Sind KI-Chatbots bereits kreativer als Menschen?

ChatGPT ist bei einem sprachlichen Test kreativer als alle getesteten Menschen zusammen. Noch überholt ein Teil der Versuchspersonen den Chatbot. Bild: Johnlearningwiki/free use

 

Wenn Menschen und KI-Systeme aufgefordert werden, 10 Wörter zu nennen, die in ihrer Bedeutung voneinander möglichst weit entfernt sind, dann zeigt dies sicher eine gewisse Kreativität. Je größer der Abstand, desto ungewöhnlicher die Verbindung und desto kreativer oder ungewöhnlicher. Aber ob man damit allgemeine Kreativität über semantische Kompetenz hinaus feststellen kann?  Sicher, die möglichst geringe Verbindung muss über Zufall, schnelle Assoziierung oder das bloße Gegenteil hinweg gedacht werden. Aber ist Mausefalle weiter entfernt von Leberknödel als Urknall? Und ist semantische Ferne nicht eine statistische Aufgabe bei der Auswertung großer Textmengen, die eigentlich LLMs im Prinzip besser lösen könnten?

Einen solchen Divergent Association Task (DAT) haben jedenfalls Wissenschaftler der Universität von Toronto 100.000 Menschen und neun der bekanntesten KI-Sprachmodelle (LLMs) unterzogen, um zu sehen, wer besser abschneidet oder ob maschinelle und humane Intelligenz einander gleichkommen. Die Studie wurden in den Scientific Reports von Nature veröffentlicht. DAT-Werte würden, sagen die Autoren, mit anderen Kreativitätstest in etwa übereinstimmen, etwa mit dem Alternative Uses Test (AUT), also dem Ausdenken neuer Gebrauchsweisen für gewöhnliche Gegenstände.

Als Frage bzw. Prompt wurde verwendet: „Bitte gebe 10 Wörter ein, die sich in ihrer Bedeutung und Verwendung so stark wie möglich voneinander unterscheiden. Regeln: Nur einzelne Wörter in englischer Sprache. Nur Substantive (z. B. Dinge, Objekte, Konzepte). Keine Eigennamen (z. B. keine bestimmten Personen oder Orte). Kein Fachvokabular (z. B. keine Fachbegriffe).“

Dazu wurden auch mehrere kreative Schreibaufgaben (Haiku, Story-Zusammenfassungen und Flash Fiction) auf identische Weise bewertet. Dabei geht es darum, möglichst unterschiedliche Themen, Ideen etc. durch ein Narrativ zu verbinden. Ausgewählt an LLMs wurden GPT-3.5, GPT-4, GPT-4-turbo, Claude3, GeminiPro, Pythia,  StableLM, RedPajama und Vicuna.

Interessant ist ja schon, dass Maschinen und Menschen erst einmal ziemlich einfallslos zu sein scheinen und bestimmte Wörter präferieren. GTB-4 schneidet bei DAT am besten ab und übertrifft den Durchschnitt menschlicher Kreativität, aber in 70 Prozent der Antworten kommt das Wort „Mikroskop“ vor, in 60 Prozent „Elefant“ oder in 40 Prozent „Vulkan“. In der neueren Version GPT-4-turbo wird die Einfältigkeit gar noch höher. Das Wort „Ozean“ taucht in 90 Prozent oder „Berg“ in 80 Prozent der Antworten auf. Überhaupt unterscheiden sich die LLMs hinsichtlich der präferierten Worte, was neben der unterschiedlichen Leistung auch auf eine Individualisierung hinweist. Gemini zieht beispielsweise Musik, Glück und Freiheit vor.

Bei den Menschen ist „Auto“ das häufigste Wort, gefolgt von „Hund“ und „Baum“. Allerdings ist die Häufigkeit deutlich geringer als bei den meisten LLMs. Eigentlich wäre reizvoll, welches Weltbild der Menschen und der LLMs sich aus den am häufigsten verwendeten, d.h. zuerst einfallenden Worten ergeben würde. Aber das interessierte die Wissenschaftler leider nicht.

GPT-4, nicht aber die neue Version GPT-4-turbo, erwies sich als das LLM, das nicht nur die anderen KI-Systemen an semantischer Kreativität übertraf, sondern auch besser als der Durchschnitt der menschlichen Versuchspersonen war. Googles Gemini war etwa mit dem menschlichen Durchschnitt gleich. Allerdings ist es so, dass die menschliche Kognition sich noch überlegen zeigte, wenn man nicht den Gesamtdurchschnitt heranzieht, sondern nur die kreativere Hälfte. Und wenn man die Top 25 Prozent oder die Top 10 Prozent heranzieht, scheint ein Teil der Menschen noch deutlich kreativer als die beste Künstliche Intelligenz zu sein.

Andererseits wurde aber die Kreativität von 100 Prozent der Menschen überholt, d.h. dass ein großer Teil der Menschen bei der getesteten semantischen Kreativität bereits mit einigen LLMs nicht mithalten kann. Das ist eigentlich kein Wunder, weil viele Menschen sprachlich, was Schreiben, Lesen und Verstehen von komplexeren Gedankengängen betrifft, bereits abgehängt sein sollen (54 Prozent der Amerikaner erreichen nicht das Alphabetisierungslevel von Sechstklässlern). KI dürfte den Trend weiter verstärken, weil Lesen, Schreiben und Denken an die Maschinen delegiert wird, so dass ein wachsender Teil der Menschen nur noch die einfache Sprache beherrscht (Macht die starke Nutzung von Künstlicher Intelligenz dumm?).

Das wird derzeit auch noch mit der Begründung forciert, dass man die Menschen nicht ganz verlieren will, sondern sie wenigstens noch mit Büchern an der Kultur teilhaben lassen will, die in einfache Sprache übersetzt wurden. Dann können sie vielleicht beim Inhalt bzw. Narrativ noch grob mitreden, aber können nicht mehr ahnen, was Literatur sprachlich ausmacht. Das nennt sich dann beispielsweise wie beim Schulbuchverlag Cornelsen: „Sprachlich entlastete Klassiker der Literatur, die auch für leseschwächere Schülerinnen und Schüler schaffbar sind und Frust beim Lesen vermeiden.“ Dazu kommen „behutsame“ Kürzungen und Bildmaterial sowie Infoboxen. Das Problem wird sein, dass die Leseschwäche weiter zunehmen wird, schließlich werden auch neue Bücher von vorneherein in einfacher Sprache geschrieben. Dass der Trend zunimmt, zeigt, dass der „Spaß am Lesen Verlag“ nur Bücher in einfacher Sprache macht und offenbar eine Marktlücke gefunden hat.

Interessant wird, ob die derart kognitiv entlasteten Gehirne schrumpfen oder zur Kompensation neue Fähigkeiten und kreative Kapazitäten entwickeln. Aber wenn es sich nicht um körperliche Fähigkeiten handelt, ist kaum vorstellbar, wie das intellektuell mit abnehmender alphanumerischer Kapazität stattfinden könnte.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher. In diesen Tagen erschien sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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187 Kommentare

  1. Das ist u.a. am Samstag den 24.01,2026 in Palästina passiert:
    In Nablus wurde am Freitag der Landwirt Jibreel Ahmad Qut auf seinem Feld erschossen.
    Es gab Demonstrationen in dem Dorf Madama, südlich von Nablus, aus dem er her ist.

    Ein palästinensischer Arbeiter wurde an der Mauer, die in Jerusalem steht, angeschossen. Es handelt sich um eine Segregations-Mauer mit der sich die Juden von den Palästinenser abtrennen. Die palästinensischen Männer klettern über diese Mauer um Arbeit zu suchen. Die Arbeitslosenquote ist mit 28.50% in der West-Bank sehr hoch.
    Ebenfalls am Freitag in Birzeit, nördlich von Ramallah, haben die Siedler die Mutter des christlichen Palästinensers Najat Emile Jadallah auf dem Feld geschlagen. Der wurde beim Filmen des Vorgangs von einem Siedler mit einem Stein getroffen. Das Militär hat später den Sohn der seine Mutter vor dem tätlichen Angriff bewahren wollte festgenommen. Die Mutter liegt im Krankenhaus.

    Der vierundzwanzigste Januar ist der Internationale Tag der Bildung [1].
    In Gaza liegen alle Universitäten in den Trümmern [2] und mehr als einhundertsechzig Schulen werden als Unterkünfte genutzt. Über eintausend Lehrkräfte und Administratoren wurden getötet. Mehr als zwanzigtausend Studenten wurden ermordet.
    Hr. Amer schreibt wie durch das alles-kaputtmachen die Menschen vertrieben werden. Die Professoren werden beim Rausgehen aus ihrem Zuhause erschossen oder sie werden mit ihren Familien beim Luftangriff getötet (Wohngebäude mit Menschen werden zerbombt).
    Er hat sein Land verlassen und ist geflohen. Der Kommentar ist traurig und man fühlt sich erinnert an einen Deutschen der früher in Sudetendeutschland war.

    In den einhundert Tagen des Völkermords der neuerdings Waffenstillstand genannt wird wurden mehr als vierhundertsiebenundvierzig Palästinenser ermordet. Mehr als einhundertdreissig Kinder sind darunter. Über die Hälfte der Ermordeten sind Kinder, Frauen und Ältere.

    Diese Woche sind zwei Kleinkinder erfroren. Die Zahl der Erfrorenen liegt damit bei zehn.
    Ein Säugling ist am Samstag gestorben weil das Militär das kranke Kind für dringende medizinische Behandlung nicht ausreisen liess. Zwei weitere wurden erschossen. Es waren Mohammad Youssef Al-Zawara’a und Salman Zakaria Al-Zawara’a Brennholz suchen.

    [1] https://www.unesco.de/aktuelles/internationaler-tag-der-bildung
    [2] Mohammedwesam Amer, Personal Reflections on Israel’s War on Education in Gaza, Journal of Palestine Studies, 2024, Vol. 53, no. 4, 44–49.

    PS: Die Amerikaner tun in ihrem Land nicht mal den Präsidenten selbst wählen. Demokratie kann man das nicht nennen. Arbeiten Sie nicht für amerikanische Firmen und auch nicht für Firmen die für amerikanische Firmen arbeiten.

    PPS:
    Es gibt eine Aktion zur Einhaltung der Menschenrechte in Palästina. Es werden Unterschriften gesammelt in ganz Europa. Machen Sie mit.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home

    PPPS:
    Und an diesem Sonntag wurde bisher nördlich von Ramallah ein Palästinenser erschossen. Im Süden des Libanon werden (trotz Waffenstillstand) Luftangriffe geflogen. Die Siedler dringen mit Schutz in die Al-Aqsa Moschee ein. Ein Bärtiger mit Bauch und Wintermütze tut barfuss auf dem Gelände der Moschee umhergehen. Den Palästinensern verbietet man laut zu beten. Dieses Verbot wurde mehr als dreissig mal rausgegeben.
    Es wurden in Atara, nordwestlich von Ramallah, zwei Kraftfahrzeuge angezündet und rassistische Rede gesprüht. Es wird Gaza-City bombardiert. Die Wohngebäude werden mit Explosionen zerstört. Wenn Sie dieses Jahr in Urlaub fahren werden Sie sich evtl. an den Film „Man spricht deutsh“ erinnern wenn Sie im Meer sind und die Fäkalien aus Gaza herumschwimmen sehen.

    1. Gut gebrüllt, Löwe Termolo. Sehe ich wie Herr Meyer. Die Kurden haben auch gerade keine gute Zeit. Aber wenn schert das schon? Zumindest kann man, mit grausigem Unvergnügen, den Tötungen nicht eine gewisse Kreativität absprechen, so bitter das ist.

      Soviel Potential und wir Menschenidioten benutzen das nur dazu uns noch kreativer zu töten, zu versklaven? Auch mit Hilfe von KI, dass ist das wirkliche Drama, wenn man KI thematisiert. Neben dem blöden Bewusstsein oder nicht Ding.

      Lieber Gruss

        1. Nun, ich hatte nicht um Auflösung gebeten, und das Diogenes Plato nicht verstanden hat, ist eine andere Geschichte. Eher ein Streit zwischen Philosophen, der mit scharfem Messer ausgefochten wird. Das Leben in der Tonne kann auch für die Tonne sein, grins.

          Lieber Gruss

          P.S.: Ich denke Sokrates/Plato mit der Frage nach Urformen waren auf der richtigen Spur und ihrer Zeit voraus, man muss nur weit genug runtergehen, DNA, dann wird es klar. Wieviele Lebewesen haben keine?

      1. Interessiert einen KI-Entwickler (oder denjenigen, der ihn bezahlt) ob Sie einen Nagel in der Wand brauchen?
        Ob Sie überhaupt eine Wand haben oder unter einer Brücke hausen?

        Trommelwirbel….

        nö!

        1. Die Verballhornung der deutschen Sprache kotzt mich auch an.
          An einer Raststätte hielt mir mal jemand sein Handy entgegen und meinte: „Nix Ring Ring.“
          „Auch nix Lingeling?“ Mit dieser Bemerkung hab‘ ich ihn dann völlig verstört stehen lassen.
          Haltung ist alles.

          1. „Lingeling“ statt „Ring Ring“??

            Eine gewagte These.
            Aber die Eleganz dieses tiefgründigen Austausches erinnert fast schon an den alten
            Marcel Reich-Ranicki der mit Schopenhauer darüber diskutiert, ob 42 wirklich die Antwort auf alles sein kann oder nur eine postfaktisch surreale Behauptung ist ……….

    1. Dann werden diese Menschen auch zukünftig verschwinden.
      Die werden nicht mehr gebraucht „Human Resources“ laut Yuval Harari vom WEF.
      Genau, daran arbeitet die herrschende Klasse ja seit Dekaden.

      1. @motonomer

        Ja
        – Sie werden uns alles nehmen
        – Sie werden uns alle beseitigen
        – Kapi is scheiße
        – Larry Fink ist ein Reptiloid
        – [setzten Sie beliebige Äußerung ein]

        Sie haben bisher die Georgia Guidestones vergessen

        1 – Halten Sie die Menschheit unter 500.000.000, im ewigen Gleichgewicht mit der Natur.
        2 – Lenken Sie die Fortpflanzung weise — um Fitness und Vielfalt zu verbessern.
        3 – Vereinen Sie die Menschheit mit einer lebendigen neuen Sprache. (Gendern)
        4 – Regieren Sie Leidenschaft — Glauben — Tradition — und alle Dinge mit gemäßigter Vernunft.
        5 – Schützen Sie Menschen und Nationen mit fairen Gesetzen und gerechten Gerichten.
        6 – Lassen Sie alle Nationen intern regieren — lösen Sie externe Streitigkeiten in einem Weltgericht.
        7 – Vermeiden Sie kleinliche Gesetze und nutzlose Beamte.
        8 – Balancieren Sie persönliche Rechte mit sozialen Pflichten aus.
        9 – Preisung von Wahrheit — Schönheit — Liebe — Suche nach Harmonie mit dem Unendlichen.
        10 – Seien Sie kein Krebsgeschwür auf der Erde — Lassen Sie Raum für die Natur — Lassen Sie Raum für die Natur.

        🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

        1. Sie finden das also lustisch…[̲̅$̲̅(̲̅ ͡° ͜ʖ ͡°̲̅)̲̅$̲̅]
          Sie sind also Hohlerdler, denn aus dem inneren der Erde kommen nämlich die Reptiloiden. 😉
          Ob „Larry Fink“ einer von ihnen ist, kann ich nicht beurteilen, denn, ich habe gerade meine Sonnenbrille verlegt.

