Siegmund: „Wir holen unser Land zurück, es beginnt hier in Sachsen-Anhalt“

Aus einem YouTube-Werbevideo der AfD, in dem Siegmund sagt: „Ich will unser gutes, altes, sicheres Deutschland zurück.“ Das scheint viele zu begeistern.

Die AfD konnte im Vergleich zur letzten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihr Ergebnis fast verdoppeln. Umgekehrt erging es der anderen Partei auf der konservativ-rechten Seite, der CDU. Die einstige Volkspartei schließt sich damit der SPD an. Dazu passt, dass die FDP ganz abgewählt wurde. So wurden in dem östlichen Bundesland die westlichen Altparteien, die lange die Politik der alten Bundesrepublik bestimmten, auf das Nebengleis geschoben.

Nimmt man das BSW und die Linke hinzu, beides stark von Ostdeutschland geprägte Parteien, haben die neuen Parteien gegenüber den „Altparteien“ eine Mehrheit erzielt. Könnte dies auch in westlichen Bundesländern geschehen? Nach der AfD schon, denn angeblich ist Ostdeutschland Vorbild für ganz Deutschland: „Der Osten ist kein schlechteres, er ist das bessere Deutschland.“

Auf jeden Fall ist der Aufstieg der AfD zu der einzigen und neuen Volkspartei erstaunlich und erklärungsbedüftig. Denn es ist klar, dass etwas schiefgelaufen ist, wenn sich rechts von der CDU eine solch starke Partei so schnell entwickeln kann, die allem Anschein nach in der Lage sein könnte, letztlich die CDU als letzte verbliebene konservative Partei zu verschlucken oder in die Bedeutungslosigkeit zu stoßen. Das könnte schnell geschehen, wenn die CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnt oder aber wider Versprechungen ihr zustimmt. Beides ist für sie fatal.

Aber auch die AfD in Sachsen-Anhalt steckt in einer Zwickmühle. Sie kann sich nicht wie etwa die FDP unter Lindner vor einer Regierungsbildung drücken. Dazu ist sie viel zu stark und hat auch immer zur Eile angemahnt, um Deutschland vor dem angeblichen Untergang ohne sie zu retten. Geht sie aber eine Koalition ein, wird sie zur Systempartei und muss Kompromisse machen. Das kappt ihren inszenierten Nimbus des Rebellenhaften und wird sie, was ja auch ihr Programm ist, normalisieren, aber auch die Entwicklung radikalerer Kräfte in ihr und außerhalb fördern.

Sicher spielte der AfD-Spitzenkandidat Siegmund eine entscheidende Rolle für den hohen Sieg. Der stets freundlich lächelnde Verkäufer, der anscheinend niemand Böses will und den Menschen verspricht, dass mit ihm alles möglich wird, zuletzt verbessert: „Alles wird gut“. Das tröstet, hat etwas pfarrerhaftes und man sagt auch, dass viele Menschen ihn als eine Art Messias betrachteten, der das Deutschland wiederherstellen wird, das früher irgendwie gut war. Ein neuer Führer? Bislang hatte die AfD das nicht zu bieten. Welches das wiederherzustellende Deutschland ist, zu welcher Zeit, vor der Wende oder nach ihr, vor dem Euro, vor der EU, vor dem 20. Jahrhundert? Geschenkt, Hauptsache, es geht nicht in eine ungewisse Zukunft, sondern in eine Vergangenheit, die man irgendwie kennt und in der man sich verbarrikadieren kann.

Funktioniert hat das schon ebenso nebulös transatlantisch in den USA, da dort den Menschen auch versprochen wurde, Amerika wieder groß zu machen. Das hat die Menschen ebenso begeistert wie das Versprechen, alle Fremden, die sowieso nur Mörder, Vergewaltiger und Bösewichter sind, aus dem Land zu schaffen, um endlich wieder Wir zu sein. Was nicht viel anders wie der depperte Bayernspruch ist: Mia san mia. Ja, darauf kann man sich im Bierzelt einigen.

Siegmund, der den Erfolg schon im Namen trägt, ist Avantgardist einer seltsamen Bewegung, die angeblich nichts Neues will, sondern nur abbauen will, was verfälschend dazu gekommen ist. Da tritt jemand revolutionär und subversiv auf, um die Normalität einzufordern, im Regierungsprogramm ist sogar von der „normativen Normalität“ die Rede. Das klingt ziemlich langweilig, ebenso wie die Forderungen nach einer patriotischen Kultur nicht gerade nach Ausgelassenheit und Fröhlichkeit klingen, sondern nach bürgerlicher Behäbigkeit, die jede Exzessivität hinter sich gelassen hat und ihre Ruhe haben will (AfD-Kulturpolitik: „patriotische Wende auf allen Gebieten“, Bekämpfung der „Identitätsstörung“).

MAGA zeichnet sich ebenso wie die Suche nach Normalität dadurch aus, dass man großzügig über die negativen Seiten der Geschichte hinwegblicken und nur das Schöne und Erhabene fördern will. Kritik wird eliminiert, es soll ja Stolz kultiviert werden, einer großen wie Deutschland oder der größten Nation wie der USA anzugehören (Make Amerika Beautiful Again).

Siegmund ließ im Jubel verlauten, was er allerdings schon wiederholt gesagt hatte: „Wir holen unser Land zurück, es beginnt hier in Sachsen-Anhalt.“ Damit wird suggeriert, das Land sei von Invasoren besetzt worden, und die AfD eine Befreiungsbewegung. Siegmund: „Ich will unser gutes, altes, sicheres Deutschland zurück.“ Und er erklärte: „Wir haben Geschichte geschrieben“, und auch: „Wir werden Geschichte schreiben.“

Dabei fällt ein, dass die AfD gerne nur „unsere reiche Geschichte vor 1933“ für den Nationalstolz und die „patriotische Wende“ aufbereiten und keine „Verewigung eines Schuldkomplexes“ oder „Nationalmasochismus“ betreiben will. Für eine Kampagne #deutschdenken sollen daher nur die „schönsten Beispiele deutscher Geschichte, die Sachsen-Anhalt zu bieten hat“, verknüpft und herausgestellt werden. Geehrt werden sollen überdies als „schönste Beispiele“ gefallene Soldaten, auch die des Zweiten Weltkriegs, allerdings ohne Erwähnung der von der Wehrmacht begangenen Verbrechen.

Und die AfD, die eine Bürgerwehr etablieren will, blendet natürlich auch aus, dass in Sachsen-Anhalt schon einmal rechte Geschichte geschrieben und damit  zur Bilder deutscher Identität beigetragen hat. 1932 kam die NSDAP im Freistaat Anhalt als erstem Bundesland an die Macht und bildete als stärkste Partei mit 40,3 Prozent eine Koalition mit der gleichfalls rechten Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Alfred Freyberg wurde der erste nationalsozialistische Regierungschef eines deutschen Bundesstaats. Diese Koalition war Vorbild nach der Reichstagswahl am 5. März 1933, als die NSDAP mit der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot, einem von der DNVP dominierten Wahlbündnis, eine Regierung bildete und die Machtergreifung Hitlers begann.

Das Feindbild Bauhaus, das die AfD pflegt, prägte auch die NSDAP im Freistaat Anhalt. 1932 wurde das Bauhaus in Dessau, wo seit 1931 die NSDAP im Gemeinderat die stärkste Fraktion stellte, geschlossen. Es zog kurzzeitig nach Berlin unter dem Direktor Ludwig Mies, wurde aber auch dort 1933 trotz Anbiederungen zur Selbstauflösung gezwungen. Dabei waren die Bauhäusler durchaus nicht alle links: 188 Bauhäusler traten in die NSDAP ein, 15 in die SA und 14 in die SS.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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87 Kommentare

  1. „[…]Ein neuer Führer? Bislang hatte die AfD das nicht zu bieten[…]“

    Mensch kann es ja auch übertreiben, denn es wird nie wieder einen „neuen Führer“ geben, der hat sich 1945 in Berlin selbst gerichtet und seine Verwandten – ja, auch Hitler hatte Familie – haben dafür gesorgt, dass sie nie wieder einen kleinen Hitler bekommen – alles hier nachzulesen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Familie_Hitler

    Interessanter finde ich die Frage warum Menschen die einmal extrem links tickten auf einmal in die extrem rechte Ecke abdriften – der sollte man einmal nachgehen, zumal es ja diesmal ein ganzes Bundesland statt eines einzelnen Bundesbürgers (z.B. Horst Mahler Ex-RAF-Anwalt später extrem Rechts, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen in .de) betrifft.

    Zynische Grüße
    Bernie

    1. „(z.B. Horst Mahler Ex-RAF-Anwalt später extrem Rechts, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen in .de)“
      Horst Mahler war bevor er zur RAF stieß in einer studentischen Verbindung.
      Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte Mahler Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin und war dort 1953/1954 Mitglied der pflichtschlagenden, farbentragenden Studentenverbindung Landsmannschaft Thuringia Berlin.[11][12] Er stellte dort bereits im November 1956 beim Abschlussconvent den Antrag, aus der Thuringia auszutreten,[13] um der SPD beitreten zu können.[14] Dies lag daran, dass die SPD im Jahre 1954 die Unvereinbarkeit der Parteizugehörigkeit mit einer Mitgliedschaft in schlagenden Verbindungen beschlossen hatte.

      Ob die RAF Links war, darüber kann man verschiedener Meinung sein. Aus meiner Sicht ist Terror nicht links. Und schon gar nicht Einzelterror gegen bestimmte Personen. Gesellschaftliche Veränderungen sprich Revolutionen sind das Ergebnis der Erhebung der Mehrheit der Bevölkerung mit dem Ziel das alte Gesellschafts- und Wirtschaftssystem zu überwinden und eine andere fortschrittliche Gesellschaft aufzubauen in dem die Produktionsmittel vergesellschaftet sind.

      Selbst die Unterstützung der Befreiungsbewegungen wie etwa der PLO ist nicht unbedingt links gewesen. Denn im Kern war die PLO nationalistisch geprägt. Natürlich war es richtig nationale Befreiungsbewegungen zu unterstützen aber die Geschichte beweist das daraus nicht unbedingt fortschrittliche Staaten geworden sind.

      1. @Otmars

        Danke für Ihre Ausführungen – vielleicht war mein Beispiel, auch hier, schlecht gewählt.

        Es läßt sich jedoch nicht bestreiten, dass der linksextreme und rechtsextreme Extremismus wohl Ähnlichkeiten haben – klammert Mensch die unterschiedliche Ideologie mal aus.

        Die gilt es zu suchen, um auf den Schlüssel zur Lösung des Problems zu kommen warum einst linksextreme zu überzeugten Faschisten werden – Beispiele lasse ich jetzt mal sein, denn die gibt es zuhauf seit Anbeginn der rechtsextremen bzw. faschistischen Ideologie…..bzw. der linksextremen bzw. kommunistisch autoritären Idee….

        Zynische Grüße
        Bernie

        1. Meine Erklärung ist einfach, beide extremistischen Gruppen denken formal oder völkisch. Keine der beiden denkt die Welt inhaltlich und versucht entlang von Beobachtungen die Welt zu erklären.

          Wer inhaltlich denkt, wird viele Grautöne und Webfehler entdecken, wer formal denkt, der sieht überall schwarz/weiß, was ja auch unsere traditionell christliche Sichtweise ist. Wer so denkt, hat es einfach aus einem Plus ein Minus zu machen. Entweder fügt man einen Strich hinzu oder man radiert was weg und fertig ist die Verwandlung eines Rechten in einen Linken oder umgekehrt.

