänlich nicht dabei. Die profitieren ja vom Krieg. Wie sagte einmal der Schriftsteller Erich Maria Remarque und Autor von „Im Westen nichts Neues“ vor vielen Jahren: „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen.“

  6. wenn die werbung für die bundeswehr verboten würde, müssten die aufrüstungstreiber einen anderen weg finden zur rekrutierung genug dummer jungen u mädchen. also noch mehr angst vorm russen schüren in tagesschau u spiegel u herr nuhr müsste zu ganz großer form auflaufen. dann doch lieber werbung in bussen u bahen die ich im vorbeilaufen auch mal anspucken kann. menschen mit weniger hemmungen als ich, könnten auch dagegen u.rinier.en.

  7. wenn die werbung für die bundeswehr verboten würde, müssten die aufrüstungstreiber einen anderen weg finden zur rekrutierung genug dummer jungen u mädchen. also noch mehr angst vorm russen schüren in tagesschau u spiegel u herr nuhr müsste zu ganz großer form auflaufen. dann doch lieber werbung in bussen u bahen die ich im vorbeilaufen auch mal anspucken kann. menschen mit weniger hemmungen als ich, könnten auch dagegen u.rinier.en.

  8. Warum sich immer wieder nur an den Symptomen abarbeiten.
    Kein Kapitalismus, keine Werbung, keine Bundeswehr und vor allem wären wir auch die ganzen Schlipsträger los.

    1. Wie wäre es mit Warnhinweis und Gruselfoto wie auf der Zigarettenwerbung. Das würde doch deutlich die Schrecken des Krieges zeigen.

  9. Ich finde Bundeswehrwerbung lustig. Und was ich an ihr am meisten schätze: Man sieht durch sie die Verfaßtheit des deutschen Volkes. Meine Favoriten sind die Großplakate mit der U-Boot-Kommandantin und mit der Infanteristin. Das würde ich zu gern in der Realität sehen.

    1. Das gibt es natürlich schon längst. Schau dir einfach ein Infanterietraining der Deutsch-Französischen Brigade an. Die haben ca. 30 % französisch-afrikanische Frauen. Die sehen das wohl als lohnenden Karriereweg aus der Armut. Oder schaue dir an wie die US-Armee auf den unteren Leveln aussieht. Die Offiziere sind natürlich weiße Männer. Wer das gesehen hat, will sich nicht ausmalen, was passieren würde, wenn die mal in einem Hinterhalt unter Beschuss geraten. Wobei: Es reicht auch andersrum eine 1 m 50 große Vietnamesin, um einen Elitesoldaten aus dem Hinterhalt zu erschießen, egal wie viel Gepäck der schleppen kann. Frag mal die Amis.

  10. Die Propaganda der BW, auch auf ihrer eigenen Seite, zeigt übrigens immer nur blanke blonde deutsche Jungs und Mädels. Keine Pigmentierten oder wandelnde Bettbezüge mit Gesichtsschabracke. Der deutsche Staat zeigt, auf wen er am ehesten verzichten kann.

      1. Interessant die Website zu „Bundeswehr Olympix 2026“.
        Aber eine Disziplin fehlt, nämlich die: „Wer stirbt als Erster resp. am schnellsten?!“
        Da gäbe es entweder nur Gewinner (= Tote) und/oder Verlierer (= Deserteure und andere Kriegsdienstverweigerer).

        PS: Hast du ein Kind, das nichts kann,
        dann schicke es zur Post oder zur Bahn.
        Ist es noch dümmer:
        Die Bundeswehr nimmt es immer!!!

        1. Auf der Webseite fehlt so einiges an zweifelhaften Wettbewerben, die im robusten Einsatz für die BW als Vorkenntnis relevant sein könnten, da stimme ich Ihnen zu. Das von oben aufgenommene Panoramabild auf dieser Webseite, mit diesen ganzen fehlgeleiteten und getäuschten jungen Menschen, mit den Soldaten, die in diesem Sujet verachtender Verführung wie Spots von Schimmelpilz in einer ungepflegten Dusche auftauchen, ist ein einziges Grauen.

      2. Die Olimpix-Seite war mir sogar noch entgangen. – In Holland übrigens dasselbe: Jan und Klaas und Hein und Piet und Frau Antjes…..Dagegen ist der weiße Mann auf der zivilen Konsum-Werbung immer der Trottel. Er schleppt die Einkäufe in die Wohnung, während die blonde dt. Frau und der getönte Mann miteinander flirten. Dasselbe am Eßtisch. Wieder anders die Werbung für ein Eigenheim: rein blankes Ehepaar. Wer will schon andere Leute in der Nachbar schaft haben? Das mindert den Wert der Immobilie. usw. pp. Fröhliches Weitersuchen.