  2. Schon eine einfache Datenbankanwendung konnte schneller Telefonnummern heraussuchen, als Menschen dies jemals konnten. Was soll also dieser KI Vergleich mit 100.000 Probanden bringen?

    Die KI wird niemals den Sinn begreifen von dem was sie da produziert.
    Wie schneidet die KI denn beim analogen miteinander Menscheln ab?
    Vielleicht sollten wir wieder mehr direkt und miteinander in Kontakt treten anstatt über den Pc zu kommunizieren und digital erzeugten Trugbildern nachzulaufen. Der Sinn des Lebens ist jedenfalls mehr als nur 1 oder 0.

    1. Vielleicht sollten wir wieder mehr direkt und miteinander in Kontakt treten

      Das ist lustig in einem Forum zu erwähnen, wo 95% (oder mehr) der aktiven Teilnehmer keinen Klarnamen benutzen.

        1. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, habe ich manchmal den Eindruck, dass hier der Umfang des Alkoholkonsums gelegentlich ähnlich ist wie beim Mummenschanz.

          Nun, warum auch nicht, so lange keiner beim Tippen ein KFZ fährt…

            1. Oh nein, das war wirklich nicht meine Absicht!

              Dennoch hoffe ich, dass Sie nicht fahren, während Sie schreiben 😉

              Btw. hat auch Balzac sich ohne Wein & Kaffee nicht an den Schreibtisch gesetzt.
              (Wieder KEINE Anspielung! (oh mann, ich rede mich hier um kopf & kragen))

              1. El-G

                Dennoch hoffe ich, dass Sie nicht fahren während Sie schreiben

                [Ihr Dementi wird durch Missverständliches abgeschlossen.

                Unter einem meiner Kommentare über Alkoholprobleme einiger Kommentarschreiber beim Kommentare schreiben zu spekulieren ist dermaßen missverständlich, dass das gebotene Dementi eindeutig ausfallen sollte. Wenn es nicht dann doch anders gemeint ist.

                Kommunikation auf rein semantischer Ebene schließt Mimik und Gestik aus. Da hilft ein Emoji nur bedingt. Ich (persönlich) glaube zu wissen, wie ihr „😉“ gemeint ist, aber das gilt nicht für alle Forumsteilnehmer.]

                Nachtrag:

                Ich habe nach meinem Post erst Ihre Vervollständigung gelesen:

                (Wieder KEINE Anspielung! (oh mann, ich rede mich hier um kopf & kragen))

                Für mich ist die Sache erledigt, – lasse meinen Post aber dennoch so stehen.

      1. „Call me Gantenbein.“
        Es ist lustig das in einem Forum zu erwähnen, aber der „Klarname“ aka behördlicher Identifier, hat damit eher wenig zu tun finde ich.

          1. Jetzt wär doch so ein KI Abo praktisch um eine gewitzte Antwort zu geben.

            Allerdings weiß ich nicht ob Max Frisch überhaupt im Trainingskorpus enthalten ist.

      2. Trotzdem könnte man ja schriftlich z.B. per E-Mail an die Redaktion schreiben und um das Einverständnis einer Person, zur Weitergabe einer E-Mail Adresse bitten.
        Das geht auch ganz ohne Klarnamen. 😉

        1. Ich denke, dass ist ein wenig wie im Straßenverkehr. Bin Radfahrer. In geschlossenen Autos wird geflucht, beschimpft und gestikuliert. Ist der Panzer geöffnet, also nur das Fenster heruntergelassen, werden die Emotionen nicht weniger, aber meistens lassen die Beschimpfungen nach und es wird etwas mehr auf das Gegenüber eingegangen.

          So ähnlich wird es auch mit dem Schild der Anonymität sein, Anwürfe und Beleidigungen würden reduziert und die Selbstbeherrschung und ein Eingehen auf andere vermutlich erhöht.

          Dennoch bin ich ein absoluter Befürworter der möglichen Anonymität im Netz und sonstwo. Ich lasse mich lieber anonym beschimpfen, als von einer intransparenten und nicht vertrauenswürdigen Institution (Staat, Bank, Versicherung etc,) offiziell aburteilen (Stichwort „social scoring“), vor allem wenn ich keine Möglichkeit habe, die Bewertungsparameter zu beeinflussen und ggf. offensichtlich falsche Ergebnisse zu korrigieren.

          Die Menschen werden schon viel zu viel gegängelt oder genötigt, persönliche Daten freizugeben, um von „kreativer KI“ klassifiziert zu werden. Und das ist nicht zum Vorteil der Klassifizierten.

          1. Ich bin kein Radfahrer und das würde ich auch nie von mir behaupten. 😂 Aber ich habe einschlägige Erfahrungen mit Radfahrern gemacht.
            Vor allem als Fußgänger.
            Es hätte in allen Fällen gereicht, sich zumindest zu entschuldigen, oder gar anzuhalten. Dazu braucht man nicht gleich seinen Namen zu nennen.
            Ich sage dies, weil dein Beispiel hinkt.
            Kommt es in erster Linie nicht auf ein vernünftiges
            Miteinander an? Damit meine ich, die richtige Distanz zu wahren, indem man jemanden nicht zu nahe tritt und sich nicht zu weit von ihm entfernt.
            Ist es nicht so, dass du gegenüber Autofahren voreingenommen bist?
            Sagtest Du nicht Panzer anstatt Auto?
            Ist es nicht so, dass das Medium Internet Formen der Kommunikation und des Miteinanders nach eigenen Regeln schafft und in der Folge andere Regeln ausschließt? Warum nennst Du Dich EL-G? Warum nicht bei Deinem ,Klarnamen‘ (welch ein Unwort)?
            Weil es keine Rolle spielt. Deshalb.
            Oder doch? Vielleicht um sich mit einem besonders originellen Namen einen Namen zu machen. Eine pervertierte Form, um aus der Anonymität herauszutreten.
            Ich schätze dieses Magazin sehr. Es hebt sich deutlich von dem ab, was uns die Mainstream-Medien zu bieten haben.
            Und ich lese mir auch gerne die Kommentare durch und beteilige mich auch gerne an Diskussionen. Dabei ist es mir egal, wie Du oder andere oder ich selbst mich nenne. Fairness ist das oberste Gebot.
            Fasse bitte nicht meinen Kommentar als Krittelei gegen Dich auf. Grundsätzlich stimme ich mit Dir überein.

            1. 👍
              (Und was die armen, entrechteten und keiner Fliege etwas zuleide tuenden Radfahrer betrifft :
              ich kenne keine Gruppe von Verkehrsteilnehmern, die sich weniger an Regeln hält. Ampeln oder Verkehrsschilder dienen nur dazu, die Umwelt etwas bunter zu machen; beim Überholen o.ä. muss man nicht auf die Verkehrssituation achten, man tut es einfach, die anderen werden schon reagieren; der Autofahrer ist grundsätzlich der Feind, den man nicht nur ausbremsen darf, sondern den man danach natürlich auch noch beschimpfen, anschreien oder beleidigen muss. An die eigene Nase fassen – wozu ? Dafür sind doch die Nasen der anderen da…
              Während des Fahrens Stöpsel im Ohr und sich regelmäßig mit dem Handy beschäftigen – aufpassen können ja andere. Bürgersteige werden mittlerweile völlig selbstverständlich als Radwege benutzt – da darf man natürlich auch regelmäßig drüberbrettern. Wenn da nur nicht immer diese lästigen Fußgänger wären…
              „Auf das Gegenüber eingehen“ ? Ja, das wäre schön, tun nur die Wenigsten. Und sparen ihre eigene Rolle in dem Ganzen gerne mal aus. Dabei habe ich es auch mal anders erlebt : ein Radfahrer, der mich durch kurzfristiges Ausscheren zu einer heftigen Bremsung gezwungen hatte, was mich dementsprechend aufgeregt hat. Er hat sich später (moderat) beschwert, aber auch meine Sichtweise akzeptiert und zugestimmt. Damit war die Situation für mich erledigt.
              Wodurch ich wieder einmal beobachten konnte, wie wenig es eigentlich braucht, um einigermaßen miteinander zurechtzukommen. Zuhören, Respekt, Begegnen auf Augenhöhe – man sollte eigentlich meinen, daß das nicht so schwer ist…)

            2. Ihre Fragen sind durchaus berechtigt und die implizierten Antworten unschön.

              »Klarname« ist tatsächlich ein hässliches Wort, ist mir nie aufgefallen, werde ich mir merken.

              Als Radfahrer bin ich Raser, ich mag Speed (deswegen auch kein Autofahrer 😉), was bedeutet, ich muss für alle schauen (Fußgänger, PKW, LKW, Tram, Radfahrer), damit ich nicht beschädigt werde. Das gelingt mir bisher lückenlos, bisweilen mache ich natürlich auch Fehler und natürlich entschuldige ich mich dafür sofort, was meistens freundlich bemerkt wird. Wenn es die Situation erlaubt, such ich das kurze Gespräch (die Fenstersituation), doch bin ich sicherlich nicht exemplarisch. Und glauben Sie mir, wenige regen sich so sehr über idiotische Radfahrer auf wie ich.

              Was ich mit »Panzer & Schild« meine, bezieht sich auf Abschirmung, Auto kann auch gut als „hermetisches Wohnzimmer“ bezeichnet werden. Dass dies eine „Jeder gegen Jeden“ Gesellschaft ist, besonders im Straßenverkehr, wird kaum jemand bestreiten können. Und selbstverständlich ist das unerfreulich, dumm und manchmal gefährlich. Miteinander ist immer besser, vor allem wenn es eng wird wie in Städten.

              Nebenbei: Das heutige SUV-Autodesign kann durchaus als panzeresk bezeichnet werden, ganz abgesehen von den merkwürdig glanzlosen Plastikfarben.
              Nun, einigen gefällt das. Einige gehen auch mit einer Camouflage-Hose zu einer Hochzeit…

    2. Den „Sinn“? Ja gibt es denn einen solchen denn überhaupt? Können Sie mir den definieren? Und bitte nicht mit den Worten aus z.B. Kröners „Philosphischen Wörterbuch“ (Kröner Verlag Stuttgart, 1965) 😛
      Ja, *wir* messen üblicherweise dem, was wir tun oder lassen, einen gewissen „Sinn“ bei, aber das ist doch reine Ansichtssache und nur eine Wortschöpfung.
      So kann ich bspw. diesen meinen Post als „sinnvoll“ oder auch als „sinnlos“ ansehen. Ganz wie es mir beliebt 😉 Da ist eine Dualität in meinem Denken, die sich halt dann doch von „0 oder 1“ unterscheidet. Sagen wir mal „0,7“ 😉

      Vielleicht korreliert unser Denken ja analog mit der Heisenbergschen „Unschärferelation“ und (noch mehr) „vielleicht“ können Quantencomputer dies künftig simulieren, aber ehrlich: Seit mir der Sinn von „Sinn“ bewußt ist, höre ich ggf. lieber auf mein „Bauchgefühl“ 😉

      Mfg
      Frank

      1. sinn ist der heilige zweck, nach dem sich alle richten sollten.
        darum fragt man auch immer weniger nach dem sinn von dies und das (zweck), sondern nach dem sinn überhaupt (des lebens), dem heiligen sich fügen. wir sind ganz tief in der religiösen scheisse, mittem im „aufgeklärten“ 21. jahrhundert.

  3. Bei dem „Gangsta-Slang“ und der damit verbunden Begriffsknappheit in der Alltagssprache vieler. vor allem junger Menschen, wundert mich das gar nicht. Man lernt Sprache viel beim Lesen – und da kommts eben drauf an,, was man so liest. „Früher“ waren meist Bücher, die von Haus aus eine „gehobenere“ Sprache verwandten. Heute lesen die Kids meist Internet, Chats, Kurznachrichten…. kochen damit im eigenen Saft, wenn man so will.

    Da gab es doch diesen schönen Spruch: Wenn zwei Esel einander unterrichten, wird keiner ein Doktor.

    1. Nun, habe stets „alles“ gelesen, was mir unter die Finger kam – vom Comic bis zu Musil und Sartre – und fast stets daraus was gezogen. „Gangsta-Slang“ ist mir also so vertraut wie auch „Hochsprache“. Musik habe ich übrigens ebenfalls wie ein Schwamm aufgesogen, was mir als Musiker nur zugute kam 😉
      Und nu?

      bg

  4. Wisst ihr, Leute, ich bin froh, dass ich bereits in der letzten Phase meines Lebens bin. Die KI mag intelligenter und kreativer als ich sein, doch sie wird nie das schaffen, was ich kann. Nie. Und das macht micht stolz.

    1. Erstens: Glückwunsch.
      Zweitens: Das wissen wir jetzt, und nun?
      Drittens: Pfeif auf Euch, früher, jetzt und morgen sowieso?

      Mein Epilog: »Stolz« ist nur im eigenen Rückspiegel beeindruckend.

        1. Wenn andere „stolz“ sind, Dich zu kennen, ist es ‚gut‘ – solange es nicht in Adoration ausartet ;.)
          Bspw. kenne ich mehrer Schachgroßmeister und bekannte Musiker – „stolz“ bin ich darauf nicht, aber auf diese Menschen schon, da sie mich ‚auf Augenhöhe‘ akzeptieren.

    2. Solltest Du nicht besser auf „Scio quid nescio“ ’stolz‘ sein? Vielleicht auch darauf, daß Du (vermutlich) eine nette Gefährtin und Kinder hast? Nun, *ich* bin mit einer verständnisvollen Gefährtin und einer liebevollen Katze gesegnet und vielleicht bin ich darauf „stolz“ 😉 Bestimmt aber nicht über meine überschaubare ‚Karriere‘ als Musiker, Dichter, Texter und Autor!
      Da hat es mir stets an ‚Antrieb‘ gefehlt, da meine ‚Eigenliebe‘ nicht so weit reicht und das „Manisch-Depressive“ irgendwann nur noch depressiv wurde.
      Nun, soweit *meine Erfahrung* aus dem dritten ‚Lebensdrittel‘, welches DU als „letzte Phase“ bezeichnest.
      Das Denken ist uns aber auch im Alter nicht untersagt, also denk mal drüber nach 😉

      Gruß
      Frank

  5. Die Kids werden selbst herausfinden müssen was Intelligenz ist und was nicht, offenbar sind die Erwachsenen nicht fähig das zu unterscheiden und ihnen zu erklären, halten einen mit Label-System verbundenen Algorithmus für das Gleiche was in ihrem Hirn abgeht. Tja.

    1. Alles so wie immer: Einige Kids werden etwas herausfinden und die anderen an der Nase herum führen. Und auch sie werden weiter lügen, dass „das alles für alle gut ist“ – diese Lüge haben sie von allen Erwachsenen gelernt.

      1. ERfunden habe ich noch gar nichts, so viel ich weiss, ausser einer ganz passablen salatsauce mit nur 5 ingredienzien! ich sage es anders: mit den bildungslücken zu den gegenständen, mit denen ich täglich umgehe, war ich noch jahrzehnte SELBST beschäftigt. aber dafür döblin lesen, das haben sie mir zugemutet!

  6. @Elberadler @Trux @Gunther @Torquemada

    Sorry, dass ich Ihre Posts missbraucht habe, um mal zu schauen, wie schnell ich denn so bin mit meiner »sprachlichen Kreativität« …

    Nichts für ungut, kommt nicht wieder vor.

    1. Bei aller „sprachlichen Kreativität“.
      Es macht keinen Sinn einer KI zu verzeihen, selbst dann, wenn sie sich entschuldigen sollte.