          Übrigens demonstrieren jetzt aktuell ganz viele linke „Demokratiefreunde“ gegen ein Wahlergebnis, das ihnen nicht passt. Ich erkenne, die Linken in Deutschland müssen erstmal demokratietüchtig werden. Ich frage mich, was diese Leute für eine Bildung genossen haben. Mir selbst ist nur einmal passiert, das „meine Partei“ an die Macht kam – und dann stellte sich der Spitzenkandidat als Kriegstreiber heraus. Danke Joschka. Und sein Kompagnon kreierte Harzt-VI. Auch nicht gut.

    2. @Bernie

      Zu Ihrer Frage:
      „Interessanter finde ich die Frage warum Menschen die einmal extrem links tickten auf einmal in die extrem rechte Ecke abdriften “

      Ich glaube, dass nur jene Ex-Linken später sehr weit nach in die Bereiche wandern, die Sie „rechts“ nennen, die früher gleichfalls nicht nur etwas links waren, sondern ziemlich weit links standen. Die Paradebeispiele sind natürlich Horst Mahler, Jürgen Elsässer und Manfred Rouhs.
      Wer sehr weit links stand, der zeigte ja schon damals, dass er prinzipiell zu extremen „Lösungen“ neigte. Und dieses Interesse am Extremen und Grundsätzlichen, das scheint zu bleiben. Wobei die sog. „Hufeisentheorie“ bei Mahler am besten zu passen scheint.

      Wer in seinen jüngeren Jahren nur etwas links war, der rutscht – sofern er sich überhaupt von der Linken wegbewegt, was nicht so häufig ist – m.E. nicht so sehr weit nach rechts.

      Übrigens ist die Zahl linker Renegaten gar nicht so klein, die in älteren Jahren ins Konservative oder gar in das, was Sie „rechts“ nennen“, tendierten. Beispiele: Günter Maschke, Manfred Kleine-Hartlage, Bernd Rabehl, Rolf Peter Sieferle,
      Klaus Rainer Röhl, Oswald Metzger, Henryk M. Broder, Vera Lengsfeld oder Antje Hermenau.
      Wobei Maschke, Sieferle und Kleine-Hartlage sicherlich die intellektuell anspruchsvollsten sind bzw. waren.

      Es kommt wohl darauf an, wie sehr man sich in reiferen Jahren von der Realität, den realen Problemen und realen Widersprüchen erreichen lässt und ob man das „Störende“ aus der Realität dann wegdrückt, ignoriert oder gar leugnet – oder eben nicht.
      Es gibt natürlich auf immer 110%ige. die so sehr von ihren Träumen, Visionen und Wertmaßstäben durchdrungen und beherrscht sind, dass ein Umdenken praktisch ausgeschlossen ist. Solche Leute „haben“ eine linke Ideologie, so etwa im Sinne des „Habens“ bei Erich Fromm.

  2. Intellekt arbeitet sich nicht an Personen ab,sondern Konzepten…

    Wenn etwas Bedeutung hat, dann das Wahlprogramm einer AfD und nicht die Meinung eines Mitgliedes einer AfD..
    Zumindest ist Er mir auf dem Bild mit Kind Sympathischer als ein Bundeskanzler nach der Wahl in einem Jagdbomber..
    Sobald ich bei Google das g einfüge nach „Sie “ erscheint „Ulrich Siegmund“ o)))
    Ach übrigens, auch Hitler kam nicht an die Macht mit Hilfe von Worten , sondern erst mit Hilfe Internationalem Kapital.
    Von daher also müßig,hier Historische Vergleiche ziehen zu wollen..

  3. Palim Palim, die Wahl war schlimm!
    Da gab es einen mörderlichen KO-Schlag auf das Maul einer aus westdeutscher Parteizentralen ferngesteuerten ostdeutsche Politmarionette!

    Der Kandidat hätte lieber Flaschen mit Pommes frites aus Didis Kaufmannsladen verkaufen sollen, als kostenlos Bratwürste aus dem “Schwarzen Parteikiosk“
    ,
    Ich komme aus der “Wirtschaft und bin Ingenieur“! So tönte es immer wieder mit voller Inbrunst der Unfehlbarkeit und grenzenloser Selbstüberzeugung in alle Mikrofone und Kameras.
    Der Ingenieur aus Quedlinburg, der womöglich auch noch umsonst studiert hat, hat eines sehr gut geschafft. Die Anwendung der “Merzschen Halbierungsregel“, die Hälfte ist viel weniger als ein Ganzes, war sehr erfolgreich.
    Wer nicht gerade mit parteipolitischen Tunnelblick und Scheuklappen durch diese Welt geht, wird in diesen Wahlkampf eines bemerkt haben, die Dekadenz und Verkommenheit der politischen Klasse mit ihren Eliten und den damit verbandelten Schleimspurmedien hat eine neue Dimension erreicht. Der Versuch, mit einer unglaublichen Lügen- und Verleumdungskampagne die Bürger einseitig richtungsweisend gegen eine Partei zu beeinflussen, ist grandios gescheitert. Das Lügen und Betrügen, Tricksen und Täuschen ist dabei zum tägliche angewandten Handlungsprinzip geworden.
    Wie wird es nun weitergehen nach dem unbotmäßigen Verhalten der undankbaren ehemalige Zonis?
    Die parteipolitische “Brandmauer“ ist krachend eingestürzt. Das dabei entstandene Abbruchmaterial lässt sich vorzüglich wieder weiter verwenden. So könnte die “Berliner Mauer“ und der “Grenzzaun“ erneut damit errichtet werden. Natürlich alles mindestens drei Meter höher als vorher. Das nächste wäre eine Remigration von allen ehemaligen westdeutschen Brüdern und Schwestern nach Deutschland West. Alle, die nach 1990 unter der Tarnbezeichnung “Hilfe zur Selbsthilfe“ in Scharen eingefallen sind, das Land ausgeplündert und sich die Taschen reichlich gefüllt haben. “Den Ostdeutschen mußten wir erst einmal das Arbeiten beibringen“ war einer der beliebtesten Sprüche der damaligen Zeit, neben vielen anderen vergleichbaren abwertenden Einschätzungen und verächtlichen Bemerkungen. Ich habe mir solche und ähnliche Sprüche sehr wohl gemerkt und werde die die auch nicht vergessen. Genau diese Erinnerungen haben auch viele andere Ostdeutsche behalten und weitergegeben. Diese Erinnerungen an Überheblichkeit, Arroganz und Hochnäsigkeit, die bis heute anhält, hat sicherlich auch viel zur getroffenen Wahlentscheidung beigetragen. Die auch als ein deutlicher Protest für über 35 Jahre westdeutsche Vorherrschaft und Vormundschaft unter westdeutsch geschaffenen Kolonialstrukturen in Wirtschaft, Politik, Medien, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur geführt haben, zu werten ist.
    Eine weitere Möglichkeit der Bestrafung nach diesem undankbaren Wählervotum wäre dann noch der organisierte Austritt aus dem per “Kohlschen Gnadenerlass“ ermöglichten Beitritt zum Zuständigkeitsbereich des Grundgesetzes. Danach Anfrage an Trump, ob er das nun wiedergewonnene Staatsgebiet der ehemaligen “Deutschen Demokratischen Republik“ als 51. Bundesstaat der USA aufnimmt!
    Der Katzenjammer und das Wunschdenken am Tag nach dem Wahldebakel verdeutlicht aber noch ein weiteres Problem. Den parteipolitische Nachwuchs, der sich langsam aber sicher in der Karriereleiter nach oben hangelt, würde ich nach den Äußerungen in den Statements in den jeweiligen Parteipressekonferenzen so einschätzen: Es wurde nichts verstanden aus dem historischen Wahldebakel und eine “Generation Doof“ ist nachgewachsen. Diese Bezeichnung stammt nicht von mir, sondern aus der sehr zu empfehlenden Lektüre
    Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?
    – Stefan Bonner, Anne Weiss 2008
    Wir holen unser Land zurück hat eine andere Bedeutung, als der Autor vermitteln will!

    1. Als Ostdeutscher müsste man wissen, das ein Maschinenbaustudium in der DDR kostenlos war. Ich habe auch so ein kostenloses Maschinenbau- Studium absolviert.

      1. Hallo Oskar!
        Trotz kostenlosen Studium kann es umsonst gewesen sein!
        Solche Leute sind mir schon sehr oft begegnet. Besonders in der Politik. Nur hier besteht die Möglichkeit ein horrendes leistungsloses Einkommen für den täglichen Broterwerb zu erhalten.
        Man muss nur genug Sprechblasen aus vielen schönen, aber nichtssagenden Worten verteilen können!

    2. Dein Kommentar ist besser als der Artikel. Den Karrieristen der Kartellparteien ging es jahrzehntelang nur um ihre Fleischtöpfe. Die AfD stört. Vorher war es so kuschelig.

    3. Woher kommen die 9 % Grüne in Sachsen Anhalt ? Öffentlich Bedienstete höherer Dienst, Juristen, Unidozenten, Gutsbesitzer mit ESF Geldern gepampert, Funktionäre von NGOs, Parteistiftungen, ÖRR Leute, (da kommt ein Komplex von Steuergeld Lebenden zusammen), dann das Aufrufen zum „taktischen“ Wählen ?
      Also ich bin skeptisch wenn ich mir das Alles anschaue.

      1. Kowolski: Die Frage wie die Grünen zu ihren fast 9% gekommen sind, habe ich auch
        schon zu einem anderen Artikel gestellt. In den Umfragen in den Tagen vor der Wahl
        dümpelten die Grünen immer gerade so etwas über 5%. Plötzlich und unerwartet dann der
        raketenhafte Aufstieg. Ich traue dem Wahlergebniss nicht. Wie man gerade beim Hackerangriff
        in Berlin sieht, sind die IT Netze der staatlichen Infrastruktur Netze mit riesigen Maschen.
        Ein kleiner eingeschleuster „Wurm“ könnte bei der Weiterleitung der Ergebnisse an die
        Zentrale ein kleines Bischen umsortieren. Das BSW kann ja auch ein Lied davon trällern.

        1. Na ja, einfacher dürfte die Erklärung sein, dass die Leihstimmenkampagne von Campact gefruchtet hat, nicht? Die Linke hat ja vergleichsweise schlecht abgeschnitten, und vielleicht hat auch der eine oder andere CDU-Anhänger sein Kreuzchen dann doch bei den Grünen gemacht.