        1. Hatte Ihnen heute nacht eine lange Nachricht geschickt, die leider nicht durchkam. Nochmal schreibe ich sie nicht. Olimpix hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Schönen Tag.

  11. Wenn der screenshot echt ist, dann ist das doch Propaganda, wenn es heißt „Generation Wehrdienst“ oder?

    1️⃣ Falls meine Infos zutreffen, dann wurde die Wehrpflicht im wertewestlichen Deutschland 1957 eingeführt und 2011 ausgesetzt. (Falls nicht, dann möge man mich entsprechend korrigieren.) Demzufolge gab es doch von 1957 bis 2011 insgesamt 53 bzw. 54 Generationen von „Wehrdienst“, wenn man jedes Jahr als „Generation“ zählt.

    2️⃣ Wieso „Wehrdienst“? Wenn die „Bundeswehr“ ehrlich wäre, dann müsste das doch heißen:

    🪖 „Generation Kriegtüchtigkeitsdienst“ oder
    🪖 „Generation Aufrüstungsdienst“ oder
    🪖 „Generation Kriegsvorbereitungsdienst“ oder auch
    🪖 „Generation Russland“

    Wenn die „Bundeswehr“ zur größten konventionell bewaffneten Armee Europas hochgerüstet und zukünftig jeder 2. Euro des Bundeshaushalts für das Militär ausgegeben werden soll, dann hat das doch nichts mit Wehrdienst im Sinne von Verteidigungsbereitschaft 🛡️zu tun.

    Wenn man sich verteidigen will, dann kauft man keine offensiven Waffen, die vor allem dem Angriff dienen.

  12. Natürlich sollte Bundeswehrwerbung nicht verboten werden!

    Aber: Als Counterpart schlage ich eine Serie / Kampagne darüber vor, welche Zerstörungen Kriege und Terror zeitigen. Ziel sollte es sein, brutalstschreckliche Bilder zu zeigen.

    Andere Beispiele
    Beispiel 1: „Warum das Massaker von My Lai so grausam war“
    https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/vietnamkrieg-warum-das-massaker-von-my-lai-so-grausam-war-30175052.html

    Beispiel 2: „Afghanistan: Von CIA unterstützte Einheiten verüben Gräueltaten“
    https://www.hrw.org/de/news/2019/10/30/afghanistan-von-cia-unterstuetzte-einheiten-verueben-graeueltaten

    Beispiel 3: „Gaza: Israels Tötungen von Palästinensern auf der Suche nach Essen sind Kriegsverbrechen“
    https://www.hrw.org/de/news/2025/08/01/gaza-israels-toetungen-von-palaestinensern-auf-der-suche-nach-essen-sind

    Beispiel 4: „MASSENVERGEWALTIGUNGEN IM BOSNIENKRIEG (1992-1995)“
    https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/206541?originalFilename=true

    Beispiel 5: „Massaker von Katyn“
    https://www.gettyimages.de/fotos/massaker-von-katyn

    Beispiel 6: „Grausames Saudi-Regime: BILD auf dem Hinrichtungsplatz von Riad“
    https://www.bild.de/politik/ausland/saudi-arabien/saudi-arabien-teil1-44415900.bild.html

    Beispiel 7: Zerstörtes Köln / Dresden
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Koeln_1945.jpg
    https://www.dhm.de/lemo/kapitel/zweiter-weltkrieg/kriegsverlauf/dresden

    Beispiel 8: Zerstörtes Hiroshima
    https://www.inforadio.de/dossier/archiv-2015/der-weg-nach-hiroshima/der-weg-nach-hiroshima.html
    https://www.aerzteblatt.de/themen/radioaktivitaet/nach-hiroshima-und-nagasaki-fuer-ein-leben-gezeichnet-und-geaechtet-f25c8eb7-7ece-432d-9717-1398c6c871b6

    1. Nr. 6 halte ich für thematisch verfehlt. Unabhängig davon wie man zu Saudibarbarien oder der Todesstrafe steht ist das nicht mal im weitestens Sinn irgendwas mit Kriegshandlungen.
      Je nachdem ob da eine vergewaltigte Unverheiratete oder deren Vergewaltiger hingerichtet wird ist das Ausmaß meines Mitleids für den verurteilten Straftäter auch stark unterschiedlich ausgeprägt.

      Ich habe aber stattdessen ein anderes Beispiel, das eher in die Kategorie „Banalität des Blöden“, pardon, des Bösen im Krieg gehört:

      https://en.wikipedia.org/wiki/No_Gun_Ri_massacre

      Die Führung des Imperiums hatte, bis rauf zum Generalmajor, von Koreanern so wenig Plan daß sie die Vernichtung von südkoreanischen (== „verbündeten“) zivilen Flüchtlingen anordnete weil darunter eingesickerte feindliche Agenten sein könnten.

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