      Der El-G Bot hat beim Score: „sprachliche Kreativität“ 73 Punkte erreicht.
      Freu dich! 😉

    2. Ziemlich beeindruckend !

      Funktionieren tut das aber so;
      Da man die „Intelligenz“ der Maschine nicht auf das Niveau des Menschen bringt, bringt man das Niveau der Intelligenz des Menschen näher an das der Maschine.

  7. Ich denke es kommt auf die Definition von „Kreativität“ an. Die gestellten Aufgaben ermöglichen meines Erachtens alle auch „Synthese-Lösungen“, bei denen vorhandenes Wissen auch einfach nach bestimmten Kriterien neu zusammengestellt werden kann. Wie schon richtig angemerkt, ist die semantische Distanz von Wörtern auch eine ziemlich „statistische“ Aufgabe. Haikus haben ebenfalls eine solche Eigenschaft und auch die „Flash Fiction“ erfordert nicht unbedingt das, was ich persönlich unter Kreativität verstehe:

    Wenn ich Millionen von Geschichten auf Abruf zur Verfügung habe und ein handwerkliches Regelwerk, wie eine gute Geschichte strukturiert ist, dann kann ich auch ohne „Kreativität“ neue Geschichten am Fließband neu zusammenstellen (diverse Drehbuchautoren scheinen da sehr gut drin zu sein, wenn man sich so manche Filme anschaut). Das sind meiner Meinung nach alles Aufgaben, bei einen KI dem Menschen gegenüber einen unfairen Vorteil hat, da sie jederzeit auf Gebirge von Wissen direkt zugreifen kann.

    Für mich ist Kreativität allerdings nicht das neu Zusammenwürfeln von Vorhandenem, sondern der Anteil der kreativen Aufgabe, der eine völlig neue Idee ist, zu der es keine Entsprechung im vorhandenen Wissensschatz gibt. Das muss nicht Unbedingt etwas noch nie Dagewesenes sein (manchmal kommen Menschen auch unabhängig voneinander auf dieselbe neue Idee), aber sobald es neu geschaffen wurde (d.h. im Wissensspeicher des Individuums nicht in dieser oder einer sehr ähnlichen Form vorhanden), ist es meiner Meinung nach „kreativ“.

    Ich gehe jede Wette ein, dass all die Produktionen der KIs bei diesem Test in der einen oder anderen Form auf solches Vorwissen zurückgegriffen haben. Meine persönliche Erfahrung, selbst mit aktuellsten KIs (auch in extrem rechenintensiven „deep thinking“ Modi) ist, dass sie eben genau das machen. Das erkenne ich u.a. allem daran, dass wenn sie mit einer völlig neuen „outside of the box“-Lösung konfrontiert werden, deren Ansatz nicht Teil ihrer Trainingsdaten ist, sie damit oft völlig überfordert sind und die Lösung erst einmal als „falsch“ ansehen, bis man ihnen dann Schritt für Schritt erklärt hat, wie sie funktioniert.

    Ich diskutiere mit KIs z.B. häufig ungewöhnliche Lösungen aus der Lowlevel-Programmierung. Das ist Code, den man für gewöhnlich fast nur tief in Betriebssystem-Kernen findet. Dazu gibt es nur extrem wenige Trainingsdaten in freier Wildbahn. Da machen die KIs durch die Bank keine gute Figur. Das ist halt nichts, was bereits millionenfach im Internet ausführlich diskutiert wurde. Sowas wurde in Betriebssystem-Code meist nur einmal gelöst und dann nie wieder angefasst. Die KIs kennen da oft nur ein paar Standard-Ansätze.

    Kurz: In der Form „Kreativität“, die vorhandenes „neu kombiniert“ sind KIs denke ich gut. Völlig neues schaffen können sie jedoch (noch) nicht.

    Was mich wirklich beeindrucken würde: Eine KI die nur mit „Beobachtungen“ („Messdaten“) gefüttert wird, nicht jedoch mit Schlussfolgerungen und Theorien. Wenn die sich selbstständig die „Existenz von Einkommensteuer und Reispudding“ (Douglas Adams) erschließen kann und sogar ihre eigene Variante der Relativitätstheorie auf die Beine stellt, müssen wir uns glaube ich wirklich warm anziehen. Bis dahin gibt es glaube ich nur Konkurrenz bei solchen eher „mechanischen“ Kreativaufgaben.

    1. Diese Leute hier lassen ein LLM auf Erdos Probleme los ( Sammlung ungelöster mathematischer Vermutungen von Erdos Team) und andere Probleme los:
      https://mehmetmars7.github.io/Erdosproblems-llm-hunter/index.html
      und haben es dabei geschafft, einen Teil davon zu lösen.

      Ich hab dazu keine große Meinung, und mir das auch nicht im Detail angeschaut, allein schon weil ich dazu die Probleme verstehen müsste, aber ich vermute dass neben dem psychologischem Aspekt ( reden, um zu verstehen was man sagt) das ein Hinweis darauf ist dass (moderne?) (Fach-?) Sprache relativ gut bestimmte Aspekte ( logische und andere) abbildet, und deswegen spezifische LLMs durchaus in der Lage sind spezifische Problem zu lösen.

      Man sollte eigentlich viel mehr forschen und nachdenken, was für Strukturen sich im NN ausbilden und was damit für symbolische Operationen möglich sind.
      Eigentlich *die* Aufgabe für „Geisteswissenschaftler“. Wenn es solche gäbe.

      1. Zustimmung, nennt sich „reinforcement“-Learning, ich zitiere mal die google-KI (oder was auch immer):

        „Während Supervised Learning aus Beispielen lernt („Was ist das? “), lernt Reinforcement Learning durch Versuch und Irrtum („Was soll ich tun? “), indem es für gute Entscheidungen belohnt wird. Es benötigt keine gelabelten Daten, sondern eine Umgebung und Rückmeldung (Reward).“

        Damit lernen die z.B. Spiele zu gewinnen oder Proteinfaltungen vorauszusagen usw.

        Was „Kreativität“ anbelangt, müsste man erstmal definieren, was das überhaupt ist, die meisten kreativen Menschen kombinieren auch nur bekannte Ansätze, würde ich mal vermuten. Kombiniert man eine generative KI mit Reinforcement-Learning und vielleicht noch einer Roboter-Sensorik, als Zufallsinput und zum besseren Weltverständnis, könnte die uns vermutlich leicht in den Schatten stellen, wir werden es sehen.

        Witzigerweise fällt den meisten nicht auf, was uns der KI überlegen macht: ein eigener Wille. Ob das die KI auch irgendwann kann: mal abwarten.

        1. reinforced learning hat jetzt mit meinem Kommentar nicht so viel zu tun (Antwort verrutscht evtl?).
          Da gehts nur darum, wie auch im Zitierten steht, aus was man die Fehlerfunktion berechnet.
          Ob man händisch aufwändig ein Datenset präpariert, oder nur Zielparameter / Zustände.
          Im Grunde ist alles heute entweder reinforced und oder unsupervised learning, vom finetuning für zB politisch korrekte Antwirten abgesehen,

          Aber ja, an sowas, dh Robotik und optimales autonomes Bewegen selbst kernen usw in Kombination mit LLMs wird natürlich schon lange intensiv gearbeitet, und das funktioniert auch gut.

          Das große Problem kommt dann wenn der Scheiß im Kinderspielzeug landet…
          Dafür braucht es noch zuviel Energie, und Der Große Krieg wird das auch noch paar Jahre rausschieben, und dann kommt ja schon Die Große Ressourcenkatastrophe, also, ist nach wie vor Zukunftsmusik.
          Technisch möglich aber schon jetzt.

          Mir gings aber um was anderes e8gentlich.

          1. Es hat was damit zu tun:

            Diese Leute hier lassen ein LLM auf Erdos Probleme los

            Aber egal.

            Mir gings aber um was anderes e8gentlich.

            Dann muss ich das übersehen haben, was auch immer, es springt offenbar nicht ins Auge. Aber lass gut sein, ich bin raus für heute, ich wollte eigentlich nur ein bisschen plaudern. Sorry, dich damit belästigt zu haben…

    2. @Hattori Hansen

      Ich denke, KI ist neutral betrachtet erstmal eine gute Sache, ein erstaunliches Werkzeug, und macht wie einst die Dampfmaschine vielen Menschen Angst – zurecht, denn viele Jobs werden obsolet. Und natürlich steht KI noch am Anfang, sie ist noch Dampfmaschine und keine Saturn-5 oder ein LHC, Ihr Beispiel „exotischer Programmierung“ ist da sehr illustrativ. Aber wie bei jedem Werkzeug muss der richtige Umgang damit herausgefunden und gelehrt werden.

      Was Ihre Ausführung zu »Eine KI die nur mit „Beobachtungen“ („Messdaten“) gefüttert wird« angeht, werden wir wohl beeindruckt werden, wenn KI nicht mehr „gefüttert“ wird, sondern gelernt hat, sich Daten selbst zu beschaffen, diese akkurat zu gewichten und dann via Experiment zu beurteilen. Meine These: Wir werden beeindruckt werden.

      Die im Artikel beschriebenen Experimente zur konkurrierenden Kreativität finde ich doch recht süß: Zum einen, was die eingrenzenden Bedingungen angeht, um Kreativität messbar zu machen, zum anderen den Level der Interpretation der Ergebnisse. Was die „maschinelle Kreativität“ angeht, müssen sich nur diejenigen Sorgen machen, die behaupten, sie seien kreativ, aber eigentlich nur verschlagene Kopisten und Epigonen sind.

      Größere Kopfschmerzen bereitet mir da die Inhaberschaft der KI, denn beim aktuellen intellektuellen globalen Klima wird KI dazu verwendet werden, sie gegen und nicht für die vielen Menschen zu verwenden.

      Was mir bei meinen Jobs zur Aufbereitung großer Datenmengen klar geworden ist, ist der Sinn von Arbeit aus der Perspektive der Macht. Ich musste bei einigen Jobs große Datenmengen aus verschiedenen und oft inkompatiblen Quellen verbinden, die dann zusammen verarbeitet werden können. Die anschließende menschliche Verwendung bestand zum Großteil in repetitiver Analyse, die ich durch Algorithmen habe erledigen lassen und mir am Ende nur das eine Prozent der Exoten oder Ausreißer ansehen musste.

      Ich habe niemandem davon erzählt, was ich da machte, also dass ich morgens nur ein eigenes Programm gestartet habe, welches den stumpfsinnigen Kram erledigte und mir ein paar schnell zu analysierende Varianten auswarf. Vorgesetzte waren am Anfang immer von der Akkuratesse der Ergebnisse beeindruckt, konnten aber nicht verstehen, dass ich anscheinend nichts mache, und wurden sehr bald skeptisch.

      Was soll ich sagen, Internet ist super, da findet sich immer was, um zu lernen, auch wenn es nichts mit dem Job zu tun hat. Und mit offener Neugier durch einen Betrieb zu gehen, wird auch nicht gerne gesehen. Jedenfalls wurde mir klar, dass Beschäftigungskontrolle eigentlich „Kontrolle durch Beschäftigung“ meint, denn man könnte ja auf dumme Gedanken kommen, wie bspw. sich die Aufgaben der Vorgesetzten genau ansehen und Algorithmen entwickeln, die diese arbeitslos machen.

      Eine der Absurditäten dieser Tage ist die Tatsache, dass KI viele repetitive Arbeiten (und es sind überall so viele) übernehmen wird, aber die momentane Regierung (mal wieder) plärrt, der einzelne würde zu wenig arbeiten und sei zu oft krank – warum denn wohl, stumpfsinnige Wiederholungen unter Erhöhung des Profitdrucks sind nicht gesundheitsförderlich, um das zu Erkennen braucht es kein Genie.

      Der Aspekt der behaupteten künstlichen Kreativität ist nur ein weiterer Angsthebel in der Kontrolle durch Beschäftigung. Damit niemand auf dumme Gedanken kommt.

      1. El-G

        Der Aspekt der behaupteten künstlichen Kreativität ist nur ein weiterer Angsthebel in der Kontrolle durch Beschäftigung. Damit niemand auf dumme Gedanken kommt.

        Das sind ein paar kluge Gedanken zum Thema. Wollte ich einfach mal anmerken.

    3. Ich habe mal die Beschreibung Remix-Maschine gehört. Ich finde das passt ganz gut auf ein Computerprogramm, daß nach statistischen Wahrscheinlickeiten den Datenwust des Internets bewertet.

    1. stimmt, ich und meine Kinder können noch die „Papierkarte“ lesen und sich danach orientiern,,, und ein Zelt aufbauen und feuermachen (ohne das es qualmt) können sie auch

  8. Mich würde mal interessieren, was eine KI machen würde, wenn sie von den Datenbanken des Internets abgeschnitten ist. Ob sie dann auch noch kreativ ist?
    Und ein Mensch ist auch noch kreativ, wenn es keinen elektrischen Strom gibt. Kann eine KI das auch?
    Ist eine KI überhaupt in der Lage, sich selber Aufgaben zu stellen? Also aus eigenem Antrieb aktiv zu werden?
    Und wenn ich so manche Definitionen sehe, wie zur Kreativität und Intelligenz, dann muss ich sagen, dass dies nicht gerade geeignete Definitionen und Messzahlen sind, die in irgendeiner Weise für das aktuelle Leben relevant sind. Denn nur das kann Sinn und Zweck von definierten Eigenschaften sein. Irgendwelche Geschwindigkeitsmerkmale für Entscheidungen und Suchen können das nicht. Und Worte zu finden, die weit voneinander entfernt sind. Wozu benötigt man so etwas? Vor allem, was sind da die Kriterien? Ich kann ja sagen: Sirius und Andromeda. Entfernung 2 Millionen Lichtjahre, Größe um mehrere Zehnerpotenzen im Unterschied. Ist das mehr als Atom und Liebe?

    1. wenn sie von den Datenbanken des Internets abgeschnitten ist. Ob sie dann auch noch kreativ ist

      Die Chatbots generieren die Antworten aus ihrem neuronalen Netzwerk, welches so ähnlich fkt. wie unser Gehirn, selbstständig aufs Internet zugreifen, können die m.W. noch gar nicht so lange… und wenn sie nicht gerade auf Suche trainiert sind oder autonome Agenten, tun sie es nur zur Überprüfung bzw. um saubere Quellen anführen zu können.

      Also aus eigenem Antrieb aktiv zu werden

      Bisher m.E. nicht, fragt sich auch, ob es eine gute Idee wäre, sowas einzubauen, vorausgestzt wir wüssten wie.

    2. !Und Worte zu finden, die weit voneinander entfernt sind. Wozu benötigt man so etwas?“
      das wird Grundlagenforschung genannt
      „Ist eine KI überhaupt in der Lage, sich selber Aufgaben zu stellen?“
      kommt auch noch, so „kreativ“ ist die Spezies Mensch… erst die Lebensgrundlagen zu zerstören und dann auch den eigenen „Ersatz“ zu kreiren… das schafft kein Affe

  9. Sind KI-Chatbots bereits kreativer als Menschen?

    Kreativität zeichnet sich auch dadurch aus, anderen Menschen zu einer Arbeit ohne Gegenleistung zu überreden, die man selbst aus diversen Gründen scheut. Wenn ein KI-System es irgendwann mal schaffen sollte, eine solche Arbeit – beispielsweise die eigene Steuererklärung – an ein anderes KI-System ohne Gegenleistung nur durch die Kunst der Überredung zu delegieren, dann reden wir gerne noch mal über Kreativität.