  4. Weder der eine noch der andere Vergleich sind zulässig, sie hinken beide. Die AfD ist nicht die neue NSDAP, das vorab. Sie ist eine populistische Partei wie die Maga- Bewegung in den USA, der RN in Frankreich oder Nigel Farages diverse Parteien in GB. Im Unterschied zu 1933 sind heute nahezu im gesamten Westen dieselben gesellschaftlichen und politischen Kräfte am Werk, wohl auch als Gegenbewegung zur Globalisierung, deren Verlierer in allen betroffenen Staaten des Westens über Jahrzehnte kaum mitgenommen worden sind. Ich erinnere an den „basket of deplorables“ von Hillary Clinton. Solche Stimmen gibt es hier auch, v.a. bei den selbstgerechten Grünen und tlw. bei den Sozis, auch bei der Linken. Der seit vielen Jahren schwelende Stadt- Land- Konflikt manifestiert sich symbolhaft in der gestrigen Landtagswahl. Natürlich würde auch die AfD die Zeit nicht wieder zurückdrehen können, sollte sie tatsächlich regieren. In der Verantwortung wird sie sich abnutzen und einem erheblichen Teil ihrer Wähler die Erkenntnis bescheren, dass auch sie nur mit Wasser kocht, zumal die wirklich wichtigen Entscheidungen nicht in Magdeburg getroffen werden. Es gibt nunmal Gründe für das massive Wachstum der AfD, und das sind die Themen, die die anderen jahrelang nicht adressiert haben: fehlgeleitete Migrationspolitik, falsche Energiepolitik, falsche Sozialpolitik, fehlende Wirtschafts- und Industriepolitik, fehlgeleitete Klimapolitik, besser Klima- Hysterie, die es so nur in Deutschland gibt, obwohl die anderen 7,95 Milliarden Menschen der Welt auch nicht verbrennen, verdursten oder ertrinken wollen. Deutschland ist ganz objektiv in vielem auf dem falschen Weg, und die Etablierten machen nunmal nicht den Eindruck, den Kurs zu ändern. Die AfD wird hauptsächlich von Leuten gewählt, die sich anderswo nicht mehr repräsentiert sehen und die für ihre teilweise in purer Verzweiflung angegebene Stimme für die AfD auch noch als Nazis beschimpft worden sind, obwohl es sich zum größten Teil um ehemalige (teilweise langjährige) CDU- und SPD- Wähler handelt. Ich finde es beschämend, das Vierte Reich an die Wand zu malen, wenn die AfD regiert. Ich bin von denen sicher kein Freund, aber ein radikaler Demokrat. Es sind die Anderen, die sich fragen müssen, wie und warum sie es haben soweit kommen lassen, dass eine in Teilen so bedenkliche Partei soviel Zustimmung auf sich vereint. Wirkliche Einsicht sehe ich da leider bis heute nicht, vor allem nicht bei den (man muss leider schon fast sagen ehemaligen) Volksparteien Union und SPD. Von Linken und Grünen würde ich gar nichts anderes erwarten als das, was sie tun.

    1. Kann allem zustimmen und ergänze noch – wie bereits in einem anderen Beitrag bei Overton erwähnt – die Übernahme der US-Politik 🇺🇸 der Doppel- und Nichtmoral ist in 🇩🇪 krachend gescheitert.

      Wir sind eben nicht die Supermacht USA, die sich mit jedem Islamisten, Rechtsextremen, Neo-Faschisten sowie Möchtegern-Superdiktator außenpolitisch alliiert, während man Zuhause die zurecht gnadenlos juristisch zur Verantwortung zieht.

      Sowas muss Blackrock-Fritze Merz erst noch lernen, und die klingbeilsche SPD gleich mit 🤪👎👎

      Sarkastische Grüße

  5. „Man werde Geschichte schreiben. Ausgeklammert wird, dass Sachsen-Anhalt schon einmal Geschichte geschrieben hat: 1932 kam hier die erste deutsche Landesregierung unter Führung der NSDAP an die Macht.“

    Das musste ja kommen.

    Sorry, Herr Rötzer, aber das ist unterste Schublade.
    Da sollten Sie dann zumindest erklären, was ihrer Meinung nach diese Parallele inhaltlich rechtfertigt.

    Hier in diesem Magazin erwarte ich mehr, als das, was man ohnehin an Diffamierungen in den MS Medien liest.

    1. Ich kann keinerlei Parallelen zwischen der
      NSDAP und der AFDerkennen.
      Was ist daran falsch,wieder deutsche Interessen wahrzunehmen, als der untertänigste Vasall der USA-SA-SS zu sein.
      Oder direkte Demokratie einzuführen.
      Ich glaube,daß sich die Ostdeutschen nicht mehr von der Propaganda der herrschenden Parteien irreführen zu lassen.
      Sie sind geschult darin,Propaganda zu riechen( frei nach Broder)

      1. „Ich kann keinerlei Parallelen zwischen der
        NSDAP und der AFD erkennen.“

        Genau das meine ich mit meinem Kommentar ja auch.
        Diese Gleichsetzung ist unterste Schublader der Anti-AfD -Propaganda.

    2. Das Bundesland Sachsen- Anhalt gab es 1932 noch gar nicht…..Aber wer sollte das auch wissen…
      Und die erste Landesregierung mit NSDAP- Beteiligung gab es schon 1930 in Thüringen….

      1. Roland: Jetzt verraten Sie doch nicht alles. Nachher sehen die Leser von Overton
        bei den nächsten Artikeln noch genau hin. Irgendwie müssen doch Seitenhiebe
        gegen die AFD zur Nazizeit möglich sein. Und überhaupt….dieser Haarschnitt von
        Ulrich Siegmund……wie in den Dreizigern…..

        1. Diesen Haarschnitt hatten sich doch die ersten bei uns gelandeten Flüchtlinge machen lassen, soweit ich mich erinnere. Und dazu auch noch blond gefärbt!

          1. Mein Leib- und Magen-Friseur ist syrischer Kurde mit eigenem Salon, den er von einer fast 80-jährigen Salon-Inhaberin übernommen hat. Diese Senior-Chefin arbeitet auch heute noch freitags und sonnabends als Damenfriseurin mit und hält so die weibliche Kundschaft, die sich anfangs gehörig vor diesen fremden Männern fürchteten, bei der Stange.

            Die Herren-Haarschnitte mit Undercut sind mir auch mit Entsetzen aufgefallen, aber die jungen bis mittelalten Männer aus Westasien finden das total „stylisch“ bis „ordentlich“. Mit einem Hinweis auf SA- und SS-Haarschnitt aus den Jahren 1933-1945 können sie überhaupt nichts anfangen, auch nicht auf „Soldaten-Haarschnitt“. Selbst bei hier geborenen Medizinstudenten und Krankenpflegern aus Westasien mit Fachausbildung ist dieser Haarschnitt total en vogue und bei so manchen deutschen Jungs im Schulalter ebenso. Vielleicht hat das ja auch mit einigen YouTube-„Stars“ zu tun.

        2. Haarschnitt?!?
          Stimmt. Die seitlichen Kopfhaare kurz. Das war zur Nazizeit modern und ist es jetzt wieder. Sehen sie sich die Frisuren der Fussballer an, die Tätowierungen von Grünen und Linken!
          Mit derartigen Dingen eine Partei zu diffamieren spricht nicht für Intelligenz, sondern für Hilflosigkeit.

    3. Merz interessiert am Ende dieses Bundesland nicht, nur das Endspiel Ukraine hat damit begonnen o))
      Das wird interessant, Sie hat weitere runde 40 Milliarden Bedarf angemeldet…

      1. @kd
        Um es genau zu sagen, der ukrainische Machthaber fordert 32 Milliarden für den laufenden Haushalt und 27 Milliarden für sein Militär = 59 Milliiarden gesamt.
        Sind die Kosten für den Nazi-Tempel etwa so aus dem Ruder gelaufenoder hat der Onkel von Selenskyj jetzt mit einer Antonov aus Leipzcig noch mehr Milliarden zunächst nach Dubai und von dort aus zum Waschen nach Israel gebracht???

        Was eine mögliche AFD-Regierung betrifft: Merz droht wie im Fall mit Russland auch im Fall Sachsen-Anhalt mit Eskalation und riskiert damit einen Bürgerkrieg.

        Alles keine schönen Aussichten! Die Zukunft ist ungewiss und das Ende ist immer nahe!

  6. Und Herr Rötzer verfällt auch in den Duktus der Gleichsetzung von AfD und NSDAP. Das ist nicht nur falsch sondern kontraproduktiv. Nichts ist leichter zu widerlegen als diese Gleichsetzungen. Nichts verharmlost den Nationalsozialismus mehr als dieser ausgemachte Blödsinn.

    Natürlich wird die AfD die Probleme nicht alle lösen, schon garnicht von eben auf gerade. Aber immerhin benennt die AfD Probleme und Ursachen klar und deutlich. Sie benennt nicht alle Probleme und nicht alle Ursachen, na klar. Und sie hat, so wie es sich für eine konservative Partei gehört, bezieht die AfD ihr Idealbild aus der Vergangenheit. Wie es sich für eine nationale Partei gehört, stellt sie das Vaterland, die Heimat, Deutschland und eben das Bundesland in den Mittelpunkt der Wunschwelt. Es ist eine nationalkonservative Partei. Es ist eine Partei, wie es die CDU bis etwa 2003 mal gewesen ist. Allerdings mit weit weniger Verschmelzungen mit dem Staatsapparat und den Konzernen.

    Natürlich wird in Sachsen-Anhalt jetzt nicht die heile Welt der Wirtschaftswunderjahre der Bundesrepublik entstehen. Aber es gibt einen starken, nicht mehr wegzunazifizierenden und zwingend notwendigen konservativen Gegenpol zu diesem wissenschaftsfeindlichen Lügengebilde, was mit allen möglichen und unmöglichen Thesen und Vokabular in den letzten 25 Jahren aufgebaut worden ist. Grundtugenden wie Fleiß, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft kommen zumindest verbal wieder zu neuen und überraschenden Ehren. Das ist als Gegenbild zur Schlendrianwelt des modernen Deutschlands – ein Blick auf die Bahn reicht zur Symptomerfassung – sehr gut.

    Natürlich sind falsche Versprechungen und ungare Aussagen mit Unterfinanzierungen Bestandteile des AfD-Wahlprogramms. Das unterscheidet die Partei genau nicht von den anderen Lügengebilden, deren Auftrag nicht das Regieren ist, sondern die Beteiuligung an der politischen Willensbildung des Volkes. Insofern ist hier eine exakte Egalität zu den sich selbst als „demokratisch“ sehenden Parteien gegeben.

    Ih bin absolut sicher, dass die AfD von den Annehmlichkeiten des Staates aufgesogen und vollständog korrumpiert wird. Es ging und geht nie um inhaltliche Konkurrenz zur AfD. Der programmatische Abstand zwischen AfD und CDU ist extrem übersichtlich und auf jeden Fall geringer als der zwischen CDU und SPD. Es ging und geht ausshließlich um viele Milliarden Pfründe und Macht, die man sich nun mit einer weiteren Partei wird teilen müssen.

    Der Grundfehler im Umgang mit der AfD wurde von der Machpolitikerin Merkel gemacht, die in die Geschichte als die größte nationale Katastrophe des 21. Jahrhunderts eingehen könnte. Diese Frau hätte die AfD umarmen und erdrücken können. Stattdessen hat sie aus kurzischtigem machtpolitischen Kalkül heraus fast alle identitätsstiftenden Elemente der CDU in kürzester Zeit zerstört. Sie ist mindestens Auslöser der Krise der Demokratie in unserem Land.

    Vernünftig wäre eine Koalition aus AfD und CDU im Land Sachsen-Anhalt. Vielliecht kann sich die CDU auf ihren christlichen Kern besinnen und sich so auch zur AfD abgrenzen, um nicht aufgesogen zu werden. Und wenn die Menschen merken, dass der Wille zum Ändern erkennbar ist, wird diese Koalition auch Besatnd haben, vielleicht wiedergewählt werden.

    Im Übrigen ist Merz unhaltbar.

  7. Die Afd wird unser Ende nur etwas beschleunigen.
    Ansonsten, wird ihr Einfluss marginal sein, vielleicht etwas dramatischer wegen der Asylantenfrage an der sich fast alle, auch hier gerne abarbeiten.
    Da, aber das Sagen ganz Andere, viel effizientere Subjekte haben, werden wir das erst bemerken wenn die ersten Raketen fliegen.

  8. Musste zwei Mal hinschauen. Der Nazi-Vergleich – darunter macht es auch Overton/Rötzer nicht mehr.
    Aber was wissen wir schon, welche Kontakte der Herr Rötzer so alles pflegt; ich will’s auch gar nicht wissen.
    Also wer vom Mainstream und den GEZ-Sendern diesbezüglich schon total abgefüllt wurde, und sich etwas Verschnaufpause versprach, bekommt es jetzt hier auch noch. In der AfD-PK musste Tilo Jung den NSDAP-Vergleich bez. Sachsen-Anhalt auch bereits los werden, aber Siegmund hat ganz gut darauf reagiert, finde ich.

    Aber jetzt mal im Ernst: Etwas rechtsextremeres als die Merz-Regierungs-Clique (incl. Wadefool, Pistorius, Kiesewetter, Dobrindt et al.) ist so schnell woanders nicht gleich wiederzufinden. Was der Maut-Debakel-Dobrindt am 12. August alles für zusätzliche Befugnisse für den Geheimdienst aus der Schublade holte, ist das wieder, was es bei der Gestapo schon gab, und weshalb man bei Gründung der Bundesrepublik und des Grundgesetztes diese Geheimdienst-Befugnisse vollkommen entschärfte. Komischerweise hab‘ ich aber nirgendwo lesen dürfen, was passiert, wenn die AfD die Geheimdienste mal befehligen sollte. Was dürfen wie daraus folgern?

  9. Da gab es doch ein csU Urgestein, das postulierte: Rechts von der csU dürfe es keine Partei geben. …. Das ist jetzt schon einige Jahre her.

  10. Siegmund: „Wir holen unser Land zurück, es beginnt hier in Sachsen-Anhalt“

    Welches Land will er denn zurückholen, wo doch nie, noch nicht einmal ein Fitzelchen Quadratmeter Sachsen-Anhalt den Sachsen-Anhalter verloren gegangen ist.
    Vermutlich gings ihm entweder um das kuscheligere „WIR“ unter Kaiser Wilhelm, oder Adolf, oder das unter Margot und Erich. Vielleicht ja sogar alle Dreie.
    Mal schauen, was sich die Trumpatlantiker da alles so ausgedacht haben.

    1. Alleine die Landpächter da, die früher für gute Ernten gesorgt haben, heute wenige internationale Monople und die ganzen Pächter gekündigt.
      Und wenn das Adolf auch interessiert haben sollte, dann verstehe ich nun die Rechten besser :-p
      Heiliger, ich habe nach der Wende in Dresden die ganzen neuen Beamten aus den alten Bundesländern sehen können. Dachte erst die haben den Kurfürstenhof wieder zum leben erweckt.
      Es ging nie um die Ostdeutschen, es ging darum die Westdeutschen ausplündern zu können, der Osten war nur das Alibi dazu ..

  11. AfDgida ist auf dem Vormarsch und die Patridioten werden die politische Landschaft so richtig aufrollen.

    „Vorwärts stürmen, wo Engel furchtsam weichen“ *
    *(Cap Kirk zu Spock. Das unentdeckte Land)

  12. Wir holen unser Land zurück

    Identifikation von Populismus – exemplarische Einführung:

    »Wir«
    Wer ist das? Siegmund und seine Freunde? Gehöre ich wirklich dazu, wenn Siegmund so spricht und mich dabei ansieht?

    »holen«
    Es ist so einfach: Es muss nichts erschaffen werden, keine Anstrengung nötig, kein Bau & keine Planung, es ist schon da, einfach nur zugreifen.

    »unser Land«
    ist das, auf dem ich stehe? Auf dem ich mich hier bewege, auf dem ich mich dort bewegen möchte? Wie ist es meins geworden? Wurde es mir geschenkt? Habe ich es einst gekauft? Wo ist mein Vertrag, mein Rechtsanspruch, ist es mein Gebrauchsrecht oder Geburtsrecht? Habe ich es urbar gemacht? Was genau ist der Beweis für dieses Possessivpronomen, und wo hört »unser Land« auf?

    »zurück«
    Wohin, zu welchem Zeitpunkt? In die eingezäunte DDR, die eigentlich auch kein Landbesitz kannte? In die sowjetische Besatzung, als alle persönlichen Eigentumsrechte gleichgültig waren? In die letzten Kriegstage, als Flugzeuge mit roten oder weißen Sternen alles bombardierten und beschossen, sobald etwas zuckte? Oder einfach nur zurück in die unwissende Kindheit, als Mama & Papa sagten, was zu tun sei und was zu lassen, was richtig & falsch, wann und wann nicht? In die Zeit vor 1933? Sorry, kann mich nicht erinnern.

    Abschluss:
    Kein Argument, nur Behauptung. Der Ausblick ist ein Rückblick, weichgezeichnet, gefiltert, ungefähr. So kann sich jeder anverwandeln, sich angesprochen fühlen, gemeint sein – und sicher sein, dass am Ende „unser“ Land nicht das eigene sein wird, sondern gefühlt das von Siegmund und seinen Freunden. Egal, Siegmund ist toll und die meisten habe eben mal wieder Pech.

    Konklusion:
    Populismus ist, wenn niemand gemeint ist, aber alle als Reflex „ja“ sagen könnten. Und das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Siegmund oder sonstwem in der Politik, dass ist der Job. Populismus ist, wenn du hörst, was du hören willst, und nicht das, was du hören solltest.

  13. Eigentlich wollte ich zu dem Vergleichsschnodder etwas schreiben, aber es wurde bereits alles gesagt. Nur noch nicht von Jedem, wie K. Valentín zu sagen pflegte.

    1. „Eigentlich“… kann man zugunsten der redaktion nur hoffen, dass wenn so ein hanebüchener schmarrn geschrieben wird, es ihr nur darum geht, eine overton´sche „ausgeglichenheit“ zu simulieren, in der hoffnung, dass die hiesige leserschft über das dazu ausreichende intellektuelle abstraktionsvermögen verfügt, um zu erkennen, dass sowas niemals die ehrlichen ansichten erwachsener redakteure wiederspiegeln kann. bei den kürzlichen artikeln zur cellerlochdrohne hatte ich einen analochen eindruck. zu derlei lässt man hier neuerdings dann auch immer mal wieder eine taz/fr-volontärin ihren „linken“ senf absondern. besser nicht mal ignorieren das! denn overton möchte wahrscheinlich nicht auch noch zielscheibe einer gegneranalyse durch correktiv, campact und co werden. so wie die nachdenkseiten gerade mal wieder. außerdem möchte der westend verlag weiter seine bücher verkaufen – siehe buchhandelspreisskandal! dennoch: es macht beim lesen einfach keinen spaß mehr, wenn man sich immer wieder erstmal durch die zwangspropagandistsche spachtelmasse durchwühlen muss, wenn man hin und wieder das bedürfnis verspürt, noch mal einen klaren geist bei der arbeit zu erleben zu dürfen.

  14. Wie wurde die AFD eigentlich so erfolgreich ? Die MSM haben ab Gründung nahezu täglich über die 2013 gegründete Partei berichtet. (Auch die Gründungsabsicht, Zeit und Ort wurden damals flächendeckend transportiert). Im Gegensatz dazu wurde die Partei Die Basis weitgehend tot geschwiegen. Die alte von den Grünen Anfang der 80er abgespaltete ÖDP mit vielen Tausend Mitgliedern wurde medial bis heute ebenfalls stiefmütterlich behandelt. Die AFD wurde hoch geschrieben, natürlich durchweg negativ, aber das ist für den Bekanntheitsgrad egal. („Wählt bloß nicht die …). Also stehen offenbar Interessen dahinter die AFD groß zu machen. Es wurden mit Steuergeldern eine Vielzahl von sog. „NGOs“ geschaffen. Dann werden die Kapitalbesitzer/ Großaktionäre etc. Von der AFD nichts zu befürchten haben. Die 3 Flügel, national-Konservativ, national-liberal, deutsch-national, Streben keine soziale Gerechtigkeit an. Aber die Blockparteien eben auch nicht (nur rhetorisch)
    Natürlich ist es für die AFD auch nicht schwer Fundamentalopposition zu machen angesichts der aktuellen Politik und der gesellschaftlichen Realität.

  15. Denjenigen, die sagen „Nie wieder ist jetzt“, kann ich nur sagen:
    Das war schon 2020, als die Neu-Linke so faschistoid geworden ist, dass sogar eine Impfplicht im Parlament debatiert wurde. Es waren Rote und Grüne, die diesen Zivilisationsbruch begangen haben.

    Es ist so lächerlich und jämmerlich, wie ausgerechnet die Corona-Faschisten sich als Kämpfer gegen Rechts positionieren. Und es ist eine perverse Genugtuung zu sehen wie ausgerechnet die sozial-darwinistische AfD die durchgeknallte Linke in Ihre Schranken verweist.

    1. well said.
      und jetzt, wie bestellt und nicht abgeholt zum hundertsten mal: ja, es gibt eine partei, die gesichert rechtsextrem ist. alle anderen sind nur brave faschisten, die die demokratie „retten“. hoppla, schon wieder übers ziel hinausgeschossen.

      und wenn ich schonmal dabei bin, mein zeichensoll zu erfüllen: es nervt, dass man dank der neuen paranoiden moderationsquarantäne nicht einmal mehr die 15min korrekturzeit zur verfügung gestellt bekommt, die es vorher gab.

      1. oh, das ist ja mal was „neues“. mein vorheriger kommentar auf den beitrag von mick war der redaktion wohl etwas zu konstruktiv kritsch. zack, weg. schade, dass das hier nun auch komplett stromlinienförmig zu werden scheint. na dann, auf nimmerwiedersehen hier im kommentarbereich.

      2. was soll diese löscherei hier in „overton“? meinungs“freiheit“ nur noch als einbahnstraße oder was? da Ihr meine mailadresse ja habt, könntet Ihr euch gerne mal erklären, was euch an meinen beiden hier gerade gelöschten kommentaren nicht gepasst hat. telepolis lässt grüßen?

        1. korrektur: es wurde „nur“ mein erster kommetar zu dem von mir affirmierten beitrag von @Mick gelöscht. ich hatte darin kritisches verständnis zum ausdruck bringen wollen, dass hier auf overton manchmal die naheliegendsten dinge wie mainstreamline-förmige dachlatten zurechtgebogen werden, dass es der gesamten hiesigen leserschaft eigentlich nicht entgehen kann – und dieser umstand der readaktion nicht nur voll bewußt sein dürfte, sondern es viel mehr in selbstschützender absicht wider besseres wissen publiziert.

          ich schreib das jetzt keinesfalls nochmal so. perlen vor die säue – darf man sowas hier noch sagen? oder fliegt man dafür auch schon wieder aus dem politikveganen overton-fenster raus?
          worum gings? wenn ein thilo, der sich selbst frei-, bzw eher kleinmütig als „naiv“ bemäntelt, in der bpk mit so einem (ich wiederhole das harmlose attribut jetzt nicht noch einmal) nazi-vergleich daherkommt, kann man nur mit den augen rollen. wenn aber florian rötzer das tut, tut das weh. 1000 !!!

    2. Moin,

      tatsächlich ist das auch mein Reden.
      Coronas Gesellen, und anschliessend jetzt wieder das Dob-Rind-t…., unglaublich.
      Und dazu dann noch die Antifa-Schläger und solche Gestalten, wie die vom Bündnis „Widersetzen“….

      und auf der anderen Seite derselben Medaille, die Blauen.