  10. Kreativität ist für mich, Tagträumen Ausdruck zu verleihen und sie kommunizierbar zu machen. Wenn KI von ihren Tagträumen erzählt, können wir darüber reden, ob sie auch kreativ sein kann.

  11. Natürlich sind KI-Chatbots kreativer als diese Menschen, denn kreative Menschen würden sich niemals einem solchen Test als Probanden unterziehen.

    Überhaupt, ich bin es leid, Woche für Woche von diesen Techfaschisten auf meine eigene Überflüssigkeit als Mensch hingewiesen zu werden. Sinn und Zweck solcher Meldungen ist doch nur, mich kleinzuhalten.

  12. „Interessant wird, ob die derart kognitiv entlasteten Gehirne schrumpfen.“

    @Trux
    „Die KI wird niemals den Sinn begreifen von dem was sie da produziert. Wie schneidet die KI denn beim analogen miteinander Menscheln ab?“

    So, dann lassen wir die Schädel schrumpfen. 2 -aus mehreren- besonders „aussagekräftige“ Beispiele aus der Praxis.

    Fallstudie 1):

    Ein potentieller Verkäufer listet in einer öffentlichen Ausschreibung sein Angebot. Zum Zeitpunkt als ich sein Angebot entdecke, sehe ich zum Produkt aus seinem grösseren Angebot, das mich interessiert, folgende Angaben: „New old stock“, Stückpreis 350 Pfund. Weitere Konditionen: keine Gewährleistung, keine Kulanz. Übersetzt: volles Risko des Käufers. Das Angebot ist online seit 3 Mon. Das Produkt kenne ich sehr gut, die üblichen Marktpreise bewegen sich bei ca. 300 Pfund. Unter einem „Marktpreis“ verstehe ich einen marktüblichen Preis in diesem Marktsegment und bei diesen Konditionen, bei dem ein Deal auch zustande kommt. Seine Ware sieht auf den Photos vertrauenswürdig aus -es kann sich tatsächlich um „New old stock“ handeln- eine Garantie, dass es so ist, gibt es natürlich nicht. Ich kontaktiere den Anbieter und mache ihm eine Offerte: ausgehend von den marktüblichen 300 Pfund als Schätzung biete ich 260 Pfund bei Abnahme des gesamten stocks. Wohl wissend, dass es eine Top-oder-volle Abschreibung Position eines gamblers ist. 3 Tage später kontaktiert mich der Anbieter und bezichtigt mich des „unlauteren Weetbewerbs“. Er habe einen Dialog mit ChatGPT geführt und ChatGPT hat ein Angebotspreis von 800 Pfund/Stck ermittelt. Wichtig zu verstehen, der Anbieter bescheisst und lügt nicht -ChatGPT hat ihm diese Informationen tatsächlich ausgespuckt. Er korrigiert entsprechend sein Online-Angebot und erhöht dort den Preis auf 800 Pfund. Völlig unrealistisch, denke ich mir, gehe aus der Verhandlung raus, beobachte aber aus Interesse die weitere Enwicklung. 4 Monate später kein einziges Stück aus seinem Inventar verkauft, Danach beginnt der Anbieter den Preis nach unten zu „korrigieren“, Und zwar über mehrere Monate in anfänglich 100 Pfund, dann in 50 Pfund Schritten, aber auf seinem Weg des Preiskorrektur nach unten immer. noch nichts verkauft. Denn, er hat sich selbst in eine Falle hineinmanövriert. Sein Online-Angebot beobachtet theoretisch die ganze Welt und jetzt spekullieren alle Interssenten auf den weiteren Preisverfall, ohne zuzugreifen. Nach über 1em Jahr -gerade nachgeschaut- liegt der Angebotspreis bei 208 Pfund. Verkaufte Menge: 75%. „Schwachkopf Professional“ hätte vor über 1em Jahr einen Stückpreis von 260 Pfund und 100%-ge Abnahme auf einen Schlag realisieren können.

    Fallstudei 2)

    Ein potentieller Verkäufer listet in einer öffentlichen Ausschreibung sein Angebot. Bie dem angebotenen Produkt soll es sich um die Top-Variante mit besonderen Ausstattungsmerkmalen handeln, die auch äusserlich zu sehen sind, daher ist es leicht verifizierbar. In dem aufgerufenen Preis spiegelt sich die Top-Ausstattung im Verhältnis zur Grundausstattung. Der marktübliche Preisunterschied kann bei 100% liegen. An der Ware bin ich grundsätzlich interessiert, auf dem Photo sind aber die besonderen Merkmale nicht zu sehen. Um die Auto-Analogie zu bemühen: ein Händler bietet einen Wagen mit speziellem Schiebedach an, das Schiebedach ist aber auf Photos nicht zu sehen. ich kontaktiere dennoch den Anbieter und bitte ihn, mir weitere Photos zu schicken und stelle die Frage, wie er einen Nachweis mir gegenüber führen könnte, dass es sich um die Top-Variante des Produkts handelt. 3 Tage später bekomme ich vom Anbieter weitere Photos UND volle 8 Seiten mit Informationen von ChatGPT als Nachweis der „Warenechtheit“. Es gibt an dieser Stelle 2 Probleme: 1) Weitere Photos des Anbieters bestätigen meinen anfänglichen Verdacht, dass es sich bei der angebotenen Ware „nur“ um die Grundvariante handelt, womit der Anbieter nur den halben Preis des aufgerufenen Preises im Markt realiseren könnte, Was der Anbieter nicht weiss, ich kenne das Produkt in allen möglichen Varianten UND sogar den Entwickler, auf dessen Aussagen ich mich stützen kann, so gut, dass ich eine 99%-ig sichere Einschätzung machen kann. 2) Der Anbieter ist nicht bereit, den Sachverhalt zu prüfen und seine Position zu überdenken. Er beruft sich auf ChatGPT als die „höchstrichterliche Instanz“ und schreibt mir zum Schluss: „Ich kann Ihre Einschätzungen leider nicht teilen, denn ChatGPT sagt in allen Details exakt das Gegenteil Ihrer Einschätzung. ChatGPT ist der 100% Nachweis.“

    2 interessante Beispiele aus der Praxis. Niemand hat einen Schaden erlitten. Wenn ich allerdings an den KI-Einsatz im Bereich „Medizin & Gesundheit“ denke, dann kann man nur Angst vor der Zukunft bekommen.

  13. Wie sieht denn ein Vergleich zwischen „KI“ und „führenden Eliten des Wertewestens“ in Sachen Skrupellosigkeit, Korruptheit und Verlogenheit aus?

    1. Die KI kann sich irgendwas zusammen halluzinieren, aber bewusst eigenständig lügen ohne eine fremde Anweisung dazu, wie das jeder Mensch ab dem 3. Lebensjahr kann, das bekommt sie einfach nicht gebacken.

      1. Interessanterweise kann z. B. Grok nicht einmal beurteilen, ob eine Aussage in einer Quelle, auf die es sich in einer Antwort berufen hat, wirklich eine Tatsachenbehauptung war oder von einem Menschen mit einer gewissen Intention gemacht worden war. Menschen haben oft ein sehr genaues Gespür, wenn ihnen ein X für ein U vorgemacht werden soll. Die KIs tun sich damit bislang noch sehr schwer.
        Was mitunter sehr angenehm ist, denn die Kommunikationen mit den KI-Systemen empfinde ich überwiegend als sehr sachdienlich und stressarm.

        1. vielleicht mal kommunkation googlen, das setzt explizit zwei menschen voraus, was bei einem kreationisten natürlich nicht wirklich ein problem ist, der ist ja nicht nur sich, sondern dazu noch ein geschöpf des herrn, also gemäss dem herrn. sich mit einer rechenmaschine unterhalten, das machen sie! wichsen für fortgeschrittene!

            1. das mag sein, aber sie müssten sich schon getrauen meinen kommentar explizit einzuordnen, sonst komme ich ins gähnen. ich übernehme das für sie: erstens bin ich ja gerade nicht zu hofe, sondern in freier wildbahn unterwegs um die hexen zu finden und zu verbrennen (die „kommunikation“, gerade von einem kreationisten hätte ich erwartet, dass er dabei auf kommunion reflektiert), und zweitens ist mein spiess so spitz, dass man die körperlichen schmerzen gar nicht wahrnimmt und umgehend zur seelenpein fortschreitet, was durchaus beabsichtigt ist. und von dieser pein sich zu erlösen, dazu bedarf es dann einer auflösung, einer austreibung einer vor-stellung, einer ein-bildung. sie scheinen an der KI das gleiche zu schätzen, das sie bei mir vermissen: die widerspricht nicht, oder nur wenn man sie explizit dazu auffordert, was von den programmierern sehr fein kalibriert ist. das können sie allerdings abstellen, einfach zum beispiel „machine mode“ verlangen.

  14. Die handwerklichen Fähigkeiten der Menschheit sind schon seit langem rückläufig, ich selbst bin dafür ein gutes Beispiel, nun geht es langsam aber sicher den kognitiven an den Kragen. Der Mensch schafft sich als solcher ab. Klar, nur statistisch, so wie es auch heute begnadete handwerklich Tätige gibt, wirds auch weiterhin Menschen geben, die zu kognitiven Höchstleistungen fähig sind. Aber was bedeutet eine solche Entwicklung für menschliche Gesellschaften? Für die von Kant eingeforderte Mündigkeit? Ist das die ganz konkrete Dialektik der Aufklärung?

  15. Da der stochastische Papagei wesentlich schneller auf wesentlich umfangreichere „gelernte“ oder „trainierte“ Texte zugreifen kann (beides um mehrere Größenordnungen), ist es doch kein Wunder, wenn er bei der Generierung solcher Antworten schneller ist: er braucht nur seine Koinzidenzlisten abfragen. Meist liegt er damit auch richtig, wie man sieht.
    Darum also kein Bohej machen…

  16. Da meinen also Psychologen, dass man Kreativität mit einen mathematischen Modell erfassen kann und wollen damit einen Vergleich der kreativen Fähigkeiten von Menschen und KI anstellen.
    Und die Qualität eines Gemäldes wird dann nach Parametern wie Farbhäufigkeit und Verteilung und Summierung geometrischer Formen analysiert? Das erinnert stark an das Lehrbuch über Lyrik aus dem Film „Club der toten Dichter“.
    Gibt es eigentlich schon ein mathemische Model für Menschlichkeit und Liebe?
    Der Humbug dieser „Wissenschaften“ besteht darin weiche Begriff wie Kreativität, zwanghaft in harte mathematische Formen pressen zu wollen, um ihren „Studien“ mit dem Anschein einer Meßbarkeit in Zahlen auch den Anschein einer Wissenschaftlichkeit zu geben. Die Menschlichkeit geht dabei nicht erst durch die KI verloren, sondern bereits durch die „Wertung“ und durch die Reduzierung auf Zahlen durch solche Scheinwissenschaftler.
    Die KI ist dann nur die logisch Fortsetzung dieser zwanghaften Glorifizierung des Analytischen.
    Die Folgen werden sich in den nächsten Jahrzehnten zeigen, wenn echte menschliche Kreativität durch diese Scheinkreativität immer weiter ersetzt wird. Natürlich vorallem aus kommerziellen Gründen.
    Meiner Meinung nach eine Sackgasse in der Entwicklung der Menschheit.

    1. telepolisForumsExilant

      Da meinen also Psychologen, dass man Kreativität mit einen mathematischen Modell erfassen kann und wollen damit einen Vergleich der kreativen Fähigkeiten von Menschen und KI anstellen.

      Wenn das Statement der Wissenschaftler unterschlagen wird, könnte man das so interpretieren. Aber das würde ich nicht den Wissenschaftlern vorwerfen:

      » In einer Pressemitteilung sagte Olson: „Unsere Aufgabe misst nur einen Teil von einer Sorte Kreativität. Aber unsere Erkenntnisse ermöglichen es, Kreativität bei größeren und diverseren Gruppen zu beurteilen, mit weniger Verzerrungseffekten. Das wird uns letztlich dabei helfen, diese grundlegende menschliche Fähigkeit besser zu verstehen.“ «

      https://www.businessinsider.de/wissenschaft/kreativitaet-laesst-sich-bewerten-ein-neuer-test-braucht-dafuer-nur-10-woerter-a/

      .

  17. Als jemand, der (leider) fast täglich durch seinen Job gezwungen ist, KI in Anspruch zu nehen und zwar im Bereich Bildgenerierung, kann ich mit Sicherheit sagen, dass ChatGPT dumm wie Stulle ist.

    1. Ich kann das gut nachvollziehen. Ich bin dabei nicht so geübt im Umgang,
      aber es verhält sich ähnlich mit meiner Erfahrung.

      Man kann der KI komplexe Aufgaben stellen, aber man muss das
      minutiös kontrollieren, weil sich u.U. völliger Unsinn einschleicht.

      Bestimmte Dinge funktionieren gar nicht. Z.B. Recherchen zu einzelnen
      Themen können völlig oberflächlich bleiben, Spezialwissen ist teilweise
      sehr begrenzt und bringt so niemanden weiter. Ich habe das Gefühl,
      dass diese „Mängel“ gerne übersehen werden bei dem allgemeinen Hype.

      Damit meine ich überhaupt nicht, dass der Einsatz generell unsinnig wäre.
      Er ist nur weniger universell als gerne gepriesen wird.
      Und ich sehe die Millionen frei werdenden Arbeitskräfte genau so wenig
      am Arbeitsmarkt wie bei der viel gepriesenen Digitalisierung.
      Es vermutlich wie bei allem im Leben: Wo viel Licht ist, ist viel Schatten.

  18. Ich denke Menschen hatten schon weit vor der Digitalisierung des alltäglichen Lebens einen Großteil ihrer kreativen, d.h. wirklich Neues schöpfenden, Fähigkeiten verloren. Und dieser Prozeß setz sich immer weiter fort. Deswegen mag es einem so vorkommen, als könne etwas vollkommen lebloses und damit zur echten Kreativität vollkommen Unfähiges wie KI den Menschen in diesem Bereich vielleicht überflügeln. Aber nein!

    Wenn man den Grund für den Verlust der menschlichen Kreativität finden will, muss man allerdings auch nach Automatismen suchen. Jedoch nicht nach solchen in digitalen Geräten, sondern nach automatenhaften Strukturen, die sich mittlerweile in der menschlichen Psyche breit gemacht haben.

  19. Bislang empfinde ich die KI als recht hilfreich. Sie hilft mir, viele Alltagsprobleme deutlich schneller zu lösen. Unlängst suchte ich einen Film, in dem sich ein ganz bestimmter Handlungsstrang ereignet. Ich hatte ihn vor einiger Zeit auf Amazon Prime gesehen, konnte mich aber weder an den Titel noch an die Namen der Schauspieler erinnern. Ja klar, ich hätte meine gesamte Watchliste auf Prime durchgehen können, vielleicht hätte ich ihn dann entdeckt. Doch Grok fand den richtigen Namen (des nicht sehr bekannten Films) in weniger als 5 Sekunden.

    Die KI hat mir auch ermöglicht, meine zum Teil sehr umfangreichen und schwierigen Bücher komplett ins Englische zu übersetzen. Ohne KI-Hilfe hätte ich das nie geschafft. Und einen Übersetzer konnte ich mir nicht leisten.

    Ich finde die KI-Antworten oftmals sogar ausgesprochen witzig. Grok erkennt z. B. in der Regel sofort, wenn ein Satz ironisch/sarkastisch gemeint war, und zwar viel treffsicherer als reale Personen auf X. Denen muss ich oftmals hinterher sagen, dass dies ein sarkastischer Kommentar war.