      Wer war es noch, der sprach: „Herr, wirf Hirn vom Himmel!“

      Ich plädiere dafür, 50% der Parlamentssitze an parteilose Kandidaten per Losverfahren zu vergeben, damit „dieseDemokratie“ irgendwie noch eine Chance bekommt.

  16. Herr Rötzer schreibt unter dem Foto:
     „Aus einem YouTube-Werbevideo der AfD, in dem Siegmund sagt: ´Ich will unser gutes, altes, sicheres Deutschland zurück.´ Das scheint viele zu begeistern.“ 

    Nun, ich würde sagen, dass das Verb nicht passt. Es „scheint“ die Wähler nicht zu begeistern, sondern es begeistert sie tatsächlich! Anders wären ja die knapp 44% und der größte jemals seit Bestehen der Bundesrepublik stattgefundene Zuwachs einer Partei gar nicht zu erklären.

    Sowohl im politisch-medialen Komplex der Kartellparteien als auch womöglich im Denken von Herrn Rötzer wird eben krass unterschätzt, welch großer Frust sich außerhalb des eigenen Lagers, außerhalb der eigenen urbanen Szene oder der eigenen Blase im „Rest“ der Bevölkerung schon seit 2010 ff angesammelt hat!!
    Etwas plumper ausgedrückt: Diese Wahl macht deutlich, wie sehr beinahe die Hälfte der Bevölkerung jenes Bundeslandes die etablierte Politik einfach nur noch zum Kotzen findet.

    Die Ursache ist ein bizarres Abdriften der seit 20 Jahren dominanten Kräfte in eigene Visionen (Was sagte Ex-Kanzler Schmidt zu Visionen? Richtig!), eine Anpassung an transatlantische, woke und neoliberal-globalistische Konzepte und eine unterschwellige Verachtung für jene normalen Leute, die nun die Wahl entschieden haben.

    So klug und wichtig die Artikel von Herrn Rötzer insbesondere zum Ukrainekomplex auch sind, aber mit seiner Sicht des AfD-Aufstiegs offenbart er eine mich erstaunende Weltfremdheit. Da kommen dann Sätze, die einfach nur zeigen, dass er sich ÜBERHAUPT nicht mit dem Denken und den Wertvorstellungen von AfD-Sympathisanten beschäftigt hat und außerstande ist, sich in diese Gedanken einzufühlen:

    „Siegmund, der den Erfolg schon im Namen trägt, ist Avantgardist einer seltsamen Bewegung, die angeblich nichts Neues will, sondern nur abbauen will, was verfälschend dazu gekommen ist. (…) Das klingt ziemlich langweilig, ebenso wie die Forderungen nach einer patriotischen Kultur nicht gerade nach Ausgelassenheit und Fröhlichkeit klingen, sondern nach bürgerlicher Behäbigkeit, die jede Exzessivität hinter sich gelassen hat und ihre Ruhe haben will.“

    Unübersehbar machen diese Sätze deutlich, dass er einfach nicht versteht, worüber sich diese Wähler seit Jahren ärgern. Mich macht das sowohl ratlos als auch ein bisschen traurig, weil ich Herrn Rötzer an und für sich durchaus schätze. Aber dieses so offensichtliche Nichtverstehen dessen was ist, das lässt mich einfach nur noch den Kopf schütteln.

  17. Der Freistaat Anhalt ist keineswegs der Vorgänger des heutigen Bundeslands, sondern nur ein Teil dessen, was nach dem Zweiten Weltkrieg gebildet wurde. Und zwar der unbedeutendere Teil. Der andere war die preußische Provinz Sachsen mit den großen Städten Magdeburg und Halle.
    Preußen aber war sozialdemokratisch regiert und wurde 1932 durch die Präfaschisten Hindenburg und Papen entmachtet. Darauf hätte Th. Jung ja auch Bezug nehmen können. Denn hier schließt sich der Kreis, da Merz schon gedroht hat, dass Land unter Bundeskontrolle zu stellen, obwohl noch nicht mal klar ist, wer es regieren wird.

    Ich habe noch immer nicht verstanden, warum wir angesichts derer, die uns aktuell regieren, noch irgendwelche Angst vor der AFD haben sollen. Die führen uns an den Rand eines Krieges mit einer Atommacht. Was konkret sollte das sein, was die AfD schlimmer macht?

  18. Also, wenn dieser Siegfried die DDR zurückholen will und heim ins russische Reich führen will (im Wahlprogramm wird schon die Neuauflage des Russchischunterrichts angekündigt)… Mit uns Bayern läuft das nicht. Auch die Berliner und die anderen Altländer werden es ähnlich sehen. Mal sehen, wie lange der Größenwahn der Beutegemeinschaft anhält.

    1. Berlin war/ist kein „Altland. So viel sollte man eigentlich wissen. Im Übrigen regiert in der Prinzregentenzone ja ohnehin eine AfD light.

  19. Also, wenn dieser Siegfried die DDR zurückholen will und heim ins russische Reich führen will (im Wahlprogramm wird schon die Neuauflage des Russchischunterrichts angekündigt)… Mit uns Bayern läuft das nicht. Auch die Berliner und die anderen Altländer werden es ähnlich sehen. Mal sehen, wie lange der Größenwahn der Beutegemeinschaft anhält.

    1. Hallo GBU-57
      Wenn ein Westdeutscher über die untergegangene DDR spricht, die dazu von dem geldgierigen Ganoven Gorbatschow mittels Geheimdienstoperation Ljutsch ( луч ), ausgeführt vom KGB-Offizier Anatolij Nowikow, für 15 Mrd. Westmark, an Kohl verscheuert wurde, so ist das, als wenn Blinde von der Farbe sprechen würden. In Bayern scheint die Farbblindheit besonders weit verbreitet zu sein.

      1. Doch, doch – ich verstehe Euch schon. Ostdeutsche außerhalb Berlins haben eine negative Lebenseinstellung, fühlen sich offenbar in ihren ****ländern nicht wohl, sind außerhalb von Berlin i.d.R von rechter Gesinnung, haben dabei kein Problem rechtsradikale Parteien zu wählen und wünschen sich die DDR zurück, damit sie Russland ohne Scham bewundern und endlich wieder jemanden verpfeifen können.

        Als neutraler Beobachter ist das meine Observation. Stimmt’s oder habe ich Recht?

  20. Mir drängt sich ein ganz anderer Vergleich auf. Die NSDAP lebte und gedieh durch 2 politische Brandbeschleuniger.
    Der erste waren die Versailler Verträge, die im Laufe der 20er Jahre ihre tödliche Wirkung auf ein freies erfolgreiches Wirtschaften entfalteten.
    Der zweite war der schwarze Freitag. Die darauf folgende Depression war das Auf-Putsch-Mittel für den Nazismus.

    Der demokratische Staat hatte keine Mittel um diesen Katastrophen zu entgehen, weil sich die linken Parteien selbst zerfleischt haben.

    Heute haben wir eine ähnliche Hintergrundkonstellation, nach der Finanzkrise 2007/2008 und den katastrophalen wirtschaftlichen Weichenstellungen durch Schäuble und Co wurde statt Antworten auf den fiktiven Hyperbeschleunigten Finanzkapitalismus nur hilfloses Herumrudern produziert. unsere Industrie wurde immer stärker von amerikanischen Sanktionen bedrängt( North Stream!)und gegen unseren loyalen Energielieferanten Russland in Stellung gebracht. Dies sogar bis heute zu einer explosiven Vorkriegssituation.
    Die 2. Hauptkatastrophe für die demnächst sichtbare Implosion der Berliner Republik war das NATO Verbrechen namens Corona.
    Gerade im Osten Deutschland mit ihrer in der DDR gelernten Wahrnehmung für politische und diktatorische Lügen ist den meisten klar, das sie von Ihren Eliten betrogen und in ihrer Existens bedroht wurden und werden.

    Die AFD war als einzige Partei laut mit Ihren Forderungen nach Aufklärung dieser Verbrechen und Wiedergutmachung.
    Darzustellen, das Deutschland durch das NATO Coronaverbrechen und die Kriegspolitik der Amerikaner und unseren abgehobenen Brüsseler Epstein-Eliten immer weiter zerstört wird ist und wird ein sehr erfolgreiches Narrativ für die AFD.

    In der Tat hat die AFD keinen Hitler in Ihren Reihen, nicht einmal einen Göbbels, aber wenn die ersten von Wadephul, Pistorius und Co sehnsüchtig erwarteten russischen Orestniks in Deutschland einschlagen kann sich das sehr schnell ändern

  21. Die Sachsen-Anhalt-Wahl hat mich seltsam ungerührt gelassen. Und das Nachwahl-Geplärre der Beteiligten, sowohl das thriumphale der einen Seite, wie auch das dystopische der anderen Seite, war noch abstoßender als sonst bei Wahlen.
    Keine wirkliche Änderung in Sicht.

    Aber das Schicksal hat dem Land eine schön knifflige Patt-Situation beschert und dem BSW ein Geschenk als Zünglein an der Waage. Da könnten sie was draus machen, wenn sie es richtig angehen, aber wirklich erwarten tue ich das nicht.

    Nein, wir haben nicht wieder 1933, aber vielleicht etwas, was ein wenig ähnlich wie 1929 ist. Ob daraus mal 1933 wird, hängt an ganz vielen Faktoren, die es aber auch ganz anders ausgehen lassen können.

    Lustig in dem Zusammenhabng finde ich aber, dass die aktuelle Mode beim Haarschnitt für Männer, wie ihn z.B. viele (weiße) Fußballspieler tragen und wie sie sich im Rest der männlichen Bevölkerung auch immer mehr durchsetzt – -besonders beliebt ist sie bei der AFD, Sigmund hat ihn ganz deutlich – – doch sehr der Haarmode in den 30gern ähnelt, die bevorzugt auch von Männern im NS-Regime getragen wurde. Damals nannten sie das den „germanischen Kurzhaarschnitt“.
    Abgesehen davon, dass ich solchen Haarschnitt furchtbar hässlich finde, ist es auch kein Wunder, wenn Männer, die mit der Haartracht eines SS-Offiziers rumlaufen unangenehme Assoziationen auslösen.

    1. @ Two Moon:

      dass die aktuelle Mode beim Haarschnitt für Männer, […] doch sehr der Haarmode in den 30gern ähnelt, die bevorzugt auch von Männern im NS-Regime getragen wurde.

      Na endlich sieht das mal jemand außer mir. Ich sehe mich seit 10 Jahren überall von Hitler-Jugend umzingelt. Zugegeben, viele tragen dazu merkwürdige Bärte, also eher wie eine greise Hitler-Jugend, und es findet sich bei allen Ethnien und inzwischen gelegentlich auch bei Frauen…

      1. Wie sagte schon Jesus zu seinen Jüngern: „An ihrem Haarschnitt sollt Ihr sie erkennen!“ (oder so ähnlich)

        Den Fabio de Masi sollte man auch im Auge behalten, der hat die Haare an der Seite auch gefährlich kurz!

        /satire

    2. siegfrieds härsteil lief meines wissens nach aber nicht unter „germanischer Kurzhaarschnitt“, sondern unter „halblang“. man unterschied zwischen kurz (rundum unter 10mm, also auch oben), halblang (so wie bei unserem siegfried, also seitlich kurz und oben wie beim markus lanz) und lang (auf deutsch auch: facon-schnitt). im vergleich zu dem, was sonst noch so rumläuft, sieht der siegfried ja noch halbwegs (bzw wortspiel halblängs) erträglich damit aus. nur seinen security-leuten um ihn herum sollte er aus populistischen gründen besser das mützentragen befehlen, damit sie mit ihren sa-schnitten nicht die potenzielle wählerInnen aus dem alterssegemt omas gegen rechts vergraueln. das wahlergebnis hat ja gezeigt, dass die afd vor allem von den erstwählern gewählt werden. und am allerwenigsten von den sogenannten ewig gestrigen. denn bei denen kommen angesichts solcher fiesen friesen unangenehme erinnerungen hoch.

    3. Ja, unter allen scheußlichen Modererscheinungen der jüngeren Vergangenheit, diese schon seit Jahren beliebte Verunstaltung männlicher Haarpracht, schlägt den Pisspott-Pony der woken Damenwelt um Längen.

      1. Der ‚umgekehrte Münch also ist angesagt. Der ‚Mönch‘ – oben nix bis wenig der Kranz darunter halblang – ist ja nicht einmal mehr beim Berufsstand en vogue!
        Die Null-Lösung, der totale Antihaar-Krieg – ein Stockwerk tiefer, rund ums Geh**** – ist ja nur für eine andere Burschenschaft ‚das‘ geforderte Markenzeichen! Da werden es Putins Schergen wohl bald ziemlich leicht haben, die Spreu vom Weizen zu trennen.

  22. Der Freistaat Oldenburg war das erste deutsche Land, in dem die Nationalsozialisten die Regierungsverantwortung übernahmen. Bereits nach der Landtagswahl vom 29. Mai 1932 – mehr als ein halbes Jahr vor Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler im Januar 1933 – erreichte die NSDAP in Oldenburg mit 48,4 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Sitze.

    Was die Sache nicht besser macht.

  23. Hört mir doch auf – jetzt müssen Pazifisten Faschisten wählen um einen bereits angekündigten Russlandfeldzug zu verhindert. Das weiterhin zur Wahl stehende BSW scheitert ja üblicherweise an Fünfprozentklausel.
    Und das ist kein bloßes Gerede, die Ausweichrouten für den großen Aufmarsch hat man bereits im Vorfeld zur Wahl sondiert, für den Fall, dass sich das Bundesland dieser „Friedensmission“ in den Weg stellen würde. Ganz kurz war die Nachricht beim DLF aufgeflimmert, dann hat man sie wieder einkassiert.

  24. Eine wenig überraschende „Einordnung“.

    Bzgl Verständnishilfen realer, konkreter Gründe bspw.:

    1. tägliche Berichte auf: Messerinzidenz.de
    2. einige Gesichter der Opfer auf: trauerwachedeutschland.de
    3. Versuch eines Überblicks: https://www.focus.de/politik/deutschland/fast-500-000-deutsche-opfer-durch-tatverdaechtige-aus-wichtigen-asylherkunftslaendern_d2211d57-80d5-4b71-96f4-f9ccd5f2e5f4.html
    4. die Berichte zur Deindustrialisierung bspw bei: https://x.com/E_Boeminghaus
    5. Kosten der sogenannten „Energiewende“: https://www.welt.de/wirtschaft/plus6a982980c53a6557d48dd64b/mckinsey-studie-eine-billion-euro-fuer-die-energiewende-doch-9-von-15-zielen-drohen-zu-scheitern.html

    Angenehm überraschend demgegenüber der Erstkontakt von Frau Dr. Weidel mit Frau Dr. Wittig (BSW) im Tagesschau-Interview am Wahlabend.

    1. Ja, gut, Kontakte schaden nicht. Was schon befremdlich ist, wenn eine Löwin wie Weidel mit einer arbeitslosen Historikerin des akademischen Proletariats spricht und es so aussieht, als wären das Verhandlungen auf Augenhöhe. Ihre Gesprächspartnerin, die mittlerweile sogar in rechten Medien als Königsmacherin bezeichnet wird, hat sich 20 Jahre durch die Universitätsblase gehangelt und keinerlei politische Referenzen. Sie kommt plötzlich wie aus dem Labor erschaffen und darf am ganz großen Rad drehen. Die Rechten haben einen unglaublichen Wahlkampf gegen Windmühlen geführt und dann müssen sie sich von einer arbeitslosen Geschwätzwissenschaftlerin auf Jobsuche die Freigabe zum Regieren holen? Es bleibt spannend.

    2. Ja, gut, Kontakte schaden nicht. Was schon befremdlich ist, wenn eine Löwin wie A. W. mit einer arbeitslosen Historikerin des akademischen Proletariats spricht und es so aussieht, als wären das Verhandlungen auf Augenhöhe. Ihre Gesprächspartnerin, die mittlerweile sogar in rechten Medien als Königsmacherin bezeichnet wird, hat sich 20 Jahre durch die Universitätsblase gehangelt und keinerlei politische Referenzen. Sie kommt plötzlich wie aus dem Labor erschaffen und darf am ganz großen Rad drehen. Die Rechten haben einen unglaublichen Wahlkampf gegen Windmühlen geführt und dann müssen sie sich von einer arbeitslosen Gesprächswissenschaftlerin auf Jobsuche die Freigabe zum Regieren holen? Es bleibt spannend.

      (nicht wundern – Test) 🙂

  25. El-G
    gestern 20:27 Uhr

    „Wir holen unser Land zurück

    Identifikation von Populismus – exemplarische Einführung:“

    Könntest Du mal bitte den Wahlslogan der Linken mit ebensolcher Gründlichkeit sezieren? Er lautet: „Heimat ist für alle da“

  26. Siegmund: „Wir holen unser Land zurück, es beginnt hier in Sachsen-Anhalt“

    Das ist reine Rhetorik, denn das gibt weder das AfD-Wahlprogramm noch sonstige AfD-Intentionen her. Denn das ist kapitalistisch-neoliberal.

    Die Reichtümer des Landes Sachsen-Anhalt befinden sich in Händen von Westdeutschen und Ausländern. Wie wollen sie die Reichtümer des Landes wieder zurück zu den Menschen im Lande bringen?

    Eigentlich sollten die Menschen der Reichtum eines Landes sein, aber das ist im Kapitalismus nicht so. Da sind Menschen lediglich ein Mittel zur Kapitalvermehrung über die Arbeitskraft-Ausbeute.

  27. Sachsen-Anhalt: Betrug bei Briefwahl? AfD 24,3 %?

    https://www.mmnews.de/politik/256253-sachsen-anhalt-betrug-bei-briefwahl-afd-24-3

    Die AfD erzielte in Sachsen-Anhalt an der Urne 51,2 %. Bei der Briefwahl jedoch nur 24,3 % – so viel wie die CDU. – Alt-Parteien hatten bei der Briefwahl beträchtlich höhere Quoten als an der Urne. Nur bei der AfD war es umgekehrt. Wahlfälschung?

    Von Meinrad Müller

    51,2 Prozent AfD an der Urne, per Brief nur 24,3 Prozent. Dort liegen AfD und CDU plötzlich gleichauf. Einen solchen Unterschied zwischen Urnenwahl und Briefwahl hat es noch nie gegeben.

    Das soll ganz normal sein?

    Eine Partei, zwei Wahlergebnisse, ja wo sind wir denn?

    Seltsam, seltsam, seltsam: Alle anderen Parteien erhielten per Briefwahl prozentual mehr Stimmen, nur die AfD bekam die Hälfte weniger. Höchst seltsam. Zauberei!

    An der Urne stimmten 51,2 Prozent für die AfD. Bei der Briefwahl waren es nur 24,3 Prozent. Ein Absturz um 26,9 Prozentpunkte.

    CDU an der Urne verhungert

    Bei der CDU geschah das Gegenteil. Im Wahllokal erhielt sie lediglich 14,5 Prozent, per Brief plötzlich 24,3 Prozent. Damit kamen CDU und AfD bei den Briefwählern auf exakt denselben Prozentwert.

    Auch SPD, Grüne, Linke, FDP und BSW schnitten per Brief erheblich besser ab als an der Urne. Das Endergebnis: 43,8 Prozent für die AfD.

    Ohne die Briefwahl hätte sie die absolute Mehrheit der Zweitstimmen erreicht.

    Ob manipuliert wurde, kann derzeit niemand belegen. Genau deshalb muss nachgezählt werden. ALLES LESEN !!

    1. Und wie funktionierte der Betrug? War es so wie in Amerika, wo man keine vernünftiges Einwohnermelderegister hat und die Wahlunterlagen für viele Personen doppelt und dreifach an Altadressen geschickt wurden? Oder führte der CDU-Nachbar dem alten AfD-Rentner die Hand?

    2. Was ist daran seltsam? Die Afd hat im Vorfeld immer wieder vor Briefwahl gewarnt. Tino Chrupalla hat sogar die komplette Abschaffung der Briefwahl in D gefordert. Da ist es wohl kaum verwunderlich, dass Afd-Wähler dem folgen.

    3. Dass es deutlich weniger AFD-Wähler unter den Briefwählern gibt, ist gar nicht verwunderlich, wenn man sich die Altersverteilung der AFD-Wähler und die Altersverteilung und Geschlechterverteilung der Briefwähler ansieht:

      Altersverteilung und Geschlechterverteilung Briefwahl:
      – 18–20 Jahre: 23,0 % beantragten Briefwahlunterlagen
      – 70 Jahre und älter: 36,2 % – höchste Quote
      – Insgesamt beantragten 32,3 % der Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen.
      – Frauen nutzten sie häufiger als Männer: 34,2 % gegenüber 30,3 %

      Altersverteilung AFD-Wähler:
      18–24 Jahre 44 %
      25–34 Jahre ≈ 49 %
      35–44 Jahre ≈ 49 %
      45–59 Jahre 51 %
      60–69 Jahre ≈ 40 %
      70 Jahre und älter 31 %

      Also: Besonders sehr alte Menschen und Frauen beantragen Briefwahl, und das sind genau die Wählergruppen, die am Wenigsten AFD gewählt haben.
      Aber da kommen sicher noch ein paar andere Einflussfaktoren dazu, z.B. könnte es sein, dass Grünenwähler oder vielleicht auch einige der anderen nicht-AFD-Parteien eher Briefwahl machen, weil das in ihren kulturellen Gruppen irgendwie passender ist, z.B. weil man lieber im September in Urlaub fährt, da man keine Kinder hat und somit die Sommerferien meiden kann. Oder eben Ähnliches in der Richtung.
      Und natürlich auch das, was @b_s hier über mir erwähnt hat.

      1. Auweia, da wird wohl was böse enden! Die letzte Zeile der Altersverteilung AFD-Wähler bezeugt es knall-hart, die bei den Blau-Kreuzlern stirbt sich summa summarum nicht so bald wie … was bedeutet …wenigstens, dass Briefwähler eine stärker bedrohte Gattung sind. Rentensanierung pur!

  28. Ich finde es witzig, daß fast alle Kommentatoren in einem der wesentlichsten Punkte dem Roberto folgen. Der hatte geschrieben:

    Die Parteiendemokratie ist an einen Punkt angelangt, an dem sie die Grundidee der Demokratie zerstört.