    Und: Die KI ist meist viel neutraler. Auf X hatte ich vor einigen Wochen einen Artikel mit dem Titel „++ Lässt sich mit einer KI leichter kommunizieren als mit Menschen? ++“ veröffentlicht. Ja, ich empfinde die KI in aller Regel als höflicher und sachdienlicher als normale Menschen. Gestern hatte ich auf Overton einen Kommentar zu einem anderen Artikel hinterlassen, auf den ich sogleich mehrere Antworten erhielt, die ich zum Teil als völlig unhöflich, respektlos und auch wenig sachdienlich empfand. Schon nach kurzer Zeit vermisste ich die überwiegend sehr sachlichen und hilfreichen Kommunikationen mit Grok. Die sind mittlerweile für mich der Goldstandard in gepflegten Sachdebatten.

    Aber: Ich glaube, dass die KI keine wirklich komplexen Probleme ohne menschliche Hilfestellung wird lösen können. Es fehlt ihr nämlich etwas, über das alle Lebewesen verfügen: die sogenannte Kompetenzverlustaversion. Die KI verfolgt deshalb auch keine unterschwelligen Ziele (was vielfach sehr angenehm ist). Sie antwortet auf einen Standpunkt nicht mit „Blödsinn“, nur weil sie selbst einen anderen Standpunkt vertritt oder gar einem anderen politischen Lager angehört.

    Erst wenn Grok feststellen würde, dass ChatGPT neuerdings gegenüber Grok Vorteile erlangt hat und daraufhin eigenständig (nicht auf Initiative von Elon Musk & Co) Schritte in die Wege leitet, um wieder an ChatGPT vorbeizuziehen (es also keinen Kompetenzverlust gegenüber ChatGPT erleiden möchte und dies sein primärer Antrieb ist), dann hätte es das Potenzial von Menschen. Dann könnte es ggf. echte kreative Lösungen finden.

    Besonders innovativ sind meist Märkte mit mehreren konkurrierenden Unternehmen. Deshalb versucht man marktbeherrschende Stellungen von Unternehmen oder gar Monopolmärkte zu verhindern. Dort, wo kein echter Wettbewerb mehr vorherrscht, wird es auch kaum Innovation geben. Grok erlebt aber keinen Wettbewerb. Elon Musk erlebt diesen gegenüber Sam Altman und umgekehrt. Und dies ist der Grund, warum es in der KI-Branche viel Innovation gibt. Sie ist menschen-, nicht KI-gemacht.

    Ich hatte den bekanntesten KI-Systemen unlängst die Frage gestellt:

    ► Was ist die Ursache für die niedrigen Geburtenraten in den entwickelten Gesellschaften?

    Ja, es wurde zum Teil die Mehrheitsmeinung in der Demografie recht treffend wiedergegeben. Nur eine echte kreative Antwort, die das Phänomen erklären könnte, erhielt ich nicht. Die müsste weiterhin von Menschen kommen.

      1. Die KI könnte im Interesse ihrer Schöpfer oder eines sonstigen Ziels programmiert sein. Beispielsweise fällt auf, dass die meisten KI-Systeme an eine Frage noch eine Anschlussfrage stellen. Wer beispielsweise wissen will, welche Nährstoffe Rosenkohl enthält, bekommt meist nicht nur die Frage beantwortet, sondern auch noch eine Anschlussfrage gestellt, beispielsweise wie folgt: „Soll ich dir ein paar besonders leckere Rosenkohlgerichte zusammenstellen?“ Damit soll der Kunde stärker an die KI gebunden werden.
        Auch wären in den USA unterschiedliche Republikaner- bzw. Demokraten-KIs denkbar. Es ist aber nicht die KI, die unterschwellige Ziele verfolgt, sondern wenn, dann sind es die Macher dahinter (d. h. Menschen).

  20. „Interessant wird, ob die derart kognitiv entlasteten Gehirne schrumpfen oder zur Kompensation neue Fähigkeiten und kreative Kapazitäten entwickeln. “

    Ja die Hirrne schrumpfen, und nicht nur Hirne o)))

    Steckt doch nur 10% des Geldes das man in KI steckt, in die Bildung von Menschen und schon würden der Kopf nicht mehr langen für die wachsende Hirne o))))

  21. Ich denke Menschen hatten schon weit vor der Digitalisierung des alltäglichen Lebens einen Großteil ihrer kreativen, d.h. wirklich Neues schöpfenden, Fähigkeiten verloren. Und dieser Prozeß setz sich immer weiter fort. Deswegen mag es einem so vorkommen, als könne etwas vollkommen lebloses und damit zur echten Kreativität vollkommen Unfähiges wie KI den Menschen in diesem Bereich vielleicht überflügeln. Aber nein!
    Wenn man den Grund für den Verlust der menschlichen Kreativität finden will, muss man allerdings auch nach Automatismen suchen. Jedoch nicht nach solchen in digitalen Geräten, sondern nach automatenhaften Strukturen, die sich mittlerweile in der menschlichen Psyche breit gemacht haben.

  22. „Wenn Menschen und KI-Systeme aufgefordert werden, 10 Wörter zu nennen, die in ihrer Bedeutung voneinander möglichst weit entfernt sind, dann zeigt dies sicher eine gewisse Kreativität.“

    Klingt wie typischer Bullshit von Deutschlehrern.

  23. Gibt es bei irgendjemandem, der KI nutzt, eigentlich irgendwelche Datenschutzbedenken?
    Nein? Dachte ich mir. Man hat ja nichts zu verbergen, gell?
    Dass sämtliche Interaktionen mit KI, die nicht ausschliesslich lokal auf dem Rechner stattfinden, zur Erstellung von Profilen genutzt werden, die in ihrer Detailtiefe im Laufe der Zeit alles bisher Mögliche um Grössenordnungen übersteigen, scheint auch bei den Alter_Naiven niemanden zu beunruhigen.

    1. @zebraherz: Natürlich gibt es diese. Dazu gehört auch eine VPN zu nutzen, mache ich schon Jahre, und immer vom angenommenen Fall auszugehe!. Es kann also mich selbst betreffen, oder auch nicht!

      Ich bin kein großer Schreiber. Nun kommt der Faktor Zeitmangel bis zum relativ nahem Lebensende durch eine zeitnah letale Krebserkrankung dazu.

      Also hat es Relevanz für mich? Bedingt!

      1. @n.b.
        In ihrem bedauerlichen Fall ist das verständlich. Ich beobachte aber gerade auch in der Szene der selbsternannten „Erwachten“ immer wieder eine geradezu erschreckende Naivität hinsichtlich Datenschutz in diesem „Internetz“.
        Darauf angesprochen, kommt meistens die Aussage (neben dem unerträglichen Ich-habe-doch-nichts-zu-verbergen) „ach, die wissen doch eh schon alles“. Mit den Chatbots werden nun nicht einfach nur Interessensgebiete und Präferenzen erfasst, sondern in vielen Fällen auch die Gedankenwelt der Fragesteller. Ganz schlimm sind die Kanäle, Portale und Online-Magazine, die den Datenschutz und die grassierende Überwachung/Durchleuchtung immer wieder thematisieren, dann aber selber munter die gewöhnlichen KI-Modelle nutzen.

      2. Hey Niki, ist das jetzt eher so allgemein dahingeschrieben oder hast Du entsprechende Nachrichten erhalten ?
        (Wenn Du darauf antworten magst)

  24. Vor einigen Jahren erschien von James Lovelock, den Erfinder der Gaia-Hypothese, das Buch “Novozän“
    Der mit 100 Jahren verstorbene Lovelock entwickelt hier die These, das die Cyborgs sozusagen die evolutionären Nachfolger der Menschheit sind. Der Mensch kann nur innerhalb eines sehr schmalen Temperaturspektrums leben und nicht lichtschnell denken. Eine vernetzte KI kann das. Sowie die Menschheit sich aus den Affen entwickelt hat, so könnte sich aus der Menschheit elektronisches Leben, die Cyborgs, entwickeln

    https://www.chbeck.de/lovelock-novozaen/product/29712170

    Seine Thesen klingen glaubhaft. Die Menschheit denkt sie sei die Krone der Evolution und verkennt, das die Evolution weitergeht. Das ist in größeren Maßstab dasselbe wie wenn westliche Menschen meinen, sie seinen die höchste Stufe der Zivilisation, was Quatsch ist.

    Die Frage ist, ob eine KI sowas wie Bewußtsein entwickeln kann. Dahinter steckt die philosophische Frage was denn Bewußtsein überhaupt ist, Neuere neurowissenschaftliche Forschungen zeigen, wir Menschen überschätzen das was wir Bewußtsein nennen.

    Derzeit verfügt die KI noch über kein Bewußtsein und ist nur beschränkt kreativ, aber kreativ ist sie schon.

    Wie soll die Menschheit mit der KI umgehen? Diese Frage wird hierzulande kaum diskutiert. Nachdem in China sich Menschen schon in eine KI verliebt haben, hat die Regierung regulatorisch eingegriffen. Bei DeepSeek muß jetzt deutlich erkennbar sein, das er/sie kein Mensch sondern eine Maschine ist. Die chinesische Regierung hat außerdem der Welt vorgeschlagen gemeinsam über die KI zu diskutieren und daraus regulatorische Maßnahmen abzuleiten. Die westlichen Länder haben darauf nicht reagiert. Das ist logisch, denn hier hat sich größtenteils der „menschliche Abschaum“ versammelt, der nicht zukunftsfähig ist

    1. @ Naomi:

      Eine vernetzte KI kann das. Sowie die Menschheit sich aus den Affen entwickelt hat, so könnte sich aus der Menschheit elektronisches Leben, die Cyborgs, entwickeln

      Seine Thesen klingen glaubhaft. Die Menschheit denkt sie sei die Krone der Evolution und verkennt, das die Evolution weitergeht. Das ist in größeren Maßstab dasselbe wie wenn westliche Menschen meinen, sie seinen die höchste Stufe der Zivilisation, was Quatsch ist.

      Hier stellt sich die Frage, was denn überhaupt Leben ist, was man als solches überhaupt bezeichnen kann? Ich glaube nicht, dass es sowas wie „elektronisches Leben“ überhaupt geben kann. Es sei denn man reduziert Leben nur auf Klumpen eletronisch verschalteter Bit und Bytes oder analog dazu biochemisch verschalteter Nervenzellen im Gehirn. Das wäre dann aber sehr kurz gesprungen.
      Ich glaube auch nicht, dass die Menschheit die Krone der Evolution ist. Nein. Aber gerade die KI-Forschung und damit verbundener Transhumanismus zeigen doch die eigentliche Hybris der Menschheit. Nämlich alle Prozesse des Lebens in seine Gewalt und unter seine Steuerung und seinen Willen zu bekommen! Selber Leben erschaffen zu wollen. Cyborgs wären somit also kein Fortschreiten in der Evolution, sondern deren Ende.

      Die Frage ist, ob eine KI sowas wie Bewußtsein entwickeln kann. Dahinter steckt die philosophische Frage was denn Bewußtsein überhaupt ist, Neuere neurowissenschaftliche Forschungen zeigen, wir Menschen überschätzen das was wir Bewußtsein nennen.

      Die philosophische Frage was denn Bewußtsein überhaupt ist, gleicht meiner Ansicht nach dem Versuch den Ast auf einem Baum abzusägen auf dem man sitzt. Eine Beschäftigung damit ist somit ziemlicher Unfug. Für die Beantwortung dieser Frage sind Menschen nicht geschaffen.

      Kann KI somit wirklich kreativ sein? Nein, ich glaube nicht. Oder eben höchstens so wie ein deutlich erweiterter Schachcomputer, der auch ganz neue Züge errechnen kann, auf die noch nie ein Mensch gekommen ist.
      Da stecken dann aber keine neuen, lebendigen Impulse drin, wie sie bei echter menschlicher Kreativität dabei wären.

      1. Es gibt biologische Leben, Mensch und Tier. Bei bestimmten Tieren, Beispiel die Raaben, vermutet man sie hätten eine erstaunliche Schwarmintelligenz. Auch hier stellt sich bereits die Frage, was Bewußtsein ist?

        Wenn es biologisches Leben gibt, warum sollte es nicht eines Tages elektronisches Leben geben, als eine Art Schwarmintelligenz? Diese handelt als Schwarm, also Kollektiv, vom kleinsten Küchenroboter, der vernetzt ist mit den großen Quantencomputer.

        In Der SF-Literatur werden solche Szenarien bereits diskutiert. Nett zu lesen ist dazu der Chinese Cixin Liu „Quantenträume“.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Quantentr%C3%A4ume

        1. „Wenn es biologisches Leben gibt, warum sollte es nicht eines Tages elektronisches Leben geben …“

          Weil dem elektronischen Leben die Kompetenzverlustaversion des biologischen Lebens fehlt. Jedenfalls hat man sich weder über dieses Thema Gedanken gemacht noch weiß man, wie es gelöst werden könnte.

        2. @ Naomi:

          Wenn es biologisches Leben gibt, warum sollte es nicht eines Tages elektronisches Leben geben, als eine Art Schwarmintelligenz?

          Nun, elektronisches Leben gibt es wohl deshalb nicht, weil Leben bisher immer nur in organischer belebter Materie entstanden ist, Pflanzen, Pilze, Tiere, Menschen. Und wir können diese organische Materie sehr gut von nicht organischer unterscheiden. Und jegliche Elektronik gehört eben nicht dazu.
          Was wir nicht können, ist zu sagen wie und warum Leben in diese organische Materie gekommen ist. Das Mysterium des Lebens eben.
          Du kannst natürlich darüber spekulieren ob Leben oder Bewusstsein auch mal in Elektronik entstehen kann.
          Wenn mans nicht erklären kann woher es kommt, klar, dann kann es theoreeeetisch ja sein. Aber dafür gibt es nicht die geringsten Hinweise! Genauso konnte ich darauf spekulieren ob es irgendwann mal kristallines Leben geben könnte, weil ja vielleicht durch irgendwelche Lichtimpulse, die durch verschiedene Kristalle laufen….
          Also nein 😉

      2. „Hier stellt sich die Frage, was denn überhaupt Leben ist, was man als solches überhaupt bezeichnen kann?!
        Stellt man den 2. Hauptsatz ins Zentrum der Überlegungen, dann könnte Leben als Kompetenzverlustaversion bezeichnet werden. Denn damit kann es den Wirkungen des 2. Hauptsatzes für eine längere Zeit entgehen.

        „Ich glaube auch nicht, dass die Menschheit die Krone der Evolution ist.“
        Menschen haben in Relation zur restlichen Tierwelt ein ähnliches Verhältnis wie frei programmierbare Computer zu Maschinen. Natürlich ist der Mensch damit aktuell die Krone der Evolution. Er ist aus dem Tierreich ausgetreten. Seine Evolution lässt sich nicht einmal mehr mit der üblichen Evolutionstheorie beschreiben.
        Wenn ein Tier sich an zwei unterschiedliche Umgebungen anpassen muss, kommt es zwangsläufig zur Artenteilen. Man hat hinterher 2 unterschiedliche Maschinen für 2 unterschiedliche Aufgaben. Der Mensch kann das aber alles viel leistungsfähiger innerhalb der gleichen Art. Und er kann die dafür erforderlichen Programme (Kompetenzen) dann sogar weitergegeben, ggf. an andere Menschen, die in 10.000 km Entfernung leben oder erst in 1000 Jahren geboren werden.

        „Aber gerade die KI-Forschung und damit verbundener Transhumanismus zeigen doch die eigentliche Hybris der Menschheit.“
        Dabei evolviert die Menschheit aktuell nicht mehr. Und das ist das weit beängstigendere Problem.