    Man ist herzlich uneins, woran das liege, aber der Ausgangspunkt ist im Wesentlichen derselbe: „Parteiendemokratie“.
    Eine Kritik dieses Ausgangspunktes hatte ich in diesem Strang angehoben, allerdings ist da der einfachste Punkt, von dem die Oberflächenerscheinungen der sog. „Parteiendemokratie“ ausgehen und in den sie wieder zusammen fließen, nicht direkt angesprochen:
    Diese „Parteiendemokratie“ ist gleichsam das pfründische Sahnehäubchen einer Bürokratenherrschaft.
    Bernd Müller hat dem in TP mit dem Artikel „Sieg ohne Ausreden: Die AfD vor der eigenen Regierungsfalle“ immerhin praktisch Rechnung getragen.
    Eine andere, wenngleich auch indirekte Annäherung an diese Wahrheit hat IVG hier abgeliefert, da schrieb er:

    In der Frage, wie der Erfolg der Nation sicherzustellen ist, wird es tatsächlich zu einer Systemfrage. EU, Euro und transatlantisches Bündnis sind eben keine Fragen des „wie viel davon“, sondern Systemfragen.

    Ich bin in dem ganzen Themenbereich nicht sonderlich gut informiert, aber soviel ich weiß, ist, was IVG da „Systemfrage“ nennt, schon seit Monaten oder Jahren für die AFD-Führung vom Tisch: Sie ist ungefähr so „EU-kritisch“, wie der „rechte Flügel“ der CDU / CSU, der im Begriffe ist, mit seinem zugleich sturen wie erbitterten Festhalten an Konzepten eines „deutschen Europa“ – und dies schwerpunktmäßig ausgerechnet auf dem Feld der Aufrüstung! – eine transatlantische „Emanzipation“ der EU zu sabotieren. In eher folkloristischen Angelegenheiten, wie der „Ausländerfrage“, hat sie sich längst der üblichen Scheidung zwischen „guten“ und „schlechten“ Ausländern anbequemt und gibt sich dabei polizeistaatlich nur ein klein wenig radikaler, als die CSU. In rein folkloristischen Angelegenheiten, wie der Förderung einer Kultur des Patriotismus, will sie in Sachsen-Anhalt Spielwiesen schaffen, die außerhalb des Kultur- und Bildungsverwaltung des Bundeslandes keinen Beamten sonderlich jucken muß und wird. Und ihren eigentümlichen Transatlantizismus wird die AFD nicht aufgeben können, sollte die „MAGA“ Administration fallen, was schon in wenigen Wochen geschehen dürfte, weil Trump höchst wahrscheinlich die Kongressmehrheiten verliert.

    Der Weltgeldkredit der Euronen ist das Basiselement der „Normativität des Faktischen“ in allen europäischen Beamtenherrschaften und deshalb werden längst alle wesentlichen Elemente einer formell ausstehenden Staatsraison der Konföderation der EU-Staaten in Brüssel entschieden.
    Das Splitterparteien – Rassemblement ESN, im Europaparlament von der AFD geführt, hat dort einen Stimmenanteil von 3,5%, weil der Front National sich davon fern gehalten hat. Die Partei Melonis sowieso, welche zusammen mit der polnischen PIS die Fraktion EKR anführt, die in direkter Konkurrenz zum ESN über einen Stimmenanteil von rd. 12% verfügt. Gegen den ESN läuft zudem seit Juli diesen Jahres ein Ausschlussverfahren gegen den ESN, das ihm den Fraktionsstatus aberkennen soll und voraussichtlich wird.
    https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20260706IPR46306/esn-partei-parlament-fur-uberprufung-der-einhaltung-europaischer-werte
    sodaß den AFD-Abgeordneten voraussichtlich nur übrig bleiben wird, sich der EKR nominell oder faktisch anzuschließen.

    Es ist alles „in der Ordnung“, Leute!

    1. PS. Zur Behauptung einer „direkten Konkurrenz“ zwischen ESN und EKR mag der Leser einen heutigen Artikel auf Euronews zur Kenntnis nehmen, „AfD surge in Germany exposes deep divisions on the Italian right“. „Arschklar“ wer sich da durchsetzen wird.

    2. Ich hatte unter dem Artikel von Gaby Weber etwas geschrieben, was dies scheinbare „Trolling“ näher erklärt. Es erscheint nicht.
      Wohlan, geht alles seinen Gang.

      Dann übe ich mich mal in Prophetie: Die Afd wird noch dieses Jahr mit geheimdienstlichen Mitteln in einen „prorussischen“ und einen „pro-NATO“-Flügel zerlegt werden, nicht „obwohl“, sondern just weil es diese „Flügel“ in der Parteiprominenz nicht gibt.

  29. Dass „Nie wieder!“ bezog sich auf zwei Weltkriege, die von deutschem Boden ausgingen, wo gerade der Dritte vorbereitet wird.

    Allerdings ist es gerade die geschmähte AfD, die einen Krieg verhindern will und somit wahrlich die einzig wirklich demokratische & christliche Partei !!

    Das Kriegsziel der Rückeroberung der Krim ist nur durch die völlige Zerstörung Russlands und einen vorigen atomaren Schlagabtausch zu erreichen.

    Ein komplett irrwitziger Plan! Alle anderen Ziele wie Schutz der Nato-Staaten wären auch ohne Krieg möglich.

    Die Amis haben längst Friedenspläne vorgelegt, die die Maximalforderungen der Russen zugestehen.

    Nur die Europäer mauern noch. Und warum? Weil man bei einem Friedensvertrag fragen würde, warum man für einen verlorenen Krieg so viele Milliarden und Leben verheizt hat.

    Pinocchio und Cruella wären untragbar!

    Die einzige Chance der CDU ist es, durch eine parteiinterne Kehrtwende dem Volkszorn zuvorzukommen.

    Ich würde erwarten, dass das 17,5%-Desaster eine gute Möglichkeit dazu bietet.

  30. Nun ist dieser Siegmund ein ganz neuer Typ eines Rechtspolitikers. Ganz anders als Udo Voigt und Thorsten Heise von früher. Bei denen gab es immer Randale, die AfD hingegen hat es fertig gebracht, einen gewaltfreien Wahlkampf zu führen. Sie haben eher mehr eingesteckt als ausgeteilt. Der Wähler honoriert das.
    Herr Rötzer indes hat ein ungutes Gefühl. Das ließe sich sehr gut begründen. Die Rechtspopulisten in den anderen europäischen Staaten sehen sich in der Tradition des Widerstands gegen die Nazibesatzung. Nicht aber in Deutschland. Alle früheren Rechtsparteien sind immer wieder ins Nazitum gekippt. Der Nicht-Nazi war einfach nur ein Langweiler.

    Und jetzt, bei der AfD soll plötzlich alles anders sein? Zweifel sind angebracht. Unter einem drohenden Verbotsverfahren halten sich die Üblen natürlich zurück.

    1. Die NPD würde ich selbst eher dem rechten Rand zuordnen. Bei der AfD ist vieles einfach Framing. Man siehts an dem Einstufungsbericht, wo einfach Aussagen von Einelpersonen, die vielleicht tatsächlich früher mal in der NPD waren, genommen und als AfD Position verkauft. Oder an Wannsee 2.0 (wo übrigens auch CDUler dabei waren) davon ist mittlerweile nichts mehr übrig geblieben und das was noch da ist ist falsch wird aber von den Gerichten als zulässig im Sinne der Meinunsgfreiheit betrachtet, da Meinunegn ja auch falsch sein dürfen. Man hat hier btw zu einer Finte gegriffen und das irreführend als „Theaterstück“ angelegt, wurde von denen die es zitiert haben aber als Dokumentation betrachtet.

      > Herr Rötzer indes hat ein ungutes Gefühl.

      Das kann er von mir auch aus haben. Wir wissen schlicht noch nicht wie eine Regierung aussehen würde, dank der Brandmauer. Aber, der Artikel ist eben keine Auseinandersetzung mit dem Thema. So ein Bildzeitungsstil hat aus meiner Sicht hier nichts zu suchen. Lass mich aber gern verbessern, wenn dem anders sein sollte.

  31. „Man werde Geschichte schreiben. Ausgeklammert wird, dass Sachsen-Anhalt schon einmal Geschichte geschrieben hat: 1932 kam hier die erste deutsche Landesregierung unter Führung der NSDAP an die Macht.“

    Warum beteiligt sich Herr Rötzer ständig und diesen inhaltlich falschen NSDAP-Vergleichen der Blockparteien? Das ist Propaganda in Reinkultur.

    Hier mal „jung und naiv“ mit dem gleichen dummen Vergleich:
    https://www.youtube.com/watch?v=y8KndTxRJ3s

  32. „Die AfD konnte im Vergleich zur letzten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihr Ergebnis fast verdoppeln. Umgekehrt erging es der anderen Partei auf der konservativ-rechten Seite, der CDU. Die einstige Volkspartei schließt sich damit der SPD an. Dazu passt, dass die FDP ganz abgewählt wurde.“

    So erging es den Altparteien und ja, die einzige Volkspartei ist nun die AfD – in Sachsen-Anhalt. Und warum wurde sie das, warum konnte sie es werden? An ihrem Wahlprogramm lag es nicht, es lag an der Politik der Altparteien samt Linken und Grünen.

    Und was draus werden wird, auch in den anderen Bundesländern ist klar. Kanzler Merz und sein Vizechef Klingbeil sind mit Abrissbirne und Brechstange aufgefahren, um unsere Demokratie mit Reformen zu retten. Es soll dem Sozialstaat an den Kragen gehen. Rentner, Kranke und Pflegebedürftige sollen bluten für die Kriegstüchtigkeit und die Unterstützung amerikanischer Ansprüche auf Weltherrschaft.
    Die Schuldenberge, sprich „Bundesvermögen“ – dank an die linken Genossen – sind beschlossen und werden verplempert, die Deindustrialisierung und die Finanzierung der Ukraine läuft. Die Rückzahlungskonditionen stehen und werden uns als Mühlstein um den Hals gelegt. Ökonomen werden uns genüsslich vorrechnen, wie wir „über unsere Verhältnisse“ gelebt haben. Es kann also nur schlechter werden und wer wird daraus seinen Honig saugen bei künftigen Wahlen?

    Kleiner Tipp, der Mann im Mond wird es nicht sein.

  33. Man kann wirklich nur noch AFD wählen in der Hoffnung, es wird sich etwas in diesen abgewirtschafteten, verlotterten und verrotteten Land ändern. Heute an der Tankstelle meines Vertrauens konnte ich Benzin zum einmaligen Schnäppchenpreis von nur 2.67 Euro tanken. Der verblödete deutsche Michel schaut auch nur noch mit weit aufgerissenen Augen ungläubig zu, es sei denn, es geht gegen Rechts. Da kommen selbst die Omas mit Rollator.

  34. Ja, es sind schon verrückte Zeiten….
    Sogenannte „Grüne“ -eine ehemals eher im linken Spektrum angesiedelte Partei des Umweltschutzes und Gegner von Kriegen umjubelt und sponsort plötzlich waschechte Neonazis in der Ukraine.
    Eine SPD, ehemals eine Partei, die die Interessen des Arbeitnehmers vertrat -ebenfalls eher im Antikriegssektor vertreten, man denke an Willy Brand, ist plötzlich ganz vorne mit dabei, wenn es um Kriegshetze und Aufrüstung geht, sowie um Sozialabbau und Beschneidung der Arbeitnehmerrechte.
    Eine CDU, die ehemals eher konservative Werte vertrat, die Partei der heimischen Wirtschaft war und nicht viel von Masseneinwanderung hielt („Kinder statt Inder“, Jahr 2000), ist der Hauptverantwortliche für die illegale Massenmigration aus dem Nahen und Mittleren Osten nach Deutschland seit 2015, fährt die Wirtschaft wissentlich an die Wand und treibt Deutschland in einen selbstzerstörerischen Krieg gegen Russland.
    Dann kommt die AfD daher und verspricht doch tatsächlich, diesem Krieg, den die Altparteien gegen die eigene Bevölkerung führen, ein Ende zu setzen und die Interessen der hiesigen Bevölkerung zu vertreten.
    Mag ja sein dass Merz hohe Beliebtheitswerte hat – wenn auch nur in der Ukraine – aber Tatsache ist nun mal, dass nicht nur dieser Merz ganz schnell von der Bühne verschwinden muss, sondern auch seine emsigen Kriegstreiberchen in der eigenen Partei, sowie in den anderen „Altparteien“, denn genau hiervon haben die Menschen in diesem unserem Lande die Nase gehörig voll!

  35. Was – seltsamerweise jetzt auch bei Overton – nur selten noch erwähnt wird: Siegmund war wohl ein früher Kritiker der C-Maßnahmen, entsprechende Videos zeigen ihn vor einer Demo in Ostdeutschland (Leipzig?) zur C-Hochphase, die Leute halten Kerzen in der Hand und singen „Freiheit“ von Westernhagen.

    Was zeigt: Hier hat einer (Siegmund) noch alle Tassen im Schrank, während einer anderer (Merz) sich als jemand inszeniert oder inszenieren lässt, dem mehr und mehr die Tassen abhanden kommen. Merz wird für den aufmerksamen Beobachter des internationalen medialen Theaters rund um Woke, MAGA, Corona und Co zum deutschen J.Biden light stilisiert. Für mich als studierter Politikwissenschaftler stellt sich also die Frage: Warum ist das so? Würde die CDU auch nur ein wenig nach rechts rücken, etwa bei der Migrationsfrage, würde die AfD Prozente verlieren, das ist kein Geheimnis. Schreibt also jemand hier ein Drehbuch oder möchte die CDU und der ÖRR schlicht die Rentner, ihre letzten Getreuen – natürlich nicht alle! – nicht verlieren?

    A propos Rentner oder auch Babyboomer: Weitet man den Fokus ein wenig, ist schon ein ideengeschichtlicher „Vibe Shift“ weg von den Idealen sowie Welt- und Menschenbildern der 1960er-Jahren bemerkbar. Ein solcher Wechsel prägt das geistige Klima und kommt früher oder später, vielleicht unbewusst, auch bei denen an, die sich um den Zeitgeist weniger kümmern. So ist nach Jahrzehnten, am empirischen multikulturellen Experiment, ein solches Menschenbild zerschellt: Augenscheinlich erwacht nicht in jedem Erdenbürger quasi naturgesetzlich ein aufgeklärter freiheitlich-demokratischer Geist, sobald er westliches Territorium betritt.

  36. Deutschland als „Land der Dichter und Denker“
    1810 von der französischen Schriftstellerin Madame de Staël so bezeichnet,
    hatte sich ja im Laufe der Geschichte eher zu einem Land der Richter und Henker entwickelt.
    Und in gewisser Weise wollen auch heute etliche wieder auf Kriegspfaden wandeln,
    ergo Marschflugkörper und Drohnen exportieren.
    Dem ist Einhalt zu gebieten.
    Jedwede Partei, die dem zunehmenden Kriegswahnsinn entschieden entgegen tritt,
    kann deshalb, im Namen es Volkes, des Souveräns, auf der Bühne der Politik wirksam werden.

  37. Ich versuche mal, beim Florian einen Kommentar unterzubringen, der bei Gaby geblockt wird:

    Dank an Gaby Weber, die „Third Party Rule“ war mir entgangen.

    Das grämt mich im Nachhinein allerdings nicht.
    Ich zitiere mal aus der Drucksache 19/27811 v. März ’21, die Gaby verlinkt hat:

    Das Bundesverfassungsgericht betont in seiner Entscheidung vom 19. Mai 2020
    das überragende öffentliche Interesse an einer wirksamen Auslandsaufklärung
    (BVerfG 1 BvR 2835/17, Randnummer 161). In diesem Zusammenhang wird un-
    terstrichen, dass die Versorgung der Bundesregierung mit Informationen für ihre
    außen- und sicherheitspolitischen Entscheidungen ihr hilft, sich im machtpoliti-
    schen Kräftefeld der internationalen Beziehungen zu behaupten und folgenreiche
    Fehlentscheidungen verhindern zu können (BVerfG, a. a. O., Randnummer 162).
    Insoweit geht es nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts mittelbar zu-
    gleich um die Bewahrung demokratischer Selbstbestimmung und den Schutz der
    verfassungsrechtlichen Ordnung – und damit um Verfassungsgüter von ho-hem
    Rang. In Frage stehe mithin ein gesamtstaatliches Interesse, das über das Interesse
    an der Gewährleistung der inneren Sicherheit als solche deutlich hinausgeht
    (BVerfG, a. a. O., Randnummer 162).

    Das dokumentiert, wie überflüssig die „Third Party Rule“ machtpolitisch (gewesen) ist! Falls dem Leser das nicht ohnehin zum Beispiel aus der Geschichte des geheimdienstlichen und parlamentarischen Umgangs mit 9/11 bekannt sein sollte (um ältere Beispiele, wie „Stay Behind“, „Operation Gladio“, nicht aufzurufen). Falls Merkel wirklich persönlich an dieser gesetzlichen Kodifizierung eines spezifischen Bereiches einer seit Gründung der Bundesrepublik unhintergehbaren Berufung auf „übergeordnete nationale (Sicherheits-) Interessen“, gelegen gewesen ist, wie Gaby behauptet, überraschte mich das überhaupt nicht.
    Nachdem im Frühjahr 2014 bekannt geworden war, daß NSA / CIA Merkel persönlich, nämlich auch ihr Smartphone, abgehört hatte, war sie umgehend nach Washington gereist, „um Präsident Obama zur Rede zu stellen“.
    Darauf gab es ein mehrstündiges Privatgespräch zwischen den Beiden (ohne Übersetzer, soweit ich weiß), die den Beginn einer „wunderbaren Freundschaft“ (Obama) markiert hat.
    https://www.youtube.com/watch?v=48D2IM042p0&t=2254s
    (Pk zum Abschiedsbesuch Obamas in Berlin 2016, 1h)
    Bei dieser Gelegenheit spricht Merkel unumwundenen Klartext zum Thema „Selbständigkeit Deutschlands“:

    Deutschlands Schicksal ist gebunden an die Einbindung in Bündnisse, in die Europäische Union, in die NATO, da geht es nicht um Eigenständigkeit. Mit 80 Millionen Menschen werden sie auf der Welt alleine nicht besonders viel erreichen, selbst wenn sie ökonomisch stark sind was wir ja auch weiter sein wollen. Das heißt also Bündnisse sind für uns Teil unseres Schicksals, unserer Zukunft, und das ist auch das was mich in meiner Politik leitet, und auch die ganze Bundesregierung leitet.

    Merkt bitte auf, mit welcher Selbstverständlichkeit Merkel da eine Identität zwischen „Schicksal der Nation“ und „Schicksal ihrer Regierung“ herstellt. Von dort aus könntet ihr – nebembei bemerkt – eine direkte Linie herstellen zwischen der Rede Merkels und den berüchtigten Bemerkungen des ehemaligen Außenbeauftragten Borell zum „Garten Europa“. Wenn ihr das tut, könntet ihr auch die wichtigste Differenz zwischen Obama und Merkel an diesem Punkt zur Kenntnis nehmen: Was Obama in erster Instanz als ein „komplexes Geflecht“ erscheint, das aus seiner Sicht „mit Intelligenz und Optimismus“ in den Griff zu nehmen sei und gehe, erscheint Merkel eher als ein Dickicht von Naturvoraussetzungen der Bewegung der Nation, daher ihre Rede von „Schicksal“.
    Und – abermals „übrigens“ – daß Merkel dies „Schicksal“ gleichwohl nicht demütig beruft, daß sie gegen Obamas päpstliche Rhetorik auch opponiert, das könnt ihr dem Video auch entnehmen – nicht zuletzt Merkels Mimik während Obamas Rede.
    Und nochwas nebenbei: Nach dem Oval-Office – Termin in 2014 ist Merkel umgehend zu einer Veranstaltung eines der großen Industriellenverbände in den USA weiter gereist, wo sie vor allem Eines zu sagen hatte (sinngemäß):
    „Ich versichere Ihnen, die deutsche Regierung wird das Nötige dafür tun, daß wir ein kontinuierliches, stabiles Wachstum von 2% BSP erzielen werden, und wir werden das schaffen.“

    So.
    Ein übergreifendes Thema dieses Artikels und dieses Kommentars habe ich schon an anderer Stelle (AFD) angesprochen, an der es wohl unisono als ein „Trolling“ aufgefasst worde ist: „Deep State“.
    Nehmt dafür getrost mal den Artikel „Deep state conspiracy theory in the United States“, engl. Wiki, zur Kenntnis:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Deep_state_conspiracy_theory_in_the_United_States
    Wenn ihr Verbindungslinien zwischen den zahlreichen einander teils widersprechenden, teils ergänzenden Referenzen zieht, könnte, denke ich, ein „Hauptstrom“ kenntlich werden, der sowohl von dem „Linken“ Stephen Walt, wie dem „Rechten“ Mike Lofgren vorgestellt worden ist: „Deep State“, das ist in den USA einfach die Föderale Bürokratie und ihre teils traditionellen, teils stetig neu geknüpften Verbindungen mit, und Bündnisse in, der militärpolitisch relevanten Zivilgesellschaft.

    Das ist für die USA in der Tat ein wenig „speziell“, weil die US-Bundesregierung aus einem Bürgerkrieg als reine Militärherrschaft über den „Staaten“ auf die Welt gebracht worden ist, eine Militärherrschaft nach innen, die anschließend umgehend als eine koloniale / imperiale Herrschaft nach Außen konsolidiert worden ist. Es hat nur eine kurze Phase gegeben, in der diese Herrschaft politökonomisch nach innen gewendet worden ist, das war der „New Deal“ der Roosevelt – Administration 1933ff.
    Das ist halt für bspw. Frankreich massiv anders verlaufen, auch für Reichsdeutschland, das maßgeblich aus äußeren Kriegen hervor ging, aus der Niederschlagung des polnischen Aufstandes gegen Preußen 1848, aus diversen Kriegen gegen die Habsburger Monarchie und schließlich dem Feldzug gegen Frankreich 1871.

    Gleichwohl ist ein gleichartiges „Strickmuster“ des Deep State in Europa alles andere als unbekannt, jeder kennt es aus Film, TV Literatur und politischer Folklore: Es ist das außenpolitische Establishment des britischen „Empire“, das nach der finalen Erledigung dieses Empire im Suez-Krieg fortbestanden hat, es umfaßt v.a. Militär, Geheimdienste, „Foreign Office“ und die Commonwealth-Verwaltung mit allen zugehörigen Netzwerken in Zivilgesellschaft und Gerichtsbarkeit.

    Und in der EU könnt ihr solch ein Trumm in vollem Aufbau beobachten, wenn ihr genauer hinschaut.
    Gaby liegt halt seit ewigen Zeiten mit einer historischen Traditionslinie des deutschen Deep State im Clinch. Auf diese deutsche Variante mag ich nicht näher eingehen, da bin ich nicht so kompetent, wie es nötig wäre, um zusammenfassende Bemerkungen darüber abzulassen.

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