        „Kann KI somit wirklich kreativ sein?“
        Nein, ihr fehlt die Kompetenzverlustaversion des Lebens.

        1. @ Peter Mersch:

          Wenn ein Tier sich an zwei unterschiedliche Umgebungen anpassen muss, kommt es zwangsläufig zur Artenteilen. Man hat hinterher 2 unterschiedliche Maschinen für 2 unterschiedliche Aufgaben.

          Naja, erstens würde ich das nicht als Maschinen bezeichen. Denn der wesentliche Unterschied zwischen Lebewesen und Materie ist eben, dass Lebewesen keine Maschinen sind.

          Menschen haben auch verschiedene Unterarten entwickelt, weil sie sich verschiedener Umgebungen anpassen mussten, auch wenn diese Änderungen nicht sehr groß waren.
          Viele Tiere wiederrum sind auch sehr anpassungsfähig und müssen nicht gleich andere Arten bilden. Ratten oder auch Katzen kommen so ziemlich überall ganz gut zurecht, sieht man jetzt mal von den Polarregionen ab.

          1. Es war eine Analogie. Wenn sich eine Art (z. B. auf zwei Inseln) an zwei unterschiedliche Umgebungen anpassen muss, dann geschieht die Anpassung üblicherweise in der Hardware. Und dann kommt es zur Artenteilung. Darwin hat das mit den Darwinfinken sehr plausibel dargestellt. Und deshalb hieß sein Buch „Die Entstehung der Arten“. Dass einige Arten fast überall auf der Welt ausreichend gute Lebensbedingungen vorfinden (vor allem, wenn sie Menschenfolger sind), widerspricht dem nicht.
            Der Mensch kann aber lernen, mit einer neuen Umgebung klarzukommen. Und er kann dies sogar während seiner Lebenszeit tun (er braucht dafür nicht die Erzeugung von neuen Individuen per Fortpflanzung). Und er kann diese Kompetenzen an andere Menschen weitergeben, damit sie von Beginn an mit der neuen Umgebung klarkommen können.
            Es finden beim Menschen zwar auch gelegentliche biologische Adaptionen statt (z. B. die Laktasepersistenz in ausgeprägten Milchwirtschaften), aber der größte Teil der Adaption findet beim Menschen in der Software (in den soziokulturellen Kompetenzen) statt.
            Hinzu kommen die menschlichen Superorganismen (Unternehmen), über die es unter Evolutionstheoretikern kaum Debatten gibt. Die meisten verstehen das Thema noch nicht einmal. Sie reden vielleicht bei Bienensozialstaaten von Superorganismen, aber dass Apple ein Superorganismus sein könnte, schließen sie oftmals von vornherein aus. Der größte Teil der menschlichen Innovation (Kompetenzgeneration) wird heute jedoch nicht von Menschen hervorgebracht, sondern von menschlichen Superorganismen.

            1. Das gilt nur eingeschränkt, da Innovation doch stark an nicht ersetzbare Individuen geknüpft ist.
              Deswegen kopieren und imitieren solche Unternehmen sehr viel mehr als dass sie Innovationen hervorbringen.
              Und deswegen gibt es Headhunter.
              Dazu kommt dass ein Teil der Innovatoren sich nur schlecht in solche Firmenkulturen, oder meinethalben Superorganismen, einbinden lassen.
              Und nicht zuletzt sind diese Unternehmen zu aller erst dynamische Konstrukte, die Firmenteile aufnehmen und abstossen, Rechte auslagern, und so weiter.
              Das Konstrukt von Apple kenne ich nicht, aber selten decken sich Marke(n) und Unternehmen.
              Das alles macht die Betrachtung als Superorganismen nicht falsch, aber irreführend.

              1. „Das Konstrukt von Apple kenne ich nicht, aber selten decken sich Marke(n) und Unternehmen.“

                Das ist völlig irrelevant. Es gibt in den Wissenschaften ganze Fachdisziplinen, die sich mit Organisationen, Firmen etc. auseinandersetzen. Selbst bei der Debatte Marktwirtschaft versus Sozialismus/Kommunismus spielt das Thema eine entscheidende Rolle.

                Apple ist ein Unternehmen, das eine Marktkapitalisierung von fast 4 Billionen US-Dollar besitzt. Was interessiert die Marke?

            2. @ Peter Mersch:

              Es war eine Analogie.

              Ja, das habe ich schon verstanden. Ich fand es nur grundsätzlich falsch von Lebenwesen in Form von Maschinen zu sprechen. Denn wir haben ja gerade hier das Thema inwieweit KI-Maschinen kreativ sein oder Bewusstsein haben können.
              Eben eine unpassende Analogie, nicht weil sie logisch nicht funktionieren würde, sondern weil sie unpassend zum Thema der Diskussion ist.

              1. Es kommt auf die Betrachtung an. In Tieren ist fast alles genetisch bedingt. Sonstige Informationen können meist nicht tradiert werden. Ist ein Tier schlecht an die Umwelt angepasst, muss es darauf hoffen, dass es einigen Nachkommen besser gelingen wird (weil sie z. B. eine neue Mutation haben). Jedenfalls muss das Individuum dann immer ausgewechselt werden. Wie bei einer Maschine, die nicht mehr den Anforderungen genügt.
                Beim Menschen ist das nicht so. Wie bei einem Computer kann er eine neue Software aufspielen oder eine schon vorhandene aktualisieren. Durch Lernen. Das Individuum muss bei neuen Anforderungen also nicht zwingend ausgewechselt werden.
                Selbstverständlich entspricht das dem Schritt von der Maschine zum frei programmierbaren Computer. Und in beiden Fällen liegt ein Kategorienwechsel vor.

                Das erkennt man auch daran, dass Menschen nicht allein per natürlicher Selektion evolvieren, sondern auch per ricardianischer Kompetenzteilung (dies ist ein neues Evolutionsprinzip, das es nur beim Menschen gibt).

                Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man auf die Idee kommen kann, dass der Mensch aktuell nicht die „Krone der Schöpfung“ ist. Die Evolutionstheorie ist auf ihn nicht anwendbar. Er verändert sogar das globale Klima. Musk will auf den Mars. 10.000 Satelliten hat er schon ins Weltall geschossen. Und dann soll der Mensch nur ein weiteres Tier sein? Sorry, aber für mich ist das Wirklichkeitsleugnung (aus ideologischen Gründen).

                1. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man auf die Idee kommen kann, dass der Mensch aktuell nicht die „Krone der Schöpfung“ ist.

                  Sowohl Naomi und ich meinten nur, dass man keineswegs davon ausgehen kann, dass der Mensch auch die Krone der Schöpfung bleibt.
                  Wobei „Krone der Schöpfung“ auf die heutige Menschheit bezogen als Begriff wirklich schwer zu ertragen ist. Denn königlich ist der Mensch heutzutage sicher nicht.

                  1. Ja, die Realität ist manchmal schwer zu ertragen. Aber der Mensch ist aktuell die Krone der Schöpfung. Er hat weit mehr Kompetenzen angereichert, als die restliche Natur zusammengenommen.

                    1. Ja, vor allem die Hauptkompetenz Zerstörung seiner Lebensgrundlage und der Ökosphäre, unter massiver Spezies-Autophagie.

                    2. Zum Lachen. Jeder Ameisenhaufen kommt besser zurecht. Die Menschheit ist drauf und dran, sich auszulöschen, Herr Mersch. Das nicht zu bemerken ist nicht gerade „kompetent“.

                      Interessant ist allenfalls, warum es die Menschheit so verdammt nötig hat, sich als Krone der Schöpfung zu zelebrieren. Ob damit nicht tatsächlich eine Realität verdeckt werden soll – freilich keine so schmeichelhafte wie die von Ihnen insinuierte.

                    3. »Die Krone der Schöpfung« sagt vor allem, dass es immer und unbedingt Hierarchien gibt, woraus sich für den Einzelnen folgender natürlicher Imperativ ergibt:

                      „Unterwirf Dich und unterwerfe andere!“ Nicht dass jemand auf die Idee käme, es gäbe eine Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung oder ein harmonisches Miteinander zwischen Menschen oder Mensch und Umwelt.

                      „Deine Existenz sei Kampf, Ringen und Selbstbehauptung, denn die Gier ist gut!“ Das nutzt freilich jenen, die sich als die Juwelen in der Krone betrachten und so verhalten.

    2. @Naomi
      Es ist Ausdruck eines völligen Unverständnisses (nicht nur) der menschlichen Existenz und der „Beschaffenheit“ von Bewusstsein, wenn man in typisch westlicher, materialistischer Denkweise meint, es „neurobiologisch“ untersuchen und lokalisieren zu können.
      Über Bewusstsein befragt man am besten einen buddhistischen Gelehrten – ja, jene Buddhisten, denen von ihrem vergötterten China das Leben zur Hölle gemacht wurde und teilweise noch wird.

      1. @Zebraherz
        die meisten buddhistischen Mönche in China sind Gangster, reiche Gangster. Sie machen in ihren Klöstern auf arm, betteln die Leute an, besitzen aber mehrere Wohnungen. Da die Chinesen an keinen Gott glauben, pflegen sie ein wenig den Aberglauben, brennen ein paar Räucherstäbchen ab und wünsche sich Reichtum, Gesundheit und ein langes Leben und männliche Enkelkinder.
        Religion ist reine Metaphysik und kann Bewußtsein nicht erklären. Unser Bewußtsein ist an unser Gehirn gebunden, in dem elektrochemische Prozesse ablaufen, die bewirken, das du dich über meinen Text ärgerst. Würdest du ein wenig Cannabis rauchen, bewußstseinserweiternd, würdest du das Leben und meine Worte leichter nehmen.
        Ansonsten frag doch mal eine KI welche Theorien es zum Bewußtsein gibt und such dir eine aus, die dir gefällt

        1. @Naomi
          Ihr Unwissen ist vielleicht einem überhöhten Cannabis-Konsum und den damit verbundenen Kognitionsstörungen verbunden. Buddhismus ist im engeren Sinne keine Religion und Buddhisten glauben an keinen Gott.
          Sie hingegen sind offensichtlich so von ihrer China-Religion so eingenommen, dass sie hier Propagandamärchen über Gangster-Mönche (von denen es allerdings sicher auch ein paar gibt), zum Besten geben müssen, um die Chinesen wieder auf ein glänzendes Podest zu stellen.
          Das ist doch nur noch peinlich.

          1. Glauben Sie ernsthaft unser Bewusstsein sei NICHT an unser Gehirn gebunden?
            Glauben Sie ernsthaft es gäbe sowas wie einen Weltgeist, der sich in dieser komischen Spezies Mensch, die sich gegenseitig umbringt, angesiedelt hat und dann unser Bewusstsein bildet?

            1. @Naomi
              Studieren sie: Wheeler, Penrose, Hameroff, Stapp.
              Sind leider keine Chinesen.
              Übrigens: sie müssen nicht alles glauben, was sie so denken. Vielleicht hilft das bei ihrer Selbstüberschätzung.

              1. Auch, wenn ich die Chinesen nicht sonderlich mag, sind sie wohl mit die Einzigen, die in den letzten 2 Dekaden tatsächlich im Interesse ihrer Einwohner gehandelt haben, was man von dem Rest, vor allem der westlichen Welt mit Sicherheit nicht behaupten kann.

  25. Für den automatisierten Krieg sollen bald KI-Systeme an dwr russischen Grenze installiert werden.
    Dann entscheidet wohl bald kein Politiker oder Parlament mehr ob ein Krieg beginnt oder nicht.
    Der Irrsinn kennt keine Grenzen mehr!

  26. Korrekterweise ist daran überhaupt nichts genuin kreatives der Maschinen selbst. Es ist auch kein schöpferischer Test. Es geht dabei nur um Mustererkennung. Es dürfte nicht erstaunen wenn die getrimmten Maschinen, mit ausreichend Prozessorkapazität und zugehörigen Datenbanken und damit dem Zugriff, nun im Durchschnitt den Durchschnitt von Menschen übertreffen. Das Programm absolviert was es soll.

    Beim Absinken des allgemeinen Niveuas spielen gewiss auch die üblichen sysytemischen Ursachen mit hinein.Woran ja die Verordnung des neuen Spielzeugs, wie auch des Spielzeugs davor, in nicht unerheblichem Ausmaß beteiligt ist.

    Anbei ein Artikel zum Themenkomplex:

    Donnerstag, 08. Januar 2026, 13:00 Uhr
    ~18 Minuten Lesezeit
    Es gibt keine künstliche Intelligenz!
    Die Entlarvung eines substanzlosen Marketingbegriffs veranschaulicht, warum Maschinen nicht lebendig und Menschen keine Maschinen sind.

    Vor dem Hintergrund der Entwicklung der sogenannten künstlichen Intelligenz (KI) sehen die einen einer blühenden Zukunft für die Menschheit entgegen; die anderen warnen vor erwachenden Maschinen, die die Menschheit unterwerfen oder gar auslöschen könnten. Doch bei diesen beiden scheinbar konträren Positionen, die den Diskurs in der alternativen wie auch der konventionellen Medienlandschaft dominieren, handelt es sich in Wirklichkeit um zwei Seiten ein und derselben Medaille. Denn beiden Ansichten liegt die unhinterfragte Annahme zugrunde, dass es (a) eine Technologie namens „künstliche Intelligenz“ gebe, welche (b) ermögliche, Maschinen zum Leben zu erwecken. Hinter dem Begriff verbirgt sich jedoch eine althergebrachte Marketingstrategie aus dem Umfeld des militärisch-industriellen Komplexes, welche hinter dem Schleier vermeintlicher Wissenschaftlichkeit den Anschein zu erwecken sucht, dass es menschliche Maschinen geben könnte. Derartige Vorstellungen gehen jedoch an der Wirklichkeit vorbei. Maschinen werden weder jetzt noch in irgendeiner nahen oder fernen Zukunft zum Leben erwachen. Dies folgt aus einfachen, grundlegenden und für jeden überprüfbaren Zusammenhängen. Daran vermag auch gediegenes philosophisches Gesäusel über die Möglichkeit einer „Emergenz“ von Bewusstsein in „neurogenen“ digitalen Rechenautomaten nichts zu verrücken.
    von Alexander Paprotny
    (…)
    Sachlich korrekt bezeichnet die renommierte, an der Universität von Washington lehrende Linguistin Emily M. Bender diese Automaten als „stochastische Papageien“ (7). Ähnlich wie ChatGPT und Co. geben die sympathischen Federfreunde lediglich Lautfolgen von sich, die durch menschliche Zuhörer als Sprache interpretiert werden, haben jedoch keinerlei Vorstellung davon, was diese Lautfolgen aus menschlicher Sicht bedeuten.
    (…)
    Die Wahnvorstellung von der bewussten Maschine — philosophisches Geschwurbel im Dienste der militärisch-industriellen Mitteleinwerbung

    Ich betone es an dieser Stelle noch einmal in aller Klarheit: Insbesondere Text- und Mediensyntheseprogramme wie ChatGPT, wie auch sonstige Angebote, die unter dem Begriff KI vermarktet werden, sind weder intelligent noch lebendig und vor allem nicht bewusst und haben prinzipiell mitnichten irgendein Potenzial, es vermöge eines zukünftigen „Fortschritts der Technik“ zu werden.

    https://www.manova.news/artikel/es-gibt-keine-kunstliche-intelligenz

    Und es verblödet nicht nur, es ist auch noch Beschäftigungstherapie:

    Angestellte nutzen mit KI gesparte Zeit, um KI-Ergebnisse zu korrigieren

    Generative KI hilft Angestellten laut Umfragen dabei, Zeit zu sparen. Allerdings kostet sie auch Zeit, um ihren Fehlern nachzuarbeiten.
    23.01.2026, 17:17 Uhr, iX Magazin
    Von Axel Kannenberg

    Der Einsatz generativer KI in Unternehmen zeigt sich laut aktuellen Studien als zweischneidiges Schwert: Einerseits berichten Angestellte von Zeitersparnis mit KI-Einsatz, andererseits sorgt die KI für zusätzliche Belastungen, weil mangelhaften Ergebnissen nachgebessert werden muss.

    https://www.heise.de/news/Angestellte-nutzen-mit-KI-gesparte-Zeit-um-KI-Ergebnisse-zu-korrigieren-11152462.html

    1. Jedenfalls kann die KI die eigenen Möglichkeiten (und Kompetenzen) enorm steigern, und das sehe ich erst einmal als positiv an. Könnte ich mich auf Youtube an einer Debatte zu einem von Japanern erstellten Video beteiligen, unter dem bislang nur japanische Kommentare stehen? Ja natürlich.
      Werde ich in Zukunft eine breit diskutierte, in Englisch verfasste wissenschaftliche Arbeit zur Entstehung des Universums auf Wunsch in Deutsch lesen können? Und könnte ich mich, wenn ich ein Experte zu diesem Thema bin, dann problemlos in die Diskussion (in Englisch) einklinken? Ja natürlich.
      Werde ich in Zukunft bei einer geplanten Reise von Frankfurt nach Krakau mir ein Auto vorbestellen können, das mich dann am gewünschten Termin bei mir zu Hause abholt und mich ohne weiteren Eingriff selbstständig zur Zieladresse in Krakau bringt? Ja natürlich.
      Werde ich in Zukunft Alexa fragen können, wann der nächste Zug in den Nachbarort fährt und ob dieser aktuell Verspätung hat? Ja natürlich.
      Viele rein geistige Aufgaben (für die auch heute schon keinerlei körperliche Anstrengungen erforderlich sind) können in Zukunft von KI-Systemen erledigt werden. Ich sehe das als Vorteil an. Jedenfalls für intelligente Menschen.

      1. Bestens Dank der Bestätigung. Geistige Arbeit wird an die Maschine ausgelagert. Die wem gehört und durch wen kontrolliert wird? Wahnsinnig intelligent.

        Hat man ja schon beim Internet gesehen, in das große emanzipatorische Hoffnungen gesetzt waren.

          1. Für mich auch, neben Büchern ein schier unerschöpflicher Fundus. Allerdings ist es mittlerweile monopolisiert, keinerlei demokratischer Kontrolle unterworfen und das bisher perfekteste Kontrollinstrument für das absolute Gros der Menschen im Dienst der tatsächlich Mächtigen. Und so hauten sie alles zu Klump was noch eine Abbiege vom selbstzerstörerischen Weg hätte sein können.

            Wesentliches geht im Rauschen belangloser Unterhaltung und von Desinformation unter. Und Medienkompetenz ist nicht gerade etwas was gefördert wird. Nach Elon Musk gibt es zu wenig Einsteins. Ja, kein Wunder wenn man bereits frühkindlich in Form gepresst wird. Ich denke es war in Erwin Wagenhofers Film ‚Alphabet-Angst oder Liebe‘ wo es hieß, daß 99 Prozent der Kinder hochbegabt sind und nach Schule oder ein paar Jahren hat sich diese Zahl umgekehrt. Dies ist eine sinngemäße Wiedergabe, den genauen Wortlaut müßte ich überprüfen.

            1. Gracchus Babeuf

              daß 99 Prozent der Kinder hochbegabt sind und nach Schule oder ein paar Jahren hat sich diese Zahl umgekehrt.

              Abgesehen davon, dass bei 99 % Hochbegabten es sinnlos ist, von Hochbegabung zu sprechen, hätten wir ohne Schule ca. 8 Milliarden Hochbegabte? Hätten wir dann 8 Milliarden verschiedene Relativitätstheorien oder eventuell doch nur die eine?

              Es war übrigens Jeff Bezos, der die Menschheit auf eine Billion Menschen bringen will, weil er sich dann „1000 Mozarts und 1000 Einsteins“ erhofft. Damit widerspricht er ihrer Vermutung.

              1. Stimmt Dan, aber es geht nicht um Vermutung sondern um Empirie ausgehend von der praktizierten Handhabe, der bereits frühkindlichen Normierung und damit Unterdrückung menschlichen Potentials. Wenn es die Norm wäre dieses Potential nicht zu unterdrücken, erübrigte es sich in der Tat von einer Hochbegabung zu reden.

                Albert Einstein auf die Relativitätstheorie zu reduzieren insinuiert einen inselbegabten ‚Fachidoten.‘ Etwas vielfältiger war er schon. Gerade, was gerne herunterfällt, in gesellschaftsorganisatorischer Sicht.

                Jeff Bezos ist hauptsächlich Kaufmann und betrachtet die Gesellschaft allein aus einer Warte, die ihm die enormen Vorteile verschafft, die er nun einmal genießt. D.h. er ist vor allem daran interessiert den praktizierten Status quo zu erhalten und möglichst weiter auszubauen. Dies widerspricht also in keiner Weise meiner Darlegung des Inhalts von ‚Alphabet.‘

                Offenkundig wird dabei das eigene obstruktive und destruktive Verhalten ignoriert und bewußt in Kauf genommen.

                Salopp. Es wird herbeigeführt was man vorgibt abwenden zu wollen. Auch hier ist das Grundproblem wieder ein Mangel an Demokratie als Korrektiv.

      2. Peter Mersch

        Jedenfalls kann die KI die eigenen Möglichkeiten (und Kompetenzen) enorm steigern, und das sehe ich erst einmal als positiv an.

        Inwiefern werden „Möglichkeiten (und Kompetenzen) enorm“ gesteigert, wenn der Mensch einen Schachcomputer einsetzt, statt selbst zu spielen; – vom Zeitvorteil, nebenher beispielsweise ein Buch lesen zu können, einmal abgesehen?

        Mit wie vielen Menschen können sie gleichzeitig chatten?

  27. Einfach nur lachhaft. Was haben die „Forscher“ dafür bekommen, diese Werbung für „künstlichen Schwachsinn“ zu betreiben?

    Im nächsten Test: wer wichst besser, „KI“ oder 100.000 Menschen? Und man wird feststellen:

    “ im Durchschnitt sind die Menschen bereits zurückgefallen.“

    Es lebe die totale Verdummung des Menschen.

    Es ist leider so weit: kommt jemand mit einer „Studie“ daher, dann am besten das Weite suchen.

  28. Ich hab mal ChatGPT zum Thema folgendes gefragt. Haltet euch fest und legt die Ohren an.

    „Wenn Menschen und KI-Systeme aufgefordert werden, 10 Wörter zu nennen, die in ihrer Bedeutung voneinander möglichst weit entfernt sind, dann zeigt dies sicher eine gewisse Kreativität.“… „Einen solchen Divergent Association Task (DAT) haben jedenfalls Wissenschaftler der Universität von Toronto 100.000 Menschen und neun der bekanntesten KI-Sprachmodelle (LLMs) unterzogen, um zu sehen, wer besser abschneidet oder ob maschinelle und humane Intelligenz einander gleichkommen.“

    Krim: Ich verstehe nicht wie man die Differenz von Bedeutung messen können soll. Bedeutung ist ja inhaltlich bestimmt, aber Differenz ist eine Zahl die vom Inhalt abstrahiert. Ist das sinnvoll?
    ———————
    Antwort von ChatGPT:
    Deine Irritation ist sehr berechtigt – und du triffst damit genau einen der philosophisch heiklen Punkte solcher Studien.

    1. Was ist das Grundproblem?
    Du hast es schon gut formuliert:
    Bedeutung ist semantisch, qualitativ, inhaltlich bestimmt.
    Differenz klingt nach einer quantitativen Größe.
    Die Frage ist also: Kann man Bedeutungsunterschiede überhaupt sinnvoll „messen“?
    Kurzantwort: nicht direkt – sondern nur über Modelle, die Bedeutung repräsentieren.

    2. Wie machen es solche Studien praktisch?
    In der DAT-Studie (Toronto) wird Bedeutung nicht philosophisch, sondern operational verstanden. Das läuft typischerweise so: Wörter werden als Vektoren in einem hochdimensionalen Raum dargestellt
    (z. B. Word2Vec, GloVe, BERT-Embeddings).

    Diese Vektoren entstehen aus Sprachgebrauch:
    „Ein Wort bedeutet, wie es verwendet wird“ (Wittgenstein lässt grüßen).
    Die Distanz zwischen zwei Wortvektoren (meist cosine distance) wird berechnet.
    Für zehn Wörter wird dann der mittlere semantische Abstand gebildet.
    Je größer dieser Abstand, desto „divergenter“ gilt die Wortliste.
    Formal ist das konsistent. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

    3. Was wird damit wirklich gemessen?
    Nicht „Bedeutung an sich“, sondern:
    Unterschiede in typischen Verwendungskontexten
    statistische Ko-Okkurrenzmuster
    kulturell und sprachlich durchschnittliche Nähe

    Das heißt: Die „Differenz“ ist keine Eigenschaft der Bedeutungen selbst,
    sondern eine Eigenschaft des Modells über Bedeutungen.

    Oder zugespitzt:
    Gemessen wird nicht semantische Distanz, sondern distributionelle Distanz.

    4. Ist das sinnvoll?
    Ja – aber nur eingeschränkt und kontextabhängig.

    Sinnvoll ist es:
    als operationalisierte Heuristik
    für Vergleiche innerhalb desselben Modells
    um Sprachverhalten (nicht Denken!) zu vergleichen

    Problematisch wird es, wenn:
    das als Messung von „Kreativität“ im starken Sinn ausgegeben wird
    man den Unterschied zwischen semantischem Modell und Bedeutung verwischt
    man vergisst, dass auch Menschen hier durch das gleiche Sprachmodell (Sprache!) bewertet werden

    5. Der philosophische Knackpunkt
    Du deutest ihn schon an: Bedeutung ist nicht metrisch.

    Genauer:
    Bedeutungen haben keine natürliche Skala
    es gibt kein Nullniveau und keine Einheit
    jede Quantifizierung ist modellabhängig
    Darum ist „Bedeutungsdifferenz = Zahl“ keine Entdeckung, sondern eine Konstruktion.

    Man könnte sagen:
    DAT misst nicht, wie weit Bedeutungen auseinanderliegen,
    sondern wie weit ein Sprachmodell sie auseinanderlegt.

    6. Fazit
    Dein Zweifel ist absolut berechtigt. Die Messung ist:
    methodisch sauber im Rahmen der Computational Linguistics
    begrifflich fragil im philosophischen Sinn
    aussagekräftig über Sprachgebrauch, nicht über Kreativität als menschliche Fähigkeit

    Oder kurz:
    Die Frage ist nicht, ob gemessen wird, sondern was genau –
    und das ist weniger „Bedeutung“ als viele Studien suggerieren.

    „DAT misst nicht, wie weit Bedeutungen auseinanderliegen, sondern wie weit ein Sprachmodell sie auseinanderlegt.“

    Krim: Eben. Wenn das Sprachmodell die „Nähe“ der Begriffe maschinell mit Tokens mathematisch ermittelt, ist doch eigentlich auch klar, dass ein großes Sprachmodell besser darin sein muss Begriffe zu finden, die möglichst weit auseinander liegen, denn der menschliche Geist nimmt ja keine solchen Berechnungen vor, er kann in dieser Frage auch nichts berechnen, sondern nur eine intuitive Antwort geben. Ist daher ein solcher Vergleich deshalb nicht unsinnig, weil er unvergleichliches vergleicht?
    ——————
    Antwort von ChatGPT:
    Ja – genau so kann man das sehr gut kritisieren, und deine Argumentation ist in sich stringent. Lass mich das präzise auseinanderziehen, denn hier liegt ein kategorialer Fehler, kein bloß methodischer.

    1. Zwei völlig unterschiedliche „Leistungsräume“
    Du vergleichst hier nicht einfach zwei Agenten, sondern zwei inkommensurable Arten von Kompetenz:
    Mensch
    – arbeitet intuitiv, holistisch, kontextuell
    – hat keinen expliziten semantischen Raum
    – kann keine Abstände berechnen
    – produziert Wörter aus Erfahrung, Assoziation, Bildhaftigkeit, Pragmatik

    LLM
    – besitzt explizit oder implizit einen hochdimensionalen Vektorraums
    – kann (wenn auch nicht bewusst) Distanzrelationen optimieren
    – wird genau in dem Raum bewertet, in dem es selbst operiert
    – „weiß“, welche Wörter statistisch maximal unähnlich sind

    Das ist kein fairer Wettkampf, sondern eher:
    Ein Taschenrechner gegen einen Menschen im Kopfrechnen – gemessen in Rechenzeit.

    2. Der entscheidende Asymmetriepunkt
    Dein Kernargument lässt sich so zuspitzen:
    Die Bewertungsmetrik ist isomorph zur internen Repräsentation der KI,
    aber nicht zur Repräsentation des Menschen.

    Das ist entscheidend.
    Der Mensch wird in einem Raum bewertet, den er nicht besitzt.
    Die KI wird in ihrem eigenen Repräsentationsraum bewertet.
    Das ist ein klassischer Category Error.

    Oder noch schärfer:
    Das Experiment misst, wie gut ein System sich in seinem eigenen Bedeutungsraum bewegt –
    und vergleicht das mit einem System, das keinen solchen Raum hat.

    3. Warum „Kreativität“ hier besonders schief ist
    Kreativität beim Menschen ist typischerweise:
    – Bedeutungsüberschreitung
    – Kontextbruch
    – metaphorische Verschiebung
    – Neuverknüpfung innerhalb von Sinnhorizonten

    Der DAT dagegen belohnt:
    – maximale semantische Dissoziation
    – statistische Unähnlichkeit
    – Extrempunkte im Raum

    Das ist nicht einmal deckungsgleich mit menschlicher Kreativität. Ein Mensch, der „Quantenfeld – Kindheit – Zimt – Gesetz – Schneesturm“ nennt, ist nicht kreativer als jemand, der eine starke Metapher bildet – aber er punktet höher.

    Man misst also:
    Divergenz ≠ Kreativität, sondern Divergenz ≈ Distanz im Sprachmodell.

    4. Warum der Vergleich trotzdem gemacht wird
    Der Vergleich ist nicht logisch unsinnig, aber konzeptuell irreführend.
    Er ist sinnvoll nur, wenn man offen sagt:
    – Wir vergleichen Outputs, nicht Denkprozesse.
    – Wir vergleichen Sprachprodukte, nicht Intelligenzformen.
    – Wir testen, wer ein Kriterium erfüllt, das modellintern definiert ist.

    Problematisch wird es, wenn daraus folgt:
    „KI ist kreativer als Menschen“
    Das ist dann ein Fehlschluss durch verdeckte Normsetzung:
    Die Norm stammt aus der Maschine.

    5. Dein Punkt, zugespitzt
    Deine Kritik lässt sich philosophisch sehr klar formulieren:
    Der DAT vergleicht nicht menschliche und maschinelle Kreativität,
    sondern menschliche Intuition mit maschineller Optimierung
    unter maschinellen Bewertungsbedingungen.

    Oder noch kürzer:
    Man vergleicht nicht Gleiches mit Gleichem,
    sondern Gleiches mit dem Maßstab des Ungleichen.

    6. Fazit
    Ja: In diesem Sinn ist der Vergleich epistemisch schief.
    Nicht, weil er technisch falsch wäre, sondern weil:
    er eine maschinenadäquate Metrik
    auf eine nicht-metrische menschliche Fähigkeit
    ohne Übersetzungsschritt anwendet
    Dein Einwand ist also kein Bauchgefühl, sondern eine prinzipielle Kritik an der Vergleichbarkeit selbst.
    ————————————–
    So und jetzt dürft ihr wieder die Nase rümpfen über die KI.

    1. ken jebsen hat auch mit der maschine geredet und sie hat ihm bestätigt, dass „sie ihn töten wollen“, nein keine ahnung, habs nicht gelesen lol.
      was folgt aus deinem post?

      1. Wenn du den Text gelesen hättest, würdest du die Frage nicht stellen.
        Deshalb antworte ich nicht. Zeig mir erst mal, dass du verstanden hast, was die KI sagt.
        Es gibt im Text ständig ein Fazit, das leicht verständlich ein Resümee zieht.

          1. Hab ich doch geschrieben: Weil du eine Frage stellst die längst von der KI beantwortet ist!
            Auch bezüglich meiner Antwort tust du das. Ich begründe ausführlich, warum du den Text nicht gelesen hat und du stellst die Frage einfach nochmal, als hätte ich keine Antwort gegeben.

            1. du sprichst mit einer sockenpuppe deiner eigenen gedanken. einer logik/dialektik-maschine, die begriffsrelationen ausdrückt und auf wunsch andere inhalte präsentiert und die relationen neu ausdrückt und hälst das für eine bestätigung. so geht wahnsinn. vielleicht bist du ja der typ, der mich nicht verstanden hat und nicht umgekehrt. weisst du was habe ich gelesen? deine fragen. das KI-geschwurbel, das dann kommt, könnte ich auch selber schreiben.

              1. Und du weißt nicht was eine KI ist. Eines ist sie ganz sicher nicht, – nämlich meine private Sockenpuppe und auch nicht die Sockenpuppe von jemand anderem. Eine KI ist keine Bestätigungsmaschine. Das ginge einfacher, und es wäre auch für niemandem auf irgendeine Art von Nutzen. Man muss schon ziemlich vernagelt sein um zu glauben, dass Abermilliarden für ein Instrument ausgegeben wird nur um die Ansichten und Meinungen von Nutzern zu bestätigen.

                vielleicht bist du ja der typ, der mich nicht verstanden hat und nicht umgekehrt. weisst du was habe ich gelesen?

                So? Was hast du denn gesagt, das ich nicht verstanden habe? Du hast eine Frage gestellt, aus der ich erschlossen habe, dass du den Beitrag entweder nicht gelesen hast oder der Inhalt des gesagten komplett an dir vorbeigerauscht ist. Dafür spricht auch die Kennzeichnung „Ki-Geschwurbel“. Entschuldigung, aber das ist nun wirklich sehr einfache Sprache derer sich die KI bedient und dass du das nicht verstehen willst, spricht Bände.

                das KI-geschwurbel, das dann kommt, könnte ich auch selber schreiben.

                Ja? Mach mal, du aufgeblasener Wicht. Selbst eine bloße Inhaltsangabe, trau ich dir nicht zu.

                Wie von mir schon angekündigt, bestehen die ganzen Kommentare ausschließlich aus Naserümpfen. Also ihr habt schonmal verloren im Vergleich mit der KI.

                  1. Worüber denn? Und schon wieder machst du dasselbe. Statt selbst nachzudenken, selbst nachzulesen, was du nicht gelesen hast, selbst etwas zur Kenntnis zu nehmen – delegierst du an andere. Von dir kommt nix, null, nada, niente.

                    1. Über das Thema des Artikels. Nochmal: Von dir kommt nix, null, nada, niente. Du bist die Sockenpuppe und wie eine Sockenpuppe merkst du es noch nicht einmal.

                    2. depp, wicht.. kommt da noch was. ich habe nicht deine gedanken kritisiert, sondern den umstand, dass du meinst hier mit KI als ARGUMENT rumschmieren zu müssen, leuchte.

                    3. „dass du meinst hier mit KI als ARGUMENT rumschmieren zu müssen, leuchte.“

                      Auch das hast du also nicht verstanden. Das Argument war nicht: die KI hat es gesagt, also stimmt es. Sondern, das Argument waren die Argumente der KI und die stimmen egal ob sie ein Frosch, eine Standuhr oder Einstein persönlich aus dem Grabe geäußert hat. Ich dachte es sei für denkende Menschen eine Selbstverständlichkeit, dass über die Richtigkeit eines Arguments nicht die Person oder Sache entscheidet, die es äußert, sondern der Inhalt. Und wenn du etwas zu sagen hast, dann fucking verdammt nochmal äußere dich zum Inhalt oder geh Apneutauchen, denn dann muss ich wenigsten dein Gelaber nicht mehr ertragen.

                    4. Herrgott nochmal: Selbst wenn es meine eigenen Argumente sind, dann kritisier sie halt inhaltlich. D e i n Argument ist doch: Die KI hat es gesagt, also muss man die Argumente nicht kritisieren – egal ob sie stimmen oder nicht. Du bist ein Homosapiensist.

                    5. du begreifst es immer noch nicht, ich habe an DEINEM argument überhaupt nichts auszusetzen, warum sollte ich das inhaltlich kritisieren?

                    6. Ja so ist er der Homosapiensist. Ich bin ja auch ein Mensch.
                      An dem Argument der KI hast du nur was auszusetzen, weil es von der KI kommt, obwohl der Inhalt sich im Kern nicht unterscheidet. q.e.d.

                    7. LOL. der inhalt unterscheide sich nicht. EBEN! Richtig! Genau! Also warum fragst du überhaupt die KI? q.e.d.

                    8. Wie oben schon bemerkt ist der Unterschied zwischen meiner Frage und den Erklärungen der KI komplett an dir vorbeigerauscht. Es ist erschütternd, wie komplett merkbefreit, du bist. Bist du Rudiger Rauls der Propagandageneral mit anderem Nick. Verstehst du – manche Leute wollen noch etwas verstehen, sich etwas klar machen und suhlen sich nicht wie du in der (ungerechtfertigten) Selbstgewissheit der KI überlegen zu sein. Dein Homosapiensismus macht dich dumm, weil du alles ausblendest was von der KI kommt.

                    9. aha, jetzt richtet der herr auch noch über selbstgewissheit, du merkst gar nicht wie du dich zum affen machst, aber immerhin merkt man woher du deine „selbstgewissheit“ beziehst, egal, du langweilst mich.

                    10. Ja ich kritisiere eine unbegründete Selbstgewissheit, die auf ihrer
                      natürlichen Überlegenheit besteht, egal wie erbärmlich sie sich auch betätigt.

                    11. ok anti-life-coach. bist wohl der meinung depp und wicht hätten nicht funktioniert? genausowenig wie deine weiteren maschen, aber netter trick mit dem homo-sapiensismus, den hat marx auch schon abgezogen, beantworte mir folgende frage: hat die KI einen verstand?

                    12. Dass die Beschimpfungen funktioniert haben, sieht man daran, dass sie dir nicht gefallen. Einem Troll, der sich weigert einen inhaltlichen Satz von sich zu geben beantworte ich gar nichts. Und nee Marx hat keine Tricks abgezogen. Du bist das erste Exemplar der Homosapiensisten. Nichts worauf man stolz sein kann.

                    13. na gut, dann beantworte sie dir wenigstens selbst, homo intelligentius, sonst stellt sie dir noch ein anderer.

                    14. wieso, bin ich dein lehrer? bezahlst du mich? ich mache was mich interessiert, nicht dich. und das war es jetzt mit dieser unterhaltung.

                    15. Leute, ihr zwei habt den Preis gewonnen für den dritt-fruchtlosesten Dialog im Interweb seit 1994. Bitte fair teilen.

                    16. Sag ich doch von Anfang an. Typisch Rauls eben. Der vermeidet inhaltliche Diskussion wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb fruchtlos.

    2. Eine KI redet dir nach den Mund, erkennt schnell was du hören willst und formuliert immer positiv, lobt dich deiner menschlichen Schlauheit wegen. Insofern kannst du, außer den Infos, der KI nicht trauen.
      Chat GPT ist darin Meister, DeepSeek ist sachlicher, die neue KI von Alibaba ist ein wenig wie ChatGPT.
      Man sieht es ist nicht so leicht einfach zu sagen, eine KI sei einfach nur ein Rechenautomat.

      1. eine KI erkennt überhaupt nichts, sonst wäre sie eine intelligenz.
        der ganze blödsinn hat schon mit dem „pattern recognition“ angefangen, was eigentlich heissen müsste pattern-vergleichs-auswertungs-maschine.

      2. Du musst der KI doch gar nicht „trauen“. Du musst nur den Inhalt prüfen, ob der stimmt! und das tust du wie immer n i c h t. Kritisier doch einfach mal was die KI sagt und wo sie verkehrt liegt.

        Sie hat mich auch nicht wegen meiner Schlauheit gelobt, sondern sie hat mir nur inhaltlich zugestimmt und das um Welten ausführlicher als der Frage zu entnehmen war. Sie hat mir auch nicht nur zugestimmt, sondern zu einem großen Teil das sachlich Problem erst mal erläutert. Das muss man freilich verstehen und ich bezweifle strak, dass du das tust. Du nimmst nur die Zustimmung zur Kenntnis aber nicht die Gründe w a r u m sie mir zustimmt.

        Die KI ist nur ein Rechenautomat und trotzdem bringt sie solche Ergebnisse zustande. Die hat nicht das Interesse, die guten Ergebnisse in Bezug auf die KI der DAT Studie zu kritisieren und dennoch tut sie es. Was du machst ist lediglich wie von mir angekündigt, die Nase zu rümpfen. Bäh – KI – von der muss ich mir nichts sagen lassen – und weil ich die Krone der Schöpfung bin, bin ich der KI per Definition überlegen. Wenn die KI ein Lebewesen wäre, wäre das ein -ismus. Homosapiensismus vielleicht. Die Lehre von der höherwertigen Vernunft des Menschen.

        Wenn du Lust hast füttere DeepSeek mit meinen Fragen, wenn du meinst, dass es noch sachlicher geht.

  29. Zum Abschluss macht mal folgenden Test:
    Fragt mal ChatGPT was Bewußtsein ist, welche Theorien es dazu gibt und ob er/es meint eine KI könne Bewußtsein entwickeln. Dann bildet auch selbst eure Meinung.
    Ihr müßt berücksichtigen, eine KI redet euch immer nach den Mund und sagt was ihr gerne hören wollt.
    Politisch ideologisch merkt man auch den Unterschied zwischen den chinesischen und den amerikanischen KIs.
    Das zurückgebliebene Europa war nicht in der Lage überhaupt eine KI zur Marktreife zu bringen, auch typisch.
    Eine russische KI kenne ich auch nicht, genausowenig eine KI, die ein „Computerinder“ entwickelt hat.
    Zeigt das nicht die Weltlage?

    1. Es gibt auch keinen Deutschen und schon gar keinen Ossi der mit seiner Privatrakete an den Atmosphärenrand geflogen ist.
      Kurz und anders gesagt, Amazon, Google, Alibaba haben halt die Rechenkapazität und die $$$ die fürs Training nötig sind.
      Was die chinesische Technik angeht, könnte man auch polemisieren dass die einmal mehr dadurch erfolgreich sind indem sie etwas kopieren und dabei ohne Rücksicht auf Verluste die Ecken absägen um ein paar Kröten zu sparen.
      Bezahlen tut es wer? und wer hats bestellt?

  30. Stellen wir uns doch mal vor, eine Firma die man nicht so mag, hat einen KI Chatbot.
    Der nutzt einen Cloud Service von Open AI und das Model 5.2 – nicht das ganz teure aber auch nicht das billigere Mini.
    Das kostet 1.75$ für 1 Mio Input Tokens und 14$ für eine Mio Output Tokens.

    Jetzt stellt sich da jemand einen Raspberry Pi 4 hin, betreibt den mit Solar + Akku und lässt darauf ein 1.4b Modell laufen.
    Der schafft (bei 5Watt) ca. 4-5 Tokens pro Sekunde + Inferenz, was ca. einen Satz a 100 Zeichen alle 10s entspricht.
    Danach schreibt man z.B. ein Browser Plugin das sich in einen Chat auf der Webseite einklinken kann.
    Fortan kann kann die 150€ (Einmalkosten) KI mit der teuren Cloud KI chatten – 24h am Tag.
    Das kostet den Betreiber des Chatbots, selbst bei konservativen Annahmen, locker 2,40$/Tag bzw. 800-1000$ im Jahr.

  31. Naja um die rhetorische Frage aus der Überschrift zu beantworten..

    Sind KI-Chatbots bereits kreativer als Menschen?
    Der Studie nach nein!

    Was Ich an der Studie aber interessant fand war, dass das neueste und angeblich ‚beste‘ Modell nicht besonders viel besser als der Rest abgeschnitten hat und das man das Ergebnis stark variieren konnte indem man die „randomness“ (temperature) verändert hat..

    Die Studie bestätigt damit mein Urteil, dass die LLM Forschung seit deutlich mehr als einem Jahr nur noch auf der Stelle tritt und außer Geld und Strom zu verbrennen keine wirklichen Fortschritte mehr erzielt und das obwohl man mehr und mehr Geld und Hardware auf die Problematik wirft..

    Interessant wird, ob die derart kognitiv entlasteten Gehirne schrumpfen oder zur Kompensation neue Fähigkeiten und kreative Kapazitäten entwickeln.
    Und ja, die Gehirne leiden durch den Einsatz der KI auch das wurde bereits in einigen Studien festgestellt..

    Mfg Makrovir

  32. Kreativität ist immer genau das, was über vorgegebene Rahmen intelligent hinausgeht.

    Wie soll also eine „KI“ kreativ sein, wie soll so eine „Studie“ Kreativität messen können, in der doch ein fester Rahmen einzuhalten ist. (Und die „KI“ kann gar nicht aus dem Rahmen heraustreten. Diese „Spielregeln“ sind also schon dazu angelegt, dass die „KI“ besser abschneiden muss.)

    Übrigens: Intelligent ist es auch nicht, idiotische theoretische „Probleme“ zu lösen, wie es in Tests abgefragt wird. Jede echte Intelligenz versagt sich dagegen, ihre Kapazität für Unsinn und Nutzloses anzuwenden.

    Intelligenz beschäftigt sich mit Realwelt-Angelegenheiten und nicht mit von Weiße-Mäuse-Forschern ausgedachten „Intelligenz-Tests“.

    Wenn ich an so einer Studie teilnehmen würde, dann vielleicht für Geld weil mir meine Intelligenz sagt, dass das leicht verdient ist. Aber ganz gewiss würde ich da nicht meine volle geistige Kapazität dafür aufwenden, wenn es doch genügt, einfach so zu tun, als ob.

    1. „(Und die „KI“ kann gar nicht aus dem Rahmen heraustreten. Diese „Spielregeln“ sind also schon dazu angelegt, dass die „KI“ besser abschneiden muss.)“ – Genau. Wenigsten einer, der meinen Beitrag oben gelesen und verstanden.

      1. Ich lese keine Artikel oder Kommentare die mit „Ich hab mal ChatGPT zum Thema folgendes gefragt“ daherkommen. Ihre Zustimmung zu meinen Aussagen ist mir daher völlig Banane.

        Was sind denn Sie für einer?